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Thursday, 10. September 2020 Abschlussbericht Meister 2. Segelflug-Bundesliga 2020 translate news

Als es Mitte Mai hieß "die Liga startet wieder am 30.5." war es auf einmal wieder da, dieses Liga Fieber, dass die letzten Jahre bei uns etwas verloren gegangen war. Da nach und nach die zentralen Quali-Wettbewerbe und dann auch noch der Klippeneck Wettbewerb abgesagt wurden, war klar, dass sich dieses Jahr nur im dezentralen Wettbewerb gemessen werden konnte.

So war es kaum verwunderlich, dass gleich am ersten Wochenende volle Mannschaftsstärke anrückte und gleich zu Beginn ein Rundesieg dabei für uns heraussprang. Als es dann die nächsten Wochenenden hieß, dass der Pfingsturlaub mit der Familie dieses Jahr auch noch nicht standfinden konnte, zogen immer mehr Mitglieder ihre Camper auf unser schönes Fluggelände oberhalb des Blautopfs. So gab es in Runde fünf gleich nochmals einen hart erkämpften Rundensieg, der die FLG an die Tabellenspitze brachte. Nach einem kurzen Aussetzer in Runde 6 musste diese kurzfristig an den LSV Hofgeismar abgegeben werden, konnte jedoch in Runde sieben wieder mit einem zweiten Rundenplatz zurückgewonnen werden und wurde auch noch bis zum Samstag der letzen Runde nicht mehr abgegeben.
Die Runde sieben stand ganz im Zeichen des FAI Dreiecks, so konnte von unserem Platz aus gleich 6 Tausender geflogen werden wobei 4 davon im Dreieck und 2 davon sogar angemeldete FAIs waren. Nach einem erneuten Rundesieg in Runde 9 betrug der Vorsprung stattliche 23 Punkte auf die Nachbarn aus Laichingen. Dieser schrumpfte jedoch bis zur letzten Runde auf einen mickrigen Punkt vor dem LSV Hofgeismar. Diese holten sich am Samstag der letzten Runde die Tabellenführung und lösten bei uns großen Frust aus, da die Wettervorhersage für Sonntag ganz und gar nicht nach den vorgelegten 299 Punkten von Hofgeismar aussah. Am Ende reichte es sogar dank einer Konvergenz im Donautal mit etwas Abstand, wobei nicht einer der 3 Piloten, die in die Wertung kamen, patzen durfte.
So bleibt es zu hoffen, dass die Motivation unserer Mitglieder anhält und wir an unsere Erfolge der ersten Liga aus den Jahren 2004 und 2011 anknüpfen können, als die FLG Meister wurde.
 
Martin Söll
 
Die 11 top scorer der FLG (Erster bekommt
drei Punkte, Zweiter zwei und Dritter einen )
Flugplatz Blaubeuren
Formationsflug der
Bundesligamannschaft
FLG Blaubeuren
 

Tuesday, 08. September 2020 Schleicher’s first Electric Self-Starter AS 34 Me has fledged translate news

An affordable 18/15m sailplane with the quality and safety features normal for this class, combined with a powerful electric propulsion system, is meant to open new possibilities for casual pilots and clubs. That was the idea behind the development of the new AS 34 Me. Now the sailplane has made its first self-launched start at the company airport „Huhnrain“ – with very impressive climb rates of over 3 m/s.
The AS 34 Me is an adaption of a proven 18/15m unflapped sailplane with the electric propulsion system already used in the ASG 32 El. However, changes were made to the system architecture with the original fuselage battery block replaced by two separate and more powerful batteries in the wings, thereby providing the necessary extra energy required for self-launching.
In this way an uncomplicated, practical self-launcher has been created, which, thanks to the intuitive operation of the propulsion system and the exceptionally good-natured handling characteristics of the sailplane, provides pure joy when flying it at any time.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau
 
 
 
 

Monday, 07. September 2020 Schleichers erster Elektro-Eigenstarter AS 34 Me flügge translate news

Ein erschwingliches 18/15m-Segelflugzeug mit denen in dieser Kategorie üblichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards, kombiniert mit einem kraftvollen Elektroantrieb, soll für Hobbypiloten und Vereine neue Möglichkeiten eröffnen. Das war die Idee zur Entwicklung der neuen AS 34 Me. Jetzt hat der Segler erstmals im Eigenstart vom Werksflugplatz „Huhnrain“ in Poppenhausen abgehoben – und das mit beeindruckenden Steigwerten von über 3 m/s.
Dabei ist die AS 34 Me die Adaption eines bewährten 18/15m-Seglers mit Starrprofil auf den bereits in der ASG 32 El verwendeten Elektroantrieb. Dieser allerdings mit geänderter Systemarchitektur, indem der ursprünglich zentral im Rumpf sitzende Akkublock in zwei separate Flügelbatterien aufgeteilt und mit dem erforderlichen Mehr an Leistung versehen wurde. Auf diese Weise ist ein unkomplizierter, alltagstauglicher Eigenstarter entstanden, der Dank der intuitiven Bedienung des Triebwerkes und den hervorragenden und gutmütigen Flugeigenschaften des Seglers das Fliegen zu jeder Zeit zum reinen Vergnügen macht.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

   

 


Friday, 28. August 2020 OLC-League 2020: Minden Soaring Club wins the Gold League translate news

The clubs No. 15-18 will be competing in next year’s Silver League. Green marked Silver League clubs will line up for the 2021 OLC-Gold League.

 

OLC Gold-League 2020:  
# Points  
1 144  
2 127  
3 86  
4 74  
5 69  
6 66  
7 58  
8 54  
9 54  
10 53  
11 48  
12 43  
13 36  
14 28  
15 25  
16 24  
17 24  
18 15
 
 
OLC Silver-League 2020:  
# Points  
1 160  
2 146  
3 146  
4 138  
5 111  
6 104  
7 96  
8 95  
9 88  
10 80  
11 78  
12 70  
13 66  
14 54  
15 54  
16 54  
17 53  
18 53  
... ...

 


Thursday, 27. August 2020 Die kurze Ligasaison 2020 – ein Fazit translate news

Die Bundesligasaison 2020 ist Geschichte. Fast wäre die zwanzigste Auflage der Liga ausgefallen. Gerade noch rechtzeitig wurden die Corona-Lockdown-Maßnahmen gelockert, um wenigstens noch 13 Runden ausfliegen zu können. Es war eine Risikoabwägung und -entscheidung der OLC-Leitung, die aber am Ende erfreulicherweise aufging. Die befürchteten unfairen sportlichen Bedingungen durch eventuell unterschiedliche Covid-19-Regelungen in den verschiedenen Bundesländern trafen zum Glück nicht ein. Die Wettergerechtigkeit mag bei einer längeren Saison mit 19 Runden natürlich eher gegeben sein, aber auch die Verkürzung erzeugte keine großen Nachteile. Ligafliegen hat wieder Spaß gemacht. Gemeinsam die Wettervorhersage analysieren, taktische Feinheiten ausbaldowern, Regelerkenntnisse mit den Mannschaftkameraden teilen, Funkhilfe geben und nicht zuletzt am Abend zusammen der Wertung entgegen fiebern. Selbst ein guter Langstreckenflug kann einem gefeierten Teamerfolg nicht das Wasser reichen. Hätte es die Liga 2020 nicht gegeben, würde den meisten Segelfliegern etwas gefehlt haben!
In Runde 1, ausgeflogen am 30. und 31. Mai, erfolgte gleich einmal ein Senkrechtstart. So waren in der 1. Liga sofort über 300 Speedpunkte notwendig, um mehr als nur einen Punkt zu ergattern! Selbst die Hälfte der 2. Liga und 17 Teams der Qualiliga legten in dieser Größenordnung los. Wie wenn alle nur darauf gewartet hätten, endlich wieder Liga fliegen zu dürfen! Außerdem brachten die ersten Runden gleich einmal die Erkenntnis, dass die Leistungsdichte, besonders an der Spitze der Liga 1 und 2, immer enger wird. Gleichmäßig gutes Wetter lies schnelle Flüge von der Alb bis Niedersachsen zu. Der Deutsche Meister aus Rinteln unterstrich mit den Rundenplätzen 4 und 2 sofort die Ambitionen auf die Titelverteidigung. Der Rundensieg der Fliegergruppe Wolf Hirth muss wohl dort einen Motivationsschub ausgelöst haben, der dann lange anhielt und schlussendlich auch mit dem Vizetitel belohnt wurde. Bis Runde 10 waren sie sogar die schärfsten Jäger von Rinteln. Allerdings versäumten die Kirchheimer gleich das Nachlegen in Runde 2. Hier schlug mal wieder die Erkenntnis zu, dass die Big Points bei schlechtem Wetter zu holen sind. Drei Flüge von den Walldürnern mit um die 80 km/h reichten schon für 9 Tabellenpunkte aus. Das katapultierte sie in die obersten Tabellenregionen. Die Odenwälder waren dann die ganze Saison über nie schlechter platziert als auf Tabellenrang 5. Nach einem tollen Endspurt in den letzten vier Runde ist der Podiumsplatz 3 hochverdient. Auch in der 2. Liga markierte Blaubeuren mit einem Sieg in Runde 1 sofort die Anwartschaft auf den Aufstieg und ließ sich dann die zur Hälfte der Saison eroberte Tabellenspitze bis zum Ende nicht mehr abnehmen.
Auch die U25-Liga startete hervorragend! Es dürfte der Regeländerung von drei auf nur noch zwei Piloten pro Team zuzuschreiben sein, dass schon in der ersten Runde 39 Teams vollzählig teilnahmen. Diese „Vollständigkeit-Rate“ lag in den vergangenen Jahren im Schnitt bei unter 4 und schaftte bei guten Runden nur sehr selten um die 10! Selbstverständlich erhöht dies die Chancengleichheit und damit auch die Motivation auf weitere und intensivere Teilnahme in vielen Vereinen.
Beherrscht wurde dann in allen Ligen die Runde 2 eindeutig von den Nordvereinen. Alle vier Erstliga-Niedersachsen lagen auf den ersten fünf Plätzen, ergänzt von Oerlinghausen auf Platz 3, was Tabellenplatz 2 bedeutete. Diesen Erfolg konnte Oerlinghausen dann bis Runde 7 halten, ließ dann aber stark nach und musste vom Podium steigen. Auffällig ist noch der 131 Speedpunkte schnelle Flug von Felipe Levin, der damit über 20% schneller war als der Zweitschnellste dieser Runde (107,7)! Außerdem legte er mit diesem 1000-km-Flug bei „halbseidenem“ Wetter auch noch fast doppelt so viele Kilometer vor wie der Zweitweiteste in Deutschland an diesem Tag (539 km)! Ausnahme in dieser Nordphalanx bildete die FSG Hammelburg in der U25-Liga. Mit zwei Piloten und nur knapp 100 Speedpunkten gelingt ihnen mit Rundenplatz 4 einer jener berühmten Big Points bei schlechtem Wetter. Damit setzen sie ein frühes Zeichen, steigern sich im Laufe der Saison und geben den verdienten Titel dann ab Runde 8 nicht mehr ab.
Interessant, dass der Wetterausgleich sofort in Runde 3 folgt. Gerade die bayerische Erstliga-Armada aus neun Vereinen konnte die ersten Runden, bis auf Lichtenfels, quasi abschreiben. Nun aber belegten sieben Bayern die ersten sieben Rundenplätze und die Nordvereine mussten mit der zweiten Ranglistenhälfte vorlieb nehmen. Wieder gaben die schnellen Lichtenfelser den Ton an und setzten sich mit über 364 Speedpunkten in der 1. Liga und 210 Punkte in der U25 weit vom Rest ab. Um sich in den Tabellen ganz vorne zu schieben und dort über die ganze Saison zu halten, fehlt es den eifrigen Lichtenfelsern aber an Pilotenmasse und damit Konstanz. Ganz im Gegensatz zu den größeren Vereinen wie dem Rekordmeister Burgdorf und dem Titelverteidiger Rinteln, die bei gutem Wetter genügend Punkte holen können und bei mittlerem Wetter, wie in Runde 4, nichts anbrennen lassen, entweder die Hänge entlang jagen oder die Wolkenaufreihungen nutzen und damit in jeder Lebenslage fähig sind, vorderen Plätze einzunehmen. Schon 12 Punkte Vorsprung konnte Rinteln auf den Tabellenzweiten Oerlinghausen vorweisen. Wer sollte sie stoppen? Jedenfalls keiner in den folgenden Runden 5 und 6. Wieder konnte man von „Liga-Big-Points-Wetter“ sprechen und wieder gelang den Rintelnern eine hohe Punkteausbeute. Zwar lassen sie „großzügig“ die Rundensiege an Celle, Pirna, Gifhorn, Nastätten oder Homberg gehen, aber geben die laufend ausgebaute Tabellenführung seit Runde 2 nicht mehr ab. Schlussendlich können sie vorzeitig und völlig unspektakulär, aber ohne einen einzigen Rundensieg, die Titelverteidigung feiern.
Deshalb konzentriert sich die Gemeinde ab der Hälfte der verkürzten Saison auf die verbliebenen zwei Podiumsplätze in der Top-Liga. Und da blieb es für drei Teams spannend bis zur letzten Minute! Bamberg mauserte sich ab Runde 6 mit konstant guten und immer besser werdenden Ergebnissen bis ganz nach vorne. Dort dürfte irgendwann die Motivation zum Selbstläufer geworden sein. Leider war ausgerechnet die letzte Runde wettertechnisch aus bayerischer Sicht nicht ganz fair. Viele Außenlandungen und Flüge unter dem 40 Punkte-Grenzwert vermiesten das Finale. Da konnte auch der abendliche Champions-League-Sieg von Bayern München nicht mehr helfen. Die konstant fliegenden Odenwälder aus Walldürn und die Wolf-Hirther aus Kirchheim gönnten Bamberg das Podium nicht.
Die früheren Mehrfachmeister aus Burgdorf und Bayreuth konnten durch jeweils einen Rundensieg die vergangenen Erfolge kurz aufblitzen lassen, hatten aber in dieser Saison mit dem Podium und der Titelvergabe zu keiner Zeit etwas zu tun. Immerhin legte Bayreuth in Runde 10 mit 410,6 Speedpunkten die beste 1.Liga-Leistung 2020 vor. Über dem explodierenden Thüringer Wald konnte Maximilian Dorsch aus Bamberg mit einer LS4 die beste Saisoneinzelleistung (148 Punkte) setzen. Als respektvolle Anerkennung darf hier die ligaübergreifende Bestleistung des SFZ Ottengrüner Heide , ebenfalls aus Runde 10, nicht unerwähnt bleiben. Ihre 417,48 Punkte aus der 2. Liga sind in 2020 unübertroffen!
Die schon anfangs erwähnte hohe Leistungsdichte kann in der verkürzten Saison 2020 noch durch mehrere anderen Fakten belegt werden. Zum einen gab es bei 13 Runden elf verschiedene Rundensieger in Liga 1 – nur der Fliegergruppe Wolf Hirth (Runde 1 und 8) und dem AC Bad Nauheim (Runde 11 und 13) gelangen zwei Siege. Zum zweiten entschieden sehr oft nur minimale Differenzen in den Geschwindigkeiten bzw. den Speedpunkten über die Platzierungen. In Runde 5 trennte der Erste (Pirna) vom Zweiten (Brandenburg) gerade mal 0,02 Punkte! Das sind nur wenige Sekunden pro Pilot! Und dies ist durchaus kein Einzelfall und auch nicht auf Nachbarvereine beschränkt, die vermeintlich im gleichen Wetter fliegen konnten, sondern zieht sich durch die ganze Saison, laufend finden sich Abstände unter 0,1 km/h in den Ranglisten, sogar mehrfach pro Runde.
Als Beispiel seien hier die Oerlinghausener und die Schwarzwälder verglichen. Nur 0,27 Punkte trennen sie in Runde 9. Und auch die jeweils besten drei Piloten konnten annähernd gleich schnell fliegen, obwohl mehrere hundert Kilometer zwischen ihren Startorten und Fluggebieten liegen. Da lohnt sich die taktische Ausrichtung des Fluges auf die Ligaregeln in jedem Fall, um diese minimalen Abstände aufzuholen. Sehr viel wird an Ligaspeed verschenkt, weil sich die durchaus schnellen Piloten auf die Langstrecke konzentrieren, aber mit ein bisschen Basiswissen der Ligaregeln durchaus ein paar km/h herausholen könnten. Auch in der 2. Liga gibt es genügend Beispiele, wo an weit auseinander liegenden Ecken praktisch gleich schnell geflogen wird. In Runde 3 liegt Eisenhüttenstadt zum Beispiel nur 0,06 Punkte vor Bad Wörishofen am anderen Ende der Republik.
Oft ärgert man sich erst abends, wenn die Wertungen sichtbar werden. „Die 0,5 km/h schneller wären für mich sicher drin gewesen“, wird sich so mancher oft selbst vorgeworfen haben. Gerade am Tabellenende entscheiden nur wenige Punkte über Abstieg oder Verbleib in der Liga.
Deshalb gibt es bei den sieben Erstliga-Aufsteigern aus 2019 auch ein gemischtes Bild. Oerlinghausen geht hochmotiviert die erste Saisonhälfte an, platziert laufend unter den Top Ten, lässt dann aber stark nach. Immerhin springt mit Finalplatz 9 ein Top-Ten-Ergebnis heraus. Ansbach und Bad Nauheim halten sich lange gut im Mittelfeld. Letzteres Team kann dann sogar mit den Rundensiegen in Runde 11 und 13 noch mit Tabellenplatz 7 an die Spitzengruppe anschließen. Ein Rundensieg gelingt auch Pirna in Runde 5, was aber für das einzige sächsische Team leider ein Ausreißer nach oben darstellt und nicht für den Verbleib in der 1. Liga reicht. Genauso wie der Aero Club Berlin, müssen die Schweinfurter sofort wieder absteigen. Der Wind weht doch etwas härter, je höher man in den Ligen aufsteigt. Der HAC Boberg kann sich in der letzten Runde mit einer Startverlagerung an die Hänge der Porta Westfalica gerade noch mit einem Punkt vor Stadtlohn retten. Wieder einmal entscheidet ein Punkt über Verbleib oder Abstieg. Den von täglich früher Flugplatzschließung benachteiligten Braunschweiger kann leider auch ihr fulminanter Schlussspurt nicht helfen. Ihnen ist im nächsten Jahr eine Aufstiegsfeier zu wünschen.
Für eine hoffentlich „normale“ Saison 2021 dürfen die Aufsteiger aus der 2. Liga begrüßt werden. Souverän setzten sich die früheren zweifachen Deutschen Meister aus Blaubeuren mit drei Rundensiegen durch, sehr knapp gefolgt von Hofgeismar, die nicht ganz so konstant über alle Runden unterwegs waren. Die immer mit dem 15-km-Zielkreis kämpfenden Bad Wörishofener vervollständigen das Podium, Laichingen und Eisenhüttenstadt folgen auf den Plätzen. Äußerst knapp wurde auch um die letzten beiden Aufstiegsplätze gekämpft. Am Ende setzten sich die LSG Fallersleben und der SFC Schwäbisch Hall gegen die nun punktgleichen Eichstätter und Bad Homburger durch. Letztere brillierten zwar auch durch drei Rundensiege, mussten aber zu oft mit nur ganz wenigen Punkten vorlieb nehmen.
Auch der Gewinner der 463 Teams umfassenden Qualiliga, SFV Mannheim, übrigens Gewinner der allerersten Ligasaison im Jahre 2001, zeigte eine große Konstanz. Bis auf die letzten beiden Runden, in denen Mannheim eh schon als Sieger feststanden, platzierten man sich zwar ohne Rundensieg, aber nie schlechter als Rundenplatz 23. Spannend war auch hier das Finale um die weiteren Podiumsplätze mit nur einen Punkt Unterschied, sowie der Kampf um den letzten Aufstiegsplatz. Hier herrschte sogar Punktgleichheit! Am Ende machte der zweifache Rundensieger FSV Mössingen das Rennen und wird Zweiter, aber punktgleich mit FSV Neustadt/Weinstrasse. Auch für die Neustädter gilt: drei Ausreißer sind mindestens einer zuviel. Bensheim ließ tatsächlich in der letzten Runde überhaupt nichts mehr anbrennen, holte sich mit 0,05 Punkten Vorsprung vor Riedelbach den Rundensieg und damit den letzten Aufstiegsplatz. Dazwischen dürfen noch die U25-Sieger aus Hammelburg, der AC Esslingen und das neue „Kunstteam“ Isar Segelflug in der 2. Liga begrüßt werden.
Auffallend ist, dass viele Junior-Piloten, die in der U25-Schlußtabelle ihr Team ganz vorne platzieren konnten, auch den Hauptanteil an der jeweiligen guten Platzierung ihrer Mannschaften in der 1. oder 2. Liga getragen haben. Konstanz zahlte sich besonders in der U25-Liga aus. Das Abbild der Anzahl der Ausreißer nach unten und deren Amplitude zeigt 1:1 das Bild der Tabelle nach 13 Runden. Hammelburg mit keiner einzigen schlechten Rundenplatzierung siegt, vor Oerlinghausen, die die Runden 7 und 8 etwas geschwächelt haben. Königsdorf, nach einer langen Siegesserie nun auf Platz drei, hat zwar nur Runde 2 ausgelassen, kann aber diese null Punkte nicht mehr kompensieren. Homberg auf Platz 4 weist gleich zwei dieser Nullrunden und Lichtenfels drei auf (Platz 5). Bad Wörishofen folgt der Logik entsprechend mit vier Ausreißern. Wie in der Qualiliga, wo es für einen Sieg gleich 50 Punkte gibt, werden die 40 Siegpunkte in der U25-Liga immer schwerer aufzuholen sein, je inkonstanter an den Runden teilgenommen wird. Umkehrschluss: Wer es schafft, jede Runde mit einem vollständigen Team teilzunehmen, dem ist ein Erfolg quasi garantiert!
Gratulation an die Meister und Gewinner der einzelnen Ligen. Für 2021 wünschen wir viel Erfolg den Aufsteigern und hoffentlich eine erneute hohe Motivation für die Absteiger! Und uns allen eine ungetrübte Corona-freie neue Saison.
 
Heiko Hertrich
 
Deutscher Meister 2020 - LSV Rinteln
 
FLG Blaubeuren
- Sieger 2. Segelflug-BUNDESLIGA
 
SFV Mannheim - Sieger Quali-Liga 2020
FSG Hammelburg - Sieger U25-Liga 2020

 


Wednesday, 26. August 2020 U25-Finale am Hang: Ausdauer zahlt sich aus translate news

Da sich die FSG Hammelburg den Titel nicht in der letzten Runde wegnehmen lassen wollte, ging es am Samstag für die Unterfranken zur letzten Runde der diesjährigen U25 Liga nach Bückeburg ans Wesergebirge.
Dort trafen sie auf deren direkte Verfolger vom FG Oerlinghausen. Für Eric Schneider und Andreas Heil ging es zunächst mit 45 min warten am Hang los, nachdem sie gegen 13 Uhr der erste Bart an Höhe gewinnen lies und sie nach Südwesten Richtung Bielefeld auf Strecke fliegen konnten. So ganz ohne Wasser ließ sich kaum ein schneller Schnitt erzielen, nach einem kurzen Abstecher an den Ith konnte er dann doch auf 100,51 Punkte getrieben werden. Zusammen mit Andreas Heil, der 82,05 Punkte auf ner LS 4 holte, konnten sie die Runde gewinnen und somit auch den Titel des Deutschen U 25 Meisters!
Die Oerlinghausener waren mit Lukas Brune mit 97,90 Punkten und Leon Bohnenkamp mit 67,69 Punkten nur knapp dahinter und bleiben somit auf dem zweiten Tabellenplatz als Vizemeister. Auf Platz drei folgen die Jungs der FSV Stölln mit Jasper Pepe Seemann, der 100,14 Punkte beisteuerte und Tobias Rinnert mit 42,61 Punkten.
Insgesamt konnten in der U 25 Liga nur 4 Vereine mit 2 Junioren punkten. Dies waren jedoch nicht die ersten vier, denn Simon Schröder hat am Sonntag noch einen raus gehauen und flog auf ner ASG 29-e mit 18m die Tagesbestmarke von 133,02 Punkten.
So gab es in dieser letzten Runde keine nennenswerten Veränderungen mehr in der Tabelle und uns bleibt es nur zu hoffen, dass kommendes Jahr eine ganze Saison geflogen werden kann.
Es war schön zu sehen, dass die Förderung junger Talente wie Eric Schneider gut angekommen ist und vielleicht dem einen oder anderen Junior noch etwas Ansporn gab, sich die LS 8 neo zu sichern.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Abschlusstabelle U25-Liga.
Gemeinsames letztes Rennen
ab Bückeburg: Eric Schneider,
Peter Wagner, Andreas Heil,
Leon Bohnenkamp und
Lukas Brune (v.l.n.r.).
In Wartemodus am Haupthang.
 

Wednesday, 26. August 2020 Blaubeuren krönt Traumsaison mit dem Liga-Sieg translate news

Knapper geht´s kaum
Bereits am vergangenen Dienstag kam bei den Sonderbucher Segelfliegern die Frage auf, ob die fürs Wochenende angekündigte Kaltfront schnell genug durchziehen würde und noch schnelle Flüge für die Bundesliga drin wären. Am Freitag war dann schon recht klar, dass das Wetter bei den hessischen Verfolgern gut werden würde. Nur wie gut? Und würde der Sonntag noch eine Chance bieten, den Vorsprung aufzuholen, den die Piloten aus dem hessischen Hofgeismar sicher herausfliegen würden? Am Samstagabend schließlich war die Stimmung etwas gedrückt, musste man doch fast 300 Geschwindigkeitspunkte aufholen.
Als sich am Sonntag dann die ersten Sonnenstrahlen zeigten, kam auf dem Flugplatz Sonderbuch eilige Betriebsamkeit auf. Martin Söll, Philipp Söll, Oliver Stockinger und Michael Heiß zogen ihre Flugzeuge aus den Transporthängern und bauten sie zusammen. Helmut Schmid bereitete den Doppelsitzer Arcus vor und Maximilian Hübner den neuen Discus des Vereins. Stockinger und Philipp Söll starteten als erste, gefolgt von Martin Söll, Helmut Schmid mit seiner Frau, Michael Heiß und Maximilian Hübner. Wie schon letztes Wochenende waren die ersten Kilometer etwas schwierig, bald schon meldeten die vorausgeflogenen Philipp Söll und Oliver Stockinger, dass man ab Mengen gut voran käme. Martin Söll konnte noch gut folgen, Michael Heiß kam dann jedoch schon wieder südwestlich von Sigmaringen zu tief und verlor wertvolle Zeit. Das Ehepaar Schmid kehrte in der Gegend von Ehingen um während Maximilian Hübner bei Zwiefalten den Motor anwerfen musste und damit aus der Wertung fiel. Die Vorausgeflogenen meldeten allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sie den Schluchsee sehen und am Rand des Südschwarzwaldes wenden. Am Abend konnten Philipp Söll (118,94 Punkte), Oliver Stockinger (112,74 Punkte) und Martin Söll (105,28 Punkte) zusammen beinahe 337 Geschwindigkeitspunkte melden, was einen zweiten Platz in der letzten Runde der Ligasaison erbrachte. Die Freude war besonders hoch, als eine Rückfrage in Hofgeismar ergab, dass dort am Sonntag keine Ligaflüge mehr gemacht wurden und Blaubeuren die Tabellenführung in der 2. Bundesliga erfolgreich zurückgewinnen konnte.
So gab es für die Bundesligapiloten doch noch ein glückliches Ende an der Tabellenspitze und sie freuen sich nächstes Jahr zusammen mit den Nachbarn des FSV Laichingen, welche die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beenden konnten, in der ersten Liga zu fliegen.
 
Michael Heiß
 
Oliver Stockinger auf Punktejagd
Martin Söll, Oliver Stockinger und
Philipp Söll (v.l.n.r.) nach erfolgreichem
Bundesligaflug
Die Rennmaschinen nach
erfolgreichem Bundesligaflug
 

Wednesday, 26. August 2020 Die Auf- und Absteiger stehen fest! translate news

Mit der 13. Runde am 22. und 23.8.2020 ist die Liga-Saison 2020 Geschichte. Trotz der coronabedingten Verkürzung der Saison wurde wieder jede sich bietende Gelegenheit genutzt und um jeden Punkt gekämpft.
Der neue und alte Deutsche Meister heißt LSV Rinteln! Das ist keine Überraschung, denn den Meistertitel konnte den Niedersachsen schon nach Runde 12 keiner mehr nehmen (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier). Um Platz 2 wurde bis zum Schluss gekämpft. Die Fliegergruppe Wolf Hirth gab zum Schluss nochmal Vollgas und konnte sich mit einem zweiten Rundenplatz in Runde 13 noch den Vizetitel sichern. Der FSC Odenwald Walldürn beendet die Liga-Saison auf Platz 3.
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA zeigte die FLG Blaubeuren echtes Durchhaltevermögen. In Runde 7 eroberten die Schwaben erstmals die Tabellenspitze und gaben sie - obwohl es eng zuging - bis zum Schluss nicht mehr ab. Nur vier Punkte Vorsprung stehen am Schluss auf den Zweitplatzierten LSV Hofgeismar auf dem Konto. Der SFV Bad Wörishofen verteidigt auch in der letzten Runde Platz 3.
Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf (grün markiert). Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächst untere Liga ab (rot markiert).
 
Das OLC Finale in Poppenhausen kann in diesem Jahr coronabedingt leider nicht stattfinden.

Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2020:
# Punkte  
1 185  
2 155  
3 153  
4 139  
5 122  
6 121  
7 117  
8 117  
9 115  
10 110  
11 110  
12 104  
13 101  
14 99  
15 97  
16 96  
17 96  
18 95  
19 84  
20 79  
21 72  
22 72  
23 68  
24 67  
25 56  
26 53  
27 42  
28 39  
29 33  
30 28
                                                                                                                                      
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2020:  
# Punkte  
1 173  
2 169  
3 144  
4 137  
5 133  
6 124  
7 120  
8 111  
9 111  
10 109  
11 108  
12 101  
13 100  
14 99  
15 95  
16 90  
17 89  
18 87  
19 84  
20 81  
21 81  
22 77  
23 59  
24 58  
25 57  
26 50  
27 49  
28 35  
29 32  
30 18

 

Endstand Quali-Liga 2020, insgesamt 463 Vereine  
# Punkte  
1 443  
2 413  
3 413  
4 409  
5 390  
6 336  
7 332  
8 302  
9 284  
10 282  
11 248  
12 218  
13 208  
14 203  
15 200  
16 198  
17 197  
18 191  
19 180  
20 179  
21 174  
22 174  
23 171  
24 164  
... ...  

 


Tuesday, 25. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Finale 22./23.8. (Runde 13) translate news

Zum Ligaschluss hatte das Wetter nochmal einiges zu bieten: Es begann mit einem Kaltfrondurchgang und einer windigen Rückseite am Samstag und endete Sonntag mit einer schmalen Lücke hinter der zweiten und vor der mittlerweile dritten Front des Wochenendes. Neben dem richtigen Timing gehörte am Ende daher auch ein wenig Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die guten Lücken zu erwischen und unter den Wolkenstrassen nochmal Liga-Speed zu machen. Oder man hatte gleich mit einer Verlegung geplant, wie so mancher Flug nahelegt ...
Samstag:
Fast schon klassisch zeigt sich das Satellitenbild von 12UTC (14MESZ), auf das der Wind rückseitig der Kaltfront die Wolkenstrassen gezeichnet hat. Und der Wind war durchaus zügig unterwegs: Lag die Front morgens noch zwischen Pfalz und Vorpommern, hatte sie am späteren Nachmittag bereits den Südosten erreicht, der jedoch noch unter den dichten frontalen Wolken lag. Dazu störte hinter der Front noch ein ausgeprägter Cirrenschirm vor allem über dem Osten Deutschlands, der darunter - trotz einfliessender kühler Luft - keine nachhaltig nutzbare Thermik zuließ. Und noch ein Störfaktor ist auch dem Bild zu sehen: Vom Kanal bis in die Deutsche Bucht lag zu dem Zeitpunkt bereits eine neue Troglinie/Front, die mit stärkeren Überentwicklungen und eingelagerten Schauern im Laufe des Thermiktages noch bis auf die Linie Eifel - Kieler Bucht vorankommen sollte. Aber - und das zeigen die Flugspuren - für einen schnellen Ligatag zum Saisonabschluss sollte es vor allem für den Westen noch reichen.
Sonntag:
Auch das Satellitenbild vom Sonntag zeigt weiter die typischen Kaltluftstrukturen. Eingelagert in die - vor allem im Norden - noch kräftige Strömung floss kühle, aber auch labile Luft nach. Zwischen den nach Südosten abziehenden Front(en) und der bereits nächsten, die von Nordwesten einlief, tat sich nur noch eine schmale Lücke auf. Die sollte sich aber am Nachmittag vor allem im Südwesten noch aufweiten können, denn unter ganz leichtem Hochdruckeinfluss ließ die Überentwicklungs- und Schauertätigkeit nach und brachte nochmal schnelle Bedingungen. Wenig Änderung gabe es in der Struktur der Flugspuren im Vergleich zum Samstag - die Linien orientierten sich weiter klar am Wind.
Wer hat was draus gemacht?
Die Motivation bei einigen Teams war sicherlich hoch. Auch wenn das eigentliche Rennen um die Meisterschaft in der Bundesliga schon letzte Runde entschieden war, war die Ausgangssituation vor allem auf den Auf- und Abstiegsplätzen weiter offen. Unterhalb von Rang 20 war der Klassenerhalt in beiden Ligen nicht sicher. Und in der 2. Liga konnte sich fast die komplette obere Hälfte noch - zumindest theoretische - Hoffnungen auf einen der noch austehenden Aufstiegsplätze machen.
Und das Samstags-Wetter würfelte dann die zwischenzeitliche Tabelle gleich ordentlich durcheinander. Im Fernduell Stadtlohn - Königsdorf fanden sich die Bayern plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Was unter Reihungen zwischen Westerwald und Eder möglich war, zeigte Fabain Krause, der von Eudenbach aus für Stadtlohn unterwegs war und mit 132 Speed-Punkten den zweitschnellsten Flug des Tages absolvierte und so die Münsterländer auf den zwischenzeitlichen Rundenplatz 4 führte. Max Mensing und Max Wenning waren zeitgleich von der Porta aus unterwegs, nutzten für ihre Flüge aber nicht ausschließlich die dortigen Hänge, sondern holten ihre Speed (auch) unter den Wolkenstrassen. Durch die Verlegung des Startplatzes nach Osten konnten sie ausserdem den nachmittäglichen Störungen am heimischen Platz entgehen.
Auf Rundenplatz 3 flog das Team aus Nastätten. Schnellster war hier Jens-Christian Henke, der zuerst gegen den Wind bis ins Saarland voflog, um dann seine Speed in einem Jojo südlich des Hunsrück zu beginnen, um nach einem längeren Rückenwindschenkel die Wertungszeit zwischen Lahn und Taunus ablaufen zu lassen (139km/h, 122 Speed-Punkte). Dass es auf einer ähnlichen Spur aber nochmals schneller ging, zeigte Sören Nölke: In Aspach/Taunus gestartet flog auch er erst gegen den Wind Richtung französische Grenze vor. Auch für ihn ging es anschliessend mit Rückenwind südlich des Hunsrück entlang bis an den Vogelsberg, um dann nochmal gegen den Wind einen Jojo bis an die Lahn anzuhängen. Auf den beiden letzten Schenkeln zeigt sich dann sehr schön der Einfluss des Windes: Jeweils rund 93km lang und mit je nur einem kurzen Kurbelanteil waren die beiden Teilstrecken fast identisch. Gegen den Wind erreichte
Sören jedoch "nur" einen Schnitt von 120km/h, mit Rückenwind dagegen von über 165km/h! Letzlich schafft er es in der Wertungszeit auf knappe 148km/h (140 Speed-Punkte). Gemeinsam mit Maximilian Schäfer und Sebastian Nägel, die jeweils von Ludwigshafen aus unterwegs waren, schaffte die FG Wolf Hirth damit Rundenplatz 2. 
Der Rundensieg geht am Ende nach Ober-Mörlen. Der AC Bad Nauheim nutzte hier den Heimvorteil mit dem direkten Zugriff auf die Samstags-Kaltfrontrückseite. Mit 3 schnellen Flügen von Benedikt Lang, Karsten Leucker & Clara Holte sowie Jürgen Breitenfolder & Karsten Kirbs belegen die Hessen im der Tageswertung des Speed-OLC gleich 3 der Top-10 Plätze und entscheiden somit auch die Liga-Runde mit 383 Speed-Punkten deutlich für sich. Mit den Zwischenstand am Samstag-Abend hätte Stadtlohn den Klassenerhalt in letzter Sekunde geschafft - aber es sollte ja noch der Sonntag folgen und damit die letzte Chance für Königsdorf, nochmal zurückzukommen.
Letztlich war es keine Sekunde, sondern fast 2 Stunden Wertungszeit, die sowohl Johannes Bayer als auch Mathias Schunk von Königsdorf aus in Punkte ummünzen konnten. Martin Weber erwischte vom Rheinland-Pfälzischen Bad Sobernheim aus zwar den schwächeren der beiden Wochenendtage zwischen Saar und Pfalz -, sein Flug trug aber ebenfalls dazu bei, dass die Königsdorfer mit 8 Punkten für Rundenplatz 13 den Klassenerhalt sichern konnten.
Dass man am Sonntag aber auch im Süden schnell unterwegs sein konnte, zeigte einmal mehr Simon Schröder, der zwischen Allgäu und Oberbayern die aufkommende Stabilisierung optimal ausnutzen konnte und mit 151,98km/h (133 Speed-Punkte) zwar nicht den Punkthöchsten, aber doch den höchsten absoluten Schnitt schaffte.
Auch in der zweiten Liga sollte erst der Sonntag die Entscheidung bringen - zumindest was die Aufstiegsränge angeht. Gerade mal 3 Punkte trennten vor der letzten Runde die Plätze 6 bis 9 und so lief es auf einen Vierkampf zwischen Grabenstetten, Fallersleben, Schwäbisch Hall und Eichstätt hinaus. Und auch Eisenhüttenstadt konnte sich auf Gesamtrang 5 noch nicht sicher sein, ins Oberhaus einzuziehen. Für die Brandenburger legte Sabrina Vogt am Samstag von Rinteln aus vor und Andreas Kühl und Sebastian Bode am Sonntag von Eisenhüttenstadt aus nach. Rundenplatz 6 sicherte damit Gesamtrang 5 und damit den Aufstieg.
Knapper ging es dahinter zu. Bernd Meindermann, Helge & Franz Liebertz sowie Benno Beesten hatten Samstag von Ummern aus unter den Reihungen über über der Heide vorgelegt und Fallersleben konnte sich den zwischenzeitlichen Rang 2 sichern. Schneller zu dem Zeitpunkt war nur der LSC Bad Homburg, für die Steffen Göttler den schnellsten Flug der Liga ins Ziel brachte (141,3km/h, 127,9 Punkte). Die Hessen machen (von Rang 13 kommend!) einen weiten Sprung nach vorne, erreichen aber keinen Aufsteigsplatz, weil auch die direkte Konkurrenz punkten kann. Am Samstag-Abend stehen Fallersleben und Schwäbisch Hall auf Rang 6 und 7, die bis dato punktlosen Grabenstetter fallen aus den Aufstiegsrängen heraus. Auch am Sonntag können sie das nicht mehr aufholen, so dass letztlich die zwischenzeitliche Rangliste vom Samstag auch am Sonntag-Abend noch Bestand hat -, denn dass Blaubeuren am Sonntag noch
auf Rundenplatz 2 vorfliegt, hat für die Abschlusstabelle keine Relevanz mehr.
Damit endet die verkürzte, aber durchweg intereressante und spannende Saison 2020. Auch wenn es in diesem Herbst/Winter nur wenige
Gelegenheiten geben wird, sich auch mal persönlich zu treffen, würde ich mich freuen, wenn wir uns spätestens im April 2021 wieder lesen!
 
Euer Bernd vom Team TopMeteo
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland

 

 


Friday, 21. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 21.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG überquert die Kaltfront eines Tiefs über der Norwegischen See, welche zu Tagesbeginn etwa auf einer Linie Brandenburg-Südpfalz liegt, Deutschland südostwärts. Rückseitig fließt mit lebhafter Westströmung kühlere und leicht, im Nordseeumfeld auch hochreichend labil geschichtete Meeresluft ein.
Am SONNTAG hält sich weiterhin überwiegend leicht, in den Küstenbereichen sowie im Nordwesten auch hochreichend, labil geschichtete Meeresluft. An den Alpen halten sich dagegen Reste feuchtwarmer und labil geschichteter Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im äußersten Südosten kaum nutzbare Thermik entwickeln, sonst ist mäßige bis gute Wolkenthermik zu erwarten. Die Basen steigen auf 1200-1500 m, im Südwesten teils auf 1700 m. Im Nordwesten ist die Thermik häufig zerrissen, zeitweise stören auch Überentwicklungen.
Am SONNTAG bildet sich im Norden mäßige, im Süden gute Wolkenthermik aus, die allerdings teilweise zerrissen sein wird und besonders im Norden und Westen zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1000-1300 m und im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG nach Abzug der frontalen Bewölkung meist nur mäßige Wolkenthermik, die vor allem im Westen oftmals zerrissen ist.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, oftmals zerrissen und durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG auf Grund von frontaler Abschirmung und Überentwicklungen keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG in frischer Kaltluft mäßige bis gute Wolkenthermik. Thermikbeginn 07.30-09.30 UTC. Thermikende 15.00-15.30 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Tuesday, 18. August 2020 Segelflug-Bundesliga: Endspurt mit der 13. Runde am kommenden Wochenende (22./23.8.) translate news

Fest steht: Trotz der Corona bedingten Verkürzung auf 13 Runden war es in 2020 eine vollwertige und grandiose Liga-Saison! Und es ist ein Jubiläumsjahr ... es ist die 20. Ligasaison und mittlerweile hat das Prinzip 'Segelflug-Bundesliga' unter den sportorientierten Segelflugvereinen einen Stellenwert errungen, von dem man vor zwanzig Jahren nicht nichteinmal gewagt hatte zu träumen.
Und gerade wenn die Tage kürzer werden, ist man beim Liga-Prinzip mit vier Flugstunden voll mit dabei ... bis Ende August.
Ein großer Dank geht vor allem auch an Bernd Fischer von TopMeteo für sein hochqualifiziertes wöchentliches Reporting - in der Segelflug-Welt ist auch das das einmalig!
Leider wird es aber heuer das Liga-Finale in Poppenhausen Anfang Oktober es aus den bekannten Gründen nicht geben.
Stattdessen erhalten alle Sieger neu designte Urkunden, auf denen alle Deutschen Meister der jeweiligen Jahre vermerkt sind, zum Verbleib (für's Club-Heim)!
Selbstverständlich gibt es aber im OLC-Magazin einen ausführlichen Report zur diesjährigen Liga-Saison.

Tuesday, 18. August 2020 Spannendes Finale bei den Junioren translate news

In dieser vorletzten Runde gaben die U25-Piloten nochmals alles, um in der Tabelle nach oben zu rutschen. Das Wetter war zumindest am Sonntag dafür geeignet. Die Jungs vom LSV Homberg/Ohm waren dabei nicht nur in der ersten Liga ganz vorne mit dabei, sondern auch deren Junioren holten sich den Rundensieg und somit die 50 Punkte. Dabei war Christian Lampert mit 135,72 Punkten und Simon Briel mit 124,80 Punkten im südlichen Thüringer Wald unterwegs. In der Tabelle kletterten die Homberger an dem AC Lichtenfels vorbei auf Platz 4.
Auf Rundenplatz 2 folgt unser gefördertes OLC Talent Eric Schneider mit erneut sagehaften 147,03 Speedpunkten zusammen mit seinem treuen Vereinskameraden Peter Wagner mit 112,73 Speedpunkten. Erics Flug war erneut mit 10 Punkten Vorsprung europaweit der schnellste Flug an diesem Wochenende. Bei zunächst tiefer Basis und diesiger Sicht kämpfte er sich gegen den Wind vor. Dann reihten sich die Wolken auf und er konnte die mit 150 Liter Wasser gefüllte LS 8 neo zwischen Rhön und Grafenwöhr um die Wendepunkte prügeln. In den 2,5 Stunden Wertungszeit musste er nur zweimal Kurbeln. Seine Streckenwahl war aufgrund der von Topmeteo perfekt vorhergesagten Überentwicklungen im Thüringer Wald etwas nach Süden verlegt worden. Mit diesem Flug klettert Eric auf Platz 3 der Deutschen Speed OLC Champion Wertung.
Auf Platz drei der Rundenwertung folgt der LSV Burgdorf mit Yannik Freund (121,72 Punkte) und Jona Krüger (109,29 Punkte). Der LSV klettert mit dieser Platzierung unter die Topten Teams in der Tabelle.
Die FSG Hammelburg baut nach dieser Runde ihre Führung um 13 Punkte auf 541 Zähler aus und die FG Oerlinghausen hat immer noch die Chance die Liga für sich zu entscheiden. So bleibt es in der letzten Runde mega spannend, wer das Rennen um den Titel macht. Die Vorjahressieger aus Königsdorf auf Platz Drei können es nicht mehr schaffen, an Oerlinghausen vorbei zu ziehen.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Erste Schauer im Thüringer Wald.
Heftige Überentwicklungen über
dem neo Winglet der LS 8
im Thüringer Wald.
Herrliche Aufreihungen entlang
der Flugstrecke von Eric Schneider.
 

Tuesday, 18. August 2020 Braunschweiger Aufwindjäger holen Platz zwei und 19 Punkte translate news

Im Rahmen dieser Bundesligarunde konnte der Aero-Club in der bisher völlig bescheiden verlaufenen Saison 2020 zum ersten Mal an alte erfolgreiche Zeiten anknüpfen und holte mit guten 372,06 Speedpunkten den zweiten Rundenplatz.
Da der Braunschweiger Verkehrsflughafen seit Anfang August spätestens um 20 Uhr, und nicht wie bisher um 18 Uhr, verlassen werden muss, konnten die Löwenstädter endlich ihr Potential voll ausschöpfen. Nur der LSV Homberg/Ohm aus Hessen war an diesem Wochenende mit 387,23 Speedpunkten schneller. Folgende drei Piloten waren erfolgreich auf den Thermikautobahnen unterwegs:
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM 18m, 137,41 Speedpunkte,
Heiko Braden, Ventus-3 M 18m, 133,97 Speedpunkte,
Holger Scholz, Ventus-3 M 18m, 100,67 Speedpunkte,
Bennewitz und Braden durchpflügten am Sonntag im Sauseschritt unser „Wohnzimmer Lüneburger Heide“ sowie die Altmark und bearbeiteten im Formel-1-Modus das überaus thermikträchtige Areal zwischen Gardelegen und Sittensen. Sie kamen zusammen auf einmalige 271 Speedpunkte und legten insgesamt 1238 Streckenflugkilometer zurück. Dabei trafen die beiden Protagonisten unseren ehemaligen erfolgreichen Mitstreiter und Punktegaranten Christian Ückert, der ab dieser Saison an seinem Wohnort für den dortigen LSV Stade auf Strecke geht.
Scholz hatte für einige Tage Quartier im brandenburgischen Segelflugzentrum Pritzwalk Sommersberg gemacht und flog am Samstag ein angemeldetes Dreieck. Er wendete in Joachimsthal, westlich von Demmin und in Wittenburg. An diesem Tag goss es am Vormittag noch wie aus Kübeln im Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum.
In der Gesamtwertung führt weiterhin uneinholbar der LSV Rinteln mit 169 Punkten, der somit den Deutschen Meistertitel des Vorjahres erfolgreich verteidigen konnte, und der Aero-Club reichte aufgrund dieses kleinen Zwischenhochs endlich die „rote Laterne“ weiter und ließ mit nunmehr 44 Punkten auf Rang 26 vier Mitstreiter hinter sich. Am nächsten Wochenende steht dann die Finalrunde dieser bestimmt aufgrund der Corona-Pandemie in die Geschichte eingehenden besonderen Saison an.
 
Rolf Wagner
 
Enger Teamflug zwischen
Heiko Braden (XM) und
Karsten Bennewitz.
Absolutes Hammerwetter
in der Lüneburger Heide.
Karsten Bennewitz ist die Freude
und auch Anspannung kurz nach
dem Flug noch gut anzusehen.

 

Tuesday, 18. August 2020 Spannendes Finale in der 2. Liga translate news

Nachdem bereits seit zwei Wochenenden feststeht, dass Blaubeuren den direkten Wiederaufstieg in die erste Segelflug- Bundesliga geschafft hat, gehen die in Sonderbuch startenden Ligapiloten mit hauchdünnem Vorsprung als Tabellenführer in die letzte Runde der diesjährigen Bundesliga-Saison.
Am Sonntag traten die Blaubeurer mit dem Vorsatz an, den Platz an der Tabellenspitze zu halten. Philipp Söll war als erster gestartet, musste jedoch bei Münsingen seinen Turbo starten und wieder in den 15km-Startkreis zurückfliegen. Oliver Stockinger und Heiner Krais im Arcus ließen sich gleich auf 1000m schleppen und konnten so die Wolken bei Münsingen im Gleitflug erreichen. Michael Heiß schlich sich in niedriger Höhe nach Laichingen um von dort quasi aus der Platzrunde zu den Wolken zu gelangen, die mittlerweile schon östlich von Münsingen standen. Alle drei schafften es über das gute Wetter im Westen in den Schwarzwald. Die übrigen Piloten der für Blaubeurer Urlaubs-Verhältnisse durchaus beachtlichen  „Armada“ schafften dies erst deutlich später. Markus Straub schaffte es zwar noch in den Schwarzwald, kam jedoch schon unter den von Westen schnell anrückenden Schirm und musste alle Register (einschließlich des Deko- Griffs) ziehen um wieder sicher nach Hause zu kommen. So blieb es durch die Flüge von Philipp Söll (101,54km/h / 95,79 Punkte), Oliver Stockinger und Heiner Krais (93,84 / 84,92) und Michael Heiß (89,62 / 82,22) bei einem Rundenplatz 17 und 4 Wertungspunkten. Der direkte Ligakonkurrent Hofgeismar erzielte Rundenplatz 10 (11 Wertungspunkte) und rückte somit Blaubeuren mit einem Punkt Abstand dicht auf die Pelle.
 
Michael Heiß
 
Startaufstellung in Blaubeuren
(nachdem Fips und Oliver
schon in der Luft sind).
Michael Heiß auf dem Rückweg
aus dem Schwarzwald.
Fips kann auch „hoch“ über Winzeln.
 

Monday, 17. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 15./16.8. (Runde 12) translate news

Blitze Samstag 15.00 UTC
Blitze Sonntag 15.00 UTC
Eine Runde vor dem Ende der Bundesliga-Saison steht fest: Der LSV Rinteln hat seinen Titel verteidigt! Am Ende reichte ein Mittelfeldplatz, um die noch fehlenden Punkte einzufahren. Mimimalismus kann man den Niedersachsen dabei nicht vorwerfen, denn die Wetter-Bedinugngen waren in dieser 12. Runde nicht die Einfachsten.
Samstag:
Es war eine Menge Energie in der Luft: Wie man auf Mitteleuropa-Satellitenbild in der Kombination von sichtbarem Kanal und den Blitzortungen der vorhergehenden Stunde von 15 UTC (17 MESZ) gut erkennen kann, lag ein breiter Streifen von Nordwesten nach Südosten, der angefüllt war mit teils unwetterartigen Schauern und Gewittern.
Nachdem sich die Atmophäre über mehrere Tage immer weiter aufgeheizt hatte, flog buchstäblich zum Wochenende der Deckel vom Topf. Bei sehr windschwachen Bedingungen hatte sich eine flache Tiefdruckrine gebildet, die zunehmend labilisierte. Schon morgens war sie angefüllt mit Feuchte und noch aus der Nacht heraus waren bereits wieder Gewitter unterwegs. Es dauerte nicht lange, bis es in der Rinne wieder anfing zu kochen.
Die störungsfreien - und damit fliegbaren - Bereiche zeigen sich sowohl im Satellitenbild als auch in den Flugspuren: Im Südwesten konnte leichter Hochdruckeinfluss die Luftmassse stabil halten, die zwischenzeitlich kräftigen Quellungen vor allem über Schwarzwald und Alb wurden zum Nachmittag sogar wieder etwas gedeckelt. Homogen zeigte sich der Nordosten: Auch hier deckelte ein Hoch und die nach blauem Beginn enstehenden Cumuli reihten sich im Ostsüdostwind - und brachten damit an diesem Tag in dieser Region die schnellsten Liga-Bedingungen.
Sonntag:
Eigentlich hatte sich an der Lage im Vergleich zum Vortag nicht wesentlich geändert. Von Nordosten her konnte sich die trockenere Luftmasse etwas weiter nach Westen durchsetzen. Die war aber etwas trockener als am Vortag, so dass weniger Cumuli bilden konnten. Auch im Süden war die Luftmasse nun deutlich trockener, mit ähnlichen Konsequenzen wie im Nordosten. In der immer noch breiten Rinne fielen im Laufe der Nacht die Gewitter mehr und mehr in sich zusammen und so begann der Tag - abgesehen von Nebel- und Stratusfeldern im Südosten und Restfeuchte im Nordwesten - erst einmal recht ungestört undvielversprechend. Dann bildeten sich im Laufe des Vormittags mit den Quellungen, die sich im Südostwind zu langen Wolkenstrassen reihten. Die Labilität war aber immer noch latent vorhanden, das zeigt u.a. das Bild von 15 UTC, auf dem sich erneut die Aktivität innnerhalb der Linie offenbart. Aber auch von Westen her wurde es zunehmend labil, da hier von im Bereich einer herannahenden Konvergenz die Gewittertätigkeit ebenfalls zunahm. Betroffen waren vor allem die Bereiche westlich des Rheins, aber auch über dem Schwarzwald waren erste Blitze zu beobachten.
Weiträumig besser als der Vortag und vor allem gut genutzt entlang der Wolkenstrassen - das zeigen auch die Flugspuren - war aber auch das Timing mitentschiedend, die Wertungszeit so optimal zu legen, dass man nicht Gefahr lief, von den Überentwicklungen ausgebremst zu werden oder gar den Rückweg abgeschnitten zu bekommen.
Wer hat was draus gemacht?
Im Vergleich zu den Vorrrunden war diese Runde wenig(er) für die lange Strecke geeignet. Aber hier und an dieser Stelle soll es ja auch um die am Ende "entscheidende" Liga-Runde gehen.
Am Samstag-Abend waren die Wertungslisten noch recht übersichtlich, gerade mal knapp mehr als 200 Flüge wurden insgesamt in den OLC eingestellt. Vor allem der Nordosten stach dabei mit seinen Bedingungen hervor: Rene Rietz & Oliver Schmelzer flogen von Rostock aus den schnellsten Schnitt des Tages unter den Reihungen zwischen Oder, Müritz und Vorpommern - ganz klassisch mit einem Jojo kamen sie aufh´ 138,25km/h (124,98 Punkte). In der Bundesliga konnte sich der FK Brandenburg vorne platzieren, für die Rolf Engelhardt und Matthias Kaese die Schnellsten waren und den zwischenzeitlichen Platz 1 der Rundenwertung sicherstellen konnten. Aber auch im Süden konnte Speed gemacht werden: Simon und Robert Schröder waren von Wörishofen aus südlich der Alb unterwegs und sicherten so die zwischenzeitliche Führung für die Kneippstädter in der 2. Bundesliga.
Und auch in Walldürn wurde geflogen, schliesslich galt es hier, die letzte Chance zu wahren, doch noch als Deutscher Meister die Saison zu beenden. Der zwischenzeitliche - und sicherlich bei den Bedingungen südlich des Odenwaldes hart erkämpfte - 5. Platz wäre mit 16 Punkten belohnt worden. Lohn vor allem auch, weil zu diesem Zeitpunkt Rinteln noch flug- und punktlos war und damit das Rennen noch bis zur letzten Runde offen geblieben wäre. Und selbst für die FG Wolf Hirth wäre noch der Sprung ganz nach oben möglich gewesen.
Aber alles "hätte, wenn und aber" war am Ende Makulatur, denn es stand ja noch der Sonntag an -, und an dem wurde die Wertung nochmal ordentlich aufgemischt.
Dass für die Liga die guten Bedingungen weit über das Land gestreut waren, zeigt das Bild in die Endabrechung dieser Runde: Ganz vorne landete das Team aus Homberg/Ohm, wobei Team auch hier im wörtlichen Sinne gilt, denn letzlich entschied sich erst mit dem dritten Flug, wer ganz vorne landet. Christian Lampert und Felipe Levin waren (früh) unter den Reihungen unterwegs und konnten den größten Teil ihrer Speed mit Rückenwind zwischen Fichtelgebirge und Siegerland (Felipe), bzw. über dem Thüringer Wald (Christian) machen. In der Summe waren beide aber langsamer als die beiden schnellsten Piloten aus Braunschweig: Karsten Bennewitz und Heiko Braden flogen - sogar im engen Team - über der Heide zu insgesamt 271 Speed-Punkten und waren damit rund 10 Punkte schneller als die hessische Konkurrenz. Für die war Simon Briel als Drittter aber im direkten Vergleich deutlich schneller als Holger Scholz aus Braunschweig, so dass sich am Ende die Hessen den Platz 1 in dieser Runde erfliegen konnten.
Und auch im Nordosten waren am Sonntag die Bedingungen nochmals gut. Unter den Wolken, die von der Müritz bis an die Ostsee standen, waren es wieder Rolf Engelhardt und Matthias Kaese, die das Ergebnis für die Brandenburger nach oben schrauben, und so am Ende Rundenplatz 3 sichern konnten. Eine Besonderheit dürfte es für beide gewesen sein, dass sie - nachdem sie im Rückenwind ihre Speed bis an die Küste gemacht hatten -, dort im ablandigen Wind über der See den ersten Heimflug-Bart kurbeln konnten.
Schnellster - im Bezug auf die Speed-Punkte war Eric Schneider, der von Lager hammelburg mit der OLC LS8-neo 147,03 Punkte (155,986km/h) erflog.
Die Liga-Spitze sicherte sich am Ende aber dann doch der LSV Rinteln: Zwar konnte sich im Vergleich zum Vortag auch Walldürn nochmal verbessern, die 12 Punkte für Rang 9 reichten aber nicht aus, Rinteln nochmal zu gefährden, die selber als 15. dieser Runde abschlossen und so eine Runde vor dem Ende uneinholbar vorne liegen (169 Punkte). An dieser Stelle vorab schonmal "Herzlichen Glückwunsch an den alten und neuen Deutschen Meister!". Walldürn behält Rang 2 (140 Punkte), während die FG Wolf Hirth den AC Bamberg vorbeiziehen lassen muss. Es bleibt aber mehr als knapp, denn beide haben 136 Punkte und die Franken liegen nur wegen der einen Hauch besseren Gesamtspeed vorne.
In Liga 2 flog sich der LV Altkreis Isenhagen (371 Speed-Punkte) ganz nach vorne, gefolgt von der LSG Fallersleben (360 Speed-Punkte). Auf Rang 3 folgt mit dem ASC Weiden (351) der erste Verein aus dem Süden, während Bad Wörishofen (321) nach der zwischenzeitlichen Führung am Samstag auf Rundenplatz 4 durchgereicht wird. Vor allem für die beiden Nord-Vereine war die gute Rundenplatzierung mehr als wichtig: Fallersleben kann sich von Rang 12 auf Rang 7 verbessern und steht damit nun auf einem Aufstiegsplatz. Auch Isenhagen macht einen deutlichen Sprung nach vorne und kann damit den Klassenerhalt (fast) sichern. Das Rennen um die Auf- und gegen die Abstiegsplätze bleibt also noch bis in die letzte Runde spannend!
Spannend macht es auch das Wetter: Nach einem erneuten kurzen Hochssommer- und Warmluftintermezzo zur Wochenmitte lassen die ersten Prognosen zur letzten Runde nochmal einen Trog durchziehen - man darf also gespannt sein, wo sich die Wetterfenster am Ende hinlegen - und wer dann was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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ACHTUNG: Mit der nächsten 13. Runde am 22./23.8. endet die Liga-Saison 2020.
Ein Liga-Finale in Poppenhausen Anfang Oktober wird es aus den bekannten Gründen nicht geben.
Alle Sieger erhalten aber neu designte Urkunden, auf denen alle Deutschen Meister der jeweiligen Jahre vermerkt sind, zum Verbleib!
Eines steht fest: Trotz der Corona bedingten Verkürzung auf 13 Runden war es eine vollwertige und grandiose Liga-Saison 2020!
Ein großer Dank geht vor allem an Bernd Fischer von TopMeteo für sein hochqualifiziertes Reporting - in der Segelflug-Welt ist das einmalig!
OLC

 


Friday, 14. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 14.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich eine schwach ausgeprägte Tiefdruckrinne von NRW bis nach Ostsachen. Dabei ist weiterhin eine feuchtwarme und hochreichend labil geschichtete Luft wetterbestimmend, sodass es zu hochreichender Konvektion kommen kann. Im Norden und Nordosten wird hingegen mit östlicher Strömung trockenere Luft herangeführt. Am Abend sickert von Südwesten in höheren Atmosphärenschichten trockenere Luft ein und es kommt zu einer leichten Wetterberuhigung. In der Nacht zum Sonntag kann sich vor allem im Norden, sowie im Süden Deutschlands örtlich eine feuchte Grundschicht ausbilden.
Am SONNTAG liegt der Vorhersagebereich weiterhin zwischen schwachen Druckgegensätzen. Dabei fließt in den Nordosten trockene Festlandluft, während in den restlichen Gebieten weiterhin labil geschichtete Luft wetterbestimmend bleibt. Besonders im Nordwesten ist die Luft feuchter, sodass sich hier hochreichende Konvektion ausbilden kann.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann etwa nördlich einer Linie Meppen-Schwedt mit mäßiger bis guter CU-Thermik gerechnet werden. Ansonsten ist die Thermik aufgrund von Abschirmung und kräftigen Überentwicklungen kaum nutzbar.
Am SONNTAG im Norden und Nordosten meist gute bis sehr gute Blauthermik mit Arbeitshöhen von 2000-2300 m. Ansonsten im Süden und Südwesten des Bereichs aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen kaum nutzbar Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich aufgrund von abschirmender Bewölkung, sowie darin eingelagerten Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik entwickeln. Allenfalls im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb kann sich am Nachmittag mäßige, selten gute Wolkenthermik entwickeln.
Am SONNTAG ist südlich einer Linie vom Hunsrück bis zur Lausitz mit mäßiger bis guter CU-Thermik zu rechnen. Überentwicklungen sind vor allem im Bergland nicht ausgeschlossen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen Überentwicklungen und vor allem nach Osten hin auch durch Abschirmungen oftmals keine nutzbare Thermik. Örtlich nach Südwesten zu geringe bis mäßige Wolkenthermik.
Am SONNTAG mäßige Blauthermik, örtlich gezeichnet. Am Nachmittag über den Alpen und dem Bayerischen Wald einzelne Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 12. August 2020 U25: Der Thüringer Wald brennt translate news

In Runde 10 haben es lediglich 5 Vereine geschafft einen zweiten Piloten in die Wertung zu bringen. Erneut punktete Tobi Pachowsky auf einem Discus 2 mit 126,30 Speed Punkten. Zusammen mit seinem Vereinskameraden Max Böswald mit 111,58 Punkten holten sie sich den Rundesieg und somit 50 Punkte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der AC Lichtenfels und die FG Oerlinghausen. Eric Schneider mit der FSG Hammelburg ließ sich mit Platz 6 dank seines Vereinskameraden Andres Heil die Tabellenführung nicht wegnehmen, wenn sie nach Runde 10 auch nur noch 2 Punkte vor Oerlinghausen betrug.
In Runde 11 packte Eric seine von Ralph Bürklin gestiftete LS 8 neo voll mit 150 Liter Wasserballast und machte sich auf den Weg in den Pfälzer Wald. Vor lauter Euphorie vergaß er sein Handy und Getränk neben dem Flieger. So musste das maximale aus der Kiste geholt werden. Nach dem Schlepp ging es gleich mal auf 1500 m agl, was ihn schnell über die Wasserkuppe Richtung Eisenach fliegen ließ. Danach ging es 2 h im Jojo den Thüringer Wald, den er in einem Höhenband zwischen 2000m und 2500 m entlang flog. Dass er das Wasser in den Flügeln nicht vergessen hatte darüber war Eric froh, denn so konnte er die LS 8 neo perfekt im hohen Geschwindigkeitsbereich fliegen. Mit einer Speed von 147,41 km/h über die Wertungsdauer holte er sich 139,07 Ligapunkte und setzte sich somit mit seinem Vereinskameraden Peter Wagner, der auf der Nord/Südachse mit 107,48 Punkten unterwegs war, den Rundensieg. Der Flug von Eric war an diesem Tag Europaweit der Schnellste im OLC und zeigt, dass die Förderung junger Talente wie Eric gut ausgewählt wurde.
Auf Platz zwei folgt in dieser Runde der AC Lichtenfels, für den Philipp Lauer mit 134,43 Punkten im Thüringer Wald zusammen mit seinem Vereinskameraden Dominik Biesenecker (108,78 Punkten) unterwegs war. Philipp hatte die geförderte LS 8 neo im Jahre 2019 zur Verfügung gestellt bekommen und damit tolle Flüge gemacht. Auch die drittplatzierten Junioren vom FSC Walldürn hatten bei der Fluglagerwahl Glück, denn mit dem Startplatz Erbendorf Schweißloh hatten sie die beste Ausgangslage, um den Thüringer Wald zu rocken. Dabei holten Silas Horn 133,32 Punkte für den FSC und Wolfgang Kapferer 101,49 Punkte.
In der Tabelle setzt sich die FSG Hammelburg mittlerweile mit 492 Punkten weiter vor der FG Oerlinghausen ab und hat immerhin neun Punkte Vorsprung. Auf Platz Drei folgt der Vorjahressieger Königsdorf mit 423 Punkten. So bleibt es die letzten Runden noch spannend, auch um die Bewerbungen für die LS 8 neo.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Die Speedstrecke von Eric Schneider
FSG Hammelburg, seit 4 Runden
unangefochtener Tabellenführer.
Zu verschiedensten Zeiten
von verschiedenen Plätzen aus
aber auf der selben Strecke unterwegs.

 


Monday, 10. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 08./09.8. (Runde 11) translate news

Beim Einbiegen auf die Zielgerade sorgt das Wetter für Sprintbedingungen ...
Samstag:
Ich denke, die Flugspuren vom Samstag haben einen gewissen Seltenheitswert, denn sie zeigen die ungewöhnliche Weiträumigkeit der fliegbaren Wetterbedingungen. Auch wenn die Bedingungen natürlich nicht überall gleich gut und gleich schnell waren, war es ein Tag, an dem Flüge vom hohen Norden bis in die Alpen und von der Eifel bis in den Oderbruch den Eingang in die Wertung gefunden haben. Darüber hinaus fällt natürlich auch ins Auge, dass die schnellen Linien, seien es die Kämme der Mittelgebirge zwischen Harz und Alb, Rothaar und Bayerischem Wald aber auch über dem Fläming, deutlich hervortreten.
Grund dafür war eine sich über tage aufbauende Lage. Unter leichtem Hochdruckeinfluss konnte sich die bereits warme Luftmasse immer weiter erwärmen. In den Vortagen noch vielfach blau floss rechtzeitig zum Wochenende etwas mehr Feuchte mit der schwachen südöstlichen Strömung herein. Verbreitet cumulierte es wieder, wie das Setellitenbild von 12UTC (14 MESZ) zeigt, und das vor allem östlich der Weser und über den zentralen und südöstlichen Mittelgebirgen.
Nur über dem Süden - die Kämme von Alb und Schwarzwald meist eingeschlossen - sowie im Nordwesten, wo die Warmluft zäh war und später Cirren aufzogen, war die vorherrschende Himmelsfarbe blau.
Sonntag:
Der Sonntag war dann eher dreigeteilt: Am stärksten fallen im Satellitenbild von 12 UTC natürlich die starken Entwicklungen zwischen den westlichen Mittelgebirgen und der Oder auf. Dort, wo es nicht aus den Überentwicklungen schauerte, deckten die auswehenden Cirrenschirme ab und störten die Einstrahlung (und damit auch die Thermk) nachhaltig. Zwischen Altmark und Lausitz lag aber zumindest noch eine länger anhaltende Lücke, bevor es auch hier zunehemd abgeschirmt war. Auch über den Norden zogen immer wieder Abschirmungen und die darunter liegende trockenwarme Luft brachte kaum mäßige Blauthermik zustande.
In der Südhälfte dagegen war es nochmals störungsfrei fliegbar, wobei sich im Vergleich zum Vortag ein paar mehr Cumuli zeigen konnten.
Die Flugspuren geben die Wetterbedingungen gut wieder: Der Schwerpunkt lag natürlich im Süden und dort vor allem über den Kämmen, aber auch im Nordosten waren die Linien südlich von Berlin gut frequentiert.
Wer hat was draus gemacht?
Der Blick in die reine Wertung des Speed-OLC offenbart, was die Wetterbedingungen vermuten liessen: Der Samstag war nicht nur in der Masse, sondern auch in der Spitze der schnellere der beiden Tage. Was aber auffällt - und das klang ja auch bereits an - ist bei aller Dichte in der Spitze auch die Verteilung der genutzten Wetterräume. Im Unterschied zur Vorwoche, wo sich das Geschehen im wesentlichen entlang des Thüringer Waldes und Frankenwaldes abspielte, sind die schnellen Linien dieses mal weit verteilt. Und das Wetter war darüber hinaus homogen und lang anhaltend genug, dass man auch die Option hatte, zu diesen Linien zu fliegen. Nach Speed-Punkten schnellster war Eric Schneider (FSG Hammelburg), der von Lager Hammelburg aus nordwärts über die Rhön an den Thüringer Wald flog und dort im Jojo die Liga-Speed vollendete. 147km/h münzte er indexbereinigt in 139 Punkte um. Auf Platz 2 folgt Michael Petzold (SFV Mannheim), der von Eisenhüttenstadt aus östlich von Frankfurt/Oder über den polnischen Wäldern unterwegs war, gemeinsam mit Andreas Kühl (FSV Eisenhüttenstadt). Andreas ist damit nach Punkten der schnellste Liga-Pilot (2. Liga), knapp vor Alex Müller (LSG Bayreuth), der auf Rang 4 folgt, der damit der schnellste Pilot der 1. Bundesliga war. Alex wa gleichzeitig auch Schnellster, was die absolute Speed angeht. Er hatte die Rennstrecke gleich vor der Haustüre liegen und erreichte dort absolute 163.61km/h, auch weil er es schaffte innnerhalb der Wertungszeit nur 3x zu kurbeln, und das dann mit einen durchschnittlichen Steigen von etwas über 3m/s.
Aber die Liga ist nun auch Teamsport und da schaffen es in der 1. Bundesliga gleich 2 "Teams" ganz nach vorne. So wie von Eisenhüttenstadt aus Michael und Andreas waren von Bad Nauheim aus Karsten Leucker und Lorenz Dierschke ebenfalls gemeinsam unterwegs - zumindest während der Liga-Wertungszeit. Für ihre Speed nahmen sie den Rothaarstrang mit, um nach einem langen Sprung nach Südosten auch noch den Thüringer Wald abzureiten. 135 und 134 Speed-Punkte bringen den AC Bad Nauheim ganz nach vorne, auch weil Hans-Jürgen Gelsebach& Thomas Liebert mit 131 Punkten kaum langsamer waren, auch wenn sie ihr Flugweg erst ins Bergische Land und dann zurück über Sauer- und Siegerland führte - der schwache Wind machte auch diese Streckenwahl möglich. Mit 401,16 Punkten gewinnen die Hessen damit diese Runde, das aber nur mit einen knappen Vorsprung von weniger als 4 Punkten (und damit weniger als 1%) vor dem AC Lichtenfels. Auch hier war die Top-Speed ein Ergebnis enger Teamarbeit, diesmal von Gerd Peter und Philipp Lauer, die beide 134 Punkte für den AC Lichtenfels beisteuerten. Dritter war Jan Kretzschmar (129 Punkte), der vom Feuerstein aus im Rahmen des Frankensprints ebenfalls über dem Thüringer Wald unterwegs war.
Und auch der Rundensieg in der 2. Liga geht nach Hessen: Angeführt von Jens & Markus Konopka fliegt der LSV Hofgeismar allen davon. Von Sontra aus gestartet hätte man eiggentlich denken können, sie machen ihre Speed direkt über dem Thüringer Wald. Dort flogen sie zwar auch zum Beginn und Ende ihres Fluges, die schnellsten Abschnitte lagen dann aber über dem Rothaar bis hinunter in den Westerwald. Johannes Bick und Kai Wicke, die vom heimischen Dingel aus unterwegs waren, machten ihre Speed wiederum über dem Thüringer Wald ...
Ihre 375 Punkte bedeuten am Ende gute 20 Punkte Vorsprung vor Aachen, die - auch wegen temporärer Heimatlosigkeit - von der Dahlemer Binz udn vom Feuerstein aus unterwegs waren.
Hofgeismar hat damit zwei Runden vor dem Ende den Aufstieg in die Bundesliga fix gemacht. Mit 142 Punkten liegen sie auf Rang 2 hinter der weiter führenden FLG Blaubeuren (150 Punkte) und können nicht mehr unter Rang 7 abrutschen. Dahinter bleibt es weiter eng, was auch für den Kampf gegen den Abstieg gilt. In der Bundesliga gibt es hinter der Spitze weiter Verschiebungen. Walldürn profitiert wieder von der guten Ausgangslage im Ferienlager in Erbendorf und fliegt in dieser Runde auf Rang 5 und verdrängt damit die FG Wolf Hirth vom Gesamtrang 2. Und auch Bamberg profitiert von der guten Ausgangslage, während Winzeln das Nachsehen hat. Rundenplatz 3 bringt die Franken nach vorne bis auf Gesamtrang 4. Unangefochtener Spitzenreiter ist und bleibt aber Rinteln. Weiter konstant im oberen Drittel fliegend verteidigen sie die Führung nicht nur, sondern können sie sogar noch ausbauen: 35 Punkte Vorsprung bedeuten, dass sie aus den verbleibenden 2 Runden nur noch 6 Punkte brauchen, um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.
Mal sehen, wer nach der anhaltend hochsommerlichen Woche mit der Wärme in der kommenden Runde ab besten umzugehen weiß...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 

Sunday, 09. August 2020 LSG Bayreuth Zweiter bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres translate news

Die Kür der Mannschaft des Jahres 2019 in Bayreuth war coronabedingt ungewöhnlich: Zweimal wurde der Ball des Sports verschoben und wurde vom Sportkuratorium schließlich zu einem "virtuellen Ball" inklusive DJ für das Tanzen daheim, umgestaltet. Zwischenzeitlich war bereits durchgesickert, dass die Mannschaften von Haspo Bayreuth (Handball), Luftsportgemeinschaft (Segelfliegen) und Bayreuth Tigers (Eishockey) im Televoting des Nordbayerischen Kuriers nur wenige Stimmen auseinander lagen. Laut Meldung der Zeitung trennten nur sechs Stimmen den Ersten vom Zweiten und dreizehn Stimmen den Zweiten vom Dritten. Aber welches Team, welchen Platz errungen hat, sollte bis zum Ball geheim bleiben.
Die Segelflieger gingen als Titelverteidiger in dieses Rennen, nachdem sie bereits für das Jahr 2018 und zuvor auch schon für 2015 Mannschaft des Jahres waren. Beiden Malen ging dem allerdings der Gewinn von Bundes- und Weltliga voraus. 2019 wurden die Piloten vom Bindlacher Berg "nur" dritter bundesweit und vierter weltweit.
Alle drei Mannschaften durften sich auf dem Ball per Video präsentieren, so haben auch die Segelflieger eine Videobotschaft präsentiert, doch die Spannung blieb: Wer gewinnt?
Unumstritten und bereits bekannt war, dass Anne Haug, Ironman-Siegerin aus Bayreuth, Sportlerin des Jahres 2019 würde. Angesichts ihrer überragenden Leistung auf Hawaii wurde im Sportkuratorium vermutlich nicht lange über Alternativen diskutiert.
So saßen die LSG-Mitglieder gespannt vor ihren Rechnern, als nacheinander und immer wieder unterbrochen von Musikeinlagen die Mannschaften des Jahres gezeigt wurden: Platz drei für die Tigers, Platz zwei für die Segelflieger und Platz eins für das Handballteam von HaSpo, das 2019 den Aufstieg in die Bayernliga (und inzwischen in die 3. Liga) geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch an die Kollegen vom Handball!
Auch wenn es für die LSG also offenbar um sechs Stimmen nicht zur Titelverteidigung gereicht hat, war es doch erfreulich zu sehen, dass wir genug Fans haben, um selbst bei einem Televoting gegen die Publikumssportarten bestehen zu können! Großen Anteil daran haben sicherlich die Fliegerkameraden aus ganz Deutschland, die nach dem Aufruf im OLC-Magazin für uns gestimmt haben. Vielen Dank an Euch!
 
Daniel Große Verspohl
 

Friday, 07. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 07.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gestaltet sich die Wetterlage bei heißer und trockener Luft unter Hochdruckeinfluss hochsommerlich. Lediglich in Vorpommern sowie im Alpenraum können hitzebedingt lokale konvektive Umlagerungen entstehen.
Am SONNTAG hält die Hitzeperiode weiter an. Abgesehen vom Osten Deutschlands bleibt trockene Luft wetterbestimmend. Dort hingegen sorgt leichter Tiefdruckeinfluss weiterhin für eine örtliche Gewitterneigung.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen um 2000 m, nach Nordosten örtlich auch Cumulusthermik, in Vorpommern vereinzelt durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen zwischen 1500 und 1800 m, im äußersten Osten und über dem Bergland teils Cumulusthermik, hier jedoch ab dem Nachmittag durch einzelne
Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft gute Blauthermik mit Arbeitshöhen um FL060-070, stellenweise auch gezeichnet.
Am SONNTAG in zunehmend feuchterer Luft mäßige bis gute Blauthermik mit örtlichen Zeichnungen. Im Bergland und im Nordosten
gegen Abend zunehmendes Risiko für Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und SONNTAG mäßige bis gute Blauthermik, lokal durch CUs gekennzeichnet. Im Bergland oft gute bis sehr gute Wolkenthermik, am Montag eventuell durch einzelne Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.


 


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