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Samstag, 22. April 2017
Hastige DFS-Aktion: Kurzfristige Einrichtung eines markanten Beschränkungsgebietes inmitten des Bayerischen Waldes
Ein fataler Planungsfehler:
Die 'ED-R Freyung'
Am 20. April wurde von der DFS die ‘Bekanntmachung über die vorübergehende Festlegung eines Gebietes mit Flugbeschränkungen anlässlich einer militärischen Übung‘ mit sofortiger Gültigkeit veröffentlicht. Das Beschränkungsgebiet heißt ‘ED-R Freyung‘ und geht bereits am 3. Mai in Betrieb; zunächst in zwei Abschnitten: 3.-5.5. und 8.-10.5. Wie man aus gut unterrichteten Kreisen hört, sollen in dem Gebiet Drohnen erprobt werden.
Der OLC hält die Errichtung eines derartigen Gebietes an diesem Ort und mit dieser Kurzfristigkeit für eine fatale planerische Fehlleistung, da die Area exakt inmitten einer der markantesten europäischen Segelflug-Rennstrecken liegt und dabei die entsprechenden Verkehrsflüsse komplett ignoriert wurden.
In der unten beigefügten OLC Flugspuren-Analyse vom Mai 2016 ist genau zu sehen, wie die Mitte des Beschränkungsgebietes (roter Punkt) exakt auf einem Thermik-Highway liegt – dies beweist einen eindeutigen Planungsfehler.
Was die Fristigkeit betrifft, so ist es absolut ausgeschlossen, dass hier all die zahlreichen Nutzer aus Österreich und der Tschechischen Republik über diese einschneidende Maßnahme eines international genutzten Segelfluggebietes ausreichend informiert wurden.
Kollisionen mit Segelflugzeugen, durch beispielsweise außer Kontrolle geratene Drohnen, sind dann unter den gegebenen Umständen geradezu provoziert.
Am Beispiel der Einrichtung der ‘ED-R Freyung‘ wird der Eindruck gewonnen, dass die Sachkenntnis bei DFS und BMVg über die Segelflug-Verkehrsströme, gerade in diesem Gebiet und zu der Jahreszeit, offensichtlich gefährdend mangelhaft sind.
Der OLC jedenfalls wird sich bemühen, in Anbetracht der außerordentlichen Gefahren für den Segelflugverkehr, die Inbetriebnahme eines derartigen Gebietes an diesem Ort zu verhindern - wenn es sein muss, auch mit Rechtsmittel.
 
Hier als PDF öffnen.
OLC-Flugspuren vom Mai 2015, der rote Punkt
kennzeichnet die Mitte der 'ED-R Freyung', weiße Linien
in der Karte weisen auf außerordentlich
starken Segelflug-Verkehr hin.

 

Freitag, 21. April 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 21.04. 2017 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Die Kaltfront eines Tiefs über Finnland schwenkt im Laufe
des Tages von Norden nach Süden und erreicht in der zweiten
Tageshälfte das Alpenvorland. Im Bereich der Front ist eine
wolkenreiche Luftmasse wetterbestimmend. Postfrontal wird
Meereskaltluft polaren Ursprungs von Norden her nach Deutschland
gelenkt. Diese ist, bevorzugt im Nordosten, leicht labil geschichtet.
SONNTAG: Reste der Kaltfront liegen noch am östlichen Alpenrand. Rückseitig setzt sich in Deutschland leichter Hochdruckeinfluss durch. An der Ostflanke eines Hochs, das sich von Nordfrankreich bis nach Irland erstreckt, strömt weiterhin Meereskaltluft polaren Ursprungs aus Nordwesten ein. Im Norden und Osten Deutschlands werden in leicht labiler Luft noch Schauer erwartet.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, die allerdings durch Überentwicklungen gestört ist und aufgrund des kräftigen Nordwestwindes zerrissen sein wird.
Am SONNTAG überwiegend nur mäßige Wolkenthermik, die durch Überentwicklungen, im Westen und Südwesten durch Ausbreitungen gestört ist und aufgrund des kräftigen Nordwestwindes zerrissen sein wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Für den Vormittag wird keine Thermik erwartet. Erst am Nachtmittag mit Kaltfrontpassage und Bewölkungsrückgang und Übergang zu aufgelockerter Quellbewölkung stellt sich im Norden mäßige bis gute Thermik ein. Diese wird teils durch Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: Vor allem im Süden und Westen mäßige bis gute Wolkenthermik, nach Norden und Osten zu wird die mäßige bis gute Kaltluft-Thermik vielfach durch abschirmende Bewölkung und örtliche Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG ist, bedingt durch den Kaltfrontdurchgang, nicht mit nutzbarer Thermik zu rechnen. Lediglich im Bereich der Schweizer
Alpen kann sich gute Wolkenthermik entwickeln.
Am SONNTAG kann mit klassischem Rückseitenwetter, allerdings mit örtlichen Ausbreitungen und Nordstau am Alpenrand, gerechnet werden. Die Basishöhen steigen im Flachland bis etwa 1800m NN an, die Steigwerte sind bei Einstrahlung gut bis sehr gut.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

Donnerstag, 20. April 2017
SFG Giulini trotzt den Schneeschauern
Geht doch
Die Liga startet mit schwierigen Bedingungen. Der Samstag war chancenlos, also musste der Sonntag die erhofften Flüge bringen. Bei 8/8 Bedeckung, eingelagerten Schauern und bis zu 35 km/h Wind sah dies vormittags aber auch nicht rosig aus. Dieter Bartek (LS-4WL, UY) startet um 13:30 Uhr von Dannstadt aus und konnte zunächst eine Linie über dem Pfälzer Wald nutzen, bevor er zum Odenwald flog.
Charly Müller (Ventus ct, CS) und Uwe Melzer (LS--4WL, UWE) flogen beim Hockenheimer Wettbewerb. Charly holte vor dem Abflug schon wichtige 40 Kilometer. Uwe startete nach der Neutralisation seiner Klasse und schaffte gerade soeben die Mindestwertungsstrecke zwischen den Schneeschauern. Es war mal wieder "gerade so", sah wettermäßig insgesamt ziemlich schlecht aus, ging dann aber doch und zauberte ein Grinsen in die Gesichter der Piloten. Platz 8 und die ersten 13 Punkte waren neben tollen Bildern die Belohnung für die kalten Füße. 
 
Uwe Melzer
 
Vorne Schnee
Rechts Schnee Links Schnee

Mittwoch, 19. April 2017
Pech im Unpech bei der LSG Fallersleben
Schön war es schon, dass wir in Ummern an Ostern überhaupt überland fliegen konnten.
Ich weigere mich aber, bei diesem späten Wintereinbruch von Wetterglück zu sprechen; nennen wir es lieber Wetter-Unpech. Da Samstag in der Heide nichts ging, hofften die Ligapiloten der LSG Fallersleben und der LSV Altkreis Isenhagen gemeinsam auf den Sonntag. Der Sonntag begann aber in Ummern mit „relativem“ Pech, vormittags zogen mehrere Schauer über den Platz und hielten die ausharrenden Piloten beider Vereine in der warmen Flugleitung fest.
Gegen Mittag wurde dann ein längeres Wetterfenster zum Ausräumen und Aufbauen genutzt. Durch technische Probleme reduziert schickten beide Vereine nur je zwei Flugzeuge in den mit Schauern durchsetzten Himmel. Für die LVI waren Bernd Meindermann (LS1f) und Thomas Quindel mit Lothar Kaps als Co (DuoDiscus) am Start, die LSG war durch Johan Vanhoyland (Discus bt) und Benno Beesten (Nimbus 4M) vertreten.
Alle Piloten flogen zunächst gegen den Wind Richtung Nordwesten. Dabei konnten anfangs noch schöne Aufreihungen genutzt werden. Bei Soltau war die Schaueraktivität so ausgeprägt, dass alle wendeten. Mehrere Flugzeuge zeigten deutlichen Eisansatz, der sich aber glücklicherweise bald wieder auflöste. Beim Rückweg war ein ausgeprägter Schauerslalom angesagt, wollte man nicht vorzeitig landen. Bernd erreichte bei seiner frühen Landung wenigstens den Startflugplatz, was nicht jedem unserer Nachbarn gelang. Während der Duo weiter seine Bahnen über der Lüneburger Heide zog, steuerten Johan und Benno das weniger überentwickelte Gebiet um Salzwedel an. Auch hier galt es etliche Schnee- oder Graupelschauer zu umfliegen. Dabei hofften die beiden LSG-Piloten, dass sich im Tagesverlauf eine Lücke Richtung Heimat auftun würde; tat sie aber nicht. So mussten beide auf ihre Klapptriebwerke zurückgreifen, um die letzten Kilometer des Heimwegs zu überbrücken.
Da die meisten Vereine an Ostern noch mehr Wetterpech hatten, reichten die beiden „späten“ LSG-Flüge für 13 Ligapunkte. Bei den LVI-Flügen verhinderte ein Datumsfehler des Hauptloggers eine Ligawertung des Duo-Flugs und Bernd erkämpfte allein 6 Ligapunkte.
 
Benno Beesten
 
Nur zwei LSG-Flugzeuge am Start Viele Schauer schon vor dem Start Phasenweise „gute“ Aufreihungen

 

Mittwoch, 19. April 2017
Ligafliegen in Königsdorf bei PFD null...
Hochmotiviert fieberten die Junioren des SFZ Königsdorf der ersten Runde entgegen. Teambuilding Massnahmen und ein Bundesliga Theorie Seminar wurden in Vorbereitung zum Ziel Titelverteidigung im Winter abgehalten. Dazu kommt natürlich das Ziel der Titelverteidigung in der internationalen Alpenliga und dem damit möglichen Hattrick. Dementsprechend demotivierend waren die Wetterprognosen für das erste Liga Wochenende. Während die Lage für Sonntag absolut hoffnungslos war, hatte man bei übereinstimmenden Prognosen von null PFD der diversen Modelle, für Samstag geringe Hoffnung in den Westwind und den kurzen, ca 12 km langen Hangrücken zwischen Blomberg und Kesselberg gesetzt, um evtl. zumindest eine Mindestwertung von 50km zu schaffen.
Kurz nach 10:00h (um vor der Regenfront fertig zu sein) starteten dann Nikolai Wolf, Vincent Heckert und Jan Kleu, in der Hoffnung auf Hangwind. Während sich Nikolai und Vincent in ca. 1400-1600m einigermaßen halten konnten und die Mindestwertung von 50km bald greifbar erschien, versuchte es Mathias Schunk mit 1200m am Hang, um das Anfangs-/Endhöhenproblem zu minmieren. Eine Entscheidung, die er im unteren Relief bald bereute, denn er konnte nur mit Mühe und Glück einen Motorzünder, bzw. eine Außenlandung in Benediktbeuren verhindern, im Gegensatz zu Jan, der dort mit der SZD55 landen musste. Als auf einmal sich wider erwartend kleine Cumulus ähnliche Wolken im Grau in Grau bildeten, keimte die Hoffnung auf, thermisch etwas fliegen zu können. Vincent und Mathias konnten so entlang der ersten Hügelkette zwischen vielen Schauern bis ca. 90km östlich von Königsdorf fliegen, während Nikolai vorher ins Voralpenland auswich, wo sich mittlerweile auch Jakob Edmaier und Hans Trautenberg an Ligawertungen versuchten. Auch Jan startete nochmals in Benediktbeuren und vervollständigte letztendlich das Juniorentrio.
Um 14:30h waren dann alle wieder daheim und der Regen setzte auch recht bald ein. Man freute sich über die samstägliche Zwischenwertung mit Platz eins in der Alpenliga (deren Wertung Markus Schweiger in Barcelonette noch etwas verbesserte) und Platz zwei, sowohl bei den Junioren, als auch in der Bundesliga. Sonntags konnte man dann im Dauerregen nur zuschauen, wie man sowohl auf der Alpensüdseite, als auch in Norddeutschland erfolgreich flog. Dass am Ende doch ein vierter Platz in der internationalen Alpenliga und jeweils ein fünfter in der U25 und in der Bundesliga raussprang, war weitaus erfreulicher als man nach den Wetteraussichten erwarten konnte.
 
Mathias Schunk
 
1+2: Grauthermik und viele Schauer ... ...bestimmten die Ligaflüge des SFZ Königsdorf Das Ligateam der ersten Runde: v.l.nr.: Mathias Schunk, Hans Trautenberg, Jan Kleu und Jakob Edmaier, vorne Vincent Heckert. Nicht auf dem Bild: Nikolai Wolf
 
Montag, 17. April 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Kalte Füße in Runde 1. Labile Kaltluft, die in mehreren Schüben im Einfluss eines ausgedehnten Trogsystems einfloss, war das bestimmende Moment in Runde 1 der OLC-Liga 2017. Thermisch sehr gut waren es aber Feuchte, Wind und Labilität, die die Bedingungen alles andere als einfach gestalteten. Nuancen entschieden immer wieder darüber, ob man einen Flug erfolgreich am Heimatplatz beenden konnte oder von einem (Schnee-)Schauer vom Himmel gewaschen wurde - wenn ein Start überhaupt möglich war.
Samstag:
In einem breiten Streifen zwischen Ostfrankreich und Ostdeutschland erkennt man auf dem Staellitenbild die Bewölkung der Kaltfront eines Tiefdruck-Systems über dem Süden Skandinaviens. Im Tagesverlauf sollte die sich immer weiter nach Südosten verlagern und rückseitig Kaltluft bringen, die im Einfluss der Höhenkaltluft über der Nordsee aber auch sehr labil bleiben würde.
EIne schmale Lücke fliegbaren Wetters gab es noch vor der Front nördlich der Donau, die aber immer weiter zulockern sollte. Die Rückseite der Kaltfront im Nordwesten dagegen machte dagegen immer weiter auf. Zum richtigen Gespür für die Bedingungen gehörte daher vor allem auch das richtige Timing - oder die entsprechende Geduld ...
Vor allem die Rückseite zeigt aber auch die typischen Strukturen hoher Labilität: Hoch aufquellende Entwicklungen mit entsprechender Schauertätigkeit, dazwischen blaue Lücken, wenn durch den feuchten Boden die Themrik trotz der Luftmasse erstmal eine Pause einlegte. Glücklicherweise sind die Niederschlagsraten in der Kaltluft (die teils sogar Schneeschauer brachte) nicht so extrem hoch.
Eindeutig auf der "Sonnenseite" war der Norden, wo die Front naturgemäß zuerst durch war, aber dazu gleich unten mehr ...
Sonntag:
Ein ähnliches Bild - zumindist was die Labilität angeht. Denn der Zustrom der labilen Kaltluft hielt auch am Ostersonntag an. Und so war es jetzt ein breiter Streifen zwischen Nordsee und Erzgebirge, in dem sich die Quellungen im Satellitenbild deutlich hervortun. Ganz im Nordosten, wo noch frontale Feuchte lag und im Südwesten, wo die Feuchte noch durch hohe Wolken überlagert wurde, waren etwas eingebremst - zumindest was die Labilität angeht.
Und der Zustrom der feuchten Kaltluft hielt an - uund sorgte so am Ostermontag für die eine oder andere weiße Überraschung (Weihnachten 2016 war glaube ich weniger Schnee, oder?).
Wer hat was draus gemacht?
Kein einfacher Tag (das gilt sowohl für den Samstag als auch den Sonntag), denn Wind, Labilität, Schauer, Wind und Feuchte waren alles andere als einfache Randbedingungen. Im Vorteil war der Norden, eher der Nordwesten, in dem zu der Labilität zumindest phasenweise auch noch genügend Einstrahlung vorhanden war.
Erfolgreich war vor allem, wer die Strecke mit/gegen den Wind legte, um die Reihungen optimal zu nutzen - unabhängig davon, ob nun am Samstag oder am Ostersonntag, wobei der Sonntag sich für viele als der etwas "bessere" herausstellte.
Da machte es schon mal Sinn, zuerst den Anschluss an die Reihungen zu suchen (und zu finden). So wie Nico Meißner (Discus 2/18m) und Norbert Otto/Sabine Meißel (Duo Discus WL), die von Scheuen Celle aus nach Norden flogen, um sich dann bei Soltau unter die Reihungen zu klinken um diesen nach Nordwesten zu folgen. Für die Aufsteiger des FV Celle waren diese Flüge die Basis für den ersten Rundensieg in der 1. Liga, der durch Hauke Schmoranzer (LS4 WL) komplettiert wurde, wobei nicht unerwähnt bleiben darfg, dass er auch nicht allein unterwegs war. Der Flug von Leif Eichhorn schaffte es nur nicht mehr ganz in die Wertung. Ein erstes Ausrufezeichen, das die Ambitionen des Aufsteigers untermauert!
Den 2. Platz geht dann eher an die Katagorie "alte Hasen". Reinhard Schramme (Ventus 3), bekannt dafür, immer die besten, geraden Linien zu finden, führte den LSV Rinteln auf Platz 2, unterstützt von Stefan Bachmann (Ventus 2ct/18m) und Wilhelm Wielage (Nimbus 4M). Hier war es der Samstag, der auf Kurs Nordwest von Rinteln in Richtung Emsland die Punkte brachte. Ebenfalls also gegen/mit dem Wind, aber nicht ganz so konsequent im Team wie die Konkurrenz aus Celle.
Für die Gifhorner, in Personae Felix Gottschalk, Dennis Polej und Marianne Brandes war es dann wieder der Sonntag mnit einer ähnlichen Taktik wie in Celle, der die Punkte für Rang 3 brachte.
Sicherlich eine klare Übermacht für den Norden (jedoch sicher noch zu früh um Parallelen zur Vorsaison zu ziehen!), aber mit einer Frage: Was ist war dem Meister Burgdorf? Michael Möker hatte seiner AHS31 die Flügel auf 18m gestutzt, um den Bedingungen Rechung zu tragen und servierte am Sonntag den schnellsten Flug der 1. Liga mit indexbereinigten 106km/h. Ohne Teamunterstützung reichte es aber nur für Rundenplatz 10.
Da wäre sicher mehr drin gewesen, so reihen sich die Burgdorfer in die Südvereine ein, die es sicher viel schwieriger mit dem Wetter hatten und im Vorfeld der herannahenden Front am Samstag oder auf der hochlabilen und feuchten Rückseite am Sonntag ihre Punkte hart erkämpfen mussten. Und auch hier zeigte sich. Wer im Team zu punkten verstand (wie die Königsdorfer oder die Ludwigshafener), der erreichte am Ende auch die besseren Platzierungen ...
Spass macht aber auch der Blick in Liga 2: Der LSV Hofgeismar war mit einer Gesamtspeed von 298 rund 20km/h schneller als der Rundensieger aus Liga 1, der Erfolg von Johannes Bick, Tim Wroblewski/Tobias Valant und Tamino Köbl. Während Johannes seine schnellsten Abschnitte mit Rückenwind und dann südlich des Harzes hatte, flogen seine Vereinskamaraden zuerst den Teutonurger Wald entlang und dann nochmal weit in die Westfälische Bucht hinein. Mal sehen, was die Nordhessen noch aus ihrer Ausgangssituation machen können. Orographisch stehen ihnen ja eine Vielzahl von Optionen offen. Johannes gelang gleichzeitig auch der weiteste Flug des Sonntags.
Die sportliche Klasse von Liga 2 stellte auch das Team Immo Weidner/Vincent Knichel unter Beweis. Mit 110km/h gelang ihnen von Bad Zwischenahn aus der schnellste Flug dieser Runde (eingebettet auch in den weitesten Flug des Samstags) mit 110km/h (119km/h ohne Indexbereinigung in den 2,5 Std. Wertungszeit). Für den LSV Bad Oldenburg hat es aber trotzdem nicht ganz gereicht: Platz 2 in dieser Runde bedeuten aber trotzdem gute 17 Ligapunkte, für den auch die Leistungen von Thomas Bosack und Arnold Sauder vorantwortlich sind .
Und auch Rang 3 geht in den Norden bzw. Nordwesten nahe an die Grenze zu Holland wo Uwe Höfinghoff, Max Mensing und Christoph Kahler für die SFG Stadtlohn die nötigen Punkte erflogen - und von wo aus Vater und Sohn Mensing am Ostermontag dann den weitesten Flug schafften.
Strecke und Speed sind also nicht nur auf Liga 1 beschränkt - da ist die Saison sicherlich noch einiges zu erwarten.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
Freitag, 14. April 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 14.04. 2017 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG:
Die Nordhälfte Deutschlands wird von der Okklusion eines nach Dänemark ziehenden Tiefs mit wolkenreicher Meereskaltluft beeinflusst. Die dazugehörige Kaltfront schwenkt von Nord nach Süd im Laufe des Tages über Deutschland hinweg und erreicht am Abend die Alpen. Mit einer westlichen Strömung wird kalte, wolkenreiche Nordseeluft herangeführt, die postfrontal labil geschichtet ist.
SONNTAG:
Mit einer nordwestlichen Strömung hält auf der Rückseite der Kaltfront die Zufuhr von labiler Meereskaltluft an. Es kommt zu einer Schauerwetterlage. Der Süden Deutschlands und in Alpennähe ist zunächst noch hochreichend frontale Bewölkung wetterwirksam.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG in der Nordhälfte aufgrund von Überentwicklungen und kräftigem Nordwestwind zerrissene und gestörte und kaum nutzbare Wolkenthermik. Ansonsten kann mit mäßiger bis guter Wolkenthermik gerechnet werden.
Am SONNTAG aufgrund von Abschirmung und von Westen aufkommendem Regen kaum nutzbare Thermik. Lediglich in der Südosthälfte kann im Tagesverlauf mit mäßiger Wolkenthermik gerechnet werden, die allerdings durch einzelne Überentwicklungen gestört sein kann.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Wegen abschirmender Bewölkung bzw. stürmischen Westwind kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln.
SONNTAG: Es weht ein kräftiger westlicher Wind. Es muss wiederholt mit schauerartigen Regenfällen gerechnet werden. Dadurch kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und am SONNTAG örtlich geringe Thermik, meist jedoch aufgrund abschirmender Bewölkung keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

Dienstag, 11. April 2017
OLC kicks off the 2017 US-League Season
This year’s first US-contest has already gone into the books. In Florida the seniors have given their best in sometimes challenging conditions and kicked off a new racing season. Now, we would like to welcome everybody back to another popular competition: OLC’s US-League. Let’s all enjoy the first spring days, get back into the cockpit and fly 2.5 hours of speed.
You’re right; it’s still early in the season. Earlier than ever before... This spring the US-League will already start on April, 15th. While the Easter bunny is hiding somewhere in your backyard, your club will be happy to watch you score points. Your speed missions will be valued during the coming 19 weekends (rounds) - until August, 20th. Every weekend, your club’s fastest three OLC flights will automatically score in the US-OLC-League. Look how your club is doing in the United States. And if you’re wondering how you’re competing worldwide, have a look at the international scores. More than 1000 clubs are listed in OLC’s scores. Several American speed teams can usually be found on top!
Our decentralized League flying is the easiest way to compete in the sport of soaring. You don’t have to travel far to fly in a contest, plus you do not have to be a soaring champion to score high. With three average flights on a regular weekend your club-team may already win a round.
Remember: The top 18 clubs - based on last year’s scores - are competing in US OLC’s Gold-League. All other pilots will automatically participate in our Silver League, where last year we had 90 teams listed. The only thing you have to do is fly a sprint task in 2.5 hours. It’s time frame will automatically be calculated based on your submitted IGC-file. No need to stay airborne all day long.
Now, are you ready to go? With our League competition we want to keep you up in the air all summer long. Not just during the peak season! Try to fly big in May, June and July and take advantage of an additional training during the other months. You’ll find the best chances to beat your opponent on weaker days.
Enjoy soaring to new horizons! See you in the scores.
 
An OLC-service: We will be happy to publish your club's League news - the best way to share the enthusiasm for League scoring and to show the dynamic of our sport. Your report should have a length of around 250 words. If available, please submit three pictures (800 pixels on the longer edge) and a short explanation.
Montag, 10. April 2017
Endlich .... es geht wieder los ... Ostern starten die Segelflug-Ligen!
Der Verfasser hält einen Motivationsvortrag auf dem Segelflugforum 2017 im “Bundesliga-Entwicklungsland“ Nordrhein-Westfalen.

So früh wie nie, schon am Ostersamstag, 15. April, geht's in die 17. Ligasaison. Wieder werden jeweils 30 Mannschaften der 1. und 2. Liga sowie über 500 Vereine in Quali-Liga und Landesklassen in 19 Wochenend-Runden bis zum 20. August an den Start gehen. Zusätzlich haben sich die Alpenliga und besonders die U25-Liga großer Beliebtheit in ihren ersten Jahren erfreut. Außerdem können sich alle Teams in der World-League mit über 1.000 Vereinen weltweit vergleichen. 
Hochmotivierte Aufsteiger werden ihren „flow“ nutzen, um sofort wieder im vorderen Tabellenbereich zu landen. In der Vergangenheit ist schon drei Mal der Durchmarsch eines Aufsteigerteams bis zum der Meistertitel gelungen. Und wegen der besonderen Wetterlage in 2016 werden mit 14 Mannschaften so viele Vereine aus dem Norden Deutschlands in der 1. Liga vertreten sein wie noch nie zuvor. Alleine sechs der sieben Aufsteiger kommen aus dem Norden und werden es dem amtierenden Meister aus Burgdorf schwer machen.
Nirgends im Segelflug ist es einfacher Erfolg zu haben und diesen auch medienwirksam zu verkaufen. Und innerhalb einer Mannschaft macht die Fliegerei, das Mitfiebern am Abend vor dem Laptop, der Erfolg und das unweigerliche Feiern einfach noch mehr Spaß! Jeder Verein hat 19-mal die Chance auf gute Liga-Presseberichte und braucht dazu nicht einmal einen Spitzenpiloten. Denn die Summe aus drei durchschnittlichen Flügen reicht aus, um sich garantiert einmal vorne zu platzieren, wenn man sich motiviert an jedem der 19 Wochenenden und bei (fast) jedem Wetter in die Luft begibt und die Bundesliga-Regeln kennt. Diese einfachen Regeln werden bei erfolgreichen Vereinen jährlich neu in kurzen Präsentationen dem Nachwuchs vermittelt. Im Rahmen eines kleinen Saisoneröffnungsfestes können so alle potentiellen Streckenpiloten und Neulinge auf die Regeln und das Jahresziel eingeschworen werden – und sei es nur einmal einen Top-Platz in einer Landesklasse, welcher sicher für jeden Verein erreichbar ist.
Da sich die U25-Liga als Indikator für gute Jugend- und Nachwuchsarbeit etabliert hat, ist eine zielorientierte Streckenflugausbildung den Fluglehrern ans Herz zu legen. Der Scheinerwerb sollte nur ein Teilabschnitt Lehrtätigkeit sein. Die Freude am Streckenfliegen kann besonders mit den kurzen Bundesligaflügen und des sehr schnell erreichbaren Erfolges langanhaltend generiert werden. Die amtierende U25-Meistermannschaft aus Königsdorf wurde eigentlich nur Meister, weil sie fast jedes Wochenende drei Jungs oder Mädels in der Luft hatten. Es müssen nicht immer riesengroße und superschnelle Flüge sein. Die Konstanz wird auch in 2017 gewinnen!
Das OLC-Finale mit Ehrung der erfolgreichen Mannschaften findet wie gewohnt am 1. Oktober in Poppenhausen statt.

Heiko Hertrich

Nachtrag OLC: Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder über Liga-Berichte der Vereine – nirgendwo spiegelt sich
besser die Dynamik und Begeisterung für die Liga. Der Textumfang sollte um die 250 Wörter lang sein, bitte auch möglichst drei Bilder in 800 Pixel auf der jeweils längsten Seite und einen Bildtext mitsenden.
Die Adresse: magazin-cvd@onlinecontest.org

Montag, 03. April 2017
OLC Young Eagle Speed Cup: DG stellt dem OLC eine LS1-f Neo zur Verfügung
Das Flugzeug bekommt ein Nachwuchspilot für ein Jahr zur Verfügung gestellt. Die Bedingung, dass man dieses Schmuckstück bekommt, sind hervorragende Flüge im Rahmen des OLC Young Eagle Speed Cups und natürlich eine entsprechende Bewerbung.
Die LS1-f Neo ist in einem TOP-Zustand, sie ist komplett neu lackiert, hat die neuen Neo-Winglets, manuelle Mückenputzer, ein LX8080 und wird in einem nagelneuen Cobra-Hänger transportiert.
Schon die erste Vergabe war für die Juroren (Holger Back, Gerd Peter Lauer und Reiner Rose) eine kleine Herausforderung – aber man ist sicher, mit Matthias Arnold (LSV Weinheim) eine gute Entscheidung getroffen zu haben.
Hier ist sein Steckbrief:
- 2010 Beginn der Segelflug-Ausbildung
- 2012 Scheinerwerb
- 2013 Erste 700 km
- 2015 750 km Diplom und erster Wettbewerb in Musbach
- 2016 Zuspruch OLC Discus -> 450 Stunden, 1150 km größter Flug, 8000 Meter Wellenflug
- 2016 Rekordflug in Bitterwasser mit 1.435 km, 1250 km FAI mit 162 km/h
- 1400 Stunden Gesamtflugzeit
Am 22. März wurde das Flugzeug bei DG in Bruchsal an Matze Arnold übergeben und wenige Tage später, am darauffolgenden Wochenende, ergab sich die Gelegenheit für einen ersten Flug (schwache Ostwelle, gut 6 Stunden Flugzeit).
Hier ist der Flug im OLC.
Und das ist sein Urteil zur LS1f-Neo in einem Satz:
„Das Handling und die Feinfühligkeit übertrifft deutlich das, was man von einem Clubklasse Flugzeug erwartet und auch optisch stellt die LS1-f Neo definitiv was dar!“
 
Die LS1-f Neo in ihrer ganzen Pracht Die Übergabe (v. li.): DG-Geschäftsführer Holger Back, Matze Arnold (LSV Weinheim), OLC-Macher Reiner Rose Die Neo-Winglets – Impression vom ersten Flug am 25.3 in der Welle.

 

Mittwoch, 29. März 2017
Alle Jahre wieder…. kurbelt auf und gleitet nieder!!! LaWa-Pokal 2017!
Auch dieses Jahr wird anlässlich des 352km-Weltrekords im Segelflug von Wolf Hirth die Strecke Wasserkuppe-Görlitz vom Görlitzer FSC e.V. mit dem Landeskrone-Wasserkuppen-Pokal neu ausgeschrieben.
Carsten Möller holte sich 2016 auf seiner Ka6 mit indexbereinigten Schnitt von 91,74km/h den LaWa-Pokal samt Siegerprämie und folgte somit´s Wolf Hirth´s legendärem Rekordritt 1934. Dabei stach Carsten, begleitet von seinem Ka6 Fliegerkamerad Andreas, sogar Berni´s Discus 2 aus!
Damit reihte er sich als Sieger in die Chronologie der vorigen Gewinner ein, welche bisher vom FSV Friesener Warte, vom Aeroteam Klix und der Segelflugschule Wasserkuppe gestellt wurden.
Das ist der Beweis: Ganz egal ob mit Holz oder Kunststoff, jeder hat die Möglichkeit den Pokal samt Preisgeld zu gewinnen, dank der nicht ganz berechenbaren Wetterverhältnisse entlang der über 350km langen Start Ziel Streckenführung. Somit hebt sich der LaWa-Pokal 2017 von der Vielzahl der Wettbewerbe und Ausschreibungen ab!
Um den Sportsgeist für die Teilnahme von Segelflugzeugen mit max. DAeC-Index 108 bei dieser fliegerischen Herausforderung zu wecken, soll die Höhe des Preisgeldes weiter den erforderlichen eventuellen Rückholaufwand etwas freundlicher gestalten.
Mit dem bewusst gewählten Ausschluss der Heimkehrtechnologie soll intensiver die Brücke zu den Segelflugpionieren geschaffen werden. Denn unsere bekannten Fragen, welche sich während eines Streckenfluges stellen, wie:
Hält das Wetter weiter gut an?! Komme ich rum!? Was wird mich bei einer Außenlandung erwarten!? ... stellten sich schon mehr oder weniger unsere Urgroßväter. Diese fliegerischen Abenteuer in das teils Ungewisse an einem Streckenflugtag machen den Reiz unseres Sports aus und die Erlebnisse unvergessen. Ganz ehrlich, wer mag diese ursprüngliche Fliegerromantik eigentlich wirklich missen?
 
 
Görlitzer Flugsportclub e.V.
(i.A.: Wettbewerbsleiter Lars Pannier)




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22. April

Hastige DFS-Aktion: Kurzfristige Einrichtung eines markanten Beschränkungsgebietes inmitten des Bayerischen Waldes.

OLC Finale 2016
1. Oktober um 13.00 Uhr
Poppenhausen
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