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Wednesday, 05. May 2021 Laura Stern: Unter den Rookies gleich der Star translate news

Sie ist der Star der neuen Rookie-Wertung im OLC und heißt auch gleich so: Laura Stern. Seit Wochen führt die 24-jährige Studentin die Rookie-Wertung auf der Deutschland- und Europa-Ebene an. Sie fliegt alles mit Begeisterung, was die FLG Lahr in Altdorf hergibt. Schon 21 Flüge hat die Streckenflug-Einsteigerin in dieser OLC-Saison gemeldet. Ihre großen Flüge absolvierte sie mit der LS4 und der neu in den Club gekommenen LS1-f. Im Interview erklärt Laura ihren Aufstieg.

OLC: In der neuen Saison hast du schon über 20 Flüge gemeldet. In der FLG Lahr bist du in einer streckenflugbegeisterten Gruppe aufgewachsen und so angeleitet worden?

Laura: Wir haben in der FLG Lahr viele motivierte Streckenflieger, die nehmen uns Einsteiger mit, geben Tipps. Das ist richtig gut.

OLC: Des Öfteren bist du mit Wolfgang Wagner für längere Zeitabschnitte zusammengeflogen. Er coacht dich?

Laura: Genau. Wir hatten jetzt einen Flug, da hatte ich eine recht gute Durchschnittsgeschwindigkeit. Da hat er mich angeleitet, einfach mal mehr geradeaus zu fliegen. Das hat richtig gut funktioniert. Und das motiviert dann noch mehr.

OLC: Was waren das für Schlüsselmomente, in denen du von erfahreneren Piloten fürs Streckenfliegen profitiert hast?

Laura: Dieses Jahr hatte ich einen Flug mit der ASK 13 mit Benjamin Matthiß. Ich wäre da schon lange wieder umgedreht Richtung Platz. Benny hat aber gemeint: „Nee, nee, es ist alles sicher. Die Wolken sehen gut aus. Und dahinten könnten wir auch landen.“ Das hat mir mega geholfen, entspannter zu fliegen.

Es gab viele kleinere Lernmomente mit Wolfgang, wo ich ihm mal eine Zeitlang hinterhergeflogen bin. Da konnte ich mir zum Beispiel überlegen, warum fliegt er die Wolke so und nicht anders an. Man nimmt bei so etwas viel mehr mit, als einem dabei bewusst ist.

OLC: Du gehst jetzt im Einsitzer auf Strecke. 2019 hast du mal einen größeren Trainingsflug mit Ingo Wünsch mit der DG 500 gemacht.

Laura: Ja, Ingo ist Fluglehrer und ein guter Streckenflieger. Nach solch einem Trainingsflug fällt es dann schon leichter allein zu fliegen, überhaupt mal vom Platz wegzufliegen.

OLC: Heute fliegst du nach kurzem Training schon beachtliche Strecken. Wie bist du überhaupt zum Segelflug gekommen? Familiär bist du ja nicht vorbelastet.

Laura: Ich bin durch meinen Freund zum Fliegen gekommen. Der hat den Segelflugsport doch recht intensiv ausgelebt. Am Anfang konnte ich das nicht ganz verstehen – jedenfalls nicht, bis ich dann selbst geflogen bin. Ich war neugierig und habe mir angesehen, was daran so toll ist. Ja, und seitdem bin ich auch dabei.

OLC: Von den Vereinsflugzeugen fliegst du mal LS1-f, mal LS4. Das was gerade zur Verfügung steht?

Laura: Ja, auch gerne mal die Ka 8. Die LS1-f haben wir relativ neu im Verein, damit kann man gut mit der LS4 zusammenfliegen.

OLC: Findest du als Streckenflugeinsteigerin auch theoretisch Unterstützung bei der Planung und Nachbesprechung der Flüge?

Laura: Organisiert in einem Theorieunterricht haben wir das im Verein nicht. Aber wenn jemand Interesse hat, weiß er, an wen er sich wenden kann, und bekommt dann seine Infos für die Planung oder Erklärungen.

OLC: Du nutzt heute auch gute Tage unter der Woche. Das kannst du dir so einrichten, was machst du beruflich?

Laura: Ich bin jetzt Masterstudentin der Medizintechnik in Offenburg und arbeite nebenher als Werkstudentin. Damit habe ich genügend Zeit und kann mir das Fliegen so auch finanziell leisten.

OLC: Bist du auch an zentralen Wettbewerben interessiert? Wird so etwas in der Gruppe gefördert?

Laura: Ja, das wird in der FLG Lahr unterstützt. Man kann dafür auch die Flugzeuge mitnehmen. Ich hatte auch Interesse, in diesem Jahr an einem zentralen Wettbewerb teilzunehmen, aber mit Corona ist die Planung sehr unsicher. Ich warte damit jetzt lieber bis nächstes Jahr.

OLC: Jetzt liegt dein Augenmerk darauf, deine Führungsposition bei den Rookies zu verteidigen?

Laura: Na klar.

OLC: Hat die Rookie-Wertung für dich und im Verein noch einmal Schub für den Streckenflug gegeben?

Laura: Auf jeden Fall. Vereinsintern führen wir eine kleine Statistik, in der die Rookie-Wertung auch eine Rolle spielt. Das ist vom OLC eine richtig gute Unterstützung. Das motiviert richtig, wenn man sich mit Piloten vergleichen kann, die relativ frisch dabei sind.

OLC: Was noch kommt, ist die Rookie-Tageswertung. Da hat dann jeder Streckenflugeinsteiger die Möglichkeit, sich mal ganz vorn zu platzieren.

Laura: Das wäre sehr interessant. Eine Tageswertung wäre echt cool.

OLC: Etwas von deinen Flügen kann man auch auf Youtube miterleben.

Laura: Ja, das Video hat Wolfgang gemacht, als er mich gecoacht hat. Er hat da festgehalten, welche Tipps er mir gegeben hat.

OLC: Und jetzt bist du schon selbst Vorbild im Verein für andere, die gerade in den Streckenflug einsteigen?

Laura: Ein bisschen vielleicht schon. Streckentechnisch sind im Verein jedenfalls alle sehr motiviert.

Das Interview führte Gerhard Marzinzik

Laura Stern mit der LS4 auf Strecke. Einfach geradeaus unter den Wolken. Laura mal im Doppelsitzer hinten. Zu zweit mit Coach Wolfgang in der LS4.

 


Tuesday, 04. May 2021 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Wochenende vom 01./02.05.2021 translate news

Wetterlagen im April und Mai sind häufig noch von Tiefdruckgebieten und vor allem Kaltluft dominiert - gerade der vergangene Monat zeigte das ja eindrucksvoll, gleiches galt aber auch für das erste Mai-Wochenende. Das eröffnet aber immer Chance, dass sich ein Sonnenstand wie im August mit einer langen Themikdauer kombiniert. Die Sache mit dem Tief kombiniert sich aber auch immer gerne mit Fronten und Feuchte - auch da machen der Samstag/Sonntag keine Ausnahme. Allein der Blick in die Flugspuren zeigt, dass die Sonnenseite (aber mit Ausbreitungen!) vor allem im Westen und Nordwesten beheimatet war, im Rest aber die Bedingungen - wenn überhaupt - nicht immer einfach waren.
Samstag/Sonntag:
Rückseitig des kleinen Tiefs über der Nordsee floss die Kaltluft vor allem in den Norden und Westen, während der weite der Bogen der Front vor allem jenseits der Elbe und vom Schwarzwald bis zum Erzgebirge zu erkennen ist. Zwischen dem Cirrenschirm (hellblau schattiert) von der Pfalz bis in die Altmark und den Ausbreitungen, die von der Nordsee her aufkamen, war das Wetterfenster nur klein. Man musste schon etwas zirkeln, um dort auch weitere Flüge unterzubringen.
Auch der Sonntag zeigt ein ganz ähnliches Bild: Das Tief drehte nun über Dänemark, rückseitig riss die Zufuhr kalter, aber weiterhin feuchter Luft nicht ab, was erneut zu zahlreichen Ausbreitungen führt. Wetterraume entwickeln sich dabei - manchmal "pumpend" im Tagesgang. Während beispielsweise der Niederrhein nach tollem Beginn im Tagesverlauf immer mehr zuging, konnte der Bereich zwischen Saarland bis ins Fränkische hinein profitieren. Weil es die Feuchte nicht komplett über die vorgelagerten Mittelgebirge schaffte, wurden die Bedingungen hier im Verlauf besser und weiträumiger.
Wer hat was draus gemacht?
Die besten Wetterräume zeigen dann auch die Flugspuren sehr deutlich:
Am Samstag wurde vor allem die Lücke im (Nord-)Westen genutzt, die "Platzrunde" um Düsseldorf gehörte dabei zu den an meisten frequentierten Linien. Aber auch die Strecken in Richtung Süden über die Eifel hinweg, wo es im Tagesverlauf dann besser wurde, zeigen sich deutlich in den Spuren.
Sonntag war es dann vor allem der offene Bereich zwischen Saar und Regnitz, der zum einen die schnellsten Strecken(-abschnitte) brachte, aber auch häufig Teil der langen Strecke war 2 der 3 weitesten Flüge am Samstag nahmen ihren Anfang in Grefrath. Holger Linnatz sowie Stephan Ripp & Hans-Theo Deckers wählten jeweils den Weg Richtung Münsterland. Ihre Flüge waren als Jojo angelegt, wobei erst die zweite Runde dann bis an den Teuto bzw. ans Wiehengebirge ausgedehnt werden konnte. Das Wetter musste erst noch bis dahin aufmachen. Auffällig am Flug von Stephan und Hans-Theo ist der erste Schenkel, der zwar bei niedriger Basis aber mit einer sehr hohen effektiven Gleitzahl ablief. Gab es da nicht diese Wetterregel: "geringe Basis - geringe Abstände"
Von den Kilometern etwas zwar weniger, aber deutlich flächiger war Wilfreid Großkinsky unterwegs. Aus der Eifel heraus ging es erst in Richtung Niederrhein und dann durch den Korridor zwischen Köln/Bonn und Düsseldorf bis ins Hochsauerland. Auch wenn die Kraftwerke offenbar nicht ganz Wilfrieds Erwartungen erfüllten (eigentlich sind die ja bei Kaltluft gut), brachte die Eifel zum Spätnachmittag/Abend noch eine Konvergenz mit der er die Wertungsstrecke flächig aufziehen konnte und ein spätes Wertungsende um 20:01 MESZ ermöglichte.
Der Sonntag war dann aber nochmal besser, das gilt sowohl für die Speed-Wertung als auch für die weite Strecke.
Die bereits erwähnte Lücke im Süden war dabei der Schnellmacher für eine Vielzahl der Flüge, die sich in der Speed-Wertung ganz weit oben finden. Norbert Kreis legt dabei die höchste absolute Beschwindigkeit vor (133,35km/h). Die Wertungszeit begann für ihn an der Saar und der Kurs führte ihn geradewegs bis ans Maindreieck und von dort wieder zurück bis kurz vor Heidelberg. Auf einem sehr ähnlichen Kurs war auch Matthias Arnold unterwegs, allerdings eine gute halbe Stunde später. Damit konnte er auch den sich ausdehnenden Wetterraum weiter nach Osten ausfliegen - und dabei auch etwas länger die Rückenwindkomponente nutzen. Er wendete bei Bamberg und geflogene 129,66km/h gingen in die Wertung ein. So konnte sich Matthias indexbereinigt vor Norbert platzieren und den punktbesten Speed-Flug (117 Punkte) für sich verbuchen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass beide ihre Speed in weitere Flüge eingebettet hatten, so erreichte Matthias mit 819km im OLC-Plus Rang 2.
Noch ein gutes Stück weiter, nämlich 1043km, flog an dem Tag Maximilan Schäfer. Von Wanlo aus ging es für ihn zuerst nach Norden, in den zu der frühen Tageszeit besten (vorhergesagten) Wetterraum -, auch weil Eifel und Sauerland zu der Zeit noch zugestaut waren. Ihm dürfte beim Blick auf die TopMetSat nicht entgangen sein, dass auch die Ausbreitungen von Norden dichter wurden und nach der 1. Wende bei Appeldoorn ging es deshalb auf Südkurs weiter über die Eifel bis an die Saar und anschließend die Rennstrecke nach Osten entlang. "Nebenbei" ereicht er beim Sprung über die Eifel und dann von der Saar bis an die Tauber 132.95km/h und damit Platz 3 der Speed-OLC. Östlich um Frankfurt über den Spessart, Sieger- und Bergisches Land stieg er dann in den Korridor ein, um die verbleibenden Schenkel noch in der Braunkohle zu verfliegen. Nach über 10h Wertungszeit landete er wieder am Niederrhein.
Nach Durchgang des Sturmtiefs am Dienstag geht es dann erstmal mit einer "zonalen" Lage weiter: Eingebettet in die kräftige, breitenkreisparallele Strömung wechseln sich Tiefs und Luftmassen in rascher Folge ab, bevor sich zum kommenden Wochenende dann eine kräftige Südwestströmung einstellen kann - was eher nicht nach Kaltluft klingt ...
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ... OLC Flugspuren Alpen OLC Flugspuren Deutschland
 

 


Monday, 03. May 2021 Late Night Soaring: Flug des Monats April translate news

Ab 6.5. 20:30h wird der Flug des Monats April bei Late Night Soaring zu sehen sein
Nach dem Ende der ersten Staffel von Late Night Soaring am 1.4., ging es gleich am darauffolgenden Donnerstag direkt weiter mit der Kür des "Flug des Monats März". Das Juroren Team hat dabei den Nordföhn Flug von Yves Gerster vom 16.3. dazu auserkoren und sich mit Yves über den Flug mit all seinen Facetten bzgl. Vorbereitung und Durchführung unterhalten. Das entsprechende Video wurde mittlerweile schon mehr als 3300 mal angeklickt.
Welcher der sehr vielen überaus interessanten Flüge im April diesmal zum Flug des Monats wird, wird natürlich noch nicht verraten, aber ab Donnerstag, 6.5. 20:30h wird das entsprechende Video der Flugbesprechung mit dem siegreichen Piloten online gestellt.
Alle bisherigen live Veranstaltungen, sowie die Flugbesprechungen zu den Flügen des Monats gibt es auf
https://www.youtube.com/channel/UCTGeJxLmkAUI_GFLZ3IWdbA
und alle Dateien aus den Session sind in der Dropbox
https://www.dropbox.com/sh/jflkde53je766h7/AACl0JLu3r_d_fbSidvP86GNa?dl=0
zum herunterladen

Mathias Schunk

 


Saturday, 01. May 2021 Contour flight in southern England translate news

With this barogram you rub your eyes first. For around two hours, the writing crawls almost inseparably across the site. It's a great piece that Roger Barber delivered on Thursday. With his Nimbus 4T Roger covered the morning part of his flight between Portmouth and Eastbourne, often at an altitude of only 50 to a little over 150 m above the terrain. If you want to recognize this ridge in southern England as a hillside flying area, you have to look very carefully.
For a long time Roger Barber only reached his greatest height when he took off from the Lasham gliding center: 1500 meters. That was enough to reach the ridge to the south. Roger: “The ridge actually worked better than expected and for longer than predicted. Because actually the wind should die by late morning.” After that, Roger almost gave up: “It didn't look good to the west.” But then it actually went well, and in the end it was no longer a problem, to fly back to Lasham. The counter then showed 775 kilometers and an average speed of 97.5 kph.
Gerhard Marzinzik


Monday, 27. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 25./26.7. (Runde 9) translate news

Auch wenn das Wetter für die meisten in dieser 9. Runde nur einen fliegbaren Tag brachte, konnten sich (fast) alle Teams der 1. und 2. Liga in die Wertungslisten eintragen - wenn auch unter deutlich unterscheidlichen Wettervorzeichen und -bedingungen. Der Schwerpunkt lag erneut eher in der Südhälfte, was aber einige Teams aus dem Norden und Osten nicht davon abgehalten hat, gute Ergebnisse zu erfliegen. Vor allem im Mittelfeld der Rundenwertung ging es relativ eng zu. Wenige Speed-Punkte entschieden hier über die Platzierung - und damit auch über die Punkte. Da wir uns bereits im letzten Drittel der Liga-Saison befinden, werden die zunehmend wichtiger - an beiden Enden der Tabellen.
Samstag:
Der Samstag war geprägt von einem schwachen Zwischenhoch, dass sich zwischen einem abziehenden Trog über dem Balkan und einem heranziehenden Trog über den britischen Inseln aufbauen konnte. Die Vorgeschichte des Satellitenbildes von 12UTC (14MESZ) begann morgens mit Abschirmungen sowohl östlich von Elbe und Saale als auf westlich des Rheins. Der Süden startete - vom äußersten Südosten mal angesehen - relativ ungestört in den Tag. Schon früh zeigten sich dann die ersten Quellungen über dem Schwarzwald und der Alb, die dann in einem ersten Schub hochkochten, um danach aber wieder durch den schwachen Hochdruckeinfluss gedeckelt zu werden. Zum Nachmittag wurde die Entwicklung dann wieder etwas stärker und mündete letzlich in einer lange anhaltenden Konvergenz, die sich vor allem über der Fränkische Alb erstreckte.
Auch im Rest ging es in allen Stockwerken sehr dynamisch zu. Die Ausbreitungen im Südosten zogen ostwärts, ebenso wie die sich auflösenden Feuchtefelder im Nordosten. Dafür breiteten sich vom Rhein her die Abschirmungen weiter nach Osten aus und selbst der Schwarzwald bekam zum Thermikende noch einen Cirren-Schirm verpasst, der wenige Stunden zuvor noch über der Biskaya lag.
Die Flugspuren zeigen, dass nach Norden - vor allem nach Nordwesten - hin, das Wetter wenig Nutzbares zugelassen hat, während vor allem die Rennstrecken im Süden gut frequentiert waren. Das richtige Timing und Planung waren dennoch auch dort nötig, um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.
Sonntag:
Die Geschichte des Sonntags ist anhand des Satellitenbildes und der Flugspuren schnell erzählt: Die Kaltfront, die im Laufe der Nacht im Westen angekommen war, zog - getrieben durch den kräftigen Wind - zügig ostwärts und hatte zum 12UTC-Termin schon fast die Oder erreicht und den Süden bereits gequert. Die rückseitig einfliessende Kaltluft war noch labil, was u.a. die Wolkenstrukturen zwischen Weser und Elbe, aber auch Richtung Franken, zeigen.
Von Westen her wurde es etwas stabiler und die Cumuli formierten sich im Wind zu schönen Strassen. Die Chance auf einen Sonntagsausflug nutzen nicht viele, auf die Rundenwertung hatten die Flüge aber leztlich einen durchaus bemerkenswerten Einfluss.
Aber dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
Am Samstag war sicher Aalen einer der Haupt-Ausgangspunkte, sowohl für die Liga als auch für die lange Strecke (die mal wieder ganz gut zu kombinieren waren). Im Rahmen des Trainingscamps der Damen-Nationalmannschaft konnten nicht nur die Teilnehmerinnen und Organisatoren sich in den Listen des OLC-Plus und des Speed-OLC eintragen. Interessant ist, in welcher Form und vor allem zu welcher Zeit die Reihungen der Alb genutzt wurden. Gerrit Illenberger schaffte den punkthöchtsen Flug mit 1013km und 1142 Punkten und nutzte vor allem für seine Speed (133km/h) die abendliche Konvergenz.
Simon Schröder und Tobias Pachowsky waren dagegen waren - als schnellste Junioren - eher am (frühen) Nachmittag über der Alb unterwegs. Was den absoluten Schnitt angeht, war Erwin Ziegler nicht zu schlagen, der seine Speed ebenfalls von Aalen aus über der Alb machte und die 149km/h in einen Flug über knapp 1045km einbettete. Indexkorrigiert die Schnellsten waren aber eindeutig Dirk Ströbl und Philipp Söll, die von Blaubeuren aus im Team vor allem über der Schwäbischen Alb unterwegs waren und mit jeweils rund 135 Speed-Punkten die Liste der schnellsten Flüge unangefochten anführen. Unterstützt von Joachim & Heinrich Krais hatte Blaubeuren damit die Spitze der 2. Liga bereits am Samstag erobert. Ihre 374,35 Speed-Punkte hätten auch im Oberhaus für einen mehr als souveränen Rundensieg gereicht. Auf Rang 2 folge der FSV Sindelfingen, angeführt von Lukas Esser. Gute 334,49 Speed-Punkte bedeuten zwar einen Rückstand von fast 40km/h, aber trotzdem gehen 19 Punkte nach Deckenpfronn.
Während Blaubeuren schon am Samstag durch den dritten Rundensieg entspannt dem Sonntag entegegen sehen konnte und seine Spitzenposition damit weiter zementiert, dürfte in Hofgeismar noch keine Entspannung geherrscht haben. Nur 2 Flüge standen für den Tabellen-Zweiten bis dato in der Wertung und der 1 Punkt hätte einen deutlichen Rückschlag für die Aufstiegs-Ambitionen der Hessen bedeutet. Aber Der Dingel sollte am Sonntag noch rechtzeitig auf die Rückseite der Front kommen, so dass Christoph Danders & Tamino Köbl unter den Reihungen noch auf knapp 134km/h (121.18 Punkte) kamen. Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den beiden längeren Schenkeln ihres Fluges nach Westen: Gegen den Wind  mussten sie 3x kurbeln, um einen Schnitt von 108mk/h zu erreichen. Mit dem Wind und nur 1x Kurbeln ging es dann zurück - mit 159km/h. Hofgeismar flog damit noch auf Rundenplatz 3 vor. Sie verteidigen damit Gesamtrang 2 (115 Punkte), Laichingen (113 Punkte) bleibt aber fast gleichauf. An der Spitze der 2. Liga kann Blaubeuren (134 Punkte) seinen Vorsprung weiter ausbauen und liegt nun bereits fast 20 Punkte in Führung.
Eine ähnliche Geschichte spielte sich auch in der 1. Liga ab: Hier hatte nach dem Samstag Aalen unangefochten die Nase vorne, denn zu dem (bereits erwähnten Flug) von Erwin Ziegler kamm noch schnelle Alb-Flüge von Johannes Böckler und Bernd Schmid hinzu (der ebenfalls die späte Konvergenz für seine Speed nutze). Immerhin gute 10 Speed-Punkte lagen sie vor Donauwörth, Schwäbisch Gmünd nochmal knapp dahinter. Liag-Primus Rinteln hatte bis dahin "nur" 320 Speed-Punkte erflogen, zu denen vor allem auch Chrissi Grote ihren Flug von Aalen aus beigesteuert hatte (auch da war was mit der Konvergenz). Die weiteren Punkte kamen von Reinhard Schramme & Rolf Bödecker sowie Michael Sasse und Stephan Beck, die am Samstag von Rinteln aus die Hänge nutzten. Beide Teams hatten wohl aber auch die Rückseite am Sonntag auf dem Plan: Bei den schnellsten Flügen vom Sonntag landen sie neben Christoph Danders ganz vorne. Um die führenden Aalener abzufangen reichte es um ein gutes km/h nicht mehr, aber sie konnten sich noch bis auf Rundenplatz 2 vorschieben.
Donauwörth (98 Punkte) kann in der aktuellen Gesamtwertung einen Sprung von Rang 6 auf 4 nach vorne machen und liegt nun nur noch ganz knapp hinter dem LSV Schwarzwald (99 Punkte). Die Spitzenplätze haben weiter die FG Wolf Hirth (116 Punkte) und Titelverteidiger Rinteln (144 Punkte) inne. Die Niedersachsen können 4 Runden vor dem Ende ihren Vorprung nochmals ausbauen und setzen damit ein klares Zeichen in Richtung Titelgewinn.
Aber noch sind 80 Punkte zu vergeben und damit weiter alles offen. Nach einer nun kommenden Sommerwoche sehen die ersten Prognosen zur 10. Runde wieder 2 Luftmassen an 2 Tagen - es bleibt also spannend, wer was draus macht ...
 
Bernd Fischer
 
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Friday, 24. July 2020 U25: Verdienter Wechsel an der Tabellenspitze translate news

Die siebte Runde der U25 Liga wurde von den Königsdörfern dominiert, die Ihren Startplatz nach Donauwörth an den Stillberghof verlegten. Jakob Edmaier holte dabei seinen Schnitt von 115 Punkten in einem 925 km Alb / Schwarzwald Jojo. Der zweite Königsdörfer Johannes Beyer holte seine 111 Punkte in einem 938 km Dreieck auf dem Schenkel Thüringer und Bayerischer Wald. In freier OLC Plus Strecke wurden es noch beachtliche 1006 km. Dies war an diesem Ausnahmesonntag jedoch keine Seltenheit, so war es klar das der OLC LS 8 neo Pilot Eric Schneider auch alles dafür zu tun würde um Ligapunkte zu holen. In einem 956 km Flug holte er bereits am Samstag 112 Punkte, doch die Wettervorhersage für Sonntag versprach noch mehr. Mit seinem Platz sechs im Deutschen OLC Streckenrekord über 1116 km holte er 115 Punkte für die Liga. Doch da so ein Ausnahmepilot ohne einen zweiten Piloten aus seinem Verein in der Ligawartung nichts bringt war er sicherlich froh, dass sein Vereinskamerad Peter Wagner noch 107 für den Rundenplatz 2 beisteuerte. Den Dritten Platz in Runde 7 holten sich die Jungs vom FSV Laichingen. In Jojoflüge über 784 km und 985 km eingebettet holten Kevin Schmidt 111 und Sebastian Klein 109 Punkte für den FSV. An der Tabellenspitze hat sich bis dahin nichts geändert. Immer noch war Oerlinghausen vor Hammelburg und Homberg/Ohm.
Dann kam die Runde 8 und mit ihr die Schröders. Simon flog auf einer ASG 29 über Alb, Schwarzwald bis ins Jura und mit einem Abstecher in den Nordschwarzwald wieder zurück nach Bad Wörishofen. Dies brachte ihm mit 128,65 Punkten den schnellsten Schnitt an diesem Tag, sogar noch vor Mario Kiessling mit 127,50 Punkten. Aber da auch er nicht allein Punkten kann war er froh, dass seine Schwester Eva mit der LS 8/18 auf der Alb beachtliche 102,65 Punkte ablieferte. An zweiter Stelle kam schon wieder Hammelburg. Nachdem Eric Schneider am Samstag noch beim Grenzlandcup am Niederrhein sein Können im Zentralen Wettbewerb zeigte, flog er bereits am Sonntag schon wieder ab Hammelburg und holte mit der OLC LS 8 neo 113 starke Punkte im Thüringer Wald und zusammen mit seinem Vereinskollegen Peter Wagner mit 95 Punkten den Zweiten Platz. Den Dritten Platz holten sich die Königsdörfer mit Johannes Beyer 111 und Noklai Wolf 85 Punkte. Somit lösen die Hammelburger die FG Oerlinghausen ab und setzten sich verdient an die Tabellenspitze. Die Halbzeit dieser Ligasaison ist schon rum und wir sind auf die kommenden letzen sechs Runden gespannt.
 
Martin Söll (OLC-Redaktion)
 
Herrliche Aussichten am
Tauserdertag 12.7. im Schwarzwald.
Laichinger Junioren auf Punktejagd.
Steigwerte über 5 Meter waren
keine Seltenheit an diesem
Ausnahmesonntag (12.7.)

 


Friday, 24. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 24.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG ist verbreitet schwacher Hochdruckeinfluss wetterbestimmend und die im Norden zunächst noch feuchte Luftmasse trocknet allmählich ab. Auch im Süden kann sich meist trockenere Luft durchsetzen. Nur im äußersten Südosten bleibt die Luftmasse bis zum Abend noch etwas feuchter und labil geschichtet. Mit auf Südwest drehender Strömung fließt sehr warme Luft ein. Im Laufe des Nachmittags zieht im Westen die Warmfront eines Tiefs zwischen Island und Schottland auf. Dabei wird vor allem im Nordwesten wieder hochreichend feuchte Luft heranführt.
Am SONNTAG schwenkt ein Trog nach Dänemark, sodass die Strömung wieder auf westliche Richtung dreht. Die eingeflossene feuchte Luftmasse ist anfangs vor allem in der Nordhälfte des Landes, am Nachmittag auch im Südosten hochreichend labil geschichtet, sodass sich teils hochreichende Konvektion ausbildet. Das inzwischen okkludierte Frontensystem greift bis auf die mittleren Landesteile über. Frontrückseitig fließt wieder trockenere und etwas kühlere Luft ein, die von Westen her stabilisiert wird.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten überwiegend gute, im Westen mäßige Thermik entwickeln. Im Osten steigen die Untergrenzen der CU bis zum Nachmittag auf 1500-1800 m, im Westen auf 1000-1400 m. Im Osten stören zeitweise abschirmende Wolkenfelder, im Westen wird die Thermik von Westen her zunehmend durch Abschirmung und zeitweilige Niederschläge gestört.
Am SONNTAG ist in der Osthälfte durch Abschirmung und Niederschläge kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen, rückseitig der Front kann sich im Westen zeitweilig mäßige, nach Süden hin gute Thermik entwickeln, die allerdings auch noch durch abschirmende Wolkenfelder und Überentwicklungen immer wieder gestört wird. Die CU-Basen steigen im Norden auf 1200-1400 m, im Süden auf 1500-2000 m.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Durch Abschirmung verzögert einsetzende, meist mäßige CU-Thermik, westlich des Rheins durch einzelne Überentwicklungen gestört.
SONNTAG: Keine nutzbare Thermik aufgrund von Abschirmung und häufigen Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Wolkenthermik. Thermikbeginn gegen 9 UTC.
Am SONNTAG abgeschirmt, keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


Wednesday, 22. July 2020 FLG Blaubeuren baut Führung aus translate news

Vergangenes Wochenende zog es die Blaubeurer Zweitligisten nach Westen. Am Samstag flogen sie zunächst über die Alb, den Schwarzwald bis teils ins Breisgau. Die meisten wendeten hier um zurück auf der Alb ihre Ligapunkte zu holen. Joachim Krais jedoch kämpfte sich durch den komplizierten Luftraum bei Basel um in das Schweizer Jura Gebirge zu fliegen. In Frankreich querab vom Genfer See wendete er und machte sich auf den 350 Kilometer weiten Rückflug. Dass bei so einem Sightseeing Flug auch 111 Ligapunkte zu ergattern waren freute ihn umso mehr.
Zusammen mit Philipp Söll 114 und Oliver Stockingers 108 Punkten belegten die Blaubeurer in dieser Runde erneut einen hervorragenden Dritten Platz hinter dem FSV Laichingen und dem SFV Bad Wörishofen. In der Tabelle bauten die Blaubeurer ihre Führung auf 114 Punkte aus. Gefolgt von dem LSV Hofgeismar und dem FSV Laichingen die punktgleich mit 97 Punkten hinter den Blaubeurer liegen. Sechs Runden liegen noch vor ihnen und hier kann noch viel passieren. Zumindest für kommenden Samstag ist wieder Fliegerwetter angesagt und die Ligasegler werden sich neben die Fluglagergäste aus Holland an den Start reihen
 
M.Söll
 
Diese Wolken bringen Speed.
Thermik auf dem Rückweg von Freiburg.
Joachim Krais putzt nach
erfolgreichem Flug seinen Ventus.

 


Monday, 20. July 2020 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende 18./19.7. (Runde 8) translate news

Auch wenn das vorhergehende Runde kaum zu überbieten ist, fällt auch die Runde 8 sowohl durch weite als auch schnelle Flüge auf. Auch wenn der Schwerpunkt eher im Süden lag, fällt eine Gemeinsamkeit auf: Es ist und bleibt weiter bei relativ trockenen Wetterlagen, bei der selbst Fronten nicht durch übermäßige Niederschläge auffallen. Und so kann sich selbst bei thermisch mäßigen Luftmassen über den trockenen Böden noch gute Thermik bilden.
Samstag:
Die Vorwoche hatte sich beständig ein Kaltlufttropfen über Polen bzw. der Tschechien gedreht und einen deutlichen Einfluss vor allem auf das Wetter und die Flugbedingungen im Osten gehabt. Auf dem Satellitenbild von 12UTC (14MESZ) erkennt man, dass er - zwischenzeitlich Richtung Balkan gezogen - nur noch den Osten Bayerns beeinflusste. Nahezu störungsfrei und mit weitreichender Cumulus-Bewölkung zeigt sich ein breiter Streifen, der sich - angefüllt mit mäßig warmer, thermisch aber (auch wegen der Böden) guter Luft - vom Südwesten bis in den Nordosten erstreckte. Vom Saarland bis in die Kieler Bucht liegt eine schwache, nicht wetterwirksame Front, die sich durch Cirren und Ausbreitungen kennzeichnet. Nur schmal, waren auf ihrer Rückseite Richtung BeNeLux die Bedingungen schon wieder deutlich besser.
Während die Front relativ ortsfest liegen blieb, konnten sich die Abschirmungen des Tropfens westwärts ausbreiten und sorgten damit südöstlich einer Linie Fichtelgebirge - Lech für ein verfrühtes Thermikende.
Sonntag:
Die großräumige Verteilung hatte sich zum Sonntag nicht geändert: Die Reste der Front im Nordwesten sind noch südlich der Lübecker Bucht erkennbar, zwischenzeitlich hatten sich aber auch die Cirrenfelder verdichtet, die im Vorfeld der nächtsten Front hereingezogen waren. Und auch der Kaltlufttropfen war weiter aktiv: Zwar hatten sich die dichten Abschirmungen des Vortages nach Osten verzogen, die latente Labilität zeigte sich aber in den Überentwicklungen entlang der Grenzen zu Polen und Tschechien.
Im Unterschied zum Vortag zogen die Cirren nun aber weiter ostwärts, liessen aber östlich Brandenburg und Thüringer Wald noch genügend Zeit, bevor sie hier die Thermik zum Erliegen brachte. Weitgehend störungsfrei verlief dagegen der Tag im Süden,  wo die Cirren nicht oder erst spät ankamen. Gut entwickelt war es vor allem die Alb, die schnelle (und auch wieder weite) Flüge ermöglichte. Die Flugspuren geben die (erwarteten) Rennstrecken daher auch gut wieder.
Wer hat was draus gemacht?
Es war vor allem wieder ein Wochnende, an dem alle etwas (Punkte) daraus machen konnten, auch wenn gerade der Norden und vor allem der Nordwesten, dieses mal einen gewissen Wetternachteil hatten. Das deutliche Süd-Nord-Gefälle zeigt sich dann auch an den Rundenwertungen: Während in Liga 1 der Süden die Top 10 der Runde 8 allein dominiert, können sich in Liga 2 zumindest 3 Teams im oberen Drittel platzieren, die nicht aus Bayern oder Baden-Württemberg kommen - wobei man erwähnen muss, dass man aus dem südlichen Hessen heraus Schwarzwald und Alb fliegerisch ebenfalls im Zugriff hat oder das man ja auch direkt dort starten kann. So liegt das gallische Dorf, das in der Top10 der Liga 2 dem Süden Widerstand leistet, in Sachsen.
Aber zurück zu den schnellen Linien: Auch da kann man keinen der beiden Tage absolut priorisieren - was bei Flügen von über 1000km an beiden Tagen übrigens auch für die lange Strecke gilt. Was am Samstag aber auffällt ist, dass die beiden absolut schnellsten Ligaflüge eine Gemeinsamkeit haben: Sie lagen nicht in Deutschland. Sowohl Simon Schröder (146,98 km/h, 128,65 Punkte) als auch Mario Kiessling (145,67km/h, 127,5 Punkte) flogen ein gutes Stück ihrer Speed entlang des Jura. Während Mario von der Hahnweide aus früh dort war und seine Liga-Speed mit einem Jojo über dem Höhenzug (mit Wende Richtung Genfer See) machte, kam Simon schon mit Anlauf die Alb entlang kam (tektonisch bilden die ja auch eine Einheit ) und konnte damit über die komplette Distanz den - wenn auch schwachen - Rückenwind nutzen. Auch mit der indexkorrigierten Speed liegen sie am Samstag mit weitem Abstand vor der Konkurrenz - und das, wo zumindest die Satellitenbilder zum Nachmittag hin sogar eine noch bessere Entwicklung zeigen, als zu der (relativ) frühen Zeit als sie dort unterwegs waren.
Aber auch der Sonntag war kein langsamer Tag. Das auch hier die 145km/h fallen können, zeigt zum einen Alex Müller, der von Bayreuth aus den Thüringwer Wald abreitet und mit 145,59km/h nur wenig langsamer ist, als Frank Rodewald, der mit 145,60km/h beweist, dass die Schwäbische Alb an dem Tag genau so schnell war. Indexbereinigt müssen beide aber Sebastian Nägel und Sören Nölke den Vortritt lassen. Für die beiden Piloten der FG Wolf Hirth mag auch der Teamflug die entscheidende Komponente gewesen sein, ihren Verein zum Rundensieg zu führen. Fläche an Fläche ging es über 4 Jojo-Schenkel grob zwischen Albstand und St. Blasien/Schluchsee. Im Gegensatz zur Konkurrenz fällt bei ihnen die Gleichmäßigkeit auf, bei der kein Schenkel deutlich herausragt. Lediglich die ersten 40km sind mit knapp 125km/h relativ "langsam", während die folgenden 3 Schenkel sich im Niveau zwischen 136 und 139km/h abspielen.
Mit 128,28 und 127,83 Speed-Punkten verweisen sie am Ende sogar ihren Teampartner Mario KIessling auf den internen dritten Platz- Bei einer Summe von 383,61 Speed-Punkten ist aber klar, dass die FG Wolf Hirth diese Runde mehr als souverän für sich entscheidet. Die FG Schwäbisch Gmünd (359,85 Punkte), für die neben FRank Rodewald auch Bastian Hörber und Andreas Kleemann & Lars Linkner punkten, erreicht den 2. Rang.  Auf ganz unterschiedlichen Wegen war der LSV Schwarzwald unterwegs, um am Ende bei den Punkten fast gleichauf zu liegen. Jeweils 114 Speed-Punkte gehen nach Winzeln an Volker Herzog (über der Alb), Markus Schweizer (über dem Schwarzwald) und Frederick Hauenschild & Matze Sturm (über dem Jura am Sonntag), die damit zeigen, welche Möglichkeiten man bei entsprechenden Bedingungen vom Schwarzwald aus als Ausgangspunkt hat. Die Winzelner machen in der Gesamtwertung einen weiten Sprung nach vorne und liegen nun auf Rang 3 (88 Punkte), während die FG Wolf Hirth (100) den 2. Gesamtplatz festigt. Weiter souverän in Führung bleibt der amtierende Meister aus Rinteln (125), in dieser Runde auf Rang 11 und damit schnellter Nord-Verein.
In der 2. Liga geht der Rundensieg nach Bad Wörishofen, für die neben Simon auch Robert Schröder und Kilian Biechele für die Punkte sorgen. Die bereits am Samstag erflogenen 361,79 Speed-Punkte bedeuten den souveräne Rundensieg. Denkbar knapper geht es dahinter zu: Laichingen (322,63 Punkte), Blaubeuren (332,55 Punkte) sowie Freudenstadt (331,61 Punkte) liegen nur einen Wimpernschlag auseinander.
Auch die 2. Liga bleibt nach wie vor eng zusammen, auch wenn es in dieser Runde auf den beiden Spitzenplätzen keine Änderung gegeben hat: Blaubeuren führt weiterhin (114 Punkte) und kann den Vorsprung vor Hofgeismar (97) sogar etwas ausbauen. Mit den Hessen kann Leichingen (97) gleichziehen und verdrängt damit Eisenhüttenstadt auf Rang 4 (92).
Die Woche über bleibt es bei der diffusen, windschwachen Lage (die ein Graus aus der Sicht eines Meteorologen sind). Daher ist noch völlig offen, wie sich die Lage zur kommenden Runde entwickelt. Es bleibt aber wohl bei relativ wenig Niederschlag, was die Böden weiter trocken halten dürfte - zumindest aus segelfliegerischer Sicht keine schlechten Randbedingungen ...
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
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Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 17. July 2020 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 17.07.2020 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG hat sich korrespondierend zum Azorenhochkeil eine Hochdruckbrücke von Frankreich über die Mitte Deutschlands bis ins Baltikum gebildet. Damit hält sich überwiegend trockene und stabil geschichtete Luft. Der Südosten liegt im Einflussbereich eines umfangreichen Höhentiefs über Südosteuropa im Zustrom feuchter und labil geschichteter Luft. Auch der äußerste Nordwesten wird im Tagesverlauf von feuchterer und labil geschichteter Luft beeinflusst.
Am SONNTAG kommt die feuchte und nun hochreichend labil geschichtete Luft auch in die nordöstlichen Landesteile voran. Gleichzeitig  befindet sich der äußerste Nordwesten weiterhin im Zustrom feuchter  und labil geschichteter Luft, während dazwischen Hochdruckeinfluss mit trockener und stabil geschichteter Luft dominiert.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG verbreitet gute CU-Thermik, örtlich durch Ausbreitung gestört.
Am SONNTAG verbreitet gute Wolkenthermik, vor allem im Nordwesten durch Abschirmung und im äußersten Osten durch Überentwicklung gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG/SONNTAG: Nach Thermikbeginn gegen 08 UTC Ausbildung mäßiger bis guter CU-Thermik, die in Richtung Oberfranken und Sachsen an beiden Tagen ab dem Nachmittag durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Thermikende gegen 18 UTC.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Westen gute Wolkenthermik, im Osten ist die Thermik durch Abschirmungen und Überentwicklungen beeinträchtigt. Dort geringe bis mäßige Wolkenthermik, am östlichen Alpenrand teils auch nicht nutzbar.
Am SONNTAG geringe bis mäßige Wolkenthermik. Im Osten zunächst noch abgeschirmt, später entstehen dort und am Alpenrand Überentwicklungen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 


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