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Dienstag, 25. April 2017
IMI-Gliding is now sponsoring OLC!
OLC is happy to welcome a new partner:
IMI a traditional supplier of special equipment for sailplanes from Czech Republic.
High quality equipment for assembly, ground handling and maintenance of gliders and also some electronic devices for pilots. IMI-Gliding has been developing and producing the special equipment since 2004 using latest technologies as 3D modelling, 3D scanning, laser-cutting, CNC machining, TIG welding. We already have more than 8000 satisfied customers worldwide and cooperate with famous glider producers as HPH Sailplanes, Schempp-Hirth Flugzeugbau, Binder Flugmotorenbau or Alisport.
IMI-Gliding makes the handling of any glider much easier: YOUR GLIDER FIRST!
 
For further information please see: http://www.imi-gliding.com

 

 

Dienstag, 25. April 2017
IMI-Gliding ist neuer Sponsor beim OLC!
Der OLC freut sich, einen neuen Partner zu begrüßen:
IMI, den Traditionshersteller für Segelflug Zubehör aus Tschechien.
IMI bietet hochqualitatives Zubehör zur Aufrüstung, zum Bodenhandling und zur Wartung sowie Elektronik-Zubehör für Flieger. IMI entwickelt und produziert seine Artikel seit 2004 unter Verwendung von modernster Technologie wie 3D CAD, 3D Scan, Laser-Schneiden, CNC-Fertigung und WIG Schweisstechnik. Veredelt mit bester Oberflächenschutztechnik, gekrönt von solider Handarbeit durch das erfahrene Team in eigener Werktatt. Produkte von IMI haben bereits mehr als 8000 zufriedene Kunden weltweit. Wir kooperieren mit namhaften Herstellern wie HPH, Schemmp Hirth, Binder oder Alisport.
IMI macht das Handling von Seglern sehr viel einfacher und sicherer.
 
Weiter Informationen gibt es unter: http://www.imi-gliding.com/de/

 

 

Dienstag, 25. April 2017
LSG Fallersleben: Im Norden fast wie in Königsdorf
An diesem Wochenende möchte ich mich gerne Schunkis Schlagzeilen der ersten beiden Runden bedienen. „Unverhofft kommt oft“ passt für mich auf den Samstag; bei 8/8 und nach einigen Regenschauern bin ich vormittags zum Flugplatz gefahren, um Wartungsarbeiten an der Dimona durchzuführen. Dort angekommen war das Wetter überraschend sonnig und die ersten vier Flugzeuge wurden vorbereitet; also Wartung auf Sonntag verschieben und Nimbus rausholen. Die ASK21 jubelte derweil beim ersten Windenstart über 710m Ausklinkhöhe (bei 1000m Seil). Dass das auch eine Kehrseite hatte, kann man sich denken.
An diesem Tag hatten beide „Ummeraner“ Vereine drei Flugzeuge in der Luft. Neben der ASK21 mit Timo Kämpf oder Ute Sotomayor waren Helge und Franz Liebertz in einer ASH25 und Benno Beesten im Nimbus 4M unterwegs. Die Repker Kollegen schickten Günter Raab (Ventus cM), Arnie Weber (DG400) und Bernd Meindermann (LS1f) ins Rennen. Vater und Sohn Liebertz stießen schon bei Celle an eine dichte Schauerwand, die zum Drehen veranlasste. Günter, Arnie und Benno suchten ihr Glück anfangs mit einem Rückenwindschenkel. Der 50km/h starke Wind führte Günter schnell bis Dessau, Benno wendete bei Schönebeck. Da sich die erhöhte Schaueraktivität inzwischen bis Magdeburg ausgedehnt hatte, wurde der notwendige Slalom gegen den starken Wind zu einer echten Aufgabe. Letztlich mussten alle K-Klasse-Segler ihre Motoren bemühen und Helge mit Franz entschieden sich zu einer Landung in Uelzen, wo es leider keinen F-Schlepp gab. Immerhin wurde der Familienausflug hier mit einem Kaffee abgerundet.
Bernd und die ASK21 sind wegen des starken Windes nicht wirklich von Ummern weggekommen. Bei Arnie reichte der Flug zwar für den OLC, eine Bundesligawertung hat er aber verpasst. Bernd ist am Sonntag dann doch noch in die Wertung geflogen und beide Vereine waren mit zwei Flugzeugen erfolgreich beim „Ligafliegen bei PFD (fast) null…“.
Anders als in den Alpen gab‘s dafür aber nur je 1 Punkt.
 
Benno Beesten
 
Schöne Farben über Norddeutschland
Gleich wirds richtig schwierig
Glücklich zu Hause
 
Dienstag, 25. April 2017
SFG Giulini: Schnelle Flüge im Südwesten
Wie schon in der ersten Runde war der Samstag fliegerisch nicht brauchbar. Am Sonntag Morgen brachte ein Hochkeil aus Südwesten dafür frühe Thermik im Rheintal.
Bereits 10:15 Uhr flogen die ersten Piloten bei rund 1000m MSL Basis durch die Ebene. Insgesamt mit 7 Piloten waren die "Giulinis" unterwegs.
Den schnellsten Schnitt erflog Trainer Charly Müller mit dem fortgeschrittenen Flugschüler Marius Mangold im Rahmen einer über 600km langen Überlandflugeinweisung auf einer DG-1000t (GIU). Über die Rheinebene weit nach Frankreich und zurück durch die Pfalz bis Spang Dahlem reichte ihr Ausflug. Junior Johannes Dibbern (LS-8, S1) lies die Winglets glühen und nutzte Pfälzer Wald und Vogesen für den zweitschnellsten Flug des Teams. Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) und Dieter Bartek (LS-4WL, UY) knackten mit einem zügigem JoJo zwischen Melibokus und Vogesen die 700km-Marke.
Zusammen brachte dies den 4ten Tagesplatz und 17 Punkte, was Platz 2 in der Gesamtwertung bedeutet - wir haben die Liga schon schlechter begonnen. Insgesamt gingen an diesem Sonntag für die drei Dannstadter Mannschaften 20 Piloten an den Start und legten dabei gut 7.700 km zurück. Bleibt die Motivation auf diesem Niveau gibt es wieder eine starke Saison.

 
Uwe Melzer
 
Früh morgens über die BASF
In den Vogesen Homebase Segelflugzentrum Dannstadt
 
Dienstag, 25. April 2017
Blaubeurer Piloten im Wolkenroulette
Christian Müller aus dem Cockpit von Sebastian Wastl irgendwo über der Alb.
Bundesligastart mit Anlaufschwierigkeiten
Die Vereine in Süddeutschland konnten oft erst in der zweiten oder dritten Runde in das Geschehen der Segelflugbundeliga eingreifen. Dieses Jahr fehlen den FLG Piloten jedoch die frühen Kaltlufttage, die ihnen die schnellen Schnitte wie in den Vorjahren bringen. Dank der guten Vorhersage für den Sonntag bauten einige Piloten ihre weisen Segler auf dem Fluggelände am Rande der schwäbischen Alb auf. Bei noch niedrigen Wolken flogen die FLG Piloten teils im "Schwarm" die schwäbische Alb Richtung Westen.
Der frühe Start zeigte sich später als Nachteil weil der Wind nur schwach von Westen her blies und es nicht wirklich einen langen Rückenwindschenkel gab. Die "Bärte" wie die Aufwinde genannt werden, waren nur schwer zu treffen. Mal am Westende der Wolke mal Zentral unter der Wolke. So taten die Piloten sich schwer, zügig voran zu kommen. Sebastian Wastl und Christian Müller flogen im Team zunächst die Alb entlang bis ins Neckartal. Hier hatten sie bei dem Sprung in den Schwarzwald Probleme, den sie auch nur kurz nach Norden hoch flogen.
Philipp Söll wendete kurz nach der A 81 und versuchte seinen Schnitt noch östlich des Flugplatzes zu erhöhen, was ihm auch gelang. Charlie Bauder , der zuletzt gestartet war, flog nach der Wende im Schwarzwald zurück entlang der Südalbkante Richtung Nordosten, tat sich jedoch mit seinem mit Wasser beladenen Flugzeug schwer in der teils schwachen Thermik gut zu steigen.
So freuten sich die FLG Piloten, dass es in anderen Teilen Deutschlands ebenfalls kein "Rennwetter" gab und sie mit ihrem Rundenplatz 12 immerhin 9 Punkte in der noch jungen Saison erfliegen konnten. So stehen sie nun auf Platz 21 in der Tabelle nach dieser zweiten Runde.
Gewonnen hat diese Runde das SFZ Königsdorf welches auf die Tabelle anführt. Die schnellsten Blaubeurer waren Philipp Söll, Charlie Bauder und Sebastian Wastl. Besonders erfreulich war, dass als "Nachrücker weitere 3 Piloten Bundesligaflüge beisteuerten, nämlich Christian Müller, Lucas Kohn und erstmals Dariusz Weber. Die FLG hat schon oft nach einem verpatzen Saisonstart eine gute Saison hin gelegt und vielleicht knüpfen die Piloten ja an die Erfolge in den Jahren 2004 und 2011 an, in der die FLG die erste Liga mit Abstand dominieren konnte.
 
Martin Söll

 

Donnerstag, 20. April 2017
SFG Giulini trotzt den Schneeschauern
Geht doch
Die Liga startet mit schwierigen Bedingungen. Der Samstag war chancenlos, also musste der Sonntag die erhofften Flüge bringen. Bei 8/8 Bedeckung, eingelagerten Schauern und bis zu 35 km/h Wind sah dies vormittags aber auch nicht rosig aus. Dieter Bartek (LS-4WL, UY) startet um 13:30 Uhr von Dannstadt aus und konnte zunächst eine Linie über dem Pfälzer Wald nutzen, bevor er zum Odenwald flog.
Charly Müller (Ventus ct, CS) und Uwe Melzer (LS--4WL, UWE) flogen beim Hockenheimer Wettbewerb. Charly holte vor dem Abflug schon wichtige 40 Kilometer. Uwe startete nach der Neutralisation seiner Klasse und schaffte gerade soeben die Mindestwertungsstrecke zwischen den Schneeschauern. Es war mal wieder "gerade so", sah wettermäßig insgesamt ziemlich schlecht aus, ging dann aber doch und zauberte ein Grinsen in die Gesichter der Piloten. Platz 8 und die ersten 13 Punkte waren neben tollen Bildern die Belohnung für die kalten Füße. 
 
Uwe Melzer
 
Vorne Schnee
Rechts Schnee Links Schnee

Mittwoch, 19. April 2017
Pech im Unpech bei der LSG Fallersleben
Schön war es schon, dass wir in Ummern an Ostern überhaupt überland fliegen konnten.
Ich weigere mich aber, bei diesem späten Wintereinbruch von Wetterglück zu sprechen; nennen wir es lieber Wetter-Unpech. Da Samstag in der Heide nichts ging, hofften die Ligapiloten der LSG Fallersleben und der LSV Altkreis Isenhagen gemeinsam auf den Sonntag. Der Sonntag begann aber in Ummern mit „relativem“ Pech, vormittags zogen mehrere Schauer über den Platz und hielten die ausharrenden Piloten beider Vereine in der warmen Flugleitung fest.
Gegen Mittag wurde dann ein längeres Wetterfenster zum Ausräumen und Aufbauen genutzt. Durch technische Probleme reduziert schickten beide Vereine nur je zwei Flugzeuge in den mit Schauern durchsetzten Himmel. Für die LVI waren Bernd Meindermann (LS1f) und Thomas Quindel mit Lothar Kaps als Co (DuoDiscus) am Start, die LSG war durch Johan Vanhoyland (Discus bt) und Benno Beesten (Nimbus 4M) vertreten.
Alle Piloten flogen zunächst gegen den Wind Richtung Nordwesten. Dabei konnten anfangs noch schöne Aufreihungen genutzt werden. Bei Soltau war die Schaueraktivität so ausgeprägt, dass alle wendeten. Mehrere Flugzeuge zeigten deutlichen Eisansatz, der sich aber glücklicherweise bald wieder auflöste. Beim Rückweg war ein ausgeprägter Schauerslalom angesagt, wollte man nicht vorzeitig landen. Bernd erreichte bei seiner frühen Landung wenigstens den Startflugplatz, was nicht jedem unserer Nachbarn gelang. Während der Duo weiter seine Bahnen über der Lüneburger Heide zog, steuerten Johan und Benno das weniger überentwickelte Gebiet um Salzwedel an. Auch hier galt es etliche Schnee- oder Graupelschauer zu umfliegen. Dabei hofften die beiden LSG-Piloten, dass sich im Tagesverlauf eine Lücke Richtung Heimat auftun würde; tat sie aber nicht. So mussten beide auf ihre Klapptriebwerke zurückgreifen, um die letzten Kilometer des Heimwegs zu überbrücken.
Da die meisten Vereine an Ostern noch mehr Wetterpech hatten, reichten die beiden „späten“ LSG-Flüge für 13 Ligapunkte. Bei den LVI-Flügen verhinderte ein Datumsfehler des Hauptloggers eine Ligawertung des Duo-Flugs und Bernd erkämpfte allein 6 Ligapunkte.
 
Benno Beesten
 
Nur zwei LSG-Flugzeuge am Start Viele Schauer schon vor dem Start Phasenweise „gute“ Aufreihungen

 

Mittwoch, 19. April 2017
Ligafliegen in Königsdorf bei PFD null...
Hochmotiviert fieberten die Junioren des SFZ Königsdorf der ersten Runde entgegen. Teambuilding Massnahmen und ein Bundesliga Theorie Seminar wurden in Vorbereitung zum Ziel Titelverteidigung im Winter abgehalten. Dazu kommt natürlich das Ziel der Titelverteidigung in der internationalen Alpenliga und dem damit möglichen Hattrick. Dementsprechend demotivierend waren die Wetterprognosen für das erste Liga Wochenende. Während die Lage für Sonntag absolut hoffnungslos war, hatte man bei übereinstimmenden Prognosen von null PFD der diversen Modelle, für Samstag geringe Hoffnung in den Westwind und den kurzen, ca 12 km langen Hangrücken zwischen Blomberg und Kesselberg gesetzt, um evtl. zumindest eine Mindestwertung von 50km zu schaffen.
Kurz nach 10:00h (um vor der Regenfront fertig zu sein) starteten dann Nikolai Wolf, Vincent Heckert und Jan Kleu, in der Hoffnung auf Hangwind. Während sich Nikolai und Vincent in ca. 1400-1600m einigermaßen halten konnten und die Mindestwertung von 50km bald greifbar erschien, versuchte es Mathias Schunk mit 1200m am Hang, um das Anfangs-/Endhöhenproblem zu minmieren. Eine Entscheidung, die er im unteren Relief bald bereute, denn er konnte nur mit Mühe und Glück einen Motorzünder, bzw. eine Außenlandung in Benediktbeuren verhindern, im Gegensatz zu Jan, der dort mit der SZD55 landen musste. Als auf einmal sich wider erwartend kleine Cumulus ähnliche Wolken im Grau in Grau bildeten, keimte die Hoffnung auf, thermisch etwas fliegen zu können. Vincent und Mathias konnten so entlang der ersten Hügelkette zwischen vielen Schauern bis ca. 90km östlich von Königsdorf fliegen, während Nikolai vorher ins Voralpenland auswich, wo sich mittlerweile auch Jakob Edmaier und Hans Trautenberg an Ligawertungen versuchten. Auch Jan startete nochmals in Benediktbeuren und vervollständigte letztendlich das Juniorentrio.
Um 14:30h waren dann alle wieder daheim und der Regen setzte auch recht bald ein. Man freute sich über die samstägliche Zwischenwertung mit Platz eins in der Alpenliga (deren Wertung Markus Schweiger in Barcelonette noch etwas verbesserte) und Platz zwei, sowohl bei den Junioren, als auch in der Bundesliga. Sonntags konnte man dann im Dauerregen nur zuschauen, wie man sowohl auf der Alpensüdseite, als auch in Norddeutschland erfolgreich flog. Dass am Ende doch ein vierter Platz in der internationalen Alpenliga und jeweils ein fünfter in der U25 und in der Bundesliga raussprang, war weitaus erfreulicher als man nach den Wetteraussichten erwarten konnte.
 
Mathias Schunk
 
1+2: Grauthermik und viele Schauer ... ...bestimmten die Ligaflüge des SFZ Königsdorf Das Ligateam der ersten Runde: v.l.nr.: Mathias Schunk, Hans Trautenberg, Jan Kleu und Jakob Edmaier, vorne Vincent Heckert. Nicht auf dem Bild: Nikolai Wolf
 
Dienstag, 18. April 2017
Startschuss in die Ligasaison ist durch Wind und Wasser geprägt
Hier geht es zum Flug von
Alessandro Busca im OLC.
Die letzten beiden Wochenenden deuteten auf einen guten Start in die Liga-Saison hin. Es kam jedoch anders. Wind und Schauer – oder besser gesagt, beständiges Aprilwetter, ließen vielerorts den Ligaauftakt schlicht ins Wasser fallen. Am besten konnte noch die Alpenliga ins Rennen gehen. Ganz stark räumen die italienischen Vereine ab. Wie auch in den beiden Jahren zuvor geben sie einen Maßstab vor, der erst einmal gerissen werden muss. Dennoch lässt sich der Titelverteidiger SFZ Königsdorf nicht die Butter komplett vom Brot nehmen. Ein „paar“ Punkte werden auch hier gesichert.
Fakt, die Südseite der Alpen ging klar besser als der Rest der Alpen. Mistral und Welle hängen die Nordseite der Alpen einfach ab. Alessandro Busca vom AeC Valle d´Aosta (It) gibt an diesem Wochenende den Takt an. Bereits vor dem Aufstehen macht er sich am Ostersonntag zu seinem fast 11 stündigen Ritt auf. Sein Sitzfleisch wird definitiv belohnt. Er findet gute und schnelle Linien und ist definitiv im oberen Stockwerk unterwegs. Über 5.500 Meter trägt ihn die Welle hoch und er hat diverse spektakuläre Highspeed-Passagen dabei. So sackt er schlussendlich mehr als 1.000 OLC-Plus-Punkte und gut 126 Speedpunkte ein. Sein Vereinskamerad Giacinto Giorgio packt nochmal 101 Speedpunkte obendrauf und mit einem Dritten im Bunde kommen sie auf 311 Speedpunkte. Das ist mit einem guten Abstand Rang eins und eine Hausnummer für die nächsten Runden.
Ganz anders quält man sich in der Quali-Liga und der U25. Hier kommen nur eine Handvoll Flüge zusammen. Die SFG Bensheim setzt eine Tradition fort. Wenn nirgendwo etwas geht, findet man Bensheim ganz vorn. Die Bergstraße scheint ihre „geheimen“ Ecken zu haben. Oder aber, hier wird bei jedem Wetter geflogen.
Genau das sollte jeder Verein tun! Wer an vermeintlich schlechten Tagen -wobei dieses Wochenende tatsächlich vielerorts leider einfach unfliegbar war- die Couch bevorzugt, lässt wertvolle Punkte liegen. Drei kleine Flüge können Wunder in der Wertung bewirken. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine spannende nächste Runde.
 
Steffi Keller
 
Rundenwertung U25: 1. FV Celle (NI) 276,06 Speed/24 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 199,50 Speed/23 Punkte, 3. SFV Mannheim (BW) 175,37 Speed/22 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 1: 1. FV Celle (NI) 24 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 23 Punkte, 3. SFV Mannheim (BW) 22 Punkte
Rundenwertung Quali-Liga: 1. SFG Bensheim (HE) 202,72 Speed/42 Punkte, 2. SFV Mannheim (BW) 175,37 Speed/41 Punkte, 3. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 88,32 Speed/40 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 1: 1. SFG Bensheim (HE) 42 Punkte, 2. SFV Mannheim (BW) 41 Punkte, 3. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 40 Punkte
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. AeC Valle d´Aosta (IT) 311,35 Speed/40 Punkte, 2. SFG ACAO - AeC Vol. Adele Orsi (IT) 292,41 Speed/39 Punkte, 3. AVL - AeC Vol. Lariano (IT) 238,46 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 1: 1. AeC Valle d´Aosta (IT) 40 Punkte, 2. SFG ACAO - AeC Vol. Adele Orsi (IT) 39 Punkte, 3. AVL - AeC Vol. Lariano (IT) 38 Punkte
Dienstag, 18. April 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt: Bloß keine Nullrunde zum Saisonstart!
Die Vorzeichen für die 1. Runde 2017 standen für uns als Aufsteiger aus der Vorderpfalz nicht gerade günstig. Die Wetterprognosen sprachen von labiler Kaltluft mit Schauern und starkem Wind. Der Samstag war dann auch ziemlich eindeutig: in der Rheinebene nicht wirklich fliegbar. Der Sonntag sollte hoffentlich besser werden, vielleicht würde uns der Osterhase ja eine Überraschung liefern. Aber der Blick in die Wetterberichte am Sonntagmorgen dämpfte die Zuversicht doch gewaltig.
Gegen Mittag startete dann Peter Mangold mit Flugschülerin Annette Mroß im Backseat in der DG1000T. Bei geschlossener Wolkendecke war erstmal kaum mit einem vernünftigen Flug zu rechnen; aber dann gab es doch die ersten Cumulusstrukturen und das Rennen in Richtung Bergstraße konnte beginnen. Mit dem Feld des Hockenheim-Wettbewerbs und den anderen Liga-Teams der Region wurde es dann zwischen den Schnee-Regen-Schauern fast kuschelig. Die hochlabile Luft und ein wenig Hangwindunterstützung ermöglichte es die 150 Minuten mit rund 63 kmh abzufliegen. Peter war natürlich nicht ganz zufrieden, zu optimieren gibt es ja immer etwas.
Andreas Schottmüller (LS8) schaffte als zweiter SFZ-Pilot die Wertung (56 kmh). Er entzog sich dem Hangflug und schaffte die 140 km rein thermisch.  Nur den dritten Flieger bekamen wir, trotzt einiger Versuche, nicht lange genug in die Luft.
Noch ein Gruß an die Freunde aus Schwandorf: die CH fliegt sich echt klasse!
Resumeé aus dem Segelflugparadies Dannstadt: 2.Bundesliga ohne Fehlstart; gut wer seine skyboots nicht nur im Auto hatte!
 
Bernd Schwehm
 
Webcam LuDa - Sonntagmorgen - Liga-Wetter! DG1000T - Peter Mangold - als Schnüffler LS8 - Andreas Schottmüller - mission success!
Montag, 17. April 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Kalte Füße in Runde 1. Labile Kaltluft, die in mehreren Schüben im Einfluss eines ausgedehnten Trogsystems einfloss, war das bestimmende Moment in Runde 1 der OLC-Liga 2017. Thermisch sehr gut waren es aber Feuchte, Wind und Labilität, die die Bedingungen alles andere als einfach gestalteten. Nuancen entschieden immer wieder darüber, ob man einen Flug erfolgreich am Heimatplatz beenden konnte oder von einem (Schnee-)Schauer vom Himmel gewaschen wurde - wenn ein Start überhaupt möglich war.
Samstag:
In einem breiten Streifen zwischen Ostfrankreich und Ostdeutschland erkennt man auf dem Staellitenbild die Bewölkung der Kaltfront eines Tiefdruck-Systems über dem Süden Skandinaviens. Im Tagesverlauf sollte die sich immer weiter nach Südosten verlagern und rückseitig Kaltluft bringen, die im Einfluss der Höhenkaltluft über der Nordsee aber auch sehr labil bleiben würde.
EIne schmale Lücke fliegbaren Wetters gab es noch vor der Front nördlich der Donau, die aber immer weiter zulockern sollte. Die Rückseite der Kaltfront im Nordwesten dagegen machte dagegen immer weiter auf. Zum richtigen Gespür für die Bedingungen gehörte daher vor allem auch das richtige Timing - oder die entsprechende Geduld ...
Vor allem die Rückseite zeigt aber auch die typischen Strukturen hoher Labilität: Hoch aufquellende Entwicklungen mit entsprechender Schauertätigkeit, dazwischen blaue Lücken, wenn durch den feuchten Boden die Themrik trotz der Luftmasse erstmal eine Pause einlegte. Glücklicherweise sind die Niederschlagsraten in der Kaltluft (die teils sogar Schneeschauer brachte) nicht so extrem hoch.
Eindeutig auf der "Sonnenseite" war der Norden, wo die Front naturgemäß zuerst durch war, aber dazu gleich unten mehr ...
Sonntag:
Ein ähnliches Bild - zumindist was die Labilität angeht. Denn der Zustrom der labilen Kaltluft hielt auch am Ostersonntag an. Und so war es jetzt ein breiter Streifen zwischen Nordsee und Erzgebirge, in dem sich die Quellungen im Satellitenbild deutlich hervortun. Ganz im Nordosten, wo noch frontale Feuchte lag und im Südwesten, wo die Feuchte noch durch hohe Wolken überlagert wurde, waren etwas eingebremst - zumindest was die Labilität angeht.
Und der Zustrom der feuchten Kaltluft hielt an - uund sorgte so am Ostermontag für die eine oder andere weiße Überraschung (Weihnachten 2016 war glaube ich weniger Schnee, oder?).
Wer hat was draus gemacht?
Kein einfacher Tag (das gilt sowohl für den Samstag als auch den Sonntag), denn Wind, Labilität, Schauer, Wind und Feuchte waren alles andere als einfache Randbedingungen. Im Vorteil war der Norden, eher der Nordwesten, in dem zu der Labilität zumindest phasenweise auch noch genügend Einstrahlung vorhanden war.
Erfolgreich war vor allem, wer die Strecke mit/gegen den Wind legte, um die Reihungen optimal zu nutzen - unabhängig davon, ob nun am Samstag oder am Ostersonntag, wobei der Sonntag sich für viele als der etwas "bessere" herausstellte.
Da machte es schon mal Sinn, zuerst den Anschluss an die Reihungen zu suchen (und zu finden). So wie Nico Meißner (Discus 2/18m) und Norbert Otto/Sabine Meißel (Duo Discus WL), die von Scheuen Celle aus nach Norden flogen, um sich dann bei Soltau unter die Reihungen zu klinken um diesen nach Nordwesten zu folgen. Für die Aufsteiger des FV Celle waren diese Flüge die Basis für den ersten Rundensieg in der 1. Liga, der durch Hauke Schmoranzer (LS4 WL) komplettiert wurde, wobei nicht unerwähnt bleiben darfg, dass er auch nicht allein unterwegs war. Der Flug von Leif Eichhorn schaffte es nur nicht mehr ganz in die Wertung. Ein erstes Ausrufezeichen, das die Ambitionen des Aufsteigers untermauert!
Den 2. Platz geht dann eher an die Katagorie "alte Hasen". Reinhard Schramme (Ventus 3), bekannt dafür, immer die besten, geraden Linien zu finden, führte den LSV Rinteln auf Platz 2, unterstützt von Stefan Bachmann (Ventus 2ct/18m) und Wilhelm Wielage (Nimbus 4M). Hier war es der Samstag, der auf Kurs Nordwest von Rinteln in Richtung Emsland die Punkte brachte. Ebenfalls also gegen/mit dem Wind, aber nicht ganz so konsequent im Team wie die Konkurrenz aus Celle.
Für die Gifhorner, in Personae Felix Gottschalk, Dennis Polej und Marianne Brandes war es dann wieder der Sonntag mnit einer ähnlichen Taktik wie in Celle, der die Punkte für Rang 3 brachte.
Sicherlich eine klare Übermacht für den Norden (jedoch sicher noch zu früh um Parallelen zur Vorsaison zu ziehen!), aber mit einer Frage: Was ist war dem Meister Burgdorf? Michael Möker hatte seiner AHS31 die Flügel auf 18m gestutzt, um den Bedingungen Rechung zu tragen und servierte am Sonntag den schnellsten Flug der 1. Liga mit indexbereinigten 106km/h. Ohne Teamunterstützung reichte es aber nur für Rundenplatz 10.
Da wäre sicher mehr drin gewesen, so reihen sich die Burgdorfer in die Südvereine ein, die es sicher viel schwieriger mit dem Wetter hatten und im Vorfeld der herannahenden Front am Samstag oder auf der hochlabilen und feuchten Rückseite am Sonntag ihre Punkte hart erkämpfen mussten. Und auch hier zeigte sich. Wer im Team zu punkten verstand (wie die Königsdorfer oder die Ludwigshafener), der erreichte am Ende auch die besseren Platzierungen ...
Spass macht aber auch der Blick in Liga 2: Der LSV Hofgeismar war mit einer Gesamtspeed von 298 rund 20km/h schneller als der Rundensieger aus Liga 1, der Erfolg von Johannes Bick, Tim Wroblewski/Tobias Valant und Tamino Köbl. Während Johannes seine schnellsten Abschnitte mit Rückenwind und dann südlich des Harzes hatte, flogen seine Vereinskamaraden zuerst den Teutonurger Wald entlang und dann nochmal weit in die Westfälische Bucht hinein. Mal sehen, was die Nordhessen noch aus ihrer Ausgangssituation machen können. Orographisch stehen ihnen ja eine Vielzahl von Optionen offen. Johannes gelang gleichzeitig auch der weiteste Flug des Sonntags.
Die sportliche Klasse von Liga 2 stellte auch das Team Immo Weidner/Vincent Knichel unter Beweis. Mit 110km/h gelang ihnen von Bad Zwischenahn aus der schnellste Flug dieser Runde (eingebettet auch in den weitesten Flug des Samstags) mit 110km/h (119km/h ohne Indexbereinigung in den 2,5 Std. Wertungszeit). Für den LSV Bad Oldenburg hat es aber trotzdem nicht ganz gereicht: Platz 2 in dieser Runde bedeuten aber trotzdem gute 17 Ligapunkte, für den auch die Leistungen von Thomas Bosack und Arnold Sauder vorantwortlich sind .
Und auch Rang 3 geht in den Norden bzw. Nordwesten nahe an die Grenze zu Holland wo Uwe Höfinghoff, Max Mensing und Christoph Kahler für die SFG Stadtlohn die nötigen Punkte erflogen - und von wo aus Vater und Sohn Mensing am Ostermontag dann den weitesten Flug schafften.
Strecke und Speed sind also nicht nur auf Liga 1 beschränkt - da ist die Saison sicherlich noch einiges zu erwarten.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
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