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Saturday, 19. April 2014
Lienzer Traum: Die Erfolgsstory der Tausender geht weiter
Hier geht es zum Flug von Tobias Welsch/ Matthias Reich im OLC.
Auch am Donnerstag stehen die Südalpen in der Gunst des Wettergottes und bescheren vorosterliche Geschenke. Tobias Welsch und Matthias Reich holen sich den Tagessieg mit knapp 1.200 Punkten (1.327 Kilometer) und setzen den Lienzer Traum des Vortages fort. Da Matthias gar keine Erfahrungen in den Südalpen hat und Tobias noch nicht bei diesen Windstärken, heißt es gut planen. Sie entscheiden sich aufgrund der Windverhältnisse für einen Abflug Richtung Osten entlang der Karnischen Alpen. Auf ihrem ersten Schenkel tasten sie sich vorsichtig voran, denn Klagenfurt meldet Windstille in der Höhe, der stramme Nordwind ist weiter oben jedoch ist da. Die große Frage, ab welcher Höhe  die Hänge nicht mehr angestrahlt werden. Am Ende ist man schlauer. Denn bis hinter Klagenfurt sind die oberen Gipfel absolut zuverlässig.
Das stärkt das Selbstbewusstsein. Es folgt ein zügiger und eindrucksvoller Schenkel an der Nordseite der Dolomiten. Diese faszinierenden Felsen bringen Tobias und Matthias nicht nur ordentlich vorwärts, sondern bieten gigantische und unvergessliche Ausblicke. Selbst die Sarntaler Alpen machen wie vorhergesagt keinen Strich durch die Rechnung. Der abschwächende Nordwind und ein „kleiner“ Fahrstuhl von 5 m/s führen zu einem schnurstracksen Flug das Val di Sol hoch.
Bis zum Comer See bollert die Thermik und macht mit einer Basis von 4.000 Metern das Fliegerleben leicht. Fantastische Sichtweiten, die sogar einen Blick auf das Monte Rosa Massiv ermöglichen, erwarten die beiden dann am Comer See. Der Rückweg erfolgt auf dem bereits eingetrampelten Pfad. Im Osten soll der Wind weiter abnehmen. Darauf bauend, geben sie Gas. Und tatsächlich die Karawanken und die Karnischen Alpen gehen abartig gut.  Die Kontroller in Klagenfurt geben grünes Licht, so können sie in der Höhe entspannt entlang schießen. Die Geschwindigkeit peitschen sie in diesem Streckenabschnitt auf 150 bis 160 km/h hoch.
Einen Wimpernschlag später sind dann 1.300 Kilometer voll. Glücklich, zufrieden und als Eisblock landen sie bei Sonnenuntergang in Lienz.

Text: SK
Fotos: Andreas Werscheck (3) und Tobias Welsch (1,2)


 
Gigantische Sichten über dem Comer See Kräftige thermische Fahrstühle noch in 4.000 Metern Durchgefroren, aber glücklich: Tobias und Matthias nach der Landung

 

Saturday, 19. April 2014
Im Teamflug 1.340 Kilometer in den Südalpen
Hier geht es zum Flug von Joachim Hirt/ Tobias Breithaupt im OLC.
Hier geht es zum Flug von Wolfgang Schötz/ Yves Klett im OLC
Die Südalpen lassen in der vergangenen Woche das Segelfliegerherz höher schlagen. Ein Tausender in Punkten und Kilometern nach dem anderen wird abgeräumt. Bei noch früherem Start wären sogar 1.500 Kilometer drin gewesen, so Yves Klett. Bedingungen und vor allem Ergebnisse, die wir eher von der Südhalbkugel kennen. Dabei sieht es am Morgen lediglich auf dem Papier nach gutem Wetter aus. Schneeschauer versperren die Talausgänge. Aber das Team Joachim Hirt/ Tobias Breithaupt und Wolfgang Schötz/ Yves Klett versuchen es trotzdem. Zur weniger prickelnden Wetteroptik kommt dann auch noch Pech, der Motor der MM versagt. Das Team startet trotzdem als Team, so warten Yves und Wolfgang eine Stunde in der Welle. Auch in der Höhe sieht es eher zum Wegrennen aus – eine geschlossene Wolkendecke. Und die klirrende Kälte kriecht.
Endlich komplett geht es trotz Schneeschauer in Richtung Pustertal. Die ersten Sonnenflecken geben Hoffnung. Die Hänge tragen überraschend gut. Und nun beginnt der Spaß und es zeigt sich, es lohnt, einfach doch zu starten.
Es läuft wie am Schnürchen. Ohne Kurbeln geht es bis nach Bozen. Durch die Kaltluft setzt die Thermik früh ein und bringt das Team über die Sarntaler bin ins Vinschgau. Und weiter geht es mit Hangwind zum Reschenpass. Durch diesen langen geflogenen Schenkel wird schnell klar, die Tausend wird mit sechs Schenkeln möglich. Dass da die Motivation steigt und der Ehrgeiz angestachelt ist, steht außer Frage.
Der zweite Abschnitt läuft wie geschnitten Brot. 152 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über 323 Kilometer metern. Der Teamflug bewährt sich, denn so können sie schauen, wer die bessere Linie fliegt und Zeit herausholen. In den Karawanken dann dichte Bewölkung und vereinzelte Schneeschauer. Das interessiert die vier aber nicht, denn sie rasen eh unten am Hang entlang.
Kritisch ist dann aber auf dem dritten Schenkel der Einflug in das Lesachtal. Das enge Tal ist durch das Lee und die Verwirbelungen der hohen Sandspitze extrem anspruchsvoll. Zudem erwarten einen 25 Kilometer unlandbares Gelände. Hier heißt es also, genau zu wissen, was man tut. Es spült die beiden Flieger gnadenlos nach unten. Also ist zehn Kilometer Rückwärtsgang angesagt, um an der Hangnase einen rettenden Aufwind zu finden. Nach langen Diskussionen entscheiden sie den Schenkel fortzusetzen, um die Option auf eine große Strecke zu halten. Zeitverlust 30 Minuten.
Der Rest läuft am Schnürchen und so kann man abends nochmal kräftig nach Westen ausholen und hat nicht „nur“ 1.000 auf der Uhr, sondern mehr als 1.340 Kilometer (über 1.100 Punkte).

Text: SK
Fotos: Yves Klett
 
"Prickelnde" Wetteraussichten vor dem Start Kurbeln zu zweit - Spaß und Effizienz in Einem Vier glückliche Helden in warmen Unterhosen

 

Friday, 18. April 2014
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 18.04.2014 um 14.00 Uhr GZ
WETTERLAGE DEUTSCHLAND:
Über Ostern wieder milder, wechselnde Bewölkung mit einzelnen
Schauern.
Am SAMSTAG liegt Deutschland zwischen einer Hochdruckzone, die sich von der Nordsee über Südskandinavien bis nach Russland hin erstreckt und einer Zone tiefen Luftdrucks, der vom Mittelmeer bis zum Balkan reicht. Gleichzeitig verlagert sich im Laufe des Tages ein Höhentief
("Kaltlufttropfen") von der Mitte Deutschlands westwärts weiter nach Zentralfrankreich. Während der Norden an der Südflanke des hohen Luftdrucks in Zufuhr von trockener Festlandsluft liegt, erfährt die Mitte und besonders der Süden durch das Höhentief eine zusätzliche Labilisierung.
Am SONNTAG ändert sich an der großräumigen Luftdruckverteilung nur wenig. Im Laufe des Tages bildet sich eine Hochdruckzelle über Finnland aus, sodass der Norden weiterhin in dessen Südflanke in Zufuhr trockener und stabil geschichteter Festlandsluft verbleibt. Ein weiterer sich von Tschechien her annähernder "Kaltlufttropfen" sorgt für neuerliche
Labilisierung.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36) 
Am SAMSTAG fließt aus Osten zunehmend trockenere Warmluft ein. Am Morgen häufig Stratus, am Vormittag auflösend, dann im Norden einzelne dünne, im Süden dichtere mittelhohe Wolkenfelder, im Süden evtl. ein paar Tropfen Regen. Dabei meist geringe, stellenweise mäßige Blauthermik mit Arbeitshöhen zwischen 600 und 900 m, lediglich über Ostdeutschland mäßige bis gute Blauthermik mit Arbeitshöhen zwischen 1200 und 1600 m, im Küstenbereich Seewindeinfluss und nur geringe Thermik.
Am SONNTAG Morgen erneut häufig tiefe Stratusbewölkung, am Vormittag zögerlich in dichte Quellbewölkung in 500 bis 800 m übergehend, am Nachmittag deutlich auflockernd und auf 800 bis 1000 m anteigend. Im Mittelgebirgsraum Überentwicklungen. Örtlich einzeln abschirmende mittelhohe und hohe Wolkenfelder. Vor allem im Bereich der Ostseeküste Seewindeinfluss. Etwa nördlich der Linie Emden-Odermündung weht ein lebhafter Ostwind um die 40 km/h in 600 m. Insgesamt mäßige Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG und SONNTAG typisch ausgeprägtes "Aprilwetter" mit rasch wechselnder Bewölkung, böigen Winden und einzelnen Überentwicklungen, kurze Gewitter möglich. Geringe bis mäßige, teils zerrissene und wegen Überentwicklungen gestörte Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG abgeschirmt, keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG im Osten Überentwickelt und meist nicht nutzbar, in Schwaben Ausbreitungen an einer Absinkinversion in 1500 m, dort
geringe bis mäßige Thermik
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Thursday, 17. April 2014
Mit dem OLC-Discus zum Tagessieg
Hier geht es zu Maximilian Schaefers Flug im OLC.
Ein guter Tag erfordert eine gute Streckenführung
Dass Maximilian Schaefer den OLC Discus dieses Jahr zu Recht fliegt, hat er am gestrigen Mittwoch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Von Wanlo aus erfliegt er 859 Punkte, lässt selbst die erfahrenen alten Hasen hinter sich und holt sich bei 632 gemeldeten Flügen den deutschlandweiten Tagessieg. Das zeigt wieder einmal: Das OLC Förderflugzeug gibt Talenten die einmalige Möglichkeit über sich hinauszuwachsen.
Flugbericht:
"Mein Start gegen halb 11 war für den 16.4. nahezu perfekt", berichtet Max. Mit Motorkraft und 80 Litern Wasser in den Flächen ging es auf 1000 Meter NN und dann im Gleitflug Richtung Kraftwerke. "Ich hoffte das beim Abgleiten aus dem Kraftwerk die Thermik einsetzt", berichtet er. Und der Plan ging auf. Ab dem Kraftwerk Langenfeld bildeten sich 1/8 Cumuli. Ab dahin lief es bis Uslar ca. 230 Kilometer östlich super. "Nach meinem anfänglichen Basteln bei Langenfeld lief mein Schnitt bis ca. 110km/h gegen den Wind, was mich optimistisch machte - zu optimistisch". Max wendete anschließend, um über Suhl in den Thüringer Wald zu fliegen, denn er wollte ein großes FAI-Dreieck hinkriegen. Das sollte sich aber als die falsche Entscheidung herausstellen. "Ich bin viel zu weit Süd-Ost geflogen, mit dem Ergebnis, dass ich drei mal fast den Motor ziehen musste, Ausbreitungen machten das Leben schwer", so der OLC-Pilot. Jetzt kam Frust auf: "Mein Teampartner Sören Schulz nahm mir in der Zeit ca. 70 Kilometer ab und ich dachte das ich den Tag völlig vergeigt habe, also wieder West-Kurs und noch versuchen das beste draus zu machen", so Max.
Ab Homberg Ohm lief es dann wieder erstklassig mit Steigwerten bis 4m/s und schönen Aufreihungen in bis zu 2000 Meter. Über Frankfurt Hahn war dann auch der Teampartner wieder da. Gemeinsam ging es zurück durchs Blaue in Richtung Norden und Kraftwerke. "Dies klappte durch größeres Auffechern problemos", resümiert er. "In der Industrie angekommen war es dann ein Panorama Sonneuntergang". Am Ende standen 802 Kilometer auf dem Rechner.  "Wow ! Doch noch 800km ? Ich denke ich muss mich erst daran gewöhnen, wie schnell die Kilometer in solch einem Flieger laufen", freut sich Max.
Sein Fazit?
"Es war denke ich für alle ein toller Flugtag. Aber ich muss zugeben, dass ich doch ein wenig enttäuscht war, denn durch meine Absaufer auf dem 2. und 3. Schenkel habe ich viel Zeit und Geschwindigtkeit liegen lassen. Mit der richtigen Streckenführung hätte man bestimmt die 900 Kilometer knacken können. Denn selbst gegen 19.30 Uhr standen im Sauerland immernoch kleine Cumuli, die es vermutlich getan haben. Ich wünsche euch allen einen schönen Ligastart und viele weite Flüge."
 
Du willst auch eine Saison lang den OLC-Discus fliegen?
Dann geb' in dieser Saison richtig Gas und zeige, was in dir steckt. Jeder, der unter die ersten 10 der Junior-Challenge fliegt, kommt in die engere Auswahl für das Förderflugzeug. Da jeder den "OLC" nur einmal bekommen kann, ist die Chance auf den Zuschlag groß - denn unter den Top10 finden sich jedes Jahr einige ehemalige Förderflugzeug-Piloten (bereitgestellt wird der Discus 2cT dem OLC von Wilfried Grosskinsky).
Wie kann ich mitmachen?
Jeder Nachwuchspilot, der jünger als 25 ist, oder dem sein 25. Geburtstag im Kalenderjahr der Austragung liegt, fliegt automatisch in der Junior Challenge mit. Die aktuelle Wertung der OLC Junior-Challenge gibt es hier.
 
Maximilian Schaefer/ES
 

Industriethermik: Kraftwerk Weissweiler
Mit dem OLC-Discus auf Strecke
Holt sich mit 859 Punkten
den Tagessieg: Förderflugzeug-Pilot
Max Schaefer

 

Wednesday, 16. April 2014
Jetzt rollen die Junioren das Feld auf: Die neue U 25 startet durch
Das Liga-Fliegen hat mittlerweile einen Stellenwert in den Vereinen, von dem wir bei der Einführung vor über 10 Jahren nicht zu träumen wagten. Gemeinsam am Wochenende bei jedem fliegbaren Wetter zu zeigen, was geht, spornt viele Vereine an. Hochmotiviert werden abends die Flüge ausgelesen, ausgewertet und mit Spannung die Liga-Ergebnisse der Runde erwartet. Und – ist es nicht ein gutes Gefühl, wenn man selbst einen der drei Flüge zur Liga-Wertung beigetragen hat!? Als Nachwuchstalent hat man es jedoch schwer, sich im direkten Vergleich mit den „alten Hasen“ in der Rundenwertung nach vorn zu fliegen. Das ist nicht nur schade, sondern im Sinne der Zukunft unseres Sports sogar unverantwortlich.
Wäre es nicht Klasse, wenn die Junioren eine eigene Liga hätten? Wenn sie sich selbst pushen und im Verein ihr eigenes Fliegergarn spinnen könnten? Wäre das nicht ein Hammer, wenn es die Jugend ist, die für den Verein eine Top-Liga-Platzierung holt? Was andere Sportarten -wie zum Beispiel der Fußball- können und seit Ewigkeiten ganz selbstverständlich praktizieren, können wir doch auch? Auf all diese Fragen gibt es nur eine Antwort: Ja, klar! Somit war die Idee der U 25 geboren und es ist eine brandneue Liga-Wertung für alle unter 25-jährigen entstanden.
Das Tolle ist, es muss nicht entschieden werden, ob der Flug für die U 25 gemeldet wird oder für die altbekannten Ligen. Da es eine Parallelwertung ist, werden die Flüge in der Segelflug-Bundesliga, der 2. Segelflug-Bundesliga, der Quali-Liga und den Landesligen drin bleiben und in der U 25-Liga abermals aufgeführt.
Das Prinzip ist das altbekannt, die drei leistungsstärksten Flüge (Speedwertung) zählen. Nach bewährter OLC-Struktur wird es die U 25 auch auf Bundeslandebene geben. Aber eine ganz wesentliche Bedingung kommt noch dazu: Es zählen nur Flüge in einsitzigen Segelflugzeugen.
Egal in welcher Liga der Verein fliegt, in der U 25 kann jeder „Deutscher Meister“ werden. Vorbildliche Ausbildungsarbeit wird also belohnt. Aber einfach wird es trotzdem nicht, die Konkurrenz ist riesig. Von den Teilnehmerzahlen her kommt Großes auf uns zu: In der OLC Junior-Challenge hatten wir in 2013 exakt 1.888 Teilnehmer aus 483 Vereinen.
In Ergänzung zur bereits renommierten OLC Junior-Challenge, wo der OLC in der glücklichen Lage ist, einen Discus  für ein Jahr auszuloben und der BRAASCH Club Challenge, wo für die siegreichen Vereine 1.750 € für die Jugendarbeit ausgeschüttet werden, ist nun mit der U 25-Liga ein weiterer Meilenstein auf dem Weg des Segelfluges in die Zukunft gesetzt. Wenn wir hier einen interessanten und vor allem großzügigen Sponsor finden, der dem Ganzen noch ’Glanz’ gibt, wäre das Spitze.
In jedem Fall gilt für die Junioren: Ab Ostern alles geben!
 
MM / SK
Sunday, 04. March 2012
Alpenflugsymposium: Archaeopteryx - per Fußstart zu neuen Abenteuern
Rogger Ruppert erklärt die Entwicklung des Archaeopteryx
Der Pilot hievt sein Fluggerät nach oben, sein Oberkörper befindet sich im Cockpit. In der Hand hält er den Steuerknüppel. Nun fängt er an den Berg hinab zu laufen. Nach nur wenigen Schritten trägt die Fläche, er schwingt sich nach oben, zieht die Beine ein und sitzt im Cockpit. Es ist weder Drachen noch Segelflugzeug, irgendetwas dazwischen. Es ist ein Archaeopteryx.
Enwickelt hat dieses Fluggerät der Schweizer Roger Ruppert, der sich damit seinen persönlichen Traum von Fliegen erfüllte. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck stellte er seine Entwicklung vor.
Von der Idee bis zur Serienfertigung vergingen einige Jahre. Mit den ersten Erprobungen begann Roger schon 1999, 2009 wurde die Serienversion entwickelt und 2010 schließlich das erste Modell an einen Kunden ausgeliefert.
Der Archaeopteryx will nicht mit Drachen oder Segelflugzeug konkurrieren. „Es ist kein Konkurrenzprodukt“, erklärt Roger. Mit dem Archaeopteryx eröffne sich eine ganz neue und sehr reizvolle Art des Fliegens.
Die Konstruktion besteht aus Kohlefaser, die Flächen sind mit Polyester bespannt. Nur so konnte das gewünschte Gewicht eingehalten werden – das Fluggerät wiegt nur 54 Kilogramm. Damit steige er selbst in geringster Thermik. Gesteuert wird aerodynamisch mit einem Sidestick, Seitenruderpedalen und Wölbklappe.
Die Mindestgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h, maximal können 130 km/h geflogen werden. Dabei lässt sich der Archaeopteryx sehr eng kurbeln, der Radius beträgt dann nur 15 Meter.
Roger lobt die sehr gutmütigen Flugeigenschaften und die Möglichkeit langsam und sehr präzise zu fliegen. So können selbst bei geringster Thermik Streckenflüge absolviert werden.
Beeindruckend dabei ist die Gleitzahl, die mit 28 deutlich über den Leistungen von klassichen Hängegleitern liegt. Inzwischen werden die mit dem Archaeopteryx geflogenen Strecken immer größer, knapp 500 Kilometer wurden schon erreicht.
In die Luft kommt man entweder per Fußstart, Winden –und Autoschlepp, oder auch per F-Schlepp mit einem Trike. Die Grundidee liege aber beim Fußstart, da dieser schon Teil des Fluges sei und dieses Ur-Gefühl des Fliegens vermittle, erklärt Roger. Gelandet wird entweder auf dem Fahrwerk oder auf den Füßen. Passive Sicherheit bietet ein eigens entwickeltes Gesamtrettungssystem.
Zerlegt wird der Archaeopteryx ähnlich wie ein Segelflugzeug und kann genauso alleine aufgerüstet werden.
In Deutschland ist das Flugggerät als UL-Segelflugzeug zugelassen. Der OLC wird den Archaeopteryx zukünftig auch in die Segelflugwertung mit aufnehmen.
 
Ein Video vom Fußstart mit dem Archaeopteryx gibt es hier
 
(ES)
EN
Friday, 02. March 2012
The Sierra Wave Season is open: Jim Payne catches a big one
Have a look at Jim’s latest 1,800+k here.
Some would call February 29th the most useless day of a year. Others watch out for the weather and take advantage of having one more day of OLC scoring in 2012. Early that morning, Jim Payne and his co-pilot Dennis Tito pulled the all prepped DG 1001M out of the hangar at Rosamond Skypark and launched for an 11-hour flight.
Jim explains: “The forecast issued on Feb 23 showed the proper wind direction and strength for wave. It hardly changed as time marched to Feb 29. The day went as planned. The wave was generated by a strong frontal system that was moving south, so we hoped the front would not come south as fast as it did, but we will not complain.” Knowing about the weather conditions, Jim had already flown the DG solo from Crystal on Feb 25th and so staged it for the wave mission. He had everything prepared and was ready to go.
The morning of the last day in February 2012 started mostly blue. Wind speeds at 60 to 75 knots were a little higher than optimum and became even stronger late in the day with as much as 82 knots in 20,000 feet. As the day progressed it gradually got cloudier and good rotor clouds marked the way in the afternoon. Late in the day the cap cloud north of Lone Pine extended almost half way across Owens Valley. 
Jim tells he never gets tired of flying in the wave: “I would not say it was a special wave. No two waves are identical. There were times that an inexperienced pilot could get in trouble but we avoided the traps.” The February 2012 expedition was his 35th flight of at least 1,000 km. “It takes a lot of planning and preparation to stay warm and oxygenated and it is nice to have a good co-pilot to share the long missions!” The crew, the glider and the ground team were ready for the long flight: Their DG is equipped with FAR compliant strobes, nav lights, and landing light. Joshua Approach and Oakland Center were very helpful. A “Sage 2 clearance” was necessary to operate in the area defined by the Isabella and Owens Military Operating Areas up to FL 290. IFR clearances were provided for the first and second trips north.
 
Elke Fuglsang-Petersen
 
Jim’s photo for the
"Chamber of Commerce"
Near Lone Pine looking north
toward Bishop, California
The mighty Sierra Nevada

 

Friday, 02. March 2012
Saisonauftakt bei den Segelfliegern - traditionelles Trainingslager in Südfrankreich
Auftakt der Segelflugsaison für die heimischen Piloten in den französischen Seealpen
Inzwischen schon traditionell packen die Königsdorfer Segelflieger Anfang März einige ihrer Flugzeuge in die Transportanhänger und ziehen sie die ca. 1000 Kilometer nach Südfrankreich. Während es hierzulande zum Teil noch recht kühl und auch noch schneit oder regnerisch ist, hat die Sonne in der Provence um diese Jahreszeit bereits so viel Kraft um hervorragende Thermikbedingungen für die Segelflieger zu schaffen.
Armin Behrendt (47), Flugkapitän bei der TUI Fly startete bereits Mitte letzter Woche Richtung Süden, während Mathias Schunk, 46-jähriger Flugkapitän bei der Lufthansa am Wochenende, nach seinem Rückflug aus Sao Paulo weiter nach Marseille geflogen ist, wo ihn Vereinskamerad Behrendt vom Flughafen abholte. Jens Ammerlahn musste dagegen leider kurzfristig seine Teilnahme absagen.
An dem Trainingslager, welches in St. Auban, dem Austragungsort der Segelflugweltmeisterschaften 1997, ca. 100 km nördlich von Marseille stattfindet, nehmen außerdem noch weitere zehn Piloten aus ganz Deutschland teil, unter ihnen auch namhafte Nationalmannschaftsmitglieder und Teilnehmer der nächsten Segelflugweltmeisterschaften. Das Wetter erlaubt um diese Jahreszeit meistens bereits die ersten größeren Streckenflüge für die Vereinswertung in der Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug, bei der sich die Königsdorfer für 2012 wieder die Goldmedaille zum Ziel gesetzt haben, welche sie zuletzt im Jahre 2009 erfliegen konnten. Die Streckenflüge führen im Süden bis an die Cote d`Azur und im Norden bis zum Mont Blanc mit Streckenlängen von zum Teil über 600 km.
 
(pm)
 
Thursday, 01. March 2012
Alpenflugsymposium : Red Bull X-Alps - das härteste Gleitschirmrennen der Welt
Das Red Bull X-Alps Team:
Paul Guschlbauer (links) und Freundin Sara.
Fliegen und Laufen am Limit , keine Erholung, keine Pause – das ist das Red Bull X-Alps. Der Österreicher Paul Guschlbauer beendete seine Premiere beim wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt mit Platz 3. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck ließ Paul das Publikum mit Fotos, Videos und persönlichen Erfahrungen an seinem Weg nach Monaco teilhaben.
Zu Fuß und mit dem Gleitschirm galt es eine 864 Kilometer lange Strecke von Salzburg nach Monaco zurückzulegen. Die Regeln sind streng, erlaubt sind nur fliegen und laufen. Nach der Landung muss der Weg zum nächsten Startplatz zu Fuß zurückgelegt werden. 
Der erste der 30 ausgewählten Athleten, der in Monaco ankommt, gewinnt das Rennen. Die Dauer ist auf 21 Tage beschränkt. 48 Stunden nachdem der Sieger im Ziel angekommen ist, wird das Rennen beendet. Seit 2011 gibt es eine neue Regel: Die Athleten müssen am Tag mindestens 5 Stunden Ruhepause einlegen.
Die Teilnehmer sind alle Piloten mit langjähriger Erfahrung - denkt man. Doch Paul ist im Gleitschirmsport noch gar nicht so lange dabei.
Der 28-Jährige ist erst seit sieben Jahren mit dem Gleitschirm unterwegs. Das Red Bull X-Alps verlangt aber nicht nur fliegerisches Können, vor allem sportliche Ausdauer ist gefragt. Da kann der trainierte Österreicher gut mithalten. Er betreibt eine Vielzahl an Sportarten. Dazu gehören beispielsweise Klettern, Slacklining und Langlaufen.
Paul begann mit dem Mountainbiken, fuhr schon im Kindesalter Rennen. Doch irgendwann wurde ihm das zu langweilig – etwas Neues musste her. Eher zufällig sah er zu dieser Zeit zum ersten Mal das Red Bull X-Alps. Die Entscheidung war damit gefallen. Er begann mit dem Gleitschirmfliegen. Den Grundkurs absolvierte er 2005. Und Paul zeigte Talent - Nur sieben Jahre später ist er Gleitschirm-Testpilot und nimmt am wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt teil. Sein Beruf ermöglichte ihm auch, eigens für das Rennen einen Schirm und möglichst leichtes Gurtzeug zu entwickeln.
Ein Team beim Red Bull X-Alps besteht immer aus zwei Leuten – dem Piloten und seinem Supporter. Bei Paul übernahm dies Freundin Sara, die mit einem Begleitfahrzeug unterwegs war, in dem auch übernachtet wurde. Per GPS-Tracking konnte sie jederzeit Pauls aktuelle Position bestimmen.
Das Rennen an sich beschreibt Paul als extrem anstrengend. Neben dem Kampf mit sich selbst, fordert jeden Tag aufs Neue der Kampf mit dem Wetter. Der Pilot muss entscheiden ob er fliegt, oder es besser sein lässt. Dabei können solche Entscheidungen Sieg oder Niederlage ausmachen. Am zweiten Tag sei Paul 90 Kilometer zu Fuß gegangen, da das Wetter keine Flüge zuließ. Das wichtigste sei seinen eigenen Rhythmus zu finden und dabei  nicht ständig auf die Platzierung zu schauen. Nur so habe er aus körperlichen Tiefs hinausgefunden. „Sehr wichtig ist es sich selbst zu kennen“, erklärt Paul.
So manche Vorgehensweise ließ die Segelflieger im Publikum staunen. Beispielsweise nehme man lieber eine Landung am Berg in den Büschen in Kauf, anstatt ins Tal abzugleiten und den Berg wieder hoch laufen zu müssen, erzählt Paul. Nach etlichen kraftzehrenden Etappen war für Paul dann kurz vor Monaco Schluss. Das Wetter ließ es einfach nicht zu die notwendige Höhe zu erreichen, um nach Monaco abzugleiten.
Insgesamt ist Paul 33 Stunden geflogen und hat 59 000 Höhenmeter bewältigt. Trotz aller Anstrengung hatte er viel Spaß am Rennen. Bei grenzwertigem Wetter starten, einfach losfliegen und dann kommt die Sonne raus - solche Momente lassen ihn alle Anstrengungen vergessen.
 
Hier gibt es ein Video über Paul und das Red Bull X-Alps.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
OLC goes Social Media - Folgt uns auf Facebook
Soziale Netzwerke sind schon lange keine Eintagsfliege mehr. Facebook etwa hat sich zum festen Bestandteil unserer Kommunikation entwickelt. Auch der OLC verschließt sich dieser neuen Kommunikationsformen nicht. Seit einiger Zeit ist auch der OLC auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Schon wenige Stunden nach Freischaltung der Seite konnten wir eine Großzahl von Fliegern begrüßen. Mittlerweile haben schon 529 OLC-Fans aus der ganzen Welt auf "gefällt mir" geklickt. Auf dieser Seite gibt es für Facebook-User tagesaktuell Berichte zur BUNDESLIGA-Runde, die Quali-Liga, Wettervorschau zum Wochenende, interessante Berichte aus den Vereinen zu den Liga-Runden, Pilotenportraits, Infos zu Veranstaltungen, Hersteller-Infos und vieles mehr. Über unsere Facebook-Seite bleibt ihr stets darüber informiert, was es im OLC-Magazin neues gibt.
 
Schaut mal rein und werdet unser Fan auf Facebook.
Hier geht es zur Facebook-Seite des OLC.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
DG Piloten-Info März 2012
Foto des Monats:
   DG-500 im Berner Oberland
DG-Flugzeugbau präsentiert euch die neueste Ausgabe der "DG Piloten-Info". Wie angekündigt gibt es an dieser Stelle regelmäßig Infos aus dem Hause DG. Der "Artikel des Monats" ist im März: " Ursula Hänles Kleine Fiberglas Flickfibel"
Weitere Themen der DG Piloten-Info sind:
1. Wir gratulieren Terry Cubley und Jean Marc Perrin.
- Terry Cubley zu seinem 1. Platz bei den Australischen Meisterschaften 2012 auf einer DG-1000
- Jean Marc Perrin zu seinem Flug in Argentinien über 2.227 Kilometer
2. TM's für alte LS-Flugzeuge
- Zur Nachrüstung eines Hauben-Sicherungsstiftes (Rögerhaken) mit einem zusätzlichen Haubenaufsteller  - verbindlich für LS1 / LS3 / LS4 / LS6 / LS7
3. Interview mit Holger Back
- zum Thema des Betreuungsvertrages
4. Ein schönes Video über Kunstflug mit der DG-1000
5. DG-200 - Bibliothek des Magazins Segelfliegen
 
Hier geht es zur Piloten-Info.
 




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