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Bei Fragen und Anregungen

... könnt ihr Euch direkt an unsere Service-Mail wenden: rc@onlinecontest.org

 

OLC für Modellsegelflieger: Erlebnis Streckenfliegen

Schon seit über 15 Jahren Jahren ist der Online Contest (OLC) bei den personentragenden Segelfliegern der absolute Renner. Auf der kostenlosen Internetplattform können alle, die einen entsprechenden Logger im Segelflugzeug dabei haben, nach dem Flug ihre Datei hochladen und diese sofort im Anschluss nicht nur barographisch (Höhenprofil) und geografisch (Google-Maps Karte) auswerten, sondern auch - mit Punkten bewertet - miteinander in Vergleich treten. Das Prinzip ist einfach und die Plattform intuitiv bedienbar und jeder kann sofort mitmachen. So ist es kein Wunder, dass OLC innerhalb kurzer Zeit eine so große Fangemeinde gewinnen konnte: Derzeit rd. 15.000 Teilnehmer in aller Welt ;-).
Warum also kein OLC für uns Modellsegelflieger?

 

Unser Ziel…

… ist es, allen Modellsegelfliegern eine ganz neue Welt zu eröffnen. An einem guten Thermiktag kann sich mit dem RC-OLC z.B. ein einzelner Pilot, der gerade auf der Teck einen super Flug abgeschlossen hat, mit einem Piloten im Norden der Republik messen, obwohl vielleicht hunderte Kilometer zwischen den beiden liegen und sie sich evtl. noch gar nicht mal kennen. Das Ziel der RC-OLC Macher war von Anfang an, dass der Einstieg sehr einfach sein muss und die Anschaffung des notwendigen Equipments darf auch nicht viel kosten. Der dezentraler Vergleich ist eine Möglichkeit wie sich begeisterte Piloten aus allen Winkeln der Republik und darüber hinaus kennenlernen können um gemeinsam dem spannendsten Sport der Welt zu frönen. 

Hier den ganzen Artikel lesen (Achtung: Der Text ist die Regeln betreffend nicht mehr up-to-date).

 

How To – oder: Wie funktioniert der OLC für RC-Segelflieger?

 

1) Um was geht es beim RC-OLC?

Der RC-OLC ist ein dezentraler Vergleich für Modellsegelflieger. Im Gegensatz zu zentralen Wettbewerben mit reiner Zeitwertung (z.B. F3J oder  F5J ), ist der RC-OLC ein Streckenflugvergleich. Dabei gilt es, genau wie im OLC der personentragenden Segelflugzeuge, Thermik zu finden, auszunutzen und in Strecke umzusetzen. Beim RC-OLC gibt es, ganz nach dem Motto „Mal schaun was heute geht!“, weder eine festgelegte Flugzeit, noch eine fest vorgegebene Strecke. Stattdessen ist kreatives Fliegen und langes Obenbleiben angesagt. Teilnehmen kann jeder, unabhängig von Zeit und Ort - es gibt weder feste Termine noch Austragungsorte. Geflogen wird auf einem Modellflugplatz oder aber auf der "grünen Wiese".

Jeder Teilnehmer führt im Modell einen GPS Logger mit, der den Flug im fälschungssicheren IGC-Format aufzeichnet. Per SD-Speicherkarte oder Kabel wird der Flug vom Piloten am PC ausgelesen und anschließend in den OLC hochgeladen. Der OLC Server analysiert den Flug und errechnet anhand der geltenden Regeln die erflogenen Punkte. Alle eingereichten Flüge werden in einer Wertung dargestellt. So können sich die Teilnehmer weltweit mit anderen Modellpiloten messen, von ihnen lernen und stetig die eigenen Fähigkeiten verbessern.

... hier findet ihr einen Beitrag von Peter Stöhr, einem engagierten F5J-Piloten aus Bayern, zum Thema ;-)
 

2) Was brauche ich um teilzunehmen?

Zur Teilnahme beim RC-OLC wird ein Modellsegelflugzeug (egal welche Spannweite, mit oder ohne Antrieb) sowie ein GPS-Logger mit barometrischer Höhenmessung benötigt (ideal ist es, wenn der Logger auch über eine Geräuschaufzeichnung verfügt). Entsprechende Geräte gibt es für rund 130 Euro im Fachhandel (z.B. GPS Logger von SM-Modellbau oder RC GPSlog von RC Electronics). Der Logger kann unkompliziert per Y-Kabel angeschlossen werden und benötigt keine separate Stromversorgung. Der Logger von SM Modellbau ist voll in die Telemetrie des Senders integrierbar ( z.B. Jeti, M-Link, HoTT ...) und kann somit als vollwertiges Variometer genutzt werden. Die Ausstattung für die Teilnahme beim RC-OLC ist damit perfekt.

 

3) Wie muss ich meinen Logger konfigurieren?

Derzeit gibt es zwei Loggertypen, mit denen die Teilnahme am RC-OLC möglich ist:
GPS Logger von SM-Modellbau und der RC GPSlog von RC Electronics
(da für den RC GPSlog keine weiterführende Dokumentation in deutscher Sprache zur Verfügung steht, beschränkt sich diese Anleitung auf den Logger von SM-Modellbau)

Vor dem ersten Wertungsflug muss der Logger konfiguriert werden. Beim GPS-Loger von SM-Modellbau werden die Einstellungen über das Programm "SM GPS-Konverter" vorgenommen, welches bereits auf der mitgelieferten Speicherkarte vorhanden ist. Alternativ kann es hier heruntergeladen werden.

Um den Logger nun programmieren zu können, muss der Computer auf die Speicherkarte zugreifen können. Die Einstelldaten werden beim nächsten Einschalten des Loggers dann automatisch von der Karte in das Gerät übernommen.

a. Unter dem Reiter "GPS Einstellungen" wird der IGC-Modus aktiviert. Nun schreibt der Logger auf die Speicherkarte die absolvierten Flüge im fälschungssicheren IGC-Format (diese Format ist für die Teilnahme beim RC-OLC zwingen erforderlich).

b. Dringend empfohlen wird eine Aufzeichnungsrate von 1 Hz (das ist die von der FAI vorgegebene Aufzeichnungsrate, mit der FAI-Rate taktet auch das OLC-System, niedrigere Aufzeichnungsraten ergeben keine höhere Genauigkeit).

c. Startmodus auf ">20 km/h" oder ">20 Meter" setzen (bitte aufpassen, am Hang könnte es hier zu Problemen in Form von Dokumentationsfehlern kommen, deshalb kann am Hang der Startmodus "3D-Fix" die bessere Wahl sein, aber in diesem Fall muss Autostopp auf "AUS" gesetzt werden).

d. Autostopp auf "Landung" setzen.

e. Unter dem Punkt "IGC Einstellungen" können (optional) bereits Pilotendaten hinterlegt werden. Damit entfällt die manuelle Eingabe beim Hochladen des Fluges.

f. Beendet wird die Konfiguration mit Kick auf den Button "Einstellungen auf Speicherkarte sichern".

g. Die Speicherkarte wird wieder in den Logger gesteckt.

h. Nun kann es losgehen: Sobald die LED am Logger grün leuchtet, besteht Kontakt zu den Satelliten und der Logger wird mit der Aufzeichnung beginnen, wenn die Kriterien ">20 km/h" oder ">20 Meter" erfüllt sind. Beim Startmodus "3D-Fix" ist die blinkende grüne LED das Zeichen dafür, dass die Aufzeichnung schon begonnen hat und man kann starten (Autostopp auf "AUS"!). Der Logger verrichtet nun ohne Zutun des Piloten seine Arbeit. Für die Startmodi ">20 km/h" oder ">20 Meter" und in Verbindung mit  Autostopp auf "Landung" gilt: Nach der Landung das Modell am Landeort für 10-15 sec. liegen lassen, damit der Logger das File 'abschließen' kann, denn für jeden Start wird nun automatisch ein neues File angelegt.

Wichtig:  Der Einbau des Loggers unter CFK ist unbedingt zu vermeiden, denn die Abschirmung führt zu teils erheblichen Dokumentationsmängeln. Da im GPS Logger 2 zur Dokumentation des Motorlaufs ein Geräuschsensor (ENL) integriert ist, sollten auch störende Nebengeräusche vermieden werden (z.B. Verwirbelungen an Haube und Flügel-Rumpf-Übergang ... Profis kleben hier mit Tape ab!). Ein z.B. außen am Modell verbauter Logger würde zu einem starken Geräusch und damit zur Ungültigkeit des Fluges führen. Dass der Motor während des Wertungsfluges nicht in Betrieb war, muss einwandfrei nachvollziehbar sein (optische Erkennung in der ENL-Aufzeichnung).

 

4) Was ist meine Flugaufgabe?

Beim RC-OLC gilt es, unter Ausnutzung von thermischen Aufwinden, in Form von variablen Runden vorher nicht festgelegte Dreiecke zu erfliegen. Eine Runde (sie schließt das freie und flächige Dreieck ein) wird beim Start-Ziel-Kreis (SZK) gestartet und endet im Start-Ziel-Kreis (SZK). Die Endhöhe muss dabei größer oder gleich der Starthöhe sein. Da sich die Thermik im Laufe eines Wertungsfluges ständig ändert, gilt es den Kurs bei jeder neuen Runde optimal anzupassen. Da der Pilot seine Flugstrecke frei bestimmt, kann jede Runde ein völlig anderes Dreieck ergeben.

Der Flug wird nach dem Melden von OLC Server analysiert und die bestmöglichen Dreiecke werden automatisch berechnet und bepunktet. Im Idealfall kommen bei einem Wertungsflug mindestens 10 gültige Runden zustande, die aber nicht am Stück erflogen werden müssen. Ein Wertungsflug mit 10 gültigen Runden kann dabei eine Stunde oder auch länger dauern.

Berechnung der Punkte: Die 10 schnellsten Runden eines Wertungsfluges werden zusammengezählt und die Geschwindigkeitssumme durch 10 geteilt.

Wichtig: Für einen gültigen Wertungsflug müssen nicht immer 10 Runden zusammenkommen. Gibt das Wetter nicht mehr her, reicht bereits eine Runde, um (dann aber entsprechend wenig) Punkte zu erhalten.
 

5) Der Start-Ziel-Kreis (SZK)

Der Start-Ziel-Kreis (SZK) markiert den Start und das Ende einer jeden Runde. Der Mittelpunkt des SZK ist der Ort, an dem der Motor abgestellt wird (Identifikation durch die ENL-Aufzeichnung, oder über den Peak bei einem Logger ohne ENL-Aufzeichnung). Diesen Ort, über dem der Motor abgestellt wird, kann der Pilot frei wählen.  Er sollte aber schon vor dem Start bekannt und auch am Boden markiert sein (Referenzmarke wie Baum/Strauch oder Senderkoffer). Nun beginnt der Wertungsflug. Bei der Rückkehr wird erneut in den Start-Ziel-Kreis eingeflogen, um die Runde zu schließen (im Prinzip muss man nur die Referenzmarke überfliegen, gleich aus welcher Richung man kommt).

Wichtig: Beim Start am Hang, per F-Schlepp, Flitsche, Hochstart oder an der Winde, ist der Start-Ziel-Kreis frei wählbar, muss aber auf direktem Weg angeflogen werden (kein Zick-Zack-Kurs, vorheriges Kurbeln, oder Umkehr). Der Ort dieses gewählten SZK wird bei der Flugmeldung als Wertungsbeginn gesetzt (grüner Balken).

Hintergrund: Mit dieser Regel wird Chancengleicheit zwischen motorisierten- und nicht motorisierten Modellflugzeugen hergestellt. Denn: Piloten von Elektroseglern können ihren Kreis anfliegen und darüber den Motor abstellen. Wird z.B. an der Winde, am Gummi, an der Flitsche oder per F-Schlepp gestartet, ist dies nicht möglich. Deshalb kann in diesem Fall der SZK entweder direkt an die Stelle des Ausklinkens gelegt werden, oder der Teilnehmer fliegt einen frei gewählten Punkt auf direktem Wege an. Wird direkt nach dem Ausklinken, z.B. nach dem Windenstart, ein 180 Grad Return geflogen, um den SZK über die eigene Standposition zu legen, ist dies zulässig.

 

So geht's (Beispiel Eigenstart):

a. Start und steigen auf die gewünschte Höhe

b. Abstellen des Motors über dem vorher bestimmten Start-Ziel-Kreis (SZK) Mittelpunkt (Referenz Bodenmarke) und merken der Höhe

c. Abflug in Richtung der besten Thermikerwartung und beginn des Rundfluges (Ziel: Freies und flächiges Dreieck)

d. Beim Einfliegen in den Start-Ziel-Kreis wird die Runde geschlossen und es beginnt  sofort die nächste Runde.

Wichtig: Eine Runde wird mit dem erneuten Einfliegen in den Start-Ziel-Kreis (SZK) immer geschlossen, auch wenn die Ankunftshöhe niedriger ist als die Abflughöhe (sogenannte "Nullrunden"). Der Antrieb darf nur zum Vermeiden der Landung wieder verwendet werden (kein taktischer Motorlauf). Der eingeschaltete Antrieb beendet gleichzeitig den Wertungsflug und beim Ausschalten wird der Start-Ziel-Kreis (SZK) neu festgelegt.

 

6) Welche Streckenlänge muss ich fliegen?

Beim RC-OLC gibt es keine vorgeschriebene Strecke, wie ein festgelegtes und abzufliegendes Dreieck. Ziel sind Rundflüge mit freier Kurswahl vom Start-Ziel-Kreis (SZK) und wieder zurück, welche flächige Dreiecke einschließen. Da sich die thermischen Bedingungen am Startplatz während eines Wertungsfluges ständig ändern, gilt es, stets die bestmögliche Thermik im Sichtbereich zu erschließen (z.B. nach Wolkenbild oder Gelände). Hier ist die Kreativität des Piloten gefragt, je nach Termikentwicklung kann der Kurs völlig anders angelegt werden (z.B. in eine andere Himmelsrichtung geflogen werden). Gewertet werden Dreiecke, die größer/gleich als die in den Regeln festgelegte MinTria oder kleiner/gleich als die MaxTria sind. Das größtmögliche (und damit schnellste) Dreieck einer jeden Runde ermittelt der OLC-Server nach dem Hochladen automatisch. Wurde die Maximalstrecke bei einem Dreieck überschritten, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit anhand der maximal möglichen Streckenlänge (MaxTria) berechnet.

MinTria und MaxTria bemessen sich an der Spannweite des Modells. Hier geht es zur Übersicht.
 

7) Was ist bei den An- und Abfluggeschwindigkeiten zu beachten?

Beim Abflug aus dem Start-Ziel-Kreis darf eine festgelegte Maximalgeschwindigkeit nicht überschritten werden. Diese bemisst sich ebenfalls an der Spannweite des Modells und kann hier nachgelesen werden (Spalte StartSpeed Limit). Die Maximalgeschwindigkeit gilt für alle Runden eines Wertungsfluges, nicht nur für den ersten Abflug. Sie muss also insbesondere dann beachtet werden, wenn nach dem Beenden einer Runde mit dem Durchfliegen des Start-Ziel-Kreises direkt eine neue begonnen wird.

 

8) Wie melde ich meinen Flug?

So geht's:

a. Anlegen eines Benutzers:

     Für die Teilnahme beim RC OLC ist ein Login erforderlich. Die Anmeldung ist in wenigen Schritten erledigt:

   - Klick auf "ModelGliding"

   - Menü "Teilnehmer", Klick auf "Teilnehmeranmeldung"

   - Ausfüllen des Formulars, Häkchen bei "Modellflieger" setzen. Alle Felder, die nicht den Modellflug betreffen, können vernachlässigt werden

b. Hochladen des Fluges:

    Nachdem die Anmeldung erfolgt ist, können Flüge im IGC-Format hochgeladen werden.

   -  Einloggen

    - Menü "Flugmeldung", Klick auf "Direktmeldung"

    - IGC-Datei auswählen und Klick auf "Upload"

c.  Festlegen von Flugzeug und Wertungszeitraum:

    - Nun folgt das Festlegen des Wertungszeitraumes. Hierbei wird mit der Maus oder per manueller Eingabe der Start (= der vom Piloten definierte Mittelpunkt des Start-Ziel-Kreis) und

      das Ende des motorlosen Fluges festgelegt. Was hierbei zu beachten ist, wird in How To Punkt 9 erläutert. Bitte unbedingt aufmerksam durchlesen (häufigste Fehlerquelle)

   - Auswahl der Spannweite und Eingabe des Flugzeugtypes. 

d. Zustimmung der Nutzungsbedingung und Datenschutzerklärung

e. Speichern

 

Die Teilnehmeranmeldung ist der erste Schritt.

Häkchen setzen bei "Modellflieger".

Direktmeldung eines Fluges

Nach dem Hochladen wird der Wertungszeitraum festgelegt und das Flugzeug ausgewählt.

Mit der Maus wird der Zeitpunkt gewählt, an dem der Motor ausgeschaltet wurde (grüne Linie) sowie der Zeitpunkt des Wiederstarts des Antriebs bzw. die Landung (rote Linie).

Nach der Auswahl der Spannweite und Eintragen des Modelltypes kann der Flug gespeichert werden.

 

9) Festlegen des Wertungszeitraumes

Bei der Flugmeldung muss der Wertungszeitraum manuell festgelegt werden. Je nach Startart und verwendetem Logger müssen hier wichtige Details beachtet werden:

a. Eigenstart mit ENL-Logger

Bei dieser Startart wird der Zeitraum des antriebslosen Fluges durch den ENL-Schrieb markiert. Der Wertungszeitraum beginnt mit dem Ausschalten des Antriebes (= Setzen des Mittelpunktes des Start-Ziel-Kreises) und endet mit dem Wiederstart des Motors zur Vermeidung der Landung, bzw. der Landung. Mit der Maus wird der grüne Balken auf den Zeitpunkt "Motor AUS" (Ende des durchgehenden gelben ENL-Balkens) gesetzt, der rote Balken entsprechend auf den Zeitpunkt "Motor AN". Zur besseren Visualisierung kann in das Diagramm hineingezoomt werden. Alternativ lässt sich die Zeit im Barogramm ablesen und manuell eingeben.

Wichtig: Der Start-Ziel-Kreis wurde vom Piloten durch Abstellen des Antriebes exakt markiert. Ein nachträgliches Verschieben des Wertungsbeginns (z.B. weil der Kreis nicht getroffen wurde) zum Erlangen einer Wertung ist nicht zulässig.

Genau Start/Endzeitbestimmung:

Da es mitunter schwer sein kann, mit dem Mauszeiger den Balken auf die richtige Stelle zu setzen, gibt es die Funktion "Genaue Start/Endzeitbestimmung", welche bei der Flugmeldung über einen Button unter dem Barogramm angewählt werden kann. Per Drop-Down Menü werden nun die ENL-Werte des Fluges angezeigt. Für den Wertungsbeginn wird der Zeitpunkt gewählt, an dem der Wert das erste mal signifikant einbricht (leicht erhöhte Werte unmittelbar danach kommen z.B. vom Einklappen der Luftschraube). Die Endzeit wird entweder durch den letzten Punkt (=Landung) bestimmt, oder eben durch einen erneut hohen ENL-Wert (Wiederstart). Mit Klick auf "OK" werden Start- und Endzeit automatisch übernommen.

 

b. Eigenstart mit Logger ohne ENL

Wird ein älterer Logger ohne ENL-Sensor verwendet, muss im Barogramm im Form eines "Peaks" durch Nachdrücken das Abschalten des Motors klar erkennbar sein. An diese Stelle wird nun der Start des Wertungszeitraumes gelegt. Mit dem Ende (roter Balken) wird genau wie bei Startart a verfahren.

c. Start mit der Winde/Flitsche

Beim Start mit Flitsche oder Winde wird der Start-Ziel-Kreis vom Piloten frei gewählt und nach dem Ausklinken auf direktem Wege angesteuert. Zick-Zack-Kurse, Returns oder vorheriges Kurbeln auf dem Kurs zum Start-Ziel-Kreis sind nicht zulässig. Der Mittelpunkt des Start-Ziel-Kreises kann auch identisch mit dem Ausklinkpunkt sein, muss er aber nicht.

Nach dem Hochladen wird der Start des Wertungsfluges (grüner Balken) auf die Position des vorher gewälten und angeflogenen Start-Ziel-Kreises gelegt. Die Landung markiert das Ende des Wertungsfluges (roter Balken).

 

 

d. Handstart am Hang

Hierbei wird verfahren wie bei Punkt c. Mit dem Unterschied, dass der Mittelpunkt des Start-Ziel-Kreises direkt auf den Zeitpunkt gelegt werden kann, an dem das Modell aus der Hand ist. Liegt der Start-Ziel-Kreis abseits davon, ist er ebenfalls auf direktem Weg anzufliegen.

 


10) Erkennen von Fehlern im Action-Log

Beim Action-Log handelt es sich um ein Protokoll, welches der OLC-Server bei der Analyse des hochgeladenen Fluges generiert. Darin sind alle wichtigen Flugparameter aufgelistet, die entscheidend für die Gültigkeit und die Wertung des Fluges sind. Anhand der Daten lässt sich schnell erkennen, wieso z.B. eine Runde nicht bepunktet wurde. Anhand der Erkenntnisse aus dem Action-log, kann der Teilnehmer seine "Fehler" erkennen und künftige Flüge optimieren. 

Überblick:

Das Action-Log wird sichtbar, wenn in der Flugansicht nach unten gescrollt wird (User muss eingeloggt sein). Aufgeführt sind darin zunächst folgende allgemeine Daten des Fluges:

- Status (gewertet oder nicht)

- Validierung (Fälschungsprüfung)

- Qualität des hochgeladenen Files

- Anzahl der gefundenen Runden

- MinTria und MaxTria, welche durch die Auswahl der Spannweite festgelegt wurden

Es folgen die spezifischen Daten der einzelnen Runden:

- Ermittelte Streckenlänge des Dreiecks

- Start- und Endzeit der Runde

- Abfluggeschwindigkeit und das Speed-Limit der jeweiligen Spannweitenklasse

- Start- und Ankunftshöhe

- Durchschnittsgeschwindigkeit wenn gültige Runde

Der Teilnehmer kann nun anhand dieser Daten auf einen Blick erkennen, wieso er für seinen Flug Punkte erhalten hat, oder eben nicht. Ausschlaggebend dafür sind folgende Kriterien:

a) Streckenlänge (scoring distance)

Anhand der angegebenen MinTria und dem Vergleich mit der geflogenene Strecke lässt sich erkennen, ob die Mindeststrecke erreicht wurde. Wenn dies nicht der Fall ist, ist die Runde ungültig.

 

b) Abfluggeschwindigkeit (Start Speed)

Der Pilot darf beim Abflug die für seine Spannweitenklasse geltende maximale Abfluggeschwindigkeit nicht überschreiten. Ist dies der Fall, führt dies ebenfalls zu einer "Nullrunde".

c) Abflug- und Ankunftshöhe

Gemäß Reglement, muss die Höhe bei der Rückkehr in den Start-Ziel-Kreis gleich oder größer als die Abflughöhe sein. In diesem Beispiel (siehe Screenshot rechts) war die Abflughöhe (start altitude) größer als die Ankunftshöhe (end altitude). Somit wurde die Runde nicht gewertet, die Durchschnittsgeschwindigkeit (achieved Speed) beträgt 0.00 km/h.

 

Info-Box
22. Juli in Schwabmünchen:
Präsentation des RC-OLC auf der Segelflugmesse
RC-OLC Partner
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