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Friday, 14. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 14.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG erstreckt sich eine schwach ausgeprägte Tiefdruckrinne von NRW bis nach Ostsachen. Dabei ist weiterhin eine feuchtwarme und hochreichend labil geschichtete Luft wetterbestimmend, sodass es zu hochreichender Konvektion kommen kann. Im Norden und Nordosten wird hingegen mit östlicher Strömung trockenere Luft herangeführt. Am Abend sickert von Südwesten in höheren Atmosphärenschichten trockenere Luft ein und es kommt zu einer leichten Wetterberuhigung. In der Nacht zum Sonntag kann sich vor allem im Norden, sowie im Süden Deutschlands örtlich eine feuchte Grundschicht ausbilden.
Am SONNTAG liegt der Vorhersagebereich weiterhin zwischen schwachen Druckgegensätzen. Dabei fließt in den Nordosten trockene Festlandluft, während in den restlichen Gebieten weiterhin labil geschichtete Luft wetterbestimmend bleibt. Besonders im Nordwesten ist die Luft feuchter, sodass sich hier hochreichende Konvektion ausbilden kann.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann etwa nördlich einer Linie Meppen-Schwedt mit mäßiger bis guter CU-Thermik gerechnet werden. Ansonsten ist die Thermik aufgrund von Abschirmung und kräftigen Überentwicklungen kaum nutzbar.
Am SONNTAG im Norden und Nordosten meist gute bis sehr gute Blauthermik mit Arbeitshöhen von 2000-2300 m. Ansonsten im Süden und Südwesten des Bereichs aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen kaum nutzbar Thermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich aufgrund von abschirmender Bewölkung, sowie darin eingelagerten Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik entwickeln. Allenfalls im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb kann sich am Nachmittag mäßige, selten gute Wolkenthermik entwickeln.
Am SONNTAG ist südlich einer Linie vom Hunsrück bis zur Lausitz mit mäßiger bis guter CU-Thermik zu rechnen. Überentwicklungen sind vor allem im Bergland nicht ausgeschlossen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen Überentwicklungen und vor allem nach Osten hin auch durch Abschirmungen oftmals keine nutzbare Thermik. Örtlich nach Südwesten zu geringe bis mäßige Wolkenthermik.
Am SONNTAG mäßige Blauthermik, örtlich gezeichnet. Am Nachmittag über den Alpen und dem Bayerischen Wald einzelne Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 12. August 2020 U25: Der Thüringer Wald brennt translate news

In Runde 10 haben es lediglich 5 Vereine geschafft einen zweiten Piloten in die Wertung zu bringen. Erneut punktete Tobi Pachowsky auf einem Discus 2 mit 126,30 Speed Punkten. Zusammen mit seinem Vereinskameraden Max Böswald mit 111,58 Punkten holten sie sich den Rundesieg und somit 50 Punkte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der AC Lichtenfels und die FG Oerlinghausen. Eric Schneider mit der FSG Hammelburg ließ sich mit Platz 6 dank seines Vereinskameraden Andres Heil die Tabellenführung nicht wegnehmen, wenn sie nach Runde 10 auch nur noch 2 Punkte vor Oerlinghausen betrug.
In Runde 11 packte Eric seine von Ralph Bürklin gestiftete LS 8 neo voll mit 150 Liter Wasserballast und machte sich auf den Weg in den Pfälzer Wald. Vor lauter Euphorie vergaß er sein Handy und Getränk neben dem Flieger. So musste das maximale aus der Kiste geholt werden. Nach dem Schlepp ging es gleich mal auf 1500 m agl, was ihn schnell über die Wasserkuppe Richtung Eisenach fliegen ließ. Danach ging es 2 h im Jojo den Thüringer Wald, den er in einem Höhenband zwischen 2000m und 2500 m entlang flog. Dass er das Wasser in den Flügeln nicht vergessen hatte darüber war Eric froh, denn so konnte er die LS 8 neo perfekt im hohen Geschwindigkeitsbereich fliegen. Mit einer Speed von 147,41 km/h über die Wertungsdauer holte er sich 139,07 Ligapunkte und setzte sich somit mit seinem Vereinskameraden Peter Wagner, der auf der Nord/Südachse mit 107,48 Punkten unterwegs war, den Rundensieg. Der Flug von Eric war an diesem Tag Europaweit der Schnellste im OLC und zeigt, dass die Förderung junger Talente wie Eric gut ausgewählt wurde.
Auf Platz zwei folgt in dieser Runde der AC Lichtenfels, für den Philipp Lauer mit 134,43 Punkten im Thüringer Wald zusammen mit seinem Vereinskameraden Dominik Biesenecker (108,78 Punkten) unterwegs war. Philipp hatte die geförderte LS 8 neo im Jahre 2019 zur Verfügung gestellt bekommen und damit tolle Flüge gemacht. Auch die drittplatzierten Junioren vom FSC Walldürn hatten bei der Fluglagerwahl Glück, denn mit dem Startplatz Erbendorf Schweißloh hatten sie die beste Ausgangslage, um den Thüringer Wald zu rocken. Dabei holten Silas Horn 133,32 Punkte für den FSC und Wolfgang Kapferer 101,49 Punkte.
In der Tabelle setzt sich die FSG Hammelburg mittlerweile mit 492 Punkten weiter vor der FG Oerlinghausen ab und hat immerhin neun Punkte Vorsprung. Auf Platz Drei folgt der Vorjahressieger Königsdorf mit 423 Punkten. So bleibt es die letzten Runden noch spannend, auch um die Bewerbungen für die LS 8 neo.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Die Speedstrecke von Eric Schneider
FSG Hammelburg, seit 4 Runden
unangefochtener Tabellenführer.
Zu verschiedensten Zeiten
von verschiedenen Plätzen aus
aber auf der selben Strecke unterwegs.

 


Monday, 10. August 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 08./09.8. (Runde 11) translate news

Beim Einbiegen auf die Zielgerade sorgt das Wetter für Sprintbedingungen ...
Samstag:
Ich denke, die Flugspuren vom Samstag haben einen gewissen Seltenheitswert, denn sie zeigen die ungewöhnliche Weiträumigkeit der fliegbaren Wetterbedingungen. Auch wenn die Bedingungen natürlich nicht überall gleich gut und gleich schnell waren, war es ein Tag, an dem Flüge vom hohen Norden bis in die Alpen und von der Eifel bis in den Oderbruch den Eingang in die Wertung gefunden haben. Darüber hinaus fällt natürlich auch ins Auge, dass die schnellen Linien, seien es die Kämme der Mittelgebirge zwischen Harz und Alb, Rothaar und Bayerischem Wald aber auch über dem Fläming, deutlich hervortreten.
Grund dafür war eine sich über tage aufbauende Lage. Unter leichtem Hochdruckeinfluss konnte sich die bereits warme Luftmasse immer weiter erwärmen. In den Vortagen noch vielfach blau floss rechtzeitig zum Wochenende etwas mehr Feuchte mit der schwachen südöstlichen Strömung herein. Verbreitet cumulierte es wieder, wie das Setellitenbild von 12UTC (14 MESZ) zeigt, und das vor allem östlich der Weser und über den zentralen und südöstlichen Mittelgebirgen.
Nur über dem Süden - die Kämme von Alb und Schwarzwald meist eingeschlossen - sowie im Nordwesten, wo die Warmluft zäh war und später Cirren aufzogen, war die vorherrschende Himmelsfarbe blau.
Sonntag:
Der Sonntag war dann eher dreigeteilt: Am stärksten fallen im Satellitenbild von 12 UTC natürlich die starken Entwicklungen zwischen den westlichen Mittelgebirgen und der Oder auf. Dort, wo es nicht aus den Überentwicklungen schauerte, deckten die auswehenden Cirrenschirme ab und störten die Einstrahlung (und damit auch die Thermk) nachhaltig. Zwischen Altmark und Lausitz lag aber zumindest noch eine länger anhaltende Lücke, bevor es auch hier zunehemd abgeschirmt war. Auch über den Norden zogen immer wieder Abschirmungen und die darunter liegende trockenwarme Luft brachte kaum mäßige Blauthermik zustande.
In der Südhälfte dagegen war es nochmals störungsfrei fliegbar, wobei sich im Vergleich zum Vortag ein paar mehr Cumuli zeigen konnten.
Die Flugspuren geben die Wetterbedingungen gut wieder: Der Schwerpunkt lag natürlich im Süden und dort vor allem über den Kämmen, aber auch im Nordosten waren die Linien südlich von Berlin gut frequentiert.
Wer hat was draus gemacht?
Der Blick in die reine Wertung des Speed-OLC offenbart, was die Wetterbedingungen vermuten liessen: Der Samstag war nicht nur in der Masse, sondern auch in der Spitze der schnellere der beiden Tage. Was aber auffällt - und das klang ja auch bereits an - ist bei aller Dichte in der Spitze auch die Verteilung der genutzten Wetterräume. Im Unterschied zur Vorwoche, wo sich das Geschehen im wesentlichen entlang des Thüringer Waldes und Frankenwaldes abspielte, sind die schnellen Linien dieses mal weit verteilt. Und das Wetter war darüber hinaus homogen und lang anhaltend genug, dass man auch die Option hatte, zu diesen Linien zu fliegen. Nach Speed-Punkten schnellster war Eric Schneider (FSG Hammelburg), der von Lager Hammelburg aus nordwärts über die Rhön an den Thüringer Wald flog und dort im Jojo die Liga-Speed vollendete. 147km/h münzte er indexbereinigt in 139 Punkte um. Auf Platz 2 folgt Michael Petzold (SFV Mannheim), der von Eisenhüttenstadt aus östlich von Frankfurt/Oder über den polnischen Wäldern unterwegs war, gemeinsam mit Andreas Kühl (FSV Eisenhüttenstadt). Andreas ist damit nach Punkten der schnellste Liga-Pilot (2. Liga), knapp vor Alex Müller (LSG Bayreuth), der auf Rang 4 folgt, der damit der schnellste Pilot der 1. Bundesliga war. Alex wa gleichzeitig auch Schnellster, was die absolute Speed angeht. Er hatte die Rennstrecke gleich vor der Haustüre liegen und erreichte dort absolute 163.61km/h, auch weil er es schaffte innnerhalb der Wertungszeit nur 3x zu kurbeln, und das dann mit einen durchschnittlichen Steigen von etwas über 3m/s.
Aber die Liga ist nun auch Teamsport und da schaffen es in der 1. Bundesliga gleich 2 "Teams" ganz nach vorne. So wie von Eisenhüttenstadt aus Michael und Andreas waren von Bad Nauheim aus Karsten Leucker und Lorenz Dierschke ebenfalls gemeinsam unterwegs - zumindest während der Liga-Wertungszeit. Für ihre Speed nahmen sie den Rothaarstrang mit, um nach einem langen Sprung nach Südosten auch noch den Thüringer Wald abzureiten. 135 und 134 Speed-Punkte bringen den AC Bad Nauheim ganz nach vorne, auch weil Hans-Jürgen Gelsebach& Thomas Liebert mit 131 Punkten kaum langsamer waren, auch wenn sie ihr Flugweg erst ins Bergische Land und dann zurück über Sauer- und Siegerland führte - der schwache Wind machte auch diese Streckenwahl möglich. Mit 401,16 Punkten gewinnen die Hessen damit diese Runde, das aber nur mit einen knappen Vorsprung von weniger als 4 Punkten (und damit weniger als 1%) vor dem AC Lichtenfels. Auch hier war die Top-Speed ein Ergebnis enger Teamarbeit, diesmal von Gerd Peter und Philipp Lauer, die beide 134 Punkte für den AC Lichtenfels beisteuerten. Dritter war Jan Kretzschmar (129 Punkte), der vom Feuerstein aus im Rahmen des Frankensprints ebenfalls über dem Thüringer Wald unterwegs war.
Und auch der Rundensieg in der 2. Liga geht nach Hessen: Angeführt von Jens & Markus Konopka fliegt der LSV Hofgeismar allen davon. Von Sontra aus gestartet hätte man eiggentlich denken können, sie machen ihre Speed direkt über dem Thüringer Wald. Dort flogen sie zwar auch zum Beginn und Ende ihres Fluges, die schnellsten Abschnitte lagen dann aber über dem Rothaar bis hinunter in den Westerwald. Johannes Bick und Kai Wicke, die vom heimischen Dingel aus unterwegs waren, machten ihre Speed wiederum über dem Thüringer Wald ...
Ihre 375 Punkte bedeuten am Ende gute 20 Punkte Vorsprung vor Aachen, die - auch wegen temporärer Heimatlosigkeit - von der Dahlemer Binz udn vom Feuerstein aus unterwegs waren.
Hofgeismar hat damit zwei Runden vor dem Ende den Aufstieg in die Bundesliga fix gemacht. Mit 142 Punkten liegen sie auf Rang 2 hinter der weiter führenden FLG Blaubeuren (150 Punkte) und können nicht mehr unter Rang 7 abrutschen. Dahinter bleibt es weiter eng, was auch für den Kampf gegen den Abstieg gilt. In der Bundesliga gibt es hinter der Spitze weiter Verschiebungen. Walldürn profitiert wieder von der guten Ausgangslage im Ferienlager in Erbendorf und fliegt in dieser Runde auf Rang 5 und verdrängt damit die FG Wolf Hirth vom Gesamtrang 2. Und auch Bamberg profitiert von der guten Ausgangslage, während Winzeln das Nachsehen hat. Rundenplatz 3 bringt die Franken nach vorne bis auf Gesamtrang 4. Unangefochtener Spitzenreiter ist und bleibt aber Rinteln. Weiter konstant im oberen Drittel fliegend verteidigen sie die Führung nicht nur, sondern können sie sogar noch ausbauen: 35 Punkte Vorsprung bedeuten, dass sie aus den verbleibenden 2 Runden nur noch 6 Punkte brauchen, um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.
Mal sehen, wer nach der anhaltend hochsommerlichen Woche mit der Wärme in der kommenden Runde ab besten umzugehen weiß...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
 

Sunday, 09. August 2020 LSG Bayreuth Zweiter bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres translate news

Die Kür der Mannschaft des Jahres 2019 in Bayreuth war coronabedingt ungewöhnlich: Zweimal wurde der Ball des Sports verschoben und wurde vom Sportkuratorium schließlich zu einem "virtuellen Ball" inklusive DJ für das Tanzen daheim, umgestaltet. Zwischenzeitlich war bereits durchgesickert, dass die Mannschaften von Haspo Bayreuth (Handball), Luftsportgemeinschaft (Segelfliegen) und Bayreuth Tigers (Eishockey) im Televoting des Nordbayerischen Kuriers nur wenige Stimmen auseinander lagen. Laut Meldung der Zeitung trennten nur sechs Stimmen den Ersten vom Zweiten und dreizehn Stimmen den Zweiten vom Dritten. Aber welches Team, welchen Platz errungen hat, sollte bis zum Ball geheim bleiben.
Die Segelflieger gingen als Titelverteidiger in dieses Rennen, nachdem sie bereits für das Jahr 2018 und zuvor auch schon für 2015 Mannschaft des Jahres waren. Beiden Malen ging dem allerdings der Gewinn von Bundes- und Weltliga voraus. 2019 wurden die Piloten vom Bindlacher Berg "nur" dritter bundesweit und vierter weltweit.
Alle drei Mannschaften durften sich auf dem Ball per Video präsentieren, so haben auch die Segelflieger eine Videobotschaft präsentiert, doch die Spannung blieb: Wer gewinnt?
Unumstritten und bereits bekannt war, dass Anne Haug, Ironman-Siegerin aus Bayreuth, Sportlerin des Jahres 2019 würde. Angesichts ihrer überragenden Leistung auf Hawaii wurde im Sportkuratorium vermutlich nicht lange über Alternativen diskutiert.
So saßen die LSG-Mitglieder gespannt vor ihren Rechnern, als nacheinander und immer wieder unterbrochen von Musikeinlagen die Mannschaften des Jahres gezeigt wurden: Platz drei für die Tigers, Platz zwei für die Segelflieger und Platz eins für das Handballteam von HaSpo, das 2019 den Aufstieg in die Bayernliga (und inzwischen in die 3. Liga) geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch an die Kollegen vom Handball!
Auch wenn es für die LSG also offenbar um sechs Stimmen nicht zur Titelverteidigung gereicht hat, war es doch erfreulich zu sehen, dass wir genug Fans haben, um selbst bei einem Televoting gegen die Publikumssportarten bestehen zu können! Großen Anteil daran haben sicherlich die Fliegerkameraden aus ganz Deutschland, die nach dem Aufruf im OLC-Magazin für uns gestimmt haben. Vielen Dank an Euch!
 
Daniel Große Verspohl
 

Friday, 07. August 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 07.08.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG gestaltet sich die Wetterlage bei heißer und trockener Luft unter Hochdruckeinfluss hochsommerlich. Lediglich in Vorpommern sowie im Alpenraum können hitzebedingt lokale konvektive Umlagerungen entstehen.
Am SONNTAG hält die Hitzeperiode weiter an. Abgesehen vom Osten Deutschlands bleibt trockene Luft wetterbestimmend. Dort hingegen sorgt leichter Tiefdruckeinfluss weiterhin für eine örtliche Gewitterneigung.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen um 2000 m, nach Nordosten örtlich auch Cumulusthermik, in Vorpommern vereinzelt durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG kann sich mäßige bis gute, über dem Bergland auch sehr gute Thermik entwickeln, vielfach Blau mit Arbeitshöhen zwischen 1500 und 1800 m, im äußersten Osten und über dem Bergland teils Cumulusthermik, hier jedoch ab dem Nachmittag durch einzelne
Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft gute Blauthermik mit Arbeitshöhen um FL060-070, stellenweise auch gezeichnet.
Am SONNTAG in zunehmend feuchterer Luft mäßige bis gute Blauthermik mit örtlichen Zeichnungen. Im Bergland und im Nordosten
gegen Abend zunehmendes Risiko für Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG und SONNTAG mäßige bis gute Blauthermik, lokal durch CUs gekennzeichnet. Im Bergland oft gute bis sehr gute Wolkenthermik, am Montag eventuell durch einzelne Überentwicklungen gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.


 


Friday, 17. July 2020 Über 1.100 Kilometer mit der OLC LS 8 neo! translate news

Abflug Richtung Rhön. Danach sieht es eher blau aus. Ich muss hoffen, dass es bald großflächiger entwickelt.
Nachdem ich mich am Samstag spontan zu einem frühen Start beim Ligaflug entschieden habe und es am Ende überraschenderweise sogar noch 950km geworden sind, konnte ich gar nicht glauben, dass der Sonntag noch besser werden sollte. Aber was dann kam, war einfach unglaublich!
Sonntag 9:30 Uhr:
Um Hammelburg ist es noch blau, nur in der Rhön sind zwei dicke Wolken zu sehen. Ich starte um kurz vor 10 und befürchte trotzdem, dass es noch zu früh ist. Dann erst mal die Enttäuschung, als ich im F-Schlepp die 150km entfernte, gut entwickelte Alb sehen kann und mir klar wird, dass bereits hunderte vor mir gestartet sind. Naja dazu später mehr…;) 
Also gleite ich wie üblich Richtung Bad Brückenau an die erste Wolke und treffe dort sogar schon erstaunliche 1,5m/s! Kurz vor der Wasserkuppe drehe ich Richtung Süden ab und folge ungefähr Julian und Chris, die zuvor von der Wasserkuppe aus gestartet sind. Mittlerweile sind auch im Flachland die ersten Wolken entstanden und die erste Stunde läuft mit einem 112er Schnitt extrem gut. Kurz vor dem Bayerischen Wald fehlt die Sonneneinstrahlung und macht das Treffen von guten Steigwerten etwas schwieriger.
13:00 Uhr:
Ab der Wende kurz vor Arnbruck lief es dann wieder super flott an der Donaukante bis kurz vor den Titisee. Mit einem 120er Schnitt, teilweise schönen Wolkenaufreihungen und vor allem grandiosen Steigwerten hat dieser Schenkel mit Abstand am meisten Spaß gemacht.
16:00 Uhr:
Der Schwarzwald hat inzwischen etwas abgetrocknet. Über kleine Wolken fliege ich mit einem defensiveren Flugstil durch den nördlichen Schwarzwald und anschließend durch den Kraichgau. Hier ist es mir besonders wichtig oben an der Basis zu bleiben. Deshalb mag es im Barogramm vielleicht nach einer Straße aussehen, obwohl ich einfach nur häufiger mittelmäßiges Steigen mitnehme. 
Kurz vor dem Spessart treffe ich die wohl ausschlaggebende Entscheidung und fliege nicht, wie alle anderen vor mir, unter dem C von Frankfurt, sondern umfliege ihn östlich auf Höhe Walldürn. Dadurch, dass ich im höheren Band bleibe, kann ich entspannt bis Hammelburg abgleiten und muss nur noch ein mal an die Basis kommen um die 1000km zu schaffen. 
Kurz vor 19 Uhr:
Mit etwas Glück ziehe ich nach einem „längeren Gleitstück unter einer recht dunklen Wolke kurz vor Hammelburg nochmal unglaubliche 2,5m/s. Die Freude ist noch viel größer als sich im Anschluss eine Wolkenstraße bis ca. Suhl enwtickelt. 
19:30 Uhr 
Auf dem Rechner stehen nun 1000km und ich fliege immer noch Richtung Nordost. Die Wolkenstraße bringt für die späte Uhrzeit nochmal erstaunliche Steigwerte! Kurz vor 20 Uhr wende ich bei 1020km knapp vor dem Thüringer Wald und habe nun den letzten Schenkel mit Rückenwind vor mir. Es fehlen noch ca. 400m bei MC 1.5 für den 60km langen Endanflug auf Hammelburg.
Obwohl die Wolkenstraße in den letzten Minuten sehr schnell zerfallen ist, treffe ich auf dem Rückweg nochmal ca. 1,2m/s und habe nun deutlich Plus auf Hammelburg. Auf ein mal erscheint es sogar möglich die 1100km noch zu knacken. Mit nun 300m+ auf unseren Nachbarplatz Karlstadt würde ich es schaffen. Über Whatsapp informiere mich bei der Crew am Boden, ob ein Rückschlepp möglich wäre.
20:30 Uhr:
Über Bad Kissingen kurbel ich noch ca. 200m in 0,4m/s und lasse mich durch den Wind immer weiter Richtung Westen treiben. Inzwischen ist mein Vater mit der Schleppmaschine abflugbereit und macht sich auf den Weg nach Karlstadt. Gemütlich gleite ich die verbleibende Höhe ab und setze um 21:01 in Karlstadt mit 1116 geflogenen Kilometern auf. Ein unglaubliches Gefühl den Sonnenuntergang aus dem Segelflieger zu sehen. Meine Enttäuschung vom F-Schlepp am Morgen ist schon längst vergessen.  Es kommt eben nicht nur darauf an, wo es als erstes losgeht, sondern auch wo es am Abend am längsten geht.
Ich bin überglücklich, dass es dieses Jahr doch noch mit den 1000km geklappt hat, nachdem ich es vor ca. 1 Woche um nur 1100m verfehlt habe. 
An dieser Stelle ein ganz ganz großes Dankeschön an den OLC und alle Sponsoren, die mir dieses Jahr dieses wunderschöne Flugzeug zur Verfügung stellen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit der Ls8neo "OLC" zu fliegen :D
 
Hier geht es zum Flug im OLC.
 
Eric Schneider
 
Von Nittenau bis Arnbruck
etwas spannender. Hier lag noch
sehr viel Feuchte in der Luft
Blick Richtung Nordschwarzwald.
Etwas trockener als zuvor.
Kurz vor der Landung, ein
unglaublich toller Anblick!
 

Thursday, 16. July 2020 DG-1001E neo takes-off for maiden flight translate news

The DG-1001E successfully performed its maiden flight in the beginning of July. The DG-1001’s new version with FES-System by LZ Design was piloted by Jelmer Wassenaar, Head of Engineering at DG. The glider took-off with 18m neo wing tips and small FES Batteries (2x 14S / 4,2kWh).
The sustainer system worked perfectly right from the beginning. On both seats there is a FES control unit including main switch which enables controlling the system from both seats. Equivalent to the single-seater system the pilot may use the motor easily by activating the main switch and turning the rpm potentiometer. Instantly the motor will start and bring the glider back to safe altitude.
With the small battery we currently achieve around 15 minutes of climb at 1m/s. Alternatively the pilot can do level flight at 105km/h for half an hour. In order to significantly increase this performance we wait for bigger batteries to be cleared for use in the DG-1001. According to the latest EASA standards the batteries need to run through different tests successfully before they may be used in flight. These tests are not completed yet.
The new 20m neo wing tips will be ready for test flights.
We already had the chance to deliver the first customer aircraft. FSR Kraichgau is the first proud owner of a DG-1001E neo since one week now. Besides FES, the glider is equipped with a handicap system. Thanks to the cooperation with “Aktion Mensch” (a German social organization) and DG Flugzeugbau, Martin Koehl the club’s handicapped pilot will also be able to take-off in this beautiful glider.
At present, DG Flugzeugbau conducts flight tests for certifying the DG-1001E for aerobatics. In order to fulfil its role as versatile aircraft, it will still be possible to perform aerobatics in 17.2m configuration and without FES batteries.
As soon as the new 20m neo tips are available we will also begin to offer test flights and are very much looking forward to see our customers taking a ride!

DG Flugzeugbau
 
DG-1001E neo Prototype in DG’s final assembly
Large screens and state-of-the-art avionics have enough space
Delivery of the first DG-1001E neo to FSG Kraichgau

 

Thursday, 16. July 2020 DG-1001E neo hebt zum Erstflug ab translate news

Die DG-1001E hat Anfang Juli erfolgreich Ihren Erstflug absolviert. Die neue Version der DG-1001 mit FES Antrieb der Fa. LZ Design hob mit Jelmer Wassenaar an Bord zu Ihrem Jungfernflug ab. Das Flugzeug flog mit 18m neo Winglets und den kleinen FES-Batterien mit 2x14S und 4,2kWh.
Das Motorsystem funktionierte auf Anhieb problemlos. Auf beiden Sitzen befindet sich eine FES Kontrolleinheit, sowie ein Hauptschalter. Dies ermöglicht es von beiden Cockpits aus das FES zu steuern bzw. bei Bedarf einzugreifen. Wie im Einsitzer auch, reicht es das System mit dem Hauptschalter zu aktivieren und über einen Drehzahlpoti den Motor zu starten. Augenblicklich springt das Triebwerk an und befördert das Flugzeug wieder in sichere Höhe.
Mit der kleinen Batterie sind aktuell etwa 15min Steigflug bei 1m/s möglich, oder alternativ gut eine halbe Stunde Reise-Flug bei 105km/h. Um diese Leistungen deutlich zu steigern warten wir aktuell auf die Freigabe für die großen Batterien. Nach aktuellen EASA Zulassungsvorschriften müssen diese zusätzliche Tests durchlaufen, die noch nicht alle abgearbeitet werden konnten.
Die neuen 20m neo Winglets stehen kurz vor Ihrer Fertigstellung.
Es konnte bereits auch das erste Flugzeug an seinen Kunden übergeben werden. Der FSR Kraichgau aus Sinsheim darf nun seit letzter Woche eine DG-1001E neo sein Eigen nennen. Das Flugzeug ist neben dem neuen FES System auch mit einer Handicap Steuerung ausgestattet. In Kooperation mit der Aktion Mensch und DG Flugzeugbau konnte der Verein seinem Rolli Flieger Martin Köhl ermöglichen auch bald mit dem neuen Doppelsitzer des Vereins zu fliegen.
Aktuell läuft bei DG die Flugerprobung des Kunstfluges mit der DG-1001E neo. Um der Rolle als Allzweckflugzeug möglichst gerecht zu werden wird man die DG-1001E mit 17,2m Spannweite und ohne die FES Batterien auch im Kunstflug einsetzen können.
Sobald die neuen Ansteckflügel verfügbar sind werden wir auch damit beginnen die Vielzahl an Probefluganfragen abzuarbeiten. Wir freuen uns Ihnen bald dieses wunderschöne Flugzeug präsentieren zu können.

DG Flugzeugbau
 
 Der Prototyp der DG-1001E neo in der Endmontage von DG Flugzeugbau
Große Anzeigen und moderne Avionik finden bequem Platz
Auslieferung der ersten DG-1001E neo an den Kunden FSG Kraichgau
 

Tuesday, 14. July 2020 AC Braunschweig - der Aero-Club lebt noch translate news

Bei diesen Steigwerten lacht jedes Fliegerherz.
...und fliegt in Runde sieben auf Rang 15 und holt somit 6 Punkte.
Im Rahmen dieser Runde konnten die Braunschweiger endlich mal wieder mit guten 330,43 Speedpunkten in die Wertung kommen. Die sechste Runde war für die Löwenstädter aufgrund fehlender Streckenflugbedingungen eine Nullnummer. An beiden Wochenendtagen war der Aero-Club mit insgesamt 10 Maschinen bei richtig guter Thermik unterwegs. Folgende drei Teams waren am Ende schnell auf Strecke:
Knud Dombrowsky, ASW 28, 114,92 Speedpunkte,
Wiebke Holste, Joshua Arntz, Arcus T, 113,33 Speedpunkte,
Andreas Kruse, Peter Montag, Arcus T, 102,18 Speedpunkte,
Dombrowsky trieb die mit Wasser gefüllte ASW 28 am Sonntag bis an die polnische Grenze und wendete südlich von Guben. Holste und Arntz flogen am selben Tag ebenfalls nach Osten und hatten genau den identischen Umkehrpunkt. Kruse und Montag waren bereits am Samstag auf Strecke und kehrten westlich von Lübben (Spreewald) um. Dieser Rundensieg ging mit 367,79 Speedpunkten an den Aero-Club Nastätten.
Nach sieben geflogenen Runden führt nach wie vor der LSV Rinteln mit 115 Punkten und der Aero-Club hat weiterhin in der Gesamtwertung mit nunmehr 20 Punkten den letzten Rang und somit die rote Laterne inne. Da die Braunschweiger Segelflieger nach wie vor den Verkehrsflughafen Braunschweig-Wolfsburg um 18 Uhr verlassen müssen und somit in der Regel deswegen gegen 17 Uhr hier landen, ging Karsten Bennewitz am Sonntag nach Wilsche und aus diesem Grund beendete auch das Arcus-Team Holste/Arntz deswegen gegen 19:30 Uhr Ortszeit nach 849 Kilometern ihren Flug in Wilsche und wurde dort freundlich empfangen. Somit sind unter diesen Bedingungen auch große Streckensegelflüge im Rahmen der DMSt von Braunschweig aus nicht mehr oder nur noch mit einem anderen Landeort möglich. Daher ist für die Braunschweiger Aufwindjäger kein fairer Wettbewerb mehr möglich.
 
Rolf Wagner

Tuesday, 14. July 2020 FLG Blaubeuren erlebt Tag der Rekorde translate news

Der vergangene Sonntag wird wohl in die Geschichtsbücher der Segelfliegerei eingehen. Wobei er für die Piloten der FLG bereits am Vortag begann. Nachdem Charlie Bauder die Schleppmaschinen bereits auf 9 Uhr bestellt hatte, schauten noch einige Piloten das Wetter genauer an. Es bahnte sich einer dieser wenigen Tage an, an denen man sehr früh starten konnte. So wurden vereinzelt noch am Samstagabend die Flugzeuge aufgebaut und mit Wasserballast betankt, um am Morgen in aller Frühe zu starten. Der erste Flugzeugschlepp hob dann bereits um 9:10 Uhr ab.
In der Luft wurde dann festgestellt, dass man bereits noch früher startet hätte können. Zunächt flogen die Ligapiloten der FLG erstmals gen Westen den schönen Aufreihungen auf ihrer geliebten Schwäbischen Alb entlang. Im Schwarzwald hatten sich die Piloten verschiedene Wendepunkte ausgesucht. Vater Karl-Eugen und Sohn Sebastian Bauder wendeten in Rothaus und flogen anschließend den Schwarzwald hoch. Joachim Krais, Jens Minard und Martin Söll flogen ebenfalls den derzeit noch schwach entwickelten Schwarzwald entlang. Dirk Ströbl, Philipp Söll und Helmut Schmid flogen zurück auf die Alb um Ligapunkte zu ergattern. Für die anderen ging es durchs Kraichgau in den Odenwald mit Spessart bis in den Thüringer Wald bis kurz vor Eisenach. Anschließend galt es den Thühringer Wald nach Südosten abzufliegen und über die Oberpfalz in den Bayerischen Wald zu fliegen. Dort wendeten sie in Tschechien, nahe Furth im Wald. Nun ging es mit Rückenwind die 250 Kilometer Richtung Heimat. Am Abend war die Freude groß, zuerst landeten Ströbl und P. Söll mit über 1000 km im „Jojo“. Als nächstes kamen die Bauders, sie hatten sich ihr ausgeschriebenes Ziel ein Dreieck über eintausend Kilometer geschafft und landeten nach über Zehn Stunden Flugzeit überglücklich in Blaubeuren. Nach Ihnen Joachim Krais, der die Latte sogar auf 1080 km legte. Nun warteten alle gespannt auf Jens Minard, der schon längere Zeit nichtmehr im Funk zu hören war. Es war bereits nach 20 Uhr als man den Funkspruch Tangomike im Anflug auf die Landebahn hörte. Er hatte es ebenfalls geschafft und flog in zehneinhalb Stunden mit seinem Discus über 1021 Kilometer. Dieser Flug war der deutschlandweit der viertbeste an diesem Tag. Zusammen mit den Fluglagergästen aus Betzdorf-Kirchen wurden ab Blaubeuren über fünfzehntausend Kilometer geflogen.
Da so große Strecken nur mit einer hohen Geschwindigkeit zu meistern sind, gab es demnach auch eine tolle Ligawertung. So belegten die Blaubeurer mit den Flügen von Philipp Söll (120), Dirk Ströbl (120) und Joachim Krais (102) den zweiten Rundenplatz und stehen somit wieder an der Tabellenspitze der zweiten Liga. Doch dieser Tag steht ganz im Sinne der Dreiecke, die Königsdisziplin der Streckenfliegerei. Karl Eugen Bauder versuchte seit Jahren dieses Dreieck zu fliegen, umso schöner, dass er dieses Erlebnis nun zusammen mit seinem Sohn Sebastian teilen konnte.
Der Blick auf die Nachbarn aus Laichingen lässt auch sehen, dass es ein Ausnahmewetter war. Hier flogen vier Piloten über Eintausend Kilometer im Jojo und mit Rundenplatz fünf rücken die Piloten des FSV auf den vierten Tabellenplatz vor. Dazwischen halten sich noch eisern die Vereine Hofgeismar aus Hessen und Eisenhüttenstadt aus Brandenburg .
 
M.Söll
 
Dirk Ströbl und Philipp Söll nach erfolgreichem Eintausenkilometerflug. Jens Minard wurde bereits von seinen Kindern erwartet. Sebastian Bauder steigt nach über 10 h Flug aus seinem Ventus.
 

Tuesday, 14. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 11./12.7. (Runde 7) translate news

24h-Niederschlag
Kaltfrontrückseite unter Hochdruckeinfluss. Ein Samstag, der mehr als nur eine Andeutung des Potentials war und ein Sonntag, an dem man im OLC-Plus gut 1000 Punkte erfliegen musste, um unter die ersten 100 zu kommen und selbst bei Rang 200+ noch Flüge von mehr als 1000km zu finden sind! Zwar war Runde 1 in der Bundesliga 2020 auf dem Spitzenplatz ein wenig schneller, als der Sieger in dieser 7. Runde, aber die 300 Punkte-Marke wurden selbst noch auf auf Rang 27 erreicht. Ein Kennzeichen für schnelles UND weitreichend gutes Wetter.
Samstag:
Der Blick in die Flugspuren offenbart, das der Wetterraum noch seine Grenzen hatte: Die finden sich nahezu deckungsgleich im Satellitenbild des frühen Nachmittags (12 UTC/14 MESZ) wieder. Im Südosten lag noch die Kaltfront und von der Nordsee her sorgte die einfliessende Feuchte für Ausbreitungen, in die sich teils noch Schuer einlagerten.
Weite Teile profitierten aber schon vom stabilisierenden und abtrocknenden Effekt des Hochkeils. Der fliegereische Schwerpunkt lag im Westen, von wo aus der Keil hereinragte, aber selbst bis nach Polen hinein gab es sehr gute Linien. Die Liga profitierte durch die aktive Luftmasse, die lange Strecke durch die beständige leichte Kaltluftadvektion, die die Thermik früh beginnen ließ, um sie zum Ausgleich noch lange anhalten zu lassen - begünstigt natürlich auch durch die aktuellen Tagelängen.
Dazu kam noch, dass in dem Bereich die Niederschläge gering waren (siehe 24h-Niederschlagsmenge zwischen Freitag 06UTC und Samstag 06UTC) und daher nicht viel Energie in das Abtrocknen der Böden investiert werden musste - ein weiterer Faktor, für einen möglichst frühen Thermikbeginn.
Sonntag:
Zum Sonntag hatte sich die Lage nochmals gebessert: Im Süden war die Front weg, so dass sich die Luftmasse im Tagesverlauf immer besser strukturieren konnte. Im Rückfeld des abziehenden Troges floss noch Feuchte in den Nordosten, deren Ausbreitungen vor allem östlch der Elbe und nördlich der Havel für Ausbreitungen sorgte. Die thermisch gute Luftmasse ermöglichte nochmal weitere und schnellere Flüge als am Vortag, auch wenn es östlich von Weser/Werra auch ausbreitete oder sich die Cumuli über dem Schwarzwald langsam rar machten.
Was den Sonntag am Ende noch etwas besser machte als den Samstag, war der Aspekt, dass sich die Luftmasse am Vortag bereits vertikal gut durchmischt hatte. In einem solchen Fall muss nur die nächtliche Inversion weggeheizt werden, damit schon früh fast die komplette Konvektionshöhe des Vortages zur Verfügung steht (Übrigens kann man diesen Effekt auch an den Flügen/Barogrammen vom Montag weiterverfolgen).
Wer hat was draus gemacht?
Das sieht man ganz gut im Vergleich der jeweils strecken- und punktbesten Flüge im OLC-Plus von Samstag und Sonntag: Michael Ebel, immer früh unterwegs, stieg beim Start gegen 8:30 in Reinsdorf noch auf rund 1000m über Grund, um dann erst gegen 11:30 Uhr diese Höhe erstmals wieder zu erreichen. Selbst die Harz-Querung lief im Paterre ab. Der Frühstart (und die Landung gegen 20 Uhr) ermöglichten eine Flugzeit von rund 11:15h, bei der er 1149km zurücklegen konnte. Zu fast gleicher Uhrzeit hob am Sonntag Alex Müller in Bayreuth ab. Gleich der Hausbart trug ihn bereits auf 1300m über Grund (immerhin bereits mehr als 2000m MSL) und um 9:00 Uhr ging es das erste Mal über 2500m MSL. Nach 11:45h und 1319km rollte er auf dem Bindlacher Berg aus. An beiden Tagen kam übrigens Eric Schneider mit dem OLC-Discus auf Rang 2: Waren es am Samstag "nur" 956km (aber 750kim FAI) flog er am Sonntag von Lager Hammelburg aus 1116km (950km FAI)
Wie bereits erwähnt, waren es am Samstag 5 und am Sonntag über 40 Flüge über die 1.000km, aber die Luftmasse brachte natürlich auch schnelle Bedingungen - und das an beiden Tagen.
So hatte sich am Samstag der FSC Walldürn mit 334 Speed-Punkten an der Spitze der 1. Liga platziert, gefolgt von Brandenburg, Rinteln und Berlin. 28 Teams hatten sich da bereits in die Wertungsliste eingetragen. Aber der Sonntag sollte nochmal einen drauflegen: Am Vortag noch auf Rang 10 liegend, sprintete der AC Nastätten bis an die Spitze vor, wobei sich Holger Back als Schnellster in den Speed-OLC eintragen konnte. Für die Verhältnisse spät gestartet, konnte er ab der Tauber gegen den Wind bis kurz vor Bayreuth bereits 139km/h auflegen, auf dem Rückweg endeten die 2,5h dann erst kurz vor dem Pfälzer Wald - seine 335km bedeuteten einen Schnitt von 141km/h und 133 Speed-Punkte. Sein Bruder Jochen war auf ähnlichen Weg, aber etwas früher unterwegs. Seine 139 km/h bettete er in einem Flug von über 1.000km ein. Was den absoluten Speed angeht, waren auch Andreas Kühl (Eisenhüttenstadt, 139,85kmh) und David Bauder (Donauwörth, 139,83km/h) ganz vorne mit dabei, was sich auch im Mannschaftsergebnis wiederspiegelt: David führte in der 1. Liga Donauwörth auf Rang 2, Eisenhütttenstadt erreicht in Liga 2 Rang 7. Dabei muss man aber auch berücksichtigen, dass die Punkteabstände der Teams bei der relativ homogenen Wetterlage vergleichsweise eng sind und dass wenige Speed-Punkte schon den einen oder anderen Platz ausmachen können.
Bis weit hinunter in den Wertungslisten sieht man schnelle Flüge, wobei natürlich die Rundensieger noch erwähnenswert sind: In Liga 1 schafft es Nastätten (Dritter im Bunde war neben den Back-Brüdern Martin Fuhr) sich knapp gegen Donauwörth durchzusetzen. Rinteln - schon am Samstag stark - legte Sonntag nochmal zu. Wie weitreichend das Wetter war, belegen die quer über die Republik vertreuten Startplätze Rinteln, Locktow und Kronach. Die 2. Liga entscheidet der LSC Bad Homburg für sich. Von Anspach/Taunus aus war hier Niels Deimel Punkt-Schnellster - und zwar bereits am Samstag. Seine 132km/h (125 Punkte) erreichte er zwischen Hunsrück, Saarland und Pfälzer Wald. Mit den sonntäglichen Flügen von Tobi Welsch & Elmar Fischer und Sebastian Beule erreichen die Hessen einen souveränen Rundensieg mit knapp 365 Punkten und damit rund 20 Punkten Vorsprung auf Blaubeuren (342), die wiederum knapp vor dem SFZ Aaachen (340) liegen.
In der Gesamtwertung der 1. Liga zeigt Rinteln die größte Konstanz - egal ob am Hang oder in der Thermik -, und baut seinen Vorsprung auf nunmehr 35 Punkte aus. Um so knapper geht es auf den Verfolgerplätzen zu: Auf Rang 2 schiebt sich die FG Wolf Hirth vor (80 Punkte) und verdrängt Oerlinghausen (79) auf Rang 3. Und auch in der 2. Liga gab es einen Positionswechsel: Blaubeuren kann die Spitze übernehmen (96 Punkte) und schafft sich direkt ein kleines Polster auf die direkten Verfolger Hofgeismar (87 Punkte) und Eisenhüttenstadt (79 Punkte).
Dass sich eine solche Lage - und noch dazu an einem Wochenende - kurzfristig nochmal aufbaut, ist eher unwahrscheinlich. Zumindest sehen die ersten Prognosen aber für das kommende Wochendene wieder durchaus fliegbare Bedingungen voraus ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
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