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Montag, 16. Juli Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende Artikel übersetzen

Niederschlag Samstag 06.00 UTC
Niederschlag Sonntag 06.00 UTC
Runde 13 und langsam wird es kanonisch: Der Sommer hält und wieder mal können (fast) alle Vereine punkten. Was die Speed angeht, gehört diese Runde mit Sicherheit zu den schnelleren. Das zieht sich in der Summe auch schon über das ganze Jahr. Mittlerweile hat nicht nur der führende in Liga 1 eine akkumulierte Gesamtspeed deutlich jenseits der 4000km/h - ein Wert der in den Vorjahren noch nicht in Runde 13 erreicht wurde. Trotzdem fliegt kein Team dem anderen davon. In der 1. Liga nimmt das Kopf-an-Kopf Rennen jetzt erst richtig Fahrt auf, aber dazu später mehr ...
Samstag:
Während sich die Woche über ein Kaltluftropfen/Trog eher störend ausgewirkt hatte, war pünklich zum Wochenende der Hochdruck und die trockene Luftmasse wieder da. Schon Freitag hatten der Westen - aber auch die Alpen - 1000er-Wetter zu bieten. Und das setzte sich zumindest im Westen dann auch am Samstag fort.
Geprägt war - auch wenn man es nicht direkt auf den ersten Blick sieht - das Wetter durch 2 Luftmassen: Zum einen eine eher trockene und leicht kühlere Luftmasse im Norden (wenn man von den hartnäckigen Stratus-Feldern zwischen Elbe und Müritz mal absieht) und einer wärmeren und etwas labileren im Süden. In dieser hielten sich die Überentwicklungen allerdings noch in Grenzen, auch wenn man im Satellitenbild Richtung Main-Donau schon deutliche Quellungen sieht, aus denen dann auch Schauer fielen. Die Flugspuren zeigen hier dann auch weniger Aktivitäten, ganz anders als über den Rennstrecken im Westen und Südwesten oder aber auch zwischen Thüringer Wald und Fichtelgebirge.
Sonntag:
Eine deutliche Spur labiler im Süden war dann der Sonntag. Die Luftmassenverteilung hatte sich gegenüber dem Vortag kaum geändert, lediglich die Grenze lag ein wenig weiter südlich. Aber die Warmluft im Süden war deutlich labiler und so erkennt man im Satellitenbild schon früh und sehr deutlich die zahlreichen auswehenden Cirrenschirme der Überentwicklungen, auch wenn südlich der Donau noch größerere Lücken waren. Deutlich besser präsentierte sich dagegen der Norden: Am Vortag lag hier noch das dichte Feuchtefeld, nun hatten sich daraus strukturierte Cumuli gebildet, die ein schnelles Vorankommen trotz der nicht ungemein hohen Basis ermöglichten. Die Verteilung Der Luftmjassen kann man auch gut anhand der akkumulierten
Niederschläge am Samstag und Sonntag erkennen.
Wer hat was draus gemacht?
Beide Tage hatten wieder einiges auch abseits der Liga zu bieten. Ein Tag, an dem man einen getreckten Endanflug aus dem Westerwald über annähernd 150km den kompletten Rothaarstrang entlang bis nach Padaerborn schafft, sind nicht sehr häufig im Westen der Republik - geflogen von Ingo Zoyke und Arno Kleinert am Sonntag. Auch wenn der Wetterraum nicht der einfachste war, die schnellsten Schnitte - und das gilt für beide Ligen -, hatte der Südosten zwischen Thüringer Wald und Fichtelgebirge zu bieten. Auch wenn es weiträumig fliegbar war, gehört vielleicht auch ein bisschen Glück dazu, den fast optimalen Startplatz mit Zugriff auf die optimalen Rennstrecken zu haben. So der AC Lichtenfels: Jan Kretzschmar, Gerd Peter Lauer und Philipp Lauer nutzten am Samstag diesen Bereich, zum einen Liga-optimiert, aber auch, um die Liga-Speed eingebettet in einen weiteren Flug durchzuführen. Jan gebührt dabei, dass er mit indexkorrigierten knapp 139 km/h den schnellsten Schnitt dieser Runde erreichte, auch wenn Matze Sturm von Winzeln aus (ebenfalls am Samstag) über dem Schwarzwald mit absoluten 156km/h noch etwas schneller unterwegs war. Der LSV Schwarzwald konnte damit auf den zweiten Platz vorfliegen.
Auch die nachfolgenden Plätze konnten sich die Teams bereits am Samstag sichern. Inklusive der Bayreuther auf Rundenplatz 5, wobei Heiko Hertrich mit seinem Flug am Sonntag noch für eine Festigung des Platzes sorgte. Dass die Alb nicht der optimale Raum für schnelle Schnitte war, bekamen vor allem die Aalener zu spüren. Sie versuchten es daher wohl mit einer Verlegung des Startplatzes. Johannes Böckler flog von Rothenburg aus am Samstag bei sicher nicht ganz einfachen Bedingungen am Bayerischen und Thüringer Wald "nur" 113km/h, Ulrich Mildenberger und Dieter Walz versuchten am Sonntag von Bad Neustadt aus am Thüringer ihren Speed zu machen. Am Ende war aber nur Rang 20 drin.
So musste der Titelverteidiger nach 11 Wochen die Führung an die Bayreuther abgeben. Aber nur knappe 5 Punkte trennen nun die wechselnden Jäger und Gejagten. Und auch die FG Schwäbisch Gmünd ist weiter in direkter Schlagdistanz, nach dem Rundensieg konnte ausserdem der AC Lichtenfels zum Spitzentrio aufschliessen.
In Liga 2 ist das Bild der Flüge etwas variantenreicher, das liegt sicher auch daran, dass mit dem AC Bad Nauheim und dem LSC Bad Homburg 2 Vereine ganz vorne mit dabei sind, die aus der Mitte Deutschlands heraus den Zugriff gleich auch mehrere Wetteräume - respektive Rennstrecken - haben. Der schnellste Flug geht an Lorenz Dierschke, der von Ober-Mörlen aus am Sonntag ebenfalls die hohe Basis zwischen Westerwald und Rothaar für 131km/h nutzte.  Ein Weg, den auch Niels Deimel gewählt hat, der Schnellster für den LSC Bad Homburg war.
Über allen trohnt die SFG Steinwald, die sich mit ihrem zweiten Rundensieg weiter ganz oben festsetzen und den Vorsprung auf die zweitplatzierten Gifhormer auf mittlerweile 37 Punkte ausbauen konnte. Marc Fuchs, Helmut&Stefan Joost und Bernd Morawitz hatten - von allen 3 unterschiedlichen Startplätzen - am Samstag den Weg zwischen Oberpfalz und Thüringer Wald für den Rundensieg nutzen können.
Mitte der Woche wird sich die Wetterlage etwas umstellen - mal sehen, wer am kommenden Wochenende dann die optimalen Bedingungen vor der eigenen Haustüre zur Vefügung hat - oder wer rechtzeitig eine Verlegung plant. Es bleibt spannend, nicht nur von Wetter her, sondern auch wer was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Freitag, 13. Juli DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 13.07.2018 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG reicht eine Hochdruckbrücke vom Ostatlantik bis in die Mitte Deutschlands. Mit Nordwestströmung ist Nordseeluft in die Norddeutsche Tiefebene vorgedrungen. Über den zentralen Mittelgebirgen Deutschlands liegt trockene mäßig warme Luft. Südlich der Mainlinie ist trockene aber hochreichend labile Warmluft eingeflossen. In Süddeutschland und den Zentralalpen bildet sich im Tagesverlauf hochreichende Konvektion aus.
Am SONNTAG hat sich ein Hochdruckgebiet großflächig über Deutschland ausgebreitet. Die bodennahe Strömung bleibt schwach um Nord bis Ost. Eine mäßig warme bis warme Luftmasse ist in Norddeutschland wetterbestimmend. Im Süden Deutschlands und in den Alpen bleibt es labil und es bildet sich vor allem nachmittags isoliert hochreichende Konvektion aus.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG entwickelt sich gute Thermik mit Arbeitshöhen zwischen 1500 und 2000 m, teils Wolken-, teils Blauthermik. und 2000 m zu erwarten. Teilweise wird diese durch Überentwicklungen und hohe Bewölkung gestört bzw. abgeschirmt.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG überwiegend gute bis sehr gute Wolkenthermik mit Tendenz zur Überentwicklung.
Am SONNTAG nördlich des Mains gute bis sehr gute Blauthermik. Südlich des Mains überwiegend gute Wolkenthermik mit Tendenz zur
Überentwicklung.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen abschirmender Wolkenfelder meist nur mäßige Wolkenthermik, die nachmittags örtlich durch Überentwicklungen gestört ist.
Am SONNTAG kann sich unter wechselnd starker, abschirmender Bewölkung mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, die ab den Mittagsstunden örtlich durch Überentwicklungen gestört ist.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

Mittwoch, 11. Juli Wann wird mal wieder Alpenflugwetter? Artikel übersetzen

Waren für das Junioren Team des SFZ am Wochenende unterwegs: v.l.n.r.: Jakob Edmaier, Johannes Beyer (hinten) und Nikolai Wolf.
Foto: Mathias Schunk
"Wann wird mal wieder richtig Sommer?",so hieß ein einmal Lied von Rudi Carell, so ähnliche Gedanken gibt`s momentan in Königsdorf auch, wenn man sich im Flachland immer wieder die Hintern wund fliegt und die Alpen ein ums andere Wochenende nix hergeben. Nichts desto Trotz liegt das SFZ, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch bei den Junioren in der U25 Liga an der Tabellenspitze.
Zwei Alpenwertungen am Samstag
In das höhere Relief konnte am Samstag niemand fliegen, da die Basis dort einfach zu niedrig war. Oli Wolfinger und das Doppelsitzer Gespann Willibald Prestl und Peter Haitz waren dann auch die einzigen, die über den ersten Hügeln entlang des Alpenrands zwischen Allgäu und Salzburg Punkte für die Alpenliga erflogen. Mit 74,8 km/h (Wolfinger) und 70,8 km/h (Prestl/Haitz) hatte das SFZ somit samstags aber zumindest schon einmal zwei der drei notwendigen Alpenwertungen. Bei den Junioren waren Emanuel Schieck mit 73,9 km/h und Lukas Keibel mit 54,6 km/h im Alpen Vorland unterwegs. Die beste SFZ Wertung steuerte Andrea Abt bei, die in Lüsse bei Berlin auf einer Quali mitfliegt und 94,0 km/h erzielte.
Sonntag das gleiche Bild
Auch Sonntag zeigte sich Petrus nicht anders gestimmt, erneut gab es im Flachland deutlich bessere Flugbedingungen, als in den Alpen. Junior Johannes Beyer flog Richtung schwäbische Alb und erzielte mit 101,7 km/h die schnellste SFZ Wertung des Wochenendes. Nikolai Wolf, der im Voralpenland zwischen Kaufbeuren und Rosenheim blieb, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen wieder in den 15km Radius zu kommen, erzielte 86,9 km/h. Jakob Edmaier landete bei seinem Ligaflugversuch am Flugplatz in Warngau, rettet sich zuvor aber gerade noch in den Zielkreis.
Für die Alpenliga waren Oliver Wolfinger und Mathias Schunk unterwegs, erneut waren jedoch nur die Vorberge befliegbar. Mathias konnte mit 78,7 km/h den notwendigen dritten Flug beisteuern, womit das SFZ in der zwölften Runde auf Rang sieben flog. Die schnellsten Schnitte in den Alpen wurden in Südfrankreich erflogen, so siegte der LSV Freunde Pui, während der direkte Verfolger des SFZ an der Tabellenspitze, der SMBC Kirchdorf/Micheldorf aus Österreich dritter wurde und somit vier Punkte auf Königsdorf gutmachen konnte. Die SFZ Junioren landeten hinter Rundensieger Lichtenfels auf Rang zwei und führen die Tabelle nun vor Lichtenfels an, das wiederum den bisherigen Tabellenzweiten Aalen überholte. In der Bundesliga landete das SFZ auf Rang 19, bekam zwei Punkte und dümpelt, wie seit Wochen im vorderen Mittelfeld herum.
 
Mathias Schunk
 
 
 
 

Mittwoch, 11. Juli Euroglide - 2.000 km quer durch Europa Artikel übersetzen

Derzeit findet die Euroglide statt, ein Wandersegelflugwettbewerb quer durch Europa. Gestartet wird in Venlo (NL), die Strecke geht über Güstrow nahe Rostock nach Frydland an der tschechisch-slovakischen Grenze bei Ostrava. Nächste Wende ist Hütten-Hotzenwald im Südschwarzvald, bevor es zurück nach Venlo geht. Jona Keimer und Johannes Achleitner nehmen mit einer nicht eigenstartfähigen ASH 25 e teil, allerdings im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern ohne Rückholer.
Das gesamte erforderliche Equipment, das auf ein Minimum reduziert wurde wird im Flugzeug untergebracht. Die Flugplätze müssen aus der Luft sorgfältig ausgewählt werden, damit ein Schlepp am nächsten Tag möglich ist und die Schleppmaschine organisiert werden. Übernachtet wird unter einer über den Flügel gespannten Plane. Die Kleidung dient in Plastikbeutel verschlossen als Sitzunterlage und ein Schlafsack als Kopfstütze.
Am Dienstag wurden von den Euroglide-Teilnehmern Strecken über 900 km geflogen, so auch von Jona Keimer und Johannes Achleitner, von Neu Gülze in der Nähe von Hamburg über Güstrow, westlich an Berlin vorbei an den Fläming. Der Einstieg ins Riesengebirge war etwas schwierig im blauen bei Jelenia Gora. Die Wende Frydland in Tschechien wurde um ca. 19 Uhr lokal erreicht. In der letzten Abendthermik wurde dann der Flugplatz Medlanky direkt bei Brünn erreicht. Die beiden schreiben jeden Abend einen Blogbeitrag über den Wettbewerbstag, der nicht nur das Fluggeschehen, sondern auch interessante Geschichten beinhaltet, die entlang der Route auf den diversen Fluplätzen passieren.
Der Blog ist zu finden unter dem Link: jonaundbreznontour.wordpress.com
Zur Euroglide-Homepage: www.euroglide.nl
Flug vom Dienstag: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=6603680
 
Johannes Achleitner
 
Route Euroglide 2018
Das Flugzeug mit integrierter
Übernachtungsmöglichkeit
In der letzen Abendthermik
über der Lüneburger Heide
 

Dienstag, 10. Juli OLC-Discus: Spannende Flüge im Juni Artikel übersetzen

Ich melde mich mit einem kleinem Bericht zu zwei Flügen Ende Juli. Am 23.06 ist für Süddeutschland gutes Segelflugwetter vorhergesagt. TopMeteo malt die Wettergrenze genau über Nastätten in den Himmel. Und in der Tat, die Optik ist nicht verlockend, als ich um zehn Uhr hinter unserer Dimona starte. Zudem herrscht strammer Nordwind. Mit 1600 Metern Höhe und am südlichsten Rand des Bundesliga-Kreises starte ich schließlich meinen Flug. Kurz hinter dem Hunsrück-Kamm fliege ich in starkes Saufen - komisch. Als es kurz darauf anfängt leicht zu steigen, drehe ich den Flieger in den Wind. Und tatsächlich - mit deutlich über einem Meter geht es in einem Wellenaufwind bis an den Luftraum in FL65. Der Blick nach Osten ist brutal. Im Lee des Taunus hat sich eine riesige Lenti entwickelt. Leider voll im Luftraum. Mit Rückenwind geht es nun nach Süden und bei Rammstein sinke ich unter die ersten kleinen Wolken.
Lukas Winterhoff ist auch bereits unterwegs. Zusammen geht es unter schönen Reihungen bis weit nach Frankreich hinein. Das leicht hügelige Gelände hier ist von oben wunderschön anzuschauen und auch thermisch sehr gut. Kleine Felder und Dörfer und immer wieder Waldrücken, die sich durch die Landschaft ziehen.
Südlich Nancy trocknet es zunehmend ab. Erst weit im Osten über den Vogesen zeichnen sich wieder schöne Wolken ab. Da müsste man doch hinkommen. Doch der Einstieg gestaltet sich schwierig. Das Gebirge scheint abzusaugen. Am Flugplatz ‘Saint-Die-des-Vosges’ bin ich bereits unter 1000 Meter gesunken. Im Lee eines Hanges kann ich einen rettenden Bart ziehen. Der Einstieg ist geschafft. Etwas zehn Minuten später ist der Hauptkamm überquert.
Ich steige nochmal auf 1700 Meter, vor mir das komplett blaue Rheintal. Ob das wirklich sinnvoll ist, jetzt Richtung Freiburg abzugleiten? Egal, notfalls gibt es ja den Turbo. Über dem Kaiserstuhl kann ich ein paar wichtige Meter Höhe machen. Doch so richtig gut geht es nicht. Der Kandel vor mit wird immer größer und die Luft immer unruhiger. Der starke Nordost-Wind macht die Luft so weit unten sehr unberechenbar. In 700 Metern suche ich den rettenden Bart. Als ich schließlich einkreise, schwankt das Vario zwischen Plus und Minus fünf Metern. Begleitet von vielen Paraglidern schleiche ich mich das Elztal hoch.
Aus dem Hang gelingt dann schließlich der Einstieg ins höhere Gelände. Über der Hochebene des Schwarzwaldes spielt der Wind dann keine große Rolle mehr, hier herrscht ganz anderes Wetter. Gute Steigwerte und eine Hohe Basis erlauben einen zügigen Weiterflug. Über das Murgtal geht es dann an Karlsruhe und Landau vorbei in den Pfälzer Wald. Hier ist das Wetter noch gut, doch von weiter Norden drückt bereits die Feuchte herein. Bei Ramstein versuche ich gegen den starken Wind nochmals an die Basis zu steigen. Doch es ist vergebens. Das zerklüftete Gelände südlich von Bad Sobernheim lädt nicht gerade zur Außenlandung ein, und so bin ich froh, dass das vertraute Brummen des Turbos mich schließlich zurück nach Nastätten trägt.
Für den folgenden Mittwoch kündigt sich wieder Wetter an. Per What’s App sind die anderen Junioren schnell motiviert und so bereiten Marcel Kaspari (Hornet), Max Karl (DG1000) und ich bereits am Dienstag Abend alles vor. Am Mittwoch Morgen dann leichte Ernüchterung. TopMeteo hat zurückgerudert. Für den Thermikbeginn trifft der niederländische Rasp jedoch meist am Besten zu. Und der verspricht erste Wolken zwischen zehn und halb elf. Also los.
Der erste Bart steht immer, und zwar wirklich immer, an der Autobahn, die durch ein kleines Tal den Hunsrück quert. Zwei Minuten bevor ich dort ankomme, bildet sich die Wolke. Es geht bereits mit zwei Metern. Bernd Fischer hat die Luftmassenverteilung für diesen Tag sehr gut beschrieben. Einzelne Nord-Süd Streifen mit unterschiedlicher Feuchte. Nach Süd-Westen fliegen wir leider in die etwas trockenere Luft. Kurz vor Idar-Oberstein dann der Wechsel vom ‘Soonwald’ kommend auf den ‘Schwarzwälder-Hochwald’. Hier muss ich kurz parken, bis das Wetter vor mir aufbaut. Danach geht der im Wind liegende Kamm aber super. An der Saar wende ich, nun heißt es gegen den strammen Nord-Ost Wind kämpfen.
Das hügelige Gelände nördlich des Pfälzer Waldes ist bei stärkerem Wind oft etwas eklig. Bis zum Donnersberg kann ich mich gerade so durchschwabbeln. Aus dem Lee gelingt dort dann wieder der Anschluss. Wann wird das Wetter endlich besser? Der Einstieg in den Odenwald ist noch etwas spannend, doch mit jedem Kilometer nach Osten wird die Basis höher und die Steigwerte besser. Gegen den Wind gelingt so ein 90er Schnitt. Kurz vor Bayreuth wende ich, die Optik nach Nord-Westen ist schwierig. Doch der Tag überrascht. Mehrmals frage ich mich, wie ich denn irgendwie auf den nächsten zehn Kilometer Höhe machen soll und ziehe kurz darauf drei Meter. Und das mit Wasser und Mücken.
Auch die Schnittgeschwindigkeit steigt nun endlich an. Nördlich des Sauerlandes wende ich wohl etwas zu früh im Luftraum von Paderborn. Der Rückenwind drückt und das Sauerland geht abends einfach so gut, dass es aus Nastätten sinnvoll ist, dieses auf Kilometer 40 so spät wie möglich zu verlassen. Um 19 Uhr sind wir alle wieder daheim, die 900 Kilometer geknackt und die Basis ist immer noch bei über 2000 Metern. Max zieht zu diesem Zeitpunkt sogar nochmal knapp 4 Meter. Doch beim Verlängern mache ich einen kleinen taktischen Fehler. Etwas zu lange fliege ich gegen den Wind an, die Wolkenoptik erscheint mir noch gut, doch irgendwie geht es nicht mehr. So reicht es am Ende nicht ganz für die 1000 Kilometer. Aber egal, an diesem Tag fliegen wir alle unsere bisher punkthöchsten Flüge und sind froh, die Möglichkeit und den passenden Startplatz zu haben, solche Tage voll auszureizen.
 
Moritz Althaus
 
Blick auf den Taunus nach Start,
die Thermik setzt meist vor dem
Hunsrück ein, nur der Luftraum stört.
Flugplatz Ramstein von oben
Landschaftsbild in Frankreich
Letzte Wolke vor
Rheintal-Querung
Marcel Kaspari und
Moritz Althaus
vor dem Start
Wellenaufwind am Taunus
 

Mittwoch, 28. März Breaking News: OLC’s League/Speed-Update - Hands up for the Sport of Soaring Artikel übersetzen

It is no big secret that during the past few years ‘motorized glider pilots’ have been taking advantage of their engines to strategically enlarge their Speed- and League-distances and thus fly faster and farther than others. We have been keeping an eye on this practice for a while but never thought it would be anti-competitive. It seemed not (yet) necessary to change the rules.
But this has fundamentally changed in the 2017 OLC-season: During our annual League-closing event in Poppenhausen last October, a study of selected league-rounds was presented and commented to the audience. It became obvious that especially during those rounds with less favorable soaring conditions the tactical options you have have with auxiliary powered gliders have been exerted more and more (e.g. returning from a better region after a good flight). Competitors with unpowered gliders do not have the chance to win such a weekend - a League weekend with minor weather is dominated by almost 2/3 auxiliary powered gliders (and about half of them are actually using their engines under these conditions).
Statistics show that in good weather half of the League competitors do not even have an engine available. During such a weekend for example only 7.5% of the ‘pure’ gliders end up landing out while - despite good weather conditions - about 30% of the powered ships pull their engines to fly home. After a close look into the statistics it is obvious: Those significantly many engine-helped returns were tactically planned (e.g. to take advantage of long downwind legs). This effect has now tilted the scores in an extreme way and distorts the competitive element when comparing (auxiliary) powered and unpowered sailplanes flying together in their particular OLC-Leagues.
We have decided to now step in and adjust the problematic element. OLC is changing the rules in a way so it is completely irrelevant for a League- or Speed-task if a competing glider is equipped with an engine or not.
The idea is by the way part of our OLC-philosophy which has been enunciated more than 15 years ago, which is still valid and has never been altered: OLC does not differentiate between (auxiliary) motorized and unpowered sailplanes.
Beginning March 30, we will in addition to the well known start circle now be introducing a finish circle with a radius of 15 km.
The additional and definite new rule says:
Subsequent to the finish point of the sprint the unpowered flight has to conclude inside or cross a cylinder with a radius of 15 km around the start point.

Mittwoch, 14. März Der aktuelle OLC >>> nicht mehr wiederzuerkennen ;-) Artikel übersetzen

Ab sofort ist der OLC bestmöglich für die Nutzung durch Smartphone oder Tablet-PC ausgelegt. Man erkennt das auf den ersten Blick an der Darstellung, denn die hat sich komplett verändert. Unverändert hingegen ist natürlich der Inhalt … der OLC ist das geblieben, was er auch bisher war und wie er bisher funktionierte.
Nunmehr also präsentiert sich der OLC in einem speziellen ‘responsive webdesign‘, was bedeutet, dass sich die Darstellung (wie z.B. Navigationen, Seitenspalten, Texte) immer an die Eigenschaften des jeweils benutzten Endgerätes (wie z.B. Smartphone oder Tablet-PC) anpasst (auch Touchscreen-Funktionen wie tippen und wischen).
Der Fortschritt gilt jedoch nicht nur der Präsentation, auch die Flugmeldung wurde selbstverständlich in das System entsprechend integriert, sodass schnellstmöglich nach der Landung der Flug via Smartphone oder auch Tablet-PC gemeldet werden kann.
Das Projekt ‘smartOLC‘ wurde vor etwa zwei Jahren mit dem Ziel gestartet, dass man sich beim OLC an die veränderten Nutzergewohnheiten anpassen wollte. Die Umsetzung selbst war dann ungemein aufwendig und konnte nur mit in diesem speziellen Sachgebiet erfahren IT-Profis realisiert werden.
Keine Frage, die ganze Aktion kostet dem OLC viel Geld, denn das alles ist im Ehrenamt nicht mehr leistbar.
Darum bedankt sich der OLC an dieser Stelle ganz herzlich bei den Förderern/Sponsoren, aber auch bei den vielen Smiley-Besitzern, welche dem OLC die für derartige Umstellungen die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stellen ;-)
Sollten, trotz aller Bemühungen, eventuelle Fehler auftauchen, dann seid bitte so nett und sendet uns ein Mail an: smartOLC@onlinecontest.org
Und falls euch ein Fehler am Weiterarbeiten hindert (z.B. bei einer Flugmeldung), dann findet ihr im ‘neuen OLC‘ den Button ‘OLC 2.0 Layout‘, wo man zum gewohnten OLC umschalten kann, um die Aktion fortzuführen.
Dieser Button-Service ist aber begrenzt bis zum 30. März.
 
Vielen Dank für eure Mithilfe und einen erfolgreichen Saisonstart.
 

Mittwoch, 14. März The new OLC ==>> it‘s all different ;-) Artikel übersetzen

As of now OLC will be available in a new format, perfectly laid out for smart phones or tablet computers. At first sight you will find our service has been completely new designed. The content, of course, did not change ... OLC will continue the way it has always been working. Our virtual platform is still functional with its tried-and-tested system.
Henceforward, the “smart” OLC is offered in a special ‘responsive web design‘, which means that its layout (e.g. for navigation, columns on a page, texts) is automatically adapted to the properties of your specific device (e.g. your smart phone or tablet). Touch screen application like typing or swiping will also be available.
The improvement is not simply reduced to a new design; of course a feature to easily upload your flight is also part of our innovative system. You may now upload your flight using your smart phone or tablet pc right after landing.
We had already started the ‘smartOLC‘ project about two years ago. The goal was to adapt OLC’s platform to our users’ altering habits.
But the realization of our ideas was awfully complex, and most problems could only be solved by experienced IT professionals. No question, our latest project was nothing but cheap. This kind of work could not be accomplished by OLC’s volunteers only.
This is why we would like to thank all contributors and sponsors, as well as our smiley owners, who support OLC with money. Without you we would not have been able to realize such a big reorganization ;-)
If despite all our efforts you should find any mistakes or bugs in the system, please send an e-mail to: smartOLC@onlinecontest.org
And if an error (e.g. when uploading a flight) should restrain you from going on, please look for the button ‘OLC 2.0 Layout‘ in our “new OLC” which will forward you to the well-known OLC website. You will then be able to complete your operation there.
Please note, the button-service will be limited until March, 30, though.
Thank you very much for your help! We whish you a successful start into a new soaring season and many great flights!
 

Samstag, 03. März Fulminanter Saisonstart mit dem OLC-Discus Artikel übersetzen

Anfang Oktober nahm ich auf der Wasserkuppe den OLC-Discus mit großer Vorfreude in Empfang. Mit dem 4. Platz in der Junior Challenge konnte ich mich für diese außergewöhnliche Möglichkeit qualifizieren. Clemens hatte zum Abschluss den Lack noch einmal in perfekten Zustand gebracht und auch Hänger und Ausrüstung sind bis ins kleinste Detail gepflegt.
Bereits am folgenden Wochenende konnte ich erstmals einen Flug mit dem OLC-Discus unternehmen. Bei unverhofft guter Herbst-Thermik fühlte ich mich nach zwei Jahren mit einer LS8 direkt sehr wohl. Auch der Motor wurde getestet und so durfte sich der Flieger an sein neues Zuhause in Nastätten gewöhnen.
Wilfried Großkinsky hatte sich im Rahmen der Funkgeräteumrüstung dazu entschlossen, in den Discus ein neues Highend Navigationssystem einbauen zu lassen. Hierbei entstand dann ein Teamwork zwischen Wilfried, Dieter Schwenk von LX Navigation und Bernd Mangold von der Firma Schempp Hirth als Prüfer. Außerdem bekam der OLC eine neue Innenausstattung als Sponsoring von der Firma Dieter Schempp Interieur aus Albstadt.
Der Umbau war Anfang Januar abgeschlossen und knapp eine Woche später ergab sich die Möglichkeit den Flieger bei sehr starken Westwind an der Bergstraße im Hangaufwind testen. An zwei Tagen kamen so zwischen Darmstadt und Bruchsal über acht Stunden in der Luft zusammen. Das Gefühl, nach mehr als drei Monaten am Boden endlich wieder in der Luft zu sein, entschädigte für die riesige Schlammschlacht am Boden.
Doch nicht nur bei Westwind lässt sich im Rheintal im Winter fliegen. Ein paar Wochen später sitze ich zu einer Uhrzeit, zu der ich normalerweise noch im Bett liege, in über 1500 Meter im laminaren Aufwind bei 30-40 km/h Ostwind. Die aufgehende Sonne taucht den verschneiten Odenwald in ein ganz besonderes Licht. Wir nutzen die Wellenspots am Königsstuhl und am ‚Tromm‘-Höhenzug und können so über 300 Kilometer fliegen. Für den Sprung Richtung Schwarzwald reicht die Höhe am Königsstuhl leider nicht, über 2500 Meter sollten es schon sein. Doch nur zwei Wochen später die nächste Nordostlage. Hochdruckgebiet ‚Hartmut‘ sorgt für vier fliegbare Tage hintereinander. Die Flieger werden schon am Abend vorher aufgerüstet und zwanzig Minuten vor Sonnenaufgang rollt der erste Schleppzug in Weinheim an.
Zusammen mit Dennis Leip und Matthias Arnold gewinnen ich Meter für Meter im Lee des Königsstuhls über Heidelberg. Der frühe Start zahlt sich dabei aus - bereits ein paar Stunden später sorgt die labile Schichtung zusammen mit der Sonneneinstrahlung für eine deutliche Schwächung des Wellenaufwindes. Mit knapp 3000 Metern gleiten wir los Richtung Murgtal im Schwarzwald. Die Höhe reicht, und eine halbe Stunde später steigen wir bei Gaggenau in die nördlichste Welle des Schwarzwald ein. Über Hornisgrinde und Schwarzwaldhochstraße geht es nach Süden Richtung Freiburg. Leider ist der Schwarzwald hier zu fast 8/8 bedeckt, doch mit Rückenwind steht uns immer die Flucht nach Westen in das Rheintal offen.
Nördlich von Freiburg finden wir die Welle nun aber nicht mehr. In knapp 1500 Metern suchen wir vorsichtig im Lee des Kandels nach dem rettenden Aufwind. Später erfahren wir, dass andere Piloten hier bereits früh morgens außengelandet sind oder den Motor nutzen mussten. Doch wir haben Glück, nach einer knappen Stunde sind wir wieder in Flugfläche 100 und tasten uns nach Norden vor. Zurück zur Hornisgrinde benötigen wir mehr als zwei Stunden, die Gegenwindkomponente macht sich hier bemerkbar. Mit Freigabe bis Flugfläche 120 erreichen wir im Murgtal dann ausreichend Höhe, um die rettenden Rotoren bei Heidelberg anzufliegen. Insgesamt kommen bei 9 Stunden Flugzeit 500 Streckenkilometer zusammen.
Zwei Tage später gelingen dann wahrlich historische Flüge. Matthias Arnold berichtet auf www.soaring.blog, wie erstmals die 800 Kilometer bei Ostwelle aus Weinheim geknackt wurden.
Für die nächsten Wochen hoffe ich noch auf ein paar Hang- und Wellenfluglagen. Vielleicht ergibt sich sogar der ein- oder andere thermische Flug aus Nastätten, bevor es dann Anfang März für mehrere Wochen nach Südfrankreich geht. Den Frühling so in der Provence zu verbringen und mit dem ‚OLC‘ dort die Landschaft zu erkunden, ist natürlich ein riesiges Privileg.
 
Moritz Althaus
 
Geschlossene Wolkendecke über dem Schwarzwald
Aufrüsten nach dem Schneeschauer
Sonnenaufgang über dem Odenwald
Hangflug bei Heidelberg
Matthias Arnold in der BW3
Mit der ‘DL’ in der Tromm-Welle

 


Bitterwasser
ILEC
Jonker Sailplanes
binder
SCHEMPP-HIRTH Flugzeugbau GmbH
Alexander Schleicher
Fliegerstrom
Deutscher Wetterdienst
Peter H. Braasch
aerokurier
Milvus
Bürklin
Tost
FLARM
HPH
TQ Avionics
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