OLC-Magazine... powered by Bürklin


Monday, 10. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 08./09.05.2021 translate news

Generalprobe. Bevor am kommenden Wochenende endlich die Ligen starten, bot das vergangene nochmal die Möglichkeit für eine "entspannte" Trainingsrunde. War die vorangegangene Wetterphase noch vor allem durch kühle Luft geprägt, sollte am Sonntag (zumindest vorübergehend) der Hochsommer ausbrechen, kräftiger Warmluftadvektion und Wind inklusive.
Samstag:
Ganz markant lassen sich im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) drei Bereiche ausmachen: Im Vorfeld eines kräftigen Tiefs vor Irland erreichte der ausgedehnte Cirrenschirm einer Warmfront bereits den Westen und Nordwesten Deutschlands. Bis an Rhein und Neckar sickerte dahinter auch tiefere Feuchte ein, davor floss schon die wärmere, vor allem aber trockenere, Luftmasse in den Süden und verdrängte die Kaltluft der Vortage in den Nordosten. Die Luftmassen zeigen ihre Unterscheide vor allem in der Feuchte und Entwicklung: Während im Süden und Südosten kaum noch oder gar keine Quellungen mehr auszumachen waren, war die Thermik im Nordosten bis weit nach Polen hinein homogen gezeichnet. Diese Dreiteilung im Wetter läßt sich dann auch ganz deutlich in den Flugspuren wiedererkennen.
Sonntag:
Hinter der Warmfront, deren letzte Reste über die Ostsee abzogen waren, hatte sich jetzt die Warmluft überall durchgesetzt. Abgesehen von Cirrenfeldern und einigen Überentwicklungen an der Grenze zu den Niederlanden zeigten sich um 12UTC in der trockenen Warmluft noch keine Cumuli. Typisch für die Luftmasse sollte es lange brauchen, bis es durchgeheitzt hatte. Dann gab es im Südwesten durch eine leichte Labilisierung sogar noch einige, hohe Cumuli, die sich teilweise auch in linienhaften Strukturen aufbauten. Häufiger waren dagegen die Cirren, die sich im Laufe des Thermiktages noch weit nach Osten ausbreiten konnten. Im Westen störte der kräftige Wind -, aus südsüdwestlichen Richtungen kommend, bot er aber auch die Chance, an die Hänge zu gehen. Die verschiedenen Optionen kann man - vor allem bei den relativ wenigen Flügen - ebenfalls gut in den Flugspuren wiederfinden.
Wer hat was draus gemacht?
Es wäre eine interessante Liga-Runde gewesen, mit gleich mehreren Optionen auf schnelle Schnitte: Samstag unter den Wolken im Nordosten oder am Sonntag entlang der Hänge, in den Alpen oder mit den späten Labilisierungen. Tatsächlich konnte im Vergleich der Hang am Sonntag nicht mithalten, aber beide Wochenendtage waren, was die OLC-Speed anbelangt, fast gleichwertig. Der Samstag bot mehr Piloten die Möglichkeit, auf das gute Wetter zuzugreifen. So verteilen sich die Startplätze der schnellsten/punkthöchsten Flüge des Speed-OLC zwischen Walsrode über Burg Feuerstein bis nach Königsdorf. Mit einem reinen Blick auf die Speed war als Schnellster Horst Singer von Bamberg aus unterwegs. Mit etwas Rückenwind ging es direkt entlang des Erzgebirges und nach einem kurzen Abstecher in die Oberlausitz schaffte er in den 2,5h rund 352km, was einem Schnitt von 141,12km/h enspricht. Er muss sich indexbedingt allerdings mit Tagesplatz 3 begnügen, denn Frerk Frommholz kam - ebenfalls direkt vom Start weg und in Richtung Osten - zwischen Soltau, Stettiner Haff und zurück in die Uckermark mit durchschnittlich 140,27km/h voran. Im Vergleich der Kurbelanteile schafft Frerk (13%) einen deutlich geringeren Wert als Host (22%). Nochmal weniger Kreise brauchte Bernd Goretzki, der es vom Fläming bis weit nach Polen hinein auf einen Anteil von gerade einmal 7% bringt. Mit 933km erreicht er auch den weitesten Flug des Wochenendes.
Deutlich flächiger - und damit punkthöher bewertet - flogen aber gleich eine ganze Reihe weiterer Piloten, von denen Robin Förster den punkthöchsten Flug erreicht. Auch wenn er sich noch mehr Flugzeit gewünscht hätte, die ihm die Warmluft aber nicht gönnen wollte. Lange bzw. weite Flüge waren in der Warmluft dann am Sonntag eher untypisch. Mit Zugriff auf die Alpen waren aber auch hier gute 8h Flugzeit möglich, die u.a. Lisa Scheller und Arne Neumayer für Flüge jenseits der 700km nutzen konnten.
In den Bergen konnte dann auch Simon Schröder die Speed fliegen, die ihn auf den zweiten Tagesrang brachte. Dem Barogramm nach hatten die Berge wohl am späten Nachmittag endlich durchgezündet. Seine Wertungszzeit begann mit einem Höhensprung von fast 2000m am Montafon. Gleich mindestens ein Stockwerk höher als davor ging es bis über das Reusstal in der Schweiz und von dort auf Gegenkurs zurück. Die 2,5h Wertungszeit waren dann erst beim Ausflug aus dem Bergen zu Ende. Simon schaffte so einen Schnitt von 131km/h. Schneller war an dem Tag - und am ganzen Wochenende - nur Matthias Sturm.
Vergleichsweise spät von Winzeln aus gestartet ging es gegen 13Uhr (MESZ) bereits auf rund 2500m MSL. Sein Speed-Wertungsflug begann gegen 14Uhr und aus dem mittleren Schwarzwald heraus wendete er auf seinem ersten Schenkel erst kurz vor Heilbronn - auch hier bei vergleichbaren Arbeitshöhen. Im weiteren Jojo-Verlauf ging dann zwischen Freudenstadt und Bad Wildbad in der Spitze sogar 2x auf knapp 3000m. Am Ende konnte er die Bedingungen in 143km/h ummünzen. Es wäre sicherlich von den Wertungen her eine interessante Runde gewesen, aber jetzt richtet sich der Blick nach vorne auf kommendes Wochenende, wenn Ligen ihre Rennen aufnehmen. Wettertechnisch ist nach dem Sommer-Intemezzo erstmal wieder Tiefdruck angesagt, bei der eine wellende Front eine Hauptrolle einnehmen wird - mal sehen, wo die zum Ligastart liegen wird. Man darf gespannt sein ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

Saturday, 08. May 2021 Speed, Speed, Speed translate news

Ab nächstem Wochenende heißt es wieder: Wer schafft die schnellsten zweieinhalb Stunden? Oder besser: Welches Dreier-Team eines Vereins? Nach kurzer Corona-Verzögerung und jetzt hoffentlich gut trainierten Piloten startet die Segelflug-Bundesliga in die Saison 2021.

Ist dein Club auch Liga orientiert? Die zwei großen S, Speed und Spannung, werden dann für 15 Wochenend-Runden das Clubleben

Wer kann im Oktober so jubeln wie hier die Rintelner bei der  Bundesliga-Sieger-Feier 2019?  
Foto: Stefan Harries

bestimmen. Aufgabe wird sein, drei Piloten ganz nach vorn zu bringen, jeder sollte in zweieinhalb Stunden während eines Fluges eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Zum Pilotenkönnen ist dann auch Teamgeist gefragt, schließlich geht es in der Liga-Wertung um die Vereinsleistung. Da sind alle Streckenflieger gefordert, die Junioren in ihrer eigenen U25-Wertung mit zwei Piloten. Also alle schon mal eingestimmt? Die Unterstützung im Vereinsumfeld organisiert, sattelfest in den Regeln, fit in ihrer Anwendung für die Flugtaktik? Nach den Flügen kann man dann an den Sonntagabenden der Auswertung entgegenfiebern.

Mit der Meldung der Flüge im OLC nimmt man automatisch teil. Einsteiger-Vereine fliegen in der Liga ihres Bundeslandes, der Quali-Liga und die Qualifizierten in der zweiten Liga beziehungsweise der Bundesliga.

Wir hoffen, dass die Zeit seit Lockerung der Corona-Einschränkungen gereicht hat, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge und noch etwas Speedtraining absolvieren konnten.

Wir wünschen allen Mannschaften schöne und schnelle Flüge.

Euer OLC-Team:

Gerd Peter Lauer
AC Lichtenfels

 
Heiko Hertrich
LSC Bayreuth

 
Gerhard Marzinzik
LSV Neuwied

 
Martin Petz
LSV Papenburg

 

 


Wednesday, 05. May 2021 Laura Stern: Unter den Rookies gleich der Star translate news

Sie ist der Star der neuen Rookie-Wertung im OLC und heißt auch gleich so: Laura Stern. Seit Wochen führt die 24-jährige Studentin die Rookie-Wertung auf der Deutschland- und Europa-Ebene an. Sie fliegt alles mit Begeisterung, was die FLG Lahr in Altdorf hergibt. Schon 21 Flüge hat die Streckenflug-Einsteigerin in dieser OLC-Saison gemeldet. Ihre großen Flüge absolvierte sie mit der LS4 und der neu in den Club gekommenen LS1-f. Im Interview erklärt Laura ihren Aufstieg.

OLC: In der neuen Saison hast du schon über 20 Flüge gemeldet. In der FLG Lahr bist du in einer streckenflugbegeisterten Gruppe aufgewachsen und so angeleitet worden?

Laura: Wir haben in der FLG Lahr viele motivierte Streckenflieger, die nehmen uns Einsteiger mit, geben Tipps. Das ist richtig gut.

OLC: Des Öfteren bist du mit Wolfgang Wagner für längere Zeitabschnitte zusammengeflogen. Er coacht dich?

Laura: Genau. Wir hatten jetzt einen Flug, da hatte ich eine recht gute Durchschnittsgeschwindigkeit. Da hat er mich angeleitet, einfach mal mehr geradeaus zu fliegen. Das hat richtig gut funktioniert. Und das motiviert dann noch mehr.

OLC: Was waren das für Schlüsselmomente, in denen du von erfahreneren Piloten fürs Streckenfliegen profitiert hast?

Laura: Dieses Jahr hatte ich einen Flug mit der ASK 13 mit Benjamin Matthiß. Ich wäre da schon lange wieder umgedreht Richtung Platz. Benny hat aber gemeint: „Nee, nee, es ist alles sicher. Die Wolken sehen gut aus. Und dahinten könnten wir auch landen.“ Das hat mir mega geholfen, entspannter zu fliegen.

Es gab viele kleinere Lernmomente mit Wolfgang, wo ich ihm mal eine Zeitlang hinterhergeflogen bin. Da konnte ich mir zum Beispiel überlegen, warum fliegt er die Wolke so und nicht anders an. Man nimmt bei so etwas viel mehr mit, als einem dabei bewusst ist.

OLC: Du gehst jetzt im Einsitzer auf Strecke. 2019 hast du mal einen größeren Trainingsflug mit Ingo Wünsch mit der DG 500 gemacht.

Laura: Ja, Ingo ist Fluglehrer und ein guter Streckenflieger. Nach solch einem Trainingsflug fällt es dann schon leichter allein zu fliegen, überhaupt mal vom Platz wegzufliegen.

OLC: Heute fliegst du nach kurzem Training schon beachtliche Strecken. Wie bist du überhaupt zum Segelflug gekommen? Familiär bist du ja nicht vorbelastet.

Laura: Ich bin durch meinen Freund zum Fliegen gekommen. Der hat den Segelflugsport doch recht intensiv ausgelebt. Am Anfang konnte ich das nicht ganz verstehen – jedenfalls nicht, bis ich dann selbst geflogen bin. Ich war neugierig und habe mir angesehen, was daran so toll ist. Ja, und seitdem bin ich auch dabei.

OLC: Von den Vereinsflugzeugen fliegst du mal LS1-f, mal LS4. Das was gerade zur Verfügung steht?

Laura: Ja, auch gerne mal die Ka 8. Die LS1-f haben wir relativ neu im Verein, damit kann man gut mit der LS4 zusammenfliegen.

OLC: Findest du als Streckenflugeinsteigerin auch theoretisch Unterstützung bei der Planung und Nachbesprechung der Flüge?

Laura: Organisiert in einem Theorieunterricht haben wir das im Verein nicht. Aber wenn jemand Interesse hat, weiß er, an wen er sich wenden kann, und bekommt dann seine Infos für die Planung oder Erklärungen.

OLC: Du nutzt heute auch gute Tage unter der Woche. Das kannst du dir so einrichten, was machst du beruflich?

Laura: Ich bin jetzt Masterstudentin der Medizintechnik in Offenburg und arbeite nebenher als Werkstudentin. Damit habe ich genügend Zeit und kann mir das Fliegen so auch finanziell leisten.

OLC: Bist du auch an zentralen Wettbewerben interessiert? Wird so etwas in der Gruppe gefördert?

Laura: Ja, das wird in der FLG Lahr unterstützt. Man kann dafür auch die Flugzeuge mitnehmen. Ich hatte auch Interesse, in diesem Jahr an einem zentralen Wettbewerb teilzunehmen, aber mit Corona ist die Planung sehr unsicher. Ich warte damit jetzt lieber bis nächstes Jahr.

OLC: Jetzt liegt dein Augenmerk darauf, deine Führungsposition bei den Rookies zu verteidigen?

Laura: Na klar.

OLC: Hat die Rookie-Wertung für dich und im Verein noch einmal Schub für den Streckenflug gegeben?

Laura: Auf jeden Fall. Vereinsintern führen wir eine kleine Statistik, in der die Rookie-Wertung auch eine Rolle spielt. Das ist vom OLC eine richtig gute Unterstützung. Das motiviert richtig, wenn man sich mit Piloten vergleichen kann, die relativ frisch dabei sind.

OLC: Was noch kommt, ist die Rookie-Tageswertung. Da hat dann jeder Streckenflugeinsteiger die Möglichkeit, sich mal ganz vorn zu platzieren.

Laura: Das wäre sehr interessant. Eine Tageswertung wäre echt cool.

OLC: Etwas von deinen Flügen kann man auch auf Youtube miterleben.

Laura: Ja, das Video hat Wolfgang gemacht, als er mich gecoacht hat. Er hat da festgehalten, welche Tipps er mir gegeben hat.

OLC: Und jetzt bist du schon selbst Vorbild im Verein für andere, die gerade in den Streckenflug einsteigen?

Laura: Ein bisschen vielleicht schon. Streckentechnisch sind im Verein jedenfalls alle sehr motiviert.

Das Interview führte Gerhard Marzinzik

Laura Stern mit der LS4 auf Strecke. Einfach geradeaus unter den Wolken. Laura mal im Doppelsitzer hinten. Zu zweit mit Coach Wolfgang in der LS4.

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

 


Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Monday, 12. May 2014 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Kräftiger Südwestwind ermöglichte im Schauerslalom durchaus schnelle Flüge am Hang
Ein Wochenende, dass eine breite Palette an Wetter zu bieten hatte liegt hinter uns: Fronten aller Arten, Warm- und Kaltluft, Labilität mit Schauern und Gewittern und dazu jede Menge Wind. Geflogen wurde aber trotzdem.
Samstag:
Der Samstag stand ganz im Zeichen der aufziehenden Front des Tiefs über den britischen Inseln. Gut im Satellitenbild erkennbar liegen die vorlaufenden Abschirmungen wie ein Fächer von der Ostsee bis runter in den Südwesten Deutschlands. Da sich das ganze System (inklusive nachfolgendem Regen) zügig in Richtung Osten verlagerte, war mancher Flug ein Wettlauf gegen den thermikvernichtenden Aufzug. So mancher Flug endete dann schon vor Erreichen des Heimatflugplatzes (oder es musste der Motor zu Hilfe genommen werden). Thermisch gesehen auf der - sich zunehmend verdunkelnden - Sonnenseite lagen die Bereiche zwischen im Osten und Südosten, wo die Abschirmungen zuletzt ankamen. Sonst musste man die schmale Lücke zwischen Basisanstieg und einsetzendem Regen an einem der schon gut angeblasenen Hänge
nutzen.
Sonntag:
Hangfliegen war dann auch das Thema am Sonntag: Die Fronten des Tiefs waren - getrieben durch den kräftigen Wind - in weiten Teilen kein Thema mehr. Reste sind noch im Satellitenbild am östlichen Alpenrand erkennbar. Statt dessen war jetzt die labile Kaltluft da, die dichteren Wolken im Norden gehören zu der durchziehenden Okklusion südlich des Tiefkerns. Durch den Tiefdruckeinfluss blieb die Luftmasse labil, zahlreiche Schauer lösten sich mit offenen Bereichen dahinter ab, denn über dem nassen Boden hinter einem Schauer macht die Thermik ja bekanntlich erst einmal Pause. Und der Wind hielt das ganze Geschehen abwechslungsreich. Da wundert es nicht, dass sich viele beispielsweise ans Wiehengebirge oder die Bergstrasse zurück zogen - auch wenn man bei den Schauern mitunter das Gefühl bekommen konnte, eher an/in einer "Waschstrasse" zu fliegen ...

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Monday, 12. May 2014 Vereinsbericht zur Liga-Runde: AeC Bad Nauheim translate news

Weder Samstag noch Sonntag konnte ein wertbarer Flug von Ober Mörlen durchgeführt werden. Durch die hoffnungslose Schauerwetterlage am Samstag fand nur ein F-Schlepp statt, der Schulbetrieb musste danach aufgegeben werden.
Der Sonntag war keine klassische Rückseite, die feuchte Kaltluft einfach zu labil. Sobald Einstrahlung erfolgte, kochte die Luft über und es kam eine Schauerserie nach der anderen. Die einzige Chance Punkte für die Bundesliga zu bekommen, bestand im Hangflug. Daher kam der Entschluss für Lars Liebert mit Co Lorenz Dierschke im Duo "OM" eine Hangeinweisung vorzunehmen und die Eigenheiten der Bergstrasse zu vermitteln. Weiterhin Thomas "Ello" Liebert mit seiner LS4 "1R", Tobias Meiler "AT" und später kamen noch Oliver Stehr "T" und Philip Pütsch "PP" hinzu. Ich war mit meinem Flugzeug "RH" vertreten.
Die Gastfreundschaft in Bensheim ist absolut vorbildlich, vielen Dank das wir starten durften, immerhin kamen 6 Gäste auf den Flugplatz.
Der Aufbau folgte direkt am Start, dadurch hatten wir kurze Wege. Nachdem Aufbau von 4 Flugzeugen, AT, OM, 1R, RH zeigte uns der Wetterkoch seine Laune und es ergoss sich ein kalter Schauer über dem Platz. Vorher konnten einige Bensheimer schon an der Winde starten. Nach dem abledern, startete Tobias als erster, danach Thomas und der Duo mit Lars und Lorenz.
Die Windenstarts bei dem Seitenwind waren nicht einfach, jedoch kamen wir alle sicher an den Melibokus. Dieser enttäuschte am Anfang OM und mich, so das wir hier tief mit anderen ein absaufen verhindern mussten. Nach 15min. sehr tiefes fliegen über dem Schloss Auerbach teilweise unter Flaggenhöhe, gelang der Aufstieg und der erste Schenkel konnte nach Norden btw. Süden angefangen werden. Lars und Lorenz hatten zu dieser Zeit einen Schauer bei Burg Frankenstein und flogen zuerst nach Süden.
Danach musste immer wieder die Wetterlage sehr gut beobachtet werden. Es war parken und warten am Melibokus, oder bei Heidelberg notwendig um die Schauerstaffel über die Odenwaldkante ziehen zu lassen. Dadurch änderte sich auch immer wieder die Windrichtung und Stärke, so das Thermik mitgenutzt werden musste um überhaupt vorwärts zu kommen.
Ello hatte als erster seine 4 Schenkel für die Bundesliga und nutzte eine trockene Phase in Bensheim zur Landung. Phillip landete kurz danach und beide konnten Ihre Flugzeuge im trockenen abbauen. Danach frischte der Wind nochmals auf und der Rückweg von Heidelberg war für AT, T, OM und RH kein Problem. Im Odenwald ging jedoch ein Gewitter mit Blitz nieder, was dann doch die labile Wetterlage deutlich zeigte. In Bensheim war immer einer am Wetterradar und versorgte uns alle mit entsprechenden Infos.
Nachdem mein 4. Schenkel an der Frankenstein erflogen war, entschloss ich mich zur Landung. Der Seitenwind machte diese nochmal interessant.
AT und OM wollten den guten Hangwind nochmal nutzen um den Schnitt für die Liga zu verbessern. Dabei zeigte die Bergstrasse Ihre Launen. Tobias konnte noch vor dem nächsten Schauer landen. In aller Eile rüsteten wir seinen Flieger ab. Oliver musste im beginnenden Regen landen, war aber kein Problem.
OM hatte weniger Glück auf dem Rückweg von Heidelberg und der Wind drehte auf südliche Richtung, so dass Sie keine Chance hatten Bensheim zu erreichen. Ein sichere Landung auf einem harten Acker war die richtige Entscheidung und mit einer kurzen Rückholtour kamen alle gesund und munter wieder in Ober Mörlen an. Der Sonntag mit seinem Wetter wird sicherlich in Erinnerung bleiben. Es hat sich gelohnt und folgende Punkte für die Liga konnte erflogen werden:
Tobias Meiler 238,04 km/ 86,17 Punkte
Rainer Reubelt 222,41 km/ 82,76 Punkte
Lars Liebert 216,28 km/ 80,48 Punkte
Thomas Liebert 186,38 km/ 72,38 Punkte
Oliver Stehr 152,99 km/ 62,13 Punkte
Philip Pütsch 91,58 km/ 34,08 Punkte
Das ergab in Runde 4 einen 5. Platz mit 16 Punkten. Gegen die guten Bedingungen am Wiehengebirge war nicht anzukommen, 335 Punkte gegenüber 249 Punkten zeigt wie gut die Hangflugmöglichkeiten im Norden sind.
In der Gesamtwertung konnten wir uns auf den 18. Platz verbessern. Eine Topleistung von allen Teilnehmern. Da alle Starts in Bensheim gemacht wurden, ändert sich die Vereinswertung nicht. Mal sehen was Runde 5 ergibt.
 
Weitere Bilder bei mir auf der Homepage unter www.dg600.jimdo.com
 
Text und Fotos: Rainer Reubelt
 
Vor dem Start in Bensheim
- noch ist es trocken
Immer wieder zogen Schauer durch
Lars Liebert mit Co Lorenz Dierschke
im Duo
 
 

Monday, 12. May 2014 Vereinsbericht zur Liga-Runde: SFV Mannheim translate news

Auch beim SFV Mannheim war in Runde 4 Hangflug angesagt. Der Ritt an der Bergstraße brachte den dritten Rundenplatz.
Nachdem der Samstag bei bedecktem Himmel im Rhein-Neckar Delta keine Möglichkeiten zum Streckenfliegen bot, wollten wir am Sonntag wenigstens noch einen Ehrenpunkt holen. Nur eine Handvoll Leute trafen sich frühmorgens zum Ausräumen, waren doch Schauerstaffeln, Gewitter und kräftiger, böiger Wind angesagt. Aber immerhin stand der Wind nahezu auf West, also müsste doch am Odenwaldhang was gehen!
Eine Lücke zwischen den Schauern nutzend, starteten Swen Holtmann, Michael Petzold und Lutz Heydecke mit Kurs auf die Hangkante bei Heidelberg. Für Lutz auf seiner LS7 wurde das sportlich, da nur die Winde zur Verfügung stand und immerhin 13 km bis an die Hangkante zurückzulegen waren. Aber der Anschluss klappte, und so konnten wir zu dritt die 60 km lange Hangkante zwischen Wiesloch und Darmstadt viermal hintereinander „abreiten“. Der Wind in der Höhe um die 50 km/h sorgte für problemloses Vorankommen, auch wenn zwischendrin einige Waschstraßen in Form von linienförmigen Schauern zu queren waren.
Gegen 15 Uhr hatte jeder seine 250 km in der Tasche - wie sich später rausstellte, brachte uns das einen hoch zufriedenstellenden dritten Platz in der Rundenwertung. Da nimmt man auch gern in Kauf, beim Abrüsten noch ein weiteres Mal nass zu werden! Ohne die Bundesliga hätten wir womöglich gar nicht erst zusammengesteckt…
 
Michael Petzold

 


Monday, 12. May 2014 Vereinsbericht zur Liga-Runde: LSV Bückeburg-Weinberg translate news

Der Samstag begrüßte uns mit am Hang aufliegender Staubewölkung. Aufgrund dieses Umstandes und dem angekündigten Regen bedurfte es einiger Überredungskunst von Fix, um für den nötigen Ligakader an diesem Tag zu sorgen. Fix: "Heute ist Pflicht, morgen ist Kür!" 
Mit sich hebender Wolkendecke begannen wir mit den Starts. Das Vorfliegen in Richtung Westen zeigte, der Hang ging nicht extrem stark, doch sehr satt und zuverlässig. Gewiss war jedoch, dass ein "übersetzen" zum Ith heute auf Grund der vorerst niedrigen Bewölkung - gerade mit den Clubklassefliegern - schwierig werden könnte. Vorerst begannen wir die Jagd auf die Punkte am zweiten Sender (bei Lübbecke), wobei sich die Crew des Duo Discus erfolgreich bis Kilometer 38 (auf Bückeburg) vorwagte. Die Konstanz des Hangs bestätigte sich bis zum Süntel, jedoch unterließen wir erst einmal den Versuch Richtung Ith zu gleiten.
Bereits auf dem zweiten Schenkel wurden wir im Westen (hinter Lübbecke) etwas nass. Der Entschluss erneut Richtung Osten zu fliegen wurde durch Funksprüche über die geringen Ausmaße des Regengebietes unterstützt - Flughöhe und gut ausgebaute Handynetze sei dank! Der Hang trug immer besser, jedoch erreichte beim Rückflug in Richtung Westen das massivere Regengebiet die westlichen Ausläufer des Haupthangs auf Höhe Vennebeck. Doch auch im leichten Regen trug der Hang noch ausreichend stark, um bis zum zweiten Sender (Höhe Lübbecke) ausfliegen zu können. Der Rückflug klappte trotz leichtem Regen problemlos. 
In Anbetracht der Bedingungen kann festgehalten werden, dass der Tag von uns optimal genutzt werden konnte und wir entspannt auf die Kür am Sonntag warten konnten.
Nachdem am Samstag die Führung der Runde 4 herausgearbeitet wurde, galt es am Sonntag diese Führung zu halten. Dies gelang uns leider nicht, da wir auf den vierten Platz abrutschten. Dennoch konnte Sven Buschmeier die Speedpunktzahl mit seinem zweiten Flug am Wochenende von 81,54 Punkten für den LSV Bückeburg von 250,6 Punkten auf 260,36 Punkten erhöhen. Da wir die Regenschauer am Vormittag noch abgewartet haben, starteten wir um 12 Uhr mit Mario Armitter(ASW 19), Lennart Nerge/Tobias Werner(ASK 13) und Sven Buschmeier/Christian Barton (Duo Discus). Auch andere Piloten aus Braunschweig und Aue Hattorf nutzten die Hangwinde, um Ligapunkte sammeln zu können. Gegen 14 Uhr traten jedoch zwei Schauer am Hang so zusammen, dass ein Weiterflug nicht möglich war. Glücklicherweise kamen alle Bückeburger noch rechtzeitig zurück. Obwohl die Wetterbedingungen für viele Vereine nicht optimal waren, können wir mit 17 von maximal 20 Ligapunkten sehr zufrieden sein.
 
Florian Gille & Sven Buschmeier
 
Sven und Christian vor dem Start am Sonntag
Windenstartbetrieb in Bückeburg
Tobi bereitet die ASK13 vor
 
 

Monday, 12. May 2014 Grand Prix Tag 4: Australisch-britisches Duo brennt ein Feuerwerk ab translate news

Favorit Sebastian Kawa holte am Montag mit Platz 9 nur einen Punkt, führt mit 24 Punkten aber weiter die Gesamtwertung an.
Parker gewinnt vor Young und Galetto
Die Tasksetter schickten das Feld heute auf eine 220km Aufgabe: Von Sisteron nach Orpierre- Col de Cabre- Guillaume-Caduc-Digne-Checkpunkt N und zurück.
Der Abflug um 14.45 klappte heute viel besser, alle Piloten konnten gleichzeitig und annähernd gleichhoch abfliegen. Die ersten beiden kurzen Schenkel boten keine Gelegenheit für irgenwelche Ausreißversuche. Das änderte sich jedoch auf dem Kurs zum Guillaume. Ein 6erPulk mit Galetto,Young,Parker, Mracek,Zube und Veron setzte sich langsam nach vorne ab, immer nah am Kurs, nicht viel Versuche nach rechts oder links, während viele Piloten offensichtlich nicht zu tief den Guillaume erreichen wollten und immer wieder ab vom Kurs nach dem Bart, der sie richtig hoch bringen sollte. Das zahlte sich nicht aus. Das Sextett erreichte in etwas mehr als 2000m die Wende und hatte da schon einen Vorsprung von 5-10km auf die Verfolger. Dann begann die Stunde von Parker/Young: Ohne zu fackeln flogen sie in den Parcours immer etwas über 2000m und erreichten ohne Kreis in 2500m die nächste Wende. Die vier Begleiter kreisten zu Beginn des Schenkels mehrfach stiegen dabei aber nicht viel besser ais das Spitzenduo im Geradeausflug. Schnell hatten diese einen Vorsprung von 10km auf Galetto und Co und 30 auf das Hauptfeld.
Der kurze Schenkel nach Digne ließ die Höhe wegschmelzen, gewendet wurde knapp unter 2000m. Genauso lief es im Feld - mit entsprechendem Zeitversatz. Die beiden Führenden mussten auf dem Weg nach Hause bis auf 1400m runterfliegen, bekamen dann aber den rettenden Bart für den Endanflug. Die Verfolger konnten dahinter noch ein wenig aufholen, an mehr war nicht zu denken. Mit einem 130er Schnitt erreichten sie zeitgleich Sisteron, wobei Young 12 Sekunden für zu geringe Höhe kassierte.
Der Brite Youg lieferte übrigens schon am ersten Wertungstag ein super Rennen ab, das jedoch wegen eines negativen Abflugs
nicht gewertet wurde. Uli konnte wieder punkten und Didier Hauss 3 Punkte auf Kawa gutmachen.
 
Georg Theisinger

 

Aufgabe Tageswertung Gesamtwertung

 


Monday, 12. May 2014 Grand Prix Tag 3: Taylor gewinnt vor Kawa und Vidal translate news

Tilo Holighaus ging am Sonntag punktemäßig leider leer aus.
Espresso, Espresso- klein -heiß- bittersüß
Nachdem es den ganzen Vormittag geregnet hatte, ging dann nachmittags das Fenster auf: Eine 70 km Aufgabe doppelt umrundet stand auf dem Zettel: Nach Westen den Chabre entlang, 20km nach Norden, zum Checkpunkt Süd und nach Sisteron.
Ein Teil der Aufgabe wurde schon vor dem Abflug entschieden. Während die Masse der Piloten am Haushang im Südosten des Platzes nicht über 1400-1500m NN kam, gelang es einigen Piloten in eine komfortable Abflugposition zu gelangen. Aboulin und Schröder im Westen der Linie (2000NN), Hauss im Norden(2300NN), Vidal und Kawa weit im Osten(2200NN). Diese Piloten konnte mit fast maximaler Höhe die Linie mit exakt der Öffnung überfliegen(süß). Die anderen mussten deutlich tiefer bzw später das Rennen angehen(bitter). Schröder und Hauss eröffneten das Rennen, das direkt in den Hang des Chabre führte, der auch nicht enttäuschte. Didier wendete als erster und gab mächtig Gas auf dem Kurs nach Norden. Seine Verfolger kurbelten einmal hinter ihm, was dazu führte, dass sie ihn auf dem 3. Schenkel einholten mit einem Höhenplus von ca.300m. Danach ging alles seinen Gang. Der Spitzenpulk gab Gas und bei immer besseren Bedingungen war an ein Einholen nicht mehr zu denken. 
Ausgebufft flog Kawa, der hin und wieder eine scheinbar unkonventionelle Entscheidung trifft: bei der zweiten Runde verzichtete er auf den Chabrehang und suchte im Luv die Thermik. Strait ahaid Bruce Taylor, und das als Hochgebirgsspezialist. Toll Uli Schwenk, mit einem mageren Abflug weit nach vorne geflogen.
Tageswertung: 1. Taylor 10P, 2. Kawa 8P,  3. Vidal 7P
Noch zwei Anmerkungen: 1.Tracking ist toll, besonders wenn es keine Aussetzer hat an den kritischen Stellen.
2. Das Abflugprozedere sollte optimiert werden, wie auch immer. Es schmerzt zu sehen, dass Piloten von Anfang an chancenlos in Rennen gehen müssen, besonders bei so kurzen Strecken.
 
Alle Wertungen gibt es unter: www.sgp.aero/final2014
 
Georg Theisinger

 


navITer
FLARM
Bürklin
SCHEMPP-HIRTH Flugzeugbau GmbH
LXNAV
Air Avionics
M+D Flugzeugbau
Bitterwasser
Clouddancers
ILEC
Jonker Sailplanes
Siebert
HPH
Peter H. Braasch
LANGE Aviation GmbH
WINTER Instruments
Alexander Schleicher
Deutscher Wetterdienst
TopMeteo
Rent a Glider
Tost
DG Flugzeugbau
IMI Gliding
binder
Cobra Trailer
FLIGHT TEAM
Segelflugschule Wasserkuppe