OLC-Magazine... powered by Bürklin


Saturday, 23. May 2020 Die führende Fachzeitschrift FMT berichtet über die Faszination OLC-Fliegen translate news

Der GPS-Streckenflugwettbewerb Online Contest (OLC) möchte die Modellsegelflieger weg vom Fliegen rund um den Startpunkt mit gelegentlichen Ablassern hin zum flächigen Streckenflug motivieren. Aber wo genau liegt der Reiz dieses Sports? Was bringt die Teilnehmer dazu, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Punktejagd zu gehen? Wie muss ich eigentlich meinen Logger konfigurieren? Und wie schaffe ich es, mihilfe von Telemetrie erfolgreiche Dreiecke zu fliegen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in FMT 05/2020.

Thursday, 09. April 2020 Aufwind-Report: RC-OLC-Treffen 2019 am Moosberg translate news

An der vierten Auflage des Treffensvom 16. bis zum 19. Juni auf dem Moosberg beteiligten sich neun Modellflieger. Sie kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erstmals wurden Wettbewerbsflüge absolviert und eine Rangliste erstellt. Der Moosberg ist der Haushang des Modellfliegerhotels „Goldenes Lamm“ in Weissenbach im Tiroler Lechtal. Mit 1.025 Metern Höhe liegt er 125 Meter über dem Talgrund. Der Hang ist Südost‐orientiert und bietet damit eine herrliche Sicht über das Tal. Über der Hangflanke und dem vorgelagerten Gelände bildet sich schon vormittags gute Thermik. Selbst bei bedecktem Himmel trägt der Hang gleichmäßig und großflächig. So sind selbst bei solchen Wetterlagen stundenlange Flüge möglich. Die Landewiese liegt seitlich der Skipiste, leicht unterhalb des Plateaus. Sie ist übersichtlich, vollkommen hindernisfrei und etwa 100 Meter breit. Kleinere Segler können allerdings auch auf dem Plateau landen....
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 1/2020.


 


Sunday, 05. April 2020 OLC-Fliegen in Zeiten von Corona? Ja! Aber nicht in Bayern translate news

Derzeit sind aufgrund der Corona-Pandemie Sport- und Freizeitstätten - und damit auch Modellflugplätze - geschlossen. Doch was ist mit dem Fliegen auf der "grünen Wiese"? Also dort, wo die meisten OLC-Teilnehmer ihre Flüge absolvieren? Ist Modellfliegen dort noch erlaubt? Ein klares "Ja"! Der Deutsche Modellfliegerverband e.V. (DMFV) schreibt dazu auf seiner Webseite:
"Die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote, auf die sich die Regierungschefs der Länder und die Bundesregierung am 22.03.2020 verständigt haben, erlauben ausdrücklich individuellen Sport und Bewegung an der frischen Luft. Aus Sicht des DMFV ist somit auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland der erlaubnisfreie Modellflug auf der „grünen Wiese“ weiterhin erlaubt, sofern er allein, nach den allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Institutes zur Vermeidung von Infektionen und unter Beachtung der gesetzlichen Verfügungen erfolgt (...)".
In einer Aktualisierung vom 27.3.2020 schreibt der Verband: "(...)...die Modellflugplätze sind gesperrt und auch Vereinsaktivitäten oder Treffen von mehr als zwei Personen sind nicht erlaubt. Dennoch: Modellfliegen ist nicht verboten … und vielleicht wichtiger denn je, um den Hüttenkoller loszuwerden und den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Das Leben besteht nicht nur aus Corona! (...)"
Dennoch mahnt der Verband, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Es sei davon auszugehen, dass nicht sämtliche kommunalen Behörden dieser Interpretation folgen. Im Zweifelsfall sei den Anweisungen der Ordnungshüter unbedingt Folge zu leisten.
 
Aktualisierung:
Am 7.4.2020 teilte der DMFV mit, dass die o.g. Aussage nicht für das Bundesland Bayern gilt. Der Verband schreibt: "Nach Aussage vom Luftamt Südbayern ist Modellfliegen generell in Bayern nach der Bayerischen Verordnung über Infektionsschutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie (Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – BayIfSMV) verboten. Zwar ist darin in § 4 Abs. 3 Nr. 7 auch Sport und Bewegung an der frischen Luft erlaubt, doch fallen Modellfliegen wie Bergwandern usw. nicht darunter. Modellfliegen wird demnach als „längerer Aufenthalt im Freien“ definiert, welcher verboten ist."

Friday, 11. October 2019 Long-Distance Wertung: Größere Spannweiten im Vorteil translate news

Long-Distance OLC Champion
Falk Waidelich mit seiner 5m-LS6
Zur OLC-Saison 2019 erreichte uns von Falk Waidelich (MFG Wächtersberg) eine interessante Analyse:
Ich habe mir die Flüge im Normalgelände der Speed Wertung und der Long-Distance Wertung etwas genauer angeschaut. Zunächst habe ich dabei Flüge dieser Wertungen in eine Rangfolge gebracht und jeweils um Fluggelände und Modellgröße ergänzt. Dabei konnten einige interessante Feststellungen gemacht werden.
Zu den Fluggeländen:
Es ist festzustellen, dass die Top Flüge der beiden Wertungen auf vielen verschiedenen Flugplätzen durchgeführt wurden. Es ist hier nicht zu erkennen, dass ein bestimmtes Gelände einem anderen gegenüber Vorteile aufweist. In der Speed Wertung sind das insbesondere die Gelände auf dem Wächtersberg, Arbachwiesen, Vorder Grüt und Amenhusen in der Schweiz, sowie Wehringen in Bayern. In der Top 20 Speed Wertung der Flüge war das Gelände in Amenhusen am häufigsten vertreten. Bei 3 Flügen in der Speed Wertung konnte die 100 Punkte Schallmauer überwunden werden. Alle 3 Flüge gelangen Wolfi Eitelmann. Der schnellste davon war auf dem Wächtersberg, die 2 anderen auf dem von Wolfi entdeckten Gelände Arbachwiesen. Hier hat sich die Thermik wohl ziemlich zuverlässig entwickelt, denn Wolf Rüdiger Eitelmann hat 4 seiner Top 6 Speed Flüge auf diesem Platz durchgeführt.
Long-Distance:
Bei den Fluggeländen sind die oben bereits aufgeführten Plätze natürlich ebenso wieder häufig vertreten. Zusätzlich gesellt sich das oft von Wolfgang Holtz genutzte Gelände Busecker Wiese hinzu. Am häufigsten vertreten unter den Top 20 ist der Wächtersberg. Sehr spannend ist festzustellen, dass der punkthöchste Flug der abgelaufenen Saison im Norden Deutschlands gelang. Pilot Detlef Behse konnte sage und schreibe 51 Runden fliegen. Und das nicht auf seinem Heimatgelände in Helmstedt, was sonst immer seine Wahl ist. Diesen fast 3-stündigen Flug hat er bei Beierstedt, ca. 25 km südwestlich von Helmstedt, auf einem hügeligen Gelände, mit Wald und Hecken durchsetzt an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durchgeführt.
Es ist zu erkennen, dass in der Speed Wertung die kleineren Modelle auf den vorderen Plätzen zu finden sind. Gewinner Wolfi Eitelmann hat 5 seiner Top 6 Flüge mit einem Zulu mit einer Spannweite < 1,5 m erflogen. Auch der zweitplatzierte Hansjörg Riethmann aus der Schweiz war mit einem kleinen Flieger mit Spannweite < 2 m am Start, ebenso der auf dem 3. Platz der Gesamtwertung stehende Paul Willutzki absolvierte 5 seiner Top 6 Flüge mit einem Modell < 2 m Spannweite. Die durchschnittliche Spannweite der Top 10 Flüge liegt bei 1,8 m, bei den Top 20 Flügen etwas höher bei 2,15 m.
Ein ganz anderes Bild zeigt die Long-Distance Wertung. Die durchschnittliche Spannweite der Top 10 Flüge liegt bei 3,05 m, bei den Top 20 Flügen 3,4 m. Ich konnte den Wettbewerb mit einer LS6 mit 4,95m Spannweite gewinnen. Es zeigt sich, dass in dieser Wertungsklasse Modelle unterschiedlicher Spannweiten vordere Plätze erfliegen. Der zweitplatzierte Daniel Rietmann flog ein Modell mit < 2,5m Spannweite, der Dritte Wolfgang Holtz 4 seiner Top Flüge mit 3m Spannweite, einmal sogar mit 3,5m. Die Spannweiten sind durchschnittlich größer als in der Speedwertung.
Wie ist das zu erklären?
Aus meiner Sicht sind in den beiden Wertungen unterschiedliche Flugtaktiken erforderlich, um erfolgreich zu sein. In der Speed Wertung ist es erforderlich, sein Modell möglichst schnell um das Dreieck zu fliegen. Idealerweise den Höhengewinn in maximalen Speed um zu setzen und mit wenig Überhöhung eine Runde abschließen. Die nächste Runde mit knapp unter der Grenze liegendem Start Speed zu beginnen. Um dies zu erreichen, sind aufgrund präziser Steuerbarkeit niedrigere Flughöhen vorzuziehen. Bei oben beschriebener Flugtaktik ist der Höhenzuwachs in der Thermikphase eher gering. Somit kommt logischerweise bei einer Flaute der Boden schnell näher und eine Landung ist kaum zu vermeiden. Viele Runden sind mit der Taktik somit nicht zu erzielen.
Anders in der Long-Distance Wertung. Hier kommt es nicht auf das letzte bisschen Speed an. Es ist besser , wenn man sich mit etwas Höhengewinn nach oben treiben lässt. Runde um Runde fliegt, ohne auf hohen Start Speed zu achten. Es macht auch Sinn, um eine Runde zu kämpfen und durch Kurbeln den Flieger mit Höhenüberschuss ins Ziel zu tragen. Die Flughöhe nimmt somit in der Thermikphase stetig zu. Bei abbauender Thermik ist somit die Arbeitshöhe und die zur Verfügung stehende Zeit deutlich höher, um wieder thermischen Anschluss zu finden. Größere Spannweiten bringen hier natürlich den Vorteil der besseren Sichtbarkeit des Modells in großer Höhe und Entfernung.
 
Falk Waidelich
 
OLC-Kommentar zu der Analyse von Falk Waidelich
Den Ausführungen kann man nur zustimmen, besonders im letzten Absatz beginnend mit "Anders in der Long-Distance Wertung. Hier kommt es nicht auf das letzte bisschen Speed an." bringt es Falk Waidelich auf den Punkt. Das sind genau die Fakten / Alleinstellungsmekrmale, die man bei der Vorstellung der Long-Distance Wertung am 5. April hier auf dieser websaite erläutert hat. Leider dauerte es bis Mai/Juni, bis die Leistunsgträger diese Fakten / Alleinstellungsmekrmale als Vorteile für ihre Art zu Fliegen registrierten ... dann aber stellten sich die Ergebnsisse wie gewünscht ein. Und diese weichen von der Speed-Wertung noch markanter ab, je mehr ein solcher Flug in den 'thermischen Tagesgang' eingebettet ist. Mit ein Grund ist hierbei die zunehmende Bedeutung der Taktik bei der Long-Distance Wertung, denn es ist absolut ergebnisentscheidend, wenn es um das Überwinden  einer Flaute-Phase geht ... die einen schaffen es, andere sind am Boden ;-)
Schon bei der Einführung war man sich im OLC sicher, dass die Long-Distance Wertung das Zeug zu einer ganz markanten Bereicherung für den sportorientierten Modellsegelflug hat.
Der Dank geht an Falk Waidelich für die korrekte Analyse.
 
P.S.: Die RC-OLC Long-Distance Wertung wurde während der laufenden Saison im März/April 2019 bekannt gemacht. Deshalb bittet man um Verständnis, dass dieses erste Jahr quasi ein Pilot-Projekt für die Einführung dieser neuen Wertung war ... und nachdem dieser Test rundum gelungen ist wird 2020 das erste 'echte' Wettbwerbsjahr sein (auch z.B. mit Urkunden usw.).

Tuesday, 04. June 2019 Harald Klein - vom Hobbyflieger zum OLC-Spitzenpiloten translate news

Noch vor wenigen Jahren war Harald Klein von der MFG Weilheim nur ein Gelegenheitsflieger, heute zählt er zu den Spitzenpiloten des RC OLC, nutzt jede freie Minute um in die Luft zu kommen und belegt stets Top-10 Plätze. Im Interview erklärt Harald, wie er zum OLC kam, welche Herausforderungen auf ihn warteten und welche Strategie er bei seinen Flügen verfolgt.
Wie bist du auf den OLC aufmerksam geworden?
Ein Fliegerkollege aus unserem Verein, der schon etwas länger beim OLC dabei ist , erzählte mir davon.
Was hat dich dazu bewogen, erste Flüge zu melden?
Die Neugier war groß und ich besorgte mir ein Logger und startete die ersten Versuche, der große Erfolg blieb aber erstmal aus.
Wie hast du den Modellflug betrieben, bevor du beim OLC eingestiegen bist?
Vor ca. 35 Jahren habe ich mit dem Modellflug angefangen. Erst mit Motorflug RC1 und anderen Kunstfliegern, später dann mit Seglern, auch am Hang. Dann habe ich aufgrund von mangelnder Zeit durch Beruf und Familie lange pausiert. Vor etwa sieben Jahren habe ich dann mit einem E-Segler wieder angefangen.
Hattest du am Anfang Probleme mit der Flugaufgabe? Wenn ja, welche?
Der SZK war immer das größte Hindernis gewesen. Wir hatten ja glück, dass bei uns im Verein ein OLC-Training statt fand. Von da ab wurden die Ergebnisse  auch schon besser. Mein Trainer war der Paul, von dem ich viel gelernt habe
Gab es enttäuschende Erlebnisse/Vorkommnisse beim OLC-Fliegen?
Ich persönlich hatte großartig keine enttäuschende Erlebnisse. Es wurde nur mal ein Flug gestrichen, war aber wohl meine Schuld.
Wie lange hast du gebraucht, bis du erstmals überdurchschnittliche Punktezahlen erreichen konntest? 
Es hat schon 2-3 Saisons gedauert. Wie schon gesagt , das gemeinsame OLC-Training hat sehr viel dazu beigetragen 
Welche Strategie verfolgst du bei deinen Flügen?
Mein SZK setze ich direkt über mir und ich fliege einen Kreis von ca. 200-300m je nach Modell um mich rum. Wo sich dann das Vario meldet, in die Richtung starte ich meine ersten Dreiecke. Wenn es geht, so wenig wie möglich Kreisen und so schnell wie möglich zum SZK.
Welche Art von Modellen sind deiner Meinung nach gut für das OLC Fliegen geeignet?
Grundsätzlich sind alle Segler geeignet, um Anfangserfolge erreichen zu können. F3B-Modelle sind wohl nicht schlecht , die sind schnell und haben gute Gleiteigenschaften. Wie ich so gesehen habe, geht der Trend wohl eher zu den 1,5m Hotlinern. Meine Favoriten sind ein Orion und ein Starling Pro.
Hat der OLC zur Weiterentwicklung deiner Flugfertigkeiten und Kenntnisse von Wetter/Thermik beigetragen?
Ich achte seit ich OLC fliege mehr auf die Umgebung. Das heißt, auf Vögel, Wolken, Windrichtung und Bewegung an den Bäumen, was zum Thermik suchen sehr hilfreich ist.
Unternimmst du noch Flüge ganz ohne Logger/OLC-Wertung?
Also ohne Logger und OLC-Wertung geht garnicht. Und vor allem man hat eine Aufgabe beim Fliegen. Meine Frau sagt, ich sei süchtig nach dem OLC. Ich sage, besser nach dem OLC als nach anderen Sachen.
Was würdest du einem Neueinsteiger raten?
Einfach nicht aufgeben , habe ich auch gemacht.
Vielen Dank für deine Antworten, Harald!
 
 

Monday, 30. July 2018 100-Punkte-Schallmauer im Thermikflug durchbrochen translate news

Falk Waidelich mit seinem Crossfire.
Während andere bei Temperaturen über 30°C am See liegen oder im Büro schwitzen und nichtmal ans Fliegen denken, brennt Falk Waidelich auf dem Wächtersberg mal eben den besten OLC-Flug aller Zeiten in den Himmel. Im Folgenden erklärt Falk, wie ihm dieses Meisterstück gelang:
"Am 27. Juli ist mir mit meinem Crossfire ein Flug mit einem Ergebnis geglückt, an das ich nicht mal annäherungsweise gedacht habe. Im Laufe der Saison konnte ich meine Punktzahlen gegenüber der letzten Saison etwas verbessern und auch einmal die 90 Punkte Marke ganz knapp überspringen. Aber jetzt der Sprung von 90 auf 106 Punkte ist unglaublich und unfassbar.
Schon beim Blick aus dem Bürofenster und der Fahrt auf unser Fluggelände habe ich wunderbare Cumulus Wolken gesehen.
Die prognostizierten Steigwerte im Segelflugwetterbericht waren im mittleren Bereich, was für unser Gelände am Rande des Schwarzwaldes optimal ist. Bei zu starken Steigwerten im Schwarzwald wird die Luft in den Randbereichen abgezogen, was bei uns dann meistens keine längeren Flüge ermöglicht.
Auf dem Wächtersberg angekommen, habe ich meinen Crossfire startklar gemacht und mit einem kräftigen Wurf den schweren Segler in die Luft befördert. Es war mir wichtig den Start/Zielkreis genau mittig vor mir über unsere Windenstrecke zu legen, damit ich später beim Rückflug in den Kreis eine ordentliche Peillinie habe.
Den Motor habe ich wie immer bei dem Flieger in ca. 200 m Höhe abgestellt. Da ich zunächst alleine am Platz war, musste ich erst mal erkunden, wo sich Thermik entwickelt hat. Nach etwas Suchen fand ich leichten Aufwind im Norden, wo ich mit ungefähr 0,5 m/s steigen konnte. Ich merkte, dass der Aufwind großflächiger wurde und habe erste vorsichtige Dreiecke im Nordwesten geflogen, nach dem da das Steigen nachlies wieder im Bart im Norden gekurbelt um dann vorsichtig den Nord Osten zu versuchen. Auch hier konnte ich dann ein paar verhaltene Runden drehen.
In der Zeit bauten zwei große Cumulus Wolken im Osten auf und aus zarten Schleiern wurde eine wachsende Wolke. Die Sonne konnte in der Zeit vom blauen Himmel im Südwesten voll einstrahlen. Ich verlagerte meine Flugstrecke weiter Richtung Südost und stellte fest, dass hier großflächig Aufwind war.
Die jetzt startende Phase war phänomenal. Ich hatte fast das gesamte Dreieck im Aufwind bei annähernder Windstille. Somit erwartete ich auch kaum eine Verlagerung. Ich flog dann von Westen her mit möglichst hoher, gerade noch erlaubter, Startspeed durch den Kreis Richtung Nordost, wo ich nach ca. 350 - 400 m wendete und die Flugbahn zum Wendepunkt im Südosten steuerte. Von da aus mit voll Speed zurück zum Kreis.
Nach dem Kreis wendete ich und flog wieder zügig durch den Start/Zielkreis. Ich versuchte so zu fliegen, dass ich Wendepunkt 1 und 2 mit Höhengewinn 0 gegenüber Start/Zielkreis umrundete und dann aber zur Sicherheit im Kreis mit etwas Überhöhung ankam. Um nicht zu weit zu steigen, habe ich dann beim Wenden nach dem Kreis ab und zu etwas Butterfly gesetzt.
Da ich in einigen Flügen dieser Saison die Dreiecksmax Größe überschritten hatte, achtete ich dieses Mal darauf, dass ich nach 350 m die Wende einleitete, was durch die nachlaufende Telemetrie dann auch 400 m oder mehr wurden. Diese starke Thermikphase dauerte ungefähr 15 min an. Wahrscheinlich auch durch die schon fortgeschrittene Saison mit einigen Flügen habe ich kaum eine Runde versemmelt und konnte somit 10 ganz schnelle Runden in die Wertung bringen. Ich versuchte die Konzentration hoch zu halten, was allerdings bei der Hitze sehr anstrengend war. Vorteilhaft war sicher, dass ich die Sonne die ganze Zeit im Rücken hatte und kaum geblendet war. Ebenso gut die aufbauenden Wolken, was einen guten Kontrast des Modells zum Himmel brachte.
Als Modell setzte ich einen Crossfire 2 von Aerotec ein. Die schnellen Runden fliege ich mit leicht nach oben gestellten Wölbklappen und Querrudern. Das Modell ist meines Erachtens fürs OLC Fliegen gut geeignet, weil es einen großen Geschwindigkeitsbereich hat. Da man ja selten eine Thermikphase hat, welche viele Runden erlaubt, ist es wichtig auch bei schwachen Bedingungen nicht abzusaufen um die nächste gute Phase zu erreichen. Das Modell hat 2 Ballastkammern, die bei guten thermischen Steigwerten gefüllt werden können. Ich wünschen allen OLC Teilnehmern noch schöne und erfolgreiche Flüge in der Saison."

Wednesday, 25. July 2018 Aufwind-Report: Der RC-OLC im Porträit translate news

Hochkurbeln und abturnen, immer und immer wieder - Hansjörg Rietmann und sein Sohn Daniel flogen viele Jahre auf die Art und Weise, wie die meisten Modellsegelflieger es heute noch tun. Und das mit Hochleistungsmodellen der F3J‐, F3B‐ und F3F‐Klasse. Klar, dass das irgendwann langweilig wird. Genau so ging es auch Hansjörg und Daniel. Vor rund drei Jahren entdeckten die beiden dann den OLC für Modellsegelflieger - und sind seitdem mit dem Streckenflugvirus infiziert. Fliegen gehen ohne Flugaufgabe, ohne Ansporn, ohne Ziel? Das kommt für die beiden Schweizer nicht mehr in Frage. Heute gehören die beiden zur Weltspitze und zeigen jedes Mal aufs Neue, dass man die Punkteskala weiter nach oben treiben kann. Warum sie dem OLC-Virus verfallen sind und warum der OLC weit mehr ist als nur ein Streckenflugvergleich, erklärt Hansjörg in der aktuellen Aufwind-Ausgabe.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 4/2018.

 


Monday, 23. July 2018 OLC-Fliegen mit Scale-Großseglern translate news

Falk Waidelich (l.) und Wolfi Eitelmann.
Beim RC-OLC fällt auf, dass elektrifizierte Zweckmodelle zwischen 1,5 und 3 Metern Spannweite zu den beliebtesten Arbeitsgeräten zählen. Der Grund liegt auf der Hand: ein Elektrosegler dieser Größe ist schnell aufgebaut und passt problemlos in jeden Kofferraum. Die Leistung der modernen Flieger dieser Größe ist zudem noch sehr ansprechend und kann im OLC hohe Punktzahlen erbringen.
Vor allem wenn wenig Zeit bleibt, um ein paar OLC Runden zu fliegen, greifen auch Falk Waidelich und Wolfi Eitelmann von der MFG Wächtersberg gerne zu dieser Möglichkeit, schnell und unkompliziert in die Luft zu kommen. Der Crossfire und der Kranich sind nach kürzester Zeit einsatzbereit. 
Sobald sich aber für die beiden die Möglichkeit bietet, bauen sie Ihre "Großen" auf. Dann werden die DG 1001 TE und die ASW 17 startklar gemacht. Beide Segler machen mit ihren rund 6 Metern Spannweite bereits am Boden schon einiges her. 
Und auch in der Luft ist es ein ganz anderes Fliegen. Vor allem mit dem Großsegler wird der Charakter des großräumigen Fliegens deutlich und unterstreicht das OLC Sinnbild von großen, frei angelegten Dreiecken. Dies erkennt man auch anhand der Eckdaten eines Top-Fluges mit dem Scale Großsegler. Dreiecksgrößen von 1500m und größer, sowie Durchschnittsgeschwindigkeiten von teilweise über 80 Km/h pro Wertungsdreieck untermalen die besondere Dynamik des Großseglerfliegens beim OLC. Da auf dem Wächtersberg schon seit je her traditionell Großsegler geflogen werden, ist es für Falk und Wolfi ein besonderes Vergnügen, nach dem originalgetreuen Windenstart einen guten "Bart" zu erwischen und im Anschluss einige OLC-Runden zu fliegen. Somit konnten die beiden Wächtersberger in der vergangenen Saison auch die Scale-Wertung mit einem Doppelsieg für sich entscheiden. Doch auch auf anderen Geländen wurden und werden gerne die "großen Pötte" zum Einsatz gebracht. In Kaltenkirchen nördlich von Hamburg sicherte sich letzte Saison Dirk Mohr mit glänzenden Flugleistungen Platz drei in der Scalewertung. Es wäre schön, wenn wieder mehr OLC Piloten zu Großseglern greifen würden. Das elegante Gleiten eines Großseglers und gleichmäßige Kurbeln in einem Bart fühlt sich einfach überragend an und bietet Fluggenuss pur. 

Hier der Link zum Spitzen-Scaleflug der laufenden Saison von Wolfi Eitelmann.
 
Falk Waidelich
 

Tuesday, 15. May 2018 Flug-Identifikation bei der Flugmeldung OLC 3.0 (ab 15.5.2018) translate news

Im Rahmen der Einführung des für die Nutzung durch mobile Geräte optimierten OLC 3.0 wurde auch die Flugmeldung zum RC-OLC weiter entwickelt. Die Darstellung der Flüge, die sich auf einem File befinden, wurde verbessert und man erfährt auf einen Blick die Rahmendaten der einzelnen Flüge, die zur Meldung anstehen. Nach Auswahl/Entscheidung für den zur Meldung anstehenden Flug kann man mit einem Klick die Rahmendaten wie Wertungsbeginn und Wertungsende aktivieren, mit der Funktion ‘genaue Start-/Endzeit-Bestimmung‘ die Werte checken und sie dann für die Meldung übernehmen.Es versteht sich von selbst, dass sich die Vorschläge an den geltenden Regeln orientieren (z.B. Wertungsbeginn ist der erste Dot nach Verlassen von ENL 999).
Hier sind die wesentlichen Schritte:
 
A: Das System schlägt den längsten Flug vor.
B: In einem Pull-down-Feld findet man die
Rahmendaten aller Flüge des Files, blau hinterlegt
ist der derzeit aktive Flug.
C: Mit einem Klick auf den Button
‘genaue Start-/Endzeit-Bestimmung‘
aktiviert man das Feld …
… und wenn man auf o.k. klickt, dann finden
sich alle Werte. Blau hinterlegt ist der Wert,
welcher in Bezug auf die Regeln vorgeschlagen wurde.
 
Ist die Flugmeldung erfolgt, dann lädt man erneut das File und entscheidet sich bei B im Pull-down-Feld für den nächsten Flug.
Alles funktioniert absolut easy und via learning by doing habt ihr ganz schnell raus, wie es geht.
Schöne Flüge!

Monday, 07. May 2018 Cleared for takeoff: Der neue OLC 3.0 startet zum Solo-Flug translate news

Nach einigen Wochen mit intensivem Fein-Tuning wird demnächst der Schalter umgelegt und der neue OLC 3.0 wird zum Standard OLC-System (ein Umschalten auf das 2.0 Layout ist dann nicht mehr möglich).
Der Grund für den Wechsel auf das System 3.0
Der gewohnte OLC (= OLC 2.0) war vom IT-Design her gut 10 Jahre alt und für die Anwendung am Desktop optimiert. Natürlich konnte man den OLC auch auf einem Handy o.a. Tablet nutzen, doch das war deshalb etwas umständlich, weil man ständig mit den Fingern vergrößern und verkleinern musste bzw. auch mit dem Scrollbalken hin- und her zu schieben hatte, um das zu lesen, was man lesen wollte.
Veränderung des Nutzerverhaltens und Anpassung
Aber die Nutzung hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich geändert. Insbesondere für die Generation 'unter 50' sind SmartPhone und/oder Tablet mittlerweile die Kommunikationstools schlechthin.
Deshalb war es Zielsetzung für den OLC, diesem Nutzer-Wandel Rechnung zu tragen und das gewohnte IT-Design weiter zu entwickeln mit der Zielsetzung der Mobiltauglichkeit (Fachbezeichnung: Optimierte Ansicht für mobile Geräte). Aber auch klar: Eine Nutzungsmöglichkeit am PC sollte natürlich weiterhin bestehen bleiben.
Der Schlüssel zum Erreichen des Ziels 'mobiltauglicher OLC' war aber eine komplette Neuprogrammierung der OLC website im 'responsive Design': Das ist der neue OLC 3.0
Eine herausragende Eigenschaft ist nunmehr, dass sich die Präsentation am Gerät orientiert, es werden beispielsweise mehr oder weniger Spalten angezeigt, bzw. scheinen dann nach Lageveränderung/Drehen auf.
Natürlich sind die OLC-Nutzer jetzt schon etwas gefordert, sich hier umzustellen (wobei ganz klar diejenigen im Vorteil sind, die ihr SmartPhone ohnehin für mehr nutzen als nur zum Telefonieren).
Der OLC 3.0 ist für folgende Browser optimiert:
Microsoft Edge (Version 16)
Mozilla Firefox (Version 59)
Google Chrome (Version 64)
Safari (Version 11.1)
Und bitte unbedingt dafür Sorge tragen, dass auf den genutzten Geräten (also auch am PC) immer die jeweils aktuellsten Updates installiert sind!
Der OLC wünscht allen Teilnehmern viele TOP Flüge ;-)
 

Tuesday, 10. April 2018 Die OLC-Philosophie verstehen - Chancengleichheit beim dezentralen Wettbewerb translate news

Wer das Ranking beobachtet, dem fällt auf, dass von bestimmten Geländen besonders viele punkthohe Flüge gemeldet werden und damit ein Verein auffallend ambitioniert am OLC teilnimmt. Zu diesem Thema erreichte uns eine Anregung eines OLC-Teilnehmers, die wir Euch gerne mitteilen und anschließend kommentieren.
Frage/Anregung:
Es ist auffallend, dass bei Flügen auf bestimmten Geländen der Kreisfluganteil der Runden extrem gering ist, bis hin, dass es keinen Thermikkreisflug im klassischen Sinne gibt. Auf diesen Plätzen werden mal eben 6,8,10 oder auch 12 oder 15 Runden unter jeglichen Bedingungen gedreht. Dies zeigen auch die Höhenprofile der eingereichten Flüge. Es stellt sich daher für mich/uns die Frage: Ist dies Thermikflug wie es in der Ebene praktiziert wird, oder sehen wir hier klassischen Hangflug? In der normalen Ebene, sind derelei Flüge nur an wenigen Tagen im Jahr  überhaupt möglich. Könnte man diesen Faktor bei den OLC Regeln nicht durch einen Hang- bzw. Ebenenindex berücksichtigen?
Kommentar OLC:
Der OLC ist kein Wettbewerb im klassischen Sinn, sondern ein Portal für dezentral erflogene Leistungen. So ist auch der entscheidende Bezug nicht der Gesamtvergleich, sondern  immer der Vergleich der am gleichen Ort und am gleichen Tag gestarteten Flüge (z.B. von einigen Vereinskollegen). Philosophie: "Wir wollen mal sehen, was heute geht!" Natürlich kann man alle diese Flüge zu einem jährlichen Gesamtvergleich zusammenfügen (was wir ja tun), aber man muss sich von der Erwartung  lösen, dass chancengleiche Bedingungen herrschen ... das ist im dezentralen Sport Utopie.
Dennoch: Dieses Handicap ist kein Grund, es nicht zu tun (und spielt  beim Vergleich an einem Platz auch keine Rolle). Dennoch, unterm Strich und über's Jahr gesehen zeigt es sich schon,  welche Gruppe kontinuierlich fliegt und sich so langsam aber sicher im Ranking nach oben fliegt. So ist z.B. die Definition für Hang- bzw. Normal-Gelände sehr  liberal, man kann sie in den Regeln nachlesen. Alles andere sind interssante Ideen, aber aus unserer Sicht nicht umsetzbar.
Im Modellflug fasst diese Philosophie des dezentralen Sports leider nur sehr schwierig Fuß ... ein Modellflieger ist eben gewohnt sich unter chancengleichen Bedigungen zu messen ... aber diejenigen, die es verstanden haben, erfahren eine echte Bereicherung. Im (personentragenden) Segelflug gibt es das seit Jahrzehnten ... mit hervorragenden Erfolgen ... trotz dass es hier ebensowenig Chancengleichheit gibt ... das weiß jeder, aber es stört keinen.
Diese Position sollten wir im Modellsegelflug irgendwann auch mal erreichen.
Lasst uns diese OLC-Philosophie akiv leben - Wir wünschen Euch viele spannende und erfolgeiche Flüge ;-)
 

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