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Monday, 10. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 08./09.05.2021 translate news

Generalprobe. Bevor am kommenden Wochenende endlich die Ligen starten, bot das vergangene nochmal die Möglichkeit für eine "entspannte" Trainingsrunde. War die vorangegangene Wetterphase noch vor allem durch kühle Luft geprägt, sollte am Sonntag (zumindest vorübergehend) der Hochsommer ausbrechen, kräftiger Warmluftadvektion und Wind inklusive.
Samstag:
Ganz markant lassen sich im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) drei Bereiche ausmachen: Im Vorfeld eines kräftigen Tiefs vor Irland erreichte der ausgedehnte Cirrenschirm einer Warmfront bereits den Westen und Nordwesten Deutschlands. Bis an Rhein und Neckar sickerte dahinter auch tiefere Feuchte ein, davor floss schon die wärmere, vor allem aber trockenere, Luftmasse in den Süden und verdrängte die Kaltluft der Vortage in den Nordosten. Die Luftmassen zeigen ihre Unterscheide vor allem in der Feuchte und Entwicklung: Während im Süden und Südosten kaum noch oder gar keine Quellungen mehr auszumachen waren, war die Thermik im Nordosten bis weit nach Polen hinein homogen gezeichnet. Diese Dreiteilung im Wetter läßt sich dann auch ganz deutlich in den Flugspuren wiedererkennen.
Sonntag:
Hinter der Warmfront, deren letzte Reste über die Ostsee abzogen waren, hatte sich jetzt die Warmluft überall durchgesetzt. Abgesehen von Cirrenfeldern und einigen Überentwicklungen an der Grenze zu den Niederlanden zeigten sich um 12UTC in der trockenen Warmluft noch keine Cumuli. Typisch für die Luftmasse sollte es lange brauchen, bis es durchgeheitzt hatte. Dann gab es im Südwesten durch eine leichte Labilisierung sogar noch einige, hohe Cumuli, die sich teilweise auch in linienhaften Strukturen aufbauten. Häufiger waren dagegen die Cirren, die sich im Laufe des Thermiktages noch weit nach Osten ausbreiten konnten. Im Westen störte der kräftige Wind -, aus südsüdwestlichen Richtungen kommend, bot er aber auch die Chance, an die Hänge zu gehen. Die verschiedenen Optionen kann man - vor allem bei den relativ wenigen Flügen - ebenfalls gut in den Flugspuren wiederfinden.
Wer hat was draus gemacht?
Es wäre eine interessante Liga-Runde gewesen, mit gleich mehreren Optionen auf schnelle Schnitte: Samstag unter den Wolken im Nordosten oder am Sonntag entlang der Hänge, in den Alpen oder mit den späten Labilisierungen. Tatsächlich konnte im Vergleich der Hang am Sonntag nicht mithalten, aber beide Wochenendtage waren, was die OLC-Speed anbelangt, fast gleichwertig. Der Samstag bot mehr Piloten die Möglichkeit, auf das gute Wetter zuzugreifen. So verteilen sich die Startplätze der schnellsten/punkthöchsten Flüge des Speed-OLC zwischen Walsrode über Burg Feuerstein bis nach Königsdorf. Mit einem reinen Blick auf die Speed war als Schnellster Horst Singer von Bamberg aus unterwegs. Mit etwas Rückenwind ging es direkt entlang des Erzgebirges und nach einem kurzen Abstecher in die Oberlausitz schaffte er in den 2,5h rund 352km, was einem Schnitt von 141,12km/h enspricht. Er muss sich indexbedingt allerdings mit Tagesplatz 3 begnügen, denn Frerk Frommholz kam - ebenfalls direkt vom Start weg und in Richtung Osten - zwischen Soltau, Stettiner Haff und zurück in die Uckermark mit durchschnittlich 140,27km/h voran. Im Vergleich der Kurbelanteile schafft Frerk (13%) einen deutlich geringeren Wert als Host (22%). Nochmal weniger Kreise brauchte Bernd Goretzki, der es vom Fläming bis weit nach Polen hinein auf einen Anteil von gerade einmal 7% bringt. Mit 933km erreicht er auch den weitesten Flug des Wochenendes.
Deutlich flächiger - und damit punkthöher bewertet - flogen aber gleich eine ganze Reihe weiterer Piloten, von denen Robin Förster den punkthöchsten Flug erreicht. Auch wenn er sich noch mehr Flugzeit gewünscht hätte, die ihm die Warmluft aber nicht gönnen wollte. Lange bzw. weite Flüge waren in der Warmluft dann am Sonntag eher untypisch. Mit Zugriff auf die Alpen waren aber auch hier gute 8h Flugzeit möglich, die u.a. Lisa Scheller und Arne Neumayer für Flüge jenseits der 700km nutzen konnten.
In den Bergen konnte dann auch Simon Schröder die Speed fliegen, die ihn auf den zweiten Tagesrang brachte. Dem Barogramm nach hatten die Berge wohl am späten Nachmittag endlich durchgezündet. Seine Wertungszzeit begann mit einem Höhensprung von fast 2000m am Montafon. Gleich mindestens ein Stockwerk höher als davor ging es bis über das Reusstal in der Schweiz und von dort auf Gegenkurs zurück. Die 2,5h Wertungszeit waren dann erst beim Ausflug aus dem Bergen zu Ende. Simon schaffte so einen Schnitt von 131km/h. Schneller war an dem Tag - und am ganzen Wochenende - nur Matthias Sturm.
Vergleichsweise spät von Winzeln aus gestartet ging es gegen 13Uhr (MESZ) bereits auf rund 2500m MSL. Sein Speed-Wertungsflug begann gegen 14Uhr und aus dem mittleren Schwarzwald heraus wendete er auf seinem ersten Schenkel erst kurz vor Heilbronn - auch hier bei vergleichbaren Arbeitshöhen. Im weiteren Jojo-Verlauf ging dann zwischen Freudenstadt und Bad Wildbad in der Spitze sogar 2x auf knapp 3000m. Am Ende konnte er die Bedingungen in 143km/h ummünzen. Es wäre sicherlich von den Wertungen her eine interessante Runde gewesen, aber jetzt richtet sich der Blick nach vorne auf kommendes Wochenende, wenn Ligen ihre Rennen aufnehmen. Wettertechnisch ist nach dem Sommer-Intemezzo erstmal wieder Tiefdruck angesagt, bei der eine wellende Front eine Hauptrolle einnehmen wird - mal sehen, wo die zum Ligastart liegen wird. Man darf gespannt sein ...
 
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Saturday, 08. May 2021 Speed, Speed, Speed translate news

Ab nächstem Wochenende heißt es wieder: Wer schafft die schnellsten zweieinhalb Stunden? Oder besser: Welches Dreier-Team eines Vereins? Nach kurzer Corona-Verzögerung und jetzt hoffentlich gut trainierten Piloten startet die Segelflug-Bundesliga in die Saison 2021.

Ist dein Club auch Liga orientiert? Die zwei großen S, Speed und Spannung, werden dann für 15 Wochenend-Runden das Clubleben

Wer kann im Oktober so jubeln wie hier die Rintelner bei der  Bundesliga-Sieger-Feier 2019?  
Foto: Stefan Harries

bestimmen. Aufgabe wird sein, drei Piloten ganz nach vorn zu bringen, jeder sollte in zweieinhalb Stunden während eines Fluges eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Zum Pilotenkönnen ist dann auch Teamgeist gefragt, schließlich geht es in der Liga-Wertung um die Vereinsleistung. Da sind alle Streckenflieger gefordert, die Junioren in ihrer eigenen U25-Wertung mit zwei Piloten. Also alle schon mal eingestimmt? Die Unterstützung im Vereinsumfeld organisiert, sattelfest in den Regeln, fit in ihrer Anwendung für die Flugtaktik? Nach den Flügen kann man dann an den Sonntagabenden der Auswertung entgegenfiebern.

Mit der Meldung der Flüge im OLC nimmt man automatisch teil. Einsteiger-Vereine fliegen in der Liga ihres Bundeslandes, der Quali-Liga und die Qualifizierten in der zweiten Liga beziehungsweise der Bundesliga.

Wir hoffen, dass die Zeit seit Lockerung der Corona-Einschränkungen gereicht hat, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge und noch etwas Speedtraining absolvieren konnten.

Wir wünschen allen Mannschaften schöne und schnelle Flüge.

Euer OLC-Team:

Gerd Peter Lauer
AC Lichtenfels

 
Heiko Hertrich
LSC Bayreuth

 
Gerhard Marzinzik
LSV Neuwied

 
Martin Petz
LSV Papenburg

 

 


Wednesday, 05. May 2021 Laura Stern: Unter den Rookies gleich der Star translate news

Sie ist der Star der neuen Rookie-Wertung im OLC und heißt auch gleich so: Laura Stern. Seit Wochen führt die 24-jährige Studentin die Rookie-Wertung auf der Deutschland- und Europa-Ebene an. Sie fliegt alles mit Begeisterung, was die FLG Lahr in Altdorf hergibt. Schon 21 Flüge hat die Streckenflug-Einsteigerin in dieser OLC-Saison gemeldet. Ihre großen Flüge absolvierte sie mit der LS4 und der neu in den Club gekommenen LS1-f. Im Interview erklärt Laura ihren Aufstieg.

OLC: In der neuen Saison hast du schon über 20 Flüge gemeldet. In der FLG Lahr bist du in einer streckenflugbegeisterten Gruppe aufgewachsen und so angeleitet worden?

Laura: Wir haben in der FLG Lahr viele motivierte Streckenflieger, die nehmen uns Einsteiger mit, geben Tipps. Das ist richtig gut.

OLC: Des Öfteren bist du mit Wolfgang Wagner für längere Zeitabschnitte zusammengeflogen. Er coacht dich?

Laura: Genau. Wir hatten jetzt einen Flug, da hatte ich eine recht gute Durchschnittsgeschwindigkeit. Da hat er mich angeleitet, einfach mal mehr geradeaus zu fliegen. Das hat richtig gut funktioniert. Und das motiviert dann noch mehr.

OLC: Was waren das für Schlüsselmomente, in denen du von erfahreneren Piloten fürs Streckenfliegen profitiert hast?

Laura: Dieses Jahr hatte ich einen Flug mit der ASK 13 mit Benjamin Matthiß. Ich wäre da schon lange wieder umgedreht Richtung Platz. Benny hat aber gemeint: „Nee, nee, es ist alles sicher. Die Wolken sehen gut aus. Und dahinten könnten wir auch landen.“ Das hat mir mega geholfen, entspannter zu fliegen.

Es gab viele kleinere Lernmomente mit Wolfgang, wo ich ihm mal eine Zeitlang hinterhergeflogen bin. Da konnte ich mir zum Beispiel überlegen, warum fliegt er die Wolke so und nicht anders an. Man nimmt bei so etwas viel mehr mit, als einem dabei bewusst ist.

OLC: Du gehst jetzt im Einsitzer auf Strecke. 2019 hast du mal einen größeren Trainingsflug mit Ingo Wünsch mit der DG 500 gemacht.

Laura: Ja, Ingo ist Fluglehrer und ein guter Streckenflieger. Nach solch einem Trainingsflug fällt es dann schon leichter allein zu fliegen, überhaupt mal vom Platz wegzufliegen.

OLC: Heute fliegst du nach kurzem Training schon beachtliche Strecken. Wie bist du überhaupt zum Segelflug gekommen? Familiär bist du ja nicht vorbelastet.

Laura: Ich bin durch meinen Freund zum Fliegen gekommen. Der hat den Segelflugsport doch recht intensiv ausgelebt. Am Anfang konnte ich das nicht ganz verstehen – jedenfalls nicht, bis ich dann selbst geflogen bin. Ich war neugierig und habe mir angesehen, was daran so toll ist. Ja, und seitdem bin ich auch dabei.

OLC: Von den Vereinsflugzeugen fliegst du mal LS1-f, mal LS4. Das was gerade zur Verfügung steht?

Laura: Ja, auch gerne mal die Ka 8. Die LS1-f haben wir relativ neu im Verein, damit kann man gut mit der LS4 zusammenfliegen.

OLC: Findest du als Streckenflugeinsteigerin auch theoretisch Unterstützung bei der Planung und Nachbesprechung der Flüge?

Laura: Organisiert in einem Theorieunterricht haben wir das im Verein nicht. Aber wenn jemand Interesse hat, weiß er, an wen er sich wenden kann, und bekommt dann seine Infos für die Planung oder Erklärungen.

OLC: Du nutzt heute auch gute Tage unter der Woche. Das kannst du dir so einrichten, was machst du beruflich?

Laura: Ich bin jetzt Masterstudentin der Medizintechnik in Offenburg und arbeite nebenher als Werkstudentin. Damit habe ich genügend Zeit und kann mir das Fliegen so auch finanziell leisten.

OLC: Bist du auch an zentralen Wettbewerben interessiert? Wird so etwas in der Gruppe gefördert?

Laura: Ja, das wird in der FLG Lahr unterstützt. Man kann dafür auch die Flugzeuge mitnehmen. Ich hatte auch Interesse, in diesem Jahr an einem zentralen Wettbewerb teilzunehmen, aber mit Corona ist die Planung sehr unsicher. Ich warte damit jetzt lieber bis nächstes Jahr.

OLC: Jetzt liegt dein Augenmerk darauf, deine Führungsposition bei den Rookies zu verteidigen?

Laura: Na klar.

OLC: Hat die Rookie-Wertung für dich und im Verein noch einmal Schub für den Streckenflug gegeben?

Laura: Auf jeden Fall. Vereinsintern führen wir eine kleine Statistik, in der die Rookie-Wertung auch eine Rolle spielt. Das ist vom OLC eine richtig gute Unterstützung. Das motiviert richtig, wenn man sich mit Piloten vergleichen kann, die relativ frisch dabei sind.

OLC: Was noch kommt, ist die Rookie-Tageswertung. Da hat dann jeder Streckenflugeinsteiger die Möglichkeit, sich mal ganz vorn zu platzieren.

Laura: Das wäre sehr interessant. Eine Tageswertung wäre echt cool.

OLC: Etwas von deinen Flügen kann man auch auf Youtube miterleben.

Laura: Ja, das Video hat Wolfgang gemacht, als er mich gecoacht hat. Er hat da festgehalten, welche Tipps er mir gegeben hat.

OLC: Und jetzt bist du schon selbst Vorbild im Verein für andere, die gerade in den Streckenflug einsteigen?

Laura: Ein bisschen vielleicht schon. Streckentechnisch sind im Verein jedenfalls alle sehr motiviert.

Das Interview führte Gerhard Marzinzik

Laura Stern mit der LS4 auf Strecke. Einfach geradeaus unter den Wolken. Laura mal im Doppelsitzer hinten. Zu zweit mit Coach Wolfgang in der LS4.

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
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Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Monday, 05. May 2014 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Was für ein Wochenende - für zumindest fast alle. Der Satz "Kaltluft unter Hochdruck" ist nicht nur Garant, jeden Segelflieger auf den Flugplatz zu treiben, sondern auch für gute Steigwerte und weite Strecken. Allerdings war das Wetter selektiv verteilt, am Samstag war der Norden auf der Sonnenseite, Sonntag war dann auch der
Süden dran.
Samstag:
Die Kaltluft hatte bereits das Voralpenland erreicht, aber ein Höhentief über Italien verhinderte, dass sie weiter nach Süden
abziehen konnte. Gut sichtbar ist die Wettergrenze im Satellitenbild von der Pfalz bis in die Lausitz. Nördlich davon leistete das Hoch
über der Nordsee schon ganze Arbeit: Die Luftmasse war in der Grundschicht kühl und brachte gute Thermik, war aber noch feucht
genug für Cumuli (aber auch im Blauen ging es gut). Lediglich von der Nordsee her zog noch eine schwache Front herein, die für
Ausbreitungen sorgte - wer aber seine Strecke auf die guten Linien gezirkelt hatte, konnte einen tollen Samstag genießen.
Sonntag:
Das Hoch war ein Stück weiter gezogen, lag jetzt über den Niederlanden und dehnte seinen Einfluss bis an die Alpen durch. Allerdings hatte der mittlerweile auf Nordwest gedrehte Wind Feuchte von Nord- und Ostsee hereingebracht, dass im flachen Noren im Vergleich zum Vortag nicht viel zu holen war. Auch südlich der Donau musste man sich noch gedulden, bis aus Stratus Cumulus wurde, war in den offenen Bereichen schon früh die gute Kaltluft des Vortages aktiv. Und wenn es verbreitet gut ist, ragen die Rennstrecken nochmals heraus - ein Blick in die Wertungslisten zeigt, dass dieser Sonntag kein Schlechter war. Selbst im Westen war trotz beginnender Warmluftadvektion noch Luft für schöne und große Strecken.

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Friday, 02. May 2014 Frühes Highlight: Ein Fast-Tausender im Flachland translate news

Hier geht es zum Flug von Bernd Goretzki im OLC.
Bereits im vergangenen Jahr haben wir gesehen, die Tausend im Flachland sind drin - damals sogar mit einem Standardklasse-Flugzeug. Dass aber bereits im April an dieser Marke gekratzt wird, ist schon ein überraschendes Highlight. Bernd Goretzki startet im Süden von Berlin, fliegt tief bis nach Polen hinein und holt mit 923 Kilometer knappe 1.000 Punkte. Mit ein wenig mehr Tageslänge, die im April einfach noch nicht da ist, wären die Tausend locker drin gewesen, so resümiert er.
Schon seit Tagen schielt er darauf, dass die Prognosen endlich wieder eine Streckenplanung bis in die Puszta erlauben. Kein Wunder, denn die thermischen Bedingungen über diesen unendlichen Kiefernwäldern sind umwerfend. Jeder, der einmal dieses Erlebnis genossen hat, ist einfach nur beeindruckt. Zum einen ist es optisch unbeschreiblich, so viele Bäume auf einem Haufen vorzufinden. Und zum anderen sind hier schier unglaubliche Strecken erreichbar. Bernd klärt über ein weit verbreitetes Thermikmärchen auf. „Schuld“ an den hervorragenden thermischen Bedingungen sind die Kiefern und nicht -entgegen der landläufigen Meinung- der Sandboden. Den Boden erreicht bei der Walddichte kaum ein Sonnenstrahl, die Kiefern hingegen sind optimale Wärmetauscher. Nicht einmal Regen stört die Nadligen. An ihnen bleibt kaum etwas hängen und den Rest erledigt der Sand, so Bernd und er fügt schmunzelnd hinzu: „Stünden also mehr Kiefern in Namibia …“
Als TopMeteo-Mann hat er natürlich seine Strecke entsprechend der Prognose geplant. Es ist für ihn immer wieder wichtig, die Wettermodelle praktisch zu testen und verifizieren. Er sagt: „Ausrechnen kann man viel.“ Für ihn ist ein Ziel, die Prognosen so treffsicher wie möglich zu gestalten. Heute passt alles perfekt. Basishöhe und Wolkenverteilung sind gut getroffen. Im Nordosten fliegt er allerdings noch über die geplante Wende am Ende der Puszta hinaus. Die zweite Wende im Südosten mit Blick auf die Schneekoppe will er unbedingt auch erreichen. Er schafft es, muss aber einiges an Zeitverlust hinnehmen. Vielleicht hätte es ja sonst doch noch für die Tausend gereicht. Aber man muss ja noch Ziele haben. Ein 1.250-Kilometer-Jojo in der Puszta wäre eines davon.

Text SK
Fotos: Bernd Goretzki

 
Kiefern, Kiefern und nochmals Kiefern Steigen vom Feinsten Unberührte Landschaft mit Fahrstuhl

 


Friday, 02. May 2014 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 02.05.2014 um 14.00 Uhr GZ
WETTERLAGE DEUTSCHLAND:
Am SAMSTAG verlagert sich ein über Mitteleuropa angelangter Höhentrog weiter nach Südosten. Er beeinflusst mit seinen Aufgleit- und Hebungsvorgängen das Wetter vor allem im Osten und Südosten des Vorhersagebereiches. Dabei ist eine wolkenreiche Luftmasse wetterbestimmend. Gleichzeitig nähert sich von Westen her ein Hochkeil. Dieser beeinflusst mit seinen Absinkvorgängen zunehmend das Wetter im Vorhersagebereich. Mit einer nördlichen Strömung wird eine trockene, kühle und stabil geschichtete Luftmasse herangeführt.
Am SONNTAG hat dieser Hochkeil den Westen Europas erreicht und ist mit seinem Absinken für weite Teile Deutschlands wetterbestimmend. Es fließt verbreitet eine trockene und langsam auch wieder eine wärmere Luftmasse ein. An der Nordflanke des Hochkeils findet durch einsetzende Warmluftadvektion Aufgleiten statt, wodurch von Nordwesten her vor allem starke mittelhohe und hohe Bewölkung aufzieht.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36) 
SAMSTAG überwiegend gute Blauthermik bis 2200 m. SONNTAG gute Wolkenthermik bis 1200-1400 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich bei anfangs starker, im Tagesverlauf von Nordwesten her zurückgehender Bewölkung anfangs geringe, im weiteren Verlauf von Nordwesten her mäßige Wolkenthermik entwickeln.
Am SONNTAG wird bei wenigen Achteln flacher Cumuli gute Wolkenthermik erwartet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen abschirmenden Wolkenfeldern und Niederschlag am Alpenrand kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln.
Am SONNTAG kann sich bei schwacher Kaltluftadvektion mäßige, stellenweise auch gute, Wolkenthermik entwickeln.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Thursday, 01. May 2014 OLC League FRANCE : 2e manche 26. / 27. avril translate news

- Une météo peu favorable sur la France pour cette deuxième manche.
- L'AAVAVinon l'emporte à 295 km/h et se classe 9ème mondial sur 337 clubs.
- Premiers scores pour les jeunes pilotes dans la U 25 !


L'hexagone n'a pas été gâté pour cette deuxième manche du championnat des clubs avec une météo inexploitable sur les trois quarts du pays. Seul le quart Sud-est a pu s'en sortir avec de beaux vols réalisés au départ des Alpes du Sud.
C'est l'équipe de l'AAVA Vinon (Barrois, Borovyk et Thompson) qui l'emporte avec un score total de presque 295 km/h. L'AAPCA Fayence se classe second et l'ACS Romorantin troisième. Les juniors aussi ont fait leur entrée dans le classement et ont marqué des points
pour leurs clubs respectifs, autant dans la ligue ouverte à tous que dans la ligue U 25. Espérons une météo un peu plus favorable pour la troisième manche qui va se dérouler le 03/04 mai afin que tout le monde puisse jouer. Bons vols à toutes et tous !

OLC League FRANCE : 2nd round 26 / 27 of april
- Bad weather conditions for this second round.
- The AAVAVinon wins the game at 295 kph and ends up 9th on the 337 clubs scored worldwide.
- First scoring for the youngsters in the U25 !


France hasn't been very lucky regarding the weather for this second round. Only the south east corner of France and especially the southern Alps have had good conditions for big tasks.
The team of the AAVA Vinon (Barrois, Borovyk and Thompson) wins this round with a speed of 295 kph. The AAPCA Fayence is second and the ACS Romorantin third. The juniors have scored in the U 25 for the first time with flights taking off from Saint Auban.
We're hoping for better conditions all over France next week-end for the third round so that everyone can play ! Have some good flights !

Ranking of the second round: 1) AAVA Vinon 15 points 2) AAPCA Fayence 14 points 3)
ACS Romorantin 13 points
Overall ranking : 1) AAVA Vinon 26 points 2) ACS Romorantin 26 points 3) Nogaro 15 points
 
 

Wednesday, 30. April 2014 Vereinsbericht zur Liga-Runde: SFG Giulini translate news

Gelungener Einstieg
Die zweite Bundesligarunde war für Giulini´s eher durchwachsen. Zwischen ausgedehntem Regen am Freitag Abend und einem Sonntag, der erst am frühen Abend etwas Sonne zeigte, blieb nur ein durchwachsener Samstag. Dieser wurde aber von Norbert Lenz, Charly Müller, Dieter Bartek und Uwe Melzer zu netten Flügen im Rheintal genutzt.
Jan Hertrich, unser Youngster, war mit der ASW-20 des Pfälzischen Fördervereins in seiner Heimat - bei den Bundesligakollegen in Bayreuth - unterwegs. Schneller wie Norbert Lenz (LS-9, LZ) und Uwe Melzer (LS-4wl, UWE) wurde er auch in seiner 2ten Bundesligawertung unser Top-Scorer - wirklich ein gelungener Bundesligaeinstieg.

Uwe Melzer
 
AKW Biblis - nordwärts bis der
Luftraum C den Weiterflug stoppt
Dieter Bartek (LS-4WL, UY)
Schlechtes Wetter im Anmarsch
 

Wednesday, 30. April 2014 Vereinsbericht zur Liga-Runde: FLG Blaubeuren translate news

Sabine Dieulin, Philipp Söll und Martin Söll nach einem erfolgreichen Bundesliga-Einstand
Saisonstart in der 1. Bundesliga der Segelflieger
"Aufgrund der fehlenden Thermikentwicklung wird der Wetterbericht heute nur verkürzt ausgegeben"- das war die Aussage des Deutschen Wetterdienstes für den Südwesten Deutschlands für Samstag den 26. April.
Sabine Dieulin, Philipp und Martin Söll sowie Michael Heiß schreckten diese Aussichten nicht ab, sie bereiteten sich zum Start vor, sobald die Wolken am Himmel über Blaubeuren erkennen ließen, dass man den Platzrundenbereich des Flugplatzes Sonderbuch verlassen konnte ohne gleich im nächsten Acker wieder landen zu müssen. Und tatsächlich, Michael Heiß, der als erster an der Seilwinde der Fliegergruppe Blaubeuren startete, konnte ganz passable Steigwerte melden und machte sich trotz niedriger Wolkenbasis auf den Weg in Richtung Osten. Die anderen ließen sich schnell von Schlepppilot Heiner Krais in die Luft
ziehen und folgten.
Glücklicherweise strafte das Wetter an diesem Tag den DWD Lügen. Zwar war der Norden Deutschlands auch an diesem Tag im Vorteil, aber zum Abend hin war sogar der Weg in den Westen der Alb frei und so konnten die Piloten der Fliegergruppe einen ähnlich schlechten Saisonstart wie im letzten Jahr verhindern.
Nachdem am Ostersonntag aus Urlaubs- und familientechnischen Gründen lediglich Sebastian Bauder und Philipp Söll eine Wertung fliegen konnten, erflogen sich dieses Wochenende Philipp Söll mit 87,24 Punkten, Martin Söll (79,81) und Michael Heiß (77,85) mit
einem achtbaren 15. Platz 6 wichtige Punkte. Blaubeuren liegt damit nach dem zweiten Wertungswochenende auf dem 19. Platz der 1. Bundesliga und muss dieses Jahr das Feld wenigstens nicht ganz von hinten aufrollen.
 
Michael Heiß

 


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