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Freitag, 18. August 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 17.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegen weite Teile Deutschlands rückseitig der ostwärts abgezogenen Kaltfront weiter im Zustrom kühler, feuchter und labil geschichteter Meeresluft. Nur der äußerste Südosten verbleibt bis zum Abend noch im Einflussbereich der Kaltfront. Dort, sowie im Nordwesten muss vermehrt mit konvektiven Umlagerungen gerechnet werden. Zwischen diesen Bereichen wird die Luftmasse tagsüber durch leichten Zwischenhocheinfluss stabilisiert.
Am SONNTAG ist die Kaltfront endgültig ostwärts abgezogen und Deutschland gelangt zunehmend unter den Einfluss eines Hochdruckgebiets über Westfrankreich. Dabei fließt mit westlicher bis nordwestlicher Strömung weiterhin kühle und leicht labil geschichtete
Meeresluft ein, die im Tagesverlauf von Westen her zunehmend stabilisiert wird und abtrocknet. Im Südosten und an der Nordseeküste kommt es aber weiterhin vereinzelt zu konvektiven Umlagerungen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige Wolkenthermik, durch vereinzelte Überentwicklungen gestört.gestört
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute CU-Thermik, im Südosten anfangs keine Thermikentwicklung aufgrund von Abschirmung, am Nachmittag dort zunehmend Auflockerung und Entwicklung mäßiger Thermik. Von Westen her am Nachmittag einzelne Überentwicklungen.
Am SONNTAG entwickelt sich verbreitet gute Thermik. Im Südosten und Osten teils mäßige Thermik, es kommt hier zu einzelnen
Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG nur in der Nordwesthälfte nachmittags mäßige Thermik. Diese wird oft gestört durch Überentwicklungen.
Am SONNTAG gute Wolkenthermik. Im Osten und Südosten einzelne Überentwicklungen und am Alpenrand stärkere Abschirmungen durch Wolkenstau.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Mittwoch, 16. August 2017
Aero-Club Braunschweig schafft den vorzeitigen Klassenerhalt
Seit dem letzten Sonntag können wir aufgrund des erreichten Klassenerhalts in Ruhe durchatmen, weil schnelle 317,59 Speedpunkte den zweiten Platz und 19 Punkte einbrachten und dafür die Grundlage waren.
Somit haben wir nun 123 Punkte auf dem Konto und können vom LSC Leverkusen, der mit 95 Punkten auf dem ersten der sieben Abstiegsplätze liegt, nicht mehr eingeholt werden.
„Rundenplatz zwei und der Klassenerhalt sind ja ein Grund zum Feiern“, resümierte am Montagmorgen eine äußerst zufriedener Karsten Bennewitz. Der Thermikgott hatte mit den Norddeutschen endlich einmal wieder ein Einsehen und zauberte einen schöne Aufwindautobahn in unseren Bereich und nach Sachsen-Anhalt.
Dieses Angebot wurde dann auch von unseren 7 Piloten plus Wiebke in optimaler Art und Weise genutzt und genau nach dem Ende der Hatz auf einen schnellen Schnitt brach das Wetter dann gegen 16 Uhr auch in sich zusammen.
Diese vier Aufwindjäger, die alle Wasser getankt hatten, waren erfolgreich unterwegs:
Joshua Arntz/Wiebke Holste, Arcus T, 118,48 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, Discus 2, 101,59 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 98,00 Speedpunkte,
Arntz und Holste flogen zunächst nach Uetze und wendeten dann in Tangermünde. Von dort ging es wieder in Richtung Westen und anschließend bis nach Ziesar. Dombrowsky tourte in der Region zwischen Meinersen und Burg (bei Magdeburg) mit dem Discus.
Bennewitz glitt nach seinem Start nach Müden und kehrte dann östlich von Tangermünde um.
Hayung Becker, Gunter Storz und Rolf Wagner bildeten eine Reisegruppe und waren zusammen mit dem Standard Cirrus, der LS 4 WL und der ASW 28 unterwegs. Einen weiteren Flug brachte noch Lennard Waschke mit der ASW 19 in die Wertung. Dieser Rundensieg ging mit 321,70 Punkten an den Fliegerclub Brandenburg.
Und nach dem nächsten Wochenende ist die diesjährige Segelflugbundesligasaison 2017 bereits Geschichte. Die Kollegen vom Altkreis Isenhagen sind bereits abgestiegen und für den LSV Gifhorn müssen wir noch die Daumen drücken! Das wird noch eine verdammt enge Kiste für unsere Nachbarn.

Rolf Wagner
 
Warten auf den Sicherheitsdienst zum Öffnen des Flugplatzzugangs.
Wolfsburg und ein Teil des VW-Werks.
Die riesige Abraumhalde am Südostrand vom ED-R74.

 

Dienstag, 15. August 2017
LSG Fallersleben: Schmales Wetterfenster genutzt
Die Runde 18 zeigte in Ummern viele Parallelen zur Vorrunde; Samstag ging nichts, der Sonntag war gut aber nicht immer einfach, die LSG brachte 6 überlandflugwillige Piloten an den Start. Fünf kennen wir schon aus der Vorwoche: Rolf Bornheber (Grunau Baby II), Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes (PIK 16 Vasama), Peter Meurers (LS1f), Roman Langer (Twin III SL) und Benno Beesten (Nimbus 4M). Neu im Team war Lothar Kaps (ASW22). Auch bei der Ligaausbeute finden sich Parallelen zur Vorwoche: die Holzflugzeuge haderten wieder mit den Bedingungen und auch Roman konnte wegen frühzeitiger Motornutzung keine gültige OLC-Wertung erreichen. Bei Lothar reichte es zwar für den OLC, die Bundesligamindestgeschwindigkeit hat er aber nicht erreicht.
Wegen Überentwicklungen in der Lüneburger Heide drängte es die LSG-Piloten gleich Richtung Südosten. Benno flog zunächst bis Braunschweig, um von dort Ostkurs anzulegen. Ab Helmstedt konnte er dann eine tolle Wolkenstraße über Magdeburg hinweg bis südlich Burg nutzen. Da es hier sehr gut lief, beflog er die Aufreihung auch gegen den Wind zurück bis Helmstedt und ein weiteres Mal nach Osten bis hinter Schönebeck. Mit minimalen Kurbelanteilen konnte hier Strecke gemacht werden, während im Süden wie im Norden bereits die Grenzen des Wetterfensters gut zu sehen waren. Um sich die Chance ohne Motornutzung heimzufliegen zu erhalten, drehte Benno östlich Schönebeck wieder gen Westen. Aber die Abschirmung mit eingelagertem Regen war schneller, ab Haldensleben war die Einstrahlung weg und so musste der Solo für die fehlenden Höhenmeter nach Ummern sorgen. Dieses Schicksal teilten am Sonntagnachmittag viele K-Piloten aus der Region, die Segelflugpiloten mit den Zahlen im Kennzeichen machten hingegen einen Erfahrungsaustausch mit der norddeutschen Landbevölkerung.
Da in Runde 18 viele Vereine keinen oder keine drei Flüge in die Wertung brachten, reichten die Flüge von Benno und Peter am Ende zu Platz 9. Mit den 12 Punkten konnten wir uns etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Auf Platz 22 zählt die LSG aber weiter zu den noch vier abstiegsbedrohten Vereinen. Es bleibt also auch für die Schlussrunde sehr spannend für die Fallersleber.
 
Benno Beesten
 
Startvorbereitungen in Ummern
Glückliche Koinzidenz: „Segelflugautobahn“ über Bundesautobahn A2
Keine Thermik auf dem Heimweg

 

Dienstag, 15. August 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Die Saison hat ihr Ziel fast erreicht. Und scheinbar geht auch dem Wetter so langsam die Luft aus, denn zumindest der Samstag kann als meteorologischer Totalausfall gewertet werden. Aber der Sonntag konnte dann in Teilen entschädigen, denn 26 Vereine aus Liga 1 und 17 aus Liga 2 konnten Punkten. Was auch bedeutet,
dass diese Runde am Ende die vollen 20 Punkte wert war ...
Samstag:
Langgestreckt erkannt man das südliche Ende eines Frontensystems, dass sich von Skandinavien in Richtung Westdeutschland erstreckte. Das folgte einem weiteren, das vom Vortag übrig geblieben im Osten lag. Zwischen beiden Fronten von einer fliegbaren Lücke zu sprechen, wäre vermessen und selbst der Westwind verschaffte keine ausreichenden Hang- oder Wellenbedingungen.
Sonntag:
Anders der Sonntag: Die Front vom Vortag lag unter Abschwächung über der Mitte Deutschlands. Vor allem der Norden profitierte von der rückseitig eingeflossenen Luftmasse, die unter den leichten Einfluss eines Zwischenhochs gelangen sollte. Zumindest eine brauchbare Luftmasse, wenn sich auch immer wieder die noch reichlich vorhandene Feuchte als störend erweisen sollte. Und selbst auf der Südseite der Front - hier in einer warmen und trockenen Luftmasse - gab es ligataugliche Bedingungen.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem die Liga 1 schon in der Vorwoche ihren Meister gefunden hatte, stand für die Aalener nur noch die Kür an. Im selben Wetterraum unterwegs wie der Runden-Dritte Donauwörth-Monheim mussten die Schwaben aber in dieser Runde den Nordlichtern die vorderen Plätze abtreten, auch wenn der AC Braunschweig nur einen Hauch (weniger als ein halbes km/h!) schneller war. Knapp, aber letztendlich sicherlich verdient haben die Brandenburger diese Runde für sich entschieden - immerhin auch schon zum zweiten Mal in dieser Saison.
Deutlich spannender gestaltet sich der Kampf gegen den Abstieg: Zumindest theoretisch ist selbst noch der Platz 19 abstiegsgefährdet und so konnten Gifhorm (Rundenplatz 9) und Leverkusen (Rundenplatz 11) wichtige Punkte holen, auch wenn es vielleicht noch nicht ganz gereicht hat, um das sichere Ufer zu erreichen.
Vor allem der FCC Berlin macht Punkte gut, kann sich aber auch noch nicht ausreichend Luft verschaffen und auch in Eichstätt und Sindelfingen dürfte die eine oder andere Sorgenfalte den Blick auf die Wetterprognosen der letzten Runde begleiten.
Nun aber zu Liga 2, wo es Schwandorf den Aalenern gleichgetan hat und sich bereits eine Runde vor Schluss als Meister feiern lassen kann. Dafür reichten am Ende 2 Wertungsflüge und ein Rundenplatz 12: Der war immerhin noch 9 Punkte wert war, kostete aber nach einem Ausflug in Richtung Süden trotzdem etwas Benzin für den Heimflug. Zwar konnte Laichingen Rundenplatz 2 belegen, den Vorsprung des Oberpfälzer Zweitligameisters konnten sie nicht mehr einholen.
Der Rundensieg geht an den AC Bad Nauheim, und mehr als über den Rundensieg dürfte man sich in Hessen auch darüber freuen, dass
man in Schlagdistanz zu den Dannstädtern - und damit dem letzten Aufstiegsplatz gekommen ist.
Und auch beim Kampf gegen den Abstieg in die Landesligen könnte das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, sind doch die "Kandidaten" aus Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Hamburg quer über die Republik verteilt. Mit einer Bandbreite von nur
15 Punkte liegen sie aber nahe beeinander, wohingegen die Aufsteiger aus der Quali-Liga ebenfalls bereits feststehen.
Und auch in der Junioren-Liga darf gefeiert werden. Nach spannenden und ebenfalls über die ganze Republik verteilten Fernduellen konnte sich am Ende Königsdorf durchsetzen. Grund dafür war sicher auch auch - trotz nicht immer ganz einfacher Wetterbedingungen - die Konstanz mit der gepunktet wurde. Krönen konnten sie ihre Saison mit Rundensieg Nummer 5.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Dienstag, 15. August 2017
SFG Giulini: Die vorletzte Runde
Am Samstag war nahezu unfliegbares Wetter. Lediglich Junior Alex Meinicke versuchte einen späten Start und konnte sich immerhin in einer schwachen Welle etwas über eine Stunde in der Luft halten - aber die Mindestwertungsstrecke nicht erreichen.
Auch der Sonntag erwies sich als recht tricky. Erst gegen 14 Uhr konnte man einen Start bei tiefer Basis und wenig Sonne am Boden wagen. Richtung Nordwest sah man aufgelockertes Wetter. Super, bei schwachem, unzuverlässigem Steigen und tiefer Basis ins ansteigende Gelände - den Spaß vervollständigte dann noch ein auffrischender Westwind.
Während die einen nicht einmal die Mindestwertungsstrecke schafften, erreichte Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY) mit einem sensationellen Flug zwischen Idar-Oberstein, Alzey, Baumholder und Worms einen Ligaschnitt von 87,72km/h. Eine starke Leistung bei diesen Bedingungen. Nachwuchstalent Alex Meinicke (LS-8/18, RS) erreichte mit beherztem Flug gute 68,19km/h, noch vor Trainer Charly Müller (Ventus cT, CS) mit 65,60km/h.
Alex Meinicke war diese Runde der einzige Junior in der Luft und holte mit seinem Flug immerhin Punkte für die U25-Wertung und zementierte Rang 8 in der Gesamtwertung.
Nächste Woche ist dann schon wieder die letzte Runde für diese Saison. Mathematisch wird es nicht besser wie Platz 8 und nicht schlechter wie Platz 17, aber wir werden wie immer mit Spaß am Start stehen und unser Bestes geben.
 
Uwe Melzer
 
Charly mit Nordwest-Kurs
Südlich vom Donnersberg
Feuchte Rückkehr 

 

Montag, 07. August 2017
AC Pirna - Das Jagdfieber ist entfacht, für Uwe.
Die Bundesligasaison neigt sich dem Grand Finale - der Showdown ist im vollen Gange. Ein recht anspruchsvolle Ligasaison steckt den Piloten des ACP im Hintern und in den Flächen derer Leistungssegelflugzeuge. Wetterkapriolen brachten den Geduldsfaden sehr oft nah ans zerreißen - einzelne Lichtblicke hielten die Motivation am köcheln - doch der Paukenschlag in Runde 17 entfacht Feuer der Siegens wie der Stich in ein Wespennest. In mehrern Gruppe bäumten wir uns an diesem Wochenden gegen den Verfall in die Tiefen der Abstiegsränge.
Erst Samstag mit bereits guten Leistungen durch Uwe Augustin, Franco Fritzsch und Benjamin Schüch und dann der Sonntag mit einer überirdischen Leistung der drei Musketiere Kai Glatter, Immanuel Weigel und Ralf Andrich. Die Aufteilung der Gruppen auf unterschiedliche Regionen war eine hervorragende taktische Entscheidung. Der AC Pirna staffelte sich mit Teams in Görlitz (Benny, Franco), Bronkow (Kai, Lutz, Immanuel) und Pirna, verteilt auf den Samstag und Sonntag. Untersützung gab es von der Turbofraktion Uwe Augustin und Ralf Andrich. Mit unglaubichen 362,30 Speedpunkten gelang ein Paukenschlag - endlich der erste Rundensieg der Saison und dazu ein ganz wichtiger. 20 Punkte hieven den Club aus den Niederungen auf einen Nichtabstiegsplatz.
Doch durchatmen ist nicht - in noch zwei verbleibenden Runden ist höchste Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft gefragt - der AC Pirna will auch 2018 erstklassig fliegen. Diesen Rundensieg widmen wir unserem Freund Uwe; du bleibst immer in unseren Herzen.
 
Text und Fotos: Robert Paul / Benjamin Schüch
 
Gute Optik am Samstag - dennoch durch Warmluft langsamer als Sonntag.
Am Sonntag ging der Highway nach Polen deutlich besser.
Trio Weigel, Ebert und Glatter nach erfolgreichem Flug in Bronkow.
 
Montag, 07. August 2017
Titelverteidigung und Hattrick fürs SFZ
Obwohl am Samstag das Segelflug Wetter in Königsdorf alles andere als optimal war und sonntags gar nicht ans Ligafliegen zu denken war, steht das SFZ Königsdorf bereits drei Runden vor Schluss als Titelträger in der internationalen Alpenliga fest. Genau wie der LSR Aalen in der Bundesliga auch. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH auf die Alb! Ich glaube nicht, dass es in der Ligageschichte es schon mal drei Runden vor Schluss gab, dass zwei Sieger vorzeitig feststanden!?
Allzu viel Hoffnung hatten wir am Samstag nicht, trotzdem wollten wir natürlich nichts unversucht lassen, zumindest die Mindestwertung zu erzielen. In einem kurzen Wetterfenster erzielte Mathias Schunk zwischen Isartal und Plansee mit 58,0 km/h die beste Wertung, musste dabei aber nach 1:50h bei Krün den Motor nutzen, um dort nicht auf einer Wiese landen zu müssen. Volker Niemann war in Fayence mit 42,3 km/h zweitschnellster SFZ Pilot und das Alpenliga Trio wurde von der DG1000 Crew Willi Prestl und Markus Schweiger vervollständigt, welches mit 39,3 km/h minimal schneller war, als Klaus Peter Renner, der es auf 34,6 km/h brachte. Damit waren wir als Trio zwar nur unwesentlich schneller als Heiko Hertrich mit seinem Flug von La Motte aus, aber wir landete auf Rundenplatz elf, da in den Nordalpen ansonsten wenig ging.
Junioren fliegen auf ihren alten Heimatplätzen
Am Samstag hatte Nikolai Wolf, der am Klippeneck Wettbewerb den neutralisierten Tag zu einer Wertung von 73,2 km/h nutzte bereits eine ansehnliche Junioren Wertung erzielt. Das Juniorentrio vervollständigte Emanuel Schieck mit 44,4 km/h und Lukas Keibel mit 27,2 km/h, die im Alpenvorland flogen. Aufgrund des für Sonntag im Bereich nördlich der Donau sehr gut vorhergesagten Wetters und des Dauerregens in Königsdorf, wollten die Junioren nichts dem Zufall überlassen und so fuhren einige auf ihre ehemalige Heimatflugplätze, um von dort aus zu fliegen.
Johannes Beyer startete in Stahrinen am Bodensee mit einer Ka 8 und erzielte 64,7 km/h. Viele Ka 8 Wertungen hat es wohl noch nicht in einem Ligatrio gegeben!? Vincent Heckert, der den Besuch seiner Freundin mit einem Ligaflug verbunden hatte, startete in Laichingen und überlies den Flieger im Anschluss Jakob Edmaier. Sabine Wisbacher startete, genau wie Katharina Jocham in Fürth Seckendorf, wo die beiden nur unwesentlich langsamer als die Jungs auf der schwäbischen Alb waren. Leider erlaubte das Wetter dort keinen weiteren Flug im Anschluss für Emanuel Schieck mehr. Eine perfekte Teamleistung, sich auf mehrere Startorte aufzuteilen war vom Teamgedanken für den Teamerfolg genial und die Tatsache, dass Jan Kleu, der selbst nicht fliegen konnte ein Flugzeug nach Fürth zog, damit Katharina, deren Auto kaputt war, dort fliegen konnte, zeigt das perfekte Teamgefühl bei unseren Junioren!
 
Mathias Schunk
 
Kein gutes Flugwetter auf der Nordseite der Alpen: Mathias Schunk bei einem zufälligen Treffen mit Roland Henz (Foto: Roland Henz)
Mit einer Ka8 in die Ligawertung: Johannes Beyer flog von Stahringen aus
Königsdorfer Mädelspower in Fürth Seckendorf: v.l.n.r.: Helfer Emanuel Schieck, Sabine Wisbacher und Katharina Jocham (Foto: Jan Kleu)
 
Freitag, 04. August 2017
DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde
herausgegeben am 04.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG setzt sich in ganz Deutschland bei geringen Luftdruckgegensätzen leichter Hochdruckeinfluss durch, im Südwesten sickert allerding feuchtere Meeresluft ein. Der Alpenraum bleibt unter dem Einfluss feuchtlabiler Warmluft. In der Nacht zu Sonntag schwenkt von Westen her ein Randtrog herein, der im Nordseeumfeld, sowie im Südosten Deutschlands zu einer Labilisierung der Luftmasse führt.
Die Küstenbereiche und die Gebiete südlich der Donau werden am SONNTAG Vormittag noch von dem nach Osten abziehenden Randtrog mit feuchterund labiler Luft beeinflusst. Für die restlichen Landesteile dominiert Absinken und im Tagesverlauf baut sich von Nordfrankreich
bis in den Mittelgebirgsraum ein Hochdruckgebiet auf.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige, im Süden teils gute Thermik, zeitweise zerrissen und lokal durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Norden mäßige bis gute Thermik im Süden. Teils Blauthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Es entwickelt sich im Norden mäßige bis gute CU-Thermik, im Westen zeitweise abgeschirmt. Im Süden kann sich aufgrund von dichterer Bewölkung nur geringe Thermik entwickeln.
SONNTAG: Oft kann sich oft gute Thermik entwickeln, teils als CU-Thermik, teils aber auch als Blauthermik mit CU gezeichnet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG aufgrund des hohen Bedeckungsgrades nur geringe Thermik bis FL060. Über den Alpen überentwickelt und nicht nutzbar.
Am SONNTAG keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
Mittwoch, 02. August 2017
SFG Giulini: Kein Wetterglück im Rheintal
Am Samstag kämpften wir in der Rheinebene mit Warmluft in Verbindung mit starkem SW-Wind. Leider reihte es weder im Wind auf, noch konnte man den Wind für Hang oder Welle nutzen. Das Ergebnis waren anstrengende Flüge mit viel Kampf in pampiger Thermik, oft tiefe Gangart und gerade mal 50ziger Schnitte.
Am Sonntag blies der Wind dann noch stärker, aber immer noch unbrauchbar für den Hang an der Bergstraße oder der Welle am Pfälzer Wald. Die Hoffnung war, dass es vor der herannahenden Front labiliesiert und sich vernünftige Segelflugbedinungen einstellen. Dies geschah auch - leider viel zu kurz. Schon kurz nach 14 Uhr durchflogen wir den ersten Regen, kurz danach war auch endgültig Schluß und schnelles Einpacken vor dem großen Regen war angesagt.
Eine Stunde, in der man sich gerade so in der Luft halten konnte, dann die eine gute Stunde mit brauchbarer Aufreihung und noch ein wenig Abgleiten waren zu wenig um gute Ergebnisse zu erzielen. Es gelang Charly Müller (Ventus cT, CS), Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) und Steffen Schmidt (ASW-22, MiG) lediglich von den niedrigen 50ziger Schnitte am Samstag auf hohe 50ziger Schnitte zu verbessern - lustig, aber chancenlos gegen den Rest und vor allem den Ith-Racern. Der Trostpunkt läßt uns auf Tabellenrang 12 abrutschen. Aber uns bleiben ja noch 3 Runden...
 
Uwe Melzer
 
Samstag: verblasene Warmluftthermik Zusammen mit Schotti in der LAK-12 Sonntag 14:20 Uhr: Regen 

 

Mittwoch, 02. August 2017
LSG Fallersleben: In die Abstiegszone gerutscht
Das Wochenende der Runde 16 unterschied sich in Norddeutschland von der Vorwoche nur durch starken (Hang-)Wind und höhere Temperaturen. Auf thermische Überlandflugmöglichkeiten musste man in Ummern wieder bis Sonntagnachmittag warten. Leider hatten dieses Wochenende nur wenige LSG-Piloten die Geduld, solange am Flugplatz zu bleiben. So flogen in Runde 16 nur Nico Kämpf (ASW15b) und Benno Beesten (Nimbus 4M) von Ummern überland. Nico meisterte seinen 50km-Flugauftrag nach Salzwedel bravourös und ist seinem Luftfahrerschein ein gutes Stück näher gekommen. Leider reichte Nicos Strecke nicht für eine Bundesligamindestwertung.
Für beide ummeraner Piloten war das Wetter vom starken Südwestwind geprägt und das Nutzen von Aufreihungen war essentiell. Dass man dabei auch daneben greifen kann, musste Benno erfahren. Nach einem Sprung durch eine Wolkenlücke begann die Aufreihung auf der anderen Seite abzuschauern. Beim seitlichen Ausweichen kam Benno dann zu tief und musste in der Platzrunde von Stüde den Motor bemühen. Danach blieb nur noch das Ziel über die Mindestwertungsstrecke zu kommen und der LSG den Ehrenpunkt zu retten. Durch erfolgreiches Nutzen von Aufreihungen zwischen Wilsche und Salzwedel gelang dieses. Nun wollte Benno ohne weitere Motornutzung nach Ummern zurückkehren. Gegen den auf 49km/h aufgefrischten Wind wurde das bei der früh nachlassenden Warmluftthermik zu einem anspruchsvollen, aber von Erfolg gekrönten Vorhaben.
Mit nur einem Punkt in Runde 16 rutschte die LSG erstmals diese Saison auf einen Abstiegsplatz und viele Vereine knapp über uns konnten gut punkten. Aber noch bleiben drei Runden zum Kämpfen.
 
Benno Beesten
 
Phasenweise schöne Wolkenstraßen.
Noch viel Wasser auf den Feldern.
Der Heimweg wird nicht einfach.
 
Dienstag, 01. August 2017
Quali-Liga: Mit einem Führungswechsel steht auch der erste Aufsteiger fest
So langsam biegt die Liga-Saison auf die Zielgeraden ein. Nur noch drei Runden, die hoffentlich nicht von Gewittern und Wassermassen geprägt sind, liegen vor uns. Einem Verein der Quali-Liga ist der Aufstieg bereits jetzt schon nicht mehr zu nehmen. Nach neun Runden Führung des LSC Bad Homburg nimmt ihm der SFC Ulm die Spitze ab und sichert sich damit für die nächste Saison einen Platz in der Zweiten Segelflug-Bundesliga. Herzlichen Glückwunsch.
Der SFC Ulm ist kein Neuling in der Segelflug-Bundesliga. Im Gegenteil, sie flogen für mehrere Jahre in beiden Ligen. In der letzten Saison dann der Abstieg in die Quali-Liga. Das hat den Ehrgeiz geweckt. Schnell stand der Beschluss fest: Wir wollen wieder aufsteigen. Und die fliegerische Tätigkeit wurde daher auf die Wochenenden konzentriert. Auch wenn fokussiert, gehen die Ulmer ganz zwanglos heran. Im Vordergrund stehen der Spaß und die Experimentierfreude in Bezug auf neue und große Strecken. Bei der Annahme dieser Herausforderung entstehen automatisch gute Schnitte für die Liga – ganz ohne straffe Organisation.
Die Flüge am letzten Sonntag zählen ganz bestimmt dazu. Im Dreier-Familien-Team ging es an der Front mit 8 m/s Steigen aufwärts und natürlich auch vorwärts. Dennoch: „Da hat es sich wieder gezeigt, jeder Flug ist anders und auch nach vielen Jahren im Cockpit kann man immer noch gewaltigen Respekt vor der Natur bekommen“, so Thomas Unseld. Am Ende brachte es den Rundensieg und den Durchbruch an die Spitze.
Ein Geheimnis der Ulmer ist sicherlich auch die relativ große Anzahl der Streckenflugpiloten. Von 20 aktiven Streckensammlern träumt so mancher Verein. Auch wenn die Erfahrung sich in der Gruppe stark unterscheidet, trägt jeder seinen Teil zum Erfolg bei. Klingt banal, aber entscheidend für den Zusammenhalt und den Erfolg eines Teams ist, dass jeder Beitrag gewürdigt wird.
Von Nichts kommen aber auch 20 aktive Streckenflieger nicht. In Trainings, begleitetem Fliegen und Flügen im Doppelsitzer werden die Neulinge herangeführt. Ein wenig traurig sind die Ulmer, dass der Funke bei den Junioren noch nicht überspringt – noch nicht…
Jetzt schauen wir gespannt auf die letzten drei Runden. Bleibt Ulm ganz vorn? Wer sind die weiteren sechs Aufsteiger?
Rundenwertung Quali-Liga: 1. SFC Ulm (BW) 247,99 Speed/50 Punkte, 2. LSV Beilngries (BY) 242,11 Speed/49 Punkte, 3. SFG Steinwald (BY) 238,81 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 16: 1. SFC Ulm (BW) 475 Punkte, 2. LSC Bad Homburg (HE) 446 Punkte, 3. SFG Steinwald (BY) 434 Punkte
 
Text: Steffi Keller (OLC-Magazin)
Fotos: Thomas Unseld
 
Die Wertung ist schon im Kasten Naturgewalten voraus Im Team mehr Erfolg

 





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18. August

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde

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