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Tuesday, 07. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 04./05.7. (Runde 6) translate news

Mit der Runde 6 ist nun fast schon die Liga-Halbzeit erreicht. Auch wenn wir gerade das erste Juli-Wochenende haben, stellt sich (mal wieder) die Frage: Was ist schneller: Thermik oder Hang?
Samstag:
Zweifelsfrei war Samstag "der" Tag des Wochenendes, denn das Wolkenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt einen sehr gut entwickelten Süden, während von Nordwesten bereits das Gewölk einer Warmfront aufzog, die sich zügig nach Osten und etwas langsamer nach Süden ausbreitete. Überhaupt kam die Strömung auf der Südseite eines ausgedehnten Trogsystems für die Hänge des Wiehengebirges von der Richtung her zwar nicht ganz optimal, machte das aber durch Stärke wieder wett. Die Front selber war zwar über mehrere Schichten recht massiv, brachte aber - abgesehen vom Morgen - kaum Niederschlag. Auch über dem offenen Süden, über dem sich in der thermisch sehr guten Luftmasse, wurde der Wind im Tagesverlauf etwas stärker, sorgte aber eher für Reihungen als dass er störend wirkte. Man musste aber auch im Süden mit ersten störenden Feuchtefeldern kalkulieren, die im Vorfeld nach Südosten drifteten,
Bleibt die eingangs gestelle Frage, ob nun der Hang im Nordwesten oder die Thermik im Süden die besseren Liga-Bedingungen gebracht hat, dazu gleich mehr ...
Sonntag:
Der Blick auf das Satellitenbild von Sonntag (ebenfalls wie gewohnt von 12 UTC / 14 MESZ) ist schnell besprochen: Die Reste der Front vom Vortag waren etwas weiter nach Süden vorangekommen, konnten den Bereich südlich der Donau aber kaum noch erreichen und liefen hier in die trockene Warmluft ein. Von Nordwesten war aber bereits die nächste Front - diesmal eine Kaltfront - unterwegs, die zum Zeitpunkt des Bildes massiv zwischen Rheinsland und Ostsee lag. Auch hier war relativ wenig Niederschlag im Spiel, dafür hatte überall der Wind im Vergleich zum Vortag zugelegt, die Reihungen in Richtung Nordsee zeigen das an. Da der Wind weiter eine starke Westtendenz hatte, nun aber auch im Süden stärker geworden war, konnte man auch die Hänge der Bergstrasse nutzen, wie man auf den Flugspuren sehen kann. Am Ende - soviel sei vorweggenommen - war das nicht mehr in der Liga(spitzengruppe) entscheidend.
Wer hat was draus gemacht?
Schon vor dem Wochenende war relativ klar, dass der Samstag der bessere der beiden Tage werden würde. Das hatten offenbar gleich eine Reihe von Teams auf dem Zettel, denn die geplante Verlegung der Startpunkte an die Hänge des Wiehengebirges lässt sich aus den Wertungslisten eindeutig erkennen.
Bevor es an die Liga geht, noch ein kurzer ausflug auf die große Strecke des OLC-Plus: Was der Samstag mit der Mischung aus Luftmasse und Wind hier möglich machte, zeigten Michael Sommer und Phillip Keller. Von Oberhinkofen bzw. Straubing aus folgten sie zuerst dem Bayerischen Wald nach Süden, um dann nach Nordosten in den Rückenwind zu drehen und die langgestreckten Reihungen bis an die Ostsudeten zu folgen. Während Phillip knapp südlich der Glatzer Schneeberge drehte, machte Michael einen Dreiländerflug daraus und flog noch ein gutes Stück weiter und drehte erst in Polen um. Für beide ging es auf fast dem gleichen Weg zurück. Durch die spätere Wende konnte Michael den Tag gute 1,5h länger nutzen und kam am Ende auf 1015km, Phillip auf 820km. 4 Länder in einem Flug schaffte sogar Mattias Schunk,- aber für seine Verhältnisse liegen D-A-CH und Italien ja auch jeweils gleich nebenan. 932km auf denen er dann doch auch in für ihn weniger bekannte Gegenden kam, um dort auf Bekannte aus dem Rheinland zu treffen
Aber zurück zur Liga. Wie gesagt - die Sache war am Samstag im Wesentlichen schon durch. Im Vergleich der abendlichen Zwischenwertung und der Endabrechung der Liga 1 muss man bis hinunter ins letzte Drittel, um zumindest signifikante Platzverschiebungen zu erkennen. Zwei Sachen fallen mir dabei aber auf: Ja, der Hang hat es am Ende gebracht und der LSV Gifhorn (360,84 Punkte) deklassiert die Konkurrenz förmich und gewinnt diese Runde mit einem Vorsprung von über 30 Speed-Punkten. Signifikant, denn gerade in den vorhergehenden Runden liess sich der Abstand der Top-Teams ja fast nur mit der Mikrometerschraube messen. Und zweitens - mit einem deutlich größeren Vorsprung, als die Rennen am Hang vom Erwartungswert her ausgehen wo sonst die Abstände deutlich geringer ausfallen. Woran lag es? Verglichen mit dem Drittplatzierten Rinteln (326,84 Punkte) fällt zumindest die unterschiediche Startzeit auf: Während Rinteln das Rennen gegen 13.00 startetete, hoben die Gifhorner eine gute Stunde später ab. Mal unabhängig davon, wie sich der Flug an den Hängen ligatechnisch selbst unter Ausnutzung der letzten Ecken am besten optmieren lässt -, der Blick in die Ortsvorhersage zeigt ab ca. 14.00 ein leichtes Rückdrehen des Windes. Ob es daran lag und Gifhorn einfach die besseren Windbedingungen erwischte, ist aber von meiner Seite aus erstmal rein spekulativ! Der Vorsprung ist letztendlich auch ein Resultat einer guten Mannschaftsleistung von Dennis Polej, Lars Trampe und Nico Klingspohn, die ihren Flug gemeinsam durchführen und deren Differenz in den Speedpunkten im wesentlichen indexbedingt ist.
Dass es aber auch schnell unter den Wolken im Süden ging, zeigen nicht nur die guten Teamergebnisse aus Schwäbisch Gmünd. Während Lars Linkner und Kai Kunze nahezu klassisch über der Alb unterwegs waren und ihre Ligaflüge erst begannen, nachdem sie ein gutes Stück gegen den Wind vorgeflogen waren, flog Freddy Hein ein Jojo etwas nördlich der Alb und dabei bis an die Oberpfalz heran. Kurz vorher war noch ein erster Feuchteschwall nach Südosten durchgezogen, hinter dem sich dann wieder eine breitere Lücke mit guten Reihungen auftat. In der Summe erreichen sie damit 328 Speedpunkte und können damit Rinteln mit weniger als 2 Punkten Abstand auf Rundenplatz 3 verdrängen.
Schnellster in Liga 2 (und Schnellster, was den absoluten Schnitt über alle Ligen hinweg angeht) war Johannes Bick vom LSV Hofgeismar. Die Hessen hatten ihren Starpunkt vom heimischen Dingel nach Bisperode verlegt und hatten von dort Zugriff auf die Hänge. Am Samstag noch auf Rang 6 konnten Christoph Danders & Tim Wroblewski am Sonntag noch nachlegen und sich insgesamt auf Rang 3 verbessern. Es reichte aber nicht, um die führenden Schwäbisch Hall und Bückeburg-Weinberg noch abzufangen. Auch hier war am Ende der Vorsprung am Hang mehr als deutlich: Die 334 Punkte von Bückeburg hätten auch im Oberhaus für einen Spitzenplatz gereicht.
Die Liga 2 ist in der Spitzengruppe weiter nahe beieinander: Hofgeismar (81 Punkte) kann durch das gute Ergebnis in dieser Runde auf den Spitzenplatz vorrücken und verdrängt Blaubeuren (77 Punkte). Eisenhüttenstadt (65 Punkte) macht einen Sprung nach vorne und liegt nun auf Rang 3. Und auch im Oberhaus gibt es leichte Veränderungen im Tabellenbild: Gifhorn zieht durch den Rundensieg punktgleich mit der FG Wolf Hirth, liegt aber durch die höhere Gesamtspeed nun auf Rang 3 (jeweils 70 Punkte). Oerlinghausen (78 Punkte), in dieser Runde 6., kann Rang 2 vereteidigen. Während die Ostwestfalen mit 8 Punkten Differenz weiter den heissen Atem der Verfolger spüren, setzt sich Rinteln an der Spitze (97 Punkte) weiter ab.
Für das kommende Wochenende sehen die ersten Prognosen schonmal vielversprechend aus. Und soviel scheint sicher: Der Hang wird in Runde 7 keine Option sein.
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Tuesday, 07. July 2020 U25: Mit der OLC LS 8 neo auf Aufholjagd translate news

Der Samstag galt Deutschlandweit als der bessere Tag dieses Wochenendes. Kein Wunder, dass es Leon Bohnenkamp aus Örlinghausen an die Porta zog. Der Lebhafte Westwind stellte gute Ligapunkte in Aussicht. Auf einem Cirrus brachte er einen Ligaflug mit über 100,96 Punkten ein. Der zweite U 25 Ligaflug für die Örlinghausener kam aus dem 400 km entfernten Beilngries, wo Lukas Brune es mit einer ASW 20 entlang des Bayerischen Waldes bis beinahe Tschechien auf einen 93,52 Punkteflug brachte. Diese beiden unterschiedlichen Flüge reichten für einen erneuten Rundensieg und zur Verteidigung der Tabellenspitze.

Bei der FSV Bad Wörishofen hatte Eva Schröder den schnellsten Schnitt. Sie trieb ihre Ls 8 -18 bis weit hinter Regensburg mit 91,85 Punkten und zusammen mit Martin Hundegger der mit einer Kestrel auf der Schwäbischen Alb mit 78,67 Punkten unterwegs war belegten sie in dieser Runde den zweiten Platz. Der Drittplatzierte dieser Runde holte seine Punkte am Sonntag. Die Juniorpiloten des SFG Giulini flogen die Bergstrasse entlang. Alexander Meinicke kommentierte seinen Flug mit „Fun am Hang“. Das hatte er sicherlich auch, denn er flog eine ASW 19 mit 82,80 Ligapunkten. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Karol Müller der auf einer ASW 15 stolze 86,59 Punkte holte brachten sie es auf den Dritten Rundenplatz. Der smiley hinter dem Namen von Eric Schneider dürfte sich doppelt freuen, mit seinem 98,77 Flug auf der vom OLC gesponserten Rennmaschine LS 8 neo schaffte es der Hammelburger zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner (66,08) auf Rundenplatz 5 und sie schieben sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Eric hat dieses Jahr schon über 177 Stunden auf der OLC LS 8 neo und Strecken von über 900 km zurückgelegt. Auf dem Dritten Tabellplatz steht der LSV Homberg/Ohm.
 
Martin Söll
 
Christian Polizzano am Samstag
an der Bergstrasse
(Bild Alexander Meinicke).
Karol Müller in seiner ASW 15.
So geht Nachwuchsförderung:
Eric Schneider darf eine Saison
lang die bestens ausgestattete
OLC LS 8 neo fliegen.

 


Monday, 06. July 2020 FV Celle - Spaß am Hang! translate news

Am Freitag war bereits klar, dass es keine Möglichkeit  geben wird, von Celle auch nur einen Ehrenpunkt zu ergattern. Am Samstag knatterte daher Nico mit seinem Ventus cM mutig Richtung Bad Gandersheim, um sich nach einem „Tankstopp“ an Hils, Ith und das Wesergebirge zu schmeißen. Getreu dem Motto: „Alles für den Dackel, alles für den Club“, standen Abends stolze 120,76 km/h auf der Uhr. Im Tagesverlauf wurde sogleich der Duo X für die Mission am Sonntag vorbereitet und Marc Lehnen holte seine ASH 31Mi ab. Bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ergattern so Philipp Reinecke (81,53 km/h) und Marc Lehnen (51,09 km/h) die nötigen Punkte um am Ligawochenende nicht ganz leer auszugehen. Philipp berichtet von teilweise schwierigen Passagen, sodass nicht jeder Spring zwischen Ith und Süntel auf Anhieb klappte.
 
Christian Schneiders
 
Nico steuerte wieder einmal den
schnellsten Flug bei.
Foto: Christian Schneiders
Charly Lima auf der
Suche nach Punkten.
Foto: Philipp Reinecke
Die immer wieder auftretenden
Schauer erforderten eine flexible
Taktik. Foto: Philipp Reinecke
 

Friday, 03. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 03.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich das Frontensystem eines Tiefs mit Kern über Schweden von der Ostsee bis zum Niederrhein. Es verlagert sich im Tagesverlauf langsam ostwärts und beeinflusst das Wettergeschehen in der gesamten Nordhälfte Deutschlands. Mit einer westlichen Strömung wird dabei eine milde und meist stabil geschichtete Luftmasse herangeführt. Der Süden Deutschlands und der Alpenraum profitieren noch von einem Hochdruckkeil, welcher von der Biskaya nach Bayern gerichtet ist. Auch hier fließt eine stabil geschichtete, aber trockenere Warmluft ein.
Zum SONNTAG ist ein weiteres Tief von der Nordsee zum Skagerrak gezogen. Dessen Warmfront erstreckt sich am Morgen bereits von Hamburg nach Basel, wobei sie im Süden unter dem sich abschwächenden Hochdruckkeil weniger wetteraktiv ist. Diese zieht rasch weiter nach Osten. Mit ihr wird in mittleren und höheren Luftschichten eine sehr warme Luftmasse in die Mitte und den Süden Deutschlands geführt. Bodennah hält sich unter einer Inversion weiterhin eine kühlere Luftmasse. Im Norden zieht rasch die nachfolgende Kaltfront auf, welche sich bis zum Abend auf eine Linie Berlin-Aachen verlagert. Sie führt eine sehr feuchte und kühle Luftmasse mit sich. Auch auf ihrer Rückseite ist die Labilität zunächst nur sehr gering.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird nur im südöstlichen Brandenburg nutzbare, jedoch zunehmend abgeschirmte Thermik erwartet. Diese wird überwiegend mäßig mit nutzbaren Arbeitshöhen am Nachmittag von 1100-1300 m sein. Im restlichen Vorhersagebereich wird unter dichter bis geschlossener Bewölkung, aus der zeit- und gebietsweise Regen/Sprühregen fällt, keine nutzbare Thermik erwartet.
Am SONNTAG wird aufgrund von dichter Schichtquellbewölkung, aus der zeit- und gebietsweise leichter Regen/Sprühregen fällt, sowie lebhafter Winde aus W-SW mit Werten um 30 km/h keine nutzbare Thermik erwartet.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist im Südosten noch mit geringer bis mäßiger Wolkenthermik zu rechnen. Diese wird im Tagesverlauf durch die sich verdichtende Bewölkung aber immer mehr gedämpft. Im Nordwesten ist  wegen der dichten Bewölkung keine nutzbare Thermik zu erwarten.
Am SONNTAG kommt es bei meist starker Bewölkung und lebhaftem Südwestwind kaum zu nutzbarer Thermik. Lediglich am späteren Nachmittag ergeben sich im Südwesten Chancen auf kurzzeitige geringe Thermikentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik mit Arbeitshöhen bis FL080 am Nachmittag.
Am SONNTAG voraussichtlich meist dichte abschirmende SC-Bewölkung und meist keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 01. July 2020 U25: SFZ Königsdorf holt Runde 5 und kämpft sich weiter nach vorn translate news

Nach der fünften Runde der U25 zeichnet sich ab, das das Feld deutlich enger ist, als in den Vorjahren. Die neue Wertung erhöht die Spannung. Teams mit wenigen Nachwuchspiloten gelingt es gut in die Wertung zu kommen. Sie machen es den bisherigen Favoriten schwer. „Nachdem uns der Vorteil durch den "dritten Flug", den wir ja meist hatten, nicht mehr hilft, wird es deutlich kniffliger. Aber wenn die Alpen gehen ist natürlich nach wie vor mit uns zu rechnen,“ erzählt Johannes Beyer vom Titelverteidiger Königsdorf schmunzelnd. Diese wettertechnisch nicht ganz einfache Runde holen sie sich und können ein Stück nach oben klettern.
Pudelnass an den Start
Wenn der Samstag so beginnt, hätten viele wieder eingepackt. Kaum beginnt der Schleppbetrieb, bildet sich über dem Platz eine ordentliche Gewitterzelle. Nur drei Piloten des Vereins kommen vorher noch in die Luft. Johannes Beyer steht etwas begossen noch unten. Die Thermik ist jedenfalls weitestgehend futsch. Sowohl für die Piloten in spe als auch für die in der Luft. Vincent kehrt daher unfreiwillig zum Boden zurück. Johannes hingegen startet zu Ende des Schauers und erwischt einen der wenigen Bärte in den Randbergen als Sprungbrett ins höhere Gelände.
Geduld ist angesagt
Bis zum Wettersteingebirge war Geduld angesagt. Diese wurde dann jedoch belohnt. An den Hängen des Inntals konnte dann der erste Schenkel für die Ligawertung geflogen werden. Eine Verlängerung nach zweieinhalb Stunden war leider nicht wie geplant möglich. Die angedachte Linie zerfiel vor ihren Augen, so dass es zu einem Spazierflug entlang des Hauptkamms bis kurz vor Zell am See kam.
Der Sontag war noch schwerer. Die Gewitter waren weg, die Thermik aber zickig und unzuverlässig.
Für den Rundensieg hat sich der Kampf allemal gelohnt. An das Treppchen kommen sie in der Gesamtwertung noch nicht ran. Ganz oben steht Oerlinghausen und verteidigt seit drei Runde die Spitze. Bereits im letzten Jahr waren sie top unterwegs und haben in einem heißen Krimi haarscharf den Titel den Königsdorfern überlassen müssen.
Rundenwertung U25: 1. SFZ Königsdorf (BY) 162,47 Speed/50 Punkte, 2. LV Lüneburg (NI) 144,93 Speed/49 Punkte, 3. FC Kamenz (SN) 123,92 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 5: 1. FG Oerlinghausen (NW) 229 Punkte, 2. SFG Stadtlohn (NW) 221 Punkte, 3. LSV Homberg/ Ohm (HE) 215 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Mathias Schunk (1), Johannes Beyer (2,3)
 
Starker Schauer direkt über dem Platz.
Guter Mix aus Thermik und Hangwind
im Inntal.
Letzter Schenkel am Hauptkamm:
Nicht mehr schnell, dafür landschaftlich
sehr reizvoll.

 


Tuesday, 30. June 2020 LSG Fallersleben: Tummeln im kleinen Wetterfenster translate news

In Ummern erwarten die LSG-Piloten am Samstag den weniger schlechten Tag des Wochenendes. Die Prognosen sagen einen späten Thermikbeginn und am Nachmittag hereinziehende Gewitter voraus. Drei Ligapiloten wollen das Wetterfenster für Streckenflüge nutzen. Während Arnie Weber (DG400) und Benno Beesten (Nimbus 4M) auf ihre bewährten Eigenstarter setzen, nutzt Bernd Meindermann die Vereins-ASW24, um ein Abrüsten kurz vor den Gewittern zu vermeiden. Etwa 13:00 erlaubt die Thermik den Start der drei Protagonisten. Warmluft und mäßige Basishöhe lassen sie zunächst eher langsam vorankommen. Auffällig ist auch, dass nur wenige Piloten über der Heide unterwegs sind. Benno orientiert seine Liga-Schenkel zwischen Faßberg und Lüchow primär an den Wolken. Vorrangiges Ziel ist zunächst, die nötige Strecke für die Ligamindestspeed zu erreichen, ohne den Blick für das luvseitige Wettergeschehen zu verlieren. Mit Erreichen der 120km-Marke tritt Benno den Heimweg an; gerade rechtzeitig, um gegen 15:30 beim Eintreffen einer Warnung vom Heimatplatz vor aufziehenden Gewittern bereits auf Endanflughöhe zu sein. In rascher Folge kehren alle LSG-Flieger nach Ummern zurück und sind vor 16:00 am Boden. Bis 16:35 ist alles eingeräumt und um 16:45 steht das erste Gewitter am Platz.
Alle drei Piloten bringen ihre Flüge in die Wertung, aber keiner konnte die 2,5 h voll ausnutzten. So überrascht es wenig, dass mit 161 Speedpunkten ein eher schwaches Ergebnis zusammenkommt. Dass in dem kleinen Wetterfenster deutlich mehr ging, zeigen die Kollegen aus Wilsche und Oppershausen (Chapeau). Mit unserem Speed-Ergebnis belegen wir den Mittelplatz der sieben Erst- und Zweitligavereinen aus der Region (zwei schnell, drei langsam, zwei gar nicht) und freuen uns, immerhin etwas aus den begrenzten Möglichkeiten gemacht und einen zwischenzeitlichen 13. Platz erreicht zu haben. Am Sonntag gibt es in Ummern nur einen Dauerflugwettstreit; Rolf Bornheber gewinnt mit 20 min Flugzeit. Eine Verbesserung der Ligawertung ist am Sonntag den Vereinen mit Anschluss ans Relief (Weserbergland, Bergstraße, Alpen) vorbehalten und die LSG wird noch von vier Clubs überholt.
 
Benno Beesten
 
Samstag herrscht verhaltener
Flugbetrieb in Ummern.
Skeptischer LSG-Pilot, ob das Wetterfenster
für eine Ligawertung reicht.
Die Gewitter nähern sich dem Flugplatz.
 

Tuesday, 30. June 2020 FLG Blaubeuren: Perfekter Rundensieg in der zweiten Liga translate news

Aufgrund der labilen Wetterlage in dieser Runde der Segelflug Bundesliga war nicht ganz klar wann der perfekte Zeitpunkt für den Ligaflugstart sein würde. So gab es verschiedene Startzeitpunkte der zahlreichen Ligasegler, die sich zwischen die Schulmaschinen der Blaubeurer Fliegergruppe reihten.
Jens Minard, der in seinem Discus als erster gestartet war, kehrte schnell zurück in den 15 Kilometer Kreis um Blaubeuren, da er bei Gerstetten bereits seinen Hilfsmotor zünden musste. So erging es auch Martin Söll, der bei Aalen zu tief gekommen war. Oliver Stockinger der mit ihm im Osten unterwegs war konnte gerade noch einen Aufwind finden und blieb so weiterhin in der Wertung. Während der ganzen Zeit als sie im Osten ihr Glück versuchten, wartete Dirk Ströbl beinahe zwei Stunden geduldig bei Grabenstetten, bis sich eine Aufwindlinie nach Westen bildete, dort traf er Minard und sie flogen zusammen bis kurz vor Tuttlingen. Vom Boden aus verfolgten Phillip Söll und Heinrich Krais das geschehen am Himmel im glidertracking und im Funk. Sie entschieden sich spontan noch die nach Westen aufbauende Gewitterlinie mit dem vereinseigenen Arcus abzufliegen. Leider reichte die Wertungszeit von 1,5 Stunden nicht aus, um einen ordentlichen Ligaflug abzuliefern, zumindest hatten sie bis dahin einen 130er Schnitt. Jedoch reichten bereits die Flüge von Ströbl 111, Minard 101 und Stockinger 74 um ordentliche Schnitte für so ein labiles Wetter abzuliefern. Am Abend, nachdem alle Flugzeuge vor dem Gewitter wieder in der Halle oder den Anhängern verstaut waren, war die Überraschung groß, die FLG stand auf dem ersten Platz der zweiten Liga.
Nachdem am Sonntag das Wetter schlechter war, blieb es bei dem Rundensieg und damit übernahm die FLG aus Blaubeuren auch die Tabellenführung vor zwei Vereinen aus Hessen. Nächster Verein aus dem „Ländle“ ist die FSV Laichingen, die mit 227 Punkten den achten Rundenplatz holten und somit auf dem siebten und somit letzten Aufstiegsplatz stehen. Doch noch kommen einige Runden, an denen die Ligasegler der FLG erneut beweisen müssen, dass sie eigentlich erstklassig sind. Ströbl erflog sogar den schnellsten Ligaflug des Wochenendes über beide Ligen.
 
M.Söll
 
Bedrohliche Gewitterwolken
über dem Flügel von Oliver Stockinger
Dirk Ströbl holte in seiner LS8-neo
das Maximum raus
Erste Schauer im Norden bei
der Landung von M.Söll
 

Monday, 29. June 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 27./28.6. (Runde 5) translate news

Blitze Samstag 12.00 UTC
Blitze Samstag 15.00 UTC
Blitze Sonntag 12.00 UTC
Blitze Sonntag 15.00 UTC
Während die Woche nicht nur im Osten durch den Kaltlufttropfen über Süd-Polen beeinflusst wurde, verstärkt zum Wochenende ein Atlantiktroges seinen Einfluss. Auf seiner Vorderseite waren es vor allem labile Luftmassen, in denen neben dem richtigen Timing auch etwas Glück dazu gehörte, zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen (Start)Stelle zu sein.
Samstag:
In mehreren Schüben zog mit dem stärker werdenden Südwestwind eine labile Luftmasse herein. Auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ), kombiniert mit der Blitzaktivität, sind die ersten Gewitterzellen bereist erkennbar, während nordöstlich der Elbe und im Südosten die Bedingungen noch weitgehend offen sind. Während westlich des Rheins hinter der labilen Linie bereits eine etwas stabilere und kühlere Luftmasse einflisst, haben sich 3 Stunden später die Gewitter ostwärts verlagert und in einem weiten Bogen aufgebaut. Sie sind kurz davor, die Elbe zu queren, auf dessen Ostseite die Überentwicklungen bereits stark zugenommen haben. Auch die Alb liegt bereits unter Gewittern, während es südlich der Donau noch ruhig ist. Und auch rückseitig ist es wieder offen und ruhig, wobei die Entwicklung eher inhomogen ist - ein Grund dafür sind die nassen Böden nach den Regenfällen.
Entsprechend zeigen die Flugspuren den Schwerpunkt eher im Nordosten, der vor Ankunft der Gewitter die im Vergleich besten Bedingungen geboten hat.
Sonntag:
Die nur wenigen Flugspuren am Sonntag lassen sich mit einem Blick auf das Satellitenbild von 12 UTC erklären: Eine weit ausladende Front liegt von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands. Vorderseitig war die Warmluft weiter labil, auch wenn wegen der geringeren Einstrahlung die Gewittertätigkeit deutlich moderater ausfällt als noch am Vortag. Ein paar Flüge haben es dann aber doch noch in die Wertungslisten geschafft: Zum einen in der trockenen Warmluft des Südostens und in der kühlen Luftasse auf der Frontrückseite im Nordwesten. Signifikanten Flugbetrieb gab es aber auch im Südwesten, wo die Bergstrasse als Ausgleich zur durch den Aufzug der Front gestörten Thermik frequentiert werden konnte.
Wer hat was draus gemacht?
Satellitenbild, Flugspuren, Speed-OLC - und am Ende auch die Wertungslisten der 1. und 2. Liga zeigen ein eindeutiges Bild: Die 5. Liga-Runde war bereits am Samstag weitgehend gelaufen. Auf den ersten Plätzen beider Ligen waren die am Samstag-Abend in Führung liegenden Teams auch die, die am Ende der Runde vorne lagen.
Die Vermutung, das der Nordosten vom Wetter begünstig vorne lag, lag ja schon bei den Satellitenbildern nahe. Ein Umstand der in den ersten 4 Runden noch ganz anders war: Mit Brandenburg, Pirna und 2x Berlin fanden sich gleich 4 Vereine aus dem Nordosten der Republik in trauter Eintracht am Tabellenende wieder. Aber offenbar ist die Atmosphäre immer um einen gewissen Ausgleich bemüht, denn alle genannten Vereine schafften es in dieser Runde unter die Top 7. Pirna und Brandenburg lieferten sich dabei ein äußerst knappes Duell um den Rundensieg, das die Sachsen am Ende mit 0,02(!) Punkten Unterschied für sich entscheiden konnten. Beide Teams waren übrigens die einzigen, die es über die 300-Punkte schafften -, und das über alle Ligen hinweg gesehen.
Auch wenn sich die Flugwege aus Pirna - und auch die Liga-Abschnitte - über Lausitz und Fläming unterschieden, so hatten sie doch eines gemeinsam: Ihre Landezeit. Das Satellitenbild von 15UTC (siehe oben) passt zeitlich ganz gut dazu und zeigt einen (fast schon) beleuchteten Zielkreis. Schnellster war Kai Glatter (103,2 Speed-Punkte), Franco Fritsch (103,0) war kaum langsamer, drittschnellster war Benjamin Schüch (99,9).  Auch für die Brandenburger ging es (auf ausgetreten Pfaden) südlich von Berlin in Richtung Polen. Hier war bei Waldemar Labusga (103,5) und Matthias Kaese (99,8) über die komplette Distanz enger Teamflug angesagt, während Rolf Engelhard (102,7) eher im lockeren Verbund mit Herbert Horbrügger unterwegs war. Herbert kam zwar nicht in die Wertung, sein Flug ist aber als Vergleich zur Konkurrenz aus Pirna interessant, traf er doch auf seinem Flug sowohl Franco als auch Benjamin.
Das man sich aber auch aus anderen Regionen nach vorne fliegen konnte, zeigten die Piloten aus Königsdorf, die, angeführt von Thomas Wolf, auf Platz 3 vorfliegen konnten.
Absolut schnellster über alle Ligen hinweg war am Samstag dann aber doch ein Flug aus dem Nordosten: Bernd Goretzki für den LSV Rinteln. Vergleichsweise früh unterwegs, erflog er mit 122km/h (107 Speed-Punkte) zwischen Elbe und Spree seine Speed. Schnellster nach Speed-Punkten - ebenfalls über alle Ligen hinweg - war Dirk Ströbl für die FLG Blaubeuren. Noch unter eher dichten Abdeckungen gestartet, hing er fast 2 Stunden nördlich des Platzes an der Alb, bevor der Himmel von Südwesten aufmachte. Dann aber musste es aber schnell gehen, denn von Westen her baute eine massive Gewitterlinie auf. Dirk absolvierte 290km innnerhalb der Wertungszeit (117km/h, 110 Speed-Punkte). Sein Barogramm unmittelbar nach Ende der Wertungszeit legt die Vermutung nahe, dass der Flug auch nicht unbedingt länger hätte dauern sollen. Auch Jens Minard und Oliver Stockinger waren mit ähnlicher Taktik, aber teils deutlich langsamer unterwegs. Am Ende reicht es für die Blaubeurener, die Liga 2 mit knapp 10 Punkten Vorsprung auf Eisenhüttenstadt und Bronkow für sich zu entscheiden.
Das man am Sonntag - auch wenn die Bedingungen allgemein schwächer waren als am Samstag - noch Punkte gutmachen konnte, zeigte auch diese Runde. In Liga 1 konnte sich Rinteln immerhin auf Rang 6 verbessern, in Liga 2 schaffte es Untrerwössen auf Rang 5, aber wahrscheinlich am wertvollsten dürfte der Sonntag für Mannheim gewesen sein: Der Hangwind der Bergstrasse trägt sie in der Quali-Liga auf Rang 10. Der ist 41 Punkte wert, wopmit sie den Vorsprung auf die Konkurrenz auf satte 54 Punkte ausbauen können -, auch da die direkten Verfolger in dieser Runde punktlos blieben. Auch in Liga 1 kann der Tabellenführer das Polster vergrößern: Rinteln liegt nun 16 Punkte vor Oerlinghausen und 23 Punkte vor der FG Wolf Hirth, die Homberg/Ohm von Rang 3 verdrängen können. Deutlich knapper geht es im Unterhaus zu, wo Blaubeuren den Sprung von 4 auf 1 schafft. Hofgeismar hält Rang 2, während Bad Homburg von der Spitze auf den dritten Rang durchgereicht wird. Die Punkteabstände (66-63-57) sind aber denkbar knapp - und genau so eng geht es dahinter zu.
Auch beim Wetter bleibt es spannend, steht uns in der Woche doch eine eher wechselhafte Lage mit ebenso wechselnden Luftmassen bevor, die bis in die nächste Runde anhalten soll ...
 
Bernd Fischer
 
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Monday, 29. June 2020 AC Pirna feiert Rundensieg translate news

Was für eine furiose Rückmeldung in das Ligageschehen durch den AC Pirna! Da es der Wettergott in den vergangenen Runden nicht sehr gut für den Stadtverein an der Elbe meinte, gingen wir mit lediglich 2 Punkten in die 5. Runde der diesjährigen Saison. Doch schon im Vorfeld des Wochenendes war klar, dass diesmal ein paar mehr Punkte drin sind. Die thermischen Bedingungen in Sachsen und Brandenburg sollten zumindest bis zum Einsetzen der Gewittertätigkeit im Vergleich zum restlichen Deutschland recht gut sein.
So machten sich am Samstag unter anderem das JS1 Duo Uwe Augustin und Kai Glatter startklar. Mit dabei Franco Fritzsch auf Ventus cT und Benny Schüch mit der LS8. Die schnellen Ligaschenkel waren in Richtung der Niederlausitzer Heiden und Polen schnell absolviert, wenn auch jeder ein wenig anders die Wenden setzte. Auch der Heimweg nach Pirna und damit in den Zielkreis gelang kurz vor Eintreffen der doch recht aktiven Gewitterzellen. Kai konnte mit 103,19 den schnellsten Flug einreichen, dicht gefolgt von Franco mit 103,03 Speedpunkten und Benny mit 99,93 Speedpunkten. Nach dem Abrüsten der Flieger im Regen bei zuckenden Blitzen über Dresden war die Freude über den zwischenzeitlichen Rundenplatz 1 sehr groß. Thomas Melde versuchte am Sonntag das Ergebnis nochmal zu verbessern. Da sich das Wetter aber an die Prognosen hielt, kamen von Pirna aus (wie auch größtenteils in Deutschland) keine schnelleren Flüge mehr in die Wertung. Der AC Pirna freut sich über den Rundensieg und ist nun endlich in der Saison 2020 angekommen.
 
Text und Fotos: B. Schüch
 
Schöne Optik in Südbrandenburg,
wenn auch das Steigen nicht
immer zuverlässig war.
Reihungen entlang des Südwestwindes.
Abkühlung von oben beim Abrüsten.

 


Monday, 29. June 2020 FV Celle: 100 km gehen immer translate news

Die Prognose für das Segelflugwetter am Wochenende war nach der guten Optik in der Woche eher niederschmetternd. Dennoch konnten sich einige FV Celle Piloten motivieren, kleine Strecken bei schwülen Temperaturen auf sich zu nehmen – getreu dem Motto von Michael Schönenberg (AM): „100km gehen immer“, verteilten sich 5 Protagonisten Richtung Westen, Osten und Norden.
 Philipp Reinecke auf dem Discus 2c FES flog als Erster ab und entschied sich für Flugrichtung Ost – dem guten Wetter entgegen. Er nutzte eine größere Lücke mit Sonneneinstrahlung und versuchte im blauen die etwa 30 Kilometer entfernten Kumulanten zu erreichen. Michael Schönenberg (DG 300 WL) und Christian Schneiders (ASW 28) benötigen zwei Ehrenrunden, bis die Heidethermik sich gnädig zeigte. Die Steigwerte im Westen gingen kaum über 1 m/s während es im Osten etwas flotter voran ging. Wie es geht zeigten uns die Gifhorner Fliegerfreunde, die trotz Gewitterlage sportlich nach NO flogen. 
Philipp war zu diesem Zeitpunkt bereits mit Elektromotor auf dem Rückweg: Das „Uelzener Thermikloch“ hatte wieder einmal zugeschlagen. Noch im Rennen waren Sebastian Felstermann mit Fluglehrer Carsten Bischoff auf DG 500T zur anspruchsvollen Überlandflugeinweisung, die den dritten Wertungsflug für die FV Celle beisteuerten. 
Zum Schluss musste es schnell gehen. Eine kräftig wachsende Gewitterzelle zog direkt auf unseren Platz zu und beendete den Spaß vorzeitig.
 
Text: Christian Schneiders, Philipp Reinecke
Fotos: Christian Schneiders
 
Kein Wetter für hohe Geschwindigkeiten
Schlechte Vorboten. Die Gewitterzelle
zieht genau Richtung Platz.
Deckel zu – keine 60 Minuten später
erreicht die Böenwalze den Flugplatz Celle
 
 
 

Friday, 26. June 2020 Vorhergesagter Hammertag endet früher und langsamer als gedacht translate news

Ausgehend von einem Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee fließt aus Nordost trockene Kontinentalluft ein. Diese Wetterlage sollte laut den Vorhersagemodellen von Topmeteo und DWD für einen Hammertag sorgen. Vor allem großflächig im Bereich um Nürnberg wurden von beiden Modellen die besten Bedingungen vorhergesagt.
Am Abend zuvor haben wir uns Gedanken gemacht, wie man am besten um Nürnberg fliegen kann, ohne am Abend Gefahr zu laufen, auf dem letzten Schenkel zu verhungern. Aufgrund der extrem guten Vorhersagen haben wir ein Dreieck um Nürnberg und Stuttgart nicht ausgeschlossen. Mit einem frühen Start über die Rhön, im Anschluss die Rennstrecke bis kurz vor den Bayerischen Wald, danach über die gut entwickelte Alb und am Schluss nochmal durch den Kraichgau in den Odenwald kämpfen. Soweit der Plan…
8:45 Uhr
In der Rhön sind erste Flusen zu sehen. Für den perfekten Start im Teamflug werden Tobias Pachowsky und ich von zwei Schleppmaschinen gleichzeitig geschleppt. Punkt halb 10 klinken wir in 1600MSL und gleiten die ersten Wolken ab. Zu diesem Zeitpunkt stand schon eine schöne Linie auf der westlichen Seite der Rhön bis in Verlängerung des Thüringer Waldes. Leider konnten wir diese Linie nicht nutzen, da sie direkt durch das EDR 134 führte.
Mit einem 60er Schnitt fliegen wir die erste Stunde Richtung Nordosten und folgen nach der Wende den Wolken etwas vorgelagert zum Thüringer Wald. Zwischen Grafenwöhr und Nürnberg ziehen wir den ersten Bart über 2,5m/s und haben das Gefühl, dass es ab hier besser vorangeht.
12:45 Uhr
Mit der Wende über Regensburg liegt nun der beste Schenkel vor uns. Gemeinsam fliegen wir einen Stundenschnitt von über 120km/h und unser anfangs niedriger Schnitt krabbelt immer mehr aus dem Keller. Die Linien und das durchschnittliche Steigen sind hier deutlich besser als zuvor.
15:00 Uhr
Nach ca. 550km werfen wir einen Blick aufs Satellitenbild, welches leider keine guten Neuigkeiten mit sich bringt. Nördlich der Schwäbischen Alb fängt es an, stark abzutrocknen. Obwohl wir bis dahin den Gesamtschnitt auf 100km/h verbessern konnten, schien es unmöglich noch um Stuttgart zu fliegen. Bei Albstadt wenden wir und setzen unser nächstes Ziel auf Hammelburg. Mühsam kämpfen wir uns bei schwachen Bedingungen gegen den Wind voran.
18:10 Uhr
Die vergangenen zwei Stunden haben wir mit einem 60er Schnitt im Blauen mit teilweise sehr kurzlebigen Dunstkappen verbracht. Über die Steigerwald-Kante haben wir uns nun bis nach Schweinfurt gekämpft. Direkt neben der Stadt kurbeln wir nochmal 0,6m/s für den sicheren Endanflug auf Hammelburg, jedoch müssen wir noch das Dreieck schließen. Am Saaletal treffen wir noch einmal 0,5m/s und können somit das Dreieck schließen.
Fazit
Früher Starten wäre wohl kaum möglich gewesen. Selbst wenn wir die Linie an der Rhön geflogen wären, hätten wir uns später auf der Schwäbischen Alb für ein riesiges Dreieck um Stuttgart oder für den direkten Weg nach Hause entscheiden müssen. Ich bin mir sicher, dass das Umdrehen die richtige Entscheidung war. Eine halbe Stunde später und wir hätten es vielleicht schon nicht mehr geschafft.
 
Hier geht es zum Flug.
 
Eric Schneider
 
Im engen Teamflug ...
... Richtung Regensburg.
Die letzten Wolken auf dem Rückweg
von der Schwäbischen Alb.

 


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