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Freitag, 23. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 23.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich vom Azorenhoch ein Keil über Frankreich und
Deutschland. Er sorgt in der Mitte und im Süden Deutschlands für eine Stabilisierung der Luft. Lediglich am Alpenrand und in den Alpen liegen noch Reste der labil geschichteten Warmluft, sodass es hier im Tagesgang wieder zu konvektiven Umlagerungen kommt. Norddeutschland wird von der Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien beeinflusst. Hier fließt feuchte und merklich kühlere Luft heran. Zudem herrscht vor allem im Norden ein kräftiger Gradient vor.
Am SONNTAG erstreckt sich die Kaltfront morgens etwa von Brandenburg bis zur Eifel. Bis zum Abend erreicht die Front Süddeutschland, schwächt sich dabei aber immer mehr ab und zeigt sich kaum noch wetteraktiv. Rückseitig setzt sich von Nordwesten her deutlich kühlere Luft durch. Im Alpenraum kommt es in der nach wie vor labil geschichteten Luft erneut zu hochreichender Konvektion.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
SAMSTAG: Aufgrund von abschirmender Bewölkung und zeitweise Niederschlag meist keine nutzbare Thermik. Vom Rheinland bis in die Leipziger Tieflandsbucht am Nachmittag zeitweise mäßige Wolkenthermik, jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeit meist zerrissen.
SONNTAG: In der Nordwesthälfte ab den frühen Nachmittagsstunden mäßig bis gute Wolkenthermik, welche jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten vielfach zerrissen ist. Im Südosten aufgrund von abschirmender Bewölkung und Niederschlag meist keine nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG überwiegend gute CU-Thermik mit Arbeitshöhen um FL060, im Bergland bis FL080. Richtung Norden gebietsweise zerrissene Thermik durch lebhaften Westwind.
Am SONNTAG in einem Streifen von der Lausitz über die Rhön bis hin zur Pfalz durch dichte Bewölkung, die erst im Laufe des Tages auflockert, kaum nutzbare Thermik. Südlich dieses Streifens mäßige bis gute Wolkenthermik, die besten Steigwerte vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis zur Oberpfalz!
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Wolkenthermik, in den Allgäuer- und östlichen Bayrischen Alpen durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Alpenvorland und im Alpenraum mäßige, sonst gute Wolkenthermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
NEW: The time has finally come - OLC is presenting Distance Records
Above and beyond the joy of soaring, ambitious glider pilots love the challenging part of their sport, and they like to compare their success with other competitors. Pilots constantly want to fly bigger or optimize their speeds. They simply like the competitive element of soaring - winning, loosing, good scores or records achieved. With the League scoring and OLC-Plus- or Speed-Scores we are already offering several important options for pilots to evaluate and develop their individual skills and performance.
For many years people have been asking: When will OLC’s scores finally display record flights?
>>> Right now ;-)
Until now we have been offering yearly statistics. You all know the “best flight“. Don’t you? Our new “distance record” score is now screening all flights beginning in 2011 (the year when OLC started the OLC-Plus scoring). You can now determine the current record holder with just one mouse click.
A good goal to aim at! Besides OLC’s World- and Continental-Records we are now also presenting nationwide records and records flown in the USA’s SSA regions.
So how can you set such a record?
It’s fairly easy! Like any other OLC-discipline. You won’t have to declare anything big or ask around to find an official observer to monitor your flight. You “simply” go up and fly, upload your flight to OLC and let the system do the work for you.
Of course OLC will calculate records based on OLC points, not on kilometers. The latter would not make any sense, as a one-class-scoring with sailplanes of various kinds and of very different performance levels does not meet today’s reality. Finally OLC’s software will - thanks to our smart OLC-Plus scoring - also consider the area covered during a flight.
In addition to the fair evaluation of different gliders and indices, OLC’s scoring system is very simple. The number of records will not increase endlessly; the scores will be well arranged.
And where can you find these Records?
You may look up all records via Gliding -> OLC-Scoring. Set your filter as desired to World, Continent, Country or US-Region and go ahead. You are probably familiar to the system used with all our classic scores?
Record flights are a great tool when talking about soaring publicity
Last but not least you will not want to celebrate your success only with your soaring buddies, but go out of your club house and talk about it. Glider pilots therefore need a way to meet the public and clearly explain the sport of soaring to everybody. What will a pedestrian appreciate when you tell him: “Hey, I just flew a 500-k!” Nothing. However, a new record flight will like OLC’s popular League scoring be a great opportunity to spread your news. With OLC’s new distance records we are now offering another element to get public attention.
OLC whishes you maximum success: Let it be raining distance records!
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
 
Choose the whole World, a continent or your scoring region here
Now, simply hit “distance record"
Here, you’ll find all OLC-distance records in the chosen scoring region
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
EASA Musterzulassung JS 1 Revelation
Seit dem 1. Juni 2017 ist es offiziell: M+D Flugzeugbau hat die europäische Musterzulassung für das Weltmeister-Flugzeug in der offenen und 18 m Klasse, die JS 1, erhalten! Nachdem viele Piloten in den letzten Jahren immer wieder die außerordentlich hohe Leistung der JS1 durch Erfolge auf internationalen Wettbewerben belegen konnten, ist nun endlich die endgültige Zulassung erfolgt. Die vollständige Neuzulassung nach EASA Bauvorschrift CS-22 beinhaltet auch die von M+D Flugzeugbau entwickelt- und gefertigte Turbine als optionale Heimkehrhilfe. Zusammen mit Jonker Sailplanes fertigen wir so das weltweit erste musterzugelassene Segelflugzeug, das direkt ab Werk mit hauseigenem Jet-Antrieb (MD-TJ42) ausgerüstet ist.
Im Verlauf des Zulasssungsprozesses wurden grundlegende Materialspezifikationen anerkannt und weiterführende strukturelle Nachweise durch Tests und Berechnung durchgeführt. Der Nachweis des Cockpits erfolgte nach den Anforderungen der aktuellen Bauvorschrift (9g Crash-Landung) und wir führten, unterstützt durch Jonker Sailplanes, ergänzende Flugerprobung, u.a. mit asymmetrisch verteiltem Wasserballast durch. Eine erfolgreiche Neudurchführung des Flügelbiegeversuchs sowie des Bodenvibrationstests am 21 m Flügel als Nachweis von Flatterfreiheit schloss den Prozess ab. Mit der Zulassung der JS 1 unter der Nr. EASA.A.616 ist parallel auch der nächste Schritt für M+D Flugzeugbau, die Erweiterung des Entwicklungsbetriebes nach EASA Part 21.J weitestgehend abgeschlossen. Aktuell beträgt die Lieferzeit der JS 1-18/21-Jet etwa zwei Jahre, M+D und Jonker Sailplanes arbeiten daran, die Lieferzeit zu verkürzen.
 

 

Mittwoch, 21. Juni 2017
10. Ligarunde: Halbzeit-Durchmarsch in der Alpen- und Quali-Liga; Kampf in der U25
Die Hälfte der Ligasaison ist vorüber. Ein guter Zeitpunkt ein Fazit zu ziehen. Die beiden Runden um die Halbzeit herum sorgen nicht für Spitzenschnitte, zeigen aber eine hohe Beteiligung. Das Wetter ist in allen Teilen Deutschlands zumindest gut fliegbar und lässt viele Flüge zu. Richtig nette Wolkenstraßen reihen sich auf, allerdings sorgt ein strammer Wind vielerorts für nicht ganz leichte Bedingungen. Soviel Bewegung in der Luft ist, so wenig Bewegung gibt es auf den Treppchen.  Die Spitzenvereine halten stabil ihre Positionen wie selten in den letzten Jahren. Hochspannung gibt es jedoch trotzdem – in der U25.
Von Anfang an bis zur neunten Runde hält die SFG Stadtlohn die Führung. Runde für Runde nähert sich das SFZ Königsdorf an, kann in Runde neun punktgleich ziehen und überholt am letzten Wochenende. Das Team Stadtlohn war in den letzten Wochen etwas ausgedünnt, so standen nicht so viele Flüge für die Wertung zur Auswahl. Die Stimmung ist jedoch weiterhin super. Und Fakt ist, demnächst kann das Team wieder vollzählig angreifen und der Abstand ist ja noch marginal. Es wird also weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen dieser beiden zielstrebigen Vereine bleiben. Und bewundernswert ist, trotz Prüfungen oder anderer Verpflichtungen gelingt es immer, mindestens drei Junioren für einen Wertungsflug zu motivieren. Das sieht bei vielen Vereinen ganz anders aus. Auch wenn es das Wetter hergibt und für einen Ligaflug nur eine Zeitfenster von zweieinhalb Stunden geflogen werden muss, sieht man oft eine maue Beteiligung. Klar muss man sich ein wenig organisieren. Das Fliegen im Team macht aber viel mehr Spaß und ist zudem leistungsfördernd. Ganz zu schweigen von dem Fieber, was einen ergreift, wenn man vorn mitspielt und um Punkte und Plätze ringen kann.
In der Alpenliga ist es im Vergleich zu der hochdramatischen Entwicklung in der U25 ja fast langweilig. Aber nur fast. Denn die Leistung die Königsdorf hier zeigt, ist unglaublich. Es ist mittlerweile nahezu selbstverständlich, dass sie einen Sieg nach dem anderen einfahren und schier uneinholbar vorn liegen. Aber auch der kleine österreichische Verein SMBC Kirchdorf/ Micheldorf hat sich auf Silber extrem stabil eingenistet. Leider ist die Alpenliga eher von wenigen Ländern dominiert. Der dritte Platz eines slowenischen Vereins -wie in dieser Runde- hat eher Seltenheitscharakter. Auch Frankreich mit seinen immensen Potentialen ist selten zu spüren.
Und in der Quali-Liga? Auch hier haben wir derzeit einen Überflieger: den LSC Bad Homburg. Marschieren auch sie glatt durch?
Was wird die zweite Halbzeit bringen? Stabilität oder weitere Überraschungen?
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 279,18 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 259,83 Speed/49 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 253,54 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (BY) 455 Punkte, 2. SFG Stadtlohn (NW) 452 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 401 Punkte
Rundenwertung Quali-Liga: 1. Rhönflug Poppenhausen (HE) 270,88 Speed/50 Punkte, 2. AFZ Unterwössen (BY) 264,83 Speed/49 Punkte, 3. SSV Cham (BY) 262,62 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 10: 1. LSC Bad Homburg (HE) 325 Punkte, 2. SFZ Aachen (NW) 269 Punkte, 3. SFC Ulm (BW) 241 Punkte
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. SFZ Königsdorf (D) 312,17 Speed/40 Punkte, 2. FC St. Johann in Tirol (Ö) 259,55 Speed/39 Punkte, 3. AK Celje (Sl) 233,55 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (D) 376 Punkte, 2. SMBC Kirchdorf/ Micheldorf (Ö) 302 Punkte, 3. AVUT UniTrento (IT) 255 Punkte
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Mittwoch, 21. Juni 2017
SFG Giulini: Interessante Flüge in Dannstadt
Am Samstag morgen näherte sich ein Trog mit dichter 8/8 Abschirmung. Eigentlich ein chancenloser Tag. Kurz nach 9 Uhr stand die Abschirmung schon kurz vor Dannstadt. Kaum einer klappte seinen Anhängerdeckel auf. Nur 3 Piloten versuchten ihr Glück, einer davon ohne Motor. Um 9:23 Uhr startet Dieter Bartek mit seiner LS-4WL - eigentlich ohne Option wieder nach Hause zu kommen. Trotzdem schaffte er es bis zum Mittag einen Flug mit gut 150km in die Wertung zu setzen und sogar mit einem knappen Endanflug wieder nach Hause zu kommen. Respekt.
Für Sonntag war gutes Wetter prognostiziert. Früh ging es mit Wasser in den Flügeln bei guter Optik Richtung Osten los - aber es war eigentlich gar nicht so gut. Miese Steigwerte, schwer zu findende Thermik, alles recht unrund, Basis nicht besonders hoch -  auch im Funk allgemeine gedämpfte Begeisterung. Trotzdem ging es tapfer immer weiter in den Osten. Allerdings wurde von allen die in den Logger gesetzten Aufgaben bald abgebrochen. Immerhin ging es noch über 200km weit weg vom Heimatflugplatz. Der Rückflug gestaltete sich aber dann schon früh recht blau. Wenige zarte Flusen zierten noch ab und an, hier und da, den Himmel. Wieder ein ziemliches Gebastel bis wir wieder im Trichter von Dannstadt waren.
Es waren harte, aber schöne und interessante Flüge an diesem Wochenende.
Nils Koster (ASG-29, LEO) war letztlich der Schnellste der 7 Bundesligapiloten, vor Charly Müller (Ventus ct, CS), trotz das dieser als Trainier mit einem Trupp Nachwuchspiloten unterwegs war und Johannes Dibbern (LS-8, L8), der sich bis nördlich Bayreuth am weitesten von Dannstadt weg getraut hatte.
Rundenplatz 15 ist zumindest der Ansatz eines positiven Trends und läßt uns in der Tabelle einen Rang auf 16 gutmachen.
Die Leistungen der Junioren Nils Koster und Johannes Dibbern wurden in der U25-Wertung mit Rundenplatz 9 und Tabellenrang 10 belohnt.

 
Uwe Melzer
 
Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY)
Heimweg im Blauen
Charly Müller (Ventus ct, CS) über Mannheim
 
Mittwoch, 21. Juni 2017
AC Braunschweig muss mit einem Trostpunkt zufrieden sein
Die Abläufe des letzten Wochenendes lassen sich schnell erzählen:
Am Samstag, der durch starken Wind bis zu 35 km/h gekennzeichnet war, kamen vier Streckenflüge in die Wertung und der Sonntag sah keinen Überlandflug mehr vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum.
So sieht unser Trio mit 218,01 Punkten aus:
Hayung Becker, Standard Cirrus, 74,25 Speedpunkte,
Rolf Wagner, LS 4 WL, 72,41 Speedpunkte,
Wiebke Holste, LS 4, 71,35 Speedpunkte,
Die drei Loggerschriebe dieser drei Aufwindjäger sind absolut identisch, weil im engen Team geflogen worden ist. Sie arbeiteten sich zunächst gegen den strammen Westwind bis Faßberg vor und glitten dann mit Rückenwind bis Barleben, das nördlich von Magdeburg liegt. Dabei wurden leider mehrfach in die unteren Etagen aufgesucht. Ihre Flüge endeten am Abend gegen 18 Uhr auf dem Segelfluggelände Wilsche.
Am Sonntag brüllte in der Mitte und im Süden Deutschlands die Thermik, so dass wir dann von unserem Mittelfeldplatz vom Samstagabendabend gnadenlos nach hinten durchgereicht wurden. Ebenso wie unserem Trio erging es auch Christian Möller und Peter Montag, die im Duo eine Überlandflugeinweisung flogen und ebenfalls in Wilsche strandeten. Dank der vier F-Schlepps von Wilsche musste kein Autometer gefahren werden.
Der Rundensieg ging mit 327,64 Speedpunkten nach Schwäbisch Gmünd. Die Halbzeittabelle führt der LSR Aalen mit nunmehr 131 Punkten an und der Aero-Club liegt mit jetzt 73 Punkten auf Rang siebzehn.
Am Abend landete noch Jan Hinnerk Scheel aus Lübeck, der 1995 die Deutschen Juniorenmeisterschaften in Waggum mitgeflogen hatte, mit seinem Co Niklas mit einem Nimbus 4 DM in bei uns. Er hatte sich mit der Benzinmenge verpokert und startete am Sonntag gegen 12:30 Uhr Ortszeit nach der Übernachtung in unserem Sozialgebäude im Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum wieder in Richtung Heimat.
 
Rolf Wagner
 
Auch schon am Vormittag sah es am Samstag besser aus, als es wirklich war.
Optisch sah es eigentlich recht passabel aus.
Start des Nimbus-Teams zum Heimflug nach Lübeck am Sonntag auf der Betonbahn.
 
Dienstag, 20. Juni 2017
LSG Fallersleben: Schöne Flüge in Runde 10
In Runde 10 versprach zumindest eines der Wettermodelle an beiden Tagen fliegbare Bedingungen für die Lüneburger Heide. Wegen des starken Windes und eines schmalen Wetterfensters gingen am Samstag in Ummern nur je drei LSG- und LVI-Piloten sowie eine gemischte Mannschaft auf die Jagd nach Ligapunkten.
Der Anfang war für die Ummeraner recht schwierig und fast alle mussten nochmal landen oder den Motor zünden.
Leo Dittmer (Discus 2B), Achim Elvers (DG300), Johan Vanhoyland (Discus bt) und Benno Beesten (Nimbus 4M) steuerten zunächst Richtung Nord-Nord-West bis an den Charly von Hamburg.
Arnie Weber (DG400) und Julian Rietig (ASW24) taten sich mit dem starken Wind und der eckigen Thermik recht schwer und blieben zunächst in Platznähe. Die „mixed“-Mannschaft Lothar Kaps und Alex Thies (Duodiscus) brauchte nach zwei Seilrissen lange, überhaupt Anschluss zu bekommen. Schade war, dass sie – nach einer zeitigen Landung wegen sozialer Verpflichtungen – mit 39,62 Speedpunkten die Ligamindestspeed nur knapp verfehlten.
Das Quartett im Norden machte sich durch 32km/h Wind beschleunigt auf den zweiten Schenkel. Die drei 15m-Flieger zog es zurück über die Lüneburger Heide, während Benno der Windrichtung folgend bis Theessen östlich von Burg flog. Da die Bärte an diesem Tag sehr unrund und zerrissen waren, war es angenehm, dass auf dem 190km-Schenkel nur einmal gekurbelt werden musste. Auch auf dem 3. Schenkel konnten die ersten 50km Aufreihungen genutzt werden.
Eine Lücke in der Wolkenstraße veranlasste bei Gardelegen zunächst zum Kurbeln und dann zur Wende, um bis zum Ende des 2,5h-Fensters noch 50km mit Rückenwind folgen zu lassen. Da auch der Heimweg unter Aufreihungen geflogen werden konnte, ging’s auch die letzten 135km ohne Kreisen zurück.
Weil Lothar die Mindestwertung verpasst hatte, sollte am Sonntag der dritte LSG-Flug für die Wertung ergänzt werden. Dazu traten Peter Meurers (LS1f), Roman Langer (Twin III SL) und Lothar Kaps (ASW22) an. Leider sah das Wetter deutlich besser aus, als es lange Zeit war. Erst als Lothar und Roman gegen 17:00 landeten, besserten sich die Thermikbedingungen und Peter konnte seine Speed noch etwas verbessern. Er steuerte so noch 65 Speedpunkte zum Ligaergebnis der LSG bei; wegen vieler guter Flüge im Süden der Republik reichte das am Ende zu Platz 19. Die LVI musste sich in Liga 1 leider wieder mit dem Trostpunkt begnügen.
 
Benno Beesten
 
Gute Aussichten auf Kurs
Schön, dass das ED-R74 frei war
Peter Meurers freut sich über den erfolgreichen Flug

 

Dienstag, 20. Juni 2017
FLG Blaubeuren: Bauder zeigt wie es geht
Nachdem die Piloten der FLG Blaubeuren die letzten Wochen eine Aufholjagd gestartet haben, waren sie froh, dass auch für dieses Wochenende wieder fliegbares Wetter auf der Rennstrecke der Erstligisten vorhergesagt war. Nachdem am Samstag ein Großteil des Vereins einen Ausflug Richtung Berge mit einem Viereck um den Luftraum Memmingen gemacht haben, der allerdings wenig Speedpunkte brachte, musste der Sonntag für schnelle Flüge herhalten.
Die Tragflächen morgens noch mit Wasser betankt ging es für fünf Segler der FLG in den leicht bewölkten Himmel über Blaubeuren. Die Flugrichtung gaben die Wolken vor, da diese bereits im Osten gutes steigen ankündigten. Umso weiter sie in den Osten kamen umso höher gingen die Aufwinde und sicherten ein schnelles vorankommen.
Das Zugpferd gen Osten war der Blaubeurer Fluglehrer und Altmeister Charlie Bauder. Dank seiner Informationen über gutes Steigen flogen Philipp Söll, Christian Müller, Sebastian Wastl und Lucas Kohn teilweise bis über die Grenze nach Tschechien. Hier wurden die Aufwinde stärker und die Wolken Höher, so dass hier auch ein schneller Bundesligaschnitt erzielt werden konnte. Doch die Zeit drängte, da auf dem Rückweg die Wolken immer dünner wurden und die Piloten viel Wissen über die besten Steigwerte entlang des Altmühltals und auf der Ostalb haben mussten.
Am Nachmittag schafften es jedoch alle sicher wieder auf dem Heimatflugplatz in Blaubeuren zu landen. Bei einem Blick auf die Wertung war schnell klar, dass wieder ein großer Schritt Richtung Tabellenspitze gemacht werden konnte. So machten die Blaubeurer erneut 4 Plätze gut und zogen unter anderem an der Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim und den Fliegerfreunden vom LSV Schwarzwald vorbei.
Punktgleich mit dem LSV Rinteln aus Niedersachsen und nur Aufgrund des Speedverhältnis steht die FLG aus Blaubeuren nun auf einem stolzen Platz 8. In dieser zehnten Runde sicherten Charlie Bauder 105,37 , Philipp Söll 101,00 und Christian Müller mit 100,58 Punkte den fünften Rundenplatz. Junior und Hoffnungsträger Lucas Kohn steuerte erneute einen hervorragenden 97 Punkte Flug bei. In der zweiten Liga holten die Nachbarn vom FSV Laichingen mit 14 Punkte weniger als die FLG dennoch einen Rundensieg und stehen somit mit Platz 5 auf einem Aufstiegsplatz.
 
M. Söll
 
Das Atomkraftwerk Gunderemmingen bringt oft gutes Steigen
Samstag gabs Sight Seeing in den Bergen
Philipp Söll nach erfolgreichem Flug auf dem Weg zum Anhänger
 
Dienstag, 20. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Zwischen den Fronten am Samstag und unter dem Hoch am Sonntag hält der Sommer an. Runde 10 hatte erneut weiträumig fliegbares Wetter zu bieten, das galt vor allem für den Sonntag. Und (fast) alle Vereine nutzten diese Gelegenheit, auch wenn die Wetter-Vorteile eher im Süden lagen. Bereits der Samstag brachte ein paar schnelle Flüge, der Sonntag sollte die Wertung aber nochmal durchmischen.
Samstag:
Zwischen den Fronten ... Während die erste Front über die Oder ostwärst abzog, tauchte von Westen bereits eine neue auf. Zwischen beiden bot sic h ein im Tagesverlauf breiter werdender fliegbarer Streifen, der sich von Norden nach Süden erstreckte. Hervorgerufen wurde der u.a. durch den Lee-/Föhn-Effekt des norwegischen Gebirges. An dem hatte sich die feuchte Atlantikluft gestaut und rückseitig abgetrocknet, bevor sie mit der nahezu nördlichen Strömung zu uns gebracht wurde. Nicht ganz einfach war es aber, gerade längere/weitere Flüge in der sich bewegenden Lücke unterzubringen - die Flugspuren geben aber ein gutes Bild der Taktik "in der Lücke und unter den Reihungen" wieder ...
Sonntag:
In der Nacht hatte sich die Warmfront weiter nach Osten verlagert, die nachfließende Warmluft war unter dem nachrückenden Hochdruckeinfluss zunehmend abgetrocknet. Bei meist nur schwachem Wind war aber vor allem über den nördlichen Mittelgebirgen, aber auch über den südöstlichen noch ausreichend Feuchte vorhanden, um Cumuli zu erzeugen. Ansonsten war zwar blau die dominierende Farbe, was aber verbreitet fliegbaren Bedingungen nicht im Wege stand, auch wenn in der Warmluft gute und weniger gute Strecken durchaus nahe beieinander lagen bzw. man auf einem weiteren Flug auch sehr unterschiedliche Eindrücke der selben Luftmasse bekommen konnte.
Wer hat was draus gemacht?
Am Ende des Wochenendes werden die Ligapunkte gezählt. Der Samstag brachte zwar bereits eine ganze Reihe von guten, schnellen Flügen, der Sonntag sollte aber nochmal das Potential haben, etwas draufzulegen. Das bewiesen am eindrucksvollsten die Piloten des Rundensiegers FG Schwäbisch Gmünd. Am Samstag noch im oberen Mittelfeld liegend, konnte sie am Sonntag bei allen 3 Wertungsflügen zulegen.
Schnellster für die Schwaben war an beiden Tagen Freddy Hein (114km/h), der am Sonntag einen weiten Teil des Fluges gemeinsam mit Günter "Oswald" Kölle (111km/h) zusammen absolvierte und die sich ihre Speed mit großen Geradeausfluganteilen im Jojo zwischen Donauwörth und Kehlheim holten. Flug Nr. 3 steuerte Lars Linkner (102km/h) mit einer ganz ähnlichen Taktik bei. Diese 3 Flüge lassen den Eindruck zu, dass hier sowohl das Team als auch die eher ligaoptimierte Taktik zum Erfolg geführt hat.
Konnten sich die Königsdorfer am Samstag noch in der zwischenzeitlichen Tabellenführung sonnen, rutschten sie am Sonntag dann doch noch einen Platz weiter ab. Schon am Samstag hatte Mathias Schunk vorgelegt und seine 115km/h sollten auch das Maß für den äußersten Süden bleiben. Am Sonntag als Co von Johannes Beyer (101km/h) ging dann die Kurswahl aber in Richtung Norden, wobei die Speed für die Liga auch hier über der Fränkischen Alb erflogen wurde. "Indexoptmiert" war Benjamin Bachmeier (AstirCS, 100km/h) am Samstag am Hang unterwegs. 3 Taktiken, 3 völlig unterschiedliche Kurse.
Auf Platz 3 landeten dieses Mal die Piloten des LSR Aalen. Angeführt von Wolfgang Gmeiner, der mit 116km/h auch den schnellsten Flug der Liga absolvierte war auch hier der Sonntag der entscheidende Tag, die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Erwin Ziegler (103km/h) und Dieter Walz (96km/h) sorgten am Ende für 314 Punkte.Nur knapp 2 Punkte hinter Königsdorf, aber auch 4 Punkte vor der SFG Donauwörth-Monheim - hier sahen am Samstag die Punktabstände noch deutlich komfortabler aus. Jetzt geht es für Aalen auch langsam darum, die Verfolger im Blick und auf Abstand zu halten.
In der Gesamtwertung führen sie nach 10 Runden weiterhin (131 Punkte), der Abstand auf Donauwörth (115 Punkte) ist fast gleich geblieben, die knapp vor Königsdorfern (111 Punkte) rangieren. Nach und nach schleicht sich aber auch Schwäbisch Gmünd heran. Mit konstant guten Leistungen über die vergangenen Runden schließen sie auf und haben mit 108 Punkten den Anschluss an die Spitze geschafft.
Auch der Rundensieg in der 2. Liga geht in den selben Wetterraum. Aber auch hier fällt auf, dass dieses Mal die Team-Taktik die erfolgreiche war. So waren für den FSV Laichingen Bernd Nübling, Jürgen Kohn und Joachim Frank mannschaftlich geschlossen unterwegs. Mit rund 96-99km/h waren ihre Schnitte zwar nicht auf dem Niveau, was in der 1. Liga geflogen wurde, aber für einen souveränen Rundensieg war es der Schlüssel zum Erfolg.
Dann wurde es auf den folgenden Plätzen aber sehr, sehr knapp. Weniger als 1km/h trennt am Ende Platz 2 und 3: Der AC Lichtenfels lässt nach einem kleinen "Durchhänger" wieder aufhorchen und kommt knapp vor der SFG Stadtlohn in Ziel. Bemerkenswert ist sicher bei den Niederrheinern, dass auch hier die Punkte am Sonntag erflogen wurden. Die Region ist gerade bei Warmluft nicht gerade als Thermikparadies bekannt und schnell(er) wurde der Tag erst, als zum Nachmittag mit steigenden Temperaturen auch die Basis nach und nach anheben konnte. Die Chance, wieder auf Rang 1 in der Gesamtwertung zu kommen, hat aber offenbar beflügelt - und sich auch gelohnt. Punktgleich liegt Stadtlohn nun mit dem LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn vorne (126 Punkte), aber auch der FLC Schwandorf (121 Punkte) liegt in direkter Schlagdistanz.
Auch wenn es so scheint, als wäre der Wetter-Vorteil langsam in den Süden gewandert, bleibt es doch in beiden Ligen weiterhin sehr spannend. Noch liegen 9 Runden vor uns und es sind noch eine Menge Punkte zu vergeben ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Montag, 19. Juni 2017
Doppelte Königsdorfer Frühjahrsmeisterschaft
Es gibt ja bei 19 Runden keine echte Halbzeit. Daher habe ich für die lokale Pressearbeit bereits vor Jahren, als Gegenstück zur Herbstmeisterschaft in der Fußballbundesliga, nach der letzten Runde vor der Sonnwende, die Frühjahrsmeisterschaft erfunden. Diesen inoffiziellen Titel konnte ich nach nun zehn geflogenen Runden, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch in der Juniorenliga der Lokalpresse, nebst dem jeweiligen vierten Rundensieg fürs SFZ in Folge der Presse für uns verkaufen. In der Bundesliga flogen wir auf Platz zwei, womit das zweite Triple in der 2017er Saison nur knapp verpasst wurde.
Der starke Nordwestwind gab am Samstag die Flugstrecke für alle klar vor: Vom Blomberg über Jochberg, Heimgarten, am Loisachtal entlang Richtung Wank, weiter zur Zugspitze und bis zum Wanneck bei Nasserreith. Das Ganze als Jojo. Die Gesamtlänge der Hanglinie ist mit 65 km leider ein wenig zu kurz für 2 1/2h, so dass Benjamin Bachmaier indexbedingt den Astir wählte. Nicht zuletzt aber auch, weil Mathias Schunk für den Astir Flug soviel Eis spendieren wollte, wie die Melonen wiegen, die Julius Hoffelner mitbringen wollte, um Mathias das Gefühl zu geben, wie in der letzten Runde, erneut mit einem Mädel zu fliegen. Der Spaß kommt in Königsdorf also definitiv nie zu kurz! Samstag Abend feierte man in Königsdorf am Lagerfeuer und der ersten Charge Eis dann das kleine Triple, lag man doch in der Zwischenwertung in allen drei Ligen auf Platz eins.
Eine Verbesserung der Alpen Wertung am Sonntag war von vornherein illusorisch. Man wollte beim Kampf um den Rundensieg in der Juniorenliga und der Bundesliga aber auch nicht tatenlos zusehen. Vincent Heckert war bei der Freundin in Laichingen zu Besuch und startete von dort. Markus Eggl und Nikolai Wolf versuchten ex Königsdorf westlich von München Richtung schwäbische Alb zu fliegen, was jedoch aufgrund der schwachen Thermik im Bereich Landsberg und Augsburg bald aufgegeben werden wurde. Die beiden Arcüsse mit Armin Behrendt und Susanne Lauer, bzw. Johannes Beyer und Mathias Schunk, flogen zunächst Richtung Bayerischer Wald und von dort Richtung Alb, wo man dann zufällig die Brüder Gesell aus Donauwörth traf und man im Ligatrio Team flog. Ein weiterer Arcus gesellte (tolles Wortspiel!) sich bald hinzu und abends stellte sich heraus, dass dies Tante und Onkel der beiden Königsdorfer Youngsters, Sabine und Michael Wisbacher, aus Fürth waren. Wie klein die Segelflugwelt doch ist...
In der Rundenwertung wurden wir zwar von Schwäbisch Gmünd überholt, konnten aber durch die leichte sonntägliche Verbesserung um 4 km/h den zweiten Rundenplatz knapp sichern.
 
Mathias Schunk
 
Die Königsdorfer Junioren freuen sich über den Titel des Frühjahrsmeister in der Junioren Bundesliga.
Foto: Mathias Schunk
Im vereinsübergreifenden Arcus Quartett über der fränkischen Alb.
Foto: Claudia Thoma
 
Sitzprobe von Julius Hoffelner samt Melonen.
Foto: Jan Kleu
 
Freitag, 16. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 16.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG streift die schwache Warmfront eines nordatlantischen Tiefs vor allem den Norden Deutschlands. Diese Warmfront zieht im Tagesverlauf ostwärts ab, dann setzt sich von Westen her ein Hochdruckgebiet mit Kern bei Cornwall und trockenerer Luft durch. Nur über der Nordsee stellt sich eine feuchte Grundschicht ein mit Neigung zu Dunst und tiefem Stratus.
Am SONNTAG verlagert das erwähnte Hochdruckgebiet seinen Kern nach Deutschland und lenkt trockene und zunehmend heiße Luft heran, Ausnahme bleibt die Nordseeregion mit einer anhaltend feuchten Grundschicht.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG vor allem im Westen und im Osten überwiegend durch Abschirmung bzw. Ausbreitungen gestörte, in der Mitte zeit- und gebietsweise mäßige, nur örtlich durch Ausbreitungen behinderte Thermik.
Am SONNTAG nach zum Teil nur zögernd auflösender Stratusbewölkung überwiegend mäßige, örtlich noch durch Ausbreitungen gestörte Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich oft mäßige Cumulusthermik. Die Thermikentwicklung wird aber von der durchziehenden Warmfrontbewölkung gestört. Zusätzlich sorgen die Ausbreitungstendenzen unterhalb einer Absinkinversion für störende Einflüsse. Das ist vor allem in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und im Südwesten Hessens der Fall, so dass dort kaum nutzbare Thermik entsteht.
Am SONNTAG bildet sich mäßige bis gute Wolkenthermik, im Tagesverlauf trocknen die Cumuli langsam ab.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kann sich in der Kaltluft gute Thermik entwickeln. Die Quellwolken neigen zu Ausbreitungen. In Ober- und Niederbayern böiger Wind und Thermik örtlich zerrissen.
Am SONNTAG gute Thermik, westlich der Iller mäßige Blauthermik bis 1600m NN.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 15. Juni 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Troubleshooting…
Nach Ingos schnellem Flug letzten Dienstag hatten wir einige Tage nicht nur wetterbedingt Pause. Ein Tiefdrucksystem hatte sich verstärkt, so dass durch die Isobaren-Verengung der Wind wieder einmal zur Hochform auflief. Eigentlich war die Luftmasse gut, aber bei Böen bis zu 47 kt kann man einen Eigenstart vergessen, und F-Schlepp gibt es hier momentan nicht. Am Montag wurden wir dann von einem Tief direkt über Nevada erfreut, dass mit einströmender Kaltluft aus Norden sogar für leichten Schneeregen in Ely sorgte. An solch ein Wetter im Juni konnten sich selbst die Einheimischen nicht erinnern. Mittlerweile (zwei Tage später) haben wir aber wieder um die 30°C. Das gehr hier dann doch sehr schnell…Unser Freund Mitch wurde von dem Mindener Wellenflieger Gordon Boettger eingeladen, einen Zielflug-Versuch von 1500 km in einem Duo Discus von Minden aus mit zu machen.
Der Plan war, in der Welle der High Sierras zu starten und sich dann nach Westen von Wellensystem zu Wellensystem weiter vor zu arbeiten mit dem Ziel in South Dakota. Sie starteten am Samstag bei Sonnenaufgang und kamen auch zuerst sehr gut voran. Das erste kleinere Problem trat auf, als sie die Ruby Mountains im Norden Nevadas etwas zu tief erreichten, so dass sie nördlich um die Berge herum fliegen mussten um wieder in die Welle einzusteigen. Das gelang dann aber nach kurzem Suchen und die beiden konnten auf über 8200m steigen ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Troubleshooting
Foto: © Ingo Andresen
Wellen über Nevada
Foto: © Ingo Andresen
Apaches zu Gast in Ely
Foto: © Ingo Andresen

 

Mittwoch, 14. Juni 2017
SFG Giulini: Das war wohl nix...

 

Nach dem es am Freitag noch sehr gute Prognosen für den Samstag gab, war das Erstaunen groß früh morgens im Nebel zu stehen. Gerade zu stoisch wurde aufgebaut, getankt und große Strecken in die Logger gesetzt. Die ignorante Haltung half aber nicht - die Sonne brauchte lange die Luftmasse in der Rheinebene zur thermischen Aktivität zu bewegen. Alles in allem wurde es noch ein ganz ordentlich fliegbarer Tag, aber die Streckenvorhaben konnten alle nicht bewältigt werden und wirklich schnell war es für die Liga in der warmen Luft auch nicht. Immerhin pflügten 22 Dannstadter Ligapiloten aus 3 Mannschaften durch die Lüfte, hatten ihren Spaß und brachten viel Gesprächsstoff mit.  
Am Sonntag war dann gänzlich Badewetter - blau, heiß, thermikfrei. In der Bundesliga war Junior Johannes Dibbern (LS-8, S1) der Schnellste, gefolgt von Trainer Charly Müller (Ventus ct, CS) und Dieter Bartek (LS-4WL, UY). Leider genügte die warme Luftmasse wieder nur für einen Trostpunkt und bedeutet einen Absturz auf Rang 17 der Gesamtwertung. Die U25 erreichten mit Johannes Dibbern und Jan Hertrich Tagesplatz 15 und damit Rang 10 in der Gesamttabelle.
 
Uwe Melzer
 
Blick ins Rheintal
Junior Alex Meinicke in der Hornet über Mannheim
Über dem Pfälzer Wald
Mittwoch, 14. Juni 2017
Berlin, Berlin, die Braunschweiger fliegen um Berlin ...
...und holen mit dem neunten Rundenplatz 12 wichtige Punkte. Dieser aus der Fußballszene übernommene und hier leicht modifizierte Slogan mit Berlin traf an diesem Samstag, 10. Juni, für die erfolgreichen Bundesligapiloten des Aero-Club zu.
Sie fuhren nicht zum DFB-Pokalendspiel nach Berlin, sondern trieben ihre Flugmaschinen vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum um die deutsche Hauptstadt. Aufgrund der herannahenden Abschirmung mussten die Ventus-Piloten dann am Abend im Bezirk Oschersleben den Motor einsetzen und Ueckert ackerte mit seiner Maschine im Bereich Mieste, das westlich von Gardelegen gelegen ist. Das schnelle Berlin-Trio hat mit 296,49 Speedpunkten und Platz neun somit folgendes Gesicht:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 102,17 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus, Ventus 2cM/18m, 99,17 Speedpunkte,
Christian Ueckert, LS 6/18m 95,15 Speedpunkte,
Nur der frühe Vogel fängst den Wurm und daher hatten die drei Protagonisten indessen gegen 9 Uhr aufgrund des früh angesagten Thermikbeginns ihre Sportgeräte bereits aufgerüstet und um 10 Uhr Ortszeit waren sie tatsächlich auch schon in der Luft.
Alle drei Piloten sollten dann sage und schreibe eine Flugzeit um 9 Stunden vor sich haben. Übrigens war der zeitgleiche 11.6. 2016 der absolute Hammertag des zurückliegenden Jahres.
Bennewitz wendete südlich von Pasewalk und setzte seinen zweiten Wendepunkt westlich von Bunzlau im polnischen Luftraum. 819 Kilometer schaffte er an diesem Tag. Seidl, der 802 Kilometer abspulte, trieb seinen Flieger zunächst bis Schwedt/Oder und wählte seinen zweiten Umkehrpunkt ebenfalls bei unseren polnischen Nachbarn etwas weiter südlicher als Karsten.
Ueckert glitt auch bis in die Region Pasewalk und wendete gut 20 Kilometer östlich von Weißwasser/Oberlausitz ebenfalls im Areal der polnischen Fliegerfreunde. 798 Kilometer waren dann nach fast neun Stunden zusammen gekommen.
Dieser Rundensieg ging mit 332,16 Speedpunkten nach Brandenburg. Mit nunmehr 113 Punkten führt weiterhin der LSR Aalen und die Braunschweiger machen mit jetzt 72 Punkten einen Sprung auf Platz vierzehn in der 30 Vereine umfassenden 1. Bundesliga.
 
Rolf Wagner
 
So schön sah es kurz vor 10 Uhr Ortszeit östlich von Waggum aus.
Karsten Bennewitz genoss das Hammerwetter bei Fürstenberg/Havel.
Die beiden Ventus-Piloten sind unter der Abschirmung angekommen.
 
 

Dienstag, 13. Juni 2017
LSG Fallersleben: Kampf mit den Abschirmungen
In Runde 9 hatten wir in Niedersachsen an beiden Tagen ein ähnliches Problem: früh reinziehende Abschirmungen machten den Segelfliegern das Leben schwer.
Am Samstag war ein früher Start opportun, da die von Westen hereinziehende Abschirmung bereits ab 14:30 die Thermikqualität in der Südheide dämpfte. Peter Meurers tummelte sich in der LS1f im 50km-Radius um den Flugplatz, um das Außenlanderisiko bei der reduzierten Einstrahlung zu begrenzen. Benno Beesten „flüchtete“ vor der Abschirmung nach Osten, wo er gute Bedingungen vorfand. Zwischen Tangerhütte und Lehnin konnte er eine Aufreihung gleich mehrfach nutzen und so ca. 240km ohne zu kreisen zurücklegen. Auf dem vierten Schenkel hatte die – inzwischen über die Elbe nach Osten vorangekommene - Abschirmung die Aufreihung zerfallen lassen und es wurde auf Schleichfahrt umgestellt, um die Chancen für einen Heimflug ohne Motorhilfe zu verbessern. Letztlich waren die Gleitstrecken aber selbst für den Nimbus 4 zu groß und bei Helmstedt musste der Solo helfen.
Für den Sonntag waren ähnliche Wetterbedingungen prognostiziert, als beste Richtung erwies sich allerdings der Nordosten. Carsten Rietig und Roman Langer machten sich im Twin III SL auf, den dritten Flug für die Ligawertung zu erkämpfen. Dazu starteten sie kurze Zeit, nachdem sich die ersten Cumulanten zeigten. Da sich der Himmel über Ummern schon wenig später komplett bedeckte, hatten die am Bodengebliebenen große Zweifel, ob der dritte Wertungsflug gelingen würde. Den beiden gelang es aber mit ansprechender Geschwindigkeit bis westlich Schwerin zu fliegen. Die Thermikverhältnisse dort drängten zur Umkehr, aber gegen den Wind war es ungleich schwieriger voranzukommen. Tapfer kämpften sie bis zum Ende des 2,5 h-Fensters, bevor der Rotax beim Weg nach Hause helfen durfte. Obwohl die beiden so noch 67 Speedpunkte zum Ligaergebnis der LSG beitrugen, reichte es leider nur zu Platz 23.
 
Benno Beesten
 
Eine schöne Aufreihung über Genthin
 
Blick Richtung Potsdam (und Berlin)
 
Die Abschirmung erreicht (zu)
früh den „Kalimanjaro“ nördlich Magdeburg
 
Dienstag, 13. Juni 2017
SFZ LuDa: Wieder mehr Konzentration auf die Liga!
Nachdem am Freitagabend mit der Siegerehrung das 32.Dannstadter Vergleichsfliegen unfallfrei beendet wurde, hieß es am Samstagmorgen wieder zeitig die Bundesliga-Rennmaschinen an den Startpunkt zu schaffen. Denn alle drei Dannstadter Teams hatten den Samstag als einzigen Flugtag der Runde ausgemacht, der Andrang an der Wassertankstelle war entsprechend groß. Für den Sonntag drohte eher drückend heisses Badewetter in der Rheinebene.
Ganz früh gab es durch die hohe Bodenfeuchte erst mal Nebelschwaden, gegen 11.30 lag die Basis dann endlich bei knapp 1000m an der Haardtkante und Fritz Thiessen mit dem DuoXLT startete als erster für das Team SFZ. Ein "enges Pattern" rechtsherum um den Frankfurter Luftraum brachte ihn wieder zurück nach Dannstadt, der Taunus lieferte die beste Thermik und einen 80er Schnitt.
Schneller war für das SFZ nur Peter Mangold, der sich die Vereins-LS7 geschnappt und aus der niedrigen Rheintal-Thermik über den PfälzerWald an die Dillinger Hütte gezaubert hatte. Von dort dann mit leichter Rückenwindkomponente an die Odenwaldkante ergab einen 89er Schnitt. Frank Fröhlich mit der SKY (ASH31-18) kämpfte vom Mosenberg aus mit größeren Abschirmungen, zwischen Stadtallendorf und Sontra standen dann 77 kmh auf der Uhr.
Erfreulich die große Mannschaftsbeteiligung am Samstag – acht Flüge in der Wertung: alte Hasen wie Trainer Peter Franke (Hornet) zogen Hoffnungsträger wie Konstantin Dibbern (LS8) oder Liga-Neulinge wie Gregor Sturm/Tobias Zilkens (DuoDiscus) mit in das Bundesliga-Feeling. So macht das Spaß, auch wenn uns die Rennstrecken-Piloten mal wieder zeigten, was schnelle Flüge sind!
          
Bernd Schwehm
Fotos: Dennis Parkis, Frank Fröhlich
 
Dannstadter Hochnebel
Liga-Feeling - alle drei Teams am Start
Die SKY unter der Abschirmung
 

 

Dienstag, 13. Juni 2017
FLG Piloten weiter auf Erfolgskurs
Der Samstag sollte der „Tag des Herrn“ werden. Da für Sonntag keine Bewölkung und nur schwache Blauthermik vorhergesagt war, reihten sich an dieser neunten Runde am Samstag die Bundesligasegler der FLG auf deren Flugplatz im Blaubeurer Teilort Sonderbuch auf.
Zwischen die FLGler stellten sich Segler der FSG Elz, welche derzeit Urlaub bei den Fliegerkollegen in Blaubeuren machen. Geschleppt von der Motormaschine aus Erbach, da die eigene Schleppmaschine weg war, startete einer nach dem anderen in den bewölkten Himmel über Blaubeuren. Anschliessend verteilten sich die einzelnen Segler in alle Himmelsrichtungen. Karl-Eugen Bauder, der derzeit als Trainer für das Baden-Württembergische Junioren Team ab Neresheim fliegt, flog zunächst in den Westen und anschließend Richtung Norden. Lucas Kohn wendete früh im Westen und machte sich auf den Weg entlang des Altmühltals Richtung Osten bis Regensburg. Sebastian Bauder und Michael Heiß wendeten später im Westen und flogen dann auch Richtung Osten und wieder zurück.
Sebastian flog anschließend ebensfalls bis Regensburg, Heiß nutze die Thermik auf der Alb. Christian Müller, der mit einem technischen Problem zu kämpfen hatte und somit eine schlechte Variometeranzeige hatte, flog nach kurzem Abstecher nach Westen direkt gen Norden.
Am Ende stellte sich raus, dass die Entscheidung Richtung Osten zu fliegen die bessere Wahl wahr und somit überzeugten Sebastian Bauder und Lucas Kohn mit 101,97 und 98,67 Punkten. Ergänzt durch 93,60 Punkte von Charlie Bauder gelang Ihnen mit Rundenplatz 10 ein erneuter Sprung in der Tabelle und die FLG steht nun mit 74 Punkten auf Platz 12 und nur 2 Punkte vor einer Platzierung unter den zehn Besten Vereinen in Deutschland.
In ganz Baden-Württemberg waren nur 3 Piloten schneller als Sebastian und Lucas lieferte als zweitbester Junior im Ländle ebenfalls eine Klasse Leistung. So hat sich die ehrenamtliche Ausbildung der Fluglehrer von Lucas schon für die FLG gelohnt und wir können gespannt sein, was für schöne Flüge er uns in den kommenden 10 Runden noch liefert.
Da es in den anderen Vereinen viele Aussenlandungen gab waren die FLGler froh, dass alle Segler auf dem Heimatflugplatz wieder landen konnten.
 
M. Söll
 
Blaubeurer Nachwuchstalent Lucas Kohn
Hohe Wolken bereits am morgen
Großes Starterfeld in Blaubeuren
 
Montag, 12. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
"Endlich mal Ligawetter!". Das werden sich vor allem die Teams nordöstlich der Elbe gedacht haben (ja, in den OLC-Kommentaren geschrieben haben sie es auch). Und so wundert es dann nicht, dass in Runde 9 Vereine aus Brandenburg und Sachsen ganz oben stehen. Vor allem der Samstag war der "Schnellmacher", wobei auffällt, dass die hohen Ligaschnitte nicht bei den darauf optimierten Flügen geflogen wurden, sondern auf der langen Strecke fast nebenher abfielen.
Samstag:
Kaltluft, Hochdruck und für weite Teile ein Satellitenbild, das aussieht wie gemalt. Aber ganz sauber kam der Tag dann doch nicht daher: Nordöstlich von Elbe und Saale lief es zu Beginn noch etwas breit, bis sich die Restfeuchte hinter der abgezogenen Front strukturiert hatte. Dafür war hier die Luftmasse dann ungestört, während von Westen und Südwesten her schon Warmluft mit im Spiel war und manchen Bart dreieckig machte und sich der eine oder andere Cumulant dann doch als Simulant herausstellte.
Klarer war die Situation im Nordwesten, wo dichter werdende Cirren als eindeutiges Indiz für den Luftmasenwechsel zu sehen sind.
Trotzdem zeigen nicht nur die Leistungen in der Liga, sondern auch im OLC-Plus, dass der Samstag zu den bislang besseren Tagen der Saison 2017 gehörte.
Sonntag:
Warmluft war dann am Sonntag das vorherrschende Thema, blau die dominierende Himmelsfarbe. Im Vorfeld einer Kaltfront (über der
Nordsee schon zu sehen) bildete sich dann am Nachmittag über Frankreich/Belgien eine vorauslaufende Linie, die teilweise sogar
Schauer brachte. Segelfliegerisch verwertbar war die Labilisierung aber leider weniger.
Wer hat was draus gemacht?
Klar, Samstag war der Tag der Ligaflüge. Die Flugspuren zeigen, dass (fast) überall fliegbare Bedingungen herrschten und auch die typischen Spuren der thermisch besten Gebiete lassen sich mehr als deutlich ausmachen.
Was die Schnitte anbelangt, hatte in dieser Runde der Nordosten die Nase vorne. Ganz souverän konnte der FK Brandenburg Runde 9
für sich entscheiden. 118 der insgesamt insgesamt 332 Punkte steuerte Sarah Drefenstedt bei. Frisch als Dritte der Frauen-WM in der Clubklasse zurückgekehrt, fühlte sie sich offenbar auch mit 16,6m und Wölbklappen wohl - Resultat war der schnellste Flug in Liga 1. Rolf Engelhard (108km/h) und Julius Gäde (107km/h) sorgen für den ersten Rundensieg der Brandenburger in dieser Saison und gleichzeitig für einen deutlichen Sprung in der Tabelle nach oben, weg von den Abstiegsplätzen. Ausgangspunkt im Norden, Flüge in den Nordosten! Das war offenbar die Taktik des amtierenden Meisters LSV Burgdorf. Hatte man zu Beginn noch Anschluss an das Wetter, konnten die Liga-Schnitte meist auf dem Weg in Richtung Elbe und darüber hinaus geflogen werden. Für den Rückweg mussten Heinz Teichert/Ralf Freyer (114km/h), Torsten Franke (102km/h) und Oliver Sörensen (98km/h) aber dann doch den Motor zu Hilfe nehmen, da Warmluft und Cirren schneller waren. Mit 314 Runden-km/h waren sie aber nochmal mehr als 10km/h schneller als der Dritte.
Die LSR Aalen konnte sich dagegen nur knapp gegen die Konkurrenz behaupten, denn zwischen ihren 304km/h und dem 14. (SFG Donauwörth-Monheim) betrug der Abstand gerade mal 12km/h (und auch dahinter ging es weiterhin knapp zu). Nicht nur, aber besonders bei den Aalenern fällt auf, dass die Leistungen der Spitze (in dieser Runde) nicht im Team geflogen wurden. Markus Frank
führte sein Flug von der Alb bis auf die Höhe von Genf (und natürlich auch wieder zurück) Seine 108km/h für die Liga flog er dabei über dem Jura. Wolfgang Gmeiner (98 km/h) war in der Gegenrichtung unterwegs und wendete im Bayerischen Wald. Steffen Schwarzer wiederum flog um Nürnberg herum und machte einen guten Teil seiner 98 km/h auf dem Weg zum und über dem Thüringer Wald - das Samstags-Wetter hatte offenbar eine Menge Optionen parat.
Der LSR Aalen kann mit diesem dritten PLatz seine Tabellenführung (113 Punkte) vor der SFG Donauwörth-Monheim (98 Punkte) und dem SFZ Königsdorf (92 Punkte) ausbauen. Auch wenn die Königsdorfer in Liga 1 nur auf einem der unteren Mittelfeldplätze landeten, so mischen die Yougster weiter die Junioren-Liga auf. Mit dem dritten Rundensieg in Folge schaffen sie es, das U25-Team der SFG Stadtlohn auf den zweiten Gesamtplatz zu verdrängen. Entscheidend dafür ist aber nur die Gesamtspeed, denn nach Punkten liegen nun beide Vereine gleichauf.
Auch in Liga 2 müssen die Niederrheiner Federn lassen (man könnte fast versucht sein, ein Wortspiel mit den Federnwolken, die daran nicht ganz unschuldig waren, anzubringen...), denn auch hier müssen sie Platz 1 in der Gesamtwertung abgeben, den sich der LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn mit Rundenplatz 5 erobern kann.
Ganz vorne finden sich in dieser Runde aber auch die Vereine aus dem Nordosten. Auch der FSV Eisenhüttenstadt kann in dieser seinen ersten Rundensieg verbuchen. Diese 20 Punkte sind um so wertvoller, wenn man bedenkt, dass sie dadurch die rote Laterne der Liga 2 abgeben können. Und das gleich in einer Manier, die auch in Liga 1 den Rundensieg gebracht hätte. Mit 346km/h liegen sie nochmal ein gutes Stück vor dem Rundenprimus des Oberhauses und fast 25km/h vor dem Rundenzweiten. Andreas Kühl
gelingt dabei mit 121km/h auch gleich der schnellste Flug über alle Ligen hinweg. Aber auch Sebastian Bode (116km/h) und Tom Lebelt (109km/h) waren schnell über Sachsen und vor allem unter den Reihungen nach Polen hinein unterwegs.
Auch Rundenplatz 2 geht in die selbe Region: Das Aero Team Klix schafft einen sicheren Rang 2, erflogten durch Jürgen Dittmar (110km/h), Hubertus Oehme (106km/h) und Jürgen Müller (105km/h). Platz drei geht anach Schwandorf, wo Jonas Biesen (109km/h), Rudolf Boehm (99km/h) und Hans Buhlmann (97km/h) insgesamt 305km/h erfliegen können.
Wie erwähnt führt in Liga 2 nun der LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn (114 Punkte) vor der SFG Stadtlohn (108 Punkte), denen der FLC Schwandorf (104 Punkte) aber bereits dicht auf den Fersen ist. Mal sehen, was das kommende Wochenende bringt. Es ist gerade Liga-Halbzeit und damit noch eine Menge Punkte zu vergeben. Und mal sehen, wessen Bedarf an Warmluft-Blauthermik schon ooder noch nicht gedeckt ist ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
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Montag, 12. Juni 2017
Doppelter Hattrick für Königsdorf
Die Königsdorfer Junioren freuen sich über den Sprung an die Tabellenspitze. Foto: Mathias Schunk
Das SFZ Königsdorf setzte große Hoffnungen in den Samstag, für den alle Prognosen euphorisch waren. Die vorhergesagten Steigwerte erreichten aber nicht mal die Hälfte der Prognose und ein Fliegen zur schwäbischen Alb war uns aufgrund des großräumigen EDRs um Landsberg für die dortige Bundeswehr Veranstaltung im Zusammenspiel mit der 2017er Erweiterung des Münchner Luftraum Charlie von vornherein gar nicht möglich. Alle lagen am Ende im Bereich zwischen 70 und 80 km/h. Allerdings wurde aus dem Wetter offensichtlich das Beste gemacht, was zu machen gewesen ist, denn in der Alpenliga war lediglich Vinon schneller als wir. In der Bundesliga jedoch langte es samstags gerade einmal zu Platz 26.
Sonntag war als der schlechtere Tag vorhergesagt, aufgrund des Vortages lies man jedoch nichts unversucht. Für alle ging es nach Osten, über den Wilden Kaiser weiter zum Steinernen Meer. Während das Arcusduo Katharina Jocham/Mathias Schunk, sowie Nikolai Wolf und Michael Wisbacher hier wendeten, um den Abschnitt bis zum Kaiser nochmals für die Ligawertung zu nutzen, flog das Clubklasse Team Benjamin Bachmaier, Jakob Edmaier und Sabine Wisbacher noch bis zum Dachstein und von dort über den Pinzgau zurück, was eine perfekte taktische Teamleistung war, denn so hatten wir in jedem Fall drei Piloten und zwei Junioren im besten Gebiet. Am Ende lagen in der Einzelwertung der schnellsten Alpenflüge fünf SFZ Piloten unter den schnellsten acht. Das Gespann Jocham/Schunk erzielte mit 95,6 km/h dabei nicht nur die schnellste Alpenwertung, in Deutschland war dies am Sonntag auch die zweitbeste Wertung. Nikolai war mit 91,9 km/h nur unwesentlich langsamer und Michael vervollständigte das Liga Trio mit 87,5 km/h. Bei den Junioren vervollständigte neben Nikolai und Michael, Michaels Schwester, Sabine mit 86,9 km/h das Trio.
Mit dem dritten Rundensieg in Folge holte das Königsdorfer U 25 Team weitere zwei Punkte auf die bisher führende SFG Stadtlohn auf und in der Tabelle haben nun beide Teams 405 Punkte (von 450 theoretisch möglichen!!!). Aufgrund der höheren aufaddierte Geschwindigkeit liegt das SFZ nun aber vorne. Spannender glaube ich war es noch nie in irgendeiner Liga. Hoffentlich wird diese Liga nicht dadurch entschieden, dass in irgendeiner Runde nur eines von beiden Teams nullt, denn aufgrund der zu vergebenden 50 Punkten, wäre das praktisch eine Vorentscheidung und sehr, sehr schade für die Spannung!
In der Alpenliga fliegt Königsdorf ebenfalls zum dritten Rundensieg in Folge und damit zum Hattrick. Der SMBC Kirchdorf/Micheldorf (AUT) flog auf Platz zwei, vor Trento (ITA) und Vinon (FRA). In der Bundesliga konnte sich das SFZ durch die Flüge vom Sonntag zwar verbessern, aber zu mehr als Rang 21 und einem Trostpunkt langte es am Ende nicht.
 
Mathias Schunk
 
Montag, 12. Juni 2017
AC Pirna - Wichtige Punkte im Abstiegskampf

Vor dieser Runde 9 war allen Piloten des ACP klar, dass nun endlich Punkte erflogen werden müssen, um nicht komplett den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren. Die Wetterprognosen kamen uns für das Vorhaben entgegen, denn an beiden Tagen lagen wir in gut fliegbaren Wetter. Höchstmotiviert starteten am Samstag Alex Lajn, Uwe Augustin, Ralf Andrich und Benny Schüch von Pirna und Franco Fritzsch im Rahmen der Streckenflugwoche in Riesa. Alex, Uwe und Benny flogen in den Norden auf den Fläming, Ralf versuchte es Richtung Bayrischen Wald / Thüringer Wald. Einmal mehr erwies sich der flämische Sandboden als das bessere Gebiet. Mit insgesamt 300,5 Speedpunkten gingen die Flüge von Alex, Uwe und Benny in die Wertung. Am Sonntag war der Einfluss der Warmluft bereits am frühen Morgen deutlich zu spüren. Trotz alledem versuchten Kai Glatter, Thomas Melde, Christoph Gäbel und Benny Schüch die Wertung noch einmal etwas zu verbessern. Leider ohne Erfolg, denn trotz Cumulusbewölkung über den polnischen Wäldern war es schwierig, einen konstant hohen Speed zu fliegen; Zu zerrissen und inhomogen war das Steigen. Dennoch sind wir mit Platz 4 in der aktuellen Runde sehr zufrieden und wir konnten ein ganz paar Punkte aufholen. Wir freuen uns auf die nächsten Runden.

 
Text und Fotos: Benjamin Schüch
 
Das Tropical Island in Brandt - Garant für gute Thermik
Abendstimmung in Pirna nach erfolgreichen Flügen
Start am Sonntag bei Blauthermik und hochsommerlichen Temperaturen
 




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23. Juni

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde

OLC Liga-Finale 2017
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