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Dienstag, 27. Juni 2017
11. Runde Quali-Liga: LSC Bad Homburg baut bei mäßigen Bedingungen Führung aus
Es ist leider wieder eine eher übersichtliche Runde. Von einigen wenigen Flugplätzen Deutschlands werden richtig gute Geschwindigkeitsschnitte erflogen, überwiegend ist die Beteiligung aber eher mau. Schade, da wäre mehr drin gewesen, denn die Teilnehmer sind nicht nur punktuell zu finden. Der Spitzenreiter LSC Bad Homburg ist unter anderem Spitzenreiter, weil er sich genau diesen mäßigen Wetterbedingungen stellt. Zwar sackt er diese Runde nicht für sich ein, aber kann die Führung weiter ausbauen.
Klar sind die Bad Homburger hochmotiviert die Liga-Saison mit einem Aufstieg zu beenden. Schließlich sind sie in den letzten drei Jahren in der Zweiten Bundesliga geflogen und wollen da umgehend wieder hin. Jan Omsels, Deutscher Meister 2013 in der Standardklasse und F1-Grand-Prix-Teilnehmer, ist als Segelflugreferent eine wichtige Kraft den Leistungs-Streckenflug voranzutreiben.
Neben der Nutzung der „schwächeren Tage“ ist dies ein nicht zu unterschätzender Fakt, um einen Verein voranzutreiben. Das haben viele Vereine, die richtig gut unterwegs sind, immer wieder betont. Es braucht den Motivator und auch ein stückweit Organisator.
Horst-Walter Schwager blickt auf die ersten Runden zurück. Ein richtiges Highlight, das besonders heraussticht, gab es nicht. Vielmehr ist es die Konstanz, die von Anfang an an den Tag gelegt wurde. Auch das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, mal ein Rundensieg ist nett, bringt aber in der Summe nicht die Platzierung vorn. Und eine konstant gute Platzierung wiederum schweißt den Verein zusammen und stachelt viele an für die Liga und die Gemeinschaft zu fliegen.
Ein wenig Training – insbesondere für die Junioren- ist eine weitere Zutat des Erfolgsrezeptes. Seit einigen Jahren werden Streckenflugseminare organisiert. Im Winter drückt man die Schulbank und im Sommer wird das praktische Training wie ein kleiner Wettbewerb organisiert. Fluglehrer und allen voran ihr bester Pilot Gerd Spiegelberg, schart zwei bis drei Flugzeuge um sich und fliegt mit ihnen im Team. Eine perfekte und simple Methode seine Leistungen stetig zu verbessern.
Die Voraussetzungen, die Führung zu verteidigen, sind also allemal gegeben. Die Konkurrenz schläft aber nicht.
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Fotos: Horst-Walter Schwager
 
Rundenwertung Quali-Liga: 1. SFV Mannheim (BW) 303,03 Speed/50 Punkte, 2. LSV Bückeburg/Weinberg (NI) 301,86 Speed/49 Punkte, 3. FSV Neustadt/ Weinstr. (RP) 299,34 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 10: 1. LSC Bad Homburg (HE) 355 Punkte, 2. SFC Ulm (BW) 285 Punkte, 3. SFZ Aachen (NW) 278 Punkte
 
Ex-Europameisterin Gisela Weinreich und Streckenflug-Doyen des LSC (er leitet die Streckenflugseminare) Lutz-Volker Benner Das Team des Spitzenreiters Startvorbereitungen

Dienstag, 27. Juni 2017
FLG Blaubeuren: Der Dritte Pilot fehlte
In dieser elften Runde der Segelflug Bundesliga wollten sich die Piloten der FLG in der topten Platzierung halten und festigen. Der starke Westwind sollte seinen Teil dazu beitragen. Gelockt von der Wettervorhersage starteten vier Segler am Samstag zur Punktejagd Richtung Osten. Bei Strecken bis ins Altmühltal kamen hierbei 244 Speedpunkte zusammen. Die reichte jedoch noch nicht, da der Sonntag ebenfalls gut fliegbares Wetter vorhersagte, so mussten erneut schnelle Flüge abgeliefert werden. So starteten der Blaubeurer Junior Lucas Kohn , das Team Christian Müller und Sebastian Wastl sowie etwas später Michael Heiß und Sabine Dieulin.
Zunächst wurden beinahe 100 Kilometer über die schwäbische Alb in den Westen geflogen um anschließend mit Rückenwind die schnellen 2,5 h zu fliegen. Einen nahezu perfekten Flug lieferte erneut der Hoffnungsträger Lucas Kohn ab. Mit seinem Flug über 386 Kilometer steuerte er seinen bisher schnellsten Flug mit 105,08 Punkten bei. Da von Westen her eine Wolkenabschirmung kam reichte es ihm leider nicht nach Hause und er musste in einem Acker bei Lonsee landen um anschliessend von seinen Kameraden im Anhänger abgeholt zu werden. Den zweiten Flug steuerte das Doppelsitzerteam mit 103,58 Punkten bei. Da Heiß und Dieulin durch den späten start nur 59 und 74 Punkte erreichten musste als dritter Flug die 86,59 Punkte von Philipp Söll vom Vortag herhalten. Zu erwähnen ist noch, dass an diesem Sonntag nur 4 Piloten in ganz Baden-Württemberg schneller waren als der Blaubeurer Junior Lucas Kohn. Mit Rundenplatz 11 hielten sich die Blaubeurer auf Tabellenplatz 8.
 
M. Söll
 
Dienstag, 27. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Runde 11 - und wieder hat das Wetter einen bunten Straß an Varianten zu bieten: Fronten, Wind und unterschiedliche Luftmassen. Vor allem dem Fronteinfluss fielen dieses Mal (wieder) die Nordvereine zum Opfer, während es im Süden gleich an beiden Wochenendtagen die Chance gab, Punkte zu erfliegen.
Samstag:
Deutlich im Satellitenbild erkennbar die die breite, wellende Kaltfront eines Tiefs über dem Nordmer. Parallel zur Höhenströmung liegend bewegte sie sich nur sehr langsam nach Südosten, Ganz im Süden lagen ebenfalls noch Reste der labilen Luftmasse der Vortage. Zwischen beiden machte sich eine warme und vor allem weiter abtrocknende Luftmasse breit. Vor allem im Randbereich zur Front im Norden waren in den Morgenstunden noch deutliche Wellen zu sehen, deren Strukturen sich im Bild von 12UTC bereits etwas verloren haben - ein klares Indiz für die hier deutlich spürbare Windkomponente.
Sonntag:
In der Nacht zum Sonntag sollte dann etwas Schwung in das Wettergeschehen kommen: Angetrieben durch einen/Tief Trog über den
britischen Inseln kam die Front nun etwas raschen nach Südosten voran und lag nun in einem Streifen zwischen Nordschwarzwald und Fläming. Da rückseitig der Nachschub an Feuchte nicht abreissen wollte und auch ein Tief über Südosteuropa seine hohen Cirren bis über die Ostalpen und nach Tschechien hinein schob. war der fliegbare Streifen sehr eingeschränkt. Zumindest die Alb konnte aber noch mit durchaus brauchbarem Wetter aufwarten.
Wer hat was draus gemacht?
Viele haben etwas draus gemacht! So sind in beiden Ligen bei meisten der Teams zu Punkten gekommen. Dabei fällt auf, dass eine ganze Reihe von Flügen nicht vom Heimatplatz aus durchgeführt wurde - sei es, weil man für einen Wettbewerb sowieso unterwegs war oder aber, weil man sich die Mühe gemacht hat, auf der Straße Anschluss an die fliegbaren Wetterräume zu gewinnen. Die Flugspuren von Samstag und Sonntag spiegeln schon deutlich diese Wetterräume wieder, zeigen aber doch die eine oder andere Auffälligkeit:
Samstag unter der Front im Norden war thermisch nicht viel zu holen. Wenn man aber wie die Rintelner passend zum Wind den Hang gleich am Platz hat, kann man auch unter 8/8 seine Punkte holen. Und da der Hang lang genug ist, war für die Piloten aus dem benachbarten Oerlinghausen auch noch Platz genug.
Ebenfalls stark frequentiert war das Rheintal, wo mit den Landauern (Rundensieger in Liga 2) und den 2 Teams aus Ludwigshafen-Dannstadt durchaus ein Liga-Hotspot entstehen kann, wenn die Wetterräume etwas eingegrenzt sind. Und ebenfalls deutlich sichtbar
sind die Spuren von der DM in Zwickau, wo an beiden Tagen ein nicht unerheblicher Anteil der gemeldeten Flüge stattfand. So lassen sich die Kurse in den Flugspuren nochmal nachverfolgen.
Auch wenn das Wetter regional, manche würden auch "selektiv" sagen, war es durchaus großräumig und schnell. So schaffte es der Rundensieger LSG Bayreuth, mit 369km/h den in dieser Saison bislang besten/schnellsten Wert zu erreichen. Dabei machten Alex Müller (127km/h) und Clemens Pape (126km/h) und Heiko und Ylva Hetrich (116km/h) vor, wie es geht:
Erst gegen den Wind - in diesem Fall von Bayreuth aus bin an den Odenwald -, und dann mit Rückenwind bis in die Lausitz. Für Alex kamen in den 2,5 dabei fast 400km zusammen.
Mit einer ganz ähnlichen Taktik, aber auf der anderen Seite der Republik waren die SFG Giulini/Ludwigshafen untertwegs. Aus dem
Rheintal heraus ging es bis nach Frankreich hinein, wo noch deutlich mehr Cumuli, und dann auch Ausbreitungen standen. Nils Koster (101km/h), Dieter Bartek (113km/h) und Karsten Knoop (107km/h) sorgten hier für Kilometer und Punkte. Am Samstag-Abend hatte mit den schnellen Hangritten der LSV Rinteln noch Platz 3 inne. Am Sonntag legte die SFG Donauwörth-Monheim aber nochmal nach: Allen voran Andy Offer, der in der knappen Wetterlücke (s.o.) 115km/h schaffte. Aber auch Wolfgang Köckeis (112km/h) und David Bauder (110km/h) konnten sich gegenüber dem Vortag nochmal verbessern, und ermöglichten damit den Sprung vom zwischenzeitlich 11. Platz auf Rang 3. Damit rücken sie mit nun 115 Punkten in der Gesamtwertung näher an den führenden LSR Aalen heran (131 Punkte). Auf Rang 3 kann sich die FG Schwäbisch Gmünd vorschieben, die damit ihren Trend nach oben weiterführt. Das SFZ Königsdorf rutscht damit auf Rang 4 ab. Die führen wiederum weiterhin souverän die Junioren-Liga an. Da Stadtlohn wettertechnisch nicht punkten konnte, konnten sie die Führung sogar noch weiter ausbauen.
Auch in Liga 2 zählen die Niederrheiner zu den Verlierern. Bei ohnehin schon sehr knappen Punkteabständen wird ein "Nuller" erbarmungslos bestraft und die SFG Stadtlohn findet sich nach Runde 11 nur noch auf Gesamtplatz 4 wieder (126 Punkte). Unmittelbar
davor - nur um einen einzigen Punkt getrennt - rangiert der FLC Schwandorf, die aber auch nur diesen einen Punkt hinter dem LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn liegen. Diese hatten in dieser Runde ihren Startplatz nach Reinsdorf verlegt und so zumindest einen Punkt holen können.
Platz 1 nimmt nun der AC Lichtenfels ein. Jan Kretzschmar (116km/h), Markus Reuß (101km/h) und Gerd Peter Lauer (89km/h) nutzten ebenfalls den Samstag. Platz 2 in der Runde machen sie nun vom Jäger (Vorwoche Rang 4) zum Gejagten, denn 5 Punkte sind wahrlich kein Polster, schon gar nicht in der so ausgeglichenen Liga 2. In der nimmt der Rundensieger DJK Landau ebenfalls Fahrt auf. Nach einem guten Saisonbeginn und einer zwischenzeitlichen Durststrecke zeigen die Pfälzer nun nach Rundenplatz 5 in der Vorwoche und dem Sieg in dieser Runde eindeutig aufsteigende Tendenz. Georg Theisinger (121km/h), Florian Theisinger (114km/h) und Yannick Frey (99km/h) zeichnen sich in dieser Runde dafür verantwortlich.
So bleibt es in beiden Ligen spannend, und auch beim Wetter, das scheinbar nach der langen Trockenheit so langsam auf Sommer-Monsun umstellt ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
Montag, 26. Juni 2017
Der Segelflug im Juli - aerokurier
Abenteuer Südamerika
Zapala in Argentinien eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für ausgedehnte Thermikflüge. Diether Memmert berichtet über außergewöhnliche Flugerfahrungen – mit der ein oder anderen organisatorischen Hürde.
R für Racing
Binder Flugzeugbau hat die ohnehin schon schnelle EB29 weiterentwickelt. Das R steht für Racing, und der neue Flügel ist entsprechend auf hohe Leistung optimert. Neben einem Flugzeugreport berichtet Michael Sommer im Interview über die Vorzüge der EB29R.
Voll auf die Ohren
Headsets sind eine sehr individuelle Angelegenheit: Lärm und Komfort nimmt jeder unterschiedlich wahr, Kopfformen und Ohrgrößen sind von Pilot zu Pilot verschieden. Der aerokurier hat neun gängige Headsets im Labor und im Praxisbetrieb getestet. Das Fazit: Richtig schlecht ist keiner der Kandidaten.
 
 
Montag, 26. Juni 2017
SFZ Königsdorf: Keiner kommt heim, aber Führung ausgebaut
Langes Warten auf die Grauthermik in Königsdorf.
Foto: Mathias Schunk
Jetzt ist leider genau das passiert, was wir alle hofften, dass nie passieren würde, dass der überaus spannende Titelkampf in der U25 Liga Liga durch eine Nullrunde eines der beiden Teams jäh unterbrochen wird. Stadtlohn saß leider im unfliegbaren Wetter und nullte, während die Königsdorfer Youngsters trotz schwierigsten Bedingungen drei Mini Wertungen erfliegen konnten. Dadurch dass es bei den Youngsters 50 Punkte pro Runde und es sehr selten sehr viele Teams mit drei Juniorenwertungen gibt, war das wohl leider eine Art Vorentscheidung, sofern den Königsdorfern nicht auch noch einmal das selbe Schicksal ereilt.
Königsdorf nur knapp an einer Nullrunde vorbei geschrammt
Sollte es Chancen auf Ligaflüge geben, dann war es sowieso nur am Samstag theoretisch möglich, so war der eindeutige Tenor. Daher war man auch bereit und wartete darauf, dass sich irgendwann  a bisserl Thermik, einstellen würde. Als nachmittags sich die Bedingungen langsam einstellten, machte sich ein Junioren Sextett auf den Weg. Katharina Jocham, Johannes Beyer, Jakob Edmaier, Vincent Heckert, Jan Kleu und Nikolai Wolf nutzen die schwache Thermik und flogen vorsichtig Richtung Osten. Gegen den Wind, bei der schwachen Thermik, langte es jedoch keinem der Youngsters wieder bis nach hause. So landeten sie teilweise außen, bzw. Nikolai nutze den Turbo. Trotz der Außenlandungen, überwog die Freude, dass dennoch drei Junioren Wertungen um 50 km/h erzielt werden konnten.
Die Bedingungen für gültige Wertungen für die Alpenliga, waren noch schwieriger. Lukas Keibel und Mathias Schunk versuchten sich im Arcus an einer gültigen Alpen Wertung und mussten für eine 27,0 Wertung zweimal zünden... In der Alpenliga spielte die Musik diesmal in Südfrankreich, wo alle Spitzenteams der elften Runde geflogen sind. Für den Tabellenführer aus Königsdorf blieb für den 40. Rundenplatz ein einziger Trostpunkt. Das österreichische Team vom SMBC Kirchdorf/Micheldorf als Tabellenzweiter flog zwar auch nur auf Rang 26, holt aber in der Tabelle somit 15 Punkte aufs SFZ auf. 
In der Bundesliga punkteten fürs SFZ neben Vincent Heckert das Doppelsitzergespann Arthur Schlothauer/Patrick Wenzeck auf der deutschen Doppelsitzermeisterschaft in Zwickau, sowie Hans Trautenberg, der auf seinem alten Heimatflugplatz in Amberg gestartet war. In der Tabelle verlor das SFZ Königsdorf durch einen 17. Rundenplatz einen Platz und liegt nun auf Rang vier.
 
Mathias Schunk

Sonntag, 25. Juni 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': OLC- Interessante Vergleiche
Am Montag dieser Woche sollte es wieder einmal in die Luft gehen. Sibylle startete mit 100l Wasser, was sich allerdings als taktischer Fehler entpuppte. Der Start war ein Albtraum, minutenlang musste sie in 75m (!) über Grund fliegen, bis endlich Steigen gefunden wurde. Es war der sicher bisher heißeste Tag des Jahres, das ergab eine Dichtehöhe von 9500ft!!!! Zudem ist der Motor bzw. die Spannungsversorgung ja immer noch unser Sorgenkind. Nachdem schon beim Start mit schwerem Flugzeug und ungünstigen Bedingungen die Laufzeit des Motors fast aufgebraucht war, entschied sich Sibylle nach einigen kurzen Runden in der Umgebung bei vielen Schauern in der Nähe wieder zur Landung. Ingo gab der natürlichen Kühle in der Höhe den Vorzug vor der Airconditioning unseres Wohnmobils und hatte immerhin ein paar Stunden Spaß. Am Dienstag sollte der Tag nicht ganz so feucht werden, allerdings gab es immer noch die Neigung zu großflächigen Überentwicklungen und Schauern. Es ergab sich für uns die Möglichkeit eines interessanten Vergleiches zweier möglichen Konfigurationen der ASH 31 einerseits und unserer Flugstile anderseits ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Schauer, die einen gerne zu Umwegen zwingen.
Foto: © Ingo Andresen
Brian Head Wildfire.
Foto: © Ingo Andresen
Unterwegs über dem Great Basin.
Foto: © Ingo Andresen

Freitag, 23. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 23.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich vom Azorenhoch ein Keil über Frankreich und
Deutschland. Er sorgt in der Mitte und im Süden Deutschlands für eine Stabilisierung der Luft. Lediglich am Alpenrand und in den Alpen liegen noch Reste der labil geschichteten Warmluft, sodass es hier im Tagesgang wieder zu konvektiven Umlagerungen kommt. Norddeutschland wird von der Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien beeinflusst. Hier fließt feuchte und merklich kühlere Luft heran. Zudem herrscht vor allem im Norden ein kräftiger Gradient vor.
Am SONNTAG erstreckt sich die Kaltfront morgens etwa von Brandenburg bis zur Eifel. Bis zum Abend erreicht die Front Süddeutschland, schwächt sich dabei aber immer mehr ab und zeigt sich kaum noch wetteraktiv. Rückseitig setzt sich von Nordwesten her deutlich kühlere Luft durch. Im Alpenraum kommt es in der nach wie vor labil geschichteten Luft erneut zu hochreichender Konvektion.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
SAMSTAG: Aufgrund von abschirmender Bewölkung und zeitweise Niederschlag meist keine nutzbare Thermik. Vom Rheinland bis in die Leipziger Tieflandsbucht am Nachmittag zeitweise mäßige Wolkenthermik, jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeit meist zerrissen.
SONNTAG: In der Nordwesthälfte ab den frühen Nachmittagsstunden mäßig bis gute Wolkenthermik, welche jedoch aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten vielfach zerrissen ist. Im Südosten aufgrund von abschirmender Bewölkung und Niederschlag meist keine nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG überwiegend gute CU-Thermik mit Arbeitshöhen um FL060, im Bergland bis FL080. Richtung Norden gebietsweise zerrissene Thermik durch lebhaften Westwind.
Am SONNTAG in einem Streifen von der Lausitz über die Rhön bis hin zur Pfalz durch dichte Bewölkung, die erst im Laufe des Tages auflockert, kaum nutzbare Thermik. Südlich dieses Streifens mäßige bis gute Wolkenthermik, die besten Steigwerte vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis zur Oberpfalz!
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Wolkenthermik, in den Allgäuer- und östlichen Bayrischen Alpen durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Alpenvorland und im Alpenraum mäßige, sonst gute Wolkenthermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
NEW: The time has finally come - OLC is presenting Distance Records
Above and beyond the joy of soaring, ambitious glider pilots love the challenging part of their sport, and they like to compare their success with other competitors. Pilots constantly want to fly bigger or optimize their speeds. They simply like the competitive element of soaring - winning, loosing, good scores or records achieved. With the League scoring and OLC-Plus- or Speed-Scores we are already offering several important options for pilots to evaluate and develop their individual skills and performance.
For many years people have been asking: When will OLC’s scores finally display record flights?
>>> Right now ;-)
Until now we have been offering yearly statistics. You all know the “best flight“. Don’t you? Our new “distance record” score is now screening all flights beginning in 2011 (the year when OLC started the OLC-Plus scoring). You can now determine the current record holder with just one mouse click.
A good goal to aim at! Besides OLC’s World- and Continental-Records we are now also presenting nationwide records and records flown in the USA’s SSA regions.
So how can you set such a record?
It’s fairly easy! Like any other OLC-discipline. You won’t have to declare anything big or ask around to find an official observer to monitor your flight. You “simply” go up and fly, upload your flight to OLC and let the system do the work for you.
Of course OLC will calculate records based on OLC points, not on kilometers. The latter would not make any sense, as a one-class-scoring with sailplanes of various kinds and of very different performance levels does not meet today’s reality. Finally OLC’s software will - thanks to our smart OLC-Plus scoring - also consider the area covered during a flight.
In addition to the fair evaluation of different gliders and indices, OLC’s scoring system is very simple. The number of records will not increase endlessly; the scores will be well arranged.
And where can you find these Records?
You may look up all records via Gliding -> OLC-Scoring. Set your filter as desired to World, Continent, Country or US-Region and go ahead. You are probably familiar to the system used with all our classic scores?
Record flights are a great tool when talking about soaring publicity
Last but not least you will not want to celebrate your success only with your soaring buddies, but go out of your club house and talk about it. Glider pilots therefore need a way to meet the public and clearly explain the sport of soaring to everybody. What will a pedestrian appreciate when you tell him: “Hey, I just flew a 500-k!” Nothing. However, a new record flight will like OLC’s popular League scoring be a great opportunity to spread your news. With OLC’s new distance records we are now offering another element to get public attention.
OLC whishes you maximum success: Let it be raining distance records!
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
 
Choose the whole World, a continent or your scoring region here
Now, simply hit “distance record"
Here, you’ll find all OLC-distance records in the chosen scoring region
 
Donnerstag, 22. Juni 2017
EASA Musterzulassung JS 1 Revelation
Seit dem 1. Juni 2017 ist es offiziell: M+D Flugzeugbau hat die europäische Musterzulassung für das Weltmeister-Flugzeug in der offenen und 18 m Klasse, die JS 1, erhalten! Nachdem viele Piloten in den letzten Jahren immer wieder die außerordentlich hohe Leistung der JS1 durch Erfolge auf internationalen Wettbewerben belegen konnten, ist nun endlich die endgültige Zulassung erfolgt. Die vollständige Neuzulassung nach EASA Bauvorschrift CS-22 beinhaltet auch die von M+D Flugzeugbau entwickelt- und gefertigte Turbine als optionale Heimkehrhilfe. Zusammen mit Jonker Sailplanes fertigen wir so das weltweit erste musterzugelassene Segelflugzeug, das direkt ab Werk mit hauseigenem Jet-Antrieb (MD-TJ42) ausgerüstet ist.
Im Verlauf des Zulasssungsprozesses wurden grundlegende Materialspezifikationen anerkannt und weiterführende strukturelle Nachweise durch Tests und Berechnung durchgeführt. Der Nachweis des Cockpits erfolgte nach den Anforderungen der aktuellen Bauvorschrift (9g Crash-Landung) und wir führten, unterstützt durch Jonker Sailplanes, ergänzende Flugerprobung, u.a. mit asymmetrisch verteiltem Wasserballast durch. Eine erfolgreiche Neudurchführung des Flügelbiegeversuchs sowie des Bodenvibrationstests am 21 m Flügel als Nachweis von Flatterfreiheit schloss den Prozess ab. Mit der Zulassung der JS 1 unter der Nr. EASA.A.616 ist parallel auch der nächste Schritt für M+D Flugzeugbau, die Erweiterung des Entwicklungsbetriebes nach EASA Part 21.J weitestgehend abgeschlossen. Aktuell beträgt die Lieferzeit der JS 1-18/21-Jet etwa zwei Jahre, M+D und Jonker Sailplanes arbeiten daran, die Lieferzeit zu verkürzen.
 

 

Mittwoch, 21. Juni 2017
10. Ligarunde: Halbzeit-Durchmarsch in der Alpen- und Quali-Liga; Kampf in der U25
Die Hälfte der Ligasaison ist vorüber. Ein guter Zeitpunkt ein Fazit zu ziehen. Die beiden Runden um die Halbzeit herum sorgen nicht für Spitzenschnitte, zeigen aber eine hohe Beteiligung. Das Wetter ist in allen Teilen Deutschlands zumindest gut fliegbar und lässt viele Flüge zu. Richtig nette Wolkenstraßen reihen sich auf, allerdings sorgt ein strammer Wind vielerorts für nicht ganz leichte Bedingungen. Soviel Bewegung in der Luft ist, so wenig Bewegung gibt es auf den Treppchen.  Die Spitzenvereine halten stabil ihre Positionen wie selten in den letzten Jahren. Hochspannung gibt es jedoch trotzdem – in der U25.
Von Anfang an bis zur neunten Runde hält die SFG Stadtlohn die Führung. Runde für Runde nähert sich das SFZ Königsdorf an, kann in Runde neun punktgleich ziehen und überholt am letzten Wochenende. Das Team Stadtlohn war in den letzten Wochen etwas ausgedünnt, so standen nicht so viele Flüge für die Wertung zur Auswahl. Die Stimmung ist jedoch weiterhin super. Und Fakt ist, demnächst kann das Team wieder vollzählig angreifen und der Abstand ist ja noch marginal. Es wird also weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen dieser beiden zielstrebigen Vereine bleiben. Und bewundernswert ist, trotz Prüfungen oder anderer Verpflichtungen gelingt es immer, mindestens drei Junioren für einen Wertungsflug zu motivieren. Das sieht bei vielen Vereinen ganz anders aus. Auch wenn es das Wetter hergibt und für einen Ligaflug nur eine Zeitfenster von zweieinhalb Stunden geflogen werden muss, sieht man oft eine maue Beteiligung. Klar muss man sich ein wenig organisieren. Das Fliegen im Team macht aber viel mehr Spaß und ist zudem leistungsfördernd. Ganz zu schweigen von dem Fieber, was einen ergreift, wenn man vorn mitspielt und um Punkte und Plätze ringen kann.
In der Alpenliga ist es im Vergleich zu der hochdramatischen Entwicklung in der U25 ja fast langweilig. Aber nur fast. Denn die Leistung die Königsdorf hier zeigt, ist unglaublich. Es ist mittlerweile nahezu selbstverständlich, dass sie einen Sieg nach dem anderen einfahren und schier uneinholbar vorn liegen. Aber auch der kleine österreichische Verein SMBC Kirchdorf/ Micheldorf hat sich auf Silber extrem stabil eingenistet. Leider ist die Alpenliga eher von wenigen Ländern dominiert. Der dritte Platz eines slowenischen Vereins -wie in dieser Runde- hat eher Seltenheitscharakter. Auch Frankreich mit seinen immensen Potentialen ist selten zu spüren.
Und in der Quali-Liga? Auch hier haben wir derzeit einen Überflieger: den LSC Bad Homburg. Marschieren auch sie glatt durch?
Was wird die zweite Halbzeit bringen? Stabilität oder weitere Überraschungen?
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 279,18 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 259,83 Speed/49 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 253,54 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (BY) 455 Punkte, 2. SFG Stadtlohn (NW) 452 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 401 Punkte
Rundenwertung Quali-Liga: 1. Rhönflug Poppenhausen (HE) 270,88 Speed/50 Punkte, 2. AFZ Unterwössen (BY) 264,83 Speed/49 Punkte, 3. SSV Cham (BY) 262,62 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 10: 1. LSC Bad Homburg (HE) 325 Punkte, 2. SFZ Aachen (NW) 269 Punkte, 3. SFC Ulm (BW) 241 Punkte
Rundenwertung Alpen-Liga: 1. SFZ Königsdorf (D) 312,17 Speed/40 Punkte, 2. FC St. Johann in Tirol (Ö) 259,55 Speed/39 Punkte, 3. AK Celje (Sl) 233,55 Speed/38 Punkte
Tabellenstand Alpen-Liga nach Runde 10: 1. SFZ Königsdorf (D) 376 Punkte, 2. SMBC Kirchdorf/ Micheldorf (Ö) 302 Punkte, 3. AVUT UniTrento (IT) 255 Punkte
 
Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Mittwoch, 21. Juni 2017
SFG Giulini: Interessante Flüge in Dannstadt
Am Samstag morgen näherte sich ein Trog mit dichter 8/8 Abschirmung. Eigentlich ein chancenloser Tag. Kurz nach 9 Uhr stand die Abschirmung schon kurz vor Dannstadt. Kaum einer klappte seinen Anhängerdeckel auf. Nur 3 Piloten versuchten ihr Glück, einer davon ohne Motor. Um 9:23 Uhr startet Dieter Bartek mit seiner LS-4WL - eigentlich ohne Option wieder nach Hause zu kommen. Trotzdem schaffte er es bis zum Mittag einen Flug mit gut 150km in die Wertung zu setzen und sogar mit einem knappen Endanflug wieder nach Hause zu kommen. Respekt.
Für Sonntag war gutes Wetter prognostiziert. Früh ging es mit Wasser in den Flügeln bei guter Optik Richtung Osten los - aber es war eigentlich gar nicht so gut. Miese Steigwerte, schwer zu findende Thermik, alles recht unrund, Basis nicht besonders hoch -  auch im Funk allgemeine gedämpfte Begeisterung. Trotzdem ging es tapfer immer weiter in den Osten. Allerdings wurde von allen die in den Logger gesetzten Aufgaben bald abgebrochen. Immerhin ging es noch über 200km weit weg vom Heimatflugplatz. Der Rückflug gestaltete sich aber dann schon früh recht blau. Wenige zarte Flusen zierten noch ab und an, hier und da, den Himmel. Wieder ein ziemliches Gebastel bis wir wieder im Trichter von Dannstadt waren.
Es waren harte, aber schöne und interessante Flüge an diesem Wochenende.
Nils Koster (ASG-29, LEO) war letztlich der Schnellste der 7 Bundesligapiloten, vor Charly Müller (Ventus ct, CS), trotz das dieser als Trainier mit einem Trupp Nachwuchspiloten unterwegs war und Johannes Dibbern (LS-8, L8), der sich bis nördlich Bayreuth am weitesten von Dannstadt weg getraut hatte.
Rundenplatz 15 ist zumindest der Ansatz eines positiven Trends und läßt uns in der Tabelle einen Rang auf 16 gutmachen.
Die Leistungen der Junioren Nils Koster und Johannes Dibbern wurden in der U25-Wertung mit Rundenplatz 9 und Tabellenrang 10 belohnt.

 
Uwe Melzer
 
Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY)
Heimweg im Blauen
Charly Müller (Ventus ct, CS) über Mannheim
 
Mittwoch, 21. Juni 2017
AC Braunschweig muss mit einem Trostpunkt zufrieden sein
Die Abläufe des letzten Wochenendes lassen sich schnell erzählen:
Am Samstag, der durch starken Wind bis zu 35 km/h gekennzeichnet war, kamen vier Streckenflüge in die Wertung und der Sonntag sah keinen Überlandflug mehr vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum.
So sieht unser Trio mit 218,01 Punkten aus:
Hayung Becker, Standard Cirrus, 74,25 Speedpunkte,
Rolf Wagner, LS 4 WL, 72,41 Speedpunkte,
Wiebke Holste, LS 4, 71,35 Speedpunkte,
Die drei Loggerschriebe dieser drei Aufwindjäger sind absolut identisch, weil im engen Team geflogen worden ist. Sie arbeiteten sich zunächst gegen den strammen Westwind bis Faßberg vor und glitten dann mit Rückenwind bis Barleben, das nördlich von Magdeburg liegt. Dabei wurden leider mehrfach in die unteren Etagen aufgesucht. Ihre Flüge endeten am Abend gegen 18 Uhr auf dem Segelfluggelände Wilsche.
Am Sonntag brüllte in der Mitte und im Süden Deutschlands die Thermik, so dass wir dann von unserem Mittelfeldplatz vom Samstagabendabend gnadenlos nach hinten durchgereicht wurden. Ebenso wie unserem Trio erging es auch Christian Möller und Peter Montag, die im Duo eine Überlandflugeinweisung flogen und ebenfalls in Wilsche strandeten. Dank der vier F-Schlepps von Wilsche musste kein Autometer gefahren werden.
Der Rundensieg ging mit 327,64 Speedpunkten nach Schwäbisch Gmünd. Die Halbzeittabelle führt der LSR Aalen mit nunmehr 131 Punkten an und der Aero-Club liegt mit jetzt 73 Punkten auf Rang siebzehn.
Am Abend landete noch Jan Hinnerk Scheel aus Lübeck, der 1995 die Deutschen Juniorenmeisterschaften in Waggum mitgeflogen hatte, mit seinem Co Niklas mit einem Nimbus 4 DM in bei uns. Er hatte sich mit der Benzinmenge verpokert und startete am Sonntag gegen 12:30 Uhr Ortszeit nach der Übernachtung in unserem Sozialgebäude im Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum wieder in Richtung Heimat.
 
Rolf Wagner
 
Auch schon am Vormittag sah es am Samstag besser aus, als es wirklich war.
Optisch sah es eigentlich recht passabel aus.
Start des Nimbus-Teams zum Heimflug nach Lübeck am Sonntag auf der Betonbahn.
 
Dienstag, 20. Juni 2017
LSG Fallersleben: Schöne Flüge in Runde 10
In Runde 10 versprach zumindest eines der Wettermodelle an beiden Tagen fliegbare Bedingungen für die Lüneburger Heide. Wegen des starken Windes und eines schmalen Wetterfensters gingen am Samstag in Ummern nur je drei LSG- und LVI-Piloten sowie eine gemischte Mannschaft auf die Jagd nach Ligapunkten.
Der Anfang war für die Ummeraner recht schwierig und fast alle mussten nochmal landen oder den Motor zünden.
Leo Dittmer (Discus 2B), Achim Elvers (DG300), Johan Vanhoyland (Discus bt) und Benno Beesten (Nimbus 4M) steuerten zunächst Richtung Nord-Nord-West bis an den Charly von Hamburg.
Arnie Weber (DG400) und Julian Rietig (ASW24) taten sich mit dem starken Wind und der eckigen Thermik recht schwer und blieben zunächst in Platznähe. Die „mixed“-Mannschaft Lothar Kaps und Alex Thies (Duodiscus) brauchte nach zwei Seilrissen lange, überhaupt Anschluss zu bekommen. Schade war, dass sie – nach einer zeitigen Landung wegen sozialer Verpflichtungen – mit 39,62 Speedpunkten die Ligamindestspeed nur knapp verfehlten.
Das Quartett im Norden machte sich durch 32km/h Wind beschleunigt auf den zweiten Schenkel. Die drei 15m-Flieger zog es zurück über die Lüneburger Heide, während Benno der Windrichtung folgend bis Theessen östlich von Burg flog. Da die Bärte an diesem Tag sehr unrund und zerrissen waren, war es angenehm, dass auf dem 190km-Schenkel nur einmal gekurbelt werden musste. Auch auf dem 3. Schenkel konnten die ersten 50km Aufreihungen genutzt werden.
Eine Lücke in der Wolkenstraße veranlasste bei Gardelegen zunächst zum Kurbeln und dann zur Wende, um bis zum Ende des 2,5h-Fensters noch 50km mit Rückenwind folgen zu lassen. Da auch der Heimweg unter Aufreihungen geflogen werden konnte, ging’s auch die letzten 135km ohne Kreisen zurück.
Weil Lothar die Mindestwertung verpasst hatte, sollte am Sonntag der dritte LSG-Flug für die Wertung ergänzt werden. Dazu traten Peter Meurers (LS1f), Roman Langer (Twin III SL) und Lothar Kaps (ASW22) an. Leider sah das Wetter deutlich besser aus, als es lange Zeit war. Erst als Lothar und Roman gegen 17:00 landeten, besserten sich die Thermikbedingungen und Peter konnte seine Speed noch etwas verbessern. Er steuerte so noch 65 Speedpunkte zum Ligaergebnis der LSG bei; wegen vieler guter Flüge im Süden der Republik reichte das am Ende zu Platz 19. Die LVI musste sich in Liga 1 leider wieder mit dem Trostpunkt begnügen.
 
Benno Beesten
 
Gute Aussichten auf Kurs
Schön, dass das ED-R74 frei war
Peter Meurers freut sich über den erfolgreichen Flug

 

Dienstag, 20. Juni 2017
FLG Blaubeuren: Bauder zeigt wie es geht
Nachdem die Piloten der FLG Blaubeuren die letzten Wochen eine Aufholjagd gestartet haben, waren sie froh, dass auch für dieses Wochenende wieder fliegbares Wetter auf der Rennstrecke der Erstligisten vorhergesagt war. Nachdem am Samstag ein Großteil des Vereins einen Ausflug Richtung Berge mit einem Viereck um den Luftraum Memmingen gemacht haben, der allerdings wenig Speedpunkte brachte, musste der Sonntag für schnelle Flüge herhalten.
Die Tragflächen morgens noch mit Wasser betankt ging es für fünf Segler der FLG in den leicht bewölkten Himmel über Blaubeuren. Die Flugrichtung gaben die Wolken vor, da diese bereits im Osten gutes steigen ankündigten. Umso weiter sie in den Osten kamen umso höher gingen die Aufwinde und sicherten ein schnelles vorankommen.
Das Zugpferd gen Osten war der Blaubeurer Fluglehrer und Altmeister Charlie Bauder. Dank seiner Informationen über gutes Steigen flogen Philipp Söll, Christian Müller, Sebastian Wastl und Lucas Kohn teilweise bis über die Grenze nach Tschechien. Hier wurden die Aufwinde stärker und die Wolken Höher, so dass hier auch ein schneller Bundesligaschnitt erzielt werden konnte. Doch die Zeit drängte, da auf dem Rückweg die Wolken immer dünner wurden und die Piloten viel Wissen über die besten Steigwerte entlang des Altmühltals und auf der Ostalb haben mussten.
Am Nachmittag schafften es jedoch alle sicher wieder auf dem Heimatflugplatz in Blaubeuren zu landen. Bei einem Blick auf die Wertung war schnell klar, dass wieder ein großer Schritt Richtung Tabellenspitze gemacht werden konnte. So machten die Blaubeurer erneut 4 Plätze gut und zogen unter anderem an der Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim und den Fliegerfreunden vom LSV Schwarzwald vorbei.
Punktgleich mit dem LSV Rinteln aus Niedersachsen und nur Aufgrund des Speedverhältnis steht die FLG aus Blaubeuren nun auf einem stolzen Platz 8. In dieser zehnten Runde sicherten Charlie Bauder 105,37 , Philipp Söll 101,00 und Christian Müller mit 100,58 Punkte den fünften Rundenplatz. Junior und Hoffnungsträger Lucas Kohn steuerte erneute einen hervorragenden 97 Punkte Flug bei. In der zweiten Liga holten die Nachbarn vom FSV Laichingen mit 14 Punkte weniger als die FLG dennoch einen Rundensieg und stehen somit mit Platz 5 auf einem Aufstiegsplatz.
 
M. Söll
 
Das Atomkraftwerk Gunderemmingen bringt oft gutes Steigen
Samstag gabs Sight Seeing in den Bergen
Philipp Söll nach erfolgreichem Flug auf dem Weg zum Anhänger
 
Dienstag, 20. Juni 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Zwischen den Fronten am Samstag und unter dem Hoch am Sonntag hält der Sommer an. Runde 10 hatte erneut weiträumig fliegbares Wetter zu bieten, das galt vor allem für den Sonntag. Und (fast) alle Vereine nutzten diese Gelegenheit, auch wenn die Wetter-Vorteile eher im Süden lagen. Bereits der Samstag brachte ein paar schnelle Flüge, der Sonntag sollte die Wertung aber nochmal durchmischen.
Samstag:
Zwischen den Fronten ... Während die erste Front über die Oder ostwärst abzog, tauchte von Westen bereits eine neue auf. Zwischen beiden bot sic h ein im Tagesverlauf breiter werdender fliegbarer Streifen, der sich von Norden nach Süden erstreckte. Hervorgerufen wurde der u.a. durch den Lee-/Föhn-Effekt des norwegischen Gebirges. An dem hatte sich die feuchte Atlantikluft gestaut und rückseitig abgetrocknet, bevor sie mit der nahezu nördlichen Strömung zu uns gebracht wurde. Nicht ganz einfach war es aber, gerade längere/weitere Flüge in der sich bewegenden Lücke unterzubringen - die Flugspuren geben aber ein gutes Bild der Taktik "in der Lücke und unter den Reihungen" wieder ...
Sonntag:
In der Nacht hatte sich die Warmfront weiter nach Osten verlagert, die nachfließende Warmluft war unter dem nachrückenden Hochdruckeinfluss zunehmend abgetrocknet. Bei meist nur schwachem Wind war aber vor allem über den nördlichen Mittelgebirgen, aber auch über den südöstlichen noch ausreichend Feuchte vorhanden, um Cumuli zu erzeugen. Ansonsten war zwar blau die dominierende Farbe, was aber verbreitet fliegbaren Bedingungen nicht im Wege stand, auch wenn in der Warmluft gute und weniger gute Strecken durchaus nahe beieinander lagen bzw. man auf einem weiteren Flug auch sehr unterschiedliche Eindrücke der selben Luftmasse bekommen konnte.
Wer hat was draus gemacht?
Am Ende des Wochenendes werden die Ligapunkte gezählt. Der Samstag brachte zwar bereits eine ganze Reihe von guten, schnellen Flügen, der Sonntag sollte aber nochmal das Potential haben, etwas draufzulegen. Das bewiesen am eindrucksvollsten die Piloten des Rundensiegers FG Schwäbisch Gmünd. Am Samstag noch im oberen Mittelfeld liegend, konnte sie am Sonntag bei allen 3 Wertungsflügen zulegen.
Schnellster für die Schwaben war an beiden Tagen Freddy Hein (114km/h), der am Sonntag einen weiten Teil des Fluges gemeinsam mit Günter "Oswald" Kölle (111km/h) zusammen absolvierte und die sich ihre Speed mit großen Geradeausfluganteilen im Jojo zwischen Donauwörth und Kehlheim holten. Flug Nr. 3 steuerte Lars Linkner (102km/h) mit einer ganz ähnlichen Taktik bei. Diese 3 Flüge lassen den Eindruck zu, dass hier sowohl das Team als auch die eher ligaoptimierte Taktik zum Erfolg geführt hat.
Konnten sich die Königsdorfer am Samstag noch in der zwischenzeitlichen Tabellenführung sonnen, rutschten sie am Sonntag dann doch noch einen Platz weiter ab. Schon am Samstag hatte Mathias Schunk vorgelegt und seine 115km/h sollten auch das Maß für den äußersten Süden bleiben. Am Sonntag als Co von Johannes Beyer (101km/h) ging dann die Kurswahl aber in Richtung Norden, wobei die Speed für die Liga auch hier über der Fränkischen Alb erflogen wurde. "Indexoptmiert" war Benjamin Bachmeier (AstirCS, 100km/h) am Samstag am Hang unterwegs. 3 Taktiken, 3 völlig unterschiedliche Kurse.
Auf Platz 3 landeten dieses Mal die Piloten des LSR Aalen. Angeführt von Wolfgang Gmeiner, der mit 116km/h auch den schnellsten Flug der Liga absolvierte war auch hier der Sonntag der entscheidende Tag, die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Erwin Ziegler (103km/h) und Dieter Walz (96km/h) sorgten am Ende für 314 Punkte.Nur knapp 2 Punkte hinter Königsdorf, aber auch 4 Punkte vor der SFG Donauwörth-Monheim - hier sahen am Samstag die Punktabstände noch deutlich komfortabler aus. Jetzt geht es für Aalen auch langsam darum, die Verfolger im Blick und auf Abstand zu halten.
In der Gesamtwertung führen sie nach 10 Runden weiterhin (131 Punkte), der Abstand auf Donauwörth (115 Punkte) ist fast gleich geblieben, die knapp vor Königsdorfern (111 Punkte) rangieren. Nach und nach schleicht sich aber auch Schwäbisch Gmünd heran. Mit konstant guten Leistungen über die vergangenen Runden schließen sie auf und haben mit 108 Punkten den Anschluss an die Spitze geschafft.
Auch der Rundensieg in der 2. Liga geht in den selben Wetterraum. Aber auch hier fällt auf, dass dieses Mal die Team-Taktik die erfolgreiche war. So waren für den FSV Laichingen Bernd Nübling, Jürgen Kohn und Joachim Frank mannschaftlich geschlossen unterwegs. Mit rund 96-99km/h waren ihre Schnitte zwar nicht auf dem Niveau, was in der 1. Liga geflogen wurde, aber für einen souveränen Rundensieg war es der Schlüssel zum Erfolg.
Dann wurde es auf den folgenden Plätzen aber sehr, sehr knapp. Weniger als 1km/h trennt am Ende Platz 2 und 3: Der AC Lichtenfels lässt nach einem kleinen "Durchhänger" wieder aufhorchen und kommt knapp vor der SFG Stadtlohn in Ziel. Bemerkenswert ist sicher bei den Niederrheinern, dass auch hier die Punkte am Sonntag erflogen wurden. Die Region ist gerade bei Warmluft nicht gerade als Thermikparadies bekannt und schnell(er) wurde der Tag erst, als zum Nachmittag mit steigenden Temperaturen auch die Basis nach und nach anheben konnte. Die Chance, wieder auf Rang 1 in der Gesamtwertung zu kommen, hat aber offenbar beflügelt - und sich auch gelohnt. Punktgleich liegt Stadtlohn nun mit dem LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn vorne (126 Punkte), aber auch der FLC Schwandorf (121 Punkte) liegt in direkter Schlagdistanz.
Auch wenn es so scheint, als wäre der Wetter-Vorteil langsam in den Süden gewandert, bleibt es doch in beiden Ligen weiterhin sehr spannend. Noch liegen 9 Runden vor uns und es sind noch eine Menge Punkte zu vergeben ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
Montag, 19. Juni 2017
Doppelte Königsdorfer Frühjahrsmeisterschaft
Es gibt ja bei 19 Runden keine echte Halbzeit. Daher habe ich für die lokale Pressearbeit bereits vor Jahren, als Gegenstück zur Herbstmeisterschaft in der Fußballbundesliga, nach der letzten Runde vor der Sonnwende, die Frühjahrsmeisterschaft erfunden. Diesen inoffiziellen Titel konnte ich nach nun zehn geflogenen Runden, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch in der Juniorenliga der Lokalpresse, nebst dem jeweiligen vierten Rundensieg fürs SFZ in Folge der Presse für uns verkaufen. In der Bundesliga flogen wir auf Platz zwei, womit das zweite Triple in der 2017er Saison nur knapp verpasst wurde.
Der starke Nordwestwind gab am Samstag die Flugstrecke für alle klar vor: Vom Blomberg über Jochberg, Heimgarten, am Loisachtal entlang Richtung Wank, weiter zur Zugspitze und bis zum Wanneck bei Nasserreith. Das Ganze als Jojo. Die Gesamtlänge der Hanglinie ist mit 65 km leider ein wenig zu kurz für 2 1/2h, so dass Benjamin Bachmaier indexbedingt den Astir wählte. Nicht zuletzt aber auch, weil Mathias Schunk für den Astir Flug soviel Eis spendieren wollte, wie die Melonen wiegen, die Julius Hoffelner mitbringen wollte, um Mathias das Gefühl zu geben, wie in der letzten Runde, erneut mit einem Mädel zu fliegen. Der Spaß kommt in Königsdorf also definitiv nie zu kurz! Samstag Abend feierte man in Königsdorf am Lagerfeuer und der ersten Charge Eis dann das kleine Triple, lag man doch in der Zwischenwertung in allen drei Ligen auf Platz eins.
Eine Verbesserung der Alpen Wertung am Sonntag war von vornherein illusorisch. Man wollte beim Kampf um den Rundensieg in der Juniorenliga und der Bundesliga aber auch nicht tatenlos zusehen. Vincent Heckert war bei der Freundin in Laichingen zu Besuch und startete von dort. Markus Eggl und Nikolai Wolf versuchten ex Königsdorf westlich von München Richtung schwäbische Alb zu fliegen, was jedoch aufgrund der schwachen Thermik im Bereich Landsberg und Augsburg bald aufgegeben werden wurde. Die beiden Arcüsse mit Armin Behrendt und Susanne Lauer, bzw. Johannes Beyer und Mathias Schunk, flogen zunächst Richtung Bayerischer Wald und von dort Richtung Alb, wo man dann zufällig die Brüder Gesell aus Donauwörth traf und man im Ligatrio Team flog. Ein weiterer Arcus gesellte (tolles Wortspiel!) sich bald hinzu und abends stellte sich heraus, dass dies Tante und Onkel der beiden Königsdorfer Youngsters, Sabine und Michael Wisbacher, aus Fürth waren. Wie klein die Segelflugwelt doch ist...
In der Rundenwertung wurden wir zwar von Schwäbisch Gmünd überholt, konnten aber durch die leichte sonntägliche Verbesserung um 4 km/h den zweiten Rundenplatz knapp sichern.
 
Mathias Schunk
 
Die Königsdorfer Junioren freuen sich über den Titel des Frühjahrsmeister in der Junioren Bundesliga.
Foto: Mathias Schunk
Im vereinsübergreifenden Arcus Quartett über der fränkischen Alb.
Foto: Claudia Thoma
 
Sitzprobe von Julius Hoffelner samt Melonen.
Foto: Jan Kleu
 
Freitag, 16. Juni 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 16.06. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG streift die schwache Warmfront eines nordatlantischen Tiefs vor allem den Norden Deutschlands. Diese Warmfront zieht im Tagesverlauf ostwärts ab, dann setzt sich von Westen her ein Hochdruckgebiet mit Kern bei Cornwall und trockenerer Luft durch. Nur über der Nordsee stellt sich eine feuchte Grundschicht ein mit Neigung zu Dunst und tiefem Stratus.
Am SONNTAG verlagert das erwähnte Hochdruckgebiet seinen Kern nach Deutschland und lenkt trockene und zunehmend heiße Luft heran, Ausnahme bleibt die Nordseeregion mit einer anhaltend feuchten Grundschicht.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG vor allem im Westen und im Osten überwiegend durch Abschirmung bzw. Ausbreitungen gestörte, in der Mitte zeit- und gebietsweise mäßige, nur örtlich durch Ausbreitungen behinderte Thermik.
Am SONNTAG nach zum Teil nur zögernd auflösender Stratusbewölkung überwiegend mäßige, örtlich noch durch Ausbreitungen gestörte Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich oft mäßige Cumulusthermik. Die Thermikentwicklung wird aber von der durchziehenden Warmfrontbewölkung gestört. Zusätzlich sorgen die Ausbreitungstendenzen unterhalb einer Absinkinversion für störende Einflüsse. Das ist vor allem in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und im Südwesten Hessens der Fall, so dass dort kaum nutzbare Thermik entsteht.
Am SONNTAG bildet sich mäßige bis gute Wolkenthermik, im Tagesverlauf trocknen die Cumuli langsam ab.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kann sich in der Kaltluft gute Thermik entwickeln. Die Quellwolken neigen zu Ausbreitungen. In Ober- und Niederbayern böiger Wind und Thermik örtlich zerrissen.
Am SONNTAG gute Thermik, westlich der Iller mäßige Blauthermik bis 1600m NN.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Donnerstag, 15. Juni 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Troubleshooting…
Nach Ingos schnellem Flug letzten Dienstag hatten wir einige Tage nicht nur wetterbedingt Pause. Ein Tiefdrucksystem hatte sich verstärkt, so dass durch die Isobaren-Verengung der Wind wieder einmal zur Hochform auflief. Eigentlich war die Luftmasse gut, aber bei Böen bis zu 47 kt kann man einen Eigenstart vergessen, und F-Schlepp gibt es hier momentan nicht. Am Montag wurden wir dann von einem Tief direkt über Nevada erfreut, dass mit einströmender Kaltluft aus Norden sogar für leichten Schneeregen in Ely sorgte. An solch ein Wetter im Juni konnten sich selbst die Einheimischen nicht erinnern. Mittlerweile (zwei Tage später) haben wir aber wieder um die 30°C. Das gehr hier dann doch sehr schnell…Unser Freund Mitch wurde von dem Mindener Wellenflieger Gordon Boettger eingeladen, einen Zielflug-Versuch von 1500 km in einem Duo Discus von Minden aus mit zu machen.
Der Plan war, in der Welle der High Sierras zu starten und sich dann nach Westen von Wellensystem zu Wellensystem weiter vor zu arbeiten mit dem Ziel in South Dakota. Sie starteten am Samstag bei Sonnenaufgang und kamen auch zuerst sehr gut voran. Das erste kleinere Problem trat auf, als sie die Ruby Mountains im Norden Nevadas etwas zu tief erreichten, so dass sie nördlich um die Berge herum fliegen mussten um wieder in die Welle einzusteigen. Das gelang dann aber nach kurzem Suchen und die beiden konnten auf über 8200m steigen ...
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Troubleshooting
Foto: © Ingo Andresen
Wellen über Nevada
Foto: © Ingo Andresen
Apaches zu Gast in Ely
Foto: © Ingo Andresen

 

Mittwoch, 14. Juni 2017
SFG Giulini: Das war wohl nix...

 

Nach dem es am Freitag noch sehr gute Prognosen für den Samstag gab, war das Erstaunen groß früh morgens im Nebel zu stehen. Gerade zu stoisch wurde aufgebaut, getankt und große Strecken in die Logger gesetzt. Die ignorante Haltung half aber nicht - die Sonne brauchte lange die Luftmasse in der Rheinebene zur thermischen Aktivität zu bewegen. Alles in allem wurde es noch ein ganz ordentlich fliegbarer Tag, aber die Streckenvorhaben konnten alle nicht bewältigt werden und wirklich schnell war es für die Liga in der warmen Luft auch nicht. Immerhin pflügten 22 Dannstadter Ligapiloten aus 3 Mannschaften durch die Lüfte, hatten ihren Spaß und brachten viel Gesprächsstoff mit.  
Am Sonntag war dann gänzlich Badewetter - blau, heiß, thermikfrei. In der Bundesliga war Junior Johannes Dibbern (LS-8, S1) der Schnellste, gefolgt von Trainer Charly Müller (Ventus ct, CS) und Dieter Bartek (LS-4WL, UY). Leider genügte die warme Luftmasse wieder nur für einen Trostpunkt und bedeutet einen Absturz auf Rang 17 der Gesamtwertung. Die U25 erreichten mit Johannes Dibbern und Jan Hertrich Tagesplatz 15 und damit Rang 10 in der Gesamttabelle.
 
Uwe Melzer
 
Blick ins Rheintal
Junior Alex Meinicke in der Hornet über Mannheim
Über dem Pfälzer Wald
Mittwoch, 14. Juni 2017
Berlin, Berlin, die Braunschweiger fliegen um Berlin ...
...und holen mit dem neunten Rundenplatz 12 wichtige Punkte. Dieser aus der Fußballszene übernommene und hier leicht modifizierte Slogan mit Berlin traf an diesem Samstag, 10. Juni, für die erfolgreichen Bundesligapiloten des Aero-Club zu.
Sie fuhren nicht zum DFB-Pokalendspiel nach Berlin, sondern trieben ihre Flugmaschinen vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum um die deutsche Hauptstadt. Aufgrund der herannahenden Abschirmung mussten die Ventus-Piloten dann am Abend im Bezirk Oschersleben den Motor einsetzen und Ueckert ackerte mit seiner Maschine im Bereich Mieste, das westlich von Gardelegen gelegen ist. Das schnelle Berlin-Trio hat mit 296,49 Speedpunkten und Platz neun somit folgendes Gesicht:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 102,17 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus, Ventus 2cM/18m, 99,17 Speedpunkte,
Christian Ueckert, LS 6/18m 95,15 Speedpunkte,
Nur der frühe Vogel fängst den Wurm und daher hatten die drei Protagonisten indessen gegen 9 Uhr aufgrund des früh angesagten Thermikbeginns ihre Sportgeräte bereits aufgerüstet und um 10 Uhr Ortszeit waren sie tatsächlich auch schon in der Luft.
Alle drei Piloten sollten dann sage und schreibe eine Flugzeit um 9 Stunden vor sich haben. Übrigens war der zeitgleiche 11.6. 2016 der absolute Hammertag des zurückliegenden Jahres.
Bennewitz wendete südlich von Pasewalk und setzte seinen zweiten Wendepunkt westlich von Bunzlau im polnischen Luftraum. 819 Kilometer schaffte er an diesem Tag. Seidl, der 802 Kilometer abspulte, trieb seinen Flieger zunächst bis Schwedt/Oder und wählte seinen zweiten Umkehrpunkt ebenfalls bei unseren polnischen Nachbarn etwas weiter südlicher als Karsten.
Ueckert glitt auch bis in die Region Pasewalk und wendete gut 20 Kilometer östlich von Weißwasser/Oberlausitz ebenfalls im Areal der polnischen Fliegerfreunde. 798 Kilometer waren dann nach fast neun Stunden zusammen gekommen.
Dieser Rundensieg ging mit 332,16 Speedpunkten nach Brandenburg. Mit nunmehr 113 Punkten führt weiterhin der LSR Aalen und die Braunschweiger machen mit jetzt 72 Punkten einen Sprung auf Platz vierzehn in der 30 Vereine umfassenden 1. Bundesliga.
 
Rolf Wagner
 
So schön sah es kurz vor 10 Uhr Ortszeit östlich von Waggum aus.
Karsten Bennewitz genoss das Hammerwetter bei Fürstenberg/Havel.
Die beiden Ventus-Piloten sind unter der Abschirmung angekommen.
 
 





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