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Tuesday, 07. July 2020 Über 1.000 Punkte mit der OLC LS 8 neo translate news

Beim Abflug liegen die Wolken noch fast in der Rhön auf.
Hinter einem abziehendem Frontensystem über Skandinavien wird eine etwas kühlere feuchte Luftmasse von Nordwest nach Deutschland geführt. Am 03.07 waren sich die Vorhersagemodelle von Topmeteo und DwD einig, dass das beste Wetterfenster um und westlich von Nürnberg liegen sollte. Geplant war, dass ich am Morgen mit dem Rückenwind über Bamberg und Bayreuth bis nach Stankov in Tschechien fliege und von dort aus dann gegen den Wind bis Hangensteinerhof, nördlich von Stuttgart fliege, mit der Option, am Abend nochmal über die Rhön zu verlängern. Am Morgen sehe ich jedoch im Satellitenbild und über aktuelle Bilder von Hannes, dass die Gegend östlich Nürnberg noch viel zu feucht ist. Der Plan wird kurzfristig geändert, sodass ich südlich Nürnberg Richtung Osten fliege.
8:45 Uhr
In der Rhön liegen die Wolken noch fast auf. Über Whatsapp bekomme ich mitgeteilt, dass Matze schon vor einer Stunde gestartet ist. Bei der Feuchte kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich ist seine Höhe zu halten. Über den Glidertracker sehe ich, dass die Basis im Süden deutlich höher sein muss als bei uns. Ich beschließe direkt zu starten und einen Schlepp über die Wolken zu machen. In 1800m klinke ich über den Tops der Wolken und gleite Richtung Süden, wo die Wolken nicht nur höher sind, sondern auch eine klare Struktur inkl. Basis haben. Bei Würzburg dann der erste Ausschlag über 0m/s bei einer Wolkenuntergrenze von 1200MSL, über Kitzingen sogar bis 1500 Meter.
11:00 Uhr
Da die Steigwerte um diese Uhrzeit natürlich noch nicht so berauschend sind, plane ich einen langen Schenkel mit Rückenwind, in der Hoffnung später unter besserer Entwicklung wieder gegen den Wind vorzufliegen. Südlich Nürnberg fliege ich einen 117er Schnitt und werde dann doch schon etwas wählerisch, was die Steigwerte angeht. Hier bewege ich mich in einem Höhenband von ca. 1000-1400MSL, was für den Bayerischen Wald natürlich zu tief ist. Deshalb nehme ich ab Regensburg das Gas etwas raus und bemühe mich, mal wieder bis an die Basis zu steigen.
12:30 Uhr
Wie vorhergesagt ist auch der Bayerische Wald sehr feucht. Die Basis dementsprechend recht niedrig und die Wolkenuntergrenze sehr ausgefranzt. Ich entscheide mich ca. 10km südöstlich von Arnbruck zu wenden. Die Optik nach dem Wenden ist jedoch alles andere als einladend, bei 7-8 Achteln zeichnen sich nur noch leicht die Strukturen ab, unter denen ich zuvor geflogenen bin. Die Taktik ist klar! Oben bleiben ist jetzt extrem wichtig, vor allem da man bei dem starken Wind keine Zeit durch Ausgraben verlieren will. Bis kurz vor den Brombachsee komme ich recht zügig voran und freue mich, dass ich schon bald wieder unter besseren Bedingungen fliegen kann.
15:45 Uhr
Die letzten 100km sind recht gut gelaufen. Zwar ist der Kurbelanteil recht gering und die Freude sehr groß, aber nun habe ich einen kleinen Durchhänger. Bei 600km mit einem 105er Schnitt erhofft man sich natürlich Steigwerte von 2+m/s, aber in der vergangenen halben Stunde bin ich immer tiefer gekommen und nicht mehr auf das erwünschte Steigen getroffen. An der Stelle wäre es vermutlich einfacher gewesen der Wolkenstraße weiter Richtung Westen zu folgen, jedoch habe ich mich für ein großes Dreieck entschieden. Dafür musste ich, nördlich in den Schwarzwald einfliegen, womit ich mir sehr schwer getan habe.
17:45 Uhr
Kurz vor Walldürn muss ich das schöne Wetter leider verlassen. Der Heimweg sieht mit sehr wenig Cumulis zwischen den Altocumulus sehr mühsam aus. Außerdem haben nicht mehr alle Wolken gezogen, da viele am Zerfallen waren. Bis Würzburg muss ich nun abgleiten, um unter kleinen Flusen erst mal in 0,5m/s zu parken. Die Spannung steigt…soll ich nun das Risiko eingehen und die nächste Wolke ausprobieren oder mich geduldig in 0,5 hochkurbeln?
Ich fliege die nächste Wolke an und sehe auf dem Butterfly einen anderen Segelflieger, der 750m über mir ebenfalls nur mit 0,5 steigt. Auf der westlichen Seite der Wolke bilde ich mir jedoch ein, eine Entwicklung zu sehen und treffe dort 2m/s.
Mit +500 Meter auf Hammelburg fliege ich in Richtung Ausklinkpunkt, um das bislang 720km Dreieck zu schließen. Es fehlt aber nicht mehr viel, um auf ein 800er Dreieck zu kommen. Ich fliege also weiter Richtung Norden aber treffe leider nicht mehr auf Steigen. 12km Nördlich vom Platz drehe ich um und bräuchte jetzt nur noch einen Bart um das Dreieck erneut zu schließen. Am Patz in 200agl steigt es aufgrund des Hanges nochmal mit 0,5m/s. Am Ende haben dann 5km und 200 Höhenmeter zum erneuten Schließen des 800km Dreiecks gefehlt.
Fazit:
Der Rückenwindschenkel am Morgen war sinnvoll, jedoch bin ich etwas zu weit geflogen und somit fast aus dem Wetterfenster gefallen. Der Abstecher in den Schwarzwald war zwar sehr mühsam, aber hat sich für die große Dreiecksstrecke gelohnt. Ideal wäre gewesen, wenn ich am Abend nochmal die Rhön auf der Luv-Seite abgeflogen wäre, um das Dreieck auf über 800-850km zu strecken. Leider war dies aufgrund der Abschirmung nicht mehr möglich. Ich denke aber, bis dahin war es trotzdem ein toller Flug.
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Im Bayerischen Wald kurz vor
der Wende ist mir die Basis
etwas zu tief.
Auf dem Heimweg aus dem
Schwarzwald fliege ich an den
tollen Linien, die in Ost-West
Ausrichtung verliefen, vorbei.
Ab Walldürn habe ich nur noch
wenig Optionen. Die Altocumulus-
Bewölkung hat hier deutlich die
Energie rausgenommen.
 

Tuesday, 07. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 04./05.7. (Runde 6) translate news

Mit der Runde 6 ist nun fast schon die Liga-Halbzeit erreicht. Auch wenn wir gerade das erste Juli-Wochenende haben, stellt sich (mal wieder) die Frage: Was ist schneller: Thermik oder Hang?
Samstag:
Zweifelsfrei war Samstag "der" Tag des Wochenendes, denn das Wolkenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt einen sehr gut entwickelten Süden, während von Nordwesten bereits das Gewölk einer Warmfront aufzog, die sich zügig nach Osten und etwas langsamer nach Süden ausbreitete. Überhaupt kam die Strömung auf der Südseite eines ausgedehnten Trogsystems für die Hänge des Wiehengebirges von der Richtung her zwar nicht ganz optimal, machte das aber durch Stärke wieder wett. Die Front selber war zwar über mehrere Schichten recht massiv, brachte aber - abgesehen vom Morgen - kaum Niederschlag. Auch über dem offenen Süden, über dem sich in der thermisch sehr guten Luftmasse, wurde der Wind im Tagesverlauf etwas stärker, sorgte aber eher für Reihungen als dass er störend wirkte. Man musste aber auch im Süden mit ersten störenden Feuchtefeldern kalkulieren, die im Vorfeld nach Südosten drifteten,
Bleibt die eingangs gestelle Frage, ob nun der Hang im Nordwesten oder die Thermik im Süden die besseren Liga-Bedingungen gebracht hat, dazu gleich mehr ...
Sonntag:
Der Blick auf das Satellitenbild von Sonntag (ebenfalls wie gewohnt von 12 UTC / 14 MESZ) ist schnell besprochen: Die Reste der Front vom Vortag waren etwas weiter nach Süden vorangekommen, konnten den Bereich südlich der Donau aber kaum noch erreichen und liefen hier in die trockene Warmluft ein. Von Nordwesten war aber bereits die nächste Front - diesmal eine Kaltfront - unterwegs, die zum Zeitpunkt des Bildes massiv zwischen Rheinsland und Ostsee lag. Auch hier war relativ wenig Niederschlag im Spiel, dafür hatte überall der Wind im Vergleich zum Vortag zugelegt, die Reihungen in Richtung Nordsee zeigen das an. Da der Wind weiter eine starke Westtendenz hatte, nun aber auch im Süden stärker geworden war, konnte man auch die Hänge der Bergstrasse nutzen, wie man auf den Flugspuren sehen kann. Am Ende - soviel sei vorweggenommen - war das nicht mehr in der Liga(spitzengruppe) entscheidend.
Wer hat was draus gemacht?
Schon vor dem Wochenende war relativ klar, dass der Samstag der bessere der beiden Tage werden würde. Das hatten offenbar gleich eine Reihe von Teams auf dem Zettel, denn die geplante Verlegung der Startpunkte an die Hänge des Wiehengebirges lässt sich aus den Wertungslisten eindeutig erkennen.
Bevor es an die Liga geht, noch ein kurzer ausflug auf die große Strecke des OLC-Plus: Was der Samstag mit der Mischung aus Luftmasse und Wind hier möglich machte, zeigten Michael Sommer und Phillip Keller. Von Oberhinkofen bzw. Straubing aus folgten sie zuerst dem Bayerischen Wald nach Süden, um dann nach Nordosten in den Rückenwind zu drehen und die langgestreckten Reihungen bis an die Ostsudeten zu folgen. Während Phillip knapp südlich der Glatzer Schneeberge drehte, machte Michael einen Dreiländerflug daraus und flog noch ein gutes Stück weiter und drehte erst in Polen um. Für beide ging es auf fast dem gleichen Weg zurück. Durch die spätere Wende konnte Michael den Tag gute 1,5h länger nutzen und kam am Ende auf 1015km, Phillip auf 820km. 4 Länder in einem Flug schaffte sogar Mattias Schunk,- aber für seine Verhältnisse liegen D-A-CH und Italien ja auch jeweils gleich nebenan. 932km auf denen er dann doch auch in für ihn weniger bekannte Gegenden kam, um dort auf Bekannte aus dem Rheinland zu treffen
Aber zurück zur Liga. Wie gesagt - die Sache war am Samstag im Wesentlichen schon durch. Im Vergleich der abendlichen Zwischenwertung und der Endabrechung der Liga 1 muss man bis hinunter ins letzte Drittel, um zumindest signifikante Platzverschiebungen zu erkennen. Zwei Sachen fallen mir dabei aber auf: Ja, der Hang hat es am Ende gebracht und der LSV Gifhorn (360,84 Punkte) deklassiert die Konkurrenz förmich und gewinnt diese Runde mit einem Vorsprung von über 30 Speed-Punkten. Signifikant, denn gerade in den vorhergehenden Runden liess sich der Abstand der Top-Teams ja fast nur mit der Mikrometerschraube messen. Und zweitens - mit einem deutlich größeren Vorsprung, als die Rennen am Hang vom Erwartungswert her ausgehen wo sonst die Abstände deutlich geringer ausfallen. Woran lag es? Verglichen mit dem Drittplatzierten Rinteln (326,84 Punkte) fällt zumindest die unterschiediche Startzeit auf: Während Rinteln das Rennen gegen 13.00 startetete, hoben die Gifhorner eine gute Stunde später ab. Mal unabhängig davon, wie sich der Flug an den Hängen ligatechnisch selbst unter Ausnutzung der letzten Ecken am besten optmieren lässt -, der Blick in die Ortsvorhersage zeigt ab ca. 14.00 ein leichtes Rückdrehen des Windes. Ob es daran lag und Gifhorn einfach die besseren Windbedingungen erwischte, ist aber von meiner Seite aus erstmal rein spekulativ! Der Vorsprung ist letztendlich auch ein Resultat einer guten Mannschaftsleistung von Dennis Polej, Lars Trampe und Nico Klingspohn, die ihren Flug gemeinsam durchführen und deren Differenz in den Speedpunkten im wesentlichen indexbedingt ist.
Dass es aber auch schnell unter den Wolken im Süden ging, zeigen nicht nur die guten Teamergebnisse aus Schwäbisch Gmünd. Während Lars Linkner und Kai Kunze nahezu klassisch über der Alb unterwegs waren und ihre Ligaflüge erst begannen, nachdem sie ein gutes Stück gegen den Wind vorgeflogen waren, flog Freddy Hein ein Jojo etwas nördlich der Alb und dabei bis an die Oberpfalz heran. Kurz vorher war noch ein erster Feuchteschwall nach Südosten durchgezogen, hinter dem sich dann wieder eine breitere Lücke mit guten Reihungen auftat. In der Summe erreichen sie damit 328 Speedpunkte und können damit Rinteln mit weniger als 2 Punkten Abstand auf Rundenplatz 3 verdrängen.
Schnellster in Liga 2 (und Schnellster, was den absoluten Schnitt über alle Ligen hinweg angeht) war Johannes Bick vom LSV Hofgeismar. Die Hessen hatten ihren Starpunkt vom heimischen Dingel nach Bisperode verlegt und hatten von dort Zugriff auf die Hänge. Am Samstag noch auf Rang 6 konnten Christoph Danders & Tim Wroblewski am Sonntag noch nachlegen und sich insgesamt auf Rang 3 verbessern. Es reichte aber nicht, um die führenden Schwäbisch Hall und Bückeburg-Weinberg noch abzufangen. Auch hier war am Ende der Vorsprung am Hang mehr als deutlich: Die 334 Punkte von Bückeburg hätten auch im Oberhaus für einen Spitzenplatz gereicht.
Die Liga 2 ist in der Spitzengruppe weiter nahe beieinander: Hofgeismar (81 Punkte) kann durch das gute Ergebnis in dieser Runde auf den Spitzenplatz vorrücken und verdrängt Blaubeuren (77 Punkte). Eisenhüttenstadt (65 Punkte) macht einen Sprung nach vorne und liegt nun auf Rang 3. Und auch im Oberhaus gibt es leichte Veränderungen im Tabellenbild: Gifhorn zieht durch den Rundensieg punktgleich mit der FG Wolf Hirth, liegt aber durch die höhere Gesamtspeed nun auf Rang 3 (jeweils 70 Punkte). Oerlinghausen (78 Punkte), in dieser Runde 6., kann Rang 2 vereteidigen. Während die Ostwestfalen mit 8 Punkten Differenz weiter den heissen Atem der Verfolger spüren, setzt sich Rinteln an der Spitze (97 Punkte) weiter ab.
Für das kommende Wochenende sehen die ersten Prognosen schonmal vielversprechend aus. Und soviel scheint sicher: Der Hang wird in Runde 7 keine Option sein.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland

 


Tuesday, 07. July 2020 U25: Mit der OLC LS 8 neo auf Aufholjagd translate news

Der Samstag galt Deutschlandweit als der bessere Tag dieses Wochenendes. Kein Wunder, dass es Leon Bohnenkamp aus Örlinghausen an die Porta zog. Der Lebhafte Westwind stellte gute Ligapunkte in Aussicht. Auf einem Cirrus brachte er einen Ligaflug mit über 100,96 Punkten ein. Der zweite U 25 Ligaflug für die Örlinghausener kam aus dem 400 km entfernten Beilngries, wo Lukas Brune es mit einer ASW 20 entlang des Bayerischen Waldes bis beinahe Tschechien auf einen 93,52 Punkteflug brachte. Diese beiden unterschiedlichen Flüge reichten für einen erneuten Rundensieg und zur Verteidigung der Tabellenspitze.

Bei der FSV Bad Wörishofen hatte Eva Schröder den schnellsten Schnitt. Sie trieb ihre Ls 8 -18 bis weit hinter Regensburg mit 91,85 Punkten und zusammen mit Martin Hundegger der mit einer Kestrel auf der Schwäbischen Alb mit 78,67 Punkten unterwegs war belegten sie in dieser Runde den zweiten Platz. Der Drittplatzierte dieser Runde holte seine Punkte am Sonntag. Die Juniorpiloten des SFG Giulini flogen die Bergstrasse entlang. Alexander Meinicke kommentierte seinen Flug mit „Fun am Hang“. Das hatte er sicherlich auch, denn er flog eine ASW 19 mit 82,80 Ligapunkten. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Karol Müller der auf einer ASW 15 stolze 86,59 Punkte holte brachten sie es auf den Dritten Rundenplatz. Der smiley hinter dem Namen von Eric Schneider dürfte sich doppelt freuen, mit seinem 98,77 Flug auf der vom OLC gesponserten Rennmaschine LS 8 neo schaffte es der Hammelburger zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner (66,08) auf Rundenplatz 5 und sie schieben sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Eric hat dieses Jahr schon über 177 Stunden auf der OLC LS 8 neo und Strecken von über 900 km zurückgelegt. Auf dem Dritten Tabellplatz steht der LSV Homberg/Ohm.
 
Martin Söll
 
Christian Polizzano am Samstag
an der Bergstrasse
(Bild Alexander Meinicke).
Karol Müller in seiner ASW 15.
So geht Nachwuchsförderung:
Eric Schneider darf eine Saison
lang die bestens ausgestattete
OLC LS 8 neo fliegen.

 


Monday, 06. July 2020 FV Celle - Spaß am Hang! translate news

Am Freitag war bereits klar, dass es keine Möglichkeit  geben wird, von Celle auch nur einen Ehrenpunkt zu ergattern. Am Samstag knatterte daher Nico mit seinem Ventus cM mutig Richtung Bad Gandersheim, um sich nach einem „Tankstopp“ an Hils, Ith und das Wesergebirge zu schmeißen. Getreu dem Motto: „Alles für den Dackel, alles für den Club“, standen Abends stolze 120,76 km/h auf der Uhr. Im Tagesverlauf wurde sogleich der Duo X für die Mission am Sonntag vorbereitet und Marc Lehnen holte seine ASH 31Mi ab. Bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ergattern so Philipp Reinecke (81,53 km/h) und Marc Lehnen (51,09 km/h) die nötigen Punkte um am Ligawochenende nicht ganz leer auszugehen. Philipp berichtet von teilweise schwierigen Passagen, sodass nicht jeder Spring zwischen Ith und Süntel auf Anhieb klappte.
 
Christian Schneiders
 
Nico steuerte wieder einmal den
schnellsten Flug bei.
Foto: Christian Schneiders
Charly Lima auf der
Suche nach Punkten.
Foto: Philipp Reinecke
Die immer wieder auftretenden
Schauer erforderten eine flexible
Taktik. Foto: Philipp Reinecke
 

Friday, 03. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 03.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich das Frontensystem eines Tiefs mit Kern über Schweden von der Ostsee bis zum Niederrhein. Es verlagert sich im Tagesverlauf langsam ostwärts und beeinflusst das Wettergeschehen in der gesamten Nordhälfte Deutschlands. Mit einer westlichen Strömung wird dabei eine milde und meist stabil geschichtete Luftmasse herangeführt. Der Süden Deutschlands und der Alpenraum profitieren noch von einem Hochdruckkeil, welcher von der Biskaya nach Bayern gerichtet ist. Auch hier fließt eine stabil geschichtete, aber trockenere Warmluft ein.
Zum SONNTAG ist ein weiteres Tief von der Nordsee zum Skagerrak gezogen. Dessen Warmfront erstreckt sich am Morgen bereits von Hamburg nach Basel, wobei sie im Süden unter dem sich abschwächenden Hochdruckkeil weniger wetteraktiv ist. Diese zieht rasch weiter nach Osten. Mit ihr wird in mittleren und höheren Luftschichten eine sehr warme Luftmasse in die Mitte und den Süden Deutschlands geführt. Bodennah hält sich unter einer Inversion weiterhin eine kühlere Luftmasse. Im Norden zieht rasch die nachfolgende Kaltfront auf, welche sich bis zum Abend auf eine Linie Berlin-Aachen verlagert. Sie führt eine sehr feuchte und kühle Luftmasse mit sich. Auch auf ihrer Rückseite ist die Labilität zunächst nur sehr gering.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird nur im südöstlichen Brandenburg nutzbare, jedoch zunehmend abgeschirmte Thermik erwartet. Diese wird überwiegend mäßig mit nutzbaren Arbeitshöhen am Nachmittag von 1100-1300 m sein. Im restlichen Vorhersagebereich wird unter dichter bis geschlossener Bewölkung, aus der zeit- und gebietsweise Regen/Sprühregen fällt, keine nutzbare Thermik erwartet.
Am SONNTAG wird aufgrund von dichter Schichtquellbewölkung, aus der zeit- und gebietsweise leichter Regen/Sprühregen fällt, sowie lebhafter Winde aus W-SW mit Werten um 30 km/h keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist im Südosten noch mit geringer bis mäßiger Wolkenthermik zu rechnen. Diese wird im Tagesverlauf durch die sich verdichtende Bewölkung aber immer mehr gedämpft. Im Nordwesten ist  wegen der dichten Bewölkung keine nutzbare Thermik zu erwarten.
Am SONNTAG kommt es bei meist starker Bewölkung und lebhaftem Südwestwind kaum zu nutzbarer Thermik. Lediglich am späteren Nachmittag ergeben sich im Südwesten Chancen auf kurzzeitige geringe Thermikentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik mit Arbeitshöhen bis FL080 am Nachmittag.
Am SONNTAG voraussichtlich meist dichte abschirmende SC-Bewölkung und meist keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Monday, 29. June 2020 AC Pirna feiert Rundensieg translate news

Was für eine furiose Rückmeldung in das Ligageschehen durch den AC Pirna! Da es der Wettergott in den vergangenen Runden nicht sehr gut für den Stadtverein an der Elbe meinte, gingen wir mit lediglich 2 Punkten in die 5. Runde der diesjährigen Saison. Doch schon im Vorfeld des Wochenendes war klar, dass diesmal ein paar mehr Punkte drin sind. Die thermischen Bedingungen in Sachsen und Brandenburg sollten zumindest bis zum Einsetzen der Gewittertätigkeit im Vergleich zum restlichen Deutschland recht gut sein.
So machten sich am Samstag unter anderem das JS1 Duo Uwe Augustin und Kai Glatter startklar. Mit dabei Franco Fritzsch auf Ventus cT und Benny Schüch mit der LS8. Die schnellen Ligaschenkel waren in Richtung der Niederlausitzer Heiden und Polen schnell absolviert, wenn auch jeder ein wenig anders die Wenden setzte. Auch der Heimweg nach Pirna und damit in den Zielkreis gelang kurz vor Eintreffen der doch recht aktiven Gewitterzellen. Kai konnte mit 103,19 den schnellsten Flug einreichen, dicht gefolgt von Franco mit 103,03 Speedpunkten und Benny mit 99,93 Speedpunkten. Nach dem Abrüsten der Flieger im Regen bei zuckenden Blitzen über Dresden war die Freude über den zwischenzeitlichen Rundenplatz 1 sehr groß. Thomas Melde versuchte am Sonntag das Ergebnis nochmal zu verbessern. Da sich das Wetter aber an die Prognosen hielt, kamen von Pirna aus (wie auch größtenteils in Deutschland) keine schnelleren Flüge mehr in die Wertung. Der AC Pirna freut sich über den Rundensieg und ist nun endlich in der Saison 2020 angekommen.
 
Text und Fotos: B. Schüch
 
Schöne Optik in Südbrandenburg,
wenn auch das Steigen nicht
immer zuverlässig war.
Reihungen entlang des Südwestwindes.
Abkühlung von oben beim Abrüsten.

 


Monday, 29. June 2020 FV Celle: 100 km gehen immer translate news

Die Prognose für das Segelflugwetter am Wochenende war nach der guten Optik in der Woche eher niederschmetternd. Dennoch konnten sich einige FV Celle Piloten motivieren, kleine Strecken bei schwülen Temperaturen auf sich zu nehmen – getreu dem Motto von Michael Schönenberg (AM): „100km gehen immer“, verteilten sich 5 Protagonisten Richtung Westen, Osten und Norden.
 Philipp Reinecke auf dem Discus 2c FES flog als Erster ab und entschied sich für Flugrichtung Ost – dem guten Wetter entgegen. Er nutzte eine größere Lücke mit Sonneneinstrahlung und versuchte im blauen die etwa 30 Kilometer entfernten Kumulanten zu erreichen. Michael Schönenberg (DG 300 WL) und Christian Schneiders (ASW 28) benötigen zwei Ehrenrunden, bis die Heidethermik sich gnädig zeigte. Die Steigwerte im Westen gingen kaum über 1 m/s während es im Osten etwas flotter voran ging. Wie es geht zeigten uns die Gifhorner Fliegerfreunde, die trotz Gewitterlage sportlich nach NO flogen. 
Philipp war zu diesem Zeitpunkt bereits mit Elektromotor auf dem Rückweg: Das „Uelzener Thermikloch“ hatte wieder einmal zugeschlagen. Noch im Rennen waren Sebastian Felstermann mit Fluglehrer Carsten Bischoff auf DG 500T zur anspruchsvollen Überlandflugeinweisung, die den dritten Wertungsflug für die FV Celle beisteuerten. 
Zum Schluss musste es schnell gehen. Eine kräftig wachsende Gewitterzelle zog direkt auf unseren Platz zu und beendete den Spaß vorzeitig.
 
Text: Christian Schneiders, Philipp Reinecke
Fotos: Christian Schneiders
 
Kein Wetter für hohe Geschwindigkeiten
Schlechte Vorboten. Die Gewitterzelle
zieht genau Richtung Platz.
Deckel zu – keine 60 Minuten später
erreicht die Böenwalze den Flugplatz Celle
 
 
 

Friday, 26. June 2020 Vorhergesagter Hammertag endet früher und langsamer als gedacht translate news

Ausgehend von einem Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee fließt aus Nordost trockene Kontinentalluft ein. Diese Wetterlage sollte laut den Vorhersagemodellen von Topmeteo und DWD für einen Hammertag sorgen. Vor allem großflächig im Bereich um Nürnberg wurden von beiden Modellen die besten Bedingungen vorhergesagt.
Am Abend zuvor haben wir uns Gedanken gemacht, wie man am besten um Nürnberg fliegen kann, ohne am Abend Gefahr zu laufen, auf dem letzten Schenkel zu verhungern. Aufgrund der extrem guten Vorhersagen haben wir ein Dreieck um Nürnberg und Stuttgart nicht ausgeschlossen. Mit einem frühen Start über die Rhön, im Anschluss die Rennstrecke bis kurz vor den Bayerischen Wald, danach über die gut entwickelte Alb und am Schluss nochmal durch den Kraichgau in den Odenwald kämpfen. Soweit der Plan…
8:45 Uhr
In der Rhön sind erste Flusen zu sehen. Für den perfekten Start im Teamflug werden Tobias Pachowsky und ich von zwei Schleppmaschinen gleichzeitig geschleppt. Punkt halb 10 klinken wir in 1600MSL und gleiten die ersten Wolken ab. Zu diesem Zeitpunkt stand schon eine schöne Linie auf der westlichen Seite der Rhön bis in Verlängerung des Thüringer Waldes. Leider konnten wir diese Linie nicht nutzen, da sie direkt durch das EDR 134 führte.
Mit einem 60er Schnitt fliegen wir die erste Stunde Richtung Nordosten und folgen nach der Wende den Wolken etwas vorgelagert zum Thüringer Wald. Zwischen Grafenwöhr und Nürnberg ziehen wir den ersten Bart über 2,5m/s und haben das Gefühl, dass es ab hier besser vorangeht.
12:45 Uhr
Mit der Wende über Regensburg liegt nun der beste Schenkel vor uns. Gemeinsam fliegen wir einen Stundenschnitt von über 120km/h und unser anfangs niedriger Schnitt krabbelt immer mehr aus dem Keller. Die Linien und das durchschnittliche Steigen sind hier deutlich besser als zuvor.
15:00 Uhr
Nach ca. 550km werfen wir einen Blick aufs Satellitenbild, welches leider keine guten Neuigkeiten mit sich bringt. Nördlich der Schwäbischen Alb fängt es an, stark abzutrocknen. Obwohl wir bis dahin den Gesamtschnitt auf 100km/h verbessern konnten, schien es unmöglich noch um Stuttgart zu fliegen. Bei Albstadt wenden wir und setzen unser nächstes Ziel auf Hammelburg. Mühsam kämpfen wir uns bei schwachen Bedingungen gegen den Wind voran.
18:10 Uhr
Die vergangenen zwei Stunden haben wir mit einem 60er Schnitt im Blauen mit teilweise sehr kurzlebigen Dunstkappen verbracht. Über die Steigerwald-Kante haben wir uns nun bis nach Schweinfurt gekämpft. Direkt neben der Stadt kurbeln wir nochmal 0,6m/s für den sicheren Endanflug auf Hammelburg, jedoch müssen wir noch das Dreieck schließen. Am Saaletal treffen wir noch einmal 0,5m/s und können somit das Dreieck schließen.
Fazit
Früher Starten wäre wohl kaum möglich gewesen. Selbst wenn wir die Linie an der Rhön geflogen wären, hätten wir uns später auf der Schwäbischen Alb für ein riesiges Dreieck um Stuttgart oder für den direkten Weg nach Hause entscheiden müssen. Ich bin mir sicher, dass das Umdrehen die richtige Entscheidung war. Eine halbe Stunde später und wir hätten es vielleicht schon nicht mehr geschafft.
 
Hier geht es zum Flug.
 
Eric Schneider
 
Im engen Teamflug ...
... Richtung Regensburg.
Die letzten Wolken auf dem Rückweg
von der Schwäbischen Alb.

 


Friday, 26. June 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 26.06.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt Deutschland in einer südwestlichen Strömung, wobei im Südwesten und Westen des Landes sehr labil geschichtete Warmluft wetterbestimmend ist. Im äußersten Nordosten sorgt ein Höhentief über Polen ebenfalls für Labilität, dazwischen ist in einem breiten Streifen von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen zunächst meist recht trockene Luft wetterbestimmend. In der zweiten Tageshälfte weitet sich jedoch die hochreichend labile und feuchte Warmluft über die Mitte Deutschlands hinweg bis in den Nordosten aus. Zum Spätnachmittag/Abend gibt es im äußersten Westen des Bereichs Stabilisierungstendenzen.
Am SONNTAGmorgen hat die labile Warmluft den Nordosten bereits wieder verlassen, nur über Bayern und dem Süden Baden-Württembergs bleibt die Labilität ganztags erhalten. Im Nordwesten zieht am Morgen bereits eine schwache Kaltfront auf, diese verlagert sich langsam
südostwärts und erreicht gegen Abend eine Linie Ostsee - Harz - Pfälzerwald und intensiviert sich in der zweiten Tageshälfte in der Westhälfte des Landes. Hinter der Kaltfront sorgt die einfließende kühlere Luft von Niedersachsen bis zur Ostsee für eine Labilisierung im unteren und mittleren Niveau.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG von Südwesten her Fronteinfluss samt Abschirmung/Überentwicklungen und zu schweren Gewittern samt Begleiterscheinungen neigende Bedingungen. Am ehesten im Osten des Bereichs noch längere Zeit gute nutzbare Wolkenthermik.
Am SONNTAG zeitweise abschirmende Bewölkung und/oder Überentwicklungen. Dazwischen strichweise mäßige und zerrissene CU-Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG teils mäßige Wolkenthermik, aber häufig durch Abschirmung und Überentwicklungen gestört und/oder zerrissen.
Am SONNTAG kann sich im Osten nur kurzzeitig mäßige Wolkenthermik entwickeln, ehe diese abgeschirmt wird. Ebenso lokal durch Überentwicklungen eingeschränkt.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG meist nur geringe bis mäßige Wolkenthermik, ab Mittag von Schwaben regional durch Überentwicklungen und Ausbreitungen gestört.
Am SONNTAGvormittag vor allem Richtung Südosten noch mäßige Wolkenthermik. Im Tagesverlauf von Schwaben her durch Überentwicklungen und Ausbreitungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 24. June 2020 LSG Fallersleben: Schöne Ausflüge mit guter Ligawertung translate news

Nach der überlandfluguntauglichen Vorrunde erfreute die Runde 4 in Ummern mit zwei fliegbaren Tagen. Am Samstag machten sich gleich sieben Streckenflieger auf den Weg in die Lüneburger Heide. Die größte Strecke (fast 600km) und die beste Geschwindigkeit (105 Pkte) erreichten dabei Helge und Franz Liebertz in der ASH25e, obwohl es kaum über 1000m ging. Auch Kathrin Busse (ASW19), Peter Meurers (LS1f), Arnie Weber (DG400), Roman Langer (Twin III SL) und Benno Beesten (Nimbus 4M) brachten wertbare Flüge nach Hause. Bei Timo Kämpf (ASW15) verhinderte ein Loggerausfall > 60sec die zweitbeste Tagesspeed der LSG.
Die fast deutschlandweit gute Wetterprognose für den Sonntag ließ schnell erahnen, dass für eine gute Rundenplatzierung am Sonntag nachgelegt werden musste. Dumm war, dass dafür mit Bernd Meindermann (Pferdetritt) und Benno Beesten (Infekt) zwei Protagonisten kurzfristig ausfielen. Immerhin konnte Familie Liebertz (mit getauschter Verantwortlichkeit) einen Ausflug zu den Ostseebädern zwischen Lübeck und Kiel für einen weiteren guten Flug nutzen (92 Pkte). Den schnellsten Streifen legten sie dabei über die Lüneburger Heide bis kurz vor Tarmstedt. Streckenmäßig toppten sie dabei mit 633km das Vortagsergebnis. Franz war sichtlich begeistert. Und nach Schleswig-Holstein fliegen wir von Ummern im Segelflug auch nicht wirklich oft. Mit Arnie Weber, Roman Langer und Antje Philipp (ASW15) waren am Sonntag weitere LSG-Streckenflieger unterwegs. Während Arnie eine Speedverbesserung verpasste, ist diese Roman einsitzig im Twin gelungen. Mit seinen 79 Speedpunkten kam die LSG auf Rundenplatz 6 und Roman freute sich zudem über seinen ersten 300km-Flug in diesem Jahr.
 
Benno Beesten
 
Helge und Franz Liebertz
bei Startvorbereitungen.
Phasenweise ging es gut
geradeaus voran.
Und noch kurz am Arbeitsplatz
vorbeigeschaut: alles im Lot.

 

Wednesday, 24. June 2020 4. Runde der Quali-Liga: SFV Mannheim hält die Spitze translate news

Während der Samstag doch in weiten Teilen Deutschlands wenig fliegerische Möglichkeiten bot, wurden nach zwei doch spärlicheren Runden am Sonntag ordentlich Punkte geschrieben. Das hat die Liga-Wertung richtig belebt. Der SFV Mannheim und der FSV Neustadt/Weinstraße erlangen zwar nicht den Rundensieg, können aber ihre Spitzenpositionen verteidigen.
Durchstarter-Rezept des SFV Mannheims
Die Mannheimer starten in dieser Saison wieder durch. Nachdem sie aus der Segelflug-Bundesliga über die Zweite Bundesliga in die Quali-Liga abgestiegen sind, scheint die Durststrecke nunmehr vorüber. Der Winter wurde genutzt, um sich mit Streckenflugseminaren im Verein fit zu halten beziehungsweise fit zu machen. Zudem gibt es mittlerweile gibt eine gute Mischung aus alten Hasen und Nachwuchspiloten. Die Youngstars werden hier super an den sportlichen Segelflug herangeführt. So wird auch an diesem Sonntag ein Streckenflug-Aspirant durch Michael Petzold eingewiesen – natürlich wird dieser gleich für die ein „paar“ Ligapunkte genutzt.
Später Start bringt ordentlich Punkte
Zu ihrem Glück müssen sie mit ihrem Start lange warten und können erst gegen 14 Uhr auf die Piste. Warum zum Glück? Der Odenwald war zu diesem Zeitpunkt schon voll entwickelt und die Basis bot komfortable 1.700 Meter. Also eine perfekte Spielwiese für flächiges Fliegen, aber auch für Speed. Ausschließlich einfach kann man den Flug allerdings auch nicht nennen. Das Ziel Schwäbisch Hall blieb eine Vision, denn die Odenwaldquerung war ihnen nicht gut gesinnt. Bis dato schöne Quellung verwandelten sich mehr und mehr in „Flatschen“ und Abschattungen. Also entschieden sie sich um und legten die Ligaschenkel in Windrichtung über den Odenwald. „Gute Wolkenreihungen und Steigen von deutlich über 2 Metern machten so richtig Spaß“, erzählt Michael. Auf dem letzten Schenkel glitten sie nur so dahin. Kreisen? Überflüssig (fast) – selbst mit einer ASK 21. Das Ergebnis ist ein motivierter junger bald Liga-Pilot und der punktbeste Flug des Teams.
Neustadt an der Weinstraße holt auf
Auch die Neustädter nutzen diese Runde. Unter anderem fliegen Frank Schwerdtfeger, Marc Schick und Steffen Schmidt im Dreierteam nicht nur ordentlich Punkte für die Liga, sondern auch für die OLC Plus– Wertung ein. Auch wenn sie ebenfalls nicht die Runde abräumen, macht das Team ein paar Punkte auf die Mannheimer gut. Es rücken aber weitere starke Teams auf, so dass die Spannung in den kommenden Wochen erhalten bleibt.
Rundenwertung Quali-Liga: 1. LSC Bayer Leverkusen (NW) 282,74 Speed/50 Punkte, 2. Airbus Segelfluggemeinschaft Bremen (HB) 276,57 Speed/49 Punkte, 3.LSG Erbslöh Langenfeld (NW) 275,57 Speed/48 Punkte
Tabellenstand Quali-Liga nach Runde 4: 1. SFV Mannheim (BW) 143 Punkte, 2. FSV Neustadt/Weinstr (RP) 130 Punkte, 3. FG Wuppertal Radevormwald (NW) 123 Punkte 
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
 
Michael Petzold weist Dirk Drews ein und holt den schnellsten Flug für Mannheim.
 
Frank Schwerdtfegers (im Team Marc Schick und Steffen Schmidt ) Route
Im hohen Norden fliegt Malte Deyerling den schnellsten Flug in der Quali-Liga.
 

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