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Samstag, 23. Juni Long-Distance-Planung: Mit Profi-Tipps von TopMeteo zu mehr OLC-Punkten Artikel übersetzen

Grafik 1: PFD vom 11.06.2016 – 1000km FAI im Nordosten
Grafik 2: Wolkenvorhersage
vom 11.06.2016
Bei einem OLC-Liga Finale in Poppenhausen hielt Bernd Goretzki, Langstreckenspezialist, Meteorologe und Boss vom OLC-Goldsponsor TopMeteo einen vielbeachteten Vortrag, wie er seine Flüge nicht nur meteorologisch vorbereitet, sondern bei der Planung auch die Punkteausbeute im OLC-Plus im Blick zu hat. Maximale Punkte zu erreichen ist dabei keine Quadratur des Kreises, sondern eher eine Optimierung des Dreiecks –, und manchmal ist es gar nicht notwendig, dieses tatsächlich zu fliegen. Bernd hat gezeigt, dass z.B. bei einem „Bumerang“, der ein Dreieck nur „aufspannt“ mit nur rund 2% Umweg dieselbe Punktzahl zu erreichen ist wie beim dem (fast) gleich großen FAI-Dreieck.
Basis ist das Wetter
Bei der meteorologischen Vorbereitung folgt er einem immer ähnlichen Schema: Mit einem raschen Scannen „potentiellen Flugdistanz (PFD)“ werden die lohnenden Tage herausgefiltert. Lohnt es sich, den Tag genauer zu analysieren? Wo liegt der beste Wetterraum? Dann folgt ein Blick in die „Wolkenvorhersage“ des frühen Nachmittags: Gibt es Cumuli? Passt der Wetterraum zur PFD? Mit der Animation wird die Dynamik des Wetters noch „begreiflicher“ – ein Feature, dass mit der neuen Webseite von TopMeteo nochmal einfacher geworden ist. Ein Blick in den Wind in 1500m/2000m hilft dabei ebenfalls, nicht zu vergessen, dass sich bei ca. 30km/h und mehr Wolkenstraßen bilden können. Über die Arbeitshöhe und mögliche Störungen durch Schauer/Gewitter informiert dann die „Thermikkarte“. Mit einer Vorstellung davon, wie sich das Wetter im Tagesverlauf entwickeln wird, geht es nun an die Streckenplanung und die Punktoptimierung…(siehe Grafik 1, 2 und 3 )
Die lieben Punkte
Der OLC-Plus honoriert flächige Flüge. Dabei werden zu den erflogenen Streckenpunkten (1 Punkt/km) noch Punkte für die Größe des optimal in die Strecke gelegten FAI-Dreiecks (0,3 Punkte/km) gutgeschrieben.
Maximale Punkte durch maximalen Bonus erhält man mit einem FAI-Dreieck. Doch das passt manchmal weder ins Wetter noch in den Luftraum. Es gilt also eine Strecke zu fliegen, die zumindest ein Dreieck „aufspannt“. Bei den Streckenpunkten verliert man ja nichts, denn auch die „Umwege“ werden ja gewertet.
Wie viele km mehr muss ich fliegen?
Oft versucht man, ein möglichst flaches Dreieck zu fliegen (Bumerang). Der kürzeste Schenkel des Dreiecks muss bei einem Flug >500km 25% betragen, der längste darf nicht länger als 45% sein - für den dritten verbleiben 30%. Da nur die kurzen Schenkel variiert werden können – wir lassen den langen bei den maximal möglichen 45% -, ist man mit der Form nahe an einem gleichschenkligen Dreieck. Spielt man ein wenig mit der Trigonometrie herum, zeigt sich, dass der „stumpfe“ Winkel des Dreiecks (gegenüber des 45%-Schenkels) bei rund 110° liegen sollte. Damit ist das Dreieck maximal flach.
Ein Beispiel: Ein 1000er FAI bringt 1300 Punkte (Index 100). Fliegt man stattdessen einen „Bumerang“, also eine Zielrück-Strecke auf geknickter Bahn, muss man für ebenfalls 1300 Punkte nur etwa 1020km fliegen (gerade 2% mehr!). Man muss nur die Seitenverhältnisse und Winkel einhalten, um ein optimales Dreieck aufzuspannen. Fliegt man z.B. die beiden „kurzen“ Schenkel mit 232km und 279km, bringt das hin und zurück 1022km=1022Punkte. Spannen diese mit einem Winkel von 110° ein Dreieck von 928km auf, bringt das die zu 1300 noch fehlenden 280 Punkte.
Kreative Streckenführung
Hält man die Verhältnisse der Streckenlängen (bei Flügen <500km ist es übrigens ganz ähnlich) im Auge und dass der Stumpfe Winkel rund 110° beträgt, kann man das Dreieck auf „fast“ beliebige Weise aufspannen:
Ein sehr flacher „Bumerang“ (fast schon ein JoJo) kann aufgeweitet werden, wenn man querab zum Kurs einen Zacken fliegt, der das Dreieck aufspannt. Dieser muss aber mehr als 15% der Gesamtlänge betragen (Höhe des Dreiecks)
Ein Stern, bei dem der Start/die Wenden in der Mitte liegen, lässt alle 6 Schenkel zur Strecke zählen, kann aber gleichzeitig ein FAI-Dreieck aufspannen (Verschiedene Streckenführungen, um ein Dreieck aufzuspannen, siehe Grafik 4).Es lohnt sich, mit den gängigen Programmen, die einem die FAI-Sektoren bei der Planung einblenden, mal die eine oder andere Möglichkeit durchzuspielen. Für eine grobe Vorplanung bietet sich prosoar.de an (kostenfrei), die Streckenplanung kann dann z.B. mit SeeYou erfolgen, da hier die Wetterdaten von TopMeteo gleich integriert sind. Wie beim Wetter gilt: Eine gute Planung lässt Raum für Optionen (verschiedene Streckenführungen von Flügen im OLC, siehe Grafiken 5,6, 7 und 8).
Das sollte man im Kopf behalten
Variante 1: Man fliegt zwei in etwa gleichlange Strecken („Schenkel“) hin und zurück. Der Winkel zueinander sollte ca. 110° sein. Das spannt automatisch ein FAI Dreieck auf.
Variante 2: Man fliegt einen langen guten Schenkel hin und ungefähr zur Mitte wieder zurück. Dort fliegt man dann senkrecht zum Schenkel, um ein Dreieck aufzuspannen und danach nach Hause.
Und zu guter Letzt: Ein FAI-Dreieck wird es erst, wenn der Flug auch geschlossen ist!
Man sollte evtl. so planen, dass eine Verlängerung des Fluges – wenn am Ende des Tages doch noch etwas Wetter übrig sein sollte – das Dreieck sogar noch erweitern kann. Sinnvoll ist es, das Dreieck sowohl vor als auch nach der „Erweiterung“ zu schließen.
Wo bietet sich das an?
Natürlich folgt ein Flug dem Weg der höchsten Energie, den optimalen Wegen. Oft ragen hier die typischen Rennstrecken heraus. Hier bietet die Orographie durchaus spannende Möglichkeiten, um sowohl mit den Routen als auch mit der Punkteoptimierung zu spielen.
So liegen beispielsweise Thüringer und Bayerischer Wald nahezu auf einer Linie – wenig optimal. Nimmt man aber noch das Erzgebirge hinzu …
Schwarzwald und Alb haben oft klar vorgegebene Routen, die in einem eher spitzen Winkel zueinander liegen. Die Längenbegrenzung liegt eher beim Schwarzwald, man kann aber mit der geeigneten Länge über der Alb auch hier ein Dreieck aufspannen.
Lufträume zwingen ebenfalls zu bestimmten Streckenführungen. Köln/Bonn mag da als Beispiel dienen, wie man mit einem Bumerang südlich des Charlie Dreiecke aufspannen kann. In Varianten, je nachdem ob man die Industriethermik im Korridor mit Düsseldorf ausnutzen will.
 
Grafik 3: Konvektion vom 11.06.2016
– 1000km FAI im Nordosten
Grafik 4: Verschiedene Streckenführungen,
um ein Dreieck aufzuspannen
– dem Vortrag entnommen
Grafik 5: Verschiedene Streckenführungen
 von Flügen im OLC: „Bumerang"
Grafik 6: JoJo mit 90° Ablage Grafik 7:  “Stern“ Grafik 8: ErzgebirgeThüWaldBayWald
 

Freitag, 22. Juni DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 22.06.2018 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bleibt die frische Nordwestströmung zwischen tiefem Luftdruck über Fennoskandien und einem Hochdruckgebiet über Großbritannien erhalten.  Während die einfließende kühle Nordseeluft im Norden und Osten noch vom Tiefdruck dominiert bleibt, steigt im Süden sowie im Alpenraum langsam der Einfluss des Hochs.
Am SONNTAG führt die Nordwestströmung einen weiteren Schwall sehr feuchter Meeresluft heran. Dadurch zeigt sich verbreitet unbeständiges Wetter, im Nordosten wird die Luftmasse durch einen Höhentrog zusätzlich labilisiert. Der Alpenraum wird von Nordwest angestaut.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG zeit-und gebietsweise mäßige Wolkenthermik, die allerdings häufig durch Ausbreitungen und Niederschlägen gestört sein wird.
Am SONNTAG in einem breiten Streifen von der Nordsee bis zum Erzgebirge keine nutzbare Thermik. Südwestlich davon zeitweise mäßige Wolkenthermik, im Nordosten teils auch mäßige bis gute Wolkenthermik, die allerdings durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist in der Nordhälfte oft keine nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmungen und lebhaftem Wind zu erwarten. Im Süden hingegen bestehen Chancen auf gute bis sehr gute CU-Thermik, Arbeitshöhen um 4500-5500 FT AMSL.
Am SONNTAG wird wegen abschirmender Bewölkung keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige, im Südwesten Bayerns gute Cumulusthermik. Tendenz zu Cumulusstraßen. Thermikbeginn 07 bis 07.30 UTC. Thermikende 17 UTC, im Allgäu 18 UTC.
Am SONNTAG Abschirmung durch hohe Bedeckung oder geschlossene Bewölkung mit etwas Regen, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

Donnerstag, 21. Juni 9. Runde U25: Das SFZ Königsdorf weiter auf dem Vormarsch Artikel übersetzen

Eine weitere spannende Runde mit brodelnder Wetterküche liegt hinter uns. Außer im Westen gab es überall Chancen. Auch wenn es optisch am Himmel in Teilen recht merkwürdig aussah, flogen teilweise Scheunentore. Besonders beeindruckend haben dieses Wetter die Gifhorner in Geschwindigkeit umgesetzt. Dennis Polej und Nico Klingspohn schießen erneut mit jeweils über 123 Speedpunkten den Vogel der Runde neun ab. Wieder treten sie nur im Duett an und es gelingt ihnen erneut eine hervorragende Platzierung.
Sie katapultieren sich einmal an die Basis und bleiben quasi kleben. Gemeinsam rasen sie die Wolkenstraßen, die richtig gut gehen, entlang. Es geht teilweise 80 bis 90 Kilometer am Stück gerade aus, das bringt Laune, hohe Geschwindigkeitsschnitte und Punkte.
Mit dieser Leistung landen sie auf dem Bronzerang noch vor Lichtenfels, die trotz einer kompletten Teamwertung nicht an Gifhorn vorbeiziehen konnten. Die Punkte, die Lichtenfels bei diesem vergleichbar mäßigen Wetter einsammeln kann, sind extrem wichtig, um die Spitzen-Platzierung zu halten. Nur so können sie dem Favoriten Königsdorf auf den Fersen bleiben. Auch wenn teilweise die Einzelwertung in anderen Vereinen deutlich besser ausfallen, macht das Team aus Königsdorf erneut das Rennen.
Der Druck auf den vorderen Plätzen wächst. Seitdem das Wetter auch in den nördlichen Regionen mitspielt, rückt Burgdorf (NI) konsequent auf. Nach einer erneuten Glanzleistung ziehen sie an Eichstätt vorbei. Das Gifhorner Duett (NI) stabilisiert mit dieser Runde den Rang sechs in der Gesamtwertung und übt damit wie Burgdorf Druck aus dem Norden aus.
Ihre enorm schnellen Flüge zahlen sich auch auf das neu geschaffene U25 Pilotenprofil positiv aus. Beide Gifhorner Piloten sind derzeit unter den Top Ten und haben gute Chancen auf die LS8neo. Aber die Konkurrenz schläft hier nicht. Das Feld vorn ist heiß umkämpft. Insbesondere Philipp Lauer (Lichtenfels), aber auch Paul Schwarz (Aalen) und einige mehr, die ihre U25-Teams Runde um Runde nach vorn bringen, sind gut dabei. Mit dieser tollen neuen Challenge, die wir am letzten Freitag im Magazin näher vorgestellt haben, macht U25-Liga-Fliegen doppelt Spaß und wird doppelt belohnt - eine sportliche Herausforderung zum Quadrat.
Lasst die Leser teilhaben, wie ihr genau dieses in euren Vereinen erlebt, wie ihr euch motiviert, wie ihr das Liga-Fliegen organisiert. Warum? Noch ist das U25-Liga-Fliegen nicht in allen Vereinen etabliert. Es fehlt an Ideen. Daher ist es wichtig, dass ihr eure Erfahrungen teilt. Schickt eure Berichte gern an die Redaktion des OLC-Magazins.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 271,45 Speed/50 Punkte, 2. LSV Burgdorf (NI) 258,13 Speed/49 Punkte, 3. LSV Gifhorn (NI) 247,10 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 9: 1. SFZ Königsdorf (BY) 418 Punkte, 2. AC Lichtenfels (BY) 411 Punkte, 3. LSR Aalen (BW) 382 Punkte
 
Stephanie Keller (OLC-Redaktion)

Mittwoch, 20. Juni LSG Fallersleben: Unverhofft kommt oft Artikel übersetzen

Anders als in der Vorwoche waren die Wetteraussichten für das norddeutsche Flachland in Runde 9 eher mäßig. Da der Sonntag bei Topmeteo kurzfristig zum weniger schlechten Tag wurde, beschränkte sich der Flugbetrieb in Ummern am Samstag auf Schul- und Platzflüge.
Nach den großen Flügen in Süddeutschland kreisten die Pläne der Fallersleber bei der Fahrt zum Flugplatz am Sonntag eher darum, die Runde nicht kampflos aufzugeben; an einen Angriff auf die Spitze habe ich zumindest da noch nicht gedacht. Immerhin machten sich trotz des deutschen WM-Spiels sieben ummeraner Piloten auf die Jagd nach Ligapunkten.
Die Taktik wurde vor dem Start abgesprochen: erst gegen den Wind ausholen und dann versuchen, möglichst gut die Aufreihungen zu nutzen. So weisen die Flugwege von Helge und Franz Liebertz (ASH25e), Thorsten Föge (Ventus ct), Bernd Meindermann (LS1f), Carsten Rietig (Twin III SL), Benno Beesten (Nimbus 4M), Arnie Weber (DG 400) und Thomas Quindel (Discus) einige Parallelen auf. Unterschiedlich und letztlich auch entscheidend war, wieviel Zeit in den Weg gegen den Wind investiert wurde. Hierbei waren die Piloten (Helge und Bernd) am schnellsten, die sich früh an die Wertung machten und auch zeitig wendeten, um noch vor der heranziehenden Abschirmung einen guten Gegenwindschenkel fliegen zu können.
Benno und Thorsten haben sich weiter nach Westen gekämpft und hier wichtige Zeit verbraten. Der lange Rückenwindschenkel war dann aber phantastisch; ohne zu kreisen und mit 35 km/h Rückenwind konnte Benno in 53 Minuten von Winsen/Aller bis nördlich Neustadt-Glewe fliegen und dabei 145 km zurücklegen. Auch die ersten Kilometer des Gegenwindschenkels verliefen unter der Aufreihung gut. Leider war die von Westen aufziehende Abschirmung bereits weit nach Osten vorangekommen und hat die Wolkenstraßen bis in die Göhrde zerfallen lassen. Benno suchte sein Heil nun in einem Schwenk nach Süden, kam dabei aber nahe Gorleben tief und hat wertvolle Zeit verloren. Da noch etwa 45 Minuten Wertungszeit offen waren, sollte ein weiterer Rückenwindschenkel retten, was zu retten war. Hierbei traf er Helge und Franz, die ihr 161km langer 3. Schenkel in 60 Minuten bis fast an den Plauer See geführt hatte. Die ASH hatte bereits ihre Wertungszeit voll und war nun bestrebt zurück in den Zielkreis zu fliegen. Für den Nimbus ging es weiter nach Osten. 20 min vor Ende der Wertungszeit wollte Benno die Chancen, den Zielkreis zu erreichen, nicht weiter verschlechtern und machte sich auch an den Heimweg. Ein Schlenker nach links ermöglichte es bis Salzwedel einzelne Wolken unter der Abschirmung anzufliegen, die noch passables Steigen brachten. Dann folgte ein langer Endanflug knapp über Gleitpfad gegen den frischen Wind. Am Zielkreis gab’s dann aber wieder Thermik.
Abends freuten sich Helge und Franz über den zweitschnellsten Flug in der weltweiten Speedwertung und die LSG wieder über Platz 2 in der Runde; erneut waren nur die Gifhorner schneller; Glückwunsch nach Wilsche für die klasse Leistung. Thomas Quindel erkämpfte zudem einen weiteren Punkt für den LSV Altkreis Isenhagen.
 
Benno Beesten
 
Aufreihungen erlauben
schnelles Vorankommen
Der Heimweg zum Zielkreis
gegen Wind und Abschirmung
wird anspruchsvoll
Helge und Franz beim Abrüsten
nach ihrem sehr schnellen Ligaflug

 


Dienstag, 19. Juni SFG Giulini: Tolles Wetter im Osten Artikel übersetzen

Laut Prognose macht es am Samstag von Westen her dicht und ganz im Osten ist gutes Wetter - und so war es am Samstag Morgen auch, der Pfälzer Wald lag morgens schon unter 8/8 Bedeckung, die sich langsam über uns nach Osten schob. Also ein hoher Schlepp in den Südosten und gleiten in die Sonne zur ersten Thermik bei Walldorf.
Etwas träge mogelten wir uns ostwärts durch den Kraichgau. Auch die Löwensteiner Berge waren noch pampig und tricky, aber auf KM 114 kam endlich der erste schöne brauchbare Bart. Weiter in Richtung Osten war die Luft nun klarer, die Wolken schön und die Steigwerte knackig. Jetzt ging es zügig über Ellwangen, Harburg bis kurz vor Neuburg auf KM 218, dort entschieden wir - trotz weiter toller Optik nach Osten - wieder zu drehen, da wir ja zurück in das schlechte Wetter in den 15km-Kreis um Dannstadt mussten. Westlich von Aalen wurde es dann auch wieder schwächer. Kurz nach Gaildorf überfliegen wir Alex Meinicke (LS-1f, RP), der hier leider auf dem Weg nach Osten Kontakt mit der Landbevölkerung aufnehmen musste. Peter Mangold (LS-7WL, CH) informiert uns, das die Rheinebene - entgegen der Prognose - doch noch oder wieder entwickelt ist und nur der Kraichgau tot ist. Bei Neckarsulm machen wir geduldig maximale Höhe und gleiten vorsichtig mit bestem Gleiten bis kurz vor Walldorf, dort beginnt wieder die Cu-Bewölkung. Wieder zu Hause mit 89er Speedpunkten - wer hätte das heute Morgen gedacht?
Am Sonntag schaffte es Charly Müller (LS-8, RS) bei guter Luftmasse, aber sehr starker Bewölkung und sehr inhomogenen Bedingungen eine gute Linie zu finden und die von Dieter Bartek (LS-4WL, UY) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) vorgelegten Schnitte mit 92 Speedpunkten noch zu toppen.
Wieder waren es für die Rahmenbedingungen zufriedenstellende, starke Flüge - die aber trotzdem nur 3 magere Pünktchen einbrachten und uns auf Rang 25 verharren lassen. So schwach standen wir noch nie da - betrachtet man die anderen Mannschaften im nahen Umkreis, wie den Schwesterverein SSV Ludwigshafen oder Bensheim, Mannheim, Landau in der 2ten Liga, sieht man alle im Tabellenkeller... bleibt zu hoffen, das die statistische Wettergleichverteilung doch noch eintritt. 
 
Uwe Melzer
 
Ab KM115 gutes Wetter im Osten
... umdrehen trotz schöner Aussicht
An Alex Acker vorbei in den Westen
 

Dienstag, 12. Juni Zwischen Schauern und Gewittern - SFZ Junioren verteidigen die Tabellenführung Artikel übersetzen

Endlich mal hatten die elf Albvereine an einem Bundesliga Wochenende einen Wetter-Nachteil, aber schon schlagen die neun Norddeutschen Teams zu, dazu noch die Teams am Thüringer Wald (und das Team, das dorthin gefahren ist) und schon ist man als Alleinvertreter im entfernten Süden wieder hinten dran, ganz zu schweigen davon, dass die Alpen selbst uns mal wieder nicht mochten...
Samstag doch noch überraschend fliegbar
Am Samstag hatte man in Königsdorf alles startklar gemacht, jedoch setzte mittags ein kräftiger Schauer zunächst den Flugplatz und die Umgebung unter Wasser, so dass auch danach erst einmal keine Thermik entstehen konnte. Wir hatten den Tag schon fast abgeschrieben, trotzdem sind um 15:00h noch Nikolai Wolf, Jakob Edmaier, Johannes Beyer, sowie das Arcusteam Fabian Honecker/Mathias Schunk gestartet. Entlang der ersten Hügelkette flogen der Arcus, genau wie Nikolai Wolf nach Osten Richtung Wendelstein. Während Nikolai weiter über den Inn nach Osten flog, wendete der Arcus und flog gen Westen bis zum Hohen Peißenberg. Am Ende hatten wir gemeinsam mit Jakob Edmaier, der im Voralpenland geflogen war dann doch noch drei Ligawertungen erflogen, dazu noch eine von Michi Wisbacher, der von seinem alten Heimatplatz Seckendorf die beste Wertung beisteuerte.
Sonntag nicht ganz so feucht wie am Samstag
Am Sonntag standen erneut viele Schauer und Gewitter im Weg, aber insgesamt war es der deutlich bessere Tag. Im Alpenvorland erzielte Hans Trautenberg mit 99,2 km/h die beste Königsdorfer Wertung. Die Junioren Johannes Beyer und Nikolai Wolf vervollständigten mit Wertungen knapp unter 90 km/h das Bundesliga Trio des SFZ. Jakob Edmaier vervollständigte mit 83,1 km/h das Junioren Trio, während Lukas Keibel aufgrund eines Regenschauers am Flugplatz Warngau landen musste und daher keine Ligawertung erzielte. Benjamin Bachmaier landete zwar in Antersberg, hatte aber zuvor bei seinem Jojo breits mal den 15km Kreis erreicht, so das "nur" der letzte Rückenwindschenkel rausflog... Jochen Pauls flog am Alpenrand Richtung Oberstdorf und zurück und erzielte mit 72,7 km/h die insgesamt viertschnellste Wertung für die Alpenliga. Hier steuerte das Doppelsitzerteam Regine Pattermann und Mathias Schunk mit 67,8 km/h den dritten SFZ Flug bei.
Aus dem Dreikampf wird bei den Junioren ein Zweikampf an der Tabellenspitze
Nachdem sich der FC Eichstätt bereits am letzten Wochenende aus dem Führungsquartett der U25 Liga verabschiedet hatte, verlor dieses Wochenende der bisherige Tabellenzweite aus Aalen durch einen 26. Rundenplatz wertvolle Punkte und fiel auf Tabellenplatz drei zurück, hat jetzt aber bereits 28 Punkte Rückstand aufs SFZ. Rundensieger wurde der AC Lichtenfels, der nun hinter dem SFZ Königsdorf mit nur vier Punkten Rückstand auf Tabellenplatz zwei liegt.
Spannender Zweikampf auch in der Alpenliga
In der internationalen Alpenliga gibt es seit ein paar Wochen bereits einen spannenden Zweikampf an der Tabellenspitze. Nachdem die ersten drei Runden das SFZ stets knapp vor der SMBC Kirchdorf/Micheldorf gelegen war, drehten die Österreichischer in den nächsten vier Runden den Spieß um und setzten sich seit dem Flachlandtag des Ohlstadt Wettbewerbs an die Tabellenspitze. In dieser Runde konnte das SFZ durch einen vierten Rundenplatz hinter dem SG Knonaueramt aus der Schweiz, dem AVUT Uni Trento aus Italien und der schweizerischen SG Bad Ragaz, drei Punkte auf den SMBC gutmachen, da die Österreicher diesmal "nur" auf Rang sieben flogen. In der Tabelle liegt das SFZ jetzt noch neun Punkte hinter den Österreichern, während die punktgleichen Tabellendritten, der FC St. Johann/Tirol und die SG Lägern aus der Schweiz bereits 49 Punkte zurück liegen.
 
Mathias Schunk
 
Warten dass der Regen
aufhört am Samstag
Vernünftiges Fliegen war nur
im Voralpenland und nicht in den
Alpen möglich, dafür gab`s schöne
Blicke auf die Osterseen
Die SFZ Junioren verteidigen
die Tabellenführung
 

Dienstag, 12. Juni Gute 328 Speedpunkte bringen dem Aero-Club Rundenplatz vier und 17 Punkte Artikel übersetzen

Zum ersten Mal waren wir in dieser Saison bei der Musik dabei und konnten uns somit in der Spitzengruppe positionieren. Der Samstag kündigte sich im Vorfeld als sehr vielversprechend an und wurde dann aber in der Prognose schrittweise immer mehr abgewertet. Trotz der am Nachmittag bei uns hereinziehenden Regenschauer und Gewitter brüllte in Norddeutschland die Thermik und konnte somit den niedersächsischen Bundesligavereinen schnelle Fluggeschwindigkeiten ermöglichen.
Der LSV Burgdorf holte sich mit 335,78 Speedpunkten den Rundensieg und die Mitstreiter aus Celle kamen auf rang zwei im Rahmen dieser achten Runde nach Hause. Es war schon ein eindrucksvolles Bild, als unsere drei Selbststarter zeitgleich hintereinander anrollten und sich zusammen in den Himmel über dem Waggumer Segelflugzentrum schraubten.
Diese drei Piloten waren schnell unterwegs und machten damit folgende Wertung auf:
Kasten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 117,08 Speedpunkte,
Jens Rabe, Ventus bT/15m, 109,51 Speedpunkte,
Nicolas Seidl, Ventus 2cM/18m, 101,45 Speedpunkte,
Bennewitz trieb seinen Ventus nach Norden durch die Lüneburger Heide und wendete südwestlich des Plauer Sees.
Seidl wählte einen ähnlichen Flugweg wie Bennewitz und kehrte im Bereich Parchim um. Rabe weilte in der Kammermark und nahm am von der Akaflieg Berlin ausgerichteten Schimmelcup 2018 in Pritzwalk, den er auch gegen 14 Mitkonkurrenten souverän gewann, teil. Er war zwischen der Feldberger Seenlandschaft, Wittenberge und Fürstenberg/Havel unterwegs.
Zudem griffen noch Moritz Andorff und Markus Schmied, Nick Bennewitz und Michael Schoof sowie Knud Dombrowsky, Sven Heinemann, Holger Scholz, Joerg Meyer und Rolf Radespiel, der am Abend nach fast 500 Streckenflugkilometern in Magdeburg landete, in das Geschehen ein.
In den Nachmittagsstunden wurde die Szenerie in Waggum dann durch massive Schauer und Gewitter so dominiert, dass der Flugbetrieb anschließend beendet werden musste. Kurzfristig hatte sich zudem auch noch die Startrichtung geändert.
Die Tabelle wird weiterhin vom LSR Aalen mit jetzt 117 Punkten angeführt und wir liegen mit 41 Punkten zum zweiten Mal in dieser Saison auf Position 23 und somit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Sieben Vereine müssen am Ende die erste Segelflug-Bundesliga verlassen.
 
Rolf Wagner
 
Bennewitz und Dombrowsky sind zusammen auf Tour unter dem prächtig anmutenden Gewölk.
Gegen 16 Uhr kam in Waggum der große Regen und beendete den Flugbetrieb.
Schauer und Gewitter am Nachmittag über dem Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum.

 


Dienstag, 12. Juni 8. Runde U25: Verkehrte Welt? Artikel übersetzen

Was für ein traumhaftes Wetter am Samstag im Nordosten. Bis auf 2.600 Meter katapultieren einen die Wolkenfahrstühle nach oben. Tage wie diese kann man an einer Hand abzählen. Straßen durchkreuzen den Himmel und die Tankstellen sind dicht gesät. Ran an die Basis, auf einer der Straßen einordnen und Gas geben. Einfacher und mit mehr Spaß geht Liga-Fliegen kaum. Auch Einsteiger haben heute die besten Chancen und landen mit einem stolzen und glücklichen Lächeln.
Das muss das Wochenende sein, an dem der Norden klar aufholt. Aber was passiert denn da? Erneut setzen sich die Südsterne aus Lichtenfels und Königsdorf mit vehementer Konstanz an die Spitze dieser Runde. Bei der Beteiligung fast ein Kinderspiel, denn es gibt gerade drei Vereine mit drei Wertungen. Man könnte meinen, ein Schlechtwetterwochenende liegt hinter uns. Allein die Ergebnisse in den anderen Ligen und einzelne Flüge der U25 zeigen ein anderes Bild.
So hat Lichtenfels mit über 311 Speedpunkten eine richtig schnelle Runde absolviert und ein bisschen mehr Konkurrenz verdient, aber nichtsdestotrotz gebührend den Sieg eingesackt.
Auch vor Königsdorf, die zwar deutlich langsamer waren, muss man den Hut ziehen. Sie hatten mit mäßigen Bedingungen zu kämpfen: Schauer und immer wieder Wetter-Wechselspiele, die die Schnitte nach eigener Meinung ganz schön versaut haben. Was hätte das Team wohl aus dem genialen Wetter im Norden geholt, wenn sie unter diesen Bedingungen schon Silber kassieren?  
Einzelne Ergebnisse beweisen, dass auch der Norden gekonnt hätte. So richtig schnell ging es in Gifhorn zu. Ganz vorneweg U25-Pilot Daniel Polej. Der nicht nur in der U25 Nummer Eins war, sondern auch in der Zweiten Segelflug-Bundesliga. 120 Speedpunkte legt er auf die Waagschale und noch einmal 106 kommen von seinem Teamkollegen Nico Klingspohn. Das hätte -wie in der Zweiten Segelflug-Bundesliga- Gold sein müssen. Mit viel Glück wurde es Platz vier und das hat Gifhorn in der Gesamtwertung unter die Top Ten gebracht.
Der LSV Burgdorf hingegen hat zwar eine eher weniger schnelle Runde, kann aber mit drei Piloten erneut punkten und tastet sich so weiter nach vorn. An die drei Spitzenreiter kommen sie noch nicht heran, aber wenn sie so konsequent weiterfliegen, ist der Vorbeimarsch an Eichstätt sehr wahrscheinlich geworden.
Es ist nicht einmal die Halbzeit erreicht und somit noch alles offen.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 311,87 Speed/50 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 257,27 Speed/49 Punkte, 3. LSV Burgdorf (NI) 235,92 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 8: 1. SFZ Königsdorf (BY) 368 Punkte, 2. AC Lichtenfels (BY) 364 Punkte, 3. LSR Aalen (BW) 340 Punkte
 
Stephanie Keller (OLC-Redaktion)

Montag, 11. Juni Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende Artikel übersetzen

Blitze Samstag 15 Uhr.
Blitze Sonntag 15 Uhr.
Die Phase mit warmer Luft, Überentwicklungen und wenig Wind will auch in der ersten Juni-Dekade kein Ende finden. Und wieder bietet das Wetter fast allen Vereinen die Möglichkeit zu punkten. Auch wenn Bedingungen und Luftmassen nicht für alle gleich waren, bietet das zumindest die Möglichkeit eines sportlichen Vergleiches.
Samstag:
Der Samstag profitierte noch von der eher trockenen Luftmasse, die sich zwar weiter erwärmt hatte, aber noch nicht oder erst sehr spät überkochte. Die Vortage hatten immer mehr Energie in die Luftmasse gepumpt, die Basis stieg Tag für Tag stetig an und sollte am Samstag dann ihren Höhepunkt erreichen, wobei die höchste Basis sich dann mit dem Temperaturmaximum oder etwas später einstellte und im Norden und Nordosten dann teils deutlich über 2000m erreichte - eine exquisite Arbeitshöhe über dem flachen Gelände. Auch im Süden war der Tag nicht unfliegbar, aber hier etwickelten sich dann mit zunehmender Tagesdauer - und vor allem bei steigender Temperatur - zahlreiche Schauer und Gewitter. Schon gut erkennbar auf dem Frühnachmiittags-Satllitenbild erkennbar, eindrucksvoll weiterentwickelt dann im Bild von 15UTC (in dem auch die Blitze der vorausgegangenen Stunde mit eingezeichnet sind.) zu sehen.
Sonntag:
Etwas anders stellt sich der Sonntag dar: Endlich kam zumindest etwas Bewegung ins Wetter, denn im Nordwesten erkennt man auf dem Satellitenbild die ersten Ansätze einer kühleren Luftmasse, die von der Nordsee kommend einfloss. Die hier noch am Morgen liegende Labilität hatte sich zwischenzeitlich weiter in den Nordosten verlagert. Waren hier die Vortage durch trockene Luft bestimmt, kochte nun hier die Atmosphäre dann doch durch. Lokaler und vor allem im Grenzbereich der Luftmassen und auch über den Kämmen im Süden entwickelte es ebenfalls über. Aber was auch das Blitzbild von 15UTC am Sonntag zeigt: Im Süden war nun deutlich weniger Gewittertätigkeit, als noch am Vortag. Sollte das reichen, den Vorteil des Nordens noch auszugleichen?
Wer hat was draus gemacht?
Die Frage dieser Runde war bei der Wetter-Zweiteilung : Kann der Norden am Samstag ausreichend vorlegen? Oder holt der Süden am Sonntag nochmal auf? Oder kann er sogar vorbeiziehen? Ein Blick in die Ergebnislisten beider Ligen gibt darauf eine eindeutige Antwort: Es war die Runde für den Norden. In einem Radius von knapp mehr als 50km lagen die Ausgangspunkte für die schnellsten Flüge dieser Runde, wobei die Kurse sich innerhalb der Teams zwar ähnlich waren, aber sich zwischen den einzelnen Vereinen doch in mehr als nur in Nuancen unterschieden. Spannend, wenn man versucht die Ideen anhand der Kurse und und Zeiten herauszubekommen Vielleicht gibt ja der eine oder andere Vereinsbericht einen tieferen Einblick in die verschiedenen Taktiken...Beim LSV Burgdorf hatten zumindest Sebastian Jäger und Steven Dähne/ Sebastian Buchholz ihre Strecken jeweils in den östlichen Bereich der Heide gelegt und nur bis in die Altmark ausgedehnt. Carsten Freyer wählte dagegen einen ausgedehnten Schlag in den Nordosten und wendete erst hinter der Müritz. In der Summe ergab das 335 Liga-km/h, was am Ende für einen äußerst knappen Vorsprung von weniger als 2km/h vor dem benachbarten FV Celle reichte. Angeführt von Daniel PIetsch, der mit 121km/h den schnellsten indexkorrigierten Schnitt der Liga schaffte, musste sich Celle dennoch knapp geschlagen geben. Geert Eichhorn und
Marc Lehnen sorgten für die weiteren Punkte, wobei auch ihr Kurs weit nach Osten beziehungsweise Nordosten ausgerichtet war - in die trockene Luftmasse hinein.
Mit Braunschweig kann sich ein weiterer Verein aus Niedersachsen ganz vorne platzieren, aber in die Phalanx konnte trotzdem noch ein Verein aus Bayern einbrechen. Der AC Listenfels schaffte es - ebenfalls am Samstag (!) - rechtzeitig vor den Überentwicklungen noch ihre Speed für die Liga zu machen. Ja und der Sonntag? Der bot dann vielleicht ein wenig unerwartet dem Nordwesten noch eine Chance. Denn die frische Kaltluft floss bis hinunter an den Niederrhein und ermöglichte so noch den Stadtlohnern zu punkten. Die dabei erflogenen 316km/h reichten am Ende noch für Rang 5. In der Gesamttablle konnte Lichtenfels zwar keine Plätze gut machen und rangiert weiter auf Rang 3, aber der Vorsprung zu den davor platzierten Bayreuthern und den führenden Aalenern konnten sie auf mickrige 4 beziehungsweise 6 Punkte schrumpfen lassen.
Der Norden dominierte in dieser Runde auch Liga 2, wo Gifhorm die Wertung mit einen deutlichen Vorsprung für sich entscheiden konnte: Die 354km/h hätten auch im Oberhaus für Rang 1 gereicht! Dennis Polej war hier am schnellsten unterwegs und erreichte 120km/h, gefolgt von Lars Trampe/Paul Kirchner und Bastian&Klaus Busse. Ihre Flüge fanden dann auch - ähnlich zu den Gifhornern - im Bereich der Heide/Altmark statt. Zur zweitzplatzierten LSG Fallersleben gesellt sich ein Team aus Sachsen mit auf das Treppchen: Das Aero Team Klix schafft es auf Rang 3.
Ich will an dieser Stelle ein klein bisschen persönlich werden: Bald ist Fussball-WM ...Und nein, ich interessiere mich eigentlich nur am Rande dafür, finde aber gerade solche Underdogs wie Island klasse. Jedes mal wenn ich in die Wertungslisten der 2. Liga gucke, habe ich Assoziationen, wenn ich die Ergebnisse vom Aufsteier SFG Steinwald sehe Nicht nur meist (oder sogar immer?!) mit Doppelsitzern unterwegs, sondern jetzt bringen sie auch noch einen Flug auf einer ASK21 in die Wertung! Die 147km von Christian Schröfl und Mario Fürst mit knapp 60km/h bringen die nötigen Punkte, um in der Rundenwertung Rang 4 zu belegen! Und damit führen sie die Tabelle weiter unangefochten an. Der Vorsprung gegenüber Gifhorn ist zwar ein wenig geschmolzen, beträgt aber weiter satte 33 Punkte. Auf
Schwäbisch Hall sind es nun bereits 47. Ich freue mich mit Spannung auf die nächsten Runden...
 
Bernd Fischer
 
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Freitag, 08. Juni DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 08.06.2018 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG und SONNTAG hält sich ein Höhentief über Nordspanien und den Pyrenäen, auf dessen Vorderseite labil geschichtete und feuchte Warmluft nach Mitteleuropa geführt wird und vor allem den Südwestteil Deutschlands und den Alpenraum beeinflusst. Ein weiteres Höhentief verlagert sich von der Nordsee nach Schweden und beeinflusst am SAMSTAG und SONNTAG den Norden Deutschlands mit Labilität.  Am SAMSTAG mehr den Nordwesten, im Nordosten dominiert da noch eine trockenere Festlandsluft, am SONNTAG auch nach Nordosten ausweitend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige Wolkenthermik, nach Osten auch gut, teils gestört durch Überentwicklungen oder abgeschirmt.
Am SONNTAG am Nachmittag mäßige Wolkenthermik, häufig gestört durch Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG und SONNTAG ist die Wolkenthermik durch zahlreiche Überentwicklungen gestört, vormittags teils auch noch Abgeschirmt, und daher kaum nutzbar.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG vormittags dichte und tiefer ansetzende Quellbewölkung, mittags auflockernd und Chancen geringe bis mäßige Wolkenthermik mit Arbeitshöhen um 5000 FT AMSL. Nachmittags oft Beeinträchtigungen durch Gewitter und abschirmende Wolkenfelder.
Am SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik, Arbeitshöhen am Nachmittag voraussichtlich um FL060. Beeinträchtigungen durch
einzelne kräftige Überentwicklungen. In Niederbayern und vor allem am Bayrischen Wald lange abschirmende Bewölkung und anschließend Gewitter. Dadurch dort oft keine nutzbare oder nur zeitweise geringe Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

Donnerstag, 07. Juni Hoch gepokert, schnell geflogen, aber Zielkreis nicht erreicht Artikel übersetzen

Die Wetterprognosen waren ziemlich eindeutig. Sonntag wird der bessere Tag und das beste Flugwetter ist nicht in den Alpen, sondern auf der schwäbischen Alb. Am Samstag starteten Thomas und Nikolai Wolf, sowie Jakob Edmaier und Johannes Beyer und flogen im Voralpenland zwischen Kempten und Wasserburg. Hierbei erzielten sie alle vier Bundesliga Wertungen um die 70 km/h.
Sonntag der bessere Tag
Am Sonntag machten sich die meisten dran Vierecke in den Größenordnungen von gut 700km zu probieren, Richtung Bayerischer Wald und danach über die schwäbische Alb und zurück. Leider schaffte es keiner der Piloten wieder nach Königsdorf zurück. Während Nikolai Wolf am letzten Schenkel, nach Verlassen des Thermik Paradieses Alb zünden musste, musste Johannes Beyer dort außenlanden, womit es keine U25 Bundesliga Wertungen gab. Auch Jochen Pauls, der die Umrundung des Münchner Luftraums andersherum versuchte, musste bei Wasserburg zünden und blieb ohne Wertung. Einzig im Arcus kamen Jan Kleu und Jonathan Cross, sowie Benjamin Bachmaier, Jakob Edmaier und Fritz Vollmer die alle jeweils nur nach Nordwesten auf die Alb geflogen waren, wieder nach Königsdorf zurück. Allerdings aufgrund einer dicken Abschirmung am Rückweg auch nicht super schnell. Wenn man eben, wie wir, nicht an einer der Rennstrecken beheimatet ist, ist diese neue Regel, dessen Idee die Rückenwind Fliegerei zu unterbinden, durchaus sinnvoll ist, leider ein sehr großer Nachteil für die Liga.
Michael Wisbacher steuerte mit 91,5 km/h den besten U 25 Schnitt und den zweitbesten SFZ Schnitt überhaupt vom Wochenende bei, wobei er dabei auf seinem alten Platz in Seckendorf gestartet war, auch kein bekanntes Thermik Paradies, aber eben deutlich näher an den Rennstrecken. In der U 25 Liga landete das SFZ trotz der verpatzen Sonntagsflüge immerhin noch auf Rang vier. In der Bundesliga langt es nur für Rang 13 und in der Tabelle ging`s um zwei Plätze auf Rang elf nach oben.
Nur wenige Alpen Liga Wertungen
Irgendwie hat der Teamkapitän komplett versagt, denn er selbst war einer der wenigen, der trotz der mauen Vorhersagen für die Alpenliga flog. Mit 101,6 km/h erzielte er zwischen Wilder Kaiser und Dachstein dann auch, nicht nur die schnellste Wertung des SFZ, sondern auch den zweitschnellsten Flug des gesamten Alpenraums, lediglich Hans Fitterer vom LSC Schliersee war mit 104,9 km/h etwas schneller. Die Alpenliga Wertung vervollständigte das Arcus Gespann Mark Fingerle und Jochen Vogel, sowie Peter Haitz. Das SFZ belegte in der internationalen Alpenliga damit Rundenplatz fünf und liegt in der Tabelle weiterhin hinter den Österreichern vom SMBC Kirchdorf/Micheldorf auf Rang zwei. Der Rundensieg ging an den ALC Lesce aus Slowenien vor dem LSC Schliersee.
 
Mathias Schunk
 
Mit offener Fahrwerksklappe musste
am Samstag Nikolai Wolf
fliegen (Foto Jakob Edmaier)
Ein Treffen mit Tilo Holighaus
im neuen Ventus 3M am
Dachstein (Foto Mathias Schunk)
Trotz der mauen Vorhersagen,
war das Wetter in den Bergen
doch ganz brauchbar
(Foto Mathias Schunk)
 

Peter H. Braasch
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