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Dienstag, 15. August 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Die Saison hat ihr Ziel fast erreicht. Und scheinbar geht auch dem Wetter so langsam die Luft aus, denn zumindest der Samstag kann als meteorologischer Totalausfall gewertet werden. Aber der Sonntag konnte dann in Teilen entschädigen, denn 26 Vereine aus Liga 1 und 17 aus Liga 2 konnten Punkten. Was auch bedeutet,
dass diese Runde am Ende die vollen 20 Punkte wert war ...
Samstag:
Langgestreckt erkannt man das südliche Ende eines Frontensystems, dass sich von Skandinavien in Richtung Westdeutschland erstreckte. Das folgte einem weiteren, das vom Vortag übrig geblieben im Osten lag. Zwischen beiden Fronten von einer fliegbaren Lücke zu sprechen, wäre vermessen und selbst der Westwind verschaffte keine ausreichenden Hang- oder Wellenbedingungen.
Sonntag:
Anders der Sonntag: Die Front vom Vortag lag unter Abschwächung über der Mitte Deutschlands. Vor allem der Norden profitierte von der rückseitig eingeflossenen Luftmasse, die unter den leichten Einfluss eines Zwischenhochs gelangen sollte. Zumindest eine brauchbare Luftmasse, wenn sich auch immer wieder die noch reichlich vorhandene Feuchte als störend erweisen sollte. Und selbst auf der Südseite der Front - hier in einer warmen und trockenen Luftmasse - gab es ligataugliche Bedingungen.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem die Liga 1 schon in der Vorwoche ihren Meister gefunden hatte, stand für die Aalener nur noch die Kür an. Im selben Wetterraum unterwegs wie der Runden-Dritte Donauwörth-Monheim mussten die Schwaben aber in dieser Runde den Nordlichtern die vorderen Plätze abtreten, auch wenn der AC Braunschweig nur einen Hauch (weniger als ein halbes km/h!) schneller war. Knapp, aber letztendlich sicherlich verdient haben die Brandenburger diese Runde für sich entschieden - immerhin auch schon zum zweiten Mal in dieser Saison.
Deutlich spannender gestaltet sich der Kampf gegen den Abstieg: Zumindest theoretisch ist selbst noch der Platz 19 abstiegsgefährdet und so konnten Gifhorm (Rundenplatz 9) und Leverkusen (Rundenplatz 11) wichtige Punkte holen, auch wenn es vielleicht noch nicht ganz gereicht hat, um das sichere Ufer zu erreichen.
Vor allem der FCC Berlin macht Punkte gut, kann sich aber auch noch nicht ausreichend Luft verschaffen und auch in Eichstätt und Sindelfingen dürfte die eine oder andere Sorgenfalte den Blick auf die Wetterprognosen der letzten Runde begleiten.
Nun aber zu Liga 2, wo es Schwandorf den Aalenern gleichgetan hat und sich bereits eine Runde vor Schluss als Meister feiern lassen kann. Dafür reichten am Ende 2 Wertungsflüge und ein Rundenplatz 12: Der war immerhin noch 9 Punkte wert war, kostete aber nach einem Ausflug in Richtung Süden trotzdem etwas Benzin für den Heimflug. Zwar konnte Laichingen Rundenplatz 2 belegen, den Vorsprung des Oberpfälzer Zweitligameisters konnten sie nicht mehr einholen.
Der Rundensieg geht an den AC Bad Nauheim, und mehr als über den Rundensieg dürfte man sich in Hessen auch darüber freuen, dass
man in Schlagdistanz zu den Dannstädtern - und damit dem letzten Aufstiegsplatz gekommen ist.
Und auch beim Kampf gegen den Abstieg in die Landesligen könnte das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, sind doch die "Kandidaten" aus Niedersachsen, Bayern, Brandenburg und Hamburg quer über die Republik verteilt. Mit einer Bandbreite von nur
15 Punkte liegen sie aber nahe beeinander, wohingegen die Aufsteiger aus der Quali-Liga ebenfalls bereits feststehen.
Und auch in der Junioren-Liga darf gefeiert werden. Nach spannenden und ebenfalls über die ganze Republik verteilten Fernduellen konnte sich am Ende Königsdorf durchsetzen. Grund dafür war sicher auch auch - trotz nicht immer ganz einfacher Wetterbedingungen - die Konstanz mit der gepunktet wurde. Krönen konnten sie ihre Saison mit Rundensieg Nummer 5.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Dienstag, 15. August 2017
SFG Giulini: Die vorletzte Runde
Am Samstag war nahezu unfliegbares Wetter. Lediglich Junior Alex Meinicke versuchte einen späten Start und konnte sich immerhin in einer schwachen Welle etwas über eine Stunde in der Luft halten - aber die Mindestwertungsstrecke nicht erreichen.
Auch der Sonntag erwies sich als recht tricky. Erst gegen 14 Uhr konnte man einen Start bei tiefer Basis und wenig Sonne am Boden wagen. Richtung Nordwest sah man aufgelockertes Wetter. Super, bei schwachem, unzuverlässigem Steigen und tiefer Basis ins ansteigende Gelände - den Spaß vervollständigte dann noch ein auffrischender Westwind.
Während die einen nicht einmal die Mindestwertungsstrecke schafften, erreichte Dieter "Buddy" Bartek (LS-4WL, UY) mit einem sensationellen Flug zwischen Idar-Oberstein, Alzey, Baumholder und Worms einen Ligaschnitt von 87,72km/h. Eine starke Leistung bei diesen Bedingungen. Nachwuchstalent Alex Meinicke (LS-8/18, RS) erreichte mit beherztem Flug gute 68,19km/h, noch vor Trainer Charly Müller (Ventus cT, CS) mit 65,60km/h.
Alex Meinicke war diese Runde der einzige Junior in der Luft und holte mit seinem Flug immerhin Punkte für die U25-Wertung und zementierte Rang 8 in der Gesamtwertung.
Nächste Woche ist dann schon wieder die letzte Runde für diese Saison. Mathematisch wird es nicht besser wie Platz 8 und nicht schlechter wie Platz 17, aber wir werden wie immer mit Spaß am Start stehen und unser Bestes geben.
 
Uwe Melzer
 
Charly mit Nordwest-Kurs
Südlich vom Donnersberg
Feuchte Rückkehr 

 

Montag, 14. August 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt: Nervenaufreibende Hängepartie!
Dass der Samstag nur durch seine Niederschlagsmengen glänzte, das war ja nichts neues für diese Saison. Anfangs konnte man noch auf etwas Hangwind an der Bergstrasse hoffen, aber schließlich blieben in Dannstadt die Hallentore zu. Am Sonntagmorgen versprachen die Wettermodelle besseres Streckenwetter, in der Rheinebene wurde das aber zu einer nervenzehrenden Warterei.
Nach dem Motto „stets bemüht“ legte Andreas Schottmüller des Sonntags noch mit der Schwabbelscheibe Hand an die LAK12. So sollte es dann flutschen: Andreas war um 14.40 Uhr im Schlepp und schaffte mit der KT scheinbar mühelos den Anschluss an die Thermik im Nordwesten; er kam mit 61km/h als Teambester wieder zurück.
Wie schwierig es wirklich war zeigt sich an der Leistung von Trainer Peter Mangold: mit der LS8 (L8) erst abgesoffen, dann Stromausfall und beim dritten Versuch schon für außengelandet erklärt! Bis seine Wertungsstrecke über dem Nordpfälzer Bergland für einen 60er Schnitt reichte, musste er die frühe Beinahe-Aussenlandung erst ausmerzen und dann die Thermikdauer voll ausreizen. Chapeau!
Gegen 15 Uhr wollten es auch Yannick Reichenberger und Lutz Hildebrandt im DuoDiscus (DL) wissen. Auf dem Satelittenbild zeigte sich, dass es an Hunsrück und Taunus besser sein sollte. Den Kurs weiter nördlich übers Nahetal angelegt, wurde es am Nordrand der ED-R-Baumholder aber zu schwierig, schließlich blieb nur der Rückzug nach Idar-Oberstein. Bei Schwenkbraten oder Rumpsteak lässt sich dort ja gut auf den Rückholer warten. Schade nur dass es nicht zur Mindestwertung gereicht hatte.
Dadurch dass wir keine drei Flüge in die Wertung brachten wurde das Rundenziel klar verfehlt. Dennoch konnten wir zehn Punkte dem Mannschaftskonto hinzufügen. Das lässt uns für das Finale noch alle Chancen auf einen Aufstiegsplatz in den eigenen Händen! Petrus: wie wäre es zum Schluß mal mit besserem Wetter für alle? Wir werden sehen!

Fotos: Christian Sode, Lutz Hildebrand, Yannick Reichenberger
Bernd Schwehm
 
LAK-Politur Noch wenig Struktur Blick nach Sobernheim

 

Montag, 14. August 2017
FLG Blaubeuren: Das Wetter verschlafen
Das Wetter verschlafen haben einige der Erstligisten dieses Wochenende. Nicht so die Erstligapiloten aus Blaubeuren und die Zweitligisten aus Laichingen. Nachdem der Samstag in ganz Deutschland nicht fliegbar war, war die Enttäuschung groß als für Sonntag Null Kilometer Flugdistanz vorhergesagt war. Doch es sollte anders kommen.
Angespornt durch den Blaubeurer Junior Lucas Kohn bauten Philipp Söll und später Michael Heiß ihr Segler auf um trotz der schlechten Vorhersage Bundesligapunkte zu ergattern.
Gegen 14 Uhr startete dann auch Martin Söll, um als Backup noch Punkte zu holen, falls einer der Dreien landen sollte. Doch das war nicht nötig. Als er startete waren die anderen bereits über 100 km im Geradeausflug geflogen ohne einen Kreis. Heiß fädelte sich in das von Osten her kommende Gespann P. Söll und L. Kohn ein und flog mit ihnen nach Westen. Hier traf Heiß oft das bessere Steigen und konnte zügig bis kurz vor Tuttlingen gleiten. Hier gewendet ging es noch bis kurz vor den gesperrten Luftraum bei Augsburg und wieder zurück zum Platz.
Überraschend wenig Flugzeuge waren an diesem Sonntag in der Luft über Süddeutschland, so freute sich Markus Schweizer vom LSV Schwarzwald um mit den Blaubeurern etwas Bundesliga zu fliegen. Bei Laupheim stoß der Laichinger Bernd Nübling noch zum dem Blaubeurer / Schwarzwälder Geschwader und flog noch mit in den Western bis kurz vor die Schweizer Grenze bei Singen. Gemeinsam traten sie den Heimweg an und die Blaubeurer gratulierten dem Laichinger schon per Funk zu dem erneuten Aufstieg des FSV in die Königsklasse der Fliegerei.
Am Abend wechselte Philipp Söll das Cockpit seines Hochleistungssegler mit der Kunstflugmaschine LO-100 um für das anstehende Flugplatzfest am 3. September zu trainieren. Nachdem alle Flüge online gemeldet wurden freuten sich die FLGler über einen hervorragenden vierten Rundenplatz, der sie auf Platz 8 Punktgleich mit dem AC Nastätten aufsteigen ließ. Mit 315 Punkten waren sie nur knapp unter dem Rundensieger FK Brandenburg und deutlich schnellster Verein in Baden-Württemberg mit 10 Punkten mehr vor dem Tabellenführer des LSR Aalen auf Platz 7.
Schnellster Blaubeurer war erneut Philipp Söll mit 106,23 Punkten gefolgt vom Youngster Lucas Kohn mit 105,66 und dem rasenden Werkstattleiter Michael Heiß mit 103,26 Punkten. In Laichingen holten Kevin Schmid , Bernd Nübling und Joachim Frank Rundenplatz 2 für den FSV. Somit steht der FSV auch in der Tabelle auf dem zweiten Platz und der Aufstieg kann ihnen in der kommenden Runde nicht mehr genommen werden.
 
M. Söll
 

Martin Söll kurz vor dem Start in Blaubeuren
Bodensee Markus Schweizer (Teo) in seinem Ventus
 
Mittwoch, 09. August 2017
LSG Fallersleben: Voller Einsatz im Abstiegskampf
In Runde 17 gab’s im Norden immerhin einen ganzen Thermiktag und sogar einen Guten. Am Sonntag schickte die LSG ein breites Spektrum an Flugzeugen in den norddeutschen Himmel, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf zu erringen. Es waren Oldtimer wie das Grunau Baby II (Rolf Bornheber) und die PIK 16 Vasama (Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes) aber auch Langohren wie die ASH 25 (Helge + Franz Liebertz) oder der Nimbus 4M (Benno Beesten) dabei. Das Indexmittelfeld wurde durch eine LS1f (Peter Meurers) und einen Twin III SL (Roman Langer) vertreten. Von Pritzwalk startend brachte sich Antje Philipp auf der Vereins-ASW24 in’s LSG-Team ein.
Schnell war klar, dass die Holzflugzeuge bei dem starken Wind nur geringe Chancen auf eine Ligawertung hatten. Roman verpokerte sich zudem mit der Flugrichtung und ging in Folge von Motornutzung leer aus.
Die anderen vier konnten mit schönen Flügen in den Raum Gardelegen und Brandenburg gute Speedpunkte für die LSG erfliegen. Dabei schafften es insbesondere die Piloten der offene Klasse-Flugzeuge mit hohen Geradeausfluganteilen unter Aufreihungen zügig bis an den Berliner Luftraum bei Brandenburg zu fliegen. Auch gegen den Wind ließ sich die Schnittgeschwindigkeit unter Wolkenstraßen hoch halten. Benno baute hier noch ein JoJo ein, um auf einen vergleichbaren Rückenwindanteil zu kommen, wie der früher gestartete Helge. Nach Ende der Liga-Wertungszeit bereitete eine Ausbreitung auf dem Heimweg einiges Kopfzerbrechen, aber allen drei LSG-Piloten gelang es, dieses Hindernis zu meistern und im Segelflug nach Ummern zurück zu kehren.
Da auch viele andere schnell unterwegs waren, reichte es am Ende zu Platz 15 für die LSG. Mit den 6 Punkten konnten wir die Abstiegsplätze ganz knapp wieder verlassen. Es bleibt also weiter sehr spannend für die LSG.
 
Benno Beesten
 
Vom Baby bis zur ASH, alles am Start.
Sieht gut aus voraus.
Zurück in Ummern.
 
Mittwoch, 09. August 2017
SFZ Ludwigshafen-Dannstadt – Runde 17 - Kräftig gepunktet!
Der Samstag war mal wieder nichts im Rheintal. Während Trainer Peter Mangold noch eifrig die Vereins-LS8 wieder wasserdicht machte, versuchte es einzig Andreas Schottmüller mit der LAK12 einmal mit einem Start, Zählbares war aber nicht zu vermelden.
Der Rest des Teams fieberte auf den Sonntage Ein Hochdruckkeil sollte von Frankreich etwas Stabilisierung in die eingeflossene Kaltluft bringen, während im Südosten noch die feuchte Mucke der vorgelagerten Front wenig Hoffnung auf brauchbare Thermik bot.  Neben den Dauerfliegern des Erstliga-Teams standen diesmal Peter Mangold (LS8, L8) und Fritz Thiessen (DuoXLT, FT) im ersten Startblock auf der Dannstadter Höhe. Quasi als Späher machte sich Peter auf Richtung Westen, der Windströmung entgegen. Fritz hatte das Ziel Nord-Ost, an den Thüringer Wald.
Als der zweite Schwung der Liga-Piloten gut eine Stunde später in Dannstadt an den Start ging, war die Basis schon deutlich angestiegen, die Steigwerte im Rheintal aber noch ausbaufähig. Dafür boten die angrenzenden Wälder aber schon ausgezeichnete Bedingungen. Peter war vom Gegenwind-Schenkel so begeistert, dass er kurzerhand die Taktik änderte und entlang von Hunsrück und Taunus auf eine Umrundung des Frankfurter Luftraums setzte. Nach 8h landete er als einer der Letzten wieder im Segelflug-Paradies, für die Speedwertung hatte er 103,9 km/h im Logger.
Minimal schneller war nur Bernd Schwehm (ASH31Mi, SKY) für das SFZ-Team. Er drehte über der Dillinger Hütte in den Rückenwind und schwabbelte mit 104,7 km/h den Wolkenaufreihungen entlang bis zum Main.
Die Hunderter-Serie komplettierte Frank Fröhlich (ASG32Mi, 63). Vom aufgeweichten Mosenberg wollte er nur einsitzig und ohne Wasser starten. Die Thermik zwischen Giessen und Hessisch-Lichtenau stand aber der im Pfälzerwald kaum nach, sodass Frank mit 101,7 km/h die Teamwertung auf 310 km/h katapultierte.
Bemerkenswert auch die Leistung von Junior Konstantin Dibbern, der die LS8 (S1) mit 95,1 km/h vom Hunsrück Richtung Odenwald jagte und dabei so manchen Liga-Profi weit distanzierte. Danke für die Fotos! 18 fette Punkte aufs Mannschaftskonto – in der Gesamttabelle jetzt Platz 6 – wir freuen uns auf die beiden letzten Runden und einen spannenden Aufstiegskampf!

Fotos: Konstantin Dibbern, Dennis Parkins
Bernd Schwehm
 
Die zweite Liga-Welle: S.Ilg, L.Hildebrandt, G.Sturm, A.Schottmüller - Хорошего полёта, товарищи!
Aussicht aus der LS8 (S1)  – noch zarte Cumuli
ASH31-21 über der Bergstrasse- die Frontalbewölkung im Südosten

 

Mittwoch, 09. August 2017
Neuer Beitrag im Blog 'Soaring USA': Ely 2017- sag leise Servus
In den letzten drei Wochen waren wir hier in Ely nicht vom Wetter verwöhnt. Wie schon im letzten Beitrag berichtet, hatte sich eine Trog-Wetterlage eingestellt, die immer wieder sehr feuchte Luft nach Nevada schaufelte. An den meisten Tagen wachten wir bei strahlend blauem Himmel auf, und schon um 9 Uhr entstanden die ersten Cumuli, die dann auch innerhalb kürzester Zeit in die Überentwicklung gingen. Über mehrere Tage ließ die Vorhersage derart schlechtes Wetter erwarten, dass wir sogar vorsorglich die Flugzeuge abrüsteten. Es war von teilweise heftigem Regen, starkem Wind und sogar etwas Hagel die Rede. Und es gab wirklich Momente, in denen wir froh waren, dass unsere Flugzeuge dem Wetter nicht ausgeliefert waren.
Anfang letzter Woche (31.7. und 1.8.) konnten wir dann doch noch zwei Flüge machen. Es war zwar kein großflächig gutes Wetter, aber immerhin reichte es am 1.8. noch zu einem Kontinental-Rekord für Sibylle über ein 500km Ziel-Rück mit 163 km/h. das Wetter war zwar nicht perfekt, es fehlten die sonst so gerne gesehenen Aufreihungen über den Hügelkämmen fast vollständig. Statt dessen gab es in größeren Abständen einzelne Cumuli und dazwischen bis zu 5 m/s Sinken. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für einen Rekordflug. Da hieß es, den Gleitwinkel möglichst zu strecken, und auf die wenigen guten Aufwinde zu setzen, die im Abstand von 80-100 km (!) zu finden waren. Diese gingen dann im Schnitt mit über 4 m/s, so dass am Ende dann doch eine akzeptable Geschwindigkeit heraus kam.
 
...bitte hier weiterlesen.
 
Abschiedsstimmung.
Foto: © Ingo Andresen
Bedrohliche Wolken.
Foto: © Ingo Andresen
Eine einsame EB trotzt dem Wetter.
Foto: © Ingo Andresen
 
Dienstag, 08. August 2017
17. Runde U25: Auf dem Treppchen geht es nur noch um die Platzierung
Endspurt. Während in der U25 die drei Treppchenkandidaten bereits feststehen und hier im Wesentlichen um die Platzierung gekämpft wird, kann in der Quali-Liga noch ein Krimi um die Aufstiegsplätze entbrennen. Hier wird es wie in den letzten Jahren auch sicher ganz haarscharfe Entscheidungen geben und Glück und Tränen werden eng beieinander liegen. Hoffen wir auf zumindest faire Wetter-Rahmenbedingungen, so dass überall Wertungen geflogen werden können. So wie an diesem Wochenende. Nicht immer berauschend, aber in weiten Teilen um Längen besser, als was die Wochen zuvor zu bieten hatten.
Die Leistung der drei Spitzenreiter der U25 ist beachtenswert. Nahezu von der ersten Runde an dominieren sie das Geschehen und motivieren sich konsequent mindestens zu Dritt ins Rennen zu gehen. Ob sich bei dieser Zielstrebigkeit auf der Zielgeraden noch eine Veränderung von Gold, Silber, Bronze ergeben kann?
In der vergangenen Runde hat das SFZ Königsdorf erneut ein paar Pünktchen auf Stadtlohn ausgebaut. Vincent Heckert aus Königsdorf berichtet, dass sie in dieser Runde 17 mal wieder die Teamfähigkeit unter Beweis stellen mussten. Um drei Wertungen sicherzustellen, haben sie sich auf verschiedene Startplätze gestützt. Das hat definitiv funktioniert. Es war sicher keine schnelle Runde, aber für den Ausbau der Führung reichte es. „Wir werden alles dafür geben, dass in den letzten beiden Runden genug Junioren in die Wertung kommen. Die Motivation dafür ist auf jeden Fall vorhanden“, so Vincent.
Die Konkurrenz schläft aber nicht. „Bronzewächter“ seit Runde vier -die FG Schwäbisch Gmünd- hat sich ebenfalls ein paar Punkte nach oben gerobbt. Am Anfang der Saison haben sich die gerade einmal fünf aktiven U25 Piloten einen Platz unter den Top 5 vorgenommen. Das Ziel haben sie nun bereits mit konsequenter Arbeit getoppt. Und das erstaunlicher Weise nicht nur mit erfahrenen Piloten. „Kai Schulz hat dieses Jahr frisch den Schein und gut in die Streckenfliegerei gefunden“, erzählt Lars Linkner. Das zeigt einmal mehr, der Wettbewerb ist für das ganze Team und jeder kann seinen Beitrag leisten.
Einig sind sich in jedem Fall alle. Die U25 Liga schweißt die Jugendmannschaft sehr zusammen und man motiviert sich gegenseitig. Und das Wichtigste: Es macht einfach Spaß. 
Also, mit Vollgas geht die U25 in die letzten beiden Runden.
Rundenwertung U25: 1. SFG Giulini/ Ludwigshafen (RP) 275,65 Speed/50 Punkte, 2.Akaflieg Dresden (SN) 272,32 Speed/49 Punkte, 3. AC Pirmasens (RP) 259,50 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 17: 1. SFZ Königsdorf /BY) 727 Punkte, 2. SFG Stadtlohn (NW) 692 Punkte, 3. FG Schwäbisch Gmünd (BW) 666 Punkte

Text: Steffi Keller (Redaktion OLC-Magazin)
Fotos: Vincent Heckert
 
Startvorbereitung der Königsdorfer...
Vorfreude...
Ein Team, das funktioniert,
auch wenn auf verschiedenen
Plätzen gestartet wird..

 

Dienstag, 08. August 2017
Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende
Nach dem Herbst der Vorwochen, kommt nun das Frühjahr vorbei. Auch wenn August draufsteht, hat sich der Sonntag angefühlt, wie einer im Mai.Und das Wetter hatte für alle eine Lücke zu bieten, so war der Samstag eher der Tag für den Südosten und der Sonntag dann der für den ganzen Rest. Das Duell "Hochdruck und Kaltluft" gegen "wellende Front und Warmluft" kannte aber letztendlich mit dem Sonntag einen eindeutigen Sieger. A propos Sieger: Hat es Aalen geschafft? Dazu unten gleich mehr ...
Samstag:
Anhaltende Trogvorderseite! Kanonisch zu den Vortagen setzte sich die Wetterlage auch am Samstag fort. Immer wieder wellten Fronten durch, dieses Mal auf dem Satellitenbild gleich in mehreren Staffeln von Südwest nach Nordost ausgerichtet zu erkennen. Eingefangen in die parallele Höhenströmung zeigen sie wenig Tendenzen "durchzugehen", sondern verlagern sich nur langsam mit dem gesamten System. Glück zumindest für den Südosten, der zuminedest weitgehend störungsfrei blieb.
Sonntag:
Wetter vice versa am Sonntag: Schon in der Nacht hatte sich hinter dem nun abgezogenen Trog Kaltluft durchgesetzt und kam passenderweise von Nordwesten unter den stabilisierenden Einfluss eines Hochs. Reste des Tiefs vermiesten dem Südosten nun den Tag, während in einem breiten Streifen zwischen Rheinland und Pfalz und Brandenburg beste Bedingungen herrschten. Aber auch dort, wo im Norden die Cumuli noch zur Überentwicklung neigten, war die Luftmasse gut zu fliegen. Und bei Tageslängen, die mit dem Mai vergleichbar sind, war es nicht nur Bundesligawetter, sondern auch Wetter für die lange Strecke.
Wer hat was draus gemacht?
Ganz klar wurde die Runde am Sonntag entschieden, die Kaltluft bringt einfach die Bedingungen für schnelle Schnitte zur besten Thermikzeit, noch dazu wenn der Wind schiebend hilft. Und gerade für den Norden war es ausserdem der lang ersehnte Ausgleich zu den Vorwochen, in denen (zumindest thermisch) der Süden so oft die Nase vorn hatte. So waren viele Flüge länger als die Ligawertungszeit. Aber immer wieder findet man die Kombination "früher Nachmittag" und "Rückenwind", die zu den punkthohen Flügen führten.
Mitunter war aber auch die Flucht ins Wetter notwendig, so für die Vereine, die am Sonntag an der Wettergrenze lagen, wie z.B. Aalen. Ob es aber gereicht hat, um ... ach so, das soll ja gleich noch Erwähnung finden.
Zuerst einmal ist aber eine Erwähnung wert, dass der Rundensieger AC Pirna und auch die Platzierten FV Celle und der FCC-Berlin vor dieser Runde 17 noch auf den Abstiegsplätzen rangierten und mit dieser einen Runde zwar noch nicht das rettende Ufer erreicht haben, aber zumindest aus den Abstiegsrängen herausfliegen konnten. Gefolgt wurde dieses Spitzentrio, das Schnitte zwischen 348 und 362 fliegen konnte, die zu den besten der ganzen Saison gehören, von den drei "B", die noch die Vorsaison so lange dominierten: Brandenburg, Burgdorf und Braunschweig kommen damit sogar noch vor dem ersten Südverein ins Ziel. Diese Position sichert sich dann aber die LSR Aalen. In der Vorwoche mit 44 Punkten Vorsprung vor Donauwörth - wir erinnern uns - lag diese Runde der erste Matchball in Händen der Schwaben. Und da Donauwörth nochmal 2 Punkte einbüßte, liegt Aalen nach dieser jetzt mit 46 Punkten in Front - der Rest ist Trivialmathematik: Herzlichen Glückwunsch in den Süden!!!
Spannend bleibt der Kampf um, also eher "gegen" den Abstieg. Denn hier ist und bleibt alles offen. Und wie schnell sich das Blatt wenden kann, hat gerade diese Runde ja gezeigt.
In Liga zwei liegt die regionale Verteilung ähnlich wie im Oberhaus. Auch hier liegen mit Eisenhüttenstadt, Schneverdingen und Dannstadt 3 Vereine vorne, die nicht aus dem Süden sind (man hätte auch aus dem Osten, Norden und Westen schreiben können...). Hier hat es aber für die beiden ersten noch nicht gereicht, die Abstiegsränge zu verlassen - aber noch sind ja 2 Runden zu fliegen. Auch Tabellenführer Schwandorf ist noch nicht durch, kann aber auf einen komfortablen Vorsprung von 33 Punkten bauen. Zumindest theoretisch kann sogar noch Stadtlohn als Fünfter noch nach ganz vorne fliegen und die Punktabstände zwischen Platz 5, 4 (Laichingen, Vorwoche noch auf 2), 3 (Oldenburg) und 2 (Lichtenfels) sind so eng, dass hier noch alles offen ist.
Und noch etwas soll nicht unerwähnt bleiben. Mit dem LSV Neuhausen hat sich nun auch der 30. Verein der 2. Liga punktemäßig gemeldet - und somit war die Runde 17, die Runde, in der tatsächlich ALLE Vereine BEIDER Ligen gemeldet haben. Von dem Wetter gerne mehr ...
 
Bernd Fischer
 
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Dienstag, 08. August 2017
SFG Giulini: Wetterglück im Rheintal
Zwei ganz unterschiedliche Tage prägten diese Runde. Am Samstag konnte bei starkem Wind und Regenschauern trotz von militantem Optimismus getragenen Anstrengungen kein Flug über die Mindestwertungsstrecke gebracht werden.
Der Sonntag dafür brachte endlich einmal eine gute Luftmasse und Hochdruckeinfluss. Früh entwickelte der Pfälzer Wald und die frühen Starter suchten ihr Glück an der Waldkante auf Südkurs. Zwischen Frankreich, Saarland, Spessart und um Frankfurt flogen die 23 Liga-Piloten aus den 3 Dannstadter Mannschaften über 10.000 motorlose Kilometer. Am Abend tummelten sich noch viele Piloten über dem Pfälzer Wald um unter einer 30km-Wolkenwurst über 2.000m kreislos hin und her zu gleiten und dabei Aussicht und das Segelfliegen zu geniesen.
Schnellster in dieser Runde war Nils Koster zusammen mit seinem Vater Jürgen (Arcus M, JK), gefolgt von Johannes Dibbern (LS-6, WK) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE).
Mit dem 11. Rundenplatz ging es in der Gesamttabelle einen Platz nach oben auf Rang 11.  In der U25 Sonderwertung holten sich Nils Koster, Johannes Dibbern und Alex Meinicke (LS-1c) mit ihren starken Leistungen bundesweit den Rundensieg und verbessern sich in der Tabelle auf Platz 8. Für die nun noch anstehenden zwei Runden bleibt es bei den engen Punktabständen weiter spannend - mit ein wenig Wetterglück ist die TopTen greifbar.
 
Uwe Melzer
 
Bild vom erfolglosen Samstag
Startaufstellung Sonntag Morgen in Dannstadt
Mit Buddy (LS-4) und Jan (LS-7) über dem Pfälzer Wald

 





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