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OLC Alps: With six flights over 7,000 kilometers Monday, 20. September 2021 translate news

Gliding in the mountains  is a thing in itself. The OLC therefore has its own scoring for flights in the Alps – as OLC Plus, Speed ​​and as an Alpine League. But it is by no means a competition for pure alpine people. Many holiday pilots were involved in the 2020/21 season.

Almost 2000 pilots took part in the competition for the largest alpine distances. And this time the winning laurels were particularly high, Mathias Schunk from SFZ Königsdorf had made sure of that. With his six competition flights he showed 7061 kilometers! Including a distance of 1643 kilometers and only once did the Königsdorfer stay one kilometer below the 1000 k mark. Mathias Schunk already completed two flights with his Quintus at the beginning of the 2020/2021 OLC season in the October waves of last year.

The decisive long distances were covered in waves and in ridge soaring. Holiday pilots had no chance here. Hermann Eingang achieved the highest cutting speeds with his ASH 31 in ridge soaring and waves and, after his second place in the OLC Alps, relegated Mathias Schunk to second place in the speed scoring. With his starting point in Trieben, Hermann Eingang is also right at home in the middle of the racetrack in the Northern Alps.

OLC Alps competition area. 50 percent of the distances must be flown in this borders.

In the OLC League Alps, the team of SFZ Königsdorf was in the lead again and with a huge lead over the SFG Werdenfels. In 3rd place is the SG Lägern from Switzerland, behind it the AFZ Unterwössen and in 5th place Fayence near the Cote d’Azur, once decreed as a pure starting point for high-altitude flights.

More than one hundred clubs took part in the Alpine League, but only Königsdorf took part in this race that was really systematic. With one exception (lap 12), the teams were always ahead over 15 laps.

South of the main Alpine ridge, the AeC Vol Alpino (6th place) from the cozy grass strip Enemonzo fought his way in front of Verona into the top ten. The best team outside the Alps came from the Dutch. The Glederse Zweefvliegclub from the Terlet gliding center took 23rd place. Four places behind was LSV Straubing, with Philipp Keller providing a boost with a particularly large number of flights from Puimoisson.

Of the top pilots only Yves Gerster (3rd place in the OLC Alps) from Courtelary in the Swiss Jura started really outside the Alps. At the beginning of the season at the end of September 2020 he completed a 940 k from Aosta in waves.

In the summer it were the gliding centers in the French Alps that were brought by the holidays pilots to the fore. Maximilian Schäfer made it to 17th place in the OLC Alps in August with six flights from Puimoisson among almost 2000 participants.

The new season starts on September 21st. For guest pilots, Lienz in East Tyrol, Nötsch in Gailtal and in Switzerland Locarno, perhaps even southern France, will be in demand again in April.

Gerhard Marzinzik


OLC Alps: Mit sechs Flügen über 7000 Kilometer Monday, 20. September 2021 translate news

Gebirgsflug ist eine Sache für sich. Im OLC gibt es deshalb eine eigene Wertung für Flüge in den Alpen – als OLC Plus, Speed und als Alpenliga. Aber es ist keineswegs ein Wettbewerb für reine Älpler. In der Saison 2020/21 mischten viele Urlaubspiloten mit.

Fast 2000 Piloten beteiligten sich am Wettbewerb um die größten Alpenstrecken. Und diesmal hingen die Siegerlorbeeren besonders hoch, dafür hatte Mathias Schunk vom SFZ Königsdorf gesorgt. Er legte mit seinen sechs Wertungsflügen 7061 Kilometer vor! Darunter eine Strecke von 1643 Kilometer und nur einmal blieb der Königsdorfer um einen Kilometer unter der 1000er Marke. Zwei Flüge absolvierte Mathias Schunk mit seinem Quintus zu Beginn der OLC-Saison 2020/2021 in den Oktoberwellen des vergangenen Jahres.

Die entscheidenden großen Distanzen wurden in Wellenaufwinden und im Hangwind zurückgelegt. Hier waren Urlaubspiloten eher chancenlos. Die höchsten Schnittgeschwindigkeiten erzielte denn auch Hermann Eingang mit seiner ASH 31 in Hangwindbändern und Leewellen und verwies nach seinem zweiten Platz im OLC Alps, Mathias Schunk in der Speedwertung auf Platz 2. Mit seinem Startplatz Trieben ist Hermann Eingang auch gleich mitten in der Rennstrecke der Nordalpen zu Hause.

Der Wettbewerbsraum für den OLC Alps, hier müssen mindestens 50 Prozent der Flugstrecke absolviert werden.

Südlich des Alpenhauptkamms kämpfte sich von dem heimeligen Grasplatz Enemonzo der AeC Vol Alpino (Platz 6) unter die besten Zehn. Das beste Team außerhalb der Alpen stellten die Holländer. Der Glederse Zweefvliegclub vom Segelflugzentrum Terlet eroberte sich Platz 23. Vier Plätze dahinter reihte sich der LSV Straubing ein, bei dem Philipp Keller gleich mit besonders vielen Flügen von Puimoisson aus für Schub sorgte.

So richtig außerhalb der Alpen startete von den in der Spitze platzierten Piloten nur Yves Gerster (Platz 3 im OLC Alps) von Courtelary im Schweizer Jura. Zu Beginn der Saison Ende September 2020 absolvierte er ein 940er von Aosta aus in Wellenaufwinden.

Im Sommer waren es dann die Segelflugzentren in den französischen Alpen, die die Urlaubsflieger in den Blickpunkt rückten. Maximilian Schäfer schaffte es im August mit sechs Flügen von Puimoisson aus unter immerhin fast 2000 Teilnehmern auf Platz 17 im OLC Alps.

Am 21. September startet die neue Saison. Für Gastpiloten sind dann im April wieder Lienz in Osttirol, Nötsch im Gailtal und in der Schweiz Locarno vielleicht auch schon Südfrankreich gefragt.

Gerhard Marzinzik


Change club affiliation in time! Sunday, 12. September 2021 translate news

As already announced in March 2021, a club change must be performed before the first flight registration in the next season and then remains unchanged for a whole season. As the new OLC season already starts on 21 September, there is not much time left for the first autumn flights to make this change. For example, if you have moved in the last few months and now want to enter a different home club, or if you want another team to benefit from your flights for the 2022 League season. The corresponding rule is described in the OLC-Plus rules under 1.10.

As already explained in March, it has become apparent that more and more pilots are reporting their weekend flights for one League team or club and during the week for another club. In addition, League entries from pilots who are only in fourth place or worse in their own team, i.e. who are not needed for their own team ranking, but who could, for example, be entered as a third ranking by the neighbouring club and thus save it from possible relegation, have made an unfair contribution to other potential relegation candidates. Since official club affiliation is not checked by the OLC, it can be assumed that this club hopping during the year would be exploited and lead to an unfair distortion of the results of the league and club rankings.

So: It can't hurt to check the participant data in good time before the first flight of the new season.

Your OLC Team


Vereinszugehörigkeit rechtzeitig ändern! Sunday, 12. September 2021 translate news

Wie schon im März 2021 bekannt gegeben, muss ein Vereinswechsel vor der ersten Flugmeldung in der nächsten Saison geändert werden und bleibt dann eine ganze Saison unverändert. Da die neue OLC-Saison schon am 21. September beginnt, bleibt für die ersten Herbstflüge nicht viel Zeit, um diese Änderung durchzuführen. Zum Beispiel, wenn in den letzten Monaten umgezogen und nun ein anderer Heimatverein eingetragen werden soll, oder wenn für die 2022-Liga-Saison ein anderes Team von deinen Flügen profitieren soll. Die zugehörige Regel ist in den OLC-Plus-Regeln unter 1.10 beschrieben.

Wie schon im März begründet, hat sich nämlich gezeigt, dass immer mehr Piloten ihre Wochenendflüge für ein Liga-Team bzw. einen -verein melden und unter der Woche für einen anderen Verein. Zusätzlich haben Ligameldungen von Piloten, die im eigenen Team nur an vierter Stelle oder schlechter stehen, also nicht für die eigene Mannschaftswertung gebraucht werden, aber zum Beispiel beim Nachbarverein als dritte Wertung eingehen können und ihn somit vom eventuell vor dem Abstieg retten könnten, einen unfairen Beitrag gegenüber anderen potenziellen Absteigern geleistet. Da eine offizielle Vereinszugehörigkeit vom OLC nicht geprüft wird, kann man davon ausgehen, dass dieses unterjährige Vereins-Hopping ausgenützt und zu einer unfairen Ergebnisverfälschung der Liga- und Vereinswertungen führen würde.

Also: Es kann nicht schaden, rechtzeitig vor dem ersten Flug in der neuen Saison einmal die OLC-Teilnehmerdaten checken.

Dein OLC-Team


Hochgeschätzt: Die OLC-World-League Tuesday, 07. September 2021 translate news

Mit der erstmaligen Erfindung eines richtigen Team-Wettbewerbes für den Segelflug im Jahre 2001, genannt Segelflug-Bundesliga, gelang dem OLC ein bahnbrechender Schub für die anfänglich 324 teilnehmenden Vereine in Deutschland. Schon zwei Jahre später lag die Reichweite mit 576 Mannschaften bei nahezu 100% Prozent aller Vereine in Deutschland. Es wurde eindeutig mehr und öfter geflogen. Gerade bei nicht so tollem Wetter gingen die Hallentore auf und viele stellten fest, für was so manche Schlechtwetterlage ausreichte. Zusätzlich kamen plötzlich Erfolge für diejenigen, die sich nie zu den Höchstleistern im Streckensegelflug zählten. Von der explosionsartigen Vermehrung der lokalen Presseberichte ganz zu schweigen! Was lag näher, als größer zu denken und den Versuch einer Welt-Liga zu wagen?

Natürlich war man sich klar, dass bestimmte Fluggebiete nie fair mit anderen verglichen werden können. Neue Regeln entwickeln? Wie sollten solch vermutlich komplexen Regeln formuliert und verstanden werden? Deshalb wurde entschieden, sich erst einmal größtmöglich an der inzwischen aufgeteilten Bundesliga zu orientieren. Das hieß, dass durch die Festlegung des gleichen Rundensystems und -zeitraums, praktisch nur Vereine auf der Nordhalbkugel als Teilnehmer in Frage kommen würden. Um die World-League im ersten Jahr 2007 nicht gleich mit den fast 600 inzwischen Liga-erfahrenen deutschen Klubs zu überschwemmen, wurden die deutschen Teilnehmer auf die 30 Erstligisten beschränkt. Immerhin konnten dann doch schon 344 nicht-deutsche Vereine mit ligaoptimierten Flügen registriert werden. Beherrscht wurde die Tabelle am Jahresende von den US-Clubs. Warner Springs Gliders aus Kalifornien durfte sich als erster Weltmeister der neuen World-League eintragen, gefolgt von Albuquerque Soaring und Black Forest Soaring. Auf Platz sechs schloss Porin Ilmailukerho aus Finnland ab, bevor mit der Fliegergruppe Blaubeuren der Deutsche Meister folgte.

 

Siegesfeier in Minden (von links): Uwe Kleinhempel, Nico Bennet, Brad Jackson, Jim Payne, Jackie Payne

Daraufhin war klar, dass die wenigen, aber sehr schnellen Tage über den Rockies nicht immer die zukünftigen Sieger bestimmen dürfen. Man hob jegliche Teilnehmer-Beschränkung auf und alle Vereine der Welt konnten somit in eine Liga losgelassen werden. Das 40-Punkte-System wurde eingeführt, sowie die unbeschränkte Startortmöglichkeit. Schon 2008, im zweiten Jahr der OLC-World-League nahmen fast 1100 Mannschaften teil. Diese Zahl hat sich bis heute in etwa gehalten. Auch zeigte sich, dass nun nicht nur die superschnellen Flüge aus den USA den Ausschlag gaben, sondern dass gerade die Schlechtwetterrunden in Europe die Big Points lieferten. Der Aero-Club Langenselbold durfte sich als Deutscher Meister dann als nächster Weltmeister feiern. Und seitdem wurden die Meistertitel immer nur an Teams aus Deutschland (6 mal) und den USA (9 mal) vergeben. Neben Langenselbold duften sich Blaubeuren (2011), Bayreuth (2015 und 2018), Burgdorf (2016) und Aalen (2017) Weltmeister nennen. Für Aalen und Bayreuth (2 mal) führte dies bei Leserbefragungen der heimischen Zeitungen sogar zur Ernennung als Mannschaft des Jahres – meist gegen etablierte Ballsportarten! Aber auch in Amerika wurden die Meistertitel von den bisherigen (nur) vier Siegern oft hoch gefeiert. Neben Warner Springs (2007) und Hole in the Wall aus Kalifornien (2013) kommt der Rekordsieger aus Albuquerque/New Mexico, nennt sich seit ein paar Jahren Moriarty Soaring und gewann schon fünfmal: 2009, 2010, 2012, 2014 und 2019. Die letzten beiden Jahre dominierte der USA-Gold-League-Sieger Minden Soaring Club aus Nevada, während der dreifache Deutsche Meister, LSV Rinteln sich jeweils mit Platz 2 oder 3 begnügen musste. Immerhin ist doch eine Vize-Weltmeisterschaft auch etwas! Neben Rinteln 2019 und 2021 gelang dies ebenfalls den deutschen Vereinen aus Aalen (2018), Braunschweig (2016), Schwarzwald (2015) und Königsdorf (2010), sowie aus den USA der Soaring Society of Boulder (2020), Moriarty (2017, 2013, 2007), Minden (2014), Hole in the Wall (2012), TSA (2011), Warner Springs Gliders (2009, 2008).

In steigender Anzahl erscheinen aber auch immer mehr Mannschaften aus anderen Ländern in den Top 50. Das Interesse an dieser einzigartigen Club-Weltmeisterschaft, die es in keiner anderen Sportart so gibt, wird immer größer. Der finnische Räyskälä Aero Club kann sich 2021 mit Platz 12 wieder einmal nahe on den Top 10 platzieren. Gleich mehrere Italiener, angeführt vom AeC Pavullo, sind ab Platz 25 zu finden. Weiterhin stehen der Club Cumulus Fuentemilanos/Spanien (2021: Platz 35) und der Romanian Aeroclub (Platz 36) für zukünftige Spitzenplatzierungen bereit. In der Schweiz erreichten die eifrigen Flieger vom SG Knonaueramt 2009 mit Platz 8 ihr bestes Ranking. Österreich wird von SMBC Kirchdorf/Micheldorf angeführt, Niederlande von den Amsterdamsche Zweefvliegen, und der Canadian Rockies Soaring Club sollte erwähnt werden. Vordere Rundenplatzierungen kommen auch vom ALC Lesce/Bled aus Slowenien, ACBA Nogaro/Frankreich, Aeroklub Bielsko Bialski/Poland und Lasham/UK. Nahezu alle europäischen Länder sind inzwischen vertreten. Aber selbst Vereine von der Südhalbkugel beteiligen sich und streben die Top 100 Platzierungen an. Beispiele sind der Piako Gliding Club aus Neuseeland, Kingaroy Soaring Club/Australien und Cape Gliding Club/Südafrika. Nicht zu vergessen, dass in dieser eingleisigen Liga auch immer wieder deutsche Vereinen aus der 2. und der Quali-Liga sehr gute Chancen auf vordere Platzierungen haben. So wird 2021 der Sieger der 2. Liga, AV Pirna, als drittbeste deutsche Mannschaft in der OLC-World-League-Abschlusstabelle auf Platz 5 geführt!

Dass eine vordere Runden- oder Endplatzierung gut in Presse und Medien ausgeschlachtet werden kann, zeigen viele Beispiele von den Vereinen, die gemerkt haben, dass hier einiges an Potential zum Wohle des Segelflugs steckt. Stellvertretend sei hier der Instagram-Auftritt des diesjährigen Sieger gezeigt.

Für alle ambitionierten Liga-Mannschaften lohnt es sich auf jeden Fall, mal in die OLC-World-League zu schauen, sich mit den Regeln vertraut zu machen und 2022 Erfolge neben der OLC-Bundesliga anzustreben, zu feiern und zu verbreiten. Das OLC-Team wird in Zukunft den Fokus auf die World-League etwas verstärken, um der Einzigartigkeit und Attraktivität dieser Liga gerecht zu werden.

Heiko Hertrich


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 11./12.7. (Runde 7) Tuesday, 14. July 2020 translate news

24h-Niederschlag
Kaltfrontrückseite unter Hochdruckeinfluss. Ein Samstag, der mehr als nur eine Andeutung des Potentials war und ein Sonntag, an dem man im OLC-Plus gut 1000 Punkte erfliegen musste, um unter die ersten 100 zu kommen und selbst bei Rang 200+ noch Flüge von mehr als 1000km zu finden sind! Zwar war Runde 1 in der Bundesliga 2020 auf dem Spitzenplatz ein wenig schneller, als der Sieger in dieser 7. Runde, aber die 300 Punkte-Marke wurden selbst noch auf auf Rang 27 erreicht. Ein Kennzeichen für schnelles UND weitreichend gutes Wetter.
Samstag:
Der Blick in die Flugspuren offenbart, das der Wetterraum noch seine Grenzen hatte: Die finden sich nahezu deckungsgleich im Satellitenbild des frühen Nachmittags (12 UTC/14 MESZ) wieder. Im Südosten lag noch die Kaltfront und von der Nordsee her sorgte die einfliessende Feuchte für Ausbreitungen, in die sich teils noch Schuer einlagerten.
Weite Teile profitierten aber schon vom stabilisierenden und abtrocknenden Effekt des Hochkeils. Der fliegereische Schwerpunkt lag im Westen, von wo aus der Keil hereinragte, aber selbst bis nach Polen hinein gab es sehr gute Linien. Die Liga profitierte durch die aktive Luftmasse, die lange Strecke durch die beständige leichte Kaltluftadvektion, die die Thermik früh beginnen ließ, um sie zum Ausgleich noch lange anhalten zu lassen - begünstigt natürlich auch durch die aktuellen Tagelängen.
Dazu kam noch, dass in dem Bereich die Niederschläge gering waren (siehe 24h-Niederschlagsmenge zwischen Freitag 06UTC und Samstag 06UTC) und daher nicht viel Energie in das Abtrocknen der Böden investiert werden musste - ein weiterer Faktor, für einen möglichst frühen Thermikbeginn.
Sonntag:
Zum Sonntag hatte sich die Lage nochmals gebessert: Im Süden war die Front weg, so dass sich die Luftmasse im Tagesverlauf immer besser strukturieren konnte. Im Rückfeld des abziehenden Troges floss noch Feuchte in den Nordosten, deren Ausbreitungen vor allem östlch der Elbe und nördlich der Havel für Ausbreitungen sorgte. Die thermisch gute Luftmasse ermöglichte nochmal weitere und schnellere Flüge als am Vortag, auch wenn es östlich von Weser/Werra auch ausbreitete oder sich die Cumuli über dem Schwarzwald langsam rar machten.
Was den Sonntag am Ende noch etwas besser machte als den Samstag, war der Aspekt, dass sich die Luftmasse am Vortag bereits vertikal gut durchmischt hatte. In einem solchen Fall muss nur die nächtliche Inversion weggeheizt werden, damit schon früh fast die komplette Konvektionshöhe des Vortages zur Verfügung steht (Übrigens kann man diesen Effekt auch an den Flügen/Barogrammen vom Montag weiterverfolgen).
Wer hat was draus gemacht?
Das sieht man ganz gut im Vergleich der jeweils strecken- und punktbesten Flüge im OLC-Plus von Samstag und Sonntag: Michael Ebel, immer früh unterwegs, stieg beim Start gegen 8:30 in Reinsdorf noch auf rund 1000m über Grund, um dann erst gegen 11:30 Uhr diese Höhe erstmals wieder zu erreichen. Selbst die Harz-Querung lief im Paterre ab. Der Frühstart (und die Landung gegen 20 Uhr) ermöglichten eine Flugzeit von rund 11:15h, bei der er 1149km zurücklegen konnte. Zu fast gleicher Uhrzeit hob am Sonntag Alex Müller in Bayreuth ab. Gleich der Hausbart trug ihn bereits auf 1300m über Grund (immerhin bereits mehr als 2000m MSL) und um 9:00 Uhr ging es das erste Mal über 2500m MSL. Nach 11:45h und 1319km rollte er auf dem Bindlacher Berg aus. An beiden Tagen kam übrigens Eric Schneider mit dem OLC-Discus auf Rang 2: Waren es am Samstag "nur" 956km (aber 750kim FAI) flog er am Sonntag von Lager Hammelburg aus 1116km (950km FAI)
Wie bereits erwähnt, waren es am Samstag 5 und am Sonntag über 40 Flüge über die 1.000km, aber die Luftmasse brachte natürlich auch schnelle Bedingungen - und das an beiden Tagen.
So hatte sich am Samstag der FSC Walldürn mit 334 Speed-Punkten an der Spitze der 1. Liga platziert, gefolgt von Brandenburg, Rinteln und Berlin. 28 Teams hatten sich da bereits in die Wertungsliste eingetragen. Aber der Sonntag sollte nochmal einen drauflegen: Am Vortag noch auf Rang 10 liegend, sprintete der AC Nastätten bis an die Spitze vor, wobei sich Holger Back als Schnellster in den Speed-OLC eintragen konnte. Für die Verhältnisse spät gestartet, konnte er ab der Tauber gegen den Wind bis kurz vor Bayreuth bereits 139km/h auflegen, auf dem Rückweg endeten die 2,5h dann erst kurz vor dem Pfälzer Wald - seine 335km bedeuteten einen Schnitt von 141km/h und 133 Speed-Punkte. Sein Bruder Jochen war auf ähnlichen Weg, aber etwas früher unterwegs. Seine 139 km/h bettete er in einem Flug von über 1.000km ein. Was den absoluten Speed angeht, waren auch Andreas Kühl (Eisenhüttenstadt, 139,85kmh) und David Bauder (Donauwörth, 139,83km/h) ganz vorne mit dabei, was sich auch im Mannschaftsergebnis wiederspiegelt: David führte in der 1. Liga Donauwörth auf Rang 2, Eisenhütttenstadt erreicht in Liga 2 Rang 7. Dabei muss man aber auch berücksichtigen, dass die Punkteabstände der Teams bei der relativ homogenen Wetterlage vergleichsweise eng sind und dass wenige Speed-Punkte schon den einen oder anderen Platz ausmachen können.
Bis weit hinunter in den Wertungslisten sieht man schnelle Flüge, wobei natürlich die Rundensieger noch erwähnenswert sind: In Liga 1 schafft es Nastätten (Dritter im Bunde war neben den Back-Brüdern Martin Fuhr) sich knapp gegen Donauwörth durchzusetzen. Rinteln - schon am Samstag stark - legte Sonntag nochmal zu. Wie weitreichend das Wetter war, belegen die quer über die Republik vertreuten Startplätze Rinteln, Locktow und Kronach. Die 2. Liga entscheidet der LSC Bad Homburg für sich. Von Anspach/Taunus aus war hier Niels Deimel Punkt-Schnellster - und zwar bereits am Samstag. Seine 132km/h (125 Punkte) erreichte er zwischen Hunsrück, Saarland und Pfälzer Wald. Mit den sonntäglichen Flügen von Tobi Welsch & Elmar Fischer und Sebastian Beule erreichen die Hessen einen souveränen Rundensieg mit knapp 365 Punkten und damit rund 20 Punkten Vorsprung auf Blaubeuren (342), die wiederum knapp vor dem SFZ Aaachen (340) liegen.
In der Gesamtwertung der 1. Liga zeigt Rinteln die größte Konstanz - egal ob am Hang oder in der Thermik -, und baut seinen Vorsprung auf nunmehr 35 Punkte aus. Um so knapper geht es auf den Verfolgerplätzen zu: Auf Rang 2 schiebt sich die FG Wolf Hirth vor (80 Punkte) und verdrängt Oerlinghausen (79) auf Rang 3. Und auch in der 2. Liga gab es einen Positionswechsel: Blaubeuren kann die Spitze übernehmen (96 Punkte) und schafft sich direkt ein kleines Polster auf die direkten Verfolger Hofgeismar (87 Punkte) und Eisenhüttenstadt (79 Punkte).
Dass sich eine solche Lage - und noch dazu an einem Wochenende - kurzfristig nochmal aufbaut, ist eher unwahrscheinlich. Zumindest sehen die ersten Prognosen aber für das kommende Wochendene wieder durchaus fliegbare Bedingungen voraus ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland

 

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 10. July 2020 translate news

herausgegeben am 10.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt die Kaltfront eines zum Baltikum abgezogenen Tiefs mit hochreichend feuchter Luft zunächst noch über dem Südosten und den Alpen. Ein über Deutschland ostwärts hinwegschwenkender Höhentrog sorgt tagsüber für eine Labilisierung der Luftmasse, die bis zum Abend in den äußersten Südosten Bayerns abgedrängt wird. Rückseitig der Front hält sich noch teils labil geschichtete, kühlere Meeresluft, die von Westen her zunehmend unter Hochdruckeinfluss
gerät und abtrocknet.
In der Nacht zum SONNTAG zieht die Kaltfront endgültig südostwärts ab. Damit ist ein Hochdruckgebiet über dem Ärmelkanal für ganz Deutschland wetterbestimmend. Mit nördlicher Strömung fließt dabei mäßig warme Meeresluft ein. Am Morgen hat sich vor allem südlich der Donau, aber auch im Norden und Westen gebietsweise eine feuchtkalte Grundschicht ausgebildet, die sich rasch auflöst.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige, im Süden auch gute Wolkenthermik, durch einzelne Überentwicklungen in Form von Schauern, die von Nordwesten hereinziehen, gestört. Im Südosten bleibt es meist trocken.
Am SONNTAG verbreitet gute Wolkenthermik, gebietsweise durch Ausbreitung an einer Inversion gedämpft. Im Nordosten geringes Risiko für einzelne Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG: Meist gute CU-Thermik, zwischen Main und Donau verspätet einsetzend durch anfängliche Abschirmung, in Sachsen meist mäßig wegen länger anhaltender Abschirmung und einzelner Überentwicklungen.
Am SONNTAG: Östlich des Thüringer Waldes mäßige bis gute Wolkenthermik. Sonst verbreitet gute, im Bergland sehr gute Wolkenthermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG rückseitig der Kaltfront Ausbildung geringer bis mäßiger Wolkenthermik, durch einzelne Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, durch Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Über 1.000 Punkte mit der OLC LS 8 neo Tuesday, 07. July 2020 translate news

Beim Abflug liegen die Wolken noch fast in der Rhön auf.
Hinter einem abziehendem Frontensystem über Skandinavien wird eine etwas kühlere feuchte Luftmasse von Nordwest nach Deutschland geführt. Am 03.07 waren sich die Vorhersagemodelle von Topmeteo und DwD einig, dass das beste Wetterfenster um und westlich von Nürnberg liegen sollte. Geplant war, dass ich am Morgen mit dem Rückenwind über Bamberg und Bayreuth bis nach Stankov in Tschechien fliege und von dort aus dann gegen den Wind bis Hangensteinerhof, nördlich von Stuttgart fliege, mit der Option, am Abend nochmal über die Rhön zu verlängern. Am Morgen sehe ich jedoch im Satellitenbild und über aktuelle Bilder von Hannes, dass die Gegend östlich Nürnberg noch viel zu feucht ist. Der Plan wird kurzfristig geändert, sodass ich südlich Nürnberg Richtung Osten fliege.
8:45 Uhr
In der Rhön liegen die Wolken noch fast auf. Über Whatsapp bekomme ich mitgeteilt, dass Matze schon vor einer Stunde gestartet ist. Bei der Feuchte kann ich mir nicht vorstellen, dass es überhaupt möglich ist seine Höhe zu halten. Über den Glidertracker sehe ich, dass die Basis im Süden deutlich höher sein muss als bei uns. Ich beschließe direkt zu starten und einen Schlepp über die Wolken zu machen. In 1800m klinke ich über den Tops der Wolken und gleite Richtung Süden, wo die Wolken nicht nur höher sind, sondern auch eine klare Struktur inkl. Basis haben. Bei Würzburg dann der erste Ausschlag über 0m/s bei einer Wolkenuntergrenze von 1200MSL, über Kitzingen sogar bis 1500 Meter.
11:00 Uhr
Da die Steigwerte um diese Uhrzeit natürlich noch nicht so berauschend sind, plane ich einen langen Schenkel mit Rückenwind, in der Hoffnung später unter besserer Entwicklung wieder gegen den Wind vorzufliegen. Südlich Nürnberg fliege ich einen 117er Schnitt und werde dann doch schon etwas wählerisch, was die Steigwerte angeht. Hier bewege ich mich in einem Höhenband von ca. 1000-1400MSL, was für den Bayerischen Wald natürlich zu tief ist. Deshalb nehme ich ab Regensburg das Gas etwas raus und bemühe mich, mal wieder bis an die Basis zu steigen.
12:30 Uhr
Wie vorhergesagt ist auch der Bayerische Wald sehr feucht. Die Basis dementsprechend recht niedrig und die Wolkenuntergrenze sehr ausgefranzt. Ich entscheide mich ca. 10km südöstlich von Arnbruck zu wenden. Die Optik nach dem Wenden ist jedoch alles andere als einladend, bei 7-8 Achteln zeichnen sich nur noch leicht die Strukturen ab, unter denen ich zuvor geflogenen bin. Die Taktik ist klar! Oben bleiben ist jetzt extrem wichtig, vor allem da man bei dem starken Wind keine Zeit durch Ausgraben verlieren will. Bis kurz vor den Brombachsee komme ich recht zügig voran und freue mich, dass ich schon bald wieder unter besseren Bedingungen fliegen kann.
15:45 Uhr
Die letzten 100km sind recht gut gelaufen. Zwar ist der Kurbelanteil recht gering und die Freude sehr groß, aber nun habe ich einen kleinen Durchhänger. Bei 600km mit einem 105er Schnitt erhofft man sich natürlich Steigwerte von 2+m/s, aber in der vergangenen halben Stunde bin ich immer tiefer gekommen und nicht mehr auf das erwünschte Steigen getroffen. An der Stelle wäre es vermutlich einfacher gewesen der Wolkenstraße weiter Richtung Westen zu folgen, jedoch habe ich mich für ein großes Dreieck entschieden. Dafür musste ich, nördlich in den Schwarzwald einfliegen, womit ich mir sehr schwer getan habe.
17:45 Uhr
Kurz vor Walldürn muss ich das schöne Wetter leider verlassen. Der Heimweg sieht mit sehr wenig Cumulis zwischen den Altocumulus sehr mühsam aus. Außerdem haben nicht mehr alle Wolken gezogen, da viele am Zerfallen waren. Bis Würzburg muss ich nun abgleiten, um unter kleinen Flusen erst mal in 0,5m/s zu parken. Die Spannung steigt…soll ich nun das Risiko eingehen und die nächste Wolke ausprobieren oder mich geduldig in 0,5 hochkurbeln?
Ich fliege die nächste Wolke an und sehe auf dem Butterfly einen anderen Segelflieger, der 750m über mir ebenfalls nur mit 0,5 steigt. Auf der westlichen Seite der Wolke bilde ich mir jedoch ein, eine Entwicklung zu sehen und treffe dort 2m/s.
Mit +500 Meter auf Hammelburg fliege ich in Richtung Ausklinkpunkt, um das bislang 720km Dreieck zu schließen. Es fehlt aber nicht mehr viel, um auf ein 800er Dreieck zu kommen. Ich fliege also weiter Richtung Norden aber treffe leider nicht mehr auf Steigen. 12km Nördlich vom Platz drehe ich um und bräuchte jetzt nur noch einen Bart um das Dreieck erneut zu schließen. Am Patz in 200agl steigt es aufgrund des Hanges nochmal mit 0,5m/s. Am Ende haben dann 5km und 200 Höhenmeter zum erneuten Schließen des 800km Dreiecks gefehlt.
Fazit:
Der Rückenwindschenkel am Morgen war sinnvoll, jedoch bin ich etwas zu weit geflogen und somit fast aus dem Wetterfenster gefallen. Der Abstecher in den Schwarzwald war zwar sehr mühsam, aber hat sich für die große Dreiecksstrecke gelohnt. Ideal wäre gewesen, wenn ich am Abend nochmal die Rhön auf der Luv-Seite abgeflogen wäre, um das Dreieck auf über 800-850km zu strecken. Leider war dies aufgrund der Abschirmung nicht mehr möglich. Ich denke aber, bis dahin war es trotzdem ein toller Flug.
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Im Bayerischen Wald kurz vor
der Wende ist mir die Basis
etwas zu tief.
Auf dem Heimweg aus dem
Schwarzwald fliege ich an den
tollen Linien, die in Ost-West
Ausrichtung verliefen, vorbei.
Ab Walldürn habe ich nur noch
wenig Optionen. Die Altocumulus-
Bewölkung hat hier deutlich die
Energie rausgenommen.
 

Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 04./05.7. (Runde 6) Tuesday, 07. July 2020 translate news

Mit der Runde 6 ist nun fast schon die Liga-Halbzeit erreicht. Auch wenn wir gerade das erste Juli-Wochenende haben, stellt sich (mal wieder) die Frage: Was ist schneller: Thermik oder Hang?
Samstag:
Zweifelsfrei war Samstag "der" Tag des Wochenendes, denn das Wolkenbild von 12 UTC (14 MESZ) zeigt einen sehr gut entwickelten Süden, während von Nordwesten bereits das Gewölk einer Warmfront aufzog, die sich zügig nach Osten und etwas langsamer nach Süden ausbreitete. Überhaupt kam die Strömung auf der Südseite eines ausgedehnten Trogsystems für die Hänge des Wiehengebirges von der Richtung her zwar nicht ganz optimal, machte das aber durch Stärke wieder wett. Die Front selber war zwar über mehrere Schichten recht massiv, brachte aber - abgesehen vom Morgen - kaum Niederschlag. Auch über dem offenen Süden, über dem sich in der thermisch sehr guten Luftmasse, wurde der Wind im Tagesverlauf etwas stärker, sorgte aber eher für Reihungen als dass er störend wirkte. Man musste aber auch im Süden mit ersten störenden Feuchtefeldern kalkulieren, die im Vorfeld nach Südosten drifteten,
Bleibt die eingangs gestelle Frage, ob nun der Hang im Nordwesten oder die Thermik im Süden die besseren Liga-Bedingungen gebracht hat, dazu gleich mehr ...
Sonntag:
Der Blick auf das Satellitenbild von Sonntag (ebenfalls wie gewohnt von 12 UTC / 14 MESZ) ist schnell besprochen: Die Reste der Front vom Vortag waren etwas weiter nach Süden vorangekommen, konnten den Bereich südlich der Donau aber kaum noch erreichen und liefen hier in die trockene Warmluft ein. Von Nordwesten war aber bereits die nächste Front - diesmal eine Kaltfront - unterwegs, die zum Zeitpunkt des Bildes massiv zwischen Rheinsland und Ostsee lag. Auch hier war relativ wenig Niederschlag im Spiel, dafür hatte überall der Wind im Vergleich zum Vortag zugelegt, die Reihungen in Richtung Nordsee zeigen das an. Da der Wind weiter eine starke Westtendenz hatte, nun aber auch im Süden stärker geworden war, konnte man auch die Hänge der Bergstrasse nutzen, wie man auf den Flugspuren sehen kann. Am Ende - soviel sei vorweggenommen - war das nicht mehr in der Liga(spitzengruppe) entscheidend.
Wer hat was draus gemacht?
Schon vor dem Wochenende war relativ klar, dass der Samstag der bessere der beiden Tage werden würde. Das hatten offenbar gleich eine Reihe von Teams auf dem Zettel, denn die geplante Verlegung der Startpunkte an die Hänge des Wiehengebirges lässt sich aus den Wertungslisten eindeutig erkennen.
Bevor es an die Liga geht, noch ein kurzer ausflug auf die große Strecke des OLC-Plus: Was der Samstag mit der Mischung aus Luftmasse und Wind hier möglich machte, zeigten Michael Sommer und Phillip Keller. Von Oberhinkofen bzw. Straubing aus folgten sie zuerst dem Bayerischen Wald nach Süden, um dann nach Nordosten in den Rückenwind zu drehen und die langgestreckten Reihungen bis an die Ostsudeten zu folgen. Während Phillip knapp südlich der Glatzer Schneeberge drehte, machte Michael einen Dreiländerflug daraus und flog noch ein gutes Stück weiter und drehte erst in Polen um. Für beide ging es auf fast dem gleichen Weg zurück. Durch die spätere Wende konnte Michael den Tag gute 1,5h länger nutzen und kam am Ende auf 1015km, Phillip auf 820km. 4 Länder in einem Flug schaffte sogar Mattias Schunk,- aber für seine Verhältnisse liegen D-A-CH und Italien ja auch jeweils gleich nebenan. 932km auf denen er dann doch auch in für ihn weniger bekannte Gegenden kam, um dort auf Bekannte aus dem Rheinland zu treffen
Aber zurück zur Liga. Wie gesagt - die Sache war am Samstag im Wesentlichen schon durch. Im Vergleich der abendlichen Zwischenwertung und der Endabrechung der Liga 1 muss man bis hinunter ins letzte Drittel, um zumindest signifikante Platzverschiebungen zu erkennen. Zwei Sachen fallen mir dabei aber auf: Ja, der Hang hat es am Ende gebracht und der LSV Gifhorn (360,84 Punkte) deklassiert die Konkurrenz förmich und gewinnt diese Runde mit einem Vorsprung von über 30 Speed-Punkten. Signifikant, denn gerade in den vorhergehenden Runden liess sich der Abstand der Top-Teams ja fast nur mit der Mikrometerschraube messen. Und zweitens - mit einem deutlich größeren Vorsprung, als die Rennen am Hang vom Erwartungswert her ausgehen wo sonst die Abstände deutlich geringer ausfallen. Woran lag es? Verglichen mit dem Drittplatzierten Rinteln (326,84 Punkte) fällt zumindest die unterschiediche Startzeit auf: Während Rinteln das Rennen gegen 13.00 startetete, hoben die Gifhorner eine gute Stunde später ab. Mal unabhängig davon, wie sich der Flug an den Hängen ligatechnisch selbst unter Ausnutzung der letzten Ecken am besten optmieren lässt -, der Blick in die Ortsvorhersage zeigt ab ca. 14.00 ein leichtes Rückdrehen des Windes. Ob es daran lag und Gifhorn einfach die besseren Windbedingungen erwischte, ist aber von meiner Seite aus erstmal rein spekulativ! Der Vorsprung ist letztendlich auch ein Resultat einer guten Mannschaftsleistung von Dennis Polej, Lars Trampe und Nico Klingspohn, die ihren Flug gemeinsam durchführen und deren Differenz in den Speedpunkten im wesentlichen indexbedingt ist.
Dass es aber auch schnell unter den Wolken im Süden ging, zeigen nicht nur die guten Teamergebnisse aus Schwäbisch Gmünd. Während Lars Linkner und Kai Kunze nahezu klassisch über der Alb unterwegs waren und ihre Ligaflüge erst begannen, nachdem sie ein gutes Stück gegen den Wind vorgeflogen waren, flog Freddy Hein ein Jojo etwas nördlich der Alb und dabei bis an die Oberpfalz heran. Kurz vorher war noch ein erster Feuchteschwall nach Südosten durchgezogen, hinter dem sich dann wieder eine breitere Lücke mit guten Reihungen auftat. In der Summe erreichen sie damit 328 Speedpunkte und können damit Rinteln mit weniger als 2 Punkten Abstand auf Rundenplatz 3 verdrängen.
Schnellster in Liga 2 (und Schnellster, was den absoluten Schnitt über alle Ligen hinweg angeht) war Johannes Bick vom LSV Hofgeismar. Die Hessen hatten ihren Starpunkt vom heimischen Dingel nach Bisperode verlegt und hatten von dort Zugriff auf die Hänge. Am Samstag noch auf Rang 6 konnten Christoph Danders & Tim Wroblewski am Sonntag noch nachlegen und sich insgesamt auf Rang 3 verbessern. Es reichte aber nicht, um die führenden Schwäbisch Hall und Bückeburg-Weinberg noch abzufangen. Auch hier war am Ende der Vorsprung am Hang mehr als deutlich: Die 334 Punkte von Bückeburg hätten auch im Oberhaus für einen Spitzenplatz gereicht.
Die Liga 2 ist in der Spitzengruppe weiter nahe beieinander: Hofgeismar (81 Punkte) kann durch das gute Ergebnis in dieser Runde auf den Spitzenplatz vorrücken und verdrängt Blaubeuren (77 Punkte). Eisenhüttenstadt (65 Punkte) macht einen Sprung nach vorne und liegt nun auf Rang 3. Und auch im Oberhaus gibt es leichte Veränderungen im Tabellenbild: Gifhorn zieht durch den Rundensieg punktgleich mit der FG Wolf Hirth, liegt aber durch die höhere Gesamtspeed nun auf Rang 3 (jeweils 70 Punkte). Oerlinghausen (78 Punkte), in dieser Runde 6., kann Rang 2 vereteidigen. Während die Ostwestfalen mit 8 Punkten Differenz weiter den heissen Atem der Verfolger spüren, setzt sich Rinteln an der Spitze (97 Punkte) weiter ab.
Für das kommende Wochenende sehen die ersten Prognosen schonmal vielversprechend aus. Und soviel scheint sicher: Der Hang wird in Runde 7 keine Option sein.
 
Bernd Fischer
 
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U25: Mit der OLC LS 8 neo auf Aufholjagd Tuesday, 07. July 2020 translate news

Der Samstag galt Deutschlandweit als der bessere Tag dieses Wochenendes. Kein Wunder, dass es Leon Bohnenkamp aus Örlinghausen an die Porta zog. Der Lebhafte Westwind stellte gute Ligapunkte in Aussicht. Auf einem Cirrus brachte er einen Ligaflug mit über 100,96 Punkten ein. Der zweite U 25 Ligaflug für die Örlinghausener kam aus dem 400 km entfernten Beilngries, wo Lukas Brune es mit einer ASW 20 entlang des Bayerischen Waldes bis beinahe Tschechien auf einen 93,52 Punkteflug brachte. Diese beiden unterschiedlichen Flüge reichten für einen erneuten Rundensieg und zur Verteidigung der Tabellenspitze.

Bei der FSV Bad Wörishofen hatte Eva Schröder den schnellsten Schnitt. Sie trieb ihre Ls 8 -18 bis weit hinter Regensburg mit 91,85 Punkten und zusammen mit Martin Hundegger der mit einer Kestrel auf der Schwäbischen Alb mit 78,67 Punkten unterwegs war belegten sie in dieser Runde den zweiten Platz. Der Drittplatzierte dieser Runde holte seine Punkte am Sonntag. Die Juniorpiloten des SFG Giulini flogen die Bergstrasse entlang. Alexander Meinicke kommentierte seinen Flug mit „Fun am Hang“. Das hatte er sicherlich auch, denn er flog eine ASW 19 mit 82,80 Ligapunkten. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Karol Müller der auf einer ASW 15 stolze 86,59 Punkte holte brachten sie es auf den Dritten Rundenplatz. Der smiley hinter dem Namen von Eric Schneider dürfte sich doppelt freuen, mit seinem 98,77 Flug auf der vom OLC gesponserten Rennmaschine LS 8 neo schaffte es der Hammelburger zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner (66,08) auf Rundenplatz 5 und sie schieben sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Eric hat dieses Jahr schon über 177 Stunden auf der OLC LS 8 neo und Strecken von über 900 km zurückgelegt. Auf dem Dritten Tabellplatz steht der LSV Homberg/Ohm.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Christian Polizzano am Samstag
an der Bergstrasse
(Bild Alexander Meinicke).
Karol Müller in seiner ASW 15.
So geht Nachwuchsförderung:
Eric Schneider darf eine Saison
lang die bestens ausgestattete
OLC LS 8 neo fliegen.

 


FV Celle - Spaß am Hang! Monday, 06. July 2020 translate news

Am Freitag war bereits klar, dass es keine Möglichkeit  geben wird, von Celle auch nur einen Ehrenpunkt zu ergattern. Am Samstag knatterte daher Nico mit seinem Ventus cM mutig Richtung Bad Gandersheim, um sich nach einem „Tankstopp“ an Hils, Ith und das Wesergebirge zu schmeißen. Getreu dem Motto: „Alles für den Dackel, alles für den Club“, standen Abends stolze 120,76 km/h auf der Uhr. Im Tagesverlauf wurde sogleich der Duo X für die Mission am Sonntag vorbereitet und Marc Lehnen holte seine ASH 31Mi ab. Bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ergattern so Philipp Reinecke (81,53 km/h) und Marc Lehnen (51,09 km/h) die nötigen Punkte um am Ligawochenende nicht ganz leer auszugehen. Philipp berichtet von teilweise schwierigen Passagen, sodass nicht jeder Spring zwischen Ith und Süntel auf Anhieb klappte.
 
Christian Schneiders
 
Nico steuerte wieder einmal den
schnellsten Flug bei.
Foto: Christian Schneiders
Charly Lima auf der
Suche nach Punkten.
Foto: Philipp Reinecke
Die immer wieder auftretenden
Schauer erforderten eine flexible
Taktik. Foto: Philipp Reinecke
 

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