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Monday, 30. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: SFZ Königsdorf
Michael Wisbacher (links), Vincent Heckert (im Flieger sitzend) und Nikolai Wolf (hinten) freuen sich über die Tabellenführung des SFZ Königsdorf in der U 25 Liga.
Das Triple vom vergangenen Liga Wochenende konnte das SFZ Königsdorf in der siebten Runde nicht wiederholen, aber mit den Plätzen eins in der internationalen Alpenliga, zwei in der Junioren Liga und drei in der Bundesliga, blickt Königsdorf erneut auf ein erfolgreiches Liga Wochenende zurück.
Samstag kurzes Wetterfenster optimal ausgenutzt
Die Wetterprognosen waren alles andere als eindeutig, vor allem was das Entstehen von Gewittern betraf. Die Königsdorfer Bundesliga Piloten starteten am Samstag, als die Wolkenuntergrenze über Blomberg und Brauneck es zuließ. Die Bedingungen waren allerdings alles andere als einfach. Während Thomas Wolf und Markus Eggl im Arcus am Schliersee den Turbo nutzen mussten, musste Michael Wisbacher mit der LS 4 in der Jachenau landen. Mathias Schunk gelang als erstem der Sprung über das Inntal Richtung Wilder Kaiser, von wo er den guten Aufwind den Nachfolgenden meldete. Die beiden Junioren Nikolai Wolf und Benjamin Bachmaier flogen daraufhin ebenfalls übers Inntal und über die Leoganger Steinberge weiter zum Steinernen Meer. Von Königsdorf erhielt man dann die Information, dass von Westen nun langsam die Regenfront heranziehen würde, so dass sich das Trio wieder auf den Heimweg machte. Kurz vor dem großen Regen landeten sie dann wieder in Königsdorf, allerdings wurden die Flugzeuge beim Einräumen doch noch nass. Das SFZ lag in der samstäglichen Zwischenwertung in der internationalen Alpenliga auf Rang eins und in der Bundesliga auf dem dritten Platz. Lediglich dem U-25 Team fehlte durch die Außenlandung der dritte Flug zur Vervollständigung des Juniorentrios.
Sonntag waren die Prognosen weit besser als die Wirklichkeit
Für Sonntag hatten man die berechtigte Hoffnung, dass man im angekündigten Föhnwind entlang der Route vom Samstag, oder entlang der Nordkette bei Innsbruck gute Ligaflüge absolvieren könnte. Leider entwickelte sich das Wetter jedoch ganz anders, als vorhergesagt. Die einzige Chance hat sich dann nur im Voralpenland ergeben. Nikolai Wolf konnte seinen Schnitt vom Samstag nicht mehr steigern und auch weder Thomas Wolf, noch Martin Scherer / Mathias Schunk im Arcus konnten die Wertungen vom Vortag nur annähernd erreichen. Bald wurde klar, dass es überhaupt nur darum ginge, die dritte Wertung für die Junioren zu erfliegen. Im großen Teamflug zwischen Königsdorf und Ebersberg bei der schwachen Thermik, übertrafen am Ende sowohl Michael Wisbacher mit 35,1 km/h, als auch Vincent Heckert mit 35,6 km/h die erforderliche Mindestwertung und erneut wurden die Flugzeuge beim Einhallen nass.
 
Mathias Schunk
 
Monday, 30. May 2016
Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: Aero-Club Braunschweig
Erneut gelingt dem Aero-Club ein wertvoller Rundensieg
„Siebte Runde und schon dreimal auf Rundenplatz eins. Was ist nur los in diesem Jahr?“, fragte sich der erfahrene Streckensegelflieger Christian Ückert voller Freude am Sonntag, der im Rahmen einer Dienstreise nach Schweden mit seinem Braunschweiger Bundesligateam mitfieberte und natürlich aus der Ferne die Daumen drückte. So konnte die Führungsposition vom Samstag dann auch tatsächlich gehalten werden,weil der „Thermikgott“ am Sonntag nur 43 Streckensegelflüge in Deutschland ermöglichte.
In Waggum wurde aufgrund des Regens vom Vormittag kein Flugbetrieb mehr durchgeführt. Vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum war der Aero-Club am Vortag mit insgesamt 5 Maschinen und 6 Piloten hauptsächlich in der Lüneburger Heide unter den
recht gut tragenden Wolken im Bundesligamodus auf Strecke. Joshua Arntz nutzte den ersten Teil der Nacht zum Samstag zur Rückreise vom Internationalen Wettbewerb Bayreuth 2016, den er auf einem guten zehnten Rang nach vier Wertungstagen beendete, und griff dann erneut federführend mit einem schnellen Teamflug mit Karsten Bennewitz positiv in das Geschehen ein. 322,50 Speedpunkte reichten dann trotz nur mäßig prognostizierter Thermik immerhin zum Sieg. Folgende vier Aufwindjäger bilden das erfolgreiche Wertungsteam:
Joshua Arntz, Ventus 2cT/18m, 115,06 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18m, 115,05 Speedpunkte,
Peter Montag/Rolf Wagner, Duo-Discus WL, 92,39 Speedpunkte,
Arntz und Bennewitz bildeten ein gut harmonierendes Gespann, das die Region östlich von Nienburg und Gardelegen als optimalste Thermikrennstrecke mit 326 geflogenen Kilometern für die zweieinhalb Stunden auswählte und am Ende nur eine Speeddifferenz
von 0,01 zu verzeichnen hatte. Montag und Wagner suchten sich den ebenfalls wolkenfreudigen Bereich zwischen Hodenhagen und der Baumkuchenstadt Salzwedel für ihren Flug aus. Es ist schon ein absolutes Novum, dass Joshua Arntz und sein Vater an diesem Flugtag unabhängig voneinander zur selben Zeit mit einem massiven Mückenputzerproblem zu kämpfen hatten.
In der Gesamtwertung liegen die Braunschweiger Löwen hinter dem die Tabelle anführenden LSV Burgdorf mit nun inzwischen 114 Punkten weiterhin auf dem zweiten Rang.
 
Rolf Wagner
 
Joshua Arntz war erneut erfolgreich. Foto: Rolf Wagner
Karsten Bennewitz in seinem Ventus 2cM/18m. Foto: Joshua Arntz
Peter Montag musste nach dem Windenstart hart um das Hochkommen arbeiten. Foto: Rolf Wagner
 
Friday, 27. May 2016
Simon Schröder verteidigt Bayerischen Meistertitel
Simon Schröder (SFV Bad Wörishofen), Gesamtsieger und Bayerischer Meister der Standardklasse
Am Donnerstag konnten die Teilnehmer des Internationalen Bayreuth-Wettbewerbs noch einmal zu Flügen in die Oberpfalz, nach Westböhmen und rund um Nürnberg aufbrechen. Da am Freitag nicht mehr geflogen werden konnte stehen nun die Sieger fest: Bruno Gantenbrink in der Offenen, Philipp Keller in der 18-Meter- und Simon Schröder in der Standardklasse. Neue Bayerische Meister sind damit Keller, Schröder und in der Offenen Klasse Robert Schymala.
Für die Offene Klasse ging es am Freitag auf einer ähnlichen Strecke wie Samstag in den Bayerischen Wald und rund um Nürnberg. Die Strecke Weidenberg – Arnbruck – Autobahnkreuz Feuchtwangen – Ebrach – Kulmbach – Bayreuth ergab mit 495 km die größte Strecke des gesamten Wettbewerbs. Tagessieger Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn) wollte zunächst noch gar nicht los fliegen, erwischte aber bei einem Probeabflug einen guten Aufwind und startete seine Wertung. Damit hat er zu denjenigen gehört, die relativ früh losflogen, wohingegen diejenigen, die die Abfluglinie später passierten, abends mit sehr schwacher Thermik zu kämpfen hatten. 109,86 km/h standen am Ende für den westfälischen Welt- und Europameister in der Wertung, was zusammen mit dem Tagessieg vom Sonntag für den Gesamtsieg reicht. Alexander Müller von der LSG Bayreuth wurde Tagesdritter und konnte seinen Bayerischen Meistertitel nicht verteidigen. Müller wird Gesamtdritter und Bayerischer Vize-Meister. Uwe Förster folgt ihm als Gesamtvierter und behält somit als Dritter der Bayernwertung noch einen zweiten Pokal am Bindlacher Berg. Wolfgang Clas ist als Gesamtachter ebenfalls für die DM 2017 qualifiziert.
Bester Bayer wurde Robert Schymala von der SFG Donauwörth-Monheim, der am Donnerstag zwar nur Tageszehnter wurde, insgesamt aber den zweiten Platz belegt. Da Gantenbrink als Nicht-Bayer nicht Bayerischer Meister werden konnte, trägt Schymala den Titel von Oberfranken nach Schwaben.
Der Bayerische Meistertitel der Standardklasse bleibt sogar in Schwaben. Der 19-jährige Simon Schröder vom SFV Bad Wörishofen konnte mit einem Tagessieg am Donnerstag die Führung übernehmen und sich damit gegen zwei Ex-Weltmeister durchsetzen. Über die 390 km lange Strecke Bayreuth – Bela (CZ) – Kelheim – Bärnau – Kulmbach – Bayreuth war er mit 103,82 km/h deutlich vor dem Tageszweiten Robin Sittmann (AC Rhein-Nahe) gelandet.
Beim Bayreuth-Wettbewerb 2014 hatte Schröder bereits gegen ein ähnlich starkes Feld mehrere Tagessiege, Gesamtsieg und den Landesmeistertitel erreicht, als jüngster Bayerischer Segelflug-Meister überhaupt. Dass er diese Titel nun verteidigen konnte, hat ihm im Teilnehmerfeld viel Respekt eingebracht. Der Bayreuth-Wettbewerb zeigt sich damit erneut als Talentschmiede.
Die 18-Meter-Klasse blieb dagegen eher den Routiniers vorbehalten: Über die Strecke von Bad Berneck über Sušice (CZ), Roding, Arzberg und Kulmbach nach Bayreuth (400 km) ging Bayreuth-Stammgast Hans-Jürgen Schmacht (AC Bamberg) mit 101,39 km/h als Tagessieger hervor. Punktgleich, weil nur 0,02 km/h langsamer gilt Tobias Meiler vom AeC Bad Nauheim ebenfalls als Tagessieger. Die Gesamtführung konnte als Tagesvierter jedoch Philipp Keller vom LSV Straubing retten, der damit auch Bayerischer Meister ist.
 
LSG Bayreuth
 
Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn): Gesamtsieger der Offenen Klasse Robert Schymala (SFG Donauwörth-Monheim): Bayerischer Meister der Offenen Klasse Philipp Keller (LSV Straubing): Gesamtsieger und Bayerischer Meister der 18-Meter-Klasse
 
Friday, 27. May 2016
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 27.05.2016 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG lenkt ein Höhentrog mit abgeschlossenem Höhentief über dem
Ostatlantik mit dem zugehörigen Bodentief weiterhin feuchtlabile Warmluft nach Deutschland. Dabei erstreckt sich eine Tiefdruckrinne, über Frankreich bis hin in die Mitte Deutschlands und weitet sich weiter nach Nordosten hin aus. Der anfängliche Hochdruckeinfluss im Norden schwächt sich rasch ab.
Am SONNTAG weitet sich der Höhentrog nach Südosten hin aus, im Bereich der Tiefdruckrinne über Frankreich bildet sich ein abgeschlossenes Bodentief, welches seinen Kern über den Nordwesten Deutschlands verlagert. Es ist weiterhin eine sehr feuchte und hochreichend labil geschichtete Warmluft wetterbestimmend. Über den Ostalpen kann sich vorübergehend auch leichter Föhn einstellen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört. Am Sonntag im äußersten Norden und Nordosten aufgrund von Stratusbewölkung keine nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich überall gute Wolkenthermik entwickeln. Diese wird jedoch gelegentlich durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG ist die Thermik in der Westhälfte durch zahlreiche Überentwicklungen und starke Bewölkung kaum Nutzbar. Lediglich
Richtung Osten ist bei nur einzelnen Überentwicklungen mit mäßiger bis guter Wolkenthermik zu rechnen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG lokal nutzbare Wolkenthermik bis 1700 m.
Am SONNTAG mäßig Thermikentwicklung. Vorzeitiges Thermikende von Westen mit dem Durchzug einer Gewitterlinie.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Thursday, 26. May 2016
6. Runde Alpenliga: Speed, Tausender und Highlight-Flug mit der KA6e
Wieder liegt eine Runde hinter uns, die sich sehen lassen kann. Das SFZ Königsdorf (D) schießt mit fast 400 Speed-Punkten den Vogel ab und polstert seinen Thron in der Alpenliga aus. Mehr als drei Piloten waren ganz vorn dabei. Zudem gelingt es Mathias Schunk erneut die Tausender-Punkte-Mauer zu durchfliegen. Es lohnt sich allemal, auch einen Blick auf den Zweitplatzierten dieser Runde zu richten. Der österreichische Verein SMBC Kirchdorf/Micheldorf räumt mit 319 Punkten gut ab. Schaut man hier auf den schnellsten Piloten Eduard Supersperger, staunt man. 123,27 Speedpunkte und 933,88 OLC-Pluspunkte (786 Kilometer) wurden mit einer KA6e erflogen.
Eduard tauscht aufgrund der Wetterbedingungen den Ventus 2b gegen die KA6e. Sein Plan ist, die Streckenflugeigenschaften dieses in der Hochblüte des Holzflugzeugbaus gefertigten Vogels herauszufinden. Er möchte die nötigen Vorfluggeschwindigkeiten erarbeiten, um längere Gleitpassagen ohne permanentes Kurbeln gut zu bewältigen. Die Erkenntnis, dass man mit der Old-Lady über längere Strecken einen 120er Schnitt schafft und damit ordentlich Speedpunkte sammelt, ist für ihn ein Highlight. Einfach ist der Flug gewiss nicht. Die langjährige Erfahrung im Herausarbeiten von tragenden Linien kommt ihm zu Gute und ist ein Schlüssel zum Erfolg.
Wie viele hat er am Morgen zu kämpfen. Satte 30 Kilometer mit vielen Außenlanderisiken schafft er in zwei Stunden. Für diese Bedingungen hat er jedoch das richtige Flugzeug. Denn so eng und langsam kann man sich mit Kunststoff nicht in die Bärtchen hängen. Nachdem das Wetter nun endlich in Fahrt kommt und die Schleichpartie ein Ende hat, stehen für so einen Holzflieger einige Herausforderungen auf dem Plan. Bei den langen Talquerungen wird der Hals schnell lang. Eine wenig zu Gute kommen ihm die Rückenwindkomponente und die bereits erwähnten tragenden Linien. Erst kurz vor dem Rofan schaltet der Wind auf Gegenwind, das lässt den Puls deutlich höher schlagen. Auch die Leefallen der Querrippen in der Nordkette werden zur Zitterpartie. Mit Kunststoff überbrückt man diese schneller – mit Holz geht’s schnell abwärts. Da nur leichter Föhn in Innsbruck bläst, empfängt ihn die Nordkette einigermaßen wohlwollend, so dass er trotzdem gut durchkommt. Der Anflug vom Tschirgant zur Parsaier Spitze ist die nächste Hürde, denn Fallen vom Feinsten bietet der Ostgrad bei Föhn. Am Fuß des Berges findet er eine Linie und schleicht sich in einigermaßen passabler Höhe vorbei.
Am Ende steht ein mehr als beachtlicher Flug, der für sich schon ein Highlight ist und auf das Ligaergebnis einzahlt. Seinen Flug im Duo Discus vom Vortag (94,41 Speedpunkte) überrundet er allemal. Die Alpenliga hat der Verein für sich als Gemeinschaftsevent entdeckt. Es sollen immer mehr Piloten in dieser Saison dafür begeistert werden. Es sieht aus, als ob es gelingt und die bisher erzielten Ergebnisse motivieren zusätzlich. Robert Miesbauer ist der eigentliche Initiator und Vorantreiber im Verein. Die Resonanz ist positiv, die Anzahl der teilnehmenden Piloten steigt. Über die Vereins-What´s-App und Zeitungsartikel werden die Ergebnisse veröffentlicht. Manchmal sind es eben Kleinigkeiten, die zum großen Erfolg und viel Spaß führen. Und es zeigt sich immer wieder, auch mit "einfachen" Flugzeugen kann man Dank Index an der Liga teilnehmen.
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. SFZ Königsdorf (D) 391,68 Speed/40 Punkte, 2. SMBC Kirchdorf/Micheldorf (Ö) 319,29 Speed/39 Punkte, 3. SG Knonaueramt (CH) 308,52 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 6: 1. SFZ Königsdorf (D) 197 Punkte, 2. SG Knonaueramt (CH) 171 Punkte, 3. ACAO-AeC Vol. Adele Orsi (IT) 160 Punkte

Text: Steffi Keller
Fotos: Eduard Supersperger
 
Hier geht es zum Flug von Eduard Supersperger im OLC.
Mit dieser wunderschönen KA6e fast 1.000 Punkte erfolgen
... über dem Gletscher des Dachstein

 

Sunday, 04. March 2012
Alpenflugsymposium: Archaeopteryx - per Fußstart zu neuen Abenteuern
Rogger Ruppert erklärt die Entwicklung des Archaeopteryx
Der Pilot hievt sein Fluggerät nach oben, sein Oberkörper befindet sich im Cockpit. In der Hand hält er den Steuerknüppel. Nun fängt er an den Berg hinab zu laufen. Nach nur wenigen Schritten trägt die Fläche, er schwingt sich nach oben, zieht die Beine ein und sitzt im Cockpit. Es ist weder Drachen noch Segelflugzeug, irgendetwas dazwischen. Es ist ein Archaeopteryx.
Enwickelt hat dieses Fluggerät der Schweizer Roger Ruppert, der sich damit seinen persönlichen Traum von Fliegen erfüllte. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck stellte er seine Entwicklung vor.
Von der Idee bis zur Serienfertigung vergingen einige Jahre. Mit den ersten Erprobungen begann Roger schon 1999, 2009 wurde die Serienversion entwickelt und 2010 schließlich das erste Modell an einen Kunden ausgeliefert.
Der Archaeopteryx will nicht mit Drachen oder Segelflugzeug konkurrieren. „Es ist kein Konkurrenzprodukt“, erklärt Roger. Mit dem Archaeopteryx eröffne sich eine ganz neue und sehr reizvolle Art des Fliegens.
Die Konstruktion besteht aus Kohlefaser, die Flächen sind mit Polyester bespannt. Nur so konnte das gewünschte Gewicht eingehalten werden – das Fluggerät wiegt nur 54 Kilogramm. Damit steige er selbst in geringster Thermik. Gesteuert wird aerodynamisch mit einem Sidestick, Seitenruderpedalen und Wölbklappe.
Die Mindestgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h, maximal können 130 km/h geflogen werden. Dabei lässt sich der Archaeopteryx sehr eng kurbeln, der Radius beträgt dann nur 15 Meter.
Roger lobt die sehr gutmütigen Flugeigenschaften und die Möglichkeit langsam und sehr präzise zu fliegen. So können selbst bei geringster Thermik Streckenflüge absolviert werden.
Beeindruckend dabei ist die Gleitzahl, die mit 28 deutlich über den Leistungen von klassichen Hängegleitern liegt. Inzwischen werden die mit dem Archaeopteryx geflogenen Strecken immer größer, knapp 500 Kilometer wurden schon erreicht.
In die Luft kommt man entweder per Fußstart, Winden –und Autoschlepp, oder auch per F-Schlepp mit einem Trike. Die Grundidee liege aber beim Fußstart, da dieser schon Teil des Fluges sei und dieses Ur-Gefühl des Fliegens vermittle, erklärt Roger. Gelandet wird entweder auf dem Fahrwerk oder auf den Füßen. Passive Sicherheit bietet ein eigens entwickeltes Gesamtrettungssystem.
Zerlegt wird der Archaeopteryx ähnlich wie ein Segelflugzeug und kann genauso alleine aufgerüstet werden.
In Deutschland ist das Flugggerät als UL-Segelflugzeug zugelassen. Der OLC wird den Archaeopteryx zukünftig auch in die Segelflugwertung mit aufnehmen.
 
Ein Video vom Fußstart mit dem Archaeopteryx gibt es hier
 
(ES)
EN
Friday, 02. March 2012
The Sierra Wave Season is open: Jim Payne catches a big one
Have a look at Jim’s latest 1,800+k here.
Some would call February 29th the most useless day of a year. Others watch out for the weather and take advantage of having one more day of OLC scoring in 2012. Early that morning, Jim Payne and his co-pilot Dennis Tito pulled the all prepped DG 1001M out of the hangar at Rosamond Skypark and launched for an 11-hour flight.
Jim explains: “The forecast issued on Feb 23 showed the proper wind direction and strength for wave. It hardly changed as time marched to Feb 29. The day went as planned. The wave was generated by a strong frontal system that was moving south, so we hoped the front would not come south as fast as it did, but we will not complain.” Knowing about the weather conditions, Jim had already flown the DG solo from Crystal on Feb 25th and so staged it for the wave mission. He had everything prepared and was ready to go.
The morning of the last day in February 2012 started mostly blue. Wind speeds at 60 to 75 knots were a little higher than optimum and became even stronger late in the day with as much as 82 knots in 20,000 feet. As the day progressed it gradually got cloudier and good rotor clouds marked the way in the afternoon. Late in the day the cap cloud north of Lone Pine extended almost half way across Owens Valley. 
Jim tells he never gets tired of flying in the wave: “I would not say it was a special wave. No two waves are identical. There were times that an inexperienced pilot could get in trouble but we avoided the traps.” The February 2012 expedition was his 35th flight of at least 1,000 km. “It takes a lot of planning and preparation to stay warm and oxygenated and it is nice to have a good co-pilot to share the long missions!” The crew, the glider and the ground team were ready for the long flight: Their DG is equipped with FAR compliant strobes, nav lights, and landing light. Joshua Approach and Oakland Center were very helpful. A “Sage 2 clearance” was necessary to operate in the area defined by the Isabella and Owens Military Operating Areas up to FL 290. IFR clearances were provided for the first and second trips north.
 
Elke Fuglsang-Petersen
 
Jim’s photo for the
"Chamber of Commerce"
Near Lone Pine looking north
toward Bishop, California
The mighty Sierra Nevada

 

Friday, 02. March 2012
Saisonauftakt bei den Segelfliegern - traditionelles Trainingslager in Südfrankreich
Auftakt der Segelflugsaison für die heimischen Piloten in den französischen Seealpen
Inzwischen schon traditionell packen die Königsdorfer Segelflieger Anfang März einige ihrer Flugzeuge in die Transportanhänger und ziehen sie die ca. 1000 Kilometer nach Südfrankreich. Während es hierzulande zum Teil noch recht kühl und auch noch schneit oder regnerisch ist, hat die Sonne in der Provence um diese Jahreszeit bereits so viel Kraft um hervorragende Thermikbedingungen für die Segelflieger zu schaffen.
Armin Behrendt (47), Flugkapitän bei der TUI Fly startete bereits Mitte letzter Woche Richtung Süden, während Mathias Schunk, 46-jähriger Flugkapitän bei der Lufthansa am Wochenende, nach seinem Rückflug aus Sao Paulo weiter nach Marseille geflogen ist, wo ihn Vereinskamerad Behrendt vom Flughafen abholte. Jens Ammerlahn musste dagegen leider kurzfristig seine Teilnahme absagen.
An dem Trainingslager, welches in St. Auban, dem Austragungsort der Segelflugweltmeisterschaften 1997, ca. 100 km nördlich von Marseille stattfindet, nehmen außerdem noch weitere zehn Piloten aus ganz Deutschland teil, unter ihnen auch namhafte Nationalmannschaftsmitglieder und Teilnehmer der nächsten Segelflugweltmeisterschaften. Das Wetter erlaubt um diese Jahreszeit meistens bereits die ersten größeren Streckenflüge für die Vereinswertung in der Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug, bei der sich die Königsdorfer für 2012 wieder die Goldmedaille zum Ziel gesetzt haben, welche sie zuletzt im Jahre 2009 erfliegen konnten. Die Streckenflüge führen im Süden bis an die Cote d`Azur und im Norden bis zum Mont Blanc mit Streckenlängen von zum Teil über 600 km.
 
(pm)
 
Thursday, 01. March 2012
Alpenflugsymposium : Red Bull X-Alps - das härteste Gleitschirmrennen der Welt
Das Red Bull X-Alps Team:
Paul Guschlbauer (links) und Freundin Sara.
Fliegen und Laufen am Limit , keine Erholung, keine Pause – das ist das Red Bull X-Alps. Der Österreicher Paul Guschlbauer beendete seine Premiere beim wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt mit Platz 3. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck ließ Paul das Publikum mit Fotos, Videos und persönlichen Erfahrungen an seinem Weg nach Monaco teilhaben.
Zu Fuß und mit dem Gleitschirm galt es eine 864 Kilometer lange Strecke von Salzburg nach Monaco zurückzulegen. Die Regeln sind streng, erlaubt sind nur fliegen und laufen. Nach der Landung muss der Weg zum nächsten Startplatz zu Fuß zurückgelegt werden. 
Der erste der 30 ausgewählten Athleten, der in Monaco ankommt, gewinnt das Rennen. Die Dauer ist auf 21 Tage beschränkt. 48 Stunden nachdem der Sieger im Ziel angekommen ist, wird das Rennen beendet. Seit 2011 gibt es eine neue Regel: Die Athleten müssen am Tag mindestens 5 Stunden Ruhepause einlegen.
Die Teilnehmer sind alle Piloten mit langjähriger Erfahrung - denkt man. Doch Paul ist im Gleitschirmsport noch gar nicht so lange dabei.
Der 28-Jährige ist erst seit sieben Jahren mit dem Gleitschirm unterwegs. Das Red Bull X-Alps verlangt aber nicht nur fliegerisches Können, vor allem sportliche Ausdauer ist gefragt. Da kann der trainierte Österreicher gut mithalten. Er betreibt eine Vielzahl an Sportarten. Dazu gehören beispielsweise Klettern, Slacklining und Langlaufen.
Paul begann mit dem Mountainbiken, fuhr schon im Kindesalter Rennen. Doch irgendwann wurde ihm das zu langweilig – etwas Neues musste her. Eher zufällig sah er zu dieser Zeit zum ersten Mal das Red Bull X-Alps. Die Entscheidung war damit gefallen. Er begann mit dem Gleitschirmfliegen. Den Grundkurs absolvierte er 2005. Und Paul zeigte Talent - Nur sieben Jahre später ist er Gleitschirm-Testpilot und nimmt am wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt teil. Sein Beruf ermöglichte ihm auch, eigens für das Rennen einen Schirm und möglichst leichtes Gurtzeug zu entwickeln.
Ein Team beim Red Bull X-Alps besteht immer aus zwei Leuten – dem Piloten und seinem Supporter. Bei Paul übernahm dies Freundin Sara, die mit einem Begleitfahrzeug unterwegs war, in dem auch übernachtet wurde. Per GPS-Tracking konnte sie jederzeit Pauls aktuelle Position bestimmen.
Das Rennen an sich beschreibt Paul als extrem anstrengend. Neben dem Kampf mit sich selbst, fordert jeden Tag aufs Neue der Kampf mit dem Wetter. Der Pilot muss entscheiden ob er fliegt, oder es besser sein lässt. Dabei können solche Entscheidungen Sieg oder Niederlage ausmachen. Am zweiten Tag sei Paul 90 Kilometer zu Fuß gegangen, da das Wetter keine Flüge zuließ. Das wichtigste sei seinen eigenen Rhythmus zu finden und dabei  nicht ständig auf die Platzierung zu schauen. Nur so habe er aus körperlichen Tiefs hinausgefunden. „Sehr wichtig ist es sich selbst zu kennen“, erklärt Paul.
So manche Vorgehensweise ließ die Segelflieger im Publikum staunen. Beispielsweise nehme man lieber eine Landung am Berg in den Büschen in Kauf, anstatt ins Tal abzugleiten und den Berg wieder hoch laufen zu müssen, erzählt Paul. Nach etlichen kraftzehrenden Etappen war für Paul dann kurz vor Monaco Schluss. Das Wetter ließ es einfach nicht zu die notwendige Höhe zu erreichen, um nach Monaco abzugleiten.
Insgesamt ist Paul 33 Stunden geflogen und hat 59 000 Höhenmeter bewältigt. Trotz aller Anstrengung hatte er viel Spaß am Rennen. Bei grenzwertigem Wetter starten, einfach losfliegen und dann kommt die Sonne raus - solche Momente lassen ihn alle Anstrengungen vergessen.
 
Hier gibt es ein Video über Paul und das Red Bull X-Alps.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
OLC goes Social Media - Folgt uns auf Facebook
Soziale Netzwerke sind schon lange keine Eintagsfliege mehr. Facebook etwa hat sich zum festen Bestandteil unserer Kommunikation entwickelt. Auch der OLC verschließt sich dieser neuen Kommunikationsformen nicht. Seit einiger Zeit ist auch der OLC auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Schon wenige Stunden nach Freischaltung der Seite konnten wir eine Großzahl von Fliegern begrüßen. Mittlerweile haben schon 529 OLC-Fans aus der ganzen Welt auf "gefällt mir" geklickt. Auf dieser Seite gibt es für Facebook-User tagesaktuell Berichte zur BUNDESLIGA-Runde, die Quali-Liga, Wettervorschau zum Wochenende, interessante Berichte aus den Vereinen zu den Liga-Runden, Pilotenportraits, Infos zu Veranstaltungen, Hersteller-Infos und vieles mehr. Über unsere Facebook-Seite bleibt ihr stets darüber informiert, was es im OLC-Magazin neues gibt.
 
Schaut mal rein und werdet unser Fan auf Facebook.
Hier geht es zur Facebook-Seite des OLC.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
DG Piloten-Info März 2012
Foto des Monats:
   DG-500 im Berner Oberland
DG-Flugzeugbau präsentiert euch die neueste Ausgabe der "DG Piloten-Info". Wie angekündigt gibt es an dieser Stelle regelmäßig Infos aus dem Hause DG. Der "Artikel des Monats" ist im März: " Ursula Hänles Kleine Fiberglas Flickfibel"
Weitere Themen der DG Piloten-Info sind:
1. Wir gratulieren Terry Cubley und Jean Marc Perrin.
- Terry Cubley zu seinem 1. Platz bei den Australischen Meisterschaften 2012 auf einer DG-1000
- Jean Marc Perrin zu seinem Flug in Argentinien über 2.227 Kilometer
2. TM's für alte LS-Flugzeuge
- Zur Nachrüstung eines Hauben-Sicherungsstiftes (Rögerhaken) mit einem zusätzlichen Haubenaufsteller  - verbindlich für LS1 / LS3 / LS4 / LS6 / LS7
3. Interview mit Holger Back
- zum Thema des Betreuungsvertrages
4. Ein schönes Video über Kunstflug mit der DG-1000
5. DG-200 - Bibliothek des Magazins Segelfliegen
 
Hier geht es zur Piloten-Info.
 




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30. May

Vereinsbericht zur Liga-Runde 7: SFZ Königsdorf

Österreichischer Segelfliegertag
17. Oktober 2015
Flugplatz Niederöblarn
Präsentation: Die OLC Segelflug-Liga
Motivationsinstrument im Verein - die perfekte Ergänzung zur Langstrecke
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