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Tuesday, 18. June 2019 SFZ Königsdorf: Mit Sonnenaufgang zum Ligaflug gestartet translate news

Der Anfang der Woche für Juni ungewöhnliche Südföhn, der den ein oder anderen weiten Flug ermöglicht hatte, schien Ende der Woche nochmals zurückzukommen. Armin Behrendt und ich verwarfen aber die Idee für einen samstäglichen Frühstart zum Ligaflug am Freitag Abend, weil der Wind zu früh aufhören sollte, das beste Fenster war schlicht und einfach in der Nacht von Freitag auf Samstag. Als ich dann um kurz vor fünf von alleine aufgewacht bin, dachte ich das müsse eine Eingebung sein und schaute kurz ins Wetter und entschied mich kurzerhand es doch zu probieren. Um kurz vor sechs war ich in der Luft. Zwischen Wilder Kaiser und Hochkönig gelang dann bei der ersten Runde auch ein141er Schnitt. Beim zweiten Mal ließ der Südwind bereits nach, so dass es am Steinernen Meer bereits Probleme gab, weil ich zu tief kam und ich mich mit schwachen Aufwinden begnügen musste.
Am Ende am Wilden Kaiser war der Schnitt dann auf insgesamt  123,2 km/h (oder 103,8 Punkte) gesunken. Hier war der Wind dann komplett weg und um halb zehn die Thermik erst gerade langsam am beginnen, also alles Wasser raus und irgendwie sich in den 15 km Radius zurückhangeln war die Devise. Um kurz nach zehn landete ich wieder in Königsdorf, wo die anderen gerade dabei waren ihre Flugzeuge zum Start vorzubereiten.
Zweite Tagesrunde in schwacher Thermik und dann auf einmal im Nordwind
Kurz nach elf Uhr machten dann Benjamin Bachmaier und Vincent Heckert den Anfang der zweiten Runde. Andrea Abt, Jonathan Cross, Johannes Beyer, Fritz Vollmer und das Doppelsitzer Duo Volker Kempf/Marc Brockmann folgten hinterher. Armin Behrendt und ich schnappten uns noch den Vereins Arcus. Mittlerweile hatte die Thermik eingesetzt, die jedoch nicht besonders gut war, dafür hatte der Wind auf Nord gedreht, so dass man nun an der Nordseite der ersten Hangrücken flog. Zwischen Inn-und Lechtal wurden alle Ligawertung erzielt, wobei Benny mit 83,99 Geschwindigkeitspunkten der schnellste war. Armin und ich brachten es auf 79,2 und Jonathan auf 78,6 Ligapunkte. Morgens im Süd-, danach im Nordwind geflogen, ein total verrücktes Wetter, das so noch keiner von uns erlebt hatte.
Samstag Abend wird das zwischenzeitliche Rundentriple gefeiert
Bei den Junioren schaffte am Samstag in ganz Deutschland kein Team drei Wertungen zu erfliegen, so dass unser Duo Beyer/Heckert in Führung der U 25 Liga lag. In der samstäglichen Zwischenwertung stand das SFZ damit sogar in allen drei Ligen an der Spitze und da die Wetteraussichten für Sonntag ja lediglich für den Westen und Nordwesten Deutschlands, sowie für die Alpensüdseite gute Bedingungen versprach, machte man sich berechtigte Hoffnungen auf ein mögliches Rundentriple.
SFZ zweimal Frühjahresmeister
Am Sonntag war man in Königsdorf dann einmal mehr zum Zuschauen verbannt, was uns nach samstäglich guten Ergebnissen diese Saison nun schon zum dritten Mal passiert. Für die heimische Pressearbeit nutze ich als Pendant zum Fussball Herbstmeister seit Jahren schon den Begriff des Frühjahresmeister nach der letzten Runde vor der Sonnwende. Auch wenn es am Ende  "nur" ein Vize-Runden-Triple mit drei zweiten Rundenplätzen geworden ist, feiern wir sowohl in der U 25 Liga, als auch in der internationalen Alpenliga diesen Frühjahresmeister.
 
Text und Fotos: Mathias Schunk
 
Start in den Sonnenaufgang zum Ligaflug in Königsdorf am Samstag
Auf zur zweiten Runde in die schwache Thermik
Am Sonntag konnte man in Königsdorf nur zuschauen, was die Konkurrenz fliegt
 
 

 


Friday, 14. June 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 14.06.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gewinnt ein Höhentief nördlich der Britischen Inseln wieder an Wettereinfluss. Mit südlicher Höhenströmung fließt erneut eine hochreichend feuchte und labil geschichtete Luftmasse ein. Der Norden und Nordosten Deutschlands liegen im Bereich einer Tiefdruckrinne, in der es bereits in der ersten Tageshälfte zu konvektiven Umlagerungen kommt. Im Alpenvorland werden konvektive Umlagerungen zunächst durch den Föhn unterdrückt, erst am Nachmittag kommt es aus den Alpen heraus zu teils kräftigen Gewittern.
Am SONNTAG bleibt das Höhentief bei den Britischen Inseln weiterhin wetterbestimmend, die Höhenströmung dreht auf Südwest bis West und führt kühlere Meeresluft heran. Diese ist zum Teil noch leicht labil geschichtet, gelangt aber im Tagesverlauf zunehmend unter den Einfluss eines Hochs über Frankreich und trocknet dabei von Westen her allmählich ab. Im Süden und Südosten kommt es jedoch weiterhin zu hochreichender Konvektion.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG verbreitet aufgrund massiver Überentwicklungen meist keine nutzbare Thermik, zwischen Vorpommern und Lausitz bis zum Mittag, im äußersten Südwesten am Nachmittag mäßige Wolkenthermik mit CU-Basis bei 1000-1200 m, weiterhin Möglichkeit von Überentwicklungen.
Am SONNTAG meist gute Wolkenthermik mit CU-Basis bei 1200-2000 m, die durch einzelne Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG bei vielfach starker Bewölkung und immer wieder eingelagerten Überentwicklungen kann sich nur lokal mäßige Thermik entwickeln.
Auch am SONNTAG ist es zunächst meist stark bewölkt, vor allem im Süden, später auch im Osten kommen verbreitet Niederschläge hinzu und es kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln. Am Nachmittag kommt der Westen und Südwesten jedoch auf die Rückseite und es kann sich lokal mäßige, lokal gute Thermik entwickeln.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige, über dem Bayerischen Wald mäßig bis gute Thermik. Am Spätnachmittag und Abend vom Alpennordrand nordwärts ausbreitend Überentwicklungen mit Gewittern.
Am SONNTAG abgeschirmt durch starke bis geschlossene Bewölkung mit eingelagerten CB, Schauern und einzelnen Gewittern.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 12. June 2019 U25: Viel Wind und durchwachsene Bedingungen prägen die Runde 8 translate news

Es liegt eine Runde mit nicht ganz einfachen Bedingungen hinter uns. Während am Sonntag der Nordwesten bevorteilt ist, ist es Samstag der Rest Deutschlands. Wobei Vorteil hier relativ ist. Die erzielten Schnitte zeigen, dass die Punkte hart erkämpft sind. Wer einen Hang hat, kann diesen Dank des Windes einigermaßen gut nutzen. Auch hier sind Grenzen gesetzt. So gibt es beispielsweise Wettbewerbe, die an diesen Tagen aufgrund des Windes neutralisiert werden. Nicht nur das Wetter brodelt an diesem Wochenende, auch im Ranking geht es heiß her. Ein derart enger und häufiger Wechsel an der Tabellenspitze war im vergangenen Jahr nicht an der Tagesordnung. Erneut schiebt sich Lichtenfels mit einer grandiosen Leistung nach vorn.
Aber auch unter den Treppchenanwärtern gibt es Veränderungen. Während Oerlinghausen und Hammelburg weiter ihre Ränge halten, schiebt sich die LSG Erbslöh Langenfeld an Brandenburg vorbei auf Rang sechs. Bereits 2015 können sie mit nur drei Piloten am Start Rang vier erzielen. In dieser Saison haben sie neue junge Überlandflieger dazu gewonnen. Die damaligen Liga-Piloten bilden die Youngstars aus. Bereits im Winter begann die Einstimmung und Vorbereitung im Rahmen von Seminaren von der Bedienung des E-Varios bis hin zum mentalen Training. Geflogen wird in Langenfeld durch die Liga auch bei nicht optimalen Wetterbedingungen. So auch an diesem Wochenende. Hochmotiviert tankt die U25 morgens um neun ihre Flugzeuge, während die alten Hasen erst mittags antraben. Geringe Basis und große Wolkenabstände erschweren das Wegkommen vom Start. Auch die Steigwerte im Sauerland lassen sich als nicht berauschend zusammenfassen. Ein Stockwerk höher stehen die Lentis. Nur rankommen ist nicht. Sehnsüchtig kämpfen sie thermisch weiter. Und auch diese lässt auf dem Rückweg nach. So wird ein 40 Kilometer langer sportlicher Endanflug notwendig. Ein kleines Industriegebiet in der Nähe des Platzes lässt nochmal Höhe tanken und bringt ein wenig Entspannung. Außenposten Marc Wachtmeister ist beim Euregiocup. Nachdem sein Wettbewerb Dank des Wetters an den beiden Tagen gecancelt wird, startet er, um zumindest eine Liga-Wertung zu erfliegen. Auch wenn es nicht für zweieinhalb Stunden reicht, kommen wichtige Punkte zusammen. Drei Wertungen an einem schwierigen Wochenende schieben das Team als Belohnung eine Etage weiter nach oben. Potenziale für weitere Klettertouren sind definitiv vorhanden.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Aachen (NW) 205,39 Speed/50 Punkte, 2. AC Lichtenfels (BY) 195,42 Speed/49 Punkte, 3. FSV Erlangen-Nürnberg (BY) 166,63 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 8: 1. AC Lichtenfels (BY) 307 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 292 Punkte, 3. FC Eichstätt (BY) 289 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Carsten Richartz
 
Nicht sehr einladende Wolkenstruktur
Teamwork
Kurz vor der Heimat
 

 


Wednesday, 12. June 2019 Die Runde acht bringt dem Aero-Club Braunschweig einen Trostpunkt translate news

Die Minimoa ist eine absolute Augenweide für alle Oldtimerfans.
Im Rahmen der letzten beiden Bundesligarunden mussten sich die Braunschweiger Aufwindjäger mit jeweils einem Punkt begnügen. In der zurückliegenden achten Runde konnte der LSV Rinteln erfolgreich mit 361,15 Speedpunkten sein Heimspiel bei mächtigem Südwestwind an den Hängen des Weserberglandes gewinnen. Unsere 248,27 Speedpunkte wurden von diesen Piloten, die drei unterschiedliche Startorte hatten, eingeflogen:
Heiko Braden/Michael Schoof, Duo Discus, 86,77 Speedpunkte,
Hayung Becker, Standard Cirrus, 81,50 Speedpunkte,
Joerg Meyer, ASW 20, 80,00 Speedpunkte,
In der Gesamtwertung führt nun die LSG Bayreuth mit 111 Punkten und der Aero-Club liegt mit 72 Punkten auf Rang zehn. Braden und Schoof nahmen am geschichtsträchtigen Wilscher Vergleichsfliegen 2019 teil und konnten sich in ihrer 10 Maschinen umfassenden Konkurrenz im Mittelfeld positionieren. Der äußerst erfahrene Thermikjäger Becker hat zur Zeit seine Zelte in Riesa aufgebaut und fliegt dort die Streckenflugwoche Canitz mit. Er liegt in der Clubklasse aktuell auf Rang zwei in der 27 Maschinen umfassenden Konkurrenz.
Sein kongenialer Partner Meyer stieg mit der ASW 20 auf der Großen Höhe in Delmenhorst auf. Conni Bruns und Christian Ueckert nutzten den Pfingstsonntag zu erlebnisreichen Ausflügen mit ihrer Minimoa mit dem Startort Stade. Mit 46,59 Speedpunkten erfüllte „Yeti“ mit der „betagten Dame“ sogar die Grundlagen für eine Bundesligawertung.
Es ist schon ein absolutes Novum, dass eine Minimoa für das Bundesligafliegen eingesetzt worden ist. Der Rumpf wurde im zurückliegenden Winter mit sehr viel Liebe und Herzblut von den beiden bereits oben genannten „Holzwürmern“ und ihren weiteren Braunschweiger Freunden der gemeinsamen Haltergemeinschaft grundüberholt.
 
Rolf Wagner

 


Monday, 10. June 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die 8. Runde der Segelflug-Liga war eine windige Angelegenheit. Auf der Vorderseite eines Troges bestimmte der Wind nicht nur den Wechsel untershiedlicher Luftmassen (Samstag eher kühler, Sonntag eher wärmer), sondern auch die daraus resultierende Flugtaktitk.
Samstag:
Vor allem am Samstag war der Wind "der" dominierende Faktor, aber auch die Feuchteverteilung, was das Satellitenbild von 12UTC recht deutlich zeigt: Das steuernde Tief lag zu der Zeit über der Nordsee. In einer weiten Spirale zieht sich die okkludierte Front über die britische Inseln (und entschwindet erst einmal aus dem Bild, das Südskandinavien nicht mit abdeckt) und dann als langgezogene Kaltfront, die von der Ostsee über Polen bis in die Tschechien reichte.
Mit der kräftigen Südwestströmung floss im Nordwesten feuchte Luft nach, während der Süden eher wolkenlos daherkam. Gut erkennbar reihen die Wolken im Wind, von Ostfrankreich bis ins nordhessische Bergland zeigen sich dabei sogar wellende Strukturen. Interessant ist auch der Grenzbereich zwischern feuchter und trockener Luft, der genau die richtige Mischung aus Cumuli und Reihungen zeigt. Eine weitere - fast singuläre - Reihung ist im Bogen zwischen Allgäu, der Oberpfalz und das Erzgebirge erkennbar, die sich bis nach Berlin erstreckt.
Während letztere keiner vollständig genutzt hat, erkennt man in den Flugspuren aber sehr deutlich, dass viele Flüge auf den Wind, d.h. entlang des Windes ausgerichtet waren. Nur an einem Hang im Nordwesten Deutschlands liegen die Flugspuren quer zum Wind, dazu aber gleich mehr ...
Sonntag:
Feuchte, warme und von Cirren durchsetzte Luft zeigt dagegen das Satellitenbild vom Sonntag 12UTVC. Vor dem Trog über der Biskaya war mit der anhaltenden Südwestströmung nun wieder eine deutlich wärmere und im Südwesten auch labile Luft herangezogen. Die "Reste" der kühleren Luftmasse vom Vortag und die darin ebenfalls deutlichen Reihungen im Wind sind nun zwischen den Niederlanden und dem Küstenumfeld zu sehen.
Wer hat was draus gemacht?
Betrachtet man beide Karten der Flugspuren, wird man je nach Sicht und Lage, unterschiedlicher Meinung sein, ob nun der Samstag oder der Sonntag der bessere der beiden Tage war. In der Summe beider hatte jeder wohl eine Chance, aber nur wenige konnten beide Tage voll nutzen. Aber bevor es in die Liga-Wertung geht, ein kleiner Abstecher in die Flugspuren: Wettbewerbe kann man häufiger erkennen, aber das man einzelne Flüge eindeutig in den Flugspuren ausmachen kann, ist eher selten -, es geht aber an diesem Sonntag. Der langgestreckte Flug aus dem nördlichen Baden-Württemberg bis nach Saches waren Frank Güntert & Heiko Nill, die vom Hornberg nach Oschatz unterwegs waren.
Aber zurück zur Liga, zurück zum Samstag: Was die Schnitte und Liga-Ergebnisse angeht, hat dieser Tag dann doch die Nase gegenüber dem Sonntag weit vorne. Die Luftmasse war einfach weiträumiger und taugte mehr für schnelle Schnitte. Und natürlich hatte auch der Wind seinen Anteil daran. Sind an "windschwächeren" Runden die auf die Liga optimierten Flüge häufig nur knappe 3 Stunden lang und als Jojo angelegt waren sie an diesem Samstag deutlich länger. Meist - und auch da gleichen sich die Taktiken - ging es erst gegen den Wind voran, bevor man sich dann im Liga-Fenster am Startplatz durch den Wind "vorbeitragen" liess, um dann die Rückkehr wieder gegen den Wind zu fliegen. Bei den Windgeschwindigkeiten in dieser Runde - oft in 1500m bei 30km/h oder mehr - war oft gar kein vollständiger Liga-Flug allein mit Rückenwind möglich, ein Teil musste gegen den Wind, aber unter den Reihungen, durchgeführt werden.
Im ähnlichen Wetterraum und im Rundenergebnis auch äußerst knapp ging es zwischen der SFG Giulini/Ludwigshafen und dem FSC Odenwald Walldürn zu: Jeweils im bereits beprochenen Bereich unterwegs, wo die Balance zwischen Cumulli und Wind optimal war, konnten sich am Ende die Kurpfälzer mit knapp 2km/h durchsetzen. Grund dafür war auch das ausgeglichene Mannschaftsergebnis, bei dem Jan Hertrich (109km/h), Simon Schmidt-Meinzer (108km/h) und Dieter Bartek (105km/h) nahezu gleichauf lagen. Für die Walldürner war Wolfgang Lehnert mit 117km/h am schnellsten, die beiden anderen Wertungsflüge lieferten Günter Rincker (109km/h von Altfeld aus) und Werner Ehrler (94km/h).
Dass man quer zum Wind noch deutlich schneller unterwegs sein kann, zeigte der LSV Rinteln, der diese Runde mit gut 40km/h Vorsprung mehr als deutlich für sich entscheiden kann. Die Orographie hatte dabei natürlich auch ihren Anteil, denn bei den Flügen wurden das Wiehengebirge und die jeweils angrenzenden Hänge genutzt, auf denen der Wind am Samstag in fast idealer Weise stand. Stefan Bachmann war dabei Schnellster für die Rintelner mit 130,5km/h. Carsten Kopsieker mit Co. Mario KIessling erflog nach einem "Überführungsflug" von Oerlinghausen aus noch 125km/h. Dritter war Dietmar Heintze (105km/h), der damit das Rundenergebnis auf insgesamt 360km/h bringt. Aus Liga-Gesichtspunkten könnte man noch überlegen, ob und wie man die 4 Abschnitte der Speed-Wertung optimal verteilt, da der Hang gegenüber der Wertungsstrecke ja deutlich gekrümmt ist.
Auch in Liga 2 dominierte der Hang. Hier liegt die FG Oerlinghausen ebenfalls weit vorne. Nicht ganz mit der Geschwindigkeit wie in Liga 1, trotzdem mit einem deutlichen Vorsprung, konnten die Ostwestfalen Rundeplatz 1 erfliegen. Dabei nutzten sie nicht den Teutoburger Wald direkt vor der eigenen Schwelle, sondern ebenfalls die weiter nördlich gelegenen Hänge. Während Michael Elvermann an der Porta Westfalica zu seinem Wertungsflug abhob (123km/h), starteten Tobias Blaum (110km/h) und Günther Robeck (108km/h) vom heimischen Platz aus -, um am Ende auch dorhin zurückzukehren. Zweiter dieser Runde wurde der HAC Boberg, jedoch nicht vom heimischen Platz aus, sondern auch sie hatten den Start an den Hang verlegt. Rolf Hilgert & Marcel Rast waren für die Hamburger am schnellsten unterwegs (116km/h), Marcel Damian Przygoda & Andreas Bergmann (98km/h) sowie Olaf Rehme & Roger Tiburg (96km/h) steuerten die beiden anderen Wertungsflüge bei. Wie man sieht, war an den Hängen recht viel Verkehr, das zeigt - mehr noch als die Flugspuren - der Blick in die "Meeting-Points", die selten so umfangreich gewesen sein dürften, wie an diesen Hangflugtagen. Dass es auch ohne Hang und auch am Sonntag gelingen konnte, Flüge in die Wertungs zu bringen, zeigt der Aero Club Berlin. Von Reinsdorf aus waren Stephan Kirchner (106kjm/h) und Klaus Engelherdt (96km/h) unterwegs, wobei der Wind leider nicht optimal als Unterstützung für die Rennstrecken des Fläming funktionierte. Den einzigen Flug in die Top3-Ränge beider Ligen vom Sonntag brachten Stephan Ühkötter & und erneut Stephan Kirchner ins Ziel.
In Liga 1 liegen weiter die LSG Bayreuth (111 Punkte), die Abstände zu den Verfolgern aus Aalen (108) und Rinteln (103) sind aber mehr als nur knapp. Ebenso eng geht es in Liga 2 zu, wo der Aero-Club Ansbach (108 Punkte) durch Rundenplatz 6 an die Spitze springen kann und damit Eichstätt (103) und Bad Nauheim (98) auf die Plätze 2 und 3 verdrängt..
In der Woche wird die genannte Troglage anhalten und das einzige Beständige bleibt dabei die Unbeständigkeit - für die nächste Runde ist also noch für alle alles drin ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 
 

Tuesday, 04. June 2019 Pirna klettert wieder auf die Aufstiegsplätze translate news

Hochreichende Wolkenreihung im Erzgebirge.
Zum Himmelfahrtswochenende steigen die Temperaturen auf hochsommerliche Werte. Was das für die thermischen Verhältnisse im östlichen Raum bedeutet, ließ sich im Vorfeld des Wochenendes nur erahnen. Doch die Warmluft hatte diesmal an beiden Tagen sehr gutes Potential, um lange und auch schnelle Flüge zu machen. Im Nachhinein war der Sonntag für ligaoptimiertes Fliegen der schnellere Tag, da über dem Erzgebirge eine konvergenzartige Reihung stand, die über dem Vogtland auf Flugfläche 100 hochreichte. Neben tollen, kleineren Streckenflügen im Verein (u. a. zwei Lizenzstrecken), stehen letztendlich ja nur drei Piloten in der Ligawertung. Franco Fritzsch umrundete am Samstag die Lufträume von Leipzig und Dresden.
Diese Leistung gelingt sehr selten und brachte immerhin knapp 95 Speedpunkte. Die Besatzung Buskies/Rimpler flog am Sonntag die Reihung am Erzgebirge mit 97 Speedpunkten entlang. Dort heizte auch Benny Schüch lang und komplettierte die Wertung mit 107 Speedpunkten. Mit Rundenplatz 4 klettern wir wieder auf die Aufstiegsränge. So kann die Saison weitergehen.
 
Text und Fotos: Benny Schüch
 

Monday, 03. June 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 7: Zwei Tage, die in (fast) ganz Deutschland fliegbar waren. Zwei Tage, die durch Hochdruckeinfluss und vor allem sehr warme Luft gekennzeichnet waren. Das warme Luft nicht gleichzeitig auch bedeutet, dass man nur zähe Thermik kurbeln muss, beweist eindrucksvoll, dass es nicht nur zwei Tage für die Liga waren, sondern auch noch für die ganz, ganz lange Strecke ...
Samstag & Sonntag:
Der Blick auf die Satellitenbilder der beiden Tage zeigt ein fast einheitliches Bild: Beide Tage waren durch ein Hoch bestimmt, dessen Zentrum von Süden Deutschlands in Richtung Norden zog. Daher waren am Sonntag im Küstenumfeld auch etwas weniger Abschirmungen zu erkennen, denn die hier noch am Samstag durchwellende schwache Kaltfront war einen Tag später weitgehend verschwunden.
Der Samstag selber war im Vergleich ein klein wenig feuchter als der Sonntag. Vor allem im Osten und Süden zeigt das Bild daher deutlich mehr Cumuli, die sich relativ homogen verteilen und sich nicht nur auf die typischen Kämme der Mittelgebirge beschränken. Sogar Überentwicklungen sind in Richtung Oberpfalz und Bayerischer Wald erkennbar, die aber langsam durch den Hochdruckeinfluss stabilisiert werden sollten.
Der Sonntag war dagegen etwas trockener und damit zeigte sich ein fast typisch hochksommerliches Bild, bei dem nur noch die Kämme ein paar Cumuli zeigen, während die Bereiche abseits davon eher blau dominiert waren. Die Konsequenz sieht man in den Flugspuren: Am Samstag stechen zwar die typisch guten Linien zwar auch heraus, die Verteilung der Flüge jedoch ist jedoch weitaus homogener als am Sonntag. Lässt sich daraus folgern, dass der Sonntag der schlechtere der Tage war? Eher nicht. Auch wenn mit etwas über 800 Flügen weniger als die Hälfte vom Samstag gemeldet wurden -, vor allem im Südosten war es der für die Liga deutlich bessere Tag ...
Wer hat was draus gemacht?
Damit ist bereits vorweggenommen, wann das Rennen gemacht wurde, und zum Teil auch warum ... Die Energie im System war im Vergleich zum Vortag nochmal angestiegen, was sich vor allem in einer höheren Basis (respektive Arbeitshöhen) bemerkmar machen sollte. Das zeigt sich unter anderem im Vergleich der Flüge von Jan Kretzschmer aus Lichtenfels: Bereist am Samstag war er deutlich schnellster Pilot der Liga. Seine 110km/h erflog er unter den langsam durch die Stabilisierung auflockernden Cumuli über dem Bayersichen Wald, zwar mit langsam zunehmenden Arbeitshöhen, aber doch nur selten mit mehr als 1000m über Grund. Am Sonntag dagegen nutze der die Aufreihungen über dem Erzgebirge, die der Kamm bei dem schwachen (eigentlich nicht vorhandenem) Wind offenbar besonders gut bildet und die teils sehr hoch über dem Relief standen. Vergleicht man die Flugdaten beider Tage, sieht man, dass er zwar jeweils 8-9 mal gekurbelt hat, die Sonntags-Bärte aber deutlich stärker waren. Die Geradeausanteile unter den Reihungen spiegeln sich dann in der deutlich höheren effektiven Gleitzahl wieder, was in der Summe knapp 126km/h Liga-Speed brachte.
Phillip Lauer, der im Team mit Jan unterwegs war (und nur einen Hauch langsamer ale er war) und Gerd Peter Lauer, der ebenfalls über dem Erzgebirge 125km/h erflog, katapultieren den AC Lichtenfels vom samstäglichen 21. Rang an die Spitze der Runde 7 mit knapp 376km/h Runden-Speed. Ihnen folgt der FSC Odenwald Walldürn, die von Eberndorf aus - ebenfalls am Sonntag - zwischen Fichtelgebirge und dem Großen Arber unterwegs waren. Martin Feeg, Wolfgang Lehnert und Silas Horn zeigen mit einer Gesamtspeed von rund 352km/h, dass auch dort schnelle Linien zu finden waren. Unter diesen waren auch die Piloten des FLC Schwandorf unterwegs. Hans Buhlmann, Jonas Biesen sowie Andreas Wolf & Johannes Häring flogen ihre Ligaschnitte aber eingebettet in Flüge, die jeweils auch den südlichen Bayerischen Wald einschlossen. Mit 349km/h erreichen sie Rang 3 und können sich knapp gegen die Konkurrenz aus Bayreuth behaupten. Dass man für den Liga-Flug beide der bereits vielgenannten Rennstrecken nutzen kann, zeigt hier für die Franken Alex Müller. Eingebettet in einen Flug von 1150km fliegt er seine Ligapunkte sowohl über dem Bayerischen Wald und auch dem Erzgebirge.
Nebenbei bemerkt war dies sicher einer - wenn nicht "der" - bislang weiteste OLC-Flug in diesem Jahr. Da er aber "nur" ein Dreieck von rund 750km aufspannt, können sich im OLC-Plus die Piloten vorne platzieren, die ihre 1000km auch als FAI-Dreieck auf die Karte brachten. Das gelang am Samstag sowohl Kai Lindenberg (von Aschaffenburg aus) und Michael Sommer (von Oberhinkofen aus). Am Sonntag lag dann Michael mit einem Flug "rund um Prag" vorne, bei dem er auch das Riesengebirge mit einschloss. Die Flugspuren zeigen aber auch, dass er nicht alleine auf dieser Strecke unterwegs war. Ebenfalls die "1000" schafft Philipp Keller von Arnbruck aus.
Zurück zur Liga und da in die Liga 2:
Auch hier spiegeln sich an der Spitze natürlich die guten Bedingungen im Südosten wieder:  Ganz vorne - auch wenn nur sehr knapp - muss auch für die Piloten aus Hersbruck die Oberpfalz eine hohe Anziehung ausgeübt haben. Angeführt von Stefan Harries - der mit 114km/h auch den schnellsten Flug der Runde in Liga 2 für sich verbuchen kann -, erreichen die Franken Platz 1 dieser Runde. Gunther Münzenberg und Günter Lorenz komplettieren dabei die gute Teamleistung. Knapp dahinter fliegt der FC Eichstätt ein, für die die Flüge von Tobias Pachowsky, Mike Bauer und Sven Baldauf in die Wertung eingehen. Letzterer ist dabei aber bereits am Samstag erflogen worden, denn Sven hat seine Liga-Punkte eingebettet in einen Flug über das fast schon klassisiche Dreieck im Süden erflogen. Die Speed hat er dabei aber nicht über Alb und Schwarzwald gemacht, sondern auf dem langen (Rück)Weg von Ludwigshafen bis in die Oberpfalz. Nach gutem Start in die Liga und einer langen Durststrecke für die Teams an / aus den Alpen erreicht das AFZ Unterwössen in dieser Runde Platz 3.
Nach dem bislang wärmsten Wochenende dieser Liga (merke: Warmluft muss nicht schlecht sein), stellt sich die Wetterlage im Laufe der Woche zwar nicht wesentlich um, aber zumindest zwischenzeitlich fliesst etwas kühlere Luft ein. Zum nächsten Liga-Wochenende stehen dann die aktuellen Zeichen wieder auf "warm" -, aber auch auf "Fliegen" ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Wichtige OLC-Info: Am späten Samstagabend hatten einige Piloten Probleme, den OLC Server zu erreichen. Wir haben das Problem analysiert und arbeiten daran, die gewohnte Verfügbarkeit wieder sicherzustellen. 
 
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 31. May 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 31.05.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt ein Hochdruckgebiet über der Mitte Deutschlands. In den unteren Schichten hält sich anfangs teils noch feuchte Luft. Das schwache Frontensystem eines Tiefs über Skandinavien streift am Vormittag den Norden Deutschlands. Im Tagesverlauf trocknet die Luftmasse ab und erwärmt sich.
In der Nacht zum SONNTAG verlagert sich das Hoch weiter nach Polen, bleibt aber weiterhin für Deutschland wetterbestimmend. Mit einer anhaltenden südwestlichen Strömung wird von Spanien und Frankreich sehr warme und trockene Luft herangeführt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich mäßige bis gute, im Südosten teils sehr gute Cumulusthermik entwickeln, die gebietsweise durch Ausbreitungen oder durch stärkere mittelhohe oder hohe Wolkenfelder oder im Norden durch einzelne Überentwicklungen beeinträchtigt sein kann.
Am SONNTAG überwiegend gute Blauthermik, teils durch abschirmende mittelhohe hohe Wolkenfelder beeinträchtigt.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich mäßige bis gute Wolkenthermik.
Am SONNTAG oft mäßige bis gute Blauthermik. Nur über dem Bergland teils gezeichnet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige Wolkenthermik, Arbeitshöhen am Nachmittag bis FL070. Im Bereich des Bayrischen Walds teils ausbreitende SC-Felder und am Nachmittag einzelne Gewitter.
Am SONNTAG geringe bis mäßige Thermik, vor allem am Bayrischen Wald sowie Richtung Alpen und Oberschwaben durch FEW CU gekennzeichnet. Arbeitshöhen am Nachmittag um FL060.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 29. May 2019 U25: Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter translate news

Eine spannende Runde sechs würfelt schon wieder an der Spitze einiges durcheinander. Nach zwei verhältnismäßig gedämpften Runden kann Titelverteidiger Königsdorf erneut durchstarten und holt sich den Rundensieg. Die Wetterbedingungen sind nicht der Hammer, aber auch nicht schlecht. In den meisten Ecken Deutschlands lässt es sich fliegen, zumindest ein zweieinhalbstündiges Fenster ist überwiegend machbar. Das zeigt die Vielfalt der vertretenen Bundesländer in den Top 20 dieser Runde. So hat sich natürlich auch Eichstätt diese Wertung nicht entgehen lassen und schiebt sich von Zwickau und Eichstätt aus an die Spitze der Gesamtwertung. Hauchdünn, aber das macht es weiterhin spannend.
Durch diverse Wettbewerbe fliegt aber nicht nur Eichstätt von unterschiedlichen Startplätzen. So lassen sich diesmal die beiden Topflüge des Rundensiegers Königsdorf und des Zweitplatzierten Eichstätt gut vergleichen, denn sowohl Johannes Beyer (99,64 Speed-Punkte), als auch Max Böswald (97,19 Speed-Punkte) stürmen die Alb. Thermisch ist die Alb nicht unbedingt ein Traum an diesem Wochenende. Max holt sich jedoch die Geschwindigkeit und Punkte genau dort. Betrachtet man nur diesen Teilabschnitt, hätte er Johannes knapp abgehangen. Knapp, denn beide fliegen extrem gut vor und reduzieren den Kurbelanteil auf das Nötigste. Warum hat schlussendlich Johannes dennoch die Nase vorn? Er kann den Schwarzwald mitnehmen, der brummt und gibt ihm die entscheidenden Punkte. Max hingegen macht sich weiter Richtung Nordosten auf. Lange Gleitstrecken machen es nicht einfach. Nachdem er der Erdanziehungskraft noch einmal knapp entkommen kann, gelingt das in der Nähe von Nürnberg nur noch mit Hilfe des Motors. Durch die Suche nach den Rettungsliften verliert er viel Zeit und kann in diesem Teilabschnitt nichts mehr für seine Speedbilanz beisteuern. Dennoch – beide meistern richtig gute Flüge bei nicht einfachen Bedingungen. Die Teamkameraden steuern ebenfalls hohe Punktzahlen bei und so können Königsdorf und Eichstätt abräumen.
Lichtenfels hingegen hat in dieser Runde arg Federn gelassen. Nur ein Trostpünktchen können sie erhaschen. Damit fallen sie zurück auf den Bronzerang. Das Entscheidende ist jedoch der plötzlich große Abstand nach vorn. Gerade bei den guten Mannschaften an der Spitze, die jedes fliegbare Fenster nutzen, tun diese Nullrunden weh. Aber auch wenn man nicht ums Treppchen kämpft, kann eine nicht geflogene Runde bitter bezahlt werden.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 279,75 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 268,03 Speed/49 Punkte, 3. FG Oerlinghausen (NW) 238,35 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 6: 1. FC Eichstätt (BY) 244 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 242 Punkte, 3. AC Lichtenfels (BY) 208 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Foto: Max Böswald
 

Flug von Max Böswald im OLC.

Flug von Johannes Beyer im OLC.

Warten auf den Start

 

Tuesday, 28. May 2019 AC Braunschweig: Im Weserbergland mit acht wichtigen Punkten belohnt translate news

Am zurückliegenden Wochenende war aufgrund fehlender Thermik kein Streckenflug vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum aus möglich. Dennoch konnten die Segelflieger des Aero-Club Braunschweig im Rahmen der sechsten Bundesligarunde mit 292,18 Speedpunkten und Platz dreizehn acht wichtige Punkte in der bundesweit 30 Vereine umfassenden Konkurrenz einfliegen. Sie verlagerten ihren Startplatz nach Porta Westfalica, um dort bei prächtigem Südwestwind an den Hängen des Weser- und Wiehengebirges sowie des Iths schnelle Schnittgeschwindigkeiten zu fliegen.
Zudem war für die Löwenstädter noch Kornelius Volosciuk mit dem Startort Lüsse, das östlich der brandenburgischen Stadt Bad Belzig liegt, auf Strecke.In der der Segelflug-Bundesliga gibt es eine freie Wahl des Startortes innerhalb Deutschlands. Das erfolgreiche Bundesligateam sieht folgendermaßen aus:
Heiko Braden, ASW 28, 109,85 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2 cM/18m, 104,95 Speedpunkte,
Andreas Jung, LS 4, 77,38 Speedpunkte,
Alle drei Piloten durchquerten nach dem Start im Hangflug das Weserbergland zwischen Lübbecke im Westen und zehn Kilometer nördlich von Einbeck. Durch das mehrfache Abfliegen dieses weiträumigen Areals schaffte Karsten Bennewitz ergiebige 526 Kilometer. Dieser aktuelle Rundensieg ging mit 334,21 Speedpunkten in das bayerische Schwandorf. Die Gesamtwertung wird vom LSR Aalen mit jetzt 82 Punkten angeführt. Der Aero-Club liegt mit 70 Punkten auf Rang sechs.
 
Rolf Wagner
 
Grauer Himmel am
Samstag in Waggum.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal
an der Porta Westfalica.
 
Faszination Hangsegelfliegen.

 


Monday, 27. May 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Runde 6 und wieder können fast alle Teams Punkte einfliegen, auch wenn das Wetter nicht immer und überall und an beiden Tagen fliegbare Bedingungen brachte. Mit dem Sonntag war soagar noch einmal ein Tag dabei, der auch durchaus für die lange Strecke taugte, und das aus dem Südwesten heraus, der in diesem Jahr noch nicht die ganz großen Lagen hatte - so sorgt die Atmopshäre wohl doch immer für einen gewissen Ausgleich.
Samstag:
Der Samstag war zunächste geprägt von einem eher chaotischen Satellitenbild. Grund dafür waren zwei Luftmassen, die sich im Grenzbereich strukturell nicht exakt voneinander trennen liessen, was es gerade dort nicht einfach macht - manchmal muss man dem Tag aber auch einfach Zeit geben, sich zu entwickeln. Im Gegenzug gabe es aber auch die Notwendigkeit, früh genug dran sein ...
Im Norden war reichlich Feuchte einer schwachen Okklusion eingeflossen.
Zwar konnt sich kurzzeitig im Nordwesten leichter Hochdruck durchsetzen, über Belgien sind aber bereits erste Überentwicklungen zu sehen. Um eine Chance auf schnelle Schnitte zu haben, brauchte man daher erst ein wenig Geduld, um dann das Fenster exakt zu timen. In dem Bild von 12UTC (14MESZ) waren die Reihungen im Nordwestwind noch nicht klar erkennbar, spielten aber bei der Streckenwahl eine Rolle, dazu aber gleich mehr. Überentwicklungen waren dann auch im Süden ein Thema. Die hier (noch) liegende Luftmasse brachte bereits am Vormittag die ersten Quellungen über den Kämmen. Zum frühen Nachmittag hatten sich daraus teils kräftige Überentwicklungen entwickelt, die teilweise als Gewitter die Thermik in flüssiger Form wieder abluden. Das kombinierte 12UTC-Bild von Satellitenbild und Blitzen der vergangenen Stunde zeigt das sehr eindrucksvoll.
Sonntag:
Deutlich ruhiger liess sich der Sonntag an. Auch hier ist wieder eine deutliche Nord-Süd-Teilung im Satellitenbild auszumachen. In der Nacht war in den Nordwesten das Frontensystem eines Tiefdrucksystems zwischen Nord- und Ostsee gezogen. Die Warmfront zog vor allem in Form von Abschirmungen über den Norden hinweg und das hinunter bis zu der klar erkennbaren Grenze, die sich von der Mosel bis an die Havel erstreckte.
Nach Süden hatte nun leichter Hochdruck die Luftmasse in ihrer Entwicklung etwas eingebremst und so zeigen sich im Konvektionsniveau sehr schön gereihte Cumuli im weiten Bogen zwischen Zentralfrankreich bis an die Polnische Grenze -, dass wäre in schön langer Rückenwindschenkel gewesen. Etwas weiter nach Süden zeigen sich Schwarzwald, Westalb und Voralpenland etwas stärker entwickelt. Statt Schauern waren es an diesem Tag dann aber eher Ausbreitungen. Tendenziell würde man also erwarten, dass unter den Reihungen die optimalen Bedingungen für die Liga-Flüge zu finden waren ...
Wer hat was draus gemacht?
Das die Wettbewerbssaison begonnen hat, kann man auch in den Flugspuren erkennen, denn trotz rund 1000 Meldungen im OLC am Sonntag sind die jeweils großen Teilnehmerfelder in Zwickau und auf der Hahnweide (bzw. ihre Streckenführungen) in den Flugspuren wiederzuerkennen. In der Liga-Wertung kann sich das gleich auf zwei Arten bemerkbar machen: Viele Ligapiloten sind auch als Teilnehmer unterwegs und so wird aus der dezentralen Liga manchmal sogar ein direkter, zentraler Vergleich. Und hängt man auf einem Wettbewerb mal im schlechten Wetter, schlägt das natürlich überproportional auch in die Liga durch. Zweiteres war an diesem Wochenende glücklicherweise nicht der Fall, aber gerade beim Sichten der Flüge vom Sonntag fällt doch immer wieder auf, dass Startpunkt der Ligaflüge häufig einer der Wettbewerbe war.
Für die Top-Ränge der Liga 1 hat es dann aber doch nicht gereicht, denn die gingen dann doch eher an die jeweiligen heimischen Plätze. Ganz vorne konnte sich am Samstag die SFG Stadtlohn platzieren. Für die Münsterländer war erst einmal die oben angesprochene Geduld erforderlich. Den zunehmenden Hochdruck, dessen Stabilisierung und die sich im Wind reihende Thermik zwischen Ruhrgebiet und (fast) dem Ijsselmeer konnten Max & Bernd Mensung in einen 109er-Schnitt ummünzen. Die Kaltluft brachte lang anhaltende (Landung erst gegen halb 8) Thermik, die Basis stieg dabei aber kaum über 1000m an. So mussten sie immerhin 14 mal während der Wertungszeit kurbeln. Im gleichen Wetter und auf fast gleicher Strecke war Mark Wenning unterwegs. Das auch ein Clubklasseflieger gut geht, zeigen seine 108km/h, wobei er sogar mit weniger Kreisfluganteil auskam als seine Vereinkameraden. Johannes Roth & Hermann Inning bringen es dann fast im Geradeausflug auf 119km/h, der Index wertet ihre ASH25 dann aber auf 104km/h runter. Am Ende stehen 320km/h Gesamt-Rundenspeed zu Buche.
Auch in Schwandorf konnte man den Samstag schon nutzen. Julia Wanninger musste aber deutlich früher unterwegs sein, als die weit entfernte und doch direkte Konkurrenz an der holländischen Grenze. Ihr Flug führte sie von Schwandorf aus an die Donau und dann wieder Richtung Bayerischer Wald. Während ihr Wertungsflug um kurz vor 15.00 bereits zu Ende war, hatte der von Max & Bernd noch gar nicht begonnen... Trotzdem führt Julia mit 113km/h die Schwandorfer zum Sieg in dieser Runde und kann schnellsten Flug dieser Runde für sich reklamieren. Hans Buhlmann und Nils Schlautmann fliegen am Sonntag im engen Team die noch dafür notwendigen Punkte (111/109 km/h) ein. Ihr Kurs führt die dabei unter den Reihungen entlang in Richtung Alb, erst gegen und dann mit dem Wind. In der Summe beträgt letztlich der Vorsprung für die Oberpfälzer gute 13km/h. Rang 3 belegt die FG Schwäbisch Gmünd, für die Kai Kunze & Lars Linkner mit 112km/h am schnellsten unterwegs sind. Auch sie nutzten vom Hornberg aus am Samstag eher die erste Tageshälfte. Ihr klar auf die Liga ausgerichteter Flug endet bereits am frühen Nachmittag.
Anders als in Liga 1 wurden die Punkte für die Liga 2 dann doch entweder im Rahmen der Wettbewerbsaufgaben von Zwickau und / oder der Hanweide geflogen, oder aber nicht immer vom heimischen Platz aus. Ausnahme ist der schnellste Flug der Liga. Der gelang Matthias Greiner & Daniela Wilden vom heimischen Ober-Moerlen aus. Am Samstag auch ging es dann auch für sie eher spät los und sie mussten zuerst einmal gegen den Wind Richtung Nordwesten. Dabei orientierten sie den Wertungsflug dann auch eher am Wind als entlang der Orographie - Orientierung dürfte dabei die Sauerlandlinie gegeben haben, entlag derer ihr Flug führte. Die 106km/h waren am Ende der schnellste Flug in Liga 2 - ob über 20min Teamflug mit Wilfried Großkinsky auch eine Rolle gespielt haben, kann ja im Herbst geklärt werden, ich weiss es nicht Die weiteren Punkte für die Hessen kamen von der Hanhweise (Tobi Meiler, 99km/h) und aus Zwickau (Lorenz Dierschke, 88km/h). Für Rang 1 hat es aber nicht gereicht, denn Jan Omsels und Steffen Göttler können - ebenfalls von Zwickau für den LCS Bad Homburg aus - 104 und 96km/h erfliegen. Gerd Spiegelberg - der wiederum vom heimischen Anspach aus am Samstag unterwegs war, steuert mit seinem Flug unter den Reihungen 100km/h bei. So stehen in der Endabrechnung in Liga 2 gleich zwei hessische Vereine ganz oben. Dritter wird die FG Oerlinghausen, wobei sowohl Wolli Beyer als auch Andreas Hillebrand ebenfalls von Zwickau aus unterwegs waren. Eher ungewöhnlich, dem Wetter aber angemessen, führt das Team aus Ostwestfalen Marcus Sagewitz an: Er hatte seinen Startplatz am Sonntag vom Teutoburger Wald ans Wiehengebirge verlegt und nutzte von Rinteln aus die Hänge für einen Wertungsschnitt von 103km/h.
Auch wenn sich das schon ein wenig nach Herbst anfühlt und auch wenn die anstehende Woche nochmal einen kleinen Kaltlufteinbruch parat hält, zum kommenden Wochenende sieht es dann doch eher nach der sommerlichen Warmluftvariante aus.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
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