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Tuesday, 07. July 2020 Über 1.000 Punkte mit der OLC LS 8 neo translate news

Beim Abflug liegen die Wolken noch fast in der Rhön auf.
Hinter einem abziehendem Frontensystem über Skandinavien wird eine etwas kühlere feuchte Luftmasse von Nordwest nach Deutschland geführt. Am 03.07 waren sich die Vorhersagemodelle von Topmeteo und DwD einig, dass das beste Wetterfenster um und westlich von Nürnberg liegen sollte. Geplant war, dass ich am Morgen mit dem Rückenwind über Bamberg und Bayreuth bis nach Stankov in Tschechien fliege und von dort aus dann gegen den Wind bis Hangensteinerhof, nördlich von Stuttgart fliege, mit der Option, am Abend nochmal über die Rhön zu verlängern. Am Morgen sehe ich jedoch im Satellitenbild und über aktuelle Bilder von Hannes, dass die Gegend östlich Nürnberg noch viel zu feucht ist. Der Plan wird kurzfristig geändert, sodass ich südlich Nürnberg Richtung Osten fliege.
8:45 Uhr
In der Rhön liegen die Wolken noch fast auf. Über Whatsapp bekomme ich mitgeteilt, dass Matze schon vor einer Stunde gestartet ist. Bei der Feuchte kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich ist seine Höhe zu halten. Über den Glidertracker sehe ich, dass die Basis im Süden deutlich höher sein muss als bei uns. Ich beschließe direkt zu starten und einen Schlepp über die Wolken zu machen. In 1800m klinke ich über den Tops der Wolken und gleite Richtung Süden, wo die Wolken nicht nur höher sind, sondern auch eine klare Struktur inkl. Basis haben. Bei Würzburg dann der erste Ausschlag über 0m/s bei einer Wolkenuntergrenze von 1200MSL, über Kitzingen sogar bis 1500 Meter.
11:00 Uhr
Da die Steigwerte um diese Uhrzeit natürlich noch nicht so berauschend sind, plane ich einen langen Schenkel mit Rückenwind, in der Hoffnung später unter besserer Entwicklung wieder gegen den Wind vorzufliegen. Südlich Nürnberg fliege ich einen 117er Schnitt und werde dann doch schon etwas wählerisch, was die Steigwerte angeht. Hier bewege ich mich in einem Höhenband von ca. 1000-1400MSL, was für den Bayerischen Wald natürlich zu tief ist. Deshalb nehme ich ab Regensburg das Gas etwas raus und bemühe mich, mal wieder bis an die Basis zu steigen.
12:30 Uhr
Wie vorhergesagt ist auch der Bayerische Wald sehr feucht. Die Basis dementsprechend recht niedrig und die Wolkenuntergrenze sehr ausgefranzt. Ich entscheide mich ca. 10km südöstlich von Arnbruck zu wenden. Die Optik nach dem Wenden ist jedoch alles andere als einladend, bei 7-8 Achteln zeichnen sich nur noch leicht die Strukturen ab, unter denen ich zuvor geflogenen bin. Die Taktik ist klar! Oben bleiben ist jetzt extrem wichtig, vor allem da man bei dem starken Wind keine Zeit durch Ausgraben verlieren will. Bis kurz vor den Brombachsee komme ich recht zügig voran und freue mich, dass ich schon bald wieder unter besseren Bedingungen fliegen kann.
15:45 Uhr
Die letzten 100km sind recht gut gelaufen. Zwar ist der Kurbelanteil recht gering und die Freude sehr groß, aber nun habe ich einen kleinen Durchhänger. Bei 600km mit einem 105er Schnitt erhofft man sich natürlich Steigwerte von 2+m/s, aber in der vergangenen halben Stunde bin ich immer tiefer gekommen und nicht mehr auf das erwünschte Steigen getroffen. An der Stelle wäre es vermutlich einfacher gewesen der Wolkenstraße weiter Richtung Westen zu folgen, jedoch habe ich mich für ein großes Dreieck entschieden. Dafür musste ich, nördlich in den Schwarzwald einfliegen, womit ich mir sehr schwer getan habe.
17:45 Uhr
Kurz vor Walldürn muss ich das schöne Wetter leider verlassen. Der Heimweg sieht mit sehr wenig Cumulis zwischen den Altocumulus sehr mühsam aus. Außerdem haben nicht mehr alle Wolken gezogen, da viele am Zerfallen waren. Bis Würzburg muss ich nun abgleiten, um unter kleinen Flusen erst mal in 0,5m/s zu parken. Die Spannung steigt…soll ich nun das Risiko eingehen und die nächste Wolke ausprobieren oder mich geduldig in 0,5 hochkurbeln?
Ich fliege die nächste Wolke an und sehe auf dem Butterfly einen anderen Segelflieger, der 750m über mir ebenfalls nur mit 0,5 steigt. Auf der westlichen Seite der Wolke bilde ich mir jedoch ein, eine Entwicklung zu sehen und treffe dort 2m/s.
Mit +500 Meter auf Hammelburg fliege ich in Richtung Ausklinkpunkt, um das bislang 720km Dreieck zu schließen. Es fehlt aber nicht mehr viel, um auf ein 800er Dreieck zu kommen. Ich fliege also weiter Richtung Norden aber treffe leider nicht mehr auf Steigen. 12km Nördlich vom Platz drehe ich um und bräuchte jetzt nur noch einen Bart um das Dreieck erneut zu schließen. Am Patz in 200agl steigt es aufgrund des Hanges nochmal mit 0,5m/s. Am Ende haben dann 5km und 200 Höhenmeter zum erneuten Schließen des 800km Dreiecks gefehlt.
Fazit:
Der Rückenwindschenkel am Morgen war sinnvoll, jedoch bin ich etwas zu weit geflogen und somit fast aus dem Wetterfenster gefallen. Der Abstecher in den Schwarzwald war zwar sehr mühsam, aber hat sich für die große Dreiecksstrecke gelohnt. Ideal wäre gewesen, wenn ich am Abend nochmal die Rhön auf der Luv-Seite abgeflogen wäre, um das Dreieck auf über 800-850km zu strecken. Leider war dies aufgrund der Abschirmung nicht mehr möglich. Ich denke aber, bis dahin war es trotzdem ein toller Flug.
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Im Bayerischen Wald kurz vor
der Wende ist mir die Basis
etwas zu tief.
Auf dem Heimweg aus dem
Schwarzwald fliege ich an den
tollen Linien, die in Ost-West
Ausrichtung verliefen, vorbei.
Ab Walldürn habe ich nur noch
wenig Optionen. Die Altocumulus-
Bewölkung hat hier deutlich die
Energie rausgenommen.
 

Tuesday, 07. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 04./05.7. (Runde 6) translate news

Mit der Runde 6 ist nun fast schon die Liga-Halbzeit erreicht. Auch wenn wir gerade das erste Juli-Wochenende haben, stellt sich (mal wieder) die Frage: Was ist schneller: Thermik oder Hang?
Samstag:
Zweifelsfrei war Samstag "der" Tag des Wochenendes, denn das Wolkenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt einen sehr gut entwickelten Süden, während von Nordwesten bereits das Gewölk einer Warmfront aufzog, die sich zügig nach Osten und etwas langsamer nach Süden ausbreitete. Überhaupt kam die Strömung auf der Südseite eines ausgedehnten Trogsystems für die Hänge des Wiehengebirges von der Richtung her zwar nicht ganz optimal, machte das aber durch Stärke wieder wett. Die Front selber war zwar über mehrere Schichten recht massiv, brachte aber - abgesehen vom Morgen - kaum Niederschlag. Auch über dem offenen Süden, über dem sich in der thermisch sehr guten Luftmasse, wurde der Wind im Tagesverlauf etwas stärker, sorgte aber eher für Reihungen als dass er störend wirkte. Man musste aber auch im Süden mit ersten störenden Feuchtefeldern kalkulieren, die im Vorfeld nach Südosten drifteten,
Bleibt die eingangs gestelle Frage, ob nun der Hang im Nordwesten oder die Thermik im Süden die besseren Liga-Bedingungen gebracht hat, dazu gleich mehr ...
Sonntag:
Der Blick auf das Satellitenbild von Sonntag (ebenfalls wie gewohnt von 12 UTC / 14 MESZ) ist schnell besprochen: Die Reste der Front vom Vortag waren etwas weiter nach Süden vorangekommen, konnten den Bereich südlich der Donau aber kaum noch erreichen und liefen hier in die trockene Warmluft ein. Von Nordwesten war aber bereits die nächste Front - diesmal eine Kaltfront - unterwegs, die zum Zeitpunkt des Bildes massiv zwischen Rheinsland und Ostsee lag. Auch hier war relativ wenig Niederschlag im Spiel, dafür hatte überall der Wind im Vergleich zum Vortag zugelegt, die Reihungen in Richtung Nordsee zeigen das an. Da der Wind weiter eine starke Westtendenz hatte, nun aber auch im Süden stärker geworden war, konnte man auch die Hänge der Bergstrasse nutzen, wie man auf den Flugspuren sehen kann. Am Ende - soviel sei vorweggenommen - war das nicht mehr in der Liga(spitzengruppe) entscheidend.
Wer hat was draus gemacht?
Schon vor dem Wochenende war relativ klar, dass der Samstag der bessere der beiden Tage werden würde. Das hatten offenbar gleich eine Reihe von Teams auf dem Zettel, denn die geplante Verlegung der Startpunkte an die Hänge des Wiehengebirges lässt sich aus den Wertungslisten eindeutig erkennen.
Bevor es an die Liga geht, noch ein kurzer ausflug auf die große Strecke des OLC-Plus: Was der Samstag mit der Mischung aus Luftmasse und Wind hier möglich machte, zeigten Michael Sommer und Phillip Keller. Von Oberhinkofen bzw. Straubing aus folgten sie zuerst dem Bayerischen Wald nach Süden, um dann nach Nordosten in den Rückenwind zu drehen und die langgestreckten Reihungen bis an die Ostsudeten zu folgen. Während Phillip knapp südlich der Glatzer Schneeberge drehte, machte Michael einen Dreiländerflug daraus und flog noch ein gutes Stück weiter und drehte erst in Polen um. Für beide ging es auf fast dem gleichen Weg zurück. Durch die spätere Wende konnte Michael den Tag gute 1,5h länger nutzen und kam am Ende auf 1015km, Phillip auf 820km. 4 Länder in einem Flug schaffte sogar Mattias Schunk,- aber für seine Verhältnisse liegen D-A-CH und Italien ja auch jeweils gleich nebenan. 932km auf denen er dann doch auch in für ihn weniger bekannte Gegenden kam, um dort auf Bekannte aus dem Rheinland zu treffen
Aber zurück zur Liga. Wie gesagt - die Sache war am Samstag im Wesentlichen schon durch. Im Vergleich der abendlichen Zwischenwertung und der Endabrechung der Liga 1 muss man bis hinunter ins letzte Drittel, um zumindest signifikante Platzverschiebungen zu erkennen. Zwei Sachen fallen mir dabei aber auf: Ja, der Hang hat es am Ende gebracht und der LSV Gifhorn (360,84 Punkte) deklassiert die Konkurrenz förmich und gewinnt diese Runde mit einem Vorsprung von über 30 Speed-Punkten. Signifikant, denn gerade in den vorhergehenden Runden liess sich der Abstand der Top-Teams ja fast nur mit der Mikrometerschraube messen. Und zweitens - mit einem deutlich größeren Vorsprung, als die Rennen am Hang vom Erwartungswert her ausgehen wo sonst die Abstände deutlich geringer ausfallen. Woran lag es? Verglichen mit dem Drittplatzierten Rinteln (326,84 Punkte) fällt zumindest die unterschiediche Startzeit auf: Während Rinteln das Rennen gegen 13.00 startetete, hoben die Gifhorner eine gute Stunde später ab. Mal unabhängig davon, wie sich der Flug an den Hängen ligatechnisch selbst unter Ausnutzung der letzten Ecken am besten optmieren lässt -, der Blick in die Ortsvorhersage zeigt ab ca. 14.00 ein leichtes Rückdrehen des Windes. Ob es daran lag und Gifhorn einfach die besseren Windbedingungen erwischte, ist aber von meiner Seite aus erstmal rein spekulativ! Der Vorsprung ist letztendlich auch ein Resultat einer guten Mannschaftsleistung von Dennis Polej, Lars Trampe und Nico Klingspohn, die ihren Flug gemeinsam durchführen und deren Differenz in den Speedpunkten im wesentlichen indexbedingt ist.
Dass es aber auch schnell unter den Wolken im Süden ging, zeigen nicht nur die guten Teamergebnisse aus Schwäbisch Gmünd. Während Lars Linkner und Kai Kunze nahezu klassisch über der Alb unterwegs waren und ihre Ligaflüge erst begannen, nachdem sie ein gutes Stück gegen den Wind vorgeflogen waren, flog Freddy Hein ein Jojo etwas nördlich der Alb und dabei bis an die Oberpfalz heran. Kurz vorher war noch ein erster Feuchteschwall nach Südosten durchgezogen, hinter dem sich dann wieder eine breitere Lücke mit guten Reihungen auftat. In der Summe erreichen sie damit 328 Speedpunkte und können damit Rinteln mit weniger als 2 Punkten Abstand auf Rundenplatz 3 verdrängen.
Schnellster in Liga 2 (und Schnellster, was den absoluten Schnitt über alle Ligen hinweg angeht) war Johannes Bick vom LSV Hofgeismar. Die Hessen hatten ihren Starpunkt vom heimischen Dingel nach Bisperode verlegt und hatten von dort Zugriff auf die Hänge. Am Samstag noch auf Rang 6 konnten Christoph Danders & Tim Wroblewski am Sonntag noch nachlegen und sich insgesamt auf Rang 3 verbessern. Es reichte aber nicht, um die führenden Schwäbisch Hall und Bückeburg-Weinberg noch abzufangen. Auch hier war am Ende der Vorsprung am Hang mehr als deutlich: Die 334 Punkte von Bückeburg hätten auch im Oberhaus für einen Spitzenplatz gereicht.
Die Liga 2 ist in der Spitzengruppe weiter nahe beieinander: Hofgeismar (81 Punkte) kann durch das gute Ergebnis in dieser Runde auf den Spitzenplatz vorrücken und verdrängt Blaubeuren (77 Punkte). Eisenhüttenstadt (65 Punkte) macht einen Sprung nach vorne und liegt nun auf Rang 3. Und auch im Oberhaus gibt es leichte Veränderungen im Tabellenbild: Gifhorn zieht durch den Rundensieg punktgleich mit der FG Wolf Hirth, liegt aber durch die höhere Gesamtspeed nun auf Rang 3 (jeweils 70 Punkte). Oerlinghausen (78 Punkte), in dieser Runde 6., kann Rang 2 vereteidigen. Während die Ostwestfalen mit 8 Punkten Differenz weiter den heissen Atem der Verfolger spüren, setzt sich Rinteln an der Spitze (97 Punkte) weiter ab.
Für das kommende Wochenende sehen die ersten Prognosen schonmal vielversprechend aus. Und soviel scheint sicher: Der Hang wird in Runde 7 keine Option sein.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
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Tuesday, 07. July 2020 U25: Mit der OLC LS 8 neo auf Aufholjagd translate news

Der Samstag galt Deutschlandweit als der bessere Tag dieses Wochenendes. Kein Wunder, dass es Leon Bohnenkamp aus Örlinghausen an die Porta zog. Der Lebhafte Westwind stellte gute Ligapunkte in Aussicht. Auf einem Cirrus brachte er einen Ligaflug mit über 100,96 Punkten ein. Der zweite U 25 Ligaflug für die Örlinghausener kam aus dem 400 km entfernten Beilngries, wo Lukas Brune es mit einer ASW 20 entlang des Bayerischen Waldes bis beinahe Tschechien auf einen 93,52 Punkteflug brachte. Diese beiden unterschiedlichen Flüge reichten für einen erneuten Rundensieg und zur Verteidigung der Tabellenspitze.

Bei der FSV Bad Wörishofen hatte Eva Schröder den schnellsten Schnitt. Sie trieb ihre Ls 8 -18 bis weit hinter Regensburg mit 91,85 Punkten und zusammen mit Martin Hundegger der mit einer Kestrel auf der Schwäbischen Alb mit 78,67 Punkten unterwegs war belegten sie in dieser Runde den zweiten Platz. Der Drittplatzierte dieser Runde holte seine Punkte am Sonntag. Die Juniorpiloten des SFG Giulini flogen die Bergstrasse entlang. Alexander Meinicke kommentierte seinen Flug mit „Fun am Hang“. Das hatte er sicherlich auch, denn er flog eine ASW 19 mit 82,80 Ligapunkten. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Karol Müller der auf einer ASW 15 stolze 86,59 Punkte holte brachten sie es auf den Dritten Rundenplatz. Der smiley hinter dem Namen von Eric Schneider dürfte sich doppelt freuen, mit seinem 98,77 Flug auf der vom OLC gesponserten Rennmaschine LS 8 neo schaffte es der Hammelburger zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner (66,08) auf Rundenplatz 5 und sie schieben sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Eric hat dieses Jahr schon über 177 Stunden auf der OLC LS 8 neo und Strecken von über 900 km zurückgelegt. Auf dem Dritten Tabellplatz steht der LSV Homberg/Ohm.
 
Martin Söll
 
Christian Polizzano am Samstag
an der Bergstrasse
(Bild Alexander Meinicke).
Karol Müller in seiner ASW 15.
So geht Nachwuchsförderung:
Eric Schneider darf eine Saison
lang die bestens ausgestattete
OLC LS 8 neo fliegen.

 


Monday, 06. July 2020 FV Celle - Spaß am Hang! translate news

Am Freitag war bereits klar, dass es keine Möglichkeit  geben wird, von Celle auch nur einen Ehrenpunkt zu ergattern. Am Samstag knatterte daher Nico mit seinem Ventus cM mutig Richtung Bad Gandersheim, um sich nach einem „Tankstopp“ an Hils, Ith und das Wesergebirge zu schmeißen. Getreu dem Motto: „Alles für den Dackel, alles für den Club“, standen Abends stolze 120,76 km/h auf der Uhr. Im Tagesverlauf wurde sogleich der Duo X für die Mission am Sonntag vorbereitet und Marc Lehnen holte seine ASH 31Mi ab. Bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ergattern so Philipp Reinecke (81,53 km/h) und Marc Lehnen (51,09 km/h) die nötigen Punkte um am Ligawochenende nicht ganz leer auszugehen. Philipp berichtet von teilweise schwierigen Passagen, sodass nicht jeder Spring zwischen Ith und Süntel auf Anhieb klappte.
 
Christian Schneiders
 
Nico steuerte wieder einmal den
schnellsten Flug bei.
Foto: Christian Schneiders
Charly Lima auf der
Suche nach Punkten.
Foto: Philipp Reinecke
Die immer wieder auftretenden
Schauer erforderten eine flexible
Taktik. Foto: Philipp Reinecke
 

Friday, 03. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 03.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich das Frontensystem eines Tiefs mit Kern über Schweden von der Ostsee bis zum Niederrhein. Es verlagert sich im Tagesverlauf langsam ostwärts und beeinflusst das Wettergeschehen in der gesamten Nordhälfte Deutschlands. Mit einer westlichen Strömung wird dabei eine milde und meist stabil geschichtete Luftmasse herangeführt. Der Süden Deutschlands und der Alpenraum profitieren noch von einem Hochdruckkeil, welcher von der Biskaya nach Bayern gerichtet ist. Auch hier fließt eine stabil geschichtete, aber trockenere Warmluft ein.
Zum SONNTAG ist ein weiteres Tief von der Nordsee zum Skagerrak gezogen. Dessen Warmfront erstreckt sich am Morgen bereits von Hamburg nach Basel, wobei sie im Süden unter dem sich abschwächenden Hochdruckkeil weniger wetteraktiv ist. Diese zieht rasch weiter nach Osten. Mit ihr wird in mittleren und höheren Luftschichten eine sehr warme Luftmasse in die Mitte und den Süden Deutschlands geführt. Bodennah hält sich unter einer Inversion weiterhin eine kühlere Luftmasse. Im Norden zieht rasch die nachfolgende Kaltfront auf, welche sich bis zum Abend auf eine Linie Berlin-Aachen verlagert. Sie führt eine sehr feuchte und kühle Luftmasse mit sich. Auch auf ihrer Rückseite ist die Labilität zunächst nur sehr gering.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird nur im südöstlichen Brandenburg nutzbare, jedoch zunehmend abgeschirmte Thermik erwartet. Diese wird überwiegend mäßig mit nutzbaren Arbeitshöhen am Nachmittag von 1100-1300 m sein. Im restlichen Vorhersagebereich wird unter dichter bis geschlossener Bewölkung, aus der zeit- und gebietsweise Regen/Sprühregen fällt, keine nutzbare Thermik erwartet.
Am SONNTAG wird aufgrund von dichter Schichtquellbewölkung, aus der zeit- und gebietsweise leichter Regen/Sprühregen fällt, sowie lebhafter Winde aus W-SW mit Werten um 30 km/h keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist im Südosten noch mit geringer bis mäßiger Wolkenthermik zu rechnen. Diese wird im Tagesverlauf durch die sich verdichtende Bewölkung aber immer mehr gedämpft. Im Nordwesten ist  wegen der dichten Bewölkung keine nutzbare Thermik zu erwarten.
Am SONNTAG kommt es bei meist starker Bewölkung und lebhaftem Südwestwind kaum zu nutzbarer Thermik. Lediglich am späteren Nachmittag ergeben sich im Südwesten Chancen auf kurzzeitige geringe Thermikentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik mit Arbeitshöhen bis FL080 am Nachmittag.
Am SONNTAG voraussichtlich meist dichte abschirmende SC-Bewölkung und meist keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Monday, 15. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 13./14.6. (Runde 3) translate news

Sat-/Blitzbild von Samstag.
Das Wetter der 3. Runde wurde durch einen ausgedehnten Trog über der Biskaya bestimmt. Die zu uns geschaufelte Warmluft wurde bereits zum Samstag labilisiert, um am Sonntag innerhalb einer Tiefdruckrinne weiter zu kochen ...
Samstag:
Schon morgens lösten in der labilisierenden Luftmasse die ersten Gewitter aus -, der Cirrenschirm, den das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) zwischen Hamburg und Rostock zeigt, war einige Stunden vorher über Brandenburg entstanden und mit der südöstlichen Höhenströmung abgezogen. Diesem ersten sollten zum Nachmittag eine ganze Reihe weiter folgen. Am Abend war dann fast der komplette Bereich nordöstlich einer Linie Ems - Thüringer Wald durch Cirrenschirme abgedeckt. Die Kombination von Satellitenbild und Blitzen von 15 UTC (17 MESZ) verdeutlicht, wo nachmittags der Schwerpunkt der Aktivität lag.
Deutlich ruhiger war es in der Warmluft im Süden und dem Südwesten, was sich entsprechend in den Flugspuren wiederspiegelt. Dass westlich des Rheins weniger geflogen werden konnte, lag auch daran, dass sich die hier von Beginn an liegenden Abschirmungen lange halten konnten.
Sonntag:
Im Laufe der Nacht hatte sich die Tiefdruckrinne verstärkt, die nun angefüllt war mit der feuchten und labilen Luft. Hier vermischten sich die Gewitterreste vom Vortag mit weiterem Feuchtenachschub aus Südwesten. Im Tagesverlauf verstärkte sich der Gegensatz zwischen der feuchtwarmen Luftmasse aus Südwesten und der von Nordosten einströmenden etwas trockeneren Luftmasse nochmals - teils schwere Schauer und Gewitter waren die Folge davon.
Fliegerisch nutzbar war letztlich nur die trockene Luftmasse im Nordosten, was auch die Flugspuren bestätigen.
Wer hat was draus gemacht?
Der fliegerische Schwerpunkt lag in dieser Runde ganz klar auf dem Samstag. Regional ragt (aus demn Flugspuren) der Bereich zwischen dem südlichen Thüringer Wald und dem Frankenwald heraus. Während Schwarzwald und Alb weniger frequentiert waren, zeigen sich gute Spuren in den (östlichen) Alpen. Der Sonntag konnte naturgemäß von der Menge der Flüge nicht mithalten, dafür war der Wetterraum im Nordosten zu klein - aber Potential für schnelle Flüge sollte die Luftmasse eigentlich bieten. So stellt sich auch die Frage, welcher Wetterraum am Ende die Nase vorne haben sollte ...
Gut, ein Blick in die Wertungen der 1. und 2. Liga beantwortet die Frage relativ schnell, zu deutlich dominieren der AC Lichtenfels und das SFZ Ottengrüner Heide die Ranglisten - beides Teams, die einen direkten Zugriff auf die bereits genannten Rennstrecken haben.
Die mit Abstand schnellste Linie flog dabei Philipp Lauer, der seine Speed von 135kim/h (127 Punkte) auf dem zweiten Teil seines Fluges auf 4 Schenkeln über Frankenwald und dem südlichen Thüringer Wald hatte. Er flog dabei jedoch nicht über die höchsten Erhebungen, sondern er legte den Kurs eher auf der Südwesteseite an. Ich würde an der Stelle spekulieren, dass die starken Entwicklungen über dem Kamm des Thüringer Waldes schon zu ersten Schauern geführt hatte, denen er aus dem Weg gehen wollte / musste - zumindest zeigen die Bilder schon gegen 13 UTC dort erste lokale Blitzaktivität. So endet sein Flug auch bereits gegen 15 UTC. Auf ähnlichen Linien - aber nicht gemeinsam - waren Jan Kretzschmar und Gerd-Peter Lauer unterwegs. Die Franken erreichen in der Summe 364 Punkte und können die Runde damit souverän für sich entscheiden. Auf dem Plätzen folgen Bayreuth, für die Alex Müller - der zu einer vormittäglichen Bayreuther Standbesichtigung gestartet war - dann doch noch mit 121 Speed-Punkten Schnellster war. Dritter wurde der FLC Schwandorf, angeführt von Achim Reuther. Mit Königsdorf folgt auf Rang 4 der erste Verein aus den Alpen.
Etwas anders sieht es in der 2. Liga aus. Auch hier liegen hinter dem Rundensieger Ottengrüner Heide (314 Punkte) mit dem AC Weiden (303 Punkte) ein weiteres Team aus Franken mit vorne, aber hier folgt mit der AFZ Unterwössen der erste Alpen-Verein bereits auf Rang 3, wenn auch mit einem doch deutlichen Rückstand bei der Gesamtspeed (283 Punkte).
Tatsächlich gibt es noch eine Liga, in der ein Team am Sonntag auftrumpfen konnte: Nicht in der U25-Liga, denn auch in der war Phillip Lauer natürlich mit Abstand Schnellster und gemeinsam mit Dominik Biesenecker geht Platz 1 ebenfalls nach Lichtenfels.
In der Quali-Liga steht das Regionen-Ranking jedoch im Vergleich zu den anderen Ligen ein wenig auf dem Kopf: Platz 3 belegt die FSG Hammelburg (Franken) vor der SFG Werdenfels (Alpen) und ganz nach vorne fliegt der BAEC-Mitte. Vom östlich Berlin gelegenen Eggersdorf aus belegen die 3 gewerteten Flüge auch in der OLC-Speed Tageswertung vom Sonntag die Plätze 1-3. Robin Förster, der als Schnellster (108 Speed-Punkte) unterwegs war, nutzte dafür ebenso wie seine Teamkameraden die weit nach Polen hineinrangenden Wolkenstrassen.
Zur nächsten Runde wird sich die Wetterlage voraussichtlich wieder etwas umstellen und die feuchtwarme von einer etwas kühleren Luftmasse ersetzt werden. Einer alten Wetterregel nach müsste der Sonntag ein sehr guter Tag werden - wenn's stimmt, verrate ich die im nächsten Rückblick ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 12. June 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 12.06.2020 um 14.00 Uhr GZ
Der SAMSTAG startet mit einer Dreiteilung der Wetterzonen: Im Südwesten Deutschlands ist die Warmluft durch den Einfluss eines Höhentiefs über der Bretagne labil geschichtet. Im Norden der Republik sorgt ein Höhentrog über Polen für Labilität. Dazwischen ist die Warmluft unter flacher Druckverteilung "ruhiger". Im Tagesverlauf weitet sich der Einfluss des Höhentroges über Polen weiter auf Deutschland aus, ebenso der Einfluss des Höhentiefs über der Bretagne von Westen her, sodass die warme und feuchte Luftmasse in Deutschland insgesamt kräftig labilisiert wird.
Am SONNTAGmorgen zeigt sich der Schwerpunkt der Labilität innerhalb einer Tiefdruckrinne, die von Nordwesten nach Südosten über Deutschland liegt. Hier kommt es zu kräftigen konvektiven Umlagerungen. Im Nordosten bestimmt trockene Warmluft unter schwachem Hochdruckeinfluss das Wetter. Im äußersten Südwesten ist die Luftmasse warm und feucht, allerdings nicht so stark labil, wie innerhalb der Tiefdruckrinne.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird über Schleswig-Holstein, Hamburg und weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns eher nur geringe und spät einsetzende Thermik erwartet. Im übrigen Bereich kann verbreitet mit mäßiger bis guter Wolkenthermik gerechnet werden. Im gesamten Vorhersagebereich werden zunehmend kräftige Überentwicklungen (teil mit Unwetterpotential)
erwartet.
Am SONNTAG wird südwestlich der Elbe am ehestens über NRW nachmittags mäßige Wolkenthermik erwartet, stellenweise durch Überentwicklungen gestört. Im angrenzenden Bereich wird unter dichter Bewölkung, aus der immer wieder schauerartig verstärkter und mit Gewittern durchsetzter Regen fällt keine nutzbare Thermik erwartet. Nordöstlich der Elbe kann überwiegend mäßige CU-Thermik erwartet werden. Diese wird jedoch durch lebhafte Ost-Nordostwinde häufig zerrissen sein.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich "in der Mitte" zwischen beiden konvektiven Regionen mäßige bis gute Thermik, bevor auch hier kräftige
Überentwicklungen im weiteren Tagesverlauf aufkommen.
Am SONNTAG kaum nutzbare Thermik wegen verbreitet abschirmender Bewölkung und kräftiger Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige Thermik, Arbeitshöhen am Nachmittag um FL060. Am Nachmittag am Bayerischen Wald sowie in Schwaben und Oberschwaben kräftige Gewitter.
Am SONNTAG dichte Bewölkung und Regen, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 10. June 2020 LSG Fallersleben: Beide Wetterfenster genutzt translate news

Die fallersleber Piloten erwarteten am Samstag zwar Schauer, aber auch den besseren Tag des Wochenendes. So hatten Helge und Franz Liebertz, Bernd Meindermann und Benno Beesten Ligaflüge und Timo Kämpf eine Überlandeinweisung geplant. Helge und Franz sind mit der ASH25e kurz vor 11:30 gestartet; ihnen folgten bald Bernd (ASW22) und Jannik mit Fluglehrer Timo (ASK21). Beide Flugzeuge bekamen aber keinen Anschluss. Bei Bernds zweitem Start regnete es bereits und das Wetterfenster war schon zu. Bei 2 Stunden Dauerregen hofften alle auf eine Wetterlücke für die Rückkehr von Helge und Franz; diese bot sich gegen 14:30 und die Beiden brachten mit 95 km/h den ersten Ligaflug nach Hause.
Der Sonntag zeigte viel weniger Regen und im nun größeren Wetterfenster kämpften Franz + Helge (ASH25e), Bernd (ASW22M), Benno (Nimbus4M) und Arnie Weber (DG400) um zwei weitere Wertungsflüge. Für die ASH25 ging es zunächst nach Norden bis an den Hamburger Luftraum, dann mit einem JoJo gegen den Wind an den Hannoveraner Luftraum und zurück nach Lüneburg. Von dort fand Familie Liebertz eine gute Linie heim und steuerte mit 116 km/h den besten LSG-Flug dieser Runde bei. Bernd und Benno flogen zunächst mit Rückenwind bis westlich Schwerin. Auf dem zweiten Schenkel kam Benno tief und verlor viel Speed. Bernd nutzte nun seinen Vorsprung für ein kurzes JoJo über der Göhrde und steuerte mit 102 km/h einen weiteren guten Flug zum LSG-Ergebnis bei. Kurz nach 16:00 waren alle Ligapiloten zurück in Ummern. Letztlich haben sie beide Wetterfenster gut genutzt und die LSG kann sich über Rundenplatz 2 freuen.
 
Benno Beesten
 
Samstag nach dem Wetterfenster
Sonntag herrscht Hochbetrieb
am neuen Startwagen
Flugplatzsuchbild aus Niedersachsen


 

Tuesday, 09. June 2020 2. Runde Quali-Liga bringt Punkte an den Hängen translate news

Diese zweite Runde unterscheidet sich deutlich vom Auftakt-Wochenende. Die Beteiligung ist viel geringer und auch die Schnitte um einiges niedriger. Direkt von schlechten Bedingungen kann man nicht sprechen. Jedoch mussten die richtigen Fenster und Orte gefunden und genutzt werden. Entscheidungen wurden klar am Hang gefällt. Aber auch der eine oder andere berglose Flachländer erobert Punkte für die Wertung. Die FG Wuppertal Radevormwald holt sich verdient den Rundensieg in der Quali-Liga.
Durch Ortswechsel Chancen erhöhen
Das Ligateam aus Radevormwald hat sich gut auf die Runde vorbereitet. Wie wahrscheinlich einige Vereine saßen auch sie mit langen Zähnen vor den Prognosen. Denn diese zeigten an ihrem Heimatplatz eher begrenzte thermische Möglichkeiten. Was draus machen? Kurzerhand entschieden sie sich aufgrund der angesagten Südwest-Wetterlage für einen Ausflug nach Porta. „Also Bude gebucht, Bier eingepackt, Flugzeuge abgerüstet, Batterien geladen und los geht`s ...“, erzählen Josh Jarosch, Nils Salberg und Fabian Käseberg.
Mit Hindernissen zum Rundensieg
Eigentlich sind sie zu viert angereist. Ihr Teamkamerad erlitt nach nur 60 geflogenen Kilometern einen „meteorologischen Kurzschluss“. Dieser zwang ihn außenzulanden und zu Fuß anstatt fliegend zum 13 Kilometer entfernten Flugplatz Porta zu gelangen.
Damit war früh klar, drei Piloten müssen drei sichere Geschwindigkeiten nach Hause bringen.
Da der Wind ab Mittag auf West drehte, verschlechterten sich die Hangbedingungen. Schnell wurde immer schwieriger. Zum Glück unterstützten die zuverlässigen thermischen Bedingungen, dass dennoch eine ordentliche Geschwindigkeit erreicht wurde. Immerhin konnten sie sich mit einigem Abstand den Rundensieg sichern. Wenn sie so weiter machen, werden sie Ihr Ziel, die 600 Punkte in der Liga-Wertung zu knacken locker schaffen.
Motivation im Team leichter
Konsequent weiter machen – das ist ein wichtiger Aspekt. Getrieben durch die Jugend in Radevormwald gibt es mittlerweile ein gut organisiertes Ligateam. Das ist wichtig, um an schlechten Wochenenden die Motivation oben zu halten. Und auch solche Aktionen wie hier beschrieben, sind im Team viel besser zu organisieren.
Rundenwertung Quali-Liga: 1. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 241,80 Speed/50 Punkte, 2. Fluggruppe JG 71 R (NI) 219,51 Speed/49 Punkte, 3. SFV Mannheim (BW) 219,30 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 2: 1. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 92 Punkte, 2. LSV Mönchsheide (RP) 91 Punkte, 3. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 90 Punkte 

Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Ossi (1,2) und Josh Jarosch (3) (Radevormwald)
 
Im Teamflug zur Ligawertung
 
Thermik über den Hängen
hilft die Speed zu halten
Ausflug an die Hänge rund
um Porta bringt Sieg
 
 

Tuesday, 09. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 6./7.6. (Runde 2) translate news

Bislang zeigt die Saison einen steten Wechsel zwischen sehr guten und nur sehr eingeschränkt fliegbaren Wochenenden. Soweit ist das erstmal nicht ungewöhnlich, noch sind wir ja im Frühsommer und damit ist die Chance, dass uns kühle und vor allem feuchte Luftmassen heimsuchen, immer noch gegeben. So auch in der Runde 2 der 2020-er Liga, die durch Kaltluft geprägt war.
Samstag:
Eingeflossen war diese bereits am Freitag. Im Satellitenbild vom Samstag um 12UTC (14MESZ) erkennt man noch die wenig strukturierte und wellende Kaltfront, die grob auf der Linie Schwarzwald - Erzgebirge liegt. Rückseitig zeigt sich die typische Struktur einer labilen Kaltluft. Durch den Tief-/Trogeinfluss fehlt der Luftmasse das stabilisierende Moment und die sehr aktive Luft entwickelt häufig und kräftig über. Resultat: Unter den dicksten Quellungen schauerte es entsprechend häufig. Ganz markant ist dabei die vom Rhein-Main-Gebiet bis in die Heide liegende Linie, wo sich im Bereich einer Troglinie/Konvergenz das Ganze auch noch als Linie aufgebaut hat, die langsam von West nach Ost zog. Getragen durch den Wind musste also das Timing stimmen, um dieser Linie aus dem Weg zu gehen ... Die Luftmasse bot dafür aber auch einige Möglichkeiten, denn dige Kaltluftadvektion sorgte sowohl für einen frühen Thermikbeginn als auch ein spätes Ende. Dazu kam der Wind aus Südwesten mit einer Stärke, die auch die Hänge des Wiehengebirges als Option anbot. Ein erster Blick in die Flugspuren zeigt das auch, ansonsten ging es - ligatypisch - mit/gegen den Wind ...
Sonntag:
Das steuernde Tief dreht genau über der Deutschen Bucht (bis Dienstag-Abend besteht noch die Gelegenheit, sich im Archiv des TopMeteo-Webshops die Bilder alsw Animation anzugucken - lohnenswert, denn hier zeigt die Meteorologie auch mal wieder ihre ästhetische Seite). Zwischen der aus Nordwesten nachfliessenden Okklusion, die sich ähnlich labil wie am Vortag zeigt, und der wellenden Front im Südosten liegt eine unter dichten Cirren ein kaum erkennbare Lücke von der Eifel/Pfalz bis hoch nach Rügen. Während Abschirmungen im Südosten und Labilität im Nordwesten die fliegerischen Möglichkeiten stark einschränkten, konnte man die (noch gute) Kaltluft nutzen. Die Luftmasse hatte genug Potential, trotz der Abschirmungen zu funktionieren, die wiederum ein Überentwickeln verhinderten.
Die Flugspuren verzeichnen dann auch die meisten Strecken innerhalb dieser Lücke, wobei sie sich meist auf eine Region beschränken - nur ein einziger langer Track verbindet die Mitte mit dem Nordosten und zeigt, was möglich war. Aber dazu unten mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Nach der Prognose für Samstag war klar, dass die Liga auch am Hang spielen dürfte. Ein Blick in die abendliche Zwischenwertung bestätigt das dann: Vorne lagen die Teams, die einen unmittelbaren Zugriff auf das Wiehengebirge hatten. Im direkten Vergleich zwischen Rinteln und Bückeburg fällt auf, dass die nördlich des Hang gelegenen Bückeburger ihre Flüge deutlich früher an den Start und auch ins Ziel brachten, als die Nachbarn von der Südseite. Vor der durchgehenden Schauerlinie konnte hier die Wertungsdauer damit effektiver ausgenutzt werden. Häufig beobachtet man nach dem Durchgang von Schauern, dass der Wind etwas nachlässt. Das kann der Grund dafür sein, dass die Rintelner Flüge am Nachmittag nicht mehr das Speed-Niveau erreichten, wie die etwas schnelleren Flüge aus Bückeburg am frühen Morgen. Für die Niedersachsen reichte es jeweils zur Führung in beiden Ligen: Rinteln lag mit knapp 240 Speed-Punkten an der Spitze der 1. Liga, Bückeburg führte die 2. Liga mit knapp 270 Punkten auf dem Konto an.
Ansonsten hatten noch nicht viele Flüge den Wert in die Listen gefunden, gerade einmal 15 Teams hatten es zu Wertungen gebracht - über beide Ligen hinweg betrachtet. Und auch in der Quali-Liga lag mit der Fluggruppe JG 71, die sonst von Wittmundhafen aus unterwegs sind, ein Team vorne, die die schnellen Hänge nutzte.
Aber eine Liga-Runde umfasst ja auch noch den Sonntag: Der bot ebenfalls die Möglichkeiten, noch die Hänge zu schrubben und so legten alle Teams nochmal nach. Und es wurde eine höchste spannende und enge Runde: Es war klar, dass die Gesamtpunkte sich eher im Niveau unter 300 Punkten bewegen würden - und dann kann es auf die letzten Zehntel ankommen. Während Rinteln und Oerlinghausen jeweils am Hang nachlegten und ihr Punktekonto auf 291 bzw. 299 hochschraubten, konnte der FV Celle das Feld komplett von hinten aufrollen. Christian Schneiders und Nico Meißner flogen von Celle aus den Linien folgend Richtung Schwerin und machten ihre Speed bei einem "doppelten Jojo", wobei sie es schafften, die beiden Gegenwindanteile der reinen Lehre folgend zwar mit Höhenverlust aber dennoch kreisfrei zurückzulegen. Am Ende gab aber auch der Flug von Leif Eichhorn mit den Ausschlag, denn trotz offensichtlicher Mühen zu Beginn konnte er noch eine Speed von 96km/h ins Ziel bringen, auch wenn er die Wertungszeit nicht voll ausschöpfte. Aber es reichte, um mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Konkurrenz aus Rinteln um 0,12 km/h auf den zweiten Platz zu verdrängen.
In der 2. Liga konnte Bückeburg die Verfolger auf Distanz halten. Auch hier führte die Mannschaftsleistung mit 3 fast gleich schnellen Flügen zum Erfolg.
Die schnellsten Flüge der Ligen fanden dennoch nicht am Hang statt: In der schmalen Lücke am Sonntag fanden von Anspach/Taunus Jan Omsels und Steffen Göttler im Team einen sehr schnellen Streifen zwischen Eifel und Knüllgebirge (109/104 Punkte) wodurch sich die Hessen in der Rundenwertung hinter Bückeburg und Fallersleben einordnen konnten.
Beide markierten damit das südwestliche Ende der Lücke. Wie gut die Bedingungen am anderen Ende ganz im Nordosten waren, zeigte Bernd Goretzki, der unter den Cirren kurz vor Rostock eine Wolkenbasis von fast 2000m vorfand. Dass sich diese Fluggebiete miteinander verbinden ließen, machte Felipe Levin deutlich: Vom heimischen Homberg/Ohm ging es mit Rückenwind weit in den Nordosten (sein Track lässt sich in der Karte der Flugspuren ausmachen) über den Harz hinweg bis hinter die Elbe. Die Liga-Wertungszeit endete dann erst auf dem Rückweg auf Höhe Gardelegen - nach 2:30h waren 393km abgespult, mit einem 157er-Schnitt (131 Speed-Punkte). Der Rückweg führte Felipe auf fast identischem Kurs wieder zurück und dann nochmal weiter bis kurz vor Koblenz. Um an einem Tag und in einem Flug Elbe und Rhein zu sehen, mussten es 1.003km werden - die waren offenbar aber auch möglich!
Ob die weitere Woche solche Bedingungen bereithält, wage ich aktuell eher zu bezweifeln. Vieles wird davon abhängen, wohin der Trog abtropfen wird. Wie sich die Bedingungen am Wochenende zeigen, ist daher noch relativ offen - Kaltluft wird aber eher weniger eine Rolle spielen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland




 

Monday, 08. June 2020 FV-Celle: Der Plan ging auf translate news

Nachdem am letzten Wochenende durch Blauthermik uns gute Schnitte verwehrt blieben, tat sich am Sonntag Richtung NO ein kleines und passables Wetterfenster auf.
Vater und Sohn (Geert und Leif Eichhorn) gingen mit LS4 Neo und der frisch überholten und neu instrumentierten Vereins LS8 auf Punktejagd. Gute Wolkenstraßen über die Elbe hinweg trieben den Schnitt mit über 30 km/h Rückenwind in die Höhe. Auch der Rückweg funktionierte gut. (Leif 99,71 km/h)
Nico Meißner auf Ventus cM plante einen Frühstart nach Bad Gandersheim, um von dort aus Richtung Ith Hills und Porta Westfalica einen spannenden und schnellen Flug zu absolvieren. Doch technische Herausforderungen führten dazu, im Team mit Christian Schneiders (Discus 2c FES) die Heiderally anzutreten. Beide konnten einen respektablen 112 km/h Schnitt erfliegen. Der Rückweg gestaltete sich anspruchsvoll. Gute Wolkenstraßen liefen ins Leere und große Wolkenabstände führten zu 90 Grad Kursabweichungen.
Komplettiert wurde die FV Celle Buli-Mannschaft von Marc Lehnen auf ASH 31 Mi (18m), der allerdings mit einem späten Start nicht mehr ganz das optimale Wetterfenster traf. (99,11 km/h)
Da viele in der FV Celle gerne flächig fliegen, schauen wir mal wie die nächsten Wochenenden laufen und der nächste Plan aufgeht.
 
Philipp Reinecke
 
Nico Meißner auf Ventus cM flog einen guten 112,58 km/h Schnitt durch die Lüneburger Heide
Startbetrieb in Celle Scheuen
Frisch überholt und neu instrumentiert. LS 8 CW - das „neue“ Spielzeug für schnelle Buliflüge
 

Peter H. Braasch
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