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Monday, 08. October Beim OLC Liga-Finale am 6. Oktober in Poppenhausen: Michael Sommer plauderte aus dem Nähkästchen translate news

Das OLC Liga-Finale ist Abschluss und Höhepunkt der Bundesliga-Saison zugleich. Doch kaum einer der Gäste im nahezu vollen Von-Steinrück-Haus war gekommen, um sich nur seine Urkunde abzuholen - viel mehr waren es auch in diesem Jahr die fundierten und hochgeschätzen Vorträge und Analysen von Experten wie TopMeteo-Meteorologe Bernd Fischer oder Liga-Analyst Heiko Hertrich, die am Samstag nach Poppenhausen lockten. Als absolutes Highlight hatte der OLC Michael Sommer, fünfmaliger Weltmeister der Offenen Klasse, eingeladen, dem das Publikum bei seinen Ausführungen sprichwörtlich an den Lippen hing.
Rekordsaison 2018 - geht's noch besser?
Das Jahr 2018 war ein Jahr der Superlativen, sowohl aus meteorologischer als auch aus sportlicher Sicht - da waren sich Bernd Fischer und Heiko Hertrich einig. Während Bernd Fischer die Gründe für die stabilen Wetterlagen und die fast schon namibischen Thermikverhältnisse aus meteorologischer Sicht erläuterte, konnte Heiko Hertrich imposante Zahlen liefern. Noch nie wurden in der Liga solch hohe Speeds geflogen wie in der Saison 2018. Den absoluten Spitzenplatz nimmt die FG Schwäbisch Gmünd ein, die bereits in Runde 1 mit 488,30 Speedpunkten einen neuen Allzeit-Rekord aufstellte, der ganze 10% über dem bis dahin bestehenden Rekord liegt.
Ein neuer Allzeit-Rekord zeigt sich auch beim Blick auf die OLC-Statistik, die mit 134.363 Flügen, 38.722.138 Kilometern und 15.474 Teilnehmer noch nie dagewesene Ausmaße erreicht hat. Auch die Seitenaufrufe der Webseite schnellten von 104.204.859 in 2017 auf 145.702.958 in 2018 in die Höhe. Grund: der neue OLC 3.0 mit Responsive Design für mobile Geräte. Dieser massive Anstieg sorgte allerdings auch für Probleme wie etwa längere Ladezeiten, weshalb der OLC nach Runde 19 in Sachen Hardware aufrüstete. Der Arbeitsspeicher wurde verdoppelt und hat jetzt jetzt 64 Gigabyte. Des weiteren wurde die CPU um 50 % vergrößert, 8 CPU-Kerne á 2,1 GHz wurden implementiert. Wir bedanken uns bei allem OLC-Nutzern für die enorme Geduld in der 2018er Saison. Jetzt ist der OLC hardwareseitig top-gerüstet für die Saison 2019! Ermöglicht wurde diese Investition durch die Smiley-Träger und ihren kleinen Jahresbetrag, mit dem sie ihre Sympathie für den OLC ausdrücken.
Talentschmiede AC Nastätten
Vor genau einem Jahr durfte Moritz Althaus vom AC Nastätten aufgrund seiner hervorragenden Leistungen in der OLC Junior-Challenge den OLC-Discus -  das von Wilfried Großkinsky dem OLC zur Verfügung gestellte Förderflugzeug - übernehmen und für ein Jahr nutzen. In Moritz Vortrag zeigte sich einmal mehr, wie bis dato nahezu unbekannte Junioren innerhalb dieses einen Jahres fliegerisch über sich hinauswachsen und mit Flügen weit jenseits der 1.000 Punkte glänzen. Den Hänger kann Moritz nun gleich wieder nach Nastätten fahren, denn 2019 fliegt sein Vereinskamerad Marcel Kaspari das Förderflugzeug, was für ein exzellente Streckenflugförderung des AC Nastätten spricht.
Erfreulich war, dass sich fast alle der 20 vom OLC angeschriebenen Discus-Kandidaten zurückgemeldet haben - auch wenn sie z.B. aus beruflichen Gründen absagen mussten. Im vergangen Jahr hatten einige Junioren es nicht für nötig gehalten, auf die Einladung zu reagieren - aus Schlampigkeit oder Überheblichkeit, wie Gerd-Peter Lauer betonte. Die Möglichkeit, ein solches Flugzeug zu bekommen, ist nicht selbstverständlich, solch eine Förderung hat es früher nicht gegeben. "Verspielt diesen Kredit nicht", so Gerd-Peter. Florian Heilmann vom FC Kamenz, der es ebenfalls in die Top 3 Auswahl schaffte, erhielt von Wilfried Großkinsky eine Einladung zum 1.000 km Camp in Bitterwasser, wo er unter anderem den neuen Ventus 3 nutzen darf. Möglicher Nachrücker ist Philip Goralski vom HVL Boberg, der diese Entscheidung aber wohl verschmerzen kann, da er als Sportsoldat 2019 in Südafrika fliegen wird.
Michael Sommer: Segelfliegen kann und muss man systematisch trainieren - wie jede andere Sportart auch
So oder so ähnlich könnte man die Ausführungen von Weltmeister Michael Sommer zusammenfassen, der von Gerd-Peter Lauer in einem lockeren Gespräch interviewt wurde. Michael und Gerd Peter kennen sich seit vielen Jahren, denn als Michael nach dem Scheinerhalt seine ersten Wettbewerbserfahrungen im bayerischen D-Kader machte, war Gerd-Peter bayerischer Landestrainer.  Zu dieser Zeit wurde das, damals meist noch belächelte, mentale Training für Segelflieger entwickelt und fest in den Trainingsablauf eingebunden. "Von diesen Jahren profitiere ich noch heute", berichtete Michael. Hier hat er Fähigkeiten erlernt, die seiner Meinung nach zwischen Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Handwerklich fliegen können bei einer Weltmeisterschaft alle, so Michael. Entscheidend ist viel mehr die emotionale Stabilität, man braucht die Fähigkeit, im Flug Fehler verarbeiten und einordnen zu können. Ansonsten kommt schnell der Tunnelblick, man manövriert sich immer weiter hinein, anstatt einen offenen Blick für den weiteren Flug zu haben. Dazu zählt aber auch, sich bei guten Entscheidungen nicht von der Euphorie vereinnahmen zu lassen. Diese mentalen Fähigkeiten sind es, erklärt Michael, die einen konstant erfolgreichen Piloten ausmachen. Erlernen lassen sie sich aber nicht von heute auf morgen, das braucht viel Zeit. Und welchen Tipp gibt Michael den Junioren mit auf den Weg? "Das Ergebnis darf nicht im Vordergrund stehen. Es ist und bleibt ein Hobby. Wenn ich keine Freude mehr beim Fliegen empfinde und es nur noch um das Ergebnis geht, lasse ich es bleiben. Also, geht Fliegen und habt Spaß!"
Die LS8 neo - ein Förderflugzeug für die Besten der U25-Liga
Der OLC hat ein weiteres Förderflugzeug! Die von Ralph Bürklin zur Verfügung gestellte und von Sponsoren bestens ausgestattete LS8 neo. Der OLC dankt Ralph Bürklin (Stifter), LXNAV (LX9000), AIR AVIONICS  (AIR Control Display + Transponder), TQ (Funkgerät), TopMeteo (jew. Jahreslizenz) und NAVITER (jew. Jahreslizenz), welche dieses Flugzeug für die Talentförderung erst möglich machten.
Am Samstag wurde das Flugzeug erstmalig an Philipp Lauer vom AC Lichtenfels für ein Jahr vergeben. Kriterium für die Auswahl waren die "U25-Pilotenprofile", in denen alle U25 fliegenden Piloten mit den erflogenen  Punkten gerankt werden. Darüber hinaus muss der Verein, für den der Pilot antritt, einen der Top 20 Plätze der U25-Liga belegen. Die Bewertung des U25-Ligaerfolges eines Sportlers für die LS8-Bewerbung war aber nur ein Beurteilungspunkt, ein weiterer Punkt waren Engagement und Erfolge bei zentralen Wettbewerben. Der OLC war in der glücklichen Lage, dass ein und derselbe Bewerber sowohl der erfolgreichste U25-Pilot war als auch die besten Platzierungen bei zentralen Wettbewerben vorlegte. So ist Philipp Lauer qualifiziert für die DSM Standard-Klasse 2019 und für die Junioren-WM der Club-Klasse 2019.
 
Text: Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin)
Fotos: Stefan Harries (LSG Hersbruck)
 
Fundierter Rücklick über alle Ligen – Heiko Hertrich (LSG Bayreuth), ein Meister seines Fachs!
Die Offene Klasse unter sich (v. li.): Wolfgang Clas, Alexander Müller und Ralph Bürklin.
Der Chef im Ring: Gerd Peter Lauer (AC Lichtenfels) hatte wie immer alles fest im Griff.
Wachablösung beim OLC-Discus (v. li.): Moritz Althaus (Preisträger 2018), Marcel Kaspari (Preisträger 2019), OLC-Boss Reiner Rose und Stifter Wilfried Großkinsky
LSG Bayreuth: Deutscher Meister Segelflug-Bundesliga 2018!
Der Stolz des OLC: Die erstplatzierten Teams der U25 Junioren-Liga. In der Mitte der Deutsche Meister ‘SFZ Königsdorf‘.
Michael Sommer, er war unstrittig der Höhepunkt des Nachmittages und sorgte für einen vollen Saal.
Der Interviewer Gerd Peter Lauer war einer der Weggefährten von Michael Sommer vor ca. 25 Jahren, als er seinen Weg im Wettbewerbssegelflug begann.
Mit lebhaften Gesten unterstrich er seine Worte – man spürte hier die Leidenschaft mit der er nach wie vor seinen Sport betreibt.

Die LS 8 neo Winglets, das ist der Bringer … da sind sich Mathias Schunk (li.) und Gerd Peter Lauer einig.

Das Team, welches das OLC Liga-Finale zum wiederholten Male souverän abspulte (v. li.): Stefan Harries (LSG Hersbruck), Gerd Peter Lauer (AC Lichtenfels), Heiko Hertrich (LSG Bayreuth) und Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin).

Gerne gesehene Gäste: Petra Zimmermann-Lauer und Holger Back.

Ein weiteres Schmuckstück für den OLC: Eine perfekt ausgestattete LS8 neo.
Have a good ride: Philipp Lauer (Mitte) vom AC Lichtenfels darf auf Grund seiner hervorragenden Erfolge in der U25-Liga und bei zentralen Wettbewerben die ‘OLC neo‘ in der Saison 2019 nutzen. Rechts der Stifter Ralph Bürklin – großartig!
Auch die Instrumentierung ist vom Feinsten … alles von Sponsoren dem OLC bereitgestellt: LX9070 (LXNAV), Transponder + Air Control Display (Air Avionics), Funk (TQ) … dazu noch jeweils eine Jahreslizenz von TopMeteo und SeeYou.

 


Thursday, 06. September Segelflug-BUNDESLIGA 2018: Die Auf- und Absteiger stehen fest translate news

Am vergangenen Wochenende ging die Bundesliga-Saison 2018 in einem noch nie dagewesenen, hochspannenden Finale zu Ende. Der LSR Aalen wurde trotz leichtem Vorsprung noch auf der Zielgeraden von Bayreuth überholt und wird nach dem Sieg im vergangenen Jahr nun Deutscher Vizemeister. Der Titel "Deutscher Meister 2. Segelflug-Bundesliga" stand mit der SFG Steinwald  schon vor der Finalrunde fest (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier). Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf. Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächstuntere Liga ab.

Am 6. Oktober um 13.00 Uhr werden die Sieger und die Aufsteiger beim OLC Finale in Poppenhausen gebührend gefeiert!       
 
                                                                                                                                      
Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2018:
 
# Punkte
1 262,00
2 260,00
3 219,00
4 184,00
5 183,00
6 174,00
7 164,00
8 159,00
9 159,00
10 156,00
11 153,00
12 145,00
13 143,00
14 136,00
15 135,00
16 133,00
17 133,00
18 130,00
19 123,00
20 120,00
21 119,00
22 117,00
23 115,00
24 115,00
25 108,00
26 93,00
27 68,00
28 60,00
29 38,00
30 33,00
 
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2018:
 
# Punkte
1 296,00
2 272,00
3 221,00
4 200,00
5 198,00
6 198,00
7 192,00
8 181,00
9 180,00
10 161,00
11 160,00
12 156,00
13 133,00
14 132,00
15 123,00
16 118,00
17 112,00
18 110,00
19 107,00
20 106,00
21 101,00
22 95,00
23 95,00
24 90,00
25 77,00
26 72,00
27 68,00
28 57,00
29 46,00
30 10,00
 
 
 
 

 


Tuesday, 28. August 19. Runde U25: Hochspannendes Highspeed-Finale translate news

Deutscher Meister U25:
Team Königsdorf
Deutscher Vizemeister: Team AC Lichtenfels
Platz 3: Team LSR Aalen
Was für eine Finalrunde. Samstag können alle nur mit den Hufen scharren und darauf hoffen, dass der Sonntag die prognostizierten Bedingungen bringt. Geduld vor dem finalen Sturm ist also angesagt. Und tatsächlich. Am Sonntag glüht der Himmel. Allen voran fliegt - oder sollte man sagen rast? - der LSV Burgdorf. Sie geben wirklich Gas. Vorne weg düst wie so oft Yannik Freund, der auch ordentlich in der Bundesliga mitmischt, wie Bernd Fischer berichtet. Gigantische 363 Speedpunkte erfliegen sie - aber reicht es an Aalen vorbeizukommen? Die Spannung steigt. Sukzessive meldet auch Aalen die Flüge. Es ist erkennbar, die Schnitte sind definitiv nicht so gut wie die der Burgdorfer. „Wir sind viel zu spät in die Luft gekommen“ berichtet Paul Schwarz (Aalen). Mehr als 100 Speedpunkte trennen sie von Burgdorf, allerdings reichen die Rundenplatzierung und der bestehende Vorsprung in der Gesamtwertung, das Treppchen zu halten. Nach Königsdorf und Lichtenfels sind nun auch sie am Ziel angelangt. Am kommenden Wochenende wird der verdiente dritte Platz gebührend gefeiert, verrät uns Paul Schwarz.
Gebührend gefeiert werden muss diese Leistung wirklich. Und hier können sich nicht nur die U25-Piloten, sondern der ganze Verein beglückwünschen. Warum? Eine Klasse Jugendarbeit wird hier geleistet und kann als Anregung für viele Vereine dienen. Die meisten U25-Teilnehmer sind in ihrer ersten Saison nach Scheinerhalt und haben sozusagen ihre ersten Überlandschritte gewagt. Üben, optimieren, von den erfahrenen Hasen lernen und Motivation durch die Ü25-Bundesliga-Piloten des Vereins, das ist das Erfolgsrezept.
Und es funktioniert. Und nicht nur da - auch in anderen Vereinen wie zum Beispiel im starken Oerlinghausener Team wird der Überlandflug gleich nach Scheinerhalt gelebt. Leon Bohnenkamp fliegt unter die Top 20 aller U25 Piloten und ist ebenfalls erst im ersten Jahr nach Lizenzerwerb. Seine Leistungen und regelmäßigen Flüge sind ein wichtiger Baustein für das Oerlinghausener U25-Team. In der Finalrunde zeigt das Team erneut, welche Potentiale in ihm stecken. Ein phantastisches Rundenergebnis, bei wohlgemerkt nicht den besten Wettervoraussetzungen, lässt sie sogar fast noch das starke Eichstätter Trio überholen. Allerdings kann Eichstätt ganz hauchdünn mit einem Pünktchen den fünften Rang verteidigen.
Auf die Frage, ob jetzt erstmal feiern und erholen angesagt ist, meint Leon: „… Für den Rest der Saison sage ich nur, weiter trainieren. Wir werden natürlich nächste Jahr wieder dabei sein und alles geben, um oben mitzuspielen.“ Und das werden in der kommenden Saison garantiert einige. Vielleicht wird die Konkurrenz vorn ja noch ein Stückchen größer, wenn der eine oder andere Verein ein stärkeres Augenmerk auf die Jugendförderung legt. Die erfolgreichen Vereine beschreiben es immer wieder, es gehört gar nicht so viel dazu. Eine tolle Saison geht zu Ende und klingt am 6. Oktober auf der Wasserkuppe aus. Freuen wir uns schon heute auf das kommende Frühjahr.
Rundenwertung U25: 1. LSV Burgdorf (NI) 363,29 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 347,67 Speed/49 Punkte, 3. AC Nastätten (RP) 338,42 Speed/48 Punkte
 
Endstand der U25-Liga 2018:
 
1 838,00
2 743,00
3 665,00
4 649,00
5 607,00
6 606,00

 


Tuesday, 28. August Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Meteosat 8: Samstag 12.00 UTC
Meteosat 8: Sonntag 12.00 UTC
Der letzte aller möglichen Flugtage sollte über Titel, Auf- und Abstiege entscheiden. Denn über den Samstag hüllen wir am besten gleich den Wettermantel des Schweigens, dafür hatte der Sonntag um so mehr zu bieten. Die Vorraussetzungen mit Kaltluft unter Hochdruckeinfluss hätten besser kaum sein können, denn das homogen gute Wetter bot nahezu gleiche Chancen für schnelle und weite Flüge. Somit entschied das letzendlich Wetter nicht, wer überhaupt eine Chance bekommen sollte, sondern wer aus den Bedingungen am Ende das Beste gemacht hat.
Samstag:
Am besten lässt sich die Wetterlage vom Samstag mit dem Europa-Satellitenbild beschreiben: Auf dem erkennt man sehr gut die langgezogene Kaltfront, die sich um 12UTC von der Ostsee bis in den Schwarzwald erstreckt. Der dahinter sich bis westlich von Irland erstreckende Bereich gehört zu dem mit Kaltluft angefüllten Trog. Dort, wo die kälteste Höhenluft über der Nordsee lag, strömten Schauerwolken nach, die anhand der etwas blassblauen Farbe (die Tops haben Cirren-Niveau, sowohl was Höhe als auch Temperatur anbelangt) erkennbar sind. Einen ersten Vorgeschmack auf die Luftmasse des Sonntages sieht man nicht nur über den britischen Inseln und dem Nordwesten Frankreichs - auch bis in die Rhein-Neckar Region hat sich ein erster schwacher Hochkeil geschoben. Zumindest hier gab es dann auch ein paar erste Versuche, die Luftmasse anzutesten, was die vereinzelten Flugspuren zeigen.
Sonntag:
Ein ganz anderes Bild bietet den Sonntag. Lediglich der äußerste Südosten und die Küstenregionen sind ausgenommen, sonst zeigen die Flugspuren, dass es nicht nur der bessere Tag des Wochenendes war, sondern ein für den doch schon eher fortgeschrittenen Sommer ein überaus guter Tag. Schuld daran war vor allem die genannte Kaltluft. Hinter der nun schon weit in Polen liegenden Kaltfront hatte sich ein Hoch durchgesetzt und die Luftmasse sowohl stabilisiert und abgetrocknet. Dazu noch hatte die Kaltfront - vom Alpenrand mal abgesehen - keine nennenswerten Niederschläge oder Restfeuchtefelder hinterlassen. Die Böden waren also immer noch trocken, der Tag konnte früh losgehen.
Lediglich bereits erwähnte Gebiete hatten nicht ganz das Wetterglück, denn die Frontreste am östlichen Alpenrand und die im Küstenumfeld noch/wieder aktiven Schauer störten. Die Kaltluftthermik konnte dabei auch der leichten Warmluftzufuhr trotzen, von der die Cirren zeugen, die von BeNeLux hereinzogen. Wobei westlich des Rheins dann doch die Sonne etwas früher verschwunden war ...
Ansonsten ist sicher noch bemerkenswert, dass sich der Himmel nicht nur fast homogen mit Cumuli schmückte, sondern dass auch die leichte Krümmung der Wolkenstraßen die Zirkulation um das Hoch exakt nachzeichnete - zum Ende der Liga-Saison also nochmal Meteorologie zum Anfassen
Wer hat was draus gemacht?
Die spannende Frage vor dieser Runde war natürlich, wer in Liga 1 am Ende das Rennen um den Titel "Deutscher Meister der Segelflug-Bundesliga" machen würde. Noch war zwischen Aalen und Bayreuth alles offen, mit leichten Vorteilen für die Schwaben, die mit 7 Punkten Vorsprung in diese letzte Runde gehen konnten. Und auch am Tabellenende war noch nicht alles entschieden, denn -
und das galt für beide Ligen - die Punktabstände waren hier teilweise so eng, dass man sich teilweise bis ins untere Mittelfeld noch Sorgen machen musste. Was die Rahmenbedingungen angeht, hätte es also interessanter kaum sein können ...
Doch noch einmal zurück zur Ausgeglichenheit des Sonntages. Wie homogen der war, unterstreicht nochmal der Blick in die Tabelle, denn die Top10 kommen gleich aus 6 unterschiedlichen Bundesländern und die Differenz der Gesamtspeed beträgt dabei gerade mal rund 25km/h. Bis hinunter auf Rang 24 lag die Gesamtspeed bei über 300km/h - das ist in dieser Saison auch das erste Mal, denn sonst schafft es selbst an guten Tagen nur die obere Hälfte, diese Schallmauer zu durchbrechen.
Die beiden schnellsten (indexbereinigten) Flüge begannen in Bayreuth und Burgdorf, also auch in ganz unterscheidlichen Regionen.
Die Flüge von Andreas Baier aus Bayreuth (138km/h) und  Yannik Freund (137km/h) haben dabei ein paar Dinge gemeinsam: Sie waren als Jojo ausgelegt und von der Flugzeit her eher auf das Ziel "Liga" als auf "long distance" ausgelegt. Für Andreas ging es von der Rhön aus den Reihungen folgend bis in die Tschechei mit einer Wende südwestlich von Pilsen und von dort aus nochmal
im Jojo zurück bis in die Oberpfalz. Bis auf ein paar Drehungen auf dem ersten Schenkel ging es für ihn ohne Kurbeln voran. Den Reihungen über der Heide folgte Yannik, der während der 2,5h Wertungszeit sogar komplett kreislos zwischen Aller und Elbe unterwegs war.
Am Ende war es vielleicht auch diese Homogenität des Wetters und die Ausgeglichenheit der Flüge, die mitentscheidend war. Denn Aalen und Bayreuth trennten am Sonntag-Abend lediglich rund 25km/h. Was in der Vorwoche noch der Abstand zwischen Rundenplatz 1 und 2 war (und damit bei der Punktevergabe nur einen einzigen Punkt ausmachte) war dieses Mal der Unterschied zwischen Rundenplatz 1 und 10 (was 9 Punkte ausmacht). So schaffte es Bayreuth doch noch, den Titelverteidiger abzufangen und sich zum "Deutschen Meister der Segelflug-Bundesliga" zu machen.
Neben Andreas Beier steuerten Sebastian Beier und Friedhelm Lotte ihre Flüge bei. In der Endabrechnung liegen die Franken damit nur hauchdünne 2 Punkte vor Aalen, Schwäbisch Gmünd kommt auf Rang 3.
Wie erwähnt war auch am Tabellenende noch vieles offen. Und auch hier sollte der Sonntag der Entschiedende sein, denn gleich 3 Teams schafften es von den Abstiegsplätzen aus, den Klassenerhalt zu sichern, denn durch gute Platzierungen im oberen Drittel konnten Celle und Stadtlohn noch das rettende Ufer erreichen. Denkbar knapp fiel dabei die Entscheidung um Rang 23: Zwischen den punktgleichen Teams aus Braunschweig und Ansbach entschied am Ende die Gesamtspeed, bei der am Ende die Niedersachsen nur rund 5km/h(!) schneller waren - eine Differenz, die man bei über 4000 Gesamt-km/h nur im niedrigen einstelligen Promillebereich ausdrücken kann.
Der Titel "Deutscher Meister 2. Segelflug-Bundesliga" stand vor dieser Runde ja bereits fest. Ganz souverän hatte den die SFG Steinwald erreicht und damit den Durchmarsch von der Quali-Liga in die Bundesliga vollzogen, so dass man sich in dieser Runde ein bisschen mehr auf das entspannte "Sight-Seeing" verlegen konnte. Auch der Platz 2 war vergeben, was die Gifhorner allerdings nicht davon abhielt, in dieser Runde nochmal aufzutrumpfen und den Rundensieg einzufliegen.
Eine geschlossene Teamleistung - auch wenn die Flüge nicht im engen Team, wohl aber auf ähnlichen Kursen zwischen Wilsche bis an den Charlie von Berlin erfolgten - brachte Rundenplatz 1 vor dem Aero Club Berlin. Den schnellsten Flug der letzten Runde schafft Nils Deimel vom dritten LSC Bad Homburg. Entlang von Hunsrück, Taunus und anschließend an der Rhön vorbei bis in den Thüringer Wald schafft er 140km/h und bettet seinen Ligaflug in einen Flug von über 700km ein.
Auch wenn die Ergebnisse ebenfalls sehr ausgeglichen verteilt sind, hat es auf den Aufstiegsplätzen keine Veränderungen gegenüber der Vorwoche gegeben. Die Aufsteiger sind quer durch die Republik verteilt, vielleicht auch das als Kennzeichen, das nicht nur am letzten Tag, sondern über die ganze Saison verteilt das Wetter recht ausgeglichen war. Und auch am Tabellenende gab es keine Platzwechsel mehr. Den ersten der freien Plätze in Liga 2 besetzt der "Deutsche Meister der Quali-Liga", der AC Schweinfurt, der die Liga souverän vor der Rhönflug Poppenhausen gewinnt. Mit Degerfeld, Unterwössen, Beilngries und Hotzenwald liegt der Schwerpunkt der Aufsteiger eher im Süden. Komplettiert werden sie vom FC Bronkow aus Brandenburg. Die Junioren des SFZ Königsdorf werden zum 3. Mal in Folge "Deuscher Meister der U25-Liga". Mit Lichtenfels, Aalen, Burgdorf und Eichstätt folgen aber weitere Teams, bei denen die Junioren auch in der 1. Liga immer wieder kräftig mitmischen.
Abschließend bleibt mir an dieser Stelle nur ein "herzlicher Glückwunsch" an alle Sieger dieser sicher aussergewöhnlichen Saison. Gelegenheiten sich einmal zu sehen gibt es im Winter sicher reichlich - beim Liga-Finale am 6. Oktober geht die "Off-Season" je
bereits los. Ansonsten lesen wir uns sicher in der kommenden Saison wieder, euer Bernd.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Monday, 20. August Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Meteosat 8: Samstag 15.00 UTC
Meteosat 8: Sonntag 15.00 UTC
Von den Wetterbedingungen waren sich beide Tage der vorletzten Runde in dieser Liga-Saison ähnlich: Eine ausgedehnte Hochdruckbrücke hielt den Norden FAST frei von Fronten (das Nachsehen hatten vor allem die
Küstenregionen), aber gleichzeitig war "Blau" die bestimmende Farbe für weite Teile des Nordens und der Mitte. Ein wenig labiler, ein wenig feuchter - und mit den besseren Bedingungen - war der der Süden. Für die führenden Teams in den Ligen damit fast gleiche Voraussetzungen in der selben Luftmasse. Wer mehr draus gemacht hat? Dazu gleich mehr ...
Samstag:
Das Satellitenbild von 14 Uhr MESZ zeigt die Dreiteilung sehr schön. Klar erkennbar liegt die Front entlang der Niederländischen Grenze bis in die Deutsche Bucht. Davor die trockene Luftmasse, die rückseitig einer schwachen Kaltfront eingeflossen war. Die Reste dieser Front lagen zu diesem Zeitpunkt noch vom Erfurter Becken in Richtung Oderbruch. Sie sollten sich zwar noch auflösen, taten das aber dann doch nur sehr zögerlich. Im Bild von 17 Uhr MESZ (15 UTC) erkennt man dies, aber auch, dass sich die Luftmasse im Süden/Südosten deutlich labilisiert hat. Das Hoch hatte hier noch nicht den stabilisierenden Einfluss, um die Überentwicklungen zu deckeln. Trotzdem waren die hier für den Tag schnellsten Bedingungen anzutreffen, auch wenn die Flugspuren eher den Norden und die Mitte als Schwerpunkt sehen.
Sonntag:
Die großräumige Verteilung am Sonntag sah nicht viel anders aus: Immer noch wellten im Norden die Frontensysteme durch und südlich davon lag die weiterhin trockene, hochdruckbestimmte und inzwischen erwärmte Luftmasse. Im Süden hatte sich vergleichen zum Vortag ein kleiner, aber entscheidender Unterschied ergeben: Hier konnte sich der Hochdruckeinfluss etwas stärker durchsetzen, so dass die Cumuli nun kaum noch zur Überentwicklung tendierten. Beste Voraussetzungen also für einen schnellen Tag. Dass dieser ausgiebig genutzt wurde, zeigen dann die Flugspuren von Sonntag.
Wer hat was draus gemacht?
Das Rennen um den Titel geht in die entscheidende Phase. Das konnte man schon am Samstag-Abend beim Blick in die  Wertungsliste erkennen, die zwischenzeitlich von Bayreuth vor Aalen angeführt wurde. Im Zwischenstand hätte das noch kein Wechsel
an der Spitze zur Folge, aber das Kopf-an-Kopf Rennen wäre noch einmal etwas knapper geworden. Aber es sollte ja noch der Sonntag folgen. Und hier bot der amtierende Meister nochmal alles auf. Standen am Vortag noch durchaus gute 334 Runden-km/h auf dem Konto, konnten Paul Schwarz, Steffen Schwarzer und Markus Frank die Speed auf 404 km/h hochtrieben. Unter den Reihungen weitgehend über dem Donautal flogen sie (Steffen und Markus zu Anfang auch im Team) nahezu kreislos auf den zweiten Rundenplatz. Nochmals in der Summe 20km/h schneller war das Team aus Blaubeuren. Fast auf der selben Linie unterwegs - die Meeting-Points zeigen dann auch, dass man sich teilweise kurz getroffen hat - flogen Sebastian Bauder im Team mit Oliver Stockinger mit 142 km/h den schnellsten Schnitt dieser Runde, und Philipp Söll war kaum langsamer unterwegs. Mit herausragenden 424km/h Gesamtspeed
war diese Runde damit nach der allerersten Runde die schnellste überhaupt!
Hätten 367km/h in manchen Runden für einen souveränen Sieg gereicht, muss sich die SFG Donauwörth-Monheim mit einem dritten Rundenlpatz zufrieden geben. Weniger zufrieden dürfte man in Bayreuth gewesen sein. Zwar legte an dem Sonntag Lothar Schmidt noch mit einem Flug nach, aber am Ende mussten die Franken zusehen, wie sie auf den sechsten Rang durchgereicht wurden.
Damit hat Aalen nun alle Trümpfe für die finale Runde in der Hand und nur Bayreuth kann sie noch von der Titelverteidigung abhalten. Aber es geht in dem Zweikampf ja nicht alleine um den direkten Vergleich, bei einem knappen Rundenausgang können wenige km/h gleich einige Plätze und damit Punkte ausmachen. Äußerst knapp geht es auch am Tabellenende zu, wobei sich das bis ins Mittelfeld erstreckt, denn bis zu Rang 16 kann sich keine Mannschaft sicher sein.
Ähnliches gilt auch für die 2. Liga, wo zwar ebenfalls die ersten Absteiger feststehen und man aktuell erst ab Platz 18 den Klassenerhalt gesichert hat. Zu den bereits sicher aufgestiegenen Mannschaften der SFG Steinwald und des LSV Gifhorn gesellen sich eine Runde vor Schluss nun auch noch Homberg/Ohm, Grabenstetten und Schwäbisch Hall - herzlichen Glückwunsch.
Der Kampf um die letzten 2 Aufstiegsplätze ist dafür um so erbitteter.
Als Achter setzt das AeroTeam Klix alles daran, noch die vor ihm liegenden Wörishofener und Fallerslebener zu überholen. Lange hat man am Samstag unter den Frontresten ausgeharrt, um dann noch über der Lausitz und nach Polen hinein Punkte zu erfliegen. Ingo Trentelj und Jürgen Müller, wie gewohnt im Team unterwegs, und Jürgen Dittmer am Sonntag brachten die Sachsen aber am Ende nur auf einen siebten Rundenrang. Leider zu wenig, um die davor liegende Konkurrenz einzuholen. Zumindest an die Konkurrenz aus der Heide kam man etwas heran, denn Fallersleben erreichte dieses Mal nur auf Rang 12. Dadurch mussten sie auch einen Platz in der Gesamtwertung an Bad Wörishofen abtreten, denn die flogen am Sonntag zu einem souveränen Rundensieg ein.
Kilian Biechele und Simon Schröder machten ihre Speed entweder über der Fränkischen Alb oder sogar mit einer Querung des Bayerischen Waldes mit einer Wende in Tschechien. Dort war unter den guten Entwicklungen auch Robert Schröder unterwegs. Die schnellsten Schnitte gehen aber an die Youngster, und das nicht nur aus Bad Wörishofen, sondern auch aus Gifhorn. Hier hat auch Dennis Polej mit 128km/h die Spitzengeschwindigkeit dieser Runde in Liga 2 erreicht.
Wie bereits erwähnt ist hier der Kampf um die vordersten Plätze bereits gelaufen, aber der Kampf um die letzten Auf- und Abstiegsplätze ist noch offen. Beide Ligen können sich auf einen Luftmassenwechsel in der zweiten Wochenhälfte einstellen. Am Ende gibt es dann vielleicht noch ein heisses Rennen in einer kalten Luftmasse. Wir sind gespannt ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 13. August Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 17 - Drei Runden vor Schluss zeigt sich das Wetter von einer in diesem Sommer fast ungewohnten Weise: Kaltluft hatte die Hitze vertrieben und plötzlich fühlt sich das Wetter wieder so an, wie man es diesen Sommer kaum gewohnt war: Kaltluft bringt am Samstag schnelle Schnitte und Warmluft am Sonntag eher zähe Verhältnisse.
Aber zumindest konnte man überall Punkte für die Liga erfliegen, da zeigt sich diese Runde nicht anders als die meisten dieser Saison - auch wenn sich regional die Bedingungen deutlich unterschieden.
Samstag:
Das zeigt schon der Blick auf das Satellitenbild vom Samstag: Morgens lag noch eine Kaltfront zwischen Pfalz und Kieler Bucht. Getrieben durch den kräftigen Westwind auf der Südseite eines Troges über Südskandinavien überquerte sie (oder eher ihre Reste) am frühen Nachmittag bereits die Oder und auch die Feuchte zwischen Franken und Oberlausitz ging immer mehr auf. Rückseitig
bot sich ein Bild, das man so auch in den Mai verorten könnte: Im Wind reihte sich in der Kaltluft Wolkenstraße an Wolkenstraße. Lediglich im Norden war es im Bereich der höhenkalten Luft des Troges schaurig-labil und auch am Alpenrand störten durchziehende Cirrenfelder. Ansonsten war aber die Taktik relativ eindeutig: Die Strecken in Windrichtung und der Reihungen versprachen die schnellsten Schnitte.
Sonntag:
Am Sonntag hielt dann der Sommer wieder Einzug. Aber statt der hochreichend thermisch gut geschichteten Warmluft wie in den Vorwochen, war es diesmal eine doch eher August-typische Luftmasse: Warm, blau und vor allem im Norden im Einfluss einer Warmfront mit hohen und mittelhohen Abschirmungen garniert.
Wer hat was draus gemacht?
So zeigt der Blick auf die Flugspuren dann auch, das der Schwerpunkt der Füge am Samstag lag. Selbst die Tendenz die Strecken als JoJo in Windrichtung zu legen, lässt sich in den Strukturen erkennen. Natürlich lassen sich z.B. Schwarzwald aber auch die Eifel quer zum Wind als gute Bereiche ausmachen, aber die waren ja auch schon etwas früher am Tag nutzbar und im Süden dazu der Wind weniger markant. Dagegen fehlen die typischen Rennstrecken vom Thüringer Wald bis in den Bayerischem Wald fast vollständig.
Was aber beide Tage gemein haben: Es war nicht die Runde für den Norden ...
Davon ungestört geht die Jagd um den Titel zwischen Aalen und Bayreuth weiter. Dieses Mal mit dem besseren Ende für die Aalener, die diese Runde für sich entscheiden konnten. Und auch wenn die Flüge am Ende nicht die absolute Spitze der Liga-Speed darstellen, war es vor allem die mannschaftliche Stärke, die beeindruckend und (mit)entschiedend war. Dafür lohnt sich auch mal ein Blick in die "weiteren Flüge", der zeigt, was auch in der "zweiten Reihe" für Schnitte geflogen werden. Steffen Schwarzer und Dieter Walz wählten dabei die Taktik, entlang der Alb mit dem Rückenwind ihre Speed zu machen. Wolfgang Gmeiner dagegen wählte den Weg nach Norden, um zwischen Heibronn und Regesburg die Reihungen/Rückenwind zu nutzen.
Am Ende waren es nur rund 2km/h (und das bei einer Gesamtspeed von hervorragenden 372km/h), die die Aalener als Vorsprung zu Rang 2 erflogen. Auf den kam das Team des FSC Obenwald Walldürn, angeführt von Phillipp Kapferer/ Stefanie Willard, die mit 135km/h den schnellsten Flug der Liga zwischen Odenwald und Oberpfalz absolvierten. Aber auch die folgenden Teams aus Donauwörth und Ludwigshafen hatten jeweils mindestens einen schnellen Flug in der Wertung.
Michael Gsell erreichte 132km/h, Nils und Jürgen Koster (die von Landau aus unterwegs waren) erreichten 134km/h. Nicht ganz optimal lief es dagegen für die Bayreuther, die in dieser Runde "nur" auf Rang 8 landeten. Deutlich später machte es dort auf und die Ausbreitungen ließen keine so schnellen Schnitte zu, wie 200km weiter westlich. Mit 12 Runden-Punkten musste man 8 Punkte auf Aalen abgeben, die in der Tabelle nun wieder in Führung gehen konnten. Die 3 Punkte Rückstand lassen aber noch alle Möglichkeiten offen. Mit dem Spitzendou kann inzwischen lediglich noch die FG Schwäbisch Gmünd mithalten, hat aber mit 29 Punkten Rückstand auf Aalen nur noch geringe Chance, auch weil man mit der Konkurrenz im selben Wetterraum unterwegs ist. Am Tabellenende finden
sich nun auch die ersten Teams, die sich unweigerlich aus dem Oberhaus verabschieden müssen.
Auch in Liga 2 geht es auf die Zielgerade. Und auch das zieht sich durch die Saison, dass in Liga 2 nicht langsamer geflogen wird, sondern ganz das Gegenteil ist der Fall. "Reine Familiensache" mag man beim Blick in die Rundenergebnisse denken: Georg Theisinger und Laurenz Theisinger fliegen im Team mit 134km/h bzw. 133km/h der Konkurrent davon, Florian Theisinger mit Co Yannick Frey war ebenfalls im JoJo zwischen Landau und Würzburg unterwegs. Mit insgesamt 381km/h waren die Pfälzer damit das schnellste Team über beide Ligen hinweg. Knapp gefolgt werden sie vom LSV Hofgeismar. Die Nordhessen erreichen damit nach Platz 2 in Runde 2 ihr bestes Ligaergebnis. Bis in den Nachmittag musste man für einen schnellen Flug auch in Erbendorf warten, aber dann konnten es Ludwig und Edith Mehler laufen lassen ... mit knapp 141km/h flogen sie - ebenfalls den Reihungen im Wind folgend - allen anderen mit Abstand davon.
Auch wenn es 2 Runden vor Schluss noch nicht ganz für eine vorzeitige Meisterschaft für die SFG Steinwald ausreicht, der Vorsprung ist zum LSV Gifhorn mittlerweile wieder auf 30 Punkte angewachsen. Trösten können sich die Niedersachsen aber, dass der eine Punkt für Rundenplatz 25 für den Aufstieg in Liga 1 ausreicht. Nach den ersten Prognosen wird Runde 18 auch von Wetter her spannend, wer
von den Konkurrenten die besten Bedingungen direkt vor der heimischen Platzgrenze hat.
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 06. August Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Meteosat 8: Samstag 15:00 UTC
Meteosat 8: Sonntag 7:00 UTC
Und wieder eine Runde, in der alle - und das ist selbst bei homogenen Wetterlagen nicht immer das Fall - Teams aus Liga 1 und 2 Punkte erfliegen können. Auch wenn das Wetter nicht wirklich "homogen" zu nennen war, seine Chance bekam jeder.
Samstag:
Das mit der fehlenden Homogenentät zeigt schon das Satellitenbild vom Samstag um 12UTC (14 MESZ). Morgens lief eine schwache Höhenkaltfront von der Nordsee kommend herein, die in dem Bild noch schwach an ihrem Cirrenfeld, von der Eifel bis ins Stettiner Haff liegend, zu erkennen ist. Gute 3 Stunden später erkennt man die Auswirkungen der beiden unterschieldichen Luftmassen: Während rückseitig vor allem die Mittelgebirge und vor von der Nordsee her in der einfliessenden kühleren Luft im Wind reihende Cumuli entstehen, zeigen sich in der warmen Luftmasse im Süd deutliche Anzeichen von Labilität. Aus den hochreichenden Wolkentürmen - die Tops hatten nur rund -55° - fielen dann auch Schauer. Das richtige Timing war für einen erfolgreichen Flug mit entscheidend.
Sonntag:
Ein ganz anderes Bild zeigt dagegen der Sonntag: In der Nacht war weiter kühle Luft in den Nordwesten eingeflossen. Deren Feuchte staute sich morgens - auf dem Satellitenbild von 7UTC (9 MESZ) gut erkennenbar, noch am kompletten Nordrand der MIttelgebirge. Unter den wieder zunehmenden Hochdruckeinfluss löste sich diese Feuchte aber immer weiter auf, mit dem herannahenden Hoch trocknete es im Westen sogar immer weiter ab und Labilität war damit kein Thema mehr. Das Timing des Tages lag dann in manchen Gebieten eher darin, die in Geduld zu üben, bis sich die Bedingungen so weit gebessert hatten, dass ein Flug die entsprechende Speed verprach.
Wer hat was draus gemacht?
Die Flugspuren beider Tage zeigen in weiten Bereichen Flüge, die Chance auf Liga-Punkte war  vom Wetter her also (fast) überall gegeben. Was das Timing angeht, so konnte sich der Rundensieger in Liga 1, die SFG Blaubeuren, offenbar auf die Wettbewerbsleitung des Klippenecks verlassen. Die Strecke über Alb und Schwarzwald am Samstag war wohl auch mit den Ziel ausgelegt, das Feld rechtzeitig vor den drohenden Überentwicklungen wieder am Platz zu haben. Die Wertungstrecke passte auch gut zu den 2,5h Ligaflugzeit, wobei die Schauer im Süden vermieden werden konnten. Dirk Ströbl, Philipp Söll und Jens Minard flogen nicht nur in der OLC-Ligawertung nach ganz vorne. Die beiden erstgenannten flogen dazu noch im Team, was die MeetingPoints, und natürlich auch der fast identische Schnitt von 123km/h, bestätigen.
Auch der zweitplatzierte, die LSG Bayreuth, nutzte den Samstag für ihre Wertungsflüge. Vom heimischen Platz aus unterwegs, ging es auch hier darum, Speed und Punkte zu machen, bevor die Luftmasse zu sehr überkochte. Genutzt werden konnte dafür eine Lücke, die über den Bereich hinwegzog. Mittags macht es von Nordwesten auf und am Nachmitztag mit einem durchaus imposanten Cirrenschirm auch wieder zu (Wer noch schnell genug ist, im TopMeteo-Testbereich sind die Bilder noch bis Dienstag-Morgen 00UTC verfügbar ...). Wie wichtig diese Lücke für Martin Bühl, Andreas Baier und Johannes Baier werden sollte, sieht man später noch in der Endabrechnung. Das man als Team an unterschiedlichen Enden der Republik und an unterschiedlichen Tagen für eine gute Platzierung sorgen kann, zeigt der FK Brandenburg.
Nach wechelhaftem Saisonverlauf (der sieht eher aus, wie ein gutes Barogramm aussehen sollte), schaffen sie wieder mal eine Spitzenplatzierung. Julius Gäde flog im Rahmen der Junioren-Quali in Grabenstätten (Samstag), Waldemar Labusga und Lothar Dittmer (Sonntag) vom heimischen Platz aus. Spitze war dann noch ein weiter Flug im Nordosten. Ebenfalls am Sonntag konnte Jonas Florin von Lüsse aus mit indexkorrigierten 125km/h den schnellsten Flug der Liga absolvieren. MIt einem Kurbelanteil von nur 4% konnte er die Reihungen im Nordwestwind optimal nutzen. Er führte den FCC Berlin damit auf einen guten 4. Platz. Während die guten Platzierungen für die beiden Brandenburger Vereine eine deutliche Festigung der Mittelfeldpositionen bedeutet, sind Blaubeuren und Bayreuth die klaren Gewinner in der Endabrechung.
Blaubeuren kann gleich 4 Plätze gut machen und liegt nun auf Gesamtrang 4. Die Abstände sind aber nach unten mehr als eng. Während Schwäbisch-Gmünd seinen dritten Platz hält, hat es an der Spitze erneut einen Wechsel gegeben. Aalen, die in dieser Runde nur auf Platz 14 landeten, liegen nun 4 Punkte hinter den wieder führenden Bayreuthern. Die fast im Wochenrhythmus wechselnde Führung verspricht noch eine spannende Endphase - schließlich geht die Liga-Saison langsam dem Ende entgegen ...
Und auch in Liga 2 kommt ein wenige Spannung auf. So ganz der optimale Wetterraum waren Oberpfalz und Bayerischer Wald ja nicht, das hat ja schon die Wetterbeprechung und die nur knappen Flüge von Bayreuth gezeigt. Und so musste auch hier der Liga-Primus SFG Steinwald mit Rundenplatz 18 Federn lassen, während der engste Verfolger aus Gifhorn auf Rundenplatz 2 vorflog. Dabei konnten die Niedersachsen gleich beide Tage nutzen: Marianne Hagemann flog am Samstag der einfließenden Kaltluft unter den aufkommenden Reihungen entgegen, Bastian und Klaus Busse sowie Thomas Weinberger der Luftmasse am Sonntag Richtung Lüsse hinterher. Mit den insgesamt 342 km/h konnten der drittplatzierte Freudenstadt hier nicht ganz mithalten. Der Rundensieg geht wieder in den Nordosten: Klaus Engelhard, dem 128km/h am Samstag zwischen Dessau und Zielona Góra erreichte, war - auch über beide Ligen hinweg -, schnellster für den Aero Club Berlin. Stephan Kirchner und Jonas Schwengler steuerten am Sonntag im Team ihre Speed zwischen Lüneburger Heide und Fläming bei.
In der Gesamtwertung kann der Aero Club Berlin damit auf Rang 9 klettern und liegt nun in direkter Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen (Rang 7 ist nur noch 9 Punkte entfernt). Schlagdistanz ist dann auch das Stichwort für Gifhorn, die nun nur noch knappe 13 Punkte hinter der führenden SFG Steinwald liegen. So wird es in der kommenden Runde für die Wilscher nicht nur darum gehen, den letzten noch fehlenden Punkt für den Aufstieg klar zu machen, sondern auch darum, noch weiter nach vorne aufzuschließen. Das Wetter sieht zumindest wieder fliegbar aus :-)
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 30. July Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

"Das mit dem Wetter geht jetzt bis Weihnachten so weiter, dann wird es ein wenig besser" stammt nicht von mir, den Satz sagte mir die Tage der Winzer meines Vertrauens - und für die ist das Wetter ja auch nicht gerade unwichtig. Offenbar geht der Sommer ungebremst weiter, auch wenn das Wetter in der Runde 15 nicht ganz die Homogenität hatte, wie noch teils zuvor. Fliegbar (und das teilweise wieder gut) war es allemal.
Samstag:
Geprägt wird das Satellitenbild durch eine Gewitterlinie, die sich auf dem 12UTC-Bild von der Nordsee über den Thüringer Wald bis an die Isar erstreckt. Vor einer Kaltfront wurde die sehr warme Luftmasse labilisiert und kräftige Überentwicklungten, teils linienhaft gereiht, waren die Folge. Rückseitig dann ein gemischtes Bild: Während im Südwesten weitere Feuchte nachfloss (und u.a. auch dem Klippeneck-Wettbewerb den Tag vermieste), waren in der kühleren Luftmasse durchaus wieder fliegbare Bedingungen drin, auch wenn diese durch einzelne Schauer/Gewitter oder Ausbreitungen gestört war. Zumindest konnte man mal wieder das Haus durchlüften ...
Je nach Timing der Front kann es gerade nach Nord- und Südosten gute Bedingungen geben, wenn die heisse Luft zwar ein wenig labilisiert, aber noch nicht überkocht. So auch an diesem Samstag, was auch die Flugspuren ebenfalls zeigen, die gerade auch den Fläming deutlich nachzeichnet (wobei die Rückseite dann noch von Lachen-Speyerdorf aus genutzt wurde).
Sonntag:
Ein anderes Bild zeigte dann der Sonntag: Die Kaltfront war bereits am Morgen zügig nach Polen bzw. Österreich abgezogen, aber im Einfluss eines Troges über dem Atlantik war im Westen bereits die Warmluft schon wieder angekommen. In der Höhe machten
sich vorlaufend Cirrenfelder bemerkbar, die sich zumindest über de Mitte etwas auflösen konnten. So entwickelten sich dann doch zunehmend Cumuli, zumindest wenn man an der Weser oder südlich von Main/Mosel bzw. bis ins Erzgebirge unterwegs war. So wundert es dann nicht, das in der trockenen Luft mit guter Thermik der Schwepunkt der OLC-Flüge lag - wobei sich vor allem die "erweiterte Platzunde" um Stuttgart ganz klar abzeichnet.
Wer hat was draus gemacht?
Unter anderem natürlich die zum Wochenende parallel stattfindenden Wettbewerbe. Die in Summe rund 170 Starter haben damit sowohl zum Meldeaufkommen, als auch zu den Schnitten beitragen. Denn zum einen schließen sich ja Wettbewerb und OLC-Liga nicht aus (eher das Gegenteil dürfte ja der Fall sein) und das Wetter war dazu noch gut genug, dass man nicht nur kleine, schlecht geputzte Wetterfenster fliegen musste, sondern auch die 2,5h gut in den Wewrtungflug passten. Wie die Wettbewerbe auch in die Liga durchschlagen, zeigt z.B. der LSV Gifhorn in Liga 2, für den Nico Klingspohn und Dennis Polej von Grabenstetten (DM Junioren)
aus gute Flüge über der Alb beisteuern konnten. Marianne Hagemann war von Klix aus unterwegs, so dass sich die Wilscher auf Rang 4 platzieren konnten. Als direkte Verfolger der führenden SFG Steinwald konnten sie in der Gesamtwertung jedoch nicht aufholen, denn die Oberpfalz hatte u.a. den Vorteil, dass gleich beide Tage des Wochenendes gut fliegbar waren. Frei in der Richtungsentscheidung flog Bernd Morawitz am Samstag in die Tschechei, während Edith und Ludwig Mehler den eher ungewöhnlichen Weg nach Norden ins flache Gelände um Jena herum nutzten - den Wolken folgend und rechtzeitig vor den ankommenden Überentwicklungen wieder im heimischen Erbendorf. Marc Fuchs mit Co Edith Mehler legten dann den schnellsten Flug der Liga am Sonntag nach - zwischen Fichtelgebirge und Oberpfalz hatten sich die Linien für knapp 116km/h aufgetan. Am Samstag noch führend - das Aero Team Klix hatte durch das Team Ingo Trentelj und Jürgen Müller, ergänzt durch Konrad Gauck gute 319 km/h vorgelegt -, mussten sie am Sonntag den SFV Bad Wörishofen noch vorbeiziehen lassen.
Eva Schröder und Simon Schröder waren ebefalls von Grabenstetten aus unterwegs, während Kilian Biechele sich erst von Wörishofen auf die Alb hochfliegen musste, um dann auch dort seine Speed für die Liga zu machen. 326 km/h bringen das junge Team auf Rang 1 dieser Runde.
Die Alb war dann auch "das" Terrain für die LSG Aalen. Nach 4 Wochen, in denen der Titelverteidiger einen kleinen "Durchhänger" hatte, meldeten sich vor allem die  iloten der Offenen Klasse eindrucksvoll zurück - um am Ende des Wochenendes die  Spitzenposition von den Bayreuthern zurückzuerobern, die in dieser Runde nur auf Platz 13 landeten. Am Ende war der Rundensieg dann durch die Flüge von Markus Frank - der  mit 116km/h den schnellten Flug der Ligaschaffte -, Erwin Ziegler und Volker Thumm recht souverän. Deutlich knapper ging es dagegen auf den Plätzen 2 bis 7 zu, die lediglich etwas mehr als 7 Punkte trennen. Hier hatte der FCS Odenwald Walldürn die Nase vorne: Wolfgang Lehnert und Günter Rinckert waren dabei von Erbendorf aus unterwegs und nutzen dabei am Sonntag den selben Wetterraum, der auch für Steinwald den schnellsten Schnitt gebracht hat. Werner Eherler machte seine Speed beim einem Flug um Stuttgart herum dann auch vornehmlich über der Alb, von wo aus die FG Wolf-Hirth aus es knapp nicht schaffte, noch an dem FCC Berlin vorbeizuziehen. Die hatten am Samstag vorgelegt und konnten sich vor allem durch schnelle 114km/h durch Marc Benedde und Gismut Schröder Platz 3 in dieser 15. Runde sichern.
In Liga 1 lief am Ende dann alles nach Wunsch für die nun wieder führenden Aalener, denn auch die FG Schwäbisch Gmünd musste in dieser Runde Federn lassen. Die haben als Gesamtdritte nun mit 19 Punkten Rückstand auf Rang 1, für Bayreuth sind es 8 Punkte.
Hier ist also alles weiter offen. Ähnlich knapp geht es auch am Tabellenende zu. Langsam verspricht auch der Blick nach unten eine zunehmende Spannung, denn bis ins Mittelfeld hinein kann sich 4 Runden vor Schluss noch kein Team richtig sicher fühlen. Entspannung dagegen dürfte sich beim Blick in die Tabelle der Liga 2 in Erbendorf breit machen. Letzte Woche vorzeitig aufgestiegen, diese Woche den Abstand zum LSV Gifhorn nicht schrumpfen lassen und den Aussichten nach auch am kommenden Wochenende wieder fliegbares Wetter. Wobei - das gilt für alle anderen auch (nicht nur, wenn es nach meinem Winzer geht ...)
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 23. July Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Meteosat 8 Samstag 15.00 UTC
Meteosat 8 Sonntag 15.00 UTC
Nach den letzten tollen Runden hat das Wetter offenbar eine Pause eingelegt, zumindest was die Regionen im Süden angeht. Es hatte sich ja schon am Ende des Berichts der Runde 13 angedeutet, dass in dieser die Vorteile bei dem liegen werde, der das Wetter vor der Haustüre hat - und das war eindeutig der Nordwesten. Oder aber die taktischen "Verlagerer" gab es. Und diese errangen vielleicht am Ende wichtige Punkte.
Samstag:
Die Mitte und der Süden wurden durch mehrschichtige Wolken dominiert, die sich beim Einfluss eines Tiefs über den Ostalpen/Ungarn weit zu uns hineingeschoben hatten. Regen und teils eingelagerte Schauer in der feuchten und labilen Luft ließen nicht viel zu, was auch die Karte der Flugspuren klar zeigt. Hier gab es 2 Schwerpunkte: Im Nordosten lag noch ein Rest der trockenstabilen Luftmasse der Vortage. Die Thermik wurde aber immer mehr durch die aus dem
Tief aufziehenden Cirrenschirme eingedämpft. Wer Punkte wollte, musste also relativ früh ran. Ganz anders dagegen, die in den Nordwesten eingeflossene etwas kühlere Luftmasse. Die entwickelte von den Niederlanden her immer stärker und zum Abend hin wurde sie nochmal richtig labile, so dass am Ende eine Schauerlinie von der Eifel bis an die Ems stabd - ob nutzbar oder nicht, in dieser Luftmasse war eher ein später Start die richtige Wahl.
Sonntag:
Zum Sonntag hatte sich das Bild ein wenig gewandelt: Weiter dominierten im Süden die hohe Feuchte. Vor allem im Bild von 15UTC erkennt man sehr eindrucksvoll die sich in einem weiten Bogen vom Schwarzwald über den Harz bis Rügen erstreckende Gewitter, die sich innerhalb einer Tiefdruckrinne/Konvergenz gebildet hatten. Deutlich besser, aber auch nicht ganz homogen, war es im Westen und Nordwesten. Vor allem westlich des Rheins hatte man zwischen Pfalz und Ems gleich 3 bis 4 unterschieldiche Wetterräume, die sich dazu auch noch bewegten. Am besten dran war der Bereich, in den sich von der Nordsee her der Druck aufbaute und sich die Cumuli im Nordwestewind reihen konnten. Die Flugspuren sprechen für sich ...
Wer hat was draus gemacht?
Klar: Wer am Samstag vorne sein wollte, musste zeitlich taktieren. Lohnenswert nach Prognose und Satellit war der Bereich aus dem (östlichen) Sachsen in Richtung Riesengebirge, wo sich noch Cumuli bilden sollten/konnten. Die Luftmasse war durch die Vortage noch vertikal gut geschichtet, so dass Basishöhen von über 2000m drin waren. Von Pirna aus nutzen dies Benjamin Schüch, Immanuel Weigel und Uwe Augustin. Während Benjamin weitgehend alleine flog (offenbar waren die beiden anderen etwas früher und voraus), flogen Uwe und Immanuel im Team. So konnten sich die Pirnaer am Samstag mit 343km/h Gesamtspeed über den zwischenzeitlichen Rang 1 freuen.
Am Sonntag flogen dann aber die Rintelner noch an ihnen vorbei: Nachdem sie jeweils bis in die Region Cloppenburg gegen den Wind vorgeflogen waren, ging es unter den Reihungen wieder an Rinteln vorbei bis kurz vor den Solling und dann nochmal im JoJo zurück  nach Rinteln. Frek Frommholz/Rolf Bödecker waren dabei mit Abstand die Schnellsten: 127km/h bei hohen Geradeausfluganteilen war dann auch der schnellste Flug dieser Liga-Runde. Reinhard Schramme und  Adrian Glauner addierten ihre ebenfalls schnellen Flüge am Ende zu 353km/h und damit auf einen Vorsprung von rund 10km/h vor dem nun auf Platz 2 abgerutschten Team aus Pirna. Ebenfalls am Sonntag erflogen sich die Drittplatzierten aus Celle ihre Punkte. Von den führenden Teams aus dem Süden konnte zumindest Lothar Schmidt für Bayreuth 4 Punkte vom heimischen Patz aus erfliegen. Für Aalen hatte Ulrich Mildenberger nach Neumagen-Drohn verlagert und über der Eifel für immerhin 5 Punkte gesorgt. Die Königsdorfer waren von Klix aus unterwegs. Gewinner der Verlegung ist aber eindeutig das Team aus Schwäbisch Gmünd. Mit gleich 4 Piloten ging es von Nastätten aus los
und Rundenplatz 8 brachte dann ganze 13 Punkte ein.
Während sich Aalen und Bayreuth ein nahezu totes Rennen lieferten und sich an der direkten Spitze nicht viel getan hat, konnten die Gmünder nach Punkten auf Aalen aufschließen! Aus dem Zwei- ist nun ein Dreikampf geworden - und Rinteln hat auch weiter gutgemacht. Spannung ist also in der Liga noch reichlich drin ...
Kurz wundern konnte man sich beim Blick auf die Ergebnisse der Liga 2. Hier lag schon am Samstag der LSV Gifhorn auf Rang 1, dicht gefolgt vom Aero Team Klix. Ein Blick auf den Startplatz offenbart aber, dass die Niedersachsen nicht vom heimischen Wilsche aus unterwegs waren, sondern ebenfalls in Klix starteten. In der Spitze waren Nico Klingspohn für Gifhorn und Ingo Trentelj für Klix nahezu gleich schnell, die Gifhorner waren am Ende aber im Team breiter aufgestellt, denn Marianne Hagemann und Bernd Schulte waren auf dem Weg ins Riesengebirge in der Summe etwas schneller unterwegs. Am Sonntag konnte noch der LSV Homberg Ohm den Sprung auf Platz 2 schaffen, wobei Simon Briel mit 107km/h nicht nur der schnellste Flug der Liga gelang, sondern er mit Sicherheit auch das interessanteste Barogramm vorzuweisen hat.
Die SFG Steinwald als Spitzenreiter konnte 5 Runden vor Schluss den bereits den Aufstieg in Liga 1 festmachen. Edith und Ludwig Mehler sowie Hans Stock/Aleksander Umov nutzen am Sonntag dazu eine kleine Lücke nördlich des Fichtelgebirges. Nur knapp über der Mindestspeed wurde die Mühe mit 11 Punkten belohnt. Sie haben damit nun 104 Punkte Vorsprung auf Rang 8 und 28 Punkte auf Rang 2. Durch die Spitzenplätze in dieser Runde konnten Gifhorn und Homberg/Ohm weiter zur Spitze aufschliessen. Auch in Liga 2 ist damit noch lange nicht alles entschieden ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 16. July Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Niederschlag Samstag 06.00 UTC
Niederschlag Sonntag 06.00 UTC
Runde 13 und langsam wird es kanonisch: Der Sommer hält und wieder mal können (fast) alle Vereine punkten. Was die Speed angeht, gehört diese Runde mit Sicherheit zu den schnelleren. Das zieht sich in der Summe auch schon über das ganze Jahr. Mittlerweile hat nicht nur der führende in Liga 1 eine akkumulierte Gesamtspeed deutlich jenseits der 4000km/h - ein Wert der in den Vorjahren noch nicht in Runde 13 erreicht wurde. Trotzdem fliegt kein Team dem anderen davon. In der 1. Liga nimmt das Kopf-an-Kopf Rennen jetzt erst richtig Fahrt auf, aber dazu später mehr ...
Samstag:
Während sich die Woche über ein Kaltluftropfen/Trog eher störend ausgewirkt hatte, war pünklich zum Wochenende der Hochdruck und die trockene Luftmasse wieder da. Schon Freitag hatten der Westen - aber auch die Alpen - 1000er-Wetter zu bieten. Und das setzte sich zumindest im Westen dann auch am Samstag fort.
Geprägt war - auch wenn man es nicht direkt auf den ersten Blick sieht - das Wetter durch 2 Luftmassen: Zum einen eine eher trockene und leicht kühlere Luftmasse im Norden (wenn man von den hartnäckigen Stratus-Feldern zwischen Elbe und Müritz mal absieht) und einer wärmeren und etwas labileren im Süden. In dieser hielten sich die Überentwicklungen allerdings noch in Grenzen, auch wenn man im Satellitenbild Richtung Main-Donau schon deutliche Quellungen sieht, aus denen dann auch Schauer fielen. Die Flugspuren zeigen hier dann auch weniger Aktivitäten, ganz anders als über den Rennstrecken im Westen und Südwesten oder aber auch zwischen Thüringer Wald und Fichtelgebirge.
Sonntag:
Eine deutliche Spur labiler im Süden war dann der Sonntag. Die Luftmassenverteilung hatte sich gegenüber dem Vortag kaum geändert, lediglich die Grenze lag ein wenig weiter südlich. Aber die Warmluft im Süden war deutlich labiler und so erkennt man im Satellitenbild schon früh und sehr deutlich die zahlreichen auswehenden Cirrenschirme der Überentwicklungen, auch wenn südlich der Donau noch größerere Lücken waren. Deutlich besser präsentierte sich dagegen der Norden: Am Vortag lag hier noch das dichte Feuchtefeld, nun hatten sich daraus strukturierte Cumuli gebildet, die ein schnelles Vorankommen trotz der nicht ungemein hohen Basis ermöglichten. Die Verteilung Der Luftmjassen kann man auch gut anhand der akkumulierten
Niederschläge am Samstag und Sonntag erkennen.
Wer hat was draus gemacht?
Beide Tage hatten wieder einiges auch abseits der Liga zu bieten. Ein Tag, an dem man einen getreckten Endanflug aus dem Westerwald über annähernd 150km den kompletten Rothaarstrang entlang bis nach Padaerborn schafft, sind nicht sehr häufig im Westen der Republik - geflogen von Ingo Zoyke und Arno Kleinert am Sonntag. Auch wenn der Wetterraum nicht der einfachste war, die schnellsten Schnitte - und das gilt für beide Ligen -, hatte der Südosten zwischen Thüringer Wald und Fichtelgebirge zu bieten. Auch wenn es weiträumig fliegbar war, gehört vielleicht auch ein bisschen Glück dazu, den fast optimalen Startplatz mit Zugriff auf die optimalen Rennstrecken zu haben. So der AC Lichtenfels: Jan Kretzschmar, Gerd Peter Lauer und Philipp Lauer nutzten am Samstag diesen Bereich, zum einen Liga-optimiert, aber auch, um die Liga-Speed eingebettet in einen weiteren Flug durchzuführen. Jan gebührt dabei, dass er mit indexkorrigierten knapp 139 km/h den schnellsten Schnitt dieser Runde erreichte, auch wenn Matze Sturm von Winzeln aus (ebenfalls am Samstag) über dem Schwarzwald mit absoluten 156km/h noch etwas schneller unterwegs war. Der LSV Schwarzwald konnte damit auf den zweiten Platz vorfliegen.
Auch die nachfolgenden Plätze konnten sich die Teams bereits am Samstag sichern. Inklusive der Bayreuther auf Rundenplatz 5, wobei Heiko Hertrich mit seinem Flug am Sonntag noch für eine Festigung des Platzes sorgte. Dass die Alb nicht der optimale Raum für schnelle Schnitte war, bekamen vor allem die Aalener zu spüren. Sie versuchten es daher wohl mit einer Verlegung des Startplatzes. Johannes Böckler flog von Rothenburg aus am Samstag bei sicher nicht ganz einfachen Bedingungen am Bayerischen und Thüringer Wald "nur" 113km/h, Ulrich Mildenberger und Dieter Walz versuchten am Sonntag von Bad Neustadt aus am Thüringer ihren Speed zu machen. Am Ende war aber nur Rang 20 drin.
So musste der Titelverteidiger nach 11 Wochen die Führung an die Bayreuther abgeben. Aber nur knappe 5 Punkte trennen nun die wechselnden Jäger und Gejagten. Und auch die FG Schwäbisch Gmünd ist weiter in direkter Schlagdistanz, nach dem Rundensieg konnte ausserdem der AC Lichtenfels zum Spitzentrio aufschliessen.
In Liga 2 ist das Bild der Flüge etwas variantenreicher, das liegt sicher auch daran, dass mit dem AC Bad Nauheim und dem LSC Bad Homburg 2 Vereine ganz vorne mit dabei sind, die aus der Mitte Deutschlands heraus den Zugriff gleich auch mehrere Wetteräume - respektive Rennstrecken - haben. Der schnellste Flug geht an Lorenz Dierschke, der von Ober-Mörlen aus am Sonntag ebenfalls die hohe Basis zwischen Westerwald und Rothaar für 131km/h nutzte.  Ein Weg, den auch Niels Deimel gewählt hat, der Schnellster für den LSC Bad Homburg war.
Über allen trohnt die SFG Steinwald, die sich mit ihrem zweiten Rundensieg weiter ganz oben festsetzen und den Vorsprung auf die zweitplatzierten Gifhormer auf mittlerweile 37 Punkte ausbauen konnte. Marc Fuchs, Helmut&Stefan Joost und Bernd Morawitz hatten - von allen 3 unterschiedlichen Startplätzen - am Samstag den Weg zwischen Oberpfalz und Thüringer Wald für den Rundensieg nutzen können.
Mitte der Woche wird sich die Wetterlage etwas umstellen - mal sehen, wer am kommenden Wochenende dann die optimalen Bedingungen vor der eigenen Haustüre zur Vefügung hat - oder wer rechtzeitig eine Verlegung plant. Es bleibt spannend, nicht nur von Wetter her, sondern auch wer was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
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Tuesday, 10. July OLC-Discus: Spannende Flüge im Juni translate news

Ich melde mich mit einem kleinem Bericht zu zwei Flügen Ende Juli. Am 23.06 ist für Süddeutschland gutes Segelflugwetter vorhergesagt. TopMeteo malt die Wettergrenze genau über Nastätten in den Himmel. Und in der Tat, die Optik ist nicht verlockend, als ich um zehn Uhr hinter unserer Dimona starte. Zudem herrscht strammer Nordwind. Mit 1600 Metern Höhe und am südlichsten Rand des Bundesliga-Kreises starte ich schließlich meinen Flug. Kurz hinter dem Hunsrück-Kamm fliege ich in starkes Saufen - komisch. Als es kurz darauf anfängt leicht zu steigen, drehe ich den Flieger in den Wind. Und tatsächlich - mit deutlich über einem Meter geht es in einem Wellenaufwind bis an den Luftraum in FL65. Der Blick nach Osten ist brutal. Im Lee des Taunus hat sich eine riesige Lenti entwickelt. Leider voll im Luftraum. Mit Rückenwind geht es nun nach Süden und bei Rammstein sinke ich unter die ersten kleinen Wolken.
Lukas Winterhoff ist auch bereits unterwegs. Zusammen geht es unter schönen Reihungen bis weit nach Frankreich hinein. Das leicht hügelige Gelände hier ist von oben wunderschön anzuschauen und auch thermisch sehr gut. Kleine Felder und Dörfer und immer wieder Waldrücken, die sich durch die Landschaft ziehen.
Südlich Nancy trocknet es zunehmend ab. Erst weit im Osten über den Vogesen zeichnen sich wieder schöne Wolken ab. Da müsste man doch hinkommen. Doch der Einstieg gestaltet sich schwierig. Das Gebirge scheint abzusaugen. Am Flugplatz ‘Saint-Die-des-Vosges’ bin ich bereits unter 1000 Meter gesunken. Im Lee eines Hanges kann ich einen rettenden Bart ziehen. Der Einstieg ist geschafft. Etwas zehn Minuten später ist der Hauptkamm überquert.
Ich steige nochmal auf 1700 Meter, vor mir das komplett blaue Rheintal. Ob das wirklich sinnvoll ist, jetzt Richtung Freiburg abzugleiten? Egal, notfalls gibt es ja den Turbo. Über dem Kaiserstuhl kann ich ein paar wichtige Meter Höhe machen. Doch so richtig gut geht es nicht. Der Kandel vor mit wird immer größer und die Luft immer unruhiger. Der starke Nordost-Wind macht die Luft so weit unten sehr unberechenbar. In 700 Metern suche ich den rettenden Bart. Als ich schließlich einkreise, schwankt das Vario zwischen Plus und Minus fünf Metern. Begleitet von vielen Paraglidern schleiche ich mich das Elztal hoch.
Aus dem Hang gelingt dann schließlich der Einstieg ins höhere Gelände. Über der Hochebene des Schwarzwaldes spielt der Wind dann keine große Rolle mehr, hier herrscht ganz anderes Wetter. Gute Steigwerte und eine Hohe Basis erlauben einen zügigen Weiterflug. Über das Murgtal geht es dann an Karlsruhe und Landau vorbei in den Pfälzer Wald. Hier ist das Wetter noch gut, doch von weiter Norden drückt bereits die Feuchte herein. Bei Ramstein versuche ich gegen den starken Wind nochmals an die Basis zu steigen. Doch es ist vergebens. Das zerklüftete Gelände südlich von Bad Sobernheim lädt nicht gerade zur Außenlandung ein, und so bin ich froh, dass das vertraute Brummen des Turbos mich schließlich zurück nach Nastätten trägt.
Für den folgenden Mittwoch kündigt sich wieder Wetter an. Per What’s App sind die anderen Junioren schnell motiviert und so bereiten Marcel Kaspari (Hornet), Max Karl (DG1000) und ich bereits am Dienstag Abend alles vor. Am Mittwoch Morgen dann leichte Ernüchterung. TopMeteo hat zurückgerudert. Für den Thermikbeginn trifft der niederländische Rasp jedoch meist am Besten zu. Und der verspricht erste Wolken zwischen zehn und halb elf. Also los.
Der erste Bart steht immer, und zwar wirklich immer, an der Autobahn, die durch ein kleines Tal den Hunsrück quert. Zwei Minuten bevor ich dort ankomme, bildet sich die Wolke. Es geht bereits mit zwei Metern. Bernd Fischer hat die Luftmassenverteilung für diesen Tag sehr gut beschrieben. Einzelne Nord-Süd Streifen mit unterschiedlicher Feuchte. Nach Süd-Westen fliegen wir leider in die etwas trockenere Luft. Kurz vor Idar-Oberstein dann der Wechsel vom ‘Soonwald’ kommend auf den ‘Schwarzwälder-Hochwald’. Hier muss ich kurz parken, bis das Wetter vor mir aufbaut. Danach geht der im Wind liegende Kamm aber super. An der Saar wende ich, nun heißt es gegen den strammen Nord-Ost Wind kämpfen.
Das hügelige Gelände nördlich des Pfälzer Waldes ist bei stärkerem Wind oft etwas eklig. Bis zum Donnersberg kann ich mich gerade so durchschwabbeln. Aus dem Lee gelingt dort dann wieder der Anschluss. Wann wird das Wetter endlich besser? Der Einstieg in den Odenwald ist noch etwas spannend, doch mit jedem Kilometer nach Osten wird die Basis höher und die Steigwerte besser. Gegen den Wind gelingt so ein 90er Schnitt. Kurz vor Bayreuth wende ich, die Optik nach Nord-Westen ist schwierig. Doch der Tag überrascht. Mehrmals frage ich mich, wie ich denn irgendwie auf den nächsten zehn Kilometer Höhe machen soll und ziehe kurz darauf drei Meter. Und das mit Wasser und Mücken.
Auch die Schnittgeschwindigkeit steigt nun endlich an. Nördlich des Sauerlandes wende ich wohl etwas zu früh im Luftraum von Paderborn. Der Rückenwind drückt und das Sauerland geht abends einfach so gut, dass es aus Nastätten sinnvoll ist, dieses auf Kilometer 40 so spät wie möglich zu verlassen. Um 19 Uhr sind wir alle wieder daheim, die 900 Kilometer geknackt und die Basis ist immer noch bei über 2000 Metern. Max zieht zu diesem Zeitpunkt sogar nochmal knapp 4 Meter. Doch beim Verlängern mache ich einen kleinen taktischen Fehler. Etwas zu lange fliege ich gegen den Wind an, die Wolkenoptik erscheint mir noch gut, doch irgendwie geht es nicht mehr. So reicht es am Ende nicht ganz für die 1000 Kilometer. Aber egal, an diesem Tag fliegen wir alle unsere bisher punkthöchsten Flüge und sind froh, die Möglichkeit und den passenden Startplatz zu haben, solche Tage voll auszureizen.
 
Moritz Althaus
 
Blick auf den Taunus nach Start,
die Thermik setzt meist vor dem
Hunsrück ein, nur der Luftraum stört.
Flugplatz Ramstein von oben
Landschaftsbild in Frankreich
Letzte Wolke vor
Rheintal-Querung
Marcel Kaspari und
Moritz Althaus
vor dem Start
Wellenaufwind am Taunus
 

Tuesday, 10. July Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Meteosat 8: Samstag 05.00 UTC
Meteosat 8: Sonntag 05.00 UTC
Was diese Saison auszeichnet, ist ganz sicher, dass (fast) jede Runde (fast) alle fliegen können. Auch diese Runde 12 gehört ganz sicher dazu: Wenn Luftmassen und Feuchte auch nicht immer homogen verteilt sind - jeder bekommt seine Chance auf Punkte. Die Rundensieger sind über die Ligen hinweg sowohl im Süden als auch im Norden zu finden und in Liga 2 wird (mal wieder) schneller geflogen als in Liga 1.

Samstag:
Aber das Wetter ist dann nicht immer ganz so einfach, ganz so eindeutig. Denn diese Runde hat auch wieder gezeigt, das ein gutes Stück Dynamik im System ist. Beginnen wir mit der Zeit zu der man (zumindest die ersten) Gedanken an das Wetter des Tages verschwendet. Morgens um 7 offenbart der Blick ins Satellitenbild vielleicht nicht ganz das, was man sich vielleicht vom Tag versprochen hat. Aber die offenen Bereiche, die Feuchte, die Strömung - alles das wird essentiell in den kommenden Stunden werden - und damit für die Zeit, die wir in der Luft verbringen.
Ein dickes Feuchtefeld zwischen Pfalz und Rhein-Main ist in der Frühe erkennbar, ebenso wie einiges an Feuchte über dem Nordosten und am Alpenrand. Die Situation gut 7h später stellt sich auf den ersten Blick ganz anders dar, aber die Ausbreitungen zwischen Pfalz und Schwarzwald sind durchaus ein Resultat der zwischenzeitlich mit der Nordströmung bis dorthin verfrachteten Fechte. Im Norden und Nordosten dagegen hat sich die Feuchte aus der Nacht in der trockenen Luft nahezu vollständig aufgelöst.
Sonntag:
Auch am Sonntag zeigt sich ein ähnliches Bild: Morgens liegen noch reichlich Feuchtefelder vor allem über den Mittelgebirgen, am
Nachmittag ist davon nicht mehr viel zu sehen. Die Tendenz, das sich in in den Nachmittagsstunden der Effekt der Sonneneinstrahlung und des verbreiteten trockenen Bodens immer mehr durchsetzt, ist beiden Tagen gemein. Das nachmittägliche Satellitenbild zeigt aber auch sehr schön die beiden (oder drei) Rennstrecken des Tages: Zum einem im Norden grob zwischen Nordheide und Wolfsburg und im Süden über dem Schwarzwald und - und das ist vielleicht nicht ganz typisch -, im Südosten nicht über Thüringer und Bayerischem Wald, sondern etwas westlich davon, vor allem über der Oberpfalz.
Wer hat was draus gemacht?
Beide Tagen (mal wieder) waren auch wieder für die lange Strecke tauglich, aber die schnellen Schnitte gehören dann doch in den
Nachmittag, teils auch späteren Nachmittag, wenn die Luftmasse durchgeheizt war. So offenbarte die Eifel beispielsweise am
Samstag das typische Phänomen, dass sich Konvergenzen bilden, die bis in den Abend hinein standen. Dieser Samstag hatte damit durchaus auch schnelle Schnitte zu bieten, die ihren Schwerpunkt eher im Süden und Westen hatten. Aber egal ob aus Donauwörth, Dannstadt oder dem Lüsseraner Exil - man musste am Sonntag zusehen, wie Wetter und Schnitte nochmal zulegen konnten.
In Liga 1 nutzte das vor allem das Team vom FLC Schwandorf. Angeführt von Roland Biesen, der seine Speed über der Oberpfalz - und dann noch mit einem weiten Schlag mit Rückenwind - machte, erreichten die Oberpfälzer den Sieg in dieser Runde. Auch die homogene Teamleistung war Mit-Garant, wobei auch Johannes Häring/Jonas Biesen und Christoph Klenk ihre Schnitte beisteuerten.
Herausragend schnell präsentiert sich das Wetter über dem Schwarzwald, wie der Flug von Matze Sturm zeigt. 127km/h bleiben selbst nach der Indexkorrektur noch von den 135km/h übrig. Nach der Waschkühe am Samstag zeigte sich der Schwarzwald nun von seiner besseren Seite. Joachim Schwenk und Sybille&Matthias Krauss komplettieren das gute Ergebnis für die Winzelner. Matthias sorgt aber letztendlich bei den knappen Punktabständen dafür, dass Platz 2 gesichert wurde.
Wiederum im selben Wetterraum unterwegs wie die Rundensieger aus Schwandorf waren die Bayreuther. Andreas Baier, Friedhelm Lotte und Heiko Hertrich nutzten ebenfalls die Entwicklungen über der Oberpfalz, um auf Rundenplatz 3 zu fliegen.
An der Reihenfolge in der Gesamtwertung der Top-Mannschaften hat sich gegenüber der Vorwoche nichts wesentliches geändert. Da aber sowohl Bayreuth als auch Schwäbisch Gmünd (5.) in dieser Runde etwas besser platziert waren als die führenden Aalener (10.), bleiben beide in unmittelbarer Schlagdistanz zum Titelverteidiger.
Das einer der besten Wetterräume des Wochenendes der über der Oberpfalz war, zeigen ja die bisherige Besprechung und natürlich auch die Flugspuren. Für die SFG Steinwald lag damit die Rennstrecke direkt vor der heimischen Haustüre, wobei es für den Rundensieg dieses Mal aber nicht gereicht hat, denn zu dominant waren die Flüge aus der Heide. Hier konnten die Teams aus Gifhorn und Fallersleben die Reihungen über der östlichen Heide optimal nutzen. Das gilt insbesondere für Bastian und Klaus Busse und Dennis Polej, die bis auf die letzten Meter knappe 350km im engen Team absolvierten. Selbst nach Indexkorrektur gelangen ihnen damit die mit Abstand schnellsten Flüge in dieser Runde. Selbst Nico Klingpohn war als dritter noch schneller als der Rest der Liga. Mit herausragenden 371 km/h Liga-Speed sind die Gifhorner damit auch das mit Abstand schnellste Team in der Rundenabrechnung. Und ein Blick in die "weiteren Flüge" zeigt, dass auch die breite Basis schnell unterwegs sein kann. Gleiches gilt übrigens auch für die zweitplatzierten Fallerslebener.
In der Gesamtwertung setzen sich Gifhorn als Zweiter und die führende SFG Steinwald langsam vom Rest des Feldes ab. Spannend dürfte hier - trotz der recht großen Abstände - werden, welche entscheidende Rolle das Wetter einnehmen wird, denn die Teams ja in ganz unterschiedlichen Regionen/Wetterräumen unterwegs. Aber die ersten Prognosen sehen für das kommende Wochenende wieder weiträumig fliegbares Wetter - schön ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 02. July Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Und wieder ein Wochenende, an dem (fast) alle Teams punkten konnten. Während einem in weiten Teilen das Fliegen im Blauen nicht gerade einfach gemacht wurde strahlt der Nordosten in Runde 11 heraus, egal ob es um die lange Strecke geht, oder um die Speed für die Liga - man kann manchmal sogar beides haben ...
Samstag:
Das Satellitenbild vom Samstag zeigt gleich drei verschiedene Luftmassen und damit auch drei unterschiedliche Wetterräume. Die wärmste (versehen mit noch etwas Feuchte) lag im Süden und Westen. Die Cumuli konnten so hier die besten Wege vorzeichnen. Nachmittags trockneten die aber schon wieder von Nordosten ab, denn von dort floss nun eine deutlich trockenere Luftmasse ein. Die selbe kühle Luftmasse, aber durch einen Trog über dem Baltikum/Polen angefeuchtet, floss in den Nordosten ein,  wo die Thermik dann wieder gezeichnet war. Die Flugfspuren zeigen - nicht unerwartet - eine ähnliche Verteilung mit dem Schwepunkt dort, wo sich Wolken bilden konnten.
Sonntag:
Aus den drei Luftmassen des Vortages waren zwei geworden: Die trockene Ostluft hatte die etwas wärmere und etwas feuchtere Luftmasse aus dem Südwesten verdrängt. Abgesehen von Quellungen über Schwarzwald, Vogesen und Alpen(rand) zeigte sich der Himmel vorwiegend blau. Zwischen Elbe/Saale und Oder dagegen sorgte der Trog nochmals für Feuchte und damit auch wieder für Quellungen. Die Flugspuren lassen einen ähnlichen Schluss wie am Vortag zu: Die bevorzugten Linien lagen unter den Cumulanten, vor allem dort, wo im Grenzbereich zur trockenen Luft die höchste Basis zu finden war. Aber auch zwischen Thüringer und Bayerischem Wald funktionierte es gut, auch wenn hier kaum oder nur wenige Cumuli standen.
Wer hat was draus gemacht?
Dass der Schwerpunkt dieses Mal im Nordosten lag, lassen bereits die Satellitenbilder vermuten, denn gleich an beiden Wochendtagen waren hier die Thermik nicht nur gezeichnet, sondern offenbar auch ausgezeichnet. Michael Ebel konnte an beiden Tagen knapp 1200km von Reinsdorf aus absolvieren und Alex Müller knackte die 1200er-Marke von Lüsse aus. Dass es auch im Südosten gut ging, zeigte Michael Sommer, der von Oberhinkofen aus eine Platzrunde um Prag auf über 1000km ausdehnte. Aber zurück zur Liga-Fliegerei: Das gute Wetter im Nordosten nutzten gleich eine Vielzahl von Ligapiloten aus allen Regionen an den Trainingstagen der Quali in Lüsse. Christoph Danders startete zwar am Sonntag auch von Lüsse aus, die Punkte gehen aber nominell knapp 40km weiter nach Norden zum FK Brandenburg. Für die hatte Sarah Drefenstedt bereits am Samstag vorgelegt, ebenso wie Matthias Kaese. Während Christoph nur wenig mehr als die Ligawertung flog (was sich noch als wichtig herausstellen sollte) , waren Matthias und Sarah auch auf der langen Strecke unterwegs. Die Speed für die Liga kam dann erst fast zum Schluss des Fluges unter der hohen Basis und im Team zustande. Bereits vorher auf ähnlichen Kursen unterwegs traf man sich rund 3h vor Schluss um von dort an gemeinsam die letzten Kilometer zurückzulegen, die letztendlich auch in die Ligawertung einflossen.
Am Ende - auch durch den erst am Sonntag nachgelegten Flug von Christoph -, konnten sich die Brandenburger mit weniger als 1km/h Vorsprung vor die Burgdorfer schieben. Die waren aller vom heimischen Platz aus unterwegs, die Kurse führten - und das an beiden Tagen - naturgemäß in Richtung der Cumuli nach Osten bzw. Nordosten. Michael Möker war für die Niedersachsen am schnellsten unterwegs, kaum langsamer waren Heinz Teichert/Volker Stüve und Carsten Freyer. Ebenso knapp wie der Rückstand zum Rundensieger war der Vorsprung auf Platz 3. Wieder wer es weniger als 1km/h, die der LSR Aaalen am Ende fehlten. Bernd Schmid gebührt von Lüsse aus (Samstag) aber zumindest der schnellste (indexkorrigierte) Flug. Während von Lüsse auch Markus Frank (Sonntag) unterwegs war, sorgte über der heimischen Alb Paul Schwarz (Samstag) für die weiteren Punkte.
Auch in Liga 2 ging es am Ende äußerst knapp zu und wieder einmal zeigt sich, dass dort nicht langsamer geflogen wird, ganz im Gegenteil! Auch wenn es darum geht, wo die Entscheidungen knapper sind, zeigt sich Liga 2 vorne: Zwischen Platz 3 (LSV Gifhorn) und Platz 2 (HAC Boberg) liegen gerade mal mickrige 0,43km/h. Bis auf den Flug von Dennis Polej fanden dabei alle anderen am Sonntag statt, wobei die Boberger geschlossen von Lüsse aus unterwegs waren. Samstag noch auf Platz 5 liegend konnte das Aero Team Klix am Sonntag nochmal geschlossen nachlegen. Dennis Zettwitz führte sein Kurs bis in den Norden Tschechiens. Am schnellsten von Klix aus waren aber Ingo Trentelj und Teampartner Jürgen Müller in Richtung Ostpolen unterwegs. Mit seiner alten Dame (ASW17) war Ingo dabei kaum langsamer und nach der Indexkorrektur blieben von den 131,5km/h immer noch 118km/h übrig. Ingo war damit Schnellster über beide Ligen hinweg und auch das Aero Team Klix am Ende mit 341  Liga-km/h das schnellste Team. In der Tabelle klettern sie damit auf Rang 12 während Gifhorn die gute Rundenplatzierung dazu nutzt, nun wieder ein wenig näher an die weiterhin führende SFG Steinwald heranzukommen, die auch in dieser Runde einen Platz in den Top10 erfliegen konnte.
In Liga 1 kann Aalen im Vergleich zur Vorwoche den Vorsprung gegenüber Verfolger Bayreuth wieder etwas ausbauen und führt nun mit 17 Punkten, aber auch die FG Schwäbisch Gmünd ist mit 26 Punkten Rückstand auf Rang 1 noch lange nicht abgeschlagen.
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 25. June Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 10 - Halbzeit! Oder sollte man sagen: Halbzeitpause? Zumindest das Wetter hatte nur wenig zu bieten, auch wenn nominell Hochdruckeinfluss herrschte, das lag aber leider an der falschen Stelle und versorgte uns eher mit Abschirmungen als mit fliegbarem Wetter. So wurde es die bisher langsamste Liga-Runde dieser Saison, aber trotzdem keine uninteressante...
Samstag:
Von dem kräftigen Hoch ist aus dem Satellitenbild von 12UTC nicht viel zu sehen. Zwar lag der Druck im Westen schon bei deutlich über 1025hPa - soweit war das Hoch also schon spür- und messbar -, aber noch lagen wir leider auf der Ostseite. Auf der sorgte der kräftige Nordwestwind für reichlich Feuchtezufuhr, die sich vor allem in den Staulagen lange hielt. Ein paar Lücken gab es dann aber doch: Der Südwesten/Süden profitierte von dem leichten Lee-Effekt, so dass hier waren die Bedingungen auch für Flüge über die 2,5 Liga-Stunden weiträumig genug war. Zum Nachmittag machte es im NPOrdwesten dann von den Niederlanden her auf und auch ganz im Nordosten gab eine kleine Lücke. Die beiden letzteren hatten trotz nicht allzuhoher Basis den Vorteil, dass die Cumuli sich im Wind reihten - was sich auch in den Flugspuren wiederfindet.
Sonntag:
Die Lage hatt sich nicht großartig verändert: Das Hoch lag weiter über den britischen Inseln und wir damit in der anhaltenden Nordwestströmung. In der Höhe lag eine schwache Warmfront, deren weitreichender Cirrenschirm zwischen Eifel/Pfalz und der Ostsee gut sichtbar ist. Darunter hatten sich aber anfangs in der labilen Grundschicht noch Cumuli gebildet, so dass sich zumindest (meist südlich von Main und Mosel) ein paar Lücken auftaten, die zumindest für Liga-Flüge ausreichend groß waren.
Wer hat was draus gemacht?
Nicht nur die Anzahl der Flüge und die räumliche Verteilung legen nahe, dass der Samstag der meist "bessere" des Wochenendes gewesen ist. Diese Runde 10 war, was die Schnitte angeht, dennoch die bislang "langsamste". Meist sind solche Runden am Ende aber die schwierigsten und mitunter auch die Entscheidenden. Nur rund 2/3 der Teams aus beiden Ligen konnten am Ende punkten, was die Punkte um, so wertvoller macht, wenn die Konkurrenz komplett leer ausgeht.
Wer nochmal einen Blick auf das Satellitenbild vom Samstag wirft, erkennt vor allem südlich der Donau schöne Entwicklungen. Die meisten Flüge der vorne platzierten Vereine fand dann auch unter diesen zwischen Bodensee und Iller statt. Die Unterschiede in den Strecken ergaben sich am ehesten noch durch den Zeitpunkt, wann am Nachmittag die Flüge stattfanden: Da es von Norden her ein wenig abtrocknete, lagen die etwas späteren Flüge etwas wenig weiter südlich. Einen signifikanten Unterschied in den Schnitten machte das aber nicht.
Von den ersten 4 Plätzen waren 3 Vereine in besagtem Bereich unterwegs. Von Aalen bzw. Laichingen, von Blaubeuren und von Hornberg aus hatte man einen guten Zugriff dorthin. Titelverteidiger Aalen landete auf Rang 4. Auch wenn im Team Philipp und Martin Söll am schnellsten waren, reichte es am Ende für die FLG Blaubeuren nur knapp für Rang 3. Vorne landete - auch Dank einer homogenen Teamleistung die FG Schwäbisch Gmünd mit Frank Rodewald, Joachim Koch und Kai Kunze/Tobais Ladenburger. In die schwäbische Phalanx konnte aber noch ein Verein aus dem NRW einberechen. Es dauerte zwar bis in den Nachmittag, aber in der von den Niederlanden heranziehende Lücke konnte die SFG Stadtlohn ihre Flüge unterbringen. Bernd Mensing/Hermann Rosing waren hier die schnellsten. In der Gesamtwertung können die Münsterländer damit einen weiten Sprung nach vorne machen und sich etwas Luft zu den Abstiegsplätzen verschaffen.
Und auch vorne ist die Lücke zwischen Platz 1 und 2 wieder etwas größer geworden. Die Bayreuther erreichten Dank der Wetterlücke am Sonntag zwar noch Rang 16, aber durch Rang 4 kann Aalen in der Tabelle wieder etwas davoneilen und liegt nun wieder 13 Punkte vor dem engsten Verfolger, an den sich aber langsam auch Schwäbisch Gmünd auf Rang 3 heranschleicht.
Auch in Liga 2 waren die schnellsten Flüge am Samstag im Südwesten, wobei die Flüge nicht so konzentriert über Oberschwaben stattfanden, wie in Liga 1. Das mag daran liegen, dass für die SFC Schwäbisch Hall die "Anreise" ein wenig lang gewesen wäre, nur um ein Jojo zwischen A81 und A7 zu fliegen. So machte man auf dem Weg rings um Stuttgart die Liga-Speed auf den Schenkeln den Schwarzwald hinunter und die Alb wieder hoch. So erreichen sie Am Ende Rang 2 vor der FLG Grabenstetten.
Auch mit einem Schlag in den Schwarzwald war Robert Schröder unterwegs, während Simon Schröder und Kilian Biechele südlich der Donau blieben. Alle 3 Flüge erreichten (nach Indexkorrektur) einen Schnitt von über 100km/h. In der Summe hätten die 304km/h der Bad Wörishofener auch in Liga 1 für den Plat zan der Sonne gereicht!
Die Haller können den meisten Nutzen aus dieser Runde ziehen und rücken in der Gesamtwertung nun bis auf 3 Punkte an Gifhorn heran. Die Niedersachsen blieben in dieser Rude punktlos und kommen damit auch nicht näher an die weiterhin souverän führende SFG Steinwald heran. Die konnten zwar in dieser Runde auch nur 5  Punkte einfahren, was aber für einen Ausbau der Führung auf 33 Punkte gereicht hat. Mal sehen, wenn sich der Trog über Südosteuropa bis zum kommenden Wochenende verzogen haben sollte, gibt das Wetter vielleicht wieder etwas größere Fenster für alle frei ...
 
Bernd Fischer
 
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