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Monday, 30. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: SFZ Königsdorf
Michael Wisbacher (links), Vincent Heckert (im Flieger sitzend) und Nikolai Wolf (hinten) freuen sich über die Tabellenführung des SFZ Königsdorf in der U 25 Liga.
Das Triple vom vergangenen Liga Wochenende konnte das SFZ Königsdorf in der siebten Runde nicht wiederholen, aber mit den Plätzen eins in der internationalen Alpenliga, zwei in der Junioren Liga und drei in der Bundesliga, blickt Königsdorf erneut auf ein erfolgreiches Liga Wochenende zurück.
Samstag kurzes Wetterfenster optimal ausgenutzt
Die Wetterprognosen waren alles andere als eindeutig, vor allem was das Entstehen von Gewittern betraf. Die Königsdorfer Bundesliga Piloten starteten am Samstag, als die Wolkenuntergrenze über Blomberg und Brauneck es zuließ. Die Bedingungen waren allerdings alles andere als einfach. Während Thomas Wolf und Markus Eggl im Arcus am Schliersee den Turbo nutzen mussten, musste Michael Wisbacher mit der LS 4 in der Jachenau landen. Mathias Schunk gelang als erstem der Sprung über das Inntal Richtung Wilder Kaiser, von wo er den guten Aufwind den Nachfolgenden meldete. Die beiden Junioren Nikolai Wolf und Benjamin Bachmaier flogen daraufhin ebenfalls übers Inntal und über die Leoganger Steinberge weiter zum Steinernen Meer. Von Königsdorf erhielt man dann die Information, dass von Westen nun langsam die Regenfront heranziehen würde, so dass sich das Trio wieder auf den Heimweg machte. Kurz vor dem großen Regen landeten sie dann wieder in Königsdorf, allerdings wurden die Flugzeuge beim Einräumen doch noch nass. Das SFZ lag in der samstäglichen Zwischenwertung in der internationalen Alpenliga auf Rang eins und in der Bundesliga auf dem dritten Platz. Lediglich dem U-25 Team fehlte durch die Außenlandung der dritte Flug zur Vervollständigung des Juniorentrios.
Sonntag waren die Prognosen weit besser als die Wirklichkeit
Für Sonntag hatten man die berechtigte Hoffnung, dass man im angekündigten Föhnwind entlang der Route vom Samstag, oder entlang der Nordkette bei Innsbruck gute Ligaflüge absolvieren könnte. Leider entwickelte sich das Wetter jedoch ganz anders, als vorhergesagt. Die einzige Chance hat sich dann nur im Voralpenland ergeben. Nikolai Wolf konnte seinen Schnitt vom Samstag nicht mehr steigern und auch weder Thomas Wolf, noch Martin Scherer / Mathias Schunk im Arcus konnten die Wertungen vom Vortag nur annähernd erreichen. Bald wurde klar, dass es überhaupt nur darum ginge, die dritte Wertung für die Junioren zu erfliegen. Im großen Teamflug zwischen Königsdorf und Ebersberg bei der schwachen Thermik, übertrafen am Ende sowohl Michael Wisbacher mit 35,1 km/h, als auch Vincent Heckert mit 35,6 km/h die erforderliche Mindestwertung und erneut wurden die Flugzeuge beim Einhallen nass.
 
Mathias Schunk
 
Monday, 30. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: Aero-Club Braunschweig
Erneut gelingt dem Aero-Club ein wertvoller Rundensieg
„Siebte Runde und schon dreimal auf Rundenplatz eins. Was ist nur los in diesem Jahr?“, fragte sich der erfahrene Streckensegelflieger Christian Ückert voller Freude am Sonntag, der im Rahmen einer Dienstreise nach Schweden mit seinem Braunschweiger Bundesligateam mitfieberte und natürlich aus der Ferne die Daumen drückte. So konnte die Führungsposition vom Samstag dann auch tatsächlich gehalten werden,weil der „Thermikgott“ am Sonntag nur 43 Streckensegelflüge in Deutschland ermöglichte.
In Waggum wurde aufgrund des Regens vom Vormittag kein Flugbetrieb mehr durchgeführt. Vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum war der Aero-Club am Vortag mit insgesamt 5 Maschinen und 6 Piloten hauptsächlich in der Lüneburger Heide unter den
recht gut tragenden Wolken im Bundesligamodus auf Strecke. Joshua Arntz nutzte den ersten Teil der Nacht zum Samstag zur Rückreise vom Internationalen Wettbewerb Bayreuth 2016, den er auf einem guten zehnten Rang nach vier Wertungstagen beendete, und griff dann erneut federführend mit einem schnellen Teamflug mit Karsten Bennewitz positiv in das Geschehen ein. 322,50 Speedpunkte reichten dann trotz nur mäßig prognostizierter Thermik immerhin zum Sieg. Folgende vier Aufwindjäger bilden das erfolgreiche Wertungsteam:
Joshua Arntz, Ventus 2cT/18m, 115,06 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18m, 115,05 Speedpunkte,
Peter Montag/Rolf Wagner, Duo-Discus WL, 92,39 Speedpunkte,
Arntz und Bennewitz bildeten ein gut harmonierendes Gespann, das die Region östlich von Nienburg und Gardelegen als optimalste Thermikrennstrecke mit 326 geflogenen Kilometern für die zweieinhalb Stunden auswählte und am Ende nur eine Speeddifferenz
von 0,01 zu verzeichnen hatte. Montag und Wagner suchten sich den ebenfalls wolkenfreudigen Bereich zwischen Hodenhagen und der Baumkuchenstadt Salzwedel für ihren Flug aus. Es ist schon ein absolutes Novum, dass Joshua Arntz und sein Vater an diesem Flugtag unabhängig voneinander zur selben Zeit mit einem massiven Mückenputzerproblem zu kämpfen hatten.
In der Gesamtwertung liegen die Braunschweiger Löwen hinter dem die Tabelle anführenden LSV Burgdorf mit nun inzwischen 114 Punkten weiterhin auf dem zweiten Rang.
 
Rolf Wagner
 
Joshua Arntz war erneut erfolgreich. Foto: Rolf Wagner
Karsten Bennewitz in seinem Ventus 2cM/18m. Foto: Joshua Arntz
Peter Montag musste nach dem Windenstart hart um das Hochkommen arbeiten. Foto: Rolf Wagner
 
Friday, 27. May 2016
Simon Schröder verteidigt Bayerischen Meistertitel
Simon Schröder (SFV Bad Wörishofen), Gesamtsieger und Bayerischer Meister der Standardklasse
Am Donnerstag konnten die Teilnehmer des Internationalen Bayreuth-Wettbewerbs noch einmal zu Flügen in die Oberpfalz, nach Westböhmen und rund um Nürnberg aufbrechen. Da am Freitag nicht mehr geflogen werden konnte stehen nun die Sieger fest: Bruno Gantenbrink in der Offenen, Philipp Keller in der 18-Meter- und Simon Schröder in der Standardklasse. Neue Bayerische Meister sind damit Keller, Schröder und in der Offenen Klasse Robert Schymala.
Für die Offene Klasse ging es am Freitag auf einer ähnlichen Strecke wie Samstag in den Bayerischen Wald und rund um Nürnberg. Die Strecke Weidenberg – Arnbruck – Autobahnkreuz Feuchtwangen – Ebrach – Kulmbach – Bayreuth ergab mit 495 km die größte Strecke des gesamten Wettbewerbs. Tagessieger Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn) wollte zunächst noch gar nicht los fliegen, erwischte aber bei einem Probeabflug einen guten Aufwind und startete seine Wertung. Damit hat er zu denjenigen gehört, die relativ früh losflogen, wohingegen diejenigen, die die Abfluglinie später passierten, abends mit sehr schwacher Thermik zu kämpfen hatten. 109,86 km/h standen am Ende für den westfälischen Welt- und Europameister in der Wertung, was zusammen mit dem Tagessieg vom Sonntag für den Gesamtsieg reicht. Alexander Müller von der LSG Bayreuth wurde Tagesdritter und konnte seinen Bayerischen Meistertitel nicht verteidigen. Müller wird Gesamtdritter und Bayerischer Vize-Meister. Uwe Förster folgt ihm als Gesamtvierter und behält somit als Dritter der Bayernwertung noch einen zweiten Pokal am Bindlacher Berg. Wolfgang Clas ist als Gesamtachter ebenfalls für die DM 2017 qualifiziert.
Bester Bayer wurde Robert Schymala von der SFG Donauwörth-Monheim, der am Donnerstag zwar nur Tageszehnter wurde, insgesamt aber den zweiten Platz belegt. Da Gantenbrink als Nicht-Bayer nicht Bayerischer Meister werden konnte, trägt Schymala den Titel von Oberfranken nach Schwaben.
Der Bayerische Meistertitel der Standardklasse bleibt sogar in Schwaben. Der 19-jährige Simon Schröder vom SFV Bad Wörishofen konnte mit einem Tagessieg am Donnerstag die Führung übernehmen und sich damit gegen zwei Ex-Weltmeister durchsetzen. Über die 390 km lange Strecke Bayreuth – Bela (CZ) – Kelheim – Bärnau – Kulmbach – Bayreuth war er mit 103,82 km/h deutlich vor dem Tageszweiten Robin Sittmann (AC Rhein-Nahe) gelandet.
Beim Bayreuth-Wettbewerb 2014 hatte Schröder bereits gegen ein ähnlich starkes Feld mehrere Tagessiege, Gesamtsieg und den Landesmeistertitel erreicht, als jüngster Bayerischer Segelflug-Meister überhaupt. Dass er diese Titel nun verteidigen konnte, hat ihm im Teilnehmerfeld viel Respekt eingebracht. Der Bayreuth-Wettbewerb zeigt sich damit erneut als Talentschmiede.
Die 18-Meter-Klasse blieb dagegen eher den Routiniers vorbehalten: Über die Strecke von Bad Berneck über Sušice (CZ), Roding, Arzberg und Kulmbach nach Bayreuth (400 km) ging Bayreuth-Stammgast Hans-Jürgen Schmacht (AC Bamberg) mit 101,39 km/h als Tagessieger hervor. Punktgleich, weil nur 0,02 km/h langsamer gilt Tobias Meiler vom AeC Bad Nauheim ebenfalls als Tagessieger. Die Gesamtführung konnte als Tagesvierter jedoch Philipp Keller vom LSV Straubing retten, der damit auch Bayerischer Meister ist.
 
LSG Bayreuth
 
Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn): Gesamtsieger der Offenen Klasse Robert Schymala (SFG Donauwörth-Monheim): Bayerischer Meister der Offenen Klasse Philipp Keller (LSV Straubing): Gesamtsieger und Bayerischer Meister der 18-Meter-Klasse
 
Friday, 27. May 2016
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 27.05.2016 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG lenkt ein Höhentrog mit abgeschlossenem Höhentief über dem
Ostatlantik mit dem zugehörigen Bodentief weiterhin feuchtlabile Warmluft nach Deutschland. Dabei erstreckt sich eine Tiefdruckrinne, über Frankreich bis hin in die Mitte Deutschlands und weitet sich weiter nach Nordosten hin aus. Der anfängliche Hochdruckeinfluss im Norden schwächt sich rasch ab.
Am SONNTAG weitet sich der Höhentrog nach Südosten hin aus, im Bereich der Tiefdruckrinne über Frankreich bildet sich ein abgeschlossenes Bodentief, welches seinen Kern über den Nordwesten Deutschlands verlagert. Es ist weiterhin eine sehr feuchte und hochreichend labil geschichtete Warmluft wetterbestimmend. Über den Ostalpen kann sich vorübergehend auch leichter Föhn einstellen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört. Am Sonntag im äußersten Norden und Nordosten aufgrund von Stratusbewölkung keine nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich überall gute Wolkenthermik entwickeln. Diese wird jedoch gelegentlich durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG ist die Thermik in der Westhälfte durch zahlreiche Überentwicklungen und starke Bewölkung kaum Nutzbar. Lediglich
Richtung Osten ist bei nur einzelnen Überentwicklungen mit mäßiger bis guter Wolkenthermik zu rechnen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG lokal nutzbare Wolkenthermik bis 1700 m.
Am SONNTAG mäßig Thermikentwicklung. Vorzeitiges Thermikende von Westen mit dem Durchzug einer Gewitterlinie.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Thursday, 26. May 2016
6. Runde Alpenliga: Speed, Tausender und Highlight-Flug mit der KA6e
Wieder liegt eine Runde hinter uns, die sich sehen lassen kann. Das SFZ Königsdorf (D) schießt mit fast 400 Speed-Punkten den Vogel ab und polstert seinen Thron in der Alpenliga aus. Mehr als drei Piloten waren ganz vorn dabei. Zudem gelingt es Mathias Schunk erneut die Tausender-Punkte-Mauer zu durchfliegen. Es lohnt sich allemal, auch einen Blick auf den Zweitplatzierten dieser Runde zu richten. Der österreichische Verein SMBC Kirchdorf/Micheldorf räumt mit 319 Punkten gut ab. Schaut man hier auf den schnellsten Piloten Eduard Supersperger, staunt man. 123,27 Speedpunkte und 933,88 OLC-Pluspunkte (786 Kilometer) wurden mit einer KA6e erflogen.
Eduard tauscht aufgrund der Wetterbedingungen den Ventus 2b gegen die KA6e. Sein Plan ist, die Streckenflugeigenschaften dieses in der Hochblüte des Holzflugzeugbaus gefertigten Vogels herauszufinden. Er möchte die nötigen Vorfluggeschwindigkeiten erarbeiten, um längere Gleitpassagen ohne permanentes Kurbeln gut zu bewältigen. Die Erkenntnis, dass man mit der Old-Lady über längere Strecken einen 120er Schnitt schafft und damit ordentlich Speedpunkte sammelt, ist für ihn ein Highlight. Einfach ist der Flug gewiss nicht. Die langjährige Erfahrung im Herausarbeiten von tragenden Linien kommt ihm zu Gute und ist ein Schlüssel zum Erfolg.
Wie viele hat er am Morgen zu kämpfen. Satte 30 Kilometer mit vielen Außenlanderisiken schafft er in zwei Stunden. Für diese Bedingungen hat er jedoch das richtige Flugzeug. Denn so eng und langsam kann man sich mit Kunststoff nicht in die Bärtchen hängen. Nachdem das Wetter nun endlich in Fahrt kommt und die Schleichpartie ein Ende hat, stehen für so einen Holzflieger einige Herausforderungen auf dem Plan. Bei den langen Talquerungen wird der Hals schnell lang. Eine wenig zu Gute kommen ihm die Rückenwindkomponente und die bereits erwähnten tragenden Linien. Erst kurz vor dem Rofan schaltet der Wind auf Gegenwind, das lässt den Puls deutlich höher schlagen. Auch die Leefallen der Querrippen in der Nordkette werden zur Zitterpartie. Mit Kunststoff überbrückt man diese schneller – mit Holz geht’s schnell abwärts. Da nur leichter Föhn in Innsbruck bläst, empfängt ihn die Nordkette einigermaßen wohlwollend, so dass er trotzdem gut durchkommt. Der Anflug vom Tschirgant zur Parsaier Spitze ist die nächste Hürde, denn Fallen vom Feinsten bietet der Ostgrad bei Föhn. Am Fuß des Berges findet er eine Linie und schleicht sich in einigermaßen passabler Höhe vorbei.
Am Ende steht ein mehr als beachtlicher Flug, der für sich schon ein Highlight ist und auf das Ligaergebnis einzahlt. Seinen Flug im Duo Discus vom Vortag (94,41 Speedpunkte) überrundet er allemal. Die Alpenliga hat der Verein für sich als Gemeinschaftsevent entdeckt. Es sollen immer mehr Piloten in dieser Saison dafür begeistert werden. Es sieht aus, als ob es gelingt und die bisher erzielten Ergebnisse motivieren zusätzlich. Robert Miesbauer ist der eigentliche Initiator und Vorantreiber im Verein. Die Resonanz ist positiv, die Anzahl der teilnehmenden Piloten steigt. Über die Vereins-What´s-App und Zeitungsartikel werden die Ergebnisse veröffentlicht. Manchmal sind es eben Kleinigkeiten, die zum großen Erfolg und viel Spaß führen. Und es zeigt sich immer wieder, auch mit "einfachen" Flugzeugen kann man Dank Index an der Liga teilnehmen.
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. SFZ Königsdorf (D) 391,68 Speed/40 Punkte, 2. SMBC Kirchdorf/Micheldorf (Ö) 319,29 Speed/39 Punkte, 3. SG Knonaueramt (CH) 308,52 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 6: 1. SFZ Königsdorf (D) 197 Punkte, 2. SG Knonaueramt (CH) 171 Punkte, 3. ACAO-AeC Vol. Adele Orsi (IT) 160 Punkte

Text: Steffi Keller
Fotos: Eduard Supersperger
 
Hier geht es zum Flug von Eduard Supersperger im OLC.
Mit dieser wunderschönen KA6e fast 1.000 Punkte erfolgen
... über dem Gletscher des Dachstein

 

Wednesday, 25. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 6: SFZ Ludwigshafen
Startaufbau unter schöner Wolkenoptik
Wolkenoptik: Viel versprochen, wenig gehalten
Schön aussehende Wolken, die aber nur geringe Steigwerte brachten und sehr späte Starts wegen einer fehlenden Schleppmaschine bildeten die Rahmenbedingungen für dieses Liga-Wochenende.
Den besten Schnitt in der Landesliga schaffte Fritz Thiessen (Duo Discus XLT; FT mit 60,8 km/h), die weiteren Punkte für das Team lieferten Klaus Goll (Hornet; B mit 58,2 km/h) und Andreas Schottmüller (Kestrel 17m; T2 mit 52,5 km/h).
Erneut konnte Peter Franke wegen Logger-Problemen einen schnellen Flug nicht in die Wertung bringen. Wenn sich deshalb ein Logger-Hersteller oder -händler an dieser Stelle zum Sponsoring bemüßigt fühlen würde, wir lehnen nicht ab ;-)
Frank Fröhlich (ASH 31/18m; SKY mit 96,2 km/h) und Peter Mangold (LS 7 WL; PW mit 71,4 km/h) flogen zentrale Wettbewerbe von Bayreuth bzw. Hockenheim aus, ihre Starts galten also nicht für die Landesliga Rheinland-Pfalz, wohl aber für die Quali-Liga.
Das SFZ Ludwigshafen konnte damit in dieser Runde in der Landesliga Rheinland-Pfalz erneut den dritten Platz belegen und in der Tabelle weiter Platz 1 halten. In der Quali-Liga belegte das SFZ Platz 19, was eine Verbesserung um einen Platz auf Tabellenrang 10 bedeutet.
 
Text: Lutz Hildebrandt
Foto: Klaus Dibbern
 
Wednesday, 25. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 6: Fliegerclub Kamenz
Alles für die Liga – Zusammenfassung Runde 6
Die 6. Ligarunde sollte von den Teilnehmern der Streckenflugwoche Riesa Canitz geprägt sein. Es war klar dass die Punkte am Samstag erfolgen werden müssen, da der Sonntag kein schnelles Wetter versprach. Außerdem hatten am Samstag die meisten unserer Piloten Zeit.
Im Rahmen der Streckenflugwoche wurde dann auch am Samstag geflogen. Es war jedoch klar, dass die Aufgaben nicht für hohe Ligaschnitte reichen. Die Clubklasse hatte eine 1,5h AAT zu fliegen. Deswegen wurden schon vor dem Abflug die ersten Kilometer gesammelt. Am Ende konnten zwar 99 km/h Aufgabenspeed bei Tom Schubert und Max Heilmann erflogen werden, diese reichten aber nur für 72 Ligaspeedpunkte. Klaus Streichert startete in der 15m Klasse und konnte so mit seiner LS 3 75 Punkte erfliegen. Held der Runde ist Michael Lucas. 84 Speedpunkte waren seine Ausbeute. Er verzichtete dabei auf einen Podestplatz um mit ausreichend Höhe am Zielkreis den Flug noch zu verlängern. Wir sind ihm für diese selbstlose Aktion dankbar, denn so konnten wertvolle 35 Punkte erfolgen werden. Wir hoffen den steilen Aufwärtstrend in den nächsten Runde fortsetzten zu können. Außerdem drücken wir die Daumen, dass der Stadtverein AC Pirna aus seinem Formtief kommt und somit nicht auf dem Transfermarkt aktiv werden muss.
 
Max Heilmann
 
Tuesday, 24. May 2016
6. Runde in der U25-Liga: Schnell, schneller,...
...SFZ Königsdorf! WOW! Sie dominieren in diesem Jahr die U25-Liga und das mit einer rauschenden Geschwindigkeit.
Sonntag, 22.05.2016 in Königsdorf: Bei der Startaufstellung könnte man meinen, es sei ein Wettbewerb. Über 25 Flugzeuge stehen zu spannenden Alpenflügen bereit. Abends im OLC werden 4 Flüge über 1000 km und 2 Flüge über 750 km gemeldet, drei davon sind für die U25-Liga relevant.
Nikolai Wolf, einer der 1000 km Neulinge, spricht von einem sehr schwierigem Beginn: „Wer hätte das am Morgen noch gedacht, nach dem wir für die ersten 30km 1,5 Stunden gebraucht hatten.“ Zusammen mit Vincent im Arcus tastete er sich bis in die Schweiz hinein.
Marc Wachtmeister und Benni Bachmeier knackten die 1000 km zwar nicht, aber wie auch Nikolai nutzen sie den Alpennordkamm für ihre schnellen Flüge. Währenddessen Benni´s Vereinskollegen zwischen 10 und 11 Uhr starten konnten, musste er nochmal aufgrund technischer Probleme rausschieben – um 12:30 Uhr war er dann aber auch in der Luft.
Aufaddiert ergibt das eine Summe von 373,52 Speedpunkten und das ist damit der schnellste Rundensieg der jemals in der U25-Liga erflogen wurde. Herzlichen Glückwunsch!
Die Konkurrenz schläft aber nicht. Mit Platz 3 in der 6. Runde halten Jan Hertrich und Co. von der SFG Giulini/Ludwigshafen den Abstand in der Gesamtwertung auf unter 50 Punkte und bleiben dem Segelflugzentrum aus Königsdorf an den Fersen.
Insgesamt kann man aber von einer gemischten Runde sprechen, die besonders von der Qualifikationsmeisterschaft in Bayreuth profitiert hat.

Rundenwertung U25 Liga 1. SFZ Königsdorf (BY) 373,52 Speed, 2.SFG Donauwörth-Monheim (BY) 264,53, 3. SFG Giulini/Ludwigshafen (RP) 258,82.
Tabellenstand U25 Liga nach Runde 6: 1. SFZ Königsdorf (BY) 284 Punkte, 2. SFG Giulini/Ludwigshafen Gifhorn (RP) 236, 3. SFZ Aachen (NW), 210.
 
Max Mensing (OLC-Magazin)
 
Im Team durch die Alpen, Nikolai in der ASG.
Alpenpanorama soweit das Auge reicht!
Mathias Schunk in seinem Quintus: Für die Junioren hatte er wertvolle Tipps.
 
Tuesday, 24. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 6: LSG Fallersleben
Die TEX im Bayreuther Startgrid
Und wöchentlich grüßt das Murmeltier
Bereits die vierte Runde in Folge konnte die LSG in der Liga Dank ihrer Wettbewerbspiloten punkten. In dieser Runde ergänzten Antje Philipp (ASW24) von Hockenheim und Benno Beesten (Nimbus 4M) von Bayreuth das LSG-Ergebnis durch ihre Wettbewerbsflüge. Peter Meurers (LS1f) legte von Ummern aus die Basis für 190 Speedpunkte. In Bayreuth hatte die offene Klasse am Samstag ein 400km-Fünfeck um Nürnberg zu fliegen. Während der Weg bis Regensburg noch gut mit Cumuli gespickt war, trocknete es Richtung Westen zunehmend ab. Dadurch stand Pulkfliegerei im 35 Flugzeuge großen Teilnehmerfeld der Offenen Klasse recht hoch im Kurs. Task- und Ligageschwindigkeiten von 104 km/h waren so ein zufrieden stellendes Ergebnis und brachten der LSG 88 Speedpunkte aus Bayreuth. Am Sonntag erreichte Benno mit 122 Km/h zwar eine deutlich höhere Taskspeed, aber wegen der kurzen Wertungsdauer von 2:09 h war der Flug für die Liga weniger nützlich.
Zusammen mit Antjes und Peters Flügen reichte es für die LSG noch zu Rundenplatz 46 und 5 Punkten. Damit verlor die LSG zwar den Platz an der Sonne, behauptet sich aber in der Spitzengruppe der Qualiliga.
 
Benno Beesten
 
Tuesday, 24. May 2016
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Im Wochenrhythmus wechseln Wetter und Luftmassen. War die vorhergehende Runde noch von Kaltluft geprägt, bot Runde 6 schon mal einen Vorgeschmack auf den Sommer, Überentwicklungen und Gewitter inklusive.
Gesteuert wurde das Ganze erneut von einem Trog - jetzt lagen wir aber an seiner Ostseite und damit in der Zufuhr von Warmluft. Als er uns zum Sonntag näher rückte sorgte er für entsprechende Labilisierung.
Im Vorfeld der Kaltfront zu einem Tief über der Nordsee brachte er die Atmosphäre von Westen her zum Kochen. Vor der Front sollte
es aber vor allem in und über den Alpen nochmal sehr gut werden ...
Samstag:
Von Überentwicklungen ist auf dem Satellitenbild vom Samstag aber noch nicht all zu viel zu sehen, ganz im Gegenteil: Der Himmel im Süden ist im Einfluss der Warmluft noch nahezu wolkenlos. Ein Hoch über dem Alpenraum stabilisierte hier die Warmluft und hielt damit noch den "Deckel" drauf. Mehr Wolken sind noch über dem zentralen Mittelgebirgsraum und dem Norden zu sehen, aber auch hier sind Überentwicklungen eher die Ausnahme. Im Einfluss der Warmsektors des Tiefs und durch die Restfeuchte der Vortage entstanden unter den durchziehenden Cirren noch Cumuli, die nördlich von Main und Mosel sogar immer wieder ausbreiteten. Trotzdem war der Samstag für weite Teile "der" bessere Tag des Wochenendes, doch dazu gleich unten mehr.
Sonntag:
Ganz anders zeigt sich das Himmelsbild am Sonntag: Vollends im Einfluss der Warmluft ist es nach Osten und Südosten vielfach blau - von den Cirren mal abgesehen. Den Wechsel sieht man derweil schon von Frankreich und BeNeLux her aufziehen, wo die Vorläufer einer vorbeischleifenden Kaltfront erkennbar sind. In deren Vorfeld bildete sich eine schwache Konvergenz aus, in der es kräftig entwickelte und zum Nachmittag/Abend auch zu ersten, teils kräftigen Schauern kommen sollte. Nach Osten war es ein (fast)
typischer Warmlufttag: Die thermisch aktivsten Bereiche über den Kämmen der Mittelgebirge funktionieren noch für ein paar Stunden, abseits davon wird es zäh.
Wer hat was draus gemacht?
Die Flugspuren von Samstag und Sonntag legen die Vermutung nahe, dass der bessere Tag des Wochenendes der Samstag gewesen sein sollte: Fast überall konnte geflogen werden, wenn man die Küstenbereiche ausschließt. Auch der zentrale Mittelgebirgsraum bot zwar Fliegbares, aber keine sonderlich guten Bedingungen (s.o.). Auch zwischen Donau und Alpen zeigt die Ausbeute an Flügen, was die Warmluft, wie es um die thermische Qualität der Warmluft bestellt war. Was die Alpen bei einer solchen Wetterlage zu bieten haben, zeigt sehr eindrucksvoll der Blick sowohl in die OLC-Punktwertung, die Speed-Wertung und die Ligen.
War der Samstag (wenn auch noch mit Einschränkungen) schon so gut, dass die Königsdorfer in Führung gehen konnten, gab es am
Sonntag kein Halten mehr. Mit seiner Mischung aus leichter Labilisierung und föhnig aufkommendem Südwind legten die
Bedingungen noch einmal zu. Mit einer Gesamtspeed von 391km/h flogen Mathias Schunk (133,93), Vincent Heckert/Michael Wisbacher (130,65) und Nikolai Wolf (127,10) der Konkurrenz mehr als deutlich davon. Eingebettet waren die Liga-Flüge jeweils in Flüge von über 1000km, wobei Mathias als weitester am Ende 1271km absolvierte. Das Team Vincent/Michael und Nikolai schafften jeweils ihr erstes Tausender.
Noch ein Platz fällt beim Blick in die Ranglisten ins Auge: In Bayreuth, wo zur Zeit die Quali für die Offene/18m/Standard-Klasse
ausgetragen wird, setzte man das Feld am Sonntag in Richtung Erzgebirge auf eine schnelle Spur und gab damit vielen Piloten
die Chance, auch für die OLC-Ligen zu punkten. Schwieriger waren die Bedingungen für die führenden Mannschaften im
Norden. Während die Braunschweiger mit einem Platz im Mittelfeld Punkte einbüßen mussten, schafften es die Burgdorfer, sich noch auf Runden-Platz 3 vorzufliegen, wo sie sich hinter den Odenwäldern einreihten. In der Gesamtwertung der Bundesliga konnten die Könisgdorfer mit ihrem Rundensieg einen deutlichen Sprung in der Gesamtwertung nach vorne machen und rangieren nun auf Platz 3. Noch liegen aber die Nordlichter aus Braunschweig und Burgdorf vorne. Labile Warmluft wird wohl auch das kommende Wochenende bestimmen, für reichlich Spannung ist also nicht nur in den Ligen. sondern auch beim Wetter gesorgt.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
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Monday, 23. May 2016
Der dritte Wertungstag des Internationalen Bayreuth-Wettbewerbs 2016
Kurzes Wetterfenster für schnelle Flüge
Das warme Wetter am Sonntag war für die Segelflieger etwas zweischneidig: Erst nach 13 Uhr war die Temperatur erreicht, ab der sich Aufwinde bilden. Abends war dagegen ein frühes Ende der Thermik vorher gesagt. Der Zeitraum dazwischen ermöglichte dagegen sehr hohe Geschwindigkeiten.
Sportleiter Heiko Hertrich musste aufgrund des späteren Starts seine ursprüngliche vorgesehenen Aufgaben Richtung Thüringer Wald verkleinern und die so genannten B-Aufgaben aktivieren. Diese erwies sich als goldrichtig: Pünktlich zum Thermikende war das Feld wieder zurück am Bindlacher Berg.
Die 18-Meter-Klasse durfte als erste starten. Vom Abflugpunkt Bad Berneck ging es über Sonneberg, die Eibenstock Talsperre und Kulmbach nach Bayreuth (261 km). Die Piloten dieser Klasse waren dann auch als erste zurück. Tagessieger wurde David Barth (LSG Bietigheim-Lauffen-Löchgau) mit 107,19 km/h. Die Gesamtführung übernahm Hajo Machetanz (LV Aachen).
Die Standardklasse war als zweite dran: Von Bayreuth über Hildburghausen, Schleiz und ebenfalls Kulmbach führte deren Aufgabe mit 233,7 km. Tagessieger wurde der amtierende Bayerische Meister Simon Schröder (SFV Bad Wörishofen) mit 95,66 km/h. Schröder, der vor zwei Jahren mit 17 Jahren als jüngster Pilot jemals Bayerischer Meister wurde, ist damit auf dem besten Weg zur Titelverteidigung. In der Gesamtwertung führt jedoch nun Enrique Levin aus dem hessischen Homberg/Ohm.
Die Offene Klasse musste bis zuletzt warten, hat dafür aber die besten Bedingungen erwischt. Für sie ging es von Weidenberg über Erbendorf, Zell-Haidberg, die Eibenstock-Talsperre und Kronach zurück nach Bayreuth. Bis zum Start der „Langohren“ hat sich am Thüringer Wald eine zuvor für wenig wahrscheinlich gehaltene Konvergenz gebildet, ein Aufeinandertreffen zweier Luftmassen, bei der Luft in einer Linie nach oben gedrängt wird. So erklären sich auch die sehr guten 129,75 km/h von Tagessieger Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn). Uwe Förster (LSG Bayreuth) war Gantenbrink mit 129,48 km/h dicht auf den Fersen.
Wolfgang Clas sicherte auch den dritten Rang für die Bayreuther (punktgleich mit Andreas Kühl aus Eisenhüttenstadt), Alexander Müller wurde Tageszehnter.
In der Gesamtwertung der Offenen führt weiterhin Robert Schymala von der SFG Donauwörth-Monheim vor Gantenbrink, Förster und Müller. Förster würde nach aktuellem Stand den Bayerntitel von Müller übernehmen und damit in Bayreuth halten. Wolfgang Clas kann sich mit Gesamtrang neun auch gute Hoffnungen auf eine erneute DM-Qualifikation machen.
Montag musste Sportleiter Heiko Hertrich aufgrund des bedeckten Wetters das Feld bereits beim morgendlichen Briefing „neutralisieren“, also den Wertungstag absagen. Für Dienstag erwartet die Wettbewerbsleitung ebenfalls noch schwierige Bedingungen, spätestens ab Mittwoch hoffen die Veranstalter, wieder fliegen lassen zu können. Zur Mitte des Wettbewerbs ist aufgrund der eng zusammen liegenden Gesamtwertungen aber noch nichts entschieden.
 
LSG Bayreuth
 

 

Monday, 23. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 6: FLG Blaubeuren
Zentrale Wettbewerbe mit Wetterpech
Die letzten 2 Wochen waren gleich 5 Blaubeurer auf zentralen Meisterschaften. So holten in der fünften Bundesligarunde die Blaubeurer Franz Poch, sowie Martin und Phillip Söll auf dem Jenacup 10 Punkte für die Mannschaft, da es zu Hause unfliegbar war. Bei lediglich 4 Wertungstagen bei schwierigem Wetter verpassen sie jedoch die direkte Qualifikation für die nächsten Deutschen Meisterschaften. Besser erging es der Familie Bauder an sechs Wertungstagen in Hockenheim. So qualifizierten sich Karl-Eugen Bauder sowie seine Söhne David und Sebastian für die DM 2017.
Joachim Krais, der derzeit den Alpe Adria Cup in Feldkirchen bestreitet errang am ersten Wertungstag gleich einen Tagessieg bei dem international besetzen Wettbewerb der noch bis zum 28. Mai andauert. Dieses Wochenende war besser vorhergesagt, als es war. Am Samstag schaffte lediglich Lucas Kohn die mindest Wertungsstrecke für die Bundesliga zu erreichen. So standen am Sonntagmittag sechs weitere Segler unter dem noch wolkenlosen Himmel auf dem Fluggelände im Blaubeurer Teilort Sonderbuch. Im Westen sah man bereits die sich nahenden Gewitter.
Lediglich drei Piloten gelang es sich Richtung Westen vor zu kämpfen und die ersten Wolken am Rande der schwäbischen Alb zu erreichen. Dort erwartete sie gleich starke Aufwinden, denen sie Richtung Süden folgten. Auf dem Rückweg formten sich die Wolken in sogenannte Wolkenstrassen, die ein schnelles vorankommen ermöglichten. Am Besten nutze dies Phillipp Söll (99,93) gefolgt von Martin Söll, der mit Copilot Lucas Kohn(93,69) im Blaubeurer „Mutterschiff“ Arcus unterwegs war. Ergänzt durch den Flug von Christian Müller (85,54) erreichten sie die einen beachtlichen siebten Platz und stehen nun als bester Verein aus Baden-Württemberg auf dem achten Platz in der Tabelle.
 
Martin Söll
Monday, 23. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 6: SFZ Königsdorf
Super schnelle Segelflüge über den Alpen
Dem FC Bayern München gelang am Wochenende das double, das Triple schaffte der FCB jedoch nicht. Die Piloten vom SFZ Königsdorf dagegen schafften in der sechsten Ligarunde am vergangenen Wochenende das Triple, sie wurden Rundensieger in allen drei Ligen: der internationalen Alpenliga, der deutschen Bundesliga und in der U 25 Junioren Liga.
Bereits am Samstag liegt Königsdorf in Führung
Aufgrund der Wetteraussichten am Samstag, planten die Königsdorfer Piloten allesamt große Dreiecksflüge und flogen zunächst nach Osten ab. Recht bald musste man jedoch feststellen, dass die Segelflug-Wettervorhersage für diese Region viel zu optimistisch war und so drehten fast alle in der Gegend von Zell am See auf Westkurs. Lediglich das Doppelsitzerteam Veit Schwahn und Dirk Weisel querten den Alpen Hauptklamm und flogen bis in die Karawanken nach Slowenien und erzielten mit knapp 700 km Gesamtdistanz die weiteste Königsdorfer Strecke des Tages. Für die nach Westen fliegenden Piloten zeigte sich das Engadin am Nachmittag von seiner besten thermischen Seite und so konnten dort schnelle Ligaschnitte erflogen werden. In dem zweieinhalb stündigen Zeitfenster erreichten Mathias Schunk (106,1 km/h), Nikolai Wolf (105,2 km/h) und Klaus Peter Renner (105,1 km/h) die schnellsten Schnitte. Zu Nikolai Wolf gesellten sich für die Junioren Wertung noch Vincent Heckert (90,4 km/h) und Jan Kleu (82,0 km/h). Am Abend beim gemeinsamen Public Viewing im Vereinsheim des DFB Pokal Endspiels, sprach man schon vom möglichen Triple, führte das SFZ doch die Zwischenwertung in allen drei Ligen an.
Sonntag hieß es: go west
Die Wetterberichte für Sonntag waren so eindeutig, dass die klare Devise hieß: Flug nach Westen. Die thermischen Bedingungen im Rhein- und Rhonetal sollten sehr gut sein und am Nachmittag sollte, vor der Heranziehenden Schlechtwetterfront sich föhniger Südwind einstellen, der die Thermik noch unterstützen sollte. So plante man, weite Zielrückkehrflüge bis zum Matterhorn und Mont Blanc und teilweise darüber hinaus. Aber erneut war bald klar, dass Vorhersage und Wirklichkeit weit auseinander lagen. Die Arbeitshöhe im Rheintal war aufgrund niedriger Wolkenuntergrenzen sehr bescheiden und etwa 1000 Meter tiefer als vorhergesagt. Eine Querung des Oberalp Passes war somit unmöglich. Wenn auch die großen Flugvorhaben bis nach Südfrankreich und retour nun zwar nicht mehr machbar waren, so verhalf der aufkommende Südwind den Piloten jedoch zu extrem schnellen Ligaflügen. Vom Rheintal, über das Montafon und den Arlberg, ins Inntal bis zum Achensee und zurück flogen die Königsdorfer nun ein sogenanntes Jojo. Teamchef Mathias Schunk spornte sein Team im Flugfunk immer wieder an und gab die taktische Marschrichtung vor. Das ausgegebene Ziel war die bisherige Königsdorfer Bestmarke aus dem Jahre 2012 mit einem aufaddierten Ligaschnitt von 423,2 km/h zu knacken.
Elf Piloten knackten den 100er Schnitt und vier Flüge jenseits der 1000 km Marke
Für den Rekord langte es am Ende zwar nicht, aber mit aufaddierten 391,68 km/h erzielte man den zweitbesten, jemals vom SFZ Königsdorf erzielten Schnitt. Mathias Schunk erreichte 133,9 km/h, das Doppelsitzergespann Vincent Heckert und Michael Wisbacher (130,6 km/h), sowie Nikolai Wolf mit 127,1 km/h waren nicht viel langsamer. Für das Juniorenteam verbesserten Marc Wachtmeister (125,3 km/h) und Benjamin Bachmaier (121,0 km/h) die Vortagswertung. Teamchef Mathias Schunk freut sich über das Ergebnis: „Insgesamt elf Piloten schafften am Wochenende einen Schnitt jenseits der 100 km/h und selbst unser drittes Trio hätte, sowohl in der Alpenliga, als auch in der Bundesliga den Rundensieg geholt!“ Florian Seibel und Fabian Honecker knackten im doppelsitzigen Arcus erstmals die 1000 Kilometer Marke Mit den Junioren Nikolai Wolf, sowie dem Doppelsitzerteam Vincent Heckert/Michael Wisbacher knackten drei Junioren ebenfalls die magische Grenze zum ersten Mal. „Vincent ist mit 19 Jahren wohl weltweit einer, wenn nicht der jüngste, dem dieses Kunststück gelang. Ein Wahnsinns-Wochenende“, so Schunk weiter, der selbst mit 1271 km den weitesten Flug erzielte und das 1000er Quartett vervollständigte.
Zweimal Tabellenführer, einmal Dritter
Durch die Rundensiege konnte das SFZ Königsdorf die bestehenden Tabellenführungen, sowohl bei den Junioren, als auch in der internationalen Alpenliga ausbauen. In der deutschen Bundesliga, die man mit 86 km/h Vorsprung vor dem FSC Odenwald und 97 km/h vor dem LSV Burgdorf gewann, rutschte das SFZ auf Tabellenplatz drei vor. „Der einzige Wehmutstropfen dieses phantastischen Wochenendes, ist die Tatsache, dass wir seit einigen Jahren der einzige Alpenverein in der Bundesliga sind, während alle anderen aus der Gegend leider längst abgestiegen sind. Denn trotz dieser super Runde, holen wir nur ganze zwei Punkte auf die Niedersachsen auf und wenn das Wetter dort, oder auf der schwäbischen Alb mal wieder besser, als bei uns ist, dann punkten da oben eben immer gleich acht oder zehn Teams und wir verlieren dementsprechend viele Punkte“, resümiert Pressesprecher Schunk die Runde.
 
Mathias Schunk
 
Vincent Heckert (vorne) und Michael Wisbacher (hinten) freuen sich im Arcus über ihren ersten Flug über 1000km beim abendlichen Heimflug über dem Walchensee Mathias Schunk in der PM in der Welle überm Montafon 3500m Basis prognostizierte Top Therm im Rheintal. Mit gut 1000m weniger, war an eine Querung des Oberalp Passes nicht zu denken

 
Sunday, 22. May 2016
Der zweite und dritte Tag des Internationalen Bayreuth-Wettbewerbs 2016
Tagessieg für Alexander Müller
Die Piloten des Internationalen Bayreuth-Wettbewerbs konnten am Freitag erstmals in die Luft gehen, auch Samstag und Sonntag waren Wertungsflüge möglich. Während Sportleiter Heiko Hertrich sich am ersten Tag für Strecken Richtung Thüringer Wald, Erzgebirge und Vogtland entschieden hat, ging es am Samstag in den Oberpfälzer Wald und für die Offene Klasse rund um Nürnberg. Alexander Müller konnte gleich am Freitag den ersten Tagessieg für die LSG Bayreuth heim fahren, bleib am zweiten Tag aber im Mittelfeld.
Für die Offene Klasse lautete die erste Tagesaufgabe Bad Berneck – Bad Liebenstein – Bad Königshofen – Talsperre Eibenstock – Bayreuth (433 km), also zunächst in den Thüringer Wald, dann nach Süden ins unterfränkische Grabfeld und schließlich quer über den Thüringer Wald ins Erzgebirge. Alexander Müller flog als drittletzter erst um 13:10 Uhr ab und überholte schrittweise das gesamte Feld. Mit einer Wertungszeit von 3 Stunden 57 Minuten (109,39 km/h) blieb er als einziger unter der 4-Stunden-Marke und konnte sich so souverän den Tagessieg sichern.
Am Samstag hat er eine ähnliche Taktik probiert. Das Wetter ließ ihn dabei jedoch im Stich und die Aufwinde wurden mit der Zeit immer schwächer und seltener. Die Aufgabe Bayreuth – Erbendorf – Regensburg – Autobahnkreuz Feuchtwangen – Schlüsselfeld – Bayreuth (402 km) konnte er daher nur auf dem 18. Tagesplatz beenden. Tagessieger wurde Robert Schymala von der SFG Donauwörth-Monheim mit 113,25 km/h auf dem Jugend-Förderflugzeug des Deutschen AeroClubs. Schymala konnte damit auch die Geamtführung übernehmen. Müller liegt auf Geamtplatz drei, direkt gefolgt von seinem Vereinskameraden Uwe Förster; Wolfgang Clas liegt auf Rang 12.
Die 18-Meter-Klasse hat am Freitag ebenfalls Richtung Thüringen und Erzgebirge gemusst: Bayreuth – Wernshausen (bei Schmalkalden) – Talsperre Eibenstock – Bayreuth (370 km). Tagesschnellster war hier Philipp Keller vom LSV Straubing mit 91,45 km/h. Samstags sind die 18-Meter-Flieger überwiegend in der Oberpfalz unterwegs gewesen: Mit Weidenberg – Oberviechtach – Walhalla – Furth im Wald – Arzberg – Bayreuth standen 311 km auf dem Programm. Tagessieger wurde Hans-Jürgen Schmacht vom AC Bamberg mit 115,72 km/h. Keller bleibt jedoch vor Reinhard Schramme (Rinteln) und Hajo Machetanz (Aachen) Gesamtführender.
Für die Standardklasse ging es am ersten Tag fast parallel zur 18-Meter-Klasse vom Abflugpunkt Weidenberg über Schmalkalden und Adorf im Vogtland zurück nach Bayreuth (316 km). Tagessieger wurden Ex-Weltmeister Arndt Hovestadt und sein Teampartner Tobias Welsch (beide LfV Greven) sekundengleich mit 84,08 km/h.
Samstags mussten die kleinen ebenfalls nach Südosten: Von Tröstau über Schönsee, Regensburg, Furth im Wald und Marktredwitz zurück zum Bindlacher Berg (306 km). Schnellster war hier Sebastian Nägel (FG Wolf Hirth) mit 105,69 km/h, der auch die Führung in der Gesamtwertung übernehmen konnte. Am Sonntag ging es für alle Piloten ebenfalls Richtung Thüringer Wald, Wertungen lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor.
 
LSG Bayreuth
 

 

Friday, 20. May 2016
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 20.05.2016 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bestimmt ein Hochkeil über Mitteleuropa, der nur langsam weiter nach Osten wandert, verbreitet mit seinen gut ausgeprägten Absinkvorgängen das Wetter im Vorhersagebereich. Der Norden wird am Vormittag noch von einer Warmfront eines nördlich von Schottland gelegenen Tiefdruckgebietes gestreift. Mit einer südlichen Strömung wird eine trockene und warme Luftmasse herangeführt.
Dieser Hochkeil bleibt am SONNTAG mit seiner trockenen und warmen Luftmasse wetterbestimmend anfangs noch für den gesamten Vorhersagebereich, in der Folgezeit noch für den Osten Deutschlands.Von Westen erreicht im Tagesverlauf den Westen des Vorhersagebereiches ein kräftiger Höhentrog, der sich weiter nach Osten verlagert. Das auf seiner Vorderseite eingelagerte wellende Frontensystem eines Tiefdruckgebietes über dem Europäischen Nordmeer gestaltet das Wetter zusätzlich unbeständig. Mit einer auffrischen
südwestlichen Strömung wird eine wolkenreiche und wieder kühlere Meeresluft herangeführt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG meist mäßige Wolkenthermik, im Nordwesten aufgrund dichterer Bewölkung nicht nutzbar.
Am SONNTAG frontvorderseitig mäßige Wolkenthermik, sonst rasch gestört oder zerrissen aufgrund von Überentwicklungen und zunehmender Oberwinde. Im Frontbereich abgeschirmt.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann bei wenigen flachen Cumuli mit guter Wolkenthermik gerechnet werden.
Am SONNTAG wird zunächst mäßige bis gute Thermik, teils Blauthermik erwartet. Bis zum Mittag bleibt es in weiten Teilen trocken. Erst am Nachmittag kommt es verbreitet zu starker Bewölkung mit zunehmend eingeschränkter Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßig bis gute Cumulusthermik, Untergrenze 2000-2200 m, über den Bayerischen Alpen 2600-3000 m.
Am SONNTAG wegen Warmluftzufuhr nur mäßige Thermik, 2000-2400 m können erreicht werden. Späte Quellwolkenentwicklung. Über den Bayerischen Alpen nachmittags sehr gute Steigwerte, Cumulusbasis auf
3000-3500 m ansteigend. Am Abend von Südwesten CB und Gewitter.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Thursday, 19. May 2016
Internationaler Bayreuth-Wettbewerb 2016
Bayerische Segelflug-Meisterschaft und Qualifikation zur DM
Ab Donnerstag findet am Bayreuther Flugplatz wieder ein großer Segelflug-Wettbewerb statt. 90 Piloten kämpfen in drei Wertungsklassen um die Bayerischen Meistertitel und die Qualifikation zur nächsten DM. Darunter befinden sich u.a. fünf Welt- und Europameister. Neun Tage bis zum 27. Mai wird das Spektakel dauern.
Segelflug-Wettbewerbe werden wie Luftrennen ausgetragen: Morgens erhalten die Piloten eine Liste mit Wegpunkten, die schnellstmöglich abzufliegen sind. Für jeden Piloten zählt dabei die individuelle Zeit vom Überqueren der virtuellen Abfluglinie bis zum Überqueren der Zielkreislinie kurz vor der Landung. Die Piloten müssen dabei die besten Aufwinde finden und entscheiden, wo entlang und wie schnell sie fliegen. Wer schneller fliegt, muss eher wieder einen Aufwind suchen. Denn die Segelflieger müssen sich nur mit Hilfe aufsteigender Luft am Himmel halten. Auf diese Weise schaffen sie im Laufe eines Fluges Strecken zwischen 100 und 600 km, ganz ohne Motor.
Sportleiter Heiko Hertrich kann für die Konstruktion der Strecken auf eine Auswahl von 200 Wendepunkten zurückgreifen. Die äußersten liegen südlich Dresden, am Ende des Bayerischen Waldes, bei Kassel, kurz vor Karlsruhe und auf der Schwäbischen Alb. Auch über Tschechien werden die Teilnehmer wahrscheinlich fliegen müssen.
Der Bayreuth-Wettbewerb ist eine von zehn Qualifikationsmeisterschaften in diesem Jahr, auf der sich die Piloten für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2017 qualifizieren können. Bayreuth ist dabei eine von nur zwei Qualifikationsmöglichkeiten der Offenen Klasse, der Wertungsklasse mit den größten Segelflugzeugen, die fast eine Tonne auf die Waage bringen und bis zu 32 m Spannweite aufweisen. Für bayerische Piloten ist Bayreuth auch die Landesmeisterschaft. Neben der Offenen Klasse starten auch Flugzeuge der 18-Meter-Klasse (18 m Spannweite) und der Standardklasse (15 m Spannweite).
Fünf ehemalige Welt- und Europameister zählen zum Starterfeld: Michael Buchthal aus Freudenstadt, Weltmeister der Standardklasse 2008, Wolfgang Clas von der LSG Bayreuth, Motorsegler-Europameister 1978 und 1980, Bruno Gantenbrink aus Iserlohn, Weltmeister der 15-Meter-Klasse 1989 und Europameister der Offenen Klasse 2000, Arndt Hovestadt aus Greven, Weltmeister der Clubklasse 2010 und Werner Meuser aus Marburg, Weltmeister der 15-Meter-Klasse 1997 und 2001, sowie amtierender Bayreuth-Gewinner in der 18-Meter-Klasse.
Aber auch die sieben antretenden Bayreuther Piloten brauchen sich in diesem Feld nicht zu verstecken: Im Team konnten sie im letzten Jahr die Segelflug-Bundesliga und die World League gewinnen und sind damit aktuell die weltbeste Vereinsmannschaft. Das haben sie auch ihrer guten Ausgangsposition zwischen Fichtelgebirge, Fränkischer Schweiz und Frankenwald zu verdanken.
Gleich drei Bayreuther starten in der Offenen Klasse: Neben Wolfgang Clas sind dies sein langjähriger Teampartner Alexander Müller, der als amtierender Bayerischer Meister einen Titel zu verteidigen hat und Uwe Förster. Auch in der Standardklasse treten mit Martin Brühl, Jan Hertrich und Sebastian Baier drei Piloten der LSG an. In der 18-Meter-Klasse vertritt dagegen nur Sebastians Onkel Johannes Baier den Gastgeber.
Offiziell startet der Wettbewerb am Mittwoch abend um 19 Uhr mit dem Eröffnungsbriefing. Von Donnerstag bis zum Freitag nach Fronleichnam finden die Wertungsflüge statt, am Samstag, den 28. Mai um 10 Uhr werden die Sieger in der Segelflughalle am Flugplatz geehrt.
Von der Besucherterrasse am alten Terminal aus lassen sich Starts und Landungen gut verfolgen. Gestartet wird ab etwa 11 Uhr, wenn es die Wetterlage zulässt. Innerhalb einer guten Stunde werden dann alle Segelflugzeuge per Flugzeugschlepp oder mit ihren Hilfsmotoren (die nach dem Start natürlich auszuschalten sind) in die Luft gebracht. Der Bayreuther Flugplatz hat dann kurzzeitig mehr Starts als der Frankfurter Flughafen. Mit den ersten Landungen ist etwa zwischen 16 und 17 Uhr zu rechnen. Auf der Besucherterrasse gibt es auch Informationen über den aktuellen Stand des Wettkampfes und den Wettbewerb allgemein.
 
Auch unter www.bayreuth-wettbewerb.de sind Bilder, Wertungen und Liveberichte zu finden.
 
LSG Bayreuth

Gespannt warten die rund 90 Piloten auf die Startfreigabe. Der Internationale Bayreuth-Wettbewerb ist der größte Segelflugwettbewerb in Bayern in diesem Jahr. Die Segelflugzeuge müssen in aufsteigender Luft kreisen, um Höhe zu gewinnen, hier über dem Tal der Warmen Steinach im Fichtelgebirge.

 

Wednesday, 18. May 2016
Segelfliegen sticht Fußball, Handball, Eishockey und Basketball
Ein Traum? Unmöglich gegen derartige Publikums-Sportarten anzukommen? Weit gefehlt. Der Deutsche Meister der Segelflug-Bundesliga LSG Bayreuth konnte genau das am Ende der letzten Saison feiern. In Nordbayern wurden sie zur Sportmannschaft des Jahres gewählt. Bisher ging dieser renommierte Preis nur an die Fußball-, Handballmannschaften oder ähnliche Magnete der Öffentlichkeit. Mit viel Applaus setzte sich der Außenseiter durch.
Nach ihrem Triumph gleich im zweiten Jahr der Bundesliga vor rund 15 Jahren spielen die Bayreuther zwar immer in der Bundesliga mit, ein Sieg wollte jedoch nicht mehr gelingen. Bis zum letzten Jahr. Das dieser gleich noch mit dem Sieg in der World-League und der Wahl zur Sportmannschaft des Jahres endet, ist großartig. Wir haben mit Heiko Hertrich gesprochen und einen Blick hinter die Kulissen werfen können. 
Habt ihr euren Erfolg im vergangenen Jahr ausgiebig gefeiert?
Aber wie! Die „20. Runde“ war feuchtfröhlich, denn neben der Bundesliga haben wir auch die World-League gewonnen. An die Vereinskneipe musste sogar noch ein weiteres Festzelt angebaut werden.  
Neben den Feiern standen auch diverse öffentliche Auftritte an, unter anderem auch die Sportlerehrung der Stadt Bayreuth. So musste ein einheitliches Sieger-Poloshirt her. Zwei silberne Sterne für die beiden Bundesliga-Titel und ein goldener Stern für den Sieg in der World-League schmücken es.  
Wie schafft man es, über mehr als ein Jahrzehnt auf so hohem Niveau zu fliegen?
Eigentlich ist dies paradox, denn die meisten sind beruflich und familiär so eingespannt, dass fliegen unter Woche nicht in Frage kommt und auch am Wochenende keine 16-Stunden-Tage möglich sind. Ein Tag die Woche für ein paar Stunden muss reichen. Und das reicht eben genau für die Bundesliga. Es wird nie jemand von uns OLC-Plus-Sieger oder einen zentralen Wettbewerb gewinnen. Mit wenigen Ausnahmen wie Alexander Müller, aber den „zwingen“ wir ab und an auch zu einem Bundesliga-Flug.
Das hohe Niveau rührt aus einer guten Kameradschaft, die sich bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft 1999 entwickelt hat. Gegenseitige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Bundesligaflüge - und natürlich der Erfolg - generieren einen hohen Spaß- und damit Motivationsfaktor, der auch nach 15 Jahren ungebrochen frisch jedes Wochenende am Flugplatz vorherrscht.
Euer Ziel war, den Titel erneut zu holen. Wie hat man sich gefühlt, wenn es haarscharf nicht geklappt hat? Wie habt ihr euch Jahr für Jahr motiviert?
Noch weit vor der Geburt der Bundesliga habe ich den Vereins-Teamwettbewerb (VTW) erfunden und bin mit dem Konzept durch die Lande getingelt. Mehrere Vereine haben das erfolgreich kopiert. Da war es einfach, die sowieso schon um den VTW-Sieg fliegenden Leute von der Bundesliga zu überzeugen. Weil wir so schnell geschnallt haben, um was es ging, konnten wir eben 2002 gewinnen. Danach wuchs die Konkurrenz. Wir dachten jahrelang, wir könnten nicht mehr um den großen Sieg mitfliegen. Aber die kurzen Flüge passten einfach zu uns. Ab und an ein Rundensieg und nie Abstiegsgefahr motivierten, weiter und weiter zu machen. Einmal haben wir von der zweiten bis zur 18. Runde geführt - und sind dann doch wieder "nur" Zweiter geworden. Das hat schon gewurmt, aber: neues Jahr neues Glück...
Wie geht ihr mit unterjährigen Misserfolgen um?
Enttäuscht sind wir nur, wenn wir wissen, dass wir nicht alles gegeben haben. Dazu gehören drei Piloten in jeder Runde am Start. Das gab es in 2015 in keiner Runde. Eine konstant hohe Punktzahl ist mehr wert, als nur den Rundensieg zu fixieren.
Das Liga-System ist eine Teamwertung. Hat euer ganzer Verein Einfluss auf diese Leistung?
Der Bundesliga wurde bei der Flugzeugvergabe nie Vorrang gegeben. Dieser Dogmatismus geht auch eher nach hinten los. Viele sind aber dennoch oder gerade daher bereit, bei gutem Wetter mal einen Flugbetriebsdienst von Ligapiloten zu übernehmen.
Ist das Heranführen des Nachwuchses für euch ein essentieller Baustein des Erfolgs?
Das ist leider der wunde Punkt. Mit einem Durchschnittsalter von fast 58 Jahren sind wir wahrscheinlich die älteste Bundesliga-Mannschaft Deutschlands, das heißt wir „sterben aus“. Mit dem Nachwuchs funktioniert es nicht. Der  Schein sollte nur ein Meilenstein auf dem Weg zum sportlichen Piloten sein. Das Ziel der Ausbildung müsste von vorne herein die Kunst des Streckenfluges sein. Das bedarf allerdings neuer Konzepte, die einige Verein schon gut umsetzen.
Wie muss man sich die Vorbereitung auf ein „ganz normales" Liga-Wochenende bei euch vorstellen?
Einige schauen sich am Vortag intensiv die Wetterprognosen an, manchmal wird telefoniert. Insbesondere, wenn es kritisch aussieht und man einen Ausflug zu einem anderen Platz plant. Das Briefing morgens ist wichtig. Hier geht es neben dem Wetter um die lockere Tagesstrategie, so dass bei hoher Beteiligung nicht alle schnellen Liga-Piloten in die gleiche Richtung fliegen. Risikostreuung.
Ebenso legen wir Wert auf die Kommunikation in der Luft. Die gegenseitige Wetterinformation ist ein Schlüssel zum Erfolg.
Was sind eure Pläne für das Jahr 2016?
Naja, Titelverteidigung wäre schön. Allerdings wird derzeit leider nicht mit letzter Konsequenz bei schlechtem Wetter geflogen. Nicht-Abstieg ist ganz klar das erste Ziel. Wenn man von der Geburtsstunde an in der Bundesliga fliegt, will man da auch bleiben. Rundensiege sind ein weiteres Ziel, denn diese lassen sich gut in der Presse vermarkten. Und das brauchen wir unbedingt, um den Flugplatz zu erhalten.
Wir danken Heiko Hertrich für die offenen Worte und wünschen eine erfolgreiche Saison. Und... eure schier unglaubliche Menge an Smileys soll euch immer ein Lächeln schenken. Danke, dass ihr und viele andere uns darin unterstützen und den OLC so mit ermöglichen.
 
Text: Steffi Keller (OLC-Magazin), Interviewpartner: Heiko Hertrich
Fotos: Manisha Große-Verspohl
 
Alle Piloten des LSG Bayreuth,
die in die Wertung 2015 kamen
Mannschaft des Jahres
auf dem Ball des Sports
Ehrung durch die Oberbürgermeisterin

 

Wednesday, 18. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 5: LSG Fallersleben
Wieder im Vergleichsfliegen erfolgreich
Das Nutzen von Wettbewerbspiloten konnte die LSG auch am fünften Liga-Wochenende erfolgreich fortsetzen. Wie bereits in der Vorwoche brachten die Fallersleber drei Wettbewerbsflüge vom Vergleichsfliegen in Bronkow in die Wertung. In der Clubklasse waren Peter Meurers (LS1f) und Kathrin Busse (ASW19) die schnellsten Ligapiloten, in der Mixedklasse steuerte Benno Beesten (Nimbus 4M) seinen Flug bei. Auch Timo Kämpf (ASW15) und die ASK21-Besatzung Roman Menzel und Julian Rietig brachten schnelle Flüge nach Hause.
Am Samstag erlaubte die Wettbewerbsaufgabe (2h-AAT) zwar eine Nutzung der Wettbewerbsflüge für die Liga, für die ganz guten Schnitte reichten Wertungszeit und Streckenführung aber nicht. Letztlich musste der größte Teil der Flüge unter 8/8-Ausbreitungen geflogen werden. Dabei lernten viele Piloten die Brandenburger Grauthermik schätzen, wenn gleich sie gegen 40km/h Wind auch nicht gerade die Superwaffe war.
Am Sonntag wechselten sich Sonnenflecken und Regenschauer so schnell ab, dass die einzige Tagesaufgabe darin bestand, Flieger und Bezüge trocken in die Anhänger zu bekommen. Den letzten gelang dieses erst kurz vor der Siegerehrung des Vergleichsfliegens. Diese war für die LSG ebenfalls sehr erfolgreich, konnte sich doch Timo Kämpf am letzten Wertungstag ganz knapp den Gesamtsieg in der Clubklasse holen. Mit ihm auf dem Treppchen stand Kathrin Busse als Drittplatzierte. Mit den Plätzen 4, 5 und 8 waren auch die anderen LSG-Piloten sehr erfolgreich. In der Ligawertung reichten die Flüge vom Samstag zu einem tollen 5. Rundenplatz und ließen die LSG auch in der Gesamtwertung einen Platz klettern.
 
Benno Beesten
 
Gute Phase am Samstag
Phasenweise trockene Bezüge am Sonntag
Erfolgreiches LSG-Team
Wednesday, 18. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 5: AC Rhein-Nahe

Für den AC Rhein-Nahe war die Ligarunde Nummer 5 ein voller Erfolg. Getreu dem Prinzip, die „Big Points“ macht man beim schlechten Wetter, könnten Bernie Büdke (Ventus 2ct), Robin Sittmann (Discus 2ct) und Alex Fleckenstein Rundenplatz 2 in der Qualiliag für den AC Rhein-Nahe einfliegen. Bernie und Robin haben am Samstag bei besseren Bedingungen als erwartet, den Weg über den Hunsrück in Richtung Frankreich gesucht und gepunktet. Alex Fleckenstein (Acrus T), aus Dannstadt unterwegs, konnte sonntags im Rheintal noch den dritten Flug in die Wertung bringen. Das Rheintal geht fast immer. Wir sind gespannt wie es weitergeht.

 
Sebastian Loos
Wednesday, 18. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 5: SFZ Ludwigshafen
Immer weiter in Richtung Wendepunkt.
Frühling? Welcher Frühling?
AATs waren die Aufgaben der Wahl für schwierige Wetterbedingungen des zweiten Wochenendes des Dannstadter Vergleichsfliegens (www.vergleichsfliegen.de), bei dem die meisten Teammitglieder eingebunden waren und deshalb erneut nicht gezielt für die Liga fliegen konnten. Der Samstag als Wettbewerbstag wurde allerdings noch während der F-Schlepps gecancelt; der Sonntag brachte nur ungleich bessere Bedingungen. Graupelschauer auf der Haube und Temperaturen um den Gefrierpunkt unter einer dunklen Wolkendecke ließen jahreszeitlich eher Ende März als Mitte Mai vermuten. Den besten Schnitt schaffte Frank Fröhlich (ASH 31/18m; SKY mit 66,61 km/h), die weiteren Punkte für das Team lieferten Andreas Schottmüller (LS 8; L8 mit 59,26 km/h) und Lutz Hildebrandt (Discus-2c/18m; 3H mit 58,39 km/h).
Trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen konnte das SFZ Ludwigshafen damit in dieser Runde in der Landesliga Rheinland-Pfalz den dritten Platz belegen und in der Tabelle Platz 1 halten. In der Quali-Liga belegte das SFZ Platz 13, was einen Sprung auf Tabellenrang 11 bedeutet.
 
Text: Lutz Hildebrandt
Foto: Marcel Blank




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30. May

Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: SFZ Königsdorf

Österreichischer Segelfliegertag
17. Oktober 2015
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