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Sonntag, 31. Oktober
Vorschau: Der Segelflug im November - aerokurier
Logo aerokurier Pilot Report Arcus E
Auf der Hahnweide fliegt der erste Arcus mit Elektroantrieb. Willi Balz hat für seinen Arcus E sogar einen völlig kohlenstoffdioxidfreien Betrieb realisiert. Der umweltfreundliche Eigenstarter begeistert mit seinen Eigenschaften und Leistungen.
Der Arcus E ist eine echte Bereicherung der Doppelsitzer-Baureihe von Schempp-Hirth. Mit dem Elektroantrieb fliegt er leise, vibrationsarm, dazu ohne Abgase - bei Willi Balz sogar CO2-frei. High-Tech macht ihn zuverlässig und sicher. Die Bedienung ist einfach, und das Segelflughandling begeistert!
Junioren-DM über Ausweichstrecken
Die neuen deutschen Juniorenmeister heißen Patrick Puskeiler in der Standard- und Sebastian Nägel in der Clubklasse. Die Mindestzahl an Wertungstagen wurde gerade so erreicht.
Der Wettbewerb in Freudenstadt-Musbach wurde Mitte August nicht gerade vom Wetter verwöhnt. Die Standard-Klasse erreichte gerade einmal vier, die Clubklasse fünf Wertungstage.
Meteo-Rückblick August: Frühherbst
Der 23. September war Herbstanfang, aber denkt man an den August zurück, dann beschleicht einen das Gefühl, der Herbst hätte schon in dem Sommermonat begonnen. Im Vergleich zum teils heißen und vor allem fliegerisch sehr guten Vormonat fällt der Ferienmonat völlig ab.
Eine Analyse von Diplom-Meteorologe Bernd Fischer.
Grand Prix in Samedan
Die Strecken waren eher minimal und dazu stark ineinander verschachtelt. Was sonst Wettbewerbspiloten eher abschreckt, hat den Teilnehmern des Qualifikations-Grand-Prix St. Moritz riesigen Flugspaß bereitet.
Ferienzentrum Puimoisson mit frischem Wind
Frankreichs Garten für den Gebirgssegelflug - zwischen Mittelmeer und Grenoble - bietet den Segelfliegern Startplätze ganz nach persönlicher Präferenz. Einer davon ist Puimoisson. Das Zentrum hat zur letzten Saison kräftig investiert. Puimoisson, wie es sich heute dem Gast darstellt.
ASK-14-Treffen in Nastätten
Mehr als 60 Exemplare sind von der ASK 14 bei Alexander Schleicher Segelflugzeugbau entstanden. Ihre Halter sind auf den Motorsegler eingeschworen, der so richtig viel Segelflugerlebnis zu bieten hat. In diesem Sommer trafen sie sich im Taunus.
Steuerreform: Griff in die Kassen
Inzwischen rudert die Regierung schon wieder zurück. Vom Tisch ist die geplante Mehrwertsteuerreform damit aber nicht. Sollte doch der ermäßigte Steuersatz ersatzlos gestrichen werden - und daran arbeiten eine ganze Reihe Politiker der Koalitionsparteien -, trifft das insbesondere die Luftsportvereine.
Historische Flugzeuge jetzt billiger warten
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer räumt auf: Für Besitzer von Annex-II-Flugzeugen wird die Halterschaft billiger. Die Doppellizenzierung von Werkstätten durch EASA und LBA soll entfallen.
Lufttüchtigkeit: Hoffnung für Blanik-Halter
Nach einem auf Materialermüdung zurückgehenden tödlichen Unfall mit einem Blanik L-13 in den USA sind derzeit alle Blanik gegroundet. Für die Halter zeichnet sich nun für Ende des Jahres Entwarnung ab. Hersteller LET Aircraft Industries arbeitet derzeit mit der Universität Prag an einem zerstörungsfreien Prüfverfahren, um Rissbildung frühzeitig erkennen zu können.
Pribnia: Qualifizierungs-Grand-Prix
Mitte September gab es für alle Grand-Prix-Fans in Nitra, Slowakei, eine weitere Chance, sich für den Welt-Grand-Prix 2011 auf der Wasserkuppe zu qualifizieren. Die 20 Teilnehmer vollendeten mit 18-m-Flugzeugen vier Wertungsflüge. An zwei Tagen gab es jeweils nur einen Ziellander, der sich mit zwei Punkten begnügen musste. Die beiden anderen Tage gewann Gesamtsieger Christoph Matkowski (ASG 29).
DM Kunstflug: Piloten treffen sich im Osten
Der Rothenburger Luftsportverein ist mit der Ausrichtung der Deutschen Segelkunstflugmeisterschaft 2011 in den Klassen "unlimited" und "advanced" beauftragt worden. Für den Advanced-Wettbewerb ist der Windenstart geplant. Ausgetragen wird die DM vom 16. bis 23. Juli.
 
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Pilot Report Arcus E
Grand Prix in Samedan
Puimoisson mit frischem Wind

 
Donnerstag, 28. Oktober
Abenteurer Bertrand Piccard flog mit Willi Balz den Windreich Arcus E
Logo Am 28. Oktober 2010 hatte Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) Willi Balz einen ganz besonderen Gast auf dem Flugplatz Hahnweide bei Kirchheim unter Teck: Bertrand Piccard, Schweizer Psychiater, Wissenschaftler und Abenteurer, der zusammen mit Brian Jones als erster Mensch die Erde in einem Ballon umkreiste. Schon alleine durch den Pioniergeist fühlten sich Balz und Piccard auf Anhieb verbunden. Erst vor wenigen Wochen hat Willi Balz die Vision von dem ersten vollkommen autarken Flug wahr gemacht und konnte damit erstmals die komplette Prozesskette der E-Mobilität in der Luft abbilden. Die Batterien des Elektromotors des ersten, völlig C02-frei betriebenen, doppelsitzigen Segelflugzeugs werden dabei mit sauberer Energie geladen, und zwar über ein Windrad, welches auf dem Dach der Flughalle montiert ist.
Dieses Projekt machte Bertrand Piccard neugierig, und er nahm gestern Abend spontan die Einladung von Willi Balz an, mit dem Windreich Arcus E zu fliegen - mit einer weiteren Besonderheit. Die beiden Pioniere landeten nicht auf einem Flugplatz für Sportflugzeuge, sondern gleich auf dem Stuttgarter Flughafen.

Tobias Aichele (Windreich AG)

Die Pressmitteilung der Windreich AG zum Flug von Bertrand Piccard und Willi Balz findet sich hier.

Weitere Infos zur Windreich AG finden sich unter www.windreich.ag/.

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Willi Balz (vorne sitzend im Windreich Arcus E) kurz vor dem Start mit Bertrand Piccard

 
Mittwoch, 27. Oktober
Klein aber fein: OLC-Symposium 2010 in Poppenhausen/Wasserkuppe
Bild Das Symposium fand nun bereits zum elften Mal statt und hat sich zu einem beliebten Event unter den sportorientierten Segelfliegern entwickelt. Neben dem Verleihen der Preise geht es bei dieser Veranstaltung nämlich darum, den Gästen ein informatives Forum rund um den Streckensegelflug zu bieten - eine Gelegenheit, Gleichgesinnte zu treffen und Know-how auszutauschen.
Auftakt der Veranstaltung war eine anschauliche Analyse starker Thermiktage im Juli und der oft etwas zu skeptisch geratenen Vorhersagen der vergangenen Saison von Wetter-Jetzt Meteorologe Bernd Fischer. Er gelobte Besserung für das kommende Jahr und versprach verlässliche Prognosen für einen noch größeren Bereich auf dem Globus (Bernd Fischer analysiert auch während der Bundesliga-Saison an jedem Montag das Wetter des vergangenen Wochenendes).
Ein Highlight des Tages war der Vortrag von Alexander Müller, dem diesjährigen OLC-Champion Deutschland und Europa, der das Geheimnis seines Erfolgs verriet. Der zielstrebige Segelflieger ist alleine in diesem Jahr 23 Strecken über 1000 Kilometer geflogen. Sorgfältige Planung und eine gehörige Portion Optimismus gingen diesen Flügen voraus. Er empfahl seinen Zuhörern, sich mit Hilfe von Wettbewerben fit zu machen und aus Analysen gemeinsamer Flüge mit Freunden zu lernen. Frühes Starten und Fliegen bis zum letzten Sonnenstrahl gehören ebenfalls zu seinem Erfolgskonzept. (Mehr dazu demnächst im OLC-Magazin.)
Bernd Förster, Mitglied der Bitterwasser Lodge, präsentierte anschaulich Appetithappen und Zwischenergebnisse zur Halbzeit des Bitterwasser-Cups. Der Sieger, der nach Ablauf der zwei Wertungsjahre anhand der besten Speed-Wertung ermittelt wird, darf sich auf zwei Wochen Fliegen im Thermikparadies Namibia freuen. Doch dazu muss er einen Schnitt von 185 km/h überbieten.
Auch bei der neuen Barron-Hilton-Challenge wird es im nächsten Jahr den ersten Sieger geben. Sportdirektor Hannes Linke aus Los Angeles reiste eigens an, um den Nachfolgewettbewerb des Barron Hilton Cups vorzustellen.
Gewinner der Auszeichnung "Flight of the Year" war in diesem Jahr der Italiener Giorgio Galetto (AC Bolzano). Er überzeugte die Jury mit einem "double": Bei ein und demselben Flug erzielte er sowohl die größte Distanz- als auch die beste Speedwertung des Tages (weltweit!). Der 53-jährige, sympathische Weltmeister aus dem Jahr 1999 ließ die Gäste bei einem spannenden und mit ausdrucksstarken Fotos ergänzten Vortrag an seinem prämierten Flug in den Südalpen teilhaben. Er flog von Bozen aus mit einem Ventus 2c/18m eine Strecke von 882 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166 km/h und zeigte damit eindrucksvoll, dass man sowohl weit als auch schnell zugleich fliegen kann.
Als Sieger der Junior Challenge durfte Nicolas Seidel vom AC Braunschweig dann den OLC-Discus von seinem Vorgänger Michael Wich übernehmen. Michael hat mit dem von Wilfried Großkinsky dem OLC zur Verfügung gestellten Discus-2cT/18m im vergangenen Jahr 100 Starts in fünf Ländern gemacht, ist dabei 600 Stunden und etwa 40.000 Überland-Kilometer - darunter mehrere 1000-Kilometer-Strecken - geflogen. Man darf gespannt sein, was Nicolas im nächsten Jahr zu erzählen haben wird. Wilfried Großkinsky überraschte dann noch mit einem Geldpreis für diejenigen Junioren, die haarscharf den OLC-Discus verpasst hatten ... 1.000 Euro gingen an den Drittplatzierten Tobias Meisel (LSG Münchberg). Die 2.000 Euro an den Zweitplatzierten kamen dann aber in den Jackpot für das nächste Jahr, da der Begünstigte trotz Einladung nicht anwesend war.
Last but not least folgten in locker-sportlicher Form die Siegerehrungen der Ligen. Dabei ging es nicht nur um die Verleihung der Preise an die Meister - die Sieger nutzten auch die Gelegenheit, die Mannschaften und ihre Vereine in einer kurzen Präsentation dem Publikum vorzustellen. Die Meisterschale für den Deutschen Meister der Segelflugbundesliga ging in diesem Jahr an den SFZ Königsdorf, der sich in einheitlichen T-Shirts präsentierte - ebenso wie der Sieger der zweiten Segelflugbundesliga, die Mannschaft des LSV Burgdorf. Sie nahm die neu geschaffene Pyramide jubelnd in Empfang. Sieger der Qualifikationsrunde wurde der LSC Bayer Leverkusen.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die attraktiven Preise der Tombola verlost. So gab es neben dem Hauptgewinn, einem Logger (den neuen Nano von LX-Navigation), unter anderem Software-Lizenzen, ein aerokurier-Abo und LS8-Modellbaukästen zu gewinnen.
Die Besucher waren sich einig - es war eine rundherum gelungene Veranstaltung und so ging es am Abend mit vielen Denkanstößen im Gepäck nach Hause.

Text: Lothar Schwark, Sabine Malzbender; Bilder: Holger Weitzel (10), Lothar Schwark (1)

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... Einige mussten sogar stehen, der Saal in Poppenhausen war an seiner Kapazitätsgrenze.
Bernd Fischer (er erstelle auch das wöchtliche Resümee zum Bundesligawetter) eröffnete den Reigen der sehr informativen Fachvorträge.
Alexander Müller: Der Weg zur Langsstrecke. Der Deutsche Meister und auch Europameister des OLC plauderte kurzweilig, aber schon aus dem Nähkästchen über seinen Weg im Sport-Segelflug.
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Hannes Linke aus Los Angeles vertrat bis dato beim OLC-Symposium immer den Barron-Hilton-Cup ... nun ist er Sportdirektor der von der OLC-Organisation veranstalteten Barron-Hilton-Challenge.
Sehr locker aber immer fachlich fundiert moderierte Gerd Peter Lauer jeden einzelnen Beitrag an und formte so die Veranstaltung zu einem gelungenen Ganzen.
Unvergessen ist heute noch vielen Giorgios fight auf der WM 1999 in Bayreuth mit Karl Striedieck, als er ihn am letzten Tag überholte und Weltmeister wurde. Beim OLC-Symposium wurde Giorgio Galetto geehrt für einen wirklich genialen Alpenflug am 10- April 2010 , dem 'OLC Flight of the Year 2010'!
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Bewundernswert locker aber absolut präzise in den Details berichtete Michael Wiech von seinem Jahr mit dem OLC-Discus. NachTobias Welsch hatte man in ihm einen absolut würdigen Nachfolger gefunden.
Mit einem Förderpreis für diejenigen Piloten, welche ganz knapp den OLC-Discus verfehlten, erhöhte Wilfried Großkinsky sein Engagement für den OLC - herzlichen Dank!
Der 2011er Nutzer des OLC-Discus ist der 25-jährige Nicolas Seidl vom AC Braunschweig (NI). Er wurde von einem Gremium unter den zehn Erstplatzierten der Wertung für die OLC-Junior Challenge ausgewählt.
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Mit perfekt aufbereiteten Präsentationen stellten sich die BUNDESLIGA-Siegervereine vor: Hier der LSC Bayer Leverkusen.
Die erstmals vergebene Sieger-Pyramide für den Deutschen Meister der 2. Segelflug-BUNDESLIGA erhielt der LSV Burgdorf (NI).
Die umjubelte Meisterschale: Das SFZ Königsdorf (BY) triumphiert als Deutscher Meister der Segelflug-BUNDESLIGA!

 
Donnerstag, 21. Oktober
'OLC-Magazin' löst herkömmliche News ab:
Umfangreiches Informationsangebot für den sportorientierten Segelflieger
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powered by Windreich AG
 
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Willi Balz, Vorstandsvorsizender der Windreich AG, ist Projekt-Sponsor und Mäzen für das neue 'OLC-Magazin'
(hier im Cockpit des Arcus E)
Bisher nutzten die sportorientierten Segelflieger, wie auch die Drachen- und Gleitschirmflieger, die OLC-Webseite hauptsächlich, um ihre Streckenflüge zeitnah zu melden und um im Gegenzug umfangreiche Daten und Statistiken rund um den dezentralen Streckenflug in aller Welt und die damit verknüpften Wettbewerbe zu erhalten. Ergänzend dazu wurden mit den "News" Neuigkeiten vor allem aus der Welt des Sport-Segelfliegens angeboten (sporadisch auch für Drachen- und Gleitschirmflieger).
Um jedoch dem veränderten Leseverhalten insbesondere der 'Neue-Medien-Generation' Rechnung zu tragen, die ihre Informationen inzwischen nicht mehr aus Printmedien, sondern vorrangig aus dem Internet bezieht, ist die Idee entstanden, ein sportorientiertes Online-Nachrichtenmagazin zu entwickeln, das in dieser Form und mit diesem Niveau völlig neu auf dem Segelflugmarkt ist.
Ziel dieses neuartigen OLC-Magazins ist es, den Segelfliegern in professioneller Form eine intensive und aktuelle Berichterstattung über das Geschehen im Sportsegelflug anzubieten. So sollen ab sofort sorgfältig recherchierte Reports, Features, Hintergrundberichte und Porträts von erfolgreichen Piloten veröffentlicht werden. Analysen des OLC-Datenpools von besonders interessanten Flügen ergänzen das Portfolio.
Da im OLC-Team niemand diese hohen Ansprüche erfüllen konnte, war bald klar, dass ein Profi zur Unterstützung heran gezogen werden musste. Um diesen zu finanzieren, trug man die Idee für ein OLC-Magazin Willi Balz, dem Vorstandsvorsitzenden der Windreich AG und Motor des Arcus E-Projektes (siehe Bericht im OLC-Magazin vom 27. September 2010) an. Den passionierten Segelflieger und erfolgreichen Unternehmer überzeugte die Philosophie des Konzeptes, und so erklärte er sich bereit, das Sponsoring für das neue OLC-Magazin zu übernehmen.
Jetzt galt es nur noch, jemanden zu finden, der die Brücke zwischen Journalismus und Segelfliegen schlagen kann.
... ja, und da bin ich nun:
Mein Name ist Sabine Malzbender, ich bin 42 Jahre alt, habe langjährige journalistische Erfahrung und bin selbst Segelfliegerin. Während meines Geographiestudiums habe ich bereits als freie Mitarbeiterin beim aerokurier mit gewirkt und war dann lange Zeit als Redakteurin in großen Unternehmen tätig. Nun habe ich mich als Journalistin selbstständig gemacht. Zur Fliegerei habe ich eine sehr enge Verbindung. Als Tochter zweier aktiver Segelflieger bin ich quasi auf dem Flugplatz groß geworden. Meinen Vater Bernd Malzbender, Fluglehrer für PPL-A, -B und -C und ebenfalls lange Zeit freier Mitarbeiter beim aerokurier, habe ich viele Jahre bei seinen weltweiten Recherchen begleitet. Mit 14 Jahren durfte ich endlich selbst vorne ins Cockpit steigen, hatte mit 15 bereits die Scheinbedingungen erfüllt und die Silber-C in der Tasche. Weitere Streckenflugerfahrungen (bis zu einem 340 Kilometer-FAI-Dreieck) habe ich dann hauptsächlich auf kleinen Wettbewerben und in Südfrankreich gesammelt. Aus familiären Gründen - ich habe vier Kinder im Alter von 7, 9, 17 und 20 Jahren - haben sich die Prioritäten über die Jahre etwas verlagert, und ich habe das Staffelholz nun an meinen ältesten Sohn Felix weiter gegeben, der bereits seit 2009 im OLC als Teilnehmer registriert ist.
Ich freue mich, das OLC-Team seit Anfang Oktober tatkräftig unterstützen zu dürfen.

Sabine Malzbender

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Sabine Malzbender ...
... mit Vater Bernd im Vereins-Twin auf dem Heimatflugplatz Dahlemer Binz ...
... und im zarten Jugendalter mit dem Schein in der Tasche in den südfranzösischen Alpen

 
Samstag, 16. Oktober
Unser OLC-Mann in Singapore: Martin Petz.
Logo Eine der tragenden Säulen dieses Teams ist der Diplom-Ingenieur Martin Petz. Er weilt seit August aus beruflichen Gründen mit seiner Familie in Singapur, was ihn nicht davon abhält, sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für das Gelingen des OLC einzusetzen. Bei dem zweiten, diesjährigen Treffen der OLC-IT-Experten im September hat er sich deshalb via Skype-Konferenz dazu geschaltet und mit gewirkt.
Der 32-jährige Segelflieger engagiert sich nun bereits seit neun Jahren für den OLC. Seinem unermüdlichen Einsatz ist die Entwicklung der zweiten OLC-Generation zu verdanken. Neben der Koordination des OLC 2.0 ist er für die Aufbereitung der Rohdaten (IGC-Dateien, Teilnehmerdaten) zuständig und sorgt dafür, dass diese entsprechend der Regeln in der Datenbank als Punkte, Strecken und Statistiken dargestellt werden. Dabei reizt ihn besonders die Vielseitigkeit der Probleme, die es zu lösen gibt. Die Mitarbeit beim OLC gibt ihm zudem die Möglichkeit, den Sportsegelflug konkret und durchgängig zu unterstützen, egal in welchem Verein er gerade fliegt.
Martin hat bereits mit 14 Jahren im Aero-Club Weiden das Segelfliegen angefangen und dort auch mit 17 Jahren seinen Luftfahrerschein gemacht. Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtung ist er viel durch Deutschland gezogen. Zuletzt hat er in Schaftlach, südlich von München, gelebt und ist im LSC Schliersee seinem Sport nach gegangen. Von seinem Heimatflugplatz Geitau aus hat er zahlreiche Strecken bis zu 660 Kilometern geflogen. Im Jahr 2007 war er sogar auf der Hilton-Ranch mit dabei. Sein nächstes Ziel ist eine 800er Strecke zu fliegen.
Doch zunächst widmet er sich ein Jahr lang in Singapur seinem Aufbaustudium zum Master of Business Administration. Dort genießt er seine Freizeit am liebsten draußen, beim wandern, schwimmen und Ball spielen mit seinen Kindern (4 und 6 Jahre alt).

Sabine Malzbender

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Der engagierte Segelflieger (im hinteren Sitz) war auch schon als Gast auf der Hilton-Ranch in Nevada. Hier begleitete er Weltmeister Michael Sommer.
In Singapore nutzt Martin seine Freizeit für Outdoor-Aktivitäten mit der Familie.
Der Fortschritt macht es möglich: Martin nimmt über Videokonferenz aktiv am Treffen der IT-Experten teil.

 
Friday, October 15
OLC 2011: Foresight into future!
Bild An ingenious combination of OLC Classic and OLC-FAI triangle
Glider pilots usually have great respect for flights leading around far apart turning points, rather than for flights just racing up and down along a ridge. Consequently the FAI triangle, with a minimum of 28% for the shortest leg (respectively 25% for the shortest and 45% for the longest leg, when exceeding 500km) commands every bodies admiration.
Therefore the OLC introduced the FAI OLC scoring some years ago, besides the regular OLC Classic scoring for flights along 6 legs. The FAI triangle is a great, special challenge even for top pilots, for instance in southern Africa or for flights over the Andes mountains.
So the idea was born, to reward pilots for flying far apart, by merging the FAI OLC and the OLC Classic scoring into one new score. A working group was built under leadership of Gerd-Peter Lauer, which found a really simple and ingenious solution. All members of this working group can be found on the OLC website under 'OLC:about us'.
This solution is reflected in the rules for OLC 2011:
All six legs of a flight will be scored with 1 point for 1 km, so the 5th and 6th leg are scored equally now to the first four legs.
In addition, the optimization program finds the largest possible FAI triangle within a closed track and scores an additional 0.3 points per kilometer.
This results in the new OLC Plus scoring: OLC Classic points + FAI OLC points = OLC Plus points. OLC Classic and FAI OLC scorings will be omitted in OLC 2011.
In our opinion a positive side effect is achieved. First of all the pilots performance shows up in a more fairminded way and besides that, the scoring is laid out more clearly than before.
 
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The scoring is harmonious now. The 1.252 km Jojo, flown in Spain, August 7th 2010, by Guy Bechtold results in about the same amount of points ...
... than the 900 km FAI triangle of Pepe Reig, flown same day, same location and same glider type!
Perhaps this is the ideal form of popular sports. A zig-zag flight between far apart turning points of Peter Kremer performed on Aug. 7th, too, got lots of points, that´s the way it works!

 
Resurrection of the Barron Hilton Cup! Logo
The only worldwide contest for declared flights, the last Barron Hilton Cup ended in March 2009, as Barron Hilton decided that 30 years of his enormous engagement are enough. No other worldwide competition for declared flights is now left. Many pilots of various countries, which do not offer a national competition for declared flights, regretted this decision. Therefore the OLC team had the idea of a resurrection of this popular contest.
As luck would have it, the former BHC competition team was concerned with this idea, too. Because of the good relations between the OLC team and former BHC competition director Hannes Linke, both sides agreed to look for a common solution. As the BHC was associated to the OLC platform for years anyway, a common solution was developed finally.
The Barron-Hilton-Challenge was born. The organizer of this new, worldwide, decentralized contest for declared flights will be the "Segelflugszene gemeinnützige GmbH" (a non-profit company), who is organizer of the OLC, too. Hannes Linke (Los Angeles) will be acting as competition director again. The rules will be almost unchanged, referred to the former BHC, just the competition period is reduced from 2 to 1 year. Besides the usual competition classes (Open - 18m - 15m - Standard - Club and Doubleseaters) an additional 'overall class' is introduced, where all flights are merged and - in the style of OLC - a daily score is published.
All other classes will compete for a BHC-Champion using the usual OLC structure (Country, Continent, Worldwide). Like in the "old" BHC only declared and closed triangles will be scored, however the minimum distance is reduced to 300 km. The best flight of each class will be awarded during the annual OLC-symposium in the Wasserkuppe/Rhoen (Germany).
It is a great honour for the OLC team, that Barron Hilton has expressively allowed to use his name for this competition. Barron Hilton has organized the BHC for 28 years and by inviting the winners to his famous Flying-M-Ranch in Nevada, he was conducive to enable many friendships amongst glider pilots around the world. That's a good reason to keep his name alive respectfully in the world of soaring.
The Barron Hilton challenge has started already with the new OLC season 2011 at Oct. 12th 2010.
 
Better chances for pure gliders.
One of the main columns of the OLC - besides the class-overwhelming scoring, the actuality and the scoring of exclusively free flights - is the joint scoring for gliders with AND without propulsion. Based on this idea the equality of opportunities must be guarantied as far as possible.
Since times the opportunity of using an engine to come back home is discussed in glider forums controversially. Some say it is an unfair advantage, others moan about the additional weight giving advantages to pure gliders on weak days.
Especially when the engine is used tactically, it is getting a hot topic. In the past pilots of motor gliders had the chance to start a league flight once again by switching on the engine during flight, or even fly large distances into areas with good weather conditions and start their league flight far away from home. Both of these methods are inaccessible for pure glider pilots and therefore distort the competition.
It is an act of justice, to develop a rule for more equality of opportunities. The OLC team decided to establish a circle around the take-off location with a 15 km radius. Any league flight must begin within this circle, either by cutting the engine inside this circle or touch the circle in flight without propulsion.
With this rule, the pure gliders disadvantage against motor gliders is eliminated, at least in that concern.
 
Introduction of sliding time window for flight claims.
One of the very important changes in 2011 rules, to keep decentralized flying as actual as possible, is the introduction of a sliding claim window. Before the OLC became active, results of decentralized competitions were just statistics without any time relation. To get a close relation, the OLC laid down a dead line for all flight claims on Tuesday midnight after the flight. Because the overwhelming majority of pilots cultivate their sport on weekends, they had at least 2 days to claim their flights. Lucky guys, flying on Tuesdays had a full week to claim. Pilots flying on Mondays had to claim within one day. It became difficult to set the dead line correct as OLC grew bigger and finally was used everywhere around the world, as the local times of landing sites had to be considered in programming the OLC.
To eliminate this problem, the sliding claim window is introduced in the OLC 2011. Pilots all over the world have same conditions now, a flight must be claimed within 48 hours after the last position of the flight was logged, which is normally the landing time, but might be earlier, if logging stopped earlier for any reason (e. g. malfunction of logger, loss of battery power), so be careful, when claiming flights.

Translation: Hannes Nissslbeck (OLC Chief Admin)
 

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Donnerstag, 14. Oktober
NOVA Pilots of the Year 2010: Erfahrung und Jugend!
- Michael Pohl und Christoph Bessei ausgezeichnet
Logo Alljährlich ehrt der österreichische Gleitschirmhersteller NOVA einen oder mehrere Piloten als "Pilot of the Year". Für die Saison 2010 fiel die Wahl auf Michael Pohl und Christoph Bessei. NOVA verleiht die Ehrung zum "Pilot of the Year" nicht ausschließlich für herausragende sportliche Leistungen im Gleitschirmfliegen, sondern zieht auch das Engagement der Piloten und ihre Einstellung in Betracht.
Michael Pohl belegte mit seinem NOVA Triton 20 den dritten Platz von 3446 gewerteten Piloten in der weltweiten Wertung in der Kategorie "Sport" im Streckenflugwettbewerb XContest.org. Dem 43-jährigen Ingenieur aus Villach gelangen dabei zehn Flüge über mehr als 100 km, davon acht weiter als 150 km und immerhin zwei Zweihunderter - darunter auch das erst 200+ km FAI-Dreieck, das von der Emberger Alm gestartet wurde. Nachdem er in den Vorjahren die Plätze 11, 6 und 12 belegte, bedeutet der dritte Platz seinen bisherigen Karrierehöhepunkt. Micha wird auch 2011 einen NOVA Triton fliegen.
Christoph Bessei gehört zum NOVA Juniors Team und fliegt einen NOVA Factor. Er kam vor zwei Jahren als damals 16-Jähriger zum Team und stellt seither sein außergewöhnliches Talent eindrucksvoll unter Beweis. In der Juniorenwertung des DHV-Streckenflugwettbewerbs belegte er Rang 3, bei den "Senioren" (= ab 29 Jahre) reichte es immerhin für Platz 26. Darüber hinaus kam Chris bei der Juniors Challenge, dem Nachwuchswettbewerb des DHV, auf Platz 5 und qualifizierte sich für die deutsche Gleitschirmliga. Im Sommer nahm er in Spanien am Streckenflugwettbewerb XC Open in Piedrahita teil und belegte dort einen hervorragenden dritten Platz. Neben den fliegerischen Erfolgen nahm Chris an einem Projekt teil, bei dem Gleitschirmflieger gemeinsam mit Wanderfalken fliegen, verfasste darüber mehrere Artikel, wurde mehrfach im Fernsehen portraitiert und stellte mit einem Flug von Freiburg bis nahe Ulm einen neuen Schwarzwaldrekord auf.
NOVA-Geschäftsführer Wolfi Lechner überreichte Michael Pohl im Rahmen des jährlich stattfindenden Pilots Team Meeting einen iPod mit einer exklusiven "Pilot of the Year"-Gravur. Chistoph Bessei war zu diesem Zeitpunkt auf Klassenfahrt. Lechner sagte: "Ich freue mich sehr, dass wir auch einen Junior als Pilot of the Year dabei haben. Aber insgesamt fiel es uns dieses Jahr schwer eine Entscheidung zu treffen, denn viel Piloten haben herausragenden Leistungen gebracht. Im Namen unseres Unternehmens möchte ich mich hier bei Micha, Chris sowie allen begeisterten NOVA-Piloten bedanken und ihnen weiterhin viel Erfolg und wunderschöne Flüge wünschen".
Mehr über Michael Pohl findet sich hier.
Mehr über Chris Bessei findet sich hier.
Weitere Infos zu NOVA finden sich unter www.nova-wings.com/. Dort steht auch eine Vielzahl von Bildern und Grafiken in hoher Auflösung zum Download bereit.

NOVA

Chris Bessei berichtet im Übrigen regelmäßig im OLC-Magazin über seine herausragenden Gleitschirmflüge!

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NOVA-Geschäftsführer Wolfi Lechner (li.) und Micha Pohl
Ganz rechts NOVA Juniors Team Pilot Chris Bessei
Im Flug mit dem Falken.

 
Mittwoch, 13. Oktober
Meisterfeier in Poppenhausen:
Segelflugprominenz trifft sich beim OLC-Symposium 2010.
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Eingeleitet wird dieses Event von Bernd Fischer, dem "Wettermann" des OLC, der auf der Basis einiger Spitzentage einen ganz besonderen Wetter-Jahresrückblick geben wird.
Ein Hauptthema des Symposiums werden die Regeländerungen im neuen OLC-Jahr sein. Auf der Grundlage ausgewählter Flüge aus der Saison 2010 wird den Segelfliegern im Vergleich gezeigt, wie sich die beiden Wertungsformen auf den Punktestand auswirken.
Bei den Siegerehrungen, dem zweiten wichtigen Bestandteil dieser Festivität, wird es ebenfalls eine Neuerung geben: So wird neben der traditionellen Meisterschale für den "Deutschen Meister der Segelflug-Bundesliga" ein weiterer, speziell angefertigter und künstlerisch gestalteter Wanderpokal vergeben. Diese Meisterpyramide geht ab diesem Jahr an den "Deutschen Meister 2. Segelflug-Bundesliga". Weiterhin werden Urkunden an die Aufstiegsvereine in die Bundesliga und 2. Bundesliga sowie an den Ersten der Quali-Liga verteilt. Die Siegervereine erhalten dann die Gelegenheit, sich kurz dem Publikum zu präsentieren.
Als ein Highlight wird am Nachmittag Alexander Müller erwartet. Der Streckenflugspezialist (LSG Bayreuth) mit alleine 23 Flügen über 1000 Kilometer im OLC-Jahr 2010 wird bei dem Symposium sein Erfolgsgeheimnis verraten.
Da der Bitterwasser-Cup seit der OLC-Saison 2010 auf einen Wertungszeitraum von zwei Jahren ausgedehnt worden ist und es zum anderen nun auf die Geschwindigkeit statt auf die Streckenleistung ankommt, wird Uwe Förster, Mitglied der Bitterwasser Lodge, die Halbzeiterfahrungen präsentieren.
Im Rahmen der OLC-Junior Challenge wird nun schon zum dritten Mal in Folge der von Wilfried Großkinsky als Preis zur Verfügung gestellte OLC-Discus weiter gereicht. Man darf gespannt sein, wer nach Tobias Welsch und Michael Wiech nun den Discus-2cT/18m für ein Jahr nutzen darf.
Der Deutschland-Pokal der Club-Klasse, ausgeflogen auf Burg Feuerstein, geht dieses Jahr an Joachim Kuhlmann vom SFC Betzdorf-Kirchen. Mit einigen Bildern soll auf dem Symposium die Atmosphäre auf Burg Feuerstein nacherlebt werden.
Spektakulärer Höhepunkt des Events wird die Verleihung des OLC-Zertifikates "Flight of the Year" sein. Der Preis ging schon an Piloten aus den USA, Schottland, Deutschland und sogar Israel. Auch dieses Jahr wird das Diplom an einen Mann mit Weltniveau vergeben. Er wird persönlich von seinem Flug in den Alpen erzählen (gerüchteweise soll er Italiener sein).
Zu guter Letzt wird Hannes Linke aus Los Angelos den Nachfolgewettbewerb des Barron Hilton Cups präsentieren: Die "Barron-Hilton-Challenge" (siehe auch Bericht im OLC-Magazin vom 11. Oktober 2010).
Rund um die Vorträge und Auszeichnungen wird es wieder die Möglichkeit geben, sich an Infoständen über die OLC- Partnerfirmen zu informieren. Abgeschossen wird die Veranstaltung dann durch eine Verlosung, bei der es Segelflugzubehör und einen wertvollen Hauptpreis zu gewinnen gibt. In den vergangenen Jahren sind hier schon Logger, Flarm und Spot-Geräte verlost worden.
Die Veranstaltung beginnt am 23.10.2010 um 13.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das 'Von-Steinrück-Haus' in Poppenhausen/Wasserkuppe.
Es wird ein Kostenbeitrag von 5 Euro erbeten.

Sabine Malzbender

Montag, 11. Oktober
Der OLC 2011: Weichenstellung in Richtung Zukunft.
Logo Geniale Kombination von OLC-Classic-Strecke und FAI-Dreieck.
Unter Segelfliegern haben flächige Streckenflüge - also solche, die über mindestens zwei bis fünf deutlich voneinander und vom Startpunkt entfernte Wendepunkte verfügen - ein größeres Ansehen als Jojoflüge, also Hin- und Zurückflüge, die beispielsweise mehrfach an einem langen Bergkamm mit konstantem Hangaufwind entlang führen. Die Crème de la Crème stellen hier FAI-Dreiecke dar, deren kürzester Schenkel mindestens 28 Prozent der Gesamtstrecke betragen muss (bzw. bei 500 km oder mehr FAI-Wertungsstrecke, muss der kürzeste Schenkel mindestens 25% und darf der längste Schenkel höchstens 45% der FAI-Wertungsstrecke betragen).
Der OLC hat deshalb schon vor einigen Jahren die Sechs-Schenkel-Classic-Wertung (OLC-Classic) mit einer separaten FAI-Wertung (FAI-OLC) ergänzt. Doch ist diese Wertungsform aufgrund ihrer höheren Anforderung nahezu nur von den Experten genutzt worden. Denn für einen Sportler ist es schon eine ganz besondere Herausforderung, beispielsweise im südlichen Afrika oder in den Anden ein klassisches FAI-Dreieck zu fliegen.
Um dieses flächige Fliegen künftig stärker zu belohnen, entstand die Idee, die FAI-Wertung mit der Classic-Wertung zu verschmelzen. Unter der Leitung von Gerd Peter Lauer hat ein eigens dazu ins Leben gerufener Regelarbeitskreis dann im Dezember 2009 eine geniale Lösung gefunden (die Mitglieder des Regelarbeitskreises finden sich bei OLC: Wir über uns).
Das Ergebnis spiegelt sich in den Regeln zum OLC 2011 wieder:
So werden alle sechs Schenkel der OLC-Classic-Stecke wieder - wie zu Urzeiten des OLC - mit einem Punkt pro Kilometer bewertet. Schenkel fünf und sechs sind also gleichwertig, so dass keine Schenkel mehr "raus optimiert" werden.
Zusätzlich wird, wie bisher beim FAI-OLC, automatisch das größtmögliche FAI-Dreieck in den geschlossenen Track gelegt und jeder Kilometer mit 0,3 Punkten bewertet.
Aus diesen beiden Berechnungen wird schließlich die Summe gebildet, die dann als OLC-Plus eine neue, eigenständige Wertungsform darstellt. Die separaten Wertungen FAI-OLC und OLC-Classic entfallen damit.
Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das so neu ausgerichtete Wertungsangebot an Übersichtlichkeit gewinnt und die segelfliegerische Leistung damit besser auf den Punkt gebracht wird.

Reiner Rose/SaM
 

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Die Wertung ist stimmig: Das 1.252 km JoJo vom Guy Bechtold, geflogen am 7.8. in Spanien ...
... ergibt genausoviel Punkte als ein fast 900 km FAI, geflogen von Pepe Reig am gleichen Tag, am gleichen Ort und mit dem gleichen Flugzeug!
Vielleicht die ideale Breitensport-Streckenform der Zukuft: Ein flächiger Zick-Zack Flug von Peter Kremer, ebenfalls am 7.8. ... die Flächigkeit gibt natürlich nach den neuen Regel gut Punkte ... so soll es sein!

 
Es gibt wieder einen Barron Hilton Segelflugwettbewerb! Logo
Nach dem Ende des Barron Hilton Cups (BHC) im März 2009 gab es für angemeldete Flüge keinen dezentralen Segelflugwettbewerb mehr auf weltweiter Ebene. Viele Piloten, vor allem aus Ländern, die keinen eigenen nationalen Wettbewerb dieser Art anbieten, bedauerten das außerordentlich.
Daher war es den Machern des OLC ein Anliegen, einen derartigen Wettbewerb wieder einzuführen. Wie es der Zufall wollte, beschäftigte sich das ehemalige BHC-Team ebenfalls mit diesem Gedanken. Aufgrund der guten Kontakte des OLC-Teams zu Hannes Linke, dem Competition Director des damaligen Barron-Hilton-Cups, setzten sich beide Seiten an einen Tisch, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Und da der BHC ohnehin schon viele Jahre mit der Plattform des OLC verknüpft war, wurde man sich schnell einig. Die Barron-Hilton-Challenge war geboren.
Veranstalter dieses neuen, weltweit organisierten, dezentralen Wettbewerbs für angemeldete Flüge ist die "Segelflugszene gemeinnützige GmbH", die auch Veranstalter des OLC ist. Als Sportdirektor fungiert wieder Hannes Linke (Los Angeles).
Die Regeln bleiben im Vergleich zum ursprünglichen BHC nahezu unverändert, nur der Wertungszeitraum wird von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt. Neben den üblichen Wettbewerbsklassen (Offene bzw. 18-Meter-, 15-Meter-, Standard-, Club- und Doppelsitzerklasse) wird zusätzlich eine "Overall Class" eingeführt, in der alle Flüge zusammengefasst werden und - ganz im Stil des OLC - auch eine Tageswertung statt findet. In den anderen Klassen wird jeweils ein BHC-Champion in der üblichen OLC-Struktur (Länder, Kontinente, weltweit) ermittelt. Wie schon beim "alten" BHC werden nur komplett geflogene Dreiecke, allerdings mit einer Mindestflugstrecke von 300 Kilometern in die Wertung aufgenommen. Es gewinnt schließlich der beste Flug in jeder Klasse. Die Siegerehrung findet dann beim alljährlichen OLC-Symposium in der Rhön statt.
Für das OLC-Team ist es eine große Ehre, dass Barron Hilton es ausdrücklich gestattet hat, diesem Wettbewerb seinen Namen zu geben. Schließlich hat er 28 Jahre lang den BHC ausgetragen und mit der Einladung der Sieger auf seine Flying-M Ranch in Nevada zu vertieften Freundschaften unter Segelfliegern weltweit beigetragen. Grund genug, seinen Namen in der aktuellen Segelfliegerwelt mit Respekt lebendig zu halten.
Der neue BHC beginnt bereits im kommenden OLC-Jahr (Start 12.10.2010).

Reiner Rose/SaM
 
Mehr Chancengleichheit für nicht motorisierte Segelflieger.
Eine der Hauptsäulen des OLC - neben der klassenübergreifenden Wertung, der Aktualität und der ausschließlichen Wertung freier Flüge - ist die gemeinsame Wertung von motorisierten und nicht motorisierten Segelflugzeugen. Basis für diesen Ansatz ist natürlich, dass möglichst gleiche Chancen für beide Gruppen gegeben sind.
So wird seit je her in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der Nutzung des Triebwerks zum Heimflug heiß diskutiert - die einen werten dies als Vorteil, die anderen sehen in dem zusätzlichen Gewicht eine Benachteiligung der motorisierten Flieger.
Besonders brisant wird es jedoch, wenn es um die flugtaktische Nutzung des Motors geht. So hatten die motorisierten Piloten bisher die Möglichkeit, durch einen Triebwerksstart während des Fluges einen neuen Ligaflug zu beginnen (Sprint-Aufgabe) oder sogar durch ständiges An- und Ausschalten des Motors in Sägezahnmanie in ein besseres Thermikgebiet zu gelangen, um von dort aus einen Ligaflug zu beginnen. Beides ist dem unmotorisierten Segelflieger natürlich nicht möglich und verzerrt daher den Sportvergleich.
Um hier mehr Gerechtigkeit ins Spiel zu bringen hat sich der Regelarbeitskreis folgende Neuerung für die Sprint-Aufgabe überlegt: Rund um den Startplatz wird ein Zylinder mit 15 Kilometern Radius gelegt. Der Beginn eines Liga-Fluges (Sprintabflugpunkt) - also der antriebslose Flug - muss innerhalb dieses Zylinders beginnen oder diesen kreuzen.
Somit haben die nicht motorisierten Segelflieger gegenüber den Motorisierten zumindest in diesem Punkt nun keinen Nachteil mehr.

Reiner Rose/SaM
 
Einführung eines gleitenden Zeitfensters für die Flugmeldungen.
Eine der markanten Neuerungen des OLC war es seinerzeit, Aktualität in das dezentrale Fliegen zu bringen. Bis dahin (das ist jetzt gut 10 Jahre her) waren die Ergebnisse von dezentralen Wettbewerben nur Statistiken ohne Zeitbezug. Um einen zeitnahen Bezug herzustellen, hatte man damals den Meldeschluss auf einen festen Wochentag gelegt, nämlich immer auf den jeweils dem Flug folgenden Dienstag 24.00 Uhr. Da die meisten Segelflieger ihrem Sport am Wochenende nachgehen blieben ihnen so mindestens zwei Tage Zeit, einen Flug anzumelden. Glück hatte der, der an einem Dienstag flog - er hatte eine ganze Woche Zeit. Piloten, die an einem Montag Strecken geflogen sind, mussten sich schon mit der Meldung sputen. Schwierig wurde dies besonders für Segelflieger in anderen Zeitzonen (z.B. den USA).
Um dieses Problem zu umgehen, wird mit den Regeln zum OLC 2011 ein gleitendes Meldefenster eingeführt. Damit bleiben den Piloten überall auf der Welt exakt 48 Stunden nach der Landung (beziehungsweise nach dem letzten Aufzeichnungspunkt), um ihre Meldung beim OLC abzugeben.

Reiner Rose/SaM
 

Mittwoch, 6. Oktober
Datenschutz im OLC: Eure Daten sind bei uns in guten Händen!
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Zweimal jährlich treffen sich die OLC IT-Experten zu einem Erfahrungsaustausch. Diesmal lag der Schwerpunkt auf Internetrecht (Datenschutz und Nutzungsbedingungen).
Effektiver Datenschutz ist heute wichtiger denn je. Datenskandale und Diskussionen wie um Googles "Streetview" haben diese sensible Thematik wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt und den Gesetzgeber dazu veranlasst, die bestehenden Bestimmungen zu überarbeiten. Daraus ergeben sich auch Konsequenzen für den OLC.
Das Team des OLC wird seiner Verantwortung im Umgang mit den von den Teilnehmern zur Verfügung gestellten Daten in besonderem Umfang gerecht. Es werden keine Mühen gescheut, die neuen gesetzlichen Vorgaben umzusetzen und die personenbezogenen Daten der Teilnehmer vor Missbrauch zu schützen. Dazu bedient sich der OLC professioneller Hilfe: Rechtsanwalt Markus Stamm, Experte für Datenschutz und Internetrecht, steht dem OLC-Team mit Rat und Tat zur Seite. Aus seiner Feder stammen die auf der Website veröffentlichte Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen für die Teilnehmer.
Beim zweiten diesjährigen OLC IT-Meeting Ende September hat der Rechtsexperte die Mitarbeiter in die Neuerungen eingewiesen und den sich daraus ergebenden Handlungsbedarf erläutert. So werden alle bestehenden Leistungen und Verträge einer kritischen Prüfung unterzogen und entsprechend angepasst sowie alle OLC-Mitarbeiter über ihre Verpflichtung zur Wahrung des Datengeheimnisses informiert.
Damit können sich die Teilnehmer sicher sein, dass ihre persönlichen Daten nicht etwa für Zwecke der Werbung oder Markt- und Meinungsforschung weiter gegeben werden. Auch Anfragen beispielsweise von Universitäten, die Daten für wissenschaftliche Arbeiten nutzen wollen (z.B. igc-files), würde nur statt gegeben, wenn die Auswertungen auf einem OLC-eigenen Server durchgeführt werden und die Daten somit sicher in einem geschützten Bereich verbleiben.

Sabine Malzbender
 

phg
Montag, 4. Oktober
Im Juli: Europarekord mit dem Drachen
Logo Bild Der österreichische Nationalteampilot Tom Weißenberger stellte am 3. Juli 2010 einen neuen Europarekord auf (Klasse Hängegleiten FAI1)! Gestartet vom Hochfelln in Deutschland verläuft sein FAI-Dreiecksflug über die Zillertaler Alpen nach Südtirol in Italien und über die Hohen Tauern von Österreich wieder retour. Ein Dreiländerflug von knappen zehn Stunden Flugdauer ...
Hier ist sein Bericht:
'Und eins, zwei, 345 km FAI-Dreieck! Bei einem frühen Start vom Hochfelln um 10:30 Uhr ging es vorerst mühsam über Stock und Stein der Chiemgauer Berge Richtung Südwesten. Nach einem langsamen ersten Schenkel mit einer Basis von nur 2.200 m mußte ich um 14:30 Uhr und nach 95 km in den Zillertaler Alpen wenden, um in meinem Zeitplan zu bleiben. Beim 2. Schenkel entlang der Alpensüdseite konnte dann endlich auf Race-Modus geschaltet werden bei einer Basis bis 3.800 m! Nach flotten 124 km und ganzen 47 km/h Schnittgeschwindigkeit konnte um exakt 16 Uhr östlich der Reißeckgruppe in Kärnten die zweite Wende genommen werden. Der Sprung zurück über den Hauptkamm ins Gasteiner Tal hatte es dann aber in sich und mein Tanz gegen 20 km/h Nordwind begann! Quasi im 'Böcksteinexpress' ging es von 3.900 m auf 1.900 m runter. Tief über Bad Gastein konnte ich am Graukogel im Talwind wieder aufgesoaren und ein rascher Thermikanschluß brachten mich zurück ins Rennen!
Die letzten 50 km waren dann ein Kampf gegen einen beharrlichem Nordwind, wo ich alle Register ziehen mußte: Lowsave über Maria Alm, Leebartsuche entlang des Steinernen Meers und ein tiefer Talwechsel zu den Leoganger Steinbergen. Hatte ich soeben noch mit bockigen Leebedingungen zu kämpfen, war auf einmal alles wie ausgewechselt: ruhige Luft, laminarer Aufwind und freundliche Kalkfelsen im Abendlicht. Mein Heimkommen schien doch noch möglich!
Mit dem ansteigenden Gelände wuchs auch wieder die Hoffnung in mir und mit einem dynamischen Konturenflug hüpfte ich von Felsgrat zu Felsgrat. Am nördlichen Ende des imposanten Felsmassivs der Leoganger Steinwelt ging es dann entschlossen weiter zu den 'Loferern'. Ich umflog deren Nordostgrat und wechselte schließlich auf die Westseite, die als senkrechte Steilklippe noch voll im Sonnenlicht vor mir lag. Lauernd suchte ich die imposante Felswand ab, die im grellen Sonnenlicht wie ein Backofen zu glühen schien. Und tatsächlich! Um 20 Uhr abends fing mein Vario doch nochmal zu piepsen an und es gelang mir, den alles entscheidenden Heimbringerbart noch auszugraben. Keine 10 m neben dem zerklüffteten Fels kreiste ich in der untergehenden Abendsonne bis über Grat, um auf 2.700 m meinen wohl schönsten Endanflug von 30 km antreten zu können! Nach einer Flugzeit von knappen 10 Stunden (in Worten: zehn!) landete ich schließlich bei Sonnenuntergang um 20:25 Uhr neben der Talstation des Hochfelln wieder ein - ein unglaublicher Ritt!'
Daten & Fakten
Fluggerät: Moyes Litespeed RS3.5 smoke/carbon
Datum: 3. Juli 2010
Flugstrecke: 345 km FAI-Dreieck
Flugdauer: 9 h 55 min
Schnitt: 35 km/h
Thermikbärte: gesamt 39 Stück
Kurbelanteil: 35 %
Höhengewinn: gesamt 22.739 m
Wendepunkte
Start: Hochfelln, 10:30 Uhr, 1.670 m (Bayern)
1. Wende: Keller Kopf, 13:20 Uhr, 3.100 m (Zillertaler Alpen, Tirol)
2. Wende: Salentinig Alm, 16:00 Uhr, 2.700 m (Reißeck Gruppe, Kärnten)
3. Wende: Lichtsberg, 20:20 Uhr, 750 m (Siegsdorf, Bayern)
Landung: Bergen, 20:25 Uhr, 500 m (Landeplatz Hochfelln)
 
Hier ist der Flug im OLC.
 
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