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Saturday, 14. November 2020 So lief die Saison 2020 - die neuen Deutschen Meister berichten translate news

Deutscher Meister Speed RC-OLC 2020: Wolf-Rüdiger Eitelmann (rechts).
Wolfis 110.0-Punkte-Flug mit dem Zulu. Hier geht es zum Flug im OLC.
Als Ende März die ersten guten Flugtage kamen und die OLC Saison 2020 Fahrt aufnahm, war schlagartig Stillstand angesagt. COVID-19 und der damit einhergehende Lockdown fror das öffentliche Leben ein - der Flugbetrieb auf Vereinsgeländen war von heute auf morgen untersagt. Wer jetzt punkten wollte - und nicht eh schon außerhalb von Vereinsgeländen flog - der musste flexibel sein. Wusste man in heimischen Gefielden immer, wo der Hausbart steht, galt es nun, brauchbare Gelände zu finden und sich gänzlich neu zu orientieren.
Einer, der das wie kein anderer genutzt hat, ist Wolf-Rüdiger Eitelmann (Wolfi), der alte und neue Deutsche Meister der Speed OLC-Wertung. Wolfi resümiert: "Für mich war diese Saison grandios. Ich konnte wie im letzten Jahr wieder drei 100er-Flüge in die Wertung bringen. Neben meinem persönlichen Rekord im Normalgelände mit dem Zulu, habe ich mich am meisten über den 100-Punkte-Flug mit dem Starling Pro gefreut, weil ich anfänglich nicht geglaubt hätte, dass mit diesem Flieger solche Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen werden können. Betrachtet man die Wetterlage, so hatte ich aber auch viel Glück. In meinem (anfangs durch Corona bedingtem) aktuellem Stammgelände ging es oftmals gut und zuverlässig und mit entsprechender Ausdauer konnten Oliver Raach und ich auch mehrmals im Teamflug super Flüge genießen. Dass ein Gelände durchaus gute oder schlechte Thermikjahre haben kann, konnte ich beim Blick auf die Ergebnisse anderer Mitstreiter feststellen. Ich war glücklicherweise oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Luft."
RC-OLC Long-Distance: die Königsklasse des sportlichen Modellsegelflugs
Nach dem Probelauf in der Saison 2019 konnte 2020 erstmals der Deutsche Meistertitel in der neuen Long-Distance Wertung erflogen werden. Anders als in der Speed-Wertung, in der die 10 schnellsten Runden des Fluges maßgeblich sind, werden hier die Wertungsstrecken aller gültigen Runde addiert. Hier gilt es also nicht, in einer guten Thermikphase in kürzester Zeit High-Speed-Runden in den Himmel zu brennen - vielmehr zählt "oben bleiben" und eine Taktik, mit der auch Thermikflauten überbrückt werden können - von der Konzentration und körperlichen Ausdauer des Piloten ganz abgesehen. Mit wahnsinnigen 51 gültigen Runden (67,17 Punkte) war es abermals ein Flug von Wolfi, an dem es sich zu messen galt. Geflogen mit einem Modell der Klasse bis 2 Meter Spannweite (!). In der Gesamtwertung aber war es Wolfgang Holtz, der am Ende die Nase vorne hatte. Der OLC gratuliert Wolfgang zum ersten Deutschen Meistertitel!
Wolfgang Holtz analysiert seine besten Flüge
Zur Saison 2020 und seinem Erfolg schreibt uns Wolfgang Holtz: "Es bleibt zunächst einmal festzustellen, dass das Wetter und somit die Thermik in diesem Jahr nicht so gut und ausgeprägt waren. Nutzen ließen sich die Übergänge in den Temperaturphasen von Kalt nach Warm, wobei es zwei Flüge gibt, die ich in dieser Form innerhalb von sechs RC-OLC Jahren noch nicht erlebt habe. Großflächiges Steigen in allen Richtungen des SZK, ohne dass gezielt enge Wenden (Schweinschwänze ) in Richtung des vorhergehenden Dreiecks geflogen werden mussten. Ein leichteres Fliegen um Punkte zu machen gibt es nicht.
Wolfgangs Flug vom 02.06.2020 (siehe Screenshot 1)
Mein bestes Jahresergebnis in der Long-Distance mit 40 Runden innerhalb von ca. 120 Minuten. Speed-Wertung 60.49 Punkte, Best-Round 64.02 Punkte, All-Rounds 52.56 Punkte. An der Wertung kann man erkennen, dass es eher ein ruhiger Flug war, lange oben bleiben ohne das wirklich schnell geflogen werden konnte. Da die Thermik nicht so ausgeprägt war, sind im Barographen immer wieder Absaufer (15:10 bis 15:35 Uhr) zu erkennen und im weiteren Verlauf bei 300 Metern nur kleine Piks, die einen Höhengewinn erkennen lassen. Hier hätte ich etwas schneller Fliegen können, um den Höhengewinn in Geschwindigkeit umzusetzen. Insgesamt ein konservativer Flugstil, der sich in der Speed-Wertung mit 60.49 Punkten darstellt. Betrachtet man den vorderen Teil der Wertung, erkennt man das stärker werden der Thermik und mit dem höher Kreisen auf ca. 330 Meter das Fliegen entspannter wird, weil genügend Höhe vorhanden ist um nach neuer Thermik zu suchen. Was aber ab 17:00 Uhr nicht weitergeholfen hatte, denn da hatten Thermik und Konzentration rapide abgenommen.
Wolfgangs Flug vom 27.05.2020 (siehe Screenshot 2)
Mein zweitbester Flug in der Long-Distance Wertung mit 34 Runden innerhalb von ca. 125 Minuten. Speed-Wertung 70.71 Punkte, Best-Round 80.72 Punkte, All-Rounds 48.69 Punkte. Dieser Flug hätte spannender nicht sein können. Absaufer um 50-60 Meter. Zwischendurch immer wieder ein paar schnelle Runden. Dann wieder Kurbeln um oben zu bleiben und weiter machen zu können. Mehrfach war ich ganz kurz davor den Motor einzuschalten. Hätte ich es getan, wäre ein solches Barogramm nicht zu Stande gekommen. Dieser Flug hatte viel Konzentration abgefordert, wobei ich in den schwachen Phasen viel Glück hatte, neue Thermik zu finden.
Wolfgangs Flug vom 22.07.2020 (siehe Screenshot 3 )
Mein drittbester mit 40 Runden in der Long-Distance innerhalb von ca. 105 Minuten. Speed-Wertung  91.98 Punkte, Best-Round 97.44 Punkte, All-Rounds 43,33 Punkte. Der Flug war von Anfang an sehr spannend. Nach nur 5 Minuten war ich von 230 Meter auf 40 Meter und kurz davor den Motor einzuschalten, hatte aber Glück und die richtige Stelle mit schwachem Steigen angeflogen. Gefolgt von wechselhaftem Steigen und Fallen um 200 Meter ging es nach weiteren 25 Minuten wieder auf 40 Meter runter, immer den Daumen am Motorschalter, um schnell zu reagieren. Und dann kommt das womit ich gar nicht gerechnet hatte…es ging voll der Punk ab. Am Anfang der Steigphase bei 13:12 Uhr bin ich wegen der vorangegangenen schwachen Phase noch etwas verhalten geflogen (hätte schneller Fliegen können) und habe dann die Thermik zwischen 320 und 500 Metern mit schnellen Dreiecken nutzen können. Bei diesem Flug sind hohe Punktzahlen bei der Speed und Long-Distance Wertung zusammen gekommen.
Zusammenfassung
Long-Distance - eine Disziplin in der Durchhalten und Kurbeln auf der untersten Ebene noch weiterhelfen kann. Der Nacken und die Schultern nicht nur leichte Verspannungen hervorbringen und die Konzentration erheblich nachlässt, schwache Thermik noch Hoffnung auf weiter Fliegen aufkeimen lässt und wenn es dann gepasst hat…sich beim Loggen der Flüge ein breites Strahlen einstellt. Vorher mit einem Blick ins das Wetter den richtigen Zeitpunkt heraussuchen - und wenn einem dann noch die gefiederten Flugkollegen weiter helfen und Thermik anzeigen, dann ist das Natur- und Flugerlebnis nicht mehr zu toppen. Ich freue mich schon auf die Saison 2021.

Besser hätten wir die Faszination Long-Distance nicht zusammenfassen können. Wir sind gespannt, welche Höchstleistungen 2021 auf uns warten!
 
Wolfgang Holtz Flug vom 02.06.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 27.05.2020 (Modell: NAN Orion)
Hier geht es zum Flug im OLC.
Wolfgang Holtz Flug vom 22.07.2020 (Modell: NAN Omega)
Hier geht es zum Flug im OLC.

 


Tuesday, 22. September 2020 Aufwind-Report: So werden die OLC-Runden am Hang geflogen translate news

Nachdem Hansjörg Rietmann in früheren Beiträgen die Flugtaktiken des RC‐OLC im Thermikflug beschrieben hat, erläutert er nun die Flugtaktiken am Hang. So viel vorab: Vom Reglement her gibt es mit Ausnahme der Starttechnik keine Unterschiede. Am Hang werden mehrheitlich zwei Startmöglichkeiten praktiziert. Das ist zum einen der Handstart, der sich vor allem für motorlose Modelle anbietet. Es wäre auch denkbar, Gummiflitsche, Hochstart oder sogar den F‐Schlepp anzuwenden – wobei Letzteres kaum praktiziert wird. Die zweite und viel genutzte Möglichkeit ist der Start mit Elektroantrieb. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Startarten besteht darin, dass die Lage des Start‐/Zielkreises (SZK) beim Handstart dort ist, wo das Modell gestartet wird.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 3/2020.

 


Saturday, 23. May 2020 Die führende Fachzeitschrift FMT berichtet über die Faszination OLC-Fliegen translate news

Der GPS-Streckenflugwettbewerb Online Contest (OLC) möchte die Modellsegelflieger weg vom Fliegen rund um den Startpunkt mit gelegentlichen Ablassern hin zum flächigen Streckenflug motivieren. Aber wo genau liegt der Reiz dieses Sports? Was bringt die Teilnehmer dazu, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Punktejagd zu gehen? Wie muss ich eigentlich meinen Logger konfigurieren? Und wie schaffe ich es, mihilfe von Telemetrie erfolgreiche Dreiecke zu fliegen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet dieser Artikel.
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in FMT 05/2020.

Thursday, 09. April 2020 Aufwind-Report: RC-OLC-Treffen 2019 am Moosberg translate news

An der vierten Auflage des Treffensvom 16. bis zum 19. Juni auf dem Moosberg beteiligten sich neun Modellflieger. Sie kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erstmals wurden Wettbewerbsflüge absolviert und eine Rangliste erstellt. Der Moosberg ist der Haushang des Modellfliegerhotels „Goldenes Lamm“ in Weissenbach im Tiroler Lechtal. Mit 1.025 Metern Höhe liegt er 125 Meter über dem Talgrund. Der Hang ist Südost‐orientiert und bietet damit eine herrliche Sicht über das Tal. Über der Hangflanke und dem vorgelagerten Gelände bildet sich schon vormittags gute Thermik. Selbst bei bedecktem Himmel trägt der Hang gleichmäßig und großflächig. So sind selbst bei solchen Wetterlagen stundenlange Flüge möglich. Die Landewiese liegt seitlich der Skipiste, leicht unterhalb des Plateaus. Sie ist übersichtlich, vollkommen hindernisfrei und etwa 100 Meter breit. Kleinere Segler können allerdings auch auf dem Plateau landen....
 
Hier gibt es den Artikel als PDF.
Erschienen in AUFWIND 1/2020.


 


Sunday, 05. April 2020 OLC-Fliegen in Zeiten von Corona? Ja! Aber nicht in Bayern translate news

Derzeit sind aufgrund der Corona-Pandemie Sport- und Freizeitstätten - und damit auch Modellflugplätze - geschlossen. Doch was ist mit dem Fliegen auf der "grünen Wiese"? Also dort, wo die meisten OLC-Teilnehmer ihre Flüge absolvieren? Ist Modellfliegen dort noch erlaubt? Ein klares "Ja"! Der Deutsche Modellfliegerverband e.V. (DMFV) schreibt dazu auf seiner Webseite:
"Die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote, auf die sich die Regierungschefs der Länder und die Bundesregierung am 22.03.2020 verständigt haben, erlauben ausdrücklich individuellen Sport und Bewegung an der frischen Luft. Aus Sicht des DMFV ist somit auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland der erlaubnisfreie Modellflug auf der „grünen Wiese“ weiterhin erlaubt, sofern er allein, nach den allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Institutes zur Vermeidung von Infektionen und unter Beachtung der gesetzlichen Verfügungen erfolgt (...)".
In einer Aktualisierung vom 27.3.2020 schreibt der Verband: "(...)...die Modellflugplätze sind gesperrt und auch Vereinsaktivitäten oder Treffen von mehr als zwei Personen sind nicht erlaubt. Dennoch: Modellfliegen ist nicht verboten … und vielleicht wichtiger denn je, um den Hüttenkoller loszuwerden und den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Das Leben besteht nicht nur aus Corona! (...)"
Dennoch mahnt der Verband, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Es sei davon auszugehen, dass nicht sämtliche kommunalen Behörden dieser Interpretation folgen. Im Zweifelsfall sei den Anweisungen der Ordnungshüter unbedingt Folge zu leisten.
 
Aktualisierung:
Am 7.4.2020 teilte der DMFV mit, dass die o.g. Aussage nicht für das Bundesland Bayern gilt. Der Verband schreibt: "Nach Aussage vom Luftamt Südbayern ist Modellfliegen generell in Bayern nach der Bayerischen Verordnung über Infektionsschutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie (Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – BayIfSMV) verboten. Zwar ist darin in § 4 Abs. 3 Nr. 7 auch Sport und Bewegung an der frischen Luft erlaubt, doch fallen Modellfliegen wie Bergwandern usw. nicht darunter. Modellfliegen wird demnach als „längerer Aufenthalt im Freien“ definiert, welcher verboten ist."

Thursday, 22. November 2018 RC-OLC - Der Modellsegelflug Online Contest translate news

Hansjörg Rietmann hat sich dem RC‐OLC verschrieben – mit wachsender Begeisterung. In dieser Ausgabe beschreibt er einen erfolgreichen Wettbewerbsflug. Gleichzeitig erläutert er dabei die Technik des RC‐OLC . Im RC‐OLC wird grundsätzlich zwischen den Kategorien „Hangflug“ (dynamisch) und „Normalgelände“ (Thermik) unterschieden. Das angeführte Beispiel handelt von Thermikflügen. Die Disziplin Hangflug ist was Reglement und Flugauswertung betreffen identisch. Erfordert jedoch eine andere Flugtaktik. Die Thermikflugsaison 2018 begann im Frühjahr mit sehr guten Bedingungen. Dadurch wurden im RC‐OLC – verglichen mit den Vorjahren – überdurchschnittliche Resultate erzielt ...
 
Hier gibt es den Artikel als PDF. Erschienen in AUFWIND 6/2018.
Im neuen AUFWIND-Magazin finden sich weitere lesenswerte Artikel, unter anderem zur ASW-27, zum Splint und Calavados.
 
Weitere Infos unter: www.aufwind-magazin.de

Tuesday, 06. November 2018 OLC Meeting der MFG Wächtersberg translate news

Am Samstag, den 20. Oktober, war das diesjährige OLC Abschlussmeeting auf dem Wächtersberg angesagt. Viele der teilnehmenden Piloten reisten schon um die Mittagszeit an. Gemeinsam konnte dann noch etwas geflogen werden. Trotz der schon fortgeschrittenen Jahreszeit konnten einige OLC Piloten bei sonnigem Herbstwetter mehrere Dreiecke umrunden. Lokalmatador Wolfi Eitelmann konnte mit seiner ASW 17 9 gültige Runden erfliegen, gefolgt von Oliver Raach und dem Schweizer Hansjörg Riethmann. Um 15 Uhr begann dann der offizielle Teil im Vereinsheim.
Die Top platzierten Piloten stellten ihre Flüge und Erfogsfaktoren den interessierten Zuhörern vor. Der gute Trainingszustand der Piloten wurde immer wieder angesprochen. Da eine Thermikphase meistens nur 10 bis 15 Minuten anhält, ist es eben wichtig in der Zeit möglichst viele gültige Runden in den Kasten zu bringen. Es ist dann sehr ärgerlich, wenn dann knapp am Kreis vorbeigeflogen wird oder etwas zu tief. Das Fliegen in größerer Höhe scheint ebenso zielführend zu sein, da die Thermik großflächiger wird und bei abbauender Thermik mehr Luft unter den Flügeln ist, um wieder einen Bart zu finden.
In gemeinsamer Diskussion gingen die Teilnehmer der Frage nach, warum das RC OLC Jahr 2018 so erfolgreich war. 2018 war mit ganz weitem Abstand das schnellste Jahr in der Geschichte des RC OLC. 5 Piloten haben 2018 die Siegerpunktzahl des Gewinners in 2017 übertroffen. Sogar die bisherige Toppunktzahl von Tobias Jenert aus 2015 wurde von 5 Piloten übertroffen. An was lag das? Auch hier waren sich die Piloten einig. Einmal an der lang anhaltenden Trockenheit, welche gute und lang anhaltende Thermik ermöglichte. Durch das schöne Wetter waren viele Flugtage möglich. Auch ganz entscheidend ist die stetige Steigerung des OLC Flugvermögens der Piloten.
In Vorträgen von Kurt Albrecht wurden die Flugsektoren für den Modellflug beleuchtet und attraktive Hangfluggebiete für Großsegler vorgestellt. Bei einer weiteren Präsentation von Kurt stiegen wir tief in die Flugmodell Aerodynamik ab und beschäftigten uns mit optimalen Flugmodellauslegungen für das OLC Fliegen. Nach gemeinsamem Abendessen im Vereinsheim der MFG Wächtersberg ließen die Teilnehmer den Abend gemütlich ausklingen und freuen sich schon jetzt auf eine tolle Saison 2019.
 
Falk Waidelich
 
Die Teilnehmer des Meetings.
Der neue und alte
Deutsche Vereins-Meister: die
MFG Wächtersberg
Die Champions der Deutschen
dezentralen Modellsegelflug-
Meisterschaft (DdMM).
Von links: Wolfgang Holtz
(3. Platz), Falk Waidelich
(1. Platz); Paul Willutzki (2. Platz)

 


Thursday, 11. October 2018 Die MFG Wächtersberg lädt ein: RC-OLC Saisonabschlussmeeting auf dem Wächtersberg translate news

Auch in diesem Jahr wollen wir uns wieder auf dem Wächtersberg treffen und im Pilotenkreis die Saison Revue passieren lassen:
Datum/Beginn: 20. Oktober um 15:00 Uhr
Wir wollen uns einige Top Flüge anschauen und über die Erfolgsfaktoren sprechen. Die Neueinsteiger kommen mit den schon länger im OLC fliegenden Piloten in Kontakt und können sich evt. wertvolle Tips holen. Gerne können die Teilnehmer Diskussionsvorschläge an Falk Waidelich senden. Das Ganze soll in einem lockeren Rahmen stattfinden. Davor kann auf dem Platz geflogen werden. Wir können mit dem Flugbetrieb schon um 12 Uhr beginnen.
Es werden Kaffee, Kuchen oder Butterbrezeln zur Verfügung stehen, zudem Kaltgetränke. Abends kann man gerne noch in einer Wirtschaft essen gehen oder auch Pizza kommen lassen.
Das Programm
- Präsentation von Top-Flügen, Erläuterung der Erfolgsfaktoren
- Siegerehrung
- Was sind die geeigneten Modelle im RC OLC?
- Auswirkung der Regeländerung auf Windenstart und F Schlepp
- Höhenbeschränkung im Modellflug
- Fragen an die "Experten"
- sonstige Punkte der Teilnehmer
Zum Flugbetrieb:
Bitte Versicherungsausweis mitbringen. Es ist eine Fluggebühr von 5,-- Euro zu entrichten.
Falls jemand zum Start eine F-Schlepp Maschine benötigt bitte kurz melden, damit ein entsprechendes Gerät zur Verfügung steht. Üblich sind E-Eigenstart und Windenstart (Modelle bis 25 kg problemlos). Verbrennernutzung ist nicht erlaubt, ausser die Schleppmaschine.
Wer übernachten möchte, kann das in einem Wildberger Gasthof oder Camping auf dem Wächtersberg (Camping bitte vorher kurz anmelden). Sonntags kann natürlich auch geflogen werden (aber kein F Schlepp).
Zur Planung der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich, bitte per Mail an: falk.waidelich@yahoo.de
 
Falk Waidelich (MFG Wächtersberg)
 

Wednesday, 26. September 2018 Die Saison 2018 ist Geschichte, das Jahr 2019 startet mit einem Regel-Update translate news

Am letzten Montag (25. September) war der letzte Wertungstag des OLC-Jahres 2018, und die Sieger stehen fest.
Im Rahmen der ‘Deutschen dezentralen Modellsegelflug-Meisterschaft‘ platzierten sich:
Deutscher Meister: Falk Waidelich (MFG Wächtersberg, BW), 554,12 Punkte
Deutscher Vize-Meister: Paul Willutzki (MC Wehringen, BY), 531,17 Punkte
Drittplatzierter: Wolfgang Holtz (kein Verein), 468,94 Punkte
Es ist ganz erstaunlich … obwohl 2018 ein super Thermik-Sommer war, die Lattenhöhe, die Axel Hajek (MSV Diedorf, BY) mit 580,41 Punkten im Jahr 2014 fixiert hat, ist nach wie vor der Maßstab!
Die müssen die Konkurrenten erst mal knacken.
Obwohl die Spitzenleistungen auch in 2018 wieder ganz beachtlich waren, die wahren Gewinner waren die Neueinsteiger, die es geschafft haben, ihre ersten Flüge mit Punkten zu platzieren. Damit haben sie sich abgesetzt vom allgemein üblichen Modellsegelflieger-Niveau, welches im Wesentlichen ja nur Thermikfliegen rund um den Startpunkt kennt … mit gelegentlichem Ablassen und kümmerlichen Kunstflugversuchen – OLC-Piloten stehen da drüber!
Hier im RC-OLC Magazin werden demnächst mustergültige Flüge aus 2018 besprochen … es werden nicht unbedingt die besten Flüge sein, aber eben die markantesten, die der OLC-Streckenflugphilosophie am perfektesten entsprechen.
Seit dem gestrigen Dienstag läuft nun schon das OLC-Jahr 2019. Ab diesem Zeitpunkt gelten auch neue Regeln. Aber kein Aufschrei, für bestimmt über 95 % aller Teilnehmer wird sich nichts ändern. Die Änderungen betreffen die im RC-OLC eher selten verwendeten Startarten ‘Handstart, Windenstart und F-Schlepp‘. Hier wurden der Wertungsbeginn an dem überall im OLC geltenden Modus angepasst, und der lautet ‘Wertungsbeginn ist der Beginn des antriebslosen (freien) Fluges‘.
Im Regeltext sind die Änderungen grün dargestellt.
 
Der OLC wünscht allen Teilnehmern einen erfolgreichen Start in die Saison 2019.
 

Friday, 14. September 2018 Der Wertungszeitraum für den RC-OLC entspricht nicht dem Regeltext translate news

In den aktuellen Regeln vom 25.4.2914 findet sich dieser Text:
1.3.2 Wertungszeitraum
Wertungsende für Flüge des laufenden Jahres ist immer der dritte Montag im September. Der darauf folgende Tag ist Wertungsbeginn für das folgende Jahr.
Das ist falsch, richtig ist der Passus aus dem Stamm-OLC:
1.3.2 Wertungszeitraum
Wertungsende für Flüge des laufenden Jahres ist immer 12 Tage vor dem ersten Samstag im Oktober. Der darauf folgende Tag ist Wertungsbeginn für das folgende Jahr.
Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

Monday, 30. July 2018 100-Punkte-Schallmauer im Thermikflug durchbrochen translate news

Falk Waidelich mit seinem Crossfire.
Während andere bei Temperaturen über 30°C am See liegen oder im Büro schwitzen und nichtmal ans Fliegen denken, brennt Falk Waidelich auf dem Wächtersberg mal eben den besten OLC-Flug aller Zeiten in den Himmel. Im Folgenden erklärt Falk, wie ihm dieses Meisterstück gelang:
"Am 27. Juli ist mir mit meinem Crossfire ein Flug mit einem Ergebnis geglückt, an das ich nicht mal annäherungsweise gedacht habe. Im Laufe der Saison konnte ich meine Punktzahlen gegenüber der letzten Saison etwas verbessern und auch einmal die 90 Punkte Marke ganz knapp überspringen. Aber jetzt der Sprung von 90 auf 106 Punkte ist unglaublich und unfassbar.
Schon beim Blick aus dem Bürofenster und der Fahrt auf unser Fluggelände habe ich wunderbare Cumulus Wolken gesehen.
Die prognostizierten Steigwerte im Segelflugwetterbericht waren im mittleren Bereich, was für unser Gelände am Rande des Schwarzwaldes optimal ist. Bei zu starken Steigwerten im Schwarzwald wird die Luft in den Randbereichen abgezogen, was bei uns dann meistens keine längeren Flüge ermöglicht.
Auf dem Wächtersberg angekommen, habe ich meinen Crossfire startklar gemacht und mit einem kräftigen Wurf den schweren Segler in die Luft befördert. Es war mir wichtig den Start/Zielkreis genau mittig vor mir über unsere Windenstrecke zu legen, damit ich später beim Rückflug in den Kreis eine ordentliche Peillinie habe.
Den Motor habe ich wie immer bei dem Flieger in ca. 200 m Höhe abgestellt. Da ich zunächst alleine am Platz war, musste ich erst mal erkunden, wo sich Thermik entwickelt hat. Nach etwas Suchen fand ich leichten Aufwind im Norden, wo ich mit ungefähr 0,5 m/s steigen konnte. Ich merkte, dass der Aufwind großflächiger wurde und habe erste vorsichtige Dreiecke im Nordwesten geflogen, nach dem da das Steigen nachlies wieder im Bart im Norden gekurbelt um dann vorsichtig den Nord Osten zu versuchen. Auch hier konnte ich dann ein paar verhaltene Runden drehen.
In der Zeit bauten zwei große Cumulus Wolken im Osten auf und aus zarten Schleiern wurde eine wachsende Wolke. Die Sonne konnte in der Zeit vom blauen Himmel im Südwesten voll einstrahlen. Ich verlagerte meine Flugstrecke weiter Richtung Südost und stellte fest, dass hier großflächig Aufwind war.
Die jetzt startende Phase war phänomenal. Ich hatte fast das gesamte Dreieck im Aufwind bei annähernder Windstille. Somit erwartete ich auch kaum eine Verlagerung. Ich flog dann von Westen her mit möglichst hoher, gerade noch erlaubter, Startspeed durch den Kreis Richtung Nordost, wo ich nach ca. 350 - 400 m wendete und die Flugbahn zum Wendepunkt im Südosten steuerte. Von da aus mit voll Speed zurück zum Kreis.
Nach dem Kreis wendete ich und flog wieder zügig durch den Start/Zielkreis. Ich versuchte so zu fliegen, dass ich Wendepunkt 1 und 2 mit Höhengewinn 0 gegenüber Start/Zielkreis umrundete und dann aber zur Sicherheit im Kreis mit etwas Überhöhung ankam. Um nicht zu weit zu steigen, habe ich dann beim Wenden nach dem Kreis ab und zu etwas Butterfly gesetzt.
Da ich in einigen Flügen dieser Saison die Dreiecksmax Größe überschritten hatte, achtete ich dieses Mal darauf, dass ich nach 350 m die Wende einleitete, was durch die nachlaufende Telemetrie dann auch 400 m oder mehr wurden. Diese starke Thermikphase dauerte ungefähr 15 min an. Wahrscheinlich auch durch die schon fortgeschrittene Saison mit einigen Flügen habe ich kaum eine Runde versemmelt und konnte somit 10 ganz schnelle Runden in die Wertung bringen. Ich versuchte die Konzentration hoch zu halten, was allerdings bei der Hitze sehr anstrengend war. Vorteilhaft war sicher, dass ich die Sonne die ganze Zeit im Rücken hatte und kaum geblendet war. Ebenso gut die aufbauenden Wolken, was einen guten Kontrast des Modells zum Himmel brachte.
Als Modell setzte ich einen Crossfire 2 von Aerotec ein. Die schnellen Runden fliege ich mit leicht nach oben gestellten Wölbklappen und Querrudern. Das Modell ist meines Erachtens fürs OLC Fliegen gut geeignet, weil es einen großen Geschwindigkeitsbereich hat. Da man ja selten eine Thermikphase hat, welche viele Runden erlaubt, ist es wichtig auch bei schwachen Bedingungen nicht abzusaufen um die nächste gute Phase zu erreichen. Das Modell hat 2 Ballastkammern, die bei guten thermischen Steigwerten gefüllt werden können. Ich wünschen allen OLC Teilnehmern noch schöne und erfolgreiche Flüge in der Saison."

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