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Tuesday, 20. October 2020 LSV Rinteln e.V. ist Deutscher Meister 2020 – Neue Hoodies statt großer Meisterfeier translate news

Urkundenübergabe an den "Coach" Reinhard Schramme mit der obligatorischen Sektdusche.
v.l.n.r.: Norbert Siebert, Willi Wielage, Rolf Bödeker, Reinhard Schramme, Ulrich Kaiser, John Berroa und davor knieend Stephan Beck (1. Vorsitzender).
Foto: Dieter Vogt
Dass das Corona - Virus auch die Segelflugvereine in Deutschland erreicht und das Vereinsleben massiv einschränkt, haben wir schon zu Beginn der Saison gemerkt. Nicht nur, dass die Bundesliga - Saison 2020 nicht planmäßig starten konnte; der gesamte Flugbetrieb ruhte bis in den Mai. Es sollte dann noch bis zum 30. Mai dauern, bevor der Titelverteidiger in die lang herbeigesehnte Bundesliga - Saison starten konnte. Die Pilotinnen und Piloten waren motiviert bis in die Haarspitzen, sollte der Titel doch verteidigt werden.
Und schon nach der 2. Runde hatten die Niedersachsen die Tabellenspitze übernommen und sollten diese Position bis zum Ende auch nicht mehr abgeben und das, ohne auch nur eine Runde selbst gewonnen zu haben. ( Die Berichte über die geflogenen 13 Runden findet ihr hier ). Und so war die Ligasaison schneller vorbei als gedacht. Nur das Corona - Virus war noch da.
Nach Durchsicht der gültigen Verordnung war dem Vorstand des Vereins schnell klar, dass es eine Meisterfeier wie im letzten Jahr auf keinen Fall geben konnte. Daher versammelten sich die Rintelner Pilotinnen und Piloten am Abend des 5. September nach dem jährlichen Oldtimer - Fly in ( Bericht und Bilder hier ) auf der Terrasse vor dem Vereinsheim zu einem kleinen Umtrunk mit Gegrilltem. In einer kleinen Ansprache dankte der 1. Vorsitzende Stephan Beck allen Pilotinnen und Piloten, den Helfern am Boden und der Presseabteilung in Person von Ulrich Kaiser und Dieter Vogt, die jede Woche Berichte in der örtlichen Presse und bei den Sport - Onlineportalen unterbringen konnten und damit das Interesse am LSV und unserem Sport in die breite Bevölkerung trugen. Ein besonderer Dank ging an Reinhard Schramme, der die Mannschaft immer wieder motivierte, stets ein gutes Händchen für Flugweg und Taktik hatte, und immer mit gutem Beispiel voranflog. Rückblickend fasste „der Käpt’n“ die Saison und den Grund für den Erfolg so zusammen:
„Von Beginn an war das Wohlfühlklima im Verein außergewöhnlich und spürbar. Jeder hatte Interesse und zeigte Herz für die Sache - Bundesligafliegen! Wir haben es gemeinsam gelebt. Das Wir-Gefühl und Motivation pur über die komplette Saison!“
Im Anschluss ließen die Pilotinnen und Piloten in kleinen Runden die Saison Revue passieren und die spannendsten Situationen wurden erneut durchlebt, die stärksten Bärte noch einmal ausgekurbelt und die längsten Wolkenstraßen noch einmal abgeflogen...
Zwei Tage später rückte der Bautrupp zu Begradigung des östlichen Landefeldes an, was den Flugbetrieb etwas einschränkt, aber die Flugsaison ist ja fast vorbei - nur das Corona - Virus ist noch da.

 Text und Fotos: Ulrich Kaiser
 
Neuer Hoodie Vorder – und Rückseite
Begradigtes Landefeld
Kneipenfenster mit Schriftzug
„Deutscher Meister 2020“

 


Monday, 19. October 2020 AS 33 Es receives EASA Certification - Intensive Flight Testing translate news

With great pleasure the Schleicher team received the news that the EASA has certified the AS 33 Es, the new 18m sailplane only 9 months after its first flight on 23 January 2020. The certification was given as part of the latest issue of CS-22 (Amendment 2, 05 March 2009).  With this the AS 33 Es complies with the current European technical and safety requirements.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

Monday, 19. October 2020 EASA erteilt Zulassung der AS 33 Es - Intensive Flugerprobung translate news

Mit großer Freude hat das Schleicher-Team die Nachricht entgegengenommen, dass die EASA die Zulassung für den neuen 18m-Segler AS 33 Es erteilt hat, und das nur ein dreiviertel Jahr nach dem Erstflug am 23. Januar 2020. Die Zulassung erfolgte nach der neuesten Ausgabe der CS-22 (Amendment 2, 05 March 2009). Damit erfüllt die AS 33 Es den aktuellen Stand der europäischen Technik- und Sicherheitsanforderungen.
 
 
Alexander Schleicher Segelflugzeugbau

Sunday, 18. October 2020 Schneller, höher, weiter – Mein Jahr mit dem Talentförderflugzeug LS8 neo translate news

 
 
 
 
Voller Erwartungen startete ich als frischer Sportsoldat mit dem Förderflugzeug „OLC neo“ in die Saison 2020. Die Vorfreude auf meine ersten Alpenflugerfahrungen Anfang März mit der Standardklasse war riesig. Diese sollte jedoch nach einigen Tagen in den Hintergrund geraten, als in den Medien mehr und mehr über die steigenden Corona-Fälle berichtet wurde. Innerhalb weniger Tage wurden in Frankreich alle Flugplätze geschlossen und wir mussten zwangsweise wieder zurück nach Deutschland fahren. Leider wurden in der darauffolgenden Zeit fast alle Wettbewerbe abgesagt.
Nachdem die schlimmste Zeit von Mitte März bis Anfang Mai überstanden war und wir endlich wieder fliegen durften, wollte ich keine Minute mehr verpassen. Glücklicherweise hatte es zu dieser Zeit tolles Wetter, sodass ich eine Woche lang, jeden Tag meist schon vor 10 Uhr starten konnte. In dieser Woche habe ich gelernt, dass das Starten meist früher möglich ist als man denkt. Mal mehr, mal weniger sinnvoll.
Bereits am vierten Tag konnten Jan Schulz und ich in unserem Mini-Fluglager eine Strecke von über 900km zurücklegen und das aufgrund der Temperaturen auch noch ohne Wasserballast. Ende Mai dann der erste Flug, bei dem ich der 1000er Marke deutlich näher kam. Anschließend folgen Trainingsflüge zwischen 500 und 900km, bei denen ich die Ls8 auch mit Wasser fliegen konnte und als Libellen-Pilot quasi einen Klassenwechsel in die Offene Klasse erfahren habe. ;)
Anfang Juli hatte es mit Abstand das beste Wetter, was ich bisher erlebt habe. Am 07.07 war die Enttäuschung trotzdem groß, als ich „nur“ 998,9 km gewertet bekam, obwohl das LX 1003km angezeigt hatte. Mit dem einzigen bevorstehenden Wettbewerb in Grefrath Mitte Juli, dachte ich, dass sich mir keine Chance mehr für einen 1000km Flug anbieten würde. Eine Woche später wurde ich eines Besseren belehrt, als ich am 11.07 nach einem spontanen 950km Flug gelandet bin und erfahren habe, dass der nächste Tag noch besser werden sollte. Überglücklich landete ich am Sonntag nach meinem bisher größten Streckenflug mit einer Distanz von 1116 km, der sogar unter den TOP 3 der punkthöchsten Flüge des Jahres in Deutschland landete.
Etwas stressiger wurde die Nachtfahrt nach Grefrath, wo ich dann leider am 13.07 nicht mehr zu einem großen Flug aufbrechen konnte. Dennoch konnte ich am ersten Wertungstag den 3 Platz belegen.
Am zweiten Tag bin ich bei der AAT etwas zu weit in die schlechte Eifel eingeflogen und habe somit 100 Punkte auf den ersten Platz verloren. Am letzten Wertungstag habe ich mich leider auf dem dritten Schenkel etwas verbastelt und musste mich mit Platz 7 abfinden. Der Wettbewerb in Grefrath verlief trotz den Corona-Vorschriften super und mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung war ich angesichts des starken Teilnehmerfelds in der Standardklasse zufrieden.
Danach lag mein Fokus hauptsächlich auf den Ligaflügen, um unseren Platz in der U25 zu verteidigen und in der Young Eagle Speed Cup Wertung zu punkten. Im August hatten wir recht häufig labiles Wetter und damit die idealen Voraussetzungen für schnelle Ligaflüge. Ganz besonders toll war der Flug am 16.08, bei dem ich einen Schnitt von 155,85km/h und damit dieses Jahr den zweitschnellsten Flug in Deutschland erzielen konnte. Ganz am Ende des Jahres nutzte ich die kleinen Wetterfenster, um unserem Nachwuchs das Streckenfliegen etwas näher zu bringen und die verbleibende Zeit mit der Ls8 voll auszuschöpfen. Insgesamt habe ich auf der Ls8 ca. 300 Stunden gesammelt und dabei 26.000 Kilometer zurückgelegt.
Ich möchte mich bei allen Sponsoren bedanken, die mir mit der Ls8 die Möglichkeit gegeben haben, mich dieses Jahr fliegerisch weiterzuentwickeln. Egal ob im Wettbewerb oder im freien OLC-Flug - Die Ls8neo ist einfach eine geile Kiste! Danke, dass ich sie fliegen durfte!!
 
Eric Schneider
 
Die ersten Flüge mit der LS8 in Frankreich.
Im Hintergrund die Coupe, der Einstieg
in den Parcours.
Fliegen bis zum Sonnenuntergang
– jede Minute wird ausgenutzt
Ligafliegen unter den Straßen
mit dem Renngerät.
 

Wednesday, 30. September 2020 SFV Mannheim: Aufstieg in die 2. Segelflug Bundesliga translate news

Endlich ist es wieder soweit: der SFV Mannheim hat sich an die Tabellenspitze der Quali Liga vorgearbeitet und steigt damit in der 2. OLC Bundesliga auf. Zu verdanken haben wir diesen sportlichen Erfolg dem unermüdlichen Einsatz von insgesamt 12 Mannheimer Pilot/-innen, die diese Saison gültige Bundesliga Flüge für den Verein gemeldet haben.
Als dieses Frühjahr die Corona Krise über uns hereinbrach, sah es zuerst danach aus, als fällt die komplette Saison ins Wasser. Die Enttäuschung war jedem deutlich anzusehen. Entsprechend groß war die Freude, und damit verbunden natürlich auch die Motivation, als die Corona Maßnahmen gelockert wurden und wir endlich wieder fliegen durften. In den letzten Jahren haben im SFV Mannheim viele Nachwuchs-Streckenflieger ihre Lizenz erlangt und sind bis unter beide Ohren motiviert die «alten Hasen» am Wochenende zu unterstützen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: nach 2 Jahren Streckenflug Flaute und Abstieg in die Quali Liga zeigen die Mannheimer Piloten, was möglich ist, wenn man sich anstrengt, dabeibleibt und Spaß am Streckenflug hat. In dieser Saison hat sich wieder einmal besonders gezeigt, dass die thermisch schlechten Tage extrem entscheidend sind. So profitierten die Mannheim Piloten viel mehr von den eher mageren Wetterlagen an einigen Wochenenden, die dennoch kürzere Flüge in Platznähe ermöglichten, als von den vielen Hammertagen dieses Jahr. Dadurch zeigten sie eine durchweg kontante Leistung, die uns letztendlich den Sieg sicherte. Besonders schön war dieses Jahr der Teamgeist, der sich nach und nach unter den Vereinsmitgliedern entwickelte. Eine bunte Mischung als jungen, alten, erfahrenen und Nachwuchs Piloten und Pilotinnen arbeiteten eng zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Es fanden untereinander viele Absprachen, Coachings und gemeinsame Briefings statt, von denen letztendlich alle profitieren konnten.
Die OLC Bundesliga bringt immer wieder neue Spannung in unseren wunderschönen Sport und motiviert, sich kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir vom SFV Mannheim freuen uns auf eine hoffentlich längere und ebenso erfolgreiche Bundesliga Saison 2021 mit vielen unvergesslichen Flügen.
 
Leif Schreiber
 
Lutz trug durch sein Engagement und
durch seine Erfahrung maßgeblich zum diesjährigen Erfolg des SFV Mannheim
in der Quali Liga bei.
Er war stets motiviert und stand den
Nachwuchspiloten mit Rat und Tat zur Seite.
Long-Distance-Spezialist seit Jahrzehnten: Ingo Andresen
Christian ist einer der erfolgreichsten
Nachwuchspiloten. Er schöpfte sein
Potential voll aus und meldete in vielen Runden gute Flüge.

 


Tuesday, 21. May 2019 U25: Runde 5 geht erneut an Lichtenfels – Oerlinghausen und Hammelburg machen weiter Druck translate news

Entschieden werden die Punkte an diesem Wochenende im Thüringer Wald. Die guten Bedingungen nutzen diverse umliegende Vereine um Speed zu machen. Lichtenfels holt sich ganz knapp diese Runde und baut den Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Verfolgt werden sie von den Teams aus Hammelburg und Oerlinghausen. Wie angekündigt, machen auch diese beiden Vereine ordentlich Druck und klopfen schon am Treppchen der Gesamtwertung an.
Hammelburgs Ziel ist, an jedem Wochenende schnelle Flüge mit drei Piloten zu realisieren. So hat beispielsweise Eric Schneider entschieden nicht schon am Samstag auf die Deutsche Meisterschaft nach Zwickau zu fahren, sondern das bessere Wetter in der Heimat noch mitzunehmen. Im Team startet er mit Peter Wagner. Die Rhön ist schon morgens gut entwickelt, allerdings mit einer recht niedrigen Basis. Sie finden jedoch vernünftige Aufreihungen und fliegen an den Thüringer Wald heran, der an diesem Wochenende knallt. Bis nach Kronach kann im Delphinflug ordentlich Speed gemacht werden. Um auch OLC-Plus Punkte zu sammeln, entscheiden sie sich nicht zu einem Jojo am Thüringer Wald, sondern fliegen über Würzburg ein Dreieck. Anfänglich geht es gut, wird aber durch aufziehende Abschirmungen schwieriger. Der Teamflug hat sich hier bewährt, denn so war es leichter möglich, doch noch einen Bart zu finden und den Flug auch am Heimatplatz zu beenden.
Auch Christian Lampert aus Grabfeld geht auf die Rennstrecke. Bis zum Thüringer Wald quält er sich. Danach „ging es wie von selbst“, beschreibt er. Dort angekommen muss er nur noch einmal kurbeln und das mit satten 5 m/s. Kein Wunder also, dass er mit 136,12 Speedpunkten den schnellsten U25-Flug der Runde hinlegt. Grabfeld steht gut in der Gesamtwertung da, wird aber nicht ganz nach vorn kommen, da es quasi ein Einmann-Team ist. Christian bedauert das, gibt dennoch Gas.
Und Gas haben auch erneut die Oerlinghausener gegeben. Sie nutzen sowohl das fliegbare Wetterfenster nach der abziehenden Feuchtluft am Samstag, als auch den aufgrund Überentwicklungen deutlich schlechter prognostizierten Sonntag. Es lohnt sich aber manchmal Prognosen auch in Frage zu stellen und es einfach zu versuchen. „Bevor es am späten Nachmittag zunehmend dicht wurde, konnte in der teils zickigen, aber starken Warmluftthermik noch einmal richtig Gas gegeben werden“, erzählt Robin Beste. Leon Bohnenkamp findet die beste Spur und packt noch mal ordentlich Punkte oben drauf.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 280,57 Speed/ 50 Punkte, 2. FSG Hammelburg (BY) 279,65 Speed/ 49 Punkte, 3. FG Oerlinghausen (NW) 263,92 Speed/ 48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 5: 1. AC Lichtenfels (BY) 207 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 195 Punkte, 3. SFZ Königsdorf (BY) 192 Punkte
 
Text: Steffi Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: (1) Peter Wagner , (2) Robin Beste, (3) Christian Lampert
 
Teamflug der Hammelburger
Oerlinghausener in Aktion
Speedy Gonzalez der Runde 5
 

Tuesday, 21. May 2019 Der AC Braunschweig landet in der 5. Runde auf Rang neun und holt 12 wichtige Punkte translate news

Karsten Bennewitz war am Sonntag richtig schnell unterwegs.

 Im Rahmen dieser Runde konnten die Braunschweiger Segelflieger ihre guten Ergebnisse der letzten beiden Runden in der deutschlandweit 30 Segelflugvereine umfassenden 1. Bundesliga bestätigen, weil sie die reichlich vorhandene Thermik konsequent an beiden Wochenendtagen nutzten und mit insgesamt 13 Maschinen auf Punktejagd in Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Brandenburg unterwegs waren. Der Sonntag bot entgegen der ursprünglichen Wetterprognosen tatsächlich noch eine weitere Option, richtig schnelle Geschwindigkeiten zu fliegen.
Das Bundesligatrio dieser Runde hat mit 347,22 Speedpunkten somit folgendes Aussehen:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 125,84 Speedpunkte,
Knud Dombrowsky, ASH 26, 113,54 Speedpunkte,
Joshua Arntz, Steffen Arntz, Arcus T, 107,85 Speedpunkte,
Bennewitz flog zunächst gegen den Südostwind an und wendete nördlich von Cottbus.
Dombrowsky wählte dieselbe Richtung und drehte in Jüterbog um. Sein westlicher Umkehrpunkt lag nördlich der Reiterstadt Verden.
Das Arcus-Team nahm die Kursänderung zum Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum zwischen Coswig und Wiesenburg/Mark vor.
Der aktuelle Rundensieg ging mit schnellen 379,29 Speedpunkten in das bayerische Donauwörth-Monheim. In der Tabelle führt weiterhin der LSV Gifhorn mit nunmehr 76 Punkten vor dem LSV Burgdorf mit 74 Punkten. Der Aero-Club Braunschweig reiht sich mit 62 Punkten auf Position fünf ein.

Rolf Wagner

 


Tuesday, 21. May 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Blitze von Samstag 15 UTC
Blitze von Sonntag 15 UTC
Runde 5 und wir haben schon eine ganze Reihe unterschiedlichsten Wetterlagen durch. Dieses mal war "Tiefdruck mit labiler mäßig warmer Luft" dran (hatten wir noch nicht). Eine Lage, die immer auch ein bisschen Wetter-Glückspiel ist - meteorologisch wie fliegerisch.
Samstag:
Im 12UTC Satellitenbild sind die ersten Ansätze der Labilität bereits erkennbar, für das ein schwaches Tief über Süddeutschland sorgte. Westlich des Rheins, aber vor allem über der Alb zeigen sich die ersten Cirrenschirme, während weitere Bereiche in der mäßig warmen Luftmasse noch blau sind oder sich nur die Kämme von Thüringer Wald oder Harz Cumuli zeigen. Deutlich sichtbar sind aber auch die Wolkenstraßen über dem flachen Norden, die sich im Wind gereiht bis nach Polen erstrecken. Drei Stunden später - und nun gemeinsam mit den Blitzen dargestellt - hat der Südwesten mit einer Mischung aus Gewittern und Cirren nahezu dicht gemacht und auch die westlichen Mittelgebirge sind deutlich überentwickelt. Wer hier spät dran war, hatte es sicher schwer ...
Sonntag:
Deutlich mehr vertikale Dynamik im Satellitenbild von Sonntag 12UTC: Die Wetterlage mit dem Tief hatte sich nicht wesentlich geändert, die Luftmasse war im Vergleich zum Vortag aber um einiges labiler. Bereits am frühen Nachmittags war westlich des Rheins, aber auch über dem Sauerland und dem Thüringer Wald deutlich mehr los, was die hellen, auswehenden Cirrenschirme deutlich anzeigen. Aber auch im flachen Norden hat es deutlich stärker entwickelt. Sehr prägnant zeigt sich die konvergente Struktur an der schrafen  Grenze zur durchwellenden trockenkalten Luftmasse ganz im Norden, in der es blau war.
3 Stunden später ist diese Grenze nicht mehr sichtbar, denn die labile Luft hatte sich bis an die Küsten durchgesetzt. Zahlreiche Gewitter hatten sich im Laufe des Nachmittages gebildet und selbst im Nordosten sind nun Blitze erkennbar.
Wer hat was draus gemacht?
Auch wenn die Luftmasse labil war, auch wenn man nicht den ganzen Tag fliegerisch zur Verfügung hatte, so konnten doch fast alle Vereine Punkte einfliegen! Die Bedingungen am Samstag mit ihren nur regional und zeitlich spät(er) auftretenden Überentwicklungen waren natürlich weiträumiger als am Sonntag. Allein die Anzahl der gemeldeten Flüge, aber auch die Länge der Strecke waren daher Samstag deutlich größer. Dass muss aber nicht gleichzeitig bedeuten, dass es auch der "schnellere" Tag war -, selbst in der selben Region.
Ein Beispiel dafür ist der FCC-Berlin: Bereits am Samstag mit guten 321km/h Rundenspeed dabei, legten die Piloten aus Lüsse am Sonntag nochmal nach.  MIchael Reiff war dabei schnellster mit 129km/h am Sonntag, der damit seine 108km/h vom Samstag nochmal hochschrauben konnte. Und auch Max Siegel (mit Co Stefan Piaskowski) kam nach seinem 5h-Flug am Samstag dann einen Tag später mit 126km/h in der Bundesliga an. Zusammen mit dem Flug von Jonas Florin (vom Samstag) gelang den Berlinern damit der Sprung auf Rang 3 dieser Runde, mit dem sie sich in dieser Saison bislang konstant verbessern konnten.
Die Taktik vieler Flüge war klar auf die Liga abgestimmt, es wurde die Kombination aus den bekannten Rennstrecken und den Reihungen im Wind genutzt. Die Jojos hatten jeweils einen signifikanten Gegenwindanteil. Schneller (und Schnellster) in dieser Runde war Nico Klingspohn vom LSV Gifhorn. Sein Flug - offenbar auch mit Focus auf die Liga - führte am Samstag ebenfalls unter den Reihungen entlang, sein Rückenwindanteil war jedoch signifikant. So konnte er trotz "häufigeren" Kurbelns (6x im Vergleich zu Michael Reiff, der nur 3x kreiste) mit 134km/h den schnellsten Ligaschnitt erfliegen. Für die Wilscher reichte es dann aber trotzdem nicht, noch an den Lüsseranern vorbei zu ziehen.
Nach dem Samstag führte der LSV Burgdorf die Tabelle an, dafür hatten Michael Möker, Carsten Freyer und Simon Berkhahn gesorgt, die auf den selben Spuren unterwegs waren, wie die Nachbarn aus Wilsche. Am Sonntag wurden sie dann doch noch durch die SFG Donauwörth-Monheim abgefangen. Schon am Samstag hatten Arne & Hannes Röpling 123km/h vorgelegt, wobei sie die Liga-Speed über der Schwäbischen Alb fliegen konnten, bevor sie den aufkommenden Gewittern nochmals nach Osten auswichen. Am Sonntag nutzten dann Wolfgang Köckeis und David Bauder im Team die guten Bedingungen über der Fränkischen Alb, wobei dem Kommentar vom Wolfgang nach, ihnen vielleicht auch der geringere (Gegen)Verkehr auf der Rennstrecke zu Gute kam und ihnen jeweils rund 128km/h ermöglichten. So stürmten die Donauwörther vom zwischenzeitlichen 8. Platz am Smastag an die Spitze der Runde 5. Der Vorsprung von 10km/h zur Konkurrenz aus dem Norden war am Ende dann sogar recht souverän. Die Gesamtwertung sieht mit Gifhorn und Burgdorf aber aktuell noch Vereine aus dem Norden vorne.
Und auch die Liga 2 sieht am Ende der Runde einen Club aus dem Süden an der Spitze: Der Aero-Club Ansbach kann sich nicht nur mit schnellen Flügen, sondern auch mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung dort platzieren, auch wenn die Flüge nicht im Team erfolgten. Während Jürgen Schuster seinen Flug vom heimischen Platz in einem breiten Jojo nach Osten legte (124km/h) war Karsten Leucker von Zwickau aus unterwegs. Für seine Liga-Speed (123km/h) flog er zuerst über den Thüringer Wald, um dann die Wertung nicht über dem Kamm selber, sondern auf der Westseite davor zu fliegen - eine nicht übliche, bei niedriger Basis oder kräftigen Überentwicklungen aber ein immer mal wieder probates Mittel. Interessant an seinem Flug sind dabei natürlich auch die beiden Kamm-Querungen auf dem Hin- und Rückweg. Dritter im Bunde war Georg Christian Götz, der ebenfalls von Ansbach aus in den Osten flog. Am Ende konnten sie sich damit gegen das Aero Team Klix durchsetzen. Für die war ebenfalls am Sonntag der schnellere Tag: Jürgen Dittmar erreichte mit knapp 119km/h den schnellsten Flug für die Sachsen, flankiert von Ingo Trentelj und Dennis Zettwitz, die im engen Team erste eine gute Stunde bei niedriger Basis Richtung Norden vorflogen, bevor das Wetter durchzündete und die Liga-Speed von jeweils ca. 108km/h erflogen werden konnte. Der schnellste Flug geht ebenfalls in den Nordosten - bzw. die beiden schnellsten Flüge: Kai Glatter und Thomas Melde führte der erste Schenkel ihrer über 750km zuerst bis ins Riesengebirge. Die Liga-Wertung mit rund 129km/h erfolgte dann eingebettet in einen langen Rückenwindschenkel bis ins Havelland. Die restlichen km/h für den dritten Rang lieferte Uwe Ausgustin, der sich noch länger als die Klixer bis ins gute Wetter vorkämpfen musste. Nicht ganz unerwähnt bleiben soll auch der noch bis Samstag-Abend schnellste Flug in Liga 2, den Patrick Ladewig mit 115km/ Liga-Speed von Schweinfurt aus schaffte. Über der Oberpfalz flog er dabei mit seinem Astir CS einen 112er-Realschnitt!
In der Gesamtwertung haben die Ansbacher durch ihren Rundensieg nun auch die Spitze erobert. Die Konkurrenz aus Nauheim und Boberg ist räumlich zwar deutlich entfernt, punktetechnisch aber ganz, ganz nahe dran.
Zum nächsten Wochenende ist dann aktuell eine deutliche Westlage prognostiziert - der Rückenwind wird also auch wieder eine Rolle spielen, soviel ist wohl sicher ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Monday, 20. May 2019 AC Pirna: Podestplatz in Runde 5 translate news

Erfolgreiches JS1-Duo
am Sonntag
Die Wetterprognosen machten es in dieser Runde nicht einfach zu entscheiden, ob nun Samstag oder Sonntag der bessere Tag wird. Im Nachhinein war es eindeutig der Sonntag. Am Samstag machte die der Warmlufteinfluss aus dem Böhmischen Becken die thermischen Bedingungen im Elbtal extrem schwierig. Erst ab ca. 15:30 Uhr stieg die Basis über 1000m AGL.
Viele Piloten des AC Pirna scheiterten bei diesen Bedingungen. Das Team Augustin/Weigel (jeweils auf JS1) kämpfte sich 3h Stunden lang nach Norden, um in der Gegend von Cottbus Anschluss an gute Bedingungen zu bekommen. Prompt konnten sie 3m-Bärte kurbeln, die bis auf über 2000m AMSL reichten. Am Sonntag ging dann das Team Melde/Glatter an den Start. Die prognostizierten Schauer blieben aus und die Labilität produzierte eine tolle Linie vom Riesengebirge über den Niederen Fläming bis nach Burg. Die beiden ließen es auf dieser Strecke ordentlich krachen und brachten 129 Speedpunkte in die Wertung. Mit den 73 Speedpunkten von Uwe Augustin am Samstag landete der ACP auf Rundenplatz 3. Damit hält der AC Pirna weiter Anschluss an den Aufstiegsplätzen.
 
Text und Fotos: Benny Schüch
 

Monday, 20. May 2019 Einzigartig: Der OLC 10-km-Vollkreis translate news

Was macht man, wenn man bei gar nicht so ganz schlechtem Wetter aufgrund der fehlenden internen Überlandberechtigung auf der LS 4 nicht weiter als 10km vom Flugplatz weg fliegen darf? Richtig! Man kommt auf die ein oder andere dumme Idee oder auch auf die ein oder andere lustige Idee, wie z.B., man fliegt genau am 10km Radius entlang einmal um den Flugplatz herum. Zumindest dachte sich genau dies am Sonntag Jonathan Cross vom SFZ Königsdorf und setze dies dann auch recht eindrucksvoll in die Tat um. Nach dem Windenstart dreimal gekurbelt und im Süden bis 10km vom Platz weggeflogen, dann 90 Grad nach rechts abgebogen und entlang des 10km Radius`s ging`s mit minimaler Schräglage los, noch viermal Höhe gemacht, natürlich immer schön innerhalb des 10km Kreises gekurbelt und zum Schluß ging es genau vom Beginn des Kreises wieder zurück nach hause. Keiner der ganz großen weiten Streckenflüge, aber ein definitiv einzigartiger Flug im OLC, den man so von sich aus erstmal gar nicht entdecken würde...
 
Mathias Schunk
 
Und so sieht der Flug im OLC aus.
Jonathan Cross vom
SFZ Königsdorf absolvierte mit
seinem 10km Kreis einen
wohl recht einmaligen OLC Flug.
Das Wetter rund um Königsdorf
war eigentlich zu gut, um in Platznähe
zu bleiben, aber ohne die notwendige
Überlandberechtigung musste man
kreativ sein, was man mit dem Tag macht.

 


Friday, 17. May 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 17.05.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG wird mit süd- bis südöstlicher Strömung, deutlich wärmere und hochreichend feuchte und teils labile Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands geführt, hier etabliert sich ein erster Schwerpunkt für hochreichende Konvektion. Die Alpen liegen im Südstau, aber auch im Alpenvorland sind konvektive Umlagerungen möglich. Ein weiterer Schwerpunkt entsteht in den Gebieten nördlich der Elbe und im Bereich der Ostseeküste, diese liegen am Südwestrand eines Hochs über Skandinavien und Weißrussland. Hier wird mit bodennaher Südostströmung ebenfalls labil geschichtete Warmluft herangeführt. Die übrigen Gebiete im Raum Mitte verweilen in einer Zone mit relativen Absinkvorgängen.
Am SONNTAG ändert sich an der großräumigen Konstellation wenig. Bei bodennah flacher Druckverteilung hält die Zufuhr von feucht-labil geschichteter Warmluft an. Schwerpunkt der Konvektion zunächst auch wieder im Südwesten und Westen, Tagesgang unterstützt gesellt sich
der Norden und Osten ab Mittag dazu, somit steigt in der gesamten Republik rasch die Wahrscheinlichkeit für hochreichende Labilität.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann mäßige bis gute, in einem Streifen vom südlichen Emsland nach Brandenburg örtlich auch sehr gute Thermik erwartet werden, diese wird jedoch nach Norden sowie im Südwesten durch Überentwicklungen gestört sein.
Am SONNTAG kann sich mäßige, im Südwesten auch gute Wolkenthermik ausbilden, die jedoch im Nachmittagsverlauf durch häufige
Überentwicklungen gestört sein wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich in der Mitte und im Osten/Nordosten mäßige bis gute Cu-Thermik entwickeln. Im Westen und Südwesten werden die Thermikansätze von zunehmender Abschirmung sowie Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Südwesten kaum nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen. Richtung Nordosten meist mäßige, lokal gute Thermik, jedoch ab dem Mittag mit zunehmendem Potential für Überentwicklungen!
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Südwesten wegen der Abschirmungen keine nutzbare Thermik. Weiter nach Osten mit zunehmenden Auflockerungen mäßige, über den Bergländern zum Teil gute Thermik. Nachmittags im Alpenraum örtliche Überentwicklungen.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Thermik, sonst wegen der zunehmenden Abschirmungen und Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik. Im Südwesten keine Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 


Peter H. Braasch
DG Flugzeugbau
Bürklin
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