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Mittwoch, 24. Mai 2017
Superwochenende für die LSG Fallersleben
Erstmals in dieser Ligasaison konnte in Ummern und fast ganz Deutschland an beiden Tagen des Wochenendes gut überland geflogen werden. Die LSG legte so am Samstag schon vier brauchbare Ligaflüge vor. Da schon frühzeitig absehbar war, dass der Sonntag der bessere Tag sein würde, blieben am Samstagabend viele Flugzeuge aufgerüstet und für die LSG kamen Sonntag weitere 10 gute Ligaflüge hinzu. Alle Piloten übertrafen ihr Vortagsergebnis und durch das großflächig gute Wetter wurden dabei viele große Dreiecke geflogen.
Helge Liebertz und Peter Meurers (beide LS1f) hatten ein 600er um Walsrode, Güstrow und Lüsse auf dem Zettel. Auch die anderen LSG-Piloten flogen schöne Dreiecke über Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Benno Beesten (Nimbus 4M) flog wie in der Vorwoche im vereinsübergreifenden Team mit Karsten Bennewitz (Ventus2cm). Da sich der Rückflug aus der Gegend um Riesa für die beiden schwieriger als erwartet gestaltete, war es gut, dass die Thermik bis nach 20:00 Uhr anhielt.
Erfreulicherweise passten in dieser Runde DMST-orientiertes Fliegen und gute Speeds für die Liga gut zusammen und die LSG Fallersleben ist mit einem zehnten Platz in der Zweitliga-Rundenwertung durchaus zufrieden. Unsere Repker Fliegerfreunde waren zwar ähnlich schnell unterwegs, doch reichte das nur zum (wiederholt) undankbaren Platz 20 der ersten Bundesliga.
 
Benno Beesten
 
Kurz vor acht geht immer noch was
Erneut im Teamflug: TEX und PP bei Schwerin
Viele Flieger blieben über Nacht aufgebaut
 
Mittwoch, 24. Mai 2017
SFG Giulini: Die Speed wurde auf der Alb gemacht
Am Samstag wurden schon einmal 2 Flüge in der Wertung platziert. Allerdings war klar, das der Sonntag die schnelleren Schnitte bringen wird. 8 Bundesliga-Piloten standen in Dannstadt schon früh am Start und Nils Koster flog auf der Hahnweide im Rahmen des dortigen Wettbewerb.
Die meisten Piloten flogen um den Luftraum Stuttgart. Zunächst Richtung Osten über den Odenwald und weiter zur Alb - und dies war auch die richtige Entscheidung. Die Speed wurde auf der Alb gemacht. Allen voran Dieter Bartek (LS-4WL, UY), gefolgt von den Junioren Johannes Dibbern (LS-8, S1) und Jan Hertrich (LS-7WL, 7J). Letztlich genügte es für 3 Punkte und Rang 8 in der Gesamttabelle.
Erfreulich das Abschneiden der U25. Zu den tollen Flügen von Johannes Dibbern und Jan Hertrich gesellte sich noch Alexander Meinicke (LS-8, RS) - zusammen kamen sie auf Platz 4. Über die nächsten beiden Ligarunden findet in Dannstadt das 32. Dannstadter Vergleichsfliegen mit rund 50 Flugzeugen statt und ein Großteil der Ligapiloten aus allen Mannschaften nehmen daran teil.

Uwe Melzer
 
Buddy bei Weinheim
Über dem Heidelberger Schloss Tiefgang

 

Dienstag, 23. Mai 2017
U25: SFZ Königsdorf und SFG Stadtlohn liefern sich ein Kopf an Kopf-Rennen
Endlich ein Wochenende, dass so richtig in der Liga brezelt. Es regnet Punkte und bringt Schwung in die Ergebnisse. Auch wenn viele die begehrten Metall-Plätze ergattern wollen, rücken die SFG Stadtlohn und das SFZ Königsdorf keinen Zentimeter von ihren Plätzen ab. Zwischen die beiden Treppchenführer passt gerade ein Blatt Papier, den Bronzeträger halten sie sich mit einem gewissen Abstand vom Leib. Das Ergebnis kommt natürlich nicht von eben mal so nebenbei.
Auffällig ist: Geht nicht gibt es nicht. Beide Mannschaften fliegen jede Runde mit mindestens drei Piloten. Und die letzten Wochen waren dabei wahrlich nicht immer eine Wonne. Es darf keine Nullrunde geben, weiß Stadtlohner Max Mensing. Egal wie schlecht die Prognose auch ist, jedem Wochenende wird eine Chance gegeben. Es geht um zweieinhalb Stunden, die werden auch bei Grauthermik vollgemacht. Die kürzeren Flüge werden zudem nicht nach OLC Plus-Punkten optimiert, sondern hier geht es um schnelle Schnitte. Das Liga-Fliegen ist schon ein wenig anders als die klassischen Langstreckenflüge. Darauf sollte man sich einstellen und sich damit beschäftigen. Die Mühe lohnt sich, denn seit Beginn an führen sie die U25 an. Hinzu kommt das in Stadtlohn ein beständiges Vierer-Team immer an Bord ist und sich gegenseitig zieht. Fakt ist, das Team steht nicht isoliert da. Der komplette Verein fiebert Wochenende für Wochenende mit.
Ähnlich motiviert sind die Junioren aus Königsdorf. Klar ist ihr Ziel Titelverteidigung, so der Team-Captain der Junioren. Dafür organisieren sie sich im Vorfeld jeder Runde, um mindestens drei Wertungen zu haben. Auch im Süden Deutschlands kann man in dieser Saison bisher nicht von Wetterglück reden. Dennoch funktioniert es wie auch bei den Stadtlohnern, dass konsequent geflogen wird.
Von dieser Stringenz können sich nicht nur andere Junioren-Mannschaften, sondern auch viele Vereine der Quali-Liga eine Scheibe abschneiden.
 
Rundenwertung U25: 1. LSV Gifhorn (NI) 321,10 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 319,41 Speed/49 Punkte, 3. SFG Stadtlohn (NW) 315,39 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 6: 1. SFG Stadtlohn (NW) 266 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 255 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 211 Punkte
 
Text: Steffi Keller
Fotos: Max Mensing
 

Abdrehen und nach Hause - Fliegen in der Grauthermik für die Liga

Christoph, Mark und Max - ein gut eingespieltes Team Hohe Labilität und Luftmassengrenzen sorgen für relativ hohe Schnitte

Dienstag, 23. Mai 2017
SFZ Königsdorf: Nichts dem Zufall überlassen
Das Juniorenteam des SFZ Königsdorf beim erfolgreichen Auswärtsspiel in Donauwörth: v.l.n.r.: Nikolai Wolf, Jakob Edmaier und Jan Kleu. Foto: Stefan Langer
 
Um die Tabellenführung in der Alpenliga zu sichern ging es am Samstag in Königsdorf. Das Doppelsitzerteam Jürgen Steinborn und Nikolai Wolf, sowie Thomas Wolf flogen dafür entlang der ersten Hügel zwischen Tegelberg und Wendelstein und erzielten dabei jeweils Schnitte von etwa 85 km/h. Dritter im Bunde war Jan Kleu, der mit seiner SZD59 leider bereits nach 1:45 h bei Gmund aussengelandet ist. Für eine gültige Wertung reichte es dennoch und so fand sich das SFZ Team am Samstag Abend in der Rundenwertung der internationalen Alpenliga, vor den Österreichern vom SMBC Kirchdorf/MIcheldorf auf dem Spitzenplatz.
Die Flugwettervorhersage für Sonntag ließ keine sichere Prognose zu, ob man von Königsdorf aus in das gute Gebiet auf der schwäbischen Alb fliegen würde können. Daher packten die drei Junioren Jakob Edmaier, Jan Kleu und Nikolai Wolf ihre Segelflugzeuge in die Transportanhänger und fuhren nach Donauwörth, um von dort aus zu starten. Dass diese Entscheidung goldrichtig war, zeigt das Ergebnis. Einzig dem Doppelsitzer Gespann Emanuel Schieck und Mathias Schunk gelang es von Königsdorf auf die schwäbische Alb zu fliegen, um dort einen schnellen Schnitt zu fliegen. Am Ende standen bei dem Flug zwischen Eichstätt und dem Feldberg im Schwarzwald 114,4 km/h für das Duo in der Wertung. Nikolai Wolf erzielt 105,2 km/h und vervollständigte zusammen mit Jakob Edmaier (93,9 km/h) das Bundesligatrio des SFZ Königsdorf. Das Juniorentrio vervollständigte am Ende Marc Wachtmeister mit einem Flug vom Hahnweide Wettbewerb.
In den Alpen konnte am Sonntag auf der Südseite gut geflogen werden, so dass der Tabellenzweite aus Italien, der Aec Vol. Adele Orsi sich den Rundensieg, vor dem LSV Pui sichern konnte. Die Italiener holten damit fünf Punkte auf das SFZ auf, das sich durch einen Flug am Sonntag von Arthur Schlothauer noch verbessern konnte und letztendlich auf Rundenplatz fünf landete. In derJunioren Bundesliga spitzt sich der Zweikampf an der Tabellenspitze zwischen Stadtlohn und Königsdorf weiter zu. Stadtlohn bekam für Platz drei 48 Punkte und Königsdorf als fünfter erzielt 46 Punkte, womit Stadtlohn die Tabelle weiterhin knapp vor dem Titelverteidiger aus Königsdorf anführt.
 
Mathias Schunk

 

Dienstag, 23. Mai 2017
AC Braunschweig: 328,92 Speedpunkte bringen guten siebten Rang
Das war erstmals bei Hammerwetter am Wochenende in ganz Deutschland eine wirklich sehr eng beieinander liegende Wertung und so waren wir mit unseren 328,92 Speedpunkten richtig gut dabei.
Für unsere Nachbarn vom Altkreis Isenhagen hingegen blieb mit ihren 309,50 Speedpunkten am Ende nur ein Trostpunkt übrig. Das verdeutlicht einmal mehr, wie extrem umkämpft es in der 1. Segelflug-Bundesliga zur Sache geht.
Am Samstag hatten Knud Dombrowsky und Rolf Wagner mit dem Arcus schon die Rundenwertung eröffnet und aufgrund der herausragenden Streckenflugwetterprognose fokussierte sich das Geschehen natürlich auf den Sonntag.
An diesem Hammertag waren wir mit 12 Piloten und 2 Pilotinnen unter den wunderbaren Cumuluswolken auf Strecke. Der Fläming erwies sich erneut als wahres Thermikparadies und wurde daher umfangreich von unseren Piloten mit in die Streckenführungen einbezogen.
An diesem Sonntag wurden seit langer Zeit mal wieder flächenumgreifende Dreiecksflüge angemeldet und auch erfolgreich absolviert.
Auch unsere drei schnellsten Aufwindjäger waren am Ende unvorstellbar knapp beieinander:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 110,04 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus 2 cM/18m, 109,50 Speedpunkte,
Heiko Braden/Joshua Arntz, Duo-Discus, 109,38 Speedpunkte,
Bennewitz absolvierte ein freies Dreieck mit den Wendepunkten Nienburg, Schwerin sowie Riesa und kommentierte seinen Flug folgendermaßen: „Danke an Caruso für das Übernehmen des Fluglehrerdienstes. Mal wieder sehr cooler Teamflug mit Benno (TEX).“
Seidl flog umd Berlin herum und trieb seinen Ventus zunächst bis zur Feldberger Seenlandschaft. Der zweite Wendepunkt lag östlich von Rothenburg/Oberlausitz im polnischen Luftraum. Ergiebige 973 Streckenflugkilometer standen am Abend auf seiner Uhr.
Braden und sein kongenialer Partner Arntz glitten mit dem Duo-Discus bis in die Region Havelberg und nahmen dann Kurs auf ihren östlichen Umkehrpunkt Hoyerswerda. Der Rundensieg ging erneut mit 339,84 Speedpunkten an die auch mit 76 Punkten die Tabelle anführende SFG Donauwörth-Monheim. Der Aero-Club hat sich etwas Luft verschaffen können und rangiert nun mit 43 Punkten auf Rang achtzehn.
 
Rolf Wagner
 

Philipp Hellwig und Markus Schmied freuen sich nach ihrer Berlinumrundung.

Der östlich von Berlin gelegene Flugplatz Neuhardenberg.

Bennewitz schaute sich Magdeburg aus der Nähe an.

 
Sonntag, 20. September 2015
Worldwide OLC Scores - the Story behind Japan’s best 2015 Flight
Follow Takeshi's exciting wave experience here.
A while ago already, but well worth a story, is Japan’s best 2015 flight, accomplished by Takeshi Saito on May 10. He finished a declared 750k in wave over Japan’s Ou-Mountains, scoring 787.64 OLC-points in his Discus-bT. Takeshi was 2013’s Japanese OLC-Champion. He sent his top-2015-flight-report to OLC Magazine:
“After in 2014, my Discus-bT underwent maintenance, I had set new goals for 2015 and could achieve a FAI 750km badge flight. Our spring season’s soaring weather was a bit strange. I had enjoyed many local wave flights, but no long cross country. Neither from the Nagano area nor at Itakura. Two 750km-attempts, but no success… We expected our last chance for wave on May 10. Kenshi Tagami from Itakura and Shigeru Ishiyama (Nagano) also prepared a task. My crew would be out early in the morning.
At 6am, I checked the weather, already observing rotor clouds from my house. 45 minutes later, Ojiro, a junior instructor, helped to prepare my glider at the airfield. He volunteered to take over my instructor-duty that day.
My task, an FAI 3 turn point 750km, would start at Mt Zao, 35 km NW from Kakuda. Flying along the Ou Mountain range, I planned to use wave created by Mt Zao, Mt Azuma, Mt Adatara, Mt Nasu and again Mt Zao. I took off at 8:15 planning to release near the first rotor clouds. It was severely turbulent, so I released at the secondary’s rotor and started the engine to travel back a bit higher. I found strong lift immediately, retracted the engine and climbed to 6,500ft in rotors until the air went laminar. From 15,000ft in the secondary wave I moved over to the primary to get to my start point. At 8:52, I started my task (12,000ft), climbed up to 20,000ft, and moved southwards towards my first turn point. Mt Azuma’s and Mt Adatara’s wave was weak, barely good enough to maintain altitude. But over lake Inawashiro the lift became stronger. Wave clouds disappeared and only a few rotor clouds remained in the blue. The front edge of the small puffs must be the wave line. Averaging at 94.66km/h against the wind, I finally reached my first turn point at 10:36. Heading back northwards my average speed rose to 160km/h. At noon, I reached turn point No. 2 which unfortunately was not in wave. Two and a half hours later I could clear the third turn point, estimating my finish at 15:30. Three hours before sunset.
I already dreamt of stretching my OLC distance! But reality hurts. On the way to Mt Adatara, wave was okay, but despite several rotor clouds around Mt Azuma, there was no lift and at my finish rotor clouds were dissipating. A lower cloud street along the wind indicated weak wave.
Without gaining altitude at Mt Adatara I needed to climb at Mt Zao to reach my finish altitude. No more clouds were visible, but I expected the primary off Mt Zao and set the course. Sink was increasing and my glide computer estimated a finish altitude of 9,000ft, no margin to loose altitude. I needed to climb! I considered giving up the task, but then figured ‘Wave is not strong, so sink is also not strong?’. Cautiously moving towards the end, my altimeter finally showed 10,164ft! Whew! Unfortunately my oxygen bottle was almost empty, so I landed at Kakuda’s airfield to celebrate with my friends.
Kenshi Tagami from Itakura flew the same course, attempting a 1,000km, but further up north the wave was weak and he needed his engine. Shigeru Ishiyama did not fly the Ou-Mountain range. He accomplished 637km in Japan’s Central Alps.
My goal for the next season is 1000km. In 2015, my club really enjoyed to compete with pilots from other fields. In 2016 Japanese pilots will continue to fly in ‘poor conditions’. I dream of soaring to become a major sport in Japan and therefore share our achievements with the World on OLC.”
 
Elke Fuglsang-P. (OLC Magazine)
Pictures: Takeshi Saito
 
Flying over a rice field lake Nicely visible wave Takeshi's fine glider

 

Mittwoch, 16. September 2015
Der 6. FAI Sailplane GP ist Geschichte
Am vergangenen Wochenende ging der Grand Prix 2015 im norditalienischen Varese mit einem Überraschungssieger zu Ende. Der 22jährige Franzose Maximilian Seis verwies Christoph Ruch(FRA) und Sebastian Kawa(POL) auf die Plätze. Offensichtlich gelang es dem „Newcomer“ sein fliegerisches Talent optimal mit den vorgefundenen meteorologischen und regionalen Bedingungen zu kombinieren. Herzlichen Glückwunsch!
An 5 Tagen konnten Strecken zwischen 150 und 250km geflogen werden. Die Aufgaben führten immer Jojo-artig ins gleiche Terrain, oft um mehrere Wendepunkte mit zum Teil sehr kurzen Schenkeln. Da die höheren Berge wegen der niedrigen Arbeitshöhen unerreichbar blieben und die Ebene nur teilweise thermisch brauchbar war, hatten die Tasksetter kaum Alternativen. Auf das Geschehen in der Luft wirkten sich diese Rahmenbedingungen so aus, dass die Piloten in der Regel ihren Erfolg im Pulk suchten und auch fanden. Versuche, mit individuellen Entscheidungen zum Erfolg zu kommen waren meist erfolglos. Eine Ausnahme war der 3.Tag, an dem Tilo Hoilghaus(GER) das Glück des Tüchtigen hatte. Häufig hüpfte der Pulk von Aufwind zu Aufwind, immer knapp über dem Relief und die Herausforderung bestand darin, in die Poleposition für den Endanflug zu gelangen: on top of the gaggle. Kleinste Fehler waren bei dem hohen Niveau der Konkurrenz und den kurzen Distanzen nicht mehr auszugleichen. Dass dies nicht nach jedermanns Geschmack war liegt auf der Hand. Der Gewinner des vergangenen GP und frischgebackene Europameister der Clubklasse Didier Hauss äußerte sich mehrfach enttäuscht über diese Art der Fliegerei; dies sei nicht das, was er unter GP-Fliegen versteht.
Eine ganz eindeutige Verbesserung gegenüber der Vergangenheit war die Liveübertragung der Flüge mit tollen Optionen der Animation, dies machte ein Mitverfolgen der Füge zu einem Vergnügen. Die gute, fachkundige Kommentierung und Berichte rund ums Geschehen von „Gridwalk“ bis Nachberichte über Flüge und einzelne Portraits rundeten das Ereignis medial ab.
Wie so oft in der Wettbewerbsfliegerei werden die Erfolgreichen manches positiver in Erinnerung behalten, als die, die mit weniger Fortune unterwegs waren.
 
Georg Theisinger (OLC Magazin)
Fotos: Tilo Holighaus
 

 

Freitag, 11. September 2015
Jim Payne: Ex F16-Pilot und nunmehr Rekord-Segelflieger
Eigentlich hat der ehemalige F16-Pilot und frühere Chef der US Air Force Testpilotenschule auf der Edwards Airforce Base momentan eine sehr spannende Mission zu erfüllen, denn der Perlan II Segler geht jetzt in die Testphase. Und wer anderes als Jim Payne sollte dies wohl tun ... denn schießlich ist er ja Chef-Pilot des Projektes und einer der Hauptakteure!
Zum OLC-Finale nimmt er sich dennoch gern ein paar Tage frei, um exklusiv vor deutschem Publikum von seinen Flügen, Expeditionen und Erlebnissen zu berichten und ein bisschen Zukunftsmusik zu spielen.
Als Berufspilot hat Jim einen großen Teil seiner Karriere im Cockpit verbracht. Anfang der 90er Jahre kaufte er mit seinem Bruder Tom zusammen eine ASH 25. Die Payne-Brüder wollten an Wettbewerben teilnehmen und Rekorde brechen. Sie flogen über 1000 Stunden gemeinsam bevor sie Dennis Tito begegneten und alle drei aktiv ins Perlan Projekt mit einstiegen.
„Die Idee des OLC ist für mich die perfekte Lösung sportorientiert zu fliegen, mich mit anderen zu messen und so meine Leistungen kontinuierlich zu verbessern. In meiner Heimat sind die Wege zu zentralen Meisterschaften oft sehr weit, und kosten eine Menge Zeit. Wenn dann auch noch das Wetter nicht passt … Dank des OLC kann ich aber vor meiner Haustür eine gute Wetterlage abwarten und dann punkten wenn alles passt.“ Inzwischen hält Jim den Allzeit-OLC-Plus-Punkterekord, und kann daneben eine lange Reihe von Geschwindigkeitsrekorden für sich verbuchen: „Rekorde spornen mich an. Eine neue Bestleistung aufzustellen befriedigt mich. Mit einer F-16 kann jedermann schnell fliegen, aber mit dem Segelflugzeug ist es ein ganz anderes Ding weit und schnell zu sein.“
Besonders stolz ist er auf die Lilienthal Medaille, die ihm im Jahr 2001 für seine bahnbrechenden Wellenspeedrekorde verliehen wurde. (Diese höchste internationale Auszeichnung der FAI wurde 2010 übrigens auch Reiner Rose für seine innovativen Ideen zur Weiterentwicklung des Segelflugsports im OLC zuteil).
Seit Einführung der OLC-Speedwertung findet man den sympathischen US-Piloten regelmäßig ganz oben auf der Rangliste, nicht nur nach dem Ostersonntag 2015 (255 km/h über 1000 km). Seit 2011 ist der Amerikaner ununterbrochen Weltspitze und führt ebenfalls die Weltrangliste im OLC-Plus an!
Aber Jim Payne, der auf das Rufzeichen „JetPilot“ hört, ist nicht nur ein herausragender Pilot, er versteht es auch seine Erfahrungen weiterzugeben. Seine Vorträge sind in den USA sehr beliebt und auch in Argentinien, wo er mit dem Perlan Team die vergangenen vier Südsommer verbracht hat, lässt man sich von Jim Paynes Wellenerlebnissen mitreißen. Speed-Fans, höhen- und wellenbegeisterte Segelfliegerinnen und -flieger dürfen sich auf diesen besonderen Gast am Fuße der Wasserkuppe freuen. Spannende und hautnahe Erlebnisse, gespickt mit atemberaubenden Bildern.
Das OLC-Team ist sehr stolz, diesen großartigen Piloten der deutschen Segelflugwelt am 3. Oktober in Gersfeld zu präsentieren.
 
 
Mit einer F-16 kann jeder schnell fliegen ... Mindens "Korridor des Windes" Schampus auf einen Wellentag in Argentinien

 

Mittwoch, 09. September 2015
Grand Prix Finale Tag 3: Tilo Holighaus gewinnt
Am dritten Wertungstag sah es morgens bei Nieselregen nicht nach fliegen aus. Aber wie vorhergesagt klarte es mittags auf und die Wetterbedingungen erlaubten eine kleine Aufgabe (150km) um 3 Wendepunkte. Die Thermik reichte am Rande der ersten Berge gerade bis knapp über die Bergkuppen und war auch weder so gut wie erhofft noch wirklich zuverlässig. Wer einmal unten rausfiel hatte schlechte Karten. Der amtierende Grand Prix Champion Didier Hauss musste (wollte?) sein Glück in niedrigster Höhe an den Hängen probieren, kam erstaunlich zügig voran, aber an der westlichen Wende kam er dann endgültig in die Bredouille, da er keine Thermik fand, um die etwas abseits der Hänge liegende Wende sicher umrunden zu können. Bewundernswert, dass er den Flug dennoch zu Ende brachte.
Bis ca. 70 km vor dem Finish krabbelte der Pulk an den Bergen in etwas höherem Niveau mit immer wieder schwachen Bärtchen voran. Da die letzte(östliche) Wende etwas südlich vom Relief lag musste man entweder einen relativ großen Umweg an den Bergen entlang in Kauf nehmen oder mehr auf Kurs im Flachen auf Steigen hoffen. Tilo sah schon nach dem Ausklinken, dass auch im Flachen Flusen zu sehen waren, entschied sich für den direkten Weg und wurde mit einem unerwartet guten Bart(2,5m/s) für seine Individualität belohnt, der ihm die Endanflughöhe brachte. Werner Amann(AUT) nahm denselben Weg, hatte das Steigen etwas schwächer und ging trotz 200m weniger Höhe in den Endanflug, den er erstaunlicherweise ohne Strafsekunden für Höhenunterschreitung an der Ziellinie als zweiter zu Ende brachte. Knapp danach ging Kawa(POL) als Erster des Pulkes über die Linie.
In der Gesamtwertung teilen sich Galetto und der junge Franzose Maximilian Seis, der mit seinen konstanten Leistungen Staunen erweckt den ersten Platz.
 
Georg Theisinger(OLC Magazin)
Foto: Tilo Holighaus
 
 
Montag, 07. September 2015
Grand Prix Finale Varese 2015
Der Comer See. Foto: Tilo Holighaus
Seit Samstag gehen 20 Toppiloten aus der ganzen Segelfliegerwelt auf Geschwindigkeits- und Punktejagd in den norditalienischen Alpen. Die Alpensüdseite bietet um diese Jahreszeit noch akzeptable Flugbedingungen. Das Wetter des ersten möglichen Tages am Samstag war jedoch noch so feucht, so dass nach dem Schlepp der Tag neutralisiert wurde. Am Sonntag und Montag wurden dann die ersten Tasks geflogen. Beide Aufgaben erstreckten sich in West-Ost-Richtung , im Prinzip nördlich einer Linie Varese-Bergamo. Dies ergibt eine große Variationsvielfalt bei der Streckenwahl: man fliegt im hohen, mittleren oder zur Not auch im ganz flachen Niveau.
Das 170km lange, flache Jojo wurde eine Beute der französischen Piloten: Maximilian Seis, Christophe Abadie und Christophe Ruch belegten das Podium. Das Rennen selbst war von einem Spitzenpulk geprägt, der dann auch in Sekundenabständen über die Ziellinie kam. Die beiden schnellsten, Roman Mracek (CZE) und Meister Kawa(POL) verloren ihre Führung durch 40 Strafsekunden wegen Höhenverstössen an die Franzosen.
Die zweite Aufgabe bot dem mehrfachen nationalen und internationalen Meister Giorgio Galetto die Gelegenheit seine Genialität, ganz besonders in dieser Region zu präsentieren.
Die perfekte Liveübertragung (Silent Wings) am Bildschirm incl. fachkundiger Kommentierung zeigte das Potential eines Grand Prix von seiner besten Seite.
Giorgio wählte an einer entscheidenden Stelle auf dem Weg nach Osten eine etwas südlichere Route, die ihm ermöglichte große Strecken am Hang zu fliegen, während die weiter nördlich fliegende Konkurrenz immer wieder kurbeln musste um die höheren Grate queren zu können.
Auf dem Schenkel nach Westen blieb Giorgio bei seiner Strategie und kam dadurch nach und nach auf einen Vorsprung von 10-15 km. Der Kampf um Platz 2 wurde in einem 10er -Gaggle entschieden: Mracek, Kawa und die drei Musketiere waren vorne mit dabei.
Zwischenstand nach 3 Tagen: Galetto, Abadie, Seis, Mracek, Ruch, Kawa. Es würde nicht wundern, wenn der Sieger am Ende der Woche aus diesem Sextett käme.
 
Georg Theisinger (OLC Magazin)
 
Samstag, 05. September 2015
FAI Sailplane Grand Prix World Final starts 5th of September

The countdown to one of the most exciting and competitive sporting events this fall has started. On the 5th of September, 20 of the best pilots in the world will be coming to Varese, Italy, where they will compete for the title of FAI World Sailplane Grand Prix Champion.
Using the latest 3D presentation and video technology, the organising team at Varese will bring you all the drama, tension and excitement live, with race coverage every afternoon from 5th to 12th of September. Follow all the action, including race highlights and news available each evening, at http://www.sgp.aero/final2015





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24. Mai

Superwochenende für die LSG Fallersleben

OLC Finale 2016
1. Oktober um 13.00 Uhr
Poppenhausen
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