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Samstag, 23. September 2017
Erstflug der Mü 31
Am 15.09.2017 konnte die Akaflieg München am Segeflugzentrum Königsdorf ein ganz besonderes Ereignis feiern. Ihr aktuellster Prototyp, die Mü 31, hob zu ihrem Jungfernflug ab. Die Mü 31 ist ein einsitziges Hochleistungsflugzeug der FAI-Rennklasse, welches als Schulterdecker und mit seinem neuartigen Flügel-Rumpf-Übergang sofort auffällt. Der Segelflieger auf Basis der ASW 27 wurde von Studentinnen und Studenten der Münchner Hochschulen konstruiert und gebaut.
Ziel des Forschungsprojekts war es, den Interferenzwiderstand zwischen Flügel und Rumpf zu minimieren. Der Grundgedanke entstand in der Gruppe vor 20 Jahren, darauf folgten Konzeptuntersuchungen in Windkanalversuchen und die Auskonstruktion der Idee. 2008 begann zunächst der Bau der Bruchzelle und ihre Prüfung in Bruchversuchen, bevor 2012 die Arbeiten an der nun fliegenden Mü 31 begonnen werden konnten.
Das Projekt verband mehrere Studentengenerationen der Akaflieg München, die alle neben ihrem Studium auf diese Ereignis hingearbeitet haben, so dass es keine Überraschung war als am Erstflugtag knapp 300 Luftfahrtbegeisterte den besonderen Moment des ersten Abhebens nicht verpassen wollten. Unter den Gästen befanden sich Alte Damen und Herren, Sponsoren, Pressevertreter und Freunde der Akaflieg.
Kurz vor dem ersten Start, war die Anspannung unter den Projektbeteiligten nahezu spürbar, denn die Mü 31 war zuvor nur in Rollversuchen am Boden getestet worden und im Vorhinein noch nie geflogen. Doch es verlief vom Start bis zur Landung alles genau so toll wie erhofft. „Die Mü 31 fliegt sich schön und es gab keine Auffälligkeiten während des Fluges. Ich bin begeistert. Die ganze Arbeit der letzten Jahre hat sich ausgezahlt“, berichtet Erstflugpilot Johannes Achleitner.
Das studentische Team ist stolz die Mü 31 nun endlich in der Luft zu sehen. Die Studierenden starten jetzt in die spannende Phase der Flugerprobung. Wie groß die Leistungssteigerung im Vergleich zur ASW 27 ist, wird erst die genaue Flugvermessung zeigen. Doch die Akaflieger sind zunächst mit den Ergebnissen der ersten Flüge schon sehr zufrieden.
 
Akaflieg München
 

 

Mittwoch, 06. September 2017
A squeezed OLC Barogram: Perlan breaks the World Altitude Record
Perlan’s eclectic volunteer team had started their second expedition to Argentina in July - in the middle of the Southern hemisphere’s winter. Still the nights are longer than daylight time. In the first days of August, after some initial test flights, the pressurized glider could first climb to 33,200 feet and perform a flutter test. It passed! Now, four weeks later everything was prepared: Although the forecast for September 3rd did not look promising, all team members got up early to meet on El Calafate’s airfield around 6 am. Three hours later, dressed in their warmest winter overalls, Jim and Morgan launched behind the local tow plane although the wind - especially its easterly direction - seemed strange. After release the crew climbed slowly through 18,000 feet, then got higher up to 28,000 feet in the mid level wave. Finally the glider had enough air under its wings to penetrate against the wind into the primary wave. 7000 feet were quickly lost, but don’t you have to make sacrifices to find real great lift?
Down on the ground the retrieve crew was still wondering: There were no wave clouds visible... Once in the primary wave, Perlan 2 quickly started climbing: 33,000 feet, then followed some test points at 35,000 feet and at 45,000 feet passed another important flutter test. A new altitude record did not seem likely yet, but when Einar Enevoldson saw that Jim was about to break his personal record, he couldn’t wait to send him a quick message of congratulations. The cockpit crew however stayed cool and climbed on. Up to 54,000 feet pressure altitude (16,640 meters)! On their last meters Jim couldn’t hide his excitement any longer. He called out over the radio: "10 meters, 6 meters, 2 meters, SCORE!"
BTW, with the probable record in mind, OLC had already in 2016 updated its barogram graphics. With 6.6 hours this has by now been Perlan 2’s longest flight. The low temperature was a freezy -68 °C (-90 °F). However high up in the southern skies all life support systems worked very well. Perlans chief pilot likes to keep things simple: “Perlan 2 flies better above 40,000 feet than below.”
 
Enjoy a look at Jim Paynes highest altitude on OLC here.
 
Elke Fuglsang-P.
 
Beautiful but icy cold - views of Patagonia
Record numbers in the Perlan 2 cockpit
 Jim and Morgan made it: the achievement of a new World Altitude Record
 
Dienstag, 05. September 2017
Auf dem OLC-Barogramm wird’s eng: Perlan knackt den Höhenweltrekord
Endlich ist es soweit, das Perlan Team reicht den ersten Weltrekord ein. Noch sind es nicht die angestrebten 90.000 Fuß, aber mit 52,172 Fuß GPS-Höhe liegt der am vergangenen Sonntag von Jim Payne und Morgan Sandercock aufgestellte neue Weltrekord mehr als 1000 Fuß über dem im Jahr 2006 von Steve Fossett und Einar Enevoldson erflogenen Maximum. Und das schon beim 38sten Flug in der Druckkabine des Perlan 2!
Im Juli war das Perlan Team zur zweiten Argentinien-Expedition aufgebrochen. Dort herrschte tiefster Winter, und noch immer sind die Nächte dort kürzer als die Tage. Nach einigen Erprobungsflügen ging es Anfang August erstmals bis auf 33.200 Fuß zu einem Flattertest. Bestanden! Vier Wochen später war dann alles bereit: Obwohl die Vorhersage für den 3. September nicht besonders aussah, traf man sich gegen sechs Uhr morgens in El Calafate auf dem Flugplatz, von wo aus Jim und Morgan warm eingepackt im Perlan 2 drei Stunden später im F-Schlepp starteten. Langsam ging es in einer ersten schwachen Welle bis auf 18.000 Fuß, dann im mittleren Stockwerk bis auf 28.000. Schließlich hatte der Segler genug Luft unter den Tragflächen um gegen den Wind in die Primärwelle vorzustoßen. Dabei gingen 7.000 Fuß flöten, aber was tut man nicht alles für großartiges Steigen?
Unten am Boden wunderte man sich, denn es waren keine Wellenwolken zu sehen. In der Primärwelle ging es oben schnell weiter auf 33.000 Fuß, etwas höher ein kurzer Check und noch weiter… bei 45.000 Fuß ein nicht unwichtiger Flattertest. Der Höhenrekord schien noch nicht sicher, aber Einar Enevoldson schickte, als er sah, dass Jim seinen persönlichen Rekord gebrochen hatte, schon einen Glückwunsch. Das Team im Cockpit blieb davon unbeeindruckt und stieg weiter, weiter bis auf 54.000 Fuß Druckhöhe (Das sind 16.460 Meter!). Bei Annäherung an den Rekord gab Jim die Höhen über Funk durch: "10 meters, 6 meters, 2 meters, SCORE!"
Übrigens hat der OLC mit Blick auf den avisierten Rekord bereits im letzten Jahr die Barogramm-Darstellung angepasst. Mit 6,6 Stunden war dies der bisher längste Flug für Perlan 2. Die tiefste Temperatur betrug -68 °C, aber alle lebenserhaltenden Aggregate haben beim Höhenflug funktioniert. „Über 40.000 Fuß fliegt die Maschine viel besser als darunter“, kommentiert der Pilot seinen Erfolg.
 
Elke Fuglsang-P.

Hier geht es zu Jim Paynes Höhenflug im OLC.
 
Wunderschön und eisig kalt - Blick über Patagonien Rekordhöhen im Perlan 2 Cockpit  Jim und Morgan haben's gepackt - den Höhenweltrekord
 
 
Sonntag, 03. September 2017
OLC - Förderflugzeug LS1-f Neo: Hervorragende Flugeigenschaften und TOP Flüge
Nach rund 190 Flugstunden, einigen Vergleichsflügen mit anderen Flugzeugmustern und Berichten von verschiedenen Piloten, die die 1neo geflogen sind, ist es an der Zeit ein vorläufiges Resümee über die Saison mit der LS1-f neo zu ziehen.
Schon nach den ersten Kreisen in der Frühjahrsthermik war ich von der Agilität und dem Thermikgefühl der LS1-f neo begeistert. Dieses Gefühl sollte sich bei den folgenden Flügen weiter bestätigen.
Mitte Mai hatte ich erstmals die Gelegenheit einen Vergleichsflug mit einer LS4, in der ein durchaus fähiger und erfahrener Pilot saß, über gut 850km durchzuführen. Das Resultat fiel relativ ernüchternd für die LS4 aus. Im Vorflug konnte man zwar einen minimalen Unterschied zugunsten der LS4 bemerken, doch sobald wir in der Thermik kreisten konnte ich mit der LS1 die verlorenen Meter schnell aufholen und sogar deutlich besser steigen. Mit sehr großen Schräglagen bei recht kleinen Geschwindigkeiten (90kmh bei ca. 50° Querlage sind kein Problem) kann die Thermik direkt im Zentrum genutzt und dadurch maximales Steigen erzielt werden. Das macht nicht nur schnell sondern auch jede Menge Spaß J
Durch diese guten Flugeigenschaften konnte ich während der Saison bisher zwei Mal über 800km Fliegen und dadurch jeweils über 1000 Punkte in den OLC Wertungen platzieren. Dass die LS1-f neo nicht nur zum Überlandfliegen geeignet ist sondern auch auf Wettbewerben eine gute Figur macht konnte Nils Ruckert bei der Quali in Leverkusen bereits im Juli zeigen. Souverän sicherte er sich hier einen Platz für die DMJ nächstes Jahr. Sein Urteil über die Flugeigenschaften war sehr positiv.
Im August ging es dann für mich selbst auf die Qualifikationsmeisterschaft nach Grabenstetten. Hier konnte ich gemeinsam im Teamflug mit Max Mensing(LS1-f) und Christoph Kahler(LS4) sehr gute Ergebnisse erzielen. Im direkten Vergleich zu einer normalen LS1-f zeigten sich hier erneut die Vorteile im Steigflug, vor allem wenn die Thermik etwas ruppiger wurde. Mit den Winglets lag die LS1 insgesamt stabiler in der Thermik.
In den vergangenen fünf Monaten hatten insgesamt neun Piloten die Möglichkeit mit der 1neo Flüge durzuführen- alle stiegen mit einem Lächeln aus dem Flieger.
 
Matthias Arnold
 

 

Donnerstag, 24. August 2017
LSG Bayreuth Dritter der Bundesliga und vierter weltweit
Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth sichert sich im Schlussspurt der Bundesliga Bronze und den vierten Platz der Segelflug-Weltliga. Nach neunzehn Wochenenden mit Höhen und Tiefen haben die elf Piloten der Mannschaft insgesamt 59 Flüge mit einer Summe von 5.295 km/h in die Wertung eingebracht. Dafür waren sie im gesamten Süden Deutschlands und im westlichen Tschechien unterwegs – immer nur mit der Kraft der Sonne. Für die World League haben sie sogar Flüge aus Slowenien und Frankreich mit eingebracht.
War der Anfang im April noch eher mittelmäßig, konnten sich die Bundesliga-Meister von 2015 ab der dritten Runde in die Spitzengruppe katapultieren. Nach dem ersten Mai-Wochenende hatten die Wagnerstädter sogar kurz die Tabellenführung inne. Doch das verregnete Frühjahr und die baldige Dominanz des späteren verdienten Meisters LSR Aalen machte die Hoffnung auf den erneuten Gewinn der Meisterschaft schnell zunichte. Seit Anfang Juli stand die Luftsportgemeinschaft schließlich auf dem dritten Rang und konnte diesen Treppchenplatz bis ins Ziel gegen alle Angriffe der Verfolger verteidigen.
International findet sich das Team sogar als zweitbester deutscher Verein auf Platz vier wieder, da Heiko Hertrich und Alexander Müller einige Flüge aus ihren Urlauben in Frankreich und Slowenien einbringen konnten. Hertrich hat es dabei innerhalb eines Fluges von den Gletschern der Schweiz über das italienische Aosta-Tal bis in Sichtweite des Mittelmeers und wieder zu seinem Ausgangspunkt La Motte du Caire inmitten der Französischen Alpen geschafft.
Segelfliegen ist die einzige Sportart mit einer funktionierenden Weltliga. Bis zuletzt war es spannend, ob die amerikanischen Vereine aus Kalifornien und den Rocky Mountains Bayreuth noch überholen können oder ob die LSG ihrerseits noch an der Soaring Society of Boulder (Colorado) vorbei kommt. Da Boulder bereits am Samstag genügend Punkte einflog, um Bronze für sich abzusichern, half den Oberfranken die gute Leistung der letzten Runde nicht mehr.
Damit sind die Segelflieger auch nach dem fünften Bundesliga-Platz der Basketballer weiterhin die erfolgreichste Sportmannschaft der Stadt. Für das Team ist der vierte Platz in der World League, gemeinsam mit dem vierten Rang 2008, der zweitgrößte Erfolg nach dem Weltliga-Sieg 2015.
Alle zehn Meister-Piloten von vor zwei Jahren waren wieder am Erfolg dieser Saison beteiligt: Andreas, Georg, Johannes und Sebastian Baier, Martin Brühl, Wolfgang Clas, Heiko Hertrich, Friedhelm Lotte, Alexander Müller, Lothar Schmidt und mit Clemens Pape ein neu zur LSG gekommenes Jungtalent, das in der Streckenflug-Einzelwertung bereits ganz vorne mitmischt. Dort läuft die Saison noch bis Ende September, aber Pape und auch Müller sind aus der Spitzengruppe der europäischen Einzelwertung praktisch nicht mehr zu verdrängen.
 
Daniel Große Verspohl

 

 
Freitag, 14. Juli 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 14.07. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG Morgen wird der Osten Deutschlands noch von einer ostwärts
abziehenden Okklusion mit feuchtlabiler Meeresluft beeinflusst. Die rückseitig einfließende mäßig warme Meeresluft gelangt von Westen her unter den Einfluss eines Azorenhochkeils. An seiner Nordflanke nähert sich am Abend die Warmfront eines Islandtiefs Nordwestdeutschland.
Sie überquert am SONNTAG die Nordhälfte Deutschlands langsam ostwärts und führt mit westlicher Strömung wieder zunehmend warme Meeresluft heran. Die zugehörige Kaltfront greift am Nachmittag auf das norddeutsche Küstengebiet über und verlagert sich unter Abschwächung
langsam südwärts. Im Süden Deutschlands bleibt Hochdruckeinfluss wetterbestimmend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann mit mäßiger, vor allem nach Nordosten auch mit guter Wolkenthermik gerechnet werden, die nach Südosten bis Mittag durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Am SONNTAG ist auf Grund länger anhaltendem Niederschlag und abschirmender Bewölkung keine nutzbare Thermik zu erwarten.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann mit mäßiger bis guter, in Baden-Württemberg auch sehr guter Wolkenthermik gerechnet werden, Basis 5000-6000 FT AMSL.
Am SONNTAG ist die Thermik oft durch hohe und mittelhohe Bewölkung abgeschirmt und deshalb meist nur gering bis mäßig, im Süden besser als im Norden.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG an den Alpen staubedingt keine nutzbare Thermik. Sonst oft Beeinträchtigungen durch Ausbreitungen und kräftigen Höhenwind. Dadurch meist nur mäßige Thermik. Lediglich im Westen lokal bzw. zeitweise auch Chancen auf mäßige bis gute Wolkenthermik. Arbeitshöhen am Nachmittag bei 2000 m.
Am SONNTAG mäßige Wolkenthermik mit Arbeitshöhen bis 2300 m am Nachmittag. Zeitweise Beeinträchtigungen durch dichtere hohe Wolkenfelder. Vor allem im Westen und Norden am Nachmittag auch dichte mittelhohe Wolkenfelder und dadurch nur geringe Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 13. Juli 2017
HVL Boberg: Runde 13 – Endlich kann man mal kämpfen!
Nach 2 wetterbedingten Nullrunden in Folge war der Frust groß. Wie bestreitet man einen Abstiegskampf, wenn man nicht die Möglichkeit bekommt daran teilzunehmen? Runde 13 hieß für uns potentiell eins, G20 Gipfel in Hamburg, 30nm ED-R. Rien ne va plus!
Es war also schon langfristig klar, dass nur die Flucht half, sodass sich Piloten des HVL großzügig über den Nordosten der Republik verteileten. Neu Gülze, Neustadt Glewe und Klix, so lauteten die Fluchtorte; Schulungsverlagerung, Wochenendüberlandflug und zweiwöchiges Fliegerlager die Betriebsmodi.
Die Ligaflüge am Samstag fanden von Neustadt Glewe aus statt. Hier gingen 3 Piloten an den Start und konnten auch 3 Flüge in die Wertung bringen. Erst am Samstagmorgen hatte die Topmeteoporgnose deutlich aufgedreht und die fliegbaren Bedingungen sehr gut vorhergesagt. Leider war das Wetter nicht stabil genug, sodass sich kurze Aufreihungen immer wieder mit Abschirumungen, Lücken und Schauern abwechselten. Bei Arbeitshöhen unter 1000m hieß das, nicht zu viel zu riskieren, zumal keine Rückholer verfügbar waren. Jana mit ihrere Libelle "FG" erreichte 79,92 Speedpunkte, Peer auf ASW-27 "JP" 78,26 und Enrique auf Ls1-f "8H" 65,17.
Nachdem das ED-R über Hamburg überraschend schon am Samstagabend deaktiviert worden war, wurde am Sonntag auch wieder von Boberg aus geflogen. Blauthermik und niedrige Basis standen auf dem Speiseplan. Trotzdem schaffte unser Nachwuchstalent Philip es noch auf den dritten Wertungsplatz und konnte auf LS-8t "DA" mit 72,53 Speedpunkten über 7 Zusatzpunkte beisteuern!
Wie wertvoll diese 7 Speedpunkte waren zeigt das extrem knappe Ergebnis im Mitelfeld dieser Wertungsrunde. Rang 13 anstatt Rang 17 durch 7,36 Speedpunkte und somit 4 Punkte für die Gesamtwertung.
So schlecht wie diesen Sommer war das Wetter im Norden "gefühlt" schon ewig nicht mehr. Die Hoffnung auf eine Verbesserung stirbt natürlich zuletzt!
 
Peer Konitzer
 
Startaufstellung am Samstag
Wetteroptik am Samstag Elbquerung mit C1 am Sonntag.

Mittwoch, 12. Juli 2017
Runde 13 - SFZ verteilt quer durch die Republik
Stendal, Schwandorf und Dannstadt - das waren die drei Startorte des SFZ-Teams für die dreizehnte Runde:
Schon eine Woche verbrachten eine Vielzahl der Dannstadter Segelflieger ihr Sommerlager beim (ehemaligen?) Tabellenführer der 2.Liga, unseren Freunden aus Schwandorf. Wie überall in der Republik hatten die ersten Juli-Tage ein buntes Potpourri an Wetterkapriolen zu bieten. Am Samstag schafften es dann vier Dannstadter von Schwandorf aus einen Wertungsflug zu platzieren.
Teamleader war wieder einmal Peter Mangold, der die Vereins-LS8 (L8) bewegte und sich aus der Oberpfalz Richtung Thüringerwald kämpfte. Sein Kommentar: "erst alles Mist, dann ging's so". Immerhin 106 kmh standen auf Peter's Uhr.
Mit in Schwandorf gestartet waren auch Lutz Hildebrandt/Reinhardt Hähndel im DuoDiscus (DL) und Klaus Dibbern mit der LS 6 (WK). Ihnen gelang der Anschluß an den Thüringer nicht, was sich in deutlich geringeren Schnittgeschwindigkeiten niederschlug.
Frank Fröhlich/Andrea Abt verbrachten die Runde in Sachsen-Anhalt bei der DSM in Stendal. Mit der ASG32Mi zwar chancenlos in der DM gegen die EBs und Nimben gelang am Samstagnachmittag doch eine Mini-Racing-Aufgabe über 197 km. Keine großen Schnitte, aber mit 76 kmh wichtige Zähler für das Mannschaftsergebnis.
Von den Daheimgebliebenen in Ludwigshafen-Dannstadt schafften es Peter Höll/Fritz Thiessen mit dem DuoXLT (FT) unter die Top-3 der Mannschaftswertung. Erst spät ging es in der schwül-heissen Luftmasse los, aber die Heimstrecke zwischen Pfälzer- und Odenwald ermöglichte einen langen Schenkel Richtung Osten, sodaß die Beiden 77 kmh zum Teamergebnis beitragen konnten, bevor es dann ab Möckmühl wieder mit Turbo-Energie nach Hause ging.
Mannschaft-Fazit: Vierzehn Punkte für die Leistung in Runde 13, die Gesamtplatzierung konnte verteidigt werden. Die Urlaubsflieger bleiben noch eine Woche in der Oberpfalz. Vielleicht bietet sich ja in Runde 14 auch ohne Eigenstarter eine Chance auf Anschluß an die Rennstrecken an der Grenze zu Tschechien.
          
Bernd Schwehm
Fotos: Lutz Hildebrandt, Dagmar Fröhlich, Peter Höll
 
Startaufstellung in Schwandorf
Team Fröhlich/Abt in der ASG32Mi
Der DuoDiscusXLT in
heimischen Gefilden

Mittwoch, 12. Juli 2017
Dannstadter Segelflieger im Aufwind
Am Samstag lag Dannstadt auf der Sonnenseite des Wettergeschehen in Deutschland. Der Tag begann zwar ein wenig zögerlich, entwickelte sich aber schön und brachte stellenweise Basishöhen über 2.500m MSL in der Rheinebene. Auf einer West-Ost-Achse zwischen Pfälzer Wald und Odenwald suchten die heute aktiven 6 Bundesligapiloten die besten Gleitwege. Am schnellsten war in dieser Runde unser Trainer Charly Müller (Ventus ct, CS), vor Dieter Bartek (LS-4WL, UY) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE).
Ein 5. Rundenplatz bringt uns weitere fette 16 Punkte und hebt uns wieder in die angestrebte Top Ten, punktgleich mit dem LSV Rinteln. Überhaupt sind die Punktabstände im oberen Mittelfeld sehr gering und machen somit die noch kommenden Runden zur äußerst spannenden Angelegenheit. In der U25-Sonderwertung konnte leider nur Alexander Meinicke (LS-1c, 04) punkten - in der Prüfungszeit ist unserer Juniorenbesetzung etwas dünn. Mit Spaß und stetiger Motivation geht es jetzt ins Schlussdrittel der Liga-Saison.
 
Uwe Melzer
 
Durchaus brauchbare Bedingungen.
Alex Meinicke in der LS-1c
Speyerer Brezelfest
 
Dienstag, 11. Juli 2017
Stellungnahme des DSV zur „BFU Studie Airprox 2010-2015“
DSV hat seine Stellungnahme zur „BFU Studie Airprox 2010-2015“ an das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur übergeben.
Im März hat die BFU eine Studie publiziert, die zu erheblicher Unruhe geführt hat. Dies insbesondere, da die Studie mit ihrer Umsetzung für die Luftraumnutzer – und hier besondere für den Segelflug - Konsequenzen mit erheblichen Auswirkungen bedeuten würde. Die BFU schlägt als Ergebnis ihrer Überlegungen in zwei Empfehlungen zum einen die Aufhebung der Sonderregelung zur Befreiung der Segelflugzeuge von der Verpflichtung zur Transpondernutzung über 5.000 ft (oder 3.500 ft über Grund) vor und zum anderen eine Kontrolle des Luftverkehrs im Luftraum E vor. Leider hatte es vor der Veröffentlichung keinerlei Diskussion mit den Luftraumnutzern gegeben. Im Rahmen der Erarbeitung der DSV Stellungnahme haben der DSV und sein AUL-Segelflug sachliche Diskussionen mit der BFU und anderen Einrichtungen geführt. Damit will der DSV dazu beitragen, dass eine sinnvolle und einvernehmliche Lösung gefunden wird.
Der DSV setzt sich in der Stellungnahme zum einen mit der BFU-Studie, deren Annahmen und Schlussfolgerungen auseinander und zum anderen mit den Konsequenzen und möglichen Maßnahmen für die Luftraumnutzer. Um gerade diese Schritte überlegt und für alle Beteiligten im Bewusstsein der sich daraus ergebenden Konsequenzen zu machen, hält der DSV zeitnah eine Diskussion darüber für zwingend notwendig. Daher hat der DSV dem BMVI die Einrichtung der „Initiative Luftraum und Sicherheit“ vorgeschlagen und die BFU und AOPA, das BMVG sowie die DFS um aktive Unterstützung des Vorschlags des DSV gebeten. Damit kann auch der notwendige Schritt umgesetzt werden, der die Luftraumnutzer in dieses relevante Thema mit einbezieht. Somit soll die in der Luftraumplanung in Deutschland so erfolgreich praktizierte und im Ergebnis immer weitgehend konsensorientierte Form der kooperativen Zusammenarbeit der Luftraumnutzer erreicht werden.
 
Hier finden sich weitere Informationen und die DSV Stellungnahme.
 
Deutscher Segelflugverband (DSV)
 
Dienstag, 11. Juli 2017
Nur einen Ehrenpunkt für den AC Braunschweig
Die Begleitumstände dieser Runde bringen nur einen Ehrenpunkt für uns. Am Samstag gab es endlich nach den vier zurückliegenden thermiklosen sowie regenträchtigen Wochenendtagen mal wieder die Option zum Streckensegelfliegen. Auch heuer war erneut die entsprechende Geduld bis zum Thermikbeginn erforderlich.
Und das wurde von Waggum aus vom Aero-Club nur von Wiebke Holste und Christian Ueckert, die gegen 13.30 Uhr starteten, genutzt.
Der wichtige dritte Flug kam von Kornelius Volosciuk, der zur Zeit in Stendahl an den Deutschen Segelflugmeisterschaften teilnimmt.
Heiko Braden und Joshua Arntz, die ebenfalls an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen, konnten an diesem Tag keinen Flug von Stendahl aus beisteuern, weil sie leider sie nach 65 Kilometern den Motor in Anspruch nehmen mussten.
Am Sonntag gab es dann keine Möglichkeit mehr, von Waggum in die Heide zu kommen und der geplante sechste Wertungstag in Stendahl musste sogar neutralisiert werden. Somit bringen 219,73 Punkte mit diesem Trio Rang 21:
Christian Ueckert, LS 6/18m, 94,86 Speedpunkte,
Kornelius Volosciuk, ASW 22BLE, 74,34 Speedpunkte,
Wiebke Holste, LS 4, 50,53 Speedpunkte,
Ueckert schlug gleich Ostkurs ein und flog in den thermikträchtigen Fläming. Er wendete bei Treuenbrietzen, das östlich von Bad Belzig liegt. Volosciuk spulte von Stendahl aus ein Dreieck von 220 Kilometern mit den Wendepunkten Irxleben und Niemegk ab.
Holste war mit der LS 4 zwischen Haldensleben und dem Vogelschutzgebiet Drömling unterwegs.
Der Rundensieg wurde mit 327,58 Speedpunkten von der LSG Bayreuth eingefahren und in der Gesamtwertung führt weiterhin der LSR Aalen mit bereits 182 Punkten. Wir liegen mit jetzt 74 Punkten auf Position zwanzig.
Den Sonntag nutzten noch Conni Bruns, Christian Ueckert und Rolf Radespiel, um mit ihrer Minimoa per F-Schlepp in Wilsche zu schönen erlebnisreichen Flügen in die Luft zu kommen.
 
Rolf Wagner
 
Wiebke Holste komplettierte erneut unser Bundesligatrio.
Christian Ueckert befindet sich mit seiner LS 6 im thermisch gut entwickelten Bereich Haldensleben.
Landung der Minimoa unserer Braunschweiger Haltergemeinschaft am Sonntag in Wilsche.
 

 





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23. September

Erstflug der Mü 31

OLC Liga-Finale 2017
7. Oktober um 13.00 Uhr
Poppenhausen
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