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Montag, 24. Juli 2017
FLG Piloten in gewaltigem Aufwind
Als am Samstag um die Mittagszeit die Piloten der FLG Blaubeuren noch auf das ansteigen der Wolken warteten, machte Altmeister und Fluglehrer Charlie Bauder darauf Aufmerksam, dass gegen später starke Gewitter vorhergesagt sind und ein früher Start sinnvoll ist.
So starteten die 3 Segler bei einer Wolkenbasis von nur 400 Metern. Da die Wolken jedoch gute Steigwerte lieferten kamen die Blaubeurer Erstligisten rasch über die Schwäbische Alb Richtung Aalen. Dort standen auf dem Fluggelände in Aalen-Elchingen noch über 10 Flugzeuge am Start, als bereits die Segler aus Blaubeuren lautlos über deren Fluggelände hinweg schwebten. Vermutlich gelockt durch die FLGler starteten die derzeit erstplatzierten vom LSR Aalen ebenfalls in den nun ansteigenden Himmel. Entlang des Altmühltals entwickelten sich gute Steigwerte. Diese hörten jedoch zwischen Beilngries und Kelheim auf woraufhin die Piloten kehrt machten. Ab Heidenheim fingen dann, wie bereits durch Charlie Bauder vorhergesagt, die ersten Schauer an. Vor den Schauern fanden das Doppelsitzerteam Martin und Philipp Söll im Blaubeurer Hochleistungssegler Arcus gute Steigwerte und konnten Dirk Ströbel wertvolle Informationen liefern. Nach einer kurzen Lücke ging es ab Laichingen weiter mit den Schauern, an denen hervorragendes Steigen genutzt werden konnte.
Ohne einen Kreis ging es dann bis kurz vor Albstadt. Auf dem Rückweg saugte es die schneeweisen Segler regelrecht in den schwarzen Himmel. Dabei waren Steigwerte von über sechs Meter pro Sekunde keine Seltenheit. Ströbel meinte im Funk noch er wäre gerade geblitzt worden, als neben ihm ein Blitz gen Boden ging. Joachim Krais, der bis kurz vor Regensburg flog, konnte auf seinem Rückweg ebenfalls die starken Aufwinde vor den Gewittern nutzen und seinen Flug nach Westen verlängern.
Nachdem die Segler schnell in die Anhänger oder den Blaubeurer Hangar verfrachtet wurden konnten die Ergebnisse betrachtete werden. Mit 100,69 Punkten war Joachim Krais auf seinem neuen Ventus 2cm schnellster Blaubeurer, gefolgt von Dirk Ströbel mit 95,85 Punkten in seiner LS 8 und neuen X-Winglets. Ergänzt durch den optimierungsbedürftigen Flug von Martin und Philipp Söll mit 92 Punkten gelang den FLGlern immerhin Rundenplatz 8. Auf der Tabelle stehen sie nun Punktgleich mit der SFG Ludwigshafen auf dem 11ten Platz. Die Fliegerkollegen vom FSV Laichingen konnten sich mit Rundenplatz 2 in der Zweiten Liga auf Platz 4 vorschieben und träumen schon von einem Aufstiegsplatz.
 
M. Söll
 
Joachim Krais beim Start zu einem rasanten Flug. Dirk Ströbel in seiner LS8. Martin und Philipp Söll auf Punktejagd.

 

Montag, 24. Juli 2017
AC Pirna – Trostpunkt bei Schauern und Gewitter
Wie mittlerweile oft in diesem Sommer war die Wetterprognose für das Wochenende sehr ernüchternd. Durch den Trogeinfluss mit hochreichend labiler Luft war leider wieder nicht viel zu holen. Die Mannschaft des AC Pirna ließ sich an beiden Tagen nicht entmutigen und versuchte alles, um Streckenflüge in die feuchtlabile Luft zu bringen. Fast alle Versuche an beiden Tagen brachten keine gültigen Speedpunkte.
Benny Schüch hatte am Samstag viel Glück und konnte vor einer Abschirmung in Richtung Osten dem guten Wetter folgen, bis dies gegen 15 Uhr mit Blitz und Donner jäh zu Ende war. Kai Glatter, Gerd Fischer und Christoph Gäbel wurden an diesem Tag vom schlechten Wetter überrollt. Am Sonntag prognostizierten die Wettermodelle fliegbares Wetter ab ca. 14.30 Uhr. So gaben Manu Weigel, Franco Fritzsch und Christoph Gäbel ein weiteres Mal ihr Bestes. Doch das fliegbare Wetterfenster aus westlicher kam viel zu spät, sodass keine Streckenflüge möglich waren. So bleibt dem AC Pirna in dieser Runde nur der Trostpunkt.
 
Text und Foto: Benjamin Schüch
 
Im äußersten Osten von Deutschland über Görlitz war das Wetter prima.
Anflug auf Pirna - über Dresden regnet es schon.
Am Sonntag blieb es bei Startversuchen.
 
Freitag, 21. Juli 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Monsun,…
Monsun, der Begriff erinnert mich an lang anhaltenden Regen in Indien. Er existiert auch hier im Südwesten der USA. Was den Farmer in trocknen Regionen freut, ist für den Segelflieger nur sehr eingeschränkt von Nutzen. Wolken ja bitte, aber der richtigen Art und wohl dosiert. Den Gefallen tut uns der Monsun leider nicht. Schauer schon am Mittag, später sich ausbreitende abschirmende Wolken oder gar heftige Gewitter an einem Tag, kein Problem. Wenn aber schon die 4-Tagevorhersage, die sonst meistens außergewöhnlich gute Bedingungen vorhersagt, mit Regen gepflastert ist und dies auch noch auf für die Tage zuvor und danach zur Regel wird, dann trübt sich nicht nur der Himmel, sondern auch das Gemüt des Segelfliegers ein.
Mitten im Juli, der üblich besten Zeit und keine 4 Wochen vor Abreise, das macht schon nervös. Am Anfang war es nur ein Tag mit Überentwicklung und etwas stärkerem Wind. Der kam eigentlich nicht ungelegen. Ein Unterdrucksensor streikte beim Motor von Sibylles Flugzeug. Wieder war für den Austausch des Sensors der Ausbau des Antriebs erforderlich. Alles innerhalb von ein paar Arbeitsstunden komfortabel in einer großen Halle problemlos abzuarbeiten. Bei der Gelegenheit gleich noch ein paar Wartungs-arbeiten mit erledigt. Und schon läuft der Motor wieder in gewohnter Weise rund ohne zu stottern.
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Schauer im Ely-Tal.
Foto: © Ingo Andresen
Crescent Dune.
Foto: © Ingo Andresen
Feuerspuren.
Foto: © Ingo Andresen
 
Freitag, 21. Juli 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 21.07. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt Mitteleuropa weiterhin auf der Vorderseite eines
hochreichenden Tiefs, das sich von der Keltischen See nach Südengland verlagert. Dabei wird mit südwestlicher Strömung erneut feuchtlabile Warmluft herangeführt. Ein eingelagertes wellendes Frontensystem überquert Deutschland von Südwest nach Nordost und sorgt zusätzlich für Hebung. Am Abend nähert sich von Westen her eine weitere Kaltfront.
Am SONNTAG verlagert sich das Tief zur Nordsee. Seine Kaltfront hat am Morgen bereits den Westen Deutschlands überquert, zieht im Tagesverlauf nach Osten ab, bleibt aber an der Ostseeküste und im Alpenraum noch längere Zeit mit feuchtlabiler Warmluft aktiv. In den
übrigen Bereichen fließt mit südwestlicher Strömung ein Schwall frischer und relativ stabil geschichteter Meeresluft ein. Sie wird allerdings am Nachmittag über Nordwestdeutschland durch das Höhentief wieder labilisiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Thermik, teils durch Überentwicklungen gestört. Von Südwest nach Nordost teils auch abgeschirmt.
Am SONNTAG im Bereich der Front keine Thermik, von Südwesten her zunehmend mäßige bis gute Thermik, teils allerdings abgeschirmt, teils durch Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist die mäßige bis gute Wolkenthermik immer wieder durch abschirmende mittelhohe Wolkenfelder und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG stellt sich von Westen her gute bis sehr gute
Wolkenthermik ein, die allerdings zeitweise zerrissen sein kann.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG rasch wechselnder Bedeckungsgrad und regional Ausbreitung und Überentwicklung. Dennoch in den Auflockerungszonen ab etwa Mittag gute Wolkenthermik.
Am SONNTAG im Alpenvorland meist abgeschirmt und nicht nutzbar. Entlang und nördlich der Donau gute, aber zerrissene Wolkenthermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 20. Juli 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt – Runde 14: Alle wieder zuhause!?
An der Wolkenbasis über der Rheinebene.
Foto: Yannick Reichenberger
Die Wettbewerbe und Fluglager der letzten Wochen gingen zu Ende. Einige Segelflieger verbrachten den Samstag noch im zähen Urlaubsverkehr auf der Autobahn. In Dannstadt konnte der erste Rundentag aber genutzt werden, wenn auch das Wetter keine größeren Strecken, sondern nur JoJo-Flugwege im Heimatrevier zuliessen. Am Sonntag sollte es dann gar keine Thermik über dem Segelflugparadies LuDa geben.
Schnellste für das SFZ-Team waren Fritz Thiessen/Stefan Kuse im DuoDiscusXLT (FT, 79kmh). Die beiden holten zunächst bis zum Donnersberg gegen den Nordwest-Wind Anlauf und flogen dann mit Rückenwind bis ins Enztal im Nordschwarzwald, wo Stefan sein Zuhause hat.
Andreas Schottmüller in der Kestrel (2T) und Lutz Hildebrandt im Discus 2-18 (3H) vermaßen im Teamflug nocheinmal die Heimstrecke zwischen Lambrecht im Pfälzerwald und Sinsheim im Kraichgau. Mit indexkorrigierten 73 bzw. 71 kmh flogen sie schneller als das Junioren-Team Yannick Reichenberger/Max Englisch im DuoDiscus (DL, 65 kmh) die erst etwas später in die Luft kamen und dann im verbliebenen Zeitfenster die beste Thermik zwischen Sinsheim und Landau fanden.
Während es am Samstagabend noch nach einem zweistelligen Punkteergebnis aussah, wurde das Team am Sonntag von einigen Mannschaften aus Süddeutschland noch verdrängt, sodaß für Runde 14 nur sechs Punkte in die Gesamtbilanz flossen. Platz 7 als Zwischenstand, und noch 5 Runden bis zum Saisonfinale – Spannung pur in der 2.Bundesliga!
        
Bernd Schwehm
 
Mittwoch, 12. Juli 2017
Runde 13 - SFZ verteilt quer durch die Republik
Stendal, Schwandorf und Dannstadt - das waren die drei Startorte des SFZ-Teams für die dreizehnte Runde:
Schon eine Woche verbrachten eine Vielzahl der Dannstadter Segelflieger ihr Sommerlager beim (ehemaligen?) Tabellenführer der 2.Liga, unseren Freunden aus Schwandorf. Wie überall in der Republik hatten die ersten Juli-Tage ein buntes Potpourri an Wetterkapriolen zu bieten. Am Samstag schafften es dann vier Dannstadter von Schwandorf aus einen Wertungsflug zu platzieren.
Teamleader war wieder einmal Peter Mangold, der die Vereins-LS8 (L8) bewegte und sich aus der Oberpfalz Richtung Thüringerwald kämpfte. Sein Kommentar: "erst alles Mist, dann ging's so". Immerhin 106 kmh standen auf Peter's Uhr.
Mit in Schwandorf gestartet waren auch Lutz Hildebrandt/Reinhardt Hähndel im DuoDiscus (DL) und Klaus Dibbern mit der LS 6 (WK). Ihnen gelang der Anschluß an den Thüringer nicht, was sich in deutlich geringeren Schnittgeschwindigkeiten niederschlug.
Frank Fröhlich/Andrea Abt verbrachten die Runde in Sachsen-Anhalt bei der DSM in Stendal. Mit der ASG32Mi zwar chancenlos in der DM gegen die EBs und Nimben gelang am Samstagnachmittag doch eine Mini-Racing-Aufgabe über 197 km. Keine großen Schnitte, aber mit 76 kmh wichtige Zähler für das Mannschaftsergebnis.
Von den Daheimgebliebenen in Ludwigshafen-Dannstadt schafften es Peter Höll/Fritz Thiessen mit dem DuoXLT (FT) unter die Top-3 der Mannschaftswertung. Erst spät ging es in der schwül-heissen Luftmasse los, aber die Heimstrecke zwischen Pfälzer- und Odenwald ermöglichte einen langen Schenkel Richtung Osten, sodaß die Beiden 77 kmh zum Teamergebnis beitragen konnten, bevor es dann ab Möckmühl wieder mit Turbo-Energie nach Hause ging.
Mannschaft-Fazit: Vierzehn Punkte für die Leistung in Runde 13, die Gesamtplatzierung konnte verteidigt werden. Die Urlaubsflieger bleiben noch eine Woche in der Oberpfalz. Vielleicht bietet sich ja in Runde 14 auch ohne Eigenstarter eine Chance auf Anschluß an die Rennstrecken an der Grenze zu Tschechien.
          
Bernd Schwehm
Fotos: Lutz Hildebrandt, Dagmar Fröhlich, Peter Höll
 
Startaufstellung in Schwandorf
Team Fröhlich/Abt in der ASG32Mi
Der DuoDiscusXLT in
heimischen Gefilden

Mittwoch, 12. Juli 2017
Dannstadter Segelflieger im Aufwind
Am Samstag lag Dannstadt auf der Sonnenseite des Wettergeschehen in Deutschland. Der Tag begann zwar ein wenig zögerlich, entwickelte sich aber schön und brachte stellenweise Basishöhen über 2.500m MSL in der Rheinebene. Auf einer West-Ost-Achse zwischen Pfälzer Wald und Odenwald suchten die heute aktiven 6 Bundesligapiloten die besten Gleitwege. Am schnellsten war in dieser Runde unser Trainer Charly Müller (Ventus ct, CS), vor Dieter Bartek (LS-4WL, UY) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE).
Ein 5. Rundenplatz bringt uns weitere fette 16 Punkte und hebt uns wieder in die angestrebte Top Ten, punktgleich mit dem LSV Rinteln. Überhaupt sind die Punktabstände im oberen Mittelfeld sehr gering und machen somit die noch kommenden Runden zur äußerst spannenden Angelegenheit. In der U25-Sonderwertung konnte leider nur Alexander Meinicke (LS-1c, 04) punkten - in der Prüfungszeit ist unserer Juniorenbesetzung etwas dünn. Mit Spaß und stetiger Motivation geht es jetzt ins Schlussdrittel der Liga-Saison.
 
Uwe Melzer
 
Durchaus brauchbare Bedingungen.
Alex Meinicke in der LS-1c
Speyerer Brezelfest
 
Dienstag, 11. Juli 2017
Stellungnahme des DSV zur „BFU Studie Airprox 2010-2015“
DSV hat seine Stellungnahme zur „BFU Studie Airprox 2010-2015“ an das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur übergeben.
Im März hat die BFU eine Studie publiziert, die zu erheblicher Unruhe geführt hat. Dies insbesondere, da die Studie mit ihrer Umsetzung für die Luftraumnutzer – und hier besondere für den Segelflug - Konsequenzen mit erheblichen Auswirkungen bedeuten würde. Die BFU schlägt als Ergebnis ihrer Überlegungen in zwei Empfehlungen zum einen die Aufhebung der Sonderregelung zur Befreiung der Segelflugzeuge von der Verpflichtung zur Transpondernutzung über 5.000 ft (oder 3.500 ft über Grund) vor und zum anderen eine Kontrolle des Luftverkehrs im Luftraum E vor. Leider hatte es vor der Veröffentlichung keinerlei Diskussion mit den Luftraumnutzern gegeben. Im Rahmen der Erarbeitung der DSV Stellungnahme haben der DSV und sein AUL-Segelflug sachliche Diskussionen mit der BFU und anderen Einrichtungen geführt. Damit will der DSV dazu beitragen, dass eine sinnvolle und einvernehmliche Lösung gefunden wird.
Der DSV setzt sich in der Stellungnahme zum einen mit der BFU-Studie, deren Annahmen und Schlussfolgerungen auseinander und zum anderen mit den Konsequenzen und möglichen Maßnahmen für die Luftraumnutzer. Um gerade diese Schritte überlegt und für alle Beteiligten im Bewusstsein der sich daraus ergebenden Konsequenzen zu machen, hält der DSV zeitnah eine Diskussion darüber für zwingend notwendig. Daher hat der DSV dem BMVI die Einrichtung der „Initiative Luftraum und Sicherheit“ vorgeschlagen und die BFU und AOPA, das BMVG sowie die DFS um aktive Unterstützung des Vorschlags des DSV gebeten. Damit kann auch der notwendige Schritt umgesetzt werden, der die Luftraumnutzer in dieses relevante Thema mit einbezieht. Somit soll die in der Luftraumplanung in Deutschland so erfolgreich praktizierte und im Ergebnis immer weitgehend konsensorientierte Form der kooperativen Zusammenarbeit der Luftraumnutzer erreicht werden.
 
Hier finden sich weitere Informationen und die DSV Stellungnahme.
 
Deutscher Segelflugverband (DSV)
 
Dienstag, 11. Juli 2017
Nur einen Ehrenpunkt für den AC Braunschweig
Die Begleitumstände dieser Runde bringen nur einen Ehrenpunkt für uns. Am Samstag gab es endlich nach den vier zurückliegenden thermiklosen sowie regenträchtigen Wochenendtagen mal wieder die Option zum Streckensegelfliegen. Auch heuer war erneut die entsprechende Geduld bis zum Thermikbeginn erforderlich.
Und das wurde von Waggum aus vom Aero-Club nur von Wiebke Holste und Christian Ueckert, die gegen 13.30 Uhr starteten, genutzt.
Der wichtige dritte Flug kam von Kornelius Volosciuk, der zur Zeit in Stendahl an den Deutschen Segelflugmeisterschaften teilnimmt.
Heiko Braden und Joshua Arntz, die ebenfalls an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen, konnten an diesem Tag keinen Flug von Stendahl aus beisteuern, weil sie leider sie nach 65 Kilometern den Motor in Anspruch nehmen mussten.
Am Sonntag gab es dann keine Möglichkeit mehr, von Waggum in die Heide zu kommen und der geplante sechste Wertungstag in Stendahl musste sogar neutralisiert werden. Somit bringen 219,73 Punkte mit diesem Trio Rang 21:
Christian Ueckert, LS 6/18m, 94,86 Speedpunkte,
Kornelius Volosciuk, ASW 22BLE, 74,34 Speedpunkte,
Wiebke Holste, LS 4, 50,53 Speedpunkte,
Ueckert schlug gleich Ostkurs ein und flog in den thermikträchtigen Fläming. Er wendete bei Treuenbrietzen, das östlich von Bad Belzig liegt. Volosciuk spulte von Stendahl aus ein Dreieck von 220 Kilometern mit den Wendepunkten Irxleben und Niemegk ab.
Holste war mit der LS 4 zwischen Haldensleben und dem Vogelschutzgebiet Drömling unterwegs.
Der Rundensieg wurde mit 327,58 Speedpunkten von der LSG Bayreuth eingefahren und in der Gesamtwertung führt weiterhin der LSR Aalen mit bereits 182 Punkten. Wir liegen mit jetzt 74 Punkten auf Position zwanzig.
Den Sonntag nutzten noch Conni Bruns, Christian Ueckert und Rolf Radespiel, um mit ihrer Minimoa per F-Schlepp in Wilsche zu schönen erlebnisreichen Flügen in die Luft zu kommen.
 
Rolf Wagner
 
Wiebke Holste komplettierte erneut unser Bundesligatrio.
Christian Ueckert befindet sich mit seiner LS 6 im thermisch gut entwickelten Bereich Haldensleben.
Landung der Minimoa unserer Braunschweiger Haltergemeinschaft am Sonntag in Wilsche.
 

 

Montag, 10. Juli 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA':Weltrekord, Absprung, schnelle Flüge
Inzwischen haben sich auf dem Flugplatz Ely 20 Segelflugzeuge eingefunden. Auslöser war eine Rundmail in der darauf hingewiesen wurde, dass für eine begrenzte Zeit eine Schleppmaschine samt Schlepppilot in Ely zur Verfügung steht. Der Eigentümer einer JS 1C wollte mangels deren Eigenstartfähigkeit nicht auf Flugaktivitäten im Great Basin verzichten und hat mal so eben seine eigene Schleppmaschine einfliegen lassen und auch allen Interessenten zur Verfügung gestellt. Da wurde es an der Startstelle am Ende der Hauptpiste fast ein wenig eng und abends kam es immer wieder vor, dass gelandete Segelflugzeuge die  Landebahn unnötig lange blockierten.
Am 01.07. störte uns noch etwas die aufziehende Schichtbewölkung, aber das sollte sich in den folgenden Tagen ändern. So entwickelte sich der Flugtag nicht unbedingt perfekt. Es war trotzdem ein netter Flug…Am letzten Sonntag (02.07.) war wieder einmal recht gutes Wetter vorhergesagt. Allerdings sollte es schon morgens im Norden Überentwicklungen geben, während der Südwesten blau vorhergesagt war, hier absolut nichts ungewöhnliches ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Rubys von Norden.
Foto: © Ingo Andresen
Im Chinook der National Gard.
Foto: © Ingo Andresen
Nach getaner Arbeit.
Foto: © Ingo Andresen

 

Montag, 10. Juli 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Irgendwie scheint die Mitte der Saison durch schleifende Fronten gekennzeichnet zu sein!? Niederschläge sind eher nicht ihre Kennzeichen (dafür sind dann doch eher konvektive Schauer oder Gewitter in diesem bisher sehr trockenen Jahr zuständig), aber Abschirmungen und vor allem thermisch schwierige Bereiche wenn sich die Luftmassen vermischen, machen es segelfliegerisch nicht leicht(er). Und was die exakte Vorhersage angeht... Ich bin glaube ich momentan nicht der einzige meiner Zunft, der das eine oder andere graue Haar mehr hat Wetter und Wetterräume gab es auch in dieser Runde mal wieder reichlich, homogenes Wetter ohne Grenzen war dagegen nicht drin.
Samstag:
Die Fronten/Luftmassen wechselwirken natürlich mit dem Boden. Das was schwacher Hochdruckeinfluss und Strahlung von der Front im Norden übrig gelassen haben, ist auf dem Satellitenbild zwischen Emsland und Müritz zu erkennen, wo sich zumindest nach Osten nachmittags sogar noch etwas Fliegbares auftat.
Der Süden war dagegen von trockenwarmer Luft dominiert, die - und auch das ist gut erkennbar - schon am frühen Nachmittag erste Tendenzen zur Überentwicklung zeigte. Bis zum späteren Nachmittag war sollten die nicht nur über dem Nordschwarzwald und der Donauregion zahlreicher werden.
Sonntag:
Noch labiler war dann der Sonntag, denn im Vorfeld eines Troges über Frankreich hatte sich ein Randtrog gebildet, der in den Südwesten immer mehr Labilität schaufelte. Noch sind im Satellitebnbild nur die erste Ansätze über Frankreich zu erkennen, bis zum Abend sollten die sich aber weiter verstärken. Aber auch die schwache, wellende Front war noch da. Die hatte sich etwas südwärts verlagert und lag nun am Nordrand der Mittelgebirge. Zwischen dieser und der Labilität im Süden gab es aber auch einen Streifen guten/fliegbaren Wetters, ebenso im Norden, wo die kühle Luft zwar nur flach eingeflossen war, aber zumindest Blauthermik produzierte.
Wer hat was draus gemacht?
Wieder mal fast alle haben etwas daraus gemacht. Schon am Samstag hatten sich die Wertungslisten gut gefüllt und (fast) alle Vereine über beide Ligen hatten bereist gepunktet. Und (mal) wieder lagen die Vorteile ganz klar im Süden, wobei man hier natürlich auch die aufkommende Labilität bei der Flugwahl eine klare Vorgabe gemacht hatte: "Je weiter im Südwesten, um so eher musst Du wieder zu Hause sein, im Südosten hast Du noch was länger Zeit". Das zieht sich dann durch eine ganze Reihe der Flüge, wobei auch der Westwind mit Reihenbildung durchaus eine Rolle gespielt hat. So war der eine oder andere Flug gar nicht mal entlang der üblichen Strecken (z.B. der Alb), sondern ging durchaus auch quer zum Kamm, dann den Reihungen im Wind folgend. Das zu erkennen und auszunutzen, war sicher auch ein Garant, vorne mit dabei zu sein.
Klar dominiert haben diese Runde die Spitzenvereine aus dem Süden. Mit Rundenplatz 3 festigt Aalen dabei seine Spitzenposition in der Gesamtwertung weiter. Der FSC Odenwald-Walldürn schafft als Zweiter durch die bislang beste Platzierung in dieser Saison einen weiten Sprung in der Tabelle nach vorne. Und Rundensieger Bayreuth liegt nun auf Rang 3 der Tabelle und lässt die SFG Donauwörth-Monheim immer mehr den heissen Atem des Verfolgers spüren. Aalen scheint zwar langsam zu enteilen, dahinter drängen sich aber noch mehrere Vereine mit Ambitionen auf die Spitzenplätze. Und nicht nur der Rundensieg geht nach Franken, von hier schaffte Clemens Papa mit 123km/h auch den mit Abstand schnellsten Schnitte der Liga 1. Aber auch am Tabellenende bleibt es spannend. Das Gros der Teams findet sich in dieser Runde im Mittelfeld wieder, so dass es hier fast ein totes Rennen gegeben hat und damit bleibt auch hier (fast) alles offen.
In der 2. Liga kommt es zu den in der letzten Woche schon angedeuteten "Verschiebungen" durch das Wetter, denn die an der Spitze konkurrierenden Vereine sind nicht im gleichem Weterraum unterwegs. Das musste leidvoll die SFG Stadtlohn erfahren: Zwar schaffen sie mit Rundenplatz 10 noch den Besten aus der Rige der Nordvereine, aber die Tabellenführung müssen sie trotzdem abgeben. Der FLC Schwandorf zieht durch Platz 2 in dieser Runde an ihnen vorbei, ebenso wie Rundensieger AC Lichtenfels. Vor allem Dank eines schnellen Jan Kretzschmar, der mit 125km/h den schnellsten Flug ünber beide Ligen hinweg schaffte - übrigens auch nicht auf einer "ganz klassischen" Spur. Es bleibt also auch hier bei dem spannenden Kopf-an-Kppf Rennen in den  mindestens auch noch der LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn eingreifen kann, so eng liegen die Punkte zusammen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
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