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Dienstag, 27. Juni 2017
11. Runde Quali-Liga: LSC Bad Homburg baut bei mäßigen Bedingungen Führung aus
Es ist leider wieder eine eher übersichtliche Runde. Von einigen wenigen Flugplätzen Deutschlands werden richtig gute Geschwindigkeitsschnitte erflogen, überwiegend ist die Beteiligung aber eher mau. Schade, da wäre mehr drin gewesen, denn die Teilnehmer sind nicht nur punktuell zu finden. Der Spitzenreiter LSC Bad Homburg ist unter anderem Spitzenreiter, weil er sich genau diesen mäßigen Wetterbedingungen stellt. Zwar sackt er diese Runde nicht für sich ein, aber kann die Führung weiter ausbauen.
Klar sind die Bad Homburger hochmotiviert die Liga-Saison mit einem Aufstieg zu beenden. Schließlich sind sie in den letzten drei Jahren in der Zweiten Bundesliga geflogen und wollen da umgehend wieder hin. Jan Omsels, Deutscher Meister 2013 in der Standardklasse und F1-Grand-Prix-Teilnehmer, ist als Segelflugreferent eine wichtige Kraft den Leistungs-Streckenflug voranzutreiben.
Neben der Nutzung der „schwächeren Tage“ ist dies ein nicht zu unterschätzender Fakt, um einen Verein voranzutreiben. Das haben viele Vereine, die richtig gut unterwegs sind, immer wieder betont. Es braucht den Motivator und auch ein stückweit Organisator.
Horst-Walter Schwager blickt auf die ersten Runden zurück. Ein richtiges Highlight, das besonders heraussticht, gab es nicht. Vielmehr ist es die Konstanz, die von Anfang an an den Tag gelegt wurde. Auch das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, mal ein Rundensieg ist nett, bringt aber in der Summe nicht die Platzierung vorn. Und eine konstant gute Platzierung wiederum schweißt den Verein zusammen und stachelt viele an für die Liga und die Gemeinschaft zu fliegen.
Ein wenig Training – insbesondere für die Junioren- ist eine weitere Zutat des Erfolgsrezeptes. Seit einigen Jahren werden Streckenflugseminare organisiert. Im Winter drückt man die Schulbank und im Sommer wird das praktische Training wie ein kleiner Wettbewerb organisiert. Fluglehrer und allen voran ihr bester Pilot Gerd Spiegelberg, schart zwei bis drei Flugzeuge um sich und fliegt mit ihnen im Team. Eine perfekte und simple Methode seine Leistungen stetig zu verbessern.
Die Voraussetzungen, die Führung zu verteidigen, sind also allemal gegeben. Die Konkurrenz schläft aber nicht.
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Fotos: Horst-Walter Schwager
 
Rundenwertung Quali-Liga: 1. SFV Mannheim (BW) 303,03 Speed/50 Punkte, 2. LSV Bückeburg/Weinberg (NI) 301,86 Speed/49 Punkte, 3. FSV Neustadt/ Weinstr. (RP) 299,34 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 10: 1. LSC Bad Homburg (HE) 355 Punkte, 2. SFC Ulm (BW) 285 Punkte, 3. SFZ Aachen (NW) 278 Punkte
 
Ex-Europameisterin Gisela Weinreich und Streckenflug-Doyen des LSC (er leitet die Streckenflugseminare) Lutz-Volker Benner Das Team des Spitzenreiters Startvorbereitungen

Dienstag, 27. Juni 2017
FLG Blaubeuren: Der Dritte Pilot fehlte
In dieser elften Runde der Segelflug Bundesliga wollten sich die Piloten der FLG in der topten Platzierung halten und festigen. Der starke Westwind sollte seinen Teil dazu beitragen. Gelockt von der Wettervorhersage starteten vier Segler am Samstag zur Punktejagd Richtung Osten. Bei Strecken bis ins Altmühltal kamen hierbei 244 Speedpunkte zusammen. Die reichte jedoch noch nicht, da der Sonntag ebenfalls gut fliegbares Wetter vorhersagte, so mussten erneut schnelle Flüge abgeliefert werden. So starteten der Blaubeurer Junior Lucas Kohn , das Team Christian Müller und Sebastian Wastl sowie etwas später Michael Heiß und Sabine Dieulin.
Zunächst wurden beinahe 100 Kilometer über die schwäbische Alb in den Westen geflogen um anschließend mit Rückenwind die schnellen 2,5 h zu fliegen. Einen nahezu perfekten Flug lieferte erneut der Hoffnungsträger Lucas Kohn ab. Mit seinem Flug über 386 Kilometer steuerte er seinen bisher schnellsten Flug mit 105,08 Punkten bei. Da von Westen her eine Wolkenabschirmung kam reichte es ihm leider nicht nach Hause und er musste in einem Acker bei Lonsee landen um anschliessend von seinen Kameraden im Anhänger abgeholt zu werden. Den zweiten Flug steuerte das Doppelsitzerteam mit 103,58 Punkten bei. Da Heiß und Dieulin durch den späten start nur 59 und 74 Punkte erreichten musste als dritter Flug die 86,59 Punkte von Philipp Söll vom Vortag herhalten. Zu erwähnen ist noch, dass an diesem Sonntag nur 4 Piloten in ganz Baden-Württemberg schneller waren als der Blaubeurer Junior Lucas Kohn. Mit Rundenplatz 11 hielten sich die Blaubeurer auf Tabellenplatz 8.
 
M. Söll
 
Dienstag, 27. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Runde 11 - und wieder hat das Wetter einen bunten Straß an Varianten zu bieten: Fronten, Wind und unterschiedliche Luftmassen. Vor allem dem Fronteinfluss fielen dieses Mal (wieder) die Nordvereine zum Opfer, während es im Süden gleich an beiden Wochenendtagen die Chance gab, Punkte zu erfliegen.
Samstag:
Deutlich im Satellitenbild erkennbar die die breite, wellende Kaltfront eines Tiefs über dem Nordmer. Parallel zur Höhenströmung liegend bewegte sie sich nur sehr langsam nach Südosten, Ganz im Süden lagen ebenfalls noch Reste der labilen Luftmasse der Vortage. Zwischen beiden machte sich eine warme und vor allem weiter abtrocknende Luftmasse breit. Vor allem im Randbereich zur Front im Norden waren in den Morgenstunden noch deutliche Wellen zu sehen, deren Strukturen sich im Bild von 12UTC bereits etwas verloren haben - ein klares Indiz für die hier deutlich spürbare Windkomponente.
Sonntag:
In der Nacht zum Sonntag sollte dann etwas Schwung in das Wettergeschehen kommen: Angetrieben durch einen/Tief Trog über den
britischen Inseln kam die Front nun etwas raschen nach Südosten voran und lag nun in einem Streifen zwischen Nordschwarzwald und Fläming. Da rückseitig der Nachschub an Feuchte nicht abreissen wollte und auch ein Tief über Südosteuropa seine hohen Cirren bis über die Ostalpen und nach Tschechien hinein schob. war der fliegbare Streifen sehr eingeschränkt. Zumindest die Alb konnte aber noch mit durchaus brauchbarem Wetter aufwarten.
Wer hat was draus gemacht?
Viele haben etwas draus gemacht! So sind in beiden Ligen bei meisten der Teams zu Punkten gekommen. Dabei fällt auf, dass eine ganze Reihe von Flügen nicht vom Heimatplatz aus durchgeführt wurde - sei es, weil man für einen Wettbewerb sowieso unterwegs war oder aber, weil man sich die Mühe gemacht hat, auf der Straße Anschluss an die fliegbaren Wetterräume zu gewinnen. Die Flugspuren von Samstag und Sonntag spiegeln schon deutlich diese Wetterräume wieder, zeigen aber doch die eine oder andere Auffälligkeit:
Samstag unter der Front im Norden war thermisch nicht viel zu holen. Wenn man aber wie die Rintelner passend zum Wind den Hang gleich am Platz hat, kann man auch unter 8/8 seine Punkte holen. Und da der Hang lang genug ist, war für die Piloten aus dem benachbarten Oerlinghausen auch noch Platz genug.
Ebenfalls stark frequentiert war das Rheintal, wo mit den Landauern (Rundensieger in Liga 2) und den 2 Teams aus Ludwigshafen-Dannstadt durchaus ein Liga-Hotspot entstehen kann, wenn die Wetterräume etwas eingegrenzt sind. Und ebenfalls deutlich sichtbar
sind die Spuren von der DM in Zwickau, wo an beiden Tagen ein nicht unerheblicher Anteil der gemeldeten Flüge stattfand. So lassen sich die Kurse in den Flugspuren nochmal nachverfolgen.
Auch wenn das Wetter regional, manche würden auch "selektiv" sagen, war es durchaus großräumig und schnell. So schaffte es der Rundensieger LSG Bayreuth, mit 369km/h den in dieser Saison bislang besten/schnellsten Wert zu erreichen. Dabei machten Alex Müller (127km/h) und Clemens Pape (126km/h) und Heiko und Ylva Hetrich (116km/h) vor, wie es geht:
Erst gegen den Wind - in diesem Fall von Bayreuth aus bin an den Odenwald -, und dann mit Rückenwind bis in die Lausitz. Für Alex kamen in den 2,5 dabei fast 400km zusammen.
Mit einer ganz ähnlichen Taktik, aber auf der anderen Seite der Republik waren die SFG Giulini/Ludwigshafen untertwegs. Aus dem
Rheintal heraus ging es bis nach Frankreich hinein, wo noch deutlich mehr Cumuli, und dann auch Ausbreitungen standen. Nils Koster (101km/h), Dieter Bartek (113km/h) und Karsten Knoop (107km/h) sorgten hier für Kilometer und Punkte. Am Samstag-Abend hatte mit den schnellen Hangritten der LSV Rinteln noch Platz 3 inne. Am Sonntag legte die SFG Donauwörth-Monheim aber nochmal nach: Allen voran Andy Offer, der in der knappen Wetterlücke (s.o.) 115km/h schaffte. Aber auch Wolfgang Köckeis (112km/h) und David Bauder (110km/h) konnten sich gegenüber dem Vortag nochmal verbessern, und ermöglichten damit den Sprung vom zwischenzeitlich 11. Platz auf Rang 3. Damit rücken sie mit nun 115 Punkten in der Gesamtwertung näher an den führenden LSR Aalen heran (131 Punkte). Auf Rang 3 kann sich die FG Schwäbisch Gmünd vorschieben, die damit ihren Trend nach oben weiterführt. Das SFZ Königsdorf rutscht damit auf Rang 4 ab. Die führen wiederum weiterhin souverän die Junioren-Liga an. Da Stadtlohn wettertechnisch nicht punkten konnte, konnten sie die Führung sogar noch weiter ausbauen.
Auch in Liga 2 zählen die Niederrheiner zu den Verlierern. Bei ohnehin schon sehr knappen Punkteabständen wird ein "Nuller" erbarmungslos bestraft und die SFG Stadtlohn findet sich nach Runde 11 nur noch auf Gesamtplatz 4 wieder (126 Punkte). Unmittelbar
davor - nur um einen einzigen Punkt getrennt - rangiert der FLC Schwandorf, die aber auch nur diesen einen Punkt hinter dem LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn liegen. Diese hatten in dieser Runde ihren Startplatz nach Reinsdorf verlegt und so zumindest einen Punkt holen können.
Platz 1 nimmt nun der AC Lichtenfels ein. Jan Kretzschmar (116km/h), Markus Reuß (101km/h) und Gerd Peter Lauer (89km/h) nutzten ebenfalls den Samstag. Platz 2 in der Runde machen sie nun vom Jäger (Vorwoche Rang 4) zum Gejagten, denn 5 Punkte sind wahrlich kein Polster, schon gar nicht in der so ausgeglichenen Liga 2. In der nimmt der Rundensieger DJK Landau ebenfalls Fahrt auf. Nach einem guten Saisonbeginn und einer zwischenzeitlichen Durststrecke zeigen die Pfälzer nun nach Rundenplatz 5 in der Vorwoche und dem Sieg in dieser Runde eindeutig aufsteigende Tendenz. Georg Theisinger (121km/h), Florian Theisinger (114km/h) und Yannick Frey (99km/h) zeichnen sich in dieser Runde dafür verantwortlich.
So bleibt es in beiden Ligen spannend, und auch beim Wetter, das scheinbar nach der langen Trockenheit so langsam auf Sommer-Monsun umstellt ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Montag, 26. Juni 2017
Der Segelflug im Juli - aerokurier
Abenteuer Südamerika
Zapala in Argentinien eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für ausgedehnte Thermikflüge. Diether Memmert berichtet über außergewöhnliche Flugerfahrungen – mit der ein oder anderen organisatorischen Hürde.
R für Racing
Binder Flugzeugbau hat die ohnehin schon schnelle EB29 weiterentwickelt. Das R steht für Racing, und der neue Flügel ist entsprechend auf hohe Leistung optimert. Neben einem Flugzeugreport berichtet Michael Sommer im Interview über die Vorzüge der EB29R.
Voll auf die Ohren
Headsets sind eine sehr individuelle Angelegenheit: Lärm und Komfort nimmt jeder unterschiedlich wahr, Kopfformen und Ohrgrößen sind von Pilot zu Pilot verschieden. Der aerokurier hat neun gängige Headsets im Labor und im Praxisbetrieb getestet. Das Fazit: Richtig schlecht ist keiner der Kandidaten.
 
 
Montag, 26. Juni 2017
SFZ Königsdorf: Keiner kommt heim, aber Führung ausgebaut
Langes Warten auf die Grauthermik in Königsdorf.
Foto: Mathias Schunk
Jetzt ist leider genau das passiert, was wir alle hofften, dass nie passieren würde, dass der überaus spannende Titelkampf in der U25 Liga Liga durch eine Nullrunde eines der beiden Teams jäh unterbrochen wird. Stadtlohn saß leider im unfliegbaren Wetter und nullte, während die Königsdorfer Youngsters trotz schwierigsten Bedingungen drei Mini Wertungen erfliegen konnten. Dadurch dass es bei den Youngsters 50 Punkte pro Runde und es sehr selten sehr viele Teams mit drei Juniorenwertungen gibt, war das wohl leider eine Art Vorentscheidung, sofern den Königsdorfern nicht auch noch einmal das selbe Schicksal ereilt.
Königsdorf nur knapp an einer Nullrunde vorbei geschrammt
Sollte es Chancen auf Ligaflüge geben, dann war es sowieso nur am Samstag theoretisch möglich, so war der eindeutige Tenor. Daher war man auch bereit und wartete darauf, dass sich irgendwann  a bisserl Thermik, einstellen würde. Als nachmittags sich die Bedingungen langsam einstellten, machte sich ein Junioren Sextett auf den Weg. Katharina Jocham, Johannes Beyer, Jakob Edmaier, Vincent Heckert, Jan Kleu und Nikolai Wolf nutzen die schwache Thermik und flogen vorsichtig Richtung Osten. Gegen den Wind, bei der schwachen Thermik, langte es jedoch keinem der Youngsters wieder bis nach hause. So landeten sie teilweise außen, bzw. Nikolai nutze den Turbo. Trotz der Außenlandungen, überwog die Freude, dass dennoch drei Junioren Wertungen um 50 km/h erzielt werden konnten.
Die Bedingungen für gültige Wertungen für die Alpenliga, waren noch schwieriger. Lukas Keibel und Mathias Schunk versuchten sich im Arcus an einer gültigen Alpen Wertung und mussten für eine 27,0 Wertung zweimal zünden... In der Alpenliga spielte die Musik diesmal in Südfrankreich, wo alle Spitzenteams der elften Runde geflogen sind. Für den Tabellenführer aus Königsdorf blieb für den 40. Rundenplatz ein einziger Trostpunkt. Das österreichische Team vom SMBC Kirchdorf/Micheldorf als Tabellenzweiter flog zwar auch nur auf Rang 26, holt aber in der Tabelle somit 15 Punkte aufs SFZ auf. 
In der Bundesliga punkteten fürs SFZ neben Vincent Heckert das Doppelsitzergespann Arthur Schlothauer/Patrick Wenzeck auf der deutschen Doppelsitzermeisterschaft in Zwickau, sowie Hans Trautenberg, der auf seinem alten Heimatflugplatz in Amberg gestartet war. In der Tabelle verlor das SFZ Königsdorf durch einen 17. Rundenplatz einen Platz und liegt nun auf Rang vier.
 
Mathias Schunk

Montag, 15. Mai 2017
FLG Blaubeuren steht unter Zugzwang
Die Piloten der Fliegergruppe Blaubeuren stehen schon zu Beginn der neuen Saison unter Zugzwang, wichtige Punkte zu erkämpfen um aus den hinteren Tabellenplätzen herauszuklettern. Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes für das Wochenende fiel jedoch mit wenig Sonnenschein, einer hohen Gewitterwahrscheinlichkeit und viel Niederschlag nicht allzu positiv aus.
Am Samstag fanden sich Sebastian Bauder, Michael Heiß mit ihren Einsitzer sowie Sebastian Wastl und Christian Müller im Vereinsdoppelsitzer ein um sich und ihre die Flugzeuge auf einen kurzen, nassen Bundesligaflug vorzubereiten. Philipp Söll der sich noch bis zum Mittag an den derzeiten Baumaßnahmen zum Hallenanbau beteiligt hatte, wurde vom Bauleiter Heinrich Krais freigestellt um ebenfalls auf Punktejagd zu gehen. 
Bereits direkt nach dem Start der Piloten bildeten sich um Blaubeuren die ersten dicken Regenwolken aus, die vor allem Michael Heiß Probleme bereiteten, ins gute Wetter südlich der Alb zu fliegen. Über dem Donautal waren hier bereits Sebastian Bauder, das Doppelsitzerteam Wastl/Müller sowie Philipp Söll unterwegs und flogen mit ihren Flugzeugen an den Gewitterlinien von Hayingen bis kurz vor Augsburg um dort zu wenden. Die tragenden Wolkenstraßen, die auch als Konvergenzlinien bezeichnet werden, konnten von Philipp Söll und Sebastian Bauder am besten angeflogen werden. Das Doppelsitzerteam musste aufgrund fehlender Sonneneinstrahlung, nahe Stockach am Bodensee das Hilfstriebwerk zur Heimkehr nutzen.
Die Flüge vom Samstag reichten abends nur für einen mittleren Tabellenplatz, wodurch die Hoffnung bestand, dass die Wetterdienste und ihre Modelle sich für Sonntag nur verrechnet hatten, denn normalerweise wäre hier kein Start möglich. Tatsächlich gab es eine Möglichkeit, die Heiner Krais und Philipp Söll im Doppelsitzer der FLG nutzten. Mit einem Flug zwischen den Gewitterzellen von Blaubeuren bis hinter Ingolstadt und wieder zurück sicherten sie der FLG einen guten 7 Rundenplatz.
Somit steuerten Philipp Söll mit 113,55 Punkte (viertschnellster Flug in Deutschland an diesem Tag), Heinrich Krais mit 89,59 und Sebastian Bauder mit 80,75 Punkten ihre Flüge bei. Die FLG Blaubeuren konnte sich dadurch von Tabellenplatz 27 auf 23 verbessern. 
 
Philipp Söll
 
Düstere Aussichten aus dem Cockpit
Anflug auf den Heimatflugplatz durch Schauer Philipp Söll vor den Schauern
 
Montag, 15. Mai 2017
Wieder nur ein Punkt für den AC Pirna

Die Wetterkarten zeigten für Sachsen labile Warmluft mit Schauern und Gewittern bereits ab Mittag; Und das auch noch für beide Tage der Ligarunde 5. Da die Prognose für Sonntag ein klein wenig besser war, machte sich ein Quartett der Pirnaer Piloten am Sonntag früh startklar. Schon morgens um 9 Uhr zeigten sich erste CB`s über dem Erzgebirge und spätestens beim Abflug war klar, dass es kein Rückweg mehr nach Pirna gab, da der Schirm eines CB`s sämtliche Einstrahlung zu Nichte machte und der Regen schon an der Platzkante stand. Franco Fritzsch landete noch schnell vor dem ersten Gewitter aufgrund von Loggerproblemen in Pirna und stand dann als Rückholer zur Verfügung. Kai Glatter, Thomas Melde und Benny Schüch flohen vor den Gewittern in Richtung Nordost und versuchten dort die Kilometer zu holen. Doch die linienartige Gewitterfront zwang die Piloten zu einer relativ zeitigen Landung bei den Fliegerfreunden in Klix. So reichten die knapp 70 Speedpunkte und 2x 65 Speedpunkte leider nur für einen Punkt. Vielen Dank an die superschnellen Rückholer und den Klixer Fliegerfreunden für die temporären Hallenplätze und die Kaltgetränke.

 
Text und Fotos: Benjamin Schüch
 
Frühmorgens schon Gewitterbildung

Der Weg nach Hause ist versperrt

Gemütlicher Sonntagnachmittag in Klix

 

Freitag, 12. Mai 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 12.05. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt Deutschland auf der Vorderseite eines umfangreichen
Höhentroges über dem Ostatlantik und Großbritannien. Mit südwestlicher Strömung wird dabei feuchte und hochreichend labile Mittelmeerluft herangeführt, die konvektiven Umlagerungen unterliegt.
Auch am SONNTAG bleibt labile Luft unter Tiefdruckeinfluss wetterbestimmend. Während im Alpenraum und der Südosthälfte, sowie im Nordwesten, Troganteile weitere Hebung verursachen, kann sich dazwischen zeitweise leichtes Absinken mit Wetterberuhigung
durchsetzen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG auf Grund von Abschirmungen, häufigen Überentwicklungen und Niederschlägen kaum nutzbare Thermik.
Am SONNTAG gute bis sehr gute CU-Thermik, vereinzelt Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG zeigt sich generell mäßige bis gute Wolkenthermik um 3000-5000 FT AMSL, die jedoch im Tagesgang durch zahlreiche Überentwicklungen gestört wird.
Am SONNTAG kommt es in der Südosthälfte vermehrt zu Überentwicklungen. In den westlichen Gebieten kann sich gute Cumulusthermik mit Arbeitshöhen von anfangs 3000-3500 FT AMSL, später bis FL060 ansteigend, etablieren.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG nach Westen hin mäßige Wolkenthermik. Im Osten ist die Thermikgüte durch längere Abschirmung herabgesetzt. Ab Mittag ist die Thermik zunehmend durch Schauer und Gewitter gestört.
Am SONNTAG wahrscheinlich Durchzug von stärkerer mittelhoher und hoher Bewölkung oberhalb der Quellwolken, sodass sich keine oder nur geringe Wolkenthermik entwickelt. Zudem ist sie von Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Dienstag, 09. Mai 2017
SFG Giulini: Aus miesem Wetter das Beste herausgeholt
Die Wetterprognose für diese Runde war für das Rheintal eindeutig mies. Samstag kommt recht früh die Front und der Sonntag ist ganz tot.
Die einzige kleine Chance bestand darin Samstag mittag präfrontal eine Mindestwertung in die Ebene zu zaubern. Mit dieser schwachen Hoffnung bauten am Samstag morgen militant-motivierte Piloten aller 3 Dannstadter Liga-Mannschaften ihrer Sportgeräte auf und stellten sie bei aus Südwest immer stärker aufziehenden Cirren und milchiger Sonne an den Start.
Gegen 13 Uhr versuchten sich die ersten Piloten in der Luft. Oben bleiben war gar nicht einfach und es dauerte bis sich die ersten bei minimalen Steigwerten zur BASF vortasten konnten. Eine einzige Wolke am Nordrand des Viernheimer Waldes lockte alle in die gleiche Richtung. Die Hoffnungen wurden nun erfüllt, kurzzeitig labilisiert es auf kleinem Raum zwischen Mannheim und Odenwald. Kurze Schenkel und abgleiten der Höhe Richtung Dannstadt zur herannahenden Front reichten für 7 Dannstadter die Mindeststrecke zu bewältigen. In der Bundesligamannschaft machte sich in dieser Runde erstmals das Fehlen von Norbert Lenz bemerkbar, der über Jahrzehnte als erfolgreichster "Punkte-Sammler" und "Urgestein der Bundesliga" nun nicht mehr dabei ist. Charly Müller (Ventus ct, CS), Peter Franke mit seinem achtjährigen Sohn Paul (DG-1000t, GIU) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) erflogen diesmal die Punkte.
Gespannt und motiviert warten wir auf die Herausforderungen der kommenden Runden.

Uwe Melzer
 
Warten auf die Thermik
Schwache Grauthermik Präfrontale Labilisierung

 

Dienstag, 09. Mai 2017
AC Braunschweig: 194,22 Speedpunkte bringen Rang siebzehn
Bennewitz im Ventus und Dombrowsky im Arcus gehen auf Strecke.
4 Punkte für den Aero-Club
Der Samstag bot keine Option zum Streckenfliegen von Waggum aus und so nutzen Wiebke Holste, Klaus-Dieter Arntz, Karsten Bennewitz und Knud Dombrowsky den Sonntag, um eine Bundesligawertung aufzumachen. Conni Bruns und Christian Ueckert waren mit ihrer Minimoa nach Wilsche gefahren und erfreuten sich dort an schönen Flügen. Die 194,22 Speedpunkte wurden von folgenden Piloten geflogen:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 73,32 Speedpunkte,
Klaus-Dieter Arntz, Hornet, 60,92 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, Arcus, 59,98 Speedpunkte,
Bennewitz nutzte die Lüneburger Heide und hatte seinen nördlichsten Wendepunkt an der Elbe bei Wittenberge. Arntz flog mit Wiebke Holste im engen Team und war neben der Heide auch in der Altmark unterwegs. Dombrowsky arbeite mit dem Arcus neben unserem „Wohnzimmer Heide“ ebenfalls auch noch in der Altmark. Der Rundensieg ging mit 297,24 Speedpunkten an den LSC Bayer Leverkusen.
In der Gesamtwertung führt nun mit 52 Punkten die LSG Bayreuth und der Aero-Club liegt mit 21 Punkten auf Platz 22. Stell dir vor, du fährst zu einem Streckenfluglehrgang und kommst aufgrund fehlender Thermik mit null Überlandflügen nach Hause!
So ist es in der letzten Woche Lutz Fasterling und Falk Sachs in Cloppenburg ergangen. Auch Philipp Hellwig und Markus Schmied kamen vom Wettbewerb aus Klix mit nur einem bescheidenen Flug zurück.
 
Rolf Wagner

Montag, 08. Mai 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Auch Runde 4 bot alles andere als einfache Wetterbedingungen. Kilometer und Punkte mussten teils hart erkämpft werden, was man auch an der Gesamtspeed der Rundensieger sieht. Im Vergleich zu den Vorwochen, hat die über alle Ligen gesehen deutlich abgenommen. Kanonisch zu den Vorwochen klingt dagegen der Auspruch: "Man musste zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein" und "nicht alle haben an beiden Tagen was vom Wetter gehabt". Eindrücklich zeigen dass vor allem die Vergleiche der Flugspuren von Samstag und Sonntag, die die Wetterräume gut identifizieren.
Samstag:
Und dieser Wetterraum lag am Samstg in einem breiten, von Nordwesten nach Südosten ausgerichteten Streifen. Zwischen einem abziehenden Trog und dessen Feuchte jenseits der Elbe und dem Aufzug im Vorfeld eines Tiefs über Frankreich konnte zumindest
hier die Sonne für Thermik sorgen, auch wenn schon Warmluft mit im Spiel war und auch das eine oder andere Cirrenfeld (im Südwesten später mehr) sich als störend erwies.
Sonntag:
Ein anderes Bild zeigt der Sonntag: Das Tief zog weiter in Richtung Alpen, mit ihm die Feuchte und Abschirmungen. Während es im Süden und Westen eher Regen war, der nicht viel fliegbares zuließ, störten vom Münsterland über die Lausitz bis weit nach Tschechien hinein Überentwicklungen und Schauer, die auf dem Satellitenbild gut erkennbar sind. Aber auch die trockene Luftmasse, die vorübergehend in den Norden fliessen konnte ist gut erkennbar. Wo am Vortag noch dichte Abschirmungen lagen, kam nun zum Ausgleich die Sonne zum Zuge.
Wer hat was draus gemacht?
Immerhin rund 500 Flüge fanden am Samstag den Weg in den OLC, am Sonntag waren es dann weniger als 150 - Quoten, die im Mai schonmal besser ausgesehen haben. Natürlich war der Samstag dann auch der bessere des Wochenendes was die Schnitte - und damit die Ligapunkte - angeht. Das Sauerland und ein kleines bisschen RWE bringen dem LSC Leverkusen den Sieg in dieser Runde. Jeweils eingebettet in längere/weitere Flüge machen Hermann Leucker (99km/h), Pit Fischer (96km/h) und Rolf Gertzmann (93km/h) ihre Ligapunkte, wobei die Kommentare nicht gerade von einem durchweg einfachen Flugtag zeugen, reichte es für Platz 1. Aber nicht nur die Farbenstädter können eine Mannschaft aufbringen, die sich aus Piloten auf Nationalmannschaftsniveau zusammensetzt.
Mit Arndt Hovestadt (96km/h), Reinhard Schramme (94km/h) und Stephan Beck (87km/h) kann der LSV Rinteln auf dieser Ebene sicher mithalten, mussten sich aber in dieser Runde mit dennoch knapp 10km/h Rückstand und Platz 2 zufrieden geben. Zum Rundenplatz 3 ist ihr Abstand deutlich knapper, den sich derLSR Aalen holt. Während Johannes Böckler (96km/h) allein in Richtung Bayerischer Wald unterwegs war, flogen Steffen Schwarzer (91km/h) und Dieter Walz (89km/h) im Team eher in Richtung Hardtwald.
Den Sonntag nutzen dann vor allem die Nordvereine, von denen sich immerhin der amtierende Meister LSV Burgdorf unf der FV Celle noch unter den Top10 platzieren konnten.
Liga führt aktuell die LSG Bayreuth an, die sich nach der bereits guten Vorwoche nun mit Rundenplatz 4 auf den Platz an der Sonne vorschieben kann (52 Punkte). Mit dem LSV Rinteln folgt bereits der erste Verain aus dem Norden (51). Platz 3 geht wiederum in den Süden und den LSR Aalen - die Liga ist also punktemäßig eng zusammen und geographisch gut durchmischt, was will man mehr.
Die Westseite des Thüringer Waldes war der Schnellmacher des Wochenendes: Gerd Peter Lauer schaffte hier entlang den schnellsten Schnitt über 1. und 2. Liga hinweg mit 105km/h. Gleichzeitig führte er damit den AC Lichtenfels zum Sieg in der 2. Bundesliga. Unterstützung fand er dabei durch Markus Reuß (99km/h) und Philipp Lauer (90km/h). Und auch in der Gesamtspeed von 293 liegen die Franken ligaübergreifend vorne.
Zum LSV Hofgeismar auf Rang 2 klafft bereits eine deutliche Lücke von knapp 30km/h, der wiederum vom FLC Schwandorf gefolgt wird.
Diese Runde konnten also vor allem die Verein in Bayern und Hessen die Wetterlücke nutzen.
Aber auch Spitzenreiter SFG Standlohn konnte punkten. Bei nur 16 von 30 Vereinen, die gewertet wurden, bringt Rang 4 wertvolle 17 Punkte. Die Niederrheiner führen die Tabelle der 2. Liga damit weiter souverän an (66 Punkte), gefolgt vom Rundensieger
Lichtenfels (56), die damit das SFZ Ludwighshafen-Dannstadt (55) auf den 3. Rang verdrängen.
Und auch für die kommende Runde sieht es mal wieder eher durchwachsen aus. Mal sehen, wer dann die Wetterlücken am besten nutzen kann.
 
Bernd Fischer
 
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