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Saturday, 15. May 2021 Tim Shirley reports: Australia records impressive cross-country statistics in a difficult season translate news

Although we didn't get the usual international visitors in this difficult time, and there were some periods of bad weather, there was a successful gliding season in Australia.  4 flights over 1000km including Peter Temple going 1312km, and Mark Paterson 1216, also Tobi Geiger and Norm Bloch made over 1000km.  Pilots logging the most points were Norm Bloch from Beverley, and Mark Bland and John Orton, from GCV.  The best clubs were Gliding Club of Victoria just ahead of Beverley Soaring Society, and Lake Keepit Soaring Club.  The locations with the best results were Benalla in Victoria, and Temora and Lake Keepit in NSW.  In the new "Rookie" event for those pilots who have not yet logged a 300km flight, the best performer was Glenn Gore-Brown from Kingaroy, with Alex King and Tim Duty from Bathust also performing well. 
Because the pandemic meant that travel even within Australia was restricted, it was harder for pilots to travel for traditional competitions and so the OLC was a great way to compete in our sport.  In total for the season, 458 pilots logged 4549 flights on OLC, for a total of 1,353,254 kilometres and 1,429,998 OLC points.  These figures are only slightly lower than in 2020, which indicates that Australian pilots stepped up to fill the gap left by the lack of overseas visitors.
In southern Australia we now head into the winter season, while in the northern parts cross-country flying can continue all year and we expect to see plenty of ongoing activity.
 
Peter Temple - Convergence
line at 15000ft cloudbase
Glenn Gore-Brown
- Top Australian Rookie
Norm Bloch - top overall
points score

 

Tim Shirley is the new partner of the OLC for Australia. If anyone doesn't know him yet ... this is Tim: He has been flying gliders for over 40 years and has logged over 2500 flight hours.  Active in the Gliding Club of Victoria, he flies his ASW28 regularly and claims many flights in the OLC.  He has competed in various regional and national championships and has been a Competition Director and scorer many times as well, most recently as the Chief Scorer for the Wold Chambionships at Benalla in 2017
The OLC looks forward to working with Tim :-)

 


Friday, 14. May 2021 Hammertage in den Alpen – Die Spitzenpiloten im Interview translate news

„Solche Wetterlagen gibt es vielleicht alle zehn Jahre“, schätzte Markus Gusenleitner nach seinem 1800-Kilometer-Flug am Dienstag von Wiener Neustadt aus. Dabei hatte es schon am Montag zu Rekordstrecken gereicht. Da hatte Mathias Schunk 1643 Kilometer von Königsdorf aus geschafft. Auf seiner Anmeldung standen 1700 Kilometer, und die wären wohl auch drin gewesen, hätte es an der zweiten Wende weit in den Westalpen nicht schon stark geregnet.

Markus Gusenleitner

Das Windfeld dieses Superföhns hatte sich von Montag bis Dienstag langsam über die Alpen nach Osten wegbewegt. Mathias Schunk: „Die beste Periode war wohl von Montagmittag bis Dienstagmittag. Aber wir fliegen nachts ja nicht.“ Gute Leewellen bildeten sich am Montag weiter in den Ostalpen tastsächlich erst am Nachmittag aus.
 

Lilnks: Markus Gusenleitner fliegt mit einem Ventus 2CM von Wiener Neustadt aus.

Unten: Mathias Schunk in seinem Quintus M. / Yves Gerster startet mit seiner JS1 in Courtelary.

 

 

Die Lage am Montag passte Mathias Schunk aber schon gut ins Konzept: „1700 Kilometer über vier Schenkel gehen von Königsdorf aus nur mit einem Westabflug.“ Und dafür suchte er dann die erste Wende nach vielen Analysen von Wellenflügen in den Westalpen weit in einem Bereich, der für ihn absolutes Neuland bedeutete. Mathias: „Soweit im Westen war ich wellentechnisch noch nie.“ Und trotzdem: „Die erste Strecke, bis fast an den Genfer See, war fast unproblematisch, lediglich nördlich von Eiger, Mönch und Jungfrau, wo ich unter Flugfläche 130 sinken musste, gab es mal einen kurzer Hänger.“ Zurück nach Osten ging’s dann mit deutlicher Rückenwindkomponente in Rekordgeschwindigkeit: Nach nur einer Stunde waren 250 Kilometer abgespult.

Gleich am Montagmorgen nutzte Yves Gerster die Westkomponente aus dem Jura, von Courtelary aus. Für den Einstieg hatte er einen langen F-Schlepp durchs Schweizer Mitteland in Kauf genommen. Für den Welleneinstieg am Urmi-Berg brauchte er nach dem Klinken auch noch einen langen Gleitflug. Yves war sich aber sicher: „Der Welleneinstieg bei Luzern am Vierwaldstätter See ist der tiefste, den ich kenne. Und er ist sehr sicher.“

War seine 1500-Kilometer-Strecke dann fest geplant? Yves: „Zum Schlepppiloten habe ich am Morgen gesagt, es könnten 1500 Kilometer werden. Aber die Wendepunkte habe ich nicht genau geplant.“

Im Bereich Brenner kehrte er wieder um und damit in einer Zeit zurück in die Schweiz, in der aufgrund militärischer Flüge maximal Höhen bis 3950 Meter erlaubt sind. Schon östlich des Rheintals ging es deshalb ungemütlich tief herunter. „Bei der starken Bewölkung war es schwierig den Wellenanschluss zu halten. Ich habe noch weit in den Alpen versucht, im Hangflug durchzukommen. Das war aber wegen der teils aufliegenden Bewölkung nicht möglich.“ Die Rettung waren dann mit einem deutlichen Abstecher nach Norden die Churfirsten am Walensee. Yves: „Die haben gut funktioniert. Ich konnte dann ab Mollis eine Wellenlinie nutzen und auf direktem Weg ins Hauptsystem.“ Später am Nachmittag – das Militär macht um 16 Uhr Feierabend – erhielt er sogar sehr großzügige Freigaben. Yves: „Das ging bis Flugfläche 250, also rund 7500 Meter.“

Nur der Heimflug nach Couterlary war trotzdem alles andere als unproblematisch. Yves: „Die Front hatte beim Abflug aus den Alpen Courtelary schon erreicht, es regnete und das Mittelland bedeckten unterschiedlich hohe Wolkenschichten. Ich hatte schon mit einer Landung in Bern beziehungsweise in Grenchen gerechnet. Dann gab es aber eine kleine Lücke, die erlaubte, runterzugehen. Ich bin schließlich in strömendem Regen gelandet.“ Nach 1500 Kilometern!

Mathias Schunk hatte es auf dem zweiten Westschenkel nach dem flugsicherungsbedingten Abtauchen unter 3950 Meter erheblich schwerer, wieder Anschluss zu finden. Im Lee der höchsten Berge, Eiger, Mönch und Jungfrau, verbastelte er eine ganze Flugstunde! Der Rechner sagte ihm sogar, dass er in der Zeit rückwärts geflogen sei. Mathias: „Diese 60 Minuten waren schon sehr anstrengend!“ Wieder oben, lag die Wende im Westen schon voll im Regen und war nicht mehr anfliegbar.

Auf die letzten Kilometer zur Vollendung von freien 1700 Kilometern verzichtete er dann zugunsten einer sicheren Landung in Königsdorf. Am nächsten Tag sollte es ja noch einmal sehr gut werden.

Und das nutzte Markus Gusenleitner so richtig aus. Ganz bewusst? Markus: „Mit 1500 Kilometer hatte ich schon gerechnet, aber mit 1800, nein!“ Der Erfolg stellte sich in dem spannenden Mix von Wellen- und Hangflug ein. Die Streck bis zur ersten Wende bei St. Anton erfolgte dank Leewellen im oberen Höhenband. Markus: Ich hätte den Schenkel noch bis Liechtenstein ausdehnen können, die Parseierspitze erreichte ich aber in einer ungünstigen Höhe für den Weiterflug. Um keine Zeit zu verlieren, habe ich dort umgedreht. Schon ab Innsbruck lief es nicht mehr optimal, weiter nach Westen gab es sehr starkes Sinken.“

Und warum ging es nach Innsbruck dann nur noch im Hangflug weiter? Markus: „Ich habe die Wellenaufwindbänder schlicht verloren, andererseits ist Hangflug meine Spezialität. Ab Dachstein waren nach Osten wohl auch keine Wellen mehr vorhanden.“

Welch konfuses Wolkenbild die Wellen weiter im Westen abgeliefert haben, hat Wellenflugnovize Konrad Mahlknecht bei seinem Flug von Kufstein aus mit eindrucksvollen Fotos festgehalten. Markus: Ja, der Flug ist optisch ein Leckerbissen.“

Ab Trieben im Hangflug weiter nach Osten zu fliegen, ist dann auch nicht mehr jedermanns Sache – in geringer Höhe den Bergflanken entlang, ohne Aussicht auf befreiende Fluchtmöglichkeiten wie im Bereich Pinzgau, Salzach- oder Ennstal.

Markus: „Ja, das sieht dort wirklich grimmig aus. Das würde ich auch keinem Anfänger empfehlen. Es hat viele Jahre Arbeit gekostet, sich dem Gebiet so zu nähern, dass man dort sicher am Hang fliegen kann.“

Untertreibt Markus Gusenleitner dann nicht ein bisschen, wenn er seinen Flug so zusammenfasst: „Ich bin noch nie ein 1000er geflogen, das so einfach war wie dieser Flug. Es war alles sehr unspektakulär. Der Wind war nicht so stark und man konnte in großem Abstand vom Hang fliegen. Im Ennstal war es überhaupt nicht turbulent. Weiter im Osten, im Großraum Hochschwab sah es schon anders aus. Da bin ich einmal richtig durchgeschüttelt worden. Im Cockpit hat es alles umeinander gewirbelt. Ich hatte danach auch keine Kamera mehr. Die Kontrolle habe ich aber für keinen Moment verloren. Das Flugzeug hat sich nie umgedreht!“

Der weiteste nächste westliche Wendepunkt war der Wilde Kaiser. Markus: Das war eine Komfort-Entscheidung. Das Inntal kanalisiert ja sehr stark und ab Kufstein ist es oft schwierig, weiterzukommen.“

Ohne Frage sind solche langen Flüge in extremen Bedingungen physisch sehr anstrengend, auch wenn Markus Gusenleitner seinen unterhalb der eines 700er Thermikflugs einordnet. Mathias Schunk verzichtete für sein 1700er Vorhaben auf den Sonntagsflug, um ausreichend Kraft zu schöpfen und sein Flugzeug vorzubereiten. Am Dienstag war er auch wieder in der Luft, hatte aber erneut die Wende zu weit in den Westen gelegt. „Hätte ich früher gedreht,

wären vielleicht 2000 Kilometer drin gewesen. Aber ob ich überhaupt noch die Fitness für solch einen langen Flug gehabt hätte, wäre wieder eine andere Frage gewesen.“ Die Fitness ist ebenfalls bei Yves Gerster ein Thema: „Nach dem Flug vom Sonntag versuchte ich so schnell wie möglich ins Bett zu kommen, um für den Flug am Montag wieder fit zu sein."

Und was kommt jetzt? Mathias Schunk ist für die Alpen sicher: „Die 2000 Kilometer über sechs Schenkel sind prinzipiell möglich und auch die über vier nicht ganz auszuschließen!“

Gerhard Marzinzik


Friday, 14. May 2021 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 14.05.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bestimmt ein Tief mit seinem Zentrum westlich der Britischen Inseln das Wettergeschehen. Mit westlicher Strömung fließt erneut feuchte und labil geschichtete Luft ein. Im Tagesverlauf erfasst das zugehörige Frontensystem Deutschland von Westen her. Der Schwerpunkt der konvektiven Ereignisse wird dabei über Norddeutschland erwartet.
Am SONNTAG verweilt Deutschland rückseitig der nach Osten abgezogenen Okklusion im Einfluss feucht-labiler Luft, die in Verbindung mit einem Höhentrog von teils kräftigen konvektiven Erscheinungen begleitet wird.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG im äußersten Südosten teils mäßige bis gute Wolkenthermik, allerdings durch Überentwicklungen stellenweise gestört. Im übrigen Bereich wird aufgrund von Abschirmung, Regen und häufig auftretenden Schauern und Gewitter kaum nutzbare Thermik erwartet.
Am SONNTAG in der Osthälfte mäßige, am SONNTAG teils auch mäßige bis gute CU-Thermik, allerdings am SONNTAG durch einzelne Überentwicklungen gestört. Ansonsten aufgrund der Häufigkeit der Schauer und Gewitter kaum nutzbare Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG aufgrund zahlreicher Überentwicklungen und aufkommendem Fronteinfluss kaum nutzbare Thermik. Östlich des Thüringer Waldes geringere Schauer- und Gewitterneigung, hier bestehen lokal nutzbare Thermikchancen.
Am SONNTAG bei zahlreichen Überentwicklungen und kaum nutzbare Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik, häufig durch Abschirmung und Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Monday, 10. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 08./09.05.2021 translate news

Generalprobe. Bevor am kommenden Wochenende endlich die Ligen starten, bot das vergangene nochmal die Möglichkeit für eine "entspannte" Trainingsrunde. War die vorangegangene Wetterphase noch vor allem durch kühle Luft geprägt, sollte am Sonntag (zumindest vorübergehend) der Hochsommer ausbrechen, kräftiger Warmluftadvektion und Wind inklusive.
Samstag:
Ganz markant lassen sich im Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) drei Bereiche ausmachen: Im Vorfeld eines kräftigen Tiefs vor Irland erreichte der ausgedehnte Cirrenschirm einer Warmfront bereits den Westen und Nordwesten Deutschlands. Bis an Rhein und Neckar sickerte dahinter auch tiefere Feuchte ein, davor floss schon die wärmere, vor allem aber trockenere, Luftmasse in den Süden und verdrängte die Kaltluft der Vortage in den Nordosten. Die Luftmassen zeigen ihre Unterscheide vor allem in der Feuchte und Entwicklung: Während im Süden und Südosten kaum noch oder gar keine Quellungen mehr auszumachen waren, war die Thermik im Nordosten bis weit nach Polen hinein homogen gezeichnet. Diese Dreiteilung im Wetter läßt sich dann auch ganz deutlich in den Flugspuren wiedererkennen.
Sonntag:
Hinter der Warmfront, deren letzte Reste über die Ostsee abzogen waren, hatte sich jetzt die Warmluft überall durchgesetzt. Abgesehen von Cirrenfeldern und einigen Überentwicklungen an der Grenze zu den Niederlanden zeigten sich um 12UTC in der trockenen Warmluft noch keine Cumuli. Typisch für die Luftmasse sollte es lange brauchen, bis es durchgeheitzt hatte. Dann gab es im Südwesten durch eine leichte Labilisierung sogar noch einige, hohe Cumuli, die sich teilweise auch in linienhaften Strukturen aufbauten. Häufiger waren dagegen die Cirren, die sich im Laufe des Thermiktages noch weit nach Osten ausbreiten konnten. Im Westen störte der kräftige Wind -, aus südsüdwestlichen Richtungen kommend, bot er aber auch die Chance, an die Hänge zu gehen. Die verschiedenen Optionen kann man - vor allem bei den relativ wenigen Flügen - ebenfalls gut in den Flugspuren wiederfinden.
Wer hat was draus gemacht?
Es wäre eine interessante Liga-Runde gewesen, mit gleich mehreren Optionen auf schnelle Schnitte: Samstag unter den Wolken im Nordosten oder am Sonntag entlang der Hänge, in den Alpen oder mit den späten Labilisierungen. Tatsächlich konnte im Vergleich der Hang am Sonntag nicht mithalten, aber beide Wochenendtage waren, was die OLC-Speed anbelangt, fast gleichwertig. Der Samstag bot mehr Piloten die Möglichkeit, auf das gute Wetter zuzugreifen. So verteilen sich die Startplätze der schnellsten/punkthöchsten Flüge des Speed-OLC zwischen Walsrode über Burg Feuerstein bis nach Königsdorf. Mit einem reinen Blick auf die Speed war als Schnellster Horst Singer von Bamberg aus unterwegs. Mit etwas Rückenwind ging es direkt entlang des Erzgebirges und nach einem kurzen Abstecher in die Oberlausitz schaffte er in den 2,5h rund 352km, was einem Schnitt von 141,12km/h enspricht. Er muss sich indexbedingt allerdings mit Tagesplatz 3 begnügen, denn Frerk Frommholz kam - ebenfalls direkt vom Start weg und in Richtung Osten - zwischen Soltau, Stettiner Haff und zurück in die Uckermark mit durchschnittlich 140,27km/h voran. Im Vergleich der Kurbelanteile schafft Frerk (13%) einen deutlich geringeren Wert als Host (22%). Nochmal weniger Kreise brauchte Bernd Goretzki, der es vom Fläming bis weit nach Polen hinein auf einen Anteil von gerade einmal 7% bringt. Mit 933km erreicht er auch den weitesten Flug des Wochenendes.
Deutlich flächiger - und damit punkthöher bewertet - flogen aber gleich eine ganze Reihe weiterer Piloten, von denen Robin Förster den punkthöchsten Flug erreicht. Auch wenn er sich noch mehr Flugzeit gewünscht hätte, die ihm die Warmluft aber nicht gönnen wollte. Lange bzw. weite Flüge waren in der Warmluft dann am Sonntag eher untypisch. Mit Zugriff auf die Alpen waren aber auch hier gute 8h Flugzeit möglich, die u.a. Lisa Scheller und Arne Neumayer für Flüge jenseits der 700km nutzen konnten.
In den Bergen konnte dann auch Simon Schröder die Speed fliegen, die ihn auf den zweiten Tagesrang brachte. Dem Barogramm nach hatten die Berge wohl am späten Nachmittag endlich durchgezündet. Seine Wertungszzeit begann mit einem Höhensprung von fast 2000m am Montafon. Gleich mindestens ein Stockwerk höher als davor ging es bis über das Reusstal in der Schweiz und von dort auf Gegenkurs zurück. Die 2,5h Wertungszeit waren dann erst beim Ausflug aus dem Bergen zu Ende. Simon schaffte so einen Schnitt von 131km/h. Schneller war an dem Tag - und am ganzen Wochenende - nur Matthias Sturm.
Vergleichsweise spät von Winzeln aus gestartet ging es gegen 13Uhr (MESZ) bereits auf rund 2500m MSL. Sein Speed-Wertungsflug begann gegen 14Uhr und aus dem mittleren Schwarzwald heraus wendete er auf seinem ersten Schenkel erst kurz vor Heilbronn - auch hier bei vergleichbaren Arbeitshöhen. Im weiteren Jojo-Verlauf ging dann zwischen Freudenstadt und Bad Wildbad in der Spitze sogar 2x auf knapp 3000m. Am Ende konnte er die Bedingungen in 143km/h ummünzen. Es wäre sicherlich von den Wertungen her eine interessante Runde gewesen, aber jetzt richtet sich der Blick nach vorne auf kommendes Wochenende, wenn Ligen ihre Rennen aufnehmen. Wettertechnisch ist nach dem Sommer-Intemezzo erstmal wieder Tiefdruck angesagt, bei der eine wellende Front eine Hauptrolle einnehmen wird - mal sehen, wo die zum Ligastart liegen wird. Man darf gespannt sein ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

Saturday, 08. May 2021 Speed, Speed, Speed translate news

Ab nächstem Wochenende heißt es wieder: Wer schafft die schnellsten zweieinhalb Stunden? Oder besser: Welches Dreier-Team eines Vereins? Nach kurzer Corona-Verzögerung und jetzt hoffentlich gut trainierten Piloten startet die Segelflug-Bundesliga in die Saison 2021.

Ist dein Club auch Liga orientiert? Die zwei großen S, Speed und Spannung, werden dann für 15 Wochenend-Runden das Clubleben

Wer kann im Oktober so jubeln wie hier die Rintelner bei der  Bundesliga-Sieger-Feier 2019?  
Foto: Stefan Harries

bestimmen. Aufgabe wird sein, drei Piloten ganz nach vorn zu bringen, jeder sollte in zweieinhalb Stunden während eines Fluges eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Zum Pilotenkönnen ist dann auch Teamgeist gefragt, schließlich geht es in der Liga-Wertung um die Vereinsleistung. Da sind alle Streckenflieger gefordert, die Junioren in ihrer eigenen U25-Wertung mit zwei Piloten. Also alle schon mal eingestimmt? Die Unterstützung im Vereinsumfeld organisiert, sattelfest in den Regeln, fit in ihrer Anwendung für die Flugtaktik? Nach den Flügen kann man dann an den Sonntagabenden der Auswertung entgegenfiebern.

Mit der Meldung der Flüge im OLC nimmt man automatisch teil. Einsteiger-Vereine fliegen in der Liga ihres Bundeslandes, der Quali-Liga und die Qualifizierten in der zweiten Liga beziehungsweise der Bundesliga.

Wir hoffen, dass die Zeit seit Lockerung der Corona-Einschränkungen gereicht hat, damit auch alle Ligapiloten ihre obligatorischen Überprüfungs- und Gewöhnungsflüge und noch etwas Speedtraining absolvieren konnten.

Wir wünschen allen Mannschaften schöne und schnelle Flüge.

Euer OLC-Team:

Gerd Peter Lauer
AC Lichtenfels

 
Heiko Hertrich
LSC Bayreuth

 
Gerhard Marzinzik
LSV Neuwied

 
Martin Petz
LSV Papenburg

 

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

 


Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Saturday, 01. May 2021 Contour flight in southern England translate news

With this barogram you rub your eyes first. For around two hours, the writing crawls almost inseparably across the site. It's a great piece that Roger Barber delivered on Thursday. With his Nimbus 4T Roger covered the morning part of his flight between Portmouth and Eastbourne, often at an altitude of only 50 to a little over 150 m above the terrain. If you want to recognize this ridge in southern England as a hillside flying area, you have to look very carefully.
For a long time Roger Barber only reached his greatest height when he took off from the Lasham gliding center: 1500 meters. That was enough to reach the ridge to the south. Roger: “The ridge actually worked better than expected and for longer than predicted. Because actually the wind should die by late morning.” After that, Roger almost gave up: “It didn't look good to the west.” But then it actually went well, and in the end it was no longer a problem, to fly back to Lasham. The counter then showed 775 kilometers and an average speed of 97.5 kph.
Gerhard Marzinzik


Saturday, 01. May 2021 Konturenflug in Südengland translate news

Bei diesem Barogramm reibt man sich erst einmal die Augen. Für rund zwei Stunden kriecht der Schrieb nahezu untrennbar übers Gelände. Es ist schon ein tolles Stück, das Roger Barber da am Donnerstag abgeliefert hat. Von den 775 Tageskilometern mit seinem Nimbus 4T hat Roger den morgendlichen Teil im Hangflug zwischen Portmouth und Eastbourne zurückgelegt, oft in nur 50 bis etwas über 150 m Höhe über dem Gelände. Wer die genutzte fast unscheinbare Hügelkette vor der Küste Südenglands als Hangfluggelände erkennen will, der muss schon sehr genau hinsehen.
Seine größte Höhe erreichte Roger Barber für lange Zeit allein mit dem Start im Segelflugzentrum Lasham: 1500 Meter. Das reichte, um den Höhenzug im Süden zu erreichen. Roger: „Die Hügelkette funktionierte sogar besser als erwartet und länger als vorhergesagt. Denn eigentlich sollte der Wind schon am späten Vormittag abklingen.“ Danach hätte Roger fast aufgegeben: „Nach Westen sah es gar nicht gut aus.“ Aber es ging dann sogar gut, und am Ende stellte es auch kein Problem mehr dar, wieder nach Lasham zurückzufliegen. Auf dem Zähler standen dann 775 Kilometer und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 97,5 km/h.
Gerhard Marzinzik


Thursday, 29. April 2021 Between the seas translate news

Once across Denmark. Yes, it is possible with a glider and not even slowly. On Wednesday Mads Lykke from Vejle Gliding Club showed how to do it. He made 460 kilometers with his ASH 26E between Tondern, abeam Sylt, and north of Aarhus in Djursland. His average: 102 kph. "Really fun trip. Cool! ” Mads commented in the OLC. A convergence over Djursland, the peninsula in the east of Jutland, had given the boost, over Jutland it had overdeveloped.
Gerhard Marzinzik


Thursday, 29. April 2021 Zwischen den Meeren translate news

Einmal längs über Dänemark. Ja, ist im Segelflug möglich und das nicht einmal langsam. Am Mittwoch zeigte Mads Lykke vom Vejle Segelflugclub wie es geht. 460 Kilometer spulte er mit seiner ASH 26E zwischen Tondern, querab Sylt, und nördlich Aarhus ab. Sein Schnitt: 102 km/h. „Really fun trip. Cool!“ kommentierte Mads im OLC. Eine Konvergenz über Djursland, der Halbinsel im Osten Jutlands, hatte den Schub gegeben, über Jutland selbst hatte es überentwickelt.
Gerhard Marzinzik


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