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Saturday, 16. January 2021 Aufwind-Report: Drei Beispiele zur Auswahl der Modelle translate news

Hansjörg Rietmann beschrieb in früheren Beiträgen die Technik des RC‐OLC und das Fliegen der Aufgabe in Thermik und am Hang. Nun noch ein paar Worte über die Modellauswahl. Grundsätzlich kann man fast mit jedem RC-Segelflugmodell am Wettbewerb des RC‐OLC teilnehmen. Das Spektrum reicht von leichten 1‐m‐Schaummodellen über F3B‐ähnliche Hochleistungsmodelle bis hin zu vorbildgetreuen Modellen mit sechs und mehr Meter Spannweite. Für RC‐OLC am Hang sind aus praktischen Überlegungen eher kleine Flugmodelle im Einsatz...
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 4/2020.
 
(Anm. OLC: Dieser Artikel wurde uns seitens der Aufwind-Redaktion leider erst im Januar 2021 zur Verfügung gestellt)

Saturday, 14. November 2020 So lief die Saison 2020 - die neuen Deutschen Meister berichten translate news

Deutscher Meister Speed RC-OLC 2020: Wolf-Rüdiger Eitelmann (rechts).
Wolfis 110.0-Punkte-Flug mit dem Zulu. Hier geht es zum Flug im OLC.
Als Ende März die ersten guten Flugtage kamen und die OLC Saison 2020 Fahrt aufnahm, war schlagartig Stillstand angesagt. COVID-19 und der damit einhergehende Lockdown fror das öffentliche Leben ein - der Flugbetrieb auf Vereinsgeländen war von heute auf morgen untersagt. Wer jetzt punkten wollte - und nicht eh schon außerhalb von Vereinsgeländen flog - der musste flexibel sein. Wusste man in heimischen Gefielden immer, wo der Hausbart steht, galt es nun, brauchbare Gelände zu finden und sich gänzlich neu zu orientieren.
Einer, der das wie kein anderer genutzt hat, ist Wolf-Rüdiger Eitelmann (Wolfi), der alte und neue Deutsche Meister der Speed OLC-Wertung. Wolfi resümiert: "Für mich war diese Saison grandios. Ich konnte wie im letzten Jahr wieder drei 100er-Flüge in die Wertung bringen. Neben meinem persönlichen Rekord im Normalgelände mit dem Zulu, habe ich mich am meisten über den 100-Punkte-Flug mit dem Starling Pro gefreut, weil ich anfänglich nicht geglaubt hätte, dass mit diesem Flieger solche Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen werden können. Betrachtet man die Wetterlage, so hatte ich aber auch viel Glück. In meinem (anfangs durch Corona bedingtem) aktuellem Stammgelände ging es oftmals gut und zuverlässig und mit entsprechender Ausdauer konnten Oliver Raach und ich auch mehrmals im Teamflug super Flüge genießen. Dass ein Gelände durchaus gute oder schlechte Thermikjahre haben kann, konnte ich beim Blick auf die Ergebnisse anderer Mitstreiter feststellen. Ich war glücklicherweise oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Luft."
RC-OLC Long-Distance: die Königsklasse des sportlichen Modellsegelflugs
Nach dem Probelauf in der Saison 2019 konnte 2020 erstmals der Deutsche Meistertitel in der neuen Long-Distance Wertung erflogen werden. Anders als in der Speed-Wertung, in der die 10 schnellsten Runden des Fluges maßgeblich sind, werden hier die Wertungsstrecken aller gültigen Runde addiert. Hier gilt es also nicht, in einer guten Thermikphase in kürzester Zeit High-Speed-Runden in den Himmel zu brennen - vielmehr zählt "oben bleiben" und eine Taktik, mit der auch Thermikflauten überbrückt werden können - von der Konzentration und körperlichen Ausdauer des Piloten ganz abgesehen. Mit wahnsinnigen 51 gültigen Runden (67,17 Punkte) war es abermals ein Flug von Wolfi, an dem es sich zu messen galt. Geflogen mit einem Modell der Klasse bis 2 Meter Spannweite (!). In der Gesamtwertung aber war es Wolfgang Holtz, der am Ende die Nase vorne hatte. Der OLC gratuliert Wolfgang zum ersten Deutschen Meistertitel!
Wolfgang Holtz analysiert seine besten Flüge
Zur Saison 2020 und seinem Erfolg schreibt uns Wolfgang Holtz: "Es bleibt zunächst einmal festzustellen, dass das Wetter und somit die Thermik in diesem Jahr nicht so gut und ausgeprägt waren. Nutzen ließen sich die Übergänge in den Temperaturphasen von Kalt nach Warm, wobei es zwei Flüge gibt, die ich in dieser Form innerhalb von sechs RC-OLC Jahren noch nicht erlebt habe. Großflächiges Steigen in allen Richtungen des SZK, ohne dass gezielt enge Wenden (Schweinschwänze ) in Richtung des vorhergehenden Dreiecks geflogen werden mussten. Ein leichteres Fliegen um Punkte zu machen gibt es nicht.
Wolfgangs Flug vom 02.06.2020 (siehe Screenshot 1)
Mein bestes Jahresergebnis in der Long-Distance mit 40 Runden innerhalb von ca. 120 Minuten. Speed-Wertung 60.49 Punkte, Best-Round 64.02 Punkte, All-Rounds 52.56 Punkte. An der Wertung kann man erkennen, dass es eher ein ruhiger Flug war, lange oben bleiben ohne das wirklich schnell geflogen werden konnte. Da die Thermik nicht so ausgeprägt war, sind im Barographen immer wieder Absaufer (15:10 bis 15:35 Uhr) zu erkennen und im weiteren Verlauf bei 300 Metern nur kleine Piks, die einen Höhengewinn erkennen lassen. Hier hätte ich etwas schneller Fliegen können, um den Höhengewinn in Geschwindigkeit umzusetzen. Insgesamt ein konservativer Flugstil, der sich in der Speed-Wertung mit 60.49 Punkten darstellt. Betrachtet man den vorderen Teil der Wertung, erkennt man das stärker werden der Thermik und mit dem höher Kreisen auf ca. 330 Meter das Fliegen entspannter wird, weil genügend Höhe vorhanden ist um nach neuer Thermik zu suchen. Was aber ab 17:00 Uhr nicht weitergeholfen hatte, denn da hatten Thermik und Konzentration rapide abgenommen.
Wolfgangs Flug vom 27.05.2020 (siehe Screenshot 2)
Mein zweitbester Flug in der Long-Distance Wertung mit 34 Runden innerhalb von ca. 125 Minuten. Speed-Wertung 70.71 Punkte, Best-Round 80.72 Punkte, All-Rounds 48.69 Punkte. Dieser Flug hätte spannender nicht sein können. Absaufer um 50-60 Meter. Zwischendurch immer wieder ein paar schnelle Runden. Dann wieder Kurbeln um oben zu bleiben und weiter machen zu können. Mehrfach war ich ganz kurz davor den Motor einzuschalten. Hätte ich es getan, wäre ein solches Barogramm nicht zu Stande gekommen. Dieser Flug hatte viel Konzentration abgefordert, wobei ich in den schwachen Phasen viel Glück hatte, neue Thermik zu finden.
Wolfgangs Flug vom 22.07.2020 (siehe Screenshot 3 )
Mein drittbester mit 40 Runden in der Long-Distance innerhalb von ca. 105 Minuten. Speed-Wertung  91.98 Punkte, Best-Round 97.44 Punkte, All-Rounds 43,33 Punkte. Der Flug war von Anfang an sehr spannend. Nach nur 5 Minuten war ich von 230 Meter auf 40 Meter und kurz davor den Motor einzuschalten, hatte aber Glück und die richtige Stelle mit schwachem Steigen angeflogen. Gefolgt von wechselhaftem Steigen und Fallen um 200 Meter ging es nach weiteren 25 Minuten wieder auf 40 Meter runter, immer den Daumen am Motorschalter, um schnell zu reagieren. Und dann kommt das womit ich gar nicht gerechnet hatte…es ging voll der Punk ab. Am Anfang der Steigphase bei 13:12 Uhr bin ich wegen der vorangegangenen schwachen Phase noch etwas verhalten geflogen (hätte schneller Fliegen können) und habe dann die Thermik zwischen 320 und 500 Metern mit schnellen Dreiecken nutzen können. Bei diesem Flug sind hohe Punktzahlen bei der Speed und Long-Distance Wertung zusammen gekommen.
Zusammenfassung
Long-Distance - eine Disziplin in der Durchhalten und Kurbeln auf der untersten Ebene noch weiterhelfen kann. Der Nacken und die Schultern nicht nur leichte Verspannungen hervorbringen und die Konzentration erheblich nachlässt, schwache Thermik noch Hoffnung auf weiter Fliegen aufkeimen lässt und wenn es dann gepasst hat…sich beim Loggen der Flüge ein breites Strahlen einstellt. Vorher mit einem Blick ins das Wetter den richtigen Zeitpunkt heraussuchen - und wenn einem dann noch die gefiederten Flugkollegen weiter helfen und Thermik anzeigen, dann ist das Natur- und Flugerlebnis nicht mehr zu toppen. Ich freue mich schon auf die Saison 2021.

Besser hätten wir die Faszination Long-Distance nicht zusammenfassen können. Wir sind gespannt, welche Höchstleistungen 2021 auf uns warten!
 
Wolfgang Holtz Flug vom 02.06.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 27.05.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 22.07.2020 (Modell: NAN Omega)
Hier geht es zum Flug im OLC.

 


Tuesday, 22. September 2020 Aufwind-Report: So werden die OLC-Runden am Hang geflogen translate news

Nachdem Hansjörg Rietmann in früheren Beiträgen die Flugtaktiken des RC‐OLC im Thermikflug beschrieben hat, erläutert er nun die Flugtaktiken am Hang. So viel vorab: Vom Reglement her gibt es mit Ausnahme der Starttechnik keine Unterschiede. Am Hang werden mehrheitlich zwei Startmöglichkeiten praktiziert. Das ist zum einen der Handstart, der sich vor allem für motorlose Modelle anbietet. Es wäre auch denkbar, Gummiflitsche, Hochstart oder sogar den F‐Schlepp anzuwenden – wobei Letzteres kaum praktiziert wird. Die zweite und viel genutzte Möglichkeit ist der Start mit Elektroantrieb. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Startarten besteht darin, dass die Lage des Start‐/Zielkreises (SZK) beim Handstart dort ist, wo das Modell gestartet wird.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 3/2020.

 


Saturday, 23. May 2020 Die führende Fachzeitschrift FMT berichtet über die Faszination OLC-Fliegen translate news

Der GPS-Streckenflugwettbewerb Online Contest (OLC) möchte die Modellsegelflieger weg vom Fliegen rund um den Startpunkt mit gelegentlichen Ablassern hin zum flächigen Streckenflug motivieren. Aber wo genau liegt der Reiz dieses Sports? Was bringt die Teilnehmer dazu, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Punktejagd zu gehen? Wie muss ich eigentlich meinen Logger konfigurieren? Und wie schaffe ich es, mihilfe von Telemetrie erfolgreiche Dreiecke zu fliegen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in FMT 05/2020.

Thursday, 09. April 2020 Aufwind-Report: RC-OLC-Treffen 2019 am Moosberg translate news

An der vierten Auflage des Treffensvom 16. bis zum 19. Juni auf dem Moosberg beteiligten sich neun Modellflieger. Sie kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erstmals wurden Wettbewerbsflüge absolviert und eine Rangliste erstellt. Der Moosberg ist der Haushang des Modellfliegerhotels „Goldenes Lamm“ in Weissenbach im Tiroler Lechtal. Mit 1.025 Metern Höhe liegt er 125 Meter über dem Talgrund. Der Hang ist Südost‐orientiert und bietet damit eine herrliche Sicht über das Tal. Über der Hangflanke und dem vorgelagerten Gelände bildet sich schon vormittags gute Thermik. Selbst bei bedecktem Himmel trägt der Hang gleichmäßig und großflächig. So sind selbst bei solchen Wetterlagen stundenlange Flüge möglich. Die Landewiese liegt seitlich der Skipiste, leicht unterhalb des Plateaus. Sie ist übersichtlich, vollkommen hindernisfrei und etwa 100 Meter breit. Kleinere Segler können allerdings auch auf dem Plateau landen....
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 1/2020.


 


Thursday, 11. October 2018 Die MFG Wächtersberg lädt ein: RC-OLC Saisonabschlussmeeting auf dem Wächtersberg translate news

Auch in diesem Jahr wollen wir uns wieder auf dem Wächtersberg treffen und im Pilotenkreis die Saison Revue passieren lassen:
Datum/Beginn: 20. Oktober um 15:00 Uhr
Wir wollen uns einige Top Flüge anschauen und über die Erfolgsfaktoren sprechen. Die Neueinsteiger kommen mit den schon länger im OLC fliegenden Piloten in Kontakt und können sich evt. wertvolle Tips holen. Gerne können die Teilnehmer Diskussionsvorschläge an Falk Waidelich senden. Das Ganze soll in einem lockeren Rahmen stattfinden. Davor kann auf dem Platz geflogen werden. Wir können mit dem Flugbetrieb schon um 12 Uhr beginnen.
Es werden Kaffee, Kuchen oder Butterbrezeln zur Verfügung stehen, zudem Kaltgetränke. Abends kann man gerne noch in einer Wirtschaft essen gehen oder auch Pizza kommen lassen.
Das Programm
- Präsentation von Top-Flügen, Erläuterung der Erfolgsfaktoren
- Siegerehrung
- Was sind die geeigneten Modelle im RC OLC?
- Auswirkung der Regeländerung auf Windenstart und F Schlepp
- Höhenbeschränkung im Modellflug
- Fragen an die "Experten"
- sonstige Punkte der Teilnehmer
Zum Flugbetrieb:
Bitte Versicherungsausweis mitbringen. Es ist eine Fluggebühr von 5,-- Euro zu entrichten.
Falls jemand zum Start eine F-Schlepp Maschine benötigt bitte kurz melden, damit ein entsprechendes Gerät zur Verfügung steht. Üblich sind E-Eigenstart und Windenstart (Modelle bis 25 kg problemlos). Verbrennernutzung ist nicht erlaubt, ausser die Schleppmaschine.
Wer übernachten möchte, kann das in einem Wildberger Gasthof oder Camping auf dem Wächtersberg (Camping bitte vorher kurz anmelden). Sonntags kann natürlich auch geflogen werden (aber kein F Schlepp).
Zur Planung der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, bitte per Mail an: falk.waidelich@yahoo.de
 
Falk Waidelich (MFG Wächtersberg)
 

Wednesday, 26. September 2018 Die Saison 2018 ist Geschichte, das Jahr 2019 startet mit einem Regel-Update translate news

Am letzten Montag (25. September) war der letzte Wertungstag des OLC-Jahres 2018, und die Sieger stehen fest.
Im Rahmen der ‘Deutschen dezentralen Modellsegelflug-Meisterschaft‘ platzierten sich:
Deutscher Meister: Falk Waidelich (MFG Wächtersberg, BW), 554,12 Punkte
Deutscher Vize-Meister: Paul Willutzki (MC Wehringen, BY), 531,17 Punkte
Drittplatzierter: Wolfgang Holtz (kein Verein), 468,94 Punkte
Es ist ganz erstaunlich … obwohl 2018 ein super Thermik-Sommer war, die Lattenhöhe, die Axel Hajek (MSV Diedorf, BY) mit 580,41 Punkten im Jahr 2014 fixiert hat, ist nach wie vor der Maßstab!
Die müssen die Konkurrenten erst mal knacken.
Obwohl die Spitzenleistungen auch in 2018 wieder ganz beachtlich waren, die wahren Gewinner waren die Neueinsteiger, die es geschafft haben, ihre ersten Flüge mit Punkten zu platzieren. Damit haben sie sich abgesetzt vom allgemein üblichen Modellsegelflieger-Niveau, welches im Wesentlichen ja nur Thermikfliegen rund um den Startpunkt kennt … mit gelegentlichem Ablassen und kümmerlichen Kunstflugversuchen – OLC-Piloten stehen da drüber!
Hier im RC-OLC Magazin werden demnächst mustergültige Flüge aus 2018 besprochen … es werden nicht unbedingt die besten Flüge sein, aber eben die markantesten, die der OLC-Streckenflugphilosophie am perfektesten entsprechen.
Seit dem gestrigen Dienstag läuft nun schon das OLC-Jahr 2019. Ab diesem Zeitpunkt gelten auch neue Regeln. Aber kein Aufschrei, für bestimmt über 95 % aller Teilnehmer wird sich nichts ändern. Die Änderungen betreffen die im RC-OLC eher selten verwendeten Startarten ‘Handstart, Windenstart und F-Schlepp‘. Hier wurden der Wertungsbeginn an dem überall im OLC geltenden Modus angepasst, und der lautet ‘Wertungsbeginn ist der Beginn des antriebslosen (freien) Fluges‘.
Im Regeltext sind die Änderungen grün dargestellt.
 
Der OLC wünscht allen Teilnehmern einen erfolgreichen Start in die Saison 2019.
 

Friday, 14. September 2018 Der Wertungszeitraum für den RC-OLC entspricht nicht dem Regeltext translate news

In den aktuellen Regeln vom 25.4.2914 findet sich dieser Text:
1.3.2 Wertungszeitraum
Wertungsende für Flüge des laufenden Jahres ist immer der dritte Montag im September. Der darauf folgende Tag ist Wertungsbeginn für das folgende Jahr.
Das ist falsch, richtig ist der Passus aus dem Stamm-OLC:
1.3.2 Wertungszeitraum
Wertungsende für Flüge des laufenden Jahres ist immer 12 Tage vor dem ersten Samstag im Oktober. Der darauf folgende Tag ist Wertungsbeginn für das folgende Jahr.
Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

Monday, 30. July 2018 100-Punkte-Schallmauer im Thermikflug durchbrochen translate news

Falk Waidelich mit seinem Crossfire.
Während andere bei Temperaturen über 30°C am See liegen oder im Büro schwitzen und nichtmal ans Fliegen denken, brennt Falk Waidelich auf dem Wächtersberg mal eben den besten OLC-Flug aller Zeiten in den Himmel. Im Folgenden erklärt Falk, wie ihm dieses Meisterstück gelang:
"Am 27. Juli ist mir mit meinem Crossfire ein Flug mit einem Ergebnis geglückt, an das ich nicht mal annäherungsweise gedacht habe. Im Laufe der Saison konnte ich meine Punktzahlen gegenüber der letzten Saison etwas verbessern und auch einmal die 90 Punkte Marke ganz knapp überspringen. Aber jetzt der Sprung von 90 auf 106 Punkte ist unglaublich und unfassbar.
Schon beim Blick aus dem Bürofenster und der Fahrt auf unser Fluggelände habe ich wunderbare Cumulus Wolken gesehen.
Die prognostizierten Steigwerte im Segelflugwetterbericht waren im mittleren Bereich, was für unser Gelände am Rande des Schwarzwaldes optimal ist. Bei zu starken Steigwerten im Schwarzwald wird die Luft in den Randbereichen abgezogen, was bei uns dann meistens keine längeren Flüge ermöglicht.
Auf dem Wächtersberg angekommen, habe ich meinen Crossfire startklar gemacht und mit einem kräftigen Wurf den schweren Segler in die Luft befördert. Es war mir wichtig den Start/Zielkreis genau mittig vor mir über unsere Windenstrecke zu legen, damit ich später beim Rückflug in den Kreis eine ordentliche Peillinie habe.
Den Motor habe ich wie immer bei dem Flieger in ca. 200 m Höhe abgestellt. Da ich zunächst alleine am Platz war, musste ich erst mal erkunden, wo sich Thermik entwickelt hat. Nach etwas Suchen fand ich leichten Aufwind im Norden, wo ich mit ungefähr 0,5 m/s steigen konnte. Ich merkte, dass der Aufwind großflächiger wurde und habe erste vorsichtige Dreiecke im Nordwesten geflogen, nach dem da das Steigen nachlies wieder im Bart im Norden gekurbelt um dann vorsichtig den Nord Osten zu versuchen. Auch hier konnte ich dann ein paar verhaltene Runden drehen.
In der Zeit bauten zwei große Cumulus Wolken im Osten auf und aus zarten Schleiern wurde eine wachsende Wolke. Die Sonne konnte in der Zeit vom blauen Himmel im Südwesten voll einstrahlen. Ich verlagerte meine Flugstrecke weiter Richtung Südost und stellte fest, dass hier großflächig Aufwind war.
Die jetzt startende Phase war phänomenal. Ich hatte fast das gesamte Dreieck im Aufwind bei annähernder Windstille. Somit erwartete ich auch kaum eine Verlagerung. Ich flog dann von Westen her mit möglichst hoher, gerade noch erlaubter, Startspeed durch den Kreis Richtung Nordost, wo ich nach ca. 350 - 400 m wendete und die Flugbahn zum Wendepunkt im Südosten steuerte. Von da aus mit voll Speed zurück zum Kreis.
Nach dem Kreis wendete ich und flog wieder zügig durch den Start/Zielkreis. Ich versuchte so zu fliegen, dass ich Wendepunkt 1 und 2 mit Höhengewinn 0 gegenüber Start/Zielkreis umrundete und dann aber zur Sicherheit im Kreis mit etwas Überhöhung ankam. Um nicht zu weit zu steigen, habe ich dann beim Wenden nach dem Kreis ab und zu etwas Butterfly gesetzt.
Da ich in einigen Flügen dieser Saison die Dreiecksmax Größe überschritten hatte, achtete ich dieses Mal darauf, dass ich nach 350 m die Wende einleitete, was durch die nachlaufende Telemetrie dann auch 400 m oder mehr wurden. Diese starke Thermikphase dauerte ungefähr 15 min an. Wahrscheinlich auch durch die schon fortgeschrittene Saison mit einigen Flügen habe ich kaum eine Runde versemmelt und konnte somit 10 ganz schnelle Runden in die Wertung bringen. Ich versuchte die Konzentration hoch zu halten, was allerdings bei der Hitze sehr anstrengend war. Vorteilhaft war sicher, dass ich die Sonne die ganze Zeit im Rücken hatte und kaum geblendet war. Ebenso gut die aufbauenden Wolken, was einen guten Kontrast des Modells zum Himmel brachte.
Als Modell setzte ich einen Crossfire 2 von Aerotec ein. Die schnellen Runden fliege ich mit leicht nach oben gestellten Wölbklappen und Querrudern. Das Modell ist meines Erachtens fürs OLC Fliegen gut geeignet, weil es einen großen Geschwindigkeitsbereich hat. Da man ja selten eine Thermikphase hat, welche viele Runden erlaubt, ist es wichtig auch bei schwachen Bedingungen nicht abzusaufen um die nächste gute Phase zu erreichen. Das Modell hat 2 Ballastkammern, die bei guten thermischen Steigwerten gefüllt werden können. Ich wünschen allen OLC Teilnehmern noch schöne und erfolgreiche Flüge in der Saison."

Wednesday, 25. July 2018 Aufwind-Report: Der RC-OLC im Porträit translate news

Hochkurbeln und abturnen, immer und immer wieder - Hansjörg Rietmann und sein Sohn Daniel flogen viele Jahre auf die Art und Weise, wie die meisten Modellsegelflieger es heute noch tun. Und das mit Hochleistungsmodellen der F3J‐, F3B‐ und F3F‐Klasse. Klar, dass das irgendwann langweilig wird. Genau so ging es auch Hansjörg und Daniel. Vor rund drei Jahren entdeckten die beiden dann den OLC für Modellsegelflieger - und sind seitdem mit dem Streckenflugvirus infiziert. Fliegen gehen ohne Flugaufgabe, ohne Ansporn, ohne Ziel? Das kommt für die beiden Schweizer nicht mehr in Frage. Heute gehören die beiden zur Weltspitze und zeigen jedes Mal aufs Neue, dass man die Punkteskala weiter nach oben treiben kann. Warum sie dem OLC-Virus verfallen sind und warum der OLC weit mehr ist als nur ein Streckenflugvergleich, erklärt Hansjörg in der aktuellen Aufwind-Ausgabe.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 4/2018.

 


Monday, 23. July 2018 OLC-Fliegen mit Scale-Großseglern translate news

Falk Waidelich (l.) und Wolfi Eitelmann.
Beim RC-OLC fällt auf, dass elektrifizierte Zweckmodelle zwischen 1,5 und 3 Metern Spannweite zu den beliebtesten Arbeitsgeräten zählen. Der Grund liegt auf der Hand: ein Elektrosegler dieser Größe ist schnell aufgebaut und passt problemlos in jeden Kofferraum. Die Leistung der modernen Flieger dieser Größe ist zudem noch sehr ansprechend und kann im OLC hohe Punktzahlen erbringen.
Vor allem wenn wenig Zeit bleibt, um ein paar OLC Runden zu fliegen, greifen auch Falk Waidelich und Wolfi Eitelmann von der MFG Wächtersberg gerne zu dieser Möglichkeit, schnell und unkompliziert in die Luft zu kommen. Der Crossfire und der Kranich sind nach kürzester Zeit einsatzbereit. 
Sobald sich aber für die beiden die Möglichkeit bietet, bauen sie Ihre "Großen" auf. Dann werden die DG 1001 TE und die ASW 17 startklar gemacht. Beide Segler machen mit ihren rund 6 Metern Spannweite bereits am Boden schon einiges her. 
Und auch in der Luft ist es ein ganz anderes Fliegen. Vor allem mit dem Großsegler wird der Charakter des großräumigen Fliegens deutlich und unterstreicht das OLC Sinnbild von großen, frei angelegten Dreiecken. Dies erkennt man auch anhand der Eckdaten eines Top-Fluges mit dem Scale Großsegler. Dreiecksgrößen von 1500m und größer, sowie Durchschnittsgeschwindigkeiten von teilweise über 80 Km/h pro Wertungsdreieck untermalen die besondere Dynamik des Großseglerfliegens beim OLC. Da auf dem Wächtersberg schon seit je her traditionell Großsegler geflogen werden, ist es für Falk und Wolfi ein besonderes Vergnügen, nach dem originalgetreuen Windenstart einen guten "Bart" zu erwischen und im Anschluss einige OLC-Runden zu fliegen. Somit konnten die beiden Wächtersberger in der vergangenen Saison auch die Scale-Wertung mit einem Doppelsieg für sich entscheiden. Doch auch auf anderen Geländen wurden und werden gerne die "großen Pötte" zum Einsatz gebracht. In Kaltenkirchen nördlich von Hamburg sicherte sich letzte Saison Dirk Mohr mit glänzenden Flugleistungen Platz drei in der Scalewertung. Es wäre schön, wenn wieder mehr OLC Piloten zu Großseglern greifen würden. Das elegante Gleiten eines Großseglers und gleichmäßige Kurbeln in einem Bart fühlt sich einfach überragend an und bietet Fluggenuss pur. 

Hier der Link zum Spitzen-Scaleflug der laufenden Saison von Wolfi Eitelmann.
 
Falk Waidelich
 

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