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Tuesday, 07. July 2020 Über 1.000 Punkte mit der OLC LS 8 neo translate news

Beim Abflug liegen die Wolken noch fast in der Rhön auf.
Hinter einem abziehendem Frontensystem über Skandinavien wird eine etwas kühlere feuchte Luftmasse von Nordwest nach Deutschland geführt. Am 03.07 waren sich die Vorhersagemodelle von Topmeteo und DwD einig, dass das beste Wetterfenster um und westlich von Nürnberg liegen sollte. Geplant war, dass ich am Morgen mit dem Rückenwind über Bamberg und Bayreuth bis nach Stankov in Tschechien fliege und von dort aus dann gegen den Wind bis Hangensteinerhof, nördlich von Stuttgart fliege, mit der Option, am Abend nochmal über die Rhön zu verlängern. Am Morgen sehe ich jedoch im Satellitenbild und über aktuelle Bilder von Hannes, dass die Gegend östlich Nürnberg noch viel zu feucht ist. Der Plan wird kurzfristig geändert, sodass ich südlich Nürnberg Richtung Osten fliege.
8:45 Uhr
In der Rhön liegen die Wolken noch fast auf. Über Whatsapp bekomme ich mitgeteilt, dass Matze schon vor einer Stunde gestartet ist. Bei der Feuchte kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich ist seine Höhe zu halten. Über den Glidertracker sehe ich, dass die Basis im Süden deutlich höher sein muss als bei uns. Ich beschließe direkt zu starten und einen Schlepp über die Wolken zu machen. In 1800m klinke ich über den Tops der Wolken und gleite Richtung Süden, wo die Wolken nicht nur höher sind, sondern auch eine klare Struktur inkl. Basis haben. Bei Würzburg dann der erste Ausschlag über 0m/s bei einer Wolkenuntergrenze von 1200MSL, über Kitzingen sogar bis 1500 Meter.
11:00 Uhr
Da die Steigwerte um diese Uhrzeit natürlich noch nicht so berauschend sind, plane ich einen langen Schenkel mit Rückenwind, in der Hoffnung später unter besserer Entwicklung wieder gegen den Wind vorzufliegen. Südlich Nürnberg fliege ich einen 117er Schnitt und werde dann doch schon etwas wählerisch, was die Steigwerte angeht. Hier bewege ich mich in einem Höhenband von ca. 1000-1400MSL, was für den Bayerischen Wald natürlich zu tief ist. Deshalb nehme ich ab Regensburg das Gas etwas raus und bemühe mich, mal wieder bis an die Basis zu steigen.
12:30 Uhr
Wie vorhergesagt ist auch der Bayerische Wald sehr feucht. Die Basis dementsprechend recht niedrig und die Wolkenuntergrenze sehr ausgefranzt. Ich entscheide mich ca. 10km südöstlich von Arnbruck zu wenden. Die Optik nach dem Wenden ist jedoch alles andere als einladend, bei 7-8 Achteln zeichnen sich nur noch leicht die Strukturen ab, unter denen ich zuvor geflogenen bin. Die Taktik ist klar! Oben bleiben ist jetzt extrem wichtig, vor allem da man bei dem starken Wind keine Zeit durch Ausgraben verlieren will. Bis kurz vor den Brombachsee komme ich recht zügig voran und freue mich, dass ich schon bald wieder unter besseren Bedingungen fliegen kann.
15:45 Uhr
Die letzten 100km sind recht gut gelaufen. Zwar ist der Kurbelanteil recht gering und die Freude sehr groß, aber nun habe ich einen kleinen Durchhänger. Bei 600km mit einem 105er Schnitt erhofft man sich natürlich Steigwerte von 2+m/s, aber in der vergangenen halben Stunde bin ich immer tiefer gekommen und nicht mehr auf das erwünschte Steigen getroffen. An der Stelle wäre es vermutlich einfacher gewesen der Wolkenstraße weiter Richtung Westen zu folgen, jedoch habe ich mich für ein großes Dreieck entschieden. Dafür musste ich, nördlich in den Schwarzwald einfliegen, womit ich mir sehr schwer getan habe.
17:45 Uhr
Kurz vor Walldürn muss ich das schöne Wetter leider verlassen. Der Heimweg sieht mit sehr wenig Cumulis zwischen den Altocumulus sehr mühsam aus. Außerdem haben nicht mehr alle Wolken gezogen, da viele am Zerfallen waren. Bis Würzburg muss ich nun abgleiten, um unter kleinen Flusen erst mal in 0,5m/s zu parken. Die Spannung steigt…soll ich nun das Risiko eingehen und die nächste Wolke ausprobieren oder mich geduldig in 0,5 hochkurbeln?
Ich fliege die nächste Wolke an und sehe auf dem Butterfly einen anderen Segelflieger, der 750m über mir ebenfalls nur mit 0,5 steigt. Auf der westlichen Seite der Wolke bilde ich mir jedoch ein, eine Entwicklung zu sehen und treffe dort 2m/s.
Mit +500 Meter auf Hammelburg fliege ich in Richtung Ausklinkpunkt, um das bislang 720km Dreieck zu schließen. Es fehlt aber nicht mehr viel, um auf ein 800er Dreieck zu kommen. Ich fliege also weiter Richtung Norden aber treffe leider nicht mehr auf Steigen. 12km Nördlich vom Platz drehe ich um und bräuchte jetzt nur noch einen Bart um das Dreieck erneut zu schließen. Am Patz in 200agl steigt es aufgrund des Hanges nochmal mit 0,5m/s. Am Ende haben dann 5km und 200 Höhenmeter zum erneuten Schließen des 800km Dreiecks gefehlt.
Fazit:
Der Rückenwindschenkel am Morgen war sinnvoll, jedoch bin ich etwas zu weit geflogen und somit fast aus dem Wetterfenster gefallen. Der Abstecher in den Schwarzwald war zwar sehr mühsam, aber hat sich für die große Dreiecksstrecke gelohnt. Ideal wäre gewesen, wenn ich am Abend nochmal die Rhön auf der Luv-Seite abgeflogen wäre, um das Dreieck auf über 800-850km zu strecken. Leider war dies aufgrund der Abschirmung nicht mehr möglich. Ich denke aber, bis dahin war es trotzdem ein toller Flug.
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Im Bayerischen Wald kurz vor
der Wende ist mir die Basis
etwas zu tief.
Auf dem Heimweg aus dem
Schwarzwald fliege ich an den
tollen Linien, die in Ost-West
Ausrichtung verliefen, vorbei.
Ab Walldürn habe ich nur noch
wenig Optionen. Die Altocumulus-
Bewölkung hat hier deutlich die
Energie rausgenommen.
 

Tuesday, 07. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 04./05.7. (Runde 6) translate news

Mit der Runde 6 ist nun fast schon die Liga-Halbzeit erreicht. Auch wenn wir gerade das erste Juli-Wochenende haben, stellt sich (mal wieder) die Frage: Was ist schneller: Thermik oder Hang?
Samstag:
Zweifelsfrei war Samstag "der" Tag des Wochenendes, denn das Wolkenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt einen sehr gut entwickelten Süden, während von Nordwesten bereits das Gewölk einer Warmfront aufzog, die sich zügig nach Osten und etwas langsamer nach Süden ausbreitete. Überhaupt kam die Strömung auf der Südseite eines ausgedehnten Trogsystems für die Hänge des Wiehengebirges von der Richtung her zwar nicht ganz optimal, machte das aber durch Stärke wieder wett. Die Front selber war zwar über mehrere Schichten recht massiv, brachte aber - abgesehen vom Morgen - kaum Niederschlag. Auch über dem offenen Süden, über dem sich in der thermisch sehr guten Luftmasse, wurde der Wind im Tagesverlauf etwas stärker, sorgte aber eher für Reihungen als dass er störend wirkte. Man musste aber auch im Süden mit ersten störenden Feuchtefeldern kalkulieren, die im Vorfeld nach Südosten drifteten,
Bleibt die eingangs gestelle Frage, ob nun der Hang im Nordwesten oder die Thermik im Süden die besseren Liga-Bedingungen gebracht hat, dazu gleich mehr ...
Sonntag:
Der Blick auf das Satellitenbild von Sonntag (ebenfalls wie gewohnt von 12 UTC / 14 MESZ) ist schnell besprochen: Die Reste der Front vom Vortag waren etwas weiter nach Süden vorangekommen, konnten den Bereich südlich der Donau aber kaum noch erreichen und liefen hier in die trockene Warmluft ein. Von Nordwesten war aber bereits die nächste Front - diesmal eine Kaltfront - unterwegs, die zum Zeitpunkt des Bildes massiv zwischen Rheinsland und Ostsee lag. Auch hier war relativ wenig Niederschlag im Spiel, dafür hatte überall der Wind im Vergleich zum Vortag zugelegt, die Reihungen in Richtung Nordsee zeigen das an. Da der Wind weiter eine starke Westtendenz hatte, nun aber auch im Süden stärker geworden war, konnte man auch die Hänge der Bergstrasse nutzen, wie man auf den Flugspuren sehen kann. Am Ende - soviel sei vorweggenommen - war das nicht mehr in der Liga(spitzengruppe) entscheidend.
Wer hat was draus gemacht?
Schon vor dem Wochenende war relativ klar, dass der Samstag der bessere der beiden Tage werden würde. Das hatten offenbar gleich eine Reihe von Teams auf dem Zettel, denn die geplante Verlegung der Startpunkte an die Hänge des Wiehengebirges lässt sich aus den Wertungslisten eindeutig erkennen.
Bevor es an die Liga geht, noch ein kurzer ausflug auf die große Strecke des OLC-Plus: Was der Samstag mit der Mischung aus Luftmasse und Wind hier möglich machte, zeigten Michael Sommer und Phillip Keller. Von Oberhinkofen bzw. Straubing aus folgten sie zuerst dem Bayerischen Wald nach Süden, um dann nach Nordosten in den Rückenwind zu drehen und die langgestreckten Reihungen bis an die Ostsudeten zu folgen. Während Phillip knapp südlich der Glatzer Schneeberge drehte, machte Michael einen Dreiländerflug daraus und flog noch ein gutes Stück weiter und drehte erst in Polen um. Für beide ging es auf fast dem gleichen Weg zurück. Durch die spätere Wende konnte Michael den Tag gute 1,5h länger nutzen und kam am Ende auf 1015km, Phillip auf 820km. 4 Länder in einem Flug schaffte sogar Mattias Schunk,- aber für seine Verhältnisse liegen D-A-CH und Italien ja auch jeweils gleich nebenan. 932km auf denen er dann doch auch in für ihn weniger bekannte Gegenden kam, um dort auf Bekannte aus dem Rheinland zu treffen
Aber zurück zur Liga. Wie gesagt - die Sache war am Samstag im Wesentlichen schon durch. Im Vergleich der abendlichen Zwischenwertung und der Endabrechung der Liga 1 muss man bis hinunter ins letzte Drittel, um zumindest signifikante Platzverschiebungen zu erkennen. Zwei Sachen fallen mir dabei aber auf: Ja, der Hang hat es am Ende gebracht und der LSV Gifhorn (360,84 Punkte) deklassiert die Konkurrenz förmich und gewinnt diese Runde mit einem Vorsprung von über 30 Speed-Punkten. Signifikant, denn gerade in den vorhergehenden Runden liess sich der Abstand der Top-Teams ja fast nur mit der Mikrometerschraube messen. Und zweitens - mit einem deutlich größeren Vorsprung, als die Rennen am Hang vom Erwartungswert her ausgehen wo sonst die Abstände deutlich geringer ausfallen. Woran lag es? Verglichen mit dem Drittplatzierten Rinteln (326,84 Punkte) fällt zumindest die unterschiediche Startzeit auf: Während Rinteln das Rennen gegen 13.00 startetete, hoben die Gifhorner eine gute Stunde später ab. Mal unabhängig davon, wie sich der Flug an den Hängen ligatechnisch selbst unter Ausnutzung der letzten Ecken am besten optmieren lässt -, der Blick in die Ortsvorhersage zeigt ab ca. 14.00 ein leichtes Rückdrehen des Windes. Ob es daran lag und Gifhorn einfach die besseren Windbedingungen erwischte, ist aber von meiner Seite aus erstmal rein spekulativ! Der Vorsprung ist letztendlich auch ein Resultat einer guten Mannschaftsleistung von Dennis Polej, Lars Trampe und Nico Klingspohn, die ihren Flug gemeinsam durchführen und deren Differenz in den Speedpunkten im wesentlichen indexbedingt ist.
Dass es aber auch schnell unter den Wolken im Süden ging, zeigen nicht nur die guten Teamergebnisse aus Schwäbisch Gmünd. Während Lars Linkner und Kai Kunze nahezu klassisch über der Alb unterwegs waren und ihre Ligaflüge erst begannen, nachdem sie ein gutes Stück gegen den Wind vorgeflogen waren, flog Freddy Hein ein Jojo etwas nördlich der Alb und dabei bis an die Oberpfalz heran. Kurz vorher war noch ein erster Feuchteschwall nach Südosten durchgezogen, hinter dem sich dann wieder eine breitere Lücke mit guten Reihungen auftat. In der Summe erreichen sie damit 328 Speedpunkte und können damit Rinteln mit weniger als 2 Punkten Abstand auf Rundenplatz 3 verdrängen.
Schnellster in Liga 2 (und Schnellster, was den absoluten Schnitt über alle Ligen hinweg angeht) war Johannes Bick vom LSV Hofgeismar. Die Hessen hatten ihren Starpunkt vom heimischen Dingel nach Bisperode verlegt und hatten von dort Zugriff auf die Hänge. Am Samstag noch auf Rang 6 konnten Christoph Danders & Tim Wroblewski am Sonntag noch nachlegen und sich insgesamt auf Rang 3 verbessern. Es reichte aber nicht, um die führenden Schwäbisch Hall und Bückeburg-Weinberg noch abzufangen. Auch hier war am Ende der Vorsprung am Hang mehr als deutlich: Die 334 Punkte von Bückeburg hätten auch im Oberhaus für einen Spitzenplatz gereicht.
Die Liga 2 ist in der Spitzengruppe weiter nahe beieinander: Hofgeismar (81 Punkte) kann durch das gute Ergebnis in dieser Runde auf den Spitzenplatz vorrücken und verdrängt Blaubeuren (77 Punkte). Eisenhüttenstadt (65 Punkte) macht einen Sprung nach vorne und liegt nun auf Rang 3. Und auch im Oberhaus gibt es leichte Veränderungen im Tabellenbild: Gifhorn zieht durch den Rundensieg punktgleich mit der FG Wolf Hirth, liegt aber durch die höhere Gesamtspeed nun auf Rang 3 (jeweils 70 Punkte). Oerlinghausen (78 Punkte), in dieser Runde 6., kann Rang 2 vereteidigen. Während die Ostwestfalen mit 8 Punkten Differenz weiter den heissen Atem der Verfolger spüren, setzt sich Rinteln an der Spitze (97 Punkte) weiter ab.
Für das kommende Wochenende sehen die ersten Prognosen schonmal vielversprechend aus. Und soviel scheint sicher: Der Hang wird in Runde 7 keine Option sein.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland

 


Tuesday, 07. July 2020 U25: Mit der OLC LS 8 neo auf Aufholjagd translate news

Der Samstag galt Deutschlandweit als der bessere Tag dieses Wochenendes. Kein Wunder, dass es Leon Bohnenkamp aus Örlinghausen an die Porta zog. Der Lebhafte Westwind stellte gute Ligapunkte in Aussicht. Auf einem Cirrus brachte er einen Ligaflug mit über 100,96 Punkten ein. Der zweite U 25 Ligaflug für die Örlinghausener kam aus dem 400 km entfernten Beilngries, wo Lukas Brune es mit einer ASW 20 entlang des Bayerischen Waldes bis beinahe Tschechien auf einen 93,52 Punkteflug brachte. Diese beiden unterschiedlichen Flüge reichten für einen erneuten Rundensieg und zur Verteidigung der Tabellenspitze.

Bei der FSV Bad Wörishofen hatte Eva Schröder den schnellsten Schnitt. Sie trieb ihre Ls 8 -18 bis weit hinter Regensburg mit 91,85 Punkten und zusammen mit Martin Hundegger der mit einer Kestrel auf der Schwäbischen Alb mit 78,67 Punkten unterwegs war belegten sie in dieser Runde den zweiten Platz. Der Drittplatzierte dieser Runde holte seine Punkte am Sonntag. Die Juniorpiloten des SFG Giulini flogen die Bergstrasse entlang. Alexander Meinicke kommentierte seinen Flug mit „Fun am Hang“. Das hatte er sicherlich auch, denn er flog eine ASW 19 mit 82,80 Ligapunkten. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Karol Müller der auf einer ASW 15 stolze 86,59 Punkte holte brachten sie es auf den Dritten Rundenplatz. Der smiley hinter dem Namen von Eric Schneider dürfte sich doppelt freuen, mit seinem 98,77 Flug auf der vom OLC gesponserten Rennmaschine LS 8 neo schaffte es der Hammelburger zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner (66,08) auf Rundenplatz 5 und sie schieben sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Eric hat dieses Jahr schon über 177 Stunden auf der OLC LS 8 neo und Strecken von über 900 km zurückgelegt. Auf dem Dritten Tabellplatz steht der LSV Homberg/Ohm.
 
Martin Söll
 
Christian Polizzano am Samstag
an der Bergstrasse
(Bild Alexander Meinicke).
Karol Müller in seiner ASW 15.
So geht Nachwuchsförderung:
Eric Schneider darf eine Saison
lang die bestens ausgestattete
OLC LS 8 neo fliegen.

 


Monday, 06. July 2020 FV Celle - Spaß am Hang! translate news

Am Freitag war bereits klar, dass es keine Möglichkeit  geben wird, von Celle auch nur einen Ehrenpunkt zu ergattern. Am Samstag knatterte daher Nico mit seinem Ventus cM mutig Richtung Bad Gandersheim, um sich nach einem „Tankstopp“ an Hils, Ith und das Wesergebirge zu schmeißen. Getreu dem Motto: „Alles für den Dackel, alles für den Club“, standen Abends stolze 120,76 km/h auf der Uhr. Im Tagesverlauf wurde sogleich der Duo X für die Mission am Sonntag vorbereitet und Marc Lehnen holte seine ASH 31Mi ab. Bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ergattern so Philipp Reinecke (81,53 km/h) und Marc Lehnen (51,09 km/h) die nötigen Punkte um am Ligawochenende nicht ganz leer auszugehen. Philipp berichtet von teilweise schwierigen Passagen, sodass nicht jeder Spring zwischen Ith und Süntel auf Anhieb klappte.
 
Christian Schneiders
 
Nico steuerte wieder einmal den
schnellsten Flug bei.
Foto: Christian Schneiders
Charly Lima auf der
Suche nach Punkten.
Foto: Philipp Reinecke
Die immer wieder auftretenden
Schauer erforderten eine flexible
Taktik. Foto: Philipp Reinecke
 

Friday, 03. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 03.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich das Frontensystem eines Tiefs mit Kern über Schweden von der Ostsee bis zum Niederrhein. Es verlagert sich im Tagesverlauf langsam ostwärts und beeinflusst das Wettergeschehen in der gesamten Nordhälfte Deutschlands. Mit einer westlichen Strömung wird dabei eine milde und meist stabil geschichtete Luftmasse herangeführt. Der Süden Deutschlands und der Alpenraum profitieren noch von einem Hochdruckkeil, welcher von der Biskaya nach Bayern gerichtet ist. Auch hier fließt eine stabil geschichtete, aber trockenere Warmluft ein.
Zum SONNTAG ist ein weiteres Tief von der Nordsee zum Skagerrak gezogen. Dessen Warmfront erstreckt sich am Morgen bereits von Hamburg nach Basel, wobei sie im Süden unter dem sich abschwächenden Hochdruckkeil weniger wetteraktiv ist. Diese zieht rasch weiter nach Osten. Mit ihr wird in mittleren und höheren Luftschichten eine sehr warme Luftmasse in die Mitte und den Süden Deutschlands geführt. Bodennah hält sich unter einer Inversion weiterhin eine kühlere Luftmasse. Im Norden zieht rasch die nachfolgende Kaltfront auf, welche sich bis zum Abend auf eine Linie Berlin-Aachen verlagert. Sie führt eine sehr feuchte und kühle Luftmasse mit sich. Auch auf ihrer Rückseite ist die Labilität zunächst nur sehr gering.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird nur im südöstlichen Brandenburg nutzbare, jedoch zunehmend abgeschirmte Thermik erwartet. Diese wird überwiegend mäßig mit nutzbaren Arbeitshöhen am Nachmittag von 1100-1300 m sein. Im restlichen Vorhersagebereich wird unter dichter bis geschlossener Bewölkung, aus der zeit- und gebietsweise Regen/Sprühregen fällt, keine nutzbare Thermik erwartet.
Am SONNTAG wird aufgrund von dichter Schichtquellbewölkung, aus der zeit- und gebietsweise leichter Regen/Sprühregen fällt, sowie lebhafter Winde aus W-SW mit Werten um 30 km/h keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist im Südosten noch mit geringer bis mäßiger Wolkenthermik zu rechnen. Diese wird im Tagesverlauf durch die sich verdichtende Bewölkung aber immer mehr gedämpft. Im Nordwesten ist  wegen der dichten Bewölkung keine nutzbare Thermik zu erwarten.
Am SONNTAG kommt es bei meist starker Bewölkung und lebhaftem Südwestwind kaum zu nutzbarer Thermik. Lediglich am späteren Nachmittag ergeben sich im Südwesten Chancen auf kurzzeitige geringe Thermikentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik mit Arbeitshöhen bis FL080 am Nachmittag.
Am SONNTAG voraussichtlich meist dichte abschirmende SC-Bewölkung und meist keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Tuesday, 23. June 2020 FLG Blaubeuren - der VFB der Lüfte translate news

Die vierte Runde wurde in den Segelflug Bundesligen dieses Wochenende am Sonntag ausgetragen. Bei schwachem Nodwestwind reihten sich die Segler des Zweitligisten der FLG Blaubeuren auf deren Fluggelände in Sonderbuch. Nach dem Start ging es gen Westen. Auf der Standardstrecke auf der Alb kamen sie gut voran. Im Schwarzwald wurde dann von den meisten nach Norden abgebogen, wobei sie auf Höhe Schramberg einige Probleme hatten in der Thermik die Höhe zu halten und erneut steigen zu finden. Altmeister Charlie Bauder und Joachim Krais drehten hier nicht um sondern flogen ein Dreieck um den Stuttgarter Luftraum.
Der Rest flog den Schwarzwald zurück und erneut die Alb bis zum Heimatflugplatz. Am Abend wurde gespannt auf die Leistung der Piloten geschaut. Durch die Flüge von Philipp Söll 95,88 und Dirk Ströbl 99,75 Punkte war es schon einmal kein Trostpunkt mehr. Doch um den Aufstieg am Ende der Saison perfekt zu machen müssen die Blaubeurer in jeder Runde eine Topplatzierung erreichen. So war man froh als Charlie Bauder nach über acht Stunden Flugzeit und 700 Kilometern seinen Flug mit einer Schnittgeschwindigkeit von 91,69 Punkten einreichte. Wieder einmal zeigte der Trainer des Junioren-Landeskaders sein Können.
Mit diesen drei Flügen war Ihnen der dritte Platz nach Bad Homburg und Bad Wörishofen in dieser Runde sicher. Schön war auch, dass fünf weitere Flüge bereit gewesen wären um Punkte zu holen. So schauen die 50 Mitglieder der Fliegergruppe schon gespannt auf die Tabelle, auf der sie sich in dieser verkürzten Saison auf dem vierten Platz befinden. Nach mehreren Meister Titeln wurde letztes Jahr das zweite Mal in die zweite Liga abgestiegen, da das Wetter im Süden einfach keine schnellen Flüge zu ließ.
Die Nachbarn aus Laichingen stehen nach dem fünften Rundeplatz auf dem zehnten Tabellenplatz und sie müssen die nächsten neun Runden nochmals alles geben. Während die Ligapiloten unterwegs waren wurden die Flugschüler zunächst über den vereinseigenen Motorsegler in die verschiedenen Ruder der Flugzeuge eingewiesen und hoffen nach erfolgter Ausbildung durch den ehrenamtlichen Fluglehrerkader bald schon Punkte für die FLG zu holen.
 
M.Söll
 
Samstagabend vor den Schauern
Richtung Westen
Thermikwolke aus dem
Blaubeurer Arcus
Luftbild vom Flugplatz nach Ligaflug


 

Monday, 22. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 20./21.6. (Runde 4) translate news

Nach der eher durchwachsenen Runde 3 konnte das Wetter in Runde 4 wieder zulegen. Leider nicht für alle, denn im Nordosten hielt sich hartnäckig die Front. Der von Westen nachrückende Hochkeil konnte vor allem zum Sonntag dann abwer für weiträumig gute Bedingungen sorgen. Ob der Sonntag aber auch der schnellere Liga-Tag war, zeigt erst der Blick in die Fluganalysen.
Samstag:
Das Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt ein eher chaotisches Himmelsbild: Östlich der Elbe liegt die wellende (Warm)Front, die dort fliegerisch wenig bis gar nichts zu bieten hatte. Auch die im Randbereich über die südöstlichen Mittelgebirge ziehenden Cirrenschirme störten die Thermik nachhaltig. Das Bild spiegelt sich dann auch in den Flugspuren wieder: Nur wenigen gelang es, in den kleinen Lücken etwas wertbares zu erreichen oder den Anschluss an das offene Wetter im Westen zu bekommen.
Aber auch hier waren die Bedingungen sehr unterschiedlich: Während südliche von Eifel / Lahn häufige Ausbreitungen und / oder noch Überentwicklungen mit Schauern störten, waren sie direkt im aufbauenden Hochkeil im Nordwesten nahezu ungestört. Auch hier gab es zwar Ausbreitungen, der Wind konnte aber sogar leichte Reihungen generieren - ein Garant für schnelle Liga-Schnitte.
Sonntag:
Wesentlich weiträumiger - wenn auch nicht völlig homogen - zeigt das sonntägliche Satellitenbild (11:45 UTC/13:45 MESZ) die Wettersituation: Die Front im Nordosten war zwar noch nicht ganz abgezogen, hatte sich aber weiter Richtung Oder verlagert. Rückseitig war von Dänemark her eine Zunge sehr trockener Luft eingeflossen, in der die vorherrschende Farbe "Blau" war. Etwa westlich von Weser/Werra - Thüringer Wald - Bayerischer Wald war die Thermik aber fast durchweg gezeichnet. Ein paar Ausbreitungen im Süden und westlich des Rheins waren Hürden, aber keine Hindernisse. Und auch Vorläufer einer neuen, von BeNeLux heranziehenden Front, störten nicht nachhaltig, denn die erste Welle löste sich auf, als sie in die trockene und hochdruckbestimmte Luft einlief. Erst am (späteren) Nachmittag ging es dann erwartungsgemäß zu.
Die Flugspuren zeigen ganz klar die Rennstrecken auf - ob sie aber so schnell oder schneller waren, wie die Linien von Samstag, zeigt die Analyse ...
Wer hat was draus gemacht?
Natürlich war der Sonntag mit über 1400 gemeldeten Flügen der weiträumig bessere Tag des Wochenendes und auch der Tag für die längere bzw. flächigere Strecke. Naturgemäß liegen die Punkte im OLC-Plus vom Sonntag im direkten Vergleich vorne.
Lenkt man den Blick auf den Speed-OLC (und damit auch auf die Ligen), liegt der Sonntag zwar in der "Masse" noch vorne, denn 29 Flüge mit mehr als 100 Speed-Punkten stehen in den Listen. Auch die räumliche Verteilung fällt auf, denn die 100 Punkte konnte man am Sonntag vom Boberg aus genau so knacken, wie von der Hahnweide, von Gardelegen oder von Bamberg aus. Bei den Top-5 ist die Grenze für beide Tage aber unisono bei 110 PUnkten und die beiden schnellsten Flüge der Runde / des Wochenendes entfallen auf den Samstag. Räumlich auf den Nordwesten beschränkt, aber eben dann doch ein Quentchen schneller ...
Die schnellste absolute Geschwindigkeit mit knapp 136km/h flog Michael Möker von Burgdorf aus. Es wurde ein nachmittäglicher Liga-Flug. Die besten Bedingungen ausnutzend ging es ganz Liga-klassisch erst einmal gegen den Wind. Waren in der Wertungszeit auf dem ersten Rückenwindschenkel noch 4 Bärte nötig, konnten die beiden im Gegennwind kreislos zurückgelegt werden. Und auch beim zweiten Mal mit Rückenwind drehte Michael nur ein einziges Mal. Der Flug ist darüber hinaus noch ein gutes Beispiel, was über dem flachen Norden auch bei niedriger Basis möglich ist, denn der Flug fand nahezu konstant im Höhenband um 1000m über GND statt.
Viel höher ging es für Madleen und Frerk Frommholz auch nicht hinaus. Sie flogen von Walsrode direkt mit Rückenwind in Richtung Magdeburg. Auch sie legten ihren Kurs als Jojo an und mussten am Ende sogar über die gesamte Wertungszeit nur drei mal kurbeln. Absolut (131m/h) etwas langsamer als Michael bringt der Index in der Gesamtabrechnung dann doch rund 1,5 Speedpunkte mehr.
Mit Burgdorf und Rinteln hatten damit am Samstag-Abend zwei alte Bekannte die Spitzenplätze der Liga-Zwischenwertung erflogen, in guter Nachbarschaft mit der Nachbarschaft aus dem Norden.
Damit bleibt aber noch die Frage offen, ob der Sonntag mit der in Summe großräumigeren Bedingungen noch genügend Potential zum Aufholen bot: Aus meiner Sicht ist die Frage mit einem klaren "Jein" zu beantworten. Denn Maximilian Dorsch hat von Bamberg aus gezeigt, dass auch an dem Tag über 130km/h (114 Punkte) möglich waren. Sieht man sich die Folge der Satellitenbilder an (die sind im TopMeteo-Webshop noch bis Dienstag verfügbar auch wenn ein paar Bilder durch einen Ausfall fehlen), hat Maximilian genau die richtige Lücke erwischt. Während die stärksten Ausbreitungen nach Süden abzogen, macht er sich mit der "4i" auf den Weg in Richtung des schön gereihten Thüringer Waldes. Als es  von dort wieder anfing auszubreiten, war die Wertungszeit so gut wie durch und er auf dem Weg nach Hause.
Für die Bamberger reichte es damit auf Rang 7 der 1. Liga. Mit der FG Wolf Hirth konnte sogar noch ein Süd-Verein noch aufs Treppchen fliegen, für die Spitzenpositionen reichte es aber nicht mehr. Rinteln, in dieser Runde zweiter, konnte am Sonntag nochmal etwas nachlegen, am Ende reichte es aber nicht, um den Rundensieger Burgdorf abzufangen - auch wenn der Abstand weniger als 1 Punkt betrug! Trotzdem bleibt Rinteln souveräner Tabellenführer (64 Punkte) vor Oerlinghausen (52) und Homberg/Ohm (45).
Nicht ganz so schnell wie in Liga 1 ging es in dieser Runde in Liga 2 zu:  Der LSC Bad Homburg durchbrach als Einziger die 300-Punkte-Grenze und erobert damit die Tabellenführung (57 Punkte) vor Hofgeismar (53) und Bad Wörishofen (50).
Ach so, da war noch was ... letzte Woche hatte ich im Falle von gutem Wetter versprochen, die dazu gehörige Regel zu verraten. Ganz einfach: "Immer, aber auch immer, wenn ich Windendienst habe, ist gutes Wetter!" Stimmt jedes Mal - zumindest gefühlt Auf die Liga wird diese Regel aber keine Auswirkungen (mehr) haben, ich bin erst im September wieder dran.
Ansonsten sorgt die Woche über ein Kaltlufttropfen über der Tschchei für Kopfzerbrechen und zum nächsten Wochenende bricht dann die Warmluft über uns herein - das muss aber nicht unbedingt schlecht sein ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Saturday, 20. June 2020 Jobangebot: OLC sucht Sportjournalist (m/w) translate news

Für sportorientierte Segelflieger ist der OLC weltweit eine einmalige Quelle für Daten, Informationen, Statistiken und natürlich vor allem spannende Wettbewerbe wie zum Beispiel die Segelflug-Bundesliga.
Diesen Info-Pool will der OLC nun ergänzen und zu einer regelrechten Nachrichtenbasis für den Segelflugsport ausbauen.
Mit Reports, Features, Hintergrundberichten und Portraits von erfolgreichen Piloten soll eine intensive und aktuelle Berichterstattung über das Geschehen im Segelflugsport angeboten werden, national und international.
Für diese Aufgabe sucht der OLC dringend einen Mitarbeiter (m/w) mit journalistischen Erfahrungen, für den ein derartiges online-Projekt eine echte Herausforderung darstellt. Es versteht sich von selbst, dass ausreichend Erfahrung im Streckensegelfliegen gegeben ist.
Die Vergütung erfolgt im Rahmen einer 'geringfügigen Beschäftigung'.
Euere Bewerbung erwarten wir gerne.
Bitte sendet ein E-Mail an: mail@onlinecontest.org
Herzlichen Dank im Voraus.
 

Friday, 19. June 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 19.06.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt Deutschland im Einflussbereich eines großen Höhentroges, der sich von Großbritannien südöstwärts bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Am Boden befindet sich jedoch ein Bodenkeil über Frankreich und Westdeutschland, der die vorhandene feuchte und warme Luftmasse in der Nordhälfte des Landes stabilisiert. Die Ausnahme wäre der Nordosten, wo sich eine ausgeprägte Konvergenzlinie von Polen bis Dänemark erstreckt und im Ostseebereich hochreichend feuchte und zum Teil labil geschichtete Luft heranführt. In der Südhälfte Deutschland überwiegt der Einfluss es Höhentroges und hier wird nachmittags die Luftmasse verbreitet labilisiert. Bei einer landesweit vorherrschenden westlichen bis nordwestlichen Strömung werden die Alpen leicht angestaut.
Am SONNTAG findet sich Deutschland zwischen zwei Höhentiefs über Großbritannien und dem Balkan in einer "Hochdruckbrücke". Dabei fließt mit einer westlichen bis nordwestlichen Strömung warme und stabil geschichtete Luft ein. Anfangs ist die Luftmasse südlich der Donau noch leicht labil geschichtet; wird jedoch im Tagesverlauf zunehmend stabilisiert. Weiter im Norden wird noch hochreichend feuchte und stabil geschichtete Luft im Ostseebereich von der Konvergenzlinie vom SAMSTAG herangeführt. Im Tagesverlauf verlagert sich die Linie langsam nach Osten, sodass nachmittags die Luftmasse im Nordosten abtrocknen kann. Zum Abend hin zieht im äußersten Westen eine Okklusionsfront auf, die feuchte Atlantikluft heranführt.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist im Nordosten und Osten, etwa östlich einer Linie Sylt - Leipzig, durch Abschirmung und zeitweilige Niederschläge kaum nutzbare Thermik zu erwarten. Im übrigen Bereich entwickelt sich mäßige, nach Südwesten hin auch gute Wolkenthermik. Die Basis der CU steigen auf 1200-1600 m, zeitweise stören jedoch abschirmende Wolkenfelder und im Süden einzelne Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist im Westen und Süden mit guter, teils sehr guter CU-Thermik zu rechnen, die maximale CU-Basis wird bei 1800-2100 m liegen, nach Nordosten hin eher mit mäßiger Thermik, hier steigen die Untergrenzen der CU auf 1200-1400 m an. In Vorpommern und im Osten Brandenburgs hält sich noch längere Zeit abschirmende Bewölkung, im Südwesten zieht am Nachmittag abschirmende Bewölkung auf.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, die durch Ausbreitungen - am Nachmittag durch verbreitete Überentwicklungen gestört wird. In  Sachsen aufgrund von Abschirmung keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG gute bis sehr gute Wolkenthermik, südlich der Mainlinie mit einer leichten Tendenz zu Überentwicklung. Östlich der Elbe
aufgrund von Abschirmung keine nutzbare Thermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Südwesten geringe bis mäßige Wolkenthermik. Thermikbeginn 10-11 UTC. Sonst aufgrund von Abschirmung keine
nutzbare Thermik.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik. Thermikbeginn 09.00-09.30 UTC. Thermikende zwischen 16.30 und 17.30 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 17. June 2020 Runde 3 beschert hauptsächlich Bayern mit guten Ligaflügen translate news

Straße im Thüringer Wald. Vor mir Jan Schulz in seiner Hornet und Jan Kretzschmar.
Als einzig nutzbarer Tag kam dieses Wochenende nur der Samstag, der 13.06 in Frage. Geprägt durch die sehr labile Luftmasse, ergeben sich vor allem in Bereich der Mittelgebirge gute Chancen auf hervorragende Flüge. 
Philipp Lauer vom AC Lichtenfels startet um 12 Uhr und kämpft sich bei tiefer Basis und schlechten Steigwerten mit der schweren Ls8 Richtung Suhl. Auf dem Rückweg muss er sich leider von dem Ballast seiner Außenflügel trennen und beginnt erst im Anschluss seinen Ligaflug. Wie bei den meisten anderen Flügen von Samstag zu erkennen ist, stand die Linie über dem Thüringer Wald. Doch Philipp sticht klar hervor, er ist deutlich schneller als die meisten. Unter den bereits sehr überentwickelten Wolken fliegt er bis Suhl bis in den Regen und dreht dann auf seinen letzten Schenkel. Hier kann er seinen Schnitt unter der Konvergenz nochmals deutlich steigern. 
Aber auch andere Vereine, wie z.B. die FSG Hammelburg kämpft sich bis in den Thüringer Wald um dann die Linie zwischen Schleusingen und Kulmbach zu fliegen. Nachdem die Ligaflüge beendet wurden, war der Heimweg wieder etwas spannender. Die vereinzelten überentwickelten Wolken saugten die Thermik in einem größeren Gebiet ab und ermöglichten somit nur noch schwaches Steigen. Wichtig war hauptsächlich das erreichen des 15km Zielkreises. 
Auch die FG Oerlinghausen schickt dieses Wochenende zwei Piloten in die Luft. Sie wollen ihren aktuellen Platz halten und das machen sie auch,  wenn sie so weitermachen. Platz 4 in dieser Runde sichert ihnen wichtige Punkte und hält somit den Vorsprung 
 
Eric Schneider

Tuesday, 16. June 2020 3. Runde der Quali-Liga holen sich die Berliner vom BAEC-Mitte translate news

Die Wetterküche brodelte in der dritten Runde und brachte labile Luft, schwüle Hitze und Gewitter. Insofern waren die Möglichkeiten nicht üppig, aber Chancen gab es. Genutzt wurden sie nur in Teilen, so war die Beteiligung in der Quali-Liga und den Landesklassen eher gering. Während am Samstag im Südwesten Deutschlands die Punkte gemacht wurden, war im Osten Sonntag der Tag. Die Top Ten wurden fast ausschließlich bayrisch dominiert, der Berliner Verein BAEC-Mitte setzte sich hier jedoch mit knapp 300 Speedpunkten durch. Ebenso fällt in der Liste der bayrischen Vereine der Brandenburger FSC Kyritz auf. Nicht nur in dieser, sondern in bisher allen Runden liefern sie konsequent gute Flüge. So arbeiten sie sich in ihrer Landesklasse an die Spitze und in der Quali-Liga auf Rang 7.

Kein einfacher Einstieg für die Berliner
Richtig früh ging es nicht los. Der erste Starter meldet einen Hauch von Thermik und der Ventus muss nochmal Turbothermik ergänzen. Robin Förster steht noch am Boden und plant ein schönes 600er mit dem Ergebnis, dass ihn seine Vereinskameraden belächeln: “Sieht gut aus - auf der Karte.“ Erst kurz vor 13 Uhr kam er nach einem Absaufer -er war schlicht zu schwer- in die Luft. Nach Adam Riese hieß das für ihn einen sportlichen 100er Schnitt. Der erste Schenkel verlief zudem auch nur mäßig.
Teamwork gibt Aufwind
Im Team mit Funkkontakt konnte man sich unterstützen. Nach der ersten Wende findet Horst eine hervorragende Linie, der sie eine Weile folgen können. Sie endet jedoch im Blauen. Trotzdem findet Robin immer bessere Steigwerte, kann seinen Schnitt erhöhen und kämpft sich weiter zur zweiten Wende. Martin Toepelmann und Horst von Schaewen fliegen „als Späher“ bereits Richtung Zauberwald (Polen). Flusen-Aufreihungen und Rückenwind beflügeln über diesem Streckenabschnitt. Und so wird es vielleicht doch noch möglich die gestellte Aufgabe zu schaffen. Die Zeiger auf der Uhr schreiten unerbittlich voran. Mittlerweile ist es 18:30 Uhr. Die Bärte werden müde und Robin zu schwer. Er lässt den Wasserballast komplett ab. Am Ende schafft er sein gestecktes Ziel und fliegt gegen 20:00 Uhr am Heimatplatz ein. Er selber sagt, dass er sich ohne „die Alternative im Rücken“ nicht auf dieses Abenteuer eingelassen hätte.
Rundenwertung Quali-Liga: 1. BAEC-Mitte (BL) 296,53 Speed/50 Punkte, 2. SFG Werdenfels (BY) 281,99 Speed/49 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 275,57 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 3: 1. SFV Mannheim (BW) 111 Punkte, 2. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 92 Punkte, 3. LSV Mönchsheide (RP) 91 Punkte 

Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Robin Förster
11 Uhr am Start sieht noch nicht
einladend aus
 
Martin auf der südlichen
Route unterwegs
Robins Endanflug gegen 20 Uhr
 
 

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