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Friday, 24. May 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 24.05.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG schwenkt ein Höhentrog südostwärts Richtung Bayern durch. Dabei wird die milde und feuchte Luftmasse bis zum Abend südöstlich einer Linie Schwarzwald-Erzgebirge zunehmend labilisiert. Im Nordwesten fließt kühlere aber stabil geschichtete Luft ein, die unter schwachen Hochdruckeinfluss gerät.
Am SONNTAG gelangt der Norden in den Einfluss eines Tiefs über Skandinavien, dessen Ausläufer hochreichend feuchte Luft heranführt. In der Mitte Deutschlands ist schwacher Zwischenhocheinfluss wetterbestimmend. Im alpinen Raum ist die Luft zunächst noch bis ins
mittelhohe Niveau labil geschichtet.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG meist mäßige bis gute Wolkenthermik, die teils durch abschirmende Bewölkung gestört und besonders in der Nordosthälfte von Böen um 25 KT zerrissen wird.
Am SONNTAG nordwestlich der Linie Ruhrgebiet-Oderbruch aufgrund Abschirmung meist keine nutzbare Thermik. Südöstlich der Linie mäßige, teils auch gute Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG im Nordwesten gute, im Südosten mäßige bis gute CU-Thermik, ab dem Mittag insbesondere vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge und südöstlich davon durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Wolkenthermik, die im Norden zunehmend abgeschirmt wird.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG östlich etwa des Lechs mäßige Cumulusthermik, im Westen gering. Nachmittags und am Abend durch Überentwicklungen mit Schauern und Gewittern und zunehmende Abschirmung gestört.
Am SONNTAG im südlichen Alpenvorland geringe, über den Bayerischen Alpen wegen Abschirmung kaum nutzbare Thermik. Nach Norden mäßig, über der Schwäbischen Alb und dem Bayerischen Wald mäßig bis gut.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 22. May 2019 Sieg in Runde 5 für den LSV Schneverdingen translate news

Für das fünfte Bundesligawochenende versprach der Samstag in der Heide der bessere Tag zu werden. Dank der eingeflossenen Warmluft musste sich nicht mehr so dick angezogen werden, wie noch in der Vorwoche. Dafür dauerte es länger bis sich die Thermik voll entwickelte. Die Flugzeuge wurden mit Wasser betankt und startklar gemacht - das Bundesligafliegen konnte beginnen. Der Plan für den Ligaflug war klar - zunächst gegen den Wind vorfliegen, um dann den Rückenwind auszunutzen.
Arne und Hilmar flogen jeweils bis Höhe Uelzen und anschließend wieder am Höpen vorbei in Richtung Nordwesten. Sie nutzten dabei eine Aufreihung vom Höpen bis zur Waterkant an der Nordsee. Arne nutzte dabei ein paar Kilometer mehr und wendete über der Nordsee querab von Nordholz (siehe Foto). Rine verfolgte die Rückenwindstrategie noch konsequenter und flog zunächst durch die Zentralheide bis nördlich von Magdeburg, um dann ebenfalls am Höpen vorbei in Richtung Nordwesten zu fliegen und wendete auf Höhe Hellingst. Resultat des Tages waren respektable Schnitte von über 115 km/h und satte 336 Punkte für die Quali-Liga. Damit war der Grundstein für eine gute Platzierung in der fünften Bundesliga Runde gelegt. Am Sonntag versuchte Uwe dem noch einen draufzusetzen, kam jedoch leider nicht an die Vortagesergebnisse heran. Am Sonntagabend zeichnete sich dann der Rundensieg ab, der sich am Montagmorgen nach Wertungsschluss bestätigte. Der LSV Schneverdingen steht somit aktuell auf Platz 2 der Quali-Liga, einem Aufstiegsplatz für die 2. Bundesliga. Für einen möglichen Aufstieg sind zwar noch 14 weitere Runden zu absolvieren, als Anfang kann sich das Ergebnis dieses Wochenendes jedoch sehen lassen.
 
Kristof Schüch

Wednesday, 22. May 2019 LSG Fallersleben - Chancen verpasst translate news

Meist wird hier von tollen Leistungen und Erfolgen in der letzten Ligarunde berichtet. Ich möchte heute mal beleuchten, dass es mitunter auch mal anders läuft und man feststellt, dass die getroffenen Entscheidungen schlichtweg schlecht waren. So ist es mir am vergangenen Wochenende gegangen, es lief irgendwie nicht. Am Samstag verspätet zum Flugplatz gekommen, hat mich eine ungeplante Vorstandsaufgabe lange am Boden gebunden. Der Versuch um 16:15 noch erfolgreich Bundesliga zu fliegen, blieb mit 74 Speedpunkten deutlich hinter den Hoffnungen zurück. Das lag im Wesentlichen an zwei schlechten Entscheidungen. Zunächst bin ich zu weit gegen den Wind vorgeflogen und musste im Drömling schwache Bärte kurbeln und nachdem es dann mit Rückenwind besser lief, habe ich bei Höpen zu spät gewendet und das Wetter ist zusammengebrochen, als ich noch 70km gegen den Wind nach Hause musste.
Zum Glück lief es bei den meisten Vereinskameraden besser und Bernd Meindermann (ASW 22), Peter Meurers (LS1f) und Arnie Weber (DG 400) haben immerhin 297 Speedpunkte eingeflogen und damit Rundenplatz 19 für die LSG erkämpft. Helge Liebertz (LS1f) hat von Zwickau auch noch einen Flug beigesteuert, aber dort war das Wetter zu schlecht, um gute Speeds zu erfliegen.
Am Sonntag hielt das Wetter eine zweite Chance für die Piloten in Ummern bereit. Neben drei weiteren Piloten machte auch ich mich dran, diese zu nutzen. Die Wetteraussichten waren zwar deutlich durchwachsener als am Vortag, aber die Topmeteo-Prognose zeigte einen vielversprechenden Streifen im Raum Magdeburg-Lüsse, also südöstlich von Ummern. Nach dem Start taten sich einige Piloten schwer, in Platznähe gutes Steigen zu finden. Ich schob das auf ein Cirrusfeld im Süden und setzte deshalb Kurs auf den sonnigen Norden – mein wohl größter Fehler des Wochenendes. Zwar fand ich bei Uelzen eine Aufreihung, unter der ich gegen den Wind bis Gorleben fliegen konnte, aber auf dem Rückweg war diese schon Geschichte und ich musste mich mit teils mäßigen Einzelbärten nach Westen arbeiten und bereits erste Schauer umfliegen; ich kam überhaupt nicht ins Laufen. Bei Hodenhagen war die Optik dann so schlecht, dass ich hier wendete und heim flog. Im Raum Ummern baute das Wetter abends wieder auf, aber für den Ligaflug war das nicht mehr verwertbar. So lag meine Speed mit 81 Punkten nur wenig über dem Vortagsergebnis. Dass es viel besser ging, zeigten mehrere Piloten verschiedener Nachbarplätze, die unter den Wolkenstraßen im Raum Magdeburg-Lüsse Speeds zwischen 104 und 128 erflogen. In dieser Runde war sicher mehr drin für die LSG.
 
Benno Beesten
 
Samstagabend: fast alle
LSG-Überlandflieger sind zurück
Durchwachsenes Wetter am Sonntag.
Sonntagabend: die TEX ist
als Letzte gelandet.
 

Tuesday, 21. May 2019 U25: Runde 5 geht erneut an Lichtenfels – Oerlinghausen und Hammelburg machen weiter Druck translate news

Entschieden werden die Punkte an diesem Wochenende im Thüringer Wald. Die guten Bedingungen nutzen diverse umliegende Vereine um Speed zu machen. Lichtenfels holt sich ganz knapp diese Runde und baut den Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Verfolgt werden sie von den Teams aus Hammelburg und Oerlinghausen. Wie angekündigt, machen auch diese beiden Vereine ordentlich Druck und klopfen schon am Treppchen der Gesamtwertung an.
Hammelburgs Ziel ist, an jedem Wochenende schnelle Flüge mit drei Piloten zu realisieren. So hat beispielsweise Eric Schneider entschieden nicht schon am Samstag auf die Deutsche Meisterschaft nach Zwickau zu fahren, sondern das bessere Wetter in der Heimat noch mitzunehmen. Im Team startet er mit Peter Wagner. Die Rhön ist schon morgens gut entwickelt, allerdings mit einer recht niedrigen Basis. Sie finden jedoch vernünftige Aufreihungen und fliegen an den Thüringer Wald heran, der an diesem Wochenende knallt. Bis nach Kronach kann im Delphinflug ordentlich Speed gemacht werden. Um auch OLC-Plus Punkte zu sammeln, entscheiden sie sich nicht zu einem Jojo am Thüringer Wald, sondern fliegen über Würzburg ein Dreieck. Anfänglich geht es gut, wird aber durch aufziehende Abschirmungen schwieriger. Der Teamflug hat sich hier bewährt, denn so war es leichter möglich, doch noch einen Bart zu finden und den Flug auch am Heimatplatz zu beenden.
Auch Christian Lampert aus Grabfeld geht auf die Rennstrecke. Bis zum Thüringer Wald quält er sich. Danach „ging es wie von selbst“, beschreibt er. Dort angekommen muss er nur noch einmal kurbeln und das mit satten 5 m/s. Kein Wunder also, dass er mit 136,12 Speedpunkten den schnellsten U25-Flug der Runde hinlegt. Grabfeld steht gut in der Gesamtwertung da, wird aber nicht ganz nach vorn kommen, da es quasi ein Einmann-Team ist. Christian bedauert das, gibt dennoch Gas.
Und Gas haben auch erneut die Oerlinghausener gegeben. Sie nutzen sowohl das fliegbare Wetterfenster nach der abziehenden Feuchtluft am Samstag, als auch den aufgrund Überentwicklungen deutlich schlechter prognostizierten Sonntag. Es lohnt sich aber manchmal Prognosen auch in Frage zu stellen und es einfach zu versuchen. „Bevor es am späten Nachmittag zunehmend dicht wurde, konnte in der teils zickigen, aber starken Warmluftthermik noch einmal richtig Gas gegeben werden“, erzählt Robin Beste. Leon Bohnenkamp findet die beste Spur und packt noch mal ordentlich Punkte oben drauf.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 280,57 Speed/ 50 Punkte, 2. FSG Hammelburg (BY) 279,65 Speed/ 49 Punkte, 3. FG Oerlinghausen (NW) 263,92 Speed/ 48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 5: 1. AC Lichtenfels (BY) 207 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 195 Punkte, 3. SFZ Königsdorf (BY) 192 Punkte
 
Text: Steffi Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: (1) Peter Wagner , (2) Robin Beste, (3) Christian Lampert
 
Teamflug der Hammelburger
Oerlinghausener in Aktion
Speedy Gonzalez der Runde 5
 

Tuesday, 21. May 2019 Der AC Braunschweig landet in der 5. Runde auf Rang neun und holt 12 wichtige Punkte translate news

Karsten Bennewitz war am Sonntag richtig schnell unterwegs.

 Im Rahmen dieser Runde konnten die Braunschweiger Segelflieger ihre guten Ergebnisse der letzten beiden Runden in der deutschlandweit 30 Segelflugvereine umfassenden 1. Bundesliga bestätigen, weil sie die reichlich vorhandene Thermik konsequent an beiden Wochenendtagen nutzten und mit insgesamt 13 Maschinen auf Punktejagd in Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Brandenburg unterwegs waren. Der Sonntag bot entgegen der ursprünglichen Wetterprognosen tatsächlich noch eine weitere Option, richtig schnelle Geschwindigkeiten zu fliegen.
Das Bundesligatrio dieser Runde hat mit 347,22 Speedpunkten somit folgendes Aussehen:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 125,84 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, ASH 26, 113,54 Speedpunkte,
Joshua Arntz, Steffen Arntz, Arcus T, 107,85 Speedpunkte,
Bennewitz flog zunächst gegen den Südostwind an und wendete nördlich von Cottbus.
Dombrowsky wählte dieselbe Richtung und drehte in Jüterbog um. Sein westlicher Umkehrpunkt lag nördlich der Reiterstadt Verden.
Das Arcus-Team nahm die Kursänderung zum Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum zwischen Coswig und Wiesenburg/Mark vor.
Der aktuelle Rundensieg ging mit schnellen 379,29 Speedpunkten in das bayerische Donauwörth-Monheim. In der Tabelle führt weiterhin der LSV Gifhorn mit nunmehr 76 Punkten vor dem LSV Burgdorf mit 74 Punkten. Der Aero-Club Braunschweig reiht sich mit 62 Punkten auf Position fünf ein.

Rolf Wagner

 


Tuesday, 21. May 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Blitze von Samstag 15 UTC
Blitze von Sonntag 15 UTC
Runde 5 und wir haben schon eine ganze Reihe unterschiedlichsten Wetterlagen durch. Dieses mal war "Tiefdruck mit labiler mäßig warmer Luft" dran (hatten wir noch nicht). Eine Lage, die immer auch ein bisschen Wetter-Glückspiel ist - meteorologisch wie fliegerisch.
Samstag:
Im 12UTC Satellitenbild sind die ersten Ansätze der Labilität bereits erkennbar, für das ein schwaches Tief über Süddeutschland sorgte. Westlich des Rheins, aber vor allem über der Alb zeigen sich die ersten Cirrenschirme, während weitere Bereiche in der mäßig warmen Luftmasse noch blau sind oder sich nur die Kämme von Thüringer Wald oder Harz Cumuli zeigen. Deutlich sichtbar sind aber auch die Wolkenstraßen über dem flachen Norden, die sich im Wind gereiht bis nach Polen erstrecken. Drei Stunden später - und nun gemeinsam mit den Blitzen dargestellt - hat der Südwesten mit einer Mischung aus Gewittern und Cirren nahezu dicht gemacht und auch die westlichen Mittelgebirge sind deutlich überentwickelt. Wer hier spät dran war, hatte es sicher schwer ...
Sonntag:
Deutlich mehr vertikale Dynamik im Satellitenbild von Sonntag 12UTC: Die Wetterlage mit dem Tief hatte sich nicht wesentlich geändert, die Luftmasse war im Vergleich zum Vortag aber um einiges labiler. Bereits am frühen Nachmittags war westlich des Rheins, aber auch über dem Sauerland und dem Thüringer Wald deutlich mehr los, was die hellen, auswehenden Cirrenschirme deutlich anzeigen. Aber auch im flachen Norden hat es deutlich stärker entwickelt. Sehr prägnant zeigt sich die konvergente Struktur an der schrafen  Grenze zur durchwellenden trockenkalten Luftmasse ganz im Norden, in der es blau war.
3 Stunden später ist diese Grenze nicht mehr sichtbar, denn die labile Luft hatte sich bis an die Küsten durchgesetzt. Zahlreiche Gewitter hatten sich im Laufe des Nachmittages gebildet und selbst im Nordosten sind nun Blitze erkennbar.
Wer hat was draus gemacht?
Auch wenn die Luftmasse labil war, auch wenn man nicht den ganzen Tag fliegerisch zur Verfügung hatte, so konnten doch fast alle Vereine Punkte einfliegen! Die Bedingungen am Samstag mit ihren nur regional und zeitlich spät(er) auftretenden Überentwicklungen waren natürlich weiträumiger als am Sonntag. Allein die Anzahl der gemeldeten Flüge, aber auch die Länge der Strecke waren daher Samstag deutlich größer. Dass muss aber nicht gleichzeitig bedeuten, dass es auch der "schnellere" Tag war -, selbst in der selben Region.
Ein Beispiel dafür ist der FCC-Berlin: Bereits am Samstag mit guten 321km/h Rundenspeed dabei, legten die Piloten aus Lüsse am Sonntag nochmal nach.  MIchael Reiff war dabei schnellster mit 129km/h am Sonntag, der damit seine 108km/h vom Samstag nochmal hochschrauben konnte. Und auch Max Siegel (mit Co Stefan Piaskowski) kam nach seinem 5h-Flug am Samstag dann einen Tag später mit 126km/h in der Bundesliga an. Zusammen mit dem Flug von Jonas Florin (vom Samstag) gelang den Berlinern damit der Sprung auf Rang 3 dieser Runde, mit dem sie sich in dieser Saison bislang konstant verbessern konnten.
Die Taktik vieler Flüge war klar auf die Liga abgestimmt, es wurde die Kombination aus den bekannten Rennstrecken und den Reihungen im Wind genutzt. Die Jojos hatten jeweils einen signifikanten Gegenwindanteil. Schneller (und Schnellster) in dieser Runde war Nico Klingspohn vom LSV Gifhorn. Sein Flug - offenbar auch mit Focus auf die Liga - führte am Samstag ebenfalls unter den Reihungen entlang, sein Rückenwindanteil war jedoch signifikant. So konnte er trotz "häufigeren" Kurbelns (6x im Vergleich zu Michael Reiff, der nur 3x kreiste) mit 134km/h den schnellsten Ligaschnitt erfliegen. Für die Wilscher reichte es dann aber trotzdem nicht, noch an den Lüsseranern vorbei zu ziehen.
Nach dem Samstag führte der LSV Burgdorf die Tabelle an, dafür hatten Michael Möker, Carsten Freyer und Simon Berkhahn gesorgt, die auf den selben Spuren unterwegs waren, wie die Nachbarn aus Wilsche. Am Sonntag wurden sie dann doch noch durch die SFG Donauwörth-Monheim abgefangen. Schon am Samstag hatten Arne & Hannes Röpling 123km/h vorgelegt, wobei sie die Liga-Speed über der Schwäbischen Alb fliegen konnten, bevor sie den aufkommenden Gewittern nochmals nach Osten auswichen. Am Sonntag nutzten dann Wolfgang Köckeis und David Bauder im Team die guten Bedingungen über der Fränkischen Alb, wobei dem Kommentar vom Wolfgang nach, ihnen vielleicht auch der geringere (Gegen)Verkehr auf der Rennstrecke zu Gute kam und ihnen jeweils rund 128km/h ermöglichten. So stürmten die Donauwörther vom zwischenzeitlichen 8. Platz am Smastag an die Spitze der Runde 5. Der Vorsprung von 10km/h zur Konkurrenz aus dem Norden war am Ende dann sogar recht souverän. Die Gesamtwertung sieht mit Gifhorn und Burgdorf aber aktuell noch Vereine aus dem Norden vorne.
Und auch die Liga 2 sieht am Ende der Runde einen Club aus dem Süden an der Spitze: Der Aero-Club Ansbach kann sich nicht nur mit schnellen Flügen, sondern auch mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung dort platzieren, auch wenn die Flüge nicht im Team erfolgten. Während Jürgen Schuster seinen Flug vom heimischen Platz in einem breiten Jojo nach Osten legte (124km/h) war Karsten Leucker von Zwickau aus unterwegs. Für seine Liga-Speed (123km/h) flog er zuerst über den Thüringer Wald, um dann die Wertung nicht über dem Kamm selber, sondern auf der Westseite davor zu fliegen - eine nicht übliche, bei niedriger Basis oder kräftigen Überentwicklungen aber ein immer mal wieder probates Mittel. Interessant an seinem Flug sind dabei natürlich auch die beiden Kamm-Querungen auf dem Hin- und Rückweg. Dritter im Bunde war Georg Christian Götz, der ebenfalls von Ansbach aus in den Osten flog. Am Ende konnten sie sich damit gegen das Aero Team Klix durchsetzen. Für die war ebenfalls am Sonntag der schnellere Tag: Jürgen Dittmar erreichte mit knapp 119km/h den schnellsten Flug für die Sachsen, flankiert von Ingo Trentelj und Dennis Zettwitz, die im engen Team erste eine gute Stunde bei niedriger Basis Richtung Norden vorflogen, bevor das Wetter durchzündete und die Liga-Speed von jeweils ca. 108km/h erflogen werden konnte. Der schnellste Flug geht ebenfalls in den Nordosten - bzw. die beiden schnellsten Flüge: Kai Glatter und Thomas Melde führte der erste Schenkel ihrer über 750km zuerst bis ins Riesengebirge. Die Liga-Wertung mit rund 129km/h erfolgte dann eingebettet in einen langen Rückenwindschenkel bis ins Havelland. Die restlichen km/h für den dritten Rang lieferte Uwe Ausgustin, der sich noch länger als die Klixer bis ins gute Wetter vorkämpfen musste. Nicht ganz unerwähnt bleiben soll auch der noch bis Samstag-Abend schnellste Flug in Liga 2, den Patrick Ladewig mit 115km/ Liga-Speed von Schweinfurt aus schaffte. Über der Oberpfalz flog er dabei mit seinem Astir CS einen 112er-Realschnitt!
In der Gesamtwertung haben die Ansbacher durch ihren Rundensieg nun auch die Spitze erobert. Die Konkurrenz aus Nauheim und Boberg ist räumlich zwar deutlich entfernt, punktetechnisch aber ganz, ganz nahe dran.
Zum nächsten Wochenende ist dann aktuell eine deutliche Westlage prognostiziert - der Rückenwind wird also auch wieder eine Rolle spielen, soviel ist wohl sicher ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Monday, 20. May 2019 AC Pirna: Podestplatz in Runde 5 translate news

Erfolgreiches JS1-Duo
am Sonntag
Die Wetterprognosen machten es in dieser Runde nicht einfach zu entscheiden, ob nun Samstag oder Sonntag der bessere Tag wird. Im Nachhinein war es eindeutig der Sonntag. Am Samstag machte die der Warmlufteinfluss aus dem Böhmischen Becken die thermischen Bedingungen im Elbtal extrem schwierig. Erst ab ca. 15:30 Uhr stieg die Basis über 1000m AGL.
Viele Piloten des AC Pirna scheiterten bei diesen Bedingungen. Das Team Augustin/Weigel (jeweils auf JS1) kämpfte sich 3h Stunden lang nach Norden, um in der Gegend von Cottbus Anschluss an gute Bedingungen zu bekommen. Prompt konnten sie 3m-Bärte kurbeln, die bis auf über 2000m AMSL reichten. Am Sonntag ging dann das Team Melde/Glatter an den Start. Die prognostizierten Schauer blieben aus und die Labilität produzierte eine tolle Linie vom Riesengebirge über den Niederen Fläming bis nach Burg. Die beiden ließen es auf dieser Strecke ordentlich krachen und brachten 129 Speedpunkte in die Wertung. Mit den 73 Speedpunkten von Uwe Augustin am Samstag landete der ACP auf Rundenplatz 3. Damit hält der AC Pirna weiter Anschluss an den Aufstiegsplätzen.
 
Text und Fotos: Benny Schüch
 

Monday, 20. May 2019 Einzigartig: Der OLC 10-km-Vollkreis translate news

Was macht man, wenn man bei gar nicht so ganz schlechtem Wetter aufgrund der fehlenden internen Überlandberechtigung auf der LS 4 nicht weiter als 10km vom Flugplatz weg fliegen darf? Richtig! Man kommt auf die ein oder andere dumme Idee oder auch auf die ein oder andere lustige Idee, wie z.B., man fliegt genau am 10km Radius entlang einmal um den Flugplatz herum. Zumindest dachte sich genau dies am Sonntag Jonathan Cross vom SFZ Königsdorf und setze dies dann auch recht eindrucksvoll in die Tat um. Nach dem Windenstart dreimal gekurbelt und im Süden bis 10km vom Platz weggeflogen, dann 90 Grad nach rechts abgebogen und entlang des 10km Radius`s ging`s mit minimaler Schräglage los, noch viermal Höhe gemacht, natürlich immer schön innerhalb des 10km Kreises gekurbelt und zum Schluß ging es genau vom Beginn des Kreises wieder zurück nach hause. Keiner der ganz großen weiten Streckenflüge, aber ein definitiv einzigartiger Flug im OLC, den man so von sich aus erstmal gar nicht entdecken würde...
 
Mathias Schunk
 
Und so sieht der Flug im OLC aus.
Jonathan Cross vom
SFZ Königsdorf absolvierte mit
seinem 10km Kreis einen
wohl recht einmaligen OLC Flug.
Das Wetter rund um Königsdorf
war eigentlich zu gut, um in Platznähe
zu bleiben, aber ohne die notwendige
Überlandberechtigung musste man
kreativ sein, was man mit dem Tag macht.

 


Friday, 17. May 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 17.05.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG wird mit süd- bis südöstlicher Strömung, deutlich wärmere und hochreichend feuchte und teils labile Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands geführt, hier etabliert sich ein erster Schwerpunkt für hochreichende Konvektion. Die Alpen liegen im Südstau, aber auch im Alpenvorland sind konvektive Umlagerungen möglich. Ein weiterer Schwerpunkt entsteht in den Gebieten nördlich der Elbe und im Bereich der Ostseeküste, diese liegen am Südwestrand eines Hochs über Skandinavien und Weißrussland. Hier wird mit bodennaher Südostströmung ebenfalls labil geschichtete Warmluft herangeführt. Die übrigen Gebiete im Raum Mitte verweilen in einer Zone mit relativen Absinkvorgängen.
Am SONNTAG ändert sich an der großräumigen Konstellation wenig. Bei bodennah flacher Druckverteilung hält die Zufuhr von feucht-labil geschichteter Warmluft an. Schwerpunkt der Konvektion zunächst auch wieder im Südwesten und Westen, Tagesgang unterstützt gesellt sich
der Norden und Osten ab Mittag dazu, somit steigt in der gesamten Republik rasch die Wahrscheinlichkeit für hochreichende Labilität.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann mäßige bis gute, in einem Streifen vom südlichen Emsland nach Brandenburg örtlich auch sehr gute Thermik erwartet werden, diese wird jedoch nach Norden sowie im Südwesten durch Überentwicklungen gestört sein.
Am SONNTAG kann sich mäßige, im Südwesten auch gute Wolkenthermik ausbilden, die jedoch im Nachmittagsverlauf durch häufige
Überentwicklungen gestört sein wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich in der Mitte und im Osten/Nordosten mäßige bis gute Cu-Thermik entwickeln. Im Westen und Südwesten werden die Thermikansätze von zunehmender Abschirmung sowie Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Südwesten kaum nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen. Richtung Nordosten meist mäßige, lokal gute Thermik, jedoch ab dem Mittag mit zunehmendem Potential für Überentwicklungen!
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Südwesten wegen der Abschirmungen keine nutzbare Thermik. Weiter nach Osten mit zunehmenden Auflockerungen mäßige, über den Bergländern zum Teil gute Thermik. Nachmittags im Alpenraum örtliche Überentwicklungen.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Thermik, sonst wegen der zunehmenden Abschirmungen und Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik. Im Südwesten keine Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 


Wednesday, 15. May 2019 Erneut erfolgreiche Platzierung für den Aero-Club Braunschweig translate news

Auch im Rahmen dieser vierten Bundesligarunde konnten die fünf niedersächsischen Segelflugvereine wichtige Punkte und Spitzenränge einfliegen. Dieser aktuelle Rundensieg ging allerdings mit 385,80 Speedpunkten nach Brandenburg und der Aero-Club folgte mit schnellen 359,62 Speedpunkten auf Platz zwei in der deutschlandweit 30 Vereine umfassenden 1. Bundesliga.
Nach dem verregneten Samstag hatte der Thermikgott tatsächlich ein Einsehen und daher öffnete der Himmel am Sonntag sein Herz und präsentierte den Segelfliegern wie am Vorsonntag wunderbare Cumuluswolken, die erneut tatsächlich schnelle Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglichten. Das nutzten die Löwenstädter natürlich und waren daher hoch motiviert an diesem Tag erneut mit einer Armada von insgesamt 14 Maschinen in Norddeutschland überland auf Strecke. Folgende drei für die Wertung relevanten Teams waren richtig schnell unterwegs:
Joshua Arntz/Nico Wichmann, Arcus T, 122,80 Speedpunkte,
Jens Rabe, Ventus bT/15m, 120,02 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18 116,81 Speedpunkte,
Das Arcus-Team flog zunächst gegen den Nordwestwind an und wendete im Norden Niedersachsens in Beverstedt, das südwestlich von Bremervörde liegt. Rabe legte seinen Umkehrpunkt in dieselbe Region und änderte seinen Steuerkurs westlich von Sittensen.
Bennewitz trieb seine Maschine bis nach Bremervörde und dann zurück in das Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum. In der Gesamtwertung führen nach nunmehr vier absolvierten Runden unsre Nachbarn aus Gifhorn, die in der letzten Saison aufgestiegen sind, mit 59 Punkten. Die Aufwindjäger des Aero-Club reihen sich mit 50 Punkten auf Position fünf ein.
 
Rolf Wagner
 
Jens Rabe war erneut ein Garant
des Braunschweiger Erfolgs.
Bei diesen Steigwerten freut
sich das Arcus-Team.
Hammerwetter über dem
Heidepark Soltau.
 

Wednesday, 15. May 2019 LSG Fallersleben: Schnelle Sprints und weite Strecken translate news

Da es die thermikbestückte Luftmasse am Samstag nicht bis Ummern geschafft hat, musste die LSG alle Liga-Hoffnungen auf den Sonntag legen. Ungünstig war, dass zwei unser besten Ligapiloten auf dem Dienstplan standen. So machten sich zunächst Bernd Meindermann (ASW 22), Lothar Kaps (ASH 25), Arnie Weber (DG 400) und Benno Beesten (Nimbus 4 M) auf den Weg in die Lüneburger Heide. Die Taktik war eindeutig, erst möglichst weit gegen den Wind, dann ein langer Rückenwindschenkel und zum Schluss in der verbleibenden Zeit noch gut Strecke machen.
Nach der ersten Wende im Großraum Rotenburg stieg die Basis auf dem Weg nach Südosten mehr und mehr an und es konnte viel geradeaus geflogen werden. Da sich die Bedingungen hinter Helmstedt verschlechterten, gab’s hier die zweite Wende. Nach 100km Geradeausflug hat Benno noch einen Rückenwindschenkel angehängt, während Bernd weiter Strecke nach Nordwesten gemacht hat. Auch unsere „Dienstleister“ Helge Liebertz und Peter Meurers wurden abgelöst und konnten ca. 16:00 Uhr noch selber fliegen. Dabei sind Helge mit Copilotin Wiebke Kaps in knapp 3 Stunden noch fast 400 km und in „Undertime“ der beste LSG-Speed des Tages gelungen. Für den schnellen Sprit nutzte er eine schöne Aufreihung von Wolfsburg bis über den Elm hinaus. Bernd komplettierte zum Abend seine erste Strecke über 800km und hatte sichtlich Spaß mit seinem neuen Sportgerät. Drei Speeds deutlich über 100 reichten für Platz 10 und 11 wichtige Punkte für die Mission „Klassenerhalt“ der LSG.
 
Benno Beesten
 
Bernds neuer Flieger erweitert
die Offene Klasse-Flotte
in der LSG.
Tolle Sicht und schöne Cumuli
über der Heide.
Zum Abend trocknet es
über dem flachen Norden
deutlich ab.
 

Tuesday, 14. May 2019 U25: In Runde vier stürmt Lichtenfels die Tabellenspitze translate news

Das war doch eine phantastische Runde, zumindest für die meisten. Insbesondere Richtung Norden und Nordosten liegen einige Speedpunkte unter den teilweisen Hammer-Wolken und der gigantisch hohen Basis mit über 2.000 Metern. Ganz anders sieht es im äußersten Süden aus. Der Titelverteidiger muss aufgrund der dort mauen Wetterbedingungen Federn lassen. Die Lichtenfelser nutzen diese Chance und ziehen mit einer souveränen Wertung an die Spitze. Allerdings können auch sie nur über die Bedingungen des Nordes staunen. Viel Feuchtigkeit und strammer Wind machen ihnen das Leben schwer. Patric Rießner ärgert sich, dass er diesmal nicht rumgekommen ist und den Flug 25 Kilometer nördlich der Heimat beenden muss. Aber dennoch, drei gute Wertungen bringen ausreichend Punkte für die Spitze. Und so schnell wollen sie diese nicht wieder abgegeben, auch wenn sie wissen: das ist nicht leicht.
Und eine Herausforderung ist das nicht nur aufgrund der aktuellen direkten Verfolger. In dieser Runde zeigen beispielsweise die Oerlinghausener erneut, was sie drauf haben und machen den Sieg für sich klar. Auch hier muss trotz guter Bedingungen um die Punkte gekämpft werden. Am Anfang bremst die noch tiefe Basis aus, berichtet Robin Beste. Maximilian Brune setzt zweimal an und verliert wertvolle Zeit. Nachmittags läuft es dann auch noch breit. Und das genau zu dem Zeitpunkt, als er entscheiden muss, auf welchem Weg er um die Kontrollzone von Hannover fliegen will. Er trifft die richtige Wahl. Im folgenden blauen Loch um Bremen müssen nochmal lange Gleitstrecken ausgehalten werden. Das braucht starke Nerven, stellt sich aber im Nachgang als gar nicht so schwierig heraus. Im Dreierteam mit Nico Nötzel bringen sie gut 265 Speepunkte aufs Konto. „Unser Ziel ist ganz klar die U25 Liga zu gewinnen. Oft genug war es knapp aber dieses Jahr wollen wir es schaffen“, so Robin.
Aber Konkurrenz gibt es einige. Der FK Brandenburg steht ebenfalls ganz nah am Treppchen. Wenn die Brandenburger konstant drei Wertungen einbringen, dann rollen sie das Feld noch weiter auf. Julius Gäde, immer am Start, räumt mit einem „Überflug“ im Alleingang für das Team 34 Punkte ab. Mit 132,02 Speedpunkten ist er mit Abstand der Schnellste der Runde. Wohlgemerkt nicht nur in der U25, denn er steckt die alten Hasen in die Tasche. Das traumhaft gute Rennwetter des Nordostens hat er spitzenmäßig in Punkte umgesetzt. Kurbeln – Fehlanzeige. Einfach im Geradeausflug unter den Wolken langdonnern, das bringt ihm die Geschwindigkeit.
Viele Marker sind in dieser Saison gesetzt. Das verspricht Spannung in den kommenden Wochen.
Rundenwertung U25: 1. FG Oerlinghausen (NW) 265,19 Speed/ 50 Punkte, 2.LSG Erbslöh Langenfeld (NW) 262,46 Speed/ 49 Punkte, 3. AC Nastätten (RP) 220,22 Speed/ 48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 4: 1. Lichtenfels (BY) 157 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 149 Punkte, 3. SFZ Königsdorf (BY) 148 Punkte
 
Text: Steffi Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: (1) Patric Rießner, (2) Robin Beste, (3) Maximilian Brune
 
Zu Hause, Lichtenfels im Visier
Tendenz zum Breitlaufen
Thermik und blaue Löcher
 

Monday, 13. May 2019 Fehlstart in Blaubeuren - FLG im Wetterpech translate news

Vergangenes Wochenende war bereits die vierte Runde der diesjährigen Segelflug Bundesliga Saison. Mit dabei wieder die Piloten der Fliegergruppe Blaubeuren. Nachdem die ersten 3 Runden lediglich jeweils einen Punkt brachten, sollte es dieses Wochenende wieder eine bessere Ausbeute geben. Nachdem in der Nacht auf Sonntag noch Schauer über das auf der Schwäbischen Alb liegenden Fluggelände der FLG hinweg zogen befürchteten die Piloten wieder nicht fliegen zu können. Gegen 14 Uhr verzogen sich die dunklen Wolken jedoch und die Wolken stiegen langsam an.
So bauten gleich 4 Mitglieder der FLG ihre Segler bei dem starkem Nordwind auf und stellten sich an den Start. Geschleppt vom ersten Vorsitzenden der FLG Michael Stüber galt es zunächst an Höhe zu gewinnen. Oliver Stockinger und Martin Söll machten sich anschließend gleich auf den Weg Richtung Norden, da hier gute Wolkenthermik vorhergesagt war. Als diese über die Ostalb flogen meldete sich Sebastian Bauder im Funk. Dieser hatte sich entlang der A7 schnell gegen den Nordwind gekämpft, hatte dann jedoch bei Dinkelsbühl Schwierigkeiten an die Thermik zu kommen und konnte nur mit Müh und Not eine Außenlandung verhindern und den Anschluss an die Thermik zu finden.
Stockinger und Söll flogen derweil noch bis Neustadt an der Aisch den schönen Cumulanten entlang und kehrten dann um, um den starken Rückenwind zu nutzen. Über Funk hörten die FLG Piloten schon, dass die Fliegerkollegen aus Laichingen die ähnliche Streckenwahl für Ihren Flug gewählt hatten. Abends gelandet wurden sofort die Flüge online geladen und gehofft, dass diese Runde das Wetter im Norden nicht schneller Flüge wie im Süden hergeben würde. Am Abend kam dann die Ernüchterung, da im Norden deutlich schnellere Flüge erzielt werden konnten. So blieb es erneut bei einem undankbaren Trostpunkt für die Fliegergruppen aus Laichingen und Blaubeuren.
Der FSV aus Laichingen steht nach dieser Runde auf Platz 23 und die FLG auf 29. Schnellster Pilot in Blaubeueren war Martin Söll mit 89,84 Punkten vor Oliver Stockinger (84,85) und Sebastian Bauder mit 82,68 Punkten. Für Söll war dies ein guter letzter Trainingsflug vom eigenen Fluggelände aus, denn für Ihn stehen ab nächsten Montag für 10 Tage die Deutschen Meisterschaften in Zwickau an, zu denen er sich neben fünf weiteren Baden-Württemberger qualifiziert hat.
 
M.Söll
 
Im Kreisflug in der Thermik
Martin Söll im Teamflug
mit Oliver Stockinger.
Oliver Stockinger beim Ligaflug.
 

Monday, 13. May 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Kühl geht es weiter in dieser Saison, wobei in dieser vierten Runde der Norden mit trockener Kaltluft die Wettervorteile eher auf seiner Seite hatte. Denn vor allem am Samstag konnten nur wenige die frische Luftmasse nutzen - die aber für interessante Flüge. Der Sonntag hatte dann für weite Teile gute Bedingungen zu bieten, auch wenn die Wahl zwischen langer Strecke und Ligaflug eher dem Norden und der Mitte vorbehalten war, denn das Wetter ließ sich auf seinem Weg in den Süden Zeit.
Samstag:
Meteorologie hat ja immer wieder was ästhetisches, und das Satellitenbild vom Samstag zeigt dann auch wie ich finde sehr schön, wie so ein voll okkludiertes Tief aussehen kann. Das Zentrum lässt sich über Burgund ausmachen und die weit ausholende Front erstreckt sich in einem weiten Bogen über die nördlichen Mittelgebirge bis in die Tschechei. Und zwischen den Westalpen und Süddeutschland schließt sich gleich noch eine weitere Front an, beide gesteuert durch ein ausgedehntes Trogsystem. Nur zögerlich konnte sich rückseitig von Norden her die trockenkühle Luftmasse durchsetzen, aber die Quellungen - vor allem Richtung Niederlande - waren erstes Indiz für die Qualität der Luftmasse.
Die Konsequenz dieser Asthetik zeigt sich dann beim Blick in die Flugspuren (oder alternativ in meine Regentonne) -, es ist doch nicht immer alles Gold, was glänzt. Aber natürlich seien dem Norden die tollen Flüge gegönnt ...
Sonntag:
Deutlich anders zeigt sich das Bild am Sonntag: Das Tief war weiter nach Osten gezogen, rückseitig hatte sich verbreitet die Nordströmung durchgesetzt und die Feuchte nach Süden verfrachtet. Der Südosten hatte aber weiter das Nachsehen - nicht überall unfliegbar, waren die Bedingungen aber weitaus schwieriger, als in der Kaltluft im Norden und Westen. Wobei es auch hier nicht völlig homogen war. Schon ein paar Tage vorher hatte es sich angedeutet, dass von der Nordsee her nochmal ein Schwall Feuchte und Labilität nachfliessen sollte. Gut erkennbar im Satellitenbild, liegt diese Linie zwischen Emsland und Heide - und hat den einen oder anderen offenbar doch überrascht oder zumindest vor sich her getrieben. Deutlich trocken(er) ist auf dem 12UTC Bild noch der Nordosten, der auch in der Folge auch noch seine Wolkenstrassen bekommen sollte. Denn ein bestimmendes Thema der Runde war sicher auch der Wind, aber dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Nicht nur um das "wer" geht es diese Mal, auch um das "wie". Ich fand es sehr interessant, mal die verschiedenen Flüge - und die daraus resultierenden Taktiken (sofern ich sie richtig interpretiere ) - anzuschauen. Denn das "immer unter den Aufreihungen" kann man auf die eine oder andere Weise interpretieren / umsetzen.
Aber wie immer zu Beginn der Vergleich der beiden Wochendtage: Klar, der Sonntag liegt klar vorne, denn Wetter und Luftmasse waren am Samstag zwar schon gut, aber eben räumlich stark begrenzt. Die Rundenliste beider Bundesligen war daher Am Samstag Abend mit je nur einer Mannschaft pro Liga auch noch sehr übersichtlich, wobei die SFG Stadtlohn in Liga 1 gleich 3 Flüge in die Wertung brachte, der HAC Boberg in Liga 2 immerhin noch einen. Die Kursrichtung war klar abgesteckt. Es musste für beide Vereine Richtung Norden in die frische Luft gehen, was zuerst einmal natürlich Gegenwind bedeutete. So wundert es nicht, dass die Speed für die Liga natürlich weitesgehend mit Rückenwind erflogen wurde. Aber die nördlichen Wenden in Dänemark (Albin Walther & Martin Eberle / Boberg, 99km/h) und über Langeoog (Max & Bernd Mensing / Stadtlohn, 123km/h) sind dann doch eher ungewöhnlich.
Dass der Rundenplatz 1 am Sonntag gefährdet werden würde, war mit der Wetterprognose klar, gelohnt hat es sich aber trotzdem (abgesehen vom sicherlich reichlich vorhandenen Spassfaktor), denn in der Gesamtrundenwertung schafften es beide Vereine mit den Samstag-Flügen in die Top-Ränge.
Interessanterweise wurden die schnellsten Flüge, bzw. die Liga-Wertungtstrecken, nicht vollständig mit Rückenwind geflogen, denn auch wenn das Wetter großräumiger war, so kam man auch am Sonntag immer wieder an seine Grenzen. Den schnellsten Flug der Runde schaffte Julius Gäde aus Brandenburg/Havel: Zuerst ging es für ihn noch gegen den Wind (und vergleichsweise tief) Richtung Schwerin. Dann aber konnte er bereits auf dem Gegenwindschenkel konsequent die Aufreihungen nutzen. Seine 132km/h Ligaspeed sind auch und vor allem ein Resultat seines konsequenten Geradeausfliegens, der Kurbelanteil während der 2,5h beträgt exakt 0%, auch wenn er nicht die komplette Strecke mit Rückenwind flog. Und auch der lange (Endan)Flug Richtung Süden trug zum hohen Schnitt bei. Ein Indiz, dass Jules es vor allem auf die Liga abgesehen hatte, mag sein, dass er exakt nach Ablauf der Wertungszeit Richtung Heimatplatz umkehrte - der Rückenwind hatte ihn bereits ein gutes Stück an Brandenburg vorbei getragen. Gemeinsam mit den kaum langsamer fliegenden Teamkollegen Rolf Engelhardt und Waldemar Labusga konnte der FK Brandenburg diese Runde dann auch souverän für sich entscheiden.
Schnellster für die zweitplatzierten Braunschweiger waren Joshua Arntz & Nico Wichmann. Auch für sie ging es die erste (Zeit)Hälfte des Fluges gegen den Wind, um dann mit Rückenwind Speed zu machen, wobei auch sie noch einen Jojo einbauten, um den Flug platznah zu beenden. 122km/h stehen am Ende für die zu Buche. Jens Rabe und Karsten Bennewitz sorgen mit dafür, in der Endabrechnung die Stadlohner um einen Wimpernschlag (rund 0,3km/h!) zu überholen. Interessant war auch der Flug von Reinhard Schramme (Rinteln, 120km/h): Er flog von Süden kommend den Ausbreitungen entgegen. Der erste für die Liga gewertete Schenkel ging aber nur kurz nach Süden, denn breits nach 20min wendete er wieder gen Norden, um nach der selben Zeit doch wieder umzukehren. Letztendlich führte ihn sein Kurs noch bis auf die Höhe Braunschweig und erneut mit Nordwestkurs. Dabei fällt auf, dass die beiden Gegenwindschenkel jeweils weniger Kurbelanteil hatten, als die Rückenwindschenkel - was natürlich (auch nach der reinen Lehre) Sinn macht. Klappert man die Wertung weiter nach unten ab, fallen noch weitere Flüge ins Auge: Michael Reiff (FCC Berlin, 127km/h) war mit einer ähnlichen Taktik wie Julius Gäde unterwegs.
Natürlich haben die Flüge allein durch ihre Zeit eine gewisse Länge, konsequenter in die Fläche und trotzdem mit einer guten Speed waren Moritz Althaus und Simon Briel unterwegs, die jeweils ihre Liga-Speed in Flüge an oder über 700km einbetteten. Und wenn die Strecke am Ende lang genug wird, dann ist auch der Liga-Anteil komplett mit Rückenwind zu schaffen (zumindest fast, es fehlt nur ein bisschen), so wie es Frerk Frommholz und Tobi Welsch (LSV Rinteln) zeigen konnten: Gut 300km ging es aus der Heide bis ins hessische Bergland geradeaus. In der Summe kamen am Ende  über 1000km Wertungsstrecke zusammen, ebenso wie für Max & Bernd Mensing, Carsten Freyer und Thomas von der Linde - die Luftmasse war mit ihrer sehr langen Thermikzeit dann auch für die lange / weite Strecke gut.
Offenbar ebenfalls den Ausbreitungen entgegen und dann an diesen entlang bzw. von diesen weg waren die schnellen Piloten der Liga 2 unterwegs: Oliver Kortemeier & Josef Meyer sowie Felix Huttel dehnten ihre Flüge von Oerlinhausen aus bis in die Heide aus. Jeweils rund 108km/h genügten gemeinsam mit dem Flug von Micheal Hörmann & Carsten Kopsieker (100km/h) für einen ungefährdeten Rundensieg (316km/h) der Ostwestfalen.
Auf den Plätzen folgen der AC Bad Nauheim (305km/h) und der AC Schweinfurt (302km/h) und damit Vereine, die nicht die ganz idealen Vorausetzungen an diesem Wochenende hatten, wie die Konkurrenz aus dem Norden. Der schnellste Flug der Liga 2 startete dann aber von Reinsdorf aus: Der Beginn des Fluges gegen den Wind von Jan-Erik und Gilbrecht Gens sieht mit viel Kurbelei eher mühevoll aus, bevor es dann von Höhe Stendal bis runter an die Elster und ebenfalls mit einer Jojo-Einlage um so schneller wieder nach Hause ging. 109km/h waren der Lohn für den etwas mühevollen Anfang.
In der Gesamtwertung ist es noch eng, und mit Gifhorn, Aalen, Burgdorf und Bayreuth hat sich auch noch keine Region herauskristallisieren können. Gleiches gilt für Liga 2, wo mit Nauheim und Poppenhausen sogar die geografische Mitte vertreten ist, flankiert von Eichstätt und Boberg, die hier Süd und Nord repräsentieren.
Kühl geht es die Woche weiter, dazu wettertechnisch zweigeteilt. Die Chancen für die kommende Runde sind bei der Wetterlage aber für alle gleich: Es kann sich keiner sicher sein - weder im Positiven noch im Negativen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Monday, 13. May 2019 Atemberaubend: Von Stadtlohn zur Nordsee als Ligawertung! translate news

Die Wetterprognosen pendelten sich allmählich ein und Stadtlohn sollte am Samstag, wie weite Teile Deutschlands auch, im Einfluss der Front und damit im Regen liegen. Nahezu unerwartet kam am Freitagnachmittag dann das Wetterupdate - Stadtlohn lag nur noch am nördlichen Rand der Front und dieses bestätigte sich dann auch am Samstagmorgen. Fliegen? Fliegen! Zumindest für die Bundesliga, denn der kommenden Sonntag sollte groß werden und es war nicht sichergestellt, dass wir ohne Motor nach Hause kommen.
Widersprüchlich zu den prognostizierten Konvektionskarten und dem damit verbundenen Thermikbeginn, standen bereits um 11:30 Uhr schöne Aufreihungen in Richtung Nord. Es musste also etwas improvisiert werden. Der Hochdruckeinfluss war dann vielleicht doch größer als in den Modellen erwartet - aber improvisieren können wir im Münsterland ;-).
Strategisch gesehen war der Plan eindeutig: Gegen den Wind vorfliegen um dann einen möglichst langen Rückenwindschenkel für die Bundesliga zu haben. Urplötzlich und anders als gewöhnlich (eigentlich kann man bei 25 km/h Nordwind nicht soweit an die Küste heranfliegen), lagen die Ostfriesischen Inseln in ihrer ganzen Pracht vor uns. Eine malerische Kulisse, gerade bei der klaren Luftmasse. Das Satbild versprach einen Loggerpunkt auf einer der Inseln. Norderney, Baltrum oder Langeoog? Die Entscheidung wurde uns durch die nur noch rund 800 Meter hohe Basis genommen. Pedale nach vorne, zurücklegen, entspannen, genießen. Was haben wir doch für ein unfassbar geiles Hobby!? Allein im Gesetze der Natur sowas zu erleben, hält einem den Atem an. Ein paar Kreise im Nullschieber, Badegäste auf Langeoog zählen und den Fähren beim Einlaufen in den Hafen zusehen rundeten den erlebnisorientierten Teil des Fluges ab.
Der ergebnisorientierte Teil des Fluges nahm durch die Windkomponente und Wolkenaufreihungen seinen Lauf, ehe wir uns dann zu einer relativ frühen Landung entschieden - der Sonntag sollte, wie wir jetzt auch wissen, lang genug werden.
Faszination Münsterland: Verglichen mit der Mitte Deutschlands, dem Süden oder Osten sind wir meteorologisch eindeutig benachteiligt. Bei Hochdruckeinfluss sind wir zu schnell im Kern, bei Kaltlufteinfluss fehlt uns der Hochdruck oder Warmfronten erreichen uns mitten am Tag. Die geographischen Gegebenheiten geben ihren Rest dazu. Aber Tage wie am vergangenen Samstag werden dann leider unterschätzt. Aus einem bisher noch unerklärlichen Grund, baut das Wetter zwischen der Nordkante des Ruhrgebietes und dem Emsland “kräftig” im fortgeschrittenen Tagesverlauf auf und beschert eindrucksvolle Flüge. Auch können wir an vielen Tagen fliegen (Stichwort Bundesliga). Wünschenswert für die Zukunft wäre, wenn sich eine Community zwischen den doch zahlreichen Vereinen bildet und wir in naher Zukunft sogar die Bundesliga mit 3 oder 4 Mannschaften aus dem Münsterland bzw. Ruhrgebiet bereichern können. Die Bundesliga ist ein Teamwettbewerb, der in Stadtlohn reichlich Leben in die Überlandflugszene gebracht hat!
 
Hier geht's zum Flug.
 
Max Mensing
 
Die Wolkenschatten versprechen einen unkomplizierten Sprung in Richtung Langeoog. Unten im Bild zu erkennen: Hafeneinfahrt Dornumersiel.
Wendepunkt Langeoog. Dahinter sind die Inseln Baltrum, Norderney und Juist zu erkennen.
Meyer Werft in Papenburg. Mit etwas Glück sieht man ab und zu einen neuen AIDA-Riesen im Becken liegen.

 


Friday, 10. May 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 10.05.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG zieht ein Tief mit zugehörigem Frontensystem von Südbelgien/Luxemburg über die Mitte Deutschlands hinweg bis in den
Süden Polens. Dabei überquert ein großflächiges Niederschlagsgebiet Deutschland ostwärts. In den Süden Deutschlands gelangt im Tagesverlauf mit starker Westströmung hochreichend labil geschichtete, kühlere Meeresluft. Das norddeutsche, küstennahe Flachland bleibt von diesen Entwicklungen verschont. Dort fließt mit mäßiger nordwestlicher Strömung trockene Meereskaltluft ein.
Am SONNTAG beeinflusst morgens noch die Kaltfront des abziehenden Tiefs vom Vortag die Südosthälfte Deutschlands und den Alpenraum mit ihrem frontalen Wolken- und Niederschlagsband. Dabei ist der Alpenrand lange Zeit hochreichend von Norden angestaut. Mit mäßiger Nordwestströmung gelangt indessen gutsichtige, labile Meereskaltluft in die Nordwesthälfte Deutschlands. Sie trocknet im Tagesverlauf deutlich ab und erfasst am  Nachmittag auch weite Teile Süd- und Ostdeutschlands.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist in einem Streifen von NRW, über die Harzregion und Thüringen bis in die Leipziger Tieflandsbucht keine Thermik zu erwarten. In Richtung Norden wird mäßige bis gute Cu-Thermik mit Arbeitshöhen bei 1000 bis 1300 m erwartet. In Richtung Mittelgebirgsraum werden nachmittags zunehmend hohe und mittelhohe Wolkenfelder stören.
Am SONNTAG kann sich gute Cu-Thermik mit einer Arbeitshöhe von 1200 bis 1500 m entwickeln. Diese wird im Südosten spät einsetzten und durch abschirmende Wolkenfelder/Ausbreitungen gestört sein, ansonsten können nachmittags örtlich leichte Überentwicklungen nicht ausgeschlossen werden.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG bei starker Bewölkung und Niederschlag keine nutzbare Thermik. Am Nachmittag verbreitet teils kräftige Schauer und
Gewitter.
Am SONNTAG wird in frischer Kaltluft gute bis sehr gute Wolkenthermik erwartet. Im Osten anfangs abschirmende Bewölkung, dadurch teils verzögerte Auslösung wegen hoher Abschirmung.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG durch Überentwicklungen und Abschirmungen meist keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG aufgrund von Abschirmungen keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 08. May 2019 Saisonstart: Mit der OLC LS8 neo beim Pribina Cup in Nitra translate news

Vom 19. bis 27. April 2019 hat Philipp Lauer die Saison mit einem renommierten Trainingswettbewerb gestartet. Philipp bekommt das Spitzen-Sportgerät aufgrund seiner hervorragenden fliegerischen Leistungen in der Saison 2018 für ein Jahr vom OLC gestellt.  Im starken internationalen Teilnehmerfeld mit 130 Piloten aus ganz Europa konnte Philipp an fünf Wettbewerbstagen die segelfliegerisch sehr anspruchsvolle Landschaft von Nitra aus bis in die Hohe Tatra erfliegen. Philipp belegte als Nachwuchspilot mit dem Förderflugzeug  in der mit 37 Teilnehmern besetzten 15m-Klasse in der Gesamtwertung einen sehr guten 8. Gesamtplatz.
Aufgrund des frühen Zeitpunkts ist Nitra ein hervorragender Wettbewerb, um sich auf die anstehenden Wettbewerbe vorzubereiten. "Vor dem ersten Flug hatte ich ein wenig Respekt vor dem Gelände. Dies hat sich jedoch bei den ersten Trainingsflügen schnell gelegt, da die bergigen Flugrouten von breiten Tälern umgeben sind und diese auch gut zu erreichen sind, wenn man sich rechtzeitig dafür entscheidet", berichtet Philipp.
Psychologisch war es für ihn spannend zu sehen, wie er sich verhält, wenn er den ersten Tag in den Sand setzt. "Die emotionale Reaktion auf den ersten Tag wäre wahrscheinlich bei einer Deutschen oder Weltmeisterschaft anders gewesen, aber es schadet nicht so eine Situation schon mal erlebt zu haben", so Philipp. Mit der Platzierung zeigt er sich zufrieden. "Natürlich ärgert mich der erste Tag ein wenig, jedoch war Nitra der erste richtige Schritt für eine interessante Wettbewerbssaison", resümiert Philipp nach dem Wettbewerb.
Du willst auch ein Jahr lang die LS8 neo fliegen?
Jedes Jahr hat ein neues Talent die Chance auf das OLC-Förderflugzeug. Dieses für Wettbewerbe bestens ausgestattete Flugzeug zu nutzen, ist ein Traum für jeden leistungsorientierten Segelflieger. Maßgeblich für die Vergabe sind neben dem Ranking "U25 Pilotenprofile“ und den Platzierungen in zentralen Wettbewerben auch die Leistungen, die der Bewerber mit seinem U25-Team erbringt - ein Top20-Platz in der U25-Liga sollte es also schon sein. Wir sind schon sehr gespannt, wer die Nachfolge von Philipp Lauer (AC Lichtenfels) antritt.
 
Hier gibt es Philipps Wettbewerbstagebuch als PDF.
 
ES
 
Die OLCneo in Clouddancers Bezügen
Blick über das Martintal und den schneebedeckten Gipfel des Malý Kriváň (im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der hohen Tatra
Im Endanflug auf Nitra (Bild von Karsten Leucker)
Hangflug am Zobor vor dem Abflug
Rückweg in Richtung Westen entlang
der niedrigen Tatra
Hauptkamm der niedrigen Tatra (in der Nähe der Skistation des Chopok)
 

Wednesday, 08. May 2019 LS8-e neo – Der Renner für die Standardklasse, jetzt auch elektrisch/ The Standard Class Racer goes Electric translate news

Die LS8 ist seit ihrem ersten Roll-out ein beliebtes Flugzeug mit fantastischem Handling. Für die neo-Version wurden die Flugeigenschaften nochmals optimiert, vor allem aber die Leistung des Flugzeugs wesentlich gesteigert. Wie geht das? Auch wenn das maximale Abfluggewicht mit Ballast 525 kg beträgt, waren Standardklasse Flugzeuge damit nicht mehr unbedingt gut fliegbar. – Bis jetzt! Die LS8-sc neo fliegt auch voll beladen hervorragend und steigt mit wesentlich leichteren Konkurrenten mit, um dann beim Vorflug ihre ganze Performance auszuspielen. Die LS8-sc neo mit dem bewährten FES System zu kombinieren war nachfolgend ein logischer Schritt. DG Flugzeugbau hat nun weitere Details zu diesem neuen Flugzeug auf Ihrer Website veröffentlicht: https://www.dg-flugzeugbau.de/flugzeuge/ls8-e-neo

 Right after its first roll-out, the LS8 has become a favoured aircraft with fantastic handling qualities. With the neo-version, its handling could further be optimized, but, first and foremost, the aircraft’s performance has significantly increased. How does that work? Even though the maximum take-off weight including ballast may add up to 525 kg, at that point most standard class sailplanes are no longer nice to fly. Till now! DG’s LS8 neo keeps its excellent manoeuvrability even when fully loaded. In thermals together with much lighter competitors it climbs effortlessly – only to demonstrate its full potential during the glide. Consequently it was a reasonable step to combine the LS8-sc neo with the well proven FES system. DG Flugzeugbau now released more Details of this new aircraft on their website: https://www.dg-flugzeugbau.de/en/aircrafts/ls8-e-neo
 

 


Tuesday, 07. May 2019 U25: Süden schlägt den Norden in der dritten Runde trotz schlechterer Bedingungen translate news

Es hätte die Runde für die Nordhälfte Deutschlands sein sollen. Während der Samstag für den Süden wettermäßig tot ist, bietet er im Norden fliegbares Wetter. Zugegeben, der Blick auf das Regenradar zeigt einen ausgeprägten Streuselkuchen und begeistert nicht vollends. Aber zwischen den (Schnee-)Schauern geht es mit teilweise überraschenden Steigwerte nach oben. DER Tag ist jedoch der Sonntag. Nach der einströmenden Kaltluft bieten sich gigantische Bedingungen. Ein extrem früher Thermikstart und nicht enden wollende Aufwinde am späten Abend ermöglichen lange, aber auch schnelle Flüge. Im Süden hingegen zeigt sich am Vormittag vielerorts Einheitsgrau und es schauert immer wieder. Dennoch gelingt es überraschend drei bayerischen Vereinen das Rundentreppchen zu erklimmen.
Ein direkter Vergleich der Flüge zeigt, welches Potenzial im Norden vorhanden war. Die beiden Bronkower Sascha Dey und Felix Hegewald setzen sich mit mehr als 107 Speedpunkten in dieser Runde an die Spitze der U25. Die über 2.000 Meter AGL reichende Basis schier unendliche Wolkenstraßen und die berühmten Thermikquellen über Polen ermöglichen lange, schnelle Gleitstrecken. Auch der Rückenwind unterstützt kräftig. So kommen sie mit einem geringen Kurbelanteil aus und packen nicht nur ordentlich Punkte auf das U25-Ligakonto, sondern sammeln auch OLC-Plus-Punkte. Und das mit Clubklasse-Flugzeugen. Im Trio hätten sie locker das Treppchen abgeräumt.
Auch der Stöllner Sebastian Körner kassiert mit seinem Flug um Berlin nicht nur hervorragende 830 OLC-Plus-Punkte, sondern auch über 100 Speedpunkte für sein Team. Der Flug ist auf die Langstrecke optimiert. Der Kurbelanteil etwas höher als bei den beiden Bronkowern, dennoch holt er einiges durch schnelle Vorflüge raus. Mit dem Flug kann er in jedem Fall mit den alten Hasen mithalten.
Schaut man nun die Flüge der drei Rundensieger an, erkennt man die etwas langsameren Bedingungen in der Mitte und im südlichen Deutschland. Die Arbeitshöhe ist deutlich geringer, der Spielraum kleiner. Die Eichstätter kämpfen sich anfangs sogar unter voller Bedeckung voran. Das fordert natürlich mehr Kurbelei und kostet Speed. Eric Schneider aus Hammelburg setzt zwischendrin schon mal zur Landung an, findet dann aber noch mal den besten Anschluss des Tages.
Das Treppchen wurde mit guten Flügen bei mittleren Geschwindigkeiten geholt. Der entscheidende Unterschied zu den wetterbevorteilten Vereinen im Norden sind die drei Wertungen, die die deutlich schnelleren Flüge in der nördlichen Hälfte wettmachen.
Dennoch, hervorragende Leistungen bei den Nordlichtern und verdiente „Aufrutscher“ in der Rangliste. Vielleicht gelingt es den Speed-Machern aus dem Norden die Teamkollegen anzustecken.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 242,49 Speed/50 Punkte, 2. FSG Hammelburg 235,50 Speed/49 Punkte, 3. FC Eichstätt (BY) 231,01 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 3: 1. SFZ Königsdorf (BY) 147 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 136 Punkte, 3. AC Lichtenfels (BY) 115 Punkte
 
Text und Foto: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
 
Der Speedmacher der U25 in Runde drei: Sascha Dey von Bronkow aus.
Hier gehts zum Flug im OLC.
Deutlich schmalerer Korridor wird in Punkte umgesetzt: Erich Schneider startet in Hammelburg.
Hier gehts zum Flug im OLC.
Samstag bietet gute Steigwerte
vor und zwischen den Schauern
 

Tuesday, 07. May 2019 Rundensieg für den AC Braunschweig translate news

Yeti und Karsten
Seit langer Zeit konnten die Braunschweiger Segelflieger endlich mal wieder einen Rundensieg in die Löwenstadt holen. Insgesamt war der Aero-Club an beiden für die Bundesligawertung relevanten Wochenendtagen mit insgesamt 15 Maschinen unter den schönen Cumuluswolken auf der Jagd nach Punkten überland unterwegs. Das prächtige Streckenflugwetter wurde von Jens Rabe und von Rolf Radespiel sogar zu großräumig angemeldeten Dreiecksflügen (702 und 683 Kilometer) um Berlin herum genutzt. Dabei waren die beiden Protagonisten weit über 8 Stunden in der Luft.
Mit 333,75 Speedpunkten konnten die Löwenstädter somit als Sieger dieser 3. Runde wichtige 20 Punkte für die Gesamtwertung einfliegen. Dieser Erfolg wurde von folgenden Piloten nach Hause gebracht:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 112,94 Speedpunkte,
Jens Rabe, Ventus bT/15m, 110,52 Speedpunkte,
Markus Schmied/Rolf Wagner, Arcus T, 110,29 Speedpunkte,
Bennewitz durchquerte zunächst nach Norden die Lüneburger Heide und wendete dann zwischen Neustrelitz und Rheinsberg.
Rabe hatte bei seiner Berlinumrundung die Wendepunkte Neustrelitz und Forst, das östlich von Cottbus liegt, auf seiner Agenda.
Schmied und Wagner trieben der Arcus nach Osten und kehrten kurz vor dem Spreewald bei Luckau um, um dann wieder im Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum zu landen.
In der Gesamtwertung führt nach nunmehr drei Runden die LSG Bayreuth mit 49 Punkten die Tabelle an.
Der Aero-Club liegt mit 31 Punkten auf Platz neun in der 30 Vereine umfassenden bundesweiten Konkurrenz, in der neben dem Aero-Club noch vier weitere niedersächsische Segelflugvereine dabei sind.
 
Rolf Wagner

 


Peter H. Braasch
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