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OLC-Magazin
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Sonntag, 31.8.2008
OLC-Förderverein: Wir brauchen eurere Unterstützung!
Das Segelfliegerjahr 2008 neigt sich dem Ende zu:
Im Prinzip ist die Saison 2008 gelaufen, morgen am Montag stehen definitiv die Sieger in der Segelflug-BUNDESLIGA und der zweiten Segelflug-BUNDESLIGA fest.
Aber auch die Aufsteiger (und die Absteiger) aus diesen Ligen sind fixiert.
In der Quali-Liga wissen wir dann am Dienstag um 24.00 Uhr Bescheid.
Es war wieder eine super Saison, in der sich der OLC abermals gesteigert hat.
Tolle Features haben wir für euch eingerichtet, sie wurden allesamt begeistert aufgenommen (z.B. die Flugstatistik oder auch das animierte Barogramm).
Gerne haben wir das alles für euch auf den Weg gebracht.
Der OLC benötigt auch deine Hilfe
OLC-Smiley Obwohl der komplette OLC im Rahmen einer gemeinnützigen Organisation von einem absolut ehrenamtlich arbeitenden Team gestemmt wird, erfordert der Betrieb des OLC einen ordentlichen Batzen Geld (beispielsweise wird das Serverhosting, das in den Dimensionen des OLC nicht mehr ehrenamtlich zu machen ist, von einem gewerblichen Unternehmen durchgeführt). Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir eine ganze Reihe von Sponsoren und Partner gefunden haben, die uns hier - teilweise seit vielen Jahren - großzügig unterstützen. Herzlichen Dank dafür!
Um aber den OLC grundsätzlich stabil abzusichern, haben wir uns schon vor Jahren mit dem OLC-Förderverein (Segelflugszene e.V.) ein zweites Standbein geschaffen. Dabei ist es unser Ziel, mit möglichst vielen Mitgliedern und einem sehr geringen Jahresbeitrag (9 EURO/Jahr) die gewünschte Stabilität zu erzielen.
Als kleines Dankeschön haben wir jedes Fördervereinmitglied, welches uns bisher unterstützt hat, mit einem Smiley 'Friend of OLC' in den Wertungslisten gekennzeichnet.
Aber, wer die Wertungen des OLC-Deutschland ansieht, wird feststellen, dass es noch sehr viele Namen ohne Smiley gibt!
Da gebt ihr uns doch sicher Recht, das muss anders werden!
Deshalb starten wir ab sofort die 2008er-Aktion:
Gib dir einen Kick, tu' 'was für die Zukunft des Segelflugs und werde für 9 EURO im Jahr Mitglied im OLC-Förderverein!
Insbesondere denken wir hier an die Bundesligapiloten ... einen Teilnehmer ohne den Smiley 'Friend of OLC' sollte es eigentlich nicht geben!
Aber auch die TOP-Leute auf den ersten Wertungsseiten sind aufgerufen, hier ihr Scherflein zum Betrieb des OLC beizutragen!
Wir haben uns ein hohes Ziel gesteckt: Wir wollen die Hälfte aller deutschen OLC-Teilnehmer mit im Boot haben ... das wären 3.000 Mitglieder!
Bitte helft mit, dieses Ziel zu erreichen.
So, und wie wird man nun Mitglied?
Ganz einfach: In deiner Teilnehmeranmeldung musst du nur deine Bankverbindung eintragen, das ist alles. Der Weg dort hin: Klicke "Gliding", dann Teilnehmer, dann Teilnehmeranmeldung aktualisieren, dann identifizieren oder einloggen. Es öffnet sich deine Teilnehmeranmeldung. Bitte scrolle nun ganz nach unten und klicke auf "Daten speichern und dem Förderverein beitreten/Bankverbindung ändern". Abschließend trage bitte deine Bankverbindung ein und drücke auf "speichern".
Das ist alles!
Einen Sammel-Aufnahmeantrag für mehrere Mitglieder aus deinem Verein zum Zurückfaxen findest ihr hier (PDF-Format).
Und falls du uns statt der Online-Anmeldung deinen Aufnahmenantrag faxen möchtest, hier ist das Formular (PDF) zum Herunterladen. Wir bitten aber um Verständnis, dass bei Mitgliedern aus Deutschland die Aufnahme nur nach Erteilung einer Einzugsermächtigung in Form der Mitteilung der Bankverbindung möglich ist (Bestandteil des Online-Verfahrens) und der Jahresbeitrag in Höhe von 9 EURO vom Konto eingezogen wird.
Der Antragsteller erkennt die Satzung des Segelflugszene e.V. in der zum Zeitpunkt der Antragstellung gültigen Version an, sie kann unter http://www2.onlinecontest.org/satzung.html nachgelesen werden.
Die Korrespondenz zwischen Verein und Mitglied erfolgt ausschließlich über E-Mail.
Habt ihr Fragen, hier ist unsere E-Mail Adresse: Service@Team-Segelflugszene.de
DE
Samstag, 30.8.2008
Luftfahrt-Versicherungsmakler Peter H. Braasch (OLC Premium Sponsor!): Zuwachs bei Anfragen und Aufträgen.
Logo Braasch Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu und wir können einen erfreulichen Zuwachs bei den Anfragen und Aufträgen feststellen. Viele OLC - Teilnehmer nutzen die Gelegenheit der günstigen Flottenkonditionen, die wir über die Mitgliedschaft des Segelflugszene e.V. anbieten können.
Auch diejenigen, die bisher diese Möglichkeit nicht genutzt haben, sollten sich zumindest einmal unverbindlich über die Versicherungskonditionen erkundigen - dies gilt natürlich auch für alle Vereine.
Die Schadensituation stellt sich eher positiv dar. Natürlich gibt es kein Jahr ohne Schäden, aber es ist keine negative Entwicklung zu erkennen. Alle bisher gemeldeten Schadenfälle wurden zur Zufriedenheit der Versicherungsnehmer reguliert und wir gehen davon aus, dass dies auch in der Zukunft der Fall sein wird.
Nutzen Sie also die Möglichkeit und fragen Sie bei uns nach (Tel. 040-419177-0, in erster Linie betreut Frau Ela Ubmann die OLC-Kunden).
Eine spannende und natürlich schadenfreie restliche Saison wünscht Ihnen das Team PETER H.BRAASCH

Mehr über den Luftfahrt-Versicherungsmakler Peter H. Braasch ist hier zu erfahren.

DE
Freitag, 29.8.2008
Die DWD-Wetterprognose für Runde 19 der Segelflug-BUNDESLIGA
(herausgegeben am Freitag, den 29.8.2008, um 14:00 Uhr GZ)
DWD-Gebietseinteilung WETTERLAGE DEUTSCHLAND
Am Samstag ist ein Hochdruckgebiet über Südskandinavien wetterbestimmend.
Am Sonntag liegt Deutschland zwischen einem Tief über dem Ostatlantik und einer Hochdruckzone, die sich von Skandinavien bis zum Balkan erstreckt. Dabei wird mit südlicher Strömung zunehmend feuchte Warmluft nach Deutschland geführt.
SEGELFLUGPROGNOSEN
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 1 bis 23 und 31 bis 36)
Am Samstag meist mässige Thermik mit Cumulusbasen bis 900 m, nachmittags Blauthermik mit Arbeitshöhen bis 1400 m.
Am Sonntag mässige Blauthermik bis 1400 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am Samstag kann bei lockerer flacher Cumulusbewölkung mit mässiger bis guter Wolkenthermik gerechnet werden.
Am Sonntag ist verbreitet mit mässiger bis guter Blauthermik zu rechnen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84) sowie angrenzende Alpenländer)
Am Samstag mässige Thermik, bis Mittag verbreitet noch Abschirmungen, im Osten können am Nachmittag auch noch Ausbreitungen auftreten.
Am Sonntag mässige Thermik.

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

DE
Donnerstag, 28.8.2008
Paragleiten in Österreich: Ostirol Open 2008
Finale der Österreichischen Staatsmeisterschaften im Paragleiten
Der vorgesehene Durchgang für Freitag wurde von vornherein gecancelt, jedoch für den Samstag erhofften sich die Veranstalter einen Druchgang fliegen zu können.
Die Stimmung auf dem Landeplatz war am Samstagvormittag sehr entspannt und die Piloten konnten sich in Ruhe die Wegpunkte auf ihre GPS´s laden. Um ca. 13.15 Uhr fuhren dann alle mit der Zettersfeldbahn zum Startplatz. Oben angekommen, warten wir gespannt auf das Briefing nach einiger Zeit wurde jedoch der Druchgang aufgrund des starken Windes im Tal gecancelt. Danach wurde nach eigenem Ermessen hinunter gefahren oder geflogen und es folgte ein sehr unterhaltsames Abendprogramm.
Am Sonntag sind alle Piloten schon am Vormittag zum Zettersfeld Startplatz gefahren und beim Briefing wurde eine Strecke von 53 km vorgegeben. Die Startboje öffnete um 13:20 Uhr. Nach dem Start ging es zäh nach oben und mit nur wenig Startplatzüberhöhung zum ersten Wendepunkt "Faschingalmlift" welcher auch als Startboje mit 2 km Radius galt. Es war gleich klar, dass dieser Task ein Kampf mit Abschattungen und tiefer Basis werden würde.
Schlussendlich wurde der Task um 16. 15 Uhr gestoppt, da sich die Wetterlage stark verschlechterte. Trotzallem wurden super Ergebnisse geflogen!
NC - Klasse:
1. Thomas Höller
2. Stefan Aufischer
3. Marcin Skowron




Text und Bilder: Lisa Reichholf
DE
Dienstag, 26.8.2008
Segelflug-BUNDESLIGA Runde 18 am 23./24.8.2008
- AC Langenselbold überholt auf der Zielgeraden.
- Wie viel Thermikpower kann LSG Bayreuth noch dagegensetzen.
- LfV Greven und SFG Donauwörth-Monheim im Kampf um Rang eins in der zweiten Liga.
- FSV Laichingen mit 324,76 km/h zum Tagessieg unterwegs.
- Schwäbische Alb gibt Spätsommer-Thermikvorstellung.
Logo Segelflug-Bundesliga Allgemein: Der Endspurt in der Segelflug-BUNDESLIGA ist eingeläutet. Und es wird nochmals richtig spannend, wenn man den Verlauf der 18.Rundenwertung betrachtet. Aus der Boxengasse heraus, hat wohl der AC Langenselbold mit Tagesplatz 3 und 293,20 km/h den richtigen Thermik-Tankstopp gewählt. Zurück auf der Aufwindrennbahn, zogen die Hessen nun an den lange führenden Bayern von der LSG Bayreuth (263 Punkte) in der Gesamtwertung mit 271 Punkten vorbei. So kann man gespannt sein, was sich die Ligastürmer in der letzten Runde für Strategien einfallen lassen, um das noch offene Rennen zu entscheiden. Bei allem fliegerischen Können, spielt Petrus in diesem Fall dazu die Hauptrolle. Ohne Thermik nützt die beste Superorchidee halt auch nur zu Platzrunden.
Nord oder Süd wird es auch in der zweiten Segelflug- Bundesliga im 19.Rundenrennen heißen. Hier wird sich der LfV Greven (derzeit 263 Punkte) die angepeilte Siegerfeier sicherlich nicht mehr verwässern lassen wollen. Mit dem Tagessieg in Runde 18 belegt aber weiterhin der SFG Donauwörth-Monheim (279,01 km/h) seinen Anspruch auf die Goldmedaille. Wenn das Wetter am letzten Wertungswochenende im Nordwesten patzt, sind die fehlenden 13. Punkte eventuell noch aufzuholen.
Jetzt schon einen Appell an alle Piloten. Sicherheit steht auch in der letzten Runde an erster Stelle!!
Bericht Segelflug-BUNDESLIGA:
Die Schwäbische Alb wurde am Wochenende ihrem Ruf mal wieder alle gerecht.
Klassisch die Flugstrecken in Ost- und Westrichtung, die sicherlich wieder zu einem verstärkten Aufblinken der Flarm's geführt hat. Die Gunst des Zwischenhochs ( am Samstag hatte es im Schwarzwald immer wieder stark geschüttet) nutzten die Thermikprofis vom FSV Laichingen mit 324,76 km/h zum Tagessieg. Eberhard Laur (Ventus 2cM/18m 112,01 km/h), Bernd Nübling (Ventus bT/16,6 106,89 km/h) und Joachim Hörsch (Duo Discus 105,88 km/h) hatten die richtige Kurswahl getroffen.
Dass eine gute Wettervorbereitung und das Wissen der Geographischen Verhältnisse von Bedeutung sein kann offenbarten die Mannen vom LSV Schwarzwald mit Tagesrang 2 und 307,56 km/h. Mit 117,12 km/h auf Ventus 2c/18m zeigte sich Matthias Sturm weiterhin in weltmeisterlicher Form. Wie Markus Schweizer (Discus 2/18 M 100,41 km/h) und Stephan Mayer (LS-1f 90.03 km/h) hatte Sturm erkannt, das nur der trockene Ostteil des Schwarzwald etwas taugt. Am Südlichen Alb-Ende klinkten sich die Winzelner dann in die Thermikrennstraße der Schwäbischen Alb ein.
Der AC Langenselbold hat weiterhin ein Dauererfolgs Abo. Die Hessen interpretierten das Wetter wieder einmal sehr gut. Vor 20 Jahren galt es unter Segelfliegern verwerflich, im Hochsommer im Rheintal zu fliegen. Gut das zählt weiterhin bei stabilen Hochlagen. Mit ihren Pfalztouren haben die Langenselbolder nun schon mehrmals diesen Joker gesetzt. Stefan Schreyer (ASH-26E 101,98 km/h), Rainer Reubelt (ASW-28/18M 99,49 km/h) und Siegbert Gehl (ASH-25 M) schafften mit Flügen von bis zu 576 km und mit einer BRS von 293,20 km/h nun den Sprung auf Gesamtplatz 1.
Am Tabellenende können sich rein theoretisch ab Tabellenplatz 26 noch Vereine vom Abstieg retten
Tageswertung Segelflug-BUNDESLIGA:
1.FSV Laichingen 324,78 km/h, 2.LSV Schwarzwald 307,56 km/h, 3. AC Langenselbold 293,20 km/h
Tabelllenstand Segelflug-BUNDESLIGA:
1. AC Langenselbold 271 Punkte, 2. LSG Bayreuth 263 Punkte, 3. SFG Giulini/Ludwigshafen 204 Punkte
Bericht zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
Mit der SFG Donauwörth-Monheim landete mal wieder ein altbekannter Verein mit 279,01 km/h auf Tagesplatz 1. Erfolgsrezept war ebenfalls die klassische Albstrecke bis hinters Klippeneck und zurück. Andreas Wissmann (Nimbus 4 DM 93,28 km/h), Mario Wissmann (LS-4 93,01 km/h) sowie Stephan Bosch (LS-1 c 92,71 km/h) dürfen sich mit Tagesplatz 1 schon mal auf die erste Bundesliga freuen.
Dass man vom Rande des Kraichgau ebenfalls gut Segelfliegen kann, belegten Jan Ortmeier (LS-8/18m 89,25 km/h), Marc Stiefel (Discus 2/18M 88,32 km/h) und Stefanie Mühl (LS-4 74,18 km/h) mit Tagesrang 2 für die LSG Bietigheim-Löchgau (251,76 km/h) .
Mit Kursrichtung Osten und zurück war mit Tagesplatz 3 und 239,95 km/h die FG Geislingen/Steige nicht schlecht dabei. Christoph Klenk (Duo Discus 93,88 km/h), Felicitas Klenk (Discus 2/18m 82,99 km/h) und Jürgen Schröder (ASW-19 63,08 km/h) sicherten diesen Erfolg.
Auch in der zweiten Segelflug-Bundesliga steht ein spannendes Finale an.
Es wird Siegerfeiern geben. Hoffen und Bangen steht aber diese Woche bei den vom Abstieg bedrohten Vereinen im Vordergrund. Als neutraler Beobachter drücke ich allen Vereinen (egal ob im Aufstiegs- oder Abstiegskampf) ganz fest die Daumen..
Tageswertung zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1.SFG Donauwörth-Monheim 279,01 km/h, 2. LSG Bietigheim-Löchgau 251,76 km/h, 3. FG Geislingen/Steige 239,95 km/h
Tabellenstand zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1.LfV Greven 263 Punkte, 2. SFG Donauwörth-Monheim 250 Punkte, 3. FG Oerlinghausen 216 Punkte

Der Wind war auch wieder in Runde 18 ein Thema.


Thermikwolken über Besenfeld.


Start frei zur vorletzten Runde.

Großflächige Ausbreitungen ließen in Oberfranken und der Oberpfalz keine rechte Freude aufkommen: 15.03 Uhr über Weiden, Blick Richtung Mitterteich (Norden).


... Richtung Süden.


... Richtung Osten (im Hintergrund das Langlaufzentrum Silberhütte an der Grenze zu Tschechien).

Text: Lothar Schwark; Bilder: Lothar Schwark (1. Reihe), Reiner Rose (2. Reihe)
 
Bericht aus Langenselbold (Text + Bilder: Andreas Kath):
Zwischen Frankreich und dem Fichtelgebirge waren die Langenselbolder unterwegs
Im Osten noch nicht abgezogen, von Westen ne Abdeckung, im Norden zu Feucht und im Süden schon wieder Blau?
Das wollten wir genau wissen. Noch vor dem Mittag gings, wie an jedem Wochenende, auf Kurs. Es gab keine andere Wahl als erstmal im Flachland in 700 Meter unter dem "Frankfurter Deckel" Richtung Südwest zu krabbeln. Zu fünft sammelten wir uns nach einer Stunde in 500 Meter über Darmstadt. Wars hier schon zu Ende ? Denn zu schnell kam vom Nordwesten Stratusbewölkung.
Thomas Willenbrink mit seiner Antares sah wohl, dass im Rheintal keine Steckdosen für ihn verlegt waren und flog zurück. Wie Insekten folgten die Übriggebliebenen dem Licht im Süden und sprangen im Rheintal von Platz zu Platz. Die Unkenntnis von Reiner, das man zum Hangfliegen an der Bergstraße auch Wind braucht, mußte er mit einem Schlepp in Weinheim bezahlen. Zu dritt gings dann weiter mit dem Ziel Frankreich. Doch gerade am Kraichgau angekommen, war das Wetter wie ausgewechselt, denn die Basis verdoppelte sich auf 1300 Meter und eine Wolkenstraße, die in meinen Augen bis Prag reichten sollte, lies das Team Gehl/Kath links abbiegen. Was könnte uns also jetzt noch, bei 125 km/h bremsen? Piep, Piep!? Luftraum Nürnberg in 3 Minuten!!!. Jetzt notgedrungen 90 Grad links und dann vom Feuerstein noch irgendwie nach Osten. Endlich klingelte dann im Fichtelgebirge der auf 2,5 Stunden gestellte Wecker. Beim Verlassen, nochmal ein Foto von Bayreuth und dann wurde uns klar, das man dort keinen Schnitt machen kann. Nur noch mit einem extremen Zickzackflug baggerten wir uns hier wieder raus. Ab Pegnitz wollte unser Pferd wieder heim in den Stall und ritt von dort überraschend schnell in nur 2 Stunden zurück.
Mit unseren Kollegen, die ein paar schmackhafte Bundesligaschnittchen aus Frankreich holten, erwarten wir jetzt auf einem Punktepolster mit Spannung die letzte Runde.

Die Langenselbolder Startrampe zur Bundesliga-Runde 18.


Nur einig vor dem Start!


Gehl/Samson über Darmstadt unter dem 'Frankfurter Deckel'.


Die Flucht aus dem Fichtelgebirge!


Selbolder Spuren überm Wetter.


Das Team Gehl/Kath 'orientierungslos' bei Bayreuth.


 
Bericht aus Pirna (Text: Robert Paul):

"Lass es Liebe sein ..."
Ohhh wie war es schöööön ....das große Wochenende der Gefühle liegt hinter uns und jeden hat es gepackt. Wir sahen den Aeroclub Pirna mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
An erster Stelle stand natürlich die Hochzeit unseres Fliegertraumpaares Manuela und ihr Schubi. Die Vorbereitungen für das gemeinsame, gigantische Fest am Samstagabend nahmen viel Zeit in Anspruch und viele Vereinsfreunde engagierten sich freiwillig wo immer man konnte…die große Familie AC Pirna war allgegenwärtig. Der OLC wird dann fast Nebensache, aber eben nur beinahe. Stünden wir im Mittelfeld, dann hätten wir uns eine großzügige Auszeit gegönnt ... aber mit einem Abstieg geben wir uns nicht zufrieden. Was tun? Eigentlich hatte jeder so seine Hochzeitsaufgabe und wer blieb zum Fliegen? Erste Überraschung die Wetterentwicklung an sich. Sollte doch zuerst der Sonntag streckenflugtauglich werden, so war es dann doch schon der Samstag und das viel besser als gedacht. Schnelles Handeln war gefragt. Thomas Schubert, extra aus der Hauptstadt angereist, versprühte sein Adrenalin und war der treibende Keil neben, wie kann es anders sein, dem heute sehr nobel gekleideten Kai Glatter. Immanuel Weigel bereits mit Schürze bei der Küchenarbeit, wurde zum operativen Einsatz beordert. Da waren´s erst zwei ... Kai hatte als Trauzeuge Verpflichtungen und sollte noch des Öfteren mit grausiger Stirn den Himmel über dem Standesamt inspiziert haben. Franco Fritzsch, eigentlich als Babysitter angeheuert, war vielleicht auch ganz froh mit dem OLC Dienst zu tauschen. Thomas Melde stand seinen Mann auf der Winde und fand mit Frank Knappe einen Gönner der Bundesliga, so dass er sich später auch noch ins Geschehen einschaltete.
Start aus der Winde und rein ins Vergnügen ... am Anfang ging es spielend leicht. Gutes bis sehr gutes Steigen, lange Wolkenstraßen jedoch tiefe Basis und eine respektvolle Windkomponente von zeitweise 40 km/h, die das "Zünglein an der Waage" werden sollte. Der Weg führte zunächst ins Erzgebirge bei teilweise nicht mehr als 500 m Arbeitshöhe - keine Zeit für Pinkelpausen. Da wollte Franco schon mal mit jemanden zusammen fliegen, und dann sind die jungen Heißsporne so frech und hauen einfach ab ... ob das wohl gut ging?! Bald wendete man und drehte in Richtung Görlitz ab. Im Raum Neustadt/Sa. dann die ersten Tiefschläge - jeden erwischte es hier mehr oder weniger. Bei steifer Brise zeigten sich die Wolken sehr schnelllebig, womit die guten Bärte möglichst schnell, steil und treffsicher gekurbelt werden mussten. Thomas Schubert zeigte sich diesmal top fit ohne jegliche Schwäche, konnte aber ein Ausgraben aus dieser thermisch schlechten Region nicht erzwingen. Die Außenlandung fest im Blick, spielte er seine Gebirgsflugerfahrung voll und ganz aus, indem er neben vielen schönen Landefeldern sich das anspruchsvollste heraussuchte. Wenn schon nicht ankommen, dann wenigstens mit einer spektakulären Außenlandung Akzente setzen. Normale Flüge will er nicht ... Thomas Schubert, der Name ist Programm. Dieser Acker bei Neukirch bot alles für seine Show: die Größe kann mit einem zu heiß gewaschenem Handtuch verglichen werden (150 m in der Länge); frisch geerntet - noch schön lockerer Boden mit Stoppeln; vollbesetzte Tribünen in Form von modrigen Mehrgeschossern. Er machte kurzen Prozess: sauberer Anflug, Klappen raus - dann doch wieder rein, nach der letzten Häuserzeile kurzes Anstechen, Fahrwerk raus, Ausschweben, Aufsetzen ... Stillstand. Immanuel folgte seinem Idol. Thomas Melde hatte ebenfalls zu dem Duo aufgeschlossen und nahm nach gleicher Misere Platz neben den beiden. Es dauerte nicht einmal bis zum Öffnen der Kabinenhaube und das Flugzeug war umringt von aufgescheuchten, spielwütigen Kindern. Wenig später folgten deren Erzeuger, keuchend quälten sie ihre Leiber den seichten Anstieg bis zum Feld hinauf. Den Tag vor der Glotze sah man ihnen noch ins Gesicht geschrieben und mit unendlichen Fragen löcherten sie die Besatzungen der außerirdischen Flugobjekte. Ohne Frage, drei Segelflugzeuge in dieser Gegend, auf einem Feld, das ist fast wie ein Sechser im Lotto.
Die letzte Hoffnung schwebte mit Franco Fritzsch in der Luft. Als Solopilot hatte er mal wieder das Glück gebucht und alle anderen ausgestochen. Er ließ es sich nicht nehmen pünktlich auf der Hochzeit zu erscheinen-ein Gentlemen durch und durch. Am Abend gab man sich die Kante und feierte was die Leber hergab. Den Sonntag konnte man getrost im Bett verbringen…ein Himmel Grau in Grau.
Natürlich standen wir mit unseren 71er Schnitten lange Zeit gut da…aber die Konkurrenz pokerte und stellte ihre Flüge erst kurz vor knapp in den OLC. So wussten wir erst Montag gegen 10:00 Uhr die wahren Fakten und sahen unseren "Lauf" bestätigt ... unheimliche Konstanz, das x-te Mal einen Punkt geholt. Damit kommen wir nicht wirklich voran und verharren auf dem Absteigerplatz 24. Weder an der Spitze noch in der Abstiegszone sind die Entscheidungen gefallen. Wie schon 2007 so bringt auch in dieser Saison die 19. Runde den Topf zum Überkochen. Möge es in ganz Deutschland gleiche meteorologische Ausgangsbedingungen geben (nur in Sachsen etwas besser, um die Indexbenachteiligung für Clubklasseflugzeuge auszugleichen) und einzig durch das Können der Piloten die finale Entscheidung besiegeln werden.

Flug ins Glück: Manu & Schubi
(Foto Frank Knappe)


Außenlandung in Neukirch
(Foto Thomas Schubert)


Der AC Pirna auf Promotion-Tour
(Foto Robert Paul)


 
Bericht aus Gifhorn (Text:Frank Martin):
Der letzte Bericht aus der zweiten Liga!!!
In der vorletzten Runde haben wir das schwierige Wetter genutzt, um den Aufstieg vorzeitig zu sichern.
Doch der Reihe nach.
Am Samstag hatten wir ja noch zwei Doppelsitzerteams in Brandenburg am Start. Bei stürmisch, schaurigem Wetter wurde das Feld losgeschickt. Am Ende lagen alle draußen oder nutzten den Turbo. Da der brandenburger Liveticker zwischenzeitlich nicht funzte, hielten wir eine erneute Neutralisation für möglich. Didi der Unerschrockene (Dietmar Goldschmidt) startete daraufhin mit dem Vereinsdiscus E2 in Wilsche, kämpfte sich gegen den Wind bis auf halben Wege Richtung Oppershausen vor, dann machte ein dicker Schauer ein Vorankommen unmöglich. Immerhin hatte er dort schon ca. 9km zusammen - ein Anfang. Also mit dem Wind Richtung Salzwedel, 60km östlich Wilsche wurde die Nase wieder in den Wind gedreht, diesmal mit besserem Erfolg. Immerhin bis zum UL-Platz in Jahrstedt, 36km vor Wilsche kam Didi voran. Jan und Frank reisten zur Rückhole und der Discus war fünf Minuten vor dem Wasserfall im Anhänger. Dann wurde gerechnet: 2x9km=18km + 60km+(60km-36km) macht 102km, mit dem Discus braucht man aber mindestens 104km um die Mindestgeschwindigkeit von 40km/h über 2,5 Stunden bei Index 107 zu erfüllen. Hm. Gespannte Rückfahrt...Jubel nach dem Auslesen: mit 109km der Flug war in der Wertung und die Brandenburger waren auch geflogen. So gehörten wir nach dem Samstag zu den wenigen Teams mit drei Flügen. Aaaaber für Sonntag war ja viel besseres Wetter versprochen, besonders im Süden der Ligarepublik.
Die Kaltluft-Prognose versprach bei 35km/h Wind Wolkenstraßen und eine Basis von 1200m am Nachmittag. Wir wollten nachlegen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Die vergangene Saison sitzt auch noch allen Gifhornern tief im Gedächtnis. Lagen wir doch bis zur vorletzten Runde stets auf einem Aufstiegsplatz und mussten dann im nassen Norden die Südvereine im Schlussspurt vorbeiziehen lassen, um am Ende den undankbaren achten Platz zu belegen.
Ui, war das harte Arbeit. Durch den gerade erfolgreich abgeschlossenen LSV-Streckenfluglehrgang sind unsere Nachwuchspiloten und -innen hoch motiviert, konnten aber unter den schnell an der Inversion breit gelaufenen Quellungen aus der Winde heraus keinen Anschluss finden (unser schönes Schleppflugzeug bekommt nun schon seit März einen neuen Motor in einem LTB, a never ending story und ein echtes Handicap für alle Überlandflieger). Einzig Andreas "Kohri" Kohrn war mit seinem Ventus 2cm früh im Rennen und arbeitet sich fleißig zwei Stunden lang bei 800m Basis gegen den Wind bis Schwarmstedt vor, um dann mit einem kleinen Abstecher gen Norden bis Haldensleben zu gleiten. Der Gegendwindschenkel nach hause war dann wieder zu erarbeiten. Am Tagesende hatte er unseren besten Schnitt eingeflogen.
Gegen 14:00 Uhr schien dann nach zwei schattigen Stunden auch mal wieder die Sonne in Wilsche. Till Stürtz (seit drei Wochen stolzer Scheinbesitzer, hatte zum Lehrgangsabschluss am vergangenen Wochenende sein erstes 300er FAI-Dreieck geflogen) gelang als erster der Aufstieg und der Abflug mit E2. Während dessen war der bereits durchgefrorene Frank dabei zwei potentiellen neuen Mitgliedern die Hallen und Werkstätten zu zeigen. Als er die Sonne erblickte wurde die Führung recht zügig abgeschlossen und es ging im Laufschritt zum Start. Der erste Bart ging gleich mit 2m/s auf 900m "Kaltluft ist die beste Erfindung, seit es Thermik gibt" meldete CU sogleich, während sich parallel Till schon zur Außenlandung bei Meinersen meldete. Das dämpfte die Euphorie dann doch etwas. Till vermeldete dann die sicher durchgeführte Außenlandung (seine erste) und war selbst nach der Landung noch hörbar aufgeregt.
Den 55km Gegendwinkschenkel konnte CU nochganz gut in einer Stunde bewältigen, doch als der 35km/h starke Rückenwind genossen werden sollte, ging es leider unter den seeehr breit gelaufenen Schattenwerfern nur mehr ums oben bleiben. Immerhin reichte es noch, um den Gesamtschnitt etwas anzuheben. Leider ist Didis Heldenflug vom Samstag damit herausgefallen.
Jetzt können wir die letzte Ligarunde ganz unverkrampft fliegen und uns mit einer anständigen Leistung für die erste Segelflug-BUNDESLIGA empfehlen.
Bis bald, die Gifhorner kommen!!
Rundenplatz 9 brachte 12 wichtige Punkte und wir belegen weiter Gesamtplatz 5. Nur 8 Punkte auf Platz 4, aber 15 Punkte auf den 6.
An diesem Wochenende punkteten:
Andreas Kohrn (im Bild oben rechts, 71,40 km/h), Andreas Dräger/Nils Richter (55,04 km/h) und Frank Martin (52,74 km/h)
DE
Montag, 25.8.2008
Vorschau: Der Segelflug im September - aerokurier
Logo aerokurier Zwei Weltmeister auf einen Streich
Erstmals seit 34 Jahren gibt es wieder einen deutschen Weltmeister in der heißest umkämpften aller Wettbewerbsklassen, der Standard-Klasse! Michael Buchthal (36) von der FG Freudenstadt gelang es bei den Welttitelkämpfen in Rieti, Italien, an den Erfolg von Helmut Reichmann 1974 in Waikerie, Australien, anzuschließen, und holte Gold.
In der Clubklasse eroberte sich Matthias Sturm in einem an Spannung nicht zu überbietenden letzten Rennen souverän Platz eins vor dem Franzosen Killian Walbrou, mit dem er sich zuletzt in der Führungsposition abgewechselt hatte. Matthias Sturm vom LSV Schwarzwald ist der erste deutsche Weltmeister der seit 2001 in dieser Klasse ausgetragenen Welttitelkämpfe!
Weltmeisterschaft der Weltklasse
So richtig mag sie keiner. Weltklasse war die Weltklasse noch nie. Und bei den Segelflug-Weltmeisterschaften in Rieti führte sie eher ein Stiefmütterchen-Dasein. Gleichwohl nahmen ihre Piloten, gerade einmal 16 standen hier im Wettbewerb, die Konkurrenz ernst.
Meteo-Rückblick Juli
Ein Sommer mit Durchhänger: Juli - Assoziationen von Sommer, Ferienzeit, Fluglagern und Wettbewerben. Aber auch vom "mitteleuropäischen Sommer-Monsun". Bernd Fischer gibt einen Überblick über den Juli 2008.
Deutsche Meisterschaft der Frauen
Anja Kohlrausch, Cornelia Schaich und Christine Grote heißen die Titelträgerinnen der Deutschen Segelflugmeisterschaften der Frauen Ende Juli in Lachen-Speyerdorf.
DM Segelkunstflug: Feyerabend ... der Überflieger
Mit einer eindrucksvollen Leistung bestätigte Markus Feyerabend erneut seine Überlegenheit im deutschen Segelkunstflug: Vier Tagessiege und zwei zweite Plätze lautete seine Bilanz bei den Deutschen Segelkunstflug-Meisterschaften in Rothenburg.
Programmporträt: Rollen in allen Variationen
In diesem Programmporträt geht es um Rollen auf allen Linien. Die Figurenzusammenstellung stellt auch für fortgeschrittene Kunstflugpiloten ein hervorragendes Training dar.
Für jeden Kunstfluganfänger ist es ein großartiges Erlebnis, wenn seine gesteuerten Rollen halbwegs gelingen und er während der ganzen Figur auch noch die Orientierung behält. Wettbewerbspiloten sollten Rollbewegungen auf allen Linien beherrschen, um bei den Schiedsrichtern einen guten Eindruck zu machen.
Der September - aerokurier ist seit letztem Samstag bei den Abonennten und ab nächsten Mittwoch am Kiosk zu haben.
DE
Freitag, 22.8.2008
Die DWD-Wetterprognose für Runde 18 der Segelflug-BUNDESLIGA
(herausgegeben am Freitag, den 22.8.2008, um 14:00 Uhr GZ)
DWD-Gebietseinteilung WETTERLAGE DEUTSCHLAND
Am Samstagvormittag beeinflusst die wellende Kaltfront eines Tiefs über Polen noch den Alpenraum. Auf ihrer Rückseite fließt mit westlicher bis nordwestlicher Strömung im Bereich eines Höhentroges labil geschichtete Meeresluft nach Deutschland ein.
Am Sonntag beeinflusst der Höhentrog noch die östlichen Bundesländer und den Südosten Bayerns. In den übrigen Gebieten gelangt die eingeflossene Meeresluft vorübergehend unter Zwischenhocheinfluß.
SEGELFLUGPROGNOSEN
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 1 bis 23 und 31 bis 36)
Am Samstag oertlich gering bis maessige Thermik bei Quellwolkenuntergrenzen 600 bis 1000 M, durch Abschirmung und häufige Überentwicklungen gestört, insgesamt kaum nutzbar.
Am Sonntag im Osten aehnliche Bedingungen wie am Samstag. Im übrigen Bereich mässige bis gute Thermik bei 1 bis 4 Achtel Cumulus mit Basis 1200 bis 1600 M, jedoch von Westen her zunehmend durch Abschirmung gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am Samstag kann sich bei wechselnder Quellbewölkung mässige, örtlich auch gute Thermik entwickeln, die jedoch durch Überentwicklungen am Nachmittag zunehmend gestört sein wird.
Am Sonntag ist bei lockerer Cumulusbewölkung überwiegend gute Thermik zu erwarten. Nur in Franken, Thüringen und Sachsen hält sich anfangs noch stärkere abdeckende Bewölkung.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84) sowie angrenzende Alpenländer)
Am Samstag nur im Westen lokal nutzbare Thermik, die durch den lebhaften Westwind örtlich zerrissen oder durch lokale Schauer gestört sein kann. Im Südosten ganztags abgeschirmt und keine nutzbare Thermik.
Am Sonntag gute Wolkenthermik, die aber im Osten noch durch einzelne Schauer gestört wird.

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

DE
Donnerstag, 21.8.2008
WM in Lüsse: Galavorstellung des Segelflugsports.
- Segelflugnationen von perfekter Organisation beeindruckt.
- Der FCC Berlin liefert eine (Welt-)Meisterleistung ab!
- Die deutsche Segelflugnation erntet viel Respekt bei den teilnehmenden Nationen.
Nun ist sie vorbei die 30. FAI Segelflug-WM in Lüsse.
Ca 340.000 Kilometer haben 130 Luftsportler aus 35 Nationen zurückgelegt.
Dabei war das Flugwetter alles andere als einfach. Den Luftsportevent kann man getrost als Wettbewerb des Windes bezeichnen. Immer wieder kämpften sich die Piloten bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h übers Land. Daß acht Flugtage herauskamen, war eine große Sache. Die Nationen lobten daneben die perfekte Organisation vom FCC Berlin, der mit hunderten von Helfern eine große Bühne des Luftsports bot. (Da der Berichterstatter selbst schon mal eine Clubklasse-WM im Jahr 2002 in Freundenstadt mit ausgerichtet hat weißer nur zu genau, was für eine immense Arbeit schon bei der Vorbereitung nötig war).
In den Medien wurde die WM durchaus beachtet. Mehrmals waren einige Fernsehteams vor Ort. So sendete das ARD Morgenmagazin über das Deutsche Team. In der Welt am Sonntag erschienen mehrere Berichte und auch die FAZ hat die Luftsportler nicht vergessen. Annette Reichmann belieferte bis zu 70. Tageszeitungen nebst DPA und Sportverteiler.
In Zeiten von Olympia kein leichtes Unterfangen.
Daß der Sponsor Lufthansa die WM in Lüsse unterstützt hat beweist, daß unser Sport tatsächlich ernst genommen wird. Auch belegte zahlreicher Publikumsverkehr das große Interesse in der Region.
Über das Abschneiden der Deutschen Mannschaft wurde auf der OLC-Seite ja bereits berichtet.
Ein großes Lob geht an Bundestrainer Uli Gmelin und die beiden Coaches Gerd-Peter Lauer und Reinhard Schramme, die der Mannschaft engagiert zur Verfügung standen. Aber auch René Heise als Team-Meteorologe und Karsten Leucker als Internet Berichter für's deutsche Team waren mit Motivation dabei.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (Zit. Herbert Märtin: 'Mister President') offenbarte bei der Schlussfeier, dass er nun viel über den Segelflug gelernt hat. Auch lies er es sich nicht nehmen Bundestrainer Uli Gmelin und einige Piloten persönlich zu begrüßen.
Mit der Segelflug-WM in Lüsse hat sich der deutsche Segelflugsport bei allen Nationen größten Respekt erworben.
Für nachfolgende WMs wird es schwierig sein diese Galavorstellung zu überbieten.

Der Haupsponsor Lufthansa zeigt plakativ die Vision.


Wind war ständig präsent, bis zu 60 km/h!


Interessiert hörte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck zu.

Text und Bilder: Lothar Schwark
DE
Mittwoch, 20.8.2008
HVL Boberg: Der Aufstieg in die 2. Segelflug-BUNDESLIGA ist fast schon geschafft.
- Spektakuläre Flüge am Sonntag belegen die Qualität der Boberger.
- Holger Weitzel schildert seine Eindrücke.
- Markante Konvergenzlinie von Nordwest nach Südost.
- Mit 369,04 km/h die höchste BRS aller Ligen in der Runde 17!
Das Wetter bot am Sonntag den 17. 8. 2008 eine besonders markante Erscheinung in Mecklenburg, Schleswig- Holstein und Brandenburg.
Wir planten am Morgen einen Flug in Richtung Lüsse. Wetter-Jetzt und der DWD gaben gute Flugmöglichkeiten in diese Richtung von Hamburg aus an. Der allgemeine Wetterbericht sprach von Schauern in Vorpommern und an der Ems. Wir hatten wieder mal das Glück in der Mitte zu liegen.
Die Thermik entwickelte sich für Hamburg schnell, denn bereits um 11 Uhr standen die Cumulanten im Norden und Osten. Die ersten Boberger waren daher bereits über die Elbe in Richtung Südosten abgeflogen.
Kurz nach meinem Abflug in Richtung Osten hatte ich das Problem, mich für eine Wolkenstrassenrichtung entscheiden zu müssen. Aufreihungen in vielen Richtungen boten sich an, sie waren um jeweils 30 Grad verschwenkt. Ich wollte für mich einen optimalen Flug für die Bundesliga (Quali-Liga) erfliegen.
In unserm Verein ist hier eine Begeisterung entstanden. Der Pilot fliegt bei der Bundesliga nicht mehr nur für sich allein sondern er erzielt mit den Vereinskameraden ein Ergebnis für seinen Verein.
Daher die Entscheidung in der Luft die beste Wolkenautobahn zu erwischen.
Der Weg ging nördlich der Elbe in Richtung Berlin. Auf dieser Spur befinden sich auch Michael Godoy und Olaf Brueckner. Wir wenden nach 200 km vor dem Luftraum Berlin können aber erkennen das die Strasse über den Alexanderplatz bis weit hinter Berlin verläuft! Auf unserer Überlandflugfrequenz erhalte ich Informationen dass auch in Schleswig- Holstein gutes Strassenwetter bis nach Dänemark zu fliegen ist. Nach dem wir gewendet haben entwickelt sich die Wolkenstrasse zu einer Konvergenzlinie und wir kurbeln nur noch bei über drei Meter Steigen! Das eindrehen ist aber vor allem wichtig, um bei unterschiedlichem Lichteinfall einmal die Konvergenzlinie zu verfolgen, ob man noch im Optimum fliegt.
Zum Abend hin kommt von Westen der Cirrus Aufzug und die Cumulanten werden Richtung Flugplatz Boberg dünner. Olaf mit seiner LS4 fliegt heim. Michael und ich nutzen noch mal die Linie um den Schnitt zu erhöhen. Der HVL Boberg kommt nach der Auswertung auf eine indexkorrigierte BRS-Summe von 369,04 km/h.
Geschwindigkeit macht glücklich!
Diese verdammt gute Linie kann man auch auf dem Sattelitenbild sehen (siehe OLC Seite).



Text: Holger Weitzel
Bilder: www.aufwind-luftbilder.de
DE
Dienstag, 19.8.2008
Segelflug-BUNDESLIGA Runde 17 am 16./17.8.2008
- Der Endspurt beginnt - noch zwei Runden in der Segelflug-BUNDESLIGA!
- Bayreuth oder Langenselbold, das ist in der Segelflug-BUNDESLIGA die Frage.
- Greven und Donauwörth-Monheim machen das Rennen in der zweiten Segelflug-BUNDESLIGA untereinander aus.
- SFC Hirzenhain (Hessen!) siegt mit 346.92 km/h in der Segelflug-BUNDESLIGA.
- LSV Gifhorn (Niedersachsen!) gewinnt mit 325.6km/h in der zweiten Segelflug-BUNDESLIGA.
Logo Segelflug-Bundesliga Allgemein:
Nach der Segelflug-WM in Lüsse bestieg der Berichterstatter am 16.August um 12.03 Uhr den Zug Richtung Heimat (Schwarzwald). Etwas Wehmut war dabei, den Ort der letzten zwei Wochen zu verlassen.
Nach Dauerregen am Vortag lachte die Sonne wieder vom Himmel. In Berlin angekommen, bildeten sich Richtung Westen schönste Cumuli aus. Nach Osten dagegen, zeichnete sich ein rabenschwarzer Himmel ab.
Je weiter der ICE in Richtung Westen rauschte - verzauberte sich der Himmel zu einer Traum-Wolkenoptik. Folgend erspähte ich mehrere Segelflugzeuge im flotten Flug von Wolke zu Wolke. Eines weis ich mittlerweile ganz genau: Thermikparadiese liegen nicht nur in den Alpen oder Süddeutschen Mittelgebirgen ..."Fliegerfreunde 'im flachen Land', ihr könnt ja entspannt fliegen bis das Rad rollt"!!!
Meinen Fliegerurlaub will ich auf jeden Fall nächstes Jahr im Osten oder Norden unseres Landes verbringen.
Rundensieger der Segelflug-BUNDESLIGA wurde mit 346,92 km/h der SFC Hirzenhain aus Hessen
Die zweite Segelflug-BUNDESLIGA stürmte ebenfalls aufstrebend auf Himmelsrennbahnen. Hier war es der LSV Gifhorn aus Niedersachseb, der flotte 325,60 km/h auftischte (ob da noch die Jubelstimmung über Tassilos Bodes Vize-Weltmeistertitel eine Rolle gespielt hat?!?).
Bericht Segelflug-BUNDESLIGA:
Der LSG Bayreuth und AC Langenselbold werden das Rennen um den Titel untereinander ausgetragen. Zehn Punkte trennen beide Vereine vom Titel. Die SFG Giulini/Ludwigshafen hat mit 196 Punkten Gesamtrang 3 gefestigt. Rein theoretisch könnte aber noch der AC Ansbach den dritten Gesamtrang erfliegen. Aber da müssten noch zwei Tagessiege her - und alle andern Vereine losen!
Münsingen, Freudenstadt und Öhringen sind definitiv abgestiegen. Da hilft kein Jammern und kein Murren. Neben einem bescheidenen Sommer im Schwarzwald und in den Alpen - sind wir Freudenstädter dieses Jahr ohne Fortune unterwegs gewesen. Doch auch in der zweiten Segelflug-BUNDESLIGA läst es sich leben. "Nächstes Jahr kommen wir wieder zurück"!
Mit Flügen über 600 Km belegte der SFG Hirzenhain die Güte des Wetters. Kursrichtung - wie kann es anders sein - Nordost. Marko Zettier (Discus 2T/18m 126,05 km/h), Norbert Sommer (Ventus 2cT/18m 122.61 km/h) und Gerhard Hermann (Duo Discus 98,26 km/h) belegten die Güte des Rennwetters. Etliche Flüge wurden am vergangenen Wochenende vom Wettbewerb in Brandenburg geflogen (lieber René, bitte 'mache' den Jungs und Mädels dort gutes Wetter!).
Immer noch im Aufwindrausch der AC Langenselbold. Konstant zogen die Hessen die Saison durch. Die schnellsten Langenselbolder lesen sich in Runde 17 wie folgent: Siegfried Samson (DG 800/18m 110.26 km/h), Rainer Reubelt (ASW-28/18m 106,32 km/h), sowie Thomas Willenbrink (Antares 20m 98,48 km/h).
Auf der rauen Alb punktete mit Tagesrang 3 mal wieder der FSV Laichingen. Hier waren Michi Sonntag (Duo Discus 105,03 km/h), Bernd Nübling (Ventus b/16.6m 103,36 km/h) und Jürgen Kohn (Ventus cM17.6m 99,25 km/h unterwegs. Flüge in Richtung Saarland / Frankreich unternahm Giulini/Ludwigshafen, ein echtes Eifelrennen startete man in Mannheim.
Tageswertung Segelflug-BUNDESLIGA:
1. SFC Hirzenhain 346,92 km/h, 2. AC Langenselbold 315,92 km/h, 3. FSV Laichingen 307,64 km/h.
Tabelllenstand Segelflug-BUNDESLIGA:
1.LSG Bayreuth 263 Punkte, 2. AC Langenselbold 253 Punkte, 3. SFG Giulini/Ludwigshafen 196 Punkte.
Bericht zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
Nicht mehr lange wird der LfV Greven in der zweiten Segelflug-Bundesliga verharren müssen. Mit 249 punkten wird Greven und die SFG Donauwörth-Monheim mit 230 Punkten das Rennen unter sich ausmachen. Auch die FG Oerlinghausen wird sich mit 216 Punkten nicht mehr vom Bronzesockel stoßen lassen. Oliver Köstermann (Ventus2cT/18m 111,57 km/h), Bernd Schulte (Duo Discus 107,76km/h) und Andreas Draeger (Duo Discus 106,27 km/h) erflogen den Tagessieg für den LSV Gifhorn. Hamburg läßt mit dem HAC Boberg und Tagesrang 2 grüßen. Die Punkte hier erflogen Sebastian Huhmann (Ventus 2cM/18m 114,03 km/h), Jörg Bohlsack (Discus 2/18m 106,78 km/h) nebst Albin Walter (Duo Discus 104,29 km/h). Bis zu 645 Kilometer und weit über Lüsse hinaus, waren die Hanseaten bei ihrem Zielrückkehr - Flug unterwegs!
Tagesplatz 3 erflogen Thorsten Tacke (Ventus 2cT/18m 111,74 km/h), Heinrich Bienhüls (ASH-25 104,50 km/h) und Michael ('Schmörgel') Pfennig (Duo Discus 102,94 km/h) für den LfV Greven.
Tageswertung zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1. LSV Gifhorn 325,60 km/h, 2. HAC Boberg 325,10 km/h, 3, LFV Greven 319.19 km/h.
Tabellenstand zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1. LfV Greven 249 Punkte, 2. SFG Donauwörth-Monheim 230 Punkte, 3. FG Oerlinghausen 216 Punkte.

Heimkehr vom BUNDESLIGA-Flug.


Wir werden durchaus beachtet.


Auch an diesem Wochenende war im Nordosten Traumthermik.

11.55 Uhr, 3 m/s unmittelbar nach dem Ausklinken 30km östlich Nürnberg, Blick nach Norden (geplanter Abflug).


13.54 Uhr, nordöstlich Bad Brambach (Erzgebirge), Blick nach Nordosten.


15.06 Uhr, südöstlich Großrückerswalde (Erzgebirge), Blick nach Westen (Rückflug)

Text: Lothar Schwark; Bilder: Lothar Schwark (1. Reihe), Reiner Rose (2. Reihe)
 
Bericht aus Langenselbold (Text + Bilder: Andreas Kath):
Bayreuth und Langenselbold auf der Zielgeraden - wer macht das Rennen?
Jetzt, kurz vor dem Ende blicken wir steil auf die letzte Stufe nach oben. Mit dem noch übriggebliebenen, etwa gleichwertigen Mitstreiter werden die Schritte kleiner. Aber in der Tabellenregion, zusammen mit unserem bayrischen Nachbarn fühlen wir uns gut aufgehoben. Trotzdem fighten wir bis zum letzten Wertungstag. Nicht zuletzt, weil die von uns geführte OLC-World-League verteidigt werden soll. Natürlich mit Starts aus dem Kinzigtal!
Das Netz im Sauerland ausgeworfen...
Ja, es wird Herbst. Am Samstag mußten die für 9 Uhr bestellten Piloten mit Licht zum Flugplatz schleichen. Der dichte Nebel ließ nicht mal das Bahnende einsehen. Selbst die Schulung an der Winde konnte bei 200 Meter Basis nur simulierte Seilrisse üben. Dennoch richteten wir hoch motiviert die weißen Pfeile gen Westen aus. Bis zum Nachmittag, also dem Abheben unseres ersten Schnüfflers hatten wir genug Zeit um uns mit den anderen Mitspielern auf den optimalen Flugweg zu einigen. Das Resultat findet ihr weiter unten in den Bildern :-). Um dann doch noch rechtzeitig in das nordwestliche Bundesligastadion zu kommen, war es nötig, erstmal die Motorgestützten in den 20 km entfernten Vogelsberg zu schicken. Die Vereinssegler starteten deswegen eine Stunde später im F-Schlepp. Zu den Flügen gibt es eigentlich nichts spektakuläres. Außer, das das schnelle Spielfeld nur zwischen Giessen, Kassel und Dortmund lag. Und jeder von uns glaubte, das sein Weg darin der beste wäre. Die OLC-Wahrheit half uns dann am Ende aus jeder Ecke zusammen 315 km rauszuholen. Mit dem Tagessieg genossen wir bis zum Sonntag Abend den geglaubten Rundensieg. 'Awwer meer hamm vergesse, das ja noch mehr Hesse in de Bundeslischa sinn': Die Hirzenhainer waren wohl am Samstag nicht so erfreut, als sie zusehen mußten, als wir wie ein Starenschwarm in ihrem Garten die Früchte schneller pflückten. Denn während wir uns am Sonntag zurücklehnten konterten sie mit ICE-Geschwindigkeiten bis in den Berliner Raum zum Rundensieg. Gratulation!

Finale der Runde 17.


Sigi Samson (vorne) und Rainer Reubelt.


Die Langenselbolder Spuren in Runde 17.


 
Bericht aus Pirna (Text + Bilder: Robert Paul):

Der ganz normale Wahnsinn 17.08.2008 ... ein schwerer "Arbeitstag" lag hinter uns und dennoch blieb die Stimmung sehr verhalten.
Dass jeder die brisante Situation des AC Pirna in der Tabelle verstand, daran gab es keinen Zweifel; sah man doch am Sonntagmorgen ein Meer aus Clubklasseflugzeugen unter 16 kreisenden Störchen stehen. Unsere Idole erwischten schon gegen 10.00 Uhr den ersten Pirnaer Hausbarts sehr vorzüglich.
Den Samstag verstopfte uns noch Tief FRIEDERIKE für jegliche luftige Aktivitäten-Nimbostratus mit jeder Menge Regen sorgte für nasse Füße und erhöhte den Leistungsdruck für den meteorologisch gut prognostizierten Sonntag. Wetterfrosch Thomas Schubert schickte brandaktuelle News aus seiner Zentrale in Berlin: gute CU-Thermik mit Basishöhen von 1500m auf 2000m GND ansteigend und mäßigem Wind aus Nord-West.
Kaum war das Flugsportgelände betreten, so wurde man sofort unter einer aufpuschenden Morgenpredigt des Heißsporns Kai Glatter auf die nötige Betriebstemperatur gebracht. Er hatte den Hut auf und organisierte ein überdimensionales Streckenflugtraining: einen sogenannten "Segelflieger"Sturm. Welches Segelflugzeug hast du? Mit wem fliegst du? Wie sieht die Streckenplanung aus? Geht klar…ich erwarte 2,5h Top Speed- keiner kommt mir unter 80 km/h nach Hause…so oder so ähnlich erfolgte die Gehirnwäsche. Das Wetter wurde natürlich schon seit Tagen beobachtet und mit mehreren Modellen abgeglichen. Kai präsentierte uns einen kompletten Satz an Profikarten und fand zu jedem Pixel die überzeugende Interpretation. Und dann kam mit Franco Fritzsch ein Mann der Taten, sein Level ist der rote Bereich: Leistungsdruck am Limit! Die Kombi beider Persönlichkeiten erzeugte den gewünschten Streckenflugüberdruck.
Das Starterfeld platzierte sich und musste noch ein wenig verharren bis die ersten Wolken in erreichbarer Distanz standen. Gegen 12.00 Uhr dann die Aufbruchsstimmung. Der Höhengewinn gestaltete sich sehr zäh aber machbar. Manch einer schaffte denn Anschluss erst beim zweiten oder dritten Versuch. Der Fläming war unser Ziel und der Weg bis dahin erforderte viel Geduld. Ab Finsterwalde ging dann die Post ab. Endlich fand man die erhofften Wolkenstraßen und verbrachte nun die meiste Zeit mit optimiertem Delphinflug. Leider wagte sich nur ein Dreierteam (Uwe August, Immanuel Weigel und Robert Paul) bis nach Lüsse, alle anderen kamen nicht über Finsterwalde hinaus. Mit Wind aus Nord-West war der Rückflug sehr schnell nur leider der Rückenwindschenkel aus zeitlichen Gründen viel zu kurz. Ab Schwarze Pumpe dann die "Wende". Alles was man sah war so ziemlich blau und sah nicht wirklich einladend aus. Bei 1200m GND und knapp 70km nach Pirna konnte nicht oft genug an einen Heliumballon gedacht werden-dort mal 0,3 m/s und da mal 1 m/s aber irgendwie wollte die zündende Granate einfach nicht kommen…Alles hat ein Ende und dieses lag für alle Drei auf dem Acker (Wittichenau, Hoyerswerda). Die letzen 50 km erfolgten im Rückschlepp per Automobil. Insgesamt verbuchte der Aeroclub 6 Außenlandungen an diesem Tag. Aus dem Team Kai, Tobias und Torsten schaffte es der Letztgenannte sich geschickt aus großer Höhe herunter zu kurbeln um sich dann gepflegt auf den Acker zu pflanzen. Und auch das gehört zum Streckenflugtraining! Vielen Dank an die geplanten und überraschten Rückholer.
Gegen 23.00 Uhr waren alle wieder vereint und es wurde Bilanz gezogen. Was hat uns nun dieser enorme Aufwand gebracht ... 20, 12, 8…Punkte?? Ein sichtlich nervöser Kai zappelte vor dem Monitor und klickte sehr hochfrequent auf "Aktuelle Seite neu laden". Und dann, nach endlosem Ausleseprozedere, ein stechender Schrei, die Hände hochreißend und auf´s Gesicht schlagend ... dem Herzinfarkt so nahe ging nicht nur der Gewinner des Rhönwettbewerbes zu Boden, nein auch alle anderen Aktiven des Tages. 1 Punkt war der Dank dafür, dass man sich einen "Wolf" geflogen hatte - wo bleibt da die Gerechtigkeit? Dreimal um die 83 km/h OLC Speed, mit der Clubklasse an diesem Tag aus dieser Ausgangsposition ein durchaus respektables Ergebnis, aber bei weitem keinen 20. Platz wert! Dann hätten es auch drei "Sinnlosflüge" irgendwie und Hauptsache OLC gültig getan - was eigentlich nicht im Sinne der OLC-Macher sein dürfte. Nach knapp einer Saison Praxiserfahrung zeigen die Resultate eindeutig, dass die neue Indexbewertung Flugzeuge um bzw. unterhalb Index 100 (und das ist nun mal unsere CLUBKLASSE) aus der 1. Liga kickt. Es ist also offensichtlich, dass mit der jetzigen Regelung noch lange nicht die goldene Mitte gefunden wurde. Allein für den AC Pirna sind dadurch (bei annähernd gleicher Flugleistung wie 2007) um die 15 Punkte verloren gegangen, was bei aktueller Situation nicht belanglos ist. Hier besteht dringende Nachbesserung, und ein wenig mehr Feingefühl ist von Nöten, um die 1. Liga vor einer langweiligen, offenen Klasse Kapitalgesellschaft zu bewahren.
Doch zurück zur 17. Runde. Mit 249,25 Punkten verfehlten wir den mit 2 Punkten versüßten 19. Platz unglaublich knapp (um 0,83 Punkte). In der Tabelle wird es immer spannender indem der AC Pirna nun einen Platz vor dem Abstieg rangiert. Ein Hauch von Nichts (6 Punkte) liegt der LSC Schliersee im Nacken. Auf geht´s ... zwei verbleibende Runden ... das Gänsehautfeeling inklusive.

Soaring-Fashion 2009 by I. Weigel


Libelle mit 'Star-Pilot' Uwe Augustin über dem Fläming


... bei Wittichenau abgesessen (Robert Paul)

DE
Samstag, 16.8.2008
WM in Lüsse: - Sommer/Bode siegen in der Offenen Klasse. - OLC-Champions der WM 2008 in Lüsse
Der Triumph in der Offenen Klasse ist perfekt: Nach einer beständigen Leistung in Lüsse erflog sich Michael Sommer den zweiten Weltmeistertitel in Folge. Sein Teampartner Tassilo Bode, mit dem er seit vielen Jahren sehr gut harmoniert, krönte darüber hinaus seine Segelflieger-Karriere mit dem Titel des Vizeweltmeisters.
Neben diesen Podestergebnissen waren Herman Leucker mit einem vierten Platz in der 18m-Klasse und der zweimalige Weltmeister Holger Karow mit einem fünften Platz in der Offenen Klasse ganz nah am Medallienerfolg dran.
An der hervorragend vom FCC Berlin organisierten Veranstaltung nahmen 130 Piloten aus 34 Ländern teil, es wurden die Titel in der 15m-Klasse, 18m-Klasse und in der Offenen Klasse ausgeflogen (die Weltmeisterschaften für die Welt-Klasse, Standard-Klasse und Club-Klasse fanden vom 8.-20.7. im italienischen Rieti statt).
Ein kurzer Abschlußbericht über die WM in Lüsse ist in Kürze an dieser Stelle nachzulesen.
Hier finden sich die offiziellen WM-Ergebnisse.
Als Sonderservice für die WM 2008 in Lüsse hatte das OLC-Team zwei spezielle 'WM-Wertungen' auf der OLC-website veröffentlicht:
> OLC-Tageswertung
> OLC-Champion
Die OLC-Champions der WM 2008 in Lüsse erhielten dann selbstverständlich am Tag der Siegerehrung ihre eigens erstellten Urkunden!

15m-Klasse (v. li.)
Silber: Janusz Centka (Polen)
Gold: György Gulyas (Ungarn)
Bronze: Mark Leeuwenburgh (Holland)


18m-Klasse (v. li.)
Silber: Ronald Termaat (Holland)
Gold: Olivier Darroze (Frankreich)
Bronze: Karol Staryszak (Polen)


Offene Klasse (v. li.)
Silber: Tassilo Bode (Deutschland)
Gold: Michael Sommer (Deutschland)
Bronze: Laurens Goudriaan (Südafrika)

OLC-Champion WM 2008 in Lüsse
2. Platz: Zbigniew Nieradka (Polen)


OLC-Champion WM 2008 in Lüsse
1. Platz: Garret Willat (USA)


OLC-Champion WM 2008 in Lüsse
3. Platz: Mark Leeuwenburgh (Holland)

Bilder: Reiner Rose
DE
Freitag, 15.8.2008
Die DWD-Wetterprognose für Runde 17 der Segelflug-BUNDESLIGA
(herausgegeben am Freitag, den 15.8.2008, um 14:00 Uhr GZ)
DWD-Gebietseinteilung WETTERLAGE DEUTSCHLAND
Am Samstag erstreckt sich eine Tiefdruckzone vom Alpenraum über Tschechien und Polen hinweg bis zum Baltikum. Sie bestimmt mit ihren Aufgleitniederschlägen das Wetter in den Gebieten östlich der Elbe und im Südosten Bayerns. Die gesamte Westhälfte Deutschlands liegt dagegen unter Hochdruckeinfluss. Dort fliesst mit Nordwestwind frische Meeresluft ein.
Am Sonntag verliert die osteuropäische Tiefdruckzone ihren Einfluss auf Deutschland. Somit bestimmt zunächst leichter Hochdruckeinfluss das Wetter. Südlich der Donau sorgt ein Höhentrog, der ostwärts über die Alpen hinwegzieht, für Labilisierung. Im Laufe des Nachmittags nähert sich die schwache Okklusion eines Tiefs bei Irland der deutschen Westgrenze.
SEGELFLUGPROGNOSEN
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 1 bis 23 und 31 bis 36)
Am Samstag im Oderraum keine nutzbare Thermik aufgrund starker Abschirmung und zeitweisem Regen. Nach Westen hin maessige bis gute Wolkenthermik bei Cumulusuntergrenzen 1100 bis 1600 M.
Am Sonntag im Gesamtbereich ueberwiegend Cumulusthermik bei Cumulusuntergrenzen 1200 bis 1600 M, zum Teil durch Abschirmung, im Westen auch durch einzelne Schauer behindert.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am Samstag bildet sich in der Westhälfte 3-4 Achtel Cumulus mit Basis bei 1500-1800 Meter und guter Thermik. In der Osthälfte bleibt es bei dichter abschirmender Bewölkung, die erst im Laufe des Nachmittags von Westen her zögernd auflockert. Dort wird sich keine oder nur geringe Thermik entwickeln.
Am Sonntag entwickelt sich erneut 3-4 Achtel Cumulus mit Basis bei 1500-1800 Meter. Entlang des Rheins kommt es am Nachmittag zu vereinzelten Überentwicklungen. Zeitweise ziehen hohe und mittelhohe Wolkenfelder vorüber, die sich in NRW allmählich verdichten. Es wird mässige bis gute Thermik erwartet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84) sowie angrenzende Alpenländer)
Am Samstag am Nachmittag nur über der Westhälfte mässige Thermik, im Osten am späten Nachmittag nur örtlich mässige Thermik.
Am Sonntag keine nutzbare Thermik.

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

DE
Mittwoch, 13.8.2008
WM in Lüsse: Großer Flugtag präsentiert Faszination des Flugsports.
- Segelflug-WM nähert sich dem Endspurt.
- Michael Sommer übernimmt Führung in der Offenen Klasse.
- Tassilo Bode mit derzeitigen zweiten Platz ebenfalls Medaillenhoffnung fürs deutsche Team
- FCC Berlin mit guter logistischer Leistung.
- Noch drei Flugtage möglich.
Nach sechs Wertungsflügen hat die 30.FAI Segelflug WM in Lüsse bereits wieder das Bergfest hinter sich. Mit einem abwechslungsreichen Flugtag präsentierte dabei der ausrichtende FCC Berlin tausenden von Zuschauern ein Programm der Spitzenklasse.
Der Dreierschlepp mit den Lo-100 war schon mal sehenswert. Das anschließende Programm mit Spiegelflug nicht zu verachten. Den berühmten Lehrmeister einmal fliegen zu sehen, war auch für mich eine Bereicherung. Die Foka 4 und 5 demonstrierten die vollendete Baukunst in Holz. Da das Wetter keine Thermik hergab simulierten 20 Piloten, darunter das Deutsche Team einen Wettbewerbsflug. Hier kann man den Ausrichtern gratulieren, das war eine gelungene Show in Sachen Flugsport. Aufbrausender Beifall belegte, den Gästen hatte es gefallen. Tradition pur als die Lufthansa JU 52 zu Rundflügen unweit ihres Entstehungsort Dessau startete. Die hohe Kunst der Aerodynamik demonstrierte dabei die formschöne M-108 mit flottem Überfliegen. Dieses Flugzeug wird auch noch in 50-Jahren als zeitloses Flugzeug gelten. Gut daß der Regen dann erst um 15.30 Uhr kam. Der Luftsport hatte sich ansehnlich und gut präsentiert.
Der WM selbst stehen wahrscheinlich noch drei Flugtage ins Haus. Die Wertungen sind auf der Deutschen Teamseite oder der WM-Seite von Lüsse nachzuvollziehen.
In der Offenen Klasse läuft es fürs Deutsche Team derzeit nicht schlecht. Michael Sommer hat sich auf den ersten Platz vorgeflogen, Tassilo Bode folgt auf Gesamtrang zwei. Mit aktuellem 10. Gesamtrang ist Holger Karow auch noch im Rennen der Top - Ten dabei. Nun gilt es an den letzten Flugtagen diese guten Platzierungen zu verteidigen. Mit Gesamtrang 4. bestätigt Hermann Leucker derzeit in der 18-Meter Klasse seine Qualitäten. Jürgen Schuster liegt momentan auf dem 23 Gesamtrang. Bei der engen Wertung ist ein Sprung unter die besten zehn der Welt noch drin. Georg Theisinger hat sich in der 15-Meter Klasse mittlerweile wieder auf den 19. Gesamtrang vorgearbeitet. Tendenz steigend! Bruder Martin schnuppert mit Gesamtrang 14 schon mal in Richtung der Spitzengruppe.
Die Lady im Deutschen Team Katrin Senne kommt auch immer besser in Fahrt. Gesamtplatz 26 will sie so schnell wie möglich in Richtung nach vorne verlassen.
Unsere Piloten des deutschen Teams wollen bis zum Schluss mit voller Motivation dabei sein.
Bundestrainer Uli Gmelin, die beiden Trainer Gerd-Peter Lauer und Reinhard Schramme sind wichtige Stützen fürs Team. Mit seinen wertvollen Wetterinfos ist Rene Heise ein begehrter Mann. Aber auch alle Deutschen Helfer sorgen mit ihrer Arbeit für gute Stimmung und sportlichen Erfolg.

Daß in Lüsse eine Segelflug-WM stattfindet ist nicht zu übersehen.


'Flugkapitän' Jürgen Schuster zum Abflug mit dem Ventus 2cxt bereit.


Erfolgreich präsentiert sich derzeitig das Offene Klasse Team der deutschen Mannschaft.

Die legendäre Me 108 entflammte die Zuschauer.


Die Wettbewerbsleitung hat ihre Segelflug-WM fest im Griff.


Mit seinem momentanen ersten Gesamtplatz hat Michael Sommer(rechts) gut lachen. Freude auch bei Gerd-Peter Lauer (Mitte) und Tassilo Bode (links)

Text und Bilder: Lothar Schwark
DE
Dienstag, 12.8.2008
Paragleiten in Österreich:
Internationaler Wildkogelpokal 2008 in Bramberg
Stimmung am Wildkogel Vom 18. - 20.7. 2008 fand in Bramberg am Wildkogel der internationale Wildkogelpokal statt. 85 Piloten aus mehreren Ländern nahmen an diesem Kräftemessen teil.
Ursprünglich war auch schon am Donnerstag ein Durchgang geplant, der allerdings Wetter bedingt abgesagt werden musste. Am Freitag hieß es dann zunächst abwarten, da die geschlossene Wolkendecke keine Thermikbildung zuließ. Am Nachmittag wurden die Piloten auf den Startplatz "Berghof" in Hollersbach gefahren. Trotz langem Hoffen und Bangen verkündeten die Veranstalter dann um ca. 18.00 Uhr, dass leider auch an diesem Tag kein Durchgang möglich sein würde.
Am Samstag schienen die Wetterbedienungen perfekt und es wurde eine Strecke über 72 km, ausgeschrieben. Die Bedienungen erwiesen sich jedoch schwieriger als erwartet und somit stand ein Großteil der Piloten, 2 Stunden nach dem Start zwischen Bramberg und Mittersill auf dem Boden. Trotz der erschwerten Bedienungen, gelang es 3 Piloten die Aufgabe fertig zu fliegen (Christian Maurer (Schweiz), Helmut Eichholzer (Österreich), Alexander Schalber (Österreich)). Von der NC-Klasse gelang dies leider keinem Piloten, jedoch wurden trotzdem tolle Leistungen geflogen.
Am Sonntag verhinderten die nahende Kaltfront und der starke Wind einen 2. Durchgang. Somit konnte dieser Bewerb leider nicht als Staatsmeisterschaft gewertet werden, da dafür mindestens zwei Wertungsdurchgänge geflogen werden müssten.
Im Großen und Ganzen war jedoch die gesamte Meisterschaft top organisiert, jedoch leider durch die Wetterbedingungen nicht ganz nach Vorstellungen durchführbar. Besonders guten Anklang bei Liga- und NC - Piloten fand auch das Rahmenprogramm an den Abenden mit einer hervorangender Band.
Die Bestplatzierten der NC-Klasse: 1. Stefan Aufischer, 2. Helmut Dersch, 3. Manfred Lobenwein

Ergebnisse und auch Bilder finden sich auf der website des DFC Wildkogelfalken www.wildkogelfalken.at.

DE
Dienstag, 12.8.2008
Segelflug-BUNDESLIGA Runde 16 am 9./10.8.2008
- Die Hessen kommen!!!
- AC Langenselbold rückt LSG Bayreuth gefährlich näher.
- LSV Schwarzwald landet mal wieder am3. Tagesplatz.
- Für Brandenburg überzeugt LSV Neuhausen mit Tagessieg in der 2. Liga.
Logo Segelflug-Bundesliga Allgemein:
Das Hessenland im Thermikfieber. So kann man den berauschenden Auftritt vom AC Langenselbold, nach einem weiteren Tagessieg in Runde 16 mit 313,58 km/h Mannschaftsschnitt bezeichnen. Schon beeindruckend, wie die Mannen aus Hessen der LSG Bayreuth, die mit 248 Punkten immer noch die Führung hält, näher rücken. Eine gute Leistung lieferte mit dem zweiten Tagesplatz auch der SFC Hirzenhain mit 309,83 km/h ab.
Auferstanden ist der LSV Schwarzwald, der sich mit Tagesrang 3 und 275,40 Km/h deutlich aus der Abstiegszone flog. In der zweiten Segelflug- BUNDESLIGA rückten die Brandenburger Jungs vom LSV Neuhausen mit 266,31 km/h an die Spitze des Tagesgeschehens.
Einen Gruß von der Donau sendete der SFG Donauwörth-Monheim mit 264,53 km/h und Tagesplatz 2.
Mit seinem WM-Flug brachte Tassilo Bode sogar WM-Flair in die zweite Bundesliga. Sein Verein der LSV Gifhorn errang in der 16. Rundenwertung mit 245,01km/h Tagesplatz 3.
Drei Runden noch, dann legt sich die Thermik langsam zur Ruhe. Nutzen wir die Resttage zu hoffentlich erfüllenden Flügen.
Bericht Segelflug-BUNDESLIGA:
Sage einer, in Hessen gebe es keine gute Thermik. Das Gegenteil beweisen derzeit immer wieder die ungestümen Jungs aus Langenselbold. Für anderen Vereine ist es wie verhext.
Aber Thomas Willenbrink Antares 20m 106,25 km/h, Siegbert Gehl ASH-25 M 105,93 km/h und Siegfried Samson DG-800/18m 101,40 km/h hatten mal wieder eine gute Thermikrennbahn - am Westerwald vorbei Richtung Rhein und in die Rhön gefunden.
In dieselbe Richtung, waren auch Kathrin Sommer Duo Discus T 106,44 km/h, Markus Beckmann Ventus2cT/18m sowie Frank Interthal Discus 2T/18m 99,00 Km/h für den SFC Hirzenhain mit 309,83 km/h unterwegs. Daß der Schwarzwald doch noch Aufwinde produziert belegten Michael Schlaich Ventus 2c/18m 102,42 km/h, Markus Schweizer ASW-19 89,08 km/h und Cornelius von Podewils Discus 2/18m 83,91 km/h für den LSV Schwarzwald, der nach langer Abstinenz mal wieder mit 275,40 Km/h einen anständigen 3. Tagesrang belegte.
Die meisten Flüge lagen in der 300-er Region- wobei Langenselbold auch die 500-er Grenze überflog.
Die Entscheidung über den Titel, werden wohl Bayreuth und die Hessen im spannenden Endkampf unter sich ausmachen.
Tageswertung Segelflug-BUNDESLIGA:
1. AC Langenselbold 313,58 km/h. 2. SFC Hirzenhain 309,83 km/h. 3.LSV Schwarzwald 275,40 km/h
Tabelllenstand Segelflug-BUNDESLIGA:
1. LSG Bayreuth 248 Punkte. 2.AC Langenselbold 234 Punkte, 3. SFG Giulini/Ludwigshafen 180 Punkte
Bericht zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
In Brandenburg legte der LSV Neuhausen mit Steffen Kubitz Nimbus 3/ 25,5 m 90,89 km/h, Thomas Nedelka Mini Nimbus 88,82 km/h und Klaus Wanzek ASW-20/16,6 m 88,32 km/h den Grundstein zum Tagessieg in Runde 16.
Daß die Donauniederungen gar nicht so schlecht gehen bewies einmal mehr die SFG Donauwörth-Monheim, als Walter Sinn Ventus 2cM 96,23 km/h, Wolfgang Köckeis Nimbus 4 DM 84,42 km/h und Michael Gesell Duo Discus 83,87 km/h Tagesplatz 2. mit 264,53 km/h erflogen.
Im hohen Norden glänzten Tassilo Bode ASW-22 BLE 101,49 km/h, Volker Opitz Glasflügel 304/17 73,57 km/h und Jörg Wendekamm Phöbus A 65,95km/h mit 245,01km/h und Tagesrang 3 für den LSV Gifhorn.
Hier werden der LfV Greven, SFG Donauwörth- Monheim und FG Oerlinghausen langsam zum Schlussspurt anziehen.
Tageswertung zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1.LSV Neuhausen 266,31 km/h, 2.SFG Donauwörth-Monheim 264,53 km/h, 3.LSV Gifhorn 245,01 km/h
Tabellenstand zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1.LfV Greven 231 Punkte, 2.SFG Donauwörth-Monheim 220 Punkte, 3.FG Oerlinghausen 199 Punkte

9.39 Uhr 30 km östlich Nürnberg, Blick nach Westen: Super Perspektive, kurz danach setzte Nieslregen ein!


13.56 Uhr südwestlich Amberg, Blick nach Süden.


14.34 Uhr nordöstlich Schwandorf-Flugplatz, Blick nach Osten.

Text: Lothar Schwark; Bilder: Reiner Rose
 
Bericht aus Langenselbold (Text + Bilder: Andreas Kath):
Nach Norden, Süden oder rund um den Henninger Turm ?
so uneinig spiegeln sich auch die Flüge der Selbolder Bundesligamannschaft auf der Karte. Denn schon wieder beherrscht uns tiefe Basis mit Westwind. Klar war uns allen, das die Formel des goldenen Bundesligaschnittes nur gelöst werden konnte, in dem man die Sportgeräte gegen den Wind im Westen positioniert. Doch jeder hatte wohl eine andere Vorstellung vom "Westen". So flog eine Gruppe nach Norden (Willenbrink, Richter), eine nach Süden (Samson, Schreyer, Müller, Gehl/Kath) und eine Gruppe (R. Reubelt, Pfeiffer) rund um den Henninger Turm. Das hatte wohl aber auch den Vorteil, das wir abends die schnellsten aus allen Gebieten dem OLC liefern konnten.
Die ASH25 mit dem Team Siegbert Gehl / Andreas Kath wagte den ersten Start bei 800 Meter Basis. Dieser Mut musste schon nach 40 km bei Reinheim mit ein paar Tropfen Benzin bezahlt werden. Der Blick nach Süden in den noch von Wolken eingehüllten Odenwald weckte das Bedürfnis nach Arbeitshöhe. Also abgleiten bis über den Rhein, dann über einem verbeifahrenden Tanker tanken und so weiter. Leider konnte die schon als gewohnt und sicher geglaubte Höhenmesseranzeige nicht täuschen, das die Spitze des Donnersberges stechend wirkte könnte. Erst nachdem sich eine noch tiefere Edelkarosse aus der Poppenhäuser Goldschmiede zu uns gesellte fühlten wir uns beim Aufstieg sicher. Mit Basiserhöhung auf 1300 Meter gings weiter Richtung Marpingen.
Klingeling.... Das war auch schon der Bundesliga Wecker, denn den stellten wir am Morgen auf 14:00 Uhr. Eigentlich wollten wir den dann Rückflug auf derselben Linie balancieren, doch diese verwandelte sich in einen dicken Strich und wurde zum Schattenwerfer. Also mit widerwillen über den Pfälzer Wald. Jedoch wurde diesmal der Mut mit einem Geradeausflug von 80 km bis Mannheim belohnt. Als Ziel strebten wir Illesheim mit 100 km/h Schnitt an. Doch fast ohne es zu merken und nur 2 Stunden Flug, waren wir auch schon dort und wieder vorbei.
Also schnell vor Nürnberg ein Kurswechsel Richtung Ingolstadt. Diesmal konnten wir kaum erwarten bis es 16:30 Uhr war, denn die Rückflugdistanz stieg auf fast 200 km. Klar, denn die letzte halbe Stunde brachte nochmal kreislos 75 km. Die Bedingungen wurden jetzt erkennbar schlechter.
Gegen 19:30 waren wir dann endlich, wenn auch mit 10 Minuten Lärmbelästigung, wieder zuhause.

Ein Kaffee vor dem Spiel!
(Von links: Andy Kath, Rainer Reubelt, Sigi Samson, Stefan Schreyer und Thomas Willenbrink)


14.17 Uhr, Ausbreitungen bei Ramstein.


Die Langenselbolder Spuren in Runde 16.
(Die Darstellung ist eine super Idee - Reiner)


 
Bericht aus Pirna (Robert Paul):
Die Luft wird dünn ... im Rausch der Geschwindigkeit
Die heiße Phase der Segelflug-BUNDESLIGA ist eingeläutet und der AC Pirna muss in den verbleibenden 3 Runden in die Offensive fliegen. Denn die 16. Runde brachte bei nur einem Wertungsflug nicht die dringend benötigten Punkte. Die Wetterprognosen standen zumindest für den Samstag recht gut. Nach Durchzug einer Kaltfront entwickelte sich am Nachmittag Bundesligawetter mit nutzbaren Thermikhöhen bis 1800 m über Grund. Ralf Schubert startete erst 15.30 Uhr mit seiner DG 100 und musste schnell einsehen, dass die meteorologischen Bedingungen einen mit 52,68 km/h alles andere als konkurrenzfähige Schnittgeschwindigkeit ergaben. Der Sonntag, als zweiter Wertungstag, konnte aufgrund von Überentwicklungen und hoher abschirmender Bewölkung nicht für Streckenflüge genutzt werden. Somit musste der AC Pirna die 20 Big Points dem Ersten der 16. Runde AC Langenselbold (Hessen) überlassen und sich mit nur einem Punkt begnügen. Schnellste war Kathrin Sommer vom SFC Hirzenhain (Hessen) mit respektablen 106,44 km/h. Aus dem Pokalkampf hat sich der AC Pirna schon nach dem ersten Saisondrittel abgemeldet, nachdem wir zwischenzeitlich auf dem 7. Tabellenplatz gastierten.
Aktuell steht man auf dem 22. Platz und nicht weit vor dem Abstieg in die 2. Liga. Der LSG Bayreuth bestimmt weiterhin den Platz an der Sonne und ist aussichtsreicher Kandidat auf den Pokal.
Alles liegt in Pirnaer Hand, außer das Wetter. Drei spannende, alles entscheidende Wochenenden liegen vor uns, und die besten Piloten sind gefordert alles zu geben.
Hoffen wir auf den Klassenerhalt des einzigen sächsischen Segelflugvereins in der Segelflug-BUNDESLIGA.
DE
Montag, 11.8.2008
Internationaler Paragleiter Extrem-Wettbewerb in Werfenweng/AT:
'Bordairline 2008' mit gewaltigen Leistungen der Athleten!
Samstag, 26.07.2008 - 8 Uhr morgens in Werfenweng: Der Startschuss für Bordairline fällt. 32 Athleten aus drei Nationen (Österreich, Deutschland, Slowenien) haben die Aufgabe in 33 Stunden mit dem Paragleiter fliegend und/oder zu Fuß so weit wie möglich vom Start weg, und wieder zurück zu kommen.
Dichter Bodennebel über ganz Pongau schaffte gleich zu Beginn Raum für neue Taktiken. Die Athleten teilten sich in 5 Gruppen auf. Einige wählen den Aufstieg zur Werfnerhütte um sich mit einem Flug Richtung Norden nach Salzburg Stadt zu kämpfen. Andere erwarteten keine Auflockerung der Nebeldecke und marschierten vom Start Richtung Mitterfeldalm am Hochkönig, nach St.Veit oder Schladming.
Der Großteil der Starter rechnete aber mit Flugwetter. Sie nahmen die 1000 Höhenmeter auf den Bischling in Angriff.
Leichte Thermik und 10km/h Ostwind trugen die Ersten bis Bischofshofen bzw. St. Johann/Pg. Die wenigen Piloten, die am Bischling auf bessere Bedingungen warteten, konnten um einiges weiter fliegen. Die weiteste Flugstrecke verbuchte der spätere Sieger Helmut Eichholzer, der mit nur einer Zwischenlandung Uttendorf im Pinzgau erreichte. Der bekannte Extremkletterer Thomas Huber (Huberbuam) musste seine Teilnahmen im Tandem mit Eichholzer kurzfristig absagen, wodurch der Kuchler in der Einzelwertung am Start war. Das Tandem Team Rebernig Josef (St. Johann) und Triathlon Ass Kreutzer Mathias (Oberalm) schafften eine Flugstrecke von St. Veit nach Zell am See. Sie hatten damit einen uneinholbaren Vorsprung auf ihre Konkurrenz. Die Piloten, die Richtung Hochkönig wanderten, starteten von den Grashängen am Fuß des sagenumwobenen Felsklotzes und flogen Richtung Maria Alm und weiter. Patrik Fankhauser war auf dieser Streckenvariante der weiteste. Er landete knapp vor seinen Heimatort Fieberbrunn.
Nach einem Flug von der Werfnerhütte bis kurz vor Golling konnte sich die Gruppe, die Richtung Salzburg Stadt unterwegs waren, auf Grund des Ostwindes in der Osterhorngruppe nur zu Fuß vorwärts bewegen. Die Besten auf dieser Strecke, Gerald Lindner (Bischofshofen) und Berni Fuschlberger (Gaißau) legten ihren Wendepunkt bei Salzburg Nord.
Die Ennstal - Flieger hatten mit Ostwind zu kämpfen und erreichten gegen Abend Schladming. Ab 15 Uhr setzten die angesagten Überentwicklungen der Fliegerei ein Ende. Die meisten Bordairline - Athleten entschieden sich für ein Weiterkommen per pedes. Der zweite Tag begann mit Bodennebel und teilweise kurzen Regenschauern. Trotz Krämpfen, Blasen und Schmerzen steuerten die Kämpfer tapfer weiter Richtung Ziel, in Werfenweng. Alle Teilnehmer vertrauten dem Flugwetterbericht, der für Samstag und Sonntag die gleiche Wetterlage prognostizierte und setzten auf keine großen Streckenflüge.
Aber bekanntlich kommt es ja meistens anders als man denkt! Laut Wetterbericht sollte es 15 Knoten Ostwind und viele Wolken mit einzelnen Regenschauern geben. Auf Basis dieses Wissens wurden schon am Vortag die möglichen Rückwege von den einzelnen Athleten kalkuliert. Am zweiten Tag standen jedoch weder Wind noch Wolken einem guten Flugtag im Wege. So kam es, dass einige Athleten hoch über den Köpfen der wandernden Piloten ins Ziel segelten, wodurch die unten 'marschierenden Flieger noch mehr Qualen ertragen mussten.
Beim obligatorischen Finisher Interview am Red Bull Zielbogen bekamen die Zuschauer einen Einblick in die letzten 33 Stunden der Teilnehmer. Vom Grillen und Übernachten an der Salzach über 33 Stunden fliegen und marschieren ohne Pause bis hin zum Frühschoppen vor dem Rückflug auf der Alm, jeder der Teilnehmer konnte sich Bordairline individuell richten.
Mit einer rekordverdächtigen Laufstrecke von ca. 115 km und 2000 Höhenmeter in 33 Stunden verbuchte Christian Amon (Hallstatt) knapp vor Stefan Sindelka (Golling) diese Wertung für sich.
So mancher Starter schwor, sich solchen Torturen in Zukunft nicht mehr hinzugeben. Nächstes Jahr wird man jedoch wieder viele bekannte Gesichter sehen können, die diesen Schwur gebrochen haben und bei 'Bordairline 2009' dabei sein werden!
Das Solo-Ergebnis:
1. Helmut Eichholzer (Kuchl), Team Kuchler Blockhaus / Biotech
2. Christian Amon (Hallstadt), Team Suunto / Swing
3. Stefan Sindleka (Golling), Team Spälti / Biotech
4. Lars Budack (Köln), Team Gradient
5. Patrik Fankhauser (Fieberbrunn), Team UP Produkts
Tandem:
1. Josef Rebernig (St. Johann) / Mathias Kreutzer (Oberalm), Team Flugschule Austriafly
Für weitere Fragen steht jederzeit gerne zur Verfügung:
Para Fun Club Hallein, Helmut Eichholzer, Tel: 0043 (0) 664 2235034, www.bordairline.com

Sieger Helmut Eichholzer in Flug.



Die Platzierten (v. li.): Christian Amon (2.), Helmut Eichholzer (Sieger) und Stefan Sindleka (3.)

DE
Sonntag, 10.8.2008
WM in Lüsse: Mit einem brillanten Vortrag begeistert Klaus Ohlmann zahlreiche WM-Piloten übers Mountain Wave Project (MWP).
- Segelfliegen - das ultimative Spiel in Echtzeit!
- Im Frühjahr 2009 soll der Himalaja von Tibet aus erforscht werden.
- Rene Heise im Cockpit als fachkundiger Wellenexperte mit dabei.
- Vor dem Monsun die Wellen über und rund um den Mount Everest erforschen.
"Segelfliegen ist das ultimative Spiel in der dreidimensionalen Art in Echtzeit!" ... und ... "fast jeder zwischen 14-80 Jahren kann es betreiben". Mit diesem Ausblick beendete Klaus Ohlmann bei der Segelflug-WM in Lüsse einen Vortrag übers Mountain Wave Project (MWP), das die WM-Piloten und Besucher in einer randvollen Halle reinweg begeisterte. Schon der Anblick imposanter Wellenwolken über den Argentinischen Anden musste einfach jeden Segelflieger begeistern.
Eines der letzten Abenteuer, das Ohlmann mit unverwechselbarer Art dem Fliegervolk anschaulich präsentierte. Mit dabei, auch Rene Heise, der zurzeit dem Deutschen Team als Meteorologe zur Seite steht. Ohlmann und Heise sind die Begründer des Mountain Wave Project (MWP) und stellten zum Ausklang des Vortrages die neuen Ziele des Turbulenzforschungsprogramms vor. So laufen aktuell intensive Gespräche mit den chinesischen Behörden, um im Frühjahr 2009 Genehmigungen für Forschungsflüge über Tibet zu erhalten. Mit zwei Stemme S-10 VT sollen auf dem über 4000 Meter hohen Flugplatz Xigaze die Windsysteme des Himalajas untersucht werden.
In dem zweimonatigen Projekt ist eine enge Kooperation mit dem "Institute of Tibetan Plateau Research" in Lhasa in Vorbereitung.
Das ganze Projekt ist eines der letzten segelfliegerischen Herausforderungen auf unserem Planeten. "Vielleicht schaffen wir es ja mal, an einem Tag mit der Stemme S-10 VT die lautlose Besteigung aller achttausender im Himalaja", so Ohlmann und Heise zu ihrer bevorstehenden Herausforderung in Tibet.

In Lüsse freute sich Hannes Linke von der Hilton-Ranch (links) Klaus Ohlmann (Mitte) und Rene Heise vor der guten alten Tante JU 52 der Lufthansa begrüßen zu dürfen.


Wellenwolken haben etwas Magisches an sich. Ihrem Reiz können sich Segelflieger nicht entziehen.
(Poster: René Heise)


Am Samstag nahm Klaus Ohlmann als Ehrengast beim morgendlichen Briefing teil. Links neben ihm Couch Gerd-Peter Lauer, rechts Bundestrainer Uli Gmelin, der Klaus Ohlmann schon aus seiner Zeit als erster Segelflieger - Sportsoldat kennt.

Text und Bilder: Lothar Schwark
DE
Freitag, 8.8.2008
Die DWD-Wetterprognose für Runde 16 der Segelflug-BUNDESLIGA
(herausgegeben am Freitag, den 8.8.2008, um 14:00 Uhr GZ)
DWD-Gebietseinteilung WETTERLAGE DEUTSCHLAND
Ausgehend von dem nach Finnland abziehenden Tief ersteckt sich am Samstag Morgen eine Konvergenz über Sachsen und Bayern bis zu den Alpen. Sie zieht im Tagesverlauf nach Südosten ab, und die auf ihrer Rückseite einfliessende frische Meeresluft kommt von Westen her zunehmend unter Hochdruckeinfluss.
Dieser bleibt am Sonntag nur noch im Süden erhalten, während der Norden und die Mitte Deutschlands von der Warmfront eines Tiefs bei Schottland überquert wird. Die zugehörige Kaltfront greift am Nachmittag auf den Nordwesten ueber
SEGELFLUGPROGNOSEN
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 1 bis 23 und 31 bis 36)
Am Samstag überwiegend mässige Thermik mit Basishöhen bis 1200m, gestört durch einzelne Überentwicklungen und zeitweiligen Ausbreitungen.
Am Sonntag im Osten vorübergehend mässige bis gute Thermik, sonst keine oder geringe Thermik wegen Abschirmung und Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am Samstag ist im Südosten etwas später, insgesamt aber mit guter Wolkenthermik zu rechnen. Am Sonntag kann sich nur im Süden und anfangs im Osten noch mässige bis gute Thermik entwickeln, während etwa nördlich von Main und Nahe wegen Abschirmung keine nutzbare Thermik zu erwarten ist.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84) sowie angrenzende Alpenländer)
Am Samstag mässig bis gute Wolkenthermik, anfangs örtlich zerrissen.
Am Sonntag Übergang zu mässiger Blauthermik bei starker Warmluftadvektion.

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

DE
Freitag, 8.8.2008
Alex Rauter: Mit dem Gleitschirm 8.848 Höhenmeter in 17 Stunden von 7 Gipfeln.
Logo NOVA Sein Plan war, innerhalb 24 Stunden sieben Gipfel in der Zugspitzarena zu besteigen und mit dem Gleitschirm hinunter zu fliegen. Am 25. Juli 2008 brach Alex Rauter um Mitternacht zu seinem Mammut-Abenteuer auf - und bereits nach 17 Stunden und 40 Minuten erreichte er sein anspruchsvolles Ziel! 8848 Höhenmeter, genau die Höhe des Mount Everest, bewältigte der 37-Jährige zuerst zu Fuß, um dann von jedem Gipfel mit einem speziellen Bergsteigerschirm ins Tal hinabzugleiten.
Seit vielen Jahren ist Alex Rauter Ausdauersportler und hat an diversen Wettkämpfen teilgenommen, "aber jetzt wollte ich mal austesten, wo physisch und psychisch meine Grenzen liegen." Monatelang plante er das Projekt akribisch und setzte es schließlich konsequent in die Tat um. Innerhalb von nur 17:40 Stunden schaffte er es, sieben Gipfel in der Tiroler Zugspitzarena zu besteigen und mit dem Gleitschirm wieder hinabzufliegen. 8848 Höhenmeter insgesamt.
Der Start für die Unternehmung erfolgte in Bichlbach mit dem Aufstieg auf die 2202 Meter hohe Kohlbergspitze, um nach Lähn abzugleiten. Von dort ging es auf den zweiten Gipfel, den Daniel (2340 m), gefolgt von dem Flug hinab nach Ehrwald. Hier wartete, so Alex Rauter, "der schönste Aufstieg, hinauf auf die Zugspitze. Landschaftlich ein Traum und der Steig ist einfach super!" Nach dem Flug von Deutschlands höchstem Berg hinab nach Weidach erkletterte er die Sonnenspitze (2417 m). "Der Start dort war das fliegerische Highlight. Eigentlich hatte ich viel Respekt, weil der Startplatz sehr steil ist. Aber ein idealer Aufwind machte es einfach. Dazu das herrliche Panorama, was will man mehr?" Nach der Landung in Biberwier folgte die Besteigung des Grubigsteins (2250 m) mit dem Flug hinab nach Lermoos sowie der Aufstieg auf die 2225 Meter hohe Bleispitze. Die vorletzte Landung war in Bichlbach, um auf den letzten Gipfel, den 1803 Meter hohen Almkopf zu steigen. Nach 17 Stunden und 40 Minuten Bergsteigen und Fliegen erreichte Alex glücklich seinen Startpunkt an – erschöpft, aber überglücklich. "Besonders schwierig fand ich den Übergang vom Gehen zum Fliegen. Ich wollte mir keine zu langen Pausen erlauben," berichtete der Snowboard-Lehrer und Mountain Bike Guide danach.
Die große Unbekannte bei Rauters Vorhaben war das Wetter. Optimale Bedingungen herrschen sehr selten und auch am Tag der Tage war Alex Rauter manches Mal unsicher. "Aber zum Glück hat mich Stefan Hörmann von www.gleitsegelwetter.info betreut. Während ich immer wieder mit Sorgen nach den Wolken schaute, hat er mich beruhigt. Das hält Alex, mach weiter! Und er hatte Recht. Ohne seine perfekten Vorhersagen hätte ich womöglich frühzeitig abgebrochen," bedankt sich der Tiroler bei seinem Wetterfrosch.
Der zweite Faktor für die erfolgreiche Umsetzung seines Plans war die Ausrüstung. Bepackt war Alex Rauter nur mit dem Nötigsten: Gleitschirm, Bergsteigergurtzeug mit Rettungsschirm, Helm und Skistöcke. Er flog einen ultraleichten, klein zu packenden Gleitschirm, einen NOVA Ibex. Neben dem niedrigen Gewicht – unter drei Kilogramm – dem extrem kleinen Packmaß, zählten für den seit 1986 fliegenden Piloten das unkomplizierte Startverhalten sowie die hohe Grundgeschwindigkeit des Schirms.
Und nicht zuletzt konnte sich Rauter auf sein Support Team verlassen. "Meine Helfer standen immer hinter mir, begleiteten mich mal auf einen Gipfel und versorgten mich mit Essen und Trinken. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Ein riesiges Dankeschön an das Team, an Stefan Hörmann und die Sponsoren."
Während seiner Aktion wurde Alex Rauter von einem Film-Team begleitet. Im Herbst soll der Film im Fernsehen zu sehen sein. Wer jetzt schon eine Idee bekommen möchte, schaut am besten unter www.8848.runimation.com.
Weitere Infos über den Gleitschirm NOVA IBEX unter www.nova-wings.com.
Pressekontakt: Alex Rauter, Widum 30a, A–6631 Lermoos, Tel. +43 – (0)660 – 461 65 05, E-mail: rauteralex@yahoo.de

Landung in Bichelbach.
Foto: Robert Eder / Runimation.com


Start auf der Zugspitze.
Foto: Ingo Kallmeyer


Extremsportler Alex Rauter
Foto: Robert Eder / Runimation.com
DE
Donnerstag, 7.8.2008
WM in Lüsse: Die ersten drei Flüge sind geschafft!
- Der Wind macht in Lüsse seinem Namen alle Ehre
- Michael Sommer schafft bei 55 km/h Wind über 340 Km einen 118,8 km/h Schnitt
- Sommer erstaunt: Dachte nicht das so was geht!
- Georg Theisinger und Katrin Senne mit konstanten sechs Meter Fallen auf's Außenlandefeld
- Am dritten Flugtag ging's zur ersten Wende nach Polen
Bei der 30. FAI Segelflug-WM in Lüsse haben die WM-Teilnehmer inzwischen ihren dritten Wertungsflug absolviert. Eine Abschirmung, die erst am späten Nachmittag der Sonne Platz machte, verhinderte am Mittwoch einen vierten Wertungsflug.
Während die erste Flugaufgabe am Sonntag bei gemischten Wetterverhältnissen über die Runde ging, offenbarte sich der zweite Flugtag am 04.08. zum echten Starkwindtag. Die Luftsportler verzeichneten teils Durchschnittswinde von über 55 Kilometer. Dass man bei so einem Wetter dann die Aufgabe mit 118,8 km /h erfüllen konnte- erstaunte selbst Weltmeister Michael Sommer als amtierenden Weltmeister. Man musste an den Luvseiten bleiben- so das Erfolgsrezept vom ASW-22 BLE der auch den verdienten Tagessieg erflog. Mit einem 3.Tagesplatz trumpfte Tassilo Bode mit 113,75 km/h in der Offenen Klasse ebenso auf. Einen Unglücksstern erduldeten dagegen Katrin Senne und Georg Theisinger in der 15-Meter Klasse. Beide wollten mit 200 Meter Sicherheit noch einmal nach Lüsse zurückfliegen. "Was dann kam, habe ich so noch nicht erlebt" berichtet ein erstaunter Georg Theisinger. "Das Vario blieb konstant bei sechs Meter Fallen stehen, uns blieb nichts anderes übrig, um wenige Kilometer vor dem Flugplatz auf einem Feld zu landen. Beim Ausrollen rannte ein aufgeschrecktes Reh in die Fläche von Georgs ASW-27. Resultat, ein Schaden, der nicht vor Ort repariert werden konnte.
Da Theisinger diesen Schaden nicht selbst verursacht hat, erlaubt die Wettbewerbsordnung den Tausch des Flugzeuges. Die Jury stimmte zu und der Landauer ist jetzt mit der ASW-27 von Neffe Florian unterwegs. Erfolgreich, wie der 4. Tagesplatz am dritten Flugtag (Dienstag) folgend belegte.
Hermann Leucker hatte indessen ein positives Erlebnis der besonderen Art. Mit 200 Meter unter Gleitpfad flog er eine Wolkenstraße an. Was dann kam, war schon beeindruckend so der 18-Meter Pilot. "Im Geradeausflug stieg ich konstant! Trotz zugelassener Höchstgeschwindigkeit stieg der Gleitpfad auf mehrere hundert Meter über Gleitpfad an" so Leucker über sein grandioses Aufwinderlebnis. In der Tagewertung reichte es zum guten 12 Platz mit 113,5 km/h unter den fünfzig 18-Meter Klasse Piloten
Weiter lesenswerte Infos findet ihr auf der Internetseite des Deutschen Teams, die Karsten Leucker betreut. Ebenso auf der offiziellen WM - Seite.
In drei Tagen gibt's wieder einen WM-Report für OLC/Segelflugszene aus Lüsse.

'Wasser marsch' in Lüsse.


Wolkenstraßen vom Feinsten.


Das Fahnenmeer im Starkwind

Nimbus 4 von Markus Frank mit Dirk Reich für die Schweiz im Anflug.


Jürgen Schuster betet den Thermikgott vor dem Start an.


Tassilo Bode zieht sich warm an.

Text und Bilder: Lothar Schwark
DE
Mittwoch, 6.8.2008
OLC-Sonderservice für die WGC 2008 in Lüsse
Seit einigen Tagen gibt es im OLC zwei spezielle 'WM-Wertungen':
> OLC-Tageswertung
> OLC-Champion
 
Man findet den Link auch ganz rechts oben unter 'Last News'.
Wir bitten alle Teams, ihre Flüge zu melden ... vielleicht finden wir dann auch einen OLC-Champion der WGC 2008 in Lüsse!
Euer OLC-Team
DE
Dienstag, 5.8.2008
Segelflug-BUNDESLIGA Runde 15 am 2./3.8.2008
- Der Samstag war ein guter Tag - leider aber nicht überall
- Piloten vom AC Langenselbold schaffen Flüge bis zu 647 Km Wertungsdistanz
- Die Hessen aus Langenselbold machten mal wieder das Rennen
- LSG Bayreuth behauptet Führung
- SFG Donauwörth - Monheim mit Rundensieg und Hoffnung auf den Aufstieg
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Wieder einmal in allen Facetten zeigte sich das Flugwetter in Bundesliga Runde 15. Durch meine Fahrt mit dem Zug nach Lüsse konnte ich die Wetterentwicklung am 02. 08. ganz gut verfolgen. Freudenstadt lag noch im Dunst und hatte mit der Restfeuchte des vorangegangenen Gewitterguss zu kämpfen. Ganz anders das Rheintal ab Karlsruhe. Hier sagte einem das Gefühl - es wird ein guter Tag. In Gelnhausen wurde schon fleißig aufgebaut. Richtung Osten konnte man bis um Fulda herum schönste Cumuli betrachten. Je weiter es nach Norden ging begannen die Wolken zu wachsen.
Ab Hildesheim präsentierte sich dann noch eine schöne Abschirmung bis Berlin. Lange Weile kam bei diesem Wetterablauf nicht auf.
Die Jungs vom AC Langenselbold haben wohl einen guten Wetterexperten. Die Flugstrecke in südlichstem Eck der Pfalz und Richtung Bamberg war gut gewählt. Der Tagessieg mit 316,13 km/h so kein Zufall.
In der zweiten Segelflug-Bundesliga stürmte der SFG Donauwörth-Monheim mit 290,76 km/h dagegen die Alb und das schöne Donautal hinab. Belohnung ein verdienter Tagesplatz
Bericht Segelflug-BUNDESLIGA:
Nichts Neues in Hessen. Wie eine gut geölte Maschine vereidigte der AC Langenselbold mit seinem Tagesieg von 316,13 km/h seinen zweiten Gesamtplatz. Rainer Reubelt -ASW-28/18m 109,00 km/h-, Stefan Schreyer -ASH- 26 E 104,55 km/h und Siegbert Gehl- ASH-25 M 102,58 km/h- ließen sich die fliegerische Butter nicht aus der Hand nehmen. Ebenfalls weiter Motiviert und in guter Form präsentiert sich Giulini/Ludwigshafen mit Tagesplatz 2. und 293,58 km/h. Guten Einsatz bewiesen wieder einmal Peter Mangold - Hornet 104,62 km/h-, Norbert Lenz -LS-9 96,35 km/h- und Karsten Knoop - 92,61 km/h. An frühere Erfolgstage knüpfte der LSV Schwarzwald mit 280,46 km/h und Tagesplatz 3 an. Als neuer Weltmeister zeigte Matthais Sturm mit 105,26 km/h und auf Hornet gleich mal an, wo der Vater die Brötchen holt. Nicht weniger schnell präsentierte sich Markus Schweizer -ASW 19 92,46 km/h-. Michael Schlaich flog vom Klippeneck aus 82,74km/h mit dem Ventus 2/18m.
Vorne wird gekämpft und hinten gezittert. Freudenstadt feierte am Samstag mit einer Vereinskameradin eine Hochzeit. So blieb der 03. 08 mit schlechteren Wetter.
Die Abschiedsrede von der ersten Segelflug-Bundesliga schreibe ich trotz dem vorletzten Tabellenplatz noch nicht.
Tageswertung Segelflug-BUNDESLIGA:
1.AC Langenselbold 316,13 km/h, 2. SFG Giulini/Ludwigshafen 293,58 km/h, 3. LSV Schwarzwald 280,46 km/h
Tabelllenstand Segelflug-BUNDESLIGA:
1. LSG Bayreuth 231 Punkte, 2. AC Langenselbold 214 Punkte, 3. SFG Giulini/Ludwigshafen 166 Punkte
Bericht zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
Andreas Wissmann -Nimbus 4 DM 113,07 km/h-, Wolfgang Köckeis - Nimbus 4 99,41 km/h und Walter Sinn -Ventus 2cM/18m 76,28 km/h- können mit ihrem Tagessieg weiter vom Aufstieg träumen. Die FG Oerlinghausen kommt auch immer besser in Fahrt.
Schnell dabei mit Tagesplatz 2. und 250,48 km/h die drei Piloten Oliver Kortemeier - Ventus 2ct/18m 87,22 km/h-, Gerd Welland -LS-4 82,97 km/h- und Wolli Beyer- Ventus 2 80,99 km/h.
Das Münsterland lässt weiter mit dem LfV Greven grüßen. Tagesrang 3 erflogen für die Grevener Hubert Kamp- Ventus 1 84,13 km/h, Michael Pfennig -Ventus 2 78,47 km/h- und Heinrich Bienhüls- Discus 2 76,60 km/h.
Auch in der zweiten Segelflug-Bundesliga allen Akteuren noch vier spannende Restrunden.
Tageswertung zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1.SFG Donauwörth- Monheim 290,76 km/h, 2. FG Oerlinghausen 250,48 km/h, 3. LfV Greven 239,20 km/h
Tabellenstand zweite Segelflug-BUNDESLIGA:
1. LfV Greven 224 Punkte, 2. SFG Donauwörth- Monheim 201 Punkte, 3. FG Oerlinghausen 194 Punkte

WM-Impressionen vom Sonntag aus Lüsse


WM-Impressionen vom Sonntag aus Lüsse


WM-Impressionen vom Sonntag aus Lüsse

Text und Bilder: Lothar Schwark
 
Bericht aus Langenselbold (Sigi Samson):
Taktik voll aufgegangen
Am vergangenen Samstag war abzusehen das bei uns nur dieser Tag fliegbar werden sollte. Etwas Sorge bereitete uns der als stark vorhergesagte Westwind. So war die Idee schnell klar: So früh wie möglich gegen den Wind bis an die Wettergrenze und dann möglichst 2:30 Stunden mit Wind Richtung Nordosten. Angenehm überrascht waren wir angesichts der anfänglichen 10 km/h Gegenwind und 1200 m/MSL Basis. So konnten wir gut nach Südwesten vorankommen. Gegen 12:00 konnten wir nachschauen ob Buddy und seine Freunde in Ludwigshafen schon gestartet waren. Dann flogen wir weiter in den Pfälzer Wald. An der französischen Grenze war dann auch das Wetter zu Ende und wir drehten um. Die Basis stieg nun auch allmählich an, im Odenwald waren es bereits 1600m/MSL. Bei Würzburg kam uns dann auch Dieter Bartek schon entgegen, er traute wohl dem Wetter im Westen nicht allzu lange Dauer zu. Vor Schweinfurt begegneten wir Lutz Heydecke aus Mannheim auf dem Heimweg, während wir nach Osten immer noch gute Bedingungen sahen. Wir hätten wahrscheinlich auch noch Bayreuth geschafft, aber als die 2:30 herum waren haben wir in Kulmbach gewendet und uns auf den Heimweg gemacht.
Daß man bei vorhergesagten PFD`s von unter 200 km dennoch fast 700 km fliegen konnte war schon geil. Außerdem wäre ohne Bundesliga niemand von uns auf die Idee gekommen Überland zu fliegen. Und für uns bleibt die Bundesliga dieses Jahr ohnehin spannend bis zum Schluß.

Die Langenselbolder Mannschaft der Runde 15 (v. unten): Reinhard Heineking, Andy Kath, Reinhard Heineking, Rainer Reubelt, Stefan Schreyer und Sigi Samson


Stefan Schreyer (ASH 26) im Vordergrund und Sigi Samson (DG 800) im Hintergrund


 
Bericht aus Pirna (Robert Paul):
... und das Märchen findet ein Happy End
Der Rhön-Segelflugwettbewerb ging zu Ende aber nicht ohne sich nochmals in der 15. Runde erfolgreich einzubringen. Am 2.08. lag Pirna unter dicken Regenwolken und machte alles andere außer Fliegen. Doch da gab es noch die Delegation im Bundesland Hessen. Zum letzten Wertungstag bündelte die Pirnaer Mannschaft die verbleibenden Reserven und wollte mit einer risikoarmen Leistung den Sack zumachen. Auf Strecke entwickelte sich das Wetter jedoch zunehmend diffus und viel Feingefühl wurde abverlangt. Die Taktik sollte Thomas Melde zum Ende einen Vorsprung geben (höhere Index) um ihn den Tagessieg zu schenken. Dabei verbastelte sich der Uwe und stand kurz vor einer alles vernichtenden Außenlandung (diese hätte ihm die Teilnahme an den DM gekostet!). Die Nerven lagen blank und da war es wieder-das Herzschlagfinale. Mit viel Geduld erkurbelte er sich die restlichen Höhenmeter und setzte dem Ganzen ein glückliches Ende.
Nicht annähernd so gut wie in der letzten Runde aber immerhin mit 5 Punkten schenken die drei Top Guns aus Pirna unserem Club weitere überlebenswichtige Punkte für die 1. Liga. Aktueller Stand ist der Platz 20 und kein großes Polster zu den Verfolgern.
Neben dem Erfolg in der OLC Liga gratulieren wir den Gewinnern des Rhön-Wettbewerbes
1. Kai Glatter, Club Libelle / H (5062 Pkt.)
2. Thomas Melde, Std. Cirrus / EX (5039 Pkt.)
3. Uwe Augustin, Std. Libelle / 7B (4799 Pkt.)
und freuen uns auf deren Präsenz und siegreiche Teilnahme der kommenden Deutschen Meisterschaften in der Clubklasse 2009.
Jungs ... wir sind stolz auf euch!!

Entspannung...nach vollendeter Aufgabe


Die Legende lebt ... Pirna ist nun ein Teil davon


Die drei Musketiere Thomas, Kai und Uwe (von li.)
DE
Montag, 4.8.2008
30. FAI Segelflug WM in Lüsse eröffnet
- 130 Piloten aus 34 Ländern am Start
- Sehenswerte Eröffnungsfeier auf Belziger Marktplatz
- Erster Flugtag hatte wechselhaftes Wetter im Gepäck
- Acht deutsche Piloten am Start
Mit einer gelungenen Eröffnungsfeier wurde auf dem Marktplatz von Belzig die 30. Segelfugweltmeisterschaft der FAI-Klassen eröffnet. Für den Deutschen Aeroclub nehmen acht Piloten teil. In der Offenen Klasse starten Michael Sommer, Holger Karow und Tassilo Bode. Die 18-Meter Klasse fliegen Hermann Leucker und Jürgen Schuster mit. Mit Katrin Senne und Martin und Georg Theisinger ist die 15-Meter Klasse für das Deutsche Team gesetzt. Bundestrainer Uli Gmelin sowie die beiden Couch Gerd-Peter Lauer und Reinhard Schramme betreuen die Mannschaft. Teammeteorologe ist Rene Heise.
Mit dem Einmarsch der Mannschaften ließen sich die Ausrichter in Zusammenarbeit mit dem Sponsor Lufthansa etwas ganz besonderes einfallen. Jede Mannschaft wurde mit einer Flugbegleiterin oder Flugbegleiter vor die große Tribüne geführt, wo die Mannschaften von den Moderatoren des Radios Antenne Radio Brandenburg vorgestellt wurden.
Nach einer Reihe gehaltvoller Grußworte erläuterte DAeC Präsident Klaus Koplin die Wichtigkeit dieser Segelflug-WM. Ebenfalls lobte er den Fleiß und sie gute Organisation aller beteiligten Verbände, Vereine und zahlreichen Helfer.
Als Chefpilot der Lufthansa erläuterte Jürgen Raps, dass vieles in der Technik vom Segelflug in die Verkehrsluftfahrt einfloss. Der FAI Präsident eröffnete folgend die Segelflug-WM und wünschte allen Beteiligten einen guten Verlauf.
Das Umfeld und der Flugplatz Lüsse präsentieren sich zu der WM hervorragend. Alles ist top organisiert, wie von den 130 Piloten und ihren Mannschaften aus 34 Ländern lobend erwähnt wurde.
Wettbewerbsmeteorologe Erland Lorenzen konnte den WM-Piloten gleich zum Auftakt einen fliegbaren Tag bieten. Bei starkem Wind und teils ausbreitenden Status wurde es teils ein anspruchsvoller Tag.
Auf der Internetseite des Deutschen Teams oder vom Ausrichter Lüsse sind die Ergebnisse in aller Ruhe einzusehen. Die 18-Meter Klasse flog eine Racing Task um vier Wenden über 316,8 Km. Die Offene Klasse hatte ebenfalls eine Racing Task von 340,8 km zu bewältigen. Eine Speed Assigned Area Task über zwei Stunden hatte die 15-Meter Klasse zu fliegen. Insgesamt waren alle Deutschen Piloten zufrieden, bei diesem teils schwierigen Wetter, die Aufgabe überhaupt geschafft zu haben.
Lüsse ist so bis zum 16.08. auch für alle nicht WM-Segelflieger eine Reise wert.

Hübsche Flugbegleiterinnen führten die Mannschaften bei der WM-Eröffnung an.


Weltmeister-Empfang auf der Bühne. Ganz links Katrin Senne. Daneben die Moderatorin von Radio Antenne Brandenburg, die Janusz Centka als dreifachen Weltmeister über das Segelfliegen befragt. Vierter von links Michael Sommer.


Nun fliegen sie wieder um den Titel des Weltmeister.

Ein Meer von Fahnen wehte über dem Belziger Marktplatz.


Die LS-10 mit dem Amerikaner Richard Walters der auch die Vor-WM gewann.


Formschön hebt die EB-28 ab.

Text und Bilder: Lothar Schwark
DE
Freitag, 1.8.2008
Die DWD-Wetterprognose für Runde 15 der Segelflug-BUNDESLIGA
(herausgegeben am Freitag, den 1.8.2008, um 14:00 Uhr GZ)
DWD-Gebietseinteilung WETTERLAGE DEUTSCHLAND
In den nächsten Tagen ist ein Höhentief, das seinen Schwerpunkt von den Britischen Inseln langsam ostwärts verlagert, wetterbestimmend.
Am Samstag fliesst mit einer westlichen Strömung in Staffeln kühle und wolkenreichere Luft ein. Leichte Labilität sorgt für konvektive Umlagerungen, zeitweise bilden sich schauerartige Niederschläge, aber nur vereinzelt Gewittertätigkeit. Während im Norden der konvektive Charakter erhalten bleibt, beruhigt sich im Süden allmählich das Wettergeschehen.
Am Sonntag weitet das Tief seinen Einfluss weiter ostwärts aus, eine flache Wellenstörung überläuft vor allem die Mitte und den Süden im Laufe der zweiten Tageshälfte ostwärts, die Niederschläge sind erneut konvektiv durchsetzt.
SEGELFLUGPROGNOSEN
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 1 bis 23 und 31 bis 36)
Am Samstag mässige bis gute Wolkenthermik, die im Nordwesten durch gewittrige Schauer gestört wird.
Am Sonntag im Norden auf Grund von Schauern und Gewittern kaum nutzbare Thermik, sonst überwiegend gute Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am Samstag meist mässige Wolkenthermik, zeitweise durch Überentwicklungen und Schauertätigkeit gestört.
Am Sonntag anfangs mässige Wolkenthermik, später duch Abschirmung und Niederschlag stark gemindert.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84) sowie angrenzende Alpenländer)
Am Samstag Thermikbeginn erst am frühen Nachmittag über dem Flachland. Basis der CU um FL060. Über den Alpen keine nutzbare Thermik.
Am Sonntag spät beginnende aber allgemein gute Thermik. Basis der CU zwischen 2000 und 2500 m.

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

DE
Freitag, 1.8.2008
Vorschau: Der Segelflug im August - aerokurier
Logo aerokurier Pilot Report: SZD-54 Perkoz
Schon mal gesehen? Auf den ersten Blick erscheint der neue Schul- und Akro-Zweisitzer SZD-54 Perkoz von SZD Allstar wie ein alter Bekannter. Das Leitwerk lässt aber keinen Zweifel: Es handelt sich bei diesem Doppelsitzer eben nicht um einen Puchacz mit größerer Spannweite.
Ziel von SZD Allstar in Bielsko-Biala war, mit dem Perkoz eine Alternative zur ASK 21 anzubieten, die zugleich an den Leistungsdaten von Duo Discus und DG-1000 kratzt. Wir haben den Trainer unter die Lupe genommen.
Kommentierungsfrist läuft: Die EASA-Pilotenlizenz
Europa ist auf dem Weg zur einheitlichen Pilotenlizenz. Wie die Regelungen dazu im Einzelnen aussehen sollen, hat die EASA am 5. Juni veröffentlicht. Für Segelflieger wichtig: Sie bekommen ebenfalls eine EU-Lizenz. Jetzt hat jeder in der Luftfahrt Involvierte Gelegenheit, die Vorschläge zu kommentieren.
Rund 750 Seiten Papier umfasst der von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA zur Kommentierung herausgegebene Vorschlag zur Regelung der Pilotenlizenzen und medizinischen Flugtauglichkeit. Spätestens am 8. April 2012 soll die einheitliche Lizenzregelung in der gesamten Europäischen Gemeinschaft greifen.
Sicheres Gebirgsfliegen
Lohnt ein Einführungstraining in den Alpensegelflug? Dieser Frage ist Fluglehrer und Alpenflugtrainer Dietmar Fritz im Mai in Samedan beim Breitenförderkursus 2008 "Einführung in den sicheren Gebirgssegelflug" nachgegangen.
Vereinsporträt: Osnabrücker Verein für Luftsport
Der Flugbetrieb in Achmer ist immer auch ein klein wenig Flugschau. Allein acht schöne Oldtimer - vom Baby bis zum Kranich - betreibt der Osnabrücker Verein für Luftfahrt als fliegendes Museum.
Es sind zwar nicht immer alle Veteranen der Frühzeit des Segelflugs auf dem Sonderlandeplatz Achmer im Einsatz, ihre Verwendung gehört im Osnabrücker Verein aber zum ganz normalen Flugbetrieb und ist nicht einmal auf eine besondere Auswahl von Piloten beschränkt. Wer will, kann Oldtimer fliegen.
Eine WM für den Zuschauer
Am 2. August ist es so weit: Dann werden die Segelflug-Weltmeisterschaften 2008 in Offener, 18-m- und Rennklasse in Lüsse eröffnet. Die WM findet damit in ihrer 70-jährigen Geschichte zum fünften Mal in Deutschland statt.
Meteo Rückblick Juni
Die OLC-Ergebnisse im Juni: Elf Tage mit Flügen über 800 Kilometer. Ist solch ein Monat ein schlechter Monat? Schon traditionell ist der Juni ein Monat mit wechselhaftem Wettercharakter. So würde es jedenfalls ein Fußgängerausdrücken. Dieses wechselhafte Gesicht hat der Juni aber auch uns Segelfliegern offenbart, denn eine beständig gute Periode suchte man vergebens. Dabei bietet gerade dieser Monat mit hohem Sonnenstand und den längsten Tagen ideale Voraussetzungen für lange Flüge.
Wellenfliegen in Tibet geplant
Das Team des "Mountain Wave Project" (MWP) treibt sich nicht nur in den turbulentesten Ecken der Atmosphäre herum, es war auch auf einer der größten Luftfahrtmessen der Welt präsent. Das vorgestellte jüngste Projekt zielt nach Tibet.
Sonne betreibt Startwinde
Ohne Energieängste blickt die Segelfliegergruppe Steinkopf in Pohlheim bei Gießen in die Zukunft - und das ganz umweltfreundlich. Als weltweit einziger Betreiber der Kombination Photovoltaikanlage und Elektrowinde sind die Pohlheimer dauerhaft autark von steigenden Strom- oder Kraftstoffpreisen.
Akroprogramme: Eine nach der andern
In der Serie "Figurenporträts" hat Michael Zistler zwölf Kunstflugmanöver vorgestellt. Wie sie in einem Programm geflogen werden, worauf es dabei ankommt, klärt die neue Serie "Programmbesprechungen".
Kunstflug auf dem Hornberg
Gut ein dreiviertel Jahrhundert nach den legendären Loopings von Wolf Hirth auf einem "Schädelspalter" Grunau 9 kehrte der Segelkunstflug in Form des Salzmann-Cups auf den Hornberg zurück. Ein Wettbewerbsbericht.
Detlev Graupner 1948 - 2008
Still, zurückhaltend, aber in der Sache durchsetzungsstark und kompetent: So hat sich Detlev Graupner zeitlebens für den Segelflug eingesetzt. Über Jahre war er als Geschäftsführer der Sportfachgruppe Segelflug und Motorsegelflug im Deutschen Aero Club die personifizierte und überaus erfolgreiche Interessenvertretung des deutschen Segelflugs. Detlev Graupner starb am 13. Juni an einem Herzversagen.
Neues Ziel in Namibia
Für die Streckenflugsaison 2008/2009 im südlichen Afrika gibt es ein neues Ziel. Neben den Segelflugzentren Bitterwasser und Pokweni will die Kiripotib-Farm Segelflugpiloten eine Basis bieten. Zur Farm gehört eine Start-/Landebahn von derzeit 1800 m Länge.
Wetter-Jetzt bietet Ortsvorhersagen
Der Wetterservice www.wetter-jetzt.de hat einen neuen Dienst im Angebot: Ortsvorhersagen. Der geografische Ort, dessen meteorologische Daten dargestellt werden sollen, wird durch Koordinatenangabe oder Klick in einer Übersichtskarte bestimmt.
Mars-Rettungsschirme: Nur noch ein Mal im Jahr packen
Das Packintervall für alle Mars-Rückenfallschirme (ATL 90, ATL 92-S und ATL 98-S) ist jetzt von 180 auf 365 Tage erweitert worden. Die Schirme brauchen damit nur noch ein Mal im Jahr neu gepackt werden. Die Gesamtlebensdauer kann jetzt sogar bis auf 20 Jahre verlängert werden.
Binder EB28 jetzt EASA zugelassen
Zwei Jahre Entwicklungs-, Bau- und Erprobungszeit wurden jetzt von Erfolg gekrönt. Anfang Juni hat die europäische Luftfahrtagentur EASA der Binder Motorenbau GmbH die Musterzulassung für das neue Offene-Klasse-Flugzeug EB28 erteilt. Der kleinste deutsche Segelflugzeughersteller liefert damit jetzt das größte Seriensegelflugzeug. Der sechsteilige Flügel der EB28 hat 28 m Spannweite. Die Streckung beträgt 46,7! Die beste Gleitzahl des CFK-Riesen gibt Walter Binder mit 65 an.
Mit TopFly nach Patagonien
Der französische, in Italien beheimatete Wellenspezialist Jean-Marie Clément organisiert mit "TopFly" (www.topfly.aero) im Südsommer 2008/2009 ein Wellenfluglager in Argentinien. Basis für das inzwischen siebte Wellenflugcamp ist San Carlos de Bariloche in Argentiniens Urlaubsregion nahe der 150000-Einwohner-Stadt.
Der Juli - aerokurier ist seit letztem Mittwoch am Kiosk zu haben.


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