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DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 18. June 2021 translate news

herausgegeben am 18.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Tief über der Nordsee und Dänemark zieht Richtung Südschweden. Damit dreht die Strömung auf Südwest und die in den letzten Tagen eingeflossene feuchtlabile Warmluft überquert das Vorhersagegebiet ostwärts und beeinflusst am Abend noch weite Teile der Alpen sowie den Osten Deutschlands. Rückseitig hat ein Hoch über der Nordsee die Luft verbreitet abgetrocknet und stabilisiert. Ein weiteres Tief verlagert seinen Schwerpunkt im Tagesverkauf vom Süden Frankreich nordwärts und bringt am späteren Nachmittag und Abend einen weiteren Schwall hochreichen labiler und feuchter Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands.
Diese überdeckt bis SONNTAGmorgen wieder weite Teile im Westen Deutschlands von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Im Osten und Südosten startet der Tag mit trockener Luft und sich abschwächendem Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf formiert sich über dem Westen eine Konvergenz in der hochreichend feuchten und
labil geschichteten Warmluft. Diese kommt in den späten Abendstunden
bis in die Mitte Deutschlands und den zentralen Alpenbereich voran
und bleibt in der Nacht aktiv. Der äußerste Nordosten verbleibt in eher trockener, stabiler, aber heiße Luft und wird weitestgehend von
konvektiven Wettererscheinungen verschont.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten und Süden gute, im Nordwesten mäßige Thermik ausbilden. Die CU-Basen stiegen im Osten auf 1800-2200 m, im Südwesten auf 1500-1800 m und im Nordwesten auf 800-1200 m. Im Osten stören im Tagesverlauf zeitweise Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist in der Westhälfte nur zeitweise mäßige Thermik zu erwarten, häufig stören abschirmende Wolkenfelder und zeitweise Überentwicklungen. Im Osten ist überwiegend gute Thermik zu erwarten, die am Nachmittag von Westen her zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft nur mäßige, örtlich gute Wolkenthermik. Vor allem im Osten und im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Wolkenthermik, teils durch abschirmende Wolkenfelder gestört, nach Westen zu meist bereits vormittags durch Überentwicklungen gestört nach Osten ausbreitend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Thermik. Gebietsweise durch abschirmende Bewölkung und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Thermik, nach Westen hin durch abschirmende Bewölkung gestört. Im gesamten Gebiet durch starke Überentwicklungen gestört, Gefahr einer Gewitterlinie!
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 







 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 4. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 05./06.6.21 Monday, 07. June 2021 translate news

Samstag: Vor allem von der Nordsee bis hinunter in den SW liegt die Feuchte einer langgestreckten, wellenden Front, die sich im Tagesverlauf kaum weiter nach Osten verlagern sollte. Durch ein kleines Tief über den Alpen und im Bereich einer vorlaufenden Konvergenz war die Luftmasse ziemlich labil, wie man vor allem an den Temperaturen der Wolken-Tops im Mitteleuropa-Satellitenbild von 14 UTC (16 MESZ) sehen kann. Die Konsequenzen dieser Labilität schafften es teilweise sogar in die Nachrichtensendungen...
Nahezu ungestört war es dagegen in großen Bereichen östlich der Elbe bis nach Polen hinein, wo das Gros der Flüge vom Samstag absolviert werden konnte. Satellitenbild und Flugspuren zeigen aber auch, dass es - wenn auch kleinräumiger - auch in anderen Bereichen fliegbare Bedingungen gab.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

 

Sonntag: Eindeutiger war die Trennung zwischen fliegbar/nicht fliegbar dagegen am Sonntag: Lediglich ein paar einsame Spuren sind im Rheintal zu sehen, der Schwerpunkt lag dagegen erneut im Nordosten. Ein Blick ins Satellitebild (ebenfalls von 14 MESZ im Mitteleuropa-Ausschnitt) zeigt den Grund:  Die wellende Front hatte inzwischen den Rhein erreicht bzw. ihn im Norden bereits gequert. Bei sehr geringen Druckgegensätzen und entsprechend fehlenden Wind kam die Front dann aber kaum noch voran. Auch die vorlaufende Konvergenz war noch vorhanden und lag über dem Südosten Deutschlands, war dabei jedoch weniger aktiv als noch am Vortag.
Ungestört im Einfluss der trockenen Luft war weiterhin der Nordosten, wobei sich vor allem aus den südlichen Bereich erneut Cumuli bis weit nach Polen hinein streckten, die auch in den Basishöhen nochmals zulegen konnten, während es im Ostseeumfeld blau blieb.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

Wer hat was draus gemacht?
Voraussetzung für eine gute Ligawertung war natürlich der Zugriff auf das gute Wetter im Nordosten. Dass eine Teamleistung am Ende aber ein paar Punkte mehr bringen kann, zeigten die Piloten aus Königsdorf. Mit einem 75er-Schnitt und nur 2:14h Wertungszeit muss Mathias Schunk für seine Verhältnisse zwar den Eindruck gehabt haben, nach hinten aus der Polaren zu fallen, aber zusammen mit Christian Schöneis und Christian Uhl schaffen sie es, am Samstag 3 Flüge in die Wertung zu bringen und damit Rundenplatz 5 zu erreichen. Im Vergleich dazu war Michael Möker, der seinen Startplatz am Sonntag von Burgdorf nach Pritzwalk verlagerte, zwar deutlich schneller (134km/h), als Einzelkämpfer sprang am Ende für die Niedersachsen nur Rundenplatz 8 heraus.
Der Taktik, den Starpunkt ins gute Wetter zu legen, folgte auch der Rundensieger LSV Rinteln. Reinhard Schramme & Ralf Bödecker sowie Uli Gmelin & Michael Sasse brachten am Sonntag ihre Arcen in Reinsdorf an den Start, von wo aus auch Bernd Goretzki startete. Die Prognosen zeigten, dass Locktow zum Abend hin bereits im Zugriff der Konvergenz und ihrer Gewitter liegen sollte. Während Bernd und Reinhard/Rolf weite Strecken im engen Team über mehr als 800km unterwegs waren, gesellten sich Uli//Micheal vor allem auf dem schnellsten Liga-Teilstück dazu. Über die Waldrücken von Frankfurt/Oder bis weit nach Polen hinein und zurück bis in den Spreewald erflogen sie Schnitte von 130 bis über 140km/h. Am Ende summierten sich die Speed-Punkte auf 375 und bringen den Niedersachsen den Rundensieg in der Segelflug-Bundesliga. Für den mit rund 10 Punkten folgenden FSV Eisenhüttenstadt sorgt vor allem Sabrina Vogt für die Speed. Bereits am Samstag konnte sie 138km/h vorlegen und sich mit 130.45 Punkten hauchdünn vor Reinhard/Rolf (130.06) den punkthöchsten Liga-Flug dieser Runde verbuchen. Auch sie nutzte die bereits genannten Waldrücken nach Polen hinein. Dabei hatte Sabrina am Samstag mit "nur" 2000m Basis zwar rund 500m weniger Arbeitshöhe zur Verfügung als die Konkurrenz am Sonntag, sie musste dafür aber auch deutlich weniger kurbeln.
Nach zwischenzeitlicher Führung am Samstag erreichen die Niederlausitzer Rundenplatz 2 und auch Rang 3 geht ebenfalls nach Brandenburg, an den FK Brandenburg. Angeführt von Herbert Horbrügger erreichten sie mit Flügen am Samstag in Summe 312 Speed-Punkte und platzieren sich so noch vor dem HAC Boberg.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga schafft der FSC Odenwald Walldürn (57 Punkte) den Sprung an die Spitze und verdrängt die SFG Donauwörth-Monheim (56) auf Rang 2, Rinteln folgt direkt dahinter auf Rang 3 (54)
Insgesamt wurden 13 Teams in der Segelflug-Bundesliga gewertet, in der 2. Segelflug-Bundesliga sind es am Ende leider nur 8. Hier liefern sich der FCC-Berlin und der Aero Club Berlin ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem AC Pirna, das die Lüsseraner am Ende für sich entscheiden können. Bereits am Samstag hatten Gismut Schröder und Carsten Lindemann vorgelegt und gemeinsam mit Stefan Piaskowski bereits den zwischenzeitlichen Platz 1 eingenommen. Stefan konnte seinen Schnitt am Sonntag zwischen Elster und Oberlausitz nochmals deutlich verbessern. Er schafft mit 118km/h den punkthöchsten Flug in der 2. Segelflug-Bundesliga, wobei er seine Höhe am Ende für einen langgestreckten Endanflug unter die bereits auswehenden Cirrenschirme der Gewitter im Westen braucht. Der FCC-Berlin erreicht in Summe knapp 288 Punkte und gewinnt diese Runde. Lag am Samstag noch der Aero Club Berlin auf Rundenplatz 2, mussten sie am Sonntag dann doch noch den AC Pirna vorbeiziehen lassen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleitung erreichen die Sachsen 273 Speed-Punkte und können die von Reinsdorf aus fliegenden Berliner (268 Punkte) um knappe 5 Punkte auf Rang 3 verweisen.
Zwar gab es für den Rundensieger nur 16 Punkte, der AC Pirna (54 Punkte) konnte damit dennoch die Führung in 2. Segelflug-Bundesliga übernehmen und durchbricht gleichzeitig als 1. Team auch die 1000er-Marke bei den Speed-Punkten, kanpp dahinter liegen Mannhem (51) und Eichstätt (46).
Auch die Woche bleibt es noch bei einen schwachen Wind und unter leichtem Hochdruckeinfluss werden Feuchte und Labilität langsam weniger/ausgeräumt. Auch zur kommenden Runde deuten erste Prognosen auf einen anhaltenden Hochdruckeinfluss hin.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag



 


Late Night Soaring: Flug des Monats Mai Sunday, 06. June 2021 translate news

Zum dritten Mal schon besprechen Benjamin Bachmaier und Mathias Schunk im Rahmen von Late Night Soaring den Flug des Monats, gemeinsam mit dem Piloten. Wer nach Yves Gerster im März und Michael Sommer im April diesmal für den Flug des Monats Mai ausgewählt wurde, erfahrt Ihr unter: https://www.youtube.com/watch?v=K8j8oCnZWs4. Eines ist gewiss, dieser Flug hat definitiv auch das Potenzial zum Flug des Jahres...

Mathias Schunk

 

 



 


Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 13./14.6. (Runde 3) Monday, 15. June 2020 translate news

Sat-/Blitzbild von Samstag.
Das Wetter der 3. Runde wurde durch einen ausgedehnten Trog über der Biskaya bestimmt. Die zu uns geschaufelte Warmluft wurde bereits zum Samstag labilisiert, um am Sonntag innerhalb einer Tiefdruckrinne weiter zu kochen ...
Samstag:
Schon morgens lösten in der labilisierenden Luftmasse die ersten Gewitter aus -, der Cirrenschirm, den das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) zwischen Hamburg und Rostock zeigt, war einige Stunden vorher über Brandenburg entstanden und mit der südöstlichen Höhenströmung abgezogen. Diesem ersten sollten zum Nachmittag eine ganze Reihe weiter folgen. Am Abend war dann fast der komplette Bereich nordöstlich einer Linie Ems - Thüringer Wald durch Cirrenschirme abgedeckt. Die Kombination von Satellitenbild und Blitzen von 15 UTC (17 MESZ) verdeutlicht, wo nachmittags der Schwerpunkt der Aktivität lag.
Deutlich ruhiger war es in der Warmluft im Süden und dem Südwesten, was sich entsprechend in den Flugspuren wiederspiegelt. Dass westlich des Rheins weniger geflogen werden konnte, lag auch daran, dass sich die hier von Beginn an liegenden Abschirmungen lange halten konnten.
Sonntag:
Im Laufe der Nacht hatte sich die Tiefdruckrinne verstärkt, die nun angefüllt war mit der feuchten und labilen Luft. Hier vermischten sich die Gewitterreste vom Vortag mit weiterem Feuchtenachschub aus Südwesten. Im Tagesverlauf verstärkte sich der Gegensatz zwischen der feuchtwarmen Luftmasse aus Südwesten und der von Nordosten einströmenden etwas trockeneren Luftmasse nochmals - teils schwere Schauer und Gewitter waren die Folge davon.
Fliegerisch nutzbar war letztlich nur die trockene Luftmasse im Nordosten, was auch die Flugspuren bestätigen.
Wer hat was draus gemacht?
Der fliegerische Schwerpunkt lag in dieser Runde ganz klar auf dem Samstag. Regional ragt (aus demn Flugspuren) der Bereich zwischen dem südlichen Thüringer Wald und dem Frankenwald heraus. Während Schwarzwald und Alb weniger frequentiert waren, zeigen sich gute Spuren in den (östlichen) Alpen. Der Sonntag konnte naturgemäß von der Menge der Flüge nicht mithalten, dafür war der Wetterraum im Nordosten zu klein - aber Potential für schnelle Flüge sollte die Luftmasse eigentlich bieten. So stellt sich auch die Frage, welcher Wetterraum am Ende die Nase vorne haben sollte ...
Gut, ein Blick in die Wertungen der 1. und 2. Liga beantwortet die Frage relativ schnell, zu deutlich dominieren der AC Lichtenfels und das SFZ Ottengrüner Heide die Ranglisten - beides Teams, die einen direkten Zugriff auf die bereits genannten Rennstrecken haben.
Die mit Abstand schnellste Linie flog dabei Philipp Lauer, der seine Speed von 135kim/h (127 Punkte) auf dem zweiten Teil seines Fluges auf 4 Schenkeln über Frankenwald und dem südlichen Thüringer Wald hatte. Er flog dabei jedoch nicht über die höchsten Erhebungen, sondern er legte den Kurs eher auf der Südwesteseite an. Ich würde an der Stelle spekulieren, dass die starken Entwicklungen über dem Kamm des Thüringer Waldes schon zu ersten Schauern geführt hatte, denen er aus dem Weg gehen wollte / musste - zumindest zeigen die Bilder schon gegen 13 UTC dort erste lokale Blitzaktivität. So endet sein Flug auch bereits gegen 15 UTC. Auf ähnlichen Linien - aber nicht gemeinsam - waren Jan Kretzschmar und Gerd-Peter Lauer unterwegs. Die Franken erreichen in der Summe 364 Punkte und können die Runde damit souverän für sich entscheiden. Auf dem Plätzen folgen Bayreuth, für die Alex Müller - der zu einer vormittäglichen Bayreuther Standbesichtigung gestartet war - dann doch noch mit 121 Speed-Punkten Schnellster war. Dritter wurde der FLC Schwandorf, angeführt von Achim Reuther. Mit Königsdorf folgt auf Rang 4 der erste Verein aus den Alpen.
Etwas anders sieht es in der 2. Liga aus. Auch hier liegen hinter dem Rundensieger Ottengrüner Heide (314 Punkte) mit dem AC Weiden (303 Punkte) ein weiteres Team aus Franken mit vorne, aber hier folgt mit der AFZ Unterwössen der erste Alpen-Verein bereits auf Rang 3, wenn auch mit einem doch deutlichen Rückstand bei der Gesamtspeed (283 Punkte).
Tatsächlich gibt es noch eine Liga, in der ein Team am Sonntag auftrumpfen konnte: Nicht in der U25-Liga, denn auch in der war Phillip Lauer natürlich mit Abstand Schnellster und gemeinsam mit Dominik Biesenecker geht Platz 1 ebenfalls nach Lichtenfels.
In der Quali-Liga steht das Regionen-Ranking jedoch im Vergleich zu den anderen Ligen ein wenig auf dem Kopf: Platz 3 belegt die FSG Hammelburg (Franken) vor der SFG Werdenfels (Alpen) und ganz nach vorne fliegt der BAEC-Mitte. Vom östlich Berlin gelegenen Eggersdorf aus belegen die 3 gewerteten Flüge auch in der OLC-Speed Tageswertung vom Sonntag die Plätze 1-3. Robin Förster, der als Schnellster (108 Speed-Punkte) unterwegs war, nutzte dafür ebenso wie seine Teamkameraden die weit nach Polen hineinrangenden Wolkenstrassen.
Zur nächsten Runde wird sich die Wetterlage voraussichtlich wieder etwas umstellen und die feuchtwarme von einer etwas kühleren Luftmasse ersetzt werden. Einer alten Wetterregel nach müsste der Sonntag ein sehr guter Tag werden - wenn's stimmt, verrate ich die im nächsten Rückblick ...
 
Bernd Fischer
 
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Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
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DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 12. June 2020 translate news

herausgegeben am 12.06.2020 um 14.00 Uhr GZ
Der SAMSTAG startet mit einer Dreiteilung der Wetterzonen: Im Südwesten Deutschlands ist die Warmluft durch den Einfluss eines Höhentiefs über der Bretagne labil geschichtet. Im Norden der Republik sorgt ein Höhentrog über Polen für Labilität. Dazwischen ist die Warmluft unter flacher Druckverteilung "ruhiger". Im Tagesverlauf weitet sich der Einfluss des Höhentroges über Polen weiter auf Deutschland aus, ebenso der Einfluss des Höhentiefs über der Bretagne von Westen her, sodass die warme und feuchte Luftmasse in Deutschland insgesamt kräftig labilisiert wird.
Am SONNTAGmorgen zeigt sich der Schwerpunkt der Labilität innerhalb einer Tiefdruckrinne, die von Nordwesten nach Südosten über Deutschland liegt. Hier kommt es zu kräftigen konvektiven Umlagerungen. Im Nordosten bestimmt trockene Warmluft unter schwachem Hochdruckeinfluss das Wetter. Im äußersten Südwesten ist die Luftmasse warm und feucht, allerdings nicht so stark labil, wie innerhalb der Tiefdruckrinne.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird über Schleswig-Holstein, Hamburg und weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns eher nur geringe und spät einsetzende Thermik erwartet. Im übrigen Bereich kann verbreitet mit mäßiger bis guter Wolkenthermik gerechnet werden. Im gesamten Vorhersagebereich werden zunehmend kräftige Überentwicklungen (teil mit Unwetterpotential)
erwartet.
Am SONNTAG wird südwestlich der Elbe am ehestens über NRW nachmittags mäßige Wolkenthermik erwartet, stellenweise durch Überentwicklungen gestört. Im angrenzenden Bereich wird unter dichter Bewölkung, aus der immer wieder schauerartig verstärkter und mit Gewittern durchsetzter Regen fällt keine nutzbare Thermik erwartet. Nordöstlich der Elbe kann überwiegend mäßige CU-Thermik erwartet werden. Diese wird jedoch durch lebhafte Ost-Nordostwinde häufig zerrissen sein.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG entwickelt sich "in der Mitte" zwischen beiden konvektiven Regionen mäßige bis gute Thermik, bevor auch hier kräftige
Überentwicklungen im weiteren Tagesverlauf aufkommen.
Am SONNTAG kaum nutzbare Thermik wegen verbreitet abschirmender Bewölkung und kräftiger Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe bis mäßige Thermik, Arbeitshöhen am Nachmittag um FL060. Am Nachmittag am Bayerischen Wald sowie in Schwaben und Oberschwaben kräftige Gewitter.
Am SONNTAG dichte Bewölkung und Regen, keine nutzbare Thermik.
 
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LSG Fallersleben: Beide Wetterfenster genutzt Wednesday, 10. June 2020 translate news

Die fallersleber Piloten erwarteten am Samstag zwar Schauer, aber auch den besseren Tag des Wochenendes. So hatten Helge und Franz Liebertz, Bernd Meindermann und Benno Beesten Ligaflüge und Timo Kämpf eine Überlandeinweisung geplant. Helge und Franz sind mit der ASH25e kurz vor 11:30 gestartet; ihnen folgten bald Bernd (ASW22) und Jannik mit Fluglehrer Timo (ASK21). Beide Flugzeuge bekamen aber keinen Anschluss. Bei Bernds zweitem Start regnete es bereits und das Wetterfenster war schon zu. Bei 2 Stunden Dauerregen hofften alle auf eine Wetterlücke für die Rückkehr von Helge und Franz; diese bot sich gegen 14:30 und die Beiden brachten mit 95 km/h den ersten Ligaflug nach Hause.
Der Sonntag zeigte viel weniger Regen und im nun größeren Wetterfenster kämpften Franz + Helge (ASH25e), Bernd (ASW22M), Benno (Nimbus4M) und Arnie Weber (DG400) um zwei weitere Wertungsflüge. Für die ASH25 ging es zunächst nach Norden bis an den Hamburger Luftraum, dann mit einem JoJo gegen den Wind an den Hannoveraner Luftraum und zurück nach Lüneburg. Von dort fand Familie Liebertz eine gute Linie heim und steuerte mit 116 km/h den besten LSG-Flug dieser Runde bei. Bernd und Benno flogen zunächst mit Rückenwind bis westlich Schwerin. Auf dem zweiten Schenkel kam Benno tief und verlor viel Speed. Bernd nutzte nun seinen Vorsprung für ein kurzes JoJo über der Göhrde und steuerte mit 102 km/h einen weiteren guten Flug zum LSG-Ergebnis bei. Kurz nach 16:00 waren alle Ligapiloten zurück in Ummern. Letztlich haben sie beide Wetterfenster gut genutzt und die LSG kann sich über Rundenplatz 2 freuen.
 
Benno Beesten
 
Samstag nach dem Wetterfenster
Sonntag herrscht Hochbetrieb
am neuen Startwagen
Flugplatzsuchbild aus Niedersachsen


 

2. Runde Quali-Liga bringt Punkte an den Hängen Tuesday, 09. June 2020 translate news

Diese zweite Runde unterscheidet sich deutlich vom Auftakt-Wochenende. Die Beteiligung ist viel geringer und auch die Schnitte um einiges niedriger. Direkt von schlechten Bedingungen kann man nicht sprechen. Jedoch mussten die richtigen Fenster und Orte gefunden und genutzt werden. Entscheidungen wurden klar am Hang gefällt. Aber auch der eine oder andere berglose Flachländer erobert Punkte für die Wertung. Die FG Wuppertal Radevormwald holt sich verdient den Rundensieg in der Quali-Liga.
Durch Ortswechsel Chancen erhöhen
Das Ligateam aus Radevormwald hat sich gut auf die Runde vorbereitet. Wie wahrscheinlich einige Vereine saßen auch sie mit langen Zähnen vor den Prognosen. Denn diese zeigten an ihrem Heimatplatz eher begrenzte thermische Möglichkeiten. Was draus machen? Kurzerhand entschieden sie sich aufgrund der angesagten Südwest-Wetterlage für einen Ausflug nach Porta. „Also Bude gebucht, Bier eingepackt, Flugzeuge abgerüstet, Batterien geladen und los geht`s ...“, erzählen Josh Jarosch, Nils Salberg und Fabian Käseberg.
Mit Hindernissen zum Rundensieg
Eigentlich sind sie zu viert angereist. Ihr Teamkamerad erlitt nach nur 60 geflogenen Kilometern einen „meteorologischen Kurzschluss“. Dieser zwang ihn außenzulanden und zu Fuß anstatt fliegend zum 13 Kilometer entfernten Flugplatz Porta zu gelangen.
Damit war früh klar, drei Piloten müssen drei sichere Geschwindigkeiten nach Hause bringen.
Da der Wind ab Mittag auf West drehte, verschlechterten sich die Hangbedingungen. Schnell wurde immer schwieriger. Zum Glück unterstützten die zuverlässigen thermischen Bedingungen, dass dennoch eine ordentliche Geschwindigkeit erreicht wurde. Immerhin konnten sie sich mit einigem Abstand den Rundensieg sichern. Wenn sie so weiter machen, werden sie Ihr Ziel, die 600 Punkte in der Liga-Wertung zu knacken locker schaffen.
Motivation im Team leichter
Konsequent weiter machen – das ist ein wichtiger Aspekt. Getrieben durch die Jugend in Radevormwald gibt es mittlerweile ein gut organisiertes Ligateam. Das ist wichtig, um an schlechten Wochenenden die Motivation oben zu halten. Und auch solche Aktionen wie hier beschrieben, sind im Team viel besser zu organisieren.
Rundenwertung Quali-Liga: 1. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 241,80 Speed/50 Punkte, 2. Fluggruppe JG 71 R (NI) 219,51 Speed/49 Punkte, 3. SFV Mannheim (BW) 219,30 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 2: 1. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 92 Punkte, 2. LSV Mönchsheide (RP) 91 Punkte, 3. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 90 Punkte 

Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Ossi (1,2) und Josh Jarosch (3) (Radevormwald)
 
Im Teamflug zur Ligawertung
 
Thermik über den Hängen
hilft die Speed zu halten
Ausflug an die Hänge rund
um Porta bringt Sieg
 
 

Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 6./7.6. (Runde 2) Tuesday, 09. June 2020 translate news

Bislang zeigt die Saison einen steten Wechsel zwischen sehr guten und nur sehr eingeschränkt fliegbaren Wochenenden. Soweit ist das erstmal nicht ungewöhnlich, noch sind wir ja im Frühsommer und damit ist die Chance, dass uns kühle und vor allem feuchte Luftmassen heimsuchen, immer noch gegeben. So auch in der Runde 2 der 2020-er Liga, die durch Kaltluft geprägt war.
Samstag:
Eingeflossen war diese bereits am Freitag. Im Satellitenbild vom Samstag um 12UTC (14MESZ) erkennt man noch die wenig strukturierte und wellende Kaltfront, die grob auf der Linie Schwarzwald - Erzgebirge liegt. Rückseitig zeigt sich die typische Struktur einer labilen Kaltluft. Durch den Tief-/Trogeinfluss fehlt der Luftmasse das stabilisierende Moment und die sehr aktive Luft entwickelt häufig und kräftig über. Resultat: Unter den dicksten Quellungen schauerte es entsprechend häufig. Ganz markant ist dabei die vom Rhein-Main-Gebiet bis in die Heide liegende Linie, wo sich im Bereich einer Troglinie/Konvergenz das Ganze auch noch als Linie aufgebaut hat, die langsam von West nach Ost zog. Getragen durch den Wind musste also das Timing stimmen, um dieser Linie aus dem Weg zu gehen ... Die Luftmasse bot dafür aber auch einige Möglichkeiten, denn dige Kaltluftadvektion sorgte sowohl für einen frühen Thermikbeginn als auch ein spätes Ende. Dazu kam der Wind aus Südwesten mit einer Stärke, die auch die Hänge des Wiehengebirges als Option anbot. Ein erster Blick in die Flugspuren zeigt das auch, ansonsten ging es - ligatypisch - mit/gegen den Wind ...
Sonntag:
Das steuernde Tief dreht genau über der Deutschen Bucht (bis Dienstag-Abend besteht noch die Gelegenheit, sich im Archiv des TopMeteo-Webshops die Bilder alsw Animation anzugucken - lohnenswert, denn hier zeigt die Meteorologie auch mal wieder ihre ästhetische Seite). Zwischen der aus Nordwesten nachfliessenden Okklusion, die sich ähnlich labil wie am Vortag zeigt, und der wellenden Front im Südosten liegt eine unter dichten Cirren ein kaum erkennbare Lücke von der Eifel/Pfalz bis hoch nach Rügen. Während Abschirmungen im Südosten und Labilität im Nordwesten die fliegerischen Möglichkeiten stark einschränkten, konnte man die (noch gute) Kaltluft nutzen. Die Luftmasse hatte genug Potential, trotz der Abschirmungen zu funktionieren, die wiederum ein Überentwickeln verhinderten.
Die Flugspuren verzeichnen dann auch die meisten Strecken innerhalb dieser Lücke, wobei sie sich meist auf eine Region beschränken - nur ein einziger langer Track verbindet die Mitte mit dem Nordosten und zeigt, was möglich war. Aber dazu unten mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Nach der Prognose für Samstag war klar, dass die Liga auch am Hang spielen dürfte. Ein Blick in die abendliche Zwischenwertung bestätigt das dann: Vorne lagen die Teams, die einen unmittelbaren Zugriff auf das Wiehengebirge hatten. Im direkten Vergleich zwischen Rinteln und Bückeburg fällt auf, dass die nördlich des Hang gelegenen Bückeburger ihre Flüge deutlich früher an den Start und auch ins Ziel brachten, als die Nachbarn von der Südseite. Vor der durchgehenden Schauerlinie konnte hier die Wertungsdauer damit effektiver ausgenutzt werden. Häufig beobachtet man nach dem Durchgang von Schauern, dass der Wind etwas nachlässt. Das kann der Grund dafür sein, dass die Rintelner Flüge am Nachmittag nicht mehr das Speed-Niveau erreichten, wie die etwas schnelleren Flüge aus Bückeburg am frühen Morgen. Für die Niedersachsen reichte es jeweils zur Führung in beiden Ligen: Rinteln lag mit knapp 240 Speed-Punkten an der Spitze der 1. Liga, Bückeburg führte die 2. Liga mit knapp 270 Punkten auf dem Konto an.
Ansonsten hatten noch nicht viele Flüge den Wert in die Listen gefunden, gerade einmal 15 Teams hatten es zu Wertungen gebracht - über beide Ligen hinweg betrachtet. Und auch in der Quali-Liga lag mit der Fluggruppe JG 71, die sonst von Wittmundhafen aus unterwegs sind, ein Team vorne, die die schnellen Hänge nutzte.
Aber eine Liga-Runde umfasst ja auch noch den Sonntag: Der bot ebenfalls die Möglichkeiten, noch die Hänge zu schrubben und so legten alle Teams nochmal nach. Und es wurde eine höchste spannende und enge Runde: Es war klar, dass die Gesamtpunkte sich eher im Niveau unter 300 Punkten bewegen würden - und dann kann es auf die letzten Zehntel ankommen. Während Rinteln und Oerlinghausen jeweils am Hang nachlegten und ihr Punktekonto auf 291 bzw. 299 hochschraubten, konnte der FV Celle das Feld komplett von hinten aufrollen. Christian Schneiders und Nico Meißner flogen von Celle aus den Linien folgend Richtung Schwerin und machten ihre Speed bei einem "doppelten Jojo", wobei sie es schafften, die beiden Gegenwindanteile der reinen Lehre folgend zwar mit Höhenverlust aber dennoch kreisfrei zurückzulegen. Am Ende gab aber auch der Flug von Leif Eichhorn mit den Ausschlag, denn trotz offensichtlicher Mühen zu Beginn konnte er noch eine Speed von 96km/h ins Ziel bringen, auch wenn er die Wertungszeit nicht voll ausschöpfte. Aber es reichte, um mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Konkurrenz aus Rinteln um 0,12 km/h auf den zweiten Platz zu verdrängen.
In der 2. Liga konnte Bückeburg die Verfolger auf Distanz halten. Auch hier führte die Mannschaftsleistung mit 3 fast gleich schnellen Flügen zum Erfolg.
Die schnellsten Flüge der Ligen fanden dennoch nicht am Hang statt: In der schmalen Lücke am Sonntag fanden von Anspach/Taunus Jan Omsels und Steffen Göttler im Team einen sehr schnellen Streifen zwischen Eifel und Knüllgebirge (109/104 Punkte) wodurch sich die Hessen in der Rundenwertung hinter Bückeburg und Fallersleben einordnen konnten.
Beide markierten damit das südwestliche Ende der Lücke. Wie gut die Bedingungen am anderen Ende ganz im Nordosten waren, zeigte Bernd Goretzki, der unter den Cirren kurz vor Rostock eine Wolkenbasis von fast 2000m vorfand. Dass sich diese Fluggebiete miteinander verbinden ließen, machte Felipe Levin deutlich: Vom heimischen Homberg/Ohm ging es mit Rückenwind weit in den Nordosten (sein Track lässt sich in der Karte der Flugspuren ausmachen) über den Harz hinweg bis hinter die Elbe. Die Liga-Wertungszeit endete dann erst auf dem Rückweg auf Höhe Gardelegen - nach 2:30h waren 393km abgespult, mit einem 157er-Schnitt (131 Speed-Punkte). Der Rückweg führte Felipe auf fast identischem Kurs wieder zurück und dann nochmal weiter bis kurz vor Koblenz. Um an einem Tag und in einem Flug Elbe und Rhein zu sehen, mussten es 1.003km werden - die waren offenbar aber auch möglich!
Ob die weitere Woche solche Bedingungen bereithält, wage ich aktuell eher zu bezweifeln. Vieles wird davon abhängen, wohin der Trog abtropfen wird. Wie sich die Bedingungen am Wochenende zeigen, ist daher noch relativ offen - Kaltluft wird aber eher weniger eine Rolle spielen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
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FV-Celle: Der Plan ging auf Monday, 08. June 2020 translate news

Nachdem am letzten Wochenende durch Blauthermik uns gute Schnitte verwehrt blieben, tat sich am Sonntag Richtung NO ein kleines und passables Wetterfenster auf.
Vater und Sohn (Geert und Leif Eichhorn) gingen mit LS4 Neo und der frisch überholten und neu instrumentierten Vereins LS8 auf Punktejagd. Gute Wolkenstraßen über die Elbe hinweg trieben den Schnitt mit über 30 km/h Rückenwind in die Höhe. Auch der Rückweg funktionierte gut. (Leif 99,71 km/h)
Nico Meißner auf Ventus cM plante einen Frühstart nach Bad Gandersheim, um von dort aus Richtung Ith Hills und Porta Westfalica einen spannenden und schnellen Flug zu absolvieren. Doch technische Herausforderungen führten dazu, im Team mit Christian Schneiders (Discus 2c FES) die Heiderally anzutreten. Beide konnten einen respektablen 112 km/h Schnitt erfliegen. Der Rückweg gestaltete sich anspruchsvoll. Gute Wolkenstraßen liefen ins Leere und große Wolkenabstände führten zu 90 Grad Kursabweichungen.
Komplettiert wurde die FV Celle Buli-Mannschaft von Marc Lehnen auf ASH 31 Mi (18m), der allerdings mit einem späten Start nicht mehr ganz das optimale Wetterfenster traf. (99,11 km/h)
Da viele in der FV Celle gerne flächig fliegen, schauen wir mal wie die nächsten Wochenenden laufen und der nächste Plan aufgeht.
 
Philipp Reinecke
 
Nico Meißner auf Ventus cM flog einen guten 112,58 km/h Schnitt durch die Lüneburger Heide
Startbetrieb in Celle Scheuen
Frisch überholt und neu instrumentiert. LS 8 CW - das „neue“ Spielzeug für schnelle Buliflüge
 

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