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Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 11. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 24./25.7.21 Monday, 26. July 2021 translate news

"Trogeinfluss mit labiler Luft" - das beschreibt zusammenfassend eigentlich ganz gut das Wetter der 11. Runde der OLC-Ligen.
Samstag/Sonntag:
Besagter Trog lag dabei über dem Kanal und lenkte aus Südwest warme Luft zu uns. Als Konsequenz aus der Kombination "feucht" und "trogvorderseitige Labilisierung" führte das darin immer wieder zu Überentwicklungen, Schauern und Gewittern.
Das zeigt sich auch sehr eindrucksvoll auf den beiden Blitz-Satellitenbildern Mitteleuropas zum Termin 15 UTC (17 MESZ).
Zumindest der Nordosten lag am Samstag noch vor der herannahenden Okklusion. In der trockenwarmen Luft sorgten reihende Cumuli dort für schnelle Bedingungen. So wundert es nicht, dass der fliegerische Schwerpunkt genau unter diesen Reihungen zu finden ist, wie die Flugspuren zeigen. Vor der heranziehenden Front, aber auch in den wenigen Lücken rückseitig, war dabei das richtige Timing gefragt.
Am Sonntag zogen die Frontreste zur Ostsee ab, der Nachschub von labiler Luft hielt auf dessen Rückseite aber an. Während sich vor allem östlich von Berlin und zum Erzgebirge hin, aber auch im Süden teils große Gewitterkomplexe bildeten, waren es sonst eher "Linien" aus teils gewittrigen Schauern, die von Südwest nach Nordost zogen. Die Flugspuren sind zwar weiter verteilt als am Vortag - offenbar hat es eine ganze Reihe von (erfolgreichen) Versuchen gegeben, auch Liga-Punkte zu erfliegen -, insgesamt war die Lage aber überall inhomogen und teils schaurig.

 

Meteosat 8: Der Samstag
 


Blitze 15.00 UTC

 

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15.00 UTC

Wer hat was draus gemacht?
In Summe also eine schwierige Angelegenheit, bei der neben dem Glück, Zugriff auf den Wetterraum zu haben, auch das richtige Timing gefragt war, den Flug auf die richtige Spur zu zirkeln. Dazu kam noch die Schwierigkeit, in der Wertungszeit Umwege durch Schauer möglichst zu vermeiden.
Klar, am Samstag wurde die Speed im Nordosten gemacht. Von den Flügen, die ihren Anfang zwischen Neustadt-Glewe und Pirna nahmen, ragen zwei deutlich nach oben heraus: Schnellster - sowohl nach der erflogenen Speed (138,98km/h) als auch Punkten (121,64) war Thomas Melde. Auf Liga-Kurs - schließlich hat der AC Pirna in dieser Saison hohe Ambitionen - ging es für ihn erst ein Stück das Erzgebirge entlang, um dann ein 2faches JoJo in Nord-Süd-Richtung für die Liga zu optimieren. Die Entwicklungen standen in diese Richtung gereiht, aber waren (zumindest im Satellitenbild) gar nicht als durchgängige, klare Straße erkennbar. Ein Kurbelanteil von rund 17% bei einer hohen Basis ermöglichten Thomas letztlich den schnellsten Flug der Runde über alle Ligen hinweg. Deutlich kräftiger waren die Entwicklungen von Eisenhüttenstadt in Richtung Südosten nach Polen hinein. Unter diesen schaffte es Andreas Kühl auf 131,24km/h (114,87 Punkte). Auch er legte seinen Flug als doppeltes Jojo an, wobei der erste Schenkel der der Weg zum "Abflugpunkt" war. Beide dominieren damit die Speed-Liga, denn bereits der drittschnellste Flug ist um einiges "langsamer" als das Spitzenduo.
Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich am Sonntag, denn erneut liegen die beiden Speed-Spitzenplätze weit vor den Verfolgern. Steffen Göttler nutzte den Zeitraum zwischen gut beginnender Cumulus-Entwicklung und aufziehender Gewitterlinie optimal. Von Anspach/Taunus aus ging es an bzw. über Taunus und Hunsrück hin-und-her. Die nicht so üppigen Arbeitshöhen kompensierte er durch entsprechend große Geradeausfluganteile unter den Reihungen. Für eine weitere Runde hätte es aber wohl nicht gereicht, denn von Südwesten kommend, beendete die Gewitterlinie den Tag frühzeitig. 133,97km/h (121,24 Punkte) bringen Stefan in der Speed-Wertung auf (Punkte-)Rang 2 des Wochenendes. Nur wenig langsamer, dabei teilweise gemeinsam mit Stefan unterwegs waren Karsten Leucker & Sebastian Dierks. Von Ober Mörlen aus gestartet, flogen auch sie über Taunus und Hunsrück. 130km/h (117,89 Punkte) lautete am Ende ihre Bilanz. Gemeinsam mit Jürgen Breitenfelder und Nuno Ferreira kann der AC Bad Nauheim die 11. Runde der Segelflug-Bundesliga für sich entscheiden, und zwar sehr souverän. Ihr Vorsprung auf den Zweitplatzierten, die SFG Giulini/Ludwigshafen, beträgt fast 50 Speed-Punkte, dann aber nur knapp dahinter folgt der LSV Rinteln. Der amtierende Meister kann damit in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter ausbauen. Landet der FSC Odenwald Walldürn (122 Punkte) zumindest im Mittelfeld der 15 gewerteten Teams landen, lässt das SFZ Königsdorf (134 Punkte) Federn. Für die Bayern kann lediglich Mathias Schunk punkten - Rundenplatz 15. Leider zahlt sich auch für den FSV Eisenhüttenstadt der tolle Flug von Andreas Kühl nicht aus, denn sein Flug blieb der einzige dieser Runde für die Brandenburger.
Freude dürfte dagegen in Pirna geherrscht haben, denn neben Thomas Melde bringen u.a. auch Benjamin Schüch und Lutz Ebert ihre Flüge in die Wertung. Nachdem die Sachsen in dieser Saison bereits 4x Rang 2 belegten, schaffen sie damit ihren ersten Rundensieg, gefolgt vom Aero Club Berlin und dem AC Braunschweig. Die Konstanz der Pirnaer zeigt sich eindrucksvoll in der Tabelle, die sie nun mit 42 Punkten Vorsprung vor der SFV Mannheim mehr als souverän anführen.
Nach einer anhalten wechselhaften und zeitweise windigen Woche sehen die ersten Prognosen für Runde 12 ebenfalls nicht nach einfachem Wetter aus. Der erste Satz dieses Rückblicks könnte auch an dieser Stelle stehen - ausser, dass die Luftmasse wohl etwas kühler sein wird.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag













 


Ein Blick zurück: So hat der OLC den Segelflug revolutioniert Friday, 23. July 2021 translate news

Erinnert sich noch jemand, wie vor der Jahrtausendwende die dezentrale Wettbewerbsszene aussah? Kennt noch jemand die Zeit aus den Jahren vor 1999, als der OLC aus der Taufe gehoben wurde? Was heute als völlig selbstverständlich gilt, lag – gerade einmal 20 Jahre zurückgeblickt – hinter dem Vorstellungshorizont der allermeisten von uns.

Im Vor-OLC-Zeitalter gab es allein die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug mit der Wertung von drei angemeldeten Flügen. Wer was in diesem Wettbewerb erreicht hatte, erfuhr man Monate nach dem Flug, mitunter standen die Sieger erst im November zum Segelfliegertag fest. Die DMSt wurde im Verborgenen geführt.

Der OLC hat den Segelflug aus diesem Dornröschenschlaf geweckt. Es war Reiner Roses Idee und Verdienst, 1999 das damals noch junge World Wide Web – es war ja erst 1993 öffentlich verfügbar – und die GPS-Dokumentation von Flügen zusammenzubringen. Die GPS-Dokumentation erlebte bei den Segelflug-Weltmeisterschaften 1995 in Neuseeland ihre Geburtsstunde im Wettbewerbssegelflug. Vorher wurde mit Zeitkameras beziehungsweise Zeitnahmen an Start- und Ziellinie dokumentiert, dezentrale Flüge bezeugten Fotos von Abflugort und Wendepunkten. Die Geschwindigkeitswertung gehörte in den Bereich der Utopie.

In dieses abseits jeder Öffentlichkeit laufende Wettbewerbsgeschehen brachte der OLC mit einem Schlag die weltweite tagesaktuelle Wertung und gleichzeitig als absolute Neuerung die Geschwindigkeitswertung. Und jetzt waren auch Flugwege und Höhenschriebe öffentlich. Mit einem Mal konnte jeder die gemeldeten Streckenflüge bis ins kleinste Detail nachvollziehen.

Das Dokumentationsgeschehen hat der OLC damit geradezu revolutioniert und dem Strecken- und auch Wettbewerbsegelflug zu einen Leistungsschub verholfen, wie er nur mit der Verbreitung der Streckenflugtheorie durch Weltmeister Heinz Huth in den 1960er Jahren und der Einführung der Faserverbundbauweise für die Segelflugzeuge vergleichbar ist. Rennstrecken, Leewellenstandorte bei den unterschiedlichsten Windrichtungen oder die hot spots in den Alpen waren bald keine Geheimnisse mehr. Das Gebot hieß: analysieren, nachfliegen und steigern. Heute steht jedem Einsteiger oder Wettbewerbspilot, den eine bestimmte Region interessiert, dafür im OLC ein riesiges bis 2006 zurückreichendes Archiv für seine Vorbereitungen zur Verfügung.

Mit einen großen Beitrag zu dieser Leistungsexplosion hat der mit der GPS-Dokumentation erstmals möglich gewordene Verzicht auf die Anmeldung des Streckenflugvorhabens gebracht. Ohne den Anmeldezwang konnte noch während des Fluges die Streckenwahl so modifiziert werden, dass zum Tagesende die größtmögliche Distanz herauskam. Nicht mehr die Qualität der Wettervorhersage, das heißt die Erreichbarkeit von Wendepunkten nahe Wettergrenzen, bestimmte den Wettbewerbserfolg, die größtmögliche Tagesdistanz, sondern der geschulte meteorologische Blick des Piloten und dessen Flugwegwahl.  Mit der freien Wendepunktwahl führte der OLC zugleich die Wertung über mehrere (sechs) Teilstrecken ein und erleichterte so noch einmal das Erfliegen größtmöglicher Tagesdistanzen.

Möglich gemacht hat diese Revolution die ehrenamtliche Organisation und vor allem die Verbandsunabhängigkeit des OLC-Organisationsteams. Das bescherte den Machern eine bis dahin im organisierten Sport unbekannte Denk- und Handlungsfreiheit. Es konnte kein traditionsverhafteter Funktionsträger reinreden. Neues war ohne weitreichende Abstimmungsarbeit in Gremien und Untergremien auf kurzem Weg zur Einführung beschlossen.

Und da war dann auch auf einmal der Streckensegelflug ein Wettbewerbssport für die gesamte Segelflugsaison! Ging es zuvor nur um die drei und dann sechs größtmöglichen, sprich punkthöchsten Flüge, die sich in Deutschland nach dem Frühjahr kaum mehr toppen ließen, schuf die Idee der Segelflug-Bundesliga mit ihrer Formel-1-Wertung den spannenden Vergleich über die gesamte Saison und das nicht nur für Einzelpiloten, sondern Vereinsmannschaften! Erfolgen nachjagen, die Spannung im Sport erleben, das können mit dem Ligafliegen jetzt auch all die Piloten mit zeitlichem Handicap, die sich nicht an der Jagd nach den größten Strecken beteiligen können. Beim Liga-Fliegen geht es nicht um episch lange, den ganzen Tag ausnutzende Flüge, es geht um 2,5 schnelle Stunden. Da können auch Piloten mit beschränktem Zeitbudget kräftig mitmischen.

Stillstand gibt es beim OLC keinen. Immer wieder fließen neue Ideen ein. Hinter allem aber steckt die Philosophie: So wenig Regeln und so einfach handhabbar wie möglich, keine Klassenwertung, aber alles, was die Motivation für den Segelflug steigert und den Breitensport in den Vereinen fördert!

Hinter dem allen steckt ein hochmotiviertes, in seiner Freizeit ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, das im Rahmen der gemeinnützigen GmbH Segelflugszene ohne jegliche Gewinnerzielungsabsicht arbeitet (im Gegensatz zu einer nicht gemeinnützigen, das heißt üblichen GmbH, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben muss). Nur ganz ohne Geld lässt sich nicht alles betreiben. Wer hier den OLC unterstützen will, kann dies mit einer jährlichen 12 € Kleinspende gerne realisieren. Wie das geht, das erfährt man auf der OLC-website unter OLC unterstützen. Der OLC bedankt sich dann für diese Kleinspende mit einem freundlich grinsenden OLC Sympathie-Smiley neben dem Teilnehmernamen in den Wertungen.

Gerhard Marzinzik


Looking back to the future: The OLC has revolutionized gliding Friday, 23. July 2021 translate news

Does anyone remember what the decentralized competitive scene looked like before the turn of the millennium? Does anyone know the time from the years before 1999, when the OLC was launched? What is taken for granted today was - just 20 years back - behind the horizon of the vast majority of us.

In the pre-OLC era there was in Germany only the German championship in distance gliding (DMSt) with the evaluation of three declared flights. Months after the flighst you found out who had achieved what in this competition. The DMSt was conducted in secret.

The OLC has awakened gliding from this deep sleep. It was Reiner Rose's idea and merit in 1999 to bring together the then still young World Wide Web - it was not publicly available until 1993 - and the GPS documentation of flights. GPS documentation was born at the 1995 World Gliding Championships in New Zealand in competitive gliding. Previously, time cameras or timekeeping at the start and finish line were used to document the flights, decentralized flights were documented by photos of the departure point and turning points. The speed rating belonged to utopia.

In this competition the OLC brought the worldwide daily rating and at the same time the speed rating as an absolute innovation. Flight paths and altitudes were got public. Suddenly everyone was able to analyse the reported cross-country flights down to the smallest detail.

So the OLC has revolutionized the documentation process and helped cross-country and competition gliding to a performance boost, as it can only be compared with the distribution of cross-country flight theory by world champion Heinz Huth in the 1960s in Germany and the introduction of fiber composite construction for gliders. Tracks, lee wave locations and the hot spots in the Alps were soon no longer a secret. The command was: analyze, follow up and improve. Today every newcomer or competition pilot interested in a particular region has a huge archive available in the OLC that goes back to 2006 for their preparations.

The waiver of declaration of the cross-country flights was possible for the first time with GPS documentation and made a major contribution to this explosion in performance. Without the obligation to declare the turn points the route selection could be modified during the flight so that the greatest possible distance was achieved at the end of the day. It was no longer the quality of the weather forecast, i.e. the accessibility of turning points near weather limits, that determined the success of the competition but the trained meteorological eye of the pilot and his choice of flight path. With the free choice of turning points the OLC also introduced the scoring over several (six) legs and thus once again made it easier to fly the greatest possible daily distances.

This revolution was possible due to the OLC’s the independence of the OLC organization team from other institutions. This gave the team a freedom of thought and action previously unknown in organized sport. No traditional functionary could speak in. New things were decided on a short route to introduction without extensive coordination work in committees and sub-committees.

And then gliding was a competitive sport for the entire gliding season! The idea of the glider league with its Formula 1 rating created an exciting comparison over the entire season and not only for individual pilots, but also for club teams! Chasing success, experiencing the excitement in sport, with league flying all pilots with a time handicap who cannot take part in the hunt for the biggest distances can now do that. League flying is not about epic long flights that take advantage of the whole day, it is about 2.5 hours of speed. Even pilots with limited time budgets can get involved.

There is no standstill with the OLC. New ideas keep coming in. But behind everything is the philosophy: only few rules and as easy to use as possible, no class rating, but everything that increases motivation for gliding and promotes popular sport in the clubs!

Behind all of this is a highly motivated organization team who work voluntarily in their free time and who work within the framework of the non-profit GmbH Segelflugszene without any intention of making a profit (in contrast to a usual GmbH, which must have an intention to make a profit). But not everything can be done without money. Anyone who wants to support the OLC can do so with an annual small donation of € 12. You can find out how to do this on the OLC website under OLC unterstützen Support OLC. The OLC then thanks for this small donation with a friendly grinning OLC sympathy smiley next to the participant's name in the ratings.

Gerhard Marzinzik


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

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OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 4. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 05./06.6.21 Monday, 07. June 2021 translate news

Samstag: Vor allem von der Nordsee bis hinunter in den SW liegt die Feuchte einer langgestreckten, wellenden Front, die sich im Tagesverlauf kaum weiter nach Osten verlagern sollte. Durch ein kleines Tief über den Alpen und im Bereich einer vorlaufenden Konvergenz war die Luftmasse ziemlich labil, wie man vor allem an den Temperaturen der Wolken-Tops im Mitteleuropa-Satellitenbild von 14 UTC (16 MESZ) sehen kann. Die Konsequenzen dieser Labilität schafften es teilweise sogar in die Nachrichtensendungen...
Nahezu ungestört war es dagegen in großen Bereichen östlich der Elbe bis nach Polen hinein, wo das Gros der Flüge vom Samstag absolviert werden konnte. Satellitenbild und Flugspuren zeigen aber auch, dass es - wenn auch kleinräumiger - auch in anderen Bereichen fliegbare Bedingungen gab.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

 

Sonntag: Eindeutiger war die Trennung zwischen fliegbar/nicht fliegbar dagegen am Sonntag: Lediglich ein paar einsame Spuren sind im Rheintal zu sehen, der Schwerpunkt lag dagegen erneut im Nordosten. Ein Blick ins Satellitebild (ebenfalls von 14 MESZ im Mitteleuropa-Ausschnitt) zeigt den Grund:  Die wellende Front hatte inzwischen den Rhein erreicht bzw. ihn im Norden bereits gequert. Bei sehr geringen Druckgegensätzen und entsprechend fehlenden Wind kam die Front dann aber kaum noch voran. Auch die vorlaufende Konvergenz war noch vorhanden und lag über dem Südosten Deutschlands, war dabei jedoch weniger aktiv als noch am Vortag.
Ungestört im Einfluss der trockenen Luft war weiterhin der Nordosten, wobei sich vor allem aus den südlichen Bereich erneut Cumuli bis weit nach Polen hinein streckten, die auch in den Basishöhen nochmals zulegen konnten, während es im Ostseeumfeld blau blieb.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

Wer hat was draus gemacht?
Voraussetzung für eine gute Ligawertung war natürlich der Zugriff auf das gute Wetter im Nordosten. Dass eine Teamleistung am Ende aber ein paar Punkte mehr bringen kann, zeigten die Piloten aus Königsdorf. Mit einem 75er-Schnitt und nur 2:14h Wertungszeit muss Mathias Schunk für seine Verhältnisse zwar den Eindruck gehabt haben, nach hinten aus der Polaren zu fallen, aber zusammen mit Christian Schöneis und Christian Uhl schaffen sie es, am Samstag 3 Flüge in die Wertung zu bringen und damit Rundenplatz 5 zu erreichen. Im Vergleich dazu war Michael Möker, der seinen Startplatz am Sonntag von Burgdorf nach Pritzwalk verlagerte, zwar deutlich schneller (134km/h), als Einzelkämpfer sprang am Ende für die Niedersachsen nur Rundenplatz 8 heraus.
Der Taktik, den Starpunkt ins gute Wetter zu legen, folgte auch der Rundensieger LSV Rinteln. Reinhard Schramme & Ralf Bödecker sowie Uli Gmelin & Michael Sasse brachten am Sonntag ihre Arcen in Reinsdorf an den Start, von wo aus auch Bernd Goretzki startete. Die Prognosen zeigten, dass Locktow zum Abend hin bereits im Zugriff der Konvergenz und ihrer Gewitter liegen sollte. Während Bernd und Reinhard/Rolf weite Strecken im engen Team über mehr als 800km unterwegs waren, gesellten sich Uli//Micheal vor allem auf dem schnellsten Liga-Teilstück dazu. Über die Waldrücken von Frankfurt/Oder bis weit nach Polen hinein und zurück bis in den Spreewald erflogen sie Schnitte von 130 bis über 140km/h. Am Ende summierten sich die Speed-Punkte auf 375 und bringen den Niedersachsen den Rundensieg in der Segelflug-Bundesliga. Für den mit rund 10 Punkten folgenden FSV Eisenhüttenstadt sorgt vor allem Sabrina Vogt für die Speed. Bereits am Samstag konnte sie 138km/h vorlegen und sich mit 130.45 Punkten hauchdünn vor Reinhard/Rolf (130.06) den punkthöchsten Liga-Flug dieser Runde verbuchen. Auch sie nutzte die bereits genannten Waldrücken nach Polen hinein. Dabei hatte Sabrina am Samstag mit "nur" 2000m Basis zwar rund 500m weniger Arbeitshöhe zur Verfügung als die Konkurrenz am Sonntag, sie musste dafür aber auch deutlich weniger kurbeln.
Nach zwischenzeitlicher Führung am Samstag erreichen die Niederlausitzer Rundenplatz 2 und auch Rang 3 geht ebenfalls nach Brandenburg, an den FK Brandenburg. Angeführt von Herbert Horbrügger erreichten sie mit Flügen am Samstag in Summe 312 Speed-Punkte und platzieren sich so noch vor dem HAC Boberg.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga schafft der FSC Odenwald Walldürn (57 Punkte) den Sprung an die Spitze und verdrängt die SFG Donauwörth-Monheim (56) auf Rang 2, Rinteln folgt direkt dahinter auf Rang 3 (54)
Insgesamt wurden 13 Teams in der Segelflug-Bundesliga gewertet, in der 2. Segelflug-Bundesliga sind es am Ende leider nur 8. Hier liefern sich der FCC-Berlin und der Aero Club Berlin ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem AC Pirna, das die Lüsseraner am Ende für sich entscheiden können. Bereits am Samstag hatten Gismut Schröder und Carsten Lindemann vorgelegt und gemeinsam mit Stefan Piaskowski bereits den zwischenzeitlichen Platz 1 eingenommen. Stefan konnte seinen Schnitt am Sonntag zwischen Elster und Oberlausitz nochmals deutlich verbessern. Er schafft mit 118km/h den punkthöchsten Flug in der 2. Segelflug-Bundesliga, wobei er seine Höhe am Ende für einen langgestreckten Endanflug unter die bereits auswehenden Cirrenschirme der Gewitter im Westen braucht. Der FCC-Berlin erreicht in Summe knapp 288 Punkte und gewinnt diese Runde. Lag am Samstag noch der Aero Club Berlin auf Rundenplatz 2, mussten sie am Sonntag dann doch noch den AC Pirna vorbeiziehen lassen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleitung erreichen die Sachsen 273 Speed-Punkte und können die von Reinsdorf aus fliegenden Berliner (268 Punkte) um knappe 5 Punkte auf Rang 3 verweisen.
Zwar gab es für den Rundensieger nur 16 Punkte, der AC Pirna (54 Punkte) konnte damit dennoch die Führung in 2. Segelflug-Bundesliga übernehmen und durchbricht gleichzeitig als 1. Team auch die 1000er-Marke bei den Speed-Punkten, kanpp dahinter liegen Mannhem (51) und Eichstätt (46).
Auch die Woche bleibt es noch bei einen schwachen Wind und unter leichtem Hochdruckeinfluss werden Feuchte und Labilität langsam weniger/ausgeräumt. Auch zur kommenden Runde deuten erste Prognosen auf einen anhaltenden Hochdruckeinfluss hin.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

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Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 04. June 2021 translate news

herausgegeben am 04.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt, bei schwachen Druckgegensätzen, eine Grenze zwischen trockener Festlandsluft im Osten und Norden und labiler Warmluft im Westen und Süden etwa auf einer Linie westliche Deutsche Bucht-Erzgebirge. Südlich davon entwickelt sich zum Teil schon in den Frühstunden teils kräftige Konvektion, die sich im Tagesverlauf intensiviert. Am Morgen hat sich zudem örtlich eine feuchte Grundschicht gebildet, die sich am Vormittag auflöst.
Am SONNTAG hält sich nordöstlich der Elbe weiterhin die trockene Luft, sonst bleibt die labile Warmluft vor allem noch in einem Streifen vom südlichen Niedersachsen bis nach Sachsen und Bayern mit hochreichender Konvektion wetterbestimmend. Nach Westen hin gerät die
Luftmasse unter schwachen Hochdruckeinfluss und wird damit verbunden zwischenzeitlich stabilisiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist im Süden und Westen durch Abschirmung und häufige Überentwicklungen kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen. Auch im Ostseeküstenbereich mit auflandigem Wind wird es kaum nutzbare Thermik geben. Sonst ist im Nordosten mäßige, teils auch gute Thermik zu erwarten. Die maximale CU-Basis wird bei 1400-1800 m liegen.
Am SONNTAG wird es im Westen und Süden durch abschirmende Bewölkung und zahlreiche Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik geben. Im Nordosten ist mäßige, teils gute Thermik zu erwarten, zeitweise stören abschirmende Wolkenfelder. An der Ostseeküste ist bei auflandigem Wind kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist die Thermik durch häufige Überentwicklungen kaum nutzbar. Nur in Sachsen kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, die allerdings ebenfalls durch Überentwicklungen gestört ist.
Am SONNTAG kann sich unter dichter Bewölkung keine nutzbare Thermik entwickeln, im Osten treten zudem weiterhin gebietsweise Überentwicklungen auf. Nur im äußersten Osten Sachsens kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, durch mittelhohe und hohe Wolkenfelder teils gedämpft.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kaum nutzbare Thermik. Verbreitet liegt geschlossene SC/CU Bewölkung über Süddeutschland, ab dem späten Vormittag rege Schauer und Gewitteraktivität.
Am SONNTAG ganztags abgeschirmt und keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 



 


The expert tip: Kiripotib (Namibia) Thursday, 03. June 2021 translate news


For all amongst you finding the European season too short, and for those who perceive the duration of restrictions due to the Covid-pandemic as too long, we have good news: by end of October 2021, we are planning flight operations in Kiripotib better than ever!

8 Arcus (one of them an Arcus 2.0), 4 Ventus 3M and 1 Antares 23E will support you in realizing your dreams. Regardless if you’re aiming for new records, for competition in the OLC, or just for enjoying Namibia from above – we strive to set the optimum framework.

Also our intensive course “Flying with the Champions“ takes place again, first week from 30.10. until 05.11.2021, second week from 06. till 12.11.2021. For this event though we can only note your name in a waiting list, in case someone cancels on short notice.

After the compulsory break last winter, we are starting with renewed vigour into the next Namibia-season, if you feel like it just contact us at: info@kiripotib-soaring.com

 

We are looking forward to you and to a lot of spectacular adventures in the Kalahari skies!

 

The Kiripotib-Soaring Team

 

 


 


Der Experten-Tip: Kiripotib (Namibia) Thursday, 03. June 2021 translate news

Für alle denen die Europäische Saison zu kurz ist, und für die die Einschränkungen durch die Covid-Pandemie schon zu lange dauern, gibt es eine gute Nachricht: Im Segelflugzentrum Kiripotib geht es ab Ende Oktober 2021 wieder so richtig zur Sache!

8 Arcus (davon ein Arcus 2.0), 4 Ventus 3M und 1 Antares 23E werden helfen Träume umzusetzen. Egal ob Rekordversuch, der Vergleich im OLC, oder einfach Namibia aus der Luft genießen – man bemüht sich um die optimalen Rahmenbedingungen.

Auch unser Intensivlehrgang „Flying with the Champions“ findet wieder statt, die erste Woche vom 30.10. bis 05.11.2021, die zweite Woche vom 06. bis 12.11.2021. Hier gibt es allerdings nur noch Plätze auf der Warteliste, für den Fall einer kurzfristigen Absage eines Teilnehmers.

Gestartet wird nach der Zwangspause im letzten Winter mit neuem Elan in die nächste Namibia-Saison. Wenn die Lust geweckt ist, kontaktiert doch einfach das Kiripotib-Soaring unter: info@kiripotib-soaring.com

 

Man freut sich auf Euch und auf viele neue spektakuläre Erlebnisse über der Kalahari!

 

Das Kiripotib-Soaring Team

 



 

 

 


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