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Dienstag, 22. August 2017
FLG Blaubeuren: Das Beste kommt zum Schluss
Aalen holt den Pokal erneut ins Ländle - Laichingen wieder erstklassig
Mit einem Paukenschlag beenden die Piloten der FLG Blaubeuren die diesjährige Saison der ersten Segelflug Bundesliga. Die Blaubeurer waren in dieser neunzehnten und sogleich letzten Runde erneut schnellster der sieben Erstligavereine aus Baden-Württemberg und konnten mit einem hervorragenden achten Platz diese Saison beenden. Der LSR Aalen holt erstmals seit 2011 den Pokal erneut ins Ländle. Zuletzt war dies der FLG gelungen.
Bereits am Samstag versuchte ein hochmotivierter Philipp Söll Punkte zu ergattern. Das gute Wetter sollte jedoch erst am Sonntag kommen. Schon nach den ersten Kreisen in der bereits ansteigenden Wolkenthermik stand fest, wer heute schnell sein will muss Rückenwind haben. So kämpften sich 7 Flugzeuge der FLG-Flotte Richtung Westen bis kurz vor den Schwarzwald. Dort trennten sich die Wege und einige versuchten um den Luftraum um Stuttgart zu fliegen.
Philipp Söll, Sebastian Bauder und Michael Heiß nutzten einen langen Rückenwindschenkel um Speedpunkte zu machen, was ihnen auch gelang. Im Osten auf dem Hochsträß gewendet ging es erneut den Wolkenaufreihungen zurück bis ins Neckartal. Im letzten Schenkel über 100 Kilometer perfektionierten Bauder und Söll den Streckensegelflug mit einem Kreisfluganteil von unter 5 % und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 150 km/h.
Der später gestartete Michael Heiß nutzte die Informationen der beiden und konnte ebenfalls einen guten Flug beisteuern. Mit zweimal 132 Punkte von Söll und Bauder sowie 110 Punkte von Heiß erreichte die FLG den Dritten Rundenplatz in dieser letzten Runde. Der FSV Laichingen konnte mit Flügen vom BWLV Präsidenten Eberhard Laur mit 104 Punkten sowie Robert Österle 91 Punkte und Udo Hettrich mit 85 Punkten ihren zweiten Platz und somit den Erstliga Aufstieg sichern.
Neben den Laichingern steigt mit der FLG Dettingen ein altbekannter Verein aus baden-Württemberg erneut auf. Die Piloten aus Blaubeuren werden ihre tolle Platzierung ausgiebig bei deren Flugplatzfest am 3. September feiern.
Glückwunsch an den Doppelsieger Aalen, nächstes Jahr machen wir es Euch nicht so leicht ;-) Ebenfalls Glückwunsch an die Laichinger, wir freuen uns schon wieder auf spannende Vergleiche mit unserem „Nachbarn“. Vielen Dank an den OLC für die schöne Plattform.
 
M. Söll
 
 
Start in Blaubeuren.
Philipp Soell in seinem Discus 2T
Philipp Soell nach erfolgreichem Flug.
 
Montag, 21. August 2017
Grandioser Doppelerfolg für die Segelflugpiloten des Luftsportrings Aalen
So sehen Sieger aus!
Als Deutscher Meister standen die Aalener Segelflugpiloten bereits seit zwei Wochen fest. Seit heute Vormittag ist klar. Sie haben auch die OLC-World-League gewonnen. Das ist die Champions-League im Segelflug. Der Luftsportring Aalen ist damit Weltmeister!!!
Am letzten Wochenende haben die Meister vom Härtsfeld nochmal alles gegeben. Geschickt hatten sie sich abgesprochen und ihre Flugstrecken in verschiedenen Regionen gelegt.
Als erstes ist erwin Ziegler mit seiner ASW-22 gestartet. Er konnte über Funk den Kameraden, die noch am Boden warteten wertvolle Tipps übermitteln. Kurz nach zwölf sind dann die anderen Elchinger gestartet. Erwin Zeigler(AA) ist in dieser Saison einer der Garanten für die Luftsportring Erfolg. Der Zweite ist Steffen Schwarzer (Ebnat).
Josef Blümle (Lippach) flog mit den anderen Beiden über den Schwäbische Fränkischer Wald, den Kraichgau bis in die Rheinebene vor Kartlsruhe. Dann auf einem langen „Schenkel“ mit Rückenwind, das macht schnell, bis weit in den Osten Richtung Rhein-Main-Donau-Kanal. Ziegler sogar bis Regensburg.
Peter Aigen (Zang), Johannes Böckler(Günz) und Michael Kost(Stgt) wählten eine Strecke entlang der Donau. Von Elchingen über Dillingen, Ulm bis Richtung Riedlingen. Böckler sogar noch weiter bis Tuttlingen. Dann wieder Richtung Osten bis nach Ingolstadt.
Manfred Streicher (AA), Thomas Mannal (Zang) und Bernhard Krieg(Bargau) wählten eine Flugroute nach Nordosten.
Alle Varianten erwiesen sich als gut. Die meisten Punkte erreichte Erwin Ziegler mit einem Schnitt von 140 km/h!!!!, Böckler flog mit 132 km/h in die Punkte und Thomas Mannal schaffte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 127 km/h.
Dann war erst mal Warten angesagt. Auf den Deutschen Meister-Titel haben sie dann am Abend schon angestoßen.
Die Meldung kam am Montagvormittag. Mit 21 Punkten Vorsprung vor dem Cape Gliding Club aus Südafrika hat der Luftsportring Aalen den Weltpokal erflogen. Was für ein Erfolg.
Hinter den Ostalb-Piloten liegen die großen Luftsportvereine und ihre Piloten aus Südafrika, Australien, den USA und Neuseeland. Das sind normalerweise die Segelflugparadiese von denen hier die Segelflieger träumen, einmal dort zu fliegen. Und in diesem Jahr ist es der LSR Aalen. Ob nun ein Luftsporttourismus auf das Härtsfeld eintritt bleibt zu bezweifeln, aber der Sieg des Luftsportrings macht den Verein, das Härtsfeld und natürlich die Ostalb in der weltweiten Segelfliegerszene noch bekannter.
Insgesamt waren immer 5 – 10 Piloten mit Ihren Segelflugzeugen am Start um für den Luftsportring auf Punktejagd zu gehen. In diesem Jahr war zudem die LSR-Piloten das Wetter zur Seite gestanden. Während in den vergangenen Jahren oft im Norden der Republik das Flugwetter besser war, hatten die Vereine südlich der Mainlinie 2017 Fortune.
So konnten die Elchinger Segelflieger jedes Wochenende fliegen, auch bei Wetterlagen, an denen vielleicht das eine oder andere Mal sonst nicht geflogen worden wäre. „Da muss ich meiner Frau wirklich mal danke sagen!“ so Peter Aigen. In vergangenen Jahren ist mindestens an einem oder gleich an mehreren Wochenenden das Hallentor geschlossen geblieben.
Seit Runde Acht haben die Aalener Piloten des Luftsportrings die Tabelle in Deutschland angeführt und nicht mehr abgegeben. Dabei konnten sie zwei Rundensiege erfliegen. 277 Punkte waren es am Ende. Das ist eine der höchsten Punktezahl der letzten Jahre und spricht eindeutig für die Geschwindigkeit, mit der die Segelflugpiloten vom Härtsfeld in dieser Saison unterwegs waren.
 Manfred Streicher, der Segelflugreferent des Luftsportrings Aalen freut sich über die tolle Teamleistung: „Dieser Sieg wird dem Luftsportring noch mehr Aufmerksamkeit einbringen. Die Bundesliga und jetzt auch die World-League sind ein großer Ansporn für den eigenen Ehrgeiz und haben dem Segelflug im Luftsportring in den letzen Jahren dadurch eine enorme Leistungssteigerung gebracht – Jetzt wird auf der Ostalb gefeiert!“
 
Michael Kost
Montag, 21. August 2017
SFZ Königsdorf: Glückwunsch an alle Sieger und Aufsteiger ...
Für die Königsdorfer Ligapiloten gab es kein Alpenwetter, dafür den Blick auf die Münchner Theresienwiese, wo das Oktoberfest aufgebaut wird. Foto: Mathias Schunk
...und vor allem ein gaaaaaaaaaaaanz großes Dankeschön an die Erfinder des Ligafliegens! Eine echte Revolution im Segelflugsport! Auch die Erweiterung auf die mehrteilige Ligen und auf Alpenliga und vor allem auf die Junioren Liga ist ein weiterer genialer Einfall gewesen. Man kann Euch gar nicht oft genug danken, ob als Pilot, als Jugendförderer, oder als Pressereferent, der einfach mal 19 Artikel im Jahr sicher hat!
Nun aber zu unserer letzten Runde, die wieder einmal kein Wetter für unser eigentliches Flugrevier, dem geliebten Hochgebirge bot, wo wir schon seit Anfang Juni keine Wertung mehr erfliegen konnten und dieses Jahr sowieso nur vier Runden dort fliegen konnten. Nicht mal für den Alpenrand hat diesmal das Wetter gelangt, so dass wir, wie bei der Hälfte aller Runden diese Saison nur im Alpenvorland fliegen konnten, der Weg auf die Alb ist durch den neuen Münchener Luftraum ja nun auch mehr oder weniger dicht. Daher war die Motivation auch nicht besonders hoch, vor allem weil sowohl der Sieg in der Alpenliga, als auch in der Juniorenliga bereits in trockenen Tüchern war.
Nichts desto Trotz waren einmal mehr die Junioren motiviert. Nikolai Wolf, der wie fast alle zunächst nach Westen geflogen war, erzielte zwischen Memmingen und Altötting mit 101,4 km/h die beste Königsdorfer Wertung. Fabian Honecker, zusammen mit Copilot Mathias Schunk im Arcus unterwegs, flog erst nach Osten und erzielte entlang der südlichen Grenze zum Münchner Luftraum 97,9 km/h. Das Trio wurde durch Johannes Beyer, einen weiteren Junior, vervollständigt. Das Junioren Trio wäre normaler weise von Emanuel Schieck vervollständigt worden, der am Lima Lehrgang in Schwandorf flog und es dort auf 64,5 km/h brachte. Leider gab es technische Anwender Probleme mit dem Logger, so dass der Flug nicht für die Liga gewertet wurde. Daher ging der Flug von Katharina Jocham in die Juniorenwertung ein, die aufgrund eines menschlichen Bedürfnisses aber bereits nach weniger als zwei Stunden landen musste.
Eine überaus erfolgreiche Ligasaison für Königsdorf geht zu Ende
Mit dem zweiten Sieg hintereinander in der Juniorenliga, gelang erstmalig in der Geschichte der U25 Liga einem Team die Titelverteidigung und in der Alpenliga, die es erst seit drei Jahren gibt, der Titel Hattrick. In der Bundesliga, muss das SFZ in der letzten Runde zwar Rinteln vorbeiziehen lassen (herzlichen Glückwunsch an die Crew um Reinhard, der Sonntag um viertel nach sechs schon nervös per SMS nachfragte, was bei uns noch kommt) und beendet die Saison auf Platz fünf und somit mit der besten Platzierung seit 2012. Seit Jahren sind wir ja leider das einzige südlich der Donau beheimateteTeam und kämpfen hier auf einsamem Flur gegen die Übermacht auf der schwäbischen Alb und Norddeutschland, da die anderen aus der Region alle längst abgestiegen sind.
 
Mathias Schunk

 

Montag, 21. August 2017
Der neue Deutsche Meister heißt LSR Aalen!
Nach sechs langen Jahren geht die Meisterschale wieder nach Baden-Wüttemberg! Zuletzt war dies der FLG Blaubeuren im Jahr 2011 gelungen. Der LSR Aalen konnte sich nach konstanter Leistung in Runde 8 erstmals an die Tabellenspitze setzen, hielt die Verfolger Donauwörth-Monheim und Bayreuth Runde für Runde auf Abstand und gab die Führung bis zum vorzeitigen Titelgewinn nicht mehr ab. Bereits nach Runde 17 war klar, dass dem Luft­sportring Aalen der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Der ewige Meister LSV Burdorf (Deutscher Meister 2012, 2013, 2014 und 2016) beendet die Saison auf Rang 13.
2. Segelflug - BUNDESLIGA:
Einen vorzeitigen Titelgewinn gab es auch in der 2. Segelflug-BUNDESLIGA. Nach Runde 18 war dem FLC Schwandorf der Sieg nicht mehr zu nehmen. Die Bayern übernahmen in Runde 13 erstmals die Tabellenspitze und ließen ab diesem Zeitpunkt nichts mehr anbrennen. Mit komfortablem Vorsprung reichte den Bayern eine Runde vor Schluss ein 12. Rundenplatz. Statt sich in der Finalrunde auszuruhen, unterstrich der Zweitligameister mit einem dritten Rundenplatz seine Leistung.
Der OLC gratuliert dem neuen Deutschen Meister LSR Aalen und wünscht den Aufsteigern viel Erfolg in der Saison 2018!
Die Bundesliga macht Spaß, steckt an und sorgt für Bewegung in den deutschen Segelflugvereinen. Jedes Wochenende konstant Leistung zeigen, sich mit anderen Vereinen messen, fliegen wenn andere die Hallentore geschlossen lassen und sich großartige Erlebnisse entgehen lassen - all das ist die Bundesliga!
 
Am 7. Oktober um 13.00 Uhr werden die Sieger und die Aufsteiger beim OLC Finale in Poppenhausen gebührend gefeiert!                                                                                                                                             
Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2017:
 
#
Punkte
Speed
Verein
1
277
5.595,59
2
234
5.242,27
3
204
5.005,95
4
186
4.779,71
5
183
5.186,59
6
180
4.820,50
7
174
4.703,13
8
169
4.643,77
9
162
4.909,71
10
161
4.794,96
11
161
4.714,67
12
143
4.607,02
13
138
3.738,06
14
134
4.600,03
15
133
4.117,41
16
131
4.403,30
17
129
3.853,10
18
124
3.703,72
19
118
4.110,02
20
115
4.029,97
21
115
3.705,92
22
110
3.321,48
23
108
3.698,20
24
104
3.972,00
25
96
3.889,41
26
88
2.890,05
27
65
2.985,07
28
41
3.064,25
29
31
3.021,37
30
19
1.896,29
 
Die rot markierten Vereine steigen nach der Saison 2017 in die nächst untere Liga ab, die grün markierten Vereine der
2. Bundesliga steigen auf.
 
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2017:
 
#
Punkte
Speed
Verein
1
248
4.644,29
2
214
4.356,90
3
197
4.356,60
4
190
4.201,09
5
190
4.068,91
6
189
4.127,61
7
189
4.056,51
8
161
3.704,45
9
154
3.524,02
10
153
3.992,29
11
147
3.782,14
12
146
3.711,89
13
138
3.812,78
14
133
3.519,44
15
129
3.530,08
16
128
3.761,62
17
126
3.152,51
18
125
3.368,26
19
122
3.505,54
20
111
3.028,48
21
110
2.871,49
22
97
2.801,68
23
91
3.176,49
24
84
2.341,13
25
75
2.462,16
26
59
2.122,71
27
44
1.876,43
28
39
2.103,60
29
27
1.963,82
30
1
82,38
 
Montag, 21. August 2017
AC Pirna – Pflichtpunkt reicht für Klassenerhalt
2 Punkte fehlten im Vorfeld der letzten Ligarunde für den sicheren Klassenerhalt. Eine schwierige Aufgabe, denn wiedermal lagen die Thermikautobahnen in Süddeutschland oder am Hang. Den Pflichtpunkt wollten wir auf alle Fälle holen und so machten sich Franco Fritzsch und Benny Schüch am Samstag auf Punktejagd. Durch die abziehende Front war ein Start erst um 15 Uhr möglich und die Bedingungen reichten nur für 2x 53 Speedpunkte. Etwas besser sah der Sonntag aus, allerdings brachte hier zeitiges Breitlaufen ein frühes Thermikeende. Dennoch konnten Alex Lajn (74 Speedpunkte) und Ralf „Schubi“ Andrich (84 Speedpunkte) tolle Flüge machen. Unterstützung gab es an beiden Tagen von Thomas Melde, der auf der Mönchsheide an der Deutschen Meisterschaft teilnimmt.
Aber auch im Rheintal / Eifel gab es an beiden Tagen nur sehr schwieriges Wetter; Thomas erreichte am Sonntag 57 Speedpunkte. Somit konnte der AC Pirna zwar nur einen Punkt in der letzten Runde holen, aber der Klassenerhalt ist trotzdem gesichert. Leverkusen hätte schon einen Rundesieg holen müssen, um uns nochma ernsthaft in die Gefahrenzone zu bringen. Der AC Pirna bleibt also auch nächstes Jahr erstklassig, was jetzt erst einmal gefeiert wird. Wir wünschen Thomas besseres Wetter auf der Deutschen Meisterschaft; Pirna drückt die Daumen!
 
Text und Fotos: Benjamin Schüch
 
Warten war die Devise am Samstag.
Abschirmende Wolken kamen am Sonntag bereits am frühen Nachmittag
Außenlandung am Hunsrück von Thomas Melde am Sonntag.
 
Montag, 21. August 2017
Der Segelflug im September - aerokurier
Wellenflug-Symposium
Das Wissen zum Segelflug in Wellen wächst Jahr um Jahr. Auch das jüngste Wellenflug-Symposium lockte Segelflieger, Meteorologen und Klima-Experten nach Hannover – und brachte interessante Erkenntnisse.
13,5-Meter-WM
„Die Klasse lebt!“ – so lautet das Fazit der Teilnehmer der zweiten 13,5-Meter-WM im ungarischen Szatiymaz. Wenngleich es noch immer recht wenige Muster gibt, zeigen sich Piloten von Sebastian Kawa bis Uli Schwenk begeistert von der Agilität und Leistungsfähigkeit der kleinen Renner.
Grand Prix in Varese
Zwischen seichtem Geblubber und brachialem Hangwind kämpften die Piloten beim Italien-Grand-Prix um Punkte und Plätze. Tilo Holighaus berichtet von seinen Erlebnissen im Ventus 3.
Kunstflug in den Genen
Moritz Kirchberg startete als jüngster Deutscher überhaupt bei einer Segelkunstflug-WM. Im Interview berichtet Moritz, was das Kunstfliegen für ihn bedeutet, wie er dazu kam und ob ihn der fünfte Platz in der WM-Gesamtwertung verändert hat.
Probe aufs Exempel
Die DM der Offenen, 15-Meter- und 18-Meter-Klasse in Stendal-Borstel war für die Organisatoren einer der letzten großen Tests vor der WM 2020. Andrea Abt berichtet, was sich sportlich in der Altmark zugetragen hat.
Standard und DoSis im Wetterpech
Auch die Spitzenpiloten der Standard- und der Doppelsitzerklasse mussten im Hochsommer ran. Bei extrem wechselhaftem Wetter war mitunter ein Glücksspiel, die richtige Strategie zu treffen.
Neue Serie „Meine Liebe“
Hier erzählen Piloten von ihren Aviatischen Schätzen. Den Anfang macht Markus Rheinländer mit seiner Do 27.
 
Freitag, 18. August 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 17.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegen weite Teile Deutschlands rückseitig der ostwärts abgezogenen Kaltfront weiter im Zustrom kühler, feuchter und labil geschichteter Meeresluft. Nur der äußerste Südosten verbleibt bis zum Abend noch im Einflussbereich der Kaltfront. Dort, sowie im Nordwesten muss vermehrt mit konvektiven Umlagerungen gerechnet werden. Zwischen diesen Bereichen wird die Luftmasse tagsüber durch leichten Zwischenhocheinfluss stabilisiert.
Am SONNTAG ist die Kaltfront endgültig ostwärts abgezogen und Deutschland gelangt zunehmend unter den Einfluss eines Hochdruckgebiets über Westfrankreich. Dabei fließt mit westlicher bis nordwestlicher Strömung weiterhin kühle und leicht labil geschichtete
Meeresluft ein, die im Tagesverlauf von Westen her zunehmend stabilisiert wird und abtrocknet. Im Südosten und an der Nordseeküste kommt es aber weiterhin vereinzelt zu konvektiven Umlagerungen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige Wolkenthermik, durch vereinzelte Überentwicklungen gestört.gestört
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute CU-Thermik, im Südosten anfangs keine Thermikentwicklung aufgrund von Abschirmung, am Nachmittag dort zunehmend Auflockerung und Entwicklung mäßiger Thermik. Von Westen her am Nachmittag einzelne Überentwicklungen.
Am SONNTAG entwickelt sich verbreitet gute Thermik. Im Südosten und Osten teils mäßige Thermik, es kommt hier zu einzelnen
Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG nur in der Nordwesthälfte nachmittags mäßige Thermik. Diese wird oft gestört durch Überentwicklungen.
Am SONNTAG gute Wolkenthermik. Im Osten und Südosten einzelne Überentwicklungen und am Alpenrand stärkere Abschirmungen durch Wolkenstau.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Mittwoch, 16. August 2017
Aero-Club Braunschweig schafft den vorzeitigen Klassenerhalt
Seit dem letzten Sonntag können wir aufgrund des erreichten Klassenerhalts in Ruhe durchatmen, weil schnelle 317,59 Speedpunkte den zweiten Platz und 19 Punkte einbrachten und dafür die Grundlage waren.
Somit haben wir nun 123 Punkte auf dem Konto und können vom LSC Leverkusen, der mit 95 Punkten auf dem ersten der sieben Abstiegsplätze liegt, nicht mehr eingeholt werden.
„Rundenplatz zwei und der Klassenerhalt sind ja ein Grund zum Feiern“, resümierte am Montagmorgen eine äußerst zufriedener Karsten Bennewitz. Der Thermikgott hatte mit den Norddeutschen endlich einmal wieder ein Einsehen und zauberte einen schöne Aufwindautobahn in unseren Bereich und nach Sachsen-Anhalt.
Dieses Angebot wurde dann auch von unseren 7 Piloten plus Wiebke in optimaler Art und Weise genutzt und genau nach dem Ende der Hatz auf einen schnellen Schnitt brach das Wetter dann gegen 16 Uhr auch in sich zusammen.
Diese vier Aufwindjäger, die alle Wasser getankt hatten, waren erfolgreich unterwegs:
Joshua Arntz/Wiebke Holste, Arcus T, 118,48 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, Discus 2, 101,59 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 98,00 Speedpunkte,
Arntz und Holste flogen zunächst nach Uetze und wendeten dann in Tangermünde. Von dort ging es wieder in Richtung Westen und anschließend bis nach Ziesar. Dombrowsky tourte in der Region zwischen Meinersen und Burg (bei Magdeburg) mit dem Discus.
Bennewitz glitt nach seinem Start nach Müden und kehrte dann östlich von Tangermünde um.
Hayung Becker, Gunter Storz und Rolf Wagner bildeten eine Reisegruppe und waren zusammen mit dem Standard Cirrus, der LS 4 WL und der ASW 28 unterwegs. Einen weiteren Flug brachte noch Lennard Waschke mit der ASW 19 in die Wertung. Dieser Rundensieg ging mit 321,70 Punkten an den Fliegerclub Brandenburg.
Und nach dem nächsten Wochenende ist die diesjährige Segelflugbundesligasaison 2017 bereits Geschichte. Die Kollegen vom Altkreis Isenhagen sind bereits abgestiegen und für den LSV Gifhorn müssen wir noch die Daumen drücken! Das wird noch eine verdammt enge Kiste für unsere Nachbarn.

Rolf Wagner
 
Warten auf den Sicherheitsdienst zum Öffnen des Flugplatzzugangs.
Wolfsburg und ein Teil des VW-Werks.
Die riesige Abraumhalde am Südostrand vom ED-R74.

 

Dienstag, 15. August 2017
LSG Fallersleben: Schmales Wetterfenster genutzt
Die Runde 18 zeigte in Ummern viele Parallelen zur Vorrunde; Samstag ging nichts, der Sonntag war gut aber nicht immer einfach, die LSG brachte 6 überlandflugwillige Piloten an den Start. Fünf kennen wir schon aus der Vorwoche: Rolf Bornheber (Grunau Baby II), Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes (PIK 16 Vasama), Peter Meurers (LS1f), Roman Langer (Twin III SL) und Benno Beesten (Nimbus 4M). Neu im Team war Lothar Kaps (ASW22). Auch bei der Ligaausbeute finden sich Parallelen zur Vorwoche: die Holzflugzeuge haderten wieder mit den Bedingungen und auch Roman konnte wegen frühzeitiger Motornutzung keine gültige OLC-Wertung erreichen. Bei Lothar reichte es zwar für den OLC, die Bundesligamindestgeschwindigkeit hat er aber nicht erreicht.
Wegen Überentwicklungen in der Lüneburger Heide drängte es die LSG-Piloten gleich Richtung Südosten. Benno flog zunächst bis Braunschweig, um von dort Ostkurs anzulegen. Ab Helmstedt konnte er dann eine tolle Wolkenstraße über Magdeburg hinweg bis südlich Burg nutzen. Da es hier sehr gut lief, beflog er die Aufreihung auch gegen den Wind zurück bis Helmstedt und ein weiteres Mal nach Osten bis hinter Schönebeck. Mit minimalen Kurbelanteilen konnte hier Strecke gemacht werden, während im Süden wie im Norden bereits die Grenzen des Wetterfensters gut zu sehen waren. Um sich die Chance ohne Motornutzung heimzufliegen zu erhalten, drehte Benno östlich Schönebeck wieder gen Westen. Aber die Abschirmung mit eingelagertem Regen war schneller, ab Haldensleben war die Einstrahlung weg und so musste der Solo für die fehlenden Höhenmeter nach Ummern sorgen. Dieses Schicksal teilten am Sonntagnachmittag viele K-Piloten aus der Region, die Segelflugpiloten mit den Zahlen im Kennzeichen machten hingegen einen Erfahrungsaustausch mit der norddeutschen Landbevölkerung.
Da in Runde 18 viele Vereine keinen oder keine drei Flüge in die Wertung brachten, reichten die Flüge von Benno und Peter am Ende zu Platz 9. Mit den 12 Punkten konnten wir uns etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Auf Platz 22 zählt die LSG aber weiter zu den noch vier abstiegsbedrohten Vereinen. Es bleibt also auch für die Schlussrunde sehr spannend für die Fallersleber.
 
Benno Beesten
 
Startvorbereitungen in Ummern
Glückliche Koinzidenz: „Segelflugautobahn“ über Bundesautobahn A2
Keine Thermik auf dem Heimweg

 

Dienstag, 15. August 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Die Saison hat ihr Ziel fast erreicht. Und scheinbar geht auch dem Wetter so langsam die Luft aus, denn zumindest der Samstag kann als meteorologischer Totalausfall gewertet werden. Aber der Sonntag konnte dann in Teilen entschädigen, denn 26 Vereine aus Liga 1 und 17 aus Liga 2 konnten Punkten. Was auch bedeutet,
dass diese Runde am Ende die vollen 20 Punkte wert war ...
Samstag:
Langgestreckt erkannt man das südliche Ende eines Frontensystems, dass sich von Skandinavien in Richtung Westdeutschland erstreckte. Das folgte einem weiteren, das vom Vortag übrig geblieben im Osten lag. Zwischen beiden Fronten von einer fliegbaren Lücke zu sprechen, wäre vermessen und selbst der Westwind verschaffte keine ausreichenden Hang- oder Wellenbedingungen.
Sonntag:
Anders der Sonntag: Die Front vom Vortag lag unter Abschwächung über der Mitte Deutschlands. Vor allem der Norden profitierte von der rückseitig eingeflossenen Luftmasse, die unter den leichten Einfluss eines Zwischenhochs gelangen sollte. Zumindest eine brauchbare Luftmasse, wenn sich auch immer wieder die noch reichlich vorhandene Feuchte als störend erweisen sollte. Und selbst auf der Südseite der Front - hier in einer warmen und trockenen Luftmasse - gab es ligataugliche Bedingungen.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem die Liga 1 schon in der Vorwoche ihren Meister gefunden hatte, stand für die Aalener nur noch die Kür an. Im selben Wetterraum unterwegs wie der Runden-Dritte Donauwörth-Monheim mussten die Schwaben aber in dieser Runde den Nordlichtern die vorderen Plätze abtreten, auch wenn der AC Braunschweig nur einen Hauch (weniger als ein halbes km/h!) schneller war. Knapp, aber letztendlich sicherlich verdient haben die Brandenburger diese Runde für sich entschieden - immerhin auch schon zum zweiten Mal in dieser Saison.
Deutlich spannender gestaltet sich der Kampf gegen den Abstieg: Zumindest theoretisch ist selbst noch der Platz 19 abstiegsgefährdet und so konnten Gifhorm (Rundenplatz 9) und Leverkusen (Rundenplatz 11) wichtige Punkte holen, auch wenn es vielleicht noch nicht ganz gereicht hat, um das sichere Ufer zu erreichen.
Vor allem der FCC Berlin macht Punkte gut, kann sich aber auch noch nicht ausreichend Luft verschaffen und auch in Eichstätt und Sindelfingen dürfte die eine oder andere Sorgenfalte den Blick auf die Wetterprognosen der letzten Runde begleiten.
Nun aber zu Liga 2, wo es Schwandorf den Aalenern gleichgetan hat und sich bereits eine Runde vor Schluss als Meister feiern lassen kann. Dafür reichten am Ende 2 Wertungsflüge und ein Rundenplatz 12: Der war immerhin noch 9 Punkte wert war, kostete aber nach einem Ausflug in Richtung Süden trotzdem etwas Benzin für den Heimflug. Zwar konnte Laichingen Rundenplatz 2 belegen, den Vorsprung des Oberpfälzer Zweitligameisters konnten sie nicht mehr einholen.
Der Rundensieg geht an den AC Bad Nauheim, und mehr als über den Rundensieg dürfte man sich in Hessen auch darüber freuen, dass
man in Schlagdistanz zu den Dannstädtern - und damit dem letzten Aufstiegsplatz gekommen ist.
Und auch beim Kampf gegen den Abstieg in die Landesligen könnte das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, sind doch die "Kandidaten" aus Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Hamburg quer über die Republik verteilt. Mit einer Bandbreite von nur
15 Punkte liegen sie aber nahe beeinander, wohingegen die Aufsteiger aus der Quali-Liga ebenfalls bereits feststehen.
Und auch in der Junioren-Liga darf gefeiert werden. Nach spannenden und ebenfalls über die ganze Republik verteilten Fernduellen konnte sich am Ende Königsdorf durchsetzen. Grund dafür war sicher auch auch - trotz nicht immer ganz einfacher Wetterbedingungen - die Konstanz mit der gepunktet wurde. Krönen konnten sie ihre Saison mit Rundensieg Nummer 5.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 

 

Dienstag, 15. August 2017
SFG Giulini: Die vorletzte Runde
Am Samstag war nahezu unfliegbares Wetter. Lediglich Junior Alex Meinicke versuchte einen späten Start und konnte sich immerhin in einer schwachen Welle etwas über eine Stunde in der Luft halten - aber die Mindestwertungsstrecke nicht erreichen.
Auch der Sonntag erwies sich als recht tricky. Erst gegen 14 Uhr konnte man einen Start bei tiefer Basis und wenig Sonne am Boden wagen. Richtung Nordwest sah man aufgelockertes Wetter. Super, bei schwachem, unzuverlässigem Steigen und tiefer Basis ins ansteigende Gelände - den Spaß vervollständigte dann noch ein auffrischender Westwind.
Während die einen nicht einmal die Mindestwertungsstrecke schafften, erreichte Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY) mit einem sensationellen Flug zwischen Idar-Oberstein, Alzey, Baumholder und Worms einen Ligaschnitt von 87,72km/h. Eine starke Leistung bei diesen Bedingungen. Nachwuchstalent Alex Meinicke (LS-8/18, RS) erreichte mit beherztem Flug gute 68,19km/h, noch vor Trainer Charly Müller (Ventus cT, CS) mit 65,60km/h.
Alex Meinicke war diese Runde der einzige Junior in der Luft und holte mit seinem Flug immerhin Punkte für die U25-Wertung und zementierte Rang 8 in der Gesamtwertung.
Nächste Woche ist dann schon wieder die letzte Runde für diese Saison. Mathematisch wird es nicht besser wie Platz 8 und nicht schlechter wie Platz 17, aber wir werden wie immer mit Spaß am Start stehen und unser Bestes geben.
 
Uwe Melzer
 
Charly mit Nordwest-Kurs
Südlich vom Donnersberg
Feuchte Rückkehr 

 

Montag, 14. August 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt: Nervenaufreibende Hängepartie!
Dass der Samstag nur durch seine Niederschlagsmengen glänzte, das war ja nichts neues für diese Saison. Anfangs konnte man noch auf etwas Hangwind an der Bergstrasse hoffen, aber schließlich blieben in Dannstadt die Hallentore zu. Am Sonntagmorgen versprachen die Wettermodelle besseres Streckenwetter, in der Rheinebene wurde das aber zu einer nervenzehrenden Warterei.
Nach dem Motto „stets bemüht“ legte Andreas Schottmüller des Sonntags noch mit der Schwabbelscheibe Hand an die LAK12. So sollte es dann flutschen: Andreas war um 14.40 Uhr im Schlepp und schaffte mit der KT scheinbar mühelos den Anschluss an die Thermik im Nordwesten; er kam mit 61km/h als Teambester wieder zurück.
Wie schwierig es wirklich war zeigt sich an der Leistung von Trainer Peter Mangold: mit der LS8 (L8) erst abgesoffen, dann Stromausfall und beim dritten Versuch schon für außengelandet erklärt! Bis seine Wertungsstrecke über dem Nordpfälzer Bergland für einen 60er Schnitt reichte, musste er die frühe Beinahe-Aussenlandung erst ausmerzen und dann die Thermikdauer voll ausreizen. Chapeau!
Gegen 15 Uhr wollten es auch Yannick Reichenberger und Lutz Hildebrandt im DuoDiscus (DL) wissen. Auf dem Satelittenbild zeigte sich, dass es an Hunsrück und Taunus besser sein sollte. Den Kurs weiter nördlich übers Nahetal angelegt, wurde es am Nordrand der ED-R-Baumholder aber zu schwierig, schließlich blieb nur der Rückzug nach Idar-Oberstein. Bei Schwenkbraten oder Rumpsteak lässt sich dort ja gut auf den Rückholer warten. Schade nur dass es nicht zur Mindestwertung gereicht hatte.
Dadurch dass wir keine drei Flüge in die Wertung brachten wurde das Rundenziel klar verfehlt. Dennoch konnten wir zehn Punkte dem Mannschaftskonto hinzufügen. Das lässt uns für das Finale noch alle Chancen auf einen Aufstiegsplatz in den eigenen Händen! Petrus: wie wäre es zum Schluß mal mit besserem Wetter für alle? Wir werden sehen!

Fotos: Christian Sode, Lutz Hildebrand, Yannick Reichenberger
Bernd Schwehm
 
LAK-Politur Noch wenig Struktur Blick nach Sobernheim

 

Montag, 14. August 2017
FLG Blaubeuren: Das Wetter verschlafen
Das Wetter verschlafen haben einige der Erstligisten dieses Wochenende. Nicht so die Erstligapiloten aus Blaubeuren und die Zweitligisten aus Laichingen. Nachdem der Samstag in ganz Deutschland nicht fliegbar war, war die Enttäuschung groß als für Sonntag Null Kilometer Flugdistanz vorhergesagt war. Doch es sollte anders kommen.
Angespornt durch den Blaubeurer Junior Lucas Kohn bauten Philipp Söll und später Michael Heiß ihr Segler auf um trotz der schlechten Vorhersage Bundesligapunkte zu ergattern.
Gegen 14 Uhr startete dann auch Martin Söll, um als Backup noch Punkte zu holen, falls einer der Dreien landen sollte. Doch das war nicht nötig. Als er startete waren die anderen bereits über 100 km im Geradeausflug geflogen ohne einen Kreis. Heiß fädelte sich in das von Osten her kommende Gespann P. Söll und L. Kohn ein und flog mit ihnen nach Westen. Hier traf Heiß oft das bessere Steigen und konnte zügig bis kurz vor Tuttlingen gleiten. Hier gewendet ging es noch bis kurz vor den gesperrten Luftraum bei Augsburg und wieder zurück zum Platz.
Überraschend wenig Flugzeuge waren an diesem Sonntag in der Luft über Süddeutschland, so freute sich Markus Schweizer vom LSV Schwarzwald um mit den Blaubeurern etwas Bundesliga zu fliegen. Bei Laupheim stoß der Laichinger Bernd Nübling noch zum dem Blaubeurer / Schwarzwälder Geschwader und flog noch mit in den Western bis kurz vor die Schweizer Grenze bei Singen. Gemeinsam traten sie den Heimweg an und die Blaubeurer gratulierten dem Laichinger schon per Funk zu dem erneuten Aufstieg des FSV in die Königsklasse der Fliegerei.
Am Abend wechselte Philipp Söll das Cockpit seines Hochleistungssegler mit der Kunstflugmaschine LO-100 um für das anstehende Flugplatzfest am 3. September zu trainieren. Nachdem alle Flüge online gemeldet wurden freuten sich die FLGler über einen hervorragenden vierten Rundenplatz, der sie auf Platz 8 Punktgleich mit dem AC Nastätten aufsteigen ließ. Mit 315 Punkten waren sie nur knapp unter dem Rundensieger FK Brandenburg und deutlich schnellster Verein in Baden-Württemberg mit 10 Punkten mehr vor dem Tabellenführer des LSR Aalen auf Platz 7.
Schnellster Blaubeurer war erneut Philipp Söll mit 106,23 Punkten gefolgt vom Youngster Lucas Kohn mit 105,66 und dem rasenden Werkstattleiter Michael Heiß mit 103,26 Punkten. In Laichingen holten Kevin Schmid , Bernd Nübling und Joachim Frank Rundenplatz 2 für den FSV. Somit steht der FSV auch in der Tabelle auf dem zweiten Platz und der Aufstieg kann ihnen in der kommenden Runde nicht mehr genommen werden.
 
M. Söll
 

Martin Söll kurz vor dem Start in Blaubeuren
Bodensee Markus Schweizer (Teo) in seinem Ventus
 
Montag, 14. August 2017
Dream-Team am Himmel: SFZ fliegt zum Double
Das was dem FC Bayern heuer im Fussball nicht gelungen ist, hat das SFZ Königsdorf nun geschafft. Nachdem der Sieg in der internationalen Alpenliga bereits am vergangenen Wochenende gesichert werden konnte, haben die Junioren jetzt nachgelegt und fliegen in der vorletzten Runde nicht nur zum fünften Rundensieg dieses Jahr, sondern sichern sich auch die Titelverteidigung und werden nach 2016 zum zweiten Mal deutscher Junioren Bundesligameister.
Flüge im Alpenvorland und auf der schwäbischen Alb
Am Sonntag waren in Königsdorf nicht nur das samstägliche Trio Nikolai Wolf, Emanuel Schieck und Lukas Keibel angetreten, welches samstags vergeblich auch Wetter wartete, sondern auch Jakob Edmaier, Joseph Reinisch und Sebastian Preuschl. Mit Johannes Beyer, der wie letztes Wochenende bereits auf seinem alten Heimatflugplatz Stahringen am Bodensee war, hatten die Königsdorfer Junioren noch ein weiteres Eisen im Feuer. Nikolai Wolf war dann der erste, der von Teamcoach Mathias Schunk Richtung Tegernseer Berge geschleppt wurde. Per Funk wurden die nicht ganz optimalen Bedingungen an die Kollegen am Boden übermittelt. Daher probierten sich die anderen zunächst im Flachland, wobei der thermische Anschluss nach einem Windenstart sich als schwierig gestaltet und der ein oder andere auch nochmals landen musste. Dennoch schafften fast alle eine gültige Wertung zu erfliegen. Schnellster war Nikolai (22), der später auch ins Alpenvorland auswich und es auf 75,5 km/h brachte. Emanuel Schieck (17) erreichte 70,7 km/h und war damit über 13 km/h schneller als sein Vater Wolfgang. Den besten Königsdorfer Schnitt erzielte mit 95,7 km/h aber Johannes Beyer (19) von Stahringen aus im Donautal.
Erstmalig gelingt einem Team bei den Junioren die Titelverteidigung
Mit nun 63 Punkten Vorsprung auf die FG Schwäbisch Gmünd, die mit einem dritten Rundenplatz an der SFG Stadtlohn in der Tabelle vorbeizog, gehen die Königsdorfer Junioren in die letzte Runde und sind daher nicht mehr vom Thron zu stoßen. Damit gelingt den Königsdorfer Junioren nicht nur das, was dem SFZ letzte Woche bereits in der Internationalen Alpenliga gelungen ist, nämlich die Titelverteidigung, sondern das erste Mal überhaupt in der Geschichte der Junioren Bundesliga eine Titelverteidigung. 
Das war eine echte Teamleistung unserer Youngsters, die es über die ganze Saison geschafft haben, sich immer wieder gegenseitig zu motivieren und so fast immer drei Piloten an den Start zu bringen, da könnte sich so mach einer unserer Senioren mal ne richtig große Scheibe abschneiden!
Auch für die nächste Saison braucht es dem SFZ nicht bange werden, da das komplette jetzige Juniorenteam weiter machen kann, denn diesmal fällt keiner aus Altersgründen raus.
 
Mathias Schunk
 
Schnellster Königsdorfer Junior war Johannes Beyer von Stahrigen aus.
(Foto: N. Harder)
Nikolai Wolf versucht es erst über den Vorbergen, fliegt letztendlich aber im Voralpengebiet. (Foto: M. Schunk)
Emanuel Schieck vervollständigt das Königsdorfer Junioren- und auch Bundesligatrio, weil er 13 km/h schneller als sein Vater fliegt.
(Foto: M. Schunk)

 

Montag, 14. August 2017
AC Pirna – Sonntagsausflug nach Lüsse
0 km potientielle Flugdistanz prognostizierten die Wettermodelle für das Elbtal in der vorletzten Ligarunde. Doch die Punktejäger des ACP, angestachelt vom Rundensieg in der vergangenen Runde, ließen sich dadurch nicht entmutigen. „Wenn hier kein Wetter wird, müssen wir ins gute Wetter fahren!“, so lautete die Devise. So fuhren die Piloten Weigel, Augustin und Schüch, unterstützt von der Crew Müller und Glatter am Sonntagmorgen nach Lüsse. Ein Ausflug, der sich lohnen sollte. Nach zähem Beginn mit sehr niedriger Basis entwickelten sich entlang des Hohen Flämings, der Elbniederung nördlich Magdeburg und der Colbitz-Letzlinger Heide kleine Wolkenstrassen. So konnte das Team knapp 298,56 Speedpunkte einreichen und somit weiter Punkte auf die Abstiegsplätze aufbauen.
Noch ist der Erstligaverbleib nicht in trockenen Tüchern, aber auch in der letzten Runde werden wir weiter Vollgas geben. Vielen Dank an die Fliegerkollegen in Lüsse für die Gastfreundschaft und für den super Support am Boden.
 
Text und Fotos: Benjamin Schüch
 
Bereit zur Abfahrt nach Lüsse.
Startphase in Lüsse.
Mini-Konvergenz an der Elbe.
 
Freitag, 11. August 2017
Das erste Buch über Segelfliegen in Namibia
Zwölf Jahre fliegen in Namibia, das sind zwölf Jahre mit Erfahrungen, Erlebnissen und immer grandiosen Ausblicken. Entstanden ist ein informatives und unterhaltsames Buch mit vielen Fotos zusammengestellt. Das Vorwort von Walter Eisele (Vorsitzender DAEC Bundeskommission Segelflug) zum Buch:
„Nur wenige Länder dieser Erde können von sich behaupten, zu den besonders guten Standorten für den Streckensegelflug zu zählen. Namibia ist eines dieser wenigen Länder. Wer einmal dort war, möchte für gewöhnlich wieder zurückkehren, auch wenn der zeitliche und finanzielle Aufwand immens ist. Das liegt an der Weite und Schönheit des Landes, der Nähe zur menschenarmen Natur, den häufig außergewöhnlich guten Wetterbedingungen und den wenigen Luftraumbeschränkungen, mit denen der Segelflieger und die Segelfliegerin sich auseinandersetzen muss. Und es liegt an der Gastfreundschaft der Lodges, die in Namibia Jahr für Jahr hunderte Piloten aus der nördlichen Hemisphäre in der Kernzeit von Ende November bis Mitte Januar bei sich aufnehmen.
So ist Katharina Milke seit vielen Jahren Stammgast der Lodge Pokweni, die samt Fluggelände von der Familie um Jos van der Merwe und ihrem Team betrieben wird. Katharina haben wir diese Handreichung zu verdanken, die dem Neuling in Namibia wie auch den vielen regelmäßigen Gästen alle wichtigen Themen präsentiert, von den Lebensbedingungen der Einheimischen, der Natur über die Wetterlagen sowie eine Auswahl sehr gelungener Bilder. Statistiken zu den Segelflügen und Ratschlägen zum sicheren Fliegen. Ein separater Überblick über die wichtigsten Fluggelände sowie Außenlandeplätze vervollständigen den Einblick in Namibianische Segelflug-Bedingungen.
Obgleich der Segelflug auf eine jahrzehntelange Tradition in Namibia zurückblicken kann, fehlte bisher ein Überblick aus Sicht eines Stammgastes in Pokweni, wie Katharina ihn nun veröffentlicht. Daher möchte ich ihr herzlich danken, und jedem, der schon in Namibia war oder eines Tages dorthin möchte, die Lektüre von “Segelfliegen in Pokweni, Namibia” sehr empfehlen.“
 
Das Buch kann für 25,- € bei Katharina Milke, tinkamik@web.de bestellt werden.
 
Freitag, 11. August 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 11.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich ein Höhentrog von Dänemark über Deutschland
nach Norditalien und bestimmt in Verbindung mit einer sehr feuchten Luftmasse das Wettergeschehen. Im Tagesverlauf zieht der Trog Richtung Osten ab. Von Westen erreicht die schwache und teils okkludierte Kaltfront eines Nordmeertiefs Deutschland und verlagert sich südostwärts.
Am SONNTAG fließt auf der Rückseite der Front mit westlicher Strömung kühlere und leicht labil geschichtete Meeresluft ein, die im Laufe des Tages von Westen unter Hochdruckeinfluss gerät.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG durch Abschirmung und frontale Bewölkung keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG und am Montag mäßige bis gute Thermik, durch einzelne Überentwicklungen gestört
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich aufgrund von Abschirmung keine nutzbare Thermik entwickeln.
Am SONNTAG kann sich vorwiegend im Norden mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln. In Baden-Württemberg ist die Thermikentwicklung durch etwas länger anhaltende dichte Bewölkung eingeschränkt.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kann aufgrund von abschirmender Bewölkung keine nutzbare Thermik entstehen.
Am SONNTAG hält sich lange abschirmende Bewölkung. Von Westen lockern die Wolken im Tagesverlauf etwas auf. Hier ist am ehesten geringe Wolkenthermik zu erwarten. Nach Osten hin kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Mittwoch, 09. August 2017
LSG Fallersleben: Voller Einsatz im Abstiegskampf
In Runde 17 gab’s im Norden immerhin einen ganzen Thermiktag und sogar einen Guten. Am Sonntag schickte die LSG ein breites Spektrum an Flugzeugen in den norddeutschen Himmel, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu erringen. Es waren Oldtimer wie das Grunau Baby II (Rolf Bornheber) und die PIK 16 Vasama (Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes) aber auch Langohren wie die ASH 25 (Helge + Franz Liebertz) oder der Nimbus 4M (Benno Beesten) dabei. Das Indexmittelfeld wurde durch eine LS1f (Peter Meurers) und einen Twin III SL (Roman Langer) vertreten. Von Pritzwalk startend brachte sich Antje Philipp auf der Vereins-ASW24 in’s LSG-Team ein.
Schnell war klar, dass die Holzflugzeuge bei dem starken Wind nur geringe Chancen auf eine Ligawertung hatten. Roman verpokerte sich zudem mit der Flugrichtung und ging in Folge von Motornutzung leer aus.
Die anderen vier konnten mit schönen Flügen in den Raum Gardelegen und Brandenburg gute Speedpunkte für die LSG erfliegen. Dabei schafften es insbesondere die Piloten der offene Klasse-Flugzeuge mit hohen Geradeausfluganteilen unter Aufreihungen zügig bis an den Berliner Luftraum bei Brandenburg zu fliegen. Auch gegen den Wind ließ sich die Schnittgeschwindigkeit unter Wolkenstraßen hoch halten. Benno baute hier noch ein JoJo ein, um auf einen vergleichbaren Rückenwindanteil zu kommen, wie der früher gestartete Helge. Nach Ende der Liga-Wertungszeit bereitete eine Ausbreitung auf dem Heimweg einiges Kopfzerbrechen, aber allen drei LSG-Piloten gelang es, dieses Hindernis zu meistern und im Segelflug nach Ummern zurück zu kehren.
Da auch viele andere schnell unterwegs waren, reichte es am Ende zu Platz 15 für die LSG. Mit den 6 Punkten konnten wir die Abstiegsplätze ganz knapp wieder verlassen. Es bleibt also weiter sehr spannend für die LSG.
 
Benno Beesten
 
Vom Baby bis zur ASH, alles am Start.
Sieht gut aus voraus.
Zurück in Ummern.
 
Mittwoch, 09. August 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt – Runde 17 - Kräftig gepunktet!
Der Samstag war mal wieder nichts im Rheintal. Während Trainer Peter Mangold noch eifrig die Vereins-LS8 wieder wasserdicht machte, versuchte es einzig Andreas Schottmüller mit der LAK12 einmal mit einem Start, Zählbares war aber nicht zu vermelden.
Der Rest des Teams fieberte auf den Sonntage Ein Hochdruckkeil sollte von Frankreich etwas Stabilisierung in die eingeflossene Kaltluft bringen, während im Südosten noch die feuchte Mucke der vorgelagerten Front wenig Hoffnung auf brauchbare Thermik bot.  Neben den Dauerfliegern des Erstliga-Teams standen diesmal Peter Mangold (LS8, L8) und Fritz Thiessen (DuoXLT, FT) im ersten Startblock auf der Dannstadter Höhe. Quasi als Späher machte sich Peter auf Richtung Westen, der Windströmung entgegen. Fritz hatte das Ziel Nord-Ost, an den Thüringer Wald.
Als der zweite Schwung der Liga-Piloten gut eine Stunde später in Dannstadt an den Start ging, war die Basis schon deutlich angestiegen, die Steigwerte im Rheintal aber noch ausbaufähig. Dafür boten die angrenzenden Wälder aber schon ausgezeichnete Bedingungen. Peter war vom Gegenwind-Schenkel so begeistert, dass er kurzerhand die Taktik änderte und entlang von Hunsrück und Taunus auf eine Umrundung des Frankfurter Luftraums setzte. Nach 8h landete er als einer der Letzten wieder im Segelflug-Paradies, für die Speedwertung hatte er 103,9 km/h im Logger.
Minimal schneller war nur Bernd Schwehm (ASH31Mi, SKY) für das SFZ-Team. Er drehte über der Dillinger Hütte in den Rückenwind und schwabbelte mit 104,7 km/h den Wolkenaufreihungen entlang bis zum Main.
Die Hunderter-Serie komplettierte Frank Fröhlich (ASG32Mi, 63). Vom aufgeweichten Mosenberg wollte er nur einsitzig und ohne Wasser starten. Die Thermik zwischen Giessen und Hessisch-Lichtenau stand aber der im Pfälzerwald kaum nach, sodass Frank mit 101,7 km/h die Teamwertung auf 310 km/h katapultierte.
Bemerkenswert auch die Leistung von Junior Konstantin Dibbern, der die LS8 (S1) mit 95,1 km/h vom Hunsrück Richtung Odenwald jagte und dabei so manchen Liga-Profi weit distanzierte. Danke für die Fotos! 18 fette Punkte aufs Mannschaftskonto – in der Gesamttabelle jetzt Platz 6 – wir freuen uns auf die beiden letzten Runden und einen spannenden Aufstiegskampf!

Fotos: Konstantin Dibbern, Dennis Parkins
Bernd Schwehm
 
Die zweite Liga-Welle: S.Ilg, L.Hildebrandt, G.Sturm, A.Schottmüller - Хорошего полёта, товарищи!
Aussicht aus der LS8 (S1)  – noch zarte Cumuli
ASH31-21 über der Bergstrasse- die Frontalbewölkung im Südosten

 

Mittwoch, 09. August 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Ely 2017- sag leise Servus
In den letzten drei Wochen waren wir hier in Ely nicht vom Wetter verwöhnt. Wie schon im letzten Beitrag berichtet, hatte sich eine Trog-Wetterlage eingestellt, die immer wieder sehr feuchte Luft nach Nevada schaufelte. An den meisten Tagen wachten wir bei strahlend blauem Himmel auf, und schon um 9 Uhr entstanden die ersten Cumuli, die dann auch innerhalb kürzester Zeit in die Überentwicklung gingen. Über mehrere Tage ließ die Vorhersage derart schlechtes Wetter erwarten, dass wir sogar vorsorglich die Flugzeuge abrüsteten. Es war von teilweise heftigem Regen, starkem Wind und sogar etwas Hagel die Rede. Und es gab wirklich Momente, in denen wir froh waren, dass unsere Flugzeuge dem Wetter nicht ausgeliefert waren.
Anfang letzter Woche (31.7. und 1.8.) konnten wir dann doch noch zwei Flüge machen. Es war zwar kein großflächig gutes Wetter, aber immerhin reichte es am 1.8. noch zu einem Kontinental-Rekord für Sibylle über ein 500km Ziel-Rück mit 163 km/h. das Wetter war zwar nicht perfekt, es fehlten die sonst so gerne gesehenen Aufreihungen über den Hügelkämmen fast vollständig. Statt dessen gab es in größeren Abständen einzelne Cumuli und dazwischen bis zu 5 m/s Sinken. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für einen Rekordflug. Da hieß es, den Gleitwinkel möglichst zu strecken, und auf die wenigen guten Aufwinde zu setzen, die im Abstand von 80-100 km (!) zu finden waren. Diese gingen dann im Schnitt mit über 4 m/s, so dass am Ende dann doch eine akzeptable Geschwindigkeit heraus kam.
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Abschiedsstimmung.
Foto: © Ingo Andresen
Bedrohliche Wolken.
Foto: © Ingo Andresen
Eine einsame EB trotzt dem Wetter.
Foto: © Ingo Andresen
 




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22. August

FLG Blaubeuren: Das Beste kommt zum Schluss

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7. Oktober um 13.00 Uhr
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