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Tuesday, 18. June 2019 SFZ Königsdorf: Mit Sonnenaufgang zum Ligaflug gestartet translate news

Der Anfang der Woche für Juni ungewöhnliche Südföhn, der den ein oder anderen weiten Flug ermöglicht hatte, schien Ende der Woche nochmals zurückzukommen. Armin Behrendt und ich verwarfen aber die Idee für einen samstäglichen Frühstart zum Ligaflug am Freitag Abend, weil der Wind zu früh aufhören sollte, das beste Fenster war schlicht und einfach in der Nacht von Freitag auf Samstag. Als ich dann um kurz vor fünf von alleine aufgewacht bin, dachte ich das müsse eine Eingebung sein und schaute kurz ins Wetter und entschied mich kurzerhand es doch zu probieren. Um kurz vor sechs war ich in der Luft. Zwischen Wilder Kaiser und Hochkönig gelang dann bei der ersten Runde auch ein141er Schnitt. Beim zweiten Mal ließ der Südwind bereits nach, so dass es am Steinernen Meer bereits Probleme gab, weil ich zu tief kam und ich mich mit schwachen Aufwinden begnügen musste.
Am Ende am Wilden Kaiser war der Schnitt dann auf insgesamt  123,2 km/h (oder 103,8 Punkte) gesunken. Hier war der Wind dann komplett weg und um halb zehn die Thermik erst gerade langsam am beginnen, also alles Wasser raus und irgendwie sich in den 15 km Radius zurückhangeln war die Devise. Um kurz nach zehn landete ich wieder in Königsdorf, wo die anderen gerade dabei waren ihre Flugzeuge zum Start vorzubereiten.
Zweite Tagesrunde in schwacher Thermik und dann auf einmal im Nordwind
Kurz nach elf Uhr machten dann Benjamin Bachmaier und Vincent Heckert den Anfang der zweiten Runde. Andrea Abt, Jonathan Cross, Johannes Beyer, Fritz Vollmer und das Doppelsitzer Duo Volker Kempf/Marc Brockmann folgten hinterher. Armin Behrendt und ich schnappten uns noch den Vereins Arcus. Mittlerweile hatte die Thermik eingesetzt, die jedoch nicht besonders gut war, dafür hatte der Wind auf Nord gedreht, so dass man nun an der Nordseite der ersten Hangrücken flog. Zwischen Inn-und Lechtal wurden alle Ligawertung erzielt, wobei Benny mit 83,99 Geschwindigkeitspunkten der schnellste war. Armin und ich brachten es auf 79,2 und Jonathan auf 78,6 Ligapunkte. Morgens im Süd-, danach im Nordwind geflogen, ein total verrücktes Wetter, das so noch keiner von uns erlebt hatte.
Samstag Abend wird das zwischenzeitliche Rundentriple gefeiert
Bei den Junioren schaffte am Samstag in ganz Deutschland kein Team drei Wertungen zu erfliegen, so dass unser Duo Beyer/Heckert in Führung der U 25 Liga lag. In der samstäglichen Zwischenwertung stand das SFZ damit sogar in allen drei Ligen an der Spitze und da die Wetteraussichten für Sonntag ja lediglich für den Westen und Nordwesten Deutschlands, sowie für die Alpensüdseite gute Bedingungen versprach, machte man sich berechtigte Hoffnungen auf ein mögliches Rundentriple.
SFZ zweimal Frühjahresmeister
Am Sonntag war man in Königsdorf dann einmal mehr zum Zuschauen verbannt, was uns nach samstäglich guten Ergebnissen diese Saison nun schon zum dritten Mal passiert. Für die heimische Pressearbeit nutze ich als Pendant zum Fussball Herbstmeister seit Jahren schon den Begriff des Frühjahresmeister nach der letzten Runde vor der Sonnwende. Auch wenn es am Ende  "nur" ein Vize-Runden-Triple mit drei zweiten Rundenplätzen geworden ist, feiern wir sowohl in der U 25 Liga, als auch in der internationalen Alpenliga diesen Frühjahresmeister.
 
Text und Fotos: Mathias Schunk
 
Start in den Sonnenaufgang zum Ligaflug in Königsdorf am Samstag
Auf zur zweiten Runde in die schwache Thermik
Am Sonntag konnte man in Königsdorf nur zuschauen, was die Konkurrenz fliegt
 
 

 


Friday, 14. June 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 14.06.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gewinnt ein Höhentief nördlich der Britischen Inseln wieder an Wettereinfluss. Mit südlicher Höhenströmung fließt erneut eine hochreichend feuchte und labil geschichtete Luftmasse ein. Der Norden und Nordosten Deutschlands liegen im Bereich einer Tiefdruckrinne, in der es bereits in der ersten Tageshälfte zu konvektiven Umlagerungen kommt. Im Alpenvorland werden konvektive Umlagerungen zunächst durch den Föhn unterdrückt, erst am Nachmittag kommt es aus den Alpen heraus zu teils kräftigen Gewittern.
Am SONNTAG bleibt das Höhentief bei den Britischen Inseln weiterhin wetterbestimmend, die Höhenströmung dreht auf Südwest bis West und führt kühlere Meeresluft heran. Diese ist zum Teil noch leicht labil geschichtet, gelangt aber im Tagesverlauf zunehmend unter den Einfluss eines Hochs über Frankreich und trocknet dabei von Westen her allmählich ab. Im Süden und Südosten kommt es jedoch weiterhin zu hochreichender Konvektion.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG verbreitet aufgrund massiver Überentwicklungen meist keine nutzbare Thermik, zwischen Vorpommern und Lausitz bis zum Mittag, im äußersten Südwesten am Nachmittag mäßige Wolkenthermik mit CU-Basis bei 1000-1200 m, weiterhin Möglichkeit von Überentwicklungen.
Am SONNTAG meist gute Wolkenthermik mit CU-Basis bei 1200-2000 m, die durch einzelne Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG bei vielfach starker Bewölkung und immer wieder eingelagerten Überentwicklungen kann sich nur lokal mäßige Thermik entwickeln.
Auch am SONNTAG ist es zunächst meist stark bewölkt, vor allem im Süden, später auch im Osten kommen verbreitet Niederschläge hinzu und es kann sich keine nutzbare Thermik entwickeln. Am Nachmittag kommt der Westen und Südwesten jedoch auf die Rückseite und es kann sich lokal mäßige, lokal gute Thermik entwickeln.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige, über dem Bayerischen Wald mäßig bis gute Thermik. Am Spätnachmittag und Abend vom Alpennordrand nordwärts ausbreitend Überentwicklungen mit Gewittern.
Am SONNTAG abgeschirmt durch starke bis geschlossene Bewölkung mit eingelagerten CB, Schauern und einzelnen Gewittern.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 12. June 2019 U25: Viel Wind und durchwachsene Bedingungen prägen die Runde 8 translate news

Es liegt eine Runde mit nicht ganz einfachen Bedingungen hinter uns. Während am Sonntag der Nordwesten bevorteilt ist, ist es Samstag der Rest Deutschlands. Wobei Vorteil hier relativ ist. Die erzielten Schnitte zeigen, dass die Punkte hart erkämpft sind. Wer einen Hang hat, kann diesen Dank des Windes einigermaßen gut nutzen. Auch hier sind Grenzen gesetzt. So gibt es beispielsweise Wettbewerbe, die an diesen Tagen aufgrund des Windes neutralisiert werden. Nicht nur das Wetter brodelt an diesem Wochenende, auch im Ranking geht es heiß her. Ein derart enger und häufiger Wechsel an der Tabellenspitze war im vergangenen Jahr nicht an der Tagesordnung. Erneut schiebt sich Lichtenfels mit einer grandiosen Leistung nach vorn.
Aber auch unter den Treppchenanwärtern gibt es Veränderungen. Während Oerlinghausen und Hammelburg weiter ihre Ränge halten, schiebt sich die LSG Erbslöh Langenfeld an Brandenburg vorbei auf Rang sechs. Bereits 2015 können sie mit nur drei Piloten am Start Rang vier erzielen. In dieser Saison haben sie neue junge Überlandflieger dazu gewonnen. Die damaligen Liga-Piloten bilden die Youngstars aus. Bereits im Winter begann die Einstimmung und Vorbereitung im Rahmen von Seminaren von der Bedienung des E-Varios bis hin zum mentalen Training. Geflogen wird in Langenfeld durch die Liga auch bei nicht optimalen Wetterbedingungen. So auch an diesem Wochenende. Hochmotiviert tankt die U25 morgens um neun ihre Flugzeuge, während die alten Hasen erst mittags antraben. Geringe Basis und große Wolkenabstände erschweren das Wegkommen vom Start. Auch die Steigwerte im Sauerland lassen sich als nicht berauschend zusammenfassen. Ein Stockwerk höher stehen die Lentis. Nur rankommen ist nicht. Sehnsüchtig kämpfen sie thermisch weiter. Und auch diese lässt auf dem Rückweg nach. So wird ein 40 Kilometer langer sportlicher Endanflug notwendig. Ein kleines Industriegebiet in der Nähe des Platzes lässt nochmal Höhe tanken und bringt ein wenig Entspannung. Außenposten Marc Wachtmeister ist beim Euregiocup. Nachdem sein Wettbewerb Dank des Wetters an den beiden Tagen gecancelt wird, startet er, um zumindest eine Liga-Wertung zu erfliegen. Auch wenn es nicht für zweieinhalb Stunden reicht, kommen wichtige Punkte zusammen. Drei Wertungen an einem schwierigen Wochenende schieben das Team als Belohnung eine Etage weiter nach oben. Potenziale für weitere Klettertouren sind definitiv vorhanden.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Aachen (NW) 205,39 Speed/50 Punkte, 2. AC Lichtenfels (BY) 195,42 Speed/49 Punkte, 3. FSV Erlangen-Nürnberg (BY) 166,63 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 8: 1. AC Lichtenfels (BY) 307 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 292 Punkte, 3. FC Eichstätt (BY) 289 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Carsten Richartz
 
Nicht sehr einladende Wolkenstruktur
Teamwork
Kurz vor der Heimat
 

 


Wednesday, 12. June 2019 Die Runde acht bringt dem Aero-Club Braunschweig einen Trostpunkt translate news

Die Minimoa ist eine absolute Augenweide für alle Oldtimerfans.
Im Rahmen der letzten beiden Bundesligarunden mussten sich die Braunschweiger Aufwindjäger mit jeweils einem Punkt begnügen. In der zurückliegenden achten Runde konnte der LSV Rinteln erfolgreich mit 361,15 Speedpunkten sein Heimspiel bei mächtigem Südwestwind an den Hängen des Weserberglandes gewinnen. Unsere 248,27 Speedpunkte wurden von diesen Piloten, die drei unterschiedliche Startorte hatten, eingeflogen:
Heiko Braden/Michael Schoof, Duo Discus, 86,77 Speedpunkte,
Hayung Becker, Standard Cirrus, 81,50 Speedpunkte,
Joerg Meyer, ASW 20, 80,00 Speedpunkte,
In der Gesamtwertung führt nun die LSG Bayreuth mit 111 Punkten und der Aero-Club liegt mit 72 Punkten auf Rang zehn. Braden und Schoof nahmen am geschichtsträchtigen Wilscher Vergleichsfliegen 2019 teil und konnten sich in ihrer 10 Maschinen umfassenden Konkurrenz im Mittelfeld positionieren. Der äußerst erfahrene Thermikjäger Becker hat zur Zeit seine Zelte in Riesa aufgebaut und fliegt dort die Streckenflugwoche Canitz mit. Er liegt in der Clubklasse aktuell auf Rang zwei in der 27 Maschinen umfassenden Konkurrenz.
Sein kongenialer Partner Meyer stieg mit der ASW 20 auf der Großen Höhe in Delmenhorst auf. Conni Bruns und Christian Ueckert nutzten den Pfingstsonntag zu erlebnisreichen Ausflügen mit ihrer Minimoa mit dem Startort Stade. Mit 46,59 Speedpunkten erfüllte „Yeti“ mit der „betagten Dame“ sogar die Grundlagen für eine Bundesligawertung.
Es ist schon ein absolutes Novum, dass eine Minimoa für das Bundesligafliegen eingesetzt worden ist. Der Rumpf wurde im zurückliegenden Winter mit sehr viel Liebe und Herzblut von den beiden bereits oben genannten „Holzwürmern“ und ihren weiteren Braunschweiger Freunden der gemeinsamen Haltergemeinschaft grundüberholt.
 
Rolf Wagner

 


Monday, 10. June 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die 8. Runde der Segelflug-Liga war eine windige Angelegenheit. Auf der Vorderseite eines Troges bestimmte der Wind nicht nur den Wechsel untershiedlicher Luftmassen (Samstag eher kühler, Sonntag eher wärmer), sondern auch die daraus resultierende Flugtaktitk.
Samstag:
Vor allem am Samstag war der Wind "der" dominierende Faktor, aber auch die Feuchteverteilung, was das Satellitenbild von 12UTC recht deutlich zeigt: Das steuernde Tief lag zu der Zeit über der Nordsee. In einer weiten Spirale zieht sich die okkludierte Front über die britische Inseln (und entschwindet erst einmal aus dem Bild, das Südskandinavien nicht mit abdeckt) und dann als langgezogene Kaltfront, die von der Ostsee über Polen bis in die Tschechien reichte.
Mit der kräftigen Südwestströmung floss im Nordwesten feuchte Luft nach, während der Süden eher wolkenlos daherkam. Gut erkennbar reihen die Wolken im Wind, von Ostfrankreich bis ins nordhessische Bergland zeigen sich dabei sogar wellende Strukturen. Interessant ist auch der Grenzbereich zwischern feuchter und trockener Luft, der genau die richtige Mischung aus Cumuli und Reihungen zeigt. Eine weitere - fast singuläre - Reihung ist im Bogen zwischen Allgäu, der Oberpfalz und das Erzgebirge erkennbar, die sich bis nach Berlin erstreckt.
Während letztere keiner vollständig genutzt hat, erkennt man in den Flugspuren aber sehr deutlich, dass viele Flüge auf den Wind, d.h. entlang des Windes ausgerichtet waren. Nur an einem Hang im Nordwesten Deutschlands liegen die Flugspuren quer zum Wind, dazu aber gleich mehr ...
Sonntag:
Feuchte, warme und von Cirren durchsetzte Luft zeigt dagegen das Satellitenbild vom Sonntag 12UTVC. Vor dem Trog über der Biskaya war mit der anhaltenden Südwestströmung nun wieder eine deutlich wärmere und im Südwesten auch labile Luft herangezogen. Die "Reste" der kühleren Luftmasse vom Vortag und die darin ebenfalls deutlichen Reihungen im Wind sind nun zwischen den Niederlanden und dem Küstenumfeld zu sehen.
Wer hat was draus gemacht?
Betrachtet man beide Karten der Flugspuren, wird man je nach Sicht und Lage, unterschiedlicher Meinung sein, ob nun der Samstag oder der Sonntag der bessere der beiden Tage war. In der Summe beider hatte jeder wohl eine Chance, aber nur wenige konnten beide Tage voll nutzen. Aber bevor es in die Liga-Wertung geht, ein kleiner Abstecher in die Flugspuren: Wettbewerbe kann man häufiger erkennen, aber das man einzelne Flüge eindeutig in den Flugspuren ausmachen kann, ist eher selten -, es geht aber an diesem Sonntag. Der langgestreckte Flug aus dem nördlichen Baden-Württemberg bis nach Saches waren Frank Güntert & Heiko Nill, die vom Hornberg nach Oschatz unterwegs waren.
Aber zurück zur Liga, zurück zum Samstag: Was die Schnitte und Liga-Ergebnisse angeht, hat dieser Tag dann doch die Nase gegenüber dem Sonntag weit vorne. Die Luftmasse war einfach weiträumiger und taugte mehr für schnelle Schnitte. Und natürlich hatte auch der Wind seinen Anteil daran. Sind an "windschwächeren" Runden die auf die Liga optimierten Flüge häufig nur knappe 3 Stunden lang und als Jojo angelegt waren sie an diesem Samstag deutlich länger. Meist - und auch da gleichen sich die Taktiken - ging es erst gegen den Wind voran, bevor man sich dann im Liga-Fenster am Startplatz durch den Wind "vorbeitragen" liess, um dann die Rückkehr wieder gegen den Wind zu fliegen. Bei den Windgeschwindigkeiten in dieser Runde - oft in 1500m bei 30km/h oder mehr - war oft gar kein vollständiger Liga-Flug allein mit Rückenwind möglich, ein Teil musste gegen den Wind, aber unter den Reihungen, durchgeführt werden.
Im ähnlichen Wetterraum und im Rundenergebnis auch äußerst knapp ging es zwischen der SFG Giulini/Ludwigshafen und dem FSC Odenwald Walldürn zu: Jeweils im bereits beprochenen Bereich unterwegs, wo die Balance zwischen Cumulli und Wind optimal war, konnten sich am Ende die Kurpfälzer mit knapp 2km/h durchsetzen. Grund dafür war auch das ausgeglichene Mannschaftsergebnis, bei dem Jan Hertrich (109km/h), Simon Schmidt-Meinzer (108km/h) und Dieter Bartek (105km/h) nahezu gleichauf lagen. Für die Walldürner war Wolfgang Lehnert mit 117km/h am schnellsten, die beiden anderen Wertungsflüge lieferten Günter Rincker (109km/h von Altfeld aus) und Werner Ehrler (94km/h).
Dass man quer zum Wind noch deutlich schneller unterwegs sein kann, zeigte der LSV Rinteln, der diese Runde mit gut 40km/h Vorsprung mehr als deutlich für sich entscheiden kann. Die Orographie hatte dabei natürlich auch ihren Anteil, denn bei den Flügen wurden das Wiehengebirge und die jeweils angrenzenden Hänge genutzt, auf denen der Wind am Samstag in fast idealer Weise stand. Stefan Bachmann war dabei Schnellster für die Rintelner mit 130,5km/h. Carsten Kopsieker mit Co. Mario KIessling erflog nach einem "Überführungsflug" von Oerlinghausen aus noch 125km/h. Dritter war Dietmar Heintze (105km/h), der damit das Rundenergebnis auf insgesamt 360km/h bringt. Aus Liga-Gesichtspunkten könnte man noch überlegen, ob und wie man die 4 Abschnitte der Speed-Wertung optimal verteilt, da der Hang gegenüber der Wertungsstrecke ja deutlich gekrümmt ist.
Auch in Liga 2 dominierte der Hang. Hier liegt die FG Oerlinghausen ebenfalls weit vorne. Nicht ganz mit der Geschwindigkeit wie in Liga 1, trotzdem mit einem deutlichen Vorsprung, konnten die Ostwestfalen Rundeplatz 1 erfliegen. Dabei nutzten sie nicht den Teutoburger Wald direkt vor der eigenen Schwelle, sondern ebenfalls die weiter nördlich gelegenen Hänge. Während Michael Elvermann an der Porta Westfalica zu seinem Wertungsflug abhob (123km/h), starteten Tobias Blaum (110km/h) und Günther Robeck (108km/h) vom heimischen Platz aus -, um am Ende auch dorhin zurückzukehren. Zweiter dieser Runde wurde der HAC Boberg, jedoch nicht vom heimischen Platz aus, sondern auch sie hatten den Start an den Hang verlegt. Rolf Hilgert & Marcel Rast waren für die Hamburger am schnellsten unterwegs (116km/h), Marcel Damian Przygoda & Andreas Bergmann (98km/h) sowie Olaf Rehme & Roger Tiburg (96km/h) steuerten die beiden anderen Wertungsflüge bei. Wie man sieht, war an den Hängen recht viel Verkehr, das zeigt - mehr noch als die Flugspuren - der Blick in die "Meeting-Points", die selten so umfangreich gewesen sein dürften, wie an diesen Hangflugtagen. Dass es auch ohne Hang und auch am Sonntag gelingen konnte, Flüge in die Wertungs zu bringen, zeigt der Aero Club Berlin. Von Reinsdorf aus waren Stephan Kirchner (106kjm/h) und Klaus Engelherdt (96km/h) unterwegs, wobei der Wind leider nicht optimal als Unterstützung für die Rennstrecken des Fläming funktionierte. Den einzigen Flug in die Top3-Ränge beider Ligen vom Sonntag brachten Stephan Ühkötter & und erneut Stephan Kirchner ins Ziel.
In Liga 1 liegen weiter die LSG Bayreuth (111 Punkte), die Abstände zu den Verfolgern aus Aalen (108) und Rinteln (103) sind aber mehr als nur knapp. Ebenso eng geht es in Liga 2 zu, wo der Aero-Club Ansbach (108 Punkte) durch Rundenplatz 6 an die Spitze springen kann und damit Eichstätt (103) und Bad Nauheim (98) auf die Plätze 2 und 3 verdrängt..
In der Woche wird die genannte Troglage anhalten und das einzige Beständige bleibt dabei die Unbeständigkeit - für die nächste Runde ist also noch für alle alles drin ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 07. June 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 07.06.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAGmorgen wird der Osten Deutschlands noch von der labil durchsetzten Kaltfront eines Sturmtiefs über der Nordsee beeinflusst. Diese zieht am Vormittag nach Nordosten ab. Rückseitig fließt mit kräftiger, zur Nordsee hin mit stürmischer Südwestströmung kühlere und labil geschichtete Luft ein. Nach Süden hin baut sich im Tagesverlauf Hochdruckeinfluss auf.
Am SONNTAG ist das Sturmtief nach Skandinavien abgezogen. Es dominiert nachfolgend der Einfluss eines Hochs über Polen, der die Luftmasse stabilisiert. Aus Südwesten wird im Tageslauf jedoch wieder etwas feuchtere und labil geschichtete Luft herangeführt. Am MONTAG
fließt im Vorfeld eines Höhentroges über Frankreich feuchte und labil geschichtete Warmluft nach Deutschland, die für teils kräftige Konvektion sorgt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SONNABEND ist im Nordwesten bei einer CU-Basis um 500 m sowie starker Bewölkung und wiederholten Schauern keine nutzbare Thermik zu erwarten. Nach Südosten zu wird die Thermik rückseitig der Kaltfront bei einer maximalen CU-Basis bis 2300 m sehr gut sein. Vom äußersten Südosten abgesehen, ist sie allerdings häufig zerrissen.
Am SONNTAG ist im Nordwesten bei einer maximalen CU-Basis um 1300 m mit guter, im Südosten bei einer maximalen CU-Basis von bis zu 2500 m mit sehr guter Thermik zu rechnen. Gebietsweise, insbesondere nach Südwesten zu, stören allerdings abschirmende Wolkenfelder. Im Norden ist die Thermik bis weit in den Nachmittag hinein zerrissen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG westlich des Thüringer Waldes mäßige Wolkenthermik, die häufig zerrissen ist. Östlich erst mit Abzug von abschirmender  Bewölkung ausbildende, mäßige Wolkenthermik.
Am SONNTAG mäßige Thermik, die vor allem im Bergland gezeichnet ist.  Von Südwesten her aufkommende Abschirmung. Im Südwesten entwickeln sich am späten Nachmittag Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, spät einsetzend und über Mittag gebietsweise noch durch Ausbreitungen gestört.
Am SONNTAG mäßige Thermik, nachmittags zunehmend von Westen her  abgeschirmt.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Wednesday, 05. June 2019 U25: Wetterpotenziale der Runde sieben werden in Punkte umgesetzt translate news

Warmluft mit viel fliegerischem Potenzial – das ist die Devise der Runde sieben. Die Erwartungen an diese Luftmasse werden deutlich übertroffen. In Teilen ist die Lage von Warmluftgeblubber geprägt. Dennoch ist es fast überall fliegbar und entgegen der Vermutung bilden sich doch einige Wölkchen aus, die zwar etwas zickig sind, aber ordentliche Steigwerte produzieren. Also beste Voraussetzungen, um in der Liga zu punkten. Was viele U25-Teams sich auch nicht entgehen lassen. So gibt der Titelverteidiger Gas und setzt sich mit einer Silberrunde wieder an die Spitze der Gesamtwertung. Ganz vorne weg fliegt jedoch Lichtenfels. Nachdem sie in der vergangenen Woche herbe Verluste einstecken müssen, setzen sie sich diesmal durch und holen wichtige Punkte auf.
Philipp Lauer, der in diesem Jahr die LS8neo fliegen darf, wirft dabei den schnellsten Flug der Runde in die Waagschale. Der Flug kann sich aber nicht nur in der U25 sehen lassen, sondern steht auch in der Segelflug Bundesliga als Nummer zwei ganz weit vorn. Ein wenig Wetterglück am Start ist dabei. Direkt am Platz stehen die ersten Wolken und erleichtern den Abflug. Aber auf dem Weg Richtung Osten werden die Fetzen rarer und trocknen dann ganz ab. Erst die Ausläufer des Fichtelgebirges verschaffen wieder den Anschluss an die Wolken. Eine perfekte Straße führt zum Erzgebirge. Das heißt Speed. Aufgrund der ansteigenden Feuchtigkeit in der Luft und der verringerten Sonneneinstrahlung erfolgt bei Kilometer 175 die Wende. Trotz breitlaufender Wolken gelingt es Philipp eine super Linie zu finden und weiter kurbelfrei zu gleiten. Der nächste Schenkel verläuft genau an der Grenze zwischen feuchter und weniger feuchter Luft. Hier bilden sich konvergenzähnliche Strukturen aus, die erneut Fahrstühle produzieren. Kein Wunder, das der gesamte Kurbelanteil der Wertungsstrecke bei unglaublichen 12 Prozent liegt. Philipp ist begeistert. „Solche Basishöhen mit solchen Linien bilden sich nicht allzu oft im Jahr aus.“
Und was sagt er zur LS8neo? Für ihn ist sie ein Traum. „Man setzt sich rein und fühlt sich wohl.“ Besonders bemerkenswert ist die Wirkung der Winglets. Im Vergleich zum Vorgänger kann man extrem langsam kreisen. Die „alte“ LS8 zeigt hier ihre Grenzen und wurde schwammig. Das Besondere für ihn ist jedoch das Gesamtpaket, dass er ein Jahr lang geboten bekommt.
Wir sind gespannt, wer Philipp in der nächsten Saison ablösen wird.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 289,0 Speed/50 Punkte, SFZ Königsdorf (BY) 285,85 Speed/49 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 252,39 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 7: 1. SFZ Königsdorf (BY) 291 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 288 Punkte, 3. AC Lichtenfels (BY) 258 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Philipp Lauer
 
Teamflug Afrika? Kräftige Wolken-Lifte

 


Tuesday, 04. June 2019 Das Matterhorn im Segelflug Quartett translate news

Mit einem zweiten Rundenplatz hinter Lichtenfels erobern die Königsdorfer Junioren sich die Tabellenführung von Eichstätt zurück. In der Alpenliga machen die drei Top Vereine der Tabelle die siebte Runde unter sich aus: Kirchdorf/Micheldorf aus Österreich siegt vor Königsdorf und Unterwössen, womit Königsdorf weiterhin vor Unterwössen und den Österreichern die Tabelle anführen. In der Bundesliga landet das SFZ auf Rang 11 und bleibt in der Tabelle 17.
Sonntag fliegen vier Flugzeuge und fünf Piloten zum Matterhorn
Nachdem es am Samstag bereits zu schnellen Ligawertungen im Engadin gekommen ist, Mathias Schunk war dabei mit 105,5 km/h der schnellste, hieß es am Sonntag "go west". Nikolai Wolf, Jochen Pauls, das Doppelsitzerteam Thomas Lehmann und Martin Hafner, sowie Mathias Schunk flogen bis zum Matterhorn. "Ein eindrucksvolles Erlebnis", waren sich alle am Abend nach der Landung einig, war die maximale Flughöhe aufgrund der Thermik doch bei 3500m begrenzt, so dass man einen Kilometer unterhalb der Nordwand, 350km von zu Hause entfernt, entlang segelte.
Junioren wieder in Führung
Bei den Junioren war Michael Wisbacher der schnellste, der beim Hahnweide Wettbewerb am Start war und es auf 99,5 km/h brachte. Johannes Beyer, ebenfalls auf der Hahnweide am Start brachte es auf 92,8 km/h. In Königsdorf war Jakob Edmaier der schnellste, der am Sonntag bei seinem Dreieck 93,4 km/h in die Liga Wertung brachte. Bei den Senioren steuerte am Sonntag Oli Wolfinger mit 99,7 km/h den zweitschnellsten SFZ Flug bei und Hans Ludwig Trautenberg steuerte mit 98,5 km/h den dritten Flug zur Alpenwertung bei.
 
Text und Fotos: Mathias Schunk
 
Sonntag sollte das Wetter super werden, Benny Bachmaier tankte sogar seinen fliegenden Teppich, flog letzten Endes dann aber doch lieber Arcus und hängte das nach der DM in Zwickau gesäuberte Zelt zum trocknen ;-) (Foto von Mathias Schunk)
Vier Flugzeuge und fünf Piloten flogen am Sonntag von Königsdorf aus zum Matterhorn und zurück.
(Foto von Mathias Schunk)
Die Matterhorn Piloten des SFZ Königsdorf: v.l.n.r.: Jochen Pauls, Nikolai Wolf, Thomas Lehmann, Mathias Schunk (vorne) und Martin Hafner. (Foto von Andrea Abt)
 

 


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