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Saturday, 06. February 2016
Neuer Ventus - Interview mit Tilo Holighaus & Bernd Weber
Bereits auf der Aero 2015 konnten Segelflugbegeisterte einen ersten Blick auf den neuen Ventus von Schempp-Hirth werfen. Am 29. Januar 2016 folgte nun auf der Hahnweide der erfolgreiche Erstflug. Im Interview mit dem OLC erklären Tilo Holighaus & Bernd Weber, was das neue Flugzeug besser kann als das Vorgängermodell, wann der neue Ventus seine Wettbewerbstauglichkeit unter Beweis stellen wird und verraten, welchen Einfluss der OLC bei der Entwicklung des neuen Flugzeuges hatte.
 
Reiner Rose (OLC): Der neue Ventus ist ja schon seit einiger Zeit im Gespräch und es hat seine Zeit gedauert, bis das neue Flugzeug in der Luft war. Was waren denn die Ursachen, dass sich das doch einige Zeit hinzog?
 
Schempp-Hirth: Gegen Ende sind wir sogar früher als gedacht in die Luft gekommen :-) Bis dahin war es tatsächlich ein längerer Weg - etwas Muße gehört aber bei einem so einmaligen und auch aufwändigen Projekt einfach dazu. Wir wollten wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen und auch bis in kleine Details hinein ein wirklich fertiges Flugzeug bauen. Das ist uns glauben wir auch gelungen und die Zeit war bestimmt gut investiert.
 
RR: Ein neues Flugzeug lebt ja immer von der Innovation. Was sind die markanten Neuerungen, welche diesen Ventus kennzeichnen?
 
SH: Augenfällig ist sicher der extrem markante Flügel. Dahinter stecken jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeiten unseres Konstrukteurteams in brillanter Zusammenarbeit mit den Größen der Aerodynamik, allen voran Dr. Werner Würz von der Uni Stuttgart, aber auch Prof. Dr. Mark Maughmer aus USA und Jan Himisch vom DLR. Wert legten wir aber auch auf den Rumpf. Nicht nur um die harten Sicherheitsforderungen der neuen CS-22 Bauvorschrift abzudecken, sondern auch um aerodynamische Details zu berücksichtigen und hohe Ansprüche an Ergonomie umzusetzen. Und nicht zuletzt wollten wir auch etwas für das Auge schaffen :-)
 
RR: Zu Zeiten Klaus Holighaus, Gerhard Waibel und Wolf Lemke waren es ja immer geniale Konstrukteure und Denker, die ein neues Flugzeug 'im stillen Kämmerlein' auf den Weg brachten. Hat sich da nun an der Art und Weise, wie ein neues Flugzeug entsteht, in Zeiten OLC und Internet etwas geändert?
 
SH: Das stille Kämmerlein gibt es nach wie vor, aber die Möglichkeiten von OLC und Internet helfen uns gewaltig und machen einfach auch Spaß. So ermöglichte uns eine umfassende Analyse von unzähligen Loggerdaten herauszufinden, wie die Flugzeuge aus aerodynamischer Sicht beim modernen Streckenflug tatsächlich bewegt werden und welche Kenngrößen maßgeblich für eine Erhöhung der Überlandfluggeschwindigkeit entscheidend sind. Als Ergebnis kam ein ganz neues Rechenmodell heraus. Im Gegensatz zu früher beruht dies aber nicht mehr nur auf wissenschaftlichen Annahmen sondern auf ganz realen Daten, so wie wir Segelflieger eben fliegen! Das Resultat war überaus überraschend für uns und warf unsere ursprünglichen, traditionellen Flügelauslegungsüberlegungen gewaltig über den Haufen. Insbesondere der immer wichtiger werdende Geradeausfluganteil konnte hier durch nicht zu knappe Flügeltiefen, sauber darauf abgestimmter Profile und extremer Flügelgeometrie besonders berücksichtigt werden. Und gerade letzteres wirkt sich ausgesprochen positiv auch auf die Kurbeleigenschaften aus.
 
RR: Zwei Kriterien sind ja für ein Flugzeug entscheidend: Einmal ist es natürlich die Leistung, aber zum Zweiten sind natürlich ausgewogene Flugeigenschaften gefragt, um bei einem über den ganzen Tag andauernden Flug die Leistung auch umzusetzen. Inwieweit hat sich hier der neue Ventus gegenüber seinem Vorgänger abermals verbessert?
 
SH: Gerade die extreme Flügelgeometrie, aber auch die durchaus üppig dimensionierten Ruder verhelfen dem Flugzeug zu einer noch nie so verspürten Agilität. Dabei vermittelt einem das Flugzeug Verlässlichkeit und Sicherheit. Auch bei den heftigen Turbulenzen während der ersten Flüge am Hang hat man mit der rund abgestimmten Steuerung immer das beruhigende Gefühl, alles im Griff zu haben - der neue Ventus macht genau das, was man will. Erstaunlich dabei ist, wie viel Feedback man erhält. Sehr feinfühlig und mühelos lassen sich so die schwierigsten Aufwinde zentrieren. Gerade bei langen Flügen oder bei komplizierten Wetterbedingungen dürfte das nochmals eine erhebliche Entlastung für den Piloten darstellen - ganz abgesehen davon, dass es einfach Spaß macht :-)
 
RR: Obwohl noch nicht auf dem Markt eilt dem neuen Ventus schon der Ruf voraus, dass das Platzangebot wegen des eben schmalen Rumpfes sehr begrenzt ist. Was ist denn nun an diesen Gerüchten dran und wie muss man konstituiert sein, um einen ganzen Tag entspannt im neuen Ventus zu fliegen?
 
SH: Interessant, was die Gerüchteküche schon so wieder alles zu bieten hat ... ;-) Es ist richtig, dass der Rumpf von außen sehr schlank wirkt. Tatsächlich haben wir aber enorm viel Augenmerk darauf gelegt, dass man als Pilot angenehm Platz hat und trotzdem eins mit dem Cockpit wird. Durch die neue Bauvorschrift waren wir gezwungen, den Rumpf strukturell ganz neu zu konzipieren. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und dabei auch gleich den Innenraum völlig neu gestaltet. Dabei haben wir intensiv die an uns herangetragenen Erfahrungen und Wünsche der Piloten berücksichtigt und an einem Mock-Up unzählige Veränderungen vorgenommen. Auch die großen Leute stiegen bisher alle mit einem überraschten Lächeln aus.
 
RR: Wie sind die Pläne von SH, dass der neue Ventus in 2016 bei hochrangigen Sportveranstaltungen zeigt, was er kann?
 
SH: Bis die zentralen Wettbewerbe anfangen und bis wir mit der erforderlichen Flugerprobung so weit sein werden, stehen zunächst ausgiebige, schöne Überlandflüge ganz oben auf dem Programm - die OLC Community kann sich also schon mal freuen. Mittelfristig wichtigstes Ziel sind für uns die Weltmeisterschaften Anfang 2017 in Australien, an der wir uns mit einer ordentlichen Anzahl neuer Flugzeuge messen lassen wollen.
 
Der OLC gratuliert dem Team von Schempp-Hirth zum neuen Flugzeug.
Vielen Dank für dieses Interview!
 
Eric Scharfenort (OLC Magazin)
 
Sunday, 17. January 2016
LSG-Segelflieger Mannschaft des Jahres in Bayreuth

Die Bundesliga-Mannschaft der LSG Bayreuth in Ballkleidung bei der Überreichung der Siegertrophäe, von links: Sportamtsleiter Christian Möckel, Torsten Ernstberger, Sportchef des Nordbayerischen Kuriers, Mathias Mühlbacher, Vorsitzender der Sportgruppe Segelflug in der LSG, LSG-Pressesprecher Daniel Große Verspohl, Heiko Hertrich, Manisha Große Verspohl, Martin Brühl, 2. Vorstand Martin Fendt, Johannes Baier, Georg Baier, Teammeteorologe Lothar Schmidt, Bernd Löser, Ernst Pittroff, Ausbildungsleiter Matthias Rohnke und Teamkapitän Andreas Baier.

Die Segelflieger der Luftsportgemeinschaft Bayreuth haben die Wahl zur Mannschaft des Jahres in ihrer Heimstadt gewonnen. Ausschlaggebend war der Gewinn der Segelflug-Bundesliga 2015 und der World League. Beim Ball des Sports am 16. Januar hatte die Mannschaft ihren großen Auftritt vor der versammelten Sportprominenz der Stadt.
„An den Segelfliegern der LSG Bayreuth führte beim Überblick über die Ergebnisse des Jahres 2015 einfach kein Weg vorbei.“ beschrieb der Nordbayerische Kurier in seiner Samstagsausgabe die Lage in der Jury. „Was kann man mehr verlangen, als einen Weltmeistertitel?“ zitiert die Zeitung den Stadtrat und Jurymitglied Siegfried Zerrenner.
Dabei hat die Jury nicht allein entschieden: Auch die Leser des Nordbayerischen Kurier waren aufgerufen, per Televoting ihre Stimme abzugeben. Aus Quellen der Jury heißt es, die Segelflieger seien auch dabei schon immerhin auf dem dritten Platz gelandet. Das bedeutet, dass die LSG mindestens drei der fünf vor größerem Publikum spielenden Mannschaften (Basketball, Eishockey aus Bayreuth und Pegnitz, Fußball, Handball) hinter sich gelassen haben muss. Zur Wahl standen neun Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet des Nordbayerischen Kuriers.
Überreicht wurde der Preis im Rahmen des diesjährigen Ball des Sports, dem jährlichen Get-together der Bayreuther Sportlerfamilie. In die ausverkaufte Stadthalle war die gesamte Bayreuther Sportelite flankiert von Kommunalpolitikern und Vertretern der Universität gekommen. Deren Sportökonomen hatten den Ball gemeinsam mit dem Sportkuratorium Bayreuth organisiert. OB Brigitte Merk-Erbe gehörte als Vorstand des Sportkuratoriums daher auch zu den ersten Gratulanten auf der Bühne.
Mit auf der Bühne waren neben den gewerteten Piloten alle anwesenden aktiven Mitglieder. Dem engeren Kreis des Bundesliga-Teams war es wichtig, auch alle mit einzubeziehen, die am Boden und organisatorisch mitgeholfen haben, sie in die Luft zu bringen. Durch das offene Wertungssystem ist außerdem jedes der anderen Mitglieder ein potenzieller Bundesliga-Pilot.
Ohne Segelflug-Bundesliga wäre dieser Erfolg undenkbar gewesen: Durch die wöchentliche Berichterstattung in der Zeitung, letztes Jahr auch flankiert z.B. durch einen Erlebnisbericht über ein „Probe-Training“ des leitenden Sportredakteurs, ist der Segelflug in Bayreuth stark ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Angesichts der sportlichen Erfolge rühmt sich das Bundesliga-Team schon seit vielen Jahren, die beste Sportmannschaft der Stadt zu sein. In einer ersten Liga spielen ansonsten nur die Bayreuther Basketballer. Eine Weltliga gibt es nur im Segelfliegen, weswegen eigentlich jede Segelflugmannschaft in ihrer Stadt die höchstklassigste Sportmannschaft sein müsste. Für die Mannschaft des Jahres hat es trotzdem erstmals heuer gelangt – dem musste schon ein Bundesliga-Sieg vorausgehen.
 
Daniel Große-Verspohl
 
Thursday, 31. December 2015
Happy New Year - to New Zealand’s Early Birds and to the the World of Soaring
The first half of the Southern Soaring Season is now over. While some Northern pilots are lucky to be able to experience some quick winter waves, glider pilots on the southern Hemisphere are enjoying full summer. In Africa's paradises numerous European and some North American guests take advantage of the thermal season, Australia’s famous fields host World Championships, and in New Zealand a number of pilots is also busy exploring the Southern Alps.
They will hopefully be the first to launch into the New Year 2016! So far the best flight of NZ's 2016 season was achieved on November 14 by a Junior Pilot: On “a great wave day everything had lined up perfectly to make it an easy flight” for Alex Mc Caw. After launching at famous Omarama, he scored almost 1050 points in a little over six hours, flying “an old Standard Cirrus”! Wow!
From fourteen different airfields, all across New Zealand seventy three pilots have so far scored OLC points, but not all of them are “Kiwis”… The current local OLC-Champion is a passionate North American glider pilot: Keith Essex, member of the Minden Soaring Club, who usually flies in the States, arrived two months ago in Omarama and has already logged 150 hours. These overall scores will be hard to beat. With more than 4300 points in OLC’s Champion scores he is far ahead of second placed local pilot Max Stevens (2600 points).
Keith, who learned soaring as an add on to his commercial helicopter rating in 2002, really got into things in 2013. His first OLC flight ever was a big ride at the “Dust Devil Dash” in the fall of 2013. The rules for this legendary Western "End of Season Race" are fairly easy: Fly as far as you can! Keith won the 2013-DDD by flying 650 km from Tehachapi at the Southern end of the Sierra Nevada out to Austin in the middle of Nevada’s Great Basin. He decided to spend some time off in Bitterwasser, Namibia during the winter time to get some more practice.
After his second Northern season in 2014, the pilot who earns his living with a helicopter business in Alaska, first explored New Zealand. After his third full year season he became the busiest pilot of OLC’s 2015 season, logging 58,071 km in 81 flights, and placed second worldwide in OLC-Plus as well as in the Speed Scores. During the northern summer Keith won the open class at the Region 8 Championships in Washington State and is now aiming at the National US-Championships in 2016. If you want to learn more about his soaring, Keith comments every single flight and thus happily smiles with OLC’s scores .
Happy New Year to those who get up at first light Far East, to Australia, Africa, ... and of course to the Rest of the World! OLC whishes you always happy landings in 2016!
 
Text: Elke Fuglsang-P. (OLC Magazine)
Pictures: Deb Essex
 
Here is New Zealand's best flight by Alex McCaw. Keith Essex and Graham Parker after landing in Omarama. Keith happily smiling into the Southern Sun.

 

Friday, 18. December 2015
Australia’s Top 2016 Flight: Jenny Ganderton achieves her first 1000+ OLC points
Have a look at Jenny's Top Flight here.
A week before Australia’s summer solstice Jenny Ganderton enjoyed her best flight ever and is currently placed first on OLC’s Australian Champions’ scores. On December 13 the ASH 26E pilot declared an 800 km FAI Triangle: Lake Keepit - Goondiwindi - Lightning Ridge and back to her home base Lake Keepit. She achieved it, and got even more than that!
“I did not plan the flight very long in advance… the same morning. But we knew the day before that it would be soarable early.” The first good clouds popped up over Lake Keepit at 9 am already. “I could have started earlier.” Jenny skipped the club briefing to prepare her glider. “A self launcher is invaluable. You don't have to wait for the tug to be ready!” Launching at 10 am she had an easy start under a 5000 ft cloud base, already forming streets. “Then there was a difficult bit, but closer to Goondiwindi it got better and better. Clouds the whole way!” The sky got higher and higher as the day went on. In Queensland the clouds were towering, but not overdeveloping until Jenny had made her turnpoint.
Jenny focused on making the best speed she could to achieve her declared goal: “I could hear the others on the radio, and I was determined that they wouldn't catch me up. But it was nice to have company, even if 200 km behind.” By the time she got to Lightning Ridge it was so good, she decided to fly 25 km further. “It was still only 3.30 pm.” Jenny had a good run back home and enlarged her task to go to Quirindi, still keeping final glide to Lake Keepit: “That gave me 970 km by the time I got back home.” In the end she tried hard to get the last 30 km in by gliding away from the airfield as far as possible. Jenny fell 4 km short...
1095 OLC points for a great triangle on a “day of almosts”! When she and her club buddy Bob Dircks announced their landings their friends scared the Kangaroos off the runway to make sure the top pilots had a safe return. Bob placed  second and scored 993 OLC points for 764 km in a Standard Libelle!
For years Jenny had tried to do a declared FAI 750 km. She finally achieved it in 2013. “Last year I managed another two, one of which came out to be 800 km on the OLC.” She explains: “To the east of our airfield there are hills, to the west a forest, and to the north wide flat plains. You have to plan your tasks not to go over the unlandable stuff unless you are very high. To the south of our field there is a ‘mountain’ range and often the weather is quite different on the other side, so you have to be careful on long flights.”
This year Jenny's goal is a 1000 km flight. The ambitious pilot, who has been flying sailplanes for over 20 years, is now practicing flying faster to make it possible. “I am delighted with my December 13 flight, it is a personal best on many counts. Many others in our club did spectacular flights too, the only reason I did better was because I launched earlier. It's a shame that I didn't get the 1000 km. It just means I still have a goal to chase… That's the great thing about gliding; there is always another goal to try to achieve!”
 
Text: Elke Fuglsang-P. (OLC Magazine)
Pictures: Jenny Ganderton
 
Lake Keepit, often under blue skies ... Jenny focuses on flying fast. Good clouds mark the way to go.

 

Sunday, 04. March 2012
Alpenflugsymposium: Archaeopteryx - per Fußstart zu neuen Abenteuern
Rogger Ruppert erklärt die Entwicklung des Archaeopteryx
Der Pilot hievt sein Fluggerät nach oben, sein Oberkörper befindet sich im Cockpit. In der Hand hält er den Steuerknüppel. Nun fängt er an den Berg hinab zu laufen. Nach nur wenigen Schritten trägt die Fläche, er schwingt sich nach oben, zieht die Beine ein und sitzt im Cockpit. Es ist weder Drachen noch Segelflugzeug, irgendetwas dazwischen. Es ist ein Archaeopteryx.
Enwickelt hat dieses Fluggerät der Schweizer Roger Ruppert, der sich damit seinen persönlichen Traum von Fliegen erfüllte. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck stellte er seine Entwicklung vor.
Von der Idee bis zur Serienfertigung vergingen einige Jahre. Mit den ersten Erprobungen begann Roger schon 1999, 2009 wurde die Serienversion entwickelt und 2010 schließlich das erste Modell an einen Kunden ausgeliefert.
Der Archaeopteryx will nicht mit Drachen oder Segelflugzeug konkurrieren. „Es ist kein Konkurrenzprodukt“, erklärt Roger. Mit dem Archaeopteryx eröffne sich eine ganz neue und sehr reizvolle Art des Fliegens.
Die Konstruktion besteht aus Kohlefaser, die Flächen sind mit Polyester bespannt. Nur so konnte das gewünschte Gewicht eingehalten werden – das Fluggerät wiegt nur 54 Kilogramm. Damit steige er selbst in geringster Thermik. Gesteuert wird aerodynamisch mit einem Sidestick, Seitenruderpedalen und Wölbklappe.
Die Mindestgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h, maximal können 130 km/h geflogen werden. Dabei lässt sich der Archaeopteryx sehr eng kurbeln, der Radius beträgt dann nur 15 Meter.
Roger lobt die sehr gutmütigen Flugeigenschaften und die Möglichkeit langsam und sehr präzise zu fliegen. So können selbst bei geringster Thermik Streckenflüge absolviert werden.
Beeindruckend dabei ist die Gleitzahl, die mit 28 deutlich über den Leistungen von klassichen Hängegleitern liegt. Inzwischen werden die mit dem Archaeopteryx geflogenen Strecken immer größer, knapp 500 Kilometer wurden schon erreicht.
In die Luft kommt man entweder per Fußstart, Winden –und Autoschlepp, oder auch per F-Schlepp mit einem Trike. Die Grundidee liege aber beim Fußstart, da dieser schon Teil des Fluges sei und dieses Ur-Gefühl des Fliegens vermittle, erklärt Roger. Gelandet wird entweder auf dem Fahrwerk oder auf den Füßen. Passive Sicherheit bietet ein eigens entwickeltes Gesamtrettungssystem.
Zerlegt wird der Archaeopteryx ähnlich wie ein Segelflugzeug und kann genauso alleine aufgerüstet werden.
In Deutschland ist das Flugggerät als UL-Segelflugzeug zugelassen. Der OLC wird den Archaeopteryx zukünftig auch in die Segelflugwertung mit aufnehmen.
 
Ein Video vom Fußstart mit dem Archaeopteryx gibt es hier
 
(ES)
EN
Friday, 02. March 2012
The Sierra Wave Season is open: Jim Payne catches a big one
Have a look at Jim’s latest 1,800+k here.
Some would call February 29th the most useless day of a year. Others watch out for the weather and take advantage of having one more day of OLC scoring in 2012. Early that morning, Jim Payne and his co-pilot Dennis Tito pulled the all prepped DG 1001M out of the hangar at Rosamond Skypark and launched for an 11-hour flight.
Jim explains: “The forecast issued on Feb 23 showed the proper wind direction and strength for wave. It hardly changed as time marched to Feb 29. The day went as planned. The wave was generated by a strong frontal system that was moving south, so we hoped the front would not come south as fast as it did, but we will not complain.” Knowing about the weather conditions, Jim had already flown the DG solo from Crystal on Feb 25th and so staged it for the wave mission. He had everything prepared and was ready to go.
The morning of the last day in February 2012 started mostly blue. Wind speeds at 60 to 75 knots were a little higher than optimum and became even stronger late in the day with as much as 82 knots in 20,000 feet. As the day progressed it gradually got cloudier and good rotor clouds marked the way in the afternoon. Late in the day the cap cloud north of Lone Pine extended almost half way across Owens Valley. 
Jim tells he never gets tired of flying in the wave: “I would not say it was a special wave. No two waves are identical. There were times that an inexperienced pilot could get in trouble but we avoided the traps.” The February 2012 expedition was his 35th flight of at least 1,000 km. “It takes a lot of planning and preparation to stay warm and oxygenated and it is nice to have a good co-pilot to share the long missions!” The crew, the glider and the ground team were ready for the long flight: Their DG is equipped with FAR compliant strobes, nav lights, and landing light. Joshua Approach and Oakland Center were very helpful. A “Sage 2 clearance” was necessary to operate in the area defined by the Isabella and Owens Military Operating Areas up to FL 290. IFR clearances were provided for the first and second trips north.
 
Elke Fuglsang-Petersen
 
Jim’s photo for the
"Chamber of Commerce"
Near Lone Pine looking north
toward Bishop, California
The mighty Sierra Nevada

 

Friday, 02. March 2012
Saisonauftakt bei den Segelfliegern - traditionelles Trainingslager in Südfrankreich
Auftakt der Segelflugsaison für die heimischen Piloten in den französischen Seealpen
Inzwischen schon traditionell packen die Königsdorfer Segelflieger Anfang März einige ihrer Flugzeuge in die Transportanhänger und ziehen sie die ca. 1000 Kilometer nach Südfrankreich. Während es hierzulande zum Teil noch recht kühl und auch noch schneit oder regnerisch ist, hat die Sonne in der Provence um diese Jahreszeit bereits so viel Kraft um hervorragende Thermikbedingungen für die Segelflieger zu schaffen.
Armin Behrendt (47), Flugkapitän bei der TUI Fly startete bereits Mitte letzter Woche Richtung Süden, während Mathias Schunk, 46-jähriger Flugkapitän bei der Lufthansa am Wochenende, nach seinem Rückflug aus Sao Paulo weiter nach Marseille geflogen ist, wo ihn Vereinskamerad Behrendt vom Flughafen abholte. Jens Ammerlahn musste dagegen leider kurzfristig seine Teilnahme absagen.
An dem Trainingslager, welches in St. Auban, dem Austragungsort der Segelflugweltmeisterschaften 1997, ca. 100 km nördlich von Marseille stattfindet, nehmen außerdem noch weitere zehn Piloten aus ganz Deutschland teil, unter ihnen auch namhafte Nationalmannschaftsmitglieder und Teilnehmer der nächsten Segelflugweltmeisterschaften. Das Wetter erlaubt um diese Jahreszeit meistens bereits die ersten größeren Streckenflüge für die Vereinswertung in der Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug, bei der sich die Königsdorfer für 2012 wieder die Goldmedaille zum Ziel gesetzt haben, welche sie zuletzt im Jahre 2009 erfliegen konnten. Die Streckenflüge führen im Süden bis an die Cote d`Azur und im Norden bis zum Mont Blanc mit Streckenlängen von zum Teil über 600 km.
 
(pm)
 
Thursday, 01. March 2012
Alpenflugsymposium : Red Bull X-Alps - das härteste Gleitschirmrennen der Welt
Das Red Bull X-Alps Team:
Paul Guschlbauer (links) und Freundin Sara.
Fliegen und Laufen am Limit , keine Erholung, keine Pause – das ist das Red Bull X-Alps. Der Österreicher Paul Guschlbauer beendete seine Premiere beim wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt mit Platz 3. Beim Alpenflugsymposium in Innsbruck ließ Paul das Publikum mit Fotos, Videos und persönlichen Erfahrungen an seinem Weg nach Monaco teilhaben.
Zu Fuß und mit dem Gleitschirm galt es eine 864 Kilometer lange Strecke von Salzburg nach Monaco zurückzulegen. Die Regeln sind streng, erlaubt sind nur fliegen und laufen. Nach der Landung muss der Weg zum nächsten Startplatz zu Fuß zurückgelegt werden. 
Der erste der 30 ausgewählten Athleten, der in Monaco ankommt, gewinnt das Rennen. Die Dauer ist auf 21 Tage beschränkt. 48 Stunden nachdem der Sieger im Ziel angekommen ist, wird das Rennen beendet. Seit 2011 gibt es eine neue Regel: Die Athleten müssen am Tag mindestens 5 Stunden Ruhepause einlegen.
Die Teilnehmer sind alle Piloten mit langjähriger Erfahrung - denkt man. Doch Paul ist im Gleitschirmsport noch gar nicht so lange dabei.
Der 28-Jährige ist erst seit sieben Jahren mit dem Gleitschirm unterwegs. Das Red Bull X-Alps verlangt aber nicht nur fliegerisches Können, vor allem sportliche Ausdauer ist gefragt. Da kann der trainierte Österreicher gut mithalten. Er betreibt eine Vielzahl an Sportarten. Dazu gehören beispielsweise Klettern, Slacklining und Langlaufen.
Paul begann mit dem Mountainbiken, fuhr schon im Kindesalter Rennen. Doch irgendwann wurde ihm das zu langweilig – etwas Neues musste her. Eher zufällig sah er zu dieser Zeit zum ersten Mal das Red Bull X-Alps. Die Entscheidung war damit gefallen. Er begann mit dem Gleitschirmfliegen. Den Grundkurs absolvierte er 2005. Und Paul zeigte Talent - Nur sieben Jahre später ist er Gleitschirm-Testpilot und nimmt am wohl härtesten Gleitschirmrennen der Welt teil. Sein Beruf ermöglichte ihm auch, eigens für das Rennen einen Schirm und möglichst leichtes Gurtzeug zu entwickeln.
Ein Team beim Red Bull X-Alps besteht immer aus zwei Leuten – dem Piloten und seinem Supporter. Bei Paul übernahm dies Freundin Sara, die mit einem Begleitfahrzeug unterwegs war, in dem auch übernachtet wurde. Per GPS-Tracking konnte sie jederzeit Pauls aktuelle Position bestimmen.
Das Rennen an sich beschreibt Paul als extrem anstrengend. Neben dem Kampf mit sich selbst, fordert jeden Tag aufs Neue der Kampf mit dem Wetter. Der Pilot muss entscheiden ob er fliegt, oder es besser sein lässt. Dabei können solche Entscheidungen Sieg oder Niederlage ausmachen. Am zweiten Tag sei Paul 90 Kilometer zu Fuß gegangen, da das Wetter keine Flüge zuließ. Das wichtigste sei seinen eigenen Rhythmus zu finden und dabei  nicht ständig auf die Platzierung zu schauen. Nur so habe er aus körperlichen Tiefs hinausgefunden. „Sehr wichtig ist es sich selbst zu kennen“, erklärt Paul.
So manche Vorgehensweise ließ die Segelflieger im Publikum staunen. Beispielsweise nehme man lieber eine Landung am Berg in den Büschen in Kauf, anstatt ins Tal abzugleiten und den Berg wieder hoch laufen zu müssen, erzählt Paul. Nach etlichen kraftzehrenden Etappen war für Paul dann kurz vor Monaco Schluss. Das Wetter ließ es einfach nicht zu die notwendige Höhe zu erreichen, um nach Monaco abzugleiten.
Insgesamt ist Paul 33 Stunden geflogen und hat 59 000 Höhenmeter bewältigt. Trotz aller Anstrengung hatte er viel Spaß am Rennen. Bei grenzwertigem Wetter starten, einfach losfliegen und dann kommt die Sonne raus - solche Momente lassen ihn alle Anstrengungen vergessen.
 
Hier gibt es ein Video über Paul und das Red Bull X-Alps.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
OLC goes Social Media - Folgt uns auf Facebook
Soziale Netzwerke sind schon lange keine Eintagsfliege mehr. Facebook etwa hat sich zum festen Bestandteil unserer Kommunikation entwickelt. Auch der OLC verschließt sich dieser neuen Kommunikationsformen nicht. Seit einiger Zeit ist auch der OLC auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Schon wenige Stunden nach Freischaltung der Seite konnten wir eine Großzahl von Fliegern begrüßen. Mittlerweile haben schon 529 OLC-Fans aus der ganzen Welt auf "gefällt mir" geklickt. Auf dieser Seite gibt es für Facebook-User tagesaktuell Berichte zur BUNDESLIGA-Runde, die Quali-Liga, Wettervorschau zum Wochenende, interessante Berichte aus den Vereinen zu den Liga-Runden, Pilotenportraits, Infos zu Veranstaltungen, Hersteller-Infos und vieles mehr. Über unsere Facebook-Seite bleibt ihr stets darüber informiert, was es im OLC-Magazin neues gibt.
 
Schaut mal rein und werdet unser Fan auf Facebook.
Hier geht es zur Facebook-Seite des OLC.
 
(ES)
Wednesday, 29. February 2012
DG Piloten-Info März 2012
Foto des Monats:
   DG-500 im Berner Oberland
DG-Flugzeugbau präsentiert euch die neueste Ausgabe der "DG Piloten-Info". Wie angekündigt gibt es an dieser Stelle regelmäßig Infos aus dem Hause DG. Der "Artikel des Monats" ist im März: " Ursula Hänles Kleine Fiberglas Flickfibel"
Weitere Themen der DG Piloten-Info sind:
1. Wir gratulieren Terry Cubley und Jean Marc Perrin.
- Terry Cubley zu seinem 1. Platz bei den Australischen Meisterschaften 2012 auf einer DG-1000
- Jean Marc Perrin zu seinem Flug in Argentinien über 2.227 Kilometer
2. TM's für alte LS-Flugzeuge
- Zur Nachrüstung eines Hauben-Sicherungsstiftes (Rögerhaken) mit einem zusätzlichen Haubenaufsteller  - verbindlich für LS1 / LS3 / LS4 / LS6 / LS7
3. Interview mit Holger Back
- zum Thema des Betreuungsvertrages
4. Ein schönes Video über Kunstflug mit der DG-1000
5. DG-200 - Bibliothek des Magazins Segelfliegen
 
Hier geht es zur Piloten-Info.
 




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06. February

Neuer Ventus - Interview

Österreichischer Segelfliegertag
17. Oktober 2015
Flugplatz Niederöblarn
Präsentation: Die OLC Segelflug-Liga
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