OLC-Magazine ... powered by Bürklin


Monday, 30. July 100-Punkte-Schallmauer im Thermikflug durchbrochen translate news

Falk Waidelich mit seinem Crossfire.
Während andere bei Temperaturen über 30°C am See liegen oder im Büro schwitzen und nichtmal ans Fliegen denken, brennt Falk Waidelich auf dem Wächtersberg mal eben den besten OLC-Flug aller Zeiten in den Himmel. Im Folgenden erklärt Falk, wie ihm dieses Meisterstück gelang:
"Am 27. Juli ist mir mit meinem Crossfire ein Flug mit einem Ergebnis geglückt, an das ich nicht mal annäherungsweise gedacht habe. Im Laufe der Saison konnte ich meine Punktzahlen gegenüber der letzten Saison etwas verbessern und auch einmal die 90 Punkte Marke ganz knapp überspringen. Aber jetzt der Sprung von 90 auf 106 Punkte ist unglaublich und unfassbar.
Schon beim Blick aus dem Bürofenster und der Fahrt auf unser Fluggelände habe ich wunderbare Cumulus Wolken gesehen.
Die prognostizierten Steigwerte im Segelflugwetterbericht waren im mittleren Bereich, was für unser Gelände am Rande des Schwarzwaldes optimal ist. Bei zu starken Steigwerten im Schwarzwald wird die Luft in den Randbereichen abgezogen, was bei uns dann meistens keine längeren Flüge ermöglicht.
Auf dem Wächtersberg angekommen, habe ich meinen Crossfire startklar gemacht und mit einem kräftigen Wurf den schweren Segler in die Luft befördert. Es war mir wichtig den Start/Zielkreis genau mittig vor mir über unsere Windenstrecke zu legen, damit ich später beim Rückflug in den Kreis eine ordentliche Peillinie habe.
Den Motor habe ich wie immer bei dem Flieger in ca. 200 m Höhe abgestellt. Da ich zunächst alleine am Platz war, musste ich erst mal erkunden, wo sich Thermik entwickelt hat. Nach etwas Suchen fand ich leichten Aufwind im Norden, wo ich mit ungefähr 0,5 m/s steigen konnte. Ich merkte, dass der Aufwind großflächiger wurde und habe erste vorsichtige Dreiecke im Nordwesten geflogen, nach dem da das Steigen nachlies wieder im Bart im Norden gekurbelt um dann vorsichtig den Nord Osten zu versuchen. Auch hier konnte ich dann ein paar verhaltene Runden drehen.
In der Zeit bauten zwei große Cumulus Wolken im Osten auf und aus zarten Schleiern wurde eine wachsende Wolke. Die Sonne konnte in der Zeit vom blauen Himmel im Südwesten voll einstrahlen. Ich verlagerte meine Flugstrecke weiter Richtung Südost und stellte fest, dass hier großflächig Aufwind war.
Die jetzt startende Phase war phänomenal. Ich hatte fast das gesamte Dreieck im Aufwind bei annähernder Windstille. Somit erwartete ich auch kaum eine Verlagerung. Ich flog dann von Westen her mit möglichst hoher, gerade noch erlaubter, Startspeed durch den Kreis Richtung Nordost, wo ich nach ca. 350 - 400 m wendete und die Flugbahn zum Wendepunkt im Südosten steuerte. Von da aus mit voll Speed zurück zum Kreis.
Nach dem Kreis wendete ich und flog wieder zügig durch den Start/Zielkreis. Ich versuchte so zu fliegen, dass ich Wendepunkt 1 und 2 mit Höhengewinn 0 gegenüber Start/Zielkreis umrundete und dann aber zur Sicherheit im Kreis mit etwas Überhöhung ankam. Um nicht zu weit zu steigen, habe ich dann beim Wenden nach dem Kreis ab und zu etwas Butterfly gesetzt.
Da ich in einigen Flügen dieser Saison die Dreiecksmax Größe überschritten hatte, achtete ich dieses Mal darauf, dass ich nach 350 m die Wende einleitete, was durch die nachlaufende Telemetrie dann auch 400 m oder mehr wurden. Diese starke Thermikphase dauerte ungefähr 15 min an. Wahrscheinlich auch durch die schon fortgeschrittene Saison mit einigen Flügen habe ich kaum eine Runde versemmelt und konnte somit 10 ganz schnelle Runden in die Wertung bringen. Ich versuchte die Konzentration hoch zu halten, was allerdings bei der Hitze sehr anstrengend war. Vorteilhaft war sicher, dass ich die Sonne die ganze Zeit im Rücken hatte und kaum geblendet war. Ebenso gut die aufbauenden Wolken, was einen guten Kontrast des Modells zum Himmel brachte.
Als Modell setzte ich einen Crossfire 2 von Aerotec ein. Die schnellen Runden fliege ich mit leicht nach oben gestellten Wölbklappen und Querrudern. Das Modell ist meines Erachtens fürs OLC Fliegen gut geeignet, weil es einen großen Geschwindigkeitsbereich hat. Da man ja selten eine Thermikphase hat, welche viele Runden erlaubt, ist es wichtig auch bei schwachen Bedingungen nicht abzusaufen um die nächste gute Phase zu erreichen. Das Modell hat 2 Ballastkammern, die bei guten thermischen Steigwerten gefüllt werden können. Ich wünschen allen OLC Teilnehmern noch schöne und erfolgreiche Flüge in der Saison."

Wednesday, 25. July Aufwind-Report: Der RC-OLC im Porträit translate news

Hochkurbeln und abturnen, immer und immer wieder - Hansjörg Rietmann und sein Sohn Daniel flogen viele Jahre auf die Art und Weise, wie die meisten Modellsegelflieger es heute noch tun. Und das mit Hochleistungsmodellen der F3J‐, F3B‐ und F3F‐Klasse. Klar, dass das irgendwann langweilig wird. Genau so ging es auch Hansjörg und Daniel. Vor rund drei Jahren entdeckten die beiden dann den OLC für Modellsegelflieger - und sind seitdem mit dem Streckenflugvirus infiziert. Fliegen gehen ohne Flugaufgabe, ohne Ansporn, ohne Ziel? Das kommt für die beiden Schweizer nicht mehr in Frage. Heute gehören die beiden zur Weltspitze und zeigen jedes Mal aufs Neue, dass man die Punkteskala weiter nach oben treiben kann. Warum sie dem OLC-Virus verfallen sind und warum der OLC weit mehr ist als nur ein Streckenflugvergleich, erklärt Hansjörg in der aktuellen Aufwind-Ausgabe.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 4/2018.

 


ILEC
Peter H. Braasch
Milvus
LXNAV
TQ Avionics
Bürklin
LANGE Aviation GmbH
Air Avionics
HPH
aerokurier
TopMeteo
Rent a Glider
Alexander Schleicher
Cobra Trailer
Segelflugschule Wasserkuppe
SCHEMPP-HIRTH Flugzeugbau GmbH
FLARM
Clouddancers
Jonker Sailplanes
WINTER Instruments
Fliegerstrom
IMI Gliding
Deutscher Wetterdienst
binder
navITer
M+D Flugzeugbau
Bitterwasser
Siebert
Tost
DG Flugzeugbau
Baudisch Design
FLIGHT TEAM