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Late Night Soaring: Flug des Monats Juli Wednesday, 04. August 2021 translate news

Bereits zum fünften Male werden Benjamin Bachmaier und Mathias Schunk im Rahmen von Late Night Soaring mit dem auserwählten Piloten den Flug des Monats besprechen. Soviel vorneweg sei gesagt: beim Flug des Monats Juli gibt es ein absolutes Novum beim Flug des Monats!

Am Donnerstag, 5.8. um 20:30h wird bekanntgegeben, wer der Gewinner ist: https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
 

Mathias Schunk

 



 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 12. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 31.07./01.08.21 Monday, 02. August 2021 translate news

Runde 12 - um bei der Gelegenheit ein paar "olympische Phrasen" zu bemühen: Die Liga biegt auf die Zielgerade, jetzt geht es darum, sich die besten Positionen für den Endspurt zu sichern.

Samstag: Dominierte am Vortag noch Warmluft, fand über Nacht ein deutlicher Wechsel statt: Im Einfluss eines Tiefs, das am frühen Nachmittag über Schleswig-Holstein/Dänemark lag, floss eine deutlich kühlere Luft herein. Die Reste einer ersten, schwachen Kaltfront sind noch zwischen Donau und Alpen erkennbar. Die wellenden Strukturen im Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) im Südwesten und die klaren Reihungen der aufgelockerten Cumuli sind dabei ein Zeichen für den deutlich spürbaren Wind.
Je näher am Tief-Zentrum, um so stärker machten sich auch Feuchte und Labilität bemerkbar. Vor allem nordwestlich der Linie Mosel - Havel zeigen sich die typischen Strukturen labiler und schauriger Kaltluft.
Nach den vorhergehenden Runden war also dieses Mal auch der Wind ein nicht zu vernachlässigender Faktor, aber dazu gleich mehr.
Aber natürlich nicht nur aus diesem Grund folgen die meisten Flugspuren vom Samstag besagten Reihungen im Wind.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Tiefdruckeinfluss, Kaltluft und Labilität waren dann auch das Wetter-Programm für den Sonntag. Das Tief war inzwischen über Südskandinavien angekommen und zwischen der weiter im Süden und Südosten liegenden Front sowie einem neuen Frontensystem, das von der Nordsee hereinzog, konnte zumindest in einem Streifen dazwischen die Luftmasse durch Absinken etwas stabilisieren. Weniger gereiht als am Vortag und immer wieder durchsetzt mit Überentwicklungen und Schauern waren die Bedingungen aber alles andere als einfach.
Letztlich fanden deutlich weniger Flüge als noch am Sonntag den Weg in die Wertungslisten, wobei es noch einen deutlichen Schwerpunkt der Flugspuren im Südwesten - und hier vor allem im Bereich Hunsrück, Taunus, Pfalz, Rhein/Neckar - gab.

Meteosat 8: Der Sonntag
 

Wer hat was draus gemacht?
Spannend ist natürlich die Frage, wer hat es geschafft, die Reihungen und den (Rücken-)Wind innerhalb der Wertungszeit optimal zu nutzen?
Am schnellsten Flug der Runde von Claus Triebel kann man sehr gut - wie ich finde - ein paar wesentliche Faktoren gut erkennen. Klar, die Kurswahl erfolgte am Samstag von der Ottengrüner Heide aus entlang der Reihungen. Aber, vor den Lohn hat das Wetter erst einmal den Gegenwind gesetzt. So begann Claus' Wertungszeit erst kurz vor Erreichen des Mains bei Kitzingen. Die ersten gut 20km ging es noch gegen den Wind. Kreislos, aber mit einem deutlichen Höhengewinn von rund 400m, was die knapp 110km/h auf dem kurzen Schenkel relativiert. In den Rückenwind gedreht ging es dann deutlich zügiger - aber weiter kreislos - voran. Querab vom Startplatz kurbelte er dann das einzige Mal auf dem 1. Rückenwindschenkel, um dann direkt wieder auf Kurs gegen den Wind zu gehen. Der 3. Schenkel war dann wieder kreislos, bevor er bei Bamberg wendete, um den letzten Wertungsschenkel anzugehen. Wieder mit Rückenwind waren die 2 Bärte mit guten Steigwerten keine Bremse mehr. Noch ein letztes Stück geradeaus und mit Ablauf der 2,5h ging es dann zurück in Richtung Heimat. Am Ende bekommt der Flug mit 145,96km/h (127,75 Punkte) das Prädikat "schulbuchmäßig".
Ganz ähnlich waren für den FSV Eisenhüttenstadt Andreas Kühl (145,34km/h; 127,21 Punkte) und Sebastian Bode (137,69km/h; 121, 31 Punkte) unterwegs. Ihre Flüge waren auf 2 Schenkel (und ein bisschen) ausgelegt: Erst flog Andreas ein ebenfalls gegen den Wind.  Sein erster Gegenwindschenkel war mit rund 50km etwas länger als der von Claus, aber auch hier waren nur wenige Kreise nötig, um die Höhe fast zu halten. Die Wende lag dann bei Torgau. Auf dem zweiten Schenkel war der Rückenwind natürlich ein Beschleuniger und mit einem Stundenmittel von über 160km/h waren er dabei bis zur Wende nördlich von Posen sogar schneller als Claus auf seinen Rückenwindschenkeln. Offenbar war die Wende in Torgau auch als Treffpunkt gewählt, denn Sebastian hatte dorthin nur ein kurzes Stück zu fliegen. Von dort aus waren Andreas und Sebastian im Team unterwegs, biss sie sich nach gut einer Stunde wieder trennten. Nach den Flugspuren sieht es so aus, als hätte Sebastian eine Reihung weiter südlich genommen, wobei er dort im Vergleich zu Andreas immer etwas tiefer und am Ende auch etwas langsamer war. Darüber hinaus musste er zum Schluss, um die 2,5h voll zu machen, nochmal ein gutes Stück gegen den Wind vorfliegen. Trotzdem erreichte er noch den viert-schnellsten Flug der Runde. Vier? Ja, rein rechnerisch fehlt da noch ein Flug, nämlich der von Reinhard Schramme & Ralf Bödecker (141,091km/h; 127,61 Punkte). Die fehlenden Reihungen kompensierten die Rintelner an den Hängen zwischen Wiehengebirge und Ith.
Dass auch der Sonntag auch für einen schnellen Flug tauglich war, zeigte Mattias Arnold, der zwischen Rhein und Saar nördlich des Pfälzer Waldes immerhin noch 138,78km/h (121,47 Punkte) auflegte.
So knapp wie die Punkteabstände der schnellsten Piloten, waren am Ende auch die Punkteabstände in der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Nico Klingspohn und Dennis Polej nutzten ebenfalls den Hang, während Marianne Hagemann von aus Klix aus unterwegs war. Der LSV Gifhorn kann in der Summe mit 348,84 Punkten die Runde ganz knapp vor dem LSV Rinteln (347,20 Punkte) für sich entscheiden. Nur weniger als 1 Punkte dahinter folgt bereits die SFG Steinwald (346,56 Punkte).
Nicht ganz so knapp war das Ergebnis in der 2. Segelflug-Bundesliga: Auch hier (f)liegt ein Verein aus Niedersachsen ganz vorne, denn der LSV Bückeburg-Weinberg nutzt seinen Heimvorteil. Mit einer LS1-f, einer LS1-d und einer ASK21 fliegen die Bückeburger Christian Baton, Mike Nierste und Tobias Focke mit 326,57 Punkten an die Spitze des Unterhauses. Auf Rundenplatz 2 meldet sich der SFV Mannheim (315,99 Punkte) zurück, gefolgt vom SFZ Ottengrüner Heide (297,16 Punkte)
Natürlich nur ein Zufall, aber die Punkte der führenden Duos in beiden Ligen sind nach dieser Runde in beiden Bundesligen identisch - und damit wohl auch die Zielstellungen für die letzten 3 Runden. Die führenden Teams aus Rinteln bzw. Pirna (jeweils 173 Punkte) haben einen Vorsprung zu verteidigen, die direkten Verfolger aus Königsdorf bzw. Mannheim (jeweils 139 Punkte) müssen ihre Ambitionen auf den vordersten Platz aber noch nicht begraben, denn noch sind 3 Runden zu fliegen - und damit auch noch 60 Punkte zu vergeben. In der Segelflug-Bundesliga hat darüber hinaus auch der FSC Odenwald-Walldürn noch Chancen, ganz nach oben zu fliegen.
Über das Wetter der kommenden Woche verliert man nicht gerne Worte - die Hoffnung bleibt, dass zur kommenden Runde dann eine Besserung einsetzt - aber wie sagt Heiko Hertrich immer so schön: "Die Big Points werden bei schlechtem Wetter gemacht..."

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag















 


OLC-FlightFinder: easy flight search Friday, 30. July 2021 translate news

There are over 1.5 million flights in the OLC archive! A real treasure when it comes to using them for planning a vacation or a competition. Then such questions are extremely interesting as: Which flights were completed in the planned period at the holiday or competition location, what directions did they prefer, how big were the flights? All this can now be found out in preparation in OLC with just a few clicks with the new OLC function FlightFinder - and much more.

The FlightFinder now makes it particularly easy to find these flights. An input mask asks for the most important selection parameters, the take-of location, the period or a time span within a flying season, namely over the years back to OLC 2006/2007. You can restrict the search to a club, a pilot or a glider type, for example if you only have an older club-class glider available and are looking for a comparison. The search is also possible for several airfields in order to cover a region.

So that not all short flights are also served, the search can be restricted by a certain number of scoring points. The sorting criterion for the search is always the number of points. It should be noted that the flights are not always directly comparable according to their rating, because the OLC rules have changed over time. A statistical comparison is always possible.

Just give it a try: Call up the FlightFinder and search for flights. For example, that of your own club at the popular airfield for holidays. Also interesting: Who in the club has completed the biggest (highest point) flights over the years? What were my best flights? The search criteria can be combined in any way, including the country selection from the OLC menu.

But everything is not always perfect: If you find weak points on the FlightFinder, please report them to OLC help@onlinecontest.org. We'll take care of it then.

Gerhard Marzinzik


OLC-FlightFinder: Flugsuche ganz bequem Friday, 30. July 2021 translate news

Im OLC-Archiv stecken über 1,5 Millionen Flüge! Ein wahrer Schatz, wenn es darum geht, sie für die Planung eines Urlaubs, Fliegerlagers oder Wettbewerbs zu nutzen. Dann sind so Fragen hochinteressant wie: Welche Flüge wurden in dem vorgesehenen Zeitraum am Urlaubs- oder Wettbewerbsort absolviert, wohin haben sie sich orientiert, wie groß wurde geflogen? All das kann man jetzt für Vorbereitung im OLC mit ganz wenigen Mausklicks mit der neuen OLC-Funktion FlightFinder herausfinden – und noch viel mehr.

Das Zusammensuchen dieser Flüge macht der FlightFinder jetzt besonders leicht. Eine übersichtliche Eingabemaske fragt die wichtigsten Auswahlgrößen ab, den Startplatz, den Zeitraum, oder eine Zeitspanne innerhalb einer Flugsaison und zwar über die Jahre zurück bis zum OLC 2006/2007. Man kann die Suche auf einem Club einschränken, einen Piloten oder ein Flugzeugmuster, wenn man zum Beispiel nur ein älteres Clubklasse-Flugzeug zur Verfügung hat und dafür den Vergleich sucht. Die Suche ist auch gleich für mehrere Startplätze möglich, um so eine Region abzudecken.

Damit nicht auch alle kurzen Flüge mit aufgetischt werden, kann die Suche nach solchen ab einer bestimmten Punktzahl eingeschränkt werden. Sortierkriterium der Suche ist immer die Punktzahl. Dabei ist zu beachten, dass die Flüge nach ihrer Wertung nicht immer direkt vergleichbar sind, weil sich im Lauf der Zeit die OLC-Regeln verändert haben. Ein statistischer Vergleich ist damit aber immer möglich.

Einfach mal ausprobieren: Den FlightFinder aufrufen und nach Flügen suchen. Zum Beispiel die des eigenen Clubs am beliebten Fluglagerort. Auch interessant: Wer im Verein hat über die Jahre die größten (punkthöchsten) Flüge absolviert? Was waren meine besten Flüge? Die Suchkriterien lassen sich beliebig miteinander verbinden, einschließlich der Landesauswahl vom OLC-Menü.

Aber nicht immer ist alles perfekt: Wer beim FlightFinder Schwachpunkte findet, meldet sie bitte an OLC help@onlinecontest.org . Wir kümmern uns dann.

Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 30. July 2021 translate news

herausgegeben am 30.07.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAGmorgen erstreckt sich die bereits erwähnte Kaltfront mit ihrer leicht labilen, mäßig warmen Meeresluft von der Grenze zu Polen über Nordbayern bis zum Schwarzwald. Vorderseitig bleibt für weite Teile Süddeutschlands sowie in den Alpen bis zum Abend hochreichend labile und feuchte Warmluft wetterbestimmend. Rückseitig der Kaltfront fließt mit aufgefrischter südwestlicher bis westlicher Strömung zunächst trockene und stabile Luft ein. Mit dem Randtief, das von der Nordsee unter Abschwächung Richtung Südschweden zieht, wird die Luftmasse jedoch von Nordwesten her bis in die Bereiche von Rügen bis zur Eifel teils hochreichend labilisiert und angefeuchtet.
Am SONNTAG wird die Kaltfront durch die auf Süd drehende Höhenströmung wieder etwas nordwärts geschoben. Dadurch bleibt in den Bereichen von der Schweiz bis nach Oberfranken sehr feuchte, durch den Einfluss eines Bodenhochs über Frankreich mittlerweile stabile Luft wetterbestimmend. Auch die hochreichend labile Warmluft südostwärts davon wird langsam stabilisiert. Nordwestlich der Kaltfront bleibt die Luft verbreitet feucht und hochreichend labil. Lediglich in einem schmalen Streifen von Brandenburg bis ins Saarland ist die Luftmasse etwas trockener und etwas stabiler.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SONNABEND ist in Nordseenähe bei einer CU-Basis um 600 m kaum nutzbare Thermik zu erwarten, während sie nach Südosten hin bei einer CU-Basis von bis zu 1800 m gut sein wird. Dabei ist die Thermik zerrissen und vor allem im Nordwesten durch Überentwicklungen
gestört, gebietsweise stören auch Ausbreitungen.
Am SONNTAG ist bei einer CU-Basis um 700 m im Nordwesten und um 1500 m im Osten mit mäßiger, im Osten auch guter Thermik zu rechnen. Dabei stören gebietsweise abschirmende Wolkenfelder und nach Westen hin auch Überentwicklungen. Im Westen und in der Mitte ist die Thermik zeitweise zerrissen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Thermikbeginn am späten Vormittag. Danach unter Kaltluftzufuhr vom Saarland/von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen/Oberfranken oftmals Ausbildung guter CU-thermik bis etwa FL055-065, die jedoch durch lokale Abschirmung gedämpft wird. Nördlich der Mainlinie generell Tendenz zu zerrissenen Thermikansätze. Im Südosten bei abdeckender Bewölkung nur kaum nutzbare Thermik zu erwarten.
SONNTAG: Verbreitet durch Abschirmung oder vermehrten Überentwicklungen kaum bis nicht nutzbare Thermik zu erwarten.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und am SONNTAG durch Abschirmung und Überentwicklungen keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 









 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 6. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 19./20.6.21 Monday, 21. June 2021 translate news

Irgendwie ist die Atmosphäre auch nichts anderes als ein Schnellkochtopf. Heizt man zu viel und hält das Ventil zu, fliegt einem dann irgendwann der Deckel um die Ohren ...
Die Vorwoche hatte die Aufgabe des Deckels ein Hoch über Osteuropa übernommen, während die Sonne immer mehr Energie in das System gepumpt hat und der Boden als Heizplatte fungierte. Dabei hatte sich der Deckel nach und nach begonnen, anzuheben, wie viele Flüge gerade aus der zweiten Wochenhälfte zeigen, wo man in den Barogrammen die Tag für Tag ansteigenden Basiswerte beobachten konnte.
Samstag: Auch der Samstag stand noch voll im Zeichen der inzwischen sehr heissen und zunehmend labilen Luftmasse, die vor allem noch im Osten und Süden lag. In den Westen/Nordwesten war in der Nacht tatsächlich etwas "Kaltluft" eingeflossen, wie man sie eigentlich korrekterweise nennen müsste, auch wenn sie eigentlich eine "nur ein bisschen weniger heisse Luft" war. Die war etwas stabiler, während die richtig heisse Luft vor allem im Osten und Südosten mehr und mehr begann überzukochen - gut zu sehen auf der visuellen Aufnahme in Kombination mit den Blitzen von 15 UTC (17 MESZ).
Über West-Frankreich hatte sich zu der Zeit bereits eine Gewitterlinie gebildet, die dann in der Nacht zum Sonntag als "konvektiver Cluster" u.a. dem Westen teils schwere Unwetter brachte.
Die Flugspuren zeigen, dass nicht viele die Herausforderungen der Luftmasse angenommen haben -, aber sie liegen auch weit verteilt, wobei die Linien über der Alb und zwischen Fichtelgebirge und Bayerischem Wald etwas herausragen.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 15 Uhr UTC


Sonntag: Die Reste des Clusters der Nacht zogen am Sonntag dann in Richtung Ostsee ab. Zurück blieb eine häufig dampfige, weiterhin sehr warme Luftmasse. Im Einfluss eines kleinen Tiefs über BeNeLux hatte die Südwestströmung vorübergehend etwas zugenommen. Während vor allem über dem Süden teils dichte Cirrenschirme (Reste eines weiteren Clusters über dem Golf von Genua) zogen, konnten sich vom Westen bis in den Norden ein durchaus positives Himmelsbild entwickeln. Die Niederschläge der Nacht hatten aber zur Folge, dass die Bedingungen nicht unbedingt mit der Optik mithalten konnten.
Zumindest einige Flugspuren im Nordwesten zeigen, dass die Reihungen im Wind genutzt werden konnten - oder man nutzte quer zum Wind die Hänge.

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15 Uhr UTC

Wer hat was draus gemacht?
Die Verteilung am Samstag zeigt, dass in vielen Regionen geflogen und gepunktet werden konnte. Und blickt man auf die Flüge vom Sonntag, zeigt sich ebenso, dass die Runde bereits mit dem Zwischenstand vom Samstag-Abend weitgehend entschieden war. Immerhin konnten in der Segelflug-Bundesliga 29 Teams und in der 2. Segelflug-Bundesliga 27 Teams Flüge in die Wertung bringen.
Die schnellsten Flüge fanden erwartungsgemäß im Südosten statt. Für einen hohen Schnitt gehörte hier aber dann doch mehr dazu, als über den Kämmen unter den gereihten Cumuli mit hoher Basis entlang zu knallen. Bereits gegen 12 Uhr hatten sich über dem südlichen Bayerischen Wald Cumuli entwickelt, um nur wenig später bereits abzuschauern. Am späteren Nachmittag war dann im Gegenzug der nördliche Bereich bis auf das westliche Erzgebirge mit den Gewittern dran.
So musste also auch das Timing passen. Die Möglichkeiten, zu Beginn nach Süden zu fliegen und anschließend die Speed nach Norden zu machen, zeigen die beiden schnellsten Flüge des Speed-OLC von Marc Fuchs & Ludwig Mehler sowie Max Schiedeck. Von Erbendorf beziehungsweise Schwandorf aus erreichten sie 140,9/138,7km/h. In Speed-Punkten umgerechnet waren dies die beiden Flüge dieser Runde mit mehr als 120 Punkten. Trotz hoher Basis von bis zu 2400m (es ging aber offenbar noch deutlich höher) kamen sie dabei auf einen Kurbelanteil von gut 16%, wobei die mittlere realisierte Steiggeschwindigkeit von rund 2,2m/s trotzdem ein schnelles Vorankommen ermöglichte. Sie führten ihre Teams damit auf Rundenplatz 1 und 2. Für den Rundensieger SFG Steinwald waren noch Michael Buck (114 Punkte) und Reinhold Thoma (108 Punkte) schnell unterwegs. In der Summe erreichten die Oberpfälzer 350 Punkte und lagen damit klar vor dem FLC Schwandorf (339 Punkte), für die neben Max auch noch Hans Buhlmann und Christoph Klenk für die Punkte sorgten. Dritter wurde der FSV Eisenhüttenstadt (329 Punkte), die von dort aus die guten und ebenfalls hohen, Entwicklungen in Richtung Oberlausitz ausnutzen konnten, bevor auch hier am späteren Nachmittag ausblasende Cirrenschirme den Tag beendeten.
Signifikante Änderungen an der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga gab es am Sonntag nicht mehr, zumindest der amtierende Meister aus Rinteln konnte im Hangwind noch einen Platz gut machen und landete hinter dem FSC Odenwald Walldürn auf Platz 5.
Auch in 2. Segelflug-Bundesliga wurden die höchsten Schnitte über den Kämmen im Südosten geflogen, wobei am Schnellsten ein Hannoveraner Team war. Vom Feuerstein aus nutzen Andreas Werscheck & Matthias Reich die guten Bedingungen für einen Schnitt von 131,9km/h (119,4 Punkte) aus. Allerdings war dies die einzige Meldung für die Niedersachsen und so führte Philipp Pollinger (117,4 Punkte) den AC Weiden an die Spitze dieser Runde. Neben Bernd Morawitz zeigt Julius Werner mit einer LS4, dass man auch mit weniger Kreisen schnell vorwärts kommen konnte, denn sein Kurbelanteil lag am Ende bei lediglich 7%. Der AC Weiden (340 Punkte) entschied die Runde damit klar für sich, gefolgt vom AC Pirna. Die in dieser Saison sehr konstant fliegenden Sachsen nutzten anfänglich die Entwicklungen über dem Erzgebirge. Den dort aufkommenden Überentwicklungen entgehend, flogen sie anschließend in die mit fast 2500m Basis noch sehr gut entwickelte Lausitz. Kai Glatter, Uwe Augustin und Franco Fritzsch summieren ihre Punkte auf 306,9, dahinter folgt auf Platz 3 die LSG Hersbruck (292 Punkte). Dass auch die Alpen eine gute Möglichkeit waren, der Hitze zu entfliehen, zeigten die Flüge des AFZ Unterwössen (258 Punkte), die in der Rundenabrechnung knapp vor der SFV Mannheim (252 Punkte) landen.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga führt weiter der FSC Odenwald Walldürn (92 Punkte), die ihren Vorsprung auf den LSV Rinteln (86) um einem Punkt vergrößern können. Das SFZ Königsdorf (75) verdrängt als Dritter die SFG Donauwörth-Monheim (65) auf Platz 4.
In der 2. Segelflug-Bundesliga bleibt es bei dem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pirna (89 Punkte) und dem SFV-Mannheim. Noch punktgleich in der Vorwoche kann Pirna nun einen knappen Vorsprung erfliegen und hat nun die alleinige Spitzenposition inne. Der Abstand zum Dritten SSV Ludwigshafen/Rhein beträgt bereits 25 Punkte.
Die kommende Woche ist von einer Wetterumstellung geprägt und in der zweiten Wochenhälfte schwenkt endlich der Trog durch. Es bleibt aber sehr schwachwindig. Ob, wann und wie sauber die Warmluft und Feuchte ausgeräumt werden, ist daher noch ziemlich offen. Zumindest sehen die ersten Prognosen - bei aller Unsicherheit - zur kommenden Runde wieder verbreitet fliegbares Wetter, aber auch einen neuen Trog als potentiellen Spielverderber. Für Spannung ist also auch beim Wetter weiter gesorgt.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

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OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag







 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 18. June 2021 translate news

herausgegeben am 18.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Tief über der Nordsee und Dänemark zieht Richtung Südschweden. Damit dreht die Strömung auf Südwest und die in den letzten Tagen eingeflossene feuchtlabile Warmluft überquert das Vorhersagegebiet ostwärts und beeinflusst am Abend noch weite Teile der Alpen sowie den Osten Deutschlands. Rückseitig hat ein Hoch über der Nordsee die Luft verbreitet abgetrocknet und stabilisiert. Ein weiteres Tief verlagert seinen Schwerpunkt im Tagesverkauf vom Süden Frankreich nordwärts und bringt am späteren Nachmittag und Abend einen weiteren Schwall hochreichen labiler und feuchter Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands.
Diese überdeckt bis SONNTAGmorgen wieder weite Teile im Westen Deutschlands von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Im Osten und Südosten startet der Tag mit trockener Luft und sich abschwächendem Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf formiert sich über dem Westen eine Konvergenz in der hochreichend feuchten und
labil geschichteten Warmluft. Diese kommt in den späten Abendstunden
bis in die Mitte Deutschlands und den zentralen Alpenbereich voran
und bleibt in der Nacht aktiv. Der äußerste Nordosten verbleibt in eher trockener, stabiler, aber heiße Luft und wird weitestgehend von
konvektiven Wettererscheinungen verschont.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten und Süden gute, im Nordwesten mäßige Thermik ausbilden. Die CU-Basen stiegen im Osten auf 1800-2200 m, im Südwesten auf 1500-1800 m und im Nordwesten auf 800-1200 m. Im Osten stören im Tagesverlauf zeitweise Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist in der Westhälfte nur zeitweise mäßige Thermik zu erwarten, häufig stören abschirmende Wolkenfelder und zeitweise Überentwicklungen. Im Osten ist überwiegend gute Thermik zu erwarten, die am Nachmittag von Westen her zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft nur mäßige, örtlich gute Wolkenthermik. Vor allem im Osten und im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Wolkenthermik, teils durch abschirmende Wolkenfelder gestört, nach Westen zu meist bereits vormittags durch Überentwicklungen gestört nach Osten ausbreitend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Thermik. Gebietsweise durch abschirmende Bewölkung und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Thermik, nach Westen hin durch abschirmende Bewölkung gestört. Im gesamten Gebiet durch starke Überentwicklungen gestört, Gefahr einer Gewitterlinie!
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 







 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 4. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 05./06.6.21 Monday, 07. June 2021 translate news

Samstag: Vor allem von der Nordsee bis hinunter in den SW liegt die Feuchte einer langgestreckten, wellenden Front, die sich im Tagesverlauf kaum weiter nach Osten verlagern sollte. Durch ein kleines Tief über den Alpen und im Bereich einer vorlaufenden Konvergenz war die Luftmasse ziemlich labil, wie man vor allem an den Temperaturen der Wolken-Tops im Mitteleuropa-Satellitenbild von 14 UTC (16 MESZ) sehen kann. Die Konsequenzen dieser Labilität schafften es teilweise sogar in die Nachrichtensendungen...
Nahezu ungestört war es dagegen in großen Bereichen östlich der Elbe bis nach Polen hinein, wo das Gros der Flüge vom Samstag absolviert werden konnte. Satellitenbild und Flugspuren zeigen aber auch, dass es - wenn auch kleinräumiger - auch in anderen Bereichen fliegbare Bedingungen gab.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

 

Sonntag: Eindeutiger war die Trennung zwischen fliegbar/nicht fliegbar dagegen am Sonntag: Lediglich ein paar einsame Spuren sind im Rheintal zu sehen, der Schwerpunkt lag dagegen erneut im Nordosten. Ein Blick ins Satellitebild (ebenfalls von 14 MESZ im Mitteleuropa-Ausschnitt) zeigt den Grund:  Die wellende Front hatte inzwischen den Rhein erreicht bzw. ihn im Norden bereits gequert. Bei sehr geringen Druckgegensätzen und entsprechend fehlenden Wind kam die Front dann aber kaum noch voran. Auch die vorlaufende Konvergenz war noch vorhanden und lag über dem Südosten Deutschlands, war dabei jedoch weniger aktiv als noch am Vortag.
Ungestört im Einfluss der trockenen Luft war weiterhin der Nordosten, wobei sich vor allem aus den südlichen Bereich erneut Cumuli bis weit nach Polen hinein streckten, die auch in den Basishöhen nochmals zulegen konnten, während es im Ostseeumfeld blau blieb.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

Wer hat was draus gemacht?
Voraussetzung für eine gute Ligawertung war natürlich der Zugriff auf das gute Wetter im Nordosten. Dass eine Teamleistung am Ende aber ein paar Punkte mehr bringen kann, zeigten die Piloten aus Königsdorf. Mit einem 75er-Schnitt und nur 2:14h Wertungszeit muss Mathias Schunk für seine Verhältnisse zwar den Eindruck gehabt haben, nach hinten aus der Polaren zu fallen, aber zusammen mit Christian Schöneis und Christian Uhl schaffen sie es, am Samstag 3 Flüge in die Wertung zu bringen und damit Rundenplatz 5 zu erreichen. Im Vergleich dazu war Michael Möker, der seinen Startplatz am Sonntag von Burgdorf nach Pritzwalk verlagerte, zwar deutlich schneller (134km/h), als Einzelkämpfer sprang am Ende für die Niedersachsen nur Rundenplatz 8 heraus.
Der Taktik, den Starpunkt ins gute Wetter zu legen, folgte auch der Rundensieger LSV Rinteln. Reinhard Schramme & Ralf Bödecker sowie Uli Gmelin & Michael Sasse brachten am Sonntag ihre Arcen in Reinsdorf an den Start, von wo aus auch Bernd Goretzki startete. Die Prognosen zeigten, dass Locktow zum Abend hin bereits im Zugriff der Konvergenz und ihrer Gewitter liegen sollte. Während Bernd und Reinhard/Rolf weite Strecken im engen Team über mehr als 800km unterwegs waren, gesellten sich Uli//Micheal vor allem auf dem schnellsten Liga-Teilstück dazu. Über die Waldrücken von Frankfurt/Oder bis weit nach Polen hinein und zurück bis in den Spreewald erflogen sie Schnitte von 130 bis über 140km/h. Am Ende summierten sich die Speed-Punkte auf 375 und bringen den Niedersachsen den Rundensieg in der Segelflug-Bundesliga. Für den mit rund 10 Punkten folgenden FSV Eisenhüttenstadt sorgt vor allem Sabrina Vogt für die Speed. Bereits am Samstag konnte sie 138km/h vorlegen und sich mit 130.45 Punkten hauchdünn vor Reinhard/Rolf (130.06) den punkthöchsten Liga-Flug dieser Runde verbuchen. Auch sie nutzte die bereits genannten Waldrücken nach Polen hinein. Dabei hatte Sabrina am Samstag mit "nur" 2000m Basis zwar rund 500m weniger Arbeitshöhe zur Verfügung als die Konkurrenz am Sonntag, sie musste dafür aber auch deutlich weniger kurbeln.
Nach zwischenzeitlicher Führung am Samstag erreichen die Niederlausitzer Rundenplatz 2 und auch Rang 3 geht ebenfalls nach Brandenburg, an den FK Brandenburg. Angeführt von Herbert Horbrügger erreichten sie mit Flügen am Samstag in Summe 312 Speed-Punkte und platzieren sich so noch vor dem HAC Boberg.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga schafft der FSC Odenwald Walldürn (57 Punkte) den Sprung an die Spitze und verdrängt die SFG Donauwörth-Monheim (56) auf Rang 2, Rinteln folgt direkt dahinter auf Rang 3 (54)
Insgesamt wurden 13 Teams in der Segelflug-Bundesliga gewertet, in der 2. Segelflug-Bundesliga sind es am Ende leider nur 8. Hier liefern sich der FCC-Berlin und der Aero Club Berlin ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem AC Pirna, das die Lüsseraner am Ende für sich entscheiden können. Bereits am Samstag hatten Gismut Schröder und Carsten Lindemann vorgelegt und gemeinsam mit Stefan Piaskowski bereits den zwischenzeitlichen Platz 1 eingenommen. Stefan konnte seinen Schnitt am Sonntag zwischen Elster und Oberlausitz nochmals deutlich verbessern. Er schafft mit 118km/h den punkthöchsten Flug in der 2. Segelflug-Bundesliga, wobei er seine Höhe am Ende für einen langgestreckten Endanflug unter die bereits auswehenden Cirrenschirme der Gewitter im Westen braucht. Der FCC-Berlin erreicht in Summe knapp 288 Punkte und gewinnt diese Runde. Lag am Samstag noch der Aero Club Berlin auf Rundenplatz 2, mussten sie am Sonntag dann doch noch den AC Pirna vorbeiziehen lassen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleitung erreichen die Sachsen 273 Speed-Punkte und können die von Reinsdorf aus fliegenden Berliner (268 Punkte) um knappe 5 Punkte auf Rang 3 verweisen.
Zwar gab es für den Rundensieger nur 16 Punkte, der AC Pirna (54 Punkte) konnte damit dennoch die Führung in 2. Segelflug-Bundesliga übernehmen und durchbricht gleichzeitig als 1. Team auch die 1000er-Marke bei den Speed-Punkten, kanpp dahinter liegen Mannhem (51) und Eichstätt (46).
Auch die Woche bleibt es noch bei einen schwachen Wind und unter leichtem Hochdruckeinfluss werden Feuchte und Labilität langsam weniger/ausgeräumt. Auch zur kommenden Runde deuten erste Prognosen auf einen anhaltenden Hochdruckeinfluss hin.

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Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 04. June 2021 translate news

herausgegeben am 04.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt, bei schwachen Druckgegensätzen, eine Grenze zwischen trockener Festlandsluft im Osten und Norden und labiler Warmluft im Westen und Süden etwa auf einer Linie westliche Deutsche Bucht-Erzgebirge. Südlich davon entwickelt sich zum Teil schon in den Frühstunden teils kräftige Konvektion, die sich im Tagesverlauf intensiviert. Am Morgen hat sich zudem örtlich eine feuchte Grundschicht gebildet, die sich am Vormittag auflöst.
Am SONNTAG hält sich nordöstlich der Elbe weiterhin die trockene Luft, sonst bleibt die labile Warmluft vor allem noch in einem Streifen vom südlichen Niedersachsen bis nach Sachsen und Bayern mit hochreichender Konvektion wetterbestimmend. Nach Westen hin gerät die
Luftmasse unter schwachen Hochdruckeinfluss und wird damit verbunden zwischenzeitlich stabilisiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG ist im Süden und Westen durch Abschirmung und häufige Überentwicklungen kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen. Auch im Ostseeküstenbereich mit auflandigem Wind wird es kaum nutzbare Thermik geben. Sonst ist im Nordosten mäßige, teils auch gute Thermik zu erwarten. Die maximale CU-Basis wird bei 1400-1800 m liegen.
Am SONNTAG wird es im Westen und Süden durch abschirmende Bewölkung und zahlreiche Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik geben. Im Nordosten ist mäßige, teils gute Thermik zu erwarten, zeitweise stören abschirmende Wolkenfelder. An der Ostseeküste ist bei auflandigem Wind kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG ist die Thermik durch häufige Überentwicklungen kaum nutzbar. Nur in Sachsen kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, die allerdings ebenfalls durch Überentwicklungen gestört ist.
Am SONNTAG kann sich unter dichter Bewölkung keine nutzbare Thermik entwickeln, im Osten treten zudem weiterhin gebietsweise Überentwicklungen auf. Nur im äußersten Osten Sachsens kann sich mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, durch mittelhohe und hohe Wolkenfelder teils gedämpft.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG kaum nutzbare Thermik. Verbreitet liegt geschlossene SC/CU Bewölkung über Süddeutschland, ab dem späten Vormittag rege Schauer und Gewitteraktivität.
Am SONNTAG ganztags abgeschirmt und keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 



 


Peter H. Braasch
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