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Raimund Grever berichtet: So gelingt der Einstieg in den OLC Sunday, 22. August 2021 translate news

Die OLC-Saison ist in vollem Gange. Während die Routiniers dem Sportbetrieb nachgehen und ihre Flugtaktiken immer weiter optimieren, um noch mehr aus jedem Flug herauszuholen, tauchen in den Wertungslisten immer auch wieder neue Namen auf. Einer von ihnen ist Raimund Grever, ein Neueinsteiger, der stetig an Erfahrung und Erkennnis zugelegt hat und inzwischen beachtliche Flüge abliefert. Wir haben Raimund unter anderem gefragt, wie er zum OLC gekommen ist und was er Neueinsteigern rät, um im OLC erfolgreich zu sein.

Wie bist du auf den OLC aufmerksam geworden?

Als Segelflieger (manntragend) musste ich natürlich auch den Modellflug-OLC ausprobieren.  

Was hat dich dazu bewogen, erste Flüge zu melden?

Mir macht es Spaß sich mit anderen Piloten zu vergleichen.

Wie hast du den Modellflug betrieben, bevor du beim OLC eingestiegen bist?

Ich habe billige Schaumwaffeln habe ich durch die Luft gejagt.

Hattest du am Anfang Probleme mit der Flugaufgabe? Wenn ja, welche?

Ja, mit dem Start/Zielkeis und dem Merken der Abflughöhe. Nun setzt der GPS Logger beim Start/Zielkreis Durchflug die Höhe auf Null, dass macht die Sache wesentlich einfacher.

Gab es enttäuschende Erlebnisse/Vorkommnisse beim OLC-Fliegen? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?

Ich bin des öfteren mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren und musste feststellen, dass es doch kein so guter Flug war. Allerdings konnte ich das negative Erlebnis sehr schnell abstellen, indem ich mir die OLC Regeln nochmal etwas genauer durchgelesen und mir Hilfe bei einem sehr netten, hilfsbereiten OLC Piloten Hansjörg Rietmann geholt habe.

Wie lange hast du gebraucht, bis du erstmals überdurchschnittliche Punktezahlen erreichen konntest? Was waren die wichtigsten Erkenntnisse/Entscheidungen auf dem Weg dorthin?

Nach ca 15 Flügen wurden die Punkte besser. Außerdem bin ich auf einen GFK Flieger mit sehr guten Thermikeigenschaften umgestiegen.

Welche Strategie verfolgst du bei deinen Flügen?

Ich versuche immer 10 Runden zu fliegen, dann ist die Chance größer höhere Punkte zu erreichen.

Welche Art von Modellen sind deiner Meinung nach gut für das OLC Fliegen geeignet?

Hier im Flachland sind GFK Modelle mit guten Thermikeigenschaften perfekt. Außerdem spielt das Gewicht eine Rolle, je höher das Abfluggewicht desto besser marschiert das Modell.

Hat der OLC zur Weiterentwicklung deiner Flugfertigkeiten und Kenntnisse von Wetter/Thermik beigetragen? Wenn ja in welcher Art und Weise?

Ich achte nun mehr auf Ablösepunkte und auf die beschaffenheit des Bodens (Getreidefelder sind sehr gute Thermikspender)-

Unternimmst du noch Flüge ganz ohne Logger/OLC-Wertung?

Nein, in den letzten Jahren habe ich nur OLC Flüge unternommen, es ist zur Sucht geworden.

Was würdest du einem Neueinsteiger raten, auf welche Hürden er am Anfang besonders achten sollte?

Bevor ein Dreieck geflogen wird, zuerst durch den Start/Zielkreis fliegen.
Wendepunkte festlegen z.B. ein Baum oder eine Waldschneise, damit das Dreieck nicht zu klein oder zu groß gefolgen wird.
Im Flachland möglichst weit ob fliegen, da die Thermik mit der Höhe stärker wird, außerdem kann man Thermikflauten besser überbrücken.
Den Start/Zielkreis über den Kopf ablegen, so kann er besser durchflogen werden. Möglichst viele Dreiecke fliegen, dadurch wird die Chance erhöht mehr Punkte zu erreichen.

Vielen Dank Raimund!


Aufwind-Report: Drei Beispiele zur Auswahl der Modelle Saturday, 16. January 2021 translate news

Hansjörg Rietmann beschrieb in früheren Beiträgen die Technik des RC‐OLC und das Fliegen der Aufgabe in Thermik und am Hang. Nun noch ein paar Worte über die Modellauswahl. Grundsätzlich kann man fast mit jedem RC-Segelflugmodell am Wettbewerb des RC‐OLC teilnehmen. Das Spektrum reicht von leichten 1‐m‐Schaummodellen über F3B‐ähnliche Hochleistungsmodelle bis hin zu vorbildgetreuen Modellen mit sechs und mehr Meter Spannweite. Für RC‐OLC am Hang sind aus praktischen Überlegungen eher kleine Flugmodelle im Einsatz...
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 4/2020.
 
(Anm. OLC: Dieser Artikel wurde uns seitens der Aufwind-Redaktion leider erst im Januar 2021 zur Verfügung gestellt)

So lief die Saison 2020 - die neuen Deutschen Meister berichten Saturday, 14. November 2020 translate news

Deutscher Meister Speed RC-OLC 2020: Wolf-Rüdiger Eitelmann (rechts).
Wolfis 110.0-Punkte-Flug mit dem Zulu. Hier geht es zum Flug im OLC.
Als Ende März die ersten guten Flugtage kamen und die OLC Saison 2020 Fahrt aufnahm, war schlagartig Stillstand angesagt. COVID-19 und der damit einhergehende Lockdown fror das öffentliche Leben ein - der Flugbetrieb auf Vereinsgeländen war von heute auf morgen untersagt. Wer jetzt punkten wollte - und nicht eh schon außerhalb von Vereinsgeländen flog - der musste flexibel sein. Wusste man in heimischen Gefielden immer, wo der Hausbart steht, galt es nun, brauchbare Gelände zu finden und sich gänzlich neu zu orientieren.
Einer, der das wie kein anderer genutzt hat, ist Wolf-Rüdiger Eitelmann (Wolfi), der alte und neue Deutsche Meister der Speed OLC-Wertung. Wolfi resümiert: "Für mich war diese Saison grandios. Ich konnte wie im letzten Jahr wieder drei 100er-Flüge in die Wertung bringen. Neben meinem persönlichen Rekord im Normalgelände mit dem Zulu, habe ich mich am meisten über den 100-Punkte-Flug mit dem Starling Pro gefreut, weil ich anfänglich nicht geglaubt hätte, dass mit diesem Flieger solche Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen werden können. Betrachtet man die Wetterlage, so hatte ich aber auch viel Glück. In meinem (anfangs durch Corona bedingtem) aktuellem Stammgelände ging es oftmals gut und zuverlässig und mit entsprechender Ausdauer konnten Oliver Raach und ich auch mehrmals im Teamflug super Flüge genießen. Dass ein Gelände durchaus gute oder schlechte Thermikjahre haben kann, konnte ich beim Blick auf die Ergebnisse anderer Mitstreiter feststellen. Ich war glücklicherweise oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Luft."
RC-OLC Long-Distance: die Königsklasse des sportlichen Modellsegelflugs
Nach dem Probelauf in der Saison 2019 konnte 2020 erstmals der Deutsche Meistertitel in der neuen Long-Distance Wertung erflogen werden. Anders als in der Speed-Wertung, in der die 10 schnellsten Runden des Fluges maßgeblich sind, werden hier die Wertungsstrecken aller gültigen Runde addiert. Hier gilt es also nicht, in einer guten Thermikphase in kürzester Zeit High-Speed-Runden in den Himmel zu brennen - vielmehr zählt "oben bleiben" und eine Taktik, mit der auch Thermikflauten überbrückt werden können - von der Konzentration und körperlichen Ausdauer des Piloten ganz abgesehen. Mit wahnsinnigen 51 gültigen Runden (67,17 Punkte) war es abermals ein Flug von Wolfi, an dem es sich zu messen galt. Geflogen mit einem Modell der Klasse bis 2 Meter Spannweite (!). In der Gesamtwertung aber war es Wolfgang Holtz, der am Ende die Nase vorne hatte. Der OLC gratuliert Wolfgang zum ersten Deutschen Meistertitel!
Wolfgang Holtz analysiert seine besten Flüge
Zur Saison 2020 und seinem Erfolg schreibt uns Wolfgang Holtz: "Es bleibt zunächst einmal festzustellen, dass das Wetter und somit die Thermik in diesem Jahr nicht so gut und ausgeprägt waren. Nutzen ließen sich die Übergänge in den Temperaturphasen von Kalt nach Warm, wobei es zwei Flüge gibt, die ich in dieser Form innerhalb von sechs RC-OLC Jahren noch nicht erlebt habe. Großflächiges Steigen in allen Richtungen des SZK, ohne dass gezielt enge Wenden (Schweinschwänze ) in Richtung des vorhergehenden Dreiecks geflogen werden mussten. Ein leichteres Fliegen um Punkte zu machen gibt es nicht.
Wolfgangs Flug vom 02.06.2020 (siehe Screenshot 1)
Mein bestes Jahresergebnis in der Long-Distance mit 40 Runden innerhalb von ca. 120 Minuten. Speed-Wertung 60.49 Punkte, Best-Round 64.02 Punkte, All-Rounds 52.56 Punkte. An der Wertung kann man erkennen, dass es eher ein ruhiger Flug war, lange oben bleiben ohne das wirklich schnell geflogen werden konnte. Da die Thermik nicht so ausgeprägt war, sind im Barographen immer wieder Absaufer (15:10 bis 15:35 Uhr) zu erkennen und im weiteren Verlauf bei 300 Metern nur kleine Piks, die einen Höhengewinn erkennen lassen. Hier hätte ich etwas schneller Fliegen können, um den Höhengewinn in Geschwindigkeit umzusetzen. Insgesamt ein konservativer Flugstil, der sich in der Speed-Wertung mit 60.49 Punkten darstellt. Betrachtet man den vorderen Teil der Wertung, erkennt man das stärker werden der Thermik und mit dem höher Kreisen auf ca. 330 Meter das Fliegen entspannter wird, weil genügend Höhe vorhanden ist um nach neuer Thermik zu suchen. Was aber ab 17:00 Uhr nicht weitergeholfen hatte, denn da hatten Thermik und Konzentration rapide abgenommen.
Wolfgangs Flug vom 27.05.2020 (siehe Screenshot 2)
Mein zweitbester Flug in der Long-Distance Wertung mit 34 Runden innerhalb von ca. 125 Minuten. Speed-Wertung 70.71 Punkte, Best-Round 80.72 Punkte, All-Rounds 48.69 Punkte. Dieser Flug hätte spannender nicht sein können. Absaufer um 50-60 Meter. Zwischendurch immer wieder ein paar schnelle Runden. Dann wieder Kurbeln um oben zu bleiben und weiter machen zu können. Mehrfach war ich ganz kurz davor den Motor einzuschalten. Hätte ich es getan, wäre ein solches Barogramm nicht zu Stande gekommen. Dieser Flug hatte viel Konzentration abgefordert, wobei ich in den schwachen Phasen viel Glück hatte, neue Thermik zu finden.
Wolfgangs Flug vom 22.07.2020 (siehe Screenshot 3 )
Mein drittbester mit 40 Runden in der Long-Distance innerhalb von ca. 105 Minuten. Speed-Wertung  91.98 Punkte, Best-Round 97.44 Punkte, All-Rounds 43,33 Punkte. Der Flug war von Anfang an sehr spannend. Nach nur 5 Minuten war ich von 230 Meter auf 40 Meter und kurz davor den Motor einzuschalten, hatte aber Glück und die richtige Stelle mit schwachem Steigen angeflogen. Gefolgt von wechselhaftem Steigen und Fallen um 200 Meter ging es nach weiteren 25 Minuten wieder auf 40 Meter runter, immer den Daumen am Motorschalter, um schnell zu reagieren. Und dann kommt das womit ich gar nicht gerechnet hatte…es ging voll der Punk ab. Am Anfang der Steigphase bei 13:12 Uhr bin ich wegen der vorangegangenen schwachen Phase noch etwas verhalten geflogen (hätte schneller Fliegen können) und habe dann die Thermik zwischen 320 und 500 Metern mit schnellen Dreiecken nutzen können. Bei diesem Flug sind hohe Punktzahlen bei der Speed und Long-Distance Wertung zusammen gekommen.
Zusammenfassung
Long-Distance - eine Disziplin in der Durchhalten und Kurbeln auf der untersten Ebene noch weiterhelfen kann. Der Nacken und die Schultern nicht nur leichte Verspannungen hervorbringen und die Konzentration erheblich nachlässt, schwache Thermik noch Hoffnung auf weiter Fliegen aufkeimen lässt und wenn es dann gepasst hat…sich beim Loggen der Flüge ein breites Strahlen einstellt. Vorher mit einem Blick ins das Wetter den richtigen Zeitpunkt heraussuchen - und wenn einem dann noch die gefiederten Flugkollegen weiter helfen und Thermik anzeigen, dann ist das Natur- und Flugerlebnis nicht mehr zu toppen. Ich freue mich schon auf die Saison 2021.

Besser hätten wir die Faszination Long-Distance nicht zusammenfassen können. Wir sind gespannt, welche Höchstleistungen 2021 auf uns warten!
 
Wolfgang Holtz Flug vom 02.06.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 27.05.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 22.07.2020 (Modell: NAN Omega)
Hier geht es zum Flug im OLC.

 


Aufwind-Report: So werden die OLC-Runden am Hang geflogen Tuesday, 22. September 2020 translate news

Nachdem Hansjörg Rietmann in früheren Beiträgen die Flugtaktiken des RC‐OLC im Thermikflug beschrieben hat, erläutert er nun die Flugtaktiken am Hang. So viel vorab: Vom Reglement her gibt es mit Ausnahme der Starttechnik keine Unterschiede. Am Hang werden mehrheitlich zwei Startmöglichkeiten praktiziert. Das ist zum einen der Handstart, der sich vor allem für motorlose Modelle anbietet. Es wäre auch denkbar, Gummiflitsche, Hochstart oder sogar den F‐Schlepp anzuwenden – wobei Letzteres kaum praktiziert wird. Die zweite und viel genutzte Möglichkeit ist der Start mit Elektroantrieb. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Startarten besteht darin, dass die Lage des Start‐/Zielkreises (SZK) beim Handstart dort ist, wo das Modell gestartet wird.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 3/2020.

 


Die führende Fachzeitschrift FMT berichtet über die Faszination OLC-Fliegen Saturday, 23. May 2020 translate news

Der GPS-Streckenflugwettbewerb Online Contest (OLC) möchte die Modellsegelflieger weg vom Fliegen rund um den Startpunkt mit gelegentlichen Ablassern hin zum flächigen Streckenflug motivieren. Aber wo genau liegt der Reiz dieses Sports? Was bringt die Teilnehmer dazu, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Punktejagd zu gehen? Wie muss ich eigentlich meinen Logger konfigurieren? Und wie schaffe ich es, mihilfe von Telemetrie erfolgreiche Dreiecke zu fliegen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in FMT 05/2020.

Jede Runde zählt: Der RC-OLC startet Langstrecken-Wertung Thursday, 21. March 2019 translate news

Herausragende Langstreckenflüge wie der von Detlef Behse zeigten ein Manko auf: In der Speed-Wertung fielen solche Leistungen fast vollständig unter den Tisch.
In der neuen Long-Distance Wertung füllt nun jede gültige Runde das Punktekonto!
Detlef Behse vom LSV Helmstedt (Niedersachsen), der ‘Geburtshelfer‘ des ‘Long-Distance‘ RC-OLC ;-)
Der RC-OLC hat eine neue Langstreckenwertung ins Leben gerufen und damit das Wertungsangebot verdoppelt! War der RC-OLC mit der klassischen 10-Runden-Wertung im Prinzip ein Speed-Ansatz mit in der Regel eher überschaubaren Dauer eines Wertungsfluges, so werden in der neuen Long-Distance Wertung die geflogenen Wertungsstrecken aller gültigen Runden einfach zusammenaddiert, es gibt keine Begrenzung nach oben … was heißt: ‘Open-End‘ – fliegen, solange die Thermik an dem jeweiligen Tag ‘lebt‘!  Wie gewohnt, bilden auch beim Long-Distance die 6 besten Flüge der Saison die Champion-Wertung. Jeder gemeldete Flug wird automatisch in beiden Wertungen gewertet.
Um in der Bezeichnung eine klare Abgrenzung zu schaffen, trägt die bisherige Wertung nun den Namen 'Speed RC-OLC'. Der Speed RC-OLC entspricht der bekannten 10-Runden-Wertung und damit exakt dem bisherigen RC-OLC. Auch die Wertungsmenüs bleiben unverändert, es sind nur eben doppelt so viele ;-)
Darum geht's:
Dieser ‘Open-End‘ Ansatz ist im RC-OLC grundsätzlich nichts Neues, denn in Form des Streckenrekordes existiert diese Wertung in Einzelform schon viele Jahre. Der derzeitige Rekordhalter ist nach wie vor Tobias Jenert mit 90,34 normierten Wertungskilometern, erzielt mit einem Flug über 64 Runden am 15.7.2015 (die 100 km hatte er also knapp verpasst!).
Was war nun die Absicht der OLC-Macher zu diesem Schritt in Richtung Langstrecke? Die Beantwortung dieser Frage liegt auf der Hand, denn sie wurde von den drei Bestplatzierten der noch jungen Saison 2019 dem OLC quasi ‘frei Haus‘ geliefert (Stand 1.3.2019), siehe Bild oben rechts.
Die Erkenntnis hieraus ist ganz simpel: Detlef Behse erzielte mit seiner Mega-Leistung von 51 Runden in 2:46 Stunden ein eher durchschnittliches Speed-Ergebnis von 66,71 Punkten. Seine respektable Energieleistung für den langen Flug fiel natürlich bei der auf die besten 10 Wertungsrunden bezogenen Speed-Wertung (fast) völlig unter den Tisch.
Das war zwar korrekt, zeigte aber markant das Manko auf. Das wollten die OLC-Macher beheben und schufen deshalb die Langstreckenwertung. Wenn man nämlich statt der besten 10-Runden der Speed-Wertung einfach die Gesamtwertungsstrecke aller gültigen Runden addiert (nichts anderes ist die Long-Distance Wertung), so ergibt sich für die drei Bestplatzierten in der neuen Long-Distance Wertung logischerweise ein ganz anderes Bild, siehe zweites Bild oben rechts.
Nun nimmt Deltlef Behse den Platz ein, der ihm als Liebhaber von langen Flügen gebührt. Große Anerkennung des OLC für diese Leistung! Das ist der Flug im OLC.
Was den OLC im Übrigen herausragend freut, ist der Startort Ballenstedt in Niedersachsen, denn zu oft werden dem Norden schlechtere thermische Bedingungen nachgesagt.
Zusammenfassung:
Es gibt nun zwei Wertungen: Den Speed RC-OLC und den Long-Distance RC-OLC. Der Speed RC-OLC entspricht exakt dem bisherigen OLC mit der bekannten 10-Runden-Wertung. Beim Long-Distance RC-OLC dagegen werden die Wertungsstrecken aller gültigen Runden addiert.
Es wird Liebhaber für den gewohnten Speed RC-OLC geben, die legen ihre Flugtaktik genau auf die Speed-Anforderung aus (eben möglichst zur besten Tageszeit starten und dann eben nicht viel mehr als die erforderlichen 10 Runden fliegen) … und es wird Flieger geben, die orientieren sich lieber am Langstreckenflug und sind eben gerne länger unterwegs … und (last but not least) es wird ganz Eifrige geben, die fliegen mal so und mal so … wie es sich eben ergibt.
Alle diese Wertungen sind nun schon im Netz, sie beginnen mit dem OLC-Jahr 2019 (Beginn im September 2018).
Der OLC wünscht allen Teilnehmern viel Freude beim Entdecken der neuen Möglichkeiten!
 

Das Frühjahr naht mit großen Schritten: Der RC-OLC ist bestens gerüstet! Sunday, 10. March 2019 translate news

Ein Schulbeispiel für einen perfekten und erfolgreichen
RC-OLC Flug von
Wolf-Rüdiger Eitelmann.
Die Mini Ellipse, mit welcher
der Flug gelang.
Nicht weniger als sechs Regelverletzungen beging der Teilnehmer bei diesem Windenstart. Die Häufung solcher Flüge verschiedener Teilnehmer war Anlass für den RC-OLC, nun einzuschreiten.
Super Thermik noch im Herbst
Das OLC-Jahr 2019 startete, wie alle Jahre, schon Ende September des Vorjahres. Und die bisherigen Flüge können sich sehen lassen: Bis zum 1. März haben auf den Normalgeländen 30 Piloten über 150 Flüge mit ‘Punktausbeute‘ eingestellt – ein wirklich gutes Ergebnis.
Besonders beeindruckt hat uns hier der bis Dato beste Saison-Flug, durchgeführt von Wolf-Rüdiger Eitelmann am 4. Oktober in der Nähe von Rottenburg am Neckar mit einer Mini Ellipse E (Klasse 01, 0 – 1.500 mm). In der Mittagszeit von 12:30 – 13:15 Uhr erflog er im Rahmen von 13 gültigen Runden eine Durchschnittsgeschwindigkeit 52,55 km/h, das ergab bei einem Handicap von 60 satte 87,56 Punkte!
In seinem Flug-Kommentar schrieb er: Eigentlich wollte ich zum Hangfliegen ins Hegau fahren. Nachdem ich beim Losfahren von der Arbeit einige kreisende Bussarde sah, entschied ich mich zu einem Abstecher zu den Arbachwiesen. Super Thermik für die Jahreszeit.
Auch der OLC platziert zu diesem Flug ein Sonder-Lob: Beeindruckend ist seine absolut mustergültige Flugweg-Taktik. Für jede Runde wählte er gekonnt einen anderen Weg, weil eben auch die Thermik in der Startplatzumgebung pulsiert und sich ständig verändert. Nur so kann er geschickt seine Aufwind-Ausbeute optimieren und kommt zu einem bestmöglichen Ergebnis. Eindeutig sieht man das auch an seiner Flugaufzeichnung … in einem großen Kreis hat er das gesamte Thermikangebot in der Startplatzumgebung perfekt ‘abgegrast‘.
Fazit: Ein Könner eben – siehe auch beiliegendes Bild!
Regeln für Hand-, Winden- und F-Schlepp Starter
Einige Sätze zu den neuen ‘alten‘ Regeln für Hand-, Winden- und F-Schlepp Starter. Die nunmehr geltenden Regeln sind exakt so, wie sie bis einschl. 2014 galten:
Bei Segelflugmodellen, die im Handstart, mit der Winde oder im F-Schlepp starten ist der Wertungsbeginn nicht zum Zeitpunkt ’Ausklinken’ sondern es muss ein Zeitpunkt unmittelbar nach dem Ausklinken/Handstart festgelegt werden.
Die liberale Regel, die man 2015 einführte, wurde mit dem Ende der Saison 2018 wieder aufgegeben, weil sich eine Handvoll Teilnehmer einfach nicht an die Regeln hielten: Sie hatten eben nicht, wie in den Regeln fixiert, den Ort des Wertungsbeginns (SZK – Mittelpunkt) schnellstmöglich und auf direktem Weg angeflogen, Zick-Zack Flüge und Returns unterlassen, sondern genau das Gegenteil praktiziert. Dazu kam noch, dass mancher Teilnehmer diesen Freiheitsgrad dazu nutzte, den Startpunkt bei der Flugmeldung solange hin- und herzuschieben, bis sich die bestmögliche Gesamtgeschwindigkeit für den Wertungsflug ergab … aber so war das natürlich definitiv nicht gedacht! Das Fass zum Überlaufen brachte dann aber Windenstarts, bei denen Teilnehmer, ohne mit der Wimper zu zucken, Regelverstöße quasi ‘am laufenden Band‘ produzierten (siehe unteres Bild mit den entsprechenden Erläuterungen). Das konnten die RC-OLC Macher so nicht stehen lassen, das war ein ‘Katz und Maus Spiel‘ und kein ernsthafter Sport.
Fazit: Ab dem OLC-Jahr 2019 wollte man wieder zurückkehren zu den bis einschl. 2014 geltenden Regeln … das hatte klaglos funktioniert und sich somit bewährt.
Aber unter dem Strich war das alles ein Schattenboxen, denn bestimmt 95 % aller Teilnehmer fliegen Eigenstarter und die sind natürlich von den Regeländerungen für Handstarter, Windenstarter und F-Schlepper überhaupt nicht betroffen.
Und an den Wertungsregeln selbst (z.B. 10-Runden Regel, ausgeglichene Energiebilanz, usw.) ändert sich absolut nichts > don’t touch a running system ;-)
FAQ OLC-System: Fragen und Lösungen
Der komplette Service-Bereich des OLC wurde umfassend überarbeitet. Dabei kombinierte man die gewohnten FAQs immer gleich mit den Lösungen, damit der/die Interessierte schneller zum Ziel kommen. Die allermeisten Fragen betreffen nun Segelflug, Drachen/Gleitschirm und Modellflug gleichermaßen (die Gleichartigkeit der Verfahren ist ja auch ein Ziel des OLC). Aber wenn sich im Lauf der Zeit spezielle Fragen für den Modellflug herauskristallisieren (sollten), so werden diese im Gesamtsystem ergänzt und als Modellflugfragen kenntlich gemacht. Aber ganz klar an dieser Stelle … hier geht es in erster Linie um Verfahren, die Wertungen selbst muss jeder aktive Sportler selbst überblicken … diese sind kein FAQ-Thema.
Man findet die FAQs unter dem i (wie Information) im header der website.
Ein Jubiläum steht an: Im nächsten Jahr wird der RC-OLC 10 Jahre
Aus diesem Anlass hat man sich die Mühe gemacht, alle bisher im Magazin des RC-OLC erschienenen Beiträge aus dem Archiv zu holen und zu präsentieren. Ziemlich genau 100 Beiträge sind es, und wenn man alles so überblickt … über die 10 Jahre … also da kann man schon stolz drauf sein … das muss erst mal einer nachmachen … es zeugt von Kontinuität und Fachkompetenz!
Last but not least wünschen wir euch einen super Saison-Start und jede Menge gelungene Flüge!

RC-OLC - Der Modellsegelflug Online Contest Thursday, 22. November 2018 translate news

Hansjörg Rietmann hat sich dem RC‐OLC verschrieben – mit wachsender Begeisterung. In dieser Ausgabe beschreibt er einen erfolgreichen Wettbewerbsflug. Gleichzeitig erläutert er dabei die Technik des RC‐OLC . Im RC‐OLC wird grundsätzlich zwischen den Kategorien „Hangflug“ (dynamisch) und „Normalgelände“ (Thermik) unterschieden. Das angeführte Beispiel handelt von Thermikflügen. Die Disziplin Hangflug ist was Reglement und Flugauswertung betreffen identisch. Erfordert jedoch eine andere Flugtaktik. Die Thermikflugsaison 2018 begann im Frühjahr mit sehr guten Bedingungen. Dadurch wurden im RC‐OLC – verglichen mit den Vorjahren – überdurchschnittliche Resultate erzielt ...
 
Hier gibt es den Artikel als PDF. Erschienen in AUFWIND 6/2018.
Im neuen AUFWIND-Magazin finden sich weitere lesenswerte Artikel, unter anderem zur ASW-27, zum Splint und Calavados.
 
Weitere Infos unter: www.aufwind-magazin.de

OLC Meeting der MFG Wächtersberg Tuesday, 06. November 2018 translate news

Am Samstag, den 20. Oktober, war das diesjährige OLC Abschlussmeeting auf dem Wächtersberg angesagt. Viele der teilnehmenden Piloten reisten schon um die Mittagszeit an. Gemeinsam konnte dann noch etwas geflogen werden. Trotz der schon fortgeschrittenen Jahreszeit konnten einige OLC Piloten bei sonnigem Herbstwetter mehrere Dreiecke umrunden. Lokalmatador Wolfi Eitelmann konnte mit seiner ASW 17 9 gültige Runden erfliegen, gefolgt von Oliver Raach und dem Schweizer Hansjörg Riethmann. Um 15 Uhr begann dann der offizielle Teil im Vereinsheim.
Die Top platzierten Piloten stellten ihre Flüge und Erfogsfaktoren den interessierten Zuhörern vor. Der gute Trainingszustand der Piloten wurde immer wieder angesprochen. Da eine Thermikphase meistens nur 10 bis 15 Minuten anhält, ist es eben wichtig in der Zeit möglichst viele gültige Runden in den Kasten zu bringen. Es ist dann sehr ärgerlich, wenn dann knapp am Kreis vorbeigeflogen wird oder etwas zu tief. Das Fliegen in größerer Höhe scheint ebenso zielführend zu sein, da die Thermik großflächiger wird und bei abbauender Thermik mehr Luft unter den Flügeln ist, um wieder einen Bart zu finden.
In gemeinsamer Diskussion gingen die Teilnehmer der Frage nach, warum das RC OLC Jahr 2018 so erfolgreich war. 2018 war mit ganz weitem Abstand das schnellste Jahr in der Geschichte des RC OLC. 5 Piloten haben 2018 die Siegerpunktzahl des Gewinners in 2017 übertroffen. Sogar die bisherige Toppunktzahl von Tobias Jenert aus 2015 wurde von 5 Piloten übertroffen. An was lag das? Auch hier waren sich die Piloten einig. Einmal an der lang anhaltenden Trockenheit, welche gute und lang anhaltende Thermik ermöglichte. Durch das schöne Wetter waren viele Flugtage möglich. Auch ganz entscheidend ist die stetige Steigerung des OLC Flugvermögens der Piloten.
In Vorträgen von Kurt Albrecht wurden die Flugsektoren für den Modellflug beleuchtet und attraktive Hangfluggebiete für Großsegler vorgestellt. Bei einer weiteren Präsentation von Kurt stiegen wir tief in die Flugmodell Aerodynamik ab und beschäftigten uns mit optimalen Flugmodellauslegungen für das OLC Fliegen. Nach gemeinsamem Abendessen im Vereinsheim der MFG Wächtersberg ließen die Teilnehmer den Abend gemütlich ausklingen und freuen sich schon jetzt auf eine tolle Saison 2019.
 
Falk Waidelich
 
Die Teilnehmer des Meetings.
Der neue und alte
Deutsche Vereins-Meister: die
MFG Wächtersberg
Die Champions der Deutschen
dezentralen Modellsegelflug-
Meisterschaft (DdMM).
Von links: Wolfgang Holtz
(3. Platz), Falk Waidelich
(1. Platz); Paul Willutzki (2. Platz)

 


Die MFG Wächtersberg lädt ein: RC-OLC Saisonabschlussmeeting auf dem Wächtersberg Thursday, 11. October 2018 translate news

Auch in diesem Jahr wollen wir uns wieder auf dem Wächtersberg treffen und im Pilotenkreis die Saison Revue passieren lassen:
Datum/Beginn: 20. Oktober um 15:00 Uhr
Wir wollen uns einige Top Flüge anschauen und über die Erfolgsfaktoren sprechen. Die Neueinsteiger kommen mit den schon länger im OLC fliegenden Piloten in Kontakt und können sich evt. wertvolle Tips holen. Gerne können die Teilnehmer Diskussionsvorschläge an Falk Waidelich senden. Das Ganze soll in einem lockeren Rahmen stattfinden. Davor kann auf dem Platz geflogen werden. Wir können mit dem Flugbetrieb schon um 12 Uhr beginnen.
Es werden Kaffee, Kuchen oder Butterbrezeln zur Verfügung stehen, zudem Kaltgetränke. Abends kann man gerne noch in einer Wirtschaft essen gehen oder auch Pizza kommen lassen.
Das Programm
- Präsentation von Top-Flügen, Erläuterung der Erfolgsfaktoren
- Siegerehrung
- Was sind die geeigneten Modelle im RC OLC?
- Auswirkung der Regeländerung auf Windenstart und F Schlepp
- Höhenbeschränkung im Modellflug
- Fragen an die "Experten"
- sonstige Punkte der Teilnehmer
Zum Flugbetrieb:
Bitte Versicherungsausweis mitbringen. Es ist eine Fluggebühr von 5,-- Euro zu entrichten.
Falls jemand zum Start eine F-Schlepp Maschine benötigt bitte kurz melden, damit ein entsprechendes Gerät zur Verfügung steht. Üblich sind E-Eigenstart und Windenstart (Modelle bis 25 kg problemlos). Verbrennernutzung ist nicht erlaubt, ausser die Schleppmaschine.
Wer übernachten möchte, kann das in einem Wildberger Gasthof oder Camping auf dem Wächtersberg (Camping bitte vorher kurz anmelden). Sonntags kann natürlich auch geflogen werden (aber kein F Schlepp).
Zur Planung der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, bitte per Mail an: falk.waidelich@yahoo.de
 
Falk Waidelich (MFG Wächtersberg)
 

Die Saison 2018 ist Geschichte, das Jahr 2019 startet mit einem Regel-Update Wednesday, 26. September 2018 translate news

Am letzten Montag (25. September) war der letzte Wertungstag des OLC-Jahres 2018, und die Sieger stehen fest.
Im Rahmen der ‘Deutschen dezentralen Modellsegelflug-Meisterschaft‘ platzierten sich:
Deutscher Meister: Falk Waidelich (MFG Wächtersberg, BW), 554,12 Punkte
Deutscher Vize-Meister: Paul Willutzki (MC Wehringen, BY), 531,17 Punkte
Drittplatzierter: Wolfgang Holtz (kein Verein), 468,94 Punkte
Es ist ganz erstaunlich … obwohl 2018 ein super Thermik-Sommer war, die Lattenhöhe, die Axel Hajek (MSV Diedorf, BY) mit 580,41 Punkten im Jahr 2014 fixiert hat, ist nach wie vor der Maßstab!
Die müssen die Konkurrenten erst mal knacken.
Obwohl die Spitzenleistungen auch in 2018 wieder ganz beachtlich waren, die wahren Gewinner waren die Neueinsteiger, die es geschafft haben, ihre ersten Flüge mit Punkten zu platzieren. Damit haben sie sich abgesetzt vom allgemein üblichen Modellsegelflieger-Niveau, welches im Wesentlichen ja nur Thermikfliegen rund um den Startpunkt kennt … mit gelegentlichem Ablassen und kümmerlichen Kunstflugversuchen – OLC-Piloten stehen da drüber!
Hier im RC-OLC Magazin werden demnächst mustergültige Flüge aus 2018 besprochen … es werden nicht unbedingt die besten Flüge sein, aber eben die markantesten, die der OLC-Streckenflugphilosophie am perfektesten entsprechen.
Seit dem gestrigen Dienstag läuft nun schon das OLC-Jahr 2019. Ab diesem Zeitpunkt gelten auch neue Regeln. Aber kein Aufschrei, für bestimmt über 95 % aller Teilnehmer wird sich nichts ändern. Die Änderungen betreffen die im RC-OLC eher selten verwendeten Startarten ‘Handstart, Windenstart und F-Schlepp‘. Hier wurden der Wertungsbeginn an dem überall im OLC geltenden Modus angepasst, und der lautet ‘Wertungsbeginn ist der Beginn des antriebslosen (freien) Fluges‘.
Im Regeltext sind die Änderungen grün dargestellt.
 
Der OLC wünscht allen Teilnehmern einen erfolgreichen Start in die Saison 2019.
 

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