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Freitag, 18. August 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 17.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegen weite Teile Deutschlands rückseitig der ostwärts abgezogenen Kaltfront weiter im Zustrom kühler, feuchter und labil geschichteter Meeresluft. Nur der äußerste Südosten verbleibt bis zum Abend noch im Einflussbereich der Kaltfront. Dort, sowie im Nordwesten muss vermehrt mit konvektiven Umlagerungen gerechnet werden. Zwischen diesen Bereichen wird die Luftmasse tagsüber durch leichten Zwischenhocheinfluss stabilisiert.
Am SONNTAG ist die Kaltfront endgültig ostwärts abgezogen und Deutschland gelangt zunehmend unter den Einfluss eines Hochdruckgebiets über Westfrankreich. Dabei fließt mit westlicher bis nordwestlicher Strömung weiterhin kühle und leicht labil geschichtete
Meeresluft ein, die im Tagesverlauf von Westen her zunehmend stabilisiert wird und abtrocknet. Im Südosten und an der Nordseeküste kommt es aber weiterhin vereinzelt zu konvektiven Umlagerungen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige Wolkenthermik, durch vereinzelte Überentwicklungen gestört.gestört
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute CU-Thermik, im Südosten anfangs keine Thermikentwicklung aufgrund von Abschirmung, am Nachmittag dort zunehmend Auflockerung und Entwicklung mäßiger Thermik. Von Westen her am Nachmittag einzelne Überentwicklungen.
Am SONNTAG entwickelt sich verbreitet gute Thermik. Im Südosten und Osten teils mäßige Thermik, es kommt hier zu einzelnen
Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG nur in der Nordwesthälfte nachmittags mäßige Thermik. Diese wird oft gestört durch Überentwicklungen.
Am SONNTAG gute Wolkenthermik. Im Osten und Südosten einzelne Überentwicklungen und am Alpenrand stärkere Abschirmungen durch Wolkenstau.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Mittwoch, 16. August 2017
Aero-Club Braunschweig schafft den vorzeitigen Klassenerhalt
Seit dem letzten Sonntag können wir aufgrund des erreichten Klassenerhalts in Ruhe durchatmen, weil schnelle 317,59 Speedpunkte den zweiten Platz und 19 Punkte einbrachten und dafür die Grundlage waren.
Somit haben wir nun 123 Punkte auf dem Konto und können vom LSC Leverkusen, der mit 95 Punkten auf dem ersten der sieben Abstiegsplätze liegt, nicht mehr eingeholt werden.
„Rundenplatz zwei und der Klassenerhalt sind ja ein Grund zum Feiern“, resümierte am Montagmorgen eine äußerst zufriedener Karsten Bennewitz. Der Thermikgott hatte mit den Norddeutschen endlich einmal wieder ein Einsehen und zauberte einen schöne Aufwindautobahn in unseren Bereich und nach Sachsen-Anhalt.
Dieses Angebot wurde dann auch von unseren 7 Piloten plus Wiebke in optimaler Art und Weise genutzt und genau nach dem Ende der Hatz auf einen schnellen Schnitt brach das Wetter dann gegen 16 Uhr auch in sich zusammen.
Diese vier Aufwindjäger, die alle Wasser getankt hatten, waren erfolgreich unterwegs:
Joshua Arntz/Wiebke Holste, Arcus T, 118,48 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, Discus 2, 101,59 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 98,00 Speedpunkte,
Arntz und Holste flogen zunächst nach Uetze und wendeten dann in Tangermünde. Von dort ging es wieder in Richtung Westen und anschließend bis nach Ziesar. Dombrowsky tourte in der Region zwischen Meinersen und Burg (bei Magdeburg) mit dem Discus.
Bennewitz glitt nach seinem Start nach Müden und kehrte dann östlich von Tangermünde um.
Hayung Becker, Gunter Storz und Rolf Wagner bildeten eine Reisegruppe und waren zusammen mit dem Standard Cirrus, der LS 4 WL und der ASW 28 unterwegs. Einen weiteren Flug brachte noch Lennard Waschke mit der ASW 19 in die Wertung. Dieser Rundensieg ging mit 321,70 Punkten an den Fliegerclub Brandenburg.
Und nach dem nächsten Wochenende ist die diesjährige Segelflugbundesligasaison 2017 bereits Geschichte. Die Kollegen vom Altkreis Isenhagen sind bereits abgestiegen und für den LSV Gifhorn müssen wir noch die Daumen drücken! Das wird noch eine verdammt enge Kiste für unsere Nachbarn.

Rolf Wagner
 
Warten auf den Sicherheitsdienst zum Öffnen des Flugplatzzugangs.
Wolfsburg und ein Teil des VW-Werks.
Die riesige Abraumhalde am Südostrand vom ED-R74.

 

Dienstag, 15. August 2017
LSG Fallersleben: Schmales Wetterfenster genutzt
Die Runde 18 zeigte in Ummern viele Parallelen zur Vorrunde; Samstag ging nichts, der Sonntag war gut aber nicht immer einfach, die LSG brachte 6 überlandflugwillige Piloten an den Start. Fünf kennen wir schon aus der Vorwoche: Rolf Bornheber (Grunau Baby II), Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes (PIK 16 Vasama), Peter Meurers (LS1f), Roman Langer (Twin III SL) und Benno Beesten (Nimbus 4M). Neu im Team war Lothar Kaps (ASW22). Auch bei der Ligaausbeute finden sich Parallelen zur Vorwoche: die Holzflugzeuge haderten wieder mit den Bedingungen und auch Roman konnte wegen frühzeitiger Motornutzung keine gültige OLC-Wertung erreichen. Bei Lothar reichte es zwar für den OLC, die Bundesligamindestgeschwindigkeit hat er aber nicht erreicht.
Wegen Überentwicklungen in der Lüneburger Heide drängte es die LSG-Piloten gleich Richtung Südosten. Benno flog zunächst bis Braunschweig, um von dort Ostkurs anzulegen. Ab Helmstedt konnte er dann eine tolle Wolkenstraße über Magdeburg hinweg bis südlich Burg nutzen. Da es hier sehr gut lief, beflog er die Aufreihung auch gegen den Wind zurück bis Helmstedt und ein weiteres Mal nach Osten bis hinter Schönebeck. Mit minimalen Kurbelanteilen konnte hier Strecke gemacht werden, während im Süden wie im Norden bereits die Grenzen des Wetterfensters gut zu sehen waren. Um sich die Chance ohne Motornutzung heimzufliegen zu erhalten, drehte Benno östlich Schönebeck wieder gen Westen. Aber die Abschirmung mit eingelagertem Regen war schneller, ab Haldensleben war die Einstrahlung weg und so musste der Solo für die fehlenden Höhenmeter nach Ummern sorgen. Dieses Schicksal teilten am Sonntagnachmittag viele K-Piloten aus der Region, die Segelflugpiloten mit den Zahlen im Kennzeichen machten hingegen einen Erfahrungsaustausch mit der norddeutschen Landbevölkerung.
Da in Runde 18 viele Vereine keinen oder keine drei Flüge in die Wertung brachten, reichten die Flüge von Benno und Peter am Ende zu Platz 9. Mit den 12 Punkten konnten wir uns etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Auf Platz 22 zählt die LSG aber weiter zu den noch vier abstiegsbedrohten Vereinen. Es bleibt also auch für die Schlussrunde sehr spannend für die Fallersleber.
 
Benno Beesten
 
Startvorbereitungen in Ummern
Glückliche Koinzidenz: „Segelflugautobahn“ über Bundesautobahn A2
Keine Thermik auf dem Heimweg

 

Dienstag, 15. August 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Die Saison hat ihr Ziel fast erreicht. Und scheinbar geht auch dem Wetter so langsam die Luft aus, denn zumindest der Samstag kann als meteorologischer Totalausfall gewertet werden. Aber der Sonntag konnte dann in Teilen entschädigen, denn 26 Vereine aus Liga 1 und 17 aus Liga 2 konnten Punkten. Was auch bedeutet,
dass diese Runde am Ende die vollen 20 Punkte wert war ...
Samstag:
Langgestreckt erkannt man das südliche Ende eines Frontensystems, dass sich von Skandinavien in Richtung Westdeutschland erstreckte. Das folgte einem weiteren, das vom Vortag übrig geblieben im Osten lag. Zwischen beiden Fronten von einer fliegbaren Lücke zu sprechen, wäre vermessen und selbst der Westwind verschaffte keine ausreichenden Hang- oder Wellenbedingungen.
Sonntag:
Anders der Sonntag: Die Front vom Vortag lag unter Abschwächung über der Mitte Deutschlands. Vor allem der Norden profitierte von der rückseitig eingeflossenen Luftmasse, die unter den leichten Einfluss eines Zwischenhochs gelangen sollte. Zumindest eine brauchbare Luftmasse, wenn sich auch immer wieder die noch reichlich vorhandene Feuchte als störend erweisen sollte. Und selbst auf der Südseite der Front - hier in einer warmen und trockenen Luftmasse - gab es ligataugliche Bedingungen.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem die Liga 1 schon in der Vorwoche ihren Meister gefunden hatte, stand für die Aalener nur noch die Kür an. Im selben Wetterraum unterwegs wie der Runden-Dritte Donauwörth-Monheim mussten die Schwaben aber in dieser Runde den Nordlichtern die vorderen Plätze abtreten, auch wenn der AC Braunschweig nur einen Hauch (weniger als ein halbes km/h!) schneller war. Knapp, aber letztendlich sicherlich verdient haben die Brandenburger diese Runde für sich entschieden - immerhin auch schon zum zweiten Mal in dieser Saison.
Deutlich spannender gestaltet sich der Kampf gegen den Abstieg: Zumindest theoretisch ist selbst noch der Platz 19 abstiegsgefährdet und so konnten Gifhorm (Rundenplatz 9) und Leverkusen (Rundenplatz 11) wichtige Punkte holen, auch wenn es vielleicht noch nicht ganz gereicht hat, um das sichere Ufer zu erreichen.
Vor allem der FCC Berlin macht Punkte gut, kann sich aber auch noch nicht ausreichend Luft verschaffen und auch in Eichstätt und Sindelfingen dürfte die eine oder andere Sorgenfalte den Blick auf die Wetterprognosen der letzten Runde begleiten.
Nun aber zu Liga 2, wo es Schwandorf den Aalenern gleichgetan hat und sich bereits eine Runde vor Schluss als Meister feiern lassen kann. Dafür reichten am Ende 2 Wertungsflüge und ein Rundenplatz 12: Der war immerhin noch 9 Punkte wert war, kostete aber nach einem Ausflug in Richtung Süden trotzdem etwas Benzin für den Heimflug. Zwar konnte Laichingen Rundenplatz 2 belegen, den Vorsprung des Oberpfälzer Zweitligameisters konnten sie nicht mehr einholen.
Der Rundensieg geht an den AC Bad Nauheim, und mehr als über den Rundensieg dürfte man sich in Hessen auch darüber freuen, dass
man in Schlagdistanz zu den Dannstädtern - und damit dem letzten Aufstiegsplatz gekommen ist.
Und auch beim Kampf gegen den Abstieg in die Landesligen könnte das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, sind doch die "Kandidaten" aus Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Hamburg quer über die Republik verteilt. Mit einer Bandbreite von nur
15 Punkte liegen sie aber nahe beeinander, wohingegen die Aufsteiger aus der Quali-Liga ebenfalls bereits feststehen.
Und auch in der Junioren-Liga darf gefeiert werden. Nach spannenden und ebenfalls über die ganze Republik verteilten Fernduellen konnte sich am Ende Königsdorf durchsetzen. Grund dafür war sicher auch auch - trotz nicht immer ganz einfacher Wetterbedingungen - die Konstanz mit der gepunktet wurde. Krönen konnten sie ihre Saison mit Rundensieg Nummer 5.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Dienstag, 15. August 2017
SFG Giulini: Die vorletzte Runde
Am Samstag war nahezu unfliegbares Wetter. Lediglich Junior Alex Meinicke versuchte einen späten Start und konnte sich immerhin in einer schwachen Welle etwas über eine Stunde in der Luft halten - aber die Mindestwertungsstrecke nicht erreichen.
Auch der Sonntag erwies sich als recht tricky. Erst gegen 14 Uhr konnte man einen Start bei tiefer Basis und wenig Sonne am Boden wagen. Richtung Nordwest sah man aufgelockertes Wetter. Super, bei schwachem, unzuverlässigem Steigen und tiefer Basis ins ansteigende Gelände - den Spaß vervollständigte dann noch ein auffrischender Westwind.
Während die einen nicht einmal die Mindestwertungsstrecke schafften, erreichte Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY) mit einem sensationellen Flug zwischen Idar-Oberstein, Alzey, Baumholder und Worms einen Ligaschnitt von 87,72km/h. Eine starke Leistung bei diesen Bedingungen. Nachwuchstalent Alex Meinicke (LS-8/18, RS) erreichte mit beherztem Flug gute 68,19km/h, noch vor Trainer Charly Müller (Ventus cT, CS) mit 65,60km/h.
Alex Meinicke war diese Runde der einzige Junior in der Luft und holte mit seinem Flug immerhin Punkte für die U25-Wertung und zementierte Rang 8 in der Gesamtwertung.
Nächste Woche ist dann schon wieder die letzte Runde für diese Saison. Mathematisch wird es nicht besser wie Platz 8 und nicht schlechter wie Platz 17, aber wir werden wie immer mit Spaß am Start stehen und unser Bestes geben.
 
Uwe Melzer
 
Charly mit Nordwest-Kurs
Südlich vom Donnersberg
Feuchte Rückkehr 

 

Montag, 19. Juni 2017
Doppelte Königsdorfer Frühjahrsmeisterschaft
Es gibt ja bei 19 Runden keine echte Halbzeit. Daher habe ich für die lokale Pressearbeit bereits vor Jahren, als Gegenstück zur Herbstmeisterschaft in der Fußballbundesliga, nach der letzten Runde vor der Sonnwende, die Frühjahrsmeisterschaft erfunden. Diesen inoffiziellen Titel konnte ich nach nun zehn geflogenen Runden, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch in der Juniorenliga der Lokalpresse, nebst dem jeweiligen vierten Rundensieg fürs SFZ in Folge der Presse für uns verkaufen. In der Bundesliga flogen wir auf Platz zwei, womit das zweite Triple in der 2017er Saison nur knapp verpasst wurde.
Der starke Nordwestwind gab am Samstag die Flugstrecke für alle klar vor: Vom Blomberg über Jochberg, Heimgarten, am Loisachtal entlang Richtung Wank, weiter zur Zugspitze und bis zum Wanneck bei Nasserreith. Das Ganze als Jojo. Die Gesamtlänge der Hanglinie ist mit 65 km leider ein wenig zu kurz für 2 1/2h, so dass Benjamin Bachmaier indexbedingt den Astir wählte. Nicht zuletzt aber auch, weil Mathias Schunk für den Astir Flug soviel Eis spendieren wollte, wie die Melonen wiegen, die Julius Hoffelner mitbringen wollte, um Mathias das Gefühl zu geben, wie in der letzten Runde, erneut mit einem Mädel zu fliegen. Der Spaß kommt in Königsdorf also definitiv nie zu kurz! Samstag Abend feierte man in Königsdorf am Lagerfeuer und der ersten Charge Eis dann das kleine Triple, lag man doch in der Zwischenwertung in allen drei Ligen auf Platz eins.
Eine Verbesserung der Alpen Wertung am Sonntag war von vornherein illusorisch. Man wollte beim Kampf um den Rundensieg in der Juniorenliga und der Bundesliga aber auch nicht tatenlos zusehen. Vincent Heckert war bei der Freundin in Laichingen zu Besuch und startete von dort. Markus Eggl und Nikolai Wolf versuchten ex Königsdorf westlich von München Richtung schwäbische Alb zu fliegen, was jedoch aufgrund der schwachen Thermik im Bereich Landsberg und Augsburg bald aufgegeben werden wurde. Die beiden Arcüsse mit Armin Behrendt und Susanne Lauer, bzw. Johannes Beyer und Mathias Schunk, flogen zunächst Richtung Bayerischer Wald und von dort Richtung Alb, wo man dann zufällig die Brüder Gesell aus Donauwörth traf und man im Ligatrio Team flog. Ein weiterer Arcus gesellte (tolles Wortspiel!) sich bald hinzu und abends stellte sich heraus, dass dies Tante und Onkel der beiden Königsdorfer Youngsters, Sabine und Michael Wisbacher, aus Fürth waren. Wie klein die Segelflugwelt doch ist...
In der Rundenwertung wurden wir zwar von Schwäbisch Gmünd überholt, konnten aber durch die leichte sonntägliche Verbesserung um 4 km/h den zweiten Rundenplatz knapp sichern.
 
Mathias Schunk
 
Die Königsdorfer Junioren freuen sich über den Titel des Frühjahrsmeister in der Junioren Bundesliga.
Foto: Mathias Schunk
Im vereinsübergreifenden Arcus Quartett über der fränkischen Alb.
Foto: Claudia Thoma
 
Sitzprobe von Julius Hoffelner samt Melonen.
Foto: Jan Kleu
 
Freitag, 16. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 16.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG streift die schwache Warmfront eines nordatlantischen Tiefs vor allem den Norden Deutschlands. Diese Warmfront zieht im Tagesverlauf ostwärts ab, dann setzt sich von Westen her ein Hochdruckgebiet mit Kern bei Cornwall und trockenerer Luft durch. Nur über der Nordsee stellt sich eine feuchte Grundschicht ein mit Neigung zu Dunst und tiefem Stratus.
Am SONNTAG verlagert das erwähnte Hochdruckgebiet seinen Kern nach Deutschland und lenkt trockene und zunehmend heiße Luft heran, Ausnahme bleibt die Nordseeregion mit einer anhaltend feuchten Grundschicht.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG vor allem im Westen und im Osten überwiegend durch Abschirmung bzw. Ausbreitungen gestörte, in der Mitte zeit- und gebietsweise mäßige, nur örtlich durch Ausbreitungen behinderte Thermik.
Am SONNTAG nach zum Teil nur zögernd auflösender Stratusbewölkung überwiegend mäßige, örtlich noch durch Ausbreitungen gestörte Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich oft mäßige Cumulusthermik. Die Thermikentwicklung wird aber von der durchziehenden Warmfrontbewölkung gestört. Zusätzlich sorgen die Ausbreitungstendenzen unterhalb einer Absinkinversion für störende Einflüsse. Das ist vor allem in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und im Südwesten Hessens der Fall, so dass dort kaum nutzbare Thermik entsteht.
Am SONNTAG bildet sich mäßige bis gute Wolkenthermik, im Tagesverlauf trocknen die Cumuli langsam ab.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kann sich in der Kaltluft gute Thermik entwickeln. Die Quellwolken neigen zu Ausbreitungen. In Ober- und Niederbayern böiger Wind und Thermik örtlich zerrissen.
Am SONNTAG gute Thermik, westlich der Iller mäßige Blauthermik bis 1600m NN.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 15. Juni 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Troubleshooting…
Nach Ingos schnellem Flug letzten Dienstag hatten wir einige Tage nicht nur wetterbedingt Pause. Ein Tiefdrucksystem hatte sich verstärkt, so dass durch die Isobaren-Verengung der Wind wieder einmal zur Hochform auflief. Eigentlich war die Luftmasse gut, aber bei Böen bis zu 47 kt kann man einen Eigenstart vergessen, und F-Schlepp gibt es hier momentan nicht. Am Montag wurden wir dann von einem Tief direkt über Nevada erfreut, dass mit einströmender Kaltluft aus Norden sogar für leichten Schneeregen in Ely sorgte. An solch ein Wetter im Juni konnten sich selbst die Einheimischen nicht erinnern. Mittlerweile (zwei Tage später) haben wir aber wieder um die 30°C. Das gehr hier dann doch sehr schnell…Unser Freund Mitch wurde von dem Mindener Wellenflieger Gordon Boettger eingeladen, einen Zielflug-Versuch von 1500 km in einem Duo Discus von Minden aus mit zu machen.
Der Plan war, in der Welle der High Sierras zu starten und sich dann nach Westen von Wellensystem zu Wellensystem weiter vor zu arbeiten mit dem Ziel in South Dakota. Sie starteten am Samstag bei Sonnenaufgang und kamen auch zuerst sehr gut voran. Das erste kleinere Problem trat auf, als sie die Ruby Mountains im Norden Nevadas etwas zu tief erreichten, so dass sie nördlich um die Berge herum fliegen mussten um wieder in die Welle einzusteigen. Das gelang dann aber nach kurzem Suchen und die beiden konnten auf über 8200m steigen ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Troubleshooting
Foto: © Ingo Andresen
Wellen über Nevada
Foto: © Ingo Andresen
Apaches zu Gast in Ely
Foto: © Ingo Andresen

 

Mittwoch, 14. Juni 2017
SFG Giulini: Das war wohl nix...

 

Nach dem es am Freitag noch sehr gute Prognosen für den Samstag gab, war das Erstaunen groß früh morgens im Nebel zu stehen. Gerade zu stoisch wurde aufgebaut, getankt und große Strecken in die Logger gesetzt. Die ignorante Haltung half aber nicht - die Sonne brauchte lange die Luftmasse in der Rheinebene zur thermischen Aktivität zu bewegen. Alles in allem wurde es noch ein ganz ordentlich fliegbarer Tag, aber die Streckenvorhaben konnten alle nicht bewältigt werden und wirklich schnell war es für die Liga in der warmen Luft auch nicht. Immerhin pflügten 22 Dannstadter Ligapiloten aus 3 Mannschaften durch die Lüfte, hatten ihren Spaß und brachten viel Gesprächsstoff mit.  
Am Sonntag war dann gänzlich Badewetter - blau, heiß, thermikfrei. In der Bundesliga war Junior Johannes Dibbern (LS-8, S1) der Schnellste, gefolgt von Trainer Charly Müller (Ventus ct, CS) und Dieter Bartek (LS-4WL, UY). Leider genügte die warme Luftmasse wieder nur für einen Trostpunkt und bedeutet einen Absturz auf Rang 17 der Gesamtwertung. Die U25 erreichten mit Johannes Dibbern und Jan Hertrich Tagesplatz 15 und damit Rang 10 in der Gesamttabelle.
 
Uwe Melzer
 
Blick ins Rheintal
Junior Alex Meinicke in der Hornet über Mannheim
Über dem Pfälzer Wald
Mittwoch, 14. Juni 2017
Berlin, Berlin, die Braunschweiger fliegen um Berlin ...
...und holen mit dem neunten Rundenplatz 12 wichtige Punkte. Dieser aus der Fußballszene übernommene und hier leicht modifizierte Slogan mit Berlin traf an diesem Samstag, 10. Juni, für die erfolgreichen Bundesligapiloten des Aero-Club zu.
Sie fuhren nicht zum DFB-Pokalendspiel nach Berlin, sondern trieben ihre Flugmaschinen vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum um die deutsche Hauptstadt. Aufgrund der herannahenden Abschirmung mussten die Ventus-Piloten dann am Abend im Bezirk Oschersleben den Motor einsetzen und Ueckert ackerte mit seiner Maschine im Bereich Mieste, das westlich von Gardelegen gelegen ist. Das schnelle Berlin-Trio hat mit 296,49 Speedpunkten und Platz neun somit folgendes Gesicht:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 102,17 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus, Ventus 2cM/18m, 99,17 Speedpunkte,
Christian Ueckert, LS 6/18m 95,15 Speedpunkte,
Nur der frühe Vogel fängst den Wurm und daher hatten die drei Protagonisten indessen gegen 9 Uhr aufgrund des früh angesagten Thermikbeginns ihre Sportgeräte bereits aufgerüstet und um 10 Uhr Ortszeit waren sie tatsächlich auch schon in der Luft.
Alle drei Piloten sollten dann sage und schreibe eine Flugzeit um 9 Stunden vor sich haben. Übrigens war der zeitgleiche 11.6. 2016 der absolute Hammertag des zurückliegenden Jahres.
Bennewitz wendete südlich von Pasewalk und setzte seinen zweiten Wendepunkt westlich von Bunzlau im polnischen Luftraum. 819 Kilometer schaffte er an diesem Tag. Seidl, der 802 Kilometer abspulte, trieb seinen Flieger zunächst bis Schwedt/Oder und wählte seinen zweiten Umkehrpunkt ebenfalls bei unseren polnischen Nachbarn etwas weiter südlicher als Karsten.
Ueckert glitt auch bis in die Region Pasewalk und wendete gut 20 Kilometer östlich von Weißwasser/Oberlausitz ebenfalls im Areal der polnischen Fliegerfreunde. 798 Kilometer waren dann nach fast neun Stunden zusammen gekommen.
Dieser Rundensieg ging mit 332,16 Speedpunkten nach Brandenburg. Mit nunmehr 113 Punkten führt weiterhin der LSR Aalen und die Braunschweiger machen mit jetzt 72 Punkten einen Sprung auf Platz vierzehn in der 30 Vereine umfassenden 1. Bundesliga.
 
Rolf Wagner
 
So schön sah es kurz vor 10 Uhr Ortszeit östlich von Waggum aus.
Karsten Bennewitz genoss das Hammerwetter bei Fürstenberg/Havel.
Die beiden Ventus-Piloten sind unter der Abschirmung angekommen.
 
 

Dienstag, 13. Juni 2017
LSG Fallersleben: Kampf mit den Abschirmungen
In Runde 9 hatten wir in Niedersachsen an beiden Tagen ein ähnliches Problem: früh reinziehende Abschirmungen machten den Segelfliegern das Leben schwer.
Am Samstag war ein früher Start opportun, da die von Westen hereinziehende Abschirmung bereits ab 14:30 die Thermikqualität in der Südheide dämpfte. Peter Meurers tummelte sich in der LS1f im 50km-Radius um den Flugplatz, um das Außenlanderisiko bei der reduzierten Einstrahlung zu begrenzen. Benno Beesten „flüchtete“ vor der Abschirmung nach Osten, wo er gute Bedingungen vorfand. Zwischen Tangerhütte und Lehnin konnte er eine Aufreihung gleich mehrfach nutzen und so ca. 240km ohne zu kreisen zurücklegen. Auf dem vierten Schenkel hatte die – inzwischen über die Elbe nach Osten vorangekommene - Abschirmung die Aufreihung zerfallen lassen und es wurde auf Schleichfahrt umgestellt, um die Chancen für einen Heimflug ohne Motorhilfe zu verbessern. Letztlich waren die Gleitstrecken aber selbst für den Nimbus 4 zu groß und bei Helmstedt musste der Solo helfen.
Für den Sonntag waren ähnliche Wetterbedingungen prognostiziert, als beste Richtung erwies sich allerdings der Nordosten. Carsten Rietig und Roman Langer machten sich im Twin III SL auf, den dritten Flug für die Ligawertung zu erkämpfen. Dazu starteten sie kurze Zeit, nachdem sich die ersten Cumulanten zeigten. Da sich der Himmel über Ummern schon wenig später komplett bedeckte, hatten die am Bodengebliebenen große Zweifel, ob der dritte Wertungsflug gelingen würde. Den beiden gelang es aber mit ansprechender Geschwindigkeit bis westlich Schwerin zu fliegen. Die Thermikverhältnisse dort drängten zur Umkehr, aber gegen den Wind war es ungleich schwieriger voranzukommen. Tapfer kämpften sie bis zum Ende des 2,5 h-Fensters, bevor der Rotax beim Weg nach Hause helfen durfte. Obwohl die beiden so noch 67 Speedpunkte zum Ligaergebnis der LSG beitrugen, reichte es leider nur zu Platz 23.
 
Benno Beesten
 
Eine schöne Aufreihung über Genthin
 
Blick Richtung Potsdam (und Berlin)
 
Die Abschirmung erreicht (zu)
früh den „Kalimanjaro“ nördlich Magdeburg
 




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