OLC-Magazine... powered by Bürklin


Tuesday, 23. February 2021 Sonderausgabe der OLC-Story translate news

Die OLC-Story von Henrik Theis über sein Jahr 2020 mit dem OLC-Discus.
Eine geniale Präsentationsidee - vor allem für Handies.
Natürlich sind die einzelnen Sequenzen vergrößerbar!

 


Monday, 22. February 2021 1122 km über Sahara-Sand / 1122 km over Sahara sand translate news

Zwar nicht über Nordafrika, aber dem Sand der Sahara, den die starke Südströmung in den letzten Tagen nach Europa getragen hat, konnte Robert Prat am Sonntag mit einer ASG 29E rund 1100 Kilometer erfliegen. Nach Start in Saint-Gaudens nutzte Prat die Leewellen der Pyrenäen für die Distanz zwischen Atlantik und Mittelmeer. Den größten Teil des Flugs verbrachte er in rund 5000 Metern Höhe über der Staubglocke. Mehr über den schnellen Flug mit 150 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit im Online Contest.
 
Not over North Africa, but the sand of the Sahara, which the strong southern current has carried to Europe in the last few days, Robert Prat was able to fly around 1,100 kilometers with an ASG 29E on Sunday. After starting in Saint-Gaudens the French pilot used the lee waves of the Pyrenees for the distance between the Atlantic and the Mediterranean. He spent most of the flight at around 5000 meters above the dust cover. More about the fast flight at 150 kph average speed in the online contest.
 

Saturday, 20. February 2021 Late Night Soaring: ein echtes Schmankerl für Runde fünf translate news

Mittlerweile hat der neugeschaffene YouTube Kanal vom SFZ Königsdorf und vom AFZ Unterwössen bereits über 800 Abonnenten. Bei jeweils bis zu knapp 800 live Zuhörern wurden die Videos der ersten Veranstaltungen zusätzlich schon teilweise über 3500mal angeklickt. Selbst die parallel statt gefundene Marslandung am vergangenen Donnerstag tat dem Interesse kaum Abbruch.
Nächste Woche erwartet Euch ein echtes Schmankerl: Hermann Trimmel und Wolfgang Janowitsch, nicht nur erfolgreiche Alpenflieger (erste FAI 1000er in den Alpen, sowie ersten 1500km in den Alpen und Europa), sondern auch ein überaus erfolgreiches Trainer-Trainee Gespann, welches bisher zu zwei Weltmeister- und fünf Europameistertiteln für Wolfgang führte.
Unter https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA kann man sich sowohl die bisherigen Folgen anschauen, als auch den kommenden beitreten.

Mathias Schunk
 
Der zuvor besprochene Fluggebiet
wird mit Hilfe eine 3D Animation
eines Fluges „nachgeflogen“
Das Late Night Soaring Team
vom letzten Donnerstag: Simon
Lemmerer, Jan Lyczywek,
Jon Meis, Mathias Schunk
und Benny Bachmaier
Jon Meis zeigt Neuigkeiten
bei Top Meteo

 


Thursday, 18. February 2021 Segelfliegen zur Prime Time im TV translate news

Eine Folge für "Heimat der Rekorde" wurde in Königsdorf gedreht
Zweimal war das Segelflugzentrum Königsdorf im Jahr 2020 Schauplatz eines Fernseh Drehs. Im Gegensatz zu dem Dreh für Hubert ohne Staller im Juni, wo die Startbahn nur als Kulisse für eine Überholszene auf einer Strasse diente, stand im Oktober das Segelfliegen selbst im Vordergrund. Für die seit Anfang letzten Jahres laufende Serie des Bayerischen Fernsehen "Heimat der Rekorde", die über Rekorde jeglicher Art in Bayern berichtet, ging es dabei um den Europarekord, den Mathias Schunk im vorletzten Jahr aufgestellt hat. Ausgestrahlt wurde die Folge am 8.2. zur Prime Time um 20:15h.
Der Bericht, der allein der Flugaufnahmen sehenswert ist ist in der Mediathek unter folgendem Link abrufbar: https://www.br.de/mediathek/video/heimat-der-rekorde-der-weiteste-segelflug-europas-av:60264a38ebf231001aefec80
 
Mathias Schunk
 
 
Für den Beitrag über den
Europarekord wurden
tolle Flugaufnahmen gedreht.
 

Saturday, 13. February 2021 Late Night Soaring - Der Streckenflug-Stammtisch, geht in die vierte Runde translate news

Auch bei der zweiten gemeinschaftlichen SFZ Königsdorf/AFZ Unterwössen YouTube Produktion waren am vergangenen Donnerstag über 600 Zuschauer live dabei.
Johannes Achleitner berichtet zunächst über die Entwicklung eines völlig neuartigen Flügelkonzepts eines formvariablen Flügel, bevor es in die übliche Gebietsbesprechung ging, die sich diesmal um die bayerischen Alpen zwischen Kufstein und Lechtal drehte.
Unter https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA werden alle Veranstaltungen auch im Nachhinein abrufbar sein, genau wie auch die erste interne Zoomveranstaltung zum Thema Engadin. Dazu werden auch jeweils wichtige Dateien zu den Veranstaltungen, wie z.B. die Karten mit den Meldepunkten der Innsbrucker Lotsen und die zugehörige Wegpunktdatei abrufbar sein.
Wie geht`s weiter?
Immer Donnerstag Abend um 20:30h auf o.g. Kanal, wo auch vorab immer die anstehenden Themen veröffentlicht werden, sobald sie intern abgestimmt sind. Es werden immer bestimmte Fluggebiete hinsichtlich deren Besonderheiten, wie Außenlandemöglichkeiten, Flugtaktische Varianten und spezielle Wetter- und Windsysteme durchleutet werden. Geplant ist, dass, wie bisher jedesmal auch ein Gastredner dabei sein wird.
Nächste Woche gibt es zunächst Neuigkeiten aus dem Hause top meteo zu erfahren, bevor dann zwischem Wilder Kaiser und Grimming bei Niederöblarn geflogen wird.
 
Mathias Schunk
 
Mathias Schunk bei der
Begrüßung zur dritten
Episode von late night soaring.
Johannes Achleitner referiert
über das Milan Projekt
mit einem formvariablen Flügel.
Nikolai Wolf bei der
Erklärung der üblicherweise
besten Routen.

 


Monday, 15. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 13./14.6. (Runde 3) translate news

Sat-/Blitzbild von Samstag.
Das Wetter der 3. Runde wurde durch einen ausgedehnten Trog über der Biskaya bestimmt. Die zu uns geschaufelte Warmluft wurde bereits zum Samstag labilisiert, um am Sonntag innerhalb einer Tiefdruckrinne weiter zu kochen ...
Samstag:
Schon morgens lösten in der labilisierenden Luftmasse die ersten Gewitter aus -, der Cirrenschirm, den das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) zwischen Hamburg und Rostock zeigt, war einige Stunden vorher über Brandenburg entstanden und mit der südöstlichen Höhenströmung abgezogen. Diesem ersten sollten zum Nachmittag eine ganze Reihe weiter folgen. Am Abend war dann fast der komplette Bereich nordöstlich einer Linie Ems - Thüringer Wald durch Cirrenschirme abgedeckt. Die Kombination von Satellitenbild und Blitzen von 15 UTC (17 MESZ) verdeutlicht, wo nachmittags der Schwerpunkt der Aktivität lag.
Deutlich ruhiger war es in der Warmluft im Süden und dem Südwesten, was sich entsprechend in den Flugspuren wiederspiegelt. Dass westlich des Rheins weniger geflogen werden konnte, lag auch daran, dass sich die hier von Beginn an liegenden Abschirmungen lange halten konnten.
Sonntag:
Im Laufe der Nacht hatte sich die Tiefdruckrinne verstärkt, die nun angefüllt war mit der feuchten und labilen Luft. Hier vermischten sich die Gewitterreste vom Vortag mit weiterem Feuchtenachschub aus Südwesten. Im Tagesverlauf verstärkte sich der Gegensatz zwischen der feuchtwarmen Luftmasse aus Südwesten und der von Nordosten einströmenden etwas trockeneren Luftmasse nochmals - teils schwere Schauer und Gewitter waren die Folge davon.
Fliegerisch nutzbar war letztlich nur die trockene Luftmasse im Nordosten, was auch die Flugspuren bestätigen.
Wer hat was draus gemacht?
Der fliegerische Schwerpunkt lag in dieser Runde ganz klar auf dem Samstag. Regional ragt (aus demn Flugspuren) der Bereich zwischen dem südlichen Thüringer Wald und dem Frankenwald heraus. Während Schwarzwald und Alb weniger frequentiert waren, zeigen sich gute Spuren in den (östlichen) Alpen. Der Sonntag konnte naturgemäß von der Menge der Flüge nicht mithalten, dafür war der Wetterraum im Nordosten zu klein - aber Potential für schnelle Flüge sollte die Luftmasse eigentlich bieten. So stellt sich auch die Frage, welcher Wetterraum am Ende die Nase vorne haben sollte ...
Gut, ein Blick in die Wertungen der 1. und 2. Liga beantwortet die Frage relativ schnell, zu deutlich dominieren der AC Lichtenfels und das SFZ Ottengrüner Heide die Ranglisten - beides Teams, die einen direkten Zugriff auf die bereits genannten Rennstrecken haben.
Die mit Abstand schnellste Linie flog dabei Philipp Lauer, der seine Speed von 135kim/h (127 Punkte) auf dem zweiten Teil seines Fluges auf 4 Schenkeln über Frankenwald und dem südlichen Thüringer Wald hatte. Er flog dabei jedoch nicht über die höchsten Erhebungen, sondern er legte den Kurs eher auf der Südwesteseite an. Ich würde an der Stelle spekulieren, dass die starken Entwicklungen über dem Kamm des Thüringer Waldes schon zu ersten Schauern geführt hatte, denen er aus dem Weg gehen wollte / musste - zumindest zeigen die Bilder schon gegen 13 UTC dort erste lokale Blitzaktivität. So endet sein Flug auch bereits gegen 15 UTC. Auf ähnlichen Linien - aber nicht gemeinsam - waren Jan Kretzschmar und Gerd-Peter Lauer unterwegs. Die Franken erreichen in der Summe 364 Punkte und können die Runde damit souverän für sich entscheiden. Auf dem Plätzen folgen Bayreuth, für die Alex Müller - der zu einer vormittäglichen Bayreuther Standbesichtigung gestartet war - dann doch noch mit 121 Speed-Punkten Schnellster war. Dritter wurde der FLC Schwandorf, angeführt von Achim Reuther. Mit Königsdorf folgt auf Rang 4 der erste Verein aus den Alpen.
Etwas anders sieht es in der 2. Liga aus. Auch hier liegen hinter dem Rundensieger Ottengrüner Heide (314 Punkte) mit dem AC Weiden (303 Punkte) ein weiteres Team aus Franken mit vorne, aber hier folgt mit der AFZ Unterwössen der erste Alpen-Verein bereits auf Rang 3, wenn auch mit einem doch deutlichen Rückstand bei der Gesamtspeed (283 Punkte).
Tatsächlich gibt es noch eine Liga, in der ein Team am Sonntag auftrumpfen konnte: Nicht in der U25-Liga, denn auch in der war Phillip Lauer natürlich mit Abstand Schnellster und gemeinsam mit Dominik Biesenecker geht Platz 1 ebenfalls nach Lichtenfels.
In der Quali-Liga steht das Regionen-Ranking jedoch im Vergleich zu den anderen Ligen ein wenig auf dem Kopf: Platz 3 belegt die FSG Hammelburg (Franken) vor der SFG Werdenfels (Alpen) und ganz nach vorne fliegt der BAEC-Mitte. Vom östlich Berlin gelegenen Eggersdorf aus belegen die 3 gewerteten Flüge auch in der OLC-Speed Tageswertung vom Sonntag die Plätze 1-3. Robin Förster, der als Schnellster (108 Speed-Punkte) unterwegs war, nutzte dafür ebenso wie seine Teamkameraden die weit nach Polen hineinrangenden Wolkenstrassen.
Zur nächsten Runde wird sich die Wetterlage voraussichtlich wieder etwas umstellen und die feuchtwarme von einer etwas kühleren Luftmasse ersetzt werden. Einer alten Wetterregel nach müsste der Sonntag ein sehr guter Tag werden - wenn's stimmt, verrate ich die im nächsten Rückblick ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland

 


Friday, 12. June 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 12.06.2020 um 14.00 Uhr GZ
Der SAMSTAG startet mit einer Dreiteilung der Wetterzonen: Im Südwesten Deutschlands ist die Warmluft durch den Einfluss eines Höhentiefs über der Bretagne labil geschichtet. Im Norden der Republik sorgt ein Höhentrog über Polen für Labilität. Dazwischen ist die Warmluft unter flacher Druckverteilung "ruhiger". Im Tagesverlauf weitet sich der Einfluss des Höhentroges über Polen weiter auf Deutschland aus, ebenso der Einfluss des Höhentiefs über der Bretagne von Westen her, sodass die warme und feuchte Luftmasse in Deutschland insgesamt kräftig labilisiert wird.
Am SONNTAGmorgen zeigt sich der Schwerpunkt der Labilität innerhalb einer Tiefdruckrinne, die von Nordwesten nach Südosten über Deutschland liegt. Hier kommt es zu kräftigen konvektiven Umlagerungen. Im Nordosten bestimmt trockene Warmluft unter schwachem Hochdruckeinfluss das Wetter. Im äußersten Südwesten ist die Luftmasse warm und feucht, allerdings nicht so stark labil, wie innerhalb der Tiefdruckrinne.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird über Schleswig-Holstein, Hamburg und weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns eher nur geringe und spät einsetzende Thermik erwartet. Im übrigen Bereich kann verbreitet mit mäßiger bis guter Wolkenthermik gerechnet werden. Im gesamten Vorhersagebereich werden zunehmend kräftige Überentwicklungen (teil mit Unwetterpotential)
erwartet.
Am SONNTAG wird südwestlich der Elbe am ehestens über NRW nachmittags mäßige Wolkenthermik erwartet, stellenweise durch Überentwicklungen gestört. Im angrenzenden Bereich wird unter dichter Bewölkung, aus der immer wieder schauerartig verstärkter und mit Gewittern durchsetzter Regen fällt keine nutzbare Thermik erwartet. Nordöstlich der Elbe kann überwiegend mäßige CU-Thermik erwartet werden. Diese wird jedoch durch lebhafte Ost-Nordostwinde häufig zerrissen sein.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich "in der Mitte" zwischen beiden konvektiven Regionen mäßige bis gute Thermik, bevor auch hier kräftige
Überentwicklungen im weiteren Tagesverlauf aufkommen.
Am SONNTAG kaum nutzbare Thermik wegen verbreitet abschirmender Bewölkung und kräftiger Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige Thermik, Arbeitshöhen am Nachmittag um FL060. Am Nachmittag am Bayerischen Wald sowie in Schwaben und Oberschwaben kräftige Gewitter.
Am SONNTAG dichte Bewölkung und Regen, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 10. June 2020 LSG Fallersleben: Beide Wetterfenster genutzt translate news

Die fallersleber Piloten erwarteten am Samstag zwar Schauer, aber auch den besseren Tag des Wochenendes. So hatten Helge und Franz Liebertz, Bernd Meindermann und Benno Beesten Ligaflüge und Timo Kämpf eine Überlandeinweisung geplant. Helge und Franz sind mit der ASH25e kurz vor 11:30 gestartet; ihnen folgten bald Bernd (ASW22) und Jannik mit Fluglehrer Timo (ASK21). Beide Flugzeuge bekamen aber keinen Anschluss. Bei Bernds zweitem Start regnete es bereits und das Wetterfenster war schon zu. Bei 2 Stunden Dauerregen hofften alle auf eine Wetterlücke für die Rückkehr von Helge und Franz; diese bot sich gegen 14:30 und die Beiden brachten mit 95 km/h den ersten Ligaflug nach Hause.
Der Sonntag zeigte viel weniger Regen und im nun größeren Wetterfenster kämpften Franz + Helge (ASH25e), Bernd (ASW22M), Benno (Nimbus4M) und Arnie Weber (DG400) um zwei weitere Wertungsflüge. Für die ASH25 ging es zunächst nach Norden bis an den Hamburger Luftraum, dann mit einem JoJo gegen den Wind an den Hannoveraner Luftraum und zurück nach Lüneburg. Von dort fand Familie Liebertz eine gute Linie heim und steuerte mit 116 km/h den besten LSG-Flug dieser Runde bei. Bernd und Benno flogen zunächst mit Rückenwind bis westlich Schwerin. Auf dem zweiten Schenkel kam Benno tief und verlor viel Speed. Bernd nutzte nun seinen Vorsprung für ein kurzes JoJo über der Göhrde und steuerte mit 102 km/h einen weiteren guten Flug zum LSG-Ergebnis bei. Kurz nach 16:00 waren alle Ligapiloten zurück in Ummern. Letztlich haben sie beide Wetterfenster gut genutzt und die LSG kann sich über Rundenplatz 2 freuen.
 
Benno Beesten
 
Samstag nach dem Wetterfenster
Sonntag herrscht Hochbetrieb
am neuen Startwagen
Flugplatzsuchbild aus Niedersachsen


 

Tuesday, 09. June 2020 2. Runde Quali-Liga bringt Punkte an den Hängen translate news

Diese zweite Runde unterscheidet sich deutlich vom Auftakt-Wochenende. Die Beteiligung ist viel geringer und auch die Schnitte um einiges niedriger. Direkt von schlechten Bedingungen kann man nicht sprechen. Jedoch mussten die richtigen Fenster und Orte gefunden und genutzt werden. Entscheidungen wurden klar am Hang gefällt. Aber auch der eine oder andere berglose Flachländer erobert Punkte für die Wertung. Die FG Wuppertal Radevormwald holt sich verdient den Rundensieg in der Quali-Liga.
Durch Ortswechsel Chancen erhöhen
Das Ligateam aus Radevormwald hat sich gut auf die Runde vorbereitet. Wie wahrscheinlich einige Vereine saßen auch sie mit langen Zähnen vor den Prognosen. Denn diese zeigten an ihrem Heimatplatz eher begrenzte thermische Möglichkeiten. Was draus machen? Kurzerhand entschieden sie sich aufgrund der angesagten Südwest-Wetterlage für einen Ausflug nach Porta. „Also Bude gebucht, Bier eingepackt, Flugzeuge abgerüstet, Batterien geladen und los geht`s ...“, erzählen Josh Jarosch, Nils Salberg und Fabian Käseberg.
Mit Hindernissen zum Rundensieg
Eigentlich sind sie zu viert angereist. Ihr Teamkamerad erlitt nach nur 60 geflogenen Kilometern einen „meteorologischen Kurzschluss“. Dieser zwang ihn außenzulanden und zu Fuß anstatt fliegend zum 13 Kilometer entfernten Flugplatz Porta zu gelangen.
Damit war früh klar, drei Piloten müssen drei sichere Geschwindigkeiten nach Hause bringen.
Da der Wind ab Mittag auf West drehte, verschlechterten sich die Hangbedingungen. Schnell wurde immer schwieriger. Zum Glück unterstützten die zuverlässigen thermischen Bedingungen, dass dennoch eine ordentliche Geschwindigkeit erreicht wurde. Immerhin konnten sie sich mit einigem Abstand den Rundensieg sichern. Wenn sie so weiter machen, werden sie Ihr Ziel, die 600 Punkte in der Liga-Wertung zu knacken locker schaffen.
Motivation im Team leichter
Konsequent weiter machen – das ist ein wichtiger Aspekt. Getrieben durch die Jugend in Radevormwald gibt es mittlerweile ein gut organisiertes Ligateam. Das ist wichtig, um an schlechten Wochenenden die Motivation oben zu halten. Und auch solche Aktionen wie hier beschrieben, sind im Team viel besser zu organisieren.
Rundenwertung Quali-Liga: 1. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 241,80 Speed/50 Punkte, 2. Fluggruppe JG 71 R (NI) 219,51 Speed/49 Punkte, 3. SFV Mannheim (BW) 219,30 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 2: 1. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 92 Punkte, 2. LSV Mönchsheide (RP) 91 Punkte, 3. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 90 Punkte 

Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Ossi (1,2) und Josh Jarosch (3) (Radevormwald)
 
Im Teamflug zur Ligawertung
 
Thermik über den Hängen
hilft die Speed zu halten
Ausflug an die Hänge rund
um Porta bringt Sieg
 
 

Tuesday, 09. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 6./7.6. (Runde 2) translate news

Bislang zeigt die Saison einen steten Wechsel zwischen sehr guten und nur sehr eingeschränkt fliegbaren Wochenenden. Soweit ist das erstmal nicht ungewöhnlich, noch sind wir ja im Frühsommer und damit ist die Chance, dass uns kühle und vor allem feuchte Luftmassen heimsuchen, immer noch gegeben. So auch in der Runde 2 der 2020-er Liga, die durch Kaltluft geprägt war.
Samstag:
Eingeflossen war diese bereits am Freitag. Im Satellitenbild vom Samstag um 12UTC (14MESZ) erkennt man noch die wenig strukturierte und wellende Kaltfront, die grob auf der Linie Schwarzwald - Erzgebirge liegt. Rückseitig zeigt sich die typische Struktur einer labilen Kaltluft. Durch den Tief-/Trogeinfluss fehlt der Luftmasse das stabilisierende Moment und die sehr aktive Luft entwickelt häufig und kräftig über. Resultat: Unter den dicksten Quellungen schauerte es entsprechend häufig. Ganz markant ist dabei die vom Rhein-Main-Gebiet bis in die Heide liegende Linie, wo sich im Bereich einer Troglinie/Konvergenz das Ganze auch noch als Linie aufgebaut hat, die langsam von West nach Ost zog. Getragen durch den Wind musste also das Timing stimmen, um dieser Linie aus dem Weg zu gehen ... Die Luftmasse bot dafür aber auch einige Möglichkeiten, denn dige Kaltluftadvektion sorgte sowohl für einen frühen Thermikbeginn als auch ein spätes Ende. Dazu kam der Wind aus Südwesten mit einer Stärke, die auch die Hänge des Wiehengebirges als Option anbot. Ein erster Blick in die Flugspuren zeigt das auch, ansonsten ging es - ligatypisch - mit/gegen den Wind ...
Sonntag:
Das steuernde Tief dreht genau über der Deutschen Bucht (bis Dienstag-Abend besteht noch die Gelegenheit, sich im Archiv des TopMeteo-Webshops die Bilder alsw Animation anzugucken - lohnenswert, denn hier zeigt die Meteorologie auch mal wieder ihre ästhetische Seite). Zwischen der aus Nordwesten nachfliessenden Okklusion, die sich ähnlich labil wie am Vortag zeigt, und der wellenden Front im Südosten liegt eine unter dichten Cirren ein kaum erkennbare Lücke von der Eifel/Pfalz bis hoch nach Rügen. Während Abschirmungen im Südosten und Labilität im Nordwesten die fliegerischen Möglichkeiten stark einschränkten, konnte man die (noch gute) Kaltluft nutzen. Die Luftmasse hatte genug Potential, trotz der Abschirmungen zu funktionieren, die wiederum ein Überentwickeln verhinderten.
Die Flugspuren verzeichnen dann auch die meisten Strecken innerhalb dieser Lücke, wobei sie sich meist auf eine Region beschränken - nur ein einziger langer Track verbindet die Mitte mit dem Nordosten und zeigt, was möglich war. Aber dazu unten mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Nach der Prognose für Samstag war klar, dass die Liga auch am Hang spielen dürfte. Ein Blick in die abendliche Zwischenwertung bestätigt das dann: Vorne lagen die Teams, die einen unmittelbaren Zugriff auf das Wiehengebirge hatten. Im direkten Vergleich zwischen Rinteln und Bückeburg fällt auf, dass die nördlich des Hang gelegenen Bückeburger ihre Flüge deutlich früher an den Start und auch ins Ziel brachten, als die Nachbarn von der Südseite. Vor der durchgehenden Schauerlinie konnte hier die Wertungsdauer damit effektiver ausgenutzt werden. Häufig beobachtet man nach dem Durchgang von Schauern, dass der Wind etwas nachlässt. Das kann der Grund dafür sein, dass die Rintelner Flüge am Nachmittag nicht mehr das Speed-Niveau erreichten, wie die etwas schnelleren Flüge aus Bückeburg am frühen Morgen. Für die Niedersachsen reichte es jeweils zur Führung in beiden Ligen: Rinteln lag mit knapp 240 Speed-Punkten an der Spitze der 1. Liga, Bückeburg führte die 2. Liga mit knapp 270 Punkten auf dem Konto an.
Ansonsten hatten noch nicht viele Flüge den Wert in die Listen gefunden, gerade einmal 15 Teams hatten es zu Wertungen gebracht - über beide Ligen hinweg betrachtet. Und auch in der Quali-Liga lag mit der Fluggruppe JG 71, die sonst von Wittmundhafen aus unterwegs sind, ein Team vorne, die die schnellen Hänge nutzte.
Aber eine Liga-Runde umfasst ja auch noch den Sonntag: Der bot ebenfalls die Möglichkeiten, noch die Hänge zu schrubben und so legten alle Teams nochmal nach. Und es wurde eine höchste spannende und enge Runde: Es war klar, dass die Gesamtpunkte sich eher im Niveau unter 300 Punkten bewegen würden - und dann kann es auf die letzten Zehntel ankommen. Während Rinteln und Oerlinghausen jeweils am Hang nachlegten und ihr Punktekonto auf 291 bzw. 299 hochschraubten, konnte der FV Celle das Feld komplett von hinten aufrollen. Christian Schneiders und Nico Meißner flogen von Celle aus den Linien folgend Richtung Schwerin und machten ihre Speed bei einem "doppelten Jojo", wobei sie es schafften, die beiden Gegenwindanteile der reinen Lehre folgend zwar mit Höhenverlust aber dennoch kreisfrei zurückzulegen. Am Ende gab aber auch der Flug von Leif Eichhorn mit den Ausschlag, denn trotz offensichtlicher Mühen zu Beginn konnte er noch eine Speed von 96km/h ins Ziel bringen, auch wenn er die Wertungszeit nicht voll ausschöpfte. Aber es reichte, um mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Konkurrenz aus Rinteln um 0,12 km/h auf den zweiten Platz zu verdrängen.
In der 2. Liga konnte Bückeburg die Verfolger auf Distanz halten. Auch hier führte die Mannschaftsleistung mit 3 fast gleich schnellen Flügen zum Erfolg.
Die schnellsten Flüge der Ligen fanden dennoch nicht am Hang statt: In der schmalen Lücke am Sonntag fanden von Anspach/Taunus Jan Omsels und Steffen Göttler im Team einen sehr schnellen Streifen zwischen Eifel und Knüllgebirge (109/104 Punkte) wodurch sich die Hessen in der Rundenwertung hinter Bückeburg und Fallersleben einordnen konnten.
Beide markierten damit das südwestliche Ende der Lücke. Wie gut die Bedingungen am anderen Ende ganz im Nordosten waren, zeigte Bernd Goretzki, der unter den Cirren kurz vor Rostock eine Wolkenbasis von fast 2000m vorfand. Dass sich diese Fluggebiete miteinander verbinden ließen, machte Felipe Levin deutlich: Vom heimischen Homberg/Ohm ging es mit Rückenwind weit in den Nordosten (sein Track lässt sich in der Karte der Flugspuren ausmachen) über den Harz hinweg bis hinter die Elbe. Die Liga-Wertungszeit endete dann erst auf dem Rückweg auf Höhe Gardelegen - nach 2:30h waren 393km abgespult, mit einem 157er-Schnitt (131 Speed-Punkte). Der Rückweg führte Felipe auf fast identischem Kurs wieder zurück und dann nochmal weiter bis kurz vor Koblenz. Um an einem Tag und in einem Flug Elbe und Rhein zu sehen, mussten es 1.003km werden - die waren offenbar aber auch möglich!
Ob die weitere Woche solche Bedingungen bereithält, wage ich aktuell eher zu bezweifeln. Vieles wird davon abhängen, wohin der Trog abtropfen wird. Wie sich die Bedingungen am Wochenende zeigen, ist daher noch relativ offen - Kaltluft wird aber eher weniger eine Rolle spielen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
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Monday, 08. June 2020 FV-Celle: Der Plan ging auf translate news

Nachdem am letzten Wochenende durch Blauthermik uns gute Schnitte verwehrt blieben, tat sich am Sonntag Richtung NO ein kleines und passables Wetterfenster auf.
Vater und Sohn (Geert und Leif Eichhorn) gingen mit LS4 Neo und der frisch überholten und neu instrumentierten Vereins LS8 auf Punktejagd. Gute Wolkenstraßen über die Elbe hinweg trieben den Schnitt mit über 30 km/h Rückenwind in die Höhe. Auch der Rückweg funktionierte gut. (Leif 99,71 km/h)
Nico Meißner auf Ventus cM plante einen Frühstart nach Bad Gandersheim, um von dort aus Richtung Ith Hills und Porta Westfalica einen spannenden und schnellen Flug zu absolvieren. Doch technische Herausforderungen führten dazu, im Team mit Christian Schneiders (Discus 2c FES) die Heiderally anzutreten. Beide konnten einen respektablen 112 km/h Schnitt erfliegen. Der Rückweg gestaltete sich anspruchsvoll. Gute Wolkenstraßen liefen ins Leere und große Wolkenabstände führten zu 90 Grad Kursabweichungen.
Komplettiert wurde die FV Celle Buli-Mannschaft von Marc Lehnen auf ASH 31 Mi (18m), der allerdings mit einem späten Start nicht mehr ganz das optimale Wetterfenster traf. (99,11 km/h)
Da viele in der FV Celle gerne flächig fliegen, schauen wir mal wie die nächsten Wochenenden laufen und der nächste Plan aufgeht.
 
Philipp Reinecke
 
Nico Meißner auf Ventus cM flog einen guten 112,58 km/h Schnitt durch die Lüneburger Heide
Startbetrieb in Celle Scheuen
Frisch überholt und neu instrumentiert. LS 8 CW - das „neue“ Spielzeug für schnelle Buliflüge
 

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