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OLC Alps: With six flights over 7,000 kilometers Monday, 20. September 2021 translate news

Gliding in the mountains  is a thing in itself. The OLC therefore has its own scoring for flights in the Alps – as OLC Plus, Speed ​​and as an Alpine League. But it is by no means a competition for pure alpine people. Many holiday pilots were involved in the 2020/21 season.

Almost 2000 pilots took part in the competition for the largest alpine distances. And this time the winning laurels were particularly high, Mathias Schunk from SFZ Königsdorf had made sure of that. With his six competition flights he showed 7061 kilometers! Including a distance of 1643 kilometers and only once did the Königsdorfer stay one kilometer below the 1000 k mark. Mathias Schunk already completed two flights with his Quintus at the beginning of the 2020/2021 OLC season in the October waves of last year.

The decisive long distances were covered in waves and in ridge soaring. Holiday pilots had no chance here. Hermann Eingang achieved the highest cutting speeds with his ASH 31 in ridge soaring and waves and, after his second place in the OLC Alps, relegated Mathias Schunk to second place in the speed scoring. With his starting point in Trieben, Hermann Eingang is also right at home in the middle of the racetrack in the Northern Alps.

OLC Alps competition area. 50 percent of the distances must be flown in this borders.

In the OLC League Alps, the team of SFZ Königsdorf was in the lead again and with a huge lead over the SFG Werdenfels. In 3rd place is the SG Lägern from Switzerland, behind it the AFZ Unterwössen and in 5th place Fayence near the Cote d’Azur, once decreed as a pure starting point for high-altitude flights.

More than one hundred clubs took part in the Alpine League, but only Königsdorf took part in this race that was really systematic. With one exception (lap 12), the teams were always ahead over 15 laps.

South of the main Alpine ridge, the AeC Vol Alpino (6th place) from the cozy grass strip Enemonzo fought his way in front of Verona into the top ten. The best team outside the Alps came from the Dutch. The Glederse Zweefvliegclub from the Terlet gliding center took 23rd place. Four places behind was LSV Straubing, with Philipp Keller providing a boost with a particularly large number of flights from Puimoisson.

Of the top pilots only Yves Gerster (3rd place in the OLC Alps) from Courtelary in the Swiss Jura started really outside the Alps. At the beginning of the season at the end of September 2020 he completed a 940 k from Aosta in waves.

In the summer it were the gliding centers in the French Alps that were brought by the holidays pilots to the fore. Maximilian Schäfer made it to 17th place in the OLC Alps in August with six flights from Puimoisson among almost 2000 participants.

The new season starts on September 21st. For guest pilots, Lienz in East Tyrol, Nötsch in Gailtal and in Switzerland Locarno, perhaps even southern France, will be in demand again in April.

Gerhard Marzinzik


OLC Alps: Mit sechs Flügen über 7000 Kilometer Monday, 20. September 2021 translate news

Gebirgsflug ist eine Sache für sich. Im OLC gibt es deshalb eine eigene Wertung für Flüge in den Alpen – als OLC Plus, Speed und als Alpenliga. Aber es ist keineswegs ein Wettbewerb für reine Älpler. In der Saison 2020/21 mischten viele Urlaubspiloten mit.

Fast 2000 Piloten beteiligten sich am Wettbewerb um die größten Alpenstrecken. Und diesmal hingen die Siegerlorbeeren besonders hoch, dafür hatte Mathias Schunk vom SFZ Königsdorf gesorgt. Er legte mit seinen sechs Wertungsflügen 7061 Kilometer vor! Darunter eine Strecke von 1643 Kilometer und nur einmal blieb der Königsdorfer um einen Kilometer unter der 1000er Marke. Zwei Flüge absolvierte Mathias Schunk mit seinem Quintus zu Beginn der OLC-Saison 2020/2021 in den Oktoberwellen des vergangenen Jahres.

Die entscheidenden großen Distanzen wurden in Wellenaufwinden und im Hangwind zurückgelegt. Hier waren Urlaubspiloten eher chancenlos. Die höchsten Schnittgeschwindigkeiten erzielte denn auch Hermann Eingang mit seiner ASH 31 in Hangwindbändern und Leewellen und verwies nach seinem zweiten Platz im OLC Alps, Mathias Schunk in der Speedwertung auf Platz 2. Mit seinem Startplatz Trieben ist Hermann Eingang auch gleich mitten in der Rennstrecke der Nordalpen zu Hause.

Der Wettbewerbsraum für den OLC Alps, hier müssen mindestens 50 Prozent der Flugstrecke absolviert werden.

Südlich des Alpenhauptkamms kämpfte sich von dem heimeligen Grasplatz Enemonzo der AeC Vol Alpino (Platz 6) unter die besten Zehn. Das beste Team außerhalb der Alpen stellten die Holländer. Der Glederse Zweefvliegclub vom Segelflugzentrum Terlet eroberte sich Platz 23. Vier Plätze dahinter reihte sich der LSV Straubing ein, bei dem Philipp Keller gleich mit besonders vielen Flügen von Puimoisson aus für Schub sorgte.

So richtig außerhalb der Alpen startete von den in der Spitze platzierten Piloten nur Yves Gerster (Platz 3 im OLC Alps) von Courtelary im Schweizer Jura. Zu Beginn der Saison Ende September 2020 absolvierte er ein 940er von Aosta aus in Wellenaufwinden.

Im Sommer waren es dann die Segelflugzentren in den französischen Alpen, die die Urlaubsflieger in den Blickpunkt rückten. Maximilian Schäfer schaffte es im August mit sechs Flügen von Puimoisson aus unter immerhin fast 2000 Teilnehmern auf Platz 17 im OLC Alps.

Am 21. September startet die neue Saison. Für Gastpiloten sind dann im April wieder Lienz in Osttirol, Nötsch im Gailtal und in der Schweiz Locarno vielleicht auch schon Südfrankreich gefragt.

Gerhard Marzinzik


Change club affiliation in time! Sunday, 12. September 2021 translate news

As already announced in March 2021, a club change must be performed before the first flight registration in the next season and then remains unchanged for a whole season. As the new OLC season already starts on 21 September, there is not much time left for the first autumn flights to make this change. For example, if you have moved in the last few months and now want to enter a different home club, or if you want another team to benefit from your flights for the 2022 League season. The corresponding rule is described in the OLC-Plus rules under 1.10.

As already explained in March, it has become apparent that more and more pilots are reporting their weekend flights for one League team or club and during the week for another club. In addition, League entries from pilots who are only in fourth place or worse in their own team, i.e. who are not needed for their own team ranking, but who could, for example, be entered as a third ranking by the neighbouring club and thus save it from possible relegation, have made an unfair contribution to other potential relegation candidates. Since official club affiliation is not checked by the OLC, it can be assumed that this club hopping during the year would be exploited and lead to an unfair distortion of the results of the league and club rankings.

So: It can't hurt to check the participant data in good time before the first flight of the new season.

Your OLC Team


Vereinszugehörigkeit rechtzeitig ändern! Sunday, 12. September 2021 translate news

Wie schon im März 2021 bekannt gegeben, muss ein Vereinswechsel vor der ersten Flugmeldung in der nächsten Saison geändert werden und bleibt dann eine ganze Saison unverändert. Da die neue OLC-Saison schon am 21. September beginnt, bleibt für die ersten Herbstflüge nicht viel Zeit, um diese Änderung durchzuführen. Zum Beispiel, wenn in den letzten Monaten umgezogen und nun ein anderer Heimatverein eingetragen werden soll, oder wenn für die 2022-Liga-Saison ein anderes Team von deinen Flügen profitieren soll. Die zugehörige Regel ist in den OLC-Plus-Regeln unter 1.10 beschrieben.

Wie schon im März begründet, hat sich nämlich gezeigt, dass immer mehr Piloten ihre Wochenendflüge für ein Liga-Team bzw. einen -verein melden und unter der Woche für einen anderen Verein. Zusätzlich haben Ligameldungen von Piloten, die im eigenen Team nur an vierter Stelle oder schlechter stehen, also nicht für die eigene Mannschaftswertung gebraucht werden, aber zum Beispiel beim Nachbarverein als dritte Wertung eingehen können und ihn somit vom eventuell vor dem Abstieg retten könnten, einen unfairen Beitrag gegenüber anderen potenziellen Absteigern geleistet. Da eine offizielle Vereinszugehörigkeit vom OLC nicht geprüft wird, kann man davon ausgehen, dass dieses unterjährige Vereins-Hopping ausgenützt und zu einer unfairen Ergebnisverfälschung der Liga- und Vereinswertungen führen würde.

Also: Es kann nicht schaden, rechtzeitig vor dem ersten Flug in der neuen Saison einmal die OLC-Teilnehmerdaten checken.

Dein OLC-Team


Hochgeschätzt: Die OLC-World-League Tuesday, 07. September 2021 translate news

Mit der erstmaligen Erfindung eines richtigen Team-Wettbewerbes für den Segelflug im Jahre 2001, genannt Segelflug-Bundesliga, gelang dem OLC ein bahnbrechender Schub für die anfänglich 324 teilnehmenden Vereine in Deutschland. Schon zwei Jahre später lag die Reichweite mit 576 Mannschaften bei nahezu 100% Prozent aller Vereine in Deutschland. Es wurde eindeutig mehr und öfter geflogen. Gerade bei nicht so tollem Wetter gingen die Hallentore auf und viele stellten fest, für was so manche Schlechtwetterlage ausreichte. Zusätzlich kamen plötzlich Erfolge für diejenigen, die sich nie zu den Höchstleistern im Streckensegelflug zählten. Von der explosionsartigen Vermehrung der lokalen Presseberichte ganz zu schweigen! Was lag näher, als größer zu denken und den Versuch einer Welt-Liga zu wagen?

Natürlich war man sich klar, dass bestimmte Fluggebiete nie fair mit anderen verglichen werden können. Neue Regeln entwickeln? Wie sollten solch vermutlich komplexen Regeln formuliert und verstanden werden? Deshalb wurde entschieden, sich erst einmal größtmöglich an der inzwischen aufgeteilten Bundesliga zu orientieren. Das hieß, dass durch die Festlegung des gleichen Rundensystems und -zeitraums, praktisch nur Vereine auf der Nordhalbkugel als Teilnehmer in Frage kommen würden. Um die World-League im ersten Jahr 2007 nicht gleich mit den fast 600 inzwischen Liga-erfahrenen deutschen Klubs zu überschwemmen, wurden die deutschen Teilnehmer auf die 30 Erstligisten beschränkt. Immerhin konnten dann doch schon 344 nicht-deutsche Vereine mit ligaoptimierten Flügen registriert werden. Beherrscht wurde die Tabelle am Jahresende von den US-Clubs. Warner Springs Gliders aus Kalifornien durfte sich als erster Weltmeister der neuen World-League eintragen, gefolgt von Albuquerque Soaring und Black Forest Soaring. Auf Platz sechs schloss Porin Ilmailukerho aus Finnland ab, bevor mit der Fliegergruppe Blaubeuren der Deutsche Meister folgte.

 

Siegesfeier in Minden (von links): Uwe Kleinhempel, Nico Bennet, Brad Jackson, Jim Payne, Jackie Payne

Daraufhin war klar, dass die wenigen, aber sehr schnellen Tage über den Rockies nicht immer die zukünftigen Sieger bestimmen dürfen. Man hob jegliche Teilnehmer-Beschränkung auf und alle Vereine der Welt konnten somit in eine Liga losgelassen werden. Das 40-Punkte-System wurde eingeführt, sowie die unbeschränkte Startortmöglichkeit. Schon 2008, im zweiten Jahr der OLC-World-League nahmen fast 1100 Mannschaften teil. Diese Zahl hat sich bis heute in etwa gehalten. Auch zeigte sich, dass nun nicht nur die superschnellen Flüge aus den USA den Ausschlag gaben, sondern dass gerade die Schlechtwetterrunden in Europe die Big Points lieferten. Der Aero-Club Langenselbold durfte sich als Deutscher Meister dann als nächster Weltmeister feiern. Und seitdem wurden die Meistertitel immer nur an Teams aus Deutschland (6 mal) und den USA (9 mal) vergeben. Neben Langenselbold duften sich Blaubeuren (2011), Bayreuth (2015 und 2018), Burgdorf (2016) und Aalen (2017) Weltmeister nennen. Für Aalen und Bayreuth (2 mal) führte dies bei Leserbefragungen der heimischen Zeitungen sogar zur Ernennung als Mannschaft des Jahres – meist gegen etablierte Ballsportarten! Aber auch in Amerika wurden die Meistertitel von den bisherigen (nur) vier Siegern oft hoch gefeiert. Neben Warner Springs (2007) und Hole in the Wall aus Kalifornien (2013) kommt der Rekordsieger aus Albuquerque/New Mexico, nennt sich seit ein paar Jahren Moriarty Soaring und gewann schon fünfmal: 2009, 2010, 2012, 2014 und 2019. Die letzten beiden Jahre dominierte der USA-Gold-League-Sieger Minden Soaring Club aus Nevada, während der dreifache Deutsche Meister, LSV Rinteln sich jeweils mit Platz 2 oder 3 begnügen musste. Immerhin ist doch eine Vize-Weltmeisterschaft auch etwas! Neben Rinteln 2019 und 2021 gelang dies ebenfalls den deutschen Vereinen aus Aalen (2018), Braunschweig (2016), Schwarzwald (2015) und Königsdorf (2010), sowie aus den USA der Soaring Society of Boulder (2020), Moriarty (2017, 2013, 2007), Minden (2014), Hole in the Wall (2012), TSA (2011), Warner Springs Gliders (2009, 2008).

In steigender Anzahl erscheinen aber auch immer mehr Mannschaften aus anderen Ländern in den Top 50. Das Interesse an dieser einzigartigen Club-Weltmeisterschaft, die es in keiner anderen Sportart so gibt, wird immer größer. Der finnische Räyskälä Aero Club kann sich 2021 mit Platz 12 wieder einmal nahe on den Top 10 platzieren. Gleich mehrere Italiener, angeführt vom AeC Pavullo, sind ab Platz 25 zu finden. Weiterhin stehen der Club Cumulus Fuentemilanos/Spanien (2021: Platz 35) und der Romanian Aeroclub (Platz 36) für zukünftige Spitzenplatzierungen bereit. In der Schweiz erreichten die eifrigen Flieger vom SG Knonaueramt 2009 mit Platz 8 ihr bestes Ranking. Österreich wird von SMBC Kirchdorf/Micheldorf angeführt, Niederlande von den Amsterdamsche Zweefvliegen, und der Canadian Rockies Soaring Club sollte erwähnt werden. Vordere Rundenplatzierungen kommen auch vom ALC Lesce/Bled aus Slowenien, ACBA Nogaro/Frankreich, Aeroklub Bielsko Bialski/Poland und Lasham/UK. Nahezu alle europäischen Länder sind inzwischen vertreten. Aber selbst Vereine von der Südhalbkugel beteiligen sich und streben die Top 100 Platzierungen an. Beispiele sind der Piako Gliding Club aus Neuseeland, Kingaroy Soaring Club/Australien und Cape Gliding Club/Südafrika. Nicht zu vergessen, dass in dieser eingleisigen Liga auch immer wieder deutsche Vereinen aus der 2. und der Quali-Liga sehr gute Chancen auf vordere Platzierungen haben. So wird 2021 der Sieger der 2. Liga, AV Pirna, als drittbeste deutsche Mannschaft in der OLC-World-League-Abschlusstabelle auf Platz 5 geführt!

Dass eine vordere Runden- oder Endplatzierung gut in Presse und Medien ausgeschlachtet werden kann, zeigen viele Beispiele von den Vereinen, die gemerkt haben, dass hier einiges an Potential zum Wohle des Segelflugs steckt. Stellvertretend sei hier der Instagram-Auftritt des diesjährigen Sieger gezeigt.

Für alle ambitionierten Liga-Mannschaften lohnt es sich auf jeden Fall, mal in die OLC-World-League zu schauen, sich mit den Regeln vertraut zu machen und 2022 Erfolge neben der OLC-Bundesliga anzustreben, zu feiern und zu verbreiten. Das OLC-Team wird in Zukunft den Fokus auf die World-League etwas verstärken, um der Einzigartigkeit und Attraktivität dieser Liga gerecht zu werden.

Heiko Hertrich


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 25./26.7. (Runde 9) Monday, 27. July 2020 translate news

Auch wenn das Wetter für die meisten in dieser 9. Runde nur einen fliegbaren Tag brachte, konnten sich (fast) alle Teams der 1. und 2. Liga in die Wertungslisten eintragen - wenn auch unter deutlich unterscheidlichen Wettervorzeichen und -bedingungen. Der Schwerpunkt lag erneut eher in der Südhälfte, was aber einige Teams aus dem Norden und Osten nicht davon abgehalten hat, gute Ergebnisse zu erfliegen. Vor allem im Mittelfeld der Rundenwertung ging es relativ eng zu. Wenige Speed-Punkte entschieden hier über die Platzierung - und damit auch über die Punkte. Da wir uns bereits im letzten Drittel der Liga-Saison befinden, werden die zunehmend wichtiger - an beiden Enden der Tabellen.
Samstag:
Der Samstag war geprägt von einem schwachen Zwischenhoch, dass sich zwischen einem abziehenden Trog über dem Balkan und einem heranziehenden Trog über den britischen Inseln aufbauen konnte. Die Vorgeschichte des Satellitenbildes von 12UTC (14MESZ) begann morgens mit Abschirmungen sowohl östlich von Elbe und Saale als auf westlich des Rheins. Der Süden startete - vom äußersten Südosten mal angesehen - relativ ungestört in den Tag. Schon früh zeigten sich dann die ersten Quellungen über dem Schwarzwald und der Alb, die dann in einem ersten Schub hochkochten, um danach aber wieder durch den schwachen Hochdruckeinfluss gedeckelt zu werden. Zum Nachmittag wurde die Entwicklung dann wieder etwas stärker und mündete letzlich in einer lange anhaltenden Konvergenz, die sich vor allem über der Fränkische Alb erstreckte.
Auch im Rest ging es in allen Stockwerken sehr dynamisch zu. Die Ausbreitungen im Südosten zogen ostwärts, ebenso wie die sich auflösenden Feuchtefelder im Nordosten. Dafür breiteten sich vom Rhein her die Abschirmungen weiter nach Osten aus und selbst der Schwarzwald bekam zum Thermikende noch einen Cirren-Schirm verpasst, der wenige Stunden zuvor noch über der Biskaya lag.
Die Flugspuren zeigen, dass nach Norden - vor allem nach Nordwesten - hin, das Wetter wenig Nutzbares zugelassen hat, während vor allem die Rennstrecken im Süden gut frequentiert waren. Das richtige Timing und Planung waren dennoch auch dort nötig, um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.
Sonntag:
Die Geschichte des Sonntags ist anhand des Satellitenbildes und der Flugspuren schnell erzählt: Die Kaltfront, die im Laufe der Nacht im Westen angekommen war, zog - getrieben durch den kräftigen Wind - zügig ostwärts und hatte zum 12UTC-Termin schon fast die Oder erreicht und den Süden bereits gequert. Die rückseitig einfliessende Kaltluft war noch labil, was u.a. die Wolkenstrukturen zwischen Weser und Elbe, aber auch Richtung Franken, zeigen.
Von Westen her wurde es etwas stabiler und die Cumuli formierten sich im Wind zu schönen Strassen. Die Chance auf einen Sonntagsausflug nutzen nicht viele, auf die Rundenwertung hatten die Flüge aber leztlich einen durchaus bemerkenswerten Einfluss.
Aber dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag war sicher Aalen einer der Haupt-Ausgangspunkte, sowohl für die Liga als auch für die lange Strecke (die mal wieder ganz gut zu kombinieren waren). Im Rahmen des Trainingscamps der Damen-Nationalmannschaft konnten nicht nur die Teilnehmerinnen und Organisatoren sich in den Listen des OLC-Plus und des Speed-OLC eintragen. Interessant ist, in welcher Form und vor allem zu welcher Zeit die Reihungen der Alb genutzt wurden. Gerrit Illenberger schaffte den punkthöchtsen Flug mit 1013km und 1142 Punkten und nutzte vor allem für seine Speed (133km/h) die abendliche Konvergenz.
Simon Schröder und Tobias Pachowsky waren dagegen waren - als schnellste Junioren - eher am (frühen) Nachmittag über der Alb unterwegs. Was den absoluten Schnitt angeht, war Erwin Ziegler nicht zu schlagen, der seine Speed ebenfalls von Aalen aus über der Alb machte und die 149km/h in einen Flug über knapp 1045km einbettete. Indexkorrigiert die Schnellsten waren aber eindeutig Dirk Ströbl und Philipp Söll, die von Blaubeuren aus im Team vor allem über der Schwäbischen Alb unterwegs waren und mit jeweils rund 135 Speed-Punkten die Liste der schnellsten Flüge unangefochten anführen. Unterstützt von Joachim & Heinrich Krais hatte Blaubeuren damit die Spitze der 2. Liga bereits am Samstag erobert. Ihre 374,35 Speed-Punkte hätten auch im Oberhaus für einen mehr als souveränen Rundensieg gereicht. Auf Rang 2 folge der FSV Sindelfingen, angeführt von Lukas Esser. Gute 334,49 Speed-Punkte bedeuten zwar einen Rückstand von fast 40km/h, aber trotzdem gehen 19 Punkte nach Deckenpfronn.
Während Blaubeuren schon am Samstag durch den dritten Rundensieg entspannt dem Sonntag entegegen sehen konnte und seine Spitzenposition damit weiter zementiert, dürfte in Hofgeismar noch keine Entspannung geherrscht haben. Nur 2 Flüge standen für den Tabellen-Zweiten bis dato in der Wertung und der 1 Punkt hätte einen deutlichen Rückschlag für die Aufstiegs-Ambitionen der Hessen bedeutet. Aber Der Dingel sollte am Sonntag noch rechtzeitig auf die Rückseite der Front kommen, so dass Christoph Danders & Tamino Köbl unter den Reihungen noch auf knapp 134km/h (121.18 Punkte) kamen. Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den beiden längeren Schenkeln ihres Fluges nach Westen: Gegen den Wind  mussten sie 3x kurbeln, um einen Schnitt von 108mk/h zu erreichen. Mit dem Wind und nur 1x Kurbeln ging es dann zurück - mit 159km/h. Hofgeismar flog damit noch auf Rundenplatz 3 vor. Sie verteidigen damit Gesamtrang 2 (115 Punkte), Laichingen (113 Punkte) bleibt aber fast gleichauf. An der Spitze der 2. Liga kann Blaubeuren (134 Punkte) seinen Vorsprung weiter ausbauen und liegt nun bereits fast 20 Punkte in Führung.
Eine ähnliche Geschichte spielte sich auch in der 1. Liga ab: Hier hatte nach dem Samstag Aalen unangefochten die Nase vorne, denn zu dem (bereits erwähnten Flug) von Erwin Ziegler kamm noch schnelle Alb-Flüge von Johannes Böckler und Bernd Schmid hinzu (der ebenfalls die späte Konvergenz für seine Speed nutze). Immerhin gute 10 Speed-Punkte lagen sie vor Donauwörth, Schwäbisch Gmünd nochmal knapp dahinter. Liag-Primus Rinteln hatte bis dahin "nur" 320 Speed-Punkte erflogen, zu denen vor allem auch Chrissi Grote ihren Flug von Aalen aus beigesteuert hatte (auch da war was mit der Konvergenz). Die weiteren Punkte kamen von Reinhard Schramme & Rolf Bödecker sowie Michael Sasse und Stephan Beck, die am Samstag von Rinteln aus die Hänge nutzten. Beide Teams hatten wohl aber auch die Rückseite am Sonntag auf dem Plan: Bei den schnellsten Flügen vom Sonntag landen sie neben Christoph Danders ganz vorne. Um die führenden Aalener abzufangen reichte es um ein gutes km/h nicht mehr, aber sie konnten sich noch bis auf Rundenplatz 2 vorschieben.
Donauwörth (98 Punkte) kann in der aktuellen Gesamtwertung einen Sprung von Rang 6 auf 4 nach vorne machen und liegt nun nur noch ganz knapp hinter dem LSV Schwarzwald (99 Punkte). Die Spitzenplätze haben weiter die FG Wolf Hirth (116 Punkte) und Titelverteidiger Rinteln (144 Punkte) inne. Die Niedersachsen können 4 Runden vor dem Ende ihren Vorprung nochmals ausbauen und setzen damit ein klares Zeichen in Richtung Titelgewinn.
Aber noch sind 80 Punkte zu vergeben und damit weiter alles offen. Nach einer nun kommenden Sommerwoche sehen die ersten Prognosen zur 10. Runde wieder 2 Luftmassen an 2 Tagen - es bleibt also spannend, wer was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
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U25: Verdienter Wechsel an der Tabellenspitze Friday, 24. July 2020 translate news

Die siebte Runde der U25 Liga wurde von den Königsdörfern dominiert, die Ihren Startplatz nach Donauwörth an den Stillberghof verlegten. Jakob Edmaier holte dabei seinen Schnitt von 115 Punkten in einem 925 km Alb / Schwarzwald Jojo. Der zweite Königsdörfer Johannes Beyer holte seine 111 Punkte in einem 938 km Dreieck auf dem Schenkel Thüringer und Bayerischer Wald. In freier OLC Plus Strecke wurden es noch beachtliche 1006 km. Dies war an diesem Ausnahmesonntag jedoch keine Seltenheit, so war es klar das der OLC LS 8 neo Pilot Eric Schneider auch alles dafür zu tun würde um Ligapunkte zu holen. In einem 956 km Flug holte er bereits am Samstag 112 Punkte, doch die Wettervorhersage für Sonntag versprach noch mehr. Mit seinem Platz sechs im Deutschen OLC Streckenrekord über 1116 km holte er 115 Punkte für die Liga. Doch da so ein Ausnahmepilot ohne einen zweiten Piloten aus seinem Verein in der Ligawartung nichts bringt war er sicherlich froh, dass sein Vereinskamerad Peter Wagner noch 107 für den Rundenplatz 2 beisteuerte. Den Dritten Platz in Runde 7 holten sich die Jungs vom FSV Laichingen. In Jojoflüge über 784 km und 985 km eingebettet holten Kevin Schmidt 111 und Sebastian Klein 109 Punkte für den FSV. An der Tabellenspitze hat sich bis dahin nichts geändert. Immer noch war Oerlinghausen vor Hammelburg und Homberg/Ohm.
Dann kam die Runde 8 und mit ihr die Schröders. Simon flog auf einer ASG 29 über Alb, Schwarzwald bis ins Jura und mit einem Abstecher in den Nordschwarzwald wieder zurück nach Bad Wörishofen. Dies brachte ihm mit 128,65 Punkten den schnellsten Schnitt an diesem Tag, sogar noch vor Mario Kiessling mit 127,50 Punkten. Aber da auch er nicht allein Punkten kann war er froh, dass seine Schwester Eva mit der LS 8/18 auf der Alb beachtliche 102,65 Punkte ablieferte. An zweiter Stelle kam schon wieder Hammelburg. Nachdem Eric Schneider am Samstag noch beim Grenzlandcup am Niederrhein sein Können im Zentralen Wettbewerb zeigte, flog er bereits am Sonntag schon wieder ab Hammelburg und holte mit der OLC LS 8 neo 113 starke Punkte im Thüringer Wald und zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner mit 95 Punkten den Zweiten Platz. Den Dritten Platz holten sich die Königsdörfer mit Johannes Beyer 111 und Noklai Wolf 85 Punkte. Somit lösen die Hammelburger die FG Oerlinghausen ab und setzten sich verdient an die Tabellenspitze. Die Halbzeit dieser Ligasaison ist schon rum und wir sind auf die kommenden letzen sechs Runden gespannt.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Herrliche Aussichten am
Tauserdertag 12.7. im Schwarzwald.
Laichinger Junioren auf Punktejagd.
Steigwerte über 5 Meter waren
keine Seltenheit an diesem
Ausnahmesonntag (12.7.)

 


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 24. July 2020 translate news

herausgegeben am 24.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG ist verbreitet schwacher Hochdruckeinfluss wetterbestimmend und die im Norden zunächst noch feuchte Luftmasse trocknet allmählich ab. Auch im Süden kann sich meist trockenere Luft durchsetzen. Nur im äußersten Südosten bleibt die Luftmasse bis zum Abend noch etwas feuchter und labil geschichtet. Mit auf Südwest drehender Strömung fließt sehr warme Luft ein. Im Laufe des Nachmittags zieht im Westen die Warmfront eines Tiefs zwischen Island und Schottland auf. Dabei wird vor allem im Nordwesten wieder hochreichend feuchte Luft heranführt.
Am SONNTAG schwenkt ein Trog nach Dänemark, sodass die Strömung wieder auf westliche Richtung dreht. Die eingeflossene feuchte Luftmasse ist anfangs vor allem in der Nordhälfte des Landes, am Nachmittag auch im Südosten hochreichend labil geschichtet, sodass sich teils hochreichende Konvektion ausbildet. Das inzwischen okkludierte Frontensystem greift bis auf die mittleren Landesteile über. Frontrückseitig fließt wieder trockenere und etwas kühlere Luft ein, die von Westen her stabilisiert wird.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten überwiegend gute, im Westen mäßige Thermik entwickeln. Im Osten steigen die Untergrenzen der CU bis zum Nachmittag auf 1500-1800 m, im Westen auf 1000-1400 m. Im Osten stören zeitweise abschirmende Wolkenfelder, im Westen wird die Thermik von Westen her zunehmend durch Abschirmung und zeitweilige Niederschläge gestört.
Am SONNTAG ist in der Osthälfte durch Abschirmung und Niederschläge kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen, rückseitig der Front kann sich im Westen zeitweilig mäßige, nach Süden hin gute Thermik entwickeln, die allerdings auch noch durch abschirmende Wolkenfelder und Überentwicklungen immer wieder gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1200-1400 m, im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Durch Abschirmung verzögert einsetzende, meist mäßige CU-Thermik, westlich des Rheins durch einzelne Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: Keine nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmung und häufigen Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Wolkenthermik. Thermikbeginn gegen 9 UTC.
Am SONNTAG abgeschirmt, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


FLG Blaubeuren baut Führung aus Wednesday, 22. July 2020 translate news

Vergangenes Wochenende zog es die Blaubeurer Zweitligisten nach Westen. Am Samstag flogen sie zunächst über die Alb, den Schwarzwald bis teils ins Breisgau. Die meisten wendeten hier um zurück auf der Alb ihre Ligapunkte zu holen. Joachim Krais jedoch kämpfte sich durch den komplizierten Luftraum bei Basel um in das Schweizer Jura Gebirge zu fliegen. In Frankreich querab vom Genfer See wendete er und machte sich auf den 350 Kilometer weiten Rückflug. Dass bei so einem Sightseeing Flug auch 111 Ligapunkte zu ergattern waren freute ihn umso mehr.
Zusammen mit Philipp Söll 114 und Oliver Stockingers 108 Punkten belegten die Blaubeurer in dieser Runde erneut einen hervorragenden Dritten Platz hinter dem FSV Laichingen und dem SFV Bad Wörishofen. In der Tabelle bauten die Blaubeurer ihre Führung auf 114 Punkte aus. Gefolgt von dem LSV Hofgeismar und dem FSV Laichingen die punktgleich mit 97 Punkten hinter den Blaubeurer liegen. Sechs Runden liegen noch vor ihnen und hier kann noch viel passieren. Zumindest für kommenden Samstag ist wieder Fliegerwetter angesagt und die Ligasegler werden sich neben die Fluglagergäste aus Holland an den Start reihen
 
M.Söll
 
Diese Wolken bringen Speed.
Thermik auf dem Rückweg von Freiburg.
Joachim Krais putzt nach
erfolgreichem Flug seinen Ventus.

 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 18./19.7. (Runde 8) Monday, 20. July 2020 translate news

Auch wenn das vorhergehende Runde kaum zu überbieten ist, fällt auch die Runde 8 sowohl durch weite als auch schnelle Flüge auf. Auch wenn der Schwerpunkt eher im Süden lag, fällt eine Gemeinsamkeit auf: Es ist und bleibt weiter bei relativ trockenen Wetterlagen, bei der selbst Fronten nicht durch übermäßige Niederschläge auffallen. Und so kann sich selbst bei thermisch mäßigen Luftmassen über den trockenen Böden noch gute Thermik bilden.
Samstag:
Die Vorwoche hatte sich beständig ein Kaltlufttropfen über Polen bzw. der Tschechien gedreht und einen deutlichen Einfluss vor allem auf das Wetter und die Flugbedingungen im Osten gehabt. Auf dem Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) erkennt man, dass er - zwischenzeitlich Richtung Balkan gezogen - nur noch den Osten Bayerns beeinflusste. Nahezu störungsfrei und mit weitreichender Cumulus-Bewölkung zeigt sich ein breiter Streifen, der sich - angefüllt mit mäßig warmer, thermisch aber (auch wegen der Böden) guter Luft - vom Südwesten bis in den Nordosten erstreckte. Vom Saarland bis in die Kieler Bucht liegt eine schwache, nicht wetterwirksame Front, die sich durch Cirren und Ausbreitungen kennzeichnet. Nur schmal, waren auf ihrer Rückseite Richtung BeNeLux die Bedingungen schon wieder deutlich besser.
Während die Front relativ ortsfest liegen blieb, konnten sich die Abschirmungen des Tropfens westwärts ausbreiten und sorgten damit südöstlich einer Linie Fichtelgebirge - Lech für ein verfrühtes Thermikende.
Sonntag:
Die großräumige Verteilung hatte sich zum Sonntag nicht geändert: Die Reste der Front im Nordwesten sind noch südlich der Lübecker Bucht erkennbar, zwischenzeitlich hatten sich aber auch die Cirrenfelder verdichtet, die im Vorfeld der nächtsten Front hereingezogen waren. Und auch der Kaltlufttropfen war weiter aktiv: Zwar hatten sich die dichten Abschirmungen des Vortages nach Osten verzogen, die latente Labilität zeigte sich aber in den Überentwicklungen entlang der Grenzen zu Polen und Tschechien.
Im Unterschied zum Vortag zogen die Cirren nun aber weiter ostwärts, liessen aber östlich Brandenburg und Thüringer Wald noch genügend Zeit, bevor sie hier die Thermik zum Erliegen brachte. Weitgehend störungsfrei verlief dagegen der Tag im Süden,  wo die Cirren nicht oder erst spät ankamen. Gut entwickelt war es vor allem die Alb, die schnelle (und auch wieder weite) Flüge ermöglichte. Die Flugspuren geben die (erwarteten) Rennstrecken daher auch gut wieder.
Wer hat was draus gemacht?
Es war vor allem wieder ein Wochnende, an dem alle etwas (Punkte) daraus machen konnten, auch wenn gerade der Norden und vor allem der Nordwesten, dieses mal einen gewissen Wetternachteil hatten. Das deutliche Süd-Nord-Gefälle zeigt sich dann auch an den Rundenwertungen: Während in Liga 1 der Süden die Top 10 der Runde 8 allein dominiert, können sich in Liga 2 zumindest 3 Teams im oberen Drittel platzieren, die nicht aus Bayern oder Baden-Württemberg kommen - wobei man erwähnen muss, dass man aus dem südlichen Hessen heraus Schwarzwald und Alb fliegerisch ebenfalls im Zugriff hat oder das man ja auch direkt dort starten kann. So liegt das gallische Dorf, das in der Top10 der Liga 2 dem Süden Widerstand leistet, in Sachsen.
Aber zurück zu den schnellen Linien: Auch da kann man keinen der beiden Tage absolut priorisieren - was bei Flügen von über 1000km an beiden Tagen übrigens auch für die lange Strecke gilt. Was am Samstag aber auffällt ist, dass die beiden absolut schnellsten Ligaflüge eine Gemeinsamkeit haben: Sie lagen nicht in Deutschland. Sowohl Simon Schröder (146,98 km/h, 128,65 Punkte) als auch Mario Kiessling (145,67km/h, 127,5 Punkte) flogen ein gutes Stück ihrer Speed entlang des Jura. Während Mario von der Hahnweide aus früh dort war und seine Liga-Speed mit einem Jojo über dem Höhenzug (mit Wende Richtung Genfer See) machte, kam Simon schon mit Anlauf die Alb entlang kam (tektonisch bilden die ja auch eine Einheit ) und konnte damit über die komplette Distanz den - wenn auch schwachen - Rückenwind nutzen. Auch mit der indexkorrigierten Speed liegen sie am Samstag mit weitem Abstand vor der Konkurrenz - und das, wo zumindest die Satellitenbilder zum Nachmittag hin sogar eine noch bessere Entwicklung zeigen, als zu der (relativ) frühen Zeit als sie dort unterwegs waren.
Aber auch der Sonntag war kein langsamer Tag. Das auch hier die 145km/h fallen können, zeigt zum einen Alex Müller, der von Bayreuth aus den Thüringwer Wald abreitet und mit 145,59km/h nur wenig langsamer ist, als Frank Rodewald, der mit 145,60km/h beweist, dass die Schwäbische Alb an dem Tag genau so schnell war. Indexbereinigt müssen beide aber Sebastian Nägel und Sören Nölke den Vortritt lassen. Für die beiden Piloten der FG Wolf Hirth mag auch der Teamflug die entscheidende Komponente gewesen sein, ihren Verein zum Rundensieg zu führen. Fläche an Fläche ging es über 4 Jojo-Schenkel grob zwischen Albstand und St. Blasien/Schluchsee. Im Gegensatz zur Konkurrenz fällt bei ihnen die Gleichmäßigkeit auf, bei der kein Schenkel deutlich herausragt. Lediglich die ersten 40km sind mit knapp 125km/h relativ "langsam", während die folgenden 3 Schenkel sich im Niveau zwischen 136 und 139km/h abspielen.
Mit 128,28 und 127,83 Speed-Punkten verweisen sie am Ende sogar ihren Teampartner Mario KIessling auf den internen dritten Platz- Bei einer Summe von 383,61 Speed-Punkten ist aber klar, dass die FG Wolf Hirth diese Runde mehr als souverän für sich entscheidet. Die FG Schwäbisch Gmünd (359,85 Punkte), für die neben FRank Rodewald auch Bastian Hörber und Andreas Kleemann & Lars Linkner punkten, erreicht den 2. Rang.  Auf ganz unterschiedlichen Wegen war der LSV Schwarzwald unterwegs, um am Ende bei den Punkten fast gleichauf zu liegen. Jeweils 114 Speed-Punkte gehen nach Winzeln an Volker Herzog (über der Alb), Markus Schweizer (über dem Schwarzwald) und Frederick Hauenschild & Matze Sturm (über dem Jura am Sonntag), die damit zeigen, welche Möglichkeiten man bei entsprechenden Bedingungen vom Schwarzwald aus als Ausgangspunkt hat. Die Winzelner machen in der Gesamtwertung einen weiten Sprung nach vorne und liegen nun auf Rang 3 (88 Punkte), während die FG Wolf Hirth (100) den 2. Gesamtplatz festigt. Weiter souverän in Führung bleibt der amtierende Meister aus Rinteln (125), in dieser Runde auf Rang 11 und damit schnellter Nord-Verein.
In der 2. Liga geht der Rundensieg nach Bad Wörishofen, für die neben Simon auch Robert Schröder und Kilian Biechele für die Punkte sorgen. Die bereits am Samstag erflogenen 361,79 Speed-Punkte bedeuten den souveräne Rundensieg. Denkbar knapper geht es dahinter zu: Laichingen (322,63 Punkte), Blaubeuren (332,55 Punkte) sowie Freudenstadt (331,61 Punkte) liegen nur einen Wimpernschlag auseinander.
Auch die 2. Liga bleibt nach wie vor eng zusammen, auch wenn es in dieser Runde auf den beiden Spitzenplätzen keine Änderung gegeben hat: Blaubeuren führt weiterhin (114 Punkte) und kann den Vorsprung vor Hofgeismar (97) sogar etwas ausbauen. Mit den Hessen kann Leichingen (97) gleichziehen und verdrängt damit Eisenhüttenstadt auf Rang 4 (92).
Die Woche über bleibt es bei der diffusen, windschwachen Lage (die ein Graus aus der Sicht eines Meteorologen sind). Daher ist noch völlig offen, wie sich die Lage zur kommenden Runde entwickelt. Es bleibt aber wohl bei relativ wenig Niederschlag, was die Böden weiter trocken halten dürfte - zumindest aus segelfliegerischer Sicht keine schlechten Randbedingungen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 17. July 2020 translate news

herausgegeben am 17.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG hat sich korrespondierend zum Azorenhochkeil eine Hochdruckbrücke von Frankreich über die Mitte Deutschlands bis ins Baltikum gebildet. Damit hält sich überwiegend trockene und stabil geschichtete Luft. Der Südosten liegt im Einflussbereich eines umfangreichen Höhentiefs über Südosteuropa im Zustrom feuchter und labil geschichteter Luft. Auch der äußerste Nordwesten wird im Tagesverlauf von feuchterer und labil geschichteter Luft beeinflusst.
Am SONNTAG kommt die feuchte und nun hochreichend labil geschichtete Luft auch in die nordöstlichen Landesteile voran. Gleichzeitig  befindet sich der äußerste Nordwesten weiterhin im Zustrom feuchter  und labil geschichteter Luft, während dazwischen Hochdruckeinfluss mit trockener und stabil geschichteter Luft dominiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG verbreitet gute CU-Thermik, örtlich durch Ausbreitung gestört.
Am SONNTAG verbreitet gute Wolkenthermik, vor allem im Nordwesten durch Abschirmung und im äußersten Osten durch Überentwicklung gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG/SONNTAG: Nach Thermikbeginn gegen 08 UTC Ausbildung mäßiger bis guter CU-Thermik, die in Richtung Oberfranken und Sachsen an beiden Tagen ab dem Nachmittag durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Thermikende gegen 18 UTC.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Westen gute Wolkenthermik, im Osten ist die Thermik durch Abschirmungen und Überentwicklungen beeinträchtigt. Dort geringe bis mäßige Wolkenthermik, am östlichen Alpenrand teils auch nicht nutzbar.
Am SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik. Im Osten zunächst noch abgeschirmt, später entstehen dort und am Alpenrand Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


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