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Ein Blick zurück: So hat der OLC den Segelflug revolutioniert Friday, 23. July 2021 translate news

Erinnert sich noch jemand, wie vor der Jahrtausendwende die dezentrale Wettbewerbsszene aussah? Kennt noch jemand die Zeit aus den Jahren vor 1999, als der OLC aus der Taufe gehoben wurde? Was heute als völlig selbstverständlich gilt, lag – gerade einmal 20 Jahre zurückgeblickt – hinter dem Vorstellungshorizont der allermeisten von uns.

Im Vor-OLC-Zeitalter gab es allein die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug mit der Wertung von drei angemeldeten Flügen. Wer was in diesem Wettbewerb erreicht hatte, erfuhr man Monate nach dem Flug, mitunter standen die Sieger erst im November zum Segelfliegertag fest. Die DMSt wurde im Verborgenen geführt.

Der OLC hat den Segelflug aus diesem Dornröschenschlaf geweckt. Es war Reiner Roses Idee und Verdienst, 1999 das damals noch junge World Wide Web – es war ja erst 1993 öffentlich verfügbar – und die GPS-Dokumentation von Flügen zusammenzubringen. Die GPS-Dokumentation erlebte bei den Segelflug-Weltmeisterschaften 1995 in Neuseeland ihre Geburtsstunde im Wettbewerbssegelflug. Vorher wurde mit Zeitkameras beziehungsweise Zeitnahmen an Start- und Ziellinie dokumentiert, dezentrale Flüge bezeugten Fotos von Abflugort und Wendepunkten. Die Geschwindigkeitswertung gehörte in den Bereich der Utopie.

In dieses abseits jeder Öffentlichkeit laufende Wettbewerbsgeschehen brachte der OLC mit einem Schlag die weltweite tagesaktuelle Wertung und gleichzeitig als absolute Neuerung die Geschwindigkeitswertung. Und jetzt waren auch Flugwege und Höhenschriebe öffentlich. Mit einem Mal konnte jeder die gemeldeten Streckenflüge bis ins kleinste Detail nachvollziehen.

Das Dokumentationsgeschehen hat der OLC damit geradezu revolutioniert und dem Strecken- und auch Wettbewerbsegelflug zu einen Leistungsschub verholfen, wie er nur mit der Verbreitung der Streckenflugtheorie durch Weltmeister Heinz Huth in den 1960er Jahren und der Einführung der Faserverbundbauweise für die Segelflugzeuge vergleichbar ist. Rennstrecken, Leewellenstandorte bei den unterschiedlichsten Windrichtungen oder die hot spots in den Alpen waren bald keine Geheimnisse mehr. Das Gebot hieß: analysieren, nachfliegen und steigern. Heute steht jedem Einsteiger oder Wettbewerbspilot, den eine bestimmte Region interessiert, dafür im OLC ein riesiges bis 2006 zurückreichendes Archiv für seine Vorbereitungen zur Verfügung.

Mit einen großen Beitrag zu dieser Leistungsexplosion hat der mit der GPS-Dokumentation erstmals möglich gewordene Verzicht auf die Anmeldung des Streckenflugvorhabens gebracht. Ohne den Anmeldezwang konnte noch während des Fluges die Streckenwahl so modifiziert werden, dass zum Tagesende die größtmögliche Distanz herauskam. Nicht mehr die Qualität der Wettervorhersage, das heißt die Erreichbarkeit von Wendepunkten nahe Wettergrenzen, bestimmte den Wettbewerbserfolg, die größtmögliche Tagesdistanz, sondern der geschulte meteorologische Blick des Piloten und dessen Flugwegwahl.  Mit der freien Wendepunktwahl führte der OLC zugleich die Wertung über mehrere (sechs) Teilstrecken ein und erleichterte so noch einmal das Erfliegen größtmöglicher Tagesdistanzen.

Möglich gemacht hat diese Revolution die ehrenamtliche Organisation und vor allem die Verbandsunabhängigkeit des OLC-Organisationsteams. Das bescherte den Machern eine bis dahin im organisierten Sport unbekannte Denk- und Handlungsfreiheit. Es konnte kein traditionsverhafteter Funktionsträger reinreden. Neues war ohne weitreichende Abstimmungsarbeit in Gremien und Untergremien auf kurzem Weg zur Einführung beschlossen.

Und da war dann auch auf einmal der Streckensegelflug ein Wettbewerbssport für die gesamte Segelflugsaison! Ging es zuvor nur um die drei und dann sechs größtmöglichen, sprich punkthöchsten Flüge, die sich in Deutschland nach dem Frühjahr kaum mehr toppen ließen, schuf die Idee der Segelflug-Bundesliga mit ihrer Formel-1-Wertung den spannenden Vergleich über die gesamte Saison und das nicht nur für Einzelpiloten, sondern Vereinsmannschaften! Erfolgen nachjagen, die Spannung im Sport erleben, das können mit dem Ligafliegen jetzt auch all die Piloten mit zeitlichem Handicap, die sich nicht an der Jagd nach den größten Strecken beteiligen können. Beim Liga-Fliegen geht es nicht um episch lange, den ganzen Tag ausnutzende Flüge, es geht um 2,5 schnelle Stunden. Da können auch Piloten mit beschränktem Zeitbudget kräftig mitmischen.

Stillstand gibt es beim OLC keinen. Immer wieder fließen neue Ideen ein. Hinter allem aber steckt die Philosophie: So wenig Regeln und so einfach handhabbar wie möglich, keine Klassenwertung, aber alles, was die Motivation für den Segelflug steigert und den Breitensport in den Vereinen fördert!

Hinter dem allen steckt ein hochmotiviertes, in seiner Freizeit ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, das im Rahmen der gemeinnützigen GmbH Segelflugszene ohne jegliche Gewinnerzielungsabsicht arbeitet (im Gegensatz zu einer nicht gemeinnützigen, das heißt üblichen GmbH, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben muss). Nur ganz ohne Geld lässt sich nicht alles betreiben. Wer hier den OLC unterstützen will, kann dies mit einer jährlichen 12 € Kleinspende gerne realisieren. Wie das geht, das erfährt man auf der OLC-website unter OLC unterstützen. Der OLC bedankt sich dann für diese Kleinspende mit einem freundlich grinsenden OLC Sympathie-Smiley neben dem Teilnehmernamen in den Wertungen.

Gerhard Marzinzik


Looking back to the future: The OLC has revolutionized gliding Friday, 23. July 2021 translate news

Does anyone remember what the decentralized competitive scene looked like before the turn of the millennium? Does anyone know the time from the years before 1999, when the OLC was launched? What is taken for granted today was - just 20 years back - behind the horizon of the vast majority of us.

In the pre-OLC era there was in Germany only the German championship in distance gliding (DMSt) with the evaluation of three declared flights. Months after the flighst you found out who had achieved what in this competition. The DMSt was conducted in secret.

The OLC has awakened gliding from this deep sleep. It was Reiner Rose's idea and merit in 1999 to bring together the then still young World Wide Web - it was not publicly available until 1993 - and the GPS documentation of flights. GPS documentation was born at the 1995 World Gliding Championships in New Zealand in competitive gliding. Previously, time cameras or timekeeping at the start and finish line were used to document the flights, decentralized flights were documented by photos of the departure point and turning points. The speed rating belonged to utopia.

In this competition the OLC brought the worldwide daily rating and at the same time the speed rating as an absolute innovation. Flight paths and altitudes were got public. Suddenly everyone was able to analyse the reported cross-country flights down to the smallest detail.

So the OLC has revolutionized the documentation process and helped cross-country and competition gliding to a performance boost, as it can only be compared with the distribution of cross-country flight theory by world champion Heinz Huth in the 1960s in Germany and the introduction of fiber composite construction for gliders. Tracks, lee wave locations and the hot spots in the Alps were soon no longer a secret. The command was: analyze, follow up and improve. Today every newcomer or competition pilot interested in a particular region has a huge archive available in the OLC that goes back to 2006 for their preparations.

The waiver of declaration of the cross-country flights was possible for the first time with GPS documentation and made a major contribution to this explosion in performance. Without the obligation to declare the turn points the route selection could be modified during the flight so that the greatest possible distance was achieved at the end of the day. It was no longer the quality of the weather forecast, i.e. the accessibility of turning points near weather limits, that determined the success of the competition but the trained meteorological eye of the pilot and his choice of flight path. With the free choice of turning points the OLC also introduced the scoring over several (six) legs and thus once again made it easier to fly the greatest possible daily distances.

This revolution was possible due to the OLC’s the independence of the OLC organization team from other institutions. This gave the team a freedom of thought and action previously unknown in organized sport. No traditional functionary could speak in. New things were decided on a short route to introduction without extensive coordination work in committees and sub-committees.

And then gliding was a competitive sport for the entire gliding season! The idea of the glider league with its Formula 1 rating created an exciting comparison over the entire season and not only for individual pilots, but also for club teams! Chasing success, experiencing the excitement in sport, with league flying all pilots with a time handicap who cannot take part in the hunt for the biggest distances can now do that. League flying is not about epic long flights that take advantage of the whole day, it is about 2.5 hours of speed. Even pilots with limited time budgets can get involved.

There is no standstill with the OLC. New ideas keep coming in. But behind everything is the philosophy: only few rules and as easy to use as possible, no class rating, but everything that increases motivation for gliding and promotes popular sport in the clubs!

Behind all of this is a highly motivated organization team who work voluntarily in their free time and who work within the framework of the non-profit GmbH Segelflugszene without any intention of making a profit (in contrast to a usual GmbH, which must have an intention to make a profit). But not everything can be done without money. Anyone who wants to support the OLC can do so with an annual small donation of € 12. You can find out how to do this on the OLC website under OLC unterstützen Support OLC. The OLC then thanks for this small donation with a friendly grinning OLC sympathy smiley next to the participant's name in the ratings.

Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 23. July 2021 translate news

herausgegeben am 23.07.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bestimmt eine von der Ostsee über Polen in Richtung Schwarzes Meer verlaufende Hochdruckzone das Wetter im Norden und Osten Deutschlands mit recht trockener und sehr warmer bis heißer Luft. Abgesehen davon setzt sich allerdings ein Tief über Nordfrankreich durch. Es lenkt mit südwestlicher Strömung hochreichend labil geschichtete und feuchte Warmluft heran. Die zugehörige Tiefdruckrinne beeinflusst ab dem Morgen den Südwesten Deutschlands und greift bis zum Abend nordostwärts etwa bis zur Linie Emsland-Erzgebirge aus.
Am SONNTAG beeinflusst das umfangreiche Tief mit Kern über Benelux und der südlichen Nordsee das Wettergeschehen. Es führt aus Südwesten weiterhin feuchtlabile Warmluft nach Deutschland und in den Alpenraum. Eine davon ausgehende Tiefdruckrinne reicht über die Mitte Deutschlands hinweg zur Lausitz.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG vor allem in der Nordosthälfte überwiegend gute Wolkenthermik mit maximaler CU-Basis bei 1400-2000 m AMSL, in der Südwesthälfte zwar auch 1300-1600 m, allerdings durch abschirmende Wolkenfelder und zunehmende Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG überwiegend mäßige Wolkenthermik mit CU/CB-Basis bei 1000-1200 m AMSL, im Tagesverlauf von dichter Bewölkung und zahlreichen Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Im Vorfeld der Schauer und Gewitter kann sich im Osten noch mäßige bis gute Wolkenthermik bis 5000 FT AMSL bilden, die jedoch mit aufziehender höherer Bewölkung zunehmend abgeschattet wird. Sonst kann sich wegen Abschirmung und zahlreichen Überentwicklungen keine nutzbare Thermik entwickeln.
SONNTAG: Konvektive Lage mit zahlreichen Überentwicklungen. Meist keine nutzbare Thermik. Lediglich im östlichen Sachsen ist gute CU-Thermik
möglich, beeinträchtigt durch Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe Thermik, nach Osten hin weitestgehend blau, hier Thermikhöhe bis 2000, an den Alpen bis 2800 AMSL. Von Westen her ab dem Nachmittag durch zunehmende Überentwicklungen, sonst allgemein durch Abschirmungen gestört.
Am SONNTAG aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 








 


Aussetzen der Liga-Runde 10 für Deutschland Friday, 16. July 2021 translate news

In Anbetracht einer Hochwasserkatastrophe von historischem Ausmaß in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird die Liga-Runde 10 ausgesetzt. Im Lauf der nächsten Woche werden alle entsprechenden Wertungen der Runde 10 auf Null gesetzt.
 
Unser Mitgefühl gilt den Opfern dieser Katastrophe.
 
OLC

Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 9. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 10./11.7.21 Monday, 12. July 2021 translate news

Zwischen allen Trögen, Tiefs und Fronten - so oder so ähnlich könnte man die Lage der 9. Runde grob zusammenfassen. Gleich mehrere Systeme spielten wettertechnisch eine Rolle, unterschiedliche Luftmassen inklusive ...
Samstag: So zeigt sich auf dem Mitteleuropa-Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) diese Verteilung exemplarisch: Über der Ostsee liegt noch die Bewölkung eines abziehenden Troges, während über Frankreich bereits der nächste Trog auftaucht. Aber selbst die Luftmasse dazwischen war nicht homogen: Während sich zumindest im Nordosten reihende Cumuli zeigten, hatten sich vom Emsland bis ins Erfurter Becken und über dem zentralen und westlichen Mittelgebirgsraum zahlreiche tiefe Ausbreitungen gebildet, die in der Höhe noch von Cirren überdeckt wurden. Südlich von Main und Mosel war es dagegen deutlich offener, wobei sich in der Warmluft vor allem in den westlichen Bereichen noch Cumuli bilden konnten, während es nach Osten hin zunehmend blau(er) wurde. Erst die Kämme im Südosten zeigen dann wieder Entwicklungen.
Das eine Bild zeigt dabei nur eine frühnachmittägliche Momentaufnahme, die Entwicklung wird erst mit den Bildern des kompletten Tages sichtbar (die jeweils 2 Tage in die Vergangenheit im TopMeteo-Webshop kostenfrei verfügbar sind). So begann der Tag im Nordosten noch mit zahlreichen dichten Abschirmungen das abziehenden Troges und über weiten Teilen störte überhaupt tiefe Restfeuchte, teilweise bis in die späten Mittagsstunden. Und zum Abend fiel dann die Thermik als kräftige Gewitter von Westen kommend wieder aus dem Himmel.
Keine einfachen Bedingungen also, seinen Flug zur optimalen Zeit in den optimalen Wetterraum zu zirkeln. Die Flugspuren zeichnen das ein Stück weit nach und lassen in der Summe die meistgenutzten Regionen über den Kämmen im Südwesten, zwischen Thüringer und Frankenwald sowie im Nordosten, aber auch in den Alpen erkennen. Die geflogenen Strecken und Schnitte wiesen dabei eine breite Streuung auf, aber dazu später mehr.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 12 UTC

Sonntag: In einem breiten Streifen liegen die Gewitterreste des Vorabends und der Nacht von Nordwesten nach Südosten, eingebettet in den Trog, der sich zu dem Zeitpunkt (12 UTC) von BeNeLux bis nach Tschechien erstreckte. Eingebettet in diese Konvergenzlinie dreht ein kleines Tief mit Zentrum über Franken. Sowohl nordöstlich als auch südwestlich liegt eine eher warme und nun überall etwas feuchtere Luftmasse. Dass diese vor allem im Südwesten zur Labilität neigte, zeigen u.a. die kräftigen Entwicklungen an und südlich der Donau. Ruhiger und erneut mit reihenden Cumuli war es dagegen im Nordosten, wo mit dem Ostwind eine etwas trockenere Luft aus Polen herangeführt werden konnte.
Die Flugspuren lassen fast jeden der wenigen Flüge des Sonntags einzeln erkennen. Dass es nur so wenige waren steht vielleicht in einem kleinen Widerspruch zur erreichten Speed, denn es wurde in der Liga durchaus zügig geflogen.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild von 12 UTC

Wer hat was draus gemacht?
War es also eine Runde der verpassten Gelegenheiten? Zumindest ein Blick in die Wertungslisten der beider Segelflug-Ligen könnte das vermuten lassen. Auf den ersten Blick sind in der Summe die Schnitte im Vergleich mit den vorhergehenden Runden eher gering, nach Speed-Punkten war dies sogar die "langsamste" Runde überhaupt. Beim zweiten Blick war ich dann aber doch etwas verwundert: Normalerweise finden sich die schnellsten geflogenen Schnitte einer Runde bei den Teams, die weit vorne platziert sind -, das Teilnehmerfeld ist inzwischen ja sehr ausgeglichen und die guten Bedingungen werden meist vom kompletten Team gleichermaßen genutzt. Nicht so offenbar in dieser Runde, denn die (nach Punkten) schnellsten Flüge finden sich erst im letzten Drittel der Tabelle - noch dazu aus der "gleichen" Region, dafür aber an zwei unterschiedlichen Tagen! Waldemar Labusga vom FK Brandenburg nutzte am Sonntag die nördlich von Berlin weit nach Polen hineinragenden Reihungen in Ost-West-Richtung. Auf senem Rückweg nach Brandenburg erreichte er unter der im Vergleich zum Hinflug angestiegenen Basis eine Speed von knapp 120km/h (104,8 Punkte). Mit Lothar Dittmer, der am Samstag unterwegs war, brachten die Brandenburger am Ende aber nur 2 Flüge in die Wertung. Fast "gegengleich" machten es die Eisenhüttenstädter. Hier nutzte Andreas Kühl am Samstag die Ost-West-Reihungen zwischen Zielona Góra bis kurz vor Luckenwalde für 114,1 km/h (103,3 Punkte). Aber auch er war damit alleine unterwegs, denn den zweiten Wertungsflug für "Hütte" flog Manfred Lauserdorf dann am Sonntag. Hier wäre vielleicht für beide Teams mehr drin gewesen als nur ein Platz im letzten Drittel dieser Runde!? Eine ähnliche Geschichte ließe sich übrigens auch für die 2. Segelflug-Bundesliga erzählen. Den nach Punkten schnellsten Flug schaffte hier Hans-Georg Raschke (93,3 Punkte) von Unterwössen aus -, aber auch er war am Ende für sein Team als einziger unterwegs.
So entschied am Ende die Teamleistung über die vorderen Plätze dieser 9. Runde - und diese Entscheidung war jeweils eng. Schnellster im Spitzentrio der Segelflug-Bundesliga war Sven Killinger. Der Winzelner machte seine Speed (117,5km/h, 100,8 Punkte) ganz klassisch entlang der Ost-Seite des Schwarzwaldes, während Stephan Mayer bei seinem Flug auch die Alb mit einbezog. Am Sonntag startete Joachim Schwenk noch einen Versuch, an die knapp vor den Schwarzwäldern liegende Fliegergruppe Wolf Hirth heranzukommen, er konnte die Lücke aber nur auf etwas mehr als 1 Punkt reduzieren, die Kirchheimer letztlich aber nicht mehr überholen. Für die hatten am Samstag Holger Karow, der von Oberhinkofen über dem Bayerischen Wald 110,2km/h (96,4 Punkte) erflog, sowie Abi Kissling und Peter Kluge & Stefan Kessler die Punkte geholt. In Summe noch etwas schneller waren die Königsdorfer, angeführt von Mathias Schunk, der zwischen Inntal und St. Moritz 112,8 km/h (96,2 Punkte) auflegen konnte. Mit den Flügen von Ecki Wehnert und insbesondere Nikolai Wolf zeigt sich die geschlossene Mannschaftsleitung, denn Nikolai bringt den "schnellsten dritten Flug" in die Wertung und damit die Königsdorfer (271,77 Punkte) ganz nach vorne. Die entscheiden diese Runde mit nur knapp 3 Punkten Vorsprung vor der FG Wolf Hirth (268,98). Auch auf den weiteren Plätzen geht es eng zu: Auf Rang 3 folgt der LSV Schwarzwald (267,8 Punkte) und selbst der LSV Rinteln (264,99 Punkte) liegt nur denkbar knapp hinter der Süd-Phalanx.
Auch in der 2. Segelflug-Bundesliga ging es sehr knapp zu. Hier trennen letztlich weniger als 1 Punkt die Plätze 2 und 3 des SFZ Ottengrüner Heide und des FCC-Berlin, wobei die Oberfranken die Nase kanpp vorne haben. Aber auch der Vorsprung des Rundensiegers AC Weiden ist mit rund 5 Punkten nur knapp. Für die Oberpfälzer erfliogen Philipp Pollinger, Bernd Morawitz und Hans Stock & Aleksander Umov die Punkte. Der Begriff Mannschaftsleitung wurde hier sogar recht eng ausgelegt: Philipp und Bernd flogen ein gutes Stück der Liga-Wertung im Team, dem daz noch Josef Eger angehörte.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga bleibt das SFZ Königsdorf (128 Punkte) stärkster Verfolger des LSV Rinteln (139), während der FSC Odenwald Walldürn (108) in dieser Runde nochmals etwas an Boden verloren hat. Alleiniger Vierter ist nun die SFG Steinwald (96).
In der 2. Segelflug-Bundesliga können der AC Weiden (96 Punkte) und der FCC-Berlin (98) durch die gute Rundenwertung den LSC Bad Homburg verdrängen und liegen nun auf Rang 3 und 4. Da der SFV Mannheim (109 Punkte) sich wieder nur mit einem Mittelfeldplatz begnügen muss, kann der AC Pirna (142) mit Rundenplatz 4 seinen Vorsprung auf nun bereits 33 Punkte ausbauen.
Die kommende Woche wird wettertechnisch von einem Kaltlufttropfen bestimmt, womit die feuchtwarme und vielerorts gewittrige Lage anhalten wird. Zum kommenden Wochenende bestehen aber gute Chancen, das diese Luftmasse endlich ausgeräumt wird und - zumindest für den Sonntag - verbreitet fliegbare Bedingungen möglich sind.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag











 


Wir brauchen Eure Hilfe! Bayreuth sucht seine Mannschaft des Jahrzehnts Friday, 09. July 2021 translate news

Mit nur einem Klick könnt Ihr dem Segelflug einen Titel sichern, den es so nicht so schnell wieder zu gewinnen gibt: Unter https://sportlerwahl.kurier.de wird die Mannschaft des Jahrzehnts aus Bayreuth und Umgebung gesucht - und die LSG-Segelflieger stehen nun in der Endrunde!

OLC-Bundesliga und World League haben in den letzten Jahren nicht nur innerhalb des Segelflugs ihre Eigendynamik entwickelt. Auch über die Fliegerkreise hinaus konnten die teilnehmenden Teams Aufsehen erregen und Aufmerksamkeit auf unseren Sport lenken. Die regelmäßige Präsenz in der Lokalzeitung führte bei uns in Bayreuth immer wieder dazu, dass der Nordbayerische Kurier unser Bundesliga-Team bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres unter die Kandidaten gesetzt hat - und nach den Doppelsiegen in Bundes- und Weltliga 2015 und 2018 konnten wir uns den Titel des lokalen Sportchampions auch tatsächlich holen - schon damals mit Eurer Unterstützung.

Nachdem im letzten Jahr in vielen Sportarten kaum Wettbewerbe stattgefunden haben, hat sich die Sportredaktion unserer Zeitung für dieses Jahr eine Suche nach der Mannschaft des Jahrzehnts ausgedacht. Qualifiziert waren alle Mannschaften des Jahres von 2010 bis 2019 - wir also quasi doppelt. Und außer uns ist natürlich keine andere Mannschaft dabei, die auch nur mit einem Weltmeistertitel glänzen könnte.

Doch die sportlichen Erfolge zählen in dieser Art von Wettbewerb eigentlich gar nicht: Der Titel wird nur nach der Anzahl Stimmen vergeben. Schon in den zwei Vorrunden mussten wir uns einer immer stärker werden Konkurrenz erwehren. Erfolgreich: Jetzt läuft die Endrunde LSG Bayreuth gegen den Handballverein Haspo Bayreuth, Mannschaft des Jahres 2014 (Bundesligaqualifikation der A-Jugend) und 2019 (Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga).

Haspo hat auf den letzten Metern der zweiten Runde gewaltig aufgeholt und hat so auch die Bundesliga-Basketballer von medi Bayreuth hinter sich gelassen. Jetzt zur Endrunde werden die Karten neu gemischt und die Entscheidung fällt nur noch zwischen den beiden letzten Teams.

Aber auch wir haben noch Reserven für diese letzte Runde offen gelassen: Euch. Wenn wir Segelflieger zusammen stehen, können wir auch gegen Publikumssportarten gewinnen. Daher macht bitte mit!

Die Abstimmung läuft noch bis zum 18. Juli. Verkündet wird die Entscheidung beim Bayreuther Tag des Sports am 24. Juli.

 
Daniel Große Verspohl
 
Foto: Stadt Bayreuth
 


 

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 09. July 2021 translate news

herausgegeben am 09.07.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt Deutschland unter leichtem Zwischenhocheinfluss in einer mäßig warmen und recht trockenen Luftmasse. Nur am Morgen hält sich häufig noch eine feuchte Grundschicht. Zum Abend hin fließt vorderseitig eines Höhentrogs, der sich langsam von Frankreich Richtung Deutschland verlagert, wieder hochreichend feuchte Luft ein, die zunehmend labilisiert wird.
Am SONNTAGmorgen erstreckt sich die Achse des Höhentrogs von den Niederlanden bis an die Alpen und schwenkt bis zum Abend weiter nordostwärts. Bei schwachen bodennahen Druckgegensätzen wird die feuchte und mäßig warme bis warme Luftmasse weiter labilisiert. Dabei kommt es tagsüber in einem Streifen von Nordfriesland bis zum Erzgebirge erneut zu konvektiven Entwicklungen, während sich rückseitig des Höhentrogs in der Südwesthälfte des Landes erneut schwacher Zwischenhocheinfluss mit deutlich trocknerer Luft einstellt. Auch im äußersten Nordosten hält sich bis zum Abend noch etwas trockenere Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige bis gute CU-Thermik, durch einzelne Überentwicklungen gestört. Im Tagesverlauf von Westen zunehmend abgeschirmt.
Am SONNTAG mäßige bis gute CU-Thermik, gebietsweise durch Überentwicklungen und Abschirmung gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG kann sich oft mäßige, vor allem im Südwesten auch gute Wolkenthermik entwickeln, die im Westen am Nachmittag zunächst durch aufziehende Bewölkung, bis zum Abend auch durch einsetzende Niederschläge, auch mit Überentwicklungen, vorzeitig beendet wird.
Am SONNTAG hält sich von Hessen über Thüringen bis Oberfranken oft noch dichtere Bewölkung mit einzelnen eingelagerten Schauern und Gewittern, hier ist kaum mit nutzbarer Thermik zu rechnen. Abseits davon kann sich durch anfänglich Abschirmung verzögert gebietsweise mäßige Wolkenthermik entwickeln, im Südwesten allerdings durch eine Inversion gedeckelt und teils zu Ausbreitung neigend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik.
Am SONNTAG meist mäßige Wolkenthermik, im Osten oft durch Abschirmung/Überentwicklung gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 













 


Late Night Soaring: Flug des Monats Juni Friday, 09. July 2021 translate news

Mittlerweile ist der Flug des Monats bei Late Night Soaring ja schon fast Tradition. Benjamin Bachmaier und Mathias Schunk besprechen gemeinsam mit dem jeweiligen Piloten den Flug selber, sowie Hintergründe zum Flug. Wer sich nach Yves Gerster, Michael Sommer und Klaus Ohlmann als vierter einreihen wird, erfahrt Ihr ab 8.7. 20:30h unter https://youtu.be/7CygMShmous

Mathias Schunk

 


Halbzeit in der Segelflug-Bundesliga Wednesday, 07. July 2021 translate news

Nach acht von 15 Segelflug-BUNDESLIGA-Runden ist die Halbzeit in der Saison 2021 vorbei. Wie im letzten Jahr, musste der Liga-Beginn wegen Corona verschoben werden. Rechtzeitig sanken dann die Inzidenzzahlen, so dass dem Start der Speedfliegerei ab Mitte Mai nichts mehr im Wege stand. Trotzdem kamen manche Mannschaften noch nicht so recht in die Puschen. Nur jeweils 20 Teams der 1. und der Quali-Liga, sowie nur 10 in der 2. Liga beteiligten sich, obwohl die Sieger jeweils um die 300 Speedpunkte einfliegen konnten. Auch die Jugend war noch nicht erwacht, obwohl auch dort Leistungen von über 100 Speedpunkten von einzelnen Piloten erflogen wurden. War der Beginn doch zu früh angesetzt? Fehlte Vielen noch die Übung, um schon schnell überland zu fliegen?

Auch 2021 wieder ganz vorn? Das Speedteam aus Rinteln.

Jedenfalls zeigte dann die zweite Runde schon fast wieder eine normale Beteiligung und spätestens ab der dritten Runde war wieder „Full House“ angesagt. Auffällig war die hohe Leistungsdichte, belegt durch minimalste Speedpunkteabstände von oft unter einem Zehntel Punkt. Und dies oftmals quer durch die Republik, wie auch Bernd Fischer in seinem Liga-Resümee der 3. Runde festgestellt hat.

Einige Teams, die sich ernsthafte sportliche Liga-Ziele gesetzt haben, verstanden dies wohl als Aufforderung, sich nochmals mit den Regeln und dem optimalen Ligafliegen auseinanderzusetzen und die Taktik für die folgenden Runden anzupassen. Dadurch war es dann offensichtlich möglich, dass ein oder andere Kilometerchen innerhalb der Wertungszeit zusätzlich herauszuholen. Weil das aber die Spitzenteams aller Ligen machten, blieben die Abstände auch in den folgenden Runden meist sehr eng. Trotzdem gab es bemerkenswerte Ausreißer einzelner Teams nach oben, wie es zum Beispiel der Schwärzwälder Sieg in der BUNDESLIGA-Runde 5 mit über 20 Punkten Vorsprung und der Weidener Sieg in der 2. Liga der Runde 6 mit sogar 33 Speedpunkten Vorsprung auf den Zweitplazierten beweisen.

Die richtig schnellen Liga-Flüge blieben zwar bisher aus, aber dafür gab sich das Wetter recht fair verteilt über alle Regionen. Wie auch in den letzten Jahren, haben sich die alten Liga-Weisheiten bewahrheitet: Konstant mit voller Mannschaftsstärke punkten, keine Runde auslassen und damit auch die Big Points bei miesem Wetter holen. Und wie sich zeigt, liegen genau die Teams in praktischen allen Ligen vorne, die genau dies berücksichtigt haben. Natürlich ist es für den Doppelmeister der Segelflug-BUNDESLIGA aus Rinteln einfach, die Motivation für den dritten Sieg in Folge zu generieren. Verdientermaßen liegen sie zur Halbzeit in Führung, während sich die schärfsten Verfolger abwechseln. Noch ist die Titelverteidigung nicht in trockenen Tüchern. Der dreifache Meister der Jahre 2003, 2006 und 2010 aus Königsdorf sieht nach schwierigen 10 Jahren endlich mal wieder die Chance, ganz oben zu landen. Auch die Odenwälder aus Walldürn dürften genügend Motivation aufbauen, um nach all den Topplatzierungen der vergangenen 20 Jahre endlich auch einmal den Titel einzustreichen.

Die Schnellen von Pirna.

An der Spitze der 2.Segelflug-BUNDESLIGA könnte es ein einsames Rennen für den AC Pirna werden, nachdem sie sich vom härtesten und bisher einzigen Konkurrenten aus Mannheim etwas absetzen konnten. Ähnliches könnte man für die U25-Liga vorhersagen. Königsdorf nutzte jede Runde konsequent und liegt schon weit in Führung vor den Verfolgern aus Grabenstetten, Bad Wörishofen, Walldürn und Lichtenfels. Zumindest die Quali-Liga zeigt bisher genau das Gegenteil und ist alles andere als langweilig. In praktisch jeder Runde hat die Tabellenführung gewechselt. Bei 50 Punkten, die pro Runde für den Sieg vergeben werden, sind die momentanen Punktabstände bis Platz 15 locker aufzuholen. Sicher werden die sieben Aufsteiger erst in der letzten Runde feststehen.

Schöner Wolkenhimmel, nur nicht für so richtig schnelle Flüge.

Wie so meist in den letzten Jahren ist für Spannung in der zweiten Saison-Halbzeit in jedem Fall durch die möglichen Absteiger gesorgt. Dort sind die Punktabstände immer sehr klein. Wer in der Urlaubszeit nicht genügend Piloten aufbieten kann, oder gegen Ende die Motivation verliert, kann sehr schnell den einen notwendigen Punkt verlieren, der die Mannschaft in der ersten oder zweiten Liga gehalten hätte.   

Heiko Hertrich


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 8. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 03./04.7.21 Monday, 05. July 2021 translate news

Samstag: Der Samstag war so ein typischer "zwischen allen Fronten-Tag", wie das Mitteleuropa-Satellitenbild von 12UTC (14 MESZ) zeigt: Zum einen wellte eine langgestreckte Okklusion vor allem entlang der Ostseeküste, eine weitere hatte die Bretagne erreicht. In deren Vorfeld lag dazu noch eine Konvergenzlinie in der zunehmend feucht-warmen Luftmasse, deren Cirrenfelder (im Bild blass-blau eingefärbt) bereits den Rhein erreicht hatten.
Bis zum Ende des Thermiktages sollten diese Abschirmungen noch weiter vorankommen und vor allem den Südwesten (inklusiver Schweiz und der westlichen Teile Österrreichs) überdecken.
Während gleichzeitig zu den hohen Abschirmungen in der Grundschicht Warmluft in den Westen und Südwesten einsickerte, war die Luftmasse noch Osten hin ungestört und entwickelte verbreitet Cumuli. Die setzten - teilweise aus Restfeuchtefeldern - bereits früh an, was wieder einen langen Thermiktag zur Folge hatte.
Dass der Tag weitreichend genutzt wurde, zeigen die Flugspuren, die jedoch den äußersten Nordosten ausnehmen und auch ganz im Westen etwas "dünner" sind. Die klassischen Rennstrecken der Kämme im Süden sind gut herausgearbeitet und selbst über den westlichen Mittelgebirgen zeigen sich bevorzugte Linien.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 12 Uhr UTC

Sonntag: Ein deutlich anderes Bild zeigt der Sonntag. Eingelagert in eine weit ausladende Tiefdruckrinne, die sich von Irland bis nach Südosteuropa erstreckte, hatte sich in der Nacht die feucht-warme und nun auch zunehmend labile Luftmasse nach Osten und Nordosten vorgearbeitet. Um 12 UTC zeigen sich daher auch schon die ersten dickeren Überentwicklungen und Gewitter, die sich teilweise in die Abschirmungen eingelagert hatten. Bis in den späteren Nachmittag sollten sich die zum Teil linienhaften Gewitter noch weiter nach Osten ausbreiten.
Davon verschont - und damit fliegbar - blieb noch der Nordosten, wo die inzwischen erwärmte Luftmasse durch leichtes Absinken stabil gehalten wurde. In den Flugspuren zeichnet sich dann auch ganz klar der Wetterraum vor allem östlich der Elbe ab.
Auch wenn am Sonntag im Nordosten ebenfalls weite Flüge geflogen werden konnten, kamen die Schnitte nicht mehr ganz an das Niveau vom Samstag heran.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 12 Uhr UTC

 

Wer hat was draus gemacht?
Wer hat was draus gemacht?
Der Liga-Tag war daher vor allem der Samstag, an dem sowohl in der Segelflug-Bundesliga (30) als auch in der 2. Segelflug-Bundesliga (29) bereits fast alle Teams punkten konnten.
Vorab seien aber die beiden weitesten Flüge des Wochenendes erwähnt. Beide ragen u.a. dadurch heraus, dass sie nach gewerteten Kilometern jeweils mehr als 200km weiter waren, als die direkt in den Wertungen nachfolgenden Flüge. Allerdings drängt sich der Verdacht auf, das Michael Sommer am Samstag über 1081km entlang der Kämme im Süden eine klarere Vorstellung über seine Kurswahl hatte, als Bernd Goretzki am Sonntag. Man darf Bernd aber sicher zu gute halten, dass der Wetterraum im Nordosten nicht die optimalen Möglichkeiten bot, ein FAI-Dreieck ins Wetter zu zirkeln. Wer seinen Vortrag vor ein paar Jahren beim Liga-Finale noch in Erinnerung hat, erkennt vielleicht die eine oder andere Idee wieder.
Zur Liga: In der Segelflug-Bundesliga ging das Rennen denkbar knapp aus - noch dazu war es ein Fernduell über die ganze Republik hinweg. Die Rundenplätze 1-3 trennen am Ende weniger als 2 Speed-Punkte und auch Rang 4 rangiert nur knapp dahinter.
Bei der Geschwindigkeit (nach Speed-Punkten) lag Matthias Schunk vorne. Zwischen Hochkönig und Rax war er mit 136,5km/h (116,4 Punkte) unterwegs - und damit während der 2.5h Liga-Zeit deutlich schneller als später auf dem Rückflug nach Königsdorf zwischen Kufstein und Tegernsee. Man könnte vermuten, dass ihm die von Westen hereinkommende Feuchte eine kleine Hürde auf den letzten Meter seines Weg gestellt hat. Nach Speed-Punkten nur knapp hinter Mathias liegt Nico Klingspohn. Von Wilsche aus ging es für ihn erst zäh los, bevor es dann zwischen Südheide und Altmark für den Gifhorner durchzündete und er mit 122,8km/h (115,9 Punkte) erfliegen konnte. Kaum 0,2 Punkte dahinter folgt bereits Christian Daenzer, der zwischen Rennsteig und Oberpfalz den absolut schnellsten Flug über alle Ligen hinweg mit 137,3km/h erreichte.
Während sich die Flüge von Christian und Mathias in der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga weit vorne wiederfinden, landen die Gifhorner leider weit abgeschlagen. Denn am Ende entschied auch eine geschlossene Mannschaftsleistung über die Plätze. Hier führte Christian den FLC Schwandorf auf Rundenplatz 3 (319,46 Punkte), die weiteren Wertunsflüge steuerten Hans Buhlmann & Noah Neumeier sowie Thomas Kleber bei. Rundenplatz 2 geht an den LSV Rinteln (320,22 Punkte), für die Frerk Frommholz, Bernd Goretzki und Reinhard Schramme & Ralf Bödecker punkteten. Mit 321,30 Punkten zwar knapp, aber letzlich ganz vorne landete das SFZ Königsdorf mit Mathias Schunk, Thomas Wolf und Ecki Wehnert.
War die Rundenwertung in der Segelflug-Bundesliga am Samstag schon weitgehend in Beton gegossen, brachte zumindest in der 2. Segelflug-Bundesliga der Sonntag noch etwas Bewegung in die Rangliste. Die Runde für sich entschieden hatte am Samstag bereits der LSC Bad Homburg. Tobi Welsch & Arne Röpling zeigten, dass auch zwischen Hunsrück und Sauerland am Samstag eine schnelle Linie stand (119km/h), während Steffen Göttler von Anspach/Taunus aus seine Punkte über dem Thüringer Wald machte. Es zeigt sich, welch unterschiedliche Optionen sich mit einem so zentral gelegenen Startplatz ergeben können. Jan Omsels war für die Homburger von Aalen unterwegs, die in Summe mit 322 Speed-Punkten die Runde klar für sich entschieden können. Knapper ging es auf den Plätzen dahinter zu. Hier lag das SFZ Ottengrüner Heide (303,5 Punkte) am Samstag auf Rang 2. Claus Triebel hatte mit dem schnellsten/punktbesten Flug der 2. Segelflug-Bundesliga vorgelegt, die weiteren Punkte steuerten Serena Triebel und Hanns-Günther Bauer bei. Auf Rang 3 der Zwischenwertung lag zu dem Zeitpunkt noch der AC Braunschweig, gefolgt vom AC Weiden. Das Wetter im Nordosten nutzten am Sonntag aber noch der AC Pirna und der FCC-Berlin. Vor allem die Sachsen konnten Plätze gutmachen. Lediglich 58,9 Punkte von Benjamin Schüch standen am Samstag in der Liste, bevor Benjamin, Kai Glatter und Alexander Lajn am Sonntag noch bis auf Rundenplatz 3 vorfliegen konnten. Sie verdrängen damit den AC Brauschweig auf Rang 4 und auch der FCC-Berlin kann den AC Weiden noch (um 0,6 Punkte) abfangen.
 In der Gesamtwertung kann Pirna (125 Punkte) damit den Vorsprung auf die in dieser Runde im oberen Mittelfeld fliegenden SFV Mannheim (100) auf nun 25 Punkte ausbauen. Der LSC Bad Homburg (82), der FCC-Berlin (80) und der AC Weiden (76) liegen auf den Verfolgerplätzen dagegen sehr dicht beieinander.
In der Segelflug-Bundesliga führt weiter der amtierende Meister aus Rinteln (122 Punkte), nun gefolgt vom SFZ Königsdorf (108), die durch ihren Rundensieg am FSC Odenwald-Walldürn (105) vorbei auf Rang 2 vorrücken. Dahinter folgen - bereits mit etwas Abstand - punktgleich die Teams des FLC Schwandorf und der SFG Steinwald (jeweils 83).
Die kommende Woche hat von Wetter wieder von allem etwas zu bieten und auch die ersten Prognosen für die kommende Runde machen es spannend ...

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag









 


Alexander Schleicher präsentiert die neue AS 35 Mi Friday, 02. July 2021 translate news

Stolz können wir heute den eigenstartfähigen Neuzugang in unserer Produktpalette vorstellen: Die AS 35 Mi ist das nächste Hochleistungssegelflugzeug aus unserem Hause, welches von den neuesten aerodynamischen Erkenntnissen und Erfahrungen der letzten Jahre profitiert.

Mit der AS 33 wurde eine neue Epoche der Flügelprofiloptimierung eingeläutet und der Beweis angetreten, dass es möglich ist ein Segelflugzeug mit hervorragenden Flugeigenschaften zu realisieren, welches zudem mit bislang unerreicht hohen möglichen Flächenbelastungen immer noch sehr gute Steigleistungen erreicht. Mit solchen hohen Flächenbelastungen lassen sich phantastische Schnellflugleistungen realisieren, was zu immer höheren Vorfluggeschwindigkeiten führt. Somit wird der niedrigere Geschwindigkeitsbereich in dem gerade Segelflugzeuge mit großen Spannweiten bislang punkten konnten immer nebensächlicher. So ist schon längere Zeit die beste Gleitzahl als Maß für die Leistung eines Segelflugzeuges ein Wert vergangener Tage.

Neue Rechenmodelle und CFD Simulationen ermöglichen die Grenzen des Machbaren immer weiter zu optimieren. Unsere Antwort darauf ist ein neu entworfener 20 m Flügel, welcher auf Basis der jüngsten aerodynamischen Erkenntnisse die wichtigsten Punkte vereint; sehr gute Leistungen im Hochgeschwindigkeitsbereich und harmonische Kreisflugeigenschaften bei sehr hohen Flächenbelastungen.

Die AS 35 Mi in der 20 m Version hat eine Flügelfläche von 11,75 m² und kann damit, bei einer  maximalen Abflugmasse von 730 kg, eine Flächenbelastung von über 62 kg/m² erreichen. Diese Auslegung in Kombination mit unserem Wankeltriebwerk und dem lenkbaren Einziehspornrad, sorgt für ein gutes Handling am Boden und ermöglicht absolute Unabhängigkeit. Dank der Anwendung von modernen Rechenprogrammen und immer hochwertiger Materialen bleiben die Gewichte der Einzelkomponenten auf einem vergleichsweise gut zu handhabbarem niedrigen Niveau.  Das zu erwartende Leergewicht lässt daher auch eine Version mit 18m Spannweite zu und somit das konkurrenzfähige Fliegen in einer weiteren Wettbewerbsklasse. 

Ein Video zur neuen AS 35 Mi findet sich unter: https://youtu.be/rZg69st4F6s

Alexander Schleicher Segelflugzeugbau
 


 

DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 02. July 2021 translate news

herausgegeben am 02.07.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Unter dem Einfluss eines Hochdruckgebiets über Südostbayern bleibt warme und in unteren Schichten teils noch feuchte Luft wetterbestimmend. Ausnahme stellt zunächst ausschließlich das Ostseeumfeld dar. Hier führt eine sich langsam abschwächende Okklusion hochreichend feuchte und zum Nachmittag rückseitig auch teils labil geschichtete Luftmassen heran. Im Nachmittagsverlauf wird der Hochdruckeinfluss durch eine von Westen hereinschwenkende Okklusion langsam abgebaut. Gegen Sonnenuntergang erreicht sie das Emsland und den Bodenseeraum. Bereits vorderseitig der Okklusion wird die Luftmasse leicht labilisiert.
SONNTAG: In der Nacht hat sich die Okklusion unter Abschwächung kaum ostwärts verlagert. Erst ein von Westen heranschwenkender Trog führt die Okklusion ab der Mittagszeit weiter ostwärts. Mit dem Trog korrespondierende Hebungsvorgänge sowie frontale Restfeuchte bedingen die verbreitete Auslösung von Konvektion rückseitig und entlang der Front. Diese Wetterzone erreicht am Abend die Elbe. Vorderseitig bleiben - mit Ausnahme labiler Luft im Ostseeumfeld - schwache Absinkvorgänge wetterbestimmend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG insbesondere südwestlich der Elbe mäßige bis gute Wolkenthermik. Im Nordosten gestört durch Abschirmung und Überentwicklung.
Am Sonntag in etwa in einem 60 bis 120 km Umkreis der Elbe mäßige bis gute Wolkenthermik. Sonst kaum nutzbare Thermik durch Abschirmung und Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Verbreitet Thermikbeginn gegen 08:00 UTC, teils etwas früher. Danach gute CU-Thermik, in Richtung Sachsen mit Hilfe des Berglandes auch sehr gute CU-Thermik möglich. Am Nachmittag im westlichen Bergland Überentwicklungen. Zudem reduziert hier der Aufzug dichter Bewölkung aus SW die Thermikgüte bereits am Nachmittag. Über Südhessen, RLP und Baden-Württemberg Thermikende somit bereits gegen 15 UTC, sonst gegen 17:30 UTC.
SONNTAG: Von Südwesten dichte Bewölkung mit eingelagerten Überentwicklungen ohne nutzbare Thermik. Lediglich östlich des Thüringer Walds ab ca. 08:30 UTC ausbildende, gute Wolkenthermik. In Thüringen ab dem Nachmittag ebenfalls Abschirmungen und kräftige Überentwicklungen. Thermik am längsten nutzbar Richtung Mittelsachsen und Lausitz. Thermikende hier gegen 17:30 UTC.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
SAMSTAG: Thermikbeginn zwischen 7:00 und 8:00 UTC. Tagsüber im Osten gute, im Westen mäßige Thermik. Thermikende etwa 16:00 UTC.
SONNTAG: Kaum nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 











 


Tribute to Barron Hilton Friday, 25. June 2021 translate news

To win the Barron Hilton Cup once, who didn't want that! The price was in great demand. And even today, the BHC (1981 to 2009) is surrounded by an awesome murmur, it has gone down in the history of the competition in legendary fashion. Barron, the hotel magnate, has invited the winners and gliding world champions to the Winners Camp at his Flying M ranch in Nevada year after year. For the invited pilots a great week of common activities and flying under heavenly circumstances was on the program.

Two sponsors of gliding: Barron Hilton and Reiner Rose at the last Winners Camp 2009 on the Flying-M-Ranch.

The Barron Hilton Cup now lives on as a challenge at the OLC, keeping the idea of ​​Barron Hilton and his gliding friend Hannes Linke alive: What is needed is the largest declared FAI triangle.

It is an homage by the OLC to Barron Hilton and Hannes Linke – and at the same time the OLC is ignoring his philosophy of free flights. In the OLC, performance evaluation of a flight should not be a bet on the weather forecast, like it is if you declare a task before take off. After all, the success of a declared task depends crucially on whether the forecast for the flight area is correct. If you strive for the daily maximum, you have to declare your turn points correctly early in the morning. If the forcast goes wrong you can’t fly the task and your flight does not count even it is a big one.

Hannes Linke was a close friend of Barron Hilton den Cup and commited himself for the Challenge.

And yet it is exciting to see what is possible with meticulous preparation and good pilot performance. Many pilots also use the declaration of their flights to prepare for central competitions, and here too it is not uncommon to come to terms with weather forecasts that are not suitable in the end.

In the OLC, it is not so tragic if the declared task cannot be completed as planned for the BHC, it is definitely included in the OLC Plus rating. And then it can even end up in first place for the day.

So: Write the daily plan as an FAI triangle in the logger and in the evening see whether it was enough for the 1st place on the day in the Barron Hilton Challenge. It's now easier with simplified documentation requirements. But watch out: Loggers that are recognized by the IGC for the documentation of all flights must be used. The start and end points must not be more than 1000 meters in height apart and the triangles must comply with the 28 percent rule up to 500 kilometers in size, and the 45/25 percent rule of the IGC beyond. The rules for circumnavigating the turning points are now clearer, now the 90-degree sector with a keyhole applies. All flights are scored with an index in one "class".

Gerhard Marzinzik


Hommage für Barron Hilton Friday, 25. June 2021 translate news

Einmal den Barron Hilton Cup gewinnen, wer hat das nicht gewollt! Der Preis war heiß begehrt. Und noch heute umgibt den BHC (1981 bis 2009) ein ehrfürchtiges Raunen, er ist einfach legendär in die Wettbewerbsgeschichte eingegangen. Barron, der Hotelmagnat, hat die Sieger und Segelflug-Weltmeister Jahr für Jahr zum Winners Camp auf seine Flying-M-Ranch in Nevada eingeladen. Für die Eingeladenen stand eine tolle Woche gemeinsamer Unternehmungen und Fliegen unter paradiesischen Umständen auf dem Programm.

Zwei Förderer des Segelflug: Barron Hilton und Reiner Rose beim letzten Winners Camp 2009 auf der Flying-M-Ranch.

Im OLC lebt der Barron Hilton Cup nun als Challenge fort und hält damit die Idee von Barron Hilton und seines Segelflugfreundes Hannes Linke lebendig: Gefragt ist das größte angemeldete FAI-Dreieck.

Es ist eine Hommage des OLC für Barron Hilton und Hannes Linke. Der OLC schert mit der Barron Hilton Challenge zugleich aus seiner Philosophie der freien Flüge aus. Im OLC soll mit Fluganmeldungen ja gerade nicht eine Wette aufs Wetter oder besser die Wettervorhersage in die Leistungsbewertung eines Fluges eingehen. Schließlich hängt das Gelingen eines angemeldeten Fluges entscheidend davon ab, ob die Vorhersage für das Fluggebiet zutrifft. Wer das Tagesmaximum anstrebt, muss bei einer Anmeldung seine Wenden früh morgens richtig setzen. Hockt er dabei einem Irrtum der Vorhersage auf und überreizt, zählt auch ein noch so großer Flug nicht.

Hannes Linke managte als enger Freund von Barron Hilton den Cup und fädelte die Challenge ein.

Und trotzdem ist es spannend zu sehen, was mit akribischer Vorbereitung und guter Pilotenleistung möglich ist. Viele Piloten nutzen die Anmeldung ihrer Flüge denn auch, um sich auf zentrale Wettbewerbe vorzubereiten, auch da gilt es ja nicht selten, mit am Ende nicht passenden Wettervorhersagen klarzukommen.

I

Im OLC ist es auch nicht ganz so tragisch, wenn der angemeldete Flug nicht wie geplant für die BHC absolviert werden kann, in die OLC-Plus-Wertung geht er auf jeden Fall ein. Und da kann er dann sogar auf Tagesplatz 1 landen.

Also: Den Tagesplan als FAI-Dreieck in den Logger schreiben und am Abend sehen, ob es für den 1. Tagesplatz in der Barron Hilton Challenge gereicht hat. Jetzt geht es leichter mit vereinfachten Dokumentationsanforderungen. Aber aufgepasst: Es müssen Logger genutzt werden, die von der IGC für die Dokumentation aller Flüge anerkannt sind. Anfangs- und Endpunkt dürfen nicht mehr als 1000 Höhenmeter auseinanderliegen und die Dreiecke müssen bis 500 Kilometer Größe der 28-Prozent-Regel, darüber hinaus der 45/25-Prozentregel der IGC entsprechen. Die Regeln der Wendepunktumrundung sind nun übersichtlicher, jetzt gilt der 90-Grad-Sektor mit Schlüsselloch. Gewertet wird mit Index in einer „Klasse“.

Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 25. June 2021 translate news

herausgegeben am 25.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG baut sich von Südeuropa aus ein Höhenkeil über Deutschland auf. Absinkvorgängen werden wetterwirksam, sodass die Luft im Tagesverlauf abtrocknet. Auch im Bodendruckfeld bildet sich bei flacher Druckverteilung eine Hochdruckzelle über Süddeutschland aus. In weiten Teilen des Landes beruhigt sich das Wettergeschehen deutlich zu den Vortagen, nach dem sich die morgendliche feuchte Grundschicht aufgelöst hat. Nur im Osten Deutschlands sowie den westlichen Teilen von Niedersachsen halten sich bis in den Nachmittag noch Reste labil geschichteter Luft.
Am SONNTAG verbleibt ein großer Teil von Deutschland unter schwachem Hochdruckeinfluss mit trockener, tagsüber sich stark erwärmender, Luft. Ein eigenständiges Höhentief kommt zunächst südwärts in Richtung Biskaya voran. Ab den Mittagsstunden greifen die zugehörigen Hebungsvorgänge auf den Westen und Südwesten Deutschlands über, erneut mit feuchter und labil geschichteter Luft, konvektive Ereignisse folgen.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SONNABEND ist im Nordwesten bei einer CU-Basis um 800 m mäßige und im Süden und Südosten bei einer CU-Basis von bis zu 2000 m gute Thermik zu erwarten. Vor allem im Westen und Nordwesten stören abschirmende Wolkenfelder und im äußersten Südosten sowie dem westlichen Niedersachsen auch Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist im Nordwesten bei einer CU-Basis um 900 m mäßige und im Südosten bei einer maximalen CU-Basis um 2300 m sehr gute
Thermik zu erwarten. Im Südwesten stören im Tagesverlauf zunehmend abschirmende Bewölkung sowie Überentwicklungen.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG verbreitet gute, über den Berghängen sehr gute CU-Thermik. Dabei Arbeitshöhen bis FL060. Von Osthessen bis nach Sachsen durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute bis sehr gute Wolkenthermik, Arbeitshöhen bis FL070, allerdings ab Mittag von Westen her Abschirmung und Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG mäßige, in Alpennähe gute Wolkenthermik. Ab dem Mittag im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG meist mäßige Blauthermik, die vor allem nach Osten hin gezeichnet ist. An den Alpen durch Überentwicklungen gestört. Nach Westen hin zunehmend durch abschirmende Bewölkung gestört.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 









 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 6. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 19./20.6.21 Monday, 21. June 2021 translate news

Irgendwie ist die Atmosphäre auch nichts anderes als ein Schnellkochtopf. Heizt man zu viel und hält das Ventil zu, fliegt einem dann irgendwann der Deckel um die Ohren ...
Die Vorwoche hatte die Aufgabe des Deckels ein Hoch über Osteuropa übernommen, während die Sonne immer mehr Energie in das System gepumpt hat und der Boden als Heizplatte fungierte. Dabei hatte sich der Deckel nach und nach begonnen, anzuheben, wie viele Flüge gerade aus der zweiten Wochenhälfte zeigen, wo man in den Barogrammen die Tag für Tag ansteigenden Basiswerte beobachten konnte.
Samstag: Auch der Samstag stand noch voll im Zeichen der inzwischen sehr heissen und zunehmend labilen Luftmasse, die vor allem noch im Osten und Süden lag. In den Westen/Nordwesten war in der Nacht tatsächlich etwas "Kaltluft" eingeflossen, wie man sie eigentlich korrekterweise nennen müsste, auch wenn sie eigentlich eine "nur ein bisschen weniger heisse Luft" war. Die war etwas stabiler, während die richtig heisse Luft vor allem im Osten und Südosten mehr und mehr begann überzukochen - gut zu sehen auf der visuellen Aufnahme in Kombination mit den Blitzen von 15 UTC (17 MESZ).
Über West-Frankreich hatte sich zu der Zeit bereits eine Gewitterlinie gebildet, die dann in der Nacht zum Sonntag als "konvektiver Cluster" u.a. dem Westen teils schwere Unwetter brachte.
Die Flugspuren zeigen, dass nicht viele die Herausforderungen der Luftmasse angenommen haben -, aber sie liegen auch weit verteilt, wobei die Linien über der Alb und zwischen Fichtelgebirge und Bayerischem Wald etwas herausragen.

Meteosat 8: Der Samstag


Blitze 15 Uhr UTC


Sonntag: Die Reste des Clusters der Nacht zogen am Sonntag dann in Richtung Ostsee ab. Zurück blieb eine häufig dampfige, weiterhin sehr warme Luftmasse. Im Einfluss eines kleinen Tiefs über BeNeLux hatte die Südwestströmung vorübergehend etwas zugenommen. Während vor allem über dem Süden teils dichte Cirrenschirme (Reste eines weiteren Clusters über dem Golf von Genua) zogen, konnten sich vom Westen bis in den Norden ein durchaus positives Himmelsbild entwickeln. Die Niederschläge der Nacht hatten aber zur Folge, dass die Bedingungen nicht unbedingt mit der Optik mithalten konnten.
Zumindest einige Flugspuren im Nordwesten zeigen, dass die Reihungen im Wind genutzt werden konnten - oder man nutzte quer zum Wind die Hänge.

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15 Uhr UTC

Wer hat was draus gemacht?
Die Verteilung am Samstag zeigt, dass in vielen Regionen geflogen und gepunktet werden konnte. Und blickt man auf die Flüge vom Sonntag, zeigt sich ebenso, dass die Runde bereits mit dem Zwischenstand vom Samstag-Abend weitgehend entschieden war. Immerhin konnten in der Segelflug-Bundesliga 29 Teams und in der 2. Segelflug-Bundesliga 27 Teams Flüge in die Wertung bringen.
Die schnellsten Flüge fanden erwartungsgemäß im Südosten statt. Für einen hohen Schnitt gehörte hier aber dann doch mehr dazu, als über den Kämmen unter den gereihten Cumuli mit hoher Basis entlang zu knallen. Bereits gegen 12 Uhr hatten sich über dem südlichen Bayerischen Wald Cumuli entwickelt, um nur wenig später bereits abzuschauern. Am späteren Nachmittag war dann im Gegenzug der nördliche Bereich bis auf das westliche Erzgebirge mit den Gewittern dran.
So musste also auch das Timing passen. Die Möglichkeiten, zu Beginn nach Süden zu fliegen und anschließend die Speed nach Norden zu machen, zeigen die beiden schnellsten Flüge des Speed-OLC von Marc Fuchs & Ludwig Mehler sowie Max Schiedeck. Von Erbendorf beziehungsweise Schwandorf aus erreichten sie 140,9/138,7km/h. In Speed-Punkten umgerechnet waren dies die beiden Flüge dieser Runde mit mehr als 120 Punkten. Trotz hoher Basis von bis zu 2400m (es ging aber offenbar noch deutlich höher) kamen sie dabei auf einen Kurbelanteil von gut 16%, wobei die mittlere realisierte Steiggeschwindigkeit von rund 2,2m/s trotzdem ein schnelles Vorankommen ermöglichte. Sie führten ihre Teams damit auf Rundenplatz 1 und 2. Für den Rundensieger SFG Steinwald waren noch Michael Buck (114 Punkte) und Reinhold Thoma (108 Punkte) schnell unterwegs. In der Summe erreichten die Oberpfälzer 350 Punkte und lagen damit klar vor dem FLC Schwandorf (339 Punkte), für die neben Max auch noch Hans Buhlmann und Christoph Klenk für die Punkte sorgten. Dritter wurde der FSV Eisenhüttenstadt (329 Punkte), die von dort aus die guten und ebenfalls hohen, Entwicklungen in Richtung Oberlausitz ausnutzen konnten, bevor auch hier am späteren Nachmittag ausblasende Cirrenschirme den Tag beendeten.
Signifikante Änderungen an der Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga gab es am Sonntag nicht mehr, zumindest der amtierende Meister aus Rinteln konnte im Hangwind noch einen Platz gut machen und landete hinter dem FSC Odenwald Walldürn auf Platz 5.
Auch in 2. Segelflug-Bundesliga wurden die höchsten Schnitte über den Kämmen im Südosten geflogen, wobei am Schnellsten ein Hannoveraner Team war. Vom Feuerstein aus nutzen Andreas Werscheck & Matthias Reich die guten Bedingungen für einen Schnitt von 131,9km/h (119,4 Punkte) aus. Allerdings war dies die einzige Meldung für die Niedersachsen und so führte Philipp Pollinger (117,4 Punkte) den AC Weiden an die Spitze dieser Runde. Neben Bernd Morawitz zeigt Julius Werner mit einer LS4, dass man auch mit weniger Kreisen schnell vorwärts kommen konnte, denn sein Kurbelanteil lag am Ende bei lediglich 7%. Der AC Weiden (340 Punkte) entschied die Runde damit klar für sich, gefolgt vom AC Pirna. Die in dieser Saison sehr konstant fliegenden Sachsen nutzten anfänglich die Entwicklungen über dem Erzgebirge. Den dort aufkommenden Überentwicklungen entgehend, flogen sie anschließend in die mit fast 2500m Basis noch sehr gut entwickelte Lausitz. Kai Glatter, Uwe Augustin und Franco Fritzsch summieren ihre Punkte auf 306,9, dahinter folgt auf Platz 3 die LSG Hersbruck (292 Punkte). Dass auch die Alpen eine gute Möglichkeit waren, der Hitze zu entfliehen, zeigten die Flüge des AFZ Unterwössen (258 Punkte), die in der Rundenabrechnung knapp vor der SFV Mannheim (252 Punkte) landen.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga führt weiter der FSC Odenwald Walldürn (92 Punkte), die ihren Vorsprung auf den LSV Rinteln (86) um einem Punkt vergrößern können. Das SFZ Königsdorf (75) verdrängt als Dritter die SFG Donauwörth-Monheim (65) auf Platz 4.
In der 2. Segelflug-Bundesliga bleibt es bei dem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pirna (89 Punkte) und dem SFV-Mannheim. Noch punktgleich in der Vorwoche kann Pirna nun einen knappen Vorsprung erfliegen und hat nun die alleinige Spitzenposition inne. Der Abstand zum Dritten SSV Ludwigshafen/Rhein beträgt bereits 25 Punkte.
Die kommende Woche ist von einer Wetterumstellung geprägt und in der zweiten Wochenhälfte schwenkt endlich der Trog durch. Es bleibt aber sehr schwachwindig. Ob, wann und wie sauber die Warmluft und Feuchte ausgeräumt werden, ist daher noch ziemlich offen. Zumindest sehen die ersten Prognosen - bei aller Unsicherheit - zur kommenden Runde wieder verbreitet fliegbares Wetter, aber auch einen neuen Trog als potentiellen Spielverderber. Für Spannung ist also auch beim Wetter weiter gesorgt.

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OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

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DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 18. June 2021 translate news

herausgegeben am 18.06.2021 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Ein Tief über der Nordsee und Dänemark zieht Richtung Südschweden. Damit dreht die Strömung auf Südwest und die in den letzten Tagen eingeflossene feuchtlabile Warmluft überquert das Vorhersagegebiet ostwärts und beeinflusst am Abend noch weite Teile der Alpen sowie den Osten Deutschlands. Rückseitig hat ein Hoch über der Nordsee die Luft verbreitet abgetrocknet und stabilisiert. Ein weiteres Tief verlagert seinen Schwerpunkt im Tagesverkauf vom Süden Frankreich nordwärts und bringt am späteren Nachmittag und Abend einen weiteren Schwall hochreichen labiler und feuchter Luft in den Westen und Südwesten Deutschlands.
Diese überdeckt bis SONNTAGmorgen wieder weite Teile im Westen Deutschlands von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Im Osten und Südosten startet der Tag mit trockener Luft und sich abschwächendem Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf formiert sich über dem Westen eine Konvergenz in der hochreichend feuchten und
labil geschichteten Warmluft. Diese kommt in den späten Abendstunden
bis in die Mitte Deutschlands und den zentralen Alpenbereich voran
und bleibt in der Nacht aktiv. Der äußerste Nordosten verbleibt in eher trockener, stabiler, aber heiße Luft und wird weitestgehend von
konvektiven Wettererscheinungen verschont.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG wird sich im Osten und Süden gute, im Nordwesten mäßige Thermik ausbilden. Die CU-Basen stiegen im Osten auf 1800-2200 m, im Südwesten auf 1500-1800 m und im Nordwesten auf 800-1200 m. Im Osten stören im Tagesverlauf zeitweise Überentwicklungen.
Am SONNTAG ist in der Westhälfte nur zeitweise mäßige Thermik zu erwarten, häufig stören abschirmende Wolkenfelder und zeitweise Überentwicklungen. Im Osten ist überwiegend gute Thermik zu erwarten, die am Nachmittag von Westen her zeitweise durch Überentwicklungen gestört wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG oft nur mäßige, örtlich gute Wolkenthermik. Vor allem im Osten und im Bergland durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Osten mäßige bis gute Wolkenthermik, teils durch abschirmende Wolkenfelder gestört, nach Westen zu meist bereits vormittags durch Überentwicklungen gestört nach Osten ausbreitend.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG gute Thermik. Gebietsweise durch abschirmende Bewölkung und Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG gute Thermik, nach Westen hin durch abschirmende Bewölkung gestört. Im gesamten Gebiet durch starke Überentwicklungen gestört, Gefahr einer Gewitterlinie!
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 

 







 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 5. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 12./13.6.21 Monday, 14. June 2021 translate news

Samstag: Am Samstag zog eine Kaltfront von der Nordsee kommend nach Süden, zum frühen Nachmittag liegt diese auf dem Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) grob von der Eifel bis an die Havel, zum frühen Abend hatte sie es dann bis in die Pfalz und die Lausitz geschafft. Rückseitig erkennt man in der kühlen Luftmasse die sich im Nordwestwind reihenden Cumuli, ein Effekt, der sich im weiteren Verlauf noch stärker ausprägen sollt. Im Gegensatz dazu zogen in der warmen Luftmasse im Süden teilweise Cirren auf, im Alpenvorland in der zunehemden Labilisierung darüber hinaus auch Überentwicklungen.
Beide Luftmasse und die Front wurden durch einen ausgeprägten Hochkeil überlagert, weshalb die Front vor allem im westlichen Bereich weitgehend wetterunwirksam durchzog. Der Hochdruckeinfluss machte sich am stärksten natürlich im Südwesten und Nordwesten bemerkbar, wo er jeweils die Luftmasse noch beziehungsweise bereits wieder stabilisierte. Das zeigen dann auch die Flugspuren, die gut mit den offenen Bereichen und dem vorherrschenden Hochdruck zur Deckung gebracht werden können.

Meteosat 8: Der Samstag

Sonntag: Eine deutlich andere Situation zeigt das Satellitenbild vom Sonntag - oder besser gesagt, die "Weiter-"Entwicklung des Samstags, also den zunehmenden Einfluss des Hochdruckgebietes. Mit seinem Zentrum über der Nordsee liegend bildete das eine markante Inversion aus, die einen deutlichen Deckel auf die sich erwärmende Luftmasse legte und gleiches mit den thermisch nutzbaren Arbeitshöhen machte. Auf der Nordosteseite des Hoch liegend floss noch Feuchte in die Regionen östlich von Weser/Werra/Saale, die sich - auch das ist im Bild gut erkennbar - lange am Erzgebirge stauten. Gespeist aus warmer Luft, die im Einfluss des Hochs bis über Nord- und Ostsee geflossen war, trockenete die Feuchte dann von den Küsten und von Westen her ab. Im Westen und Süden war bereits von Beginn an oder ab der Mittagszeit "blau" die voherrschende Farbe. Zumindest konnten die Kämme ganz im Südwesten und Südosten Quellungen produzieren.
Wetterraum und Flugspuren sind im Vergleich zum Vortag deutlich weiter gefächert. Am auffällgsten ist sicher die langgestreckte Linie, die sich an der Grenze zur feuchteren Luft im Nordosten, vom Weserbergland über den Thüringer Wald bis in den Bayerischen Wald erstreckt.

Meteosat 8: Der Sonntag

 

Wer hat was draus gemacht?
Vor allem der Samstag war durch die sich vor der Front verschlechternden und von Nordwesten hinter der Front bessernden Bedingungen eine Frage es Timings. natürlich aber auch eine Wahl des Flugweges bzw. des Zugriffs auf die guten Wetterräume.
Am Samstag galt eher noch die Devise "ins Hoch hinein", um z.B. im Süden den Überentwicklungen und den aufziehenden Abschirmungen zu entgehen oder um z.B. im Nordwesten von der beginnenden Stabilisierung zu profitieren. Anders herum war es dann am Sonntag, denn hier war eher "weg vom Hoch" angesagt, um der Absinkinversion noch halbwegs zu entgehen - und das unter Ausnutzung der bekannt aktivsten Linien.
Dass bereits der Samstag sowohl für weite als auch schnelle Flüge gut war, zeigen gleich eine Reihe von Flügen aus dem Südwesten. Am weitesten flog dabei Michael Schlaich, der aus dem Südschwarzwald heraus den Sprung ans Jura nahm und bis kurz vor Genf flog. In seine am Ende über 900km streute er auch den Liga-Flug ein: Mit Einstieg ins Jura beginnend ging es Richtung Südwesten bis zur 1. Wende und dann fast auf dem selben Weg zurück. Seine knapp 134km/h (114,89 Speed-Punkte) waren aber nicht der schnellste/punkthöchste Flug am Jura. Matthias Sturm war fast auf dem selben Hinweg unterwegs wie Michael, allerdings etwas später. Er konnte die (offenbar) etwas besseren Bedingungen schon auf dem ersten, längeren Schenkel in mehr Speed umsetzen (131km/h ggü. 126km/h). Ligaoptimiert folgten die 3 restlichen Schenkel dann (fast) im Geradeausflug als Jojo, jeweils mit Ausblick auf den Genfer See, mal nach rechts, mal nach links. Am Ende erreicht Matthias den schnellsten Liga-Schnitt des Wochenendes über beide Bundesligen hinweg (140,7km/h, 123,16 Punkte). Der LSV Schwarzwald hatte damit bereits am Samstag Abend mit knapp 340 Punkten vorgelegt. Dass an dem Tag auch über dem (flachen) Rheintal schnelle Flüge möglich waren, zeigten sowohl die SFG Giulini/Ludwigshafen als auch der SFV Mannheim, die noch vor Ankunft der Front jeweils über 300 Punkte erfliegen konnten. Für die Teams der Schwesterstädte bedeutete dies zwischenzeitlich Rang 2 in der Segelflug-Bundesliga bzw. die Führung in der 2. Segelflug-Bundesliga. Und auch von der Frontrückseite wurden die ersten schnellen Flüge gemeldet, allen voran von den Rintelnern Reinhard Schramme&Ralf Bödecker (122km/h, 111 Punkte).
Der Sonntag sollte aber nochmal Bewegung in die Ranglisten bringen. Auch diese Tag war (ebenfalls) gut für die lange Strecke, wobei die Flüge vom Michael Sommer (1119km) und Phillip Keller (1018km) sicher herausragen. Dass man Strecke und Speed unter einen Hut bringen kann, zeigt übrigens der Blick in den Speed-OLC, wo Michael den schnellsten und Phillip den punkthöchsten Flug des Sonntags für sich verbuchen konnten. Die Speed machten sie dabei nicht zu Beginn, als sie eher im Tiefparterre die Alb entlang flogen, sondern zwischen dem südlichen Bayerischen Wald und der Donau bzw. den Ostalpen. Zwischen den beiden landet - was die Speed-Punkte angeht - Maximilian Dorsch. Sein Liga-Flug begann bei Kassel und ging entlang in gerader Linie bis in die Oberpfalz (und ein Stückchen zurück). Sehr gut lief es aber nochmal über dem Schwarzwald: Zum Nachmittag kam dort die Thermik ans Laufen und vor allem die hohen Basiswerte von 2500m MSL über dem Südschwarzwald ermöglichten schnelle Schnitte. Die Winzelner nutzten dies, um ihre Führung in der Segelflug-Bundesliga mit einem Flug von Markus Schweitzer zu festigen, in der 2. Segelflug-Bundesliga konnte die FG Freudenstadt sogar noch auf den 1. Rundenplatz vorfliegen.
Wie knapp - trotz unterschiedlichster Wetterräume - eine Runde ausgehen kann, zeigt vor allem die Rundenwertung der Segelflug-Bundesliga: Deutlich gewinnt der LSV Schwarzwald (343 Punkte) vor der SFG Steinwald (322 Punkte). Zwischen Platz 3 und 5 beträgt der Abstand dann aber weniger als 1 Punkt, zwischen dem FSC Odenwald Walldürn (317,89) und dem LSV Rinteln (317,86) liegen sogar nur 3 Hundertstel. Und auch dahinter geht es mit knappen Abständen weiter.
Der FSC Odenwald Walldürn (75 Punkte) kann damit die Tabellenführung nach 5 Runden behaupten, der LSV Rinteln (71) dagegen die SFG Donauwörth-Monheim (64) auf Rang 3 verdrängen.
Nicht ganz so eng ging es in der 2. Segelflug-Bundesliga zu, aber auch hier verteilen sich die Spitzenplätze dieser Runde auf unterschiedliche Regionen: Die FG Freudenstadt (322 Punkte) erobert am Sonntag die Spitze, gefolgt vom SFV Mannheim (311 Punkte) und dem AC Weiden (297 Punkte).
In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge der Vorwoche bestehen, der SFV Mannheim kann aber nach Punkten zum führenden AC Pirna aufschliessen (beide haben nun 70 Punkte). Hinter diesem Spitzenduo klafft bereits eine größere Lücke zum drittplatzierten FC Eichstätt (47).
Warmluft war gestern, das Programm der Woche trägt eher das Motto "Heissluft". Vor allem für den Westen wird in der kommenden Runde daher die Frage interessant, ob und wie stark mögliche Gewitter werden könnten, wenn es von Westen durchzündet. Spannend wird auch, ob die Luftmasse hohe Basis- oder Arbeitshöhen spendiert -, diese Runde hat ja bereits erste Ansätze gezeigt.

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OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag





 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 4. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 05./06.6.21 Monday, 07. June 2021 translate news

Samstag: Vor allem von der Nordsee bis hinunter in den SW liegt die Feuchte einer langgestreckten, wellenden Front, die sich im Tagesverlauf kaum weiter nach Osten verlagern sollte. Durch ein kleines Tief über den Alpen und im Bereich einer vorlaufenden Konvergenz war die Luftmasse ziemlich labil, wie man vor allem an den Temperaturen der Wolken-Tops im Mitteleuropa-Satellitenbild von 14 UTC (16 MESZ) sehen kann. Die Konsequenzen dieser Labilität schafften es teilweise sogar in die Nachrichtensendungen...
Nahezu ungestört war es dagegen in großen Bereichen östlich der Elbe bis nach Polen hinein, wo das Gros der Flüge vom Samstag absolviert werden konnte. Satellitenbild und Flugspuren zeigen aber auch, dass es - wenn auch kleinräumiger - auch in anderen Bereichen fliegbare Bedingungen gab.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

 

Sonntag: Eindeutiger war die Trennung zwischen fliegbar/nicht fliegbar dagegen am Sonntag: Lediglich ein paar einsame Spuren sind im Rheintal zu sehen, der Schwerpunkt lag dagegen erneut im Nordosten. Ein Blick ins Satellitebild (ebenfalls von 14 MESZ im Mitteleuropa-Ausschnitt) zeigt den Grund:  Die wellende Front hatte inzwischen den Rhein erreicht bzw. ihn im Norden bereits gequert. Bei sehr geringen Druckgegensätzen und entsprechend fehlenden Wind kam die Front dann aber kaum noch voran. Auch die vorlaufende Konvergenz war noch vorhanden und lag über dem Südosten Deutschlands, war dabei jedoch weniger aktiv als noch am Vortag.
Ungestört im Einfluss der trockenen Luft war weiterhin der Nordosten, wobei sich vor allem aus den südlichen Bereich erneut Cumuli bis weit nach Polen hinein streckten, die auch in den Basishöhen nochmals zulegen konnten, während es im Ostseeumfeld blau blieb.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild 14 UTC

Wer hat was draus gemacht?
Voraussetzung für eine gute Ligawertung war natürlich der Zugriff auf das gute Wetter im Nordosten. Dass eine Teamleistung am Ende aber ein paar Punkte mehr bringen kann, zeigten die Piloten aus Königsdorf. Mit einem 75er-Schnitt und nur 2:14h Wertungszeit muss Mathias Schunk für seine Verhältnisse zwar den Eindruck gehabt haben, nach hinten aus der Polaren zu fallen, aber zusammen mit Christian Schöneis und Christian Uhl schaffen sie es, am Samstag 3 Flüge in die Wertung zu bringen und damit Rundenplatz 5 zu erreichen. Im Vergleich dazu war Michael Möker, der seinen Startplatz am Sonntag von Burgdorf nach Pritzwalk verlagerte, zwar deutlich schneller (134km/h), als Einzelkämpfer sprang am Ende für die Niedersachsen nur Rundenplatz 8 heraus.
Der Taktik, den Starpunkt ins gute Wetter zu legen, folgte auch der Rundensieger LSV Rinteln. Reinhard Schramme & Ralf Bödecker sowie Uli Gmelin & Michael Sasse brachten am Sonntag ihre Arcen in Reinsdorf an den Start, von wo aus auch Bernd Goretzki startete. Die Prognosen zeigten, dass Locktow zum Abend hin bereits im Zugriff der Konvergenz und ihrer Gewitter liegen sollte. Während Bernd und Reinhard/Rolf weite Strecken im engen Team über mehr als 800km unterwegs waren, gesellten sich Uli//Micheal vor allem auf dem schnellsten Liga-Teilstück dazu. Über die Waldrücken von Frankfurt/Oder bis weit nach Polen hinein und zurück bis in den Spreewald erflogen sie Schnitte von 130 bis über 140km/h. Am Ende summierten sich die Speed-Punkte auf 375 und bringen den Niedersachsen den Rundensieg in der Segelflug-Bundesliga. Für den mit rund 10 Punkten folgenden FSV Eisenhüttenstadt sorgt vor allem Sabrina Vogt für die Speed. Bereits am Samstag konnte sie 138km/h vorlegen und sich mit 130.45 Punkten hauchdünn vor Reinhard/Rolf (130.06) den punkthöchsten Liga-Flug dieser Runde verbuchen. Auch sie nutzte die bereits genannten Waldrücken nach Polen hinein. Dabei hatte Sabrina am Samstag mit "nur" 2000m Basis zwar rund 500m weniger Arbeitshöhe zur Verfügung als die Konkurrenz am Sonntag, sie musste dafür aber auch deutlich weniger kurbeln.
Nach zwischenzeitlicher Führung am Samstag erreichen die Niederlausitzer Rundenplatz 2 und auch Rang 3 geht ebenfalls nach Brandenburg, an den FK Brandenburg. Angeführt von Herbert Horbrügger erreichten sie mit Flügen am Samstag in Summe 312 Speed-Punkte und platzieren sich so noch vor dem HAC Boberg.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga schafft der FSC Odenwald Walldürn (57 Punkte) den Sprung an die Spitze und verdrängt die SFG Donauwörth-Monheim (56) auf Rang 2, Rinteln folgt direkt dahinter auf Rang 3 (54)
Insgesamt wurden 13 Teams in der Segelflug-Bundesliga gewertet, in der 2. Segelflug-Bundesliga sind es am Ende leider nur 8. Hier liefern sich der FCC-Berlin und der Aero Club Berlin ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem AC Pirna, das die Lüsseraner am Ende für sich entscheiden können. Bereits am Samstag hatten Gismut Schröder und Carsten Lindemann vorgelegt und gemeinsam mit Stefan Piaskowski bereits den zwischenzeitlichen Platz 1 eingenommen. Stefan konnte seinen Schnitt am Sonntag zwischen Elster und Oberlausitz nochmals deutlich verbessern. Er schafft mit 118km/h den punkthöchsten Flug in der 2. Segelflug-Bundesliga, wobei er seine Höhe am Ende für einen langgestreckten Endanflug unter die bereits auswehenden Cirrenschirme der Gewitter im Westen braucht. Der FCC-Berlin erreicht in Summe knapp 288 Punkte und gewinnt diese Runde. Lag am Samstag noch der Aero Club Berlin auf Rundenplatz 2, mussten sie am Sonntag dann doch noch den AC Pirna vorbeiziehen lassen. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleitung erreichen die Sachsen 273 Speed-Punkte und können die von Reinsdorf aus fliegenden Berliner (268 Punkte) um knappe 5 Punkte auf Rang 3 verweisen.
Zwar gab es für den Rundensieger nur 16 Punkte, der AC Pirna (54 Punkte) konnte damit dennoch die Führung in 2. Segelflug-Bundesliga übernehmen und durchbricht gleichzeitig als 1. Team auch die 1000er-Marke bei den Speed-Punkten, kanpp dahinter liegen Mannhem (51) und Eichstätt (46).
Auch die Woche bleibt es noch bei einen schwachen Wind und unter leichtem Hochdruckeinfluss werden Feuchte und Labilität langsam weniger/ausgeräumt. Auch zur kommenden Runde deuten erste Prognosen auf einen anhaltenden Hochdruckeinfluss hin.

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Lokal gut und dann gleich 1000 Kilometer Saturday, 05. June 2021 translate news

Die OLC-Organisation ist schon ein Stück Arbeit. Aber die Macher fliegen auch und das ganz erfolgreich: Fronleichnam setzte sich Wolfgang Schuierer vom OLC-Orga-Team nach einer 1080-Kilometer-Strecke mit 1000 Punkten an die Spitze der Tageswertung! Über seinen Flug mit der EB 29 von Schwandorf aus berichtet er im Interview.

OLC: Der Start sah recht spannend aus. Nach einem langen Gleitflug hast du in 200 Metern über Grund die erste Thermik ausgegraben.

Wolfgang: In Schwandorf war zum Start die Luft noch tot. Ich bin dann mit Motor hochgestiegen und in den Bayerischen Wald geglitten. Über der Gräte am Kaiserberg habe ich dann die erste Thermik erwischt. Das machen wir eigentlich immer so. Rund einen Kilometer vorher ist die Luft erst unruhig geworden.

OLC: Die EB 29 ist für solche Manöver dann ein ideales Gerät.

Wolfgang: Ja, ich habe sie mit Christian Dänzer zusammen. Sie ist ein ganz tolles Flugzeug. Ich kann nur Bestes über sie sagen.

OLC: Hattest du den Flug gleich so groß geplant?

Wolfgang: Nein. Entscheidend war mit, dass die Basis stellenweise in Flugfläche 100 lag und die Verbindung Bayerischer und Thüringer Wald am Donnerstag durchgängig gut entwickelt war. Das ist nur selten der Fall. Und es war klar, dass es im Bayerischen Wald als erstes losging. Ich hätte vielleicht noch 30 Minuten früher starten können.

OLC: Du hast den Bayerischen Wald dann ausgeflogen bis nach Tschechien rein. Dort war die Rennstrecke dann zu Ende?

Wolfgang: Ganz durchgängig war die Linie nicht. Bei Freistadt musste ich nach Norden springen. Bis querab Ottenschlag lief es gut, dann habe ich noch zwei, drei kleinere Wölkchen genutzt. Weiter auf diesem Kurs sah es von dort blau aus. Ich bin dann genau so zurück unter gut entwickelten Wolken. Obwohl es noch recht früh war, haben sie schon begonnen zu schauern.

OLC: Am Thüringer Wald hast du später die eher unübliche Route auf der Ostseite bis Rudolstadt gewählt.

Wolfgang: Ich bin da quer rüber, dort standen die schönsten Wolken. Das hat im Übrigen die Vorhersage am Vortag schon so gesehen.

OLC: Die Kurslinie rüber ins Erzgebirge und zurück sieht nicht mehr so konsequent geradlinig aus.

Wolfgang Schuierer

Wolfgang: Ins Erzgebirge abzubiegen, war keine so glückliche Entscheidung. Die ersten Wolken waren noch ganz gut, die späteren dann nicht mehr so zuverlässig. Ich habe dort auch schon das Wasser rausgeschmissen. Den Himmel hatte ein milchiger Schleier überzogen und die Einstrahlung war deutlich geringer. Das hat den Schnitt deutlich gedrückt. Ich bin in einem Riesenbogen zurück, weil es auch nach Tschechien nicht gut aussah.

OLC: Du bist dann noch einmal in den ja schon früh überentwickelten Bayerischen Wald zurück.

Wolfgang: Den Einstieg zu finden, war wieder spannend. Bei Arnbruck bin ich schließlich aus rund 800 Metern unter einem großen Congestus wieder hochgekommen und anschließend noch ein Stück nach Osten weitergeflogen.

OLC: Du hattest letztendlich einen weiten Endanflug zurück nach Schwandorf.

Wolfgang: Ich bin sogar noch rund 20 Kilometer weiter geglitten, weil ich unbedingt die 1000 OLC-Punkte voll machen wollte. Das ist ja auch gelungen, nur der Rückflug zum Flugplatz hat nicht mehr gezählt.

OLC: War es dein erstes Tausender?

Wolfgang: In Europa ja. Letztes Jahr habe ich die Tausend knapp um 25 Kilometer verpasst. Aber in Afrika habe ich schon mal 1000 Kilometer geflogen.

Interview: Gerhard Marzinzik


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