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Monday, 08. October Beim OLC Liga-Finale am 6. Oktober in Poppenhausen: Michael Sommer plauderte aus dem Nähkästchen translate news

Das OLC Liga-Finale ist Abschluss und Höhepunkt der Bundesliga-Saison zugleich. Doch kaum einer der Gäste im nahezu vollen Von-Steinrück-Haus war gekommen, um sich nur seine Urkunde abzuholen - viel mehr waren es auch in diesem Jahr die fundierten und hochgeschätzen Vorträge und Analysen von Experten wie TopMeteo-Meteorologe Bernd Fischer oder Liga-Analyst Heiko Hertrich, die am Samstag nach Poppenhausen lockten. Als absolutes Highlight hatte der OLC Michael Sommer, fünfmaliger Weltmeister der Offenen Klasse, eingeladen, dem das Publikum bei seinen Ausführungen sprichwörtlich an den Lippen hing.
Rekordsaison 2018 - geht's noch besser?
Das Jahr 2018 war ein Jahr der Superlativen, sowohl aus meteorologischer als auch aus sportlicher Sicht - da waren sich Bernd Fischer und Heiko Hertrich einig. Während Bernd Fischer die Gründe für die stabilen Wetterlagen und die fast schon namibischen Thermikverhältnisse aus meteorologischer Sicht erläuterte, konnte Heiko Hertrich imposante Zahlen liefern. Noch nie wurden in der Liga solch hohe Speeds geflogen wie in der Saison 2018. Den absoluten Spitzenplatz nimmt die FG Schwäbisch Gmünd ein, die bereits in Runde 1 mit 488,30 Speedpunkten einen neuen Allzeit-Rekord aufstellte, der ganze 10% über dem bis dahin bestehenden Rekord liegt.
Ein neuer Allzeit-Rekord zeigt sich auch beim Blick auf die OLC-Statistik, die mit 134.363 Flügen, 38.722.138 Kilometern und 15.474 Teilnehmer noch nie dagewesene Ausmaße erreicht hat. Auch die Seitenaufrufe der Webseite schnellten von 104.204.859 in 2017 auf 145.702.958 in 2018 in die Höhe. Grund: der neue OLC 3.0 mit Responsive Design für mobile Geräte. Dieser massive Anstieg sorgte allerdings auch für Probleme wie etwa längere Ladezeiten, weshalb der OLC nach Runde 19 in Sachen Hardware aufrüstete. Der Arbeitsspeicher wurde verdoppelt und hat jetzt jetzt 64 Gigabyte. Des weiteren wurde die CPU um 50 % vergrößert, 8 CPU-Kerne á 2,1 GHz wurden implementiert. Wir bedanken uns bei allem OLC-Nutzern für die enorme Geduld in der 2018er Saison. Jetzt ist der OLC hardwareseitig top-gerüstet für die Saison 2019! Ermöglicht wurde diese Investition durch die Smiley-Träger und ihren kleinen Jahresbetrag, mit dem sie ihre Sympathie für den OLC ausdrücken.
Talentschmiede AC Nastätten
Vor genau einem Jahr durfte Moritz Althaus vom AC Nastätten aufgrund seiner hervorragenden Leistungen in der OLC Junior-Challenge den OLC-Discus -  das von Wilfried Großkinsky dem OLC zur Verfügung gestellte Förderflugzeug - übernehmen und für ein Jahr nutzen. In Moritz Vortrag zeigte sich einmal mehr, wie bis dato nahezu unbekannte Junioren innerhalb dieses einen Jahres fliegerisch über sich hinauswachsen und mit Flügen weit jenseits der 1.000 Punkte glänzen. Den Hänger kann Moritz nun gleich wieder nach Nastätten fahren, denn 2019 fliegt sein Vereinskamerad Marcel Kaspari das Förderflugzeug, was für ein exzellente Streckenflugförderung des AC Nastätten spricht.
Erfreulich war, dass sich fast alle der 20 vom OLC angeschriebenen Discus-Kandidaten zurückgemeldet haben - auch wenn sie z.B. aus beruflichen Gründen absagen mussten. Im vergangen Jahr hatten einige Junioren es nicht für nötig gehalten, auf die Einladung zu reagieren - aus Schlampigkeit oder Überheblichkeit, wie Gerd-Peter Lauer betonte. Die Möglichkeit, ein solches Flugzeug zu bekommen, ist nicht selbstverständlich, solch eine Förderung hat es früher nicht gegeben. "Verspielt diesen Kredit nicht", so Gerd-Peter. Florian Heilmann vom FC Kamenz, der es ebenfalls in die Top 3 Auswahl schaffte, erhielt von Wilfried Großkinsky eine Einladung zum 1.000 km Camp in Bitterwasser, wo er unter anderem den neuen Ventus 3 nutzen darf. Möglicher Nachrücker ist Philip Goralski vom HVL Boberg, der diese Entscheidung aber wohl verschmerzen kann, da er als Sportsoldat 2019 in Südafrika fliegen wird.
Michael Sommer: Segelfliegen kann und muss man systematisch trainieren - wie jede andere Sportart auch
So oder so ähnlich könnte man die Ausführungen von Weltmeister Michael Sommer zusammenfassen, der von Gerd-Peter Lauer in einem lockeren Gespräch interviewt wurde. Michael und Gerd Peter kennen sich seit vielen Jahren, denn als Michael nach dem Scheinerhalt seine ersten Wettbewerbserfahrungen im bayerischen D-Kader machte, war Gerd-Peter bayerischer Landestrainer.  Zu dieser Zeit wurde das, damals meist noch belächelte, mentale Training für Segelflieger entwickelt und fest in den Trainingsablauf eingebunden. "Von diesen Jahren profitiere ich noch heute", berichtete Michael. Hier hat er Fähigkeiten erlernt, die seiner Meinung nach zwischen Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Handwerklich fliegen können bei einer Weltmeisterschaft alle, so Michael. Entscheidend ist viel mehr die emotionale Stabilität, man braucht die Fähigkeit, im Flug Fehler verarbeiten und einordnen zu können. Ansonsten kommt schnell der Tunnelblick, man manövriert sich immer weiter hinein, anstatt einen offenen Blick für den weiteren Flug zu haben. Dazu zählt aber auch, sich bei guten Entscheidungen nicht von der Euphorie vereinnahmen zu lassen. Diese mentalen Fähigkeiten sind es, erklärt Michael, die einen konstant erfolgreichen Piloten ausmachen. Erlernen lassen sie sich aber nicht von heute auf morgen, das braucht viel Zeit. Und welchen Tipp gibt Michael den Junioren mit auf den Weg? "Das Ergebnis darf nicht im Vordergrund stehen. Es ist und bleibt ein Hobby. Wenn ich keine Freude mehr beim Fliegen empfinde und es nur noch um das Ergebnis geht, lasse ich es bleiben. Also, geht Fliegen und habt Spaß!"
Die LS8 neo - ein Förderflugzeug für die Besten der U25-Liga
Der OLC hat ein weiteres Förderflugzeug! Die von Ralph Bürklin zur Verfügung gestellte und von Sponsoren bestens ausgestattete LS8 neo. Der OLC dankt Ralph Bürklin (Stifter), LXNAV (LX9000), AIR AVIONICS  (AIR Control Display + Transponder), TQ (Funkgerät), TopMeteo (jew. Jahreslizenz) und NAVITER (jew. Jahreslizenz), welche dieses Flugzeug für die Talentförderung erst möglich machten.
Am Samstag wurde das Flugzeug erstmalig an Philipp Lauer vom AC Lichtenfels für ein Jahr vergeben. Kriterium für die Auswahl waren die "U25-Pilotenprofile", in denen alle U25 fliegenden Piloten mit den erflogenen  Punkten gerankt werden. Darüber hinaus muss der Verein, für den der Pilot antritt, einen der Top 20 Plätze der U25-Liga belegen. Die Bewertung des U25-Ligaerfolges eines Sportlers für die LS8-Bewerbung war aber nur ein Beurteilungspunkt, ein weiterer Punkt waren Engagement und Erfolge bei zentralen Wettbewerben. Der OLC war in der glücklichen Lage, dass ein und derselbe Bewerber sowohl der erfolgreichste U25-Pilot war als auch die besten Platzierungen bei zentralen Wettbewerben vorlegte. So ist Philipp Lauer qualifiziert für die DSM Standard-Klasse 2019 und für die Junioren-WM der Club-Klasse 2019.
 
Text: Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin)
Fotos: Stefan Harries (LSG Hersbruck)
 
Fundierter Rücklick über alle Ligen – Heiko Hertrich (LSG Bayreuth), ein Meister seines Fachs!
Die Offene Klasse unter sich (v. li.): Wolfgang Clas, Alexander Müller und Ralph Bürklin.
Der Chef im Ring: Gerd Peter Lauer (AC Lichtenfels) hatte wie immer alles fest im Griff.
Wachablösung beim OLC-Discus (v. li.): Moritz Althaus (Preisträger 2018), Marcel Kaspari (Preisträger 2019), OLC-Boss Reiner Rose und Stifter Wilfried Großkinsky
LSG Bayreuth: Deutscher Meister Segelflug-Bundesliga 2018!
Der Stolz des OLC: Die erstplatzierten Teams der U25 Junioren-Liga. In der Mitte der Deutsche Meister ‘SFZ Königsdorf‘.
Michael Sommer, er war unstrittig der Höhepunkt des Nachmittages und sorgte für einen vollen Saal.
Der Interviewer Gerd Peter Lauer war einer der Weggefährten von Michael Sommer vor ca. 25 Jahren, als er seinen Weg im Wettbewerbssegelflug begann.
Mit lebhaften Gesten unterstrich er seine Worte – man spürte hier die Leidenschaft mit der er nach wie vor seinen Sport betreibt.

Die LS 8 neo Winglets, das ist der Bringer … da sind sich Mathias Schunk (li.) und Gerd Peter Lauer einig.

Das Team, welches das OLC Liga-Finale zum wiederholten Male souverän abspulte (v. li.): Stefan Harries (LSG Hersbruck), Gerd Peter Lauer (AC Lichtenfels), Heiko Hertrich (LSG Bayreuth) und Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin).

Gerne gesehene Gäste: Petra Zimmermann-Lauer und Holger Back.

Ein weiteres Schmuckstück für den OLC: Eine perfekt ausgestattete LS8 neo.
Have a good ride: Philipp Lauer (Mitte) vom AC Lichtenfels darf auf Grund seiner hervorragenden Erfolge in der U25-Liga und bei zentralen Wettbewerben die ‘OLC neo‘ in der Saison 2019 nutzen. Rechts der Stifter Ralph Bürklin – großartig!
Auch die Instrumentierung ist vom Feinsten … alles von Sponsoren dem OLC bereitgestellt: LX9070 (LXNAV), Transponder + Air Control Display (Air Avionics), Funk (TQ) … dazu noch jeweils eine Jahreslizenz von TopMeteo und SeeYou.

 


Monday, 08. October Antares 21E für die Top-Liga - Die Neue von Lange Aviation translate news

Ist ein rundum gutes Flugzeug wie die Antares 20E noch zu toppen? Lange Aviation setzt alles daran und bringt jetzt die Antares 21E. Warum eigentlich etwas Neues, sind doch die Halter der Antares 20E mehr als nur durchweg mit ihrer High-Tech-Erwerbung zufrieden. Das 20-Meter-Flugzeug erschien vor 15 Jahren mit modernsten Profilen, einem zukunftsweisenden und noch heute aktuellen, in seinem Wirkungsgrad unerreichten Elektroantrieb für den Eigenstart sowie vielen intelligenten Detaillösungen für den Pilotenkomfort.  Die Spannweite war mit der Auftriebsverteilung eines superelliptischen Grundrisses für die höhere Masse eines motorisierten Segelflugzeugs optimiert.
Nach Verbesserungsvorschlägen befragt, fiel den Antares Piloten nun doch etwas ein: Auch in ganz schwacher Thermik noch gut steigen zu können, wünschten sich viele. Einem Motorsegler, auch einem elektrischen, sind da mit der höheren Rüstmasse Grenzen gesetzt. Aber sie lassen sich hinausschieben. Die neue Antares 21E mit 21,5 Meter Spannweite wird das mit einem verbesserten minimalen Sinken, einem besserem Gleiten im Bereich bis zu mittleren Geschwindigkeiten und letztlich auch gesteigertem besten Gleiten umsetzen. Im hohen Geschwindigkeitsbereich wird sie dank einer möglichen höheren maximalen Flächenbelastung ebenfalls zulegen.

Weitere Informationen finden sich unter: https://www.lange-aviation.com/produkte/antares-21e/

Friday, 28. September OLC-League 2018 - Moriarty wins high - Perlan’s Pilots set new Speed Record translate news

Moriarty seems to have well recovered from last summer’s second place. The New Mexican club launched its gliders on every League weekend and obviously had the best conditions to score speeds points in the country - again. This year Moriarty won 7 rounds out of 19 and scored 37 points more than second placed Soaring Society of Boulder. Quite a margin!
Only on the second weekend of August, in round 17, could Boulder’s pilots Tom Zoellner, Bob Faris and Colin Barry fly faster than all the other competitors. A convergence line west of the Continental Divide showed them the way. They sped up and won the weekend. Looks like the Colorado club tried to get out their fleet every weekend. A great way to earn the Silver Medal at the end of the season!
Texas Soaring Association finished a great third place in the Gold League. Good job! Last year they had been right in the middle of the table.
The fastest average “Gold”-speed was accomplished by Minden’s Keith Essex on May, 19 flying from... Moriarty - of course - on a great day “with good well marked energy lines”: 180.04 km/h, which means over 450 km in just 2.5 hours.
As new OLC-Club, Tehachapi Southern Sierra won the 2018 Silver League. Its former name had been “Southern Sierra”, and the club’s team had finished 6th place in last year’s Gold League. Next summer they’ll be back competing in Gold together with second laced Willamette Soaring and third placed Carolina Soaring Association.
However the fastest flight of the season (or better the fastest flight ever documented in OLC) was accomplished by Dennis Tito on June, 9 in his Jet Arcus. Together with Perlan2-copilot Morgan Sandercock he flew a League speed of 313.51 km/h and thus covered 783.79 km in 2.5 hours. Dennis called it “an absolutely perfect day over the Owens Valley”.
 
Total Results of the 2018 US-League Season: 
            
  US Gold League US Silver League 
Rank
Points
Club
Rank
Points
Club
1
182
Moriarty Soaring
1
256
Tehachapi Southern Sierra
2
145
Soaring Society of Boulder
2
249
Willamette Valley Soaring
3
123
TSA - Texas Soaring Association
3
162
Carolina Soaring Association
4
119
Warner Springs Gliders
4
162
Club GTA
5
117
Soaring Club of Houston
5
126
Williams Soaring Center
6
113
Tucson Soaring Club
6
117
Kansas Soaring Association
7
101
Minden Soaring Club
7
113
Soar Truckee
8
99
SGC Seattle Glider Council
8
108
Mount Shasta Soaring
9
76
Black Forest Soaring
9
106
Aero Club Albatross
10
65
Fault Line Flyers
10
104
Greater Houston Soaring
11
63
GBSC Boston
11
100
Prescott Soaring Society
12
61
Air Sailing Nevada
12
93
Piedmont Soaring Society
13
53
Caesar Creek Soaring
13
92
Bermuda High Soaring
14
52
Las Vegas Valley Soaring Association
14
90
Central Indiana Soaring Society
15
50
NUTSO
15
90
Hole in the Wall
16
36
Chicago Glider Club
16
89
Minnesota Soaring
17
3
Tehachapi Soaring
17
89
Bermuda High Soaring
18
0
Southern Sierra
18
86
Central Indiana Soaring
                                                  
The clubs No. 15-18 will be competing in next year’s Silver League. Green marked Silver League clubs will line up for the 2019 OLC-Gold League.

Thursday, 28. June Perlan: First Ever Tow with Egrett translate news

The Perlan Project saga continues with a new chapter. The first ever tow by an Egrett was designed, fabricated and tested by the Perlan Project team and AV Experts. For Argentina a much more powerful tow plane had been a dream; one hour on tow to 10,000 feet was typical. Then Jim Payne said "What we really need is Einar's Egrett." The Grob Egrett is a very large, very powerful single-seat plane capable of flying relatively slowly. It is a 108 foot (33 meter) wingspan, turbo prop, single-engine, 750 horsepower, super plane. For more photos and details see our blog at http://perlanproject.org/blog/first-ever-tow-egrett
For a video including footage of the first take off behind an Egrett and first (perfect!) rope drop by an Egrett, with the turbine noise clear for the low altitude drop go to https://youtu.be/q-1qBOUMfwo
Join us as we share more of our saga in the days leading up to Argentina. You can follow us on Twitter @PerlanProject. That is where we will be connecting with our followers on any flying days in Argentina. You can sign up on the front page of our website for a personal email notification when we have published a new blog. We are investigating a text message service to notify when we are flying in Argentina. And (first-time public invitation) we have researched options for live photos from the glider while flying high to be streamed on the Internet. Stay with us as the adventure continues, as atmosheric science is validated, and as students are inspired.
Perlan Soars!
 
Jackie Payne
 
 

Tuesday, 26. June FLG BLaubeuren: Southside Festival der Liga translate news

Nach dem grandiosen vierten Rundenplatz von letzter Woche galt es für die Piloten der FLG aus Blaubeuren noch einen drauf zu legen, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. So wunderte es niemanden als Joachim Krais bereits um 9 Uhr auf dem Fluggelände in Sonderbuch abflugbereit stand. Die Wolken waren jedoch zunächst sehr tief, sodass ein früher Start nicht möglich war. Nach und nach reihten sich weitere Segler in das Starterfeld. Nachdem dann um 11:30 Uhr mit 1500 m endlich eine moderate Wolkenhöhe erreicht wurde, starteten die Ligapiloten zu ihrem Wolkenritt. Ziel war der Westen. Die Thermik in der Kaltluft war stark, jedoch schwierig zu lokalisieren unter der schönen Cumulus Bewölkung.
Das Donautal entlang kamen sie an dem auf dem Flugplatz Neuhausen ob Eck stattfindenden Southside Festival vorbei. Über der tobenden Menge von rund 60.000 Musikfans gab es gute Thermik, welche die Ligapiloten der FLG schnell vorankommen ließ. Das Doppelsitzerteam Oliver Stockinger und Heinrich Krais wollte an der A81 bei Donaueschingen den wolkenlosen Sprung in den Schwarzwald wagen. Da die Thermik im Blauen jedoch noch zu schwach war mussten sie leider kehrt machen, was sie einiges an Zeit kostete. Martin Söll, der etwas weiter im Süden bis zu den letzten Wolken geflogen ist, hat dies besser erwischt und machte hier ebenfalls kehrt. Der zuletzt gestartete Blaubeurer, Philipp Söll, kam ihm auf seinem Rückweg entgegen und sie konnten gemeinsam im Teamflug weiterfliegen, was ihnen die Suche nach Aufwinden erleichterte.
Zwischen Oberschwaben und Schwaben konnten die beiden nun ihre Ligapunkte holen. Joachim Krais machte sich derweil in eine ganz andere Richtung auf. Er flog bei niedrigen Wolken in den Alpen bis nach Graubünden und anschließend über den Bodensee zurück. Der Sprint in Oberschwaben von Philipp und Martin Söll zeigte sich als am effektivsten. Sie staunten nicht schlecht als sie sahen, dass der Flug von Philipp mit 109 Punkten der schnellste Europaweit an diesem Wochenende war. Der von Martin mit 104 Punkten immerhin der fünftschnellste der über tausend gemeldeten Flügen.
Ergänzt durch das Doppelsitzerteam mit 82 Punkten reichte dies hinter der FG Schwäbisch Gmünd und der SFG Stadtlohn für Platz 3, was ihnen einen Sprung vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz bescherte. Die Kameraden der FSV Laichingen, mit denen die Blaubeurer am Freitag noch die Sonnenwende gefeiert haben, hielten mit ihrem zwölften Rundenplatz den vierzehnten in der Tabelle. Bei der FLG steht ein weiteres Highlight steht an, da kommende Woche der Blaubeurer Fluglehrer und Spitzenpilot Sebastian Bauder nach Polen geht, um für die am 7. Juli beginnenden Weltmeisterschaften zu trainieren, an denen er in der Rennklasse teilnimmt.
 
Martin Söll
 
Oliver Stockinger und
Heinrich Krais.
Sipplingen am Bodensee
(Foto: Joachim Krais).
Southside Festival aus
dem Blaubeurer Arcus.

 


Tuesday, 26. June SFZ Königsdorf: Zurück an die Tabellenspitze translate news

Nikolai Wolf sicherte am Sonntag noch den U25 Rundensieg und erhielt deswegen den Spitznamen "Nikolai Kroos".
(Foto Mathias Schunk)
Wie bereits am vergangenen Wochenende, fliegt das SFZ auch diesmal, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch bei den Junioren zum Rundensieg. In der Alpenliga eroberte man damit die Tabellenführung zurück, die man in der vierten Runde an die Österreicher vom SMBC Kirchdorf/Micheldorf verloren hatte.
Taktische Aufteilung
Wo man am Samstag die besten Ligaschnitte erzielen könne, war alles andere als eindeutig. Während das Voralpenland und die Alb gute Bedingungen bringen sollte, war der Alpenrand durch Nordstau mit tiefen Wolken benachteiligt. Da man jedoch die Hoffnung hatte, dass man im höheren Relief gute Bedingungen vorfinden könnte, teilte man sich taktisch auf. Das Arcus Team Benjamin Bachmaier/Gerhard Hiemisch, sowie Markus Eggl und die beiden Junioren Johannes Beyer und Michael Wisbacher, flogen im Flachland Richtung Westen, ohne jedoch auf die Alb zu fliegen, weil das Außenlanderisiko am Rückweg zu hoch war. Am Ende kehrte der Arcus mit 93,1 km/h zurück, Markus Eggl erzielte 82,2 km/h und die beiden Youngsters waren mit 81,4 km/h, bzw. 80,1 km/h nahezu gleich schnell.
Schwieriger Einstieg in die Alpen
Thomas Wolf flog am Alpenrand gen Westen, Hans Trautenberg versuchten sich am Alpenrand Richtung Osten und erzielten Schnitte um 80. Die beiden Junioren Jakob Edmaier und Lukas Keibel mühten sich ebenfalls am Alpenrand und erzielten jeweils 50 km/h. Lediglich Klaus Peter Renner, Oliver Wolfinger und Philipp Strobach gelang zunächst der Einstieg ins hohe Gelände und meldeten gute Bedingungen im Engadin. Mit jeweils 88 km/h waren sie auch schneller, als die meisten, die nicht im Engadin flogen. Durch die Meldungen angespornt, kämpfte sich Mathias Schunk, der sich zunächst auch am Alpenrand vergeblich gemüht hatte noch ins hohe Relief vor. Allerdings war er letzen Endes erst um 17h im Inntal erstmals in einer vernünftigen Position und Höhe, um den Ligaflug beginnen zu können. Da kamen ihm die anderen drei bereits entgegen und flogen heimwärts. Wende kurz vor 18h bei Samedan, pünktlich zum public viewing zurück in Königsdorf und mit 95,3 km/h auch noch den schnellsten SFZ Schnitt erzielt.
Sonntag fliegt nur Nikolai Wolf
Am Sonntag machte sich Nikolai Wolf dran, die Juniorenwertung noch zu verbessern und trotze der OLC Wetterprognose, die doch besagte: "Am SONNTAG Abschirmung durch hohe Bedeckung oder geschlossene Bewölkung mit etwas Regen, keine nutzbare Thermik." Samstags war er noch in der bayerischen Turnliga aktiv, ausgerechnet in Lichtenfels, dem Verfolger in der U25 Liga. Ein Wetterfenster ermöglicht ihm eine 80,6er Wertung, die die Junioren noch auf Rundenplatz eins hievte. In Anlehnung an das last minute Tor und Matchwinner Toni Kroos vom Vorabend, brachte ihm dies nun den Spitznamen "Nikolai Kroos" ein.
Zweimal Tabellenführer
Durch den Rundensieg vor zwei italienischen Clubs übernahm das SFZ wieder die Tabellenführung in der internationalen Alpenliga. Bei den Junioren konnte sich das SFZ absetzen, weil der hartnäckigste Verfolger aus Lichtenfels leider nullte. Aufgrund der Tatsache, dass es bei den Junioren jede Runde 50 Punkte gibt, könnte dies bereits eine Vorentscheidung sein. Dadurch, dass nur sehr selten mehr als zehn Teams drei Junioren pro Runde in die Wertung bringen, ist ein Nuller im Gegensatz zur Bundesliga nur schwer ausgleichbar. Sehr, sehr schade für die Spannung im Titelkampf.
 
Mathias Schunk
 

Monday, 25. June Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 10 - Halbzeit! Oder sollte man sagen: Halbzeitpause? Zumindest das Wetter hatte nur wenig zu bieten, auch wenn nominell Hochdruckeinfluss herrschte, das lag aber leider an der falschen Stelle und versorgte uns eher mit Abschirmungen als mit fliegbarem Wetter. So wurde es die bisher langsamste Liga-Runde dieser Saison, aber trotzdem keine uninteressante...
Samstag:
Von dem kräftigen Hoch ist aus dem Satellitenbild von 12UTC nicht viel zu sehen. Zwar lag der Druck im Westen schon bei deutlich über 1025hPa - soweit war das Hoch also schon spür- und messbar -, aber noch lagen wir leider auf der Ostseite. Auf der sorgte der kräftige Nordwestwind für reichlich Feuchtezufuhr, die sich vor allem in den Staulagen lange hielt. Ein paar Lücken gab es dann aber doch: Der Südwesten/Süden profitierte von dem leichten Lee-Effekt, so dass hier waren die Bedingungen auch für Flüge über die 2,5 Liga-Stunden weiträumig genug war. Zum Nachmittag machte es im NPOrdwesten dann von den Niederlanden her auf und auch ganz im Nordosten gab eine kleine Lücke. Die beiden letzteren hatten trotz nicht allzuhoher Basis den Vorteil, dass die Cumuli sich im Wind reihten - was sich auch in den Flugspuren wiederfindet.
Sonntag:
Die Lage hatt sich nicht großartig verändert: Das Hoch lag weiter über den britischen Inseln und wir damit in der anhaltenden Nordwestströmung. In der Höhe lag eine schwache Warmfront, deren weitreichender Cirrenschirm zwischen Eifel/Pfalz und der Ostsee gut sichtbar ist. Darunter hatten sich aber anfangs in der labilen Grundschicht noch Cumuli gebildet, so dass sich zumindest (meist südlich von Main und Mosel) ein paar Lücken auftaten, die zumindest für Liga-Flüge ausreichend groß waren.
Wer hat was draus gemacht?
Nicht nur die Anzahl der Flüge und die räumliche Verteilung legen nahe, dass der Samstag der meist "bessere" des Wochenendes gewesen ist. Diese Runde 10 war, was die Schnitte angeht, dennoch die bislang "langsamste". Meist sind solche Runden am Ende aber die schwierigsten und mitunter auch die Entscheidenden. Nur rund 2/3 der Teams aus beiden Ligen konnten am Ende punkten, was die Punkte um, so wertvoller macht, wenn die Konkurrenz komplett leer ausgeht.
Wer nochmal einen Blick auf das Satellitenbild vom Samstag wirft, erkennt vor allem südlich der Donau schöne Entwicklungen. Die meisten Flüge der vorne platzierten Vereine fand dann auch unter diesen zwischen Bodensee und Iller statt. Die Unterschiede in den Strecken ergaben sich am ehesten noch durch den Zeitpunkt, wann am Nachmittag die Flüge stattfanden: Da es von Norden her ein wenig abtrocknete, lagen die etwas späteren Flüge etwas wenig weiter südlich. Einen signifikanten Unterschied in den Schnitten machte das aber nicht.
Von den ersten 4 Plätzen waren 3 Vereine in besagtem Bereich unterwegs. Von Aalen bzw. Laichingen, von Blaubeuren und von Hornberg aus hatte man einen guten Zugriff dorthin. Titelverteidiger Aalen landete auf Rang 4. Auch wenn im Team Philipp und Martin Söll am schnellsten waren, reichte es am Ende für die FLG Blaubeuren nur knapp für Rang 3. Vorne landete - auch Dank einer homogenen Teamleistung die FG Schwäbisch Gmünd mit Frank Rodewald, Joachim Koch und Kai Kunze/Tobais Ladenburger. In die schwäbische Phalanx konnte aber noch ein Verein aus dem NRW einberechen. Es dauerte zwar bis in den Nachmittag, aber in der von den Niederlanden heranziehende Lücke konnte die SFG Stadtlohn ihre Flüge unterbringen. Bernd Mensing/Hermann Rosing waren hier die schnellsten. In der Gesamtwertung können die Münsterländer damit einen weiten Sprung nach vorne machen und sich etwas Luft zu den Abstiegsplätzen verschaffen.
Und auch vorne ist die Lücke zwischen Platz 1 und 2 wieder etwas größer geworden. Die Bayreuther erreichten Dank der Wetterlücke am Sonntag zwar noch Rang 16, aber durch Rang 4 kann Aalen in der Tabelle wieder etwas davoneilen und liegt nun wieder 13 Punkte vor dem engsten Verfolger, an den sich aber langsam auch Schwäbisch Gmünd auf Rang 3 heranschleicht.
Auch in Liga 2 waren die schnellsten Flüge am Samstag im Südwesten, wobei die Flüge nicht so konzentriert über Oberschwaben stattfanden, wie in Liga 1. Das mag daran liegen, dass für die SFC Schwäbisch Hall die "Anreise" ein wenig lang gewesen wäre, nur um ein Jojo zwischen A81 und A7 zu fliegen. So machte man auf dem Weg rings um Stuttgart die Liga-Speed auf den Schenkeln den Schwarzwald hinunter und die Alb wieder hoch. So erreichen sie Am Ende Rang 2 vor der FLG Grabenstetten.
Auch mit einem Schlag in den Schwarzwald war Robert Schröder unterwegs, während Simon Schröder und Kilian Biechele südlich der Donau blieben. Alle 3 Flüge erreichten (nach Indexkorrektur) einen Schnitt von über 100km/h. In der Summe hätten die 304km/h der Bad Wörishofener auch in Liga 1 für den Plat zan der Sonne gereicht!
Die Haller können den meisten Nutzen aus dieser Runde ziehen und rücken in der Gesamtwertung nun bis auf 3 Punkte an Gifhorn heran. Die Niedersachsen blieben in dieser Rude punktlos und kommen damit auch nicht näher an die weiterhin souverän führende SFG Steinwald heran. Die konnten zwar in dieser Runde auch nur 5  Punkte einfahren, was aber für einen Ausbau der Führung auf 33 Punkte gereicht hat. Mal sehen, wenn sich der Trog über Südosteuropa bis zum kommenden Wochenende verzogen haben sollte, gibt das Wetter vielleicht wieder etwas größere Fenster für alle frei ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen ...
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Saturday, 23. June Long-Distance-Planung: Mit Profi-Tipps von TopMeteo zu mehr OLC-Punkten translate news

Grafik 1: PFD vom 11.06.2016 – 1000km FAI im Nordosten
Grafik 2: Wolkenvorhersage
vom 11.06.2016
Bei einem OLC-Liga Finale in Poppenhausen hielt Bernd Goretzki, Langstreckenspezialist, Meteorologe und Boss vom OLC-Goldsponsor TopMeteo einen vielbeachteten Vortrag, wie er seine Flüge nicht nur meteorologisch vorbereitet, sondern bei der Planung auch die Punkteausbeute im OLC-Plus im Blick zu hat. Maximale Punkte zu erreichen ist dabei keine Quadratur des Kreises, sondern eher eine Optimierung des Dreiecks –, und manchmal ist es gar nicht notwendig, dieses tatsächlich zu fliegen. Bernd hat gezeigt, dass z.B. bei einem „Bumerang“, der ein Dreieck nur „aufspannt“ mit nur rund 2% Umweg dieselbe Punktzahl zu erreichen ist wie beim dem (fast) gleich großen FAI-Dreieck.
Basis ist das Wetter
Bei der meteorologischen Vorbereitung folgt er einem immer ähnlichen Schema: Mit einem raschen Scannen „potentiellen Flugdistanz (PFD)“ werden die lohnenden Tage herausgefiltert. Lohnt es sich, den Tag genauer zu analysieren? Wo liegt der beste Wetterraum? Dann folgt ein Blick in die „Wolkenvorhersage“ des frühen Nachmittags: Gibt es Cumuli? Passt der Wetterraum zur PFD? Mit der Animation wird die Dynamik des Wetters noch „begreiflicher“ – ein Feature, dass mit der neuen Webseite von TopMeteo nochmal einfacher geworden ist. Ein Blick in den Wind in 1500m/2000m hilft dabei ebenfalls, nicht zu vergessen, dass sich bei ca. 30km/h und mehr Wolkenstraßen bilden können. Über die Arbeitshöhe und mögliche Störungen durch Schauer/Gewitter informiert dann die „Thermikkarte“. Mit einer Vorstellung davon, wie sich das Wetter im Tagesverlauf entwickeln wird, geht es nun an die Streckenplanung und die Punktoptimierung…(siehe Grafik 1, 2 und 3 )
Die lieben Punkte
Der OLC-Plus honoriert flächige Flüge. Dabei werden zu den erflogenen Streckenpunkten (1 Punkt/km) noch Punkte für die Größe des optimal in die Strecke gelegten FAI-Dreiecks (0,3 Punkte/km) gutgeschrieben.
Maximale Punkte durch maximalen Bonus erhält man mit einem FAI-Dreieck. Doch das passt manchmal weder ins Wetter noch in den Luftraum. Es gilt also eine Strecke zu fliegen, die zumindest ein Dreieck „aufspannt“. Bei den Streckenpunkten verliert man ja nichts, denn auch die „Umwege“ werden ja gewertet.
Wie viele km mehr muss ich fliegen?
Oft versucht man, ein möglichst flaches Dreieck zu fliegen (Bumerang). Der kürzeste Schenkel des Dreiecks muss bei einem Flug >500km 25% betragen, der längste darf nicht länger als 45% sein - für den dritten verbleiben 30%. Da nur die kurzen Schenkel variiert werden können – wir lassen den langen bei den maximal möglichen 45% -, ist man mit der Form nahe an einem gleichschenkligen Dreieck. Spielt man ein wenig mit der Trigonometrie herum, zeigt sich, dass der „stumpfe“ Winkel des Dreiecks (gegenüber des 45%-Schenkels) bei rund 110° liegen sollte. Damit ist das Dreieck maximal flach.
Ein Beispiel: Ein 1000er FAI bringt 1300 Punkte (Index 100). Fliegt man stattdessen einen „Bumerang“, also eine Zielrück-Strecke auf geknickter Bahn, muss man für ebenfalls 1300 Punkte nur etwa 1020km fliegen (gerade 2% mehr!). Man muss nur die Seitenverhältnisse und Winkel einhalten, um ein optimales Dreieck aufzuspannen. Fliegt man z.B. die beiden „kurzen“ Schenkel mit 232km und 279km, bringt das hin und zurück 1022km=1022Punkte. Spannen diese mit einem Winkel von 110° ein Dreieck von 928km auf, bringt das die zu 1300 noch fehlenden 280 Punkte.
Kreative Streckenführung
Hält man die Verhältnisse der Streckenlängen (bei Flügen <500km ist es übrigens ganz ähnlich) im Auge und dass der Stumpfe Winkel rund 110° beträgt, kann man das Dreieck auf „fast“ beliebige Weise aufspannen:
Ein sehr flacher „Bumerang“ (fast schon ein JoJo) kann aufgeweitet werden, wenn man querab zum Kurs einen Zacken fliegt, der das Dreieck aufspannt. Dieser muss aber mehr als 15% der Gesamtlänge betragen (Höhe des Dreiecks)
Ein Stern, bei dem der Start/die Wenden in der Mitte liegen, lässt alle 6 Schenkel zur Strecke zählen, kann aber gleichzeitig ein FAI-Dreieck aufspannen (Verschiedene Streckenführungen, um ein Dreieck aufzuspannen, siehe Grafik 4).Es lohnt sich, mit den gängigen Programmen, die einem die FAI-Sektoren bei der Planung einblenden, mal die eine oder andere Möglichkeit durchzuspielen. Für eine grobe Vorplanung bietet sich prosoar.de an (kostenfrei), die Streckenplanung kann dann z.B. mit SeeYou erfolgen, da hier die Wetterdaten von TopMeteo gleich integriert sind. Wie beim Wetter gilt: Eine gute Planung lässt Raum für Optionen (verschiedene Streckenführungen von Flügen im OLC, siehe Grafiken 5,6, 7 und 8).
Das sollte man im Kopf behalten
Variante 1: Man fliegt zwei in etwa gleichlange Strecken („Schenkel“) hin und zurück. Der Winkel zueinander sollte ca. 110° sein. Das spannt automatisch ein FAI Dreieck auf.
Variante 2: Man fliegt einen langen guten Schenkel hin und ungefähr zur Mitte wieder zurück. Dort fliegt man dann senkrecht zum Schenkel, um ein Dreieck aufzuspannen und danach nach Hause.
Und zu guter Letzt: Ein FAI-Dreieck wird es erst, wenn der Flug auch geschlossen ist!
Man sollte evtl. so planen, dass eine Verlängerung des Fluges – wenn am Ende des Tages doch noch etwas Wetter übrig sein sollte – das Dreieck sogar noch erweitern kann. Sinnvoll ist es, das Dreieck sowohl vor als auch nach der „Erweiterung“ zu schließen.
Wo bietet sich das an?
Natürlich folgt ein Flug dem Weg der höchsten Energie, den optimalen Wegen. Oft ragen hier die typischen Rennstrecken heraus. Hier bietet die Orographie durchaus spannende Möglichkeiten, um sowohl mit den Routen als auch mit der Punkteoptimierung zu spielen.
So liegen beispielsweise Thüringer und Bayerischer Wald nahezu auf einer Linie – wenig optimal. Nimmt man aber noch das Erzgebirge hinzu …
Schwarzwald und Alb haben oft klar vorgegebene Routen, die in einem eher spitzen Winkel zueinander liegen. Die Längenbegrenzung liegt eher beim Schwarzwald, man kann aber mit der geeigneten Länge über der Alb auch hier ein Dreieck aufspannen.
Lufträume zwingen ebenfalls zu bestimmten Streckenführungen. Köln/Bonn mag da als Beispiel dienen, wie man mit einem Bumerang südlich des Charlie Dreiecke aufspannen kann. In Varianten, je nachdem ob man die Industriethermik im Korridor mit Düsseldorf ausnutzen will.
 
Grafik 3: Konvektion vom 11.06.2016
– 1000km FAI im Nordosten
Grafik 4: Verschiedene Streckenführungen,
um ein Dreieck aufzuspannen
– dem Vortrag entnommen
Grafik 5: Verschiedene Streckenführungen
 von Flügen im OLC: „Bumerang"
Grafik 6: JoJo mit 90° Ablage Grafik 7:  “Stern“ Grafik 8: ErzgebirgeThüWaldBayWald
 

Friday, 22. June DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 22.06.2018 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bleibt die frische Nordwestströmung zwischen tiefem Luftdruck über Fennoskandien und einem Hochdruckgebiet über Großbritannien erhalten.  Während die einfließende kühle Nordseeluft im Norden und Osten noch vom Tiefdruck dominiert bleibt, steigt im Süden sowie im Alpenraum langsam der Einfluss des Hochs.
Am SONNTAG führt die Nordwestströmung einen weiteren Schwall sehr feuchter Meeresluft heran. Dadurch zeigt sich verbreitet unbeständiges Wetter, im Nordosten wird die Luftmasse durch einen Höhentrog zusätzlich labilisiert. Der Alpenraum wird von Nordwest angestaut.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG zeit-und gebietsweise mäßige Wolkenthermik, die allerdings häufig durch Ausbreitungen und Niederschlägen gestört sein wird.
Am SONNTAG in einem breiten Streifen von der Nordsee bis zum Erzgebirge keine nutzbare Thermik. Südwestlich davon zeitweise mäßige Wolkenthermik, im Nordosten teils auch mäßige bis gute Wolkenthermik, die allerdings durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist in der Nordhälfte oft keine nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmungen und lebhaftem Wind zu erwarten. Im Süden hingegen bestehen Chancen auf gute bis sehr gute CU-Thermik, Arbeitshöhen um 4500-5500 FT AMSL.
Am SONNTAG wird wegen abschirmender Bewölkung keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige, im Südwesten Bayerns gute Cumulusthermik. Tendenz zu Cumulusstraßen. Thermikbeginn 07 bis 07.30 UTC. Thermikende 17 UTC, im Allgäu 18 UTC.
Am SONNTAG Abschirmung durch hohe Bedeckung oder geschlossene Bewölkung mit etwas Regen, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

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