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Sonntag, 25. Juni 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': OLC- Interessante Vergleiche
Am Montag dieser Woche sollte es wieder einmal in die Luft gehen. Sibylle startete mit 100l Wasser, was sich allerdings als taktischer Fehler entpuppte. Der Start war ein Albtraum, minutenlang musste sie in 75m (!) über Grund fliegen, bis endlich Steigen gefunden wurde. Es war der sicher bisher heißeste Tag des Jahres, das ergab eine Dichtehöhe von 9500ft!!!! Zudem ist der Motor bzw. die Spannungsversorgung ja immer noch unser Sorgenkind. Nachdem schon beim Start mit schwerem Flugzeug und ungünstigen Bedingungen die Laufzeit des Motors fast aufgebraucht war, entschied sich Sibylle nach einigen kurzen Runden in der Umgebung bei vielen Schauern in der Nähe wieder zur Landung. Ingo gab der natürlichen Kühle in der Höhe den Vorzug vor der Airconditioning unseres Wohnmobils und hatte immerhin ein paar Stunden Spaß. Am Dienstag sollte der Tag nicht ganz so feucht werden, allerdings gab es immer noch die Neigung zu großflächigen Überentwicklungen und Schauern. Es ergab sich für uns die Möglichkeit eines interessanten Vergleiches zweier möglichen Konfigurationen der ASH 31 einerseits und unserer Flugstile anderseits ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Schauer, die einen gerne zu Umwegen zwingen.
Foto: © Ingo Andresen
Brian Head Wildfire.
Foto: © Ingo Andresen
Unterwegs über dem Great Basin.
Foto: © Ingo Andresen

Freitag, 23. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 23.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich vom Azorenhoch ein Keil über Frankreich und
Deutschland. Er sorgt in der Mitte und im Süden Deutschlands für eine Stabilisierung der Luft. Lediglich am Alpenrand und in den Alpen liegen noch Reste der labil geschichteten Warmluft, sodass es hier im Tagesgang wieder zu konvektiven Umlagerungen kommt. Norddeutschland wird von der Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien beeinflusst. Hier fließt feuchte und merklich kühlere Luft heran. Zudem herrscht vor allem im Norden ein kräftiger Gradient vor.
Am SONNTAG erstreckt sich die Kaltfront morgens etwa von Brandenburg bis zur Eifel. Bis zum Abend erreicht die Front Süddeutschland, schwächt sich dabei aber immer mehr ab und zeigt sich kaum noch wetteraktiv. Rückseitig setzt sich von Nordwesten her deutlich kühlere Luft durch. Im Alpenraum kommt es in der nach wie vor labil geschichteten Luft erneut zu hochreichender Konvektion.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
SAMSTAG: Aufgrund von abschirmender Bewölkung und zeitweise Niederschlag meist keine nutzbare Thermik. Vom Rheinland bis in die Leipziger Tieflandsbucht am Nachmittag zeitweise mäßige Wolkenthermik, jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeit meist zerrissen.
SONNTAG: In der Nordwesthälfte ab den frühen Nachmittagsstunden mäßig bis gute Wolkenthermik, welche jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten vielfach zerrissen ist. Im Südosten aufgrund von abschirmender Bewölkung und Niederschlag meist keine nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG überwiegend gute CU-Thermik mit Arbeitshöhen um FL060, im Bergland bis FL080. Richtung Norden gebietsweise zerrissene Thermik durch lebhaften Westwind.
Am SONNTAG in einem Streifen von der Lausitz über die Rhön bis hin zur Pfalz durch dichte Bewölkung, die erst im Laufe des Tages auflockert, kaum nutzbare Thermik. Südlich dieses Streifens mäßige bis gute Wolkenthermik, die besten Steigwerte vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis zur Oberpfalz!
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Wolkenthermik, in den Allgäuer- und östlichen Bayrischen Alpen durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Alpenvorland und im Alpenraum mäßige, sonst gute Wolkenthermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
NEW: The time has finally come - OLC is presenting Distance Records
Above and beyond the joy of soaring, ambitious glider pilots love the challenging part of their sport, and they like to compare their success with other competitors. Pilots constantly want to fly bigger or optimize their speeds. They simply like the competitive element of soaring - winning, loosing, good scores or records achieved. With the League scoring and OLC-Plus- or Speed-Scores we are already offering several important options for pilots to evaluate and develop their individual skills and performance.
For many years people have been asking: When will OLC’s scores finally display record flights?
>>> Right now ;-)
Until now we have been offering yearly statistics. You all know the “best flight“. Don’t you? Our new “distance record” score is now screening all flights beginning in 2011 (the year when OLC started the OLC-Plus scoring). You can now determine the current record holder with just one mouse click.
A good goal to aim at! Besides OLC’s World- and Continental-Records we are now also presenting nationwide records and records flown in the USA’s SSA regions.
So how can you set such a record?
It’s fairly easy! Like any other OLC-discipline. You won’t have to declare anything big or ask around to find an official observer to monitor your flight. You “simply” go up and fly, upload your flight to OLC and let the system do the work for you.
Of course OLC will calculate records based on OLC points, not on kilometers. The latter would not make any sense, as a one-class-scoring with sailplanes of various kinds and of very different performance levels does not meet today’s reality. Finally OLC’s software will - thanks to our smart OLC-Plus scoring - also consider the area covered during a flight.
In addition to the fair evaluation of different gliders and indices, OLC’s scoring system is very simple. The number of records will not increase endlessly; the scores will be well arranged.
And where can you find these Records?
You may look up all records via Gliding -> OLC-Scoring. Set your filter as desired to World, Continent, Country or US-Region and go ahead. You are probably familiar to the system used with all our classic scores?
Record flights are a great tool when talking about soaring publicity
Last but not least you will not want to celebrate your success only with your soaring buddies, but go out of your club house and talk about it. Glider pilots therefore need a way to meet the public and clearly explain the sport of soaring to everybody. What will a pedestrian appreciate when you tell him: “Hey, I just flew a 500-k!” Nothing. However, a new record flight will like OLC’s popular League scoring be a great opportunity to spread your news. With OLC’s new distance records we are now offering another element to get public attention.
OLC whishes you maximum success: Let it be raining distance records!
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
 
Choose the whole World, a continent or your scoring region here
Now, simply hit “distance record"
Here, you’ll find all OLC-distance records in the chosen scoring region
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
EASA Musterzulassung JS 1 Revelation
Seit dem 1. Juni 2017 ist es offiziell: M+D Flugzeugbau hat die europäische Musterzulassung für das Weltmeister-Flugzeug in der offenen und 18 m Klasse, die JS 1, erhalten! Nachdem viele Piloten in den letzten Jahren immer wieder die außerordentlich hohe Leistung der JS1 durch Erfolge auf internationalen Wettbewerben belegen konnten, ist nun endlich die endgültige Zulassung erfolgt. Die vollständige Neuzulassung nach EASA Bauvorschrift CS-22 beinhaltet auch die von M+D Flugzeugbau entwickelt- und gefertigte Turbine als optionale Heimkehrhilfe. Zusammen mit Jonker Sailplanes fertigen wir so das weltweit erste musterzugelassene Segelflugzeug, das direkt ab Werk mit hauseigenem Jet-Antrieb (MD-TJ42) ausgerüstet ist.
Im Verlauf des Zulasssungsprozesses wurden grundlegende Materialspezifikationen anerkannt und weiterführende strukturelle Nachweise durch Tests und Berechnung durchgeführt. Der Nachweis des Cockpits erfolgte nach den Anforderungen der aktuellen Bauvorschrift (9g Crash-Landung) und wir führten, unterstützt durch Jonker Sailplanes, ergänzende Flugerprobung, u.a. mit asymmetrisch verteiltem Wasserballast durch. Eine erfolgreiche Neudurchführung des Flügelbiegeversuchs sowie des Bodenvibrationstests am 21 m Flügel als Nachweis von Flatterfreiheit schloss den Prozess ab. Mit der Zulassung der JS 1 unter der Nr. EASA.A.616 ist parallel auch der nächste Schritt für M+D Flugzeugbau, die Erweiterung des Entwicklungsbetriebes nach EASA Part 21.J weitestgehend abgeschlossen. Aktuell beträgt die Lieferzeit der JS 1-18/21-Jet etwa zwei Jahre, M+D und Jonker Sailplanes arbeiten daran, die Lieferzeit zu verkürzen.
 

 

Mittwoch, 21. Juni 2017
10. Ligarunde: Halbzeit-Durchmarsch in der Alpen- und Quali-Liga; Kampf in der U25
Die Hälfte der Ligasaison ist vorüber. Ein guter Zeitpunkt ein Fazit zu ziehen. Die beiden Runden um die Halbzeit herum sorgen nicht für Spitzenschnitte, zeigen aber eine hohe Beteiligung. Das Wetter ist in allen Teilen Deutschlands zumindest gut fliegbar und lässt viele Flüge zu. Richtig nette Wolkenstraßen reihen sich auf, allerdings sorgt ein strammer Wind vielerorts für nicht ganz leichte Bedingungen. Soviel Bewegung in der Luft ist, so wenig Bewegung gibt es auf den Treppchen.  Die Spitzenvereine halten stabil ihre Positionen wie selten in den letzten Jahren. Hochspannung gibt es jedoch trotzdem – in der U25.
Von Anfang an bis zur neunten Runde hält die SFG Stadtlohn die Führung. Runde für Runde nähert sich das SFZ Königsdorf an, kann in Runde neun punktgleich ziehen und überholt am letzten Wochenende. Das Team Stadtlohn war in den letzten Wochen etwas ausgedünnt, so standen nicht so viele Flüge für die Wertung zur Auswahl. Die Stimmung ist jedoch weiterhin super. Und Fakt ist, demnächst kann das Team wieder vollzählig angreifen und der Abstand ist ja noch marginal. Es wird also weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen dieser beiden zielstrebigen Vereine bleiben. Und bewundernswert ist, trotz Prüfungen oder anderer Verpflichtungen gelingt es immer, mindestens drei Junioren für einen Wertungsflug zu motivieren. Das sieht bei vielen Vereinen ganz anders aus. Auch wenn es das Wetter hergibt und für einen Ligaflug nur eine Zeitfenster von zweieinhalb Stunden geflogen werden muss, sieht man oft eine maue Beteiligung. Klar muss man sich ein wenig organisieren. Das Fliegen im Team macht aber viel mehr Spaß und ist zudem leistungsfördernd. Ganz zu schweigen von dem Fieber, was einen ergreift, wenn man vorn mitspielt und um Punkte und Plätze ringen kann.
In der Alpenliga ist es im Vergleich zu der hochdramatischen Entwicklung in der U25 ja fast langweilig. Aber nur fast. Denn die Leistung die Königsdorf hier zeigt, ist unglaublich. Es ist mittlerweile nahezu selbstverständlich, dass sie einen Sieg nach dem anderen einfahren und schier uneinholbar vorn liegen. Aber auch der kleine österreichische Verein SMBC Kirchdorf/ Micheldorf hat sich auf Silber extrem stabil eingenistet. Leider ist die Alpenliga eher von wenigen Ländern dominiert. Der dritte Platz eines slowenischen Vereins -wie in dieser Runde- hat eher Seltenheitscharakter. Auch Frankreich mit seinen immensen Potentialen ist selten zu spüren.
Und in der Quali-Liga? Auch hier haben wir derzeit einen Überflieger: den LSC Bad Homburg. Marschieren auch sie glatt durch?
Was wird die zweite Halbzeit bringen? Stabilität oder weitere Überraschungen?
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 279,18 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 259,83 Speed/49 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 253,54 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (BY) 455 Punkte, 2. SFG Stadtlohn (NW) 452 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 401 Punkte
Rundenwertung Quali-Liga: 1. Rhönflug Poppenhausen (HE) 270,88 Speed/50 Punkte, 2. AFZ Unterwössen (BY) 264,83 Speed/49 Punkte, 3. SSV Cham (BY) 262,62 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 10: 1. LSC Bad Homburg (HE) 325 Punkte, 2. SFZ Aachen (NW) 269 Punkte, 3. SFC Ulm (BW) 241 Punkte
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. SFZ Königsdorf (D) 312,17 Speed/40 Punkte, 2. FC St. Johann in Tirol (Ö) 259,55 Speed/39 Punkte, 3. AK Celje (Sl) 233,55 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (D) 376 Punkte, 2. SMBC Kirchdorf/ Micheldorf (Ö) 302 Punkte, 3. AVUT UniTrento (IT) 255 Punkte
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Mittwoch, 14. Juni 2017
Berlin, Berlin, die Braunschweiger fliegen um Berlin ...
...und holen mit dem neunten Rundenplatz 12 wichtige Punkte. Dieser aus der Fußballszene übernommene und hier leicht modifizierte Slogan mit Berlin traf an diesem Samstag, 10. Juni, für die erfolgreichen Bundesligapiloten des Aero-Club zu.
Sie fuhren nicht zum DFB-Pokalendspiel nach Berlin, sondern trieben ihre Flugmaschinen vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum um die deutsche Hauptstadt. Aufgrund der herannahenden Abschirmung mussten die Ventus-Piloten dann am Abend im Bezirk Oschersleben den Motor einsetzen und Ueckert ackerte mit seiner Maschine im Bereich Mieste, das westlich von Gardelegen gelegen ist. Das schnelle Berlin-Trio hat mit 296,49 Speedpunkten und Platz neun somit folgendes Gesicht:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 102,17 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus, Ventus 2cM/18m, 99,17 Speedpunkte,
Christian Ueckert, LS 6/18m 95,15 Speedpunkte,
Nur der frühe Vogel fängst den Wurm und daher hatten die drei Protagonisten indessen gegen 9 Uhr aufgrund des früh angesagten Thermikbeginns ihre Sportgeräte bereits aufgerüstet und um 10 Uhr Ortszeit waren sie tatsächlich auch schon in der Luft.
Alle drei Piloten sollten dann sage und schreibe eine Flugzeit um 9 Stunden vor sich haben. Übrigens war der zeitgleiche 11.6. 2016 der absolute Hammertag des zurückliegenden Jahres.
Bennewitz wendete südlich von Pasewalk und setzte seinen zweiten Wendepunkt westlich von Bunzlau im polnischen Luftraum. 819 Kilometer schaffte er an diesem Tag. Seidl, der 802 Kilometer abspulte, trieb seinen Flieger zunächst bis Schwedt/Oder und wählte seinen zweiten Umkehrpunkt ebenfalls bei unseren polnischen Nachbarn etwas weiter südlicher als Karsten.
Ueckert glitt auch bis in die Region Pasewalk und wendete gut 20 Kilometer östlich von Weißwasser/Oberlausitz ebenfalls im Areal der polnischen Fliegerfreunde. 798 Kilometer waren dann nach fast neun Stunden zusammen gekommen.
Dieser Rundensieg ging mit 332,16 Speedpunkten nach Brandenburg. Mit nunmehr 113 Punkten führt weiterhin der LSR Aalen und die Braunschweiger machen mit jetzt 72 Punkten einen Sprung auf Platz vierzehn in der 30 Vereine umfassenden 1. Bundesliga.
 
Rolf Wagner
 
So schön sah es kurz vor 10 Uhr Ortszeit östlich von Waggum aus.
Karsten Bennewitz genoss das Hammerwetter bei Fürstenberg/Havel.
Die beiden Ventus-Piloten sind unter der Abschirmung angekommen.
 
 

Dienstag, 13. Juni 2017
LSG Fallersleben: Kampf mit den Abschirmungen
In Runde 9 hatten wir in Niedersachsen an beiden Tagen ein ähnliches Problem: früh reinziehende Abschirmungen machten den Segelfliegern das Leben schwer.
Am Samstag war ein früher Start opportun, da die von Westen hereinziehende Abschirmung bereits ab 14:30 die Thermikqualität in der Südheide dämpfte. Peter Meurers tummelte sich in der LS1f im 50km-Radius um den Flugplatz, um das Außenlanderisiko bei der reduzierten Einstrahlung zu begrenzen. Benno Beesten „flüchtete“ vor der Abschirmung nach Osten, wo er gute Bedingungen vorfand. Zwischen Tangerhütte und Lehnin konnte er eine Aufreihung gleich mehrfach nutzen und so ca. 240km ohne zu kreisen zurücklegen. Auf dem vierten Schenkel hatte die – inzwischen über die Elbe nach Osten vorangekommene - Abschirmung die Aufreihung zerfallen lassen und es wurde auf Schleichfahrt umgestellt, um die Chancen für einen Heimflug ohne Motorhilfe zu verbessern. Letztlich waren die Gleitstrecken aber selbst für den Nimbus 4 zu groß und bei Helmstedt musste der Solo helfen.
Für den Sonntag waren ähnliche Wetterbedingungen prognostiziert, als beste Richtung erwies sich allerdings der Nordosten. Carsten Rietig und Roman Langer machten sich im Twin III SL auf, den dritten Flug für die Ligawertung zu erkämpfen. Dazu starteten sie kurze Zeit, nachdem sich die ersten Cumulanten zeigten. Da sich der Himmel über Ummern schon wenig später komplett bedeckte, hatten die am Bodengebliebenen große Zweifel, ob der dritte Wertungsflug gelingen würde. Den beiden gelang es aber mit ansprechender Geschwindigkeit bis westlich Schwerin zu fliegen. Die Thermikverhältnisse dort drängten zur Umkehr, aber gegen den Wind war es ungleich schwieriger voranzukommen. Tapfer kämpften sie bis zum Ende des 2,5 h-Fensters, bevor der Rotax beim Weg nach Hause helfen durfte. Obwohl die beiden so noch 67 Speedpunkte zum Ligaergebnis der LSG beitrugen, reichte es leider nur zu Platz 23.
 
Benno Beesten
 
Eine schöne Aufreihung über Genthin
 
Blick Richtung Potsdam (und Berlin)
 
Die Abschirmung erreicht (zu)
früh den „Kalimanjaro“ nördlich Magdeburg
 
Dienstag, 13. Juni 2017
SFZ LuDa: Wieder mehr Konzentration auf die Liga!
Nachdem am Freitagabend mit der Siegerehrung das 32.Dannstadter Vergleichsfliegen unfallfrei beendet wurde, hieß es am Samstagmorgen wieder zeitig die Bundesliga-Rennmaschinen an den Startpunkt zu schaffen. Denn alle drei Dannstadter Teams hatten den Samstag als einzigen Flugtag der Runde ausgemacht, der Andrang an der Wassertankstelle war entsprechend groß. Für den Sonntag drohte eher drückend heisses Badewetter in der Rheinebene.
Ganz früh gab es durch die hohe Bodenfeuchte erst mal Nebelschwaden, gegen 11.30 lag die Basis dann endlich bei knapp 1000m an der Haardtkante und Fritz Thiessen mit dem DuoXLT startete als erster für das Team SFZ. Ein "enges Pattern" rechtsherum um den Frankfurter Luftraum brachte ihn wieder zurück nach Dannstadt, der Taunus lieferte die beste Thermik und einen 80er Schnitt.
Schneller war für das SFZ nur Peter Mangold, der sich die Vereins-LS7 geschnappt und aus der niedrigen Rheintal-Thermik über den PfälzerWald an die Dillinger Hütte gezaubert hatte. Von dort dann mit leichter Rückenwindkomponente an die Odenwaldkante ergab einen 89er Schnitt. Frank Fröhlich mit der SKY (ASH31-18) kämpfte vom Mosenberg aus mit größeren Abschirmungen, zwischen Stadtallendorf und Sontra standen dann 77 kmh auf der Uhr.
Erfreulich die große Mannschaftsbeteiligung am Samstag – acht Flüge in der Wertung: alte Hasen wie Trainer Peter Franke (Hornet) zogen Hoffnungsträger wie Konstantin Dibbern (LS8) oder Liga-Neulinge wie Gregor Sturm/Tobias Zilkens (DuoDiscus) mit in das Bundesliga-Feeling. So macht das Spaß, auch wenn uns die Rennstrecken-Piloten mal wieder zeigten, was schnelle Flüge sind!
          
Bernd Schwehm
Fotos: Dennis Parkis, Frank Fröhlich
 
Dannstadter Hochnebel
Liga-Feeling - alle drei Teams am Start
Die SKY unter der Abschirmung
 

 

Dienstag, 13. Juni 2017
FLG Piloten weiter auf Erfolgskurs
Der Samstag sollte der „Tag des Herrn“ werden. Da für Sonntag keine Bewölkung und nur schwache Blauthermik vorhergesagt war, reihten sich an dieser neunten Runde am Samstag die Bundesligasegler der FLG auf deren Flugplatz im Blaubeurer Teilort Sonderbuch auf.
Zwischen die FLGler stellten sich Segler der FSG Elz, welche derzeit Urlaub bei den Fliegerkollegen in Blaubeuren machen. Geschleppt von der Motormaschine aus Erbach, da die eigene Schleppmaschine weg war, startete einer nach dem anderen in den bewölkten Himmel über Blaubeuren. Anschliessend verteilten sich die einzelnen Segler in alle Himmelsrichtungen. Karl-Eugen Bauder, der derzeit als Trainer für das Baden-Württembergische Junioren Team ab Neresheim fliegt, flog zunächst in den Westen und anschließend Richtung Norden. Lucas Kohn wendete früh im Westen und machte sich auf den Weg entlang des Altmühltals Richtung Osten bis Regensburg. Sebastian Bauder und Michael Heiß wendeten später im Westen und flogen dann auch Richtung Osten und wieder zurück.
Sebastian flog anschließend ebensfalls bis Regensburg, Heiß nutze die Thermik auf der Alb. Christian Müller, der mit einem technischen Problem zu kämpfen hatte und somit eine schlechte Variometeranzeige hatte, flog nach kurzem Abstecher nach Westen direkt gen Norden.
Am Ende stellte sich raus, dass die Entscheidung Richtung Osten zu fliegen die bessere Wahl wahr und somit überzeugten Sebastian Bauder und Lucas Kohn mit 101,97 und 98,67 Punkten. Ergänzt durch 93,60 Punkte von Charlie Bauder gelang Ihnen mit Rundenplatz 10 ein erneuter Sprung in der Tabelle und die FLG steht nun mit 74 Punkten auf Platz 12 und nur 2 Punkte vor einer Platzierung unter den zehn Besten Vereinen in Deutschland.
In ganz Baden-Württemberg waren nur 3 Piloten schneller als Sebastian und Lucas lieferte als zweitbester Junior im Ländle ebenfalls eine Klasse Leistung. So hat sich die ehrenamtliche Ausbildung der Fluglehrer von Lucas schon für die FLG gelohnt und wir können gespannt sein, was für schöne Flüge er uns in den kommenden 10 Runden noch liefert.
Da es in den anderen Vereinen viele Aussenlandungen gab waren die FLGler froh, dass alle Segler auf dem Heimatflugplatz wieder landen konnten.
 
M. Söll
 
Blaubeurer Nachwuchstalent Lucas Kohn
Hohe Wolken bereits am morgen
Großes Starterfeld in Blaubeuren
 
Montag, 12. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
"Endlich mal Ligawetter!". Das werden sich vor allem die Teams nordöstlich der Elbe gedacht haben (ja, in den OLC-Kommentaren geschrieben haben sie es auch). Und so wundert es dann nicht, dass in Runde 9 Vereine aus Brandenburg und Sachsen ganz oben stehen. Vor allem der Samstag war der "Schnellmacher", wobei auffällt, dass die hohen Ligaschnitte nicht bei den darauf optimierten Flügen geflogen wurden, sondern auf der langen Strecke fast nebenher abfielen.
Samstag:
Kaltluft, Hochdruck und für weite Teile ein Satellitenbild, das aussieht wie gemalt. Aber ganz sauber kam der Tag dann doch nicht daher: Nordöstlich von Elbe und Saale lief es zu Beginn noch etwas breit, bis sich die Restfeuchte hinter der abgezogenen Front strukturiert hatte. Dafür war hier die Luftmasse dann ungestört, während von Westen und Südwesten her schon Warmluft mit im Spiel war und manchen Bart dreieckig machte und sich der eine oder andere Cumulant dann doch als Simulant herausstellte.
Klarer war die Situation im Nordwesten, wo dichter werdende Cirren als eindeutiges Indiz für den Luftmasenwechsel zu sehen sind.
Trotzdem zeigen nicht nur die Leistungen in der Liga, sondern auch im OLC-Plus, dass der Samstag zu den bislang besseren Tagen der Saison 2017 gehörte.
Sonntag:
Warmluft war dann am Sonntag das vorherrschende Thema, blau die dominierende Himmelsfarbe. Im Vorfeld einer Kaltfront (über der
Nordsee schon zu sehen) bildete sich dann am Nachmittag über Frankreich/Belgien eine vorauslaufende Linie, die teilweise sogar
Schauer brachte. Segelfliegerisch verwertbar war die Labilisierung aber leider weniger.
Wer hat was draus gemacht?
Klar, Samstag war der Tag der Ligaflüge. Die Flugspuren zeigen, dass (fast) überall fliegbare Bedingungen herrschten und auch die typischen Spuren der thermisch besten Gebiete lassen sich mehr als deutlich ausmachen.
Was die Schnitte anbelangt, hatte in dieser Runde der Nordosten die Nase vorne. Ganz souverän konnte der FK Brandenburg Runde 9
für sich entscheiden. 118 der insgesamt insgesamt 332 Punkte steuerte Sarah Drefenstedt bei. Frisch als Dritte der Frauen-WM in der Clubklasse zurückgekehrt, fühlte sie sich offenbar auch mit 16,6m und Wölbklappen wohl - Resultat war der schnellste Flug in Liga 1. Rolf Engelhard (108km/h) und Julius Gäde (107km/h) sorgen für den ersten Rundensieg der Brandenburger in dieser Saison und gleichzeitig für einen deutlichen Sprung in der Tabelle nach oben, weg von den Abstiegsplätzen. Ausgangspunkt im Norden, Flüge in den Nordosten! Das war offenbar die Taktik des amtierenden Meisters LSV Burgdorf. Hatte man zu Beginn noch Anschluss an das Wetter, konnten die Liga-Schnitte meist auf dem Weg in Richtung Elbe und darüber hinaus geflogen werden. Für den Rückweg mussten Heinz Teichert/Ralf Freyer (114km/h), Torsten Franke (102km/h) und Oliver Sörensen (98km/h) aber dann doch den Motor zu Hilfe nehmen, da Warmluft und Cirren schneller waren. Mit 314 Runden-km/h waren sie aber nochmal mehr als 10km/h schneller als der Dritte.
Die LSR Aalen konnte sich dagegen nur knapp gegen die Konkurrenz behaupten, denn zwischen ihren 304km/h und dem 14. (SFG Donauwörth-Monheim) betrug der Abstand gerade mal 12km/h (und auch dahinter ging es weiterhin knapp zu). Nicht nur, aber besonders bei den Aalenern fällt auf, dass die Leistungen der Spitze (in dieser Runde) nicht im Team geflogen wurden. Markus Frank
führte sein Flug von der Alb bis auf die Höhe von Genf (und natürlich auch wieder zurück) Seine 108km/h für die Liga flog er dabei über dem Jura. Wolfgang Gmeiner (98 km/h) war in der Gegenrichtung unterwegs und wendete im Bayerischen Wald. Steffen Schwarzer wiederum flog um Nürnberg herum und machte einen guten Teil seiner 98 km/h auf dem Weg zum und über dem Thüringer Wald - das Samstags-Wetter hatte offenbar eine Menge Optionen parat.
Der LSR Aalen kann mit diesem dritten PLatz seine Tabellenführung (113 Punkte) vor der SFG Donauwörth-Monheim (98 Punkte) und dem SFZ Königsdorf (92 Punkte) ausbauen. Auch wenn die Königsdorfer in Liga 1 nur auf einem der unteren Mittelfeldplätze landeten, so mischen die Yougster weiter die Junioren-Liga auf. Mit dem dritten Rundensieg in Folge schaffen sie es, das U25-Team der SFG Stadtlohn auf den zweiten Gesamtplatz zu verdrängen. Entscheidend dafür ist aber nur die Gesamtspeed, denn nach Punkten liegen nun beide Vereine gleichauf.
Auch in Liga 2 müssen die Niederrheiner Federn lassen (man könnte fast versucht sein, ein Wortspiel mit den Federnwolken, die daran nicht ganz unschuldig waren, anzubringen...), denn auch hier müssen sie Platz 1 in der Gesamtwertung abgeben, den sich der LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn mit Rundenplatz 5 erobern kann.
Ganz vorne finden sich in dieser Runde aber auch die Vereine aus dem Nordosten. Auch der FSV Eisenhüttenstadt kann in dieser seinen ersten Rundensieg verbuchen. Diese 20 Punkte sind um so wertvoller, wenn man bedenkt, dass sie dadurch die rote Laterne der Liga 2 abgeben können. Und das gleich in einer Manier, die auch in Liga 1 den Rundensieg gebracht hätte. Mit 346km/h liegen sie nochmal ein gutes Stück vor dem Rundenprimus des Oberhauses und fast 25km/h vor dem Rundenzweiten. Andreas Kühl
gelingt dabei mit 121km/h auch gleich der schnellste Flug über alle Ligen hinweg. Aber auch Sebastian Bode (116km/h) und Tom Lebelt (109km/h) waren schnell über Sachsen und vor allem unter den Reihungen nach Polen hinein unterwegs.
Auch Rundenplatz 2 geht in die selbe Region: Das Aero Team Klix schafft einen sicheren Rang 2, erflogten durch Jürgen Dittmar (110km/h), Hubertus Oehme (106km/h) und Jürgen Müller (105km/h). Platz drei geht anach Schwandorf, wo Jonas Biesen (109km/h), Rudolf Boehm (99km/h) und Hans Buhlmann (97km/h) insgesamt 305km/h erfliegen können.
Wie erwähnt führt in Liga 2 nun der LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn (114 Punkte) vor der SFG Stadtlohn (108 Punkte), denen der FLC Schwandorf (104 Punkte) aber bereits dicht auf den Fersen ist. Mal sehen, was das kommende Wochenende bringt. Es ist gerade Liga-Halbzeit und damit noch eine Menge Punkte zu vergeben. Und mal sehen, wessen Bedarf an Warmluft-Blauthermik schon ooder noch nicht gedeckt ist ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
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Montag, 12. Juni 2017
Doppelter Hattrick für Königsdorf
Die Königsdorfer Junioren freuen sich über den Sprung an die Tabellenspitze. Foto: Mathias Schunk
Das SFZ Königsdorf setzte große Hoffnungen in den Samstag, für den alle Prognosen euphorisch waren. Die vorhergesagten Steigwerte erreichten aber nicht mal die Hälfte der Prognose und ein Fliegen zur schwäbischen Alb war uns aufgrund des großräumigen EDRs um Landsberg für die dortige Bundeswehr Veranstaltung im Zusammenspiel mit der 2017er Erweiterung des Münchner Luftraum Charlie von vornherein gar nicht möglich. Alle lagen am Ende im Bereich zwischen 70 und 80 km/h. Allerdings wurde aus dem Wetter offensichtlich das Beste gemacht, was zu machen gewesen ist, denn in der Alpenliga war lediglich Vinon schneller als wir. In der Bundesliga jedoch langte es samstags gerade einmal zu Platz 26.
Sonntag war als der schlechtere Tag vorhergesagt, aufgrund des Vortages lies man jedoch nichts unversucht. Für alle ging es nach Osten, über den Wilden Kaiser weiter zum Steinernen Meer. Während das Arcusduo Katharina Jocham/Mathias Schunk, sowie Nikolai Wolf und Michael Wisbacher hier wendeten, um den Abschnitt bis zum Kaiser nochmals für die Ligawertung zu nutzen, flog das Clubklasse Team Benjamin Bachmaier, Jakob Edmaier und Sabine Wisbacher noch bis zum Dachstein und von dort über den Pinzgau zurück, was eine perfekte taktische Teamleistung war, denn so hatten wir in jedem Fall drei Piloten und zwei Junioren im besten Gebiet. Am Ende lagen in der Einzelwertung der schnellsten Alpenflüge fünf SFZ Piloten unter den schnellsten acht. Das Gespann Jocham/Schunk erzielte mit 95,6 km/h dabei nicht nur die schnellste Alpenwertung, in Deutschland war dies am Sonntag auch die zweitbeste Wertung. Nikolai war mit 91,9 km/h nur unwesentlich langsamer und Michael vervollständigte das Liga Trio mit 87,5 km/h. Bei den Junioren vervollständigte neben Nikolai und Michael, Michaels Schwester, Sabine mit 86,9 km/h das Trio.
Mit dem dritten Rundensieg in Folge holte das Königsdorfer U 25 Team weitere zwei Punkte auf die bisher führende SFG Stadtlohn auf und in der Tabelle haben nun beide Teams 405 Punkte (von 450 theoretisch möglichen!!!). Aufgrund der höheren aufaddierte Geschwindigkeit liegt das SFZ nun aber vorne. Spannender glaube ich war es noch nie in irgendeiner Liga. Hoffentlich wird diese Liga nicht dadurch entschieden, dass in irgendeiner Runde nur eines von beiden Teams nullt, denn aufgrund der zu vergebenden 50 Punkten, wäre das praktisch eine Vorentscheidung und sehr, sehr schade für die Spannung!
In der Alpenliga fliegt Königsdorf ebenfalls zum dritten Rundensieg in Folge und damit zum Hattrick. Der SMBC Kirchdorf/Micheldorf (AUT) flog auf Platz zwei, vor Trento (ITA) und Vinon (FRA). In der Bundesliga konnte sich das SFZ durch die Flüge vom Sonntag zwar verbessern, aber zu mehr als Rang 21 und einem Trostpunkt langte es am Ende nicht.
 
Mathias Schunk
 




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25. Juni

Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': OLC- Interessante Vergleiche

OLC Liga-Finale 2017
7. Oktober um 13.00 Uhr
Poppenhausen
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