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Tribute to Barron Hilton Thursday, 24. June 2021 translate news

To win the Barron Hilton Cup once, who didn't want that! The price was in great demand. And even today, the BHC (1991 to 2009) is surrounded by an awesome murmur, it has gone down in the history of the competition in legendary fashion. Barron, the hotel magnate, has invited the winners and gliding world champions to the Winners Camp at his Flying M ranch in Nevada year after year. For the invited pilots a great week of common activities and flying under heavenly circumstances was on the program.

Two sponsors of gliding: Barron Hilton and Reiner Rose at the last Winners Camp 2009 on the Flying-M-Ranch.

The Barron Hilton Cup now lives on as a challenge at the OLC, keeping the idea of ​​Barron Hilton and his gliding friend Hannes Linke alive: What is needed is the largest declared FAI triangle.

It is an homage by the OLC to Barron Hilton and Hannes Linke – and at the same time the OLC is ignoring his philosophy of free flights. In the OLC, performance evaluation of a flight should not be a bet on the weather forecast, like it is if you declare a task before take off. After all, the success of a declared task depends crucially on whether the forecast for the flight area is correct. If you strive for the daily maximum, you have to declare your turn points correctly early in the morning. If the forcast goes wrong you can’t fly the task and your flight does not count even it is a big one.

Hannes Linke was a close friend of Barron Hilton den Cup and commited himself for the Challenge.

And yet it is exciting to see what is possible with meticulous preparation and good pilot performance. Many pilots also use the declaration of their flights to prepare for central competitions, and here too it is not uncommon to come to terms with weather forecasts that are not suitable in the end.

In the OLC, it is not so tragic if the declared task cannot be completed as planned for the BHC, it is definitely included in the OLC Plus rating. And then it can even end up in first place for the day.

So: Write the daily plan as an FAI triangle in the logger and in the evening see whether it was enough for the 1st place on the day in the Barron Hilton Challenge. It's now easier with simplified documentation requirements. But watch out: Loggers that are recognized by the IGC for the documentation of all flights must be used. The start and end points must not be more than 1000 meters in height apart and the triangles must comply with the 28 percent rule up to 500 kilometers in size, and the 45/25 percent rule of the IGC beyond. The rules for circumnavigating the turning points are now clearer, now the 90-degree sector with a keyhole applies. All flights are scored with an index in one "class".

Gerhard Marzinzik


Hommage für Barron Hilton Thursday, 24. June 2021 translate news

Einmal den Barron Hilton Cup gewinnen, wer hat das nicht gewollt! Der Preis war heiß begehrt. Und noch heute umgibt den BHC (1991 bis 2009) ein ehrfürchtiges Raunen, er ist einfach legendär in die Wettbewerbsgeschichte eingegangen. Barron, der Hotelmagnat, hat die Sieger und Segelflug-Weltmeister Jahr für Jahr zum Winners Camp auf seine Flying-M-Ranch in Nevada eingeladen. Für die Eingeladenen stand eine tolle Woche gemeinsamer Unternehmungen und Fliegen unter paradiesischen Umständen auf dem Programm.

Zwei Förderer des Segelflug: Barron Hilton und Reiner Rose beim letzten Winners Camp 2009 auf der Flying-M-Ranch.

Im OLC lebt der Barron Hilton Cup nun als Challenge fort und hält damit die Idee von Barron Hilton und seines Segelflugfreundes Hannes Linke lebendig: Gefragt ist das größte angemeldete FAI-Dreieck.

Es ist eine Hommage des OLC für Barron Hilton und Hannes Linke. Der OLC schert mit der Barron Hilton Challenge zugleich aus seiner Philosophie der freien Flüge aus. Im OLC soll mit Fluganmeldungen ja gerade nicht eine Wette aufs Wetter oder besser die Wettervorhersage in die Leistungsbewertung eines Fluges eingehen. Schließlich hängt das Gelingen eines angemeldeten Fluges entscheidend davon ab, ob die Vorhersage für das Fluggebiet zutrifft. Wer das Tagesmaximum anstrebt, muss bei einer Anmeldung seine Wenden früh morgens richtig setzen. Hockt er dabei einem Irrtum der Vorhersage auf und überreizt, zählt auch ein noch so großer Flug nicht.

Hannes Linke managte als enger Freund von Barron Hilton den Cup und fädelte die Challenge ein.

Und trotzdem ist es spannend zu sehen, was mit akribischer Vorbereitung und guter Pilotenleistung möglich ist. Viele Piloten nutzen die Anmeldung ihrer Flüge denn auch, um sich auf zentrale Wettbewerbe vorzubereiten, auch da gilt es ja nicht selten, mit am Ende nicht passenden Wettervorhersagen klarzukommen.

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Im OLC ist es auch nicht ganz so tragisch, wenn der angemeldete Flug nicht wie geplant für die BHC absolviert werden kann, in die OLC-Plus-Wertung geht er auf jeden Fall ein. Und da kann er dann sogar auf Tagesplatz 1 landen.

Also: Den Tagesplan als FAI-Dreieck in den Logger schreiben und am Abend sehen, ob es für den 1. Tagesplatz in der Barron Hilton Challenge gereicht hat. Jetzt geht es leichter mit vereinfachten Dokumentationsanforderungen. Aber aufgepasst: Es müssen Logger genutzt werden, die von der IGC für die Dokumentation aller Flüge anerkannt sind. Anfangs- und Endpunkt dürfen nicht mehr als 1000 Höhenmeter auseinanderliegen und die Dreiecke müssen bis 500 Kilometer Größe der 28-Prozent-Regel, darüber hinaus der 45/25-Prozentregel der IGC entsprechen. Die Regeln der Wendepunktumrundung sind nun übersichtlicher, jetzt gilt der 90-Grad-Sektor mit Schlüsselloch. Gewertet wird mit Index in einer „Klasse“.

Gerhard Marzinzik


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 6. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 19./20.6.21 Monday, 21. June 2021 translate news

Irgendwie ist die Atmosphäre auch nichts anderes als ein Schnellkochtopf. Heizt man zu viel und hält das Ventil zu, fliegt einem dann irgendwann der Deckel um die Ohren ...
Die Vorwoche hatte die Aufgabe des Deckels ein Hoch über Osteuropa übernommen, während die Sonne immer mehr Energie in das System gepumpt hat und der Boden als Heizplatte fungierte. Dabei hatte sich der Deckel nach und nach begonnen, anzuheben, wie viele Flüge gerade aus der zweiten Wochenhälfte zeigen, wo man in den Barogrammen die Tag für Tag ansteigenden Basiswerte beobachten konnte.
Samstag: Auch der Samstag stand noch voll im Zeichen der inzwischen sehr heissen und zunehmend labilen Luftmasse, die vor allem noch im Osten und Süden lag. In den Westen/Nordwesten war in der Nacht tatsächlich etwas "Kaltluft" eingeflossen, wie man sie eigentlich korrekterweise nennen müsste, auch wenn sie eigentlich eine "nur ein bisschen weniger heisse Luft" war. Die war etwas stabiler, während die richtig heisse Luft vor allem im Osten und Südosten mehr und mehr begann überzukochen - gut zu sehen auf der visuellen Aufnahme in Kombination mit den Blitzen von 15 UTC (17 MESZ).
Über West-Frankreich hatte sich zu der Zeit bereits eine Gewitterlinie gebildet, die dann in der Nacht zum Sonntag als "konvektiver Cluster" u.a. dem Westen teils schwere Unwetter brachte.
Die Flugspuren zeigen, dass nicht viele die Herausforderungen der Luftmasse angenommen haben -, aber sie liegen auch weit verteilt, wobei die Linien über der Alb und zwischen Fichtelgebirge und Bayerischem Wald etwas herausragen.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 15 Uhr UTC


Sonntag: Die Reste des Clusters der Nacht zogen am Sonntag dann in Richtung Ostsee ab. Zurück blieb eine häufig dampfige, weiterhin sehr warme Luftmasse. Im Einfluss eines kleinen Tiefs über BeNeLux hatte die Südwestströmung vorübergehend etwas zugenommen. Während vor allem über dem Süden teils dichte Cirrenschirme (Reste eines weiteren Clusters über dem Golf von Genua) zogen, konnten sich vom Westen bis in den Norden ein durchaus positives Himmelsbild entwickeln. Die Niederschläge der Nacht hatten aber zur Folge, dass die Bedingungen nicht unbedingt mit der Optik mithalten konnten.
Zumindest einige Flugspuren im Nordwesten zeigen, dass die Reihungen im Wind genutzt werden konnten - oder man nutzte quer zum Wind die Hänge.

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15 Uhr UTC

Wer hat was draus gemacht?
Die Verteilung am Samstag zeigt, dass in vielen Regionen geflogen und gepunktet werden konnte. Und blickt man auf die Flüge vom Sonntag, zeigt sich ebenso, dass die Runde bereits mit dem Zwischenstand vom Samstag-Abend weitgehend entschieden war. Immerhin konnten in der Segelflug-Bundesliga 29 Teams und in der 2. Segelflug-Bundesliga 27 Teams Flüge in die Wertung bringen.
Die schnellsten Flüge fanden erwartungsgemäß im Südosten statt. Für einen hohen Schnitt gehörte hier aber dann doch mehr dazu, als über den Kämmen unter den gereihten Cumuli mit hoher Basis entlang zu knallen. Bereits gegen 12 Uhr hatten sich über dem südlichen Bayerischen Wald Cumuli entwickelt, um nur wenig später bereits abzuschauern. Am späteren Nachmittag war dann im Gegenzug der nördliche Bereich bis auf das westliche Erzgebirge mit den Gewittern dran.
So musste also auch das Timing passen. Die Möglichkeiten, zu Beginn nach Süden zu fliegen und anschließend die Speed nach Norden zu machen, zeigen die beiden schnellsten Flüge des Speed-OLC von Marc Fuchs & Ludwig Mehler sowie Max Schiedeck. Von Erbendorf beziehungsweise Schwandorf aus erreichten sie 140,9/138,7km/h. In Speed-Punkten umgerechnet waren dies die beiden Flüge dieser Runde mit mehr als 120 Punkten. Trotz hoher Basis von bis zu 2400m (es ging aber offenbar noch deutlich höher) kamen sie dabei auf einen Kurbelanteil von gut 16%, wobei die mittlere realisierte Steiggeschwindigkeit von rund 2,2m/s trotzdem ein schnelles Vorankommen ermöglichte. Sie führten ihre Teams damit auf Rundenplatz 1 und 2. Für den Rundensieger SFG Steinwald waren noch Michael Buck (114 Punkte) und Reinhold Thoma (108 Punkte) schnell unterwegs. In der Summe erreichten die Oberpfälzer 350 Punkte und lagen damit klar vor dem FLC Schwandorf (339 Punkte), für die neben Max auch noch Hans Buhlmann und Christoph Klenk für die Punkte sorgten. Dritter wurde der FSV Eisenhüttenstadt (329 Punkte), die von dort aus die guten und ebenfalls hohen, Entwicklungen in Richtung Oberlausitz ausnutzen konnten, bevor auch hier am späteren Nachmittag ausblasende Cirrenschirme den Tag beendeten.
Signifikante Änderungen an der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga gab es am Sonntag nicht mehr, zumindest der amtierende Meister aus Rinteln konnte im Hangwind noch einen Platz gut machen und landete hinter dem FSC Odenwald Walldürn auf Platz 5.
Auch in 2. Segelflug-Bundesliga wurden die höchsten Schnitte über den Kämmen im Südosten geflogen, wobei am Schnellsten ein Hannoveraner Team war. Vom Feuerstein aus nutzen Andreas Werscheck & Matthias Reich die guten Bedingungen für einen Schnitt von 131,9km/h (119,4 Punkte) aus. Allerdings war dies die einzige Meldung für die Niedersachsen und so führte Philipp Pollinger (117,4 Punkte) den AC Weiden an die Spitze dieser Runde. Neben Bernd Morawitz zeigt Julius Werner mit einer LS4, dass man auch mit weniger Kreisen schnell vorwärts kommen konnte, denn sein Kurbelanteil lag am Ende bei lediglich 7%. Der AC Weiden (340 Punkte) entschied die Runde damit klar für sich, gefolgt vom AC Pirna. Die in dieser Saison sehr konstant fliegenden Sachsen nutzten anfänglich die Entwicklungen über dem Erzgebirge. Den dort aufkommenden Überentwicklungen entgehend, flogen sie anschließend in die mit fast 2500m Basis noch sehr gut entwickelte Lausitz. Kai Glatter, Uwe Augustin und Franco Fritzsch summieren ihre Punkte auf 306,9, dahinter folgt auf Platz 3 die LSG Hersbruck (292 Punkte). Dass auch die Alpen eine gute Möglichkeit waren, der Hitze zu entfliehen, zeigten die Flüge des AFZ Unterwössen (258 Punkte), die in der Rundenabrechnung knapp vor der SFV Mannheim (252 Punkte) landen.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga führt weiter der FSC Odenwald Walldürn (92 Punkte), die ihren Vorsprung auf den LSV Rinteln (86) um einem Punkt vergrößern können. Das SFZ Königsdorf (75) verdrängt als Dritter die SFG Donauwörth-Monheim (65) auf Platz 4.
In der 2. Segelflug-Bundesliga bleibt es bei dem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pirna (89 Punkte) und dem SFV-Mannheim. Noch punktgleich in der Vorwoche kann Pirna nun einen knappen Vorsprung erfliegen und hat nun die alleinige Spitzenposition inne. Der Abstand zum Dritten SSV Ludwigshafen/Rhein beträgt bereits 25 Punkte.
Die kommende Woche ist von einer Wetterumstellung geprägt und in der zweiten Wochenhälfte schwenkt endlich der Trog durch. Es bleibt aber sehr schwachwindig. Ob, wann und wie sauber die Warmluft und Feuchte ausgeräumt werden, ist daher noch ziemlich offen. Zumindest sehen die ersten Prognosen - bei aller Unsicherheit - zur kommenden Runde wieder verbreitet fliegbares Wetter, aber auch einen neuen Trog als potentiellen Spielverderber. Für Spannung ist also auch beim Wetter weiter gesorgt.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag







 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 18. June 2021 translate news

herausgegeben am 18.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Tief über der Nordsee und Dänemark zieht Richtung Südschweden. Damit dreht die Strömung auf Südwest und die in den letzten Tagen eingeflossene feuchtlabile Warmluft überquert das Vorhersagegebiet ostwärts und beeinflusst am Abend noch weite Teile der Alpen sowie den Osten Deutschlands. Rückseitig hat ein Hoch über der Nordsee die Luft verbreitet abgetrocknet und stabilisiert. Ein weiteres Tief verlagert seinen Schwerpunkt im Tagesverkauf vom Süden Frankreich nordwärts und bringt am späteren Nachmittag und Abend einen weiteren Schwall hochreichen labiler und feuchter Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands.
Diese überdeckt bis SONNTAGmorgen wieder weite Teile im Westen Deutschlands von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Im Osten und Südosten startet der Tag mit trockener Luft und sich abschwächendem Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf formiert sich über dem Westen eine Konvergenz in der hochreichend feuchten und
labil geschichteten Warmluft. Diese kommt in den späten Abendstunden
bis in die Mitte Deutschlands und den zentralen Alpenbereich voran
und bleibt in der Nacht aktiv. Der äußerste Nordosten verbleibt in eher trockener, stabiler, aber heiße Luft und wird weitestgehend von
konvektiven Wettererscheinungen verschont.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten und Süden gute, im Nordwesten mäßige Thermik ausbilden. Die CU-Basen stiegen im Osten auf 1800-2200 m, im Südwesten auf 1500-1800 m und im Nordwesten auf 800-1200 m. Im Osten stören im Tagesverlauf zeitweise Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist in der Westhälfte nur zeitweise mäßige Thermik zu erwarten, häufig stören abschirmende Wolkenfelder und zeitweise Überentwicklungen. Im Osten ist überwiegend gute Thermik zu erwarten, die am Nachmittag von Westen her zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft nur mäßige, örtlich gute Wolkenthermik. Vor allem im Osten und im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Wolkenthermik, teils durch abschirmende Wolkenfelder gestört, nach Westen zu meist bereits vormittags durch Überentwicklungen gestört nach Osten ausbreitend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Thermik. Gebietsweise durch abschirmende Bewölkung und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Thermik, nach Westen hin durch abschirmende Bewölkung gestört. Im gesamten Gebiet durch starke Überentwicklungen gestört, Gefahr einer Gewitterlinie!
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 







 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 04. June 2021 translate news

herausgegeben am 04.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt, bei schwachen Druckgegensätzen, eine Grenze zwischen trockener Festlandsluft im Osten und Norden und labiler Warmluft im Westen und Süden etwa auf einer Linie westliche Deutsche Bucht-Erzgebirge. Südlich davon entwickelt sich zum Teil schon in den Frühstunden teils kräftige Konvektion, die sich im Tagesverlauf intensiviert. Am Morgen hat sich zudem örtlich eine feuchte Grundschicht gebildet, die sich am Vormittag auflöst.
Am SONNTAG hält sich nordöstlich der Elbe weiterhin die trockene Luft, sonst bleibt die labile Warmluft vor allem noch in einem Streifen vom südlichen Niedersachsen bis nach Sachsen und Bayern mit hochreichender Konvektion wetterbestimmend. Nach Westen hin gerät die
Luftmasse unter schwachen Hochdruckeinfluss und wird damit verbunden zwischenzeitlich stabilisiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist im Süden und Westen durch Abschirmung und häufige Überentwicklungen kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen. Auch im Ostseeküstenbereich mit auflandigem Wind wird es kaum nutzbare Thermik geben. Sonst ist im Nordosten mäßige, teils auch gute Thermik zu erwarten. Die maximale CU-Basis wird bei 1400-1800 m liegen.
Am SONNTAG wird es im Westen und Süden durch abschirmende Bewölkung und zahlreiche Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik geben. Im Nordosten ist mäßige, teils gute Thermik zu erwarten, zeitweise stören abschirmende Wolkenfelder. An der Ostseeküste ist bei auflandigem Wind kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist die Thermik durch häufige Überentwicklungen kaum nutzbar. Nur in Sachsen kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, die allerdings ebenfalls durch Überentwicklungen gestört ist.
Am SONNTAG kann sich unter dichter Bewölkung keine nutzbare Thermik entwickeln, im Osten treten zudem weiterhin gebietsweise Überentwicklungen auf. Nur im äußersten Osten Sachsens kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, durch mittelhohe und hohe Wolkenfelder teils gedämpft.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kaum nutzbare Thermik. Verbreitet liegt geschlossene SC/CU Bewölkung über Süddeutschland, ab dem späten Vormittag rege Schauer und Gewitteraktivität.
Am SONNTAG ganztags abgeschirmt und keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 



 


The expert tip: Kiripotib (Namibia) Thursday, 03. June 2021 translate news


For all amongst you finding the European season too short, and for those who perceive the duration of restrictions due to the Covid-pandemic as too long, we have good news: by end of October 2021, we are planning flight operations in Kiripotib better than ever!

8 Arcus (one of them an Arcus 2.0), 4 Ventus 3M and 1 Antares 23E will support you in realizing your dreams. Regardless if you’re aiming for new records, for competition in the OLC, or just for enjoying Namibia from above – we strive to set the optimum framework.

Also our intensive course “Flying with the Champions“ takes place again, first week from 30.10. until 05.11.2021, second week from 06. till 12.11.2021. For this event though we can only note your name in a waiting list, in case someone cancels on short notice.

After the compulsory break last winter, we are starting with renewed vigour into the next Namibia-season, if you feel like it just contact us at: info@kiripotib-soaring.com

 

We are looking forward to you and to a lot of spectacular adventures in the Kalahari skies!

 

The Kiripotib-Soaring Team

 

 


 


Der Experten-Tip: Kiripotib (Namibia) Thursday, 03. June 2021 translate news

Für alle denen die Europäische Saison zu kurz ist, und für die die Einschränkungen durch die Covid-Pandemie schon zu lange dauern, gibt es eine gute Nachricht: Im Segelflugzentrum Kiripotib geht es ab Ende Oktober 2021 wieder so richtig zur Sache!

8 Arcus (davon ein Arcus 2.0), 4 Ventus 3M und 1 Antares 23E werden helfen Träume umzusetzen. Egal ob Rekordversuch, der Vergleich im OLC, oder einfach Namibia aus der Luft genießen – man bemüht sich um die optimalen Rahmenbedingungen.

Auch unser Intensivlehrgang „Flying with the Champions“ findet wieder statt, die erste Woche vom 30.10. bis 05.11.2021, die zweite Woche vom 06. bis 12.11.2021. Hier gibt es allerdings nur noch Plätze auf der Warteliste, für den Fall einer kurzfristigen Absage eines Teilnehmers.

Gestartet wird nach der Zwangspause im letzten Winter mit neuem Elan in die nächste Namibia-Saison. Wenn die Lust geweckt ist, kontaktiert doch einfach das Kiripotib-Soaring unter: info@kiripotib-soaring.com

 

Man freut sich auf Euch und auf viele neue spektakuläre Erlebnisse über der Kalahari!

 

Das Kiripotib-Soaring Team

 



 

 

 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 3. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 29./30.5.21 Monday, 31. May 2021 translate news

Langsam nähern wir uns den längsten Tagen des Jahres. Kommt dann noch Hochdruck und eine thermisch gute (kalte) Luftmasse dazu, bringt das in der Summe nicht nur lange, sondern auch schnelle Tage. So auch in Runde 3, wo an beiden Tagen des Wochenendes jeweils deutlich mehr als 1.000 Flüge den Weg in die OLC-Wertungen fanden.
War die Woche über fliegerisch nur wenig zu holen, baute sich zum Freitag ein Hoch über der Nordsee auf und die thermisch gute, kühle Luftmasse begann von Westen her zu stabilisieren und etwas abzutrocknen.
Auch wenn der Süden die Vorteile des schnelleren Wetters auf seiner Seite hatte, brachte das Wetter so großräumig fliegbare Bedingungen, dass in dieser 3. Runde alle Teams beider Ligen punkten konnten.

Samstag:
Ein Hoch über der Nordsee, flache Druckverhältnisse mit wenig Wind begünstigen aber auch immer, dass von der Nordsee Feuchte einfließt, die dann zäh unter der markanten Inversion hängt. Zwar schaffen es Hochdruck und Sonne häufig, diese aufzulösen, aber das dauert und die Luftmasse ist anschließend thermisch häufig auch etwas "unwillig". Selbst um 12 UTC (14 MESZ) lag am Samstag die Feuchte noch bis in den nördlichen Mittelgebirgsraum hinein. Ganz anders dagegen weiter nach Süden: Schon früh entwickelten sich Cumuli - teils noch aus der Restfeuchte des Vortages - und sorgen so für einen langen Thermiktag. Auch wenn sich im Süden die Cumuli noch ausbreiteten, konnten Luftmasse und hohe Basis diese Störungen mehr als kompensieren. In den Flugspuren sind die Rennstrecken gut auszumachen, wobei vor allem die westlichen und südwestlichen Mittelgebirge hoch frequentiert waren.

Sonntag:
Auch wenn sich die Lage des Hochs über der Nordsee nur wenig änderte, zeigte sich die Luftmasse jetzt trockener. Die anfänglichen Hochnebelfelder beschränkten sich im wesentlichen auf die Küstenbereiche während mit der etwas stärkeren Nordostströmung von der Ostsee her eine trockenere Luft eingeflossen war.
Im insgesamt etwas stärker gewordenen Wind zeigen sich jetzt deutliche Reihungen der Cumuli in einem breiten Streifen von Nordosten nach Südwesten. Eingegrenzt wurde dieser durch Regionen, in denen eher die Farbe blau vorherrschte: Die Nähe des Hochs im Nordwesten und die damit weiter kräftige Inversion ließen hier keine Cumuli aufkommen und auch im Randbereich zu einem Tief über Osteuropa war es eher blau. Hier, wie auch über dem Schwarzwald, konnten die Bedingungen aber sehr gut genutzt werden.
Die Flugspuren heben wieder die Rennstrecken im Westen und Süden hervor, sind aber deutlich weiter gefasst, als noch am Vortag.

Meteosat 8: Der Samstag

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?

Der Blick in den OLC-Plus zeigt, was an langen Thermiktagen möglich ist: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag gingen die längsten Flüge über 10 bis 11 Stunden. Entsprechend lang ist auch die Liste der Flüge über 1000km, wobei vor allem am Samstag diese immer wieder das "klassische" Dreieck über den Kämmen der Mittelgebirge im Süden nachzeichneten. Gerrit Illenberger schaffte von Neresheim aus Platz 1 der OLC-Plus Tageswertung (1.224 Punkte), auch durch seine flächige Kurswahl. Maximilian & Friedhelm Schäfer flogen vom Feuerstein aus mit 1.252km die weiteste Strecke des Wochenendes. Auch eine Erwähnung wert: Eric Schneider fliegt seinen ersten Flug über 1.000km mit dem OLC-Discus! In der Wahl der Flugwege erkennt man, dass es am späteren Nachmittag über dem Thüringer Wald stark ausbreitete, der "Umweg" auf der westlichen Seite lief aber offenbar auch problemlos. Dass auch der Sonntag für weite Flüge gut war, zeigte einmal mehr Michael Sommer mit 1.227km.
Da vor allem am Samstag weder Windgeschwindigkeiten noch Reihungen wesentliche Faktoren für die Speed waren, musste man sich nicht zwingend zwischen langer Strecke und Ligawertung entscheiden. Eine Vielzahl - auch der schnellen Ligaflüge - konnten in weite Flüge eingebettet werden. Entsprechend zeichnet sich auch keine markante Rennstrecke heraus, wie beispielsweise noch in der 2. Runde. Etwas anders dann am Sonntag, wo die Reihungen und der Wind bei den schnellsten Fügen eher die "ligatypischen" Merkmale zeigen, wenn es mit hohen Rückenwindanteilen unter den Wolkenstraßen entlang geht.
In der Summe führt dies zu einer weiten Verteilung der Flüge über beide Tage, gleichzeitig liegen die Ergebnisse aber auch nahe beieinander. In der Segelflug-Bundesliga liegt in der Rundenwertung das mittlere Drittel kaum 10 Speed-Punkte auseinander und auch in der 2. Segelflug-Bundesliga entscheiden teilweise weniger als ein halber Speed-Punkt über die Platzierung.
Die schnellsten Flüge dieser Runde über beide Ligen hinweg schafften im engen Team Enrique und Felipe Levin am Samstag. Auf den südlichen Schenkeln ihre Flüge von knapp 900km erreichten sie zwischen Bamberg, Nordschwarzwad, Rheintal und Pfälzer Wald 152km/h (126,1 Speed-Punkte). Christian Lampert schaffte als dritter im Team für den LSV Homberg/Ohm 132km/h (124.7 Punkte), wobei sein Flug am Sonntag sich dann eher ligatypisch an den Reihungen orientierte. Gleiches galt auch für den punkthöchsten Flug dieser Runde, bei dem Holger Back über weite Strecken mit Rückenwind zwischen Coburg und Pirmasens 144km/h (127,4 Punkte) gelangen.
Homberg/Ohm entscheidet am Ende die Runde der Segelflug-Bundesliga souverän für sich (377 Punkte), gefolgt vom FSC Odenwald Walldürn (360) und dem LSR Aalen (341).
Dass man aber auch am Sonntag Strecke und Liga miteinander verbinden konnte, zeigten Sibylle und Ingo Andresen. Auch sie flogen im engen Team zwischen dem nördlichen Thüringer Wald, entlang des Spessart und vom Odenwald bis über den Pfälzer Wald unter den Reihungen. Rund 130km/h bringen 113,6 bzw. 111,0 Speed-Punkte. Da Lutz Heydecke für den SFV Mannheim am Samstag bereits gut vorgelegt hatte (122km/h; 116,1 Punkte) geht diese Runde der 2. Segelflug-Bundesliga nach Mannheim. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten FSV Neustadt/Weinstraße beträgt weniger als 2 Punkte. Und auch ihr Abstand auf Platz 3, den der LSC Bad Homburg belegt, ist mit rund 4 Punkten denkbar gering.
Der Hochdruckeinfluss setzt sich auf bis Mitte der Woche überall fort. Tendenziell kommen dann aber Westen und Südwesten ab Donnerstag in den Einfluss feuchterer und labiler Warmluft, während der Osten noch länger von der guten Luftmasse profitieren kann. Eine Verteilung, die auch für die kommende Runde Bestand haben soll.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag


OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

 

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag


OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag

 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 28. May 2021 translate news

herausgegeben am 28.05.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee führt mit
schwacher nördlicher Strömung meist trockenere und weiterhin kühle bis mäßig warme Luft heran. Die in den Frühstunden vor allem in der Nordhälfte Deutschlands vorhandene feuchte Grundschicht wird am Vormittag rasch abgebaut. Von Mecklenburg-Vorpommern bis zu den Ostalpen wird die hier zunächst noch etwas feuchtere Luftmasse durch einen südostwärts ziehenden Höhentrog labilisiert. Rückseitig des Trogs wird die Luft im Tagesverlauf dann von Norden her ebenfalls
zunehmend stabilisiert und trocknet ab.
SONNTAG: Am Morgen hat sich der Hochdruckeinfluss in weiten Teilen des Landes durchgesetzt. Damit kann sich die mit einer nördlichen bis nordöstlichen Strömung einfließende trockene Luftmasse weiter erwärmen. Lediglich an den Ostalpen ist noch feuchtere und leicht labile Luft wetterbestimmend, die erst am Abend abgetrocknet wird.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG entwickelt sich aus dem morgendlichen Nebel/Stratus/Stratomulus mäßige bis gute Thermik bei aufgelockerter CU-Bewölkung mit Basis am Nachmittag im Westen zwischen 900 und 1300 m und im Osten bei 1100-1600 m. Im Südosten behindern noch einzelne
Überentwicklungen, küstennah Seewindeinfluss.
Am SONNTAG (nach Auflösung der feuchten Grundschicht im Westen/Nordwesten) abseits der Küsten mäßige bis gute, teils auch
gute Thermik, gebietsweise blau, maximale Arbeitshöhe im Westen am Nachmittag 1200-1600 m, im Osten 1400-1900 m. Im Osten behindern zum Teil Ausbreitungen bzw. Stratocumulusfelder, schwache Schauer sind dort ebenfalls möglich.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Entwicklung mäßiger, vereinzelt auch guter Wolkenthermik, am Nachmittag teils durch Abschirmung gehemmt. Im Osten durch Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: Verbreitet mäßige bis gute Wolkenthermik, am Nachmittag teils durch Abschirmung abgeschwächt. Zwischen Hunsrück, Schwarzwald und Erzgebirge häufig zerrissen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG Richtung Alpen aufgrund Überentwicklungen und Abschirmung keine nutzbare Thermik. Sonst mäßige, durch Überentwicklungen jedoch gestörte Wolkenthermik.
Am SONNTAG gute, Richtung Alpen mäßige Wolkenthermik.
 

Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


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