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Tuesday, 02. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 30./31.5. (Runde 1) translate news

Das "erste" Ligawochende hatte vom Wetter her direkt einiges zu bieten - vor allem für die, deren Startplatz eher in der Westhälfte lag. Schon Tage vorher hatte sich ein stabiles Skandinavienhoch aufgebaut, auf dessen Südseite der Westen von trockenkühler Luft verwöhnt wurde. Nachteil für die östlichen Landesteile war ein Tief-/Trogsystem über Südosteuropa, das immer wieder abschirmende Feuchte hereinbrachte. Die Luftmasse hatte Potential - für Speed und Strecke ...
Samstag:
Das es am Samstag eher Feuchte im tieferen Niveau war, zeigt das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ). Sowohl in den Nordosten als auch den Süden war die Feuchte aus dem Tief/Trog eingesickert. Das kräftige Hoch hatte eine ebensolch kräftige Inversion, unter der die Feuchte immer wieder ausbreitete. Der Vergleich von Satellitenbild und Flugspuren zeigt aber auch, dass es auch im Osten gut fliegbare Linien gab. Der Schwerpunkt lag aber eindeutig im Westen: Vom Emsland bis an den Schwarzwald lagen die Besten Linien unter den sich im Wind reihenden Cumuli. In der thermisch sehr guten Luftmasse - noch dazu an den Vortagen vertikal schon gut strukturiert - standen die ersten Quellungen dazu noch sehr früh am Himmel. Es war also auch ein Tag für die lange Strecke...
Die Luftmasse für den Folgetag lässt sichim Satellitenbild bereits im Ostseeumfeld ausmachen.
Sonntag:
In der Nacht hatte diese Luftmasse sich dann weiter nach Westen ausgebreitet. Dass vor allem der Südosten erneut unter dem Einfluss des Trogs lag - der jetzt vor allem durch Cirren störte - zeigt das Satellitenbild sehr klar. Zumindest optisch besser als der Vortag zeigten sich der Südwesten und der der flache Norden - zumindest westlich der Elbe. Östlich davon kam mit kräftigtem Wind weider eine neue, nun deutlich wärmere Luftmasse an.
Das Resultat zeigt sich dann auch in den Flugspuren: Unter den Abschirmungen und in der trockenwarmen Luftmasse im Norden war nicht viel zu holen. Im Gegensatz dazu gab es nach dem bereits sehr guten Vortag entlang der Westschiene nochmal einen "Wetter-Nachschlag", wobei sich Schwarzwald und Alb deutlich abheben. Der etwas schwächere Wind sorgte auch nicht mehr für die klaren Reihungen, so dass die Flüge im Vergleich zum Samstag deutlich flächiger ausfallen konnten.
Wer hat was draus gemacht?
Vorab kurz ein Blick auf die lange Strecke: Hier zeigte sich der Samstag nicht nur in der Menge der weiten vorne. Auch die Verteilung der Startplätze, von denen sie möglich waren, zeigt dies. Ja, der Schwerpunkt lag auch hier eher im Westen, aber selbst von Reinsdorf oder Jena konnte man Strecken an/über 900km fliegen.
Dass die Mannschaften auf den Liga-Start gebrannt haben, zeigt schon der Blick in den Zwischenstand vom Samstag-Abend: Liga 2 war bereits vollständig vertreten und auch in Liga 1 waren schon Füge von 28 Teams eingereicht.
Was man nach dem Satellitenbild vom Samstag nicht direkt vermutet, lag trotz der zahlreichen Ausbreitungen die Alb bereits vorne. Als mit Abstand Schnellster (über alle Ligen hinweg) war Sören Nölke von der Hahnweide aus unterwegs, der zwischen Westalb und Südschwarzwald satte 137 Speedpunkte (146km/h) vorlegte, knapp gefolgt von Markus Frank, der es von Aalen aus auf 130 Punkte (155 km/h) bringt. In der zwischenzeitlichen Gesamtwertung liegen die beiden Mannschaften weniger als 3 Punkte auseinander. Grund genug für Aalen, am Sonntag nochmal einen Angriff auf Platz 1 zu starten. Manfred Streicher gelang es zwar, das Mannschaftergebnis etwas zu verbessern, am Ende der Runde bleibt dennoch ein Abstand von etwas weniger als 2 Punkten und für die Fliegergruppe Wolf Hirth damit der Rundensieg.
Auch in anderen Landesteilen bot der Sonntag Gelegenheit, noch Plätze gut zu machen. So müssen sich Ludwigshafen und Lichtenfels trotz gut vorgelegter Flüge am Samstag noch von Walldürn und Rinteln überholen lassen. Den weitesten Sprung auf den vorderen Plätzen schaffte am Sonntag Rinteln von der Mönchsheide im nördlichen Rheinland-Pfalz aus: Madleen und Frerk Frommholz nutzten die dortigen guten Ausgangsbedingungen und flogen die Niedersachsen von Rang 8 kommend noch bis auf auf Rang 4 nach vorne.
Von hier lässt sich dann auch der Bogen zur Quali-Liga schlagen, die der LV Mönchsheide für sich entscheiden konnte. Die knappen 350 Speed-Punkte hätten dabei auch in den Bundesligen für einen Platz unter den Top 10 gereicht.
Auch in Liga 2 wurde schon am Samstag schnell geflogen. Der LSV Hofgeismar hatte 353 Punkte vorgelegt, von denen Johannes Bick mit 125 Speed-Punkten (143 km/h) unter den Reihungen am schnellsten unterwegs war. Am Sonntag sollte die FLG Blaubeuren doch noch an den Hessen vorbeiziehen. Vom zwischenzeitlichen Platz 25 rollten sie das Feld von hinten auf und zeigten, was im Sonntags-Wetter im Südwesten möglich war. Am Ende reicht es für Blaubeiuren die Runde mit knappen 4 Punkten Vorsprung für sich zu entschieden. Aber auch von Hannover aus gab es am Sonntag gute Linien: Niklas Hahn und Frederic Janssen bringen im Team den Hannoverschen Aero-Club bis auf Rang 3 nach vorne.
Im Rückblick lässt sich festhalten, dass das Wetter beim (verspäteten) Start in die Liga-Saison direkt für Bedingungen gesorgt hat, in denen alle Teams Punkte erfliegen konnten. Und Punkte im Niveau über 350 zeigen, dass es eine der schnelleren Runden war und zeugen damit auch von der Qualität der Luftmasse.
So darf es gerne weitergehen! Man darf also gespannt sein, wo die ab der Wochenmitte einfliessende Kaltluft das passende Wetterfenster für Runde 2 hinlegt ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 25. May 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende 23./24.5. translate news

Am letzten Wochenende vor dem Liga-Start bot das Wetter für viele nochmal ausreichend Gelegeheit, den letzten technischen Schliff am Flieger durchzuführen. Der Platz in einer (geheizten) Werkstatt war vielfach dem Aufenthalt im Freien vorzuziehen ...
Samstag:
Schuld daran war ein Tief über dem Nordmeer, dessen langgestreckte Kalfront über Deutschland hinweg zog und dessen Bewölkung auf dem Satellitenbild von 12UTC (14 MESZ) deutlich zu sehen ist.
Gut zu sehen ist auch die an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden ankommende Rückseite. Deutlich reihen die Cumuli im kräftigen Westwind. In den darauf folgenden Stunden sollte sich die Rückseite noch weiter nach Osten ausbreiten. Auch wenn sich mit der Höhenkaltluft immer wieder Schauer entwickelten, konnte die frische Kaltluft vor allem im Nordwesten genutzt werden -, wie der Blick in die Flugspuren zeigt.
Sonntag:
Etwas anders zeigte sich das Himmelsbild am Sonntag. Die Kaltfront war inzwischen weit nach Südosten abgezogen. Während der Süden in den Einfluss eines Hochkeils kam, erreichte den Nordwesten bereits die nächste (Warmfront)Welle, die sich anschliessend zügig nach Ostsüdost ausbreitete und bis zum Nachmittag bis über den Main vorankam. Und im Süden war die kühle Luftmasse nicht ganz homogen, wie die kräftigen Entwicklungen zeigen, die u.a. zwischen Alb und Alpen auch für Schauer sorgten.
So lag der Schwerpunkt der Flüge nun im Südwesten mit klar gezeichneten Linien nördlich und südlich des Stuttgarter Luftraums - einmal den Reihungen im Westnordwestwind folgend und einmal entlang, bezeihungsweise den Reihungen hinter, der Alb.
Wer hat was draus gemacht?
Viel Gelegenheit boten beide Tage ja nicht, dafür waren die fliegbaren Bereiche an beiden Tagen zeitlich und räumlich recht eingeschränkt.
Am Samstag fällt in der Übersicht auf, dass die Flüge alle relativ spät begannen und je weiter der Startplatz nach Osten lag, natürlich um so länger. Trotzdem hatte es sich dann doch für den einen oder anderen gelohnt, diese Zeit in Kauf zu nehmen. Die frische Kaltluft hatte ja bereits einen guten Teil Wegstrecke "Überland" zurückgelegt und so konnte sich die Basis bereits im Vorfeld entwickeln. Sieht man sich die Barogramme des einen oder anderen Fluges an, so erkennt man, dass bereits zum (oder kurz nach dem Start) die Höhen erreicht wurden, die auch den weiteren Flug erreicht wurden waren. Und die Streckenwahl war natürlich durch die Reihungen vorgegeben, für die der Westwind sorgte. Den sowohl weitesten als auch schnellsten Flug des Samstags absolvierte Hermann Rosing von Borken aus. Die Taktik war klar: Den Reihungen folgend zuerst in den Westen in das berteits entwickelte Wetter und dann im Jojo wieder bis an die Front und dann wieder nach Westen, um dann ... Am Ende waren es 621km bzw. ein Schnitt von 125km/h (110 Speed-Punkte). Und das Ende war spät, denn die anhaltend leichte Kaltluftadvektion konnte die Thermik lange aufrecht erhalten. Als "letzter" landete Hatmut Heinke um 17:43 UTC, nachdem er von Delmenhort aus den Dollart umrundet hatte (ich denke der Flug war auch sicher interessanter als die Sportschau ).
Dass es am Wochenende sowohl noch etwas schneller als auch weiter ging, zeigen die Flüge vom Sonntag. Wie bereits gesehen, lag der Schwerpunkt der Flüge im Südwesten, wobei der Schwarzwald etwas ausgenommen war. Dagegen zeichneten sich die Linien nördlich (Pfalz bis an die Fränkische Alb) und südlich (Schwäbische und Fränkische Alb, bzw. südlich davon) von Stuttgart aus. Erstere war sicherlich auch durch die Reihungen getriggert. Diese nutzten Martin Theisinger/Yannik Frey von Landau aus. Vom Abflug weg ging es unter den Reihungen bis an die Donau hinter Ingolstadt. Und weil noch etwas Zeit bis zur Vollendung der 2,5h war, auch noch ein gutes Stück zurück. Mit 133 km/h (120 Speed-Punkte) waren die Pfälzer die mit Abstand schnellsten. Das Landau ein guter Ausgangspunkt war, bestätigen auch Henrik Bieler und David Schneider/Julia Keller - der Sieg in der Liga-Vorrunde-Teil 2 geht damit an die DJK Landau, die drei der vordersten 5 Plätze im Speed-OLC belegen. Nadja Eisenmenger schafft von Pattonville Ludwigsburg aus den punkthöchsten Flug (713 Punkte) und nutzt dabei beide Linien. Dieter Sinn flog mit 835km zwar die meisten kilometer, aber da er auf dem Heimweg nach Baumerlenbach zünden muss, entgehen ihm die Dreiecks-Punkte.
Zwei weitere Flüge möchte ich nicht unerwähnt lassen: Zum einen Uli Schwenk, der sich offenbar die Schönheiten des Rheintals bei Speyer aus nächster Nähe gönnen wollte und - wenn schon tief, warum dann nicht auch weiter so - dann den Hangwind an der Alb-Vorderkante nutzte. Die Flugspur zeigt auch, wie viele Kilometer man machen kann, wenn man einen Rückenwindbart kurbelt. Eher ungeplant tief/mühselich war Michael Schlaich unterwegs. Nachdem er in der Speedwertung auch vorne dabei war, gestaltete sich sein Rückflug nach Winzeln dann doch eher schwierig. "Mi", besten Dank an dieser Stelle für Deine Kommentare, die einen guten Eindruck Deiner Flüge hinterlassen und immer interessant zu lesen sind. So - und nächste Woche geht's dann "richtig" los ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 18. May 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende 16./17.5. translate news

An diesem Wochenende ging der Himmel auf .... Die vorhergehende Woche war die Woche der Eisheiligen. Passend dazu - fast wie im Bilderbuch - brach Montag die arktische Kaltluft von Nordwesten ein. Da das alleine nicht reicht, stand auch gleich ein Hoch parat, das die eingeflossene trockene Luftmasse stabilisierte. Im Süden hatte sie zuerst zwar etwas Mühe, konnte sich aber dann doch rechtzeitig zum Wochenende durchsetzen. Der Norden hatte gleichzeitig immer wieder mit den Ausläufern am Südwestrand eines Troges Skandinavien zu tun.
Samstag:
So auch am Samstag. Deutlich sieht man auf dem Satellitenbild von 12UTC (14 MESZ) dichte Bewölkung, wo sich die von der Nordsee eingeflossene Feuchte unter der Inversion ausbreitete. Auch ein schmales, aber dichtes Cirrenfeld, das gegen Mittag die Grenze zu BeNeLux in Richtung Südosten überquert hatte, sollte sich für einige Piloten als Hindernis herausstellen.
Weiter im Süden waren die Bedingungen nahezu störungsfrei. Die Trockenheit der Luftmasse zeigt sich auch darin, dass es über weiten Teilen nur wenig entwickelte. Deutlich erkennbar sind aber die gut entwickelten Linien über der Alb, die flächige Entwicklungen über (dem Osten von) Bayern aber auch die im Grenzbereich zwischen der feuchten Luft im Norden und der trockeneren Luftmasse südlich davon.
Sonntag:
Die Konstallation der Druckgebiete und der Luftmasse hat sich gegenüber dem Vortag kaum geändert. Die im Westwind von den Niederlanden und der Nordsee her nachfliessende Feuchte breitete aber nur noch im Nordwesten stärker aus. Östlich von Elbe/Saale war es jetzt offener und der Wind konnte die Cumuli schön reihen. Auch über der Mitte und dem Süden gab es wieder Entwicklungen - und die teilweise schon sehr früh - beschränkte sich aber eher auf Mittelgebirge.
Das sich über das Wochenende so gutes Wetter entwickelte, ist neben der Luftmasse an sich noch zwei weiteren Dingen geschuldet:
Die Lage hatte ein paar Tage Zeit, sich aufzubauen. Dadurch kann sich die Luftmasse Tag für Tag vertikal immer wieder durchmischen und damit strukturieren. Der so wichtige vertikale Temperaturgradient änderte sich dann oberhalb der nächtlichen Bodeninversion nicht mehr. Heizt die Inversion morgens weg - und das geht in der klaren Luft sehr schnell - steht mit einem Schlag fast die komplette Arbeitshöhe des Vortages zur Verfügung. Man hat also schon früh gute Arbeitshöhen.
Und dann die trockene Vorgeschichte: Nachdem der April schon knochentrocken war, stand ihm der Mai in weiten Teilen kaum nach. Die Erwärmung des Bodens wird also kaum bis gar nicht durch Feuchtigekeit am Boden (sei es durch Tau oder Regen) gestört. Beide Faktoren kamen in idealer Weise noch zu der guten Luftmasse dazu ...
Wer hat was draus gemacht?
Viele! 'ne ganze Menge! Kaum ein Monat wie der Mai lässt solche Kombinationen aus Kaltluft, Hochdruck und bereits ausreichend Tageslänge zu. So fallen natürlich zuerst - und da kann man bereits am ersten Tag des Kaltlufteinbruchs beginnen - die langen Strecken im OLC-Plus auf: Montag: 1x über 1000km, Dienstag: 4x über 1000km, MIttwoch: ein "kleiner Duchhänger", Donnerstag: 13x über 1000km, 1x über 1100km, zahlreiche Flüge über 900km, Freitag: 4x über 1000km. Fairerweise muss man sagen, dass der Norden und die Mitte im Vorteil waren, weil im Süden immer wieder die alte Front durchwellte und hier eigentlich nur der Dienstag gut war.
Die Verhältnisse sollten sich zum Wochenende zwar nicht komplett drehen, aber nun den Schwerpunkt eher über die Mitte und den Süden verlagern, denn die Front hatte sich endlich verzogen.
So am Samstag, an dem - auch das eine typische Eigenschaft der Luftmasse - die Entwicklung schon früh losging. Eine eindeutige Rennstrecke ist den vier punkthöchsten Flügen vom Samstag nicht gemein, auch wenn sie alle auf / an der Alb ihren Anfang nahmen. Ein Blick in die Abflüge im Vergleich ist doch interessant. Maximilian Schäfer, der den punkthöchsten Flug schaffte, war als erster in der vier besten in den Luft. Er liess sich noch aus größerer Höhe in die in die sich entwickelnde Thermik fallen. Ähnlich machte es auch Max Kollmar, der am Ende von Donauwörth aus den weitesten Flug (1055km) machte. Sören Nölke, der ca. 20min später ebenfalls auf der Hahnweide abhob, konnte bereits aus dem Schlepp heraus Höhe machen. Simon Schröder dagegen war nochmal 20min später (und damit eine gute 3/4-Stunde nach den Frühstartern) in der Luft. Mit "nur" 975km konnte er punktemäßig durch das anteilig größte Dreieck in die 1000-er Phalanx einbrechen.
Nachdem der OLC-Plus vom Samstag also fest in der Hand der Youngsters (oder Jüngeren ) war, legten am Sonntag die alten Herren nach: Sowohl in Bayreuth als auch in Locktow muss der Wecker früh geklingelt haben, denn bereits um 7:14 hob Alex Müller vom Bindlacher Berg ab, fast zeitgleich war auch Bernd Goretzki in der Luft. Neben dem frühen Start wird hier auch der Blick in die Strecken interessant: Eins fällt gleich auf: Während Alex die klassischen Linien abfliegt und es so schafft, in die 1000km ein Dreieck von fast 930km zu legen, muss Bernd in dem etwas eingeschränkteren Wetterraum im Nordosten zirkeln, um auch Punkte für's flächige Fliegen mitzunehmen. Am Ende hat dann Alex bei den OLC-Punkten knapp die Nase vorn.
Aber die Wetterlage hat natürlich nicht nur was für die lange Strecke zu bieten, denn knackige Kaltluft bringt auch knackige Schnitte: Hier kann man auf dem Flugspuren schon die schnellen Linien am Samstag und Sonntag ausmachen die sich im Satellitenbild als Wolkestrassen widerspiegeln - Wind muss also auch mit im Spiel gewesen sein. Den punkthöchsten Flug im Speed-OLC macht am Samstag Max Gödde, der sich von der Düsseldorfer Wolfsaap ins Bergische gehangelt hat und dann bis an die Saale (und ein Stückchen zurück) innerhalb der Wertungszeit über knapp 325km laufen ließ. Noch ein bisschen zügiger, aber auch hier ganz klassisch mit dem Wind, ging es am Sonntag aus der Heide über den Fläming Richtung Spreewald. Unter den 8 schnellsten findet man gleich 3 Piloten aus Brandenburg/Havel, von denen Rolf Engelhardt der schnellste war. Im Team mit Lothar Dittmer ging es für sie natürlich erstmal gegen den Wind bis kurz hinter Wolfsburg und dann mit dem Wind bis zur Schwarzen Pumpe (und noch ein Stück zurück). Mit 126,29 Punkten war Rolf am Ende nur einen (Index-)Wimpernschlag - also 0,03 Punkte - schneller als Niklas Hahn, der von Oppershausen auf einer ähnlichen Linie unterwegs war and dabei im Team von Frederic Janssen begleitet wurde.
Ein deutliches Ausrufezeichen aus Brandenburg (Liga 1) und Hannover (Aufsteiger in Liga 2).
Und die Saison fängt ja gerade erst an. Und das mit den Lostagen/Bauernregeln ist auch so eine Sache: Der Zeitraum der Eisheiligen wurde 1582 durch die gregorianische Kalenderreform ja ein gutes Stück nach vorne verlegt - also auch von höherer Stelle steht einem neuerlichen Kaltlufteinbruch erstmal nichts entgegen (ausser vielleicht, dass die Regel wahrscheinlich zu einer Mittelalterlichen Kälteperiode aufgestellt wurde und wir heute klimatologisch in die andere Richtung unterwegs sind - aber es ist eben immer noch Wetter).
 
Bernd Fischer
 
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Saturday, 05. October 2019 Segelflug-Bundesliga 2019: Der Süden verliert, im Norden wird aufgestiegen ;-) translate news

Das war das Resümee von Heiko Hertrichs beeindruckender Saison-Analyse, vorgetragen auf dem OLC - Finale am 5. Oktober in Poppenhausen.
Doch alles der Reihe nach ...
Für den sportbegeisterten Segelflieger gibt es am ersten Samstag im Oktober nur einen Termin: das OLC Liga-Finale in Poppenhausen! Wer noch nie dabei war und denkt, dass es sich dabei um eine Urkundenübergabe mit Händeschütteln handelt, der irrt. Vielmehr stehen der persönliche Erfahrungsaustausch, die hochkarätigen Vorträge wie die Wetteranalysen von Wetter-Spezialist Bernd Fischer von TopMeteo und die fundierten Liga-Analysen von Heiko Hertrich im Vordergund. Als Special-Guest hatte der OLC in diesem Jahr den mehrfachen Welt- und Europameister Wolfgang Janowitsch eingeladen, der gemeinsam mit Ludwig Stark aus Österreich angereist war. Neben den Vorträgen der  "alten Hasen" steht das Liga-Finale aber vor allem im Zeichen der Nachwuchsförderung, die dem OLC seit jeher eine Herzensangelegenheit ist.
Über 10 Jahre nachhaltige Jugendförderung - Erfolgsgeschichte OLC-Discus
Jedes Jahr hat ein ambitionierter Nachwuchspilot die Chance, den von Wilfried Großkinsky zur Verfügung gestellten Discus 2cT ein Jahr lang nutzen zu dürfen. Am Samstag wurde der OLC-Discus bereits zum 11. Mal vergeben. Das Förderflugzeug hat im Laufe der Jahre - auch dank der intensiven Betreuung der Jugendlichen durch Wilfried Großkinsky -  viele sehr erfolgreiche Wettbewerbspiloten hervorgebracht. Keine Frage also, dass die Junioren auf diesen Programmpunkt besonders hinfiebern. Maßgeblich für die Entscheidung ist unter anderem die Platzierung in der OLC Junior Challenge, die 2019 Maximilian Dorsch vom AC Bamberg mit respektablem Punkteabstand für sich entschied. Max kam bereits im Jahr 2015 in den Genuss des Förderflugzeugs. Am Ende entschied sich die Jury für Henrik Theiss von der FLG Grabenstetten, der das Flugzeug in Poppenhausen von Marcel Kaspari übernehmen durfte und nun die Chance hat, mit dem "OLC" fliegerisch über sich hinauszuwachsen.
Einen Smiley und Anwesenheit - das sollte man schon erwarten können
Neben dem OLC-Discus vergibt Wilfried Großkinsky jedes Jahr mehrere Sach- und Geldpreise. So erhielt Maximilian Dorsch einen Geldpreis von 750 Euro, der Drittplatzierte Markus Uhlig eine Einladung zum 1.000-Kilometer-Camp in Bitterwasser, der Viertplatzierte Philip Goralski einen Geldpreis über 250 Euro. Maximilan Dorsch darf sich darüber hinaus für den Gewinn des Bitterwasser Cups über einen 10 Tage All-Inklusive Aufenthalt in Bitterwasser freuen. Der Zweitplatzierte der Junior Challenge war nicht anwesend, seinen Geldpreis in Höhe von 500 Euro wird er aus diesem Grund nicht erhalten.
Wie schon im Vorjahr haben es nicht alle für den OLC-Discus nominierten und angeschriebenen Junioren für nötig gehalten, sich zurückzumelden. "Es gibt immer Gründe, die im Weg stehen können, etwa beruflicher oder privater Art. Aber selbst dann kann man sich wenigstens abmelden", so Gerd-Peter Lauer.
Vergabe der OLC LS 8 neo - Eric Schneider fliegt konsequent auf Sieg
Das zweite Förderflugzeug, die LS 8 neo, wird in der neuen Saison von Eric Schneider von der FSG Hammelburg geflogen, der das von Ralph Bürklin gestiftete Flugzeug von Philipp Lauer übernehmen durfte. Bereits ab Mitte der Saison zeigte sich, dass Eric in der für die Vergabe entscheidenden Wertung 'U25-Liga Pilotenprofile' ganz konsequent 'auf Sieg' fliegt. So lag er dann letztendlich mit 1.530,72 Punkten, die er an 17 Runden (!) erflogen hatte, uneinholbar vorne. Und jungendliche Piloten in seinem Verein hatte er, so wie es in den Statuten für die LS 8 neo Vergabe steht, motiviert und mitgezogen: Am Ende erreichte die LSG Hammelburg in der U25 - Juniorenliga Platz 3! Besonders beeindruckt waren seine Flugzeiten in den letzten beiden Jahren 2018 und 2019, nämlich 199 Std. in 2018 und 234 Std. in der OLC-Saison 2019. Sein Sahnehäubchen war jedoch ein 1.109-Punkte-Flug (910 km) mit einer Standard Libelle am 3.7.2019. Und er wird die ihm nun für ein Jahr zugesprochene LS 8 neo auch optimal nutzen können: In den Letzten Tagen wurde Eric Schneider zur Sportförder-Kompanie der Bundeswehr berufen.
Young Eagle Speed Cup - Fliegen mit den Champions in Kiripotib
Keine Preise, sondern nur Urkunden, danach sah es zunächst bei der Siegerehrung des Young Eagle Speed Cups aus, bis Ludwig Starkl Christian Lampert mit einer einwöchigen Teilnahme beim "Flying with the Champions" in Kiripotib überraschte. Ludwig Starkl hatte den Preis gemeinsam mit Wolfgang Janowitsch spontan zur Verfügung gestellt. Das gemeinsame Projekt "Flying with the Champions", bei dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben, gemeinsam mit Welt- und Europameistern unter professioneller Anleitung in Namibia zu fliegen und von ihnen zu lernen, existiert bereits seit sieben Jahren. Der Startplatz Kiripotib bietet dafür ideale Bedingungen.
Weltmeister Wolfgang Janowitsch: "Wenn ich jemand anderem den Sieg nicht gönne, bin ich ihn selbst nicht wert"
Absolutes Highlight des Nachmittags war der Soaring Talk zwischen Gerd-Peter Lauer und dem zweifachen Weltmeister Wolfgang Janowitsch, der sich rund um die Frage "Wie werde ich Weltmeister?" drehte. Anders als beim Frontalvortrag, wie man ihn von anderen Veranstaltungen kennt und bei dem der Referent strikt seinem vorher erarbeiteten Skript folgt, entsteht beim Soaring Talk ein lebendiges Gespräch. Dies führt oftmals dazu, dass sich der eingeladene Gast öffnet und wertvolle Gedanken mit dem Publikum teilt, die er bei einem gewöhnlichen Vortrag für sich behalten hätte.
So war es auch am Samstag, als Wolfgang Janowitsch seinen Zuhörern tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt erlaubte. Schnell wurde klar, bei Janowitsch spielt die mentale Stärke eine zentrale Rolle, denn handwerklich fliegen - wir erinnern uns an den Talk mit Michael Sommer im Vorjahr - können bei einer Weltmeisterschaft alle. Diese mentale Stärke aber kann man sicht nicht anlesen, sie muss ins Unterbewusstsein, man muss sie leben. "Ich nenne es auch Gedankenhygiene", beschreibt Janowitsch sein Vorgehen, sich im Alltag von negativen Gedanken zu befreien und Entspannung zu üben. Zur mentalen Stärke gehört aber auch, wie man mit Enttäuschungen umgeht und diese verarbeitet. "Anstatt mich über eine eigene, vermeintlich schlechte Entscheidung im Wettbewerb zu ärgern und mich hineinzusteigern, freue ich mich für den Konkurrenten, dass er eben diesmal die bessere Entscheidung getroffen hat." Denn die Entwicklung eines erfolgreichen Sportlers verläuft nie gerade, es geht immer auf und ab, erklärt Janowitsch. Gerade am Anfang kommt man aber schnell in eine Frustspirale, etwa wenn auf die ersten erfolgreichen Wettbewerbe eine Niederlage auf die andere folgt. "Viele kommen aus dieser Spirale nicht mehr raus", berichtet er. Dann kann es helfen, sich in Erinnerung zu rufen, wieso man eigentlich fliegt und zur kindlichen Begeisterung für das Fliegen zurückzufinden. Bei alldem darf das Ergebnis nie im Vordergrund stehen, sonst verkrampft man. Nur wenn man dies alles umsetzen kann, wird man ein Leben lang Spaß am Segelfliegen haben und erfolgreich sein.
Nass im Süden, hohe Trockenheit im Norden - Bernd Fischer und Heiko Hertrich analysieren die Liga-Saison
Die Saison 2019 war aus meteorologischer und sportlicher Sicht eine gute, von der Rekordsaison 2018 aber war sie weit entfernt - da waren sich Liga-Analyst Heiko Hertrich und TopMeteo-Meteorologe Bernd Fischer einig. Die Analysen von Heiko Hertrich brachten Bermerkenswertes zu Tage: Auffällig waren in 2019 vor allem die knappen Punkteabstände zwischen den Vereinen, die oft im 0,-Bereich lagen. Keine Mannschaft erreichte die 400-Runden-Speedpunkte, die in 2018 in der ersten Runde reihenweise fielen. Und ein Blick in Abschlusstabellen zeigt: Unter den sieben Absteigern aus der ersten Bundesliga finden sich fünf aus Baden-Württemberg und unter den Aufsteigern in die erste Liga kein einziger. Unter den sieben Absteigern aus der 2. Bundesliga dagegen wieder fünf Vereine aus Baden-Württemberg.
An den Tabellenspitzen dagegen glänzen die Clubs aus dem Norden. Lag es dieses Jahr also wirklich am Wetter? Gab es am Ende das berüchtigte Nord-Süd-Gefälle und keine ausgleichende Gerechtigkeit? Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, wie auch die Analyse von Bernd Fischer zeigte. Über die Saison gesehen war es im Süden zu nass, im Norden dagegen herrschte eine hohe Trockenheit. Dazu kamen die schnellen Wetterlagen in den Runden 14-17 im Norden, in denen Rinteln drei Rundensiege in Folge erfliegen konnte - und das nicht nur am Hang.
U25: Königsdorf holt den vierten Titel, doch Oerlinghausen will angreifen
2016, 2017, 2018, 2019 - Königsdorf holt den vierten Meistertitel in Folge. Doch die Übermacht der Königsdorfer in der U25-Liga scheint nicht in Stein gemeißelt, denn 2019 erlebten wir ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Königsdorf und Oerlinghausen. Mit einer konstanten Leistung über die gesamte Saison haben beide Teams den Meister- und Vizemeister-Titel redlich verdient. Großen Respekt verdienen auch die Drittplatzierten aus Hammelburg, allen voran Eric Schneider, der sein Team immer wieder aufs Neue motiviert hat. 2020 wollen die Oerlinghausener die Siegesserie der Königsdorfer stoppen. Die neue Saison verspricht also wieder Hochspannung.
Kommt jetzt die kombinierte Wertung aus U25 und Bundesliga?
Trotz aller Euphorie über die Leistungen der OLC-Junioren lässt sich die allgemeine Situation in den Vereinen nicht schön reden. "Die Anzahl der U25-Piloten nimmt stark ab", berichtet Gerd-Peter Lauer. Nachwuchssorgen plagen selbst die U25-Rekordmeister vom SFZ Königsdorf. Zählte der viermalige Meister 2017 noch 16 aktive U25-Piloten, waren es 2019 nur noch acht, Tendenz abnehmend. Dennoch: In vielen Liga-Vereinen melden überhaupt keine Jugendlichen Flüge in den OLC. Um das Leistungsniveau von "Jung bis Alt" abzubilden, wäre künftig eine kombinierte Wertung aus Bundesliga und U25 denkbar. Was noch auffiel: Die U25-Junioren sind vor allem bei gutem Wetter aktiv, bei schwierigen Wetterlagen, dann wenn die "Big Points" zu holen sind, schafft es kaum ein Team, drei Piloten in die Wertung zu bekommen.
 
Text: Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin)
Bilder: Stefan Harries
 
Marcel Kaspari bedankt sich mit einer perfekten Präsentation und netten Worten für ein Jahr Discus 2 CT 18m (etwas dahinter Stifter Wilfried Großkinsky)
Henrik Theiss (FLG Grabenstetten) ist neue Nutzer des Discus 2 CT 18m für das OLC-Jahr 2020 (links Stifter Wilfried Großkinsky, rechts OLC-Boss Reiner Rose).
Die Urkunde ...
Der Discus 2 CT 18m … ein Erfolgskonzept seit über 10 Jahren (von links): Stifter Wilfried Gr0ßkinsky, Henrik Theis und Reiner Rose
Die Sieger der OLC Junior-Challenge (von links): Henrik Theiss (5.), Markus Uhlig (3., FC Grossrückerswalde), Maximilian Dorsch (1., AC Bamberg),
Philip Goralski (4., HVL Boberg)
Danksagung für ein Jahr LS 8 neo (von re.): Moderator Gerd Peter Lauer, Nutzer Philipp Lauer, Stifter Ralph Bürklin und Reiner Rose) … exquisite Pralinen und ein wunderschönes Bild von der LS 8 neo als kleines Dankeschön ;-)
Eric Schneider (FSG Hammelburg) hat sich mit beeindruckenden Leistungen zielstrebig zum ‘OLC-Fördertalent‘ hochgeflogen, neben ihm der Stifter Ralph Bürklin.
Die Urkunde ...
Die LS 8 neo (von links); Stifter Ralph Bürklin, Eric Schneider und Reiner Rose
Maximilian Dorsch hat den europaweit ausgeschriebenen Juniorenwettbewerb ‘Bitterwasser Cup‘ gewonnen und darf nun bereits zum zweiten Mal nach Bitterwasser. Es freut sich mit ihm board member Rainer Hog.
Die Sieger der OLC-Plus Longdistance Wertung (von links): Alexander Müller (3., LSG Bayreuth), Mathias Schunk (2., SFZ Königsdorf), Bernd Goretzki (1., LSV Rinteln)
In Sachen Speed macht ihnen so schnell keiner was vor (von links): Jan Kretzschmar (1., AC Lichtenfels), Reinhard Schramme (3., LSV Rinteln), Michael Möker (2., LSV Burgdorf)
Ludwig Starkl (AT) von ‘Flying with the Champions’ hatte als Gastgeschenk für einen erfolgreichen Junior einen Aufenthalt in Kiripotib (Namibia) mitgebracht. Der Glückliche war dann letztendlich Christian Lampert (FSV Grabfeld), der Vize-Sieger des Young Eagle Speed Cups (im Bild rechts neben ihm Ludwig Starkl).
Star-Gast des Abends war der mehrfache Weltmeister und mehrfache Vize-Weltmeister Wolfgang Janowitsch aus Österreich. Die geniale Abrundung seines Besuches war dann der Soaring-Talk mit Gerd Peter Lauer, der ihm dann Informationen und geradezu Weisheiten entlockte, die man so schnell in keinem Frontal-Vortrag geboten bekommt – hier addierte sich das Potential zweier Experten … einmalig!
Bernd Fischer (TopMeteo) fasste das Jahr zusammen und zog seine Schüsse. Das war unter dem Strich ein markanter Schlußpunkt unter seine wöchentlichen Rundenberichte. Die Kombination aus meteorologischen Wissen plus seiner eigenen Flugerfahrung … das ist der Bringer und fasziniert allwöchenttlich während der Liga-Saison.
Heiko Hertrichs Rückblick auf die Liga-Saison, vor allem die Rückschlüsse, die er dann aus den Erkenntnissen zieht … das alles hat mittlerweile Kult-Status und verleiht dem Segelflug eine Dynamik und Sport-Spannung, wie man sie eben auch in anderen Sportarten kennt und das wöchentlich & alljährlich!
Bei über 150 Besuchern war das Von Steinrück-Haus in Poppenhausen gut gefüllt … eine maßgeschneiderte Location für das OLC-Finale … diesmal fanden sogar die beiden Rümpfe von Discus 2 CT 18m und LS 8 neo Platz!
Die Sieger der U25-Juniorenliga (von links): FSG Hammelburg (3. Platz), SFZ Königsdorf (Deutscher Meister), FG Oerlinghausen (Deutscher Vizemeister) … und in Oerlinghausen hat man auch schon einen Plan, wie man in der OLC-Saison 2020 Königsdorf knacken kann!
Die Sieger der Quali-Bundesliga (von links): FSV Eisenhüttenstadt (3. Platz, Sportfreund Denny Bernsee war extra aus Eisenhüttenstadt angereist!), LVI Hankensbüttel (Deutscher Vizemeister) und LSV Bückeburg-Weinberg (Deutscher Meister, Rühlefix hat die Urkunde fest im Griff!)
Die Sieger der 2. Segelflug-Bundesliga (von links): AC Bad Nauheim (Deutscher Vizemeister), FG Oerlinghausen (Deutscher Meister) und AC Schweinfurt (3. Platz).
Die Sieger der Segelflug-Bundesliga (von links): LSG Bayreuth (3. Platz), LSV Rinteln (Deutscher Meister), LSV Burgdorf (Deutscher Vizemeister).
 
 

Tuesday, 27. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Mit dieser Runde endet die Liga-Saison 2019 - eine wettertechnisch häufig interessante Saison, die zumindest gefühlt viele Runden hatte, die auch von vielen Teams genutzt werden konnte. Ein erstes Resümee zeigt, dass die Speed eher im Norden als im Süden gemacht wurde - und dass es sich lohnen kann, einen Hang vor der Tür zu haben. Nachdem in der vergangenen Runde der Deutsche Meister bereits feststand, ging es in dieser Runde in Liga 1 noch darum, wer als zweiter durch Ziel gehen sollte. In Liga 2 war der Spitzenplatz noch offen, ebenso wie in beiden Ligen die letzten Auf- und Abstiegsplätze.
Samstag/Sonntag:
Das Wetter bot aber zumindest allen nochmal die Möglichkeit, Punkte zu erfliegen. Geprägt wurde es durch eine warme Luftmasse, die an den Vortagen noch unter Hochdruck lag, zum Wochenende aber durch zwei Effekte langsam labiler wurde: Zum einen hatte der Hochdruckeinfluss abgenommen, zum anderen hatte die Sonne an den Vortagen immer mehr Energie in das System gepumpt, dass aber noch nicht überkochte. Das passierte dann aber langsam von Südosten her, bis wohin der schwache Einfluss eines Tiefs/Troges über der Adria reichte. Gut erkennbar sind die Überentwicklungen und die Gewittertätigkeit in den beiden Satellitenbildern von jeweils 15:00UTC (17:00MESZ) in der Kombination von visuellem Kanal und den Blitzen in der Stunde vor dem Termin des Bildes (also von 14:00-15:00UTC).
Während sich die Gewitter am Samstag noch auf den äußersten Südosten beschränkten, weiteten sie sich am Sonntag bereits bis nach Mitteldeutschland aus und selbst Richtung Sauerland und später auch noch in der Eifel bauten sich Schauer und Gewitter auf.
Das schnellste Wetter der Runde fand man aber am Samstag zwischen Altmark und Fläming, wo sich die Cumuli im Wind reihten.
Wer hat was draus gemacht?
Nachdem der LSV Rinteln schon nach der vergangenen Woche als Deutscher Meister feststand, ging es in Liga 1 in dieser letzten Runde noch darum, die Reihenfolge der Podiumsplätze zu vergeben und den letzten noch fehlenden Absteiger zu ermitteln. Das Wetter hat zumindest allen Vereinen die Chance ermöglicht, noch Punkte zu erfliegen, auch wenn es in der Güte natürlich nicht gleichverteilt war.
Am letzten Tag unter den Top-Teams noch einen Sprung um 2 Plätze nach vorne zu machen, ist sicher nicht alltäglich. Dieses Kunststück schaffte der FK Brandenburg. Sie hatten sich offenbar am Samstag einiges vorgenommen, denn gleich 11 Flüge reichten die Havelstädter ein. So hatten sie einen nicht unerheblichen Anteil an der weissen Linie auf der Flugspuren-Karte, die sich unter den Wolken zwischen Magdeburg und Eisenhüttenstadt erstreckte. Mit Abstand schnellster war Lothar Dittmer, der unter den reihenden Cumuli einen knapp 150er-Schnitt flog und dafür 132 Speedpunkte erhielt. Wie wir schon so häufig bei den schnellen und schnellsten Flügen in diesem Jahr gesehen haben, nutzte er den eigentlich beschränkten Wetterraum optimal aus, indem er mit einem Jojo in/gegen die Windrichtung die Reihungen nutzend einen "kurzen" Gegenwindschenkel einbaute. Für die rund 50km setzte er zwar rund 500m Höhe ein, brauchte aber auch keinen Kreis und konnte so den Schnitt auch gegen den Wind bei rund 150km/h halten. Auf einer ganz ähnlichen Spur waren Rolf Engelhardt und Julius Gäde unterwegs, deren Schnitte jeweils über 130km/h lagen, selbst Matthias Kaese flog als vierter Mann noch knappe 140km/h, fiel indexkorrigiert aber aus der Wertung heraus.
Mit 381,66 Punkten gehört diese letzte Runde zu den 5 schnellsten der ganzen Saison. Für die Brandenburger bedeutetet ihr dritter Rundensieg der Saison der Sprung auf Gesamtrang 4, wobei sie Gifhorn und Aalen auf die Ränge 4 und 5 verweisen. Auch zum Platz 2 ging es eng zu: In der Vorwoche hatte Bayreuth noch einen Vorsprung von 3 Punkten auf Burgdorf. Die (bis auf einen Durchhänger in Runde 16) in den letzten Runden sehr konstant fliegenden Niedersachsen erreichten auch in dieser Runde mit Rang 2 einen Spitzenplatz. Wie so häufig war Michael Möker schnellster im Team. Von Burgdorf flog er gegen den Wind bis unter die Wolken östlich der Elbe vor und nutzt eine ähnliche Spur (und Taktik) wie die Brandenburger für die Liga-Wertung. Seine knapp über 150km/h werden durch den Index auf 130 Speedpunkte korrigiert. Nominell war er damit zwar etwas schneller als Lothar, die höchste Punktzahl für einen Einzelflug gehen aber trotzdem nach Brandenburg. Interessanterweise war bei beiden Teams - Burgdorf brachte immerhin 6 Flüge ein - Teamflug keine favorisierte Variante. So flogen Phillip Freiheit und Sebastian Jäger zwar gemeinsam mit Michael auf dem Weg nach Osten, den Speed-Teil für die Liga flogen sie aber nicht mehr gemeinsam,- zumindest nicht im engen Team.
Burgdorf schafft es in der Tabelle mit einer Rundenspeed von 371 noch an Bayreuth vorbei zu ziehen. Die Franken erreichten mit einer Speed von 317km/h in dieser Runde einen guten Rang 6, in der Gesamtwertung reicht das aber nicht, um Rang 2 zu verteidigen. Sie nutzten den gut entwickelten südöstlichen Teil des Thüringer Waldes, ebenso wie der Runden-Dritte Lichtenfels. Für die war Jan Kretzschmar mit 138km/h (130 Punkte) am schnellsten unterwegs, kaum langsamer als Team-Partner Phillip Lauer. Dritter im Bunde war Gerd-Peter Lauer, mit dessen 108km/h (103 Punkte) Lichtenfels am Ende 362 Speedpunkte erreichte. Am Tabellenende ging es noch darum, wer als siebter und letzter Absteiger den Weg in Liga 2 antreten muss. Theoretisch hatte der FSV Laichingen zwar noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen. Aber der LSV Homberg/Ohm musste zum Klassenerhalt nur noch einen einzigen Punkt erfliegen. Mit Rundenplatz 16 (5 Punkte) konnten sie dieses Soll mehr als erfüllen.
In Liga 2 waren im Gegenzug noch 2 Aufstiegsplätze zu vergeben, um die 4 Teams (Plätze 6-9) konkurrierten. Das hat wohl vor allem in Reinsdorf für reichlich Motivation gesorgt. Durch den direkten Zugriff am Samstag auf die Wolkenstraßen im Nordosten hatte der Aero Club Berlin die besten Voraussetzungen, einen der verbliebenden Plätze klar zu machen. Und das schafften sie souverän. Roland Fiola sorgte mit dem schnellsten Flug der Runde in Liga 2 (144km/h) für 126 Punkte. Gemeinsam mit Gilbrecht Gens und Klaus Engelhardt brachten sie es auf insgesamt 347 Speedpunkte - und gleichzeitig für einen Vorsprung von fast 20 Punkten auf den Rundenplatz 2. Den erreicht Oerlinghausen, für die Oliver Kortemeier und Gerhard "Pauli" Welland am Sonntag zwischen Osnabrücker Land und Weserbergland 128km/h (116 Punkte) erflogen. Die Ostwestfalen erreichten 328 Speedpunkte. Moritz Halstrick und Maximilian Brune sorgten für die weiteren Punkte, wobei die Liste der "weiteren Flüge" sehr lang ist - insgesamt wurden 16 Flüge von Oerlinghausen gemeldet.
Direkt dahinter landete der AC Bad Nauheim, wenn auch mit einem Abstand von knapp 30 Punkten auf Oerlinghausen, womit sich auch das Rennen um den Titel in Liga 2 entschieden hatte. Oerlingahusen schafft es damit, innerhalb von 3 Runden einen Rückstand von 17 Punkten in einen Vorsprung von 3 Punkten umzumünzen. Den letzten noch ausstehenden Aufstiegsplatz sicherte sich der HAC Boberg. Tübingen gelang es buchstäblich auf dem letzten Meter, den Abstieg noch zu vermeiden. Sie erreichten einen guten 6 Rundenplatz und können den FC Moosburg um einen einzigen Punkt zu verdrängen, der damit absteigen muss.
Die Liga-Saison 2019 ist damit vorbei und beim Blick in die Tabellen fällt ins Auge, dass diese Saison ihren Schwerpunkt eher im Norden hatte. So kommen mit Rinteln und Burgdorf die Erstplatzierten in Liga 1 ebenso aus eher nördlichen Gefilden, wie Oerlinghausen als Sieger der Liga 2. Und auch in der Quali-Liga gehen mit Bückeburg und Hankensbüttel die Ränge 1 und 2 an Teams aus Niedersachsen. Ein umgekehrtes Bild zeigt sich auf den Abstiegsplätzen, denn 6 der 7 Absteiger aus Liga 1 kommen aus Bayern oder Baden-Württemberg, in Liga 2 sieht es nicht anders aus.
Ein Aspekt, den man vielleicht auf dem OLC-Finale aufarbeiten könnte, ebenso wie man die Frage aufwerfen kann, ob es einen Hang braucht, um Deutscher Meister zu werden?
Heiko! Du oder Ich?
So oder so wäre es schön, viele von Euch dort zu sehen. Ganz sicher lesen wir uns spätestens in der kommenden Saison wieder. Bis dahin! Euer Bernd vom Team TopMeteo.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Monday, 26. August 2019 BUNDESLIGA 2019: Die Meistertitel werden am Hang geholt translate news

Eines haben der neue Deutsche Meister LSV Rinteln und der Sieger der 2. Segelflug-BUNDESLIGA, die FG Oerlinghausen, gemeinsam: Beide haben ihre entscheidenden Flüge am Hang gemacht. Schon in der vorletzten Runde machte der LSV Rinteln rund um den Lokalmatador Reinhard Schramme mit dem dritten Rundensieg in Folge den Sack zu und setze sich uneinholbar vor den Rekordmeister LSV Burgdorf an die Spitze (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier).
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA war bis zur letzten Runde noch alles offen. Am Ende hatte die FG Oerlinghausen die Nase vorne und sicherte sich mit schnellen Flügen am Hang den Meistertitel vor dem AC Bad Nauheim. Und auch in der Quali-Liga war der Hang in diesem Jahr entscheidend. Nach dem 2. Platz in Runde 18, ebenfalls mit Flügen am Wiehengebirge und Ith, war dem LSV Bückeburg-Weinberg der Sieg nicht mehr zu nehmen. Insgesamt kämpften in der Quali-Liga 466 Vereine um den Aufstieg in die 2. Segelflug-BUNDESLIGA. Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf (grün markiert). Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächst untere Liga ab (rot markiert).
 
Am 5. Oktober um 13.00 Uhr werden die Sieger und die Aufsteiger beim OLC Finale in Poppenhausen gebührend gefeiert!       
                                                                                                                                      
Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2019:
# Punkte
1 284,00
2 254,00
3 253,00
4 202,00
5 201,00
6 188,00
7 172,00
8 169,00
9 160,00
10 158,00
11 155,00
12 155,00
13 154,00
14 150,00
15 149,00
16 145,00
17 138,00
18 127,00
19 125,00
20 120,00
21 119,00
22 106,00
23 106,00
24 83,00
25 72,00
26 57,00
27 55,00
28 35,00
29 30,00
30 12,00
 
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2019:
# Punkte
1 256,00
2 253,00
3 230,00
4 229,00
5 208,00
6 199,00
7 190,00
8 175,00
9 174,00
10 164,00
11 155,00
12 153,00
13 151,00
14 134,00
15 128,00
16 125,00
17 120,00
18 113,00
19 113,00
20 103,00
21 86,00
22 83,00
23 75,00
24 74,00
25 56,00
26 52,00
27 44,00
28 44,00
29 40,00
30 32,00
 
Endstand Quali-Liga 2019, insgesamt 466 Vereine:
# Punkte
1 572,00
2 546,00
3 540,00
4 526,00
5 504,00
6 435,00
7 417,00
8 417,00
9 378,00
10 346,00
... ...

 


Monday, 19. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

In der vorletzten Runde der Segelflug-Bundesliga war der LSV Rinteln nicht mehr zu stoppen. Mit schnellen Flügen am Wiehengebirge und Ith sicherten sich die Niedersachsen den Titel des Deutschen Meisters. Wie schon in der Vorwoche trug sie der Hangwind ganz nach vorne.
Samstag:
Aber zuerst zum Wetter: Weiträumig hat sich das Frontensystem eines Tiefs vor Schottland über uns breit gemacht. Vorlaufend ist die Struktur der Warmfront nur schwer erkennbar, deutlicher dagegen die lang gezogene Kaltfront, deren Rückseite über dem Kanal lag, während die eigentliche Front noch weit über die Biskaya nach Westen reichte. Thermisch war an diesem Tag durch die vielen, teils mehrschichtigen Abschirmungen wenig bis kaum etwas zu holen. Das zeigen ja dann auch die Flugspuren sehr deutlich. Mit dem ganzen Wettersystem - gesteuert wurde es durch einen weit ausladenden Trog westlich von uns - kamen die Fronten nur langsam nach Osten voran. Alles andere als langsam war dagegen, ähnlich wie in der Vorwoche, der Wind. Mit der Kenntnis der Windrichtung (Südwest) und dem Samstags-Satellitenbild konnte sogar schon grob abschätzen, ob der Sonntag eine Änderung bringen würde.
Sonntag:
Denn die warme und trockene Luftmasse, die am Samstag noch über Mittel- und Südfrankreich lag, war im Laufe der Nacht in den Südwesten vorgedrungen. Auf dem Satellitenbild vom frühen Nachmittag sieht man, dass sie zwischenzeitlich bis weit über Tschechien nach Osten vorangekommen war. Die vorlaufende Warmfront ist noch über Süd-Polen erkennbar und die anschließende Kaltfront von Norddeutschland bis weit in die Biskaya hinein. Dass die Warmfront und die zugehörige Warmluft so schnell vorangekommen ist, ist wiederum dem anhaltend kräftigen Wind geschuldet. Zumindest war die Luftmasse auch thermisch etwas aktiver, was auch die Flugspuren zeigen. Dass aber auch hier der Wind eine entscheidende Rolle spielen sollte, dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
An dieser Stelle einleitend ist "wer hat was draus gemacht?" natürlich eher eine rhetorische Frage. Wer mit einem Sieg in der vorletzten Runde, dazu dem dritten Rundensieg in Folge,  den Titel des Deutschen Meisters einfliegt, kann nicht viel verkehrt gemacht haben. Souverän ist sicher auch noch ein treffendes Attribut, bedenkt man, dass die Bedingungen im Vergleich zur Vorwoche schwieriger waren - dazu aber gleich mehr. Vorher geht natürlich auch von meiner Stelle ein ganz herzlicher Glückwunsch an die Weser! Trotz der wenigen Flüge - am Ende wurden in der Summe über beide Tage nur etwas mehr als 200 Flüge aus Deutschland gemeldet - waren ein paar sehr interessante Flüge darunter. Und bei der geringen Menge fallen die auch noch ins Auge Es war - soviel vorweg - eher eine Runde der dynamischen als die der thermischen Aufwinde ...
Damit zuerst noch einmal zurück an die Spitze der Runde und an die Spitze der 1. Liga: Nach den Prognosen war klar, es sollte für den Norden nur am Samstag die Chance geben, Punkte am Hang zu fliegen. Und der nachlassende Wind sollte die Zeit nochmals etwas verkürzen. Entsprechend früh dran waren Reinhard Schramme & Karsten Fahrenkamp, die bereits um kurz nach 8 in der Luft waren. Der zweite Sprung vom Ith zurück an Weser-/Wiehengebirge geriet dann aber zum Problem. Das Windfeld stand danach aber offenbar zuverlässiger und so konnten sie nach dem Absitzer doch noch knapp 340km mit den 4 Schenkeln absolvieren, was einem Schnitt von knapp 136km/h entspricht und knapp 123 Punkte einbringt. Weniger problematisch waren offenbar die Flüge der Teamkollegen, die meist etwas später unterwegs waren. Adrian Glauner & Norbert Siebert sowie Stefan Bachmann komplettieren die Wertung. Aber neben den 340 Gesamtpunkten soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass an dem Samstag insgesamt 8 Flüge für den neuen Deutschen Meister gewertet wurden - auch ein Zeichen für das Team und die Leistungsbreite. Aber nicht nur die Rintelner waren wieder an Wiehengebirge und Ith unterwegs.
Die am Ende der Runde führenden 4 Vereine standen schon in dieser Reihenfolge am Samstag-Abend in der Liga-Wertungsliste. Nahezu mit der selben Speed wie Reinhard und Karsten waren Dennis Polej & Joel Heidelberg an den Hängen unterwegs. Sie führten den LSV Gifhorn damit auf den zweiten Rundenplatz, nur ganze 6 Speedpunkte hinter Rinteln. Dahinter folgen mit Celle und Braunschweig 2 weitere Vereine aus Niedersachsen, die die vergleichsweise kurze Anreise nach Rinteln bzw. die Porta auf sich genommen haben. Erst danach folgt in der Rundenwertung der erste Verein aus dem Süden.
Die Motivation in Bayreuth war sicher hoch, um den vorzeitigen Sieg der Rintelner noch zu verhindern und damit die Chance zu wahren, selber ganz nach vorne zu fliegen. Beim ersten Blick in die Wertungslisten stechen die Bayreuther im Vergleich zu den anderen Vereinen aus der Region deutlich mit ihre Speed heraus, sind es doch die einzigen, die es schaffen, an die Phalanx aus hangfliegenden Niedersachsen heranzukommen. Ein Blick in die Flüge offenbart dann, dass auch sie eher im Tiefpaterre unterwegs waren und die Hänge zwischen Fichtelgebirge und Rennsteigen eher dynamisch im Hangwind als thermisch nutzten. Die offenbar deutlich schnellere Option, wie der Vergleich zu Flügen z.B: aus Bamberg oder Erbendorf aus zeigt. Ein Stockwerk höher und eher thermisch unterwegs war das Vorankommen offenbar aber deutlich mühsamer. Aber - und so kann man es auch den Kommentaren entnehmen war der "Bayreuther Ith auch etwas, was man sich trauen musste". So können die Bayreuther mit Flügen von Alexander Müller, Wolfgang Clas und Sebastian Baier & Klaus Gruber als 5. dieser Runde noch 16 Punkte erreichen.
In der Gesamtwertung halten die Franken damit ihren zweiten Gesamtplatz und können ihren "Vorsprung" auf Burgdorf auf immerhin 3 Punkte vergrößern. Die Niedersachsen waren zwar auch am Hang und schnell unterwegs, brachten durch Simon Berkhahn und Michael Möker & Steven Dehne aber nur 2 Flüge in die Wertung. So wird es in der letzten Runde noch ein Fernduell um den zweiten Platz gehen. Für Celle war diese Runde die vorzeitige Rettung, denn mit dem Abstieg haben sie nun nichts mehr zu tun. Sechs der Absteiger stehen bereits fest, um den Verbleib im Oberhaus duellieren sich jetzt noch Homberg/Ohm und Laichingen. Die Hessen sind aber bereits so gut wie durch, denn bei einer deutlich besseren Gesamtspeed fehlt ihnen nur noch ein einziger Punkt zum Klassenerhalt.
Auch in der 2. Liga machten die Mannschaften am Hang das Rennen. Diese Runde hatte Oerlinghausen die Nase vorne, nachdem sie in der Vorwoche noch Boberg und Bad Nauheim den Vortritt lassen mussten. Schnellster für die Ostwestfalen war Marcus Sagewitz, der von der Porta aus 324km mit einem knapp 130er-Schnitt absolvierte. Die knapp 123 Punkte liegen auf gleichem Niveau wie der schnellste Flug in Liga 1. Lucas Brune und Tobias Blaum waren vom benachbarten Bückeburg aus unterwegs. Am Ende stehen für sie 336 Punkte in der Wertung, was einen respektablen Vorsprung vor den Bobergern (319 Punkte) bedeutet.
Platz 3 geht nach Pirna, die ebenfalls in Mannschaftsstärke an die Weser gefahren waren. Durch den Rundensieg hat Oerlinghausen nun in der Gesamtwertung wieder die Spitze übernommen (237 Punkte) und liegt ganz knapp vor Bad Nauheim (235 Punkte), aber auch Schweinfurt (222 Punkte) hat noch zumindest theoretische Chancen, die Liga für sich zu entscheiden. Auch für Pirna (5./198 Punkte) hat sich der Ausflug gelohnt, sie sind in der kommenden Saison ebenfalls erstklassig. Spannend bleibt dagegen der Kampf um die Plätze 6 und 7, die ja auch noch für den Weg nach oben berechtigen. Hier liegen Berlin und Boberg gleichauf (188 Punkte), denen Bad Homburg (175 Punkte) aber auch noch im Nacken sitzt. Und auch am Tabellenende ist noch nicht alles endgültig entschieden.
Diese Entscheidung wird - soviel steht fest - in der kommenden Runde fallen. Und auch das ist ziemlich sicher: Der Wind wird dabei eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Abschließend aber noch ein kurzer Nachtrag zum Thema "dynamische Aufwinde": Es waren nicht nur die Flüge "vor" dem Hang, die in dieser Runde interessant waren, sondern auch Flüge "dahinter": Von Alkersleben aus flogen gleich mehrere Teams am Samstag in der Welle hinter dem Thüringer Wald - und das in Höhen bis 3800m!
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 13. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Ein Screenshot vom
Samstag-Mittag aus dem
Tracker,wo man die
Perlenkette am
Wiehengebirge sieht.
Quelle:
"[..] man darf also gespannt sein, ob die nächste Runde unter sich reihenden Cumuli oder vielleicht doch tief unten am Hang entschieden wird.". So endete mein Rückblick der der vergangenen Woche -, und liefert damit gleich einen schönen Einstieg in die Berichterstattung dieser 17. Runde. Nicht weil ich mich freue, dass auch mal eine Vorhersge eingetroffen ist , sondern soch eher, weil sich bei dem Wetter und der Fragestellung genau die Spannung aufbaut, wie sie sich zum Ende der Liga-Saison gehört.
Samstag:
Das Wochenendwetter stand ganz klar unter dem EInfluss eines weitläufigen Troges, der westlich von uns lag. Das zum Trog gehörende Tief lag über der Irischen See und wir damit auf seiner Südostseite. Die Wolkenstrukturen im Satellitenbild lassen gleich 2 Schlüsse zu: Von Frankreich bis an die Ostsee erstreckt sich Kaltluft, für die die ausgeprägte Cumulus-Bewölkung typisch ist. Auch die wellende Kaltfront vom Bodensee bis in die Lausitz ist gut erkennbar. Ebenso wie die starken Entwicklungen zwischen den Niederlanden und Schleswig-Holstein, wie sie häufig in relativer Nähe zum Tiefdruckzentrum auftreten - mal ausbreitend, mal auch schaurig. Aber noch etwas sticht heraus: Der starke Wind  sogte für ganz klare Reihungen der Cumuli in Windrichtung. Mit 40-50km/h im Basisniveau war der nicht zu verachten. Bei einer Windrichtung von 230° stand er aber auch perfekt auf den Hängen des WIehengebirges. Aber dazu gleich mehr, die Flugspuren geben aber bereist einen ersten Hinweis.
Sonntag:
Der Sonntag lässt sich ein stückweit bereits aus dem Samstag-Bild ableiten. Ich habe absichtlich das Bild von 10UTC (12MESZ) gewählt, weil auf dem auch über der Mitte noch die Wolkenstrassen erkennbar sind, bevor diese von den Cirren aus dem Westen überdeckt wurden. Diese Strassen konnte man auf dem Samstags-Bild bereits über dem Westen Frankreichs erkennen. Da sich die Lage von Trog und Tief nicht signifikant geändert hatten, blieben auch Windrichtung und -geschwindigkeit nahezu unverändert. 24h nach vorne extrapoliert später (bei einer WIndgeschwindigkeit von 50km/h entspricht das 1200km) findet man die Luftmasse aus Westfrankreich dann über der MItte und dem Nordosten wieder (als Segelflieger weiss man ja, wie weit es von Biarritz bis Lübeck ist). So war der Sonntag allein nach der Optik im Satellitenbild "der" Tag für den Nordosten und mit Einschränkungen für den Norden und die Mitte, denn hier musste man früh genug dran sein, bevor die dichten Cirren und die Warmluft kamen. Aber auch der Süden war fliegbar, hier war blau aber die eher dominierende Farbe.
Die Anzahl der Flüge vom Sonntag, das zeigen auch die Flugspuren, war damit der Sonntag - aber war er auch schneller als der Samstag?
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag Abend lag die Speed-Latte hoch - sehr hoch! Der LSV Rinteln konnte den Heimvorteil des direkten Zugriffs auf die Hänge des Wiehengebirges nutzen, und dazu vielleicht auch noch die eine oder andere Nuance beim Ausnutzen der Hangwinde. Die Ligaspeed von 394,34 bedeuteten den zweitschnellsten Wert in dieser Saison. Carsten Kopsieker & Michael Hörmann starteten zwar in Oerlinghausen, machten ihre Speed aber dann zwischen Lübbecke und dem Hils, ebenso wie Stefan Bachmann, der in Rinteln abhob. Bemerkenswert an seinem Flug ist, dass er zu denen mit dem frühesten Start gehören dürte. Um kurz vor 7 Uhr (Ortszeit) gestartet, begann die Ligawertung gegen 8:30. Um 14:00 waren dann auch die Schenkel für den OLC-Plus verbraucht und er landete nach knapp 550km. Noch etwas früher waren Reinhard Schramme & Rolf Bödecker dran, die zwischen 6:30 und kurz vor 11 mit einem Schnitt von rund 140km/h rund 500km abspulten. Knappe 20min nach der Landung später war Reinhard dann schon wieder in der Luft, jetzt gemeinsam mit Bernd Goretzki im Cockpit. Sie schafften es, den Schnitt nochmal um 6km/h nach oben zu treiben und schafften mit einer Ligaspeed von knapp 133 den schnellsten Flug des Samstags. Nach der Landung gegen 15:30Uhr waren mit dem 2 Starts für Reinhard die 1000km an dem Tag voll, verteilt auf 2 Flüge. Bedenkt man, dass es danach noch mehr als 5 Stunden hell war... Mit ebenfalls hohen Ligawerten folgten Gifhorn, Braunschweig und Celle, die ebenfalls die (diversen) Startplätze entlang des Hanges nutzen. Die Mitte und der Süden mussten derweil tatenlos zusehen, wie sich die Spitze mit hohen Punktewerten platzierte. Punktwerte, die in normalen thermischen Bedingungen nur schwierig zu toppen sein würden.
Der Sonntag war aber ein solch ungewöhnlicher Tag, wenn auch wieder mit einem Schwerpunkt über dem Norden und der Mitte. Wir erinnern uns an die Wolkenstrassen, die am Vortag noch über dem Westen Frankreichs lagen. Unter den sich im Wind reihenden Cumuli konnte die hohen Schnitte aber nur unter 2 Bedingungen erreicht werden: Klar, der Rückenwindschenkel musste lang genug sein. Da der Wind aber im Tagesverlauf nachlassen würde, tat man gut daran, möglichst früh mit dem langen Schlag im Rückenwind zu beginnen. Der zweite Grund war - je nach Lage des Startplatzes - natürlich auch, dass man den aufziehenden Cirren und der Warmluft entkommen musste. Michael Möker hat das von Burgdorf aus wohl auch mit auf dem Plan gehabt, denn für ihn ging es zuerst gute 100km gegen den Wind, bevor er an der A30 be Melle in den Rückenwind drehte. Kreislos führte ihn sein Kurs über rund 220km entlang der Wolkenstrasse(n) bis hinter die Elbe. Da erst gut die Hälfte der Wertungszeit vorbei war (der Realschnitt lag bis dahin bei rund 180km/h), folgte noch ein Jojo von jeweils knapp 100km, zuerst gegen den Wind (wobei der Schnitt auf 120km "einbrach") und dann nochmal mit Rückenwind (wieder 150km/h). Am Ende stehen in der Ligazeit ein Schnitt von 158km/h bzw. 136.5 Punkte in der Wertung. Oliver Sörensen fliegt ein Stück weniger gegen den Wind vor und klinkt sich schon bei Nienburg in die Wolken-Autobahn ein und folgt dieser (ebenfalls mit einem eingebetteten Jojo) bis Schwerin. Seine 129 Punkte bringen die Burgdorfer am Ende der Runde auf den 2. Platz. Vorgelegt hatten Wilko Kramer & Bernhard Frettlöh am Samstag von Bückeburg aus. Die Burgdorfer kommen mit 386.5 Ligapunkten zwar nicht mahr an Rinteln heran, verdrängen jedoch kanpp den LSV Gifhorn, der seine 384 Punkte bereits am Samstag am Hang gemacht hatte.
Erst auf Rang 9 taucht mit Bamberg der erste Verein aus dem Süden auf, die Nachbarn aus Bayreuth auf Rang 12 und Aalen dann auf Rang 14. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gesamtwertung 2 Runden vor Schluss aus: Aalen muss sich damit aus dem Titelrennen verabschieden, der Gesamtsieg wird unter den ersten 3 Plätzen ausgeflogen. Hier kann Burgdorf (221 Gesamtpunkte) den Abstand auf Bayreuth (222 Punkte) gegenüber der Vorwoche nochmals verringern. Die beste Ausgangsposition hat aber natürlich Rinteln (247 Punkte), die bei noch zu vergebenden 40 Punkten am kommenden Wochenende damit sogar den ersten Matchball haben.
Auch in Liga 2 bleibt es spannend, auch wenn es fast die gleiche Geschichte zu erzählen gilt wie in der ersten Liga. Der HAC Boberg hatte am Samstag Porta Westfalica als Startplatz gewählt. Mit einem vor allem ausgeglichenen Mannschaftsergebnis und am Ende knapp 350 Ligapunkten konnten sie sich an die Spitze fliegen. Schnellste für die Hansestädter war das Team Marcel Rast & Rodger Hoffmann. Oerlinghausen, am Samstag zwischenzeitlich auf Rang 2, musste dann am Sonntag den AC Bad Nauheim vorbei ziehen lassen. Früh gingen die Piloten in Ober Moerlen an den Start, von denen Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt die Schnellsten waren. Sie nutzen ebenfalls die sonntäglichen Reihungen im Wind. Auch wenn ihr Kurbelanteil mit knapp 13% relativ hoch war, so konnten sie den Schnitt hoch halten, denn nach der Auswertung nutzten sie offenbar die guten Bärte. Die Frage übrigens, bei welchen Windgeschwindigkeiten sich welche Taktik - so lange wie möglich geradeaus oder doch das eine oder andere Mal kurbeln - am ehesten lohnt, müsste an anderer Stelle geklärt werden. Auch hinkt der Vergleich vielleicht ein wenig, da natürlich auch Region und Luftmasse eine Rolle spielen, aber hier trotzdem ein paar Vergleiche: Michael Möker: Kurbelanteil:4%, 1,6m/s, 158km/h / Jürgen Breitenfelder & Friedhelm Schmidt: 12.5%, 2.24m/s,  140km/h / Ingo Trentelj und Jürgen Müller: 7%, 3.3m/s, 133km/h. Offenber schlug in dieser Runde Rückenwind die gute Thermik, denn bei der Flugspur fällt auf, dass Michael den deutlich längsten Rückenwindanteil hat, Jürgen B.&Friedhelm den Kurs konsequent am Wind und den Reihungen ausrichten aber der Rückenwindanteil geringer ist, während Ingo und Jürgem M. sogar einen deutlichen Schlag mit Querwind machen mussten.
Beim Blick in die Gesamtwertung hat es sich für die Klixer jedoch trotzdem gelohnt. Rundenplatz 5 bringt sie auf Gesamtrang 9 nach vorne. Und dort entbrennt der Kampf um die Aufstiegsplätze, denn sie liegen nun punktgleich mit dem HAC Boberg (beide 169 Punkte). Der Abstand zu den Aufstiegsrängen beträgt damit für beide nur noch geringe 5 Punkte und auch die Plätze 5-7 liegen nur einen Wimpernschlag auseinander. Ansbach auf Rang 4 (200 Punkte) ist noch nicht ganz durch, hat aber die besten Chancen sich zu den bereits 3 feststehenden Aufsteigern zu gesellen. Schweinfurt (211) und Oerlinghausen (217) können die führenden Bad Nauheimer (235) noch abfangen, aber auch in Liga 2 kann sich das Titelrennen bereits in der näüchsten Runde entscheiden.
Und dann wird natürlich auch das Wetter wierder mitentscheidend sein. Das wird wohl - wie auch schon die Woche - durch Tiefdruck und Fronten bestimmt. Man darf also weiterhin gespannt sein.
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 06. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Langsam aber stetig geht die Liga in die letzten Runden und damit entschieden sich unweigerlich auch die Plätze sowohl an der Spitze als auch am Ende der Tabellen. Das Wetter spielt in den letzten Runden natürlich auch eine gewichtige Rolle: Kann ist fliegen? Habe ich dann auch Anschluss an gute, schnelle Bedingungen? Schön, wenn das Wetter letztendlich allen Teams eine feire Chance gibt. In dieser 16. Runde konnten alle(!) Teams Punkte erfliegen, dafür sorgte vor allem der Sonntag. Und auch die schnellen Linien waren nicht nur auf eine einzige Region beschränkt.
Samstag:
Normalerweise sind kleine Tiefdruckgebiete ziemlich schnell unterwegs. Eingebettet in einen Trog (Zentrum liegt auf der Trogachse) verlieren sie diese Eigenschaft aber häufig und verlagern sich nur langsam und nur gemeinsam mit dem ganzen übergeordneten System. So hatte uns ein solches kleines Tief schon die ganze Woche über beschäftigt und bereits am Freitag auf seinem Weg den Rhein hinauf schon mit seiner Labilität Probleme gemacht. Auf dem Satellitenbild vom Samstag 13UTC (15MESZ) liegt es nun über Tschechien. Die Labilität im Bereich des Tiefs wird durch die Blitze gut erkennbar, die sich fast kreisförmig um das Zentrum anordnen. Rückseitig floss mit der sich einstellenden nördlichen Strömung eine etwas kühlere Luftmasse ein. Feucht jedoch vor allem dort, wo die Nordsee im Vorfeld lag, und deutlich trockener Richtung Osten, wo die Ostsee es nicht schafft, so viel Feuchte an die Luftmasse abzugeben. Das Hoch, dass sich von Westen langsam aufbaute, brauchte aber eine garaume Zeit, um die Luftmasse zu stabilisieren und vor allem abzutrocknen. So war der Samstag eher noch der Tag, an dem die Bedingungen eher kleinräumig und/oder inhomogen waren.
Sonntag:
Das sollte sich zum Sonntag ändern: Das Hoch hatte sich weiter durchgesetzt (eigentlich waren es sogar 2 kleine Zentren, eines über dem Westen, eines über dem Süden). Die Luftmasse war deutlich abgetrocknet und die Bedingungen damit nahezu homogen. Lediglich der Bereich zwischen Weser und Müritz hatte mit dichten Abschirmungen zu tun, die noch im Randbereich eines Tiefs über Südskandinavien von West nach Ost durchzogen. Bereits im Randbereich zur etwas trockeneren Luftmasse südlich des Mittellandkanals wurde das Wetter schnell. Auch die klassischen Rennstrecken im Süden schmückten sich mit Cumiuli und sowohl Lausitz wie auch die Kämme vom Thüringer zum Bayerischen Wald hatten die Labilität des Vortages verloren und boten jetzt gute Bedingungen. Und auch die nachmittags von Frankreich und Belgien herein ziehenden Cirren konnten die Thermik nicht nachhaltig ausbremsen.
Wer hat was draus gemacht?
Die Chancen auf den schnellsten Ligaflug hatte damit der Sonntag auf seiner Seite, die Regionen sollten sich aber erst bei einem genaueren Blick in die Wertungslisten herauskristallisieren. Und tatsächlich gab es keinen Schwerpunkt, denn die schnellsten Flüge dieser Runde waren weit über die Republik verteilt. Ein Grund dafür war sicher auch, dass unter dem zentralen Hochdruckeinfluss der Wind keine so entscheidende Rolle spielte wie in mancher der vergangenen Runden. Ein Blick gerade auf die langen Flüge, die Schwarzwald und Alb mit auf dem Kurs hatten, zeigt, dass es nicht zwingend die Kämme waren, über denen die Liga-Speed gemacht wurde. Ein Vergleich der 1000er von Michael Schlaich (1007km von Winzeln aus), Keith Gantley & Lorenz Dierschke (1038km von Schwandorf aus) und Philipp Butz (1037km von Offenburg aus) zeigt eigentlich ganz eindrucksvoll.
Aber zurück zur Liga und zurück zu den schnellen und schnellsten Flügen dieser Runde - und damit auch zu den Regionen. Ligaübergreifend kommt der schnellste Liga-Flug aus Liga 1: Frerk Frommholz flog (mit einer JS3) von Walsrode aus im Jojo unter den Reihungen hinter der abgezogenen Abschirmung einen 145er-Schnitt (bzw. eine Liga-Speed von 125). Auf Hin- und Rückkurs den schnellen Linien folgten auch die weiteren Flüge mit einer Liga-Speed von über 120. Hand Stock & Marc Fuchs nutzen für ihre 124 (137km/h) die Linien zwischen Oberpfälzer Wald und Rennsteig. Sören Nölke (129km/h, 121 Punkte) wählte am frühen Nachmittag noch die eher klassische Linie entlang der Donau während Lukas Esser (134km/h, 121 Punkte) am späteren Nachmittag dann von Deckenpfronten aus eher die Alb quert und für seine Speed den Schwarzwald ausnutzt. Ein Blick in die Kreisfluganteile zeigt, dass auch und gerade bei diesen Bedingungen ein konsequentes Geradeausfliegen am Ende ein entscheidender Faktor ist. Alle genannten Flüge haben einem Kurbelanteil von unter 15%, Frerk schafft seine 2,5h Werungszeit diesen auf unter 4% zu drücken - und das trotz der im Vergleich zur Konkurrenz tieferen Basis - oder gerade deswegen? Der reinen Lehre folgend, stehen die Bärte bei niedriger Basis ja auch enger zusammen. Ein Umstand den man auf den flachen Norden sicher anwenden kann, der in den Mittelgebirgen aber letztlich doch etwas an Relevanz einbüßt.
So ganz nebenher führt Frerk den LSV Rinteln zum Rundensieg. Rolf Bödecker & Reinhard Schramme (131km/h, 119Punkte) und Adrian Glauner & Christoph Bäßler (118km/h, 109 Punkte) bringen in der Gesamtabrechnung den Niedersachsen 362 Liga-Punkte ein. Damit können sie sich knapp vor der Fliegergruppe Wolf-Hirth (347 LIga-Punkte) behaupten, für die Sören Nölke als Schnellster unterwegs war. Nur knapp dahinter fliegt der AC Nastätten ins Ziel (345 Punkte), gefolgt von der LSG Bayreuth (341). Hier spitzt sich der Kampf um die Position 1 der Gesamtwertung zu, und wie man in dieser Runde sieht, können nur wenige km/h entscheidend sein.
Rinteln kann den Vorsprung in der Gesamtwertung etwas ausbauen und liegt 3 Runden vor dem Ende nun bei 227 Gesamtpunkten und hat auf Bayreuth (213 Punkte) nun 14 Punkte Vorsprung. Burgdorf (202 Punkte) folgt als Dritter, währen Aalen (180 Punkte) etwas an Boden verliert. Bei noch 60 zu vergebenden Punkten bleibt die - zumindest theoretische - Chance auf den Titel aber bis hinunter auf Rang 6. Leider selbst theoretisch ist der Abstieg für Schwäbisch Hall und Bad Wörishofen dagegen nicht mehr zu verhindern.
Auch in Liga 2 spitzt sich der das Rennen um die vorderen Plätze zu. Hier können sich bis ins Mittelfeld hinein die Teams noch Hoffnung auf einen der 7 Aufstiegsplätze machen. Diesen 7. Platz hat aktuell der LSC Bad Homburg inne, deren Saisonverlauf wie ein optimales Barogramm mit einem konstanten Wechsel von Höhen und Tiefen aussieht. Einen ähnlichen Verlauf bis zur Saisonmitte hatte auch das Aero Team Klix, die in den letzten Runden aber ihre Konstanz gefunden zu haben scheinen und nach dem Rundensieg in der Vorwoche nun wieder auf Platz 1 vorfliegen. Mal wieder sind es Ingo Trentelj und Jürgen Müller, die einen fast deckungsgleichen Kurs über die Lausitz bis nach Polen hinein auf die Karte malen. Maximilian Wiessner nutzt als Dritter im Team die Alb von Aalen aus. Mit 325 Liga-Punkten sichern sich die Sachsen einen hauchdünnen Vorsprung von nur etwas mehr als 1 Punkt vor der FG Freudenstadt (Martin Haug, Axel Reich und Tilman Fuchs) die von Musbach aus über den gewohnten Linien von Schwarzwald und Alb unterwegs waren. Auf Rang 3 folgt die Rhönflug Poppenhausen, angeführt von einem schnellen Flug von Julian Mihm (129km/h, 117 Punkte). Der schnellsten Flug der 2. Liga startete aber in Anspach/Taunus, von wo aus Nils Deimel für den LSC Bad Homburg 124km/h (117 Punkte) über Taunus und Hunsrück erfliegt.  Die Tabelle der 2. Liga führt nach 16 Runden weiter der AC Bad Nauheim an. Die 3 führenden Team können in dieser Runde jeweils in die Top10 vorfliegen, die Hessen (216 Punkte) können ihren Vorsprung dabei aber ein wenig ausbauen und liegen nun 16 Punkte vor Schweinfurt (200 Punkte) und Oerlinghausen (199 Punkte). Auch am Ende der Tabelle wird es langsam spannend, denn noch steht kein Absteiger fest. Vielleicht wird das Wetter hier bei der Entscheidung eine etwas untergeordnete Rolle spielen, denn von den hinteren 8 Plätzen kommen gleich 7 Teams aus Baden-Württemberg und fliegen damit im nahezu gleichen Wetterraum.
Und dieses Wetter hat in der kommenden Woche auch seine Höhen und Tiefen. Die Konstanz bleibt also der schnelle Wechsel und im Vergleich zum vergangenen ruhigen Wochenende dreht der Wind jetzt auf. Das soll nach den ersten Prognosen auch zum kommenden Wochenende anhalten -, man darf also gespannt sein, ob die nächste Runde unter sich reihenden Cumuli oder vielleicht doch tief unten am Hang entschieden wird.
 
Bernd Fischer
 
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OLC-Intern: Der 4.8. war mit 2.253 Flügen der zweitbeste Tag des Jahres ... 15.096 Besucher klickten an diesem Tag auf die OLC website. Die Flugmedlungen selbst liefen reibungslos ... in den letzten Wochen umgestzte Verbesserungen haben sich bewährt.
Der beste Tag des Jahres war der 1.6. mit 2.768 Flügen und  20.197 Besuchern am 2.6. auf der OLC-website.

Monday, 29. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die Liga biegt langsam auf die Zielgerade. In der Vorwoche hat sich das Rennen um die Tabellenführung in beiden Ligen zugespitzt. Die Punkteabstände sind so gering, das sich jeweils gleich mehrere Teams Hoffnung auf den Titel machen können. Um so interessanter wird auch die Frage, wie mit Wetterlagen umgegangen wird, die vielleicht nicht allen gleiche Bedingungen ermöglichen. So wie in dieser 15. Runde, wo der Schwerpunkt der Liga-Flüge in jedem Fall im Norden lag.
Samstag:
Nachdem die Vorwoche mit Temperaturrekorden und rekordverdächtigen Basishöhen punktete, war diese 15. Liga-Runde gleich durch eine ganze Reihe von Systemen geprägt: Hauptakteure waren der/das Höhenrücken/Hoch über Skandinavien, ein Trog/Tief über Polen und ein weiteres Trog-/Tief-System vor den britischen Inseln (fast eine klassische Viererdrucklage, aber nur fast). Bei den Luftmasse war die Sache ein wenig übersichtlicher: Im Norden und Nordosten lag noch die trockene und sehr warme Luft der Vortage - thermisch gut durchmischt und weiter mit dem Potential für hohe Basis und gutes Steigen, auch wenn durch den Hochdruck die Werte im Norden und Nordosten nicht mehr ganz so extrem waren. Gleichzeitig konnte der Trog über Polen noch ein wenig Feuchte beisteueren, so dass sich von Ost nach West Cumuli aufbauten, deren Entwicklung mittags an der Oder begann und sich dann immer weiter nach Westen fortsetzte,  um dann nachmittags die Niederlande zu erreichen.
Gegenspieler war das Trog-/Tiefsystem im Westen: Eingelagert in eine Tiefdruckrinne, die sich vor der eigentlichen, noch über Frankreich liegenden Kaltfront entwickelte, lag zunehmend feuchte und labile Luft, die durchaus auch das Potential für stärkere Überentwicklungen und Gewitter hatte - wie das die Kombination aus visuellem Satellitenbild von 15:15 UTC (17:15 MESZ) und den Blitzen der vorangegangenen Stunde zeigt.
Sonntag:
Gegenüber dem Vortag hatte sich die Verteilung der Systeme und der Luftmasse eigentlich nicht wesentlich geändert, nur die Positionen waren jeweils etwas weiter nach Osten gerückt: Die Tiefdruckrinne lag nun in einem breiten Streifen vom Nordwesten bis in den Südosten. Die trockenwarme Luft im Nordosten wurde weiter Richtung Ostsee abgedrängt. Darüber liegende Cirren störten ebenso wie die über der Mitte in der Labilität aufkommenden Gewitter - in der Summe ließen diese Bedingungen allenfalls nur kurze Flüge zu. Interessant noch auf dem Satellitenbild zu sehen, wie im Ostseeumfeld bei Südsüdostwind der Seewindeffekit aus dem Stettiner Haff, aber auch von der Ostseeküste von Schleswig-Holstein zu erkennen ist, während an der nordfriesischen Küste der ablandige Wind Gewitter auf die INseln heraus treibt. Im Gegensatz konnte die betreits westlich von Rhein und Neckar einfliessende, etwas kühlere Luft dort etwas Stabilisierung bringen. Die Luftmasse war aber so feucht, dass auch hier fliegerisch nicht viel zu holen war.
Wer sich interessiert: Noch sind die Bilder des Wochenendes (zumindest vom Sonntag) im Mini-Archiv vom TopMeteo-Webshop verfügbar. Nutzt man die Möglichkeit der Animation, kann man auf den Satellitenbildern äußerst interessante Effekte sehen, wenn die Wolken in der unterschiedlichen Stockwerken in zum Teil ganz unterschiedliche Richtungen ziehen - ein Effekt, der bei diesen Wetterkontellationen auftreten kann, wenn jedes der Systeme auch sein eigenes Windfeld generiert ...
Wer hat was draus gemacht?
Der Wetter-Rückblick hat es ja schon angedeutet, und sowohl der Blick in die Flugspuren als auch in die Wertungslisten lässt am Ende nur einen Schluss zu: Der Tag für die Liga, der Tag für die schnellen Schnitte war eindeutig der Samstag. Der Wetter-Schwerpunkt lag dabei in der warmen, aber trockenen und thermisch guten Luftmasse im Norden. Eine ganze Reihe von Flügen von Vereinen aus dem Süden fanden ihren Anfang dann auch nicht auf dem heimischen Flugplatz, sondern beispielsweise von der IMGC in Holzdorf oder von der Junioren-Quali auf dem Hirzanhain aus.
Die Wetter-Konstellation dieser Runde spielte natürlichen den Vereinen aus dem Norden in die Karten. Erst in der Vorwoche hatte der LSV Rinteln die Führung der 1. Bundesliga übernommen und der LSV Burgdorf zur LSG Bayreuth aufschliessen können. Beste Voraussetzungen also für sie, diese Positionen weiter zu festigen. Und genau so kam es dann auch, denn die Burgdorfer konnten diese Runde für sich entscheiden, die Rintelner gingen als 2. durchs Ziel. Die Entscheidung zwischen diesen Teams fand auf einem hohen Geschwindigkeits-Niveau und am Ende äußerst knapp statt.
Schnellster für die Burgdorfer war Michael Möker: Er flog zuerst gegen den Ostwind vor, um seine 2,5h Ligazeit erst nach rund 170km von zu Hause bei Brandenburg/Havel zu beginnen. Dann ging es mit Rückenwind entlang der Reihungen zurück. Kurz hinter Gardelegen legte er ein Jojo (über immerhin 2x knapp 50km) ein, dass ihm kreislos gegen den Wind einen Schnitt von deutlich über 120km/h brachte, bevor er den Schnitt mit Rückenwind wieder auf über 160km/h hochtreiben konnte. Erst südlich von Bremen ging es dann noch ein Stück gegen den Wind. Am Ende fliessen indexkorrigierte 136,35 Liga-km/h in die Wertung ein. Kaum langsamer war der schnellste Flug der Rintelner. Reinhard Schramme & Madleen Fernau waren mit einer ähnlichen Taktit, aber auf einem südlicheren Kurs unterwegs. Von Rinteln aus ging es südlich am Harz vorbei bis an den Fläming. Kurz bevor sie in den Rückenwind drehten, begann ihre Liga-Wertungszeit. Der Ostwind trug sie mit einem 150er-Schnitt bis nach Ostwestfalen, um dann mit 2 kurzen Schnenkeln über dem Weserbergland zurück nach Rinteln zu fliegen. Der Liga-Schnitt von 136,15 km/h war um 0,2 langsamer als der von Michael.
EIne ganze Reihe von Piloten schafft es noch über die 130er-Marke und es würde etwas den Rahmen sprengen, jeden einzelnen aufzuzählen. Ein paar Flüge sind mir aber doch noch aus verschiedenen Asppekten ins Auge gefallen: Nico Klingspohn und Felix Gottschalk fliegen ihren Flug im Team und führen so den LSV Gifhorn aus Rundenplatz 3. Christian Schneiders fliegt von Celle aus zwar auch gegen den Wind nach Osten vor, sein Flug insgesamt und vor allem der Rückenwindschenkel ist aber wesentlich kürzer als diese Anteile bei den schnellsten Piloten der Runde - trotzdem ist sein Liga-Schnitt mit knapp 135km/h kaum langsamer. Er schafft es offenbar, während der Liga-Wertungszeit wesentlich konsequenter geradeaus zu fliegen, so muss er in den 2,5h nur 3x kurbeln. Während Max Mensing sein Jojo unter den Reihungen von Stadtlohn bis fast an die holländische Nordseeküste ausdeht (dem Ostwind sei Dank), fliegen Heikki Poihjola und Enrique Levin von Homberg/Ohm aus unter einer Konvergenz, die sich vor der Tiefdruckrinne gebildet hat, ebenfalls fast kreislos bis hinter Hof und zurück. Übrigens die selbe Konvergenz, die auch einige der Junioren vom Hirzenhaim aus nutzen konnten. Aber bei allem schnellen Flügen soll auch der Blick ganz ans Ende der Rundenwertung nicht fehlen, wo die Flüge zu finden sind, die sicherlich auch nicht mühelos waren und zeigen, was "alles für die Liga" getan wird, wie z.B. Alexander Goebe & Patrick Kuaschat, die mit einer ASK21 für und von Grabenstetten aus Punkte erfliegen. Aber selbst "gestandene" Piloten trotzen Wetter und Vorhersagen und sorgen für Punkte für ihre Vereine (stellvertretend seien dafür Tilo und Mi genannt).
In der Gesamtwertung kann Rinteln durch den Rundenplatz 2 seine Führung festigen. Sie liegen jetzt bei 207 Gesamtpunkten und damit 8 Punkte vor Rundensieger Burgdorf (199 Punkte), die sich damit an den Bayreuthern (196 Punkte) vorbei schieben können. Hinter dem Führungstrio klafft eine erste größere Lücke auf Aaalen (172 Punkte).
Auch in Liga 2 wird wie immer schnell geflogen: Die Spitze, sowohl im Team als auch für den schnellsten Flug dieser Runde, sichert sich das Aero Team Klix und hier das Team Ingo Trentelj und Jürgen Müller. Ingo fliegt seine alte Dame im Jojo zwischen Fläming/Lausitz und Niederschlesien mit 144km/h, mit dem gleichen Schnitt wie Jürgen - durch den Index der ASW17 hat Ingo in der Wertung dann die Nase vorne [übrigens Ingo, "Liga live" schaue ich dann nächsten Sonntag, da sitze ich wieder auf der Winde]. Die Klixer können mit ihrem dritten schnellen Flug von Hubertus Oehme & Volkmar Krujatz die Runde am Ende relativ deutlich für sich entschieden (354km/h). Die Sachsen hatten in dieser Runde sicherlich den Vorteil, direkten Zugriff auf das gute Wetter zu haben. Gleiches gilt für den 2. dieser Runde: Oerlinghausen. Die Flüge von Marco Robeck, Lukas Brune und Günther Robeck bringen den Ostwestfalen 341 Punkte ein. Deutlich knapper geht es auf Platz 3 und 4 zu. Hier trennen Schweinfurt und den Aero Club Berlin ganze 0,15Liga-km/h! Knapp die Nase vorn haben am Ende die Bayern, die ihre Flüge nicht vom heimischen Platz aus gemacht haben, sondern ihren Starort nach Suhl verlegten. Ihre auf die Liga ausgelegten Flüge fanden dabei zwischen Rhön und dem Saalebogen statt - auch da dürfe ein Stück der Konvergenz mit im Spiel gewesen sein.
Auch in Liga 2 ist die Spitze nah zusammen. Bad Nauheim kann durch einen Rundenplatz 8 die Führung übernehmen (200 Punkte) und verdrängt die diesmal punktlosen Ansbacher auf Rang 2 (192), zu denen Oerlinghausen (187) und  Schweinfurt (186) bereits dicht aufgeschlossen haben. Pirna (170) liegt etwas im punktemäßigen Niemannsland, bevor von Rang 6 bis mindestens 10 der Kampf um die Aufstiegsplätze bei geringen Punkteabständen noch völlig offen ist.
Es kommt eine wechselhafte Woche auf uns zu und auch die ersten Prognosen für das kommende Wochenende sehen mal wieder nicht danach aus, als gäbe es einfaches Wetter. Man darf also gespannt sein, welche entscheidende Rolle das Wetter bei der nächsten Punktevergabe spielen wird ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 22. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 14 war geprägt durch 2 ganz unterschiedliche Wetterlagen und Luftmassen. Am Samstag noch warme, später im Westen labile Luft und gute Bedingungen im Süden und am Sonntag dann die Kaltfront mit ihrer Rückseite und Reihungen im Wind in weiten Teilen -, da fragt man sich, welches Wetter nun das schnellere war? Die Antwort darauf folgt weiter unten. Zumindest war es ein Wochenende, an denen wieder (fast) alle Teams die Gelegenheit bekamen, Punkte zu erfliegen.
Samstag:
Eindrucksvoll zeigt die Kombination aus dem visuellem Satellitenbild und den Blitzen der vorhergehenden Stunde von 15UTC (17MESZ) die Wetterlage über Mitteleuropa - alles im Einfluss einer Kaltfront: Deren Rückseite liegt zu diesem Zeitpunkt noch von der Bretagne bis an die holländische Nordseeküste. Im Vorfeld liegt eine warme Luftmasse. Hebung im Vorfeld lässt dichte Cirrenfelder über den Osten ziehen, während über dem Süden eine Mischung aus gut entwickelten Cumuli und ersten Überentwicklungen liegt, die sich lokal in Schauern und Gewittern entladen. Linienhaft und stark zeigen sich dagegen die Überentwicklungen im Westen. Kräftige Labilisierung und Feuchte, gepaart mit Hebung ließ hier Gewitterlinien und -systeme entstehen, die mit der Höhenströmung von der Grenze zu Holland/Belgien im Nachmittagsverlauf immer weiter westwärts zogen.
Entsprechend zeigen die Flugspuren ihre Schwerpunkte vor der Front im Nordosten, im Süden und vor allem in den Alpen.
Sonntag:
In der Nacht war die Kaltfront deutlich nach Westen vorangekommen und die nachfliessende kühlere Luftmasse wurde durch ein Zwischenhoch von Westen stabilisiert. Luftmasse und Stabilisierung schafften es im Tagesverlauf aber nicht, die labile Warmluft komplett zu verdrängen. Südöstlich einer Linie Schwarzwald - Erzgebirge entwickelte es bereits wieder früh und kräftig, im Tagesverlauf wurden die Überentwicklungen aber zunehmend in den Bereich südöstlich der Donau verdrängt, wie das Satellitenbild von 15UTC zeigt. Rückseitig reihten sich in der kühleren Luftmasse die Cumuli im Wind und auch unter dem von Frankreich in den Westen hereingezogene Cirrenschirm blieben die Quellungen bis in den Nachmittag hinein erhalten.
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag lagen noch die Teams aus den Alpen vorne. Mit der Kaltfront (bzw. mit der labilen Warmluft davor) sollten sich dort die Bedingungen aber verschlechtern, ganz anders über der Mitte und dem Norden, wo am Sonntag rückseitig die Kaltluft kam. Die Frage lautete daher auch: "Würde der erflogene Vorsprung für die Teams im tiefen Süden reichen, oder sollte die Aufholjagd aus dem Nordne und der Mitte erfolgreich sein ?"
Diese Frage scheint sich in den Minuten, in denen ich an den ersten Zeilen dieses Rückblickes schreibe (damit einem am Sonntag-Nachmittag bei gutem Wetter auf der Winde nicht ganz so langweilig ist, weil alles in der Luft ist) zu klären: Am Samstag war der schnellste Schnitt noch knapp unter 125km/h, erflogen von Thomas Wolf aus Königsdorf, jetzt läuft der erste Flug aus dem Norden in die Wertung: Frerk Frommholz & Madleen Fernau fliegen 125km/h unter den Reihungen von Rinteln aus - so geht "Liga live"
[Zeitsprung...] Inzwischen ist es Montag-Nachmittag, die Wertung steht und es ist klar, dass der Sonntag den Samstag in den Schnitten deutlich übertroffen hat. Der Flug  von Frerk und Madleen sollte - auch wenn es nicht der schnellste der Runde war - trotzdem noch wichtig werden, aber dazu gleich mehr.
Ein Blick in die Flugspuren zeigt neben den Schwerpunkten auch die Taktik der Flüge: Deutlich erkennbar sind die Spuren, die an den Wolkenstrassen (und damit am Wind) ausgerichtet sind. Bleibt also nur die Frage, wo nun die schnellste Linie lag.
Die in Summe als Team schnellsten Flüge hat sicherlich der AC Lichtenfels vom heimischen Platz aus erflogen. Mit nahezu gleicher Liga-Speed - und auch einen gutes Stück der Liga-Flüge gemeinsam - waren Jan Kretzschmar (137,69km/h) und Gerd-Peter Lauer (136,09km/h) unterwegs. In einem Jojo mit 3 Schenkeln ging es gegen den Wind immerhin noch mit rund 115km/h (Realspeed) vorwärts, der Rückenwind schob auf den beiden anderen Schenkeln zwischen Rhön und Oberfranken auf einen Schnitt von fast 170km/h. Zwar etwas langsamer, aber mit ein wenig weniger Kurbelanteil war auf einer ähnlichen Strecke Markus Reuß unterwegs. Seine 125km/h bringen den Franken am Ende eine Gesamt-Ligaspeed von 398km/h und damit den Sieg in dieser 14. Runde. Wie verteilt das gute Wetter war (auch wenn sich die Taktiken natürlich gleichen), zeigen die weiteren Platzierungen: Auf Rang zwei folgt mit dem FK Brandenburg (385km/h) ein Verein aus dem Nordosten. Waldemar Labusga und Matthias Kaese fliegen im Team 134km/h bzw. 129km/h, Rolf Engelhard bringt 121km/h mit in die Wertung. Der dritte Rang geht ins Rheintal - und damit wieder quer durch die Republik - an die SFG Giulini/Ludwigshafen. Dieter Bartek und Uwe Melzer fliegen das schnellste Clubklasse-Team dieser Runde mit jeweils 127km/h, ergänzt um den Flug von Alexander Meinicke (122km/h) unter den Reihungen im Westen. Wichtig für den optimalen Schnitt war aber nicht nur der Zugriff auf die Wolkenstrassen, sondern auch der Startzeitpunkt. Während im Westen der frühe Vogel der schnellere war (weil er den nachmittäglichen Cirren aus dem Weg ging), musst man in Franken erst einmal die Kaltluft ankommen lassen.
Nicht nur einen optimalen Start, sondern vor allem eine optimale Streckenwahl hat offenbar Jannes Stahf erwischt. Am Trainingstag zur DM in Marpingen musste er nur nach dem Start einmal hochkurbeln, der Rest der Strecke ging es dann nur noch geradeaus - 154km/h (indexkorrigierte 138,47km/h) bedeuten am Ende eine Liga-Strecke in den 2,5h von etwas mehr als 400km! Vom Westen aus gehen die Punkte für den schnellsten Schnitt dieser Runde nach Lüsse.
Nun aber - wie angekündigt - zu den Flügen im hohen Norden und deren Bedeutung für die GEsamtwertung: Hier landen Gifhorn und Rinteln auf Rang 4 und 5. Für Rinteln - für die auch noch Reinhard Schramme und Stephan Beck auf Punktejagd waren - bedeuten diese 16 Punkte, dass sie in der Gesamtwertung an den dieses Mal etwas glücklosen Bayreuthern (Rundenplatz 18) vorbei ziehen können. Der Vorsprung der Niedersachsen (188) auf die Franken (187) beträgt aber gerade mal ein einziges Pünktchen. Burgdorf (179) kann den 3. Platz festigen und baut den Vorsprung auf Aalen (167) etwas aus.
Eine ähnliche Geschichte zum Unterschied von Samstag und Sonntag lässt sich für die 2. Liga erzählen. Hier lag das AFZ Unterwössen nach tollen Flügen am ersten Tag des Wochenendes noch vorne, musste dann aber zusehen, wie Team um Team vorbei zog. Das Rennen machte am Ende der LSC Bad Homburg (328km/h Liagspeed), knapp vor Schwinfurt (324km/h) und dem AC Bad Nauheim (319km/h). In der Liste der schnellsten Flüge schlägt sich auch hier das Training in Marpingen durch: Von dort aus fliegt Niels Deimel (131km/h) für Bad Homburg den schnellsten Flug in Liga 2 - und ist damit kaum langsamer als das Gros der Teilnehmer aus Liga 1.
Auch hier ist in die Gesamtwertung ein wenig Bewegung gekommen: Schweinfurt kann durch einen erneuten 2. Rundenplatz (wie schon in der Vorwoche) einen Gesamtplatz gut machen und ist nun punktgleich mit Oerlinghausen, kann die Ostwestfalen aber durch die bessere Gesamtspeed überholen. Sie liegen nun auf Gesamtrang 3 (168 Punkte), während Ansbach (192) die Tabelle weiter vor Bad Nauheim (187) anführt.
Nun stehen uns unter der Woche erstmal heisse Tage bevor (war da nicht die Bauernregel mit den Hundstagen, die am 23. Juli beginnen?) an denen sich die Temperatur mit dem Fieberthermometer messen lässt. Zum nächsten Wochenende sehen die Prognosen dann aber wieder eine Kaltfront von Westen hereinziehen - mit allem, was im Vorfeld einer Front so auftreten kann. Die Rückseite, ja die Rückseite, die kommt dann ... auch irgendwann
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 15. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Was die Segelflugbedingungen angeht, schwächelt der Juli weiterhin. Nach einer schon eher mageren Vorwoche fanden nun in Runde 13 an beiden Tagen nur jeweils rund 140 Flüge den Weg in die Wertungslisten des OLC - und danei ist schon alles mitgerechnet. Entsprechend ausgedünnt präsentieren sich sowohl die Wertungslisten über beide Ligen hinweg als auch die Karten der Flugspuren.
Samstag:
Und diese Flugspuren zeigen einen eindeutigen Schwerpunkt im Nordosten der Republik, fast könnte man meinen, dort fände gerade eine größere Segelflugveranstaltung statt Wettertechnisch mit gewissen Vorteilen, war die Lage dort dennoch nicht einfach. Bestimmt war der Tag dort zwar durch eine vergleichsweise trockene Luftmasse, die aber durch einen Trog über Fennoskandien, der im Tagesverlauf erst gute Thermik brachte, dann aber in der zunehmenden Labilität überkochte. Die folgenden Gewitter sind sehr eindrucksvoll entlang der Elbe im Satellitenbild von 15UTC (17MESZ) zu sehen, dem die Blitze der vorausgegangenen Stunde überlagert sind. Es gab aber noch eine Wetterlücke: Im Südwesten hatte man Anschluss an das gut entwickelte Jura. Dazwischen liegt ein breiter Streifen feuchter, im Norden kühler und im Süden wärmerer Luft. Dass über den britischen Inseln hatte es bis dato nicht geschafft, die Luftmasse ausreichend zu stabilisieren und abzutrocknen. Die wärmere Luft im Norden macht sich übrigens durch eine starke Inversion bemerkbar, unter der die Feuchte von der Nordsee einfloss, um dann an dieser breit zu laufen ...
Sonntag:
Auch am Sonntag bot sich ein ganz ähnliches Bild. Vor allem der Norden lag weiter unter einer dichten Stratusdecke, getriggert durch die Feuchte, die auf der Ostseite des Tiefs unter der Inversion immer weiter von Norden hereinströmte und sich dann vor allem an den Nordrändern der Mittelgebirge staute. Während die Feuchte verbreitet auch in die zentralen Mittelgebirge einsickerte, zeigt das Satellitenbild (erneut von 15UTC) ganz deutlich den Föhneffekt im Lee des Erzgebirges. Im Süden lag noch die warme Luftmasse des Vortages, die neben fliegbaren Bereichen Richtung Allgäu und Franken dann auch die Labilität in Form von Überentwicklungen mit Gewittern/Blitzen zeigt.
Wer hat was draus gemacht?
Alles in allem gab es in dieser Runde 13 also weder weiträumigen und selbst in den fliegbaren Lücken dann keine einfachen Bedingungen. Blickt man auf die Flugspuren beider Tage, spiegelt sich das auch ganz deutlich wieder. Dass eine Vielzahl der Bundesliga-Piloten und -Pilotinnen gerade auf den Deutschen Meisterschaften in Stendal am Start sind, erklärt natürlich die Häufung der Flüge am Samstag, bei denen die Flugspuren die ausgeschreibenen Strecken der Klassen sehr gut wiedergeben. Entsprechend spiegeln sich die Wertungslisten der Liga und der DM in vielfacher Weise. Den schnellsten Liga-Flug aus der Menge der Teilnehmer schaffte der Tagessieger der Offenen Klasse, Markus Frank. Ebenfalls in der 105km/h-Klasse finden sich Felipe Levon (Tages-Dritter) und Kornelius Volosciuk (Tages-Zehnter) wieder. Im Gegensatz zu den letzgenannten profitieren die Aalener von den weiteren Teamflügen: Während Bernd & Alexender Schmid ebenfalls von Stendal aus - in der Doppelsitzerklasse - unterwegs waren, kann Steffen Schwarzwer am Sonntag vom heimischen Platz aus mit einem Flug über der Alb und an die Tauber weitere 99km/h beisteuern, die Aalen in der Rundenwertung auf den 2. Rang bringen. Fast identisch, nur um knappe 2km/h langsamer, absolvieren die Bamberger als 3. diese Runde: Schnellster im Team war Horst Singer, den drittschnellsten Flug bringen Hans-Jürgen-Schmacht & Martin Heide - beide jeweils von Stendal aus - ein. Gerhard Herbst erfliegt seine Punkte über Franken mit einem Liag-Schnitt von 101km/h. Die Runde für sich kann dann aber ein Verein aus dem Norden entscheiden, wobei alle 3 eingereichten Wertungsflüge ihren Anfang und ihr Ende in Standal nahmen. Während Stefan Beck und Reinhard & Daniel Schramme durch die ausgeschriebene Strecke in ihrer Kurswahl nachvollziehbar etwas eingeschränkt waren, galt das nicht für Frek Frommholz & Madleen Fernau. Vor dem Feld gestartet, führte sie ihr Kurs in den früh schon gut entwickelten Norden Richtung Müritz und am Ende auf eine Rundenschnitt von 105km/h.
Mit knapp 308km/h entscheiden die Niedersachsen damit diese Runde für sich, gefolgt von Aalen (301km/h) und Bamberg (299km/h). Erst danach folgen die Vereine, die ihre Flüge komplett vom heimischen Platz aus durchgeführt haben, unter ihnen auch der AC Lichtenfels, deren schnellsten Wertungsflug in Runde 12 (Jan Kretzschmar, 140km/h) in der Konvergenz des Thüringerwaldes ich letzte Woche unbeabsichtigt unterschlagen habe.
Karten mit nur wenigen Flugspuren offenbaren machmal sogar einzelne interessante Flüge, so auch an diesem Samstag: Die Spur aus Polen heraus bis nach Sachsen war beispielsweise Abi Kiessling, der mittlerweile seinen 18. Flugtag seines Wandersegelfluges absolviert hat. Etwas aus dem Deutschland-Auschnitt verschwindet zwar der weiteste Flug des Wochenendes über 707km, die Rennstrecke des Jura ist im Alpen-Ausschnitt aber gut auszumachen. Dorthin führte der Weg von Michael Schlaich von Winzeln aus - und wieder zurück.
Auch in Liga 2 schlägt sich der Einfluss der DM in Stendal nieder: Hier liegt der Aero-Club Ansbach ganz vorne und entscheidet diese Runde für sich. Der schnellste Flug der Runde von Peter Pollack & Ralph Bürklin (103km/h) von Stendal aus geflogen wurde. Den Beilngriesern ging es aber als Runden-Sechster ähnlich wie den davor platzierten Teams aus Bad Nauheim und Poppenhasen, die zwar ihre Punkte auch von Stendal aus mit schnellen Schnitte erflogen, aber jeweils nur 2 Flüge in die Wertung brachten. So schieben sich am Ende doch 2 Teams auf Rang 3 und 2, die ihre Flüge alle von den heimischen Plätzen aus absolvierten, zwar langsamer, in der Summe über 3 Flüge aber doch vorne. Und die jeweils im Süden und am Sonntag: Möckmühl-Öhringen (200km/h) und Schweinfurt (223km/h). Rundensieger Ansbach (255km/h) profitiert wiederum von der Mischung von Flügen aus Stendal - Thomas Kuhn (84km/h) und Jürgen Schuster (82km/h) - und der Unterstützung aus der Heimat, von wo aus Wolfgang Müller 87km/h beisteuern kann.
In der Gesamtwertung von Liga 1 bleibt es an der Spitze knapp und spannend: Durch den Rundensieg schiebt sich Rinteln nun auf Gesamtrang 2 (172 Punkte) vor und verdrängt Burgdorf (169 Punkte) auf den dritten Platz. Aalen (166 Punkte) bleibt als 4. in direkter Schlagdistanz. Tabellenführer bleibt das Team aus Bayreuth mit 184 Punkten, der Vorsprung schmilzt über die letzten Runden aber kontinuierlich zusammen - und das trotz der vergleichsweise kühlen Temperaturen.
In Liga 2 kann Ansbach (181 Punkte) durch den Rundensieg dagegen seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf nun 12 Punkte ausbauen. Engster Verfolger bleibt der AC Nauheim (169 Punkte), während Oerlinghausen - in dieser Runde punktlos - die Lücke gezwungenermassen größer werden lassen muss. Pirna und Schweinfurt liegen knapp dahinter und können den Blick ebenfalls noch nach oben richten.
In der ersten Wochenhälfte geht das Wetter mit feuchter Luft im Norden und etwas trockenerer und fliegbarer Luft im Süden erst einmal weiter, bevor sich langsam eine Umstellung andeutet, die zumindest ersten Prognosen nach zur nächsten Runde wieder weiträumigere Bedingungen verspricht.
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 09. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die aktuell zwölfte Runde der OLC-Liga war durch unterschiedliche Luftmassen geprägt. Eine Kaltfront zog Samstag und Sonntag von Nord nach Süd über uns hinweg und verdrängte die Warmluft der Vortage weit in den Süden. In den unterschiedlichen Luftmassen waren die angetroffenen Bedingungen daher sehr unterschiedlich, entsprechend auch die daraus resultierenden Flüge.
Samstag:
Noch liegt die Kaltfront - im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) gut erkennbar - über dem flachen Norden, die Rückseite noch über der Nordsee. Im Vorfeld hatten sich mit der eingesickerten Feuchte Cumuli entwickelt. Da die Front langsam aber beständig nach Süden vorankam, war das Timing entscheidend, um einen optimalen Flug zu platzieren.
Nach Süden zeigt sich die Warmluft mit einem eher chaotischen Wolkenbild. Während der Himmel über dem Südosten - abgesehen von ein paar Cirren - eher die Farbe blau hatte, erkennt man vor allem vom Rhein-Main-Gebiet bis ins Allgäu stärkere Entwicklungen und über der westlichen Schweiz die Cirren eines Gewitterkomplexes. Der zog dann auch in die westlichen Alpen, während die Bedingungen im östlichen Bereich länger anhielten. Die aufgelockerten Flugspuren zeugen von den nicht gerade einfachen Bedingungen.
Sonntag:
Deutliche Schwerpunkte der Streckenführungen erkennt man dagegen am Sonntag. Im Laufe der Nacht war die Kaltfront bis in den Bereich südlich der Mainlinie vorangekommen. Im Satellitenbild sieht man die Lage zwischen Hunsrück und Fichtelgebirge. Im Süden lag weiter die Warmluft, deren Labilität an den Cirrenschirmen der Überentwicklungen südlich der Donau (aber natürlich auch Richtung Balkan/Adria) erkennbar ist.
Hinter der Front tat sich eine Lücke auf, die auf einem Streifen zwisschen Eifel und Lausitz mit frischer Kaltluft sher gut fliegbar war. Etwas mehr Geduld musste man aufbringen, um die schmale Lücke zu erwischen, die man eingebettet in die von der See nachfliessenden Feuchte zwischen Hannover und dem Süden von Berlin erkennen kann.
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag Abend hatten wetterbedingt nur vergleichsweise wenige Flüge den Weg in die Wertungslisten der 1. und 2. Liga geschafft, auf der Rückseite der Front war am Sonntag der deutlich schnellere Tag und damit auch der Schwerpunkt dieser Runde.
Den mit Abstand schnellsten Flug der Liga schafften Thomas und Enrique Levin in dieser Lücke. Ihren Flug über knapp 700km absolvierten sie in den Reihungen der Kaltluft in nur etwas mehr als 5h. Die Liga-Speed erflogen sie mit einem großen Rückenwindanteil. Beginnend im Westerwald (vorgeflogen waren sie bis ans Koblenz-Neuwieder Becken) ging es nördlich an der Rhön vorbei in den Thüringer Wald und von dort bis an die Eger südlich von Hof. Die 2,5h Wertungszeit liefen am Thüringer in der Gegend von Suhl ab. Eine Strecke von knapp 400km bedeutete einen 157er-Schnitt, indexbereinigt bleiben immer noch 131km/h. Sie waren (nach Liga-Speed) mehr als 10km/h schneller als Moritz Althaus, der von Nastätten aus den Weg in die andere Richtung flog und seine 119km/h (138km/h ohne Indexbereinigung) am Nordrand der Eifel flog. Die Lücke ging also offenbar auf ganzer Breite sehr gut. Dass weite Strecken mit einer guten Luftmasse auch bei nicht ganz optimalen Einstrahlungsbedingungen funktionieren, zeigt der weiteste Flug des Tages von Jannes Stahf. Im Werks-Quintus, mit dem er auch schon am DSV-Lehrgang in der Vorwoche teilgenommen hatte, erweiterte er seinen Flug aus einer anfänglichen Liga-Optimierung doch noch auf die lange Strecke. Auch wenn am Ende knappe 15km zu den 1000km fehlten, schaffte er mit seinem Jojo, das in weiten Teilen über den Rennstrecken des Flämings verlief, den mit Abstand weitesten Flug des Liga-Wochenendes - und 117km/h für die Liga waren dabei auch noch drin.
Die Liga-Spitze machten am Ende die Vereine aus dem Norden und der MItte unter sich aus, denn neben der Lücke hinter der Front brach ja such der Himmel im Norden auf, was sowohl den direkt ansässigten Vereinen als auch einer ganzen Reihe von Teilnehmern der DM in Stendal ermöglichte, ihre Flüge für die Liga zu absolvieren. So auch die Burgdorfer, für die Michael Möker und Oliver Sörensen vom heimischen Platz auch starteten, während Carsten Freyer & Philipp Freiheit von Stendal aus unterwegs waren. Michael und Oliver flogen dabei einen großen Teil ihrer Speed über der Altmark, also im gleichen Wetterraum, wie ihre Vereinskollegen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung (334km/h) schaffen es die Niedersachsen auf Rundenplatz 1, knapp vor dem AC Nastätten. Für die waren - neben dem bereits besprochenen Flug von Moritz - Jochen Back & Sascha Stüber und Martin Führ & Max Karl ebenfalls an oder über der Eifel unterwegs. Sie schaffen es damit sehr knapp, die Brandenburger auf Rang 3 zu verdrängen, die in der Summe weniger als 2km/h langsamer waren. Angeführt wurden diese von Sarah Drefenstedt, die erst gegen den Wind bis nach Celle vorflog, um dann ihre Speed mit Rückenwind zu machen. Die weiteren Punkte steuern Waldemar Labusga und Matthias Kaese bei, die im Team im Jojo zwischen Helmstedt und Brandenburg die Kaltluft nutzten, bei der offenbar auch die Magdeburger Börde kein nennenswertes Hindernis darstellt.
Langsam steigt die Spannung an der Tabellenspitze: Die wird weiter angeführt von Bayreuth. Während Alex Müller seine Punkte von Stendal aus beisteuern konnte, hiess es in Franken, auf die von Nordn kommende Lücke zu warten. Die Flüge von Susanne & Heiko Hertrich sowie Sebastian Baier reichten am Ende aber nur für einen Mittelfeldplatz (12 Punkte), so dass der Vorsprung auf die direkten Verfolger aus Burgdorf auf knappe 11 Punkte geschrumpft ist. Auf den dritten Platz ist Rinteln vorgerückt. Sämtlich von Stendal aus unterwegs, flogen Christine Grote & Uli Gmelin, Stephan Beck und Reinhard Schramme & Bernd Goretzki nicht nur auf Rundenplatz 5, sondern auch in der Gesamtwertung an den Aalenern vorbei und liegen jetzt nur weitere 9 Punkte hinter Burgdorf und 5 Punkte vor Aalen. Erst dahinter klafft auf die nächsten Teams eine erste etwas größere Punktelücke.
Auch in Liga 2 stand entweder die Lücke hinter der Front oder der Startplatz Stendal hoch im Kurs. So flogen für den Rundensieger Bad Nauheim Tobias Meiler & Benedickt Lang aus der Altmark heraus ihre Liga-Speed, ebenso wie Lorenz Dierschke & Daniela Wilden. Matthias Greiner dagegen nutze die guten Bedingungen vom heimischen Platz in Ober Mörlen aus. Sämtlich die heimischen Gefilde beflog der zweitplatzierte Pirna, für die das Team Tilo Rimpler & Jens Ellinghaus mit ihrem Flug nach Poen hinein am schnellsten waren. Auf der selben Spur war auch Thomas Melde unterwegs, während Benjamin Schüch eher in der Lausitz blieb. Ebenfalls vom heimischen Platz aus war Bad Homburg unterwegs, für die Nils Deimel der schnellste Flug der 2. Liga gelang. Ähnlich wie die Nastättener flog er vom Taunus über den Rhein Richtung Eifelrand, um dort Anlauf für seine 116km/h zu nehmen, die ihn mit Rückenwind bis kurz vor die Wasserkuppe trugen.
Auch in Liga 2 zeigt sich die zunehmende Spannung - und ein ähnliches Bild wie im Oberhaus: Mit Ansbach führt auch hier ein Team aus Bayern, dass in dieser Runde als 18. aber im Wetterpech war. Der Vorsprung auf die nun an 2. Stelle liegenden Rundensieger Bad Nauheim beträgt nur noch knappe 8 Punkte. Während Oerlinghausen auf Rang 3 abrutscht, pirscht sich Pirna mit dem guten Ergebnis dieser Runde an die führenden Teams heran. Auch hier ist also noch alles offen.
Die eher durch kühle Luft und wechselhafte Bedingungen geprägte Wetterwoche scheint für das kommende Wochenende aber wieder fliegbare Bedingungen vorzuhalten ...
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 02. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Eine heisse Runde, diese Runde 11. Hochdruck und vor allem extrem heisse Luft bestimmten die Bedingungen - an beiden Tagen.
Samstag/Sonntag:
Das Satellitenbild vom Samstag ist anhand der Einheitshimmelfarbe "blau" schnell beschrieben. Grund für die Wolkenarmut war ein Hoch mit Kern über dem Balkan, das aber seinen Einfluss bis hoch an die Küste hatte.
Der Sonntag sieht in weiten Teilen ähnlich aus, unterscheidet sich aber in einem sichbaren und einen weniger sichbaren Detail: Zweiteres ist der Wind, der im Vergleich zum Vortag vor allem über der Nordhälfte deutlich aufgefrischt hatte. Dieser Westwind brachte Detail Nummer eine - eine schwache Kaltfront - in den Nordwesten. Im Bild von 12UTC liegt diese zwar noch an der Belgisch-Französischen Grenze, erreichte im Nachmittagsverlauf aber noch den Nordwesten.
Die Luftmasse beider Tage - die Hitze konnte nicht verheimlichen das ihr Ursprung über Nordafrika lag - brauchte typischerweise Zeit, sich zu entwickeln. Oder man hatte die Möglichkeit, auf die unter diesen Bedingungen besten Flugräume zuzugreifen, dazu aber unten mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Bei den Bedingungen ist es in weiten Teilen nicht leicht, sich zu motivieren und in den Flieger zu steigen, auch wenn die Liga ruft. Blickt man in die Wertungslisten findet man den einen oder anderen Piloten, der reichlich Erfahrung in Namibia hat - auch wenn die Basishöhen hier nicht mithalten konnten, die Temperatur war schon nahe dran.
Auffällig ist, dass es selten so wenig km/h gebraucht hat, um so viele Punkte zu machen. Besonders deutlich wird das in den Landesklassen oder in der Qauli-Liga. Um z.B. in der Qauli-Liga in dieser Runde unter die ersten 10 zu kommen (was gleichbedeutend mit 40 Punkten ist -, oder rund 10% der Punkte, die vergangene Saison zum Aufstieg gereicht haben), reichte eine Gesamt-Speed von rund 120km/h aus. Die Landesliga Rheinland-Pfalz beispielsweise hat mit 10 teilnehmenden Vereinen die vollen 12 Runden-Punkte ausgespielt. Der SFV Haßloch gewinnt diese mit 2 Flügen mit jeweils knapp 35km/h. Aber es sei angemerkt: Das waren Punkte, die sicher mehr Schweiss gekostet haben dürften, als in vielen Runden vorher!
So, nun aber die Sache mit dem Zugriff auf die besten Wetterräume: Und da muss man nicht nur die Karte der Flugspuren bmeühen, der Blick in die Runden-Tabellen beider Ligen spricht da eine sehr deutliche Sprache: Auch wenn die Alpen in dieser Saison bislang nicht immer im Wetterglück waren, diese Runde zeigte die ganze Qualität der Berge bei dieser Wetter-Konstellation. Die Piloten des SFZ Königsdorf verweisen mit einer fulminanten Runde sämtliche Konkurrenz auf die Plätze und das mit einem Speed-Vorsprung von fast 100km/h auf Rang 2! Schnellster Pilot - und das über beide Ligen hinweg - war Matthias Schunk, der am Sonntag seine 127 Liga-km/h in einen Flug über knapp 500km/h einbetette. Auch Johannes Bayer war mit 122km/h kaum langsamer. Den dritten Wertungsflug steuerten Benni Bachmeyer & Jonathan Cross bei, wobei sie zwar nicht den Schnellsten, aber mit Abstand weitesten Flug des Wochenendes schafften und nach 8,5h 950km absolviert hatten. Für die Liga wurden 112km/h gewertet. In der Summe kommen die Königsdorfer damit auf 361km/h. Auf Platz 2 landeten die Piloten aus Schwandorf, angeführt von Johannes Häring & Christoph Neudecker. Sie waren im Team unterwegs mit Hans Buhlmann & Elisabeth Pilney. Zu ihnen gesellte sich noch ein gutes Stück des Ligafluges Roland Biesen. Aber nicht der Teamflug allein, ist ein interessante r Aspekt. Den Meeting-Points nach waren sie am Sonntag bei ihren Flügen vollkommen alleine unterwegs. Dass aber nicht nur die Alpen und der Südosten fliegbar waren, sondern auch der Norden, zeigen die Flüge vom LSV Burgdorf am Sonntag über der Heide.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Liga 2: Während die Ansbacher Samstags einsam auf weiter Flur im Team auf Rundenplatz 3 vorflogen, hatten die Piloten aus Bronkow zumindest auf dem Fläming ein paar Begegnungen, entweder mit anderen Ligapiloten oder mit Teams vom DSV-Lehrgang in Lüsse. Besser als Fläming und Lausitz waren aber natürlich am Sonntag die Alpen. Stefan Stefan Schumann von Unterwössen aus unterwegs und konnte mit seinen 93km/h Rundenplatz 2 für das Team aus dem südlichen Brandenburg festmachen. Aus Unterwössen kommt dann auch der Rundensieger. Angeführt von Peter Stahl, der mit knapp 96km/h auch den schnellsten Flug in Liga 2 absolvierte, konnten sie souverän mit mehr als 30km/h Vorsprung die Runde für sich entscheiden. Die weiteren Wertungsflüge steuerten Phillip Stahl - der mit knapp 850km gleichzeitig auf der langen Strecke unterwegs war -, und Hans Schreck bei.
Die Tabelle von Liga 2 führt weiter Ansbach an, die durch ihre gute Platzierung den Vorsprung auf 21 Punkte ausbauen können. An 2. Stelle liegt nun Oerlinghausen, die sich an Bad Nauheim vorbei schieben konnten.
Und auch hier gleichen sich die Ligen kurz nach der Saisonmitte, denn die Position des ersten Verfolgers der führenden Bayreuther nimmt nun Burgdorf ein, die Aalen auf Gesamtrang 3 verdrängen - die Abstände bleiben aber knapp, die Spannung hoch.
Nachdem die Hitze zum Wochenbeginn ausgeräumt wurde, wird aller Voraussicht nach auch das kommende Wochenende durch den Trog über Skandinavien bestimmt, der vor allem den Norden immer wieder mit frischer Kaltluft versorgt.
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 24. June 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Blitze Samstag 12.00 UTC
Blitze Sonntag 12.00 UTC
Runde 10 war bestimmt duch 2 Luftmassen: Zum einen eine etwas trockenkühlere im Norden, die noch dazu unter leichtem Hochdruckeinfluss stand und einer warmfeuchten Luftmasse im Süden, die durch einen kleinen Höhentrog über den Alpen labilisiert wurde. Zum Sonntag hatte sich das dann weiter nach Osten verlagert, so dass zumindest weite Teile im Süden und Südosten die Möglichkeit bekamen, Ligapunkte zu erfliegen.
Samstag:
Auf dem Satellitenbild von 12UTC (14 MESZ) sind nicht nur die unterschiedlichen Luftmassen erkennbar, sondern auch deren Auswirkungen: Die etwas kühlere, hochdruckbestimmte Luftmasse brachte klar strukturierte und gereihte Cumuli vor allem über der Nordhälfte hervor, während im Süden die Feuchte überwog. In der waren bereits am frühen Nachmittag die ersten Überentwicklungen an den hellen Cirren-Schirmen (und natürlich der Blitzaktivität) erkennbar, die sich im Laufe des Nachmittags noch ausweiten sollten.
Thermisch ließ sich der Tag grob in 3 Bereiche unterteilen: Gut und schnell im Norden und Teilen des Westens, mäßige Bedingungen (trotz manchmal brauchbarer Optik) im Bereich der sich mischenden Luftmassen über der Mitte und der labilen Warmluft im Süden, wo ganze 2 einsame Flugspuren am Alpenrand von den Mühen des Ligafliegens erzählen.
Sonntag:
Deutlich weiträumiger fliegbar war der Sonntag, wie das Satellitenbild vom frühen Nachmittag zeigt: Während das Hoch im Norden die Luftmasse - und damit auch die Cumulanten - abgetrocknet hatte, ließen die nun trockenere Luftmasse und die leichte Stabilisierung auch in großen Teilen des Südens den Himmel wieder aufgehen. Die Flugspuren zeigen aber auch, dass der äußerste Südosten weiterhin die schwierigsten Bedingungen hatte, an den Rest anzuknüpfen. Anders im Nordosten, wo schon der Samstag durchaus gute Bedingungen brachte, denn dort legte der Sonntag sogar nochmal nach. Die sich bis weit nach Polen hinein reihenden Cumuli waren nicht nur für schnelle Ligaschnitte gut, sondern auch weiträumig genug, um die Ligaflüge gleich in größere Strecken einzubetten.
Wer hat was draus gemacht?
Klar, im Nordosten waren die Bedingungen am Besten. So wundert es nicht, dass der Kampf um die Spitze des Treppchens der Runde 10 ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Piloten des FK Brandenburg und des FCC Berlin war. Am Ende waren es nur kanppe 5-Liga-km/h, die das entschieden. Vielleicht lag es daran, dass die Brandenburger im geschlossenen Team unterwegs waren: Eingebettet in Flüge von jeweils knapp 700km wurde die Liga-Speed auf dem Rückweg aus Polen Richtung Brandenburg - und dabei mit Rückenwind - gemacht. Indexbewertet Schnellster für die Brandenburger war dabei Waldemar Labusga (119km/h), knapp vor Matthias Kaese (indexkorrigierte 118km/h). Klaus Tiedemann & Fritz Mayer erreichen auf der selben Spur 108km/h. Am Ende steht für die Brandenburger eine Summe von knapp 346km/h zu Buche.
Nur knapp dahinter folgen die Nachbarn aus Lüsse. Auch hier war der Sonntag der schnellere Tag (wobei bereits am Samstag von hier aus Flüge über 700km geflogen wurden). Schnellster für die Berliner, und schnellster mit 125km/h in dieser Runde in Liga 1, war Lukas Blattmann. Visualisiert man seinen Flug gemeinsam mit denen der Konkurrenz aus Brandenburg, sieht man, dass die Flugspuren fast deckungsgleich sind, auch wenn man sich tatsächlich nur kurz über Lüsse und nochmal in der Nähe der Wende in Polen begegnete. Jonas Florin hatte seine 108 Liga-km/h in ein 800km-Dreieck südlich von Berlin eingebettet. Er war damit zwar nicht ganz der Schnellste, konnte in der OLC-Plus Wertung aber Rang 2 hinter Robin Förster (827km) belegen. Den dritten Liga-Flug steuerte Michael Reiff bei, der ebenfalls knapp 700km flog und seine Speed unter den Reihungen nördlich von Berlin machte.
Auf den Rängen 3 und 4 lieferten sich ebenfalls zwei Nachbarn ein knappes Duell, dass am Ende der LSV Burgdorf vor dem LVS Gifhorn knapp für sich entscheiden konnten. Auch in der Heide, bzw. nach Osten hinaus Richtung Fläming, war der Sonntag der bessere der beiden Wochenendtage. Ralf Freyer (115km/h), Sebastian Jäger (110km/h) und Jürgen Habel (95km/h) sorgten hier für die Punkte.
Eindrucksvoll zeigt in Liga 2 Ingo Trentelj, wie man die Reihungen am Besten ausnutzt - eben einfach, indem man ohne einen einzigen Kreis darunter geradeaus fliegt. So waren am Ende selbst gegen den Wind 112km/h mit seiner ASW24 möglich, die Rückenwindschenkel über jeweils knapp 130km seines Jojos nödlich vom Starplatz Klix schlagen sogar mit 148km/h und 160km/h zu Buche. Damit konnte Ingo über beide Ligen gesehen den schnellsten Flug absolvieren. Gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Dennis Zettwitz (96km/h) und Wolfgang Reinecke (90km/h) erreichen die Sachsen eine Gesamt-Ligaspeed von 313km/h, was ausreichte, die Runde souverän für sich zu entscheiden. Deutlich knapper ging es auf den Plätzen im Fernduell zwischen Pirna und Oerlinghausen zu. Hier waren es am Ende kaum 1,5km/h, die entscheidend waren. Kai Glatter, Uwe Augustin und Tilo Rimpler & Luca Molkenthin konnten sich am Ende knapp vor den Ostwestfalen platzieren, für die Günter Rohbeck, Wolli Beyer und Christian Lang die Punkte erflogen.
Die Tabelle der Liga 1 wird weiter von Bayreuth angeführt, die 11 Punkte vor dem direkten Verfolger aus Aalen liegen, die sich durch eine Runden-Platzierung im oberen Drittel an Rinteln vorbei schieben konnten. Und auch Burgdorf kann sich als 4. in direkte Schlagdistanz zum Spitzentrio bringen, denn zwischen Platz 2 und 4 liegen nur knappe 8 Punkte.
Auch in Liga 2 ist noch reichlich Bewegung und Spannung drin: Hier schafft es Oerlinghausen, sich auf Rang 3 vor zu schieben. Sie trennen nur noch 13 Punkte auf Rang 2, der vom AC Bad Nauheim belegt wird, die wiederum 7 Punkte hinter Tabellenführer Ansbach liegen.
In beiden Ligen ist also mitnichten etwas entschieden, selbst ein klarer Vorteil für eine Region ist nicht auszumachen.
Es bleibt also spannend, wie es in den noch ausstehenden 9 Runden weitergeht. Nach hitzigen Tagen unter der Woche sieht es tendenziell auf für die nächste Runde wieder nach fliegbaren Bedingungen aus. Ob die kühlere Luft im Norden oder die wärmere im Süden die bessere gewesen ist, sehen wir in einer Woche an dieser Stelle ...
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 18. June 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 9 - nicht die schnellste und auch nicht alle Teams konnten Punkte erfliegen. Bei den aktuell noch sehr engen Punkteabständen sind es aber gerade diese Runden, die entscheidene Punkte liefern können.
Samstag:
Schon die komplette Woche bestimmte ein Trog westlich von uns das Wetter. Es steuert(e) immer wieder Randtiefs/-tröge, so auch am Samstag: Nicht nur, dass erst noch ein morgendlicher Gewittercluster aus dem Raum Hamburg Richtung Ostsee abziehen musste, auch die noch im Osten und Süden liegende Warmluft erwies sich anfangs als zäh. Ein kleines Tief zog dann im Tagesverlauf von Westdeutschland in Richtung Elbmündung, auf dessen Rückseite eine etwas kühlere Luftmasse nachfliessen konnte. Die Kaltfront selber ist in ihrer Lage von der Heide bis ins Allgäu auf dem Satellitenbild aber kaum mehr auszumachen. Aber auch die Rückseite - da teils labil und noch durch Schauer durchsetzt war - bot keine idealen Bedingungen.
Sonntag:
Am Sonntag hatte sich dann im Westen die kühlere Luftmasse stärker durchgesezt und der von Frankreich nachfolgende Hochdruckkeil sollte eigentlich für gute Verhältnisse sorgen. Die hohe Feuchte und die Inversion sorgten aber immer wieder für Ausbreitungen, so z.B. gut erkennbar im Satellitenbild zwischen Mosel und Eifel. Ein vielversprechender Start - mit ersten Cumuli bereits zum Frühstück - brachte leider nicht den gewünschten Tagesgang. Es gab aber auch Bereiche, in denen sich gut strukturierte Quellungen zeigten. Mit dem entsprechen den Zugriff darauf, war ein gutes Liga-Ergebnis möglich. Über der Mitte und Osten, wo weiterhin die feuchte und wärmere Luftmasse lag, war fliegerisch und damit auch punktetechnisch dagegen nicht viel zu holen.
Wer hat was draus gemacht?
Rund 250 gemeldete Flüge am Samstag und 350 am Sonntag und der Blick auf die Flugspuren zeigt, dass diese Runde 9 weder vom Wetter noch von den Schnitten an die Vorrunden anknüpfen konnte. Dass die Bedingungen alles andere als einfach waren, zeigt auch, dass von den 180 möglichen Wertungsflügen der beiden Bundesligen nur knapp mehr als die Hälfte gemeldet werden konnten. Ein Blick in die Flugspuren zeigt dann zudem sehr eindrücklich, dass nicht alle Teams die Möglichkeit bekamen, in dieser Runde am Rennen teilzunehmem. Um so mehr seien an dieser Stelle die Flüge hervorgeheoben, die am Ende der Tabelle stehen, denn die zeigen die Mühen um Punkte - und neben Schweiss auch manch Liter Sprit, der beim Versuch eingesetzt werden musste.
Richtet man den Blick in der Tabelle nach oben, kommt man an einem Vergleich von Flügen und Satellitenbildern natürlich nicht drumherum - und da natürlich nicht um die schöne Lücke, die sich im Nordwesten in der Kaltluft auftat. Interessanterweise flog die SFG Stadtlohn ihre 3 Wertungsflüge von 3 verschiedenen Startplätzen aus, wenn auch natürlich im selben Wetterraum. Und der lag zum einen hinter der Front, aber auch im Einfluss der leichten Labilisierung im Vorfeld des Troges. Johannes Roth & Pascal Rensing flogen den schnellsten Schnitt der Runde von Stadtlohn aus. Ihr Flug führte sie zuerst ein Stück Richtung Süden nach Venlo und von dort aus mit Rückenwind bis fast ans Zwischenahner Meer. Rückenwind, Reihungen und ein entsprechend geringer Kurbelanteil konnten sie am Ende in 125km/h - bzw. einen indexkorrigierten Schnitt von knapp 108km/h - ummünzen. Mark Wennig war von Borken aus schon früh unterwegs und auch sein Flug war an den Reihungen und dem Wind orientiert. Er konnte am Ende 98km/h beisteuern. Ralf Burmester flog von Wesel aus einen Ligaschnitt von 91km/h. Am Ende waren es für die Münsterländer zwar "nur" 297km/h Gesamtschnitt, die reichten aber aus, die Konkurrenz aus dem Rest der Republik auf deutlichem Abstand zu halten.
Sie verdrängten damit auch das SFZ Königsdorf vom zwischenzeitlichen Spitzenplatz, den die sich am Samstag erflogen hatten. Schnellster (und frühester) war Matthias Schunk, der bereits gegen 6Uhr (Lokalzeit) in seinem Quintus sass und im Südwind seinen 103er-Ligaschnitt nach einenm 2fachen JoJo zwischen Kufstein  und Bischofshofen bereits zeitig vor dem zweiten Frühstück absolviert hatte. Das nahm er dann knappe 1,5h später wohl als Co von Armin Behrendt ein, als sie in der inzwischen eingesetzten Thermik den drittschnellsten Flug (79km/h) für die Königsdorfer erflogen. Dritter - bzw. zweitschnellster - im Team war Benni Bachmeier mit 84km/h. Knapp dahinter können sie die Piloten der SFG Guilini/Ludwigshafen platzieren. Für sie zählte der Sonntag mit der frischen Luftmasse und dem Hochkeit und damit die Lücke über dem Pfälzer Wald und dem Rheintal. Im Temaflug nutzten diese Dieter Bartek und Uwe Melzer. Zu ihren 92 bzw. 86 Liga-km/h kamen noch 80 km/h durch Alexander Meincke hinzu, der auf einem ähnlichen Weg, allerdings alleine unterwegs war.
Durch den Rundensieg kann Stadtlohn in der Tabelle einen weiten Sprung nach vorne machen und liegt nun auf Platz 4. Das Spitzentrio wird weiter angeführt von Bayreuth, dahinter kann Rinteln die Konkurrenz aus Aalen überholen und liegt nun auf Rang 2. Die Punkteabstände sind aber weiter nur knapp.
In Liga 2 meldet sich der AC Bad Nauheim zurück. Nach einem 18. Platz in der Vorwoche können die Hessen ihren ersten Rundensieg dieser Saison feiern. Hier war ebenfalls der Sonntag der Liga-Tag, wobei - das zeigen auch die späten Starts - erst noch darauf gewartet werden musste, bis sich die Rückseite entwickelt hatte. Alle Piloten führte ihr Weg dann mehr oder weniger an die Ostseite des Rothaarstranges. Petra und Thomas Liebert waren dabei die schnellsten und erflogen 98km/h, was gleichzeitig auch der schnellste Flug der Runde in Liga 2 war. Tobias Meiler & Gerhard Hermann waren kaum langsamer und Lars Liebert kam auch noch auf 89km/h, was in der Summe knappe 285km/h bedeutete - und damit einen souveränen Vorsprung  vor dem Zweitplatzierten aus Musbach. Die Freudenstädter wurden angeführt von Michael Buchthal & Arturo Imbimbo, die mit einem Start erst gegen halb 5 sicher einen der spätesten Flüge dieser Runde absolviert haben dürften. Trotz, dass sie die Wertungszeit nicht ganz ausnutzen konnten, landeten sie erst nach 7 Uhr und rund 250km, was am Ende einen 93er-Ligaschnitt ausmacht. Timo Lehrke - ebenfalls spät unterwegs - steuert 84km/h bei. Nicht über dem heimischen Schwarzwald, sondern über dem Rheintal fliegen Martin Haug & JJ Logtenberg von Oppenheim aus 84km/h. Nach dem Rundensieg vergangene Woche sind es wiederum die Oerlinghauser, die sich auf dem Rundentreppchen platzieren können: Auch hier wurde Sonntag die nachmittägliche Entwicklung genutzt, die Lukas Brune (92km/h), Wolli Beyer (84km/h) und Oliver und André Kortemeier (82km/h) für 259 Gesamt-Speed nutzten.
In der Gesamtwertung geht es auch in Liga 2 weiter sehr knapp zu. Durch die guten Rundenplatzierungen können sich vor allem Oerlinghausen (4.) und Bad Nauheim (2.) verbessern. Tabellenführer bleibt der Aero-Club Ansbach, aber auch Eichstätt (3.) und Boberg (5.) liegen punktemäßig in direkter Schlagdistanz.
Nach dem eher durchwachsenen Wochenende war dann der Montag nicht der schlechteste Tag des Jahres. Dazu passt die Bemerkung eines Fliegerkameraden von mir: "Was folgt auf 2 Tage mäßiges/schlechtes Wetter? Montag!"
 
Bernd Fischer
 
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