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Tribute to Barron Hilton Thursday, 24. June 2021 translate news

To win the Barron Hilton Cup once, who didn't want that! The price was in great demand. And even today, the BHC (1991 to 2009) is surrounded by an awesome murmur, it has gone down in the history of the competition in legendary fashion. Barron, the hotel magnate, has invited the winners and gliding world champions to the Winners Camp at his Flying M ranch in Nevada year after year. For the invited pilots a great week of common activities and flying under heavenly circumstances was on the program.

Two sponsors of gliding: Barron Hilton and Reiner Rose at the last Winners Camp 2009 on the Flying-M-Ranch.

The Barron Hilton Cup now lives on as a challenge at the OLC, keeping the idea of ​​Barron Hilton and his gliding friend Hannes Linke alive: What is needed is the largest declared FAI triangle.

It is an homage by the OLC to Barron Hilton and Hannes Linke – and at the same time the OLC is ignoring his philosophy of free flights. In the OLC, performance evaluation of a flight should not be a bet on the weather forecast, like it is if you declare a task before take off. After all, the success of a declared task depends crucially on whether the forecast for the flight area is correct. If you strive for the daily maximum, you have to declare your turn points correctly early in the morning. If the forcast goes wrong you can’t fly the task and your flight does not count even it is a big one.

Hannes Linke was a close friend of Barron Hilton den Cup and commited himself for the Challenge.

And yet it is exciting to see what is possible with meticulous preparation and good pilot performance. Many pilots also use the declaration of their flights to prepare for central competitions, and here too it is not uncommon to come to terms with weather forecasts that are not suitable in the end.

In the OLC, it is not so tragic if the declared task cannot be completed as planned for the BHC, it is definitely included in the OLC Plus rating. And then it can even end up in first place for the day.

So: Write the daily plan as an FAI triangle in the logger and in the evening see whether it was enough for the 1st place on the day in the Barron Hilton Challenge. It's now easier with simplified documentation requirements. But watch out: Loggers that are recognized by the IGC for the documentation of all flights must be used. The start and end points must not be more than 1000 meters in height apart and the triangles must comply with the 28 percent rule up to 500 kilometers in size, and the 45/25 percent rule of the IGC beyond. The rules for circumnavigating the turning points are now clearer, now the 90-degree sector with a keyhole applies. All flights are scored with an index in one "class".

Gerhard Marzinzik


Hommage für Barron Hilton Thursday, 24. June 2021 translate news

Einmal den Barron Hilton Cup gewinnen, wer hat das nicht gewollt! Der Preis war heiß begehrt. Und noch heute umgibt den BHC (1991 bis 2009) ein ehrfürchtiges Raunen, er ist einfach legendär in die Wettbewerbsgeschichte eingegangen. Barron, der Hotelmagnat, hat die Sieger und Segelflug-Weltmeister Jahr für Jahr zum Winners Camp auf seine Flying-M-Ranch in Nevada eingeladen. Für die Eingeladenen stand eine tolle Woche gemeinsamer Unternehmungen und Fliegen unter paradiesischen Umständen auf dem Programm.

Zwei Förderer des Segelflug: Barron Hilton und Reiner Rose beim letzten Winners Camp 2009 auf der Flying-M-Ranch.

Im OLC lebt der Barron Hilton Cup nun als Challenge fort und hält damit die Idee von Barron Hilton und seines Segelflugfreundes Hannes Linke lebendig: Gefragt ist das größte angemeldete FAI-Dreieck.

Es ist eine Hommage des OLC für Barron Hilton und Hannes Linke. Der OLC schert mit der Barron Hilton Challenge zugleich aus seiner Philosophie der freien Flüge aus. Im OLC soll mit Fluganmeldungen ja gerade nicht eine Wette aufs Wetter oder besser die Wettervorhersage in die Leistungsbewertung eines Fluges eingehen. Schließlich hängt das Gelingen eines angemeldeten Fluges entscheidend davon ab, ob die Vorhersage für das Fluggebiet zutrifft. Wer das Tagesmaximum anstrebt, muss bei einer Anmeldung seine Wenden früh morgens richtig setzen. Hockt er dabei einem Irrtum der Vorhersage auf und überreizt, zählt auch ein noch so großer Flug nicht.

Hannes Linke managte als enger Freund von Barron Hilton den Cup und fädelte die Challenge ein.

Und trotzdem ist es spannend zu sehen, was mit akribischer Vorbereitung und guter Pilotenleistung möglich ist. Viele Piloten nutzen die Anmeldung ihrer Flüge denn auch, um sich auf zentrale Wettbewerbe vorzubereiten, auch da gilt es ja nicht selten, mit am Ende nicht passenden Wettervorhersagen klarzukommen.

Im OLC ist es auch nicht ganz so tragisch, wenn der angemeldete Flug nicht wie geplant für die BHC absolviert werden kann, in die OLC-Plus-Wertung geht er auf jeden Fall ein. Und da kann er dann sogar auf Tagesplatz 1 landen.

Also: Den Tagesplan als FAI-Dreieck in den Logger schreiben und am Abend sehen, ob es für den 1. Tagesplatz in der Barron Hilton Challenge gereicht hat. Jetzt geht es leichter mit vereinfachten Dokumentationsanforderungen. Aber aufgepasst: Es müssen Logger genutzt werden, die von der IGC für die Dokumentation aller Flüge anerkannt sind. Anfangs- und Endpunkt dürfen nicht mehr als 1000 Höhenmeter auseinanderliegen und die Dreiecke müssen bis 500 Kilometer Größe der 28-Prozent-Regel, darüber hinaus der 45/25-Prozentregel der IGC entsprechen. Die Regeln der Wendepunktumrundung sind nun übersichtlicher, jetzt gilt der 90-Grad-Sektor mit Schlüsselloch. Gewertet wird mit Index in einer „Klasse“.

Gerhard Marzinzik


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 6. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 19./20.6.21 Monday, 21. June 2021 translate news

Irgendwie ist die Atmosphäre auch nichts anderes als ein Schnellkochtopf. Heizt man zu viel und hält das Ventil zu, fliegt einem dann irgendwann der Deckel um die Ohren ...
Die Vorwoche hatte die Aufgabe des Deckels ein Hoch über Osteuropa übernommen, während die Sonne immer mehr Energie in das System gepumpt hat und der Boden als Heizplatte fungierte. Dabei hatte sich der Deckel nach und nach begonnen, anzuheben, wie viele Flüge gerade aus der zweiten Wochenhälfte zeigen, wo man in den Barogrammen die Tag für Tag ansteigenden Basiswerte beobachten konnte.
Samstag: Auch der Samstag stand noch voll im Zeichen der inzwischen sehr heissen und zunehmend labilen Luftmasse, die vor allem noch im Osten und Süden lag. In den Westen/Nordwesten war in der Nacht tatsächlich etwas "Kaltluft" eingeflossen, wie man sie eigentlich korrekterweise nennen müsste, auch wenn sie eigentlich eine "nur ein bisschen weniger heisse Luft" war. Die war etwas stabiler, während die richtig heisse Luft vor allem im Osten und Südosten mehr und mehr begann überzukochen - gut zu sehen auf der visuellen Aufnahme in Kombination mit den Blitzen von 15 UTC (17 MESZ).
Über West-Frankreich hatte sich zu der Zeit bereits eine Gewitterlinie gebildet, die dann in der Nacht zum Sonntag als "konvektiver Cluster" u.a. dem Westen teils schwere Unwetter brachte.
Die Flugspuren zeigen, dass nicht viele die Herausforderungen der Luftmasse angenommen haben -, aber sie liegen auch weit verteilt, wobei die Linien über der Alb und zwischen Fichtelgebirge und Bayerischem Wald etwas herausragen.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 15 Uhr UTC


Sonntag: Die Reste des Clusters der Nacht zogen am Sonntag dann in Richtung Ostsee ab. Zurück blieb eine häufig dampfige, weiterhin sehr warme Luftmasse. Im Einfluss eines kleinen Tiefs über BeNeLux hatte die Südwestströmung vorübergehend etwas zugenommen. Während vor allem über dem Süden teils dichte Cirrenschirme (Reste eines weiteren Clusters über dem Golf von Genua) zogen, konnten sich vom Westen bis in den Norden ein durchaus positives Himmelsbild entwickeln. Die Niederschläge der Nacht hatten aber zur Folge, dass die Bedingungen nicht unbedingt mit der Optik mithalten konnten.
Zumindest einige Flugspuren im Nordwesten zeigen, dass die Reihungen im Wind genutzt werden konnten - oder man nutzte quer zum Wind die Hänge.

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15 Uhr UTC

Wer hat was draus gemacht?
Die Verteilung am Samstag zeigt, dass in vielen Regionen geflogen und gepunktet werden konnte. Und blickt man auf die Flüge vom Sonntag, zeigt sich ebenso, dass die Runde bereits mit dem Zwischenstand vom Samstag-Abend weitgehend entschieden war. Immerhin konnten in der Segelflug-Bundesliga 29 Teams und in der 2. Segelflug-Bundesliga 27 Teams Flüge in die Wertung bringen.
Die schnellsten Flüge fanden erwartungsgemäß im Südosten statt. Für einen hohen Schnitt gehörte hier aber dann doch mehr dazu, als über den Kämmen unter den gereihten Cumuli mit hoher Basis entlang zu knallen. Bereits gegen 12 Uhr hatten sich über dem südlichen Bayerischen Wald Cumuli entwickelt, um nur wenig später bereits abzuschauern. Am späteren Nachmittag war dann im Gegenzug der nördliche Bereich bis auf das westliche Erzgebirge mit den Gewittern dran.
So musste also auch das Timing passen. Die Möglichkeiten, zu Beginn nach Süden zu fliegen und anschließend die Speed nach Norden zu machen, zeigen die beiden schnellsten Flüge des Speed-OLC von Marc Fuchs & Ludwig Mehler sowie Max Schiedeck. Von Erbendorf beziehungsweise Schwandorf aus erreichten sie 140,9/138,7km/h. In Speed-Punkten umgerechnet waren dies die beiden Flüge dieser Runde mit mehr als 120 Punkten. Trotz hoher Basis von bis zu 2400m (es ging aber offenbar noch deutlich höher) kamen sie dabei auf einen Kurbelanteil von gut 16%, wobei die mittlere realisierte Steiggeschwindigkeit von rund 2,2m/s trotzdem ein schnelles Vorankommen ermöglichte. Sie führten ihre Teams damit auf Rundenplatz 1 und 2. Für den Rundensieger SFG Steinwald waren noch Michael Buck (114 Punkte) und Reinhold Thoma (108 Punkte) schnell unterwegs. In der Summe erreichten die Oberpfälzer 350 Punkte und lagen damit klar vor dem FLC Schwandorf (339 Punkte), für die neben Max auch noch Hans Buhlmann und Christoph Klenk für die Punkte sorgten. Dritter wurde der FSV Eisenhüttenstadt (329 Punkte), die von dort aus die guten und ebenfalls hohen, Entwicklungen in Richtung Oberlausitz ausnutzen konnten, bevor auch hier am späteren Nachmittag ausblasende Cirrenschirme den Tag beendeten.
Signifikante Änderungen an der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga gab es am Sonntag nicht mehr, zumindest der amtierende Meister aus Rinteln konnte im Hangwind noch einen Platz gut machen und landete hinter dem FSC Odenwald Walldürn auf Platz 5.
Auch in 2. Segelflug-Bundesliga wurden die höchsten Schnitte über den Kämmen im Südosten geflogen, wobei am Schnellsten ein Hannoveraner Team war. Vom Feuerstein aus nutzen Andreas Werscheck & Matthias Reich die guten Bedingungen für einen Schnitt von 131,9km/h (119,4 Punkte) aus. Allerdings war dies die einzige Meldung für die Niedersachsen und so führte Philipp Pollinger (117,4 Punkte) den AC Weiden an die Spitze dieser Runde. Neben Bernd Morawitz zeigt Julius Werner mit einer LS4, dass man auch mit weniger Kreisen schnell vorwärts kommen konnte, denn sein Kurbelanteil lag am Ende bei lediglich 7%. Der AC Weiden (340 Punkte) entschied die Runde damit klar für sich, gefolgt vom AC Pirna. Die in dieser Saison sehr konstant fliegenden Sachsen nutzten anfänglich die Entwicklungen über dem Erzgebirge. Den dort aufkommenden Überentwicklungen entgehend, flogen sie anschließend in die mit fast 2500m Basis noch sehr gut entwickelte Lausitz. Kai Glatter, Uwe Augustin und Franco Fritzsch summieren ihre Punkte auf 306,9, dahinter folgt auf Platz 3 die LSG Hersbruck (292 Punkte). Dass auch die Alpen eine gute Möglichkeit waren, der Hitze zu entfliehen, zeigten die Flüge des AFZ Unterwössen (258 Punkte), die in der Rundenabrechnung knapp vor der SFV Mannheim (252 Punkte) landen.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga führt weiter der FSC Odenwald Walldürn (92 Punkte), die ihren Vorsprung auf den LSV Rinteln (86) um einem Punkt vergrößern können. Das SFZ Königsdorf (75) verdrängt als Dritter die SFG Donauwörth-Monheim (65) auf Platz 4.
In der 2. Segelflug-Bundesliga bleibt es bei dem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pirna (89 Punkte) und dem SFV-Mannheim. Noch punktgleich in der Vorwoche kann Pirna nun einen knappen Vorsprung erfliegen und hat nun die alleinige Spitzenposition inne. Der Abstand zum Dritten SSV Ludwigshafen/Rhein beträgt bereits 25 Punkte.
Die kommende Woche ist von einer Wetterumstellung geprägt und in der zweiten Wochenhälfte schwenkt endlich der Trog durch. Es bleibt aber sehr schwachwindig. Ob, wann und wie sauber die Warmluft und Feuchte ausgeräumt werden, ist daher noch ziemlich offen. Zumindest sehen die ersten Prognosen - bei aller Unsicherheit - zur kommenden Runde wieder verbreitet fliegbares Wetter, aber auch einen neuen Trog als potentiellen Spielverderber. Für Spannung ist also auch beim Wetter weiter gesorgt.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag







 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 18. June 2021 translate news

herausgegeben am 18.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Tief über der Nordsee und Dänemark zieht Richtung Südschweden. Damit dreht die Strömung auf Südwest und die in den letzten Tagen eingeflossene feuchtlabile Warmluft überquert das Vorhersagegebiet ostwärts und beeinflusst am Abend noch weite Teile der Alpen sowie den Osten Deutschlands. Rückseitig hat ein Hoch über der Nordsee die Luft verbreitet abgetrocknet und stabilisiert. Ein weiteres Tief verlagert seinen Schwerpunkt im Tagesverkauf vom Süden Frankreich nordwärts und bringt am späteren Nachmittag und Abend einen weiteren Schwall hochreichen labiler und feuchter Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands.
Diese überdeckt bis SONNTAGmorgen wieder weite Teile im Westen Deutschlands von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Im Osten und Südosten startet der Tag mit trockener Luft und sich abschwächendem Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf formiert sich über dem Westen eine Konvergenz in der hochreichend feuchten und
labil geschichteten Warmluft. Diese kommt in den späten Abendstunden
bis in die Mitte Deutschlands und den zentralen Alpenbereich voran
und bleibt in der Nacht aktiv. Der äußerste Nordosten verbleibt in eher trockener, stabiler, aber heiße Luft und wird weitestgehend von
konvektiven Wettererscheinungen verschont.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten und Süden gute, im Nordwesten mäßige Thermik ausbilden. Die CU-Basen stiegen im Osten auf 1800-2200 m, im Südwesten auf 1500-1800 m und im Nordwesten auf 800-1200 m. Im Osten stören im Tagesverlauf zeitweise Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist in der Westhälfte nur zeitweise mäßige Thermik zu erwarten, häufig stören abschirmende Wolkenfelder und zeitweise Überentwicklungen. Im Osten ist überwiegend gute Thermik zu erwarten, die am Nachmittag von Westen her zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft nur mäßige, örtlich gute Wolkenthermik. Vor allem im Osten und im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Wolkenthermik, teils durch abschirmende Wolkenfelder gestört, nach Westen zu meist bereits vormittags durch Überentwicklungen gestört nach Osten ausbreitend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Thermik. Gebietsweise durch abschirmende Bewölkung und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Thermik, nach Westen hin durch abschirmende Bewölkung gestört. Im gesamten Gebiet durch starke Überentwicklungen gestört, Gefahr einer Gewitterlinie!
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 







 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 28. May 2021 translate news

herausgegeben am 28.05.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee führt mit
schwacher nördlicher Strömung meist trockenere und weiterhin kühle bis mäßig warme Luft heran. Die in den Frühstunden vor allem in der Nordhälfte Deutschlands vorhandene feuchte Grundschicht wird am Vormittag rasch abgebaut. Von Mecklenburg-Vorpommern bis zu den Ostalpen wird die hier zunächst noch etwas feuchtere Luftmasse durch einen südostwärts ziehenden Höhentrog labilisiert. Rückseitig des Trogs wird die Luft im Tagesverlauf dann von Norden her ebenfalls
zunehmend stabilisiert und trocknet ab.
SONNTAG: Am Morgen hat sich der Hochdruckeinfluss in weiten Teilen des Landes durchgesetzt. Damit kann sich die mit einer nördlichen bis nordöstlichen Strömung einfließende trockene Luftmasse weiter erwärmen. Lediglich an den Ostalpen ist noch feuchtere und leicht labile Luft wetterbestimmend, die erst am Abend abgetrocknet wird.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG entwickelt sich aus dem morgendlichen Nebel/Stratus/Stratomulus mäßige bis gute Thermik bei aufgelockerter CU-Bewölkung mit Basis am Nachmittag im Westen zwischen 900 und 1300 m und im Osten bei 1100-1600 m. Im Südosten behindern noch einzelne
Überentwicklungen, küstennah Seewindeinfluss.
Am SONNTAG (nach Auflösung der feuchten Grundschicht im Westen/Nordwesten) abseits der Küsten mäßige bis gute, teils auch
gute Thermik, gebietsweise blau, maximale Arbeitshöhe im Westen am Nachmittag 1200-1600 m, im Osten 1400-1900 m. Im Osten behindern zum Teil Ausbreitungen bzw. Stratocumulusfelder, schwache Schauer sind dort ebenfalls möglich.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Entwicklung mäßiger, vereinzelt auch guter Wolkenthermik, am Nachmittag teils durch Abschirmung gehemmt. Im Osten durch Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: Verbreitet mäßige bis gute Wolkenthermik, am Nachmittag teils durch Abschirmung abgeschwächt. Zwischen Hunsrück, Schwarzwald und Erzgebirge häufig zerrissen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG Richtung Alpen aufgrund Überentwicklungen und Abschirmung keine nutzbare Thermik. Sonst mäßige, durch Überentwicklungen jedoch gestörte Wolkenthermik.
Am SONNTAG gute, Richtung Alpen mäßige Wolkenthermik.
 

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Klaus Ohlmann: Von Serres nach Thessaloniki Wednesday, 26. May 2021 translate news

Klaus Ohlmann fliegt schlicht in einer anderen Liga: Jetzt gelang ihm ein Flug, der für die meisten von uns bislang wohl außerhalb unserer Vorstellung lag. Von Serres in den französischen Seealpen schlug Klaus den Bogen bis tief nach Griechenland und landete nach 15 Stunden Segelflug mit seiner Stemme S10 in Thessaloniki. Ärgerlich dabei: Ein militärisches Beschränkungsgebiet wurde just in dem Moment aktiviert, als ein problemloses Steigen komfortable Höhe versprach. Zehn Minuten mehr wären möglicherweise verhandelbar gewesen.

Für Klaus Ohlmann ist der Flug von Montag, 17. Mai, mit den drei großen Strecken übers Mittelmeer, die einen erst mal schaudern lassen, ein Stück Weg zu seinem „Gesamtkunstwerk“. „Ich arbeite seit drei Jahren daran“, erklärt der Langstreckenspezialist. Dazu gehören die Exploration der Verbindungen zwischen Alpen und Pyrenäen, die mehr als 200 Kilometer von Südfrankreich übers Mittelmeer nach Korsika, der Sprung von dort über die See nach Mittelitalien ins Lee der Abruzzen und dann der Weiterflug in Wellenaufwinden bis tief in den italienischen Stiefel. Am Montag gelang ihm dazu von Kalabrien der Gleitflug über 280 Kilometer Mittelmeer nach Griechenland. Nach insgesamt rund 300 Kilometer Gleitstrecke fand er wieder Anschluss an Wellensysteme.

Geplant hatte Klaus noch etwas anderes und viel lieber wäre er am Wochenende geflogen, da dann die militärischen Lufträume nicht aktiv sind. Vorgesehen hatte er den Start aus dem Zentralmassiv, von Clermont-Ferrand aus, das war aber am Sonntag bei tiefen Regenwolken nicht anfliegbar. Und auch der Abflug von Serres gestaltete sich am Montag hakelig. Nach dem Start musste noch am Platz der Motor ein weiteres Mal helfen. In Hangwind und schwachen, wenig hochreichenden Wellen schleppte sich der Abflug westlich des Buech-Tals über den Chabre und südlich Sisteron über die Vaumuse, dann Cheval Blanc und das östliche Verdon-Tal in die Fayence-Welle, die es dann aber richtig tat.

Vor Bastia auf dem Weg zur Welle über der See. Wind mit 60 bis 70 km/h peitscht das Schaumkronen auf die Wellen. Klaus Ohlmann. Auf dem Copilotensitz der S10 stapelt sich die Seenot-Rettungsausrüstung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus den rund 6000 Metern der Fayence-Welle war der Anflug von Korsika gesichert. Nach zwei Traversierungen war das kein Neuland mehr für Klaus. Die Nordspitze der Insel erreichte er in 2100 Metern. Dort warf er sich aber nicht direkt ins Lee und damit weit über die See, sondern nutzte erst einmal die weniger ausgeprägte Welle gleich über dem Hang des Cap Corse. „Ich kam aus 6000 Meter mit einem eiskalten Motor. Das Risiko im Lee in den Rotorbereich einzutauchen und auf das Triebwerk zurückgreifen zu müssen, wollte ich nicht eingehen,“ erklärte Klaus den eingeschobenen verhaltenen Sicherheitsgewinn über dem Cap.

Das nicht unbeträchtliche Risiko einer Wasserlandung nimmt Klaus auch lieber allein auf sich. Für einen Mitflieger möchte er hier nicht verantwortlich sein. Wenn man bei Windgeschwindigkeiten von 60 bi s70 km/h und entsprechendem Wellengang bei dazu wintertiefen Temperaturen zum Wassern gezwungen ist, muss mit allem gerechnet werden. Klaus: „Ich weiß um das Risiko, aber es ist kalkulierbar.“ Und ohne Mitflieger gibt es auf dem zweiten Sitz reichlich Platz für eine Seenot-Rettungsausrüstung.

Die Wetterlagen für solche Flüge sind immer marginal. Die Luftfeuchte kann schnell einen Streich spielen. Bei zu hoher Feuchte versperrt die Bewölkung das Überfliegen und unten hüllt sie im Stau das Relief ein.

Einfach im OLC Wellenflüge anschauen und dort die tragenden Linien für die Kurswahl auszuwerten, das funktioniert für die Flüge außerhalb der Alpen nicht. Es gibt sie schlicht nicht. Klaus orientiert sich an Satellitenbildern und der Wellenvorhersage von Skysight: „Das ist mein Motivationsprogramm“. Für den großen Flug bekam er die Karte aber nicht mehr in sein LX9000. Klaus: „Da habe ich vor dem Start eine halbe Stunde ergebnislos mit meinem iPhone verbastelt.“

Ohne die 11 Minuten Motorlauf bei Neapel wäre es ein 1800-km-Flug. Wieder über Festland. Italien bei Grosseto.

„Wenn es in rund 6000 Metern mit mehr als 75 Knoten bläst, dann ist es meist zu feucht“, hat er die Erfahrung gemacht. „Dann sind die Wellen meist abgeflacht und geben kein gescheites Steigen.“ Im nördlichen Italien blies es sogar mit 100 Knoten, auf seinem Kurs blieb Klaus aber frei von Wolken. Klaus: „Die Lücken in der Föhnmauer zu finden ist die eigentliche Schwierigkeit.“

Die Leewelle vom Cap Corse stand diesmal unter blauem Himmel und brachte ihn auf 6000 Meter. Klaus: „Das Anfliegen der Wellenaufwinde mit Geschwindigkeiten bis zu 350 km/h ist immer eine spannende Sache. Da musst du schon eindrehen, wenn das  erste Steigen kommt, sonst schießt man viel zu weit.“

Die Premiere, Italien von Korsika aus mit leichter Seitenwindkomponente bei Grosseto nördlich von Rom anzufliegen, hat auf Anhieb funktioniert. Klaus konnte so gleich im guten Teil des Apennin in die Leewellen einsteigen. „Von Norden bis zum Gran Sasso gibt es langgestreckte Wellenbänder, das brummt“, hat er auf Erkundungsflügen schon erfahren und festgestellt: „Der Süden ist komplexer, es gibt nicht so viele Aufreihungen. Dort ist die Bewölkung meist auch relativ dicht, dann sieht man die Berge nicht. Und du musst mit einer ungefähren Vorstellung der Struktur zurechtkommen. Sich da richtig zurechtzufinden, ist noch unheimlich viel Arbeit.““

Rennstrecke Schön gezeichnete Welle am Monte Caramolo.

Und genauso war es dann beim großen Flug. Zudem narrte in Süditalien eine ausgedehnte Wolkenwurst, die nur vermeintlich eine Welle anzeigte. „Rund 500 Meter haben gefehlt,“ ärgerte sich Klaus später, „dann hätte der Anschluss geklappt.“ So verbastelte er sich in geringer Höhe über einer unübersichtlichen, weil zugestauten Hügelgruppe und musste in unter 1000 Meter MSL zum Motor greifen. Nach rund zehn Minuten und weiter im Lee stieg die Stemme dann wieder im Laminaren. Trotz des verständlichen Frusts flog er aber weiter. Es ging ja ganz vordergründig auch darum, fliegerisches Neuland auszukundschaften.

Später, tiefer im Stiefelspann gab es sogar eine Freigabe auf rund 7500 Meter. Hoch genug für 300 Kilometer Gleitflug über die Ägäis bis in die ersten Wellen über Griechenland. Auch dort war das Windfeld noch voll etabliert und hat den Flug in Wellenaufwinden bis Thessaloniki weitergetragen.

Klaus ist jetzt voller Zuversicht, dass die 2000 Kilometer in Europa machbar sind und viele andere Zielflüge überboten werden können: der der Gebrüder Herbaud von Vinon nach Marokko und auch der von Hans-Werner Grosse über 1460 Kilometer von Lübeck nach Biarritz. Sein eigentliches Ziel hatte Klaus auch weiter gesteckt, zwar auch in Griechenland, aber wieder im Mittelmeer: Iraklion auf Kreta für 2000 Kilometer Strecke in gerader Linie.

Nach 250 Kilometern Gleitstrecke aus der Stiefelspitze über Korfu. Über Griechenland auf dem Weg nach Thessaloniki.

Die Rückkehr nach Serres war für den Stemme-Piloten nicht das Problem, auch wenn er dafür drei Tage brauchte: Vom überteuerten Thessaloniki teils mit Thermik ins freundliche Dubrovnik, von dort bis an den Alpenrand nach Thiene und dann im „thermischen Genussflug“ über Aosta nach Serres.

Klaus: „Die Stemme ist für solche Vorhaben das ideale Werkzeug. Es gibt kein anderes Flugzeug mit  dieser Gesamtqualität. Mit meiner Antares hätte ich wohl die besseren Segelflugleistungen gehabt, aber für die Rückkehr wäre sehr viel mehr Zeit einzuplanen gewesen. Allerdings können in Zukunft die von Lange geplanten neuen Batterien deutliche Vorteile für derartige Unternehmungen bringen..“

Gerhard Marzinzik


Klaus Ohlmann: From Serres to Thessaloniki Wednesday, 26. May 2021 translate news

Klaus Ohlmann simply flies in a different league: Now he has managed a flight that most of us have probably never imagined. From Serres in the French Maritime Alps, Klaus made his way deep into Greece and landed in Thessaloniki after 15 hours of gliding with his Stemme S10. Annoying: A military restriction area was activated just as easy ascent promised comfortable altitude. Ten more minutes might have been negotiable.

Klaus Ohlmann’s flight on Monday, May 17th, with the three long stretches across the Mediterranean will make you shudder at first. This flight is a part of his “total work of art”. “I've been working on it for three years,” explains the long-distance specialist. This includes the exploration of the connections between the Alps and the Pyrenees, the more than 200 kilometers from southern France across the Mediterranean to Corsica, the jump from there over the sea to central Italy into the lee of Abruzzo and then the onward flight in waves up to deep into the Italian boot. On Monday he succeeded in gliding over 280 kilometers of the Mediterranean Sea to Greece from Calabria. After a total of around 300 kilometers of gliding distance he found connection to the wave lift system again.

Initially Klaus had planned something else and would have preferred to fly at the weekend because the military airspaces are then not active. He had planned to take off from the Massif Central, from Clermont-Ferrand, but that could not be approached on Sunday with deep rain clouds. On the other hand the departure from Serres turned out to be tricky enough on Monday. After the start, the engine still had to help one more time. With ridge soaring and weak waves, which did not reach very high, the departure followed west side of the Buech valley over the Chabre and crossed south of Sisteron over the Vaumuse, then Cheval Blanc and the eastern Verdon valley into the Fayence wave, which then did it right.

Northeast of Bastia on the way to the wave over the sea. Wind with 60 to 70 kph whips the whitecaps on the waves. Klaus Ohlmann. The emergency rescue equipment is piled up on the copilot's seat of the S10.

 

 

 

 

 

 

 

 

The approach to Corsica was secured from around 6000 meters of the Fayence wave. After two traverses, this was no longer new territory for Klaus. He reached the northern tip of the island at 2100 meters. There he did not throw himself directly into the lee and thus far across the sea, but first used the less pronounced wave right above the slope of the Cap Corse. “I came from 6000 meters with an ice cold engine. I didn't want to take the risk of diving into the rotor area in the lee and having to use the engine, ”Klaus explained the cautious gain in safety over the cap.

Klaus prefers to take on the risk of a water landing on his own. He doesn't want to be responsible for a passenger. If you are forced to go into the water with wind speeds of 60 to 70 kph and the corresponding winter temperatures, you have to reckon with everything. Klaus: “I know about the risk, but it's calculable.” And without a passenger there is plenty of space on the second seat for emergency rescue equipment.

The weather conditions for such flights are always marginal. The humidity can quickly play a trick. If the humidity is too high, the clouds prevent you from flying overhead and below they envelop the relief.

Simply looking at wave flight tracks in the OLC and evaluate the supporting lines there for the choice of course, that does not work for the flights outside the Alps. They just don't exist. Klaus orientates himself on satellite images and the wave forecast from Skysight: "This is my motivation program". For the big flight, however, he no longer got the map in his LX9000. Klaus: "I spent half an hour tinkering with my iPhone without any results."

Without the 11 minute engine run near Naples it would be a 1,800 km flight.

Reaching Grosseto in Italy. There are only some kilometers to the line of waves in the lee of the Apennin.

 

"When it blows at more than 75 knots in around 6000 meters, then it is usually too humid," is his experience. "Then the waves are mostly flattened and don't give good climb." In northern Italy it even blew with 100 knots, but Klaus stayed clear of clouds on his course. Klaus: " Finding the gaps in the foehn wall is the real difficulty."

The lee wave from Cap Corse was this time under a blue sky and brought him to 6000 meters. Klaus: “Approaching the wave lift at speeds of up to 350 kph is always an exciting thing. You have to turn in when the fall decreases, otherwise you will shoot far too far. "

The premiere of flying into Italy from Corsica with a slight crosswind component worked straight away. Klaus was able to get into the lee waves in a good part of the Apennin. “From the north to the Gran Sasso there are elongated wavebands that are buzzing,” he has already learned on exploratory flights and stated: “The south is more complex, there are not so many lines up. The clouds there are usually relatively dense, so you can't see the ridges. And you have to get by with a rough idea of the structure. Finding your way around there is a lot of work. "

Race track Beautifully drawn wave on Monte Caramolo.

And that's exactly how it was with the big flight. In addition, an extensive cloud sausage had fooled him in southern Italy which only supposedly indicated a wave. “Around 500 meters were missing,” Klaus annoyed later, “then the connection would have worked.” So he tinkered at a low altitude above a confusing group of hills that were blocked up and had to take the engine in under 1000 meters MSL. After about ten minutes and further down the leeward, the Stemme climbed again in the laminar. Despite the understandable frustration, he flew on. It was superficially also about exploring new aviation territory.

Later, deep in the south of Italy, Klaus got a clearance to about 7500 meters. High enough for 300 kilometers of glide over the Aegean Sea to the first waves over Greece. There, too, the wind field was still fully established and carried the flight in waves up to Thessaloniki.

Klaus is now full of confidence that the 2000 kilometers in Europe are feasible and many other distance flights can be surpassed: that of the Herbaud brothers from Vinon to Morocco and also that of Hans-Werner Grosse over 1460 kilometers from Lübeck to Biarritz. Klaus had set his real goal further, also in Greece, but again in the Mediterranean: Heraklion on Crete for a distance of 2000 kilometers in a straight line.

After 250 kilometers of gliding from deep Italy over Corfu. In the waves of Greece on the way to Thessaloniki.

The return to Serres was not the problem for the Stemme pilot, even if it took him three days: From the overpriced Thessaloniki, sometimes with thermals, to friendly Dubrovnik, from there to the edge of the Alps to Thiene and then in a "thermal pleasure flight" over Aosta to Serres.

Klaus: “The Stemme is the ideal tool for such projects. There is no other glider with this overall quality. I would have had better gliding performance with my Antares, but I would have had to plan a lot more time for the return. However, the new batteries planned by Lange Aviation could bring significant advantages for such undertakings in the future."

Gerhard Marzinzik


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 2. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 22./23.5.21 Monday, 24. May 2021 translate news

Satellitenbild Samstag, 12 UTC
Satellitenbild Sonntag, 12 UTC
Radar-Bild Samstag
Während der Norden und die Mitte im Einfluss eines Tiefs mit Feuchte und Wind zu kämpfen hatten, konnte man vor allem im Südwesten schnelle Flüge absolvieren.
Samstag:
Auf dem Mitteleuropa-Ausschnitt des Satellitenbildes von 12 UTC (14 MESZ) erkennt man sehr gut die Auswirkungen des Tiefs vor der dänischen Küste: Auf dessen Südseite liegen die Frontensystemen bis hinunter an den Main und - getrieben durch den starken WSW-Wind - erreichten diese dann noch im Laufe des Thermiktages die Oder. Deutlich trockener zeigt sich dagegen die Luftmasse im Süden, dazu war der Wind hier schwächer, sorgte aber dennoch für schöne Reihungen vor allem entlang der Züge, die im Wind lagen, wie der Alb, aber auch dem Erzgebirge.
Der Tag begann im Süden zwar noch mit zahreichen Restfeuchtefeldern und einer östlich von Isar/Regen liegenden Front, aber aus der Feuchte entwickelten sich zügig Cumuli und mit der abziehenden Front weitete sich das Wetter dann auch weiter nach Osten aus. So wundert es wenig, dass das Gros der Flugspuren über dem Süden zu finden ist, und diese vor allem die Reihungen im Wind nachzeichnen. Im Norden eröffnete der Wind zumindest die Hänge des Wiehengebirges als Option.
Sonntag:
Auch am Sonntag sind die hohen Feuchteanteile deutlich erkennbar, die mit der anhaltend kräftigen Westströmung eingeflossen waren. Nachdem über den Süden eine erneute Feuchtewelle hinweg gezogen war, baute sich von Südfrankreich her schwacher Hochdruckeinfluss auf. Allerdings gab es unter der schwachen Inversion immer wieder Ausbreitungen, lokal lagerten sich dazu immer noch Schauer ein. Und auch der Wind machte vor allem über Mitte und Norden den Tag alles andere als einfach.
Im Süden gab das Wetter die Richtung vor: in den sich aufbauenden Hochdruck hinein - und damit auch weg von den dichten Abschirmungen, die sich erneut im Südosten hielten, bevor sie nach Osten abzogen.
Die Flugspuren zeigen, dass - zumindest im Vergleich zum Vortag - nun auch im Westen und Norden Flüge möglich waren. Die schnellsten Linien führten aber weit in den Südwesten, denn vor allem das Jura zeigte sich von der schnellen Seite. Die Reihungen über dem Kamm sind im Mitteleuropa-Satellitenbild noch gut erkennbar (die Bilder des kompletten Tages sind noch bis Dienstag-Abend frei im TopMeteo-Webshop [Prognose-Karten->Sichtbar(VIS)] verfügbar).
Wer hat was draus gemacht?
Auch wenn beide Rundentage vor allem in Teilen des Südens fliegbar waren, ragt der Samstag deutlich heraus. Vor allem in der Segelflug-BUNDESLIGA war die Runde mit dem Samstag entschieden und auch in der 2. Segelflug-BUNDESLIGA stand der Rundensieger bereits fest. Eine Gesamtspeed von über 400 ist sicher kein alltägliches Ergebnis, in dieser Runde erreichten dies gleich zwei Teams.
Die Strecke zwischen Südschwarzwald und dem fränkischen Jura ist bei Schnitten teils jenseits der 150km/h nicht lang genug, um diese komplett im Rückenwind zurück zu legen. So muss es gezwungenermaßen auch ein Stück gegen den Wind gehen. Abhängig vom Startplatz und der Tageszeit sind die gewählten Taktiken natürlich entwas unterschiedlich, aber letztlich zeigen die meisten der Top-Flüge, dass die meisten Kilometer unter Ausnutzung der Reihungen, größtenteils im Geradeausflug, mit Rückenwind zurückgelegt wurden.
Mit Abstand der Schnellste dabei war Markus Frank, für den Aalener begennen die 2,5h Wertungszeit im Südschwarzwald. Nach einem nur kurzen Schenkel bis an die westliche Kante des Schwarzwaldes ging es kreislos bis knapp nördlich von Regensburg. Ein Schenkel von knapp 360km mit einem Schnitt von 196km/h! So schnell, dass er die noch bei Regensburg stehenden Schauer erwischte. Die hatten dort (siehe Radarbild) die Basis absinken lassen und auch die Aufwindlinie stand nicht mehr so gleichmäßig wie auf dem Hinflug. O-Ton von Markus dazu: "Die Wolken waren schon am Zerlegen und ein bisschen Regen war auch da. Und gegen den Wind musste man ja schon 200 fliegen... da fällt auch die EB in den Keller, aber die tragende Linie war auch noch löchriger als beim Hinflug". Das Barogramm zeigt, wie er in nur wenigen Minuten gute 800m Höhe einbüßte und so gezwungen war, doch das eine Mal zu kurbeln. Am Ende liegt sein Schnitt aber immer noch bei knapp 177km/h (146,86 Speed-Punkte).
Ähnlich wie Markus erging es auch Steffen Schwarzer, der etwas später an fast gleicher Stelle mit Eindrehen in den Gegenwind kurbeln musste. Bernd Schmid - dritter im Team der Aalener - kam dort nochmal etwas später an, traf dann offenbar bereits wieder auf deutliche bessere Steigwerte, auch wenn die Basis etwas niedriger als weiter westlich war. Im Team waren der LSR Aalen mit 410 Punkten aber nicht zu stoppen und holten sich den Rundensieg vor der SFG Donauwörth-Monheim. Stephan Bosch, Robin Neumann und Wolfgang Köckeis durchbrechen mit ihren Flügen ebenfalls noch die 400er-Schallmauer. Schaut man sich ihre Flüge näher an, so sieht man, dass auch bei Ihnen die Ecke bei Regensburg nicht die einfachste gewesen sein dürfte. Rundenplatz 3 erreicht die FLG Blaubeuren (372 Punkte).
In der 2. Segelflug-BUNDESLIGA geht Platz 1 an den LSC Bad Homburg. Von Münsingen aus flog Nils Deimel als Schnellster für die Hessen entlang der bereits beschriebenen Rennstrecken einen Schnitt von 148km/h (140 Speed Punkte) und im OLC-Plus auf 991km - 200m fehlten ihm am Ende auf Münsigen.
Noch etwas weiter flogen Tobi Welsch & Tore Gräber. Ebenfalls in Münsingen gestartet, flogen sie zuerst ein Stück nach Nordosten, wendeten bei Donauwörth, um von dort aus entlang des Jura bis zum Neuenburger See (und zurück) zu fliegen. Sie schaffen damit - eingebettet in einem Flug von 1025km die Liga-Wertungszeit (fast) komplett mit Rückenwind zurückzulegen (145km/h, 131 Punkte). Steffen Göttler fliegt direkt in Richtung Jura und komplettiert mit seinem Flug (117km/h, 105 Punke) das gute Ergebnis für die Homburger, die die Runde mit 376 Punkten mehr als souverän vor dem AC Pirna (320 Punkte) für sich entscheiden können. Für die Sachsen zeigen vor allem Thomas Melde und Stefan Altenburger im engen Team, dass man auch über dem Erzgebirge bei diesen Bedingungen schnell und weit (geradeaus-)fliegen kann. Dritter wird der FSV Mössingen (290 Punkte).
Das das Jura auch am Sonntag zu den besten Revieren gehörte, zeigt Tilo Holighaus, der von der Hahnweide aus bis auf die Höhe von Genf fliegt. Sein Kommentar im OLC schildert sehr anschaulich, wie er den Flug über mehr als 900km erlebt hat.
Nach einer erneut tief- und trogbestimmten Woche ist das kommende Wochenende noch relativ offen: Zwar baut sich ein Hoch über Skandinavien auf, aber der Trog zeigt sich noch sehr hartnäckig...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 21. May 2021 translate news

herausgegeben am 21.05.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt ein Tief über der Nordsee, das mit teils stürmischer Südwestströmung hochreichend feuchte und labil geschichtete Luft in die Nordhälfte und den Westen Deutschlands lenkt. Die Alpen werden derweil von einer wellenden Front beeinflusst. Dazwischen, etwa vom Neckarraum bis zum Oberpfälzer Wald und Erzgebirge, überwiegen trockene Luft und Absinken.
Am SONNTAG zieht das Tief nach Skandinavien ab. Bei weiterhin lebhafter Westströmung fließt zunächst kühlere Meeresluft ein, die bis in mittlere Luftschichten labil geschichtet ist. In der zweiten Tageshälfte kann sich von Südwesten her leichter Zwischenhocheinfluss ausbreiten. Dadurch wird die Luftmasse zunehmend abgetrocknet und stabilisiert und die flache Konvektion kommt zum Erliegen. Die wellende Front zieht im Tagesverlauf aus dem östlichen Alpenraum ab.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist unter der von Nordwesten hereinziehenden Schichtbewölkung kaum nutzbare Thermik zu erwarten, während sich weiter südöstlich bei einer maximalen CU-Basis von 1200 m bis 1800 m mäßige bis gute, aber zerrissene Thermik entwickeln kann. Außerdem stören Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist bei einer maximalen CU-Basis um 1100 m, im Süden auch um 1400 m mit mäßiger, im Süden auch guter Thermik zu rechnen. Sie ist zeitweise zerrissen und wird zum Teil durch Überentwicklungen oder Ausbreitungsfelder gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG nördlich des Mains und westlich des Rheins aufgrund von Abschirmung, Überentwicklungen und starkem Wind gestörte Thermik. Zwischen Neckarraum und Pfälzerwald trotz böigem Wind Chancen auf gute Thermik.
Am SONNTAG verbreitet mäßige, vereinzelt gute Wolkenthermik. In der ersten Tageshälfte durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG an den Alpen und im angrenzenden Vorland aufgrund von Abschirmungen keine Thermik. Sonst entsteht meist mäßige
Wolkenthermik, die durch den böigen SW-Wind teils zerrissen wird.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolken- bzw. Blauthermik mit Arbeitshöhen von FL070-080 am Nachmittag. Die Quellwolken trocknen nachmittags von Westen allmählich ab.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 1. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 15./16.5.21 Monday, 17. May 2021 translate news

Radar-Bild Samstag
Radar-Bild Sonntag
Eine schaurige 1. Runde. Überlagert durch einen weit ausladenden Trog, fehlte der thermisch eigentlich tollen Luftmasse nämlich das stabilisierende Moment. Entsprechend oft musste man die Cumuli eher als Quäl- anstatt als Quellwolken bezeichnen. Die Motivation, Liga-Punkte zu erfliegen hat dann aber wohl doch das eine oder andere Hallentor aufgehen lassen. In der Segelflug-BUNDESLIGA punkteten mit 20 Teams immerhin genau so viele, wie in der kompletten Quali-Liga zusammen, und auch in der 2. Segelflug-BUNDESLIGA konnten sich immerhin 10 Teams in die ersten Wertungslisten eintragen.
Samstag/Sonntag:
Auch wenn in der Nacht zwischen Samstag und Sonntag eine Front durchgezogen ist, gleichen sich die Satellitenbilder der beiden Tage auffällig. Sie zeigen die typischen Strukturen einer trogbestimmten und damit labilen Kaltluft: Kräftige Überentwicklungen und Schauer (siehe auch die jeweiligen Radarbilder) wechseln sich dabei mit offenen Bereichen ab, wenn hinter den Schauern die Thermik vorübergehend über den nassen Böden pausieren muss. War in den Lücken zumindest noch eine Schauerrallye möglich, sorgten eingelagerte frontale Strukturen dafür, dass teilweise nicht viel zu holen war.
Entsprechen dünn gesät zeigen sich die Flugspuren der beiden Tage, wobei auffällt, dass immerhin weit verteilt geflogen wurde. Und auch der Windeinfluss zeichnet sich in den Spuren ab, denn der meist vorherrschende Südwestwind reihte Wolken und Schauer oder sorgte auch für Hangwind ...
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag-Abend waren die bis dahin eingereichten Wertungsflüge noch sehr übersichtlich, wobei sich die Spitzenplätze schon deutlich herausgearbeitet hatten. Zwischen einer morgens noch nach Osten abziehenden Abschirmung und einer neuen Störung, die nachmittags von Westen ankam, herrschten entlang und südlich der Donau am Samstag die schnellsten Bedingungen des Wochenendes. Sowohl Wind als auch Schauer waren - im Vergleich zu vielen anderen Teilen - hier eher moderat. So konnten die entstehenden Reihungen für lange Geradeausanteile genutzt werden und Umwege durch Schauer zumindest teilweise vermieden werden. Um die 2,5h Wertungszeit optimal ins Wetterfenster zu zirkeln, war ein Start schon am (späteren) Vormittag die beste Wahl - sowohl um der neu aufkommenden Störung als auch der (potentiell) im Tagesverlauf zunehmenden Schauertätigkeit zu entkommen.
Von Bad Wörishofen aus waren Robert und Simon Schröder sowie Martin Hundegger unterwegs. Lagen ihre Startzeiten (der eigentlichen Flüge) noch relativ nah zusammen, differenzierte sich ihre Streckenwahl danach doch sehr deutlich. Ob das eine rein taktische Entscheidung war, oder ob das Wetter ebenfalls eine Rolle gespielt hat, lässt sich aber aus der Ferne nicht sicher beurteilen, ich würde aber auch auf eine gewisse "Riskiostreuung" spekulieren. Die reinen Zahlen sprechen am Ende für Simon: Er flog zuerst nach Nordosten, um dann im Jojo Wind und Reihungen folgend - grob gesehen - zwischen Iller und Lech auf einen Schnitt von 113,5 km/h zu kommen (107 Speed-Punkte). Er führt damit sein Team auf den Platz 1, die sie auch am Ende der Runde noch innehaben sollten. Dass es im selben Wetterraum noch schneller geht, zeigte an dem Tag Max Böswald, und dass mehr als eindrucksvoll. Von Eichstätt aus lag bereits sein Startpunkt etwas weiter nödlich, gleiches galt dann auch für die folgende Kurswahl. Ebenfalls am Wind (und dem Gelände) ausgerichtet flog er im Jojo zwischen Ulm und der A9 kurz vor Neumarkt/OPf. auf einen Schnitt von 133,8km/h (117 Speed-Punkte) und damit den mit Abstand schnellsten Flug der kompletten Runde. Sein Wertungsflug begann dabei im Prinzip direkt mit dem Start, während Tobi Pachowsky und Sven Baldauf ihre 2,5h erst eine gute Stunde später auf der Strecke begonnen haben. Zum entsprechend späteren Ende kann man aus dem Flugspuren den Eindruck gewinnen, dass der eine oder andere Schauer im Weg gestanden haben dürfte...
Trotzdem waren die Eichstätter in der Summe mit 318 Speed-Punkten die Schnellsten über beide Ligen hinweg, während Bad Wörishofen auf 292 Punkte kommt. Dass auch der Sonntag schnelle Fliüge ermöglichte, zeigten Rinteln und Pirna. Der amtierende Meister profitierte dabei von Wind und Hang, während von Pirna aus Flüge sowohl am Samstag als auch Sonntag möglich waren. Im Team flogen Sonntags Bennet Pfüller und Ralf Andrich zwischen östlichen Erzgebirge bis in die Oberlausitz. Die Flüge von 106 km/h waren zwar nicht die absolut Schnellsten (Sören Nölke und Thomas Wolf kamen jeweils auf 109 km/h), aber Ralf erfliegt mit 106,7 die meisten Speed-Punkte.
Natürlich taugt eine Wertung nach der ersten Runde noch nicht für eine Prognose, aber zumindest gibt es - über beide Ligen hinweg - eine große räumliche Streuung. Etwas anders sieht es natürlich mit den Prognosen des Wetters aus und das sieht für die kommende Runde ähnlich schwierige Bedingungen: Denn, auch wenn es ein dann bereits neuer Trog ist, Kaltluft und Labilität werden weiter ein wesentlicher Faktor sein.
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
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