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Change club affiliation in time! Sunday, 12. September 2021 translate news

As already announced in March 2021, a club change must be performed before the first flight registration in the next season and then remains unchanged for a whole season. As the new OLC season already starts on 21 September, there is not much time left for the first autumn flights to make this change. For example, if you have moved in the last few months and now want to enter a different home club, or if you want another team to benefit from your flights for the 2022 League season. The corresponding rule is described in the OLC-Plus rules under 1.10.

As already explained in March, it has become apparent that more and more pilots are reporting their weekend flights for one League team or club and during the week for another club. In addition, League entries from pilots who are only in fourth place or worse in their own team, i.e. who are not needed for their own team ranking, but who could, for example, be entered as a third ranking by the neighbouring club and thus save it from possible relegation, have made an unfair contribution to other potential relegation candidates. Since official club affiliation is not checked by the OLC, it can be assumed that this club hopping during the year would be exploited and lead to an unfair distortion of the results of the league and club rankings.

So: It can't hurt to check the participant data in good time before the first flight of the new season.

Your OLC Team


Vereinszugehörigkeit rechtzeitig ändern! Sunday, 12. September 2021 translate news

Wie schon im März 2021 bekannt gegeben, muss ein Vereinswechsel vor der ersten Flugmeldung in der nächsten Saison geändert werden und bleibt dann eine ganze Saison unverändert. Da die neue OLC-Saison schon am 21. September beginnt, bleibt für die ersten Herbstflüge nicht viel Zeit, um diese Änderung durchzuführen. Zum Beispiel, wenn in den letzten Monaten umgezogen und nun ein anderer Heimatverein eingetragen werden soll, oder wenn für die 2022-Liga-Saison ein anderes Team von deinen Flügen profitieren soll. Die zugehörige Regel ist in den OLC-Plus-Regeln unter 1.10 beschrieben.

Wie schon im März begründet, hat sich nämlich gezeigt, dass immer mehr Piloten ihre Wochenendflüge für ein Liga-Team bzw. einen -verein melden und unter der Woche für einen anderen Verein. Zusätzlich haben Ligameldungen von Piloten, die im eigenen Team nur an vierter Stelle oder schlechter stehen, also nicht für die eigene Mannschaftswertung gebraucht werden, aber zum Beispiel beim Nachbarverein als dritte Wertung eingehen können und ihn somit vom eventuell vor dem Abstieg retten könnten, einen unfairen Beitrag gegenüber anderen potenziellen Absteigern geleistet. Da eine offizielle Vereinszugehörigkeit vom OLC nicht geprüft wird, kann man davon ausgehen, dass dieses unterjährige Vereins-Hopping ausgenützt und zu einer unfairen Ergebnisverfälschung der Liga- und Vereinswertungen führen würde.

Also: Es kann nicht schaden, rechtzeitig vor dem ersten Flug in der neuen Saison einmal die OLC-Teilnehmerdaten checken.

Dein OLC-Team


Hochgeschätzt: Die OLC-World-League Tuesday, 07. September 2021 translate news

Mit der erstmaligen Erfindung eines richtigen Team-Wettbewerbes für den Segelflug im Jahre 2001, genannt Segelflug-Bundesliga, gelang dem OLC ein bahnbrechender Schub für die anfänglich 324 teilnehmenden Vereine in Deutschland. Schon zwei Jahre später lag die Reichweite mit 576 Mannschaften bei nahezu 100% Prozent aller Vereine in Deutschland. Es wurde eindeutig mehr und öfter geflogen. Gerade bei nicht so tollem Wetter gingen die Hallentore auf und viele stellten fest, für was so manche Schlechtwetterlage ausreichte. Zusätzlich kamen plötzlich Erfolge für diejenigen, die sich nie zu den Höchstleistern im Streckensegelflug zählten. Von der explosionsartigen Vermehrung der lokalen Presseberichte ganz zu schweigen! Was lag näher, als größer zu denken und den Versuch einer Welt-Liga zu wagen?

Natürlich war man sich klar, dass bestimmte Fluggebiete nie fair mit anderen verglichen werden können. Neue Regeln entwickeln? Wie sollten solch vermutlich komplexen Regeln formuliert und verstanden werden? Deshalb wurde entschieden, sich erst einmal größtmöglich an der inzwischen aufgeteilten Bundesliga zu orientieren. Das hieß, dass durch die Festlegung des gleichen Rundensystems und -zeitraums, praktisch nur Vereine auf der Nordhalbkugel als Teilnehmer in Frage kommen würden. Um die World-League im ersten Jahr 2007 nicht gleich mit den fast 600 inzwischen Liga-erfahrenen deutschen Klubs zu überschwemmen, wurden die deutschen Teilnehmer auf die 30 Erstligisten beschränkt. Immerhin konnten dann doch schon 344 nicht-deutsche Vereine mit ligaoptimierten Flügen registriert werden. Beherrscht wurde die Tabelle am Jahresende von den US-Clubs. Warner Springs Gliders aus Kalifornien durfte sich als erster Weltmeister der neuen World-League eintragen, gefolgt von Albuquerque Soaring und Black Forest Soaring. Auf Platz sechs schloss Porin Ilmailukerho aus Finnland ab, bevor mit der Fliegergruppe Blaubeuren der Deutsche Meister folgte.

 

Siegesfeier in Minden (von links): Uwe Kleinhempel, Nico Bennet, Brad Jackson, Jim Payne, Jackie Payne

Daraufhin war klar, dass die wenigen, aber sehr schnellen Tage über den Rockies nicht immer die zukünftigen Sieger bestimmen dürfen. Man hob jegliche Teilnehmer-Beschränkung auf und alle Vereine der Welt konnten somit in eine Liga losgelassen werden. Das 40-Punkte-System wurde eingeführt, sowie die unbeschränkte Startortmöglichkeit. Schon 2008, im zweiten Jahr der OLC-World-League nahmen fast 1100 Mannschaften teil. Diese Zahl hat sich bis heute in etwa gehalten. Auch zeigte sich, dass nun nicht nur die superschnellen Flüge aus den USA den Ausschlag gaben, sondern dass gerade die Schlechtwetterrunden in Europe die Big Points lieferten. Der Aero-Club Langenselbold durfte sich als Deutscher Meister dann als nächster Weltmeister feiern. Und seitdem wurden die Meistertitel immer nur an Teams aus Deutschland (6 mal) und den USA (9 mal) vergeben. Neben Langenselbold duften sich Blaubeuren (2011), Bayreuth (2015 und 2018), Burgdorf (2016) und Aalen (2017) Weltmeister nennen. Für Aalen und Bayreuth (2 mal) führte dies bei Leserbefragungen der heimischen Zeitungen sogar zur Ernennung als Mannschaft des Jahres – meist gegen etablierte Ballsportarten! Aber auch in Amerika wurden die Meistertitel von den bisherigen (nur) vier Siegern oft hoch gefeiert. Neben Warner Springs (2007) und Hole in the Wall aus Kalifornien (2013) kommt der Rekordsieger aus Albuquerque/New Mexico, nennt sich seit ein paar Jahren Moriarty Soaring und gewann schon fünfmal: 2009, 2010, 2012, 2014 und 2019. Die letzten beiden Jahre dominierte der USA-Gold-League-Sieger Minden Soaring Club aus Nevada, während der dreifache Deutsche Meister, LSV Rinteln sich jeweils mit Platz 2 oder 3 begnügen musste. Immerhin ist doch eine Vize-Weltmeisterschaft auch etwas! Neben Rinteln 2019 und 2021 gelang dies ebenfalls den deutschen Vereinen aus Aalen (2018), Braunschweig (2016), Schwarzwald (2015) und Königsdorf (2010), sowie aus den USA der Soaring Society of Boulder (2020), Moriarty (2017, 2013, 2007), Minden (2014), Hole in the Wall (2012), TSA (2011), Warner Springs Gliders (2009, 2008).

In steigender Anzahl erscheinen aber auch immer mehr Mannschaften aus anderen Ländern in den Top 50. Das Interesse an dieser einzigartigen Club-Weltmeisterschaft, die es in keiner anderen Sportart so gibt, wird immer größer. Der finnische Räyskälä Aero Club kann sich 2021 mit Platz 12 wieder einmal nahe on den Top 10 platzieren. Gleich mehrere Italiener, angeführt vom AeC Pavullo, sind ab Platz 25 zu finden. Weiterhin stehen der Club Cumulus Fuentemilanos/Spanien (2021: Platz 35) und der Romanian Aeroclub (Platz 36) für zukünftige Spitzenplatzierungen bereit. In der Schweiz erreichten die eifrigen Flieger vom SG Knonaueramt 2009 mit Platz 8 ihr bestes Ranking. Österreich wird von SMBC Kirchdorf/Micheldorf angeführt, Niederlande von den Amsterdamsche Zweefvliegen, und der Canadian Rockies Soaring Club sollte erwähnt werden. Vordere Rundenplatzierungen kommen auch vom ALC Lesce/Bled aus Slowenien, ACBA Nogaro/Frankreich, Aeroklub Bielsko Bialski/Poland und Lasham/UK. Nahezu alle europäischen Länder sind inzwischen vertreten. Aber selbst Vereine von der Südhalbkugel beteiligen sich und streben die Top 100 Platzierungen an. Beispiele sind der Piako Gliding Club aus Neuseeland, Kingaroy Soaring Club/Australien und Cape Gliding Club/Südafrika. Nicht zu vergessen, dass in dieser eingleisigen Liga auch immer wieder deutsche Vereinen aus der 2. und der Quali-Liga sehr gute Chancen auf vordere Platzierungen haben. So wird 2021 der Sieger der 2. Liga, AV Pirna, als drittbeste deutsche Mannschaft in der OLC-World-League-Abschlusstabelle auf Platz 5 geführt!

Dass eine vordere Runden- oder Endplatzierung gut in Presse und Medien ausgeschlachtet werden kann, zeigen viele Beispiele von den Vereinen, die gemerkt haben, dass hier einiges an Potential zum Wohle des Segelflugs steckt. Stellvertretend sei hier der Instagram-Auftritt des diesjährigen Sieger gezeigt.

Für alle ambitionierten Liga-Mannschaften lohnt es sich auf jeden Fall, mal in die OLC-World-League zu schauen, sich mit den Regeln vertraut zu machen und 2022 Erfolge neben der OLC-Bundesliga anzustreben, zu feiern und zu verbreiten. Das OLC-Team wird in Zukunft den Fokus auf die World-League etwas verstärken, um der Einzigartigkeit und Attraktivität dieser Liga gerecht zu werden.

Heiko Hertrich


Highly appreciated: The OLC-World-League Tuesday, 07. September 2021 translate news

With the first invention of a real team competition for gliding in 2001, called the Segelflug-Bundesliga, the OLC achieved a groundbreaking boost for the initially 324 participating clubs in Germany.  Just two years later, with 576 teams, the coverage was almost 100 % of all clubs in Germany. There was clearly more and more frequent flying. Especially when the weather was not so great, the hangar doors opened and many realised what some bad weather was good for. In addition, successes suddenly came for those who had never counted themselves among the top performers in cross-country gliding. Not to mention the explosion in local press coverage! What could be more obvious than to think bigger and attempt a World-League?

Of course, it was clear that certain flying areas could never be fairly compared with others. Develop new rules? How should such presumably complex rules be formulated and understood? That is why it was decided to first orientate themselves as much as possible on the German Bundesliga, which had been split up in the meantime. This meant that by setting the same round system and period, practically only clubs in the northern hemisphere would be considered as participants. In order not to flood the World League in the first year 2007 with the almost 600 German clubs that had meanwhile gained league experience, the German participants were limited to the 30 first division clubs. Nevertheless, 344 non-German clubs were registered with league-optimised flights. The table was dominated by the US clubs at the end of the year. Warner Springs Gliders from California was the first World Champion of the new World-League, followed by Albuquerque Soaring and Black Forest Soaring. Porin Ilmailukerho from Finland finished in 6th place, before the German champion, Fliegergruppe Blaubeuren, followed.

It was then clear that the few but very fast days over the Rockies should not always determine the future winners. Any restriction on participants was lifted and all clubs in the world were "let loose" in just one global league. The 40-point system was introduced, as well as unrestricted starting locations. Already in 2008, the second year of the OLC-World-League, almost 1100 teams participated. This number has remained more or less the same until today. It also became apparent that it was not only the super-fast flights from the USA that made the difference, but that it was the bad weather rounds in Europe that delivered the BigPoints. The Aeroclub Langenselbold, as German Champion, was then allowed to celebrate itself as the next World Champion. And since then, the championship titles have only ever been awarded to teams from Germany (6 times) and the USA (9 times). In addition to Langenselbold, Blaubeuren (2011), Bayreuth (2015 and 2018), Burgdorf (2016) and Aalen (2017) were called world champions. For Aalen and Bayreuth (2 times), this even led to them being named Team of the Year in reader surveys in local newspapers - mostly against established ball sports! But also in America, the championship titles were often highly celebrated by the previous (only) 4 winners. Besides Warner Springs (2007) and Hole in the Wall from California (2013), the record winner comes from Albuquerque/New Mexico, has been called Moriarty Soaring later on and has already won 5 times: 2009, 2010, 2012, 2014 and 2019. The last two years, the USA Gold League winner Minden Soaring Club from Nevada dominated, while the three-time German champion, LSV Rinteln had to settle for 2nd or 3rd place each time. After all, a Vice World Champion title is something too! Besides Rinteln in 2019 and 2021, the German clubs from Aalen (2018), Braunschweig (2016), Schwarzwald (2015) and Königsdorf (2010), as well as from the USA Soaring Society of Boulder (2020), Moriarty (2017, 2013, 2007), Minden (2014), Hole in the Wall (2012), TSA (2011) and Warner Springs Gliders (2009, 2008) achieved this, also.

Celebrations in Minden (from the left): Uwe Kleinhempel, Nico Bennet, Brad Jackson, Jim Payne, Jackie Payne

However, more and more teams from other countries are appearing in the top 50. The interest in this unique club world championship, which does not exist in any other sport, is growing. The Finnish Räyskälä Aero Club can once again place close to the top 10 in 2021 with 12th place. Several Italians, led by AeC Pavullo, can be found from 25th place onwards. Furthermore, the Club Cumulus Fuentemilanos/Spain (2021: place 35) and the Romanian Aeroclub (place 36) are ready for future top rankings. Also from Switzerland, the eager flyers from SG Knonaueramt achieved their best ranking in 2009 with 8th place. Austria is led by SMBC Kirchdorf/Micheldorf, Netherlands by the Amsterdamsche Zweefvliegen and the Canadian Rockies Soaring Club should be mentioned, as well. Front round placings also come from ALC Lesce/Bled from Slovenia, ACBA Nogaro/France, Aeroklub Bielsko Bialski/Poland and Lasham/UK. Almost all European countries are now represented. But even clubs from the southern hemisphere are participating and aiming for the top 100 placings. Examples are Piako Gliding Club from New Zealand, Kingaroy Soaring Club/Australia and Cape Gliding Club/South Africa. It should not be forgotten that in this single-tier league, German clubs from the 2nd and Quali leagues also have very good chances of achieving top placings. In 2021, for example, the winner of the 2nd league, AV Pirna, will be listed as the third best German team in the OLC World League final table in 5th place!

The fact, that a top round or a final ranking can be well "exploited" in press and media, is shown by many examples of clubs that have noticed, that there is a lot of potential here for the benefit of gliding. The Instagram page of this year's winner is a good example.

It is definitely worthwhile for all ambitious league teams to take a look at the OLC-World-League, familiarise themselves with the rules and strive for, celebrate and spread success alongside the local OLC-Leagues in 2022. The OLC team will be increasing the focus on the World-League somewhat in the future to reflect the uniqueness and appeal of this league.

Heiko Hertrich


Late Night Soaring: Flug des Monats August Tuesday, 07. September 2021 translate news

Zum sechsten Male werden Benjamin Bachmaier und Mathias Schunk im Rahmen von Late Night Soaring mit dem auserwählten Piloten den Flug des Monats besprechen. Nachdem es in den letzten beiden Monaten mit einem Doppelsitzerflug und einem Ka-6-Teamflug jeweils bereits zwei Neuigkeiten beim Flug des Monats gab, so stellt auch dieser Flug des Monats und dessen Besprechung ein absolutes Novum dar, Ihr dürft alle sehr gespannt sein!
Am Donnerstag 9. September wird um 20:30 Uhr auf youtube  bekanntgegeben, wer diesmal der Gewinner ist.
 


Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 11. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 24./25.7.21 Monday, 26. July 2021 translate news

"Trogeinfluss mit labiler Luft" - das beschreibt zusammenfassend eigentlich ganz gut das Wetter der 11. Runde der OLC-Ligen.
Samstag/Sonntag:
Besagter Trog lag dabei über dem Kanal und lenkte aus Südwest warme Luft zu uns. Als Konsequenz aus der Kombination "feucht" und "trogvorderseitige Labilisierung" führte das darin immer wieder zu Überentwicklungen, Schauern und Gewittern.
Das zeigt sich auch sehr eindrucksvoll auf den beiden Blitz-Satellitenbildern Mitteleuropas zum Termin 15 UTC (17 MESZ).
Zumindest der Nordosten lag am Samstag noch vor der herannahenden Okklusion. In der trockenwarmen Luft sorgten reihende Cumuli dort für schnelle Bedingungen. So wundert es nicht, dass der fliegerische Schwerpunkt genau unter diesen Reihungen zu finden ist, wie die Flugspuren zeigen. Vor der heranziehenden Front, aber auch in den wenigen Lücken rückseitig, war dabei das richtige Timing gefragt.
Am Sonntag zogen die Frontreste zur Ostsee ab, der Nachschub von labiler Luft hielt auf dessen Rückseite aber an. Während sich vor allem östlich von Berlin und zum Erzgebirge hin, aber auch im Süden teils große Gewitterkomplexe bildeten, waren es sonst eher "Linien" aus teils gewittrigen Schauern, die von Südwest nach Nordost zogen. Die Flugspuren sind zwar weiter verteilt als am Vortag - offenbar hat es eine ganze Reihe von (erfolgreichen) Versuchen gegeben, auch Liga-Punkte zu erfliegen -, insgesamt war die Lage aber überall inhomogen und teils schaurig.

 

Meteosat 8: Der Samstag
 


Blitze 15.00 UTC

 

Meteosat 8: Der Sonntag


Blitze 15.00 UTC

Wer hat was draus gemacht?
In Summe also eine schwierige Angelegenheit, bei der neben dem Glück, Zugriff auf den Wetterraum zu haben, auch das richtige Timing gefragt war, den Flug auf die richtige Spur zu zirkeln. Dazu kam noch die Schwierigkeit, in der Wertungszeit Umwege durch Schauer möglichst zu vermeiden.
Klar, am Samstag wurde die Speed im Nordosten gemacht. Von den Flügen, die ihren Anfang zwischen Neustadt-Glewe und Pirna nahmen, ragen zwei deutlich nach oben heraus: Schnellster - sowohl nach der erflogenen Speed (138,98km/h) als auch Punkten (121,64) war Thomas Melde. Auf Liga-Kurs - schließlich hat der AC Pirna in dieser Saison hohe Ambitionen - ging es für ihn erst ein Stück das Erzgebirge entlang, um dann ein 2faches JoJo in Nord-Süd-Richtung für die Liga zu optimieren. Die Entwicklungen standen in diese Richtung gereiht, aber waren (zumindest im Satellitenbild) gar nicht als durchgängige, klare Straße erkennbar. Ein Kurbelanteil von rund 17% bei einer hohen Basis ermöglichten Thomas letztlich den schnellsten Flug der Runde über alle Ligen hinweg. Deutlich kräftiger waren die Entwicklungen von Eisenhüttenstadt in Richtung Südosten nach Polen hinein. Unter diesen schaffte es Andreas Kühl auf 131,24km/h (114,87 Punkte). Auch er legte seinen Flug als doppeltes Jojo an, wobei der erste Schenkel der der Weg zum "Abflugpunkt" war. Beide dominieren damit die Speed-Liga, denn bereits der drittschnellste Flug ist um einiges "langsamer" als das Spitzenduo.
Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich am Sonntag, denn erneut liegen die beiden Speed-Spitzenplätze weit vor den Verfolgern. Steffen Göttler nutzte den Zeitraum zwischen gut beginnender Cumulus-Entwicklung und aufziehender Gewitterlinie optimal. Von Anspach/Taunus aus ging es an bzw. über Taunus und Hunsrück hin-und-her. Die nicht so üppigen Arbeitshöhen kompensierte er durch entsprechend große Geradeausfluganteile unter den Reihungen. Für eine weitere Runde hätte es aber wohl nicht gereicht, denn von Südwesten kommend, beendete die Gewitterlinie den Tag frühzeitig. 133,97km/h (121,24 Punkte) bringen Stefan in der Speed-Wertung auf (Punkte-)Rang 2 des Wochenendes. Nur wenig langsamer, dabei teilweise gemeinsam mit Stefan unterwegs waren Karsten Leucker & Sebastian Dierks. Von Ober Mörlen aus gestartet, flogen auch sie über Taunus und Hunsrück. 130km/h (117,89 Punkte) lautete am Ende ihre Bilanz. Gemeinsam mit Jürgen Breitenfelder und Nuno Ferreira kann der AC Bad Nauheim die 11. Runde der Segelflug-Bundesliga für sich entscheiden, und zwar sehr souverän. Ihr Vorsprung auf den Zweitplatzierten, die SFG Giulini/Ludwigshafen, beträgt fast 50 Speed-Punkte, dann aber nur knapp dahinter folgt der LSV Rinteln. Der amtierende Meister kann damit in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter ausbauen. Landet der FSC Odenwald Walldürn (122 Punkte) zumindest im Mittelfeld der 15 gewerteten Teams landen, lässt das SFZ Königsdorf (134 Punkte) Federn. Für die Bayern kann lediglich Mathias Schunk punkten - Rundenplatz 15. Leider zahlt sich auch für den FSV Eisenhüttenstadt der tolle Flug von Andreas Kühl nicht aus, denn sein Flug blieb der einzige dieser Runde für die Brandenburger.
Freude dürfte dagegen in Pirna geherrscht haben, denn neben Thomas Melde bringen u.a. auch Benjamin Schüch und Lutz Ebert ihre Flüge in die Wertung. Nachdem die Sachsen in dieser Saison bereits 4x Rang 2 belegten, schaffen sie damit ihren ersten Rundensieg, gefolgt vom Aero Club Berlin und dem AC Braunschweig. Die Konstanz der Pirnaer zeigt sich eindrucksvoll in der Tabelle, die sie nun mit 42 Punkten Vorsprung vor der SFV Mannheim mehr als souverän anführen.
Nach einer anhalten wechselhaften und zeitweise windigen Woche sehen die ersten Prognosen für Runde 12 ebenfalls nicht nach einfachem Wetter aus. Der erste Satz dieses Rückblicks könnte auch an dieser Stelle stehen - ausser, dass die Luftmasse wohl etwas kühler sein wird.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag













 


Ein Blick zurück: So hat der OLC den Segelflug revolutioniert Friday, 23. July 2021 translate news

Erinnert sich noch jemand, wie vor der Jahrtausendwende die dezentrale Wettbewerbsszene aussah? Kennt noch jemand die Zeit aus den Jahren vor 1999, als der OLC aus der Taufe gehoben wurde? Was heute als völlig selbstverständlich gilt, lag – gerade einmal 20 Jahre zurückgeblickt – hinter dem Vorstellungshorizont der allermeisten von uns.

Im Vor-OLC-Zeitalter gab es allein die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug mit der Wertung von drei angemeldeten Flügen. Wer was in diesem Wettbewerb erreicht hatte, erfuhr man Monate nach dem Flug, mitunter standen die Sieger erst im November zum Segelfliegertag fest. Die DMSt wurde im Verborgenen geführt.

Der OLC hat den Segelflug aus diesem Dornröschenschlaf geweckt. Es war Reiner Roses Idee und Verdienst, 1999 das damals noch junge World Wide Web – es war ja erst 1993 öffentlich verfügbar – und die GPS-Dokumentation von Flügen zusammenzubringen. Die GPS-Dokumentation erlebte bei den Segelflug-Weltmeisterschaften 1995 in Neuseeland ihre Geburtsstunde im Wettbewerbssegelflug. Vorher wurde mit Zeitkameras beziehungsweise Zeitnahmen an Start- und Ziellinie dokumentiert, dezentrale Flüge bezeugten Fotos von Abflugort und Wendepunkten. Die Geschwindigkeitswertung gehörte in den Bereich der Utopie.

In dieses abseits jeder Öffentlichkeit laufende Wettbewerbsgeschehen brachte der OLC mit einem Schlag die weltweite tagesaktuelle Wertung und gleichzeitig als absolute Neuerung die Geschwindigkeitswertung. Und jetzt waren auch Flugwege und Höhenschriebe öffentlich. Mit einem Mal konnte jeder die gemeldeten Streckenflüge bis ins kleinste Detail nachvollziehen.

Das Dokumentationsgeschehen hat der OLC damit geradezu revolutioniert und dem Strecken- und auch Wettbewerbsegelflug zu einen Leistungsschub verholfen, wie er nur mit der Verbreitung der Streckenflugtheorie durch Weltmeister Heinz Huth in den 1960er Jahren und der Einführung der Faserverbundbauweise für die Segelflugzeuge vergleichbar ist. Rennstrecken, Leewellenstandorte bei den unterschiedlichsten Windrichtungen oder die hot spots in den Alpen waren bald keine Geheimnisse mehr. Das Gebot hieß: analysieren, nachfliegen und steigern. Heute steht jedem Einsteiger oder Wettbewerbspilot, den eine bestimmte Region interessiert, dafür im OLC ein riesiges bis 2006 zurückreichendes Archiv für seine Vorbereitungen zur Verfügung.

Mit einen großen Beitrag zu dieser Leistungsexplosion hat der mit der GPS-Dokumentation erstmals möglich gewordene Verzicht auf die Anmeldung des Streckenflugvorhabens gebracht. Ohne den Anmeldezwang konnte noch während des Fluges die Streckenwahl so modifiziert werden, dass zum Tagesende die größtmögliche Distanz herauskam. Nicht mehr die Qualität der Wettervorhersage, das heißt die Erreichbarkeit von Wendepunkten nahe Wettergrenzen, bestimmte den Wettbewerbserfolg, die größtmögliche Tagesdistanz, sondern der geschulte meteorologische Blick des Piloten und dessen Flugwegwahl.  Mit der freien Wendepunktwahl führte der OLC zugleich die Wertung über mehrere (sechs) Teilstrecken ein und erleichterte so noch einmal das Erfliegen größtmöglicher Tagesdistanzen.

Möglich gemacht hat diese Revolution die ehrenamtliche Organisation und vor allem die Verbandsunabhängigkeit des OLC-Organisationsteams. Das bescherte den Machern eine bis dahin im organisierten Sport unbekannte Denk- und Handlungsfreiheit. Es konnte kein traditionsverhafteter Funktionsträger reinreden. Neues war ohne weitreichende Abstimmungsarbeit in Gremien und Untergremien auf kurzem Weg zur Einführung beschlossen.

Und da war dann auch auf einmal der Streckensegelflug ein Wettbewerbssport für die gesamte Segelflugsaison! Ging es zuvor nur um die drei und dann sechs größtmöglichen, sprich punkthöchsten Flüge, die sich in Deutschland nach dem Frühjahr kaum mehr toppen ließen, schuf die Idee der Segelflug-Bundesliga mit ihrer Formel-1-Wertung den spannenden Vergleich über die gesamte Saison und das nicht nur für Einzelpiloten, sondern Vereinsmannschaften! Erfolgen nachjagen, die Spannung im Sport erleben, das können mit dem Ligafliegen jetzt auch all die Piloten mit zeitlichem Handicap, die sich nicht an der Jagd nach den größten Strecken beteiligen können. Beim Liga-Fliegen geht es nicht um episch lange, den ganzen Tag ausnutzende Flüge, es geht um 2,5 schnelle Stunden. Da können auch Piloten mit beschränktem Zeitbudget kräftig mitmischen.

Stillstand gibt es beim OLC keinen. Immer wieder fließen neue Ideen ein. Hinter allem aber steckt die Philosophie: So wenig Regeln und so einfach handhabbar wie möglich, keine Klassenwertung, aber alles, was die Motivation für den Segelflug steigert und den Breitensport in den Vereinen fördert!

Hinter dem allen steckt ein hochmotiviertes, in seiner Freizeit ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, das im Rahmen der gemeinnützigen GmbH Segelflugszene ohne jegliche Gewinnerzielungsabsicht arbeitet (im Gegensatz zu einer nicht gemeinnützigen, das heißt üblichen GmbH, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben muss). Nur ganz ohne Geld lässt sich nicht alles betreiben. Wer hier den OLC unterstützen will, kann dies mit einer jährlichen 12 € Kleinspende gerne realisieren. Wie das geht, das erfährt man auf der OLC-website unter OLC unterstützen. Der OLC bedankt sich dann für diese Kleinspende mit einem freundlich grinsenden OLC Sympathie-Smiley neben dem Teilnehmernamen in den Wertungen.

Gerhard Marzinzik


Looking back to the future: The OLC has revolutionized gliding Friday, 23. July 2021 translate news

Does anyone remember what the decentralized competitive scene looked like before the turn of the millennium? Does anyone know the time from the years before 1999, when the OLC was launched? What is taken for granted today was - just 20 years back - behind the horizon of the vast majority of us.

In the pre-OLC era there was in Germany only the German championship in distance gliding (DMSt) with the evaluation of three declared flights. Months after the flighst you found out who had achieved what in this competition. The DMSt was conducted in secret.

The OLC has awakened gliding from this deep sleep. It was Reiner Rose's idea and merit in 1999 to bring together the then still young World Wide Web - it was not publicly available until 1993 - and the GPS documentation of flights. GPS documentation was born at the 1995 World Gliding Championships in New Zealand in competitive gliding. Previously, time cameras or timekeeping at the start and finish line were used to document the flights, decentralized flights were documented by photos of the departure point and turning points. The speed rating belonged to utopia.

In this competition the OLC brought the worldwide daily rating and at the same time the speed rating as an absolute innovation. Flight paths and altitudes were got public. Suddenly everyone was able to analyse the reported cross-country flights down to the smallest detail.

So the OLC has revolutionized the documentation process and helped cross-country and competition gliding to a performance boost, as it can only be compared with the distribution of cross-country flight theory by world champion Heinz Huth in the 1960s in Germany and the introduction of fiber composite construction for gliders. Tracks, lee wave locations and the hot spots in the Alps were soon no longer a secret. The command was: analyze, follow up and improve. Today every newcomer or competition pilot interested in a particular region has a huge archive available in the OLC that goes back to 2006 for their preparations.

The waiver of declaration of the cross-country flights was possible for the first time with GPS documentation and made a major contribution to this explosion in performance. Without the obligation to declare the turn points the route selection could be modified during the flight so that the greatest possible distance was achieved at the end of the day. It was no longer the quality of the weather forecast, i.e. the accessibility of turning points near weather limits, that determined the success of the competition but the trained meteorological eye of the pilot and his choice of flight path. With the free choice of turning points the OLC also introduced the scoring over several (six) legs and thus once again made it easier to fly the greatest possible daily distances.

This revolution was possible due to the OLC’s the independence of the OLC organization team from other institutions. This gave the team a freedom of thought and action previously unknown in organized sport. No traditional functionary could speak in. New things were decided on a short route to introduction without extensive coordination work in committees and sub-committees.

And then gliding was a competitive sport for the entire gliding season! The idea of the glider league with its Formula 1 rating created an exciting comparison over the entire season and not only for individual pilots, but also for club teams! Chasing success, experiencing the excitement in sport, with league flying all pilots with a time handicap who cannot take part in the hunt for the biggest distances can now do that. League flying is not about epic long flights that take advantage of the whole day, it is about 2.5 hours of speed. Even pilots with limited time budgets can get involved.

There is no standstill with the OLC. New ideas keep coming in. But behind everything is the philosophy: only few rules and as easy to use as possible, no class rating, but everything that increases motivation for gliding and promotes popular sport in the clubs!

Behind all of this is a highly motivated organization team who work voluntarily in their free time and who work within the framework of the non-profit GmbH Segelflugszene without any intention of making a profit (in contrast to a usual GmbH, which must have an intention to make a profit). But not everything can be done without money. Anyone who wants to support the OLC can do so with an annual small donation of € 12. You can find out how to do this on the OLC website under OLC unterstützen Support OLC. The OLC then thanks for this small donation with a friendly grinning OLC sympathy smiley next to the participant's name in the ratings.

Gerhard Marzinzik


DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Friday, 23. July 2021 translate news

herausgegeben am 23.07.2021 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG bestimmt eine von der Ostsee über Polen in Richtung Schwarzes Meer verlaufende Hochdruckzone das Wetter im Norden und Osten Deutschlands mit recht trockener und sehr warmer bis heißer Luft. Abgesehen davon setzt sich allerdings ein Tief über Nordfrankreich durch. Es lenkt mit südwestlicher Strömung hochreichend labil geschichtete und feuchte Warmluft heran. Die zugehörige Tiefdruckrinne beeinflusst ab dem Morgen den Südwesten Deutschlands und greift bis zum Abend nordostwärts etwa bis zur Linie Emsland-Erzgebirge aus.
Am SONNTAG beeinflusst das umfangreiche Tief mit Kern über Benelux und der südlichen Nordsee das Wettergeschehen. Es führt aus Südwesten weiterhin feuchtlabile Warmluft nach Deutschland und in den Alpenraum. Eine davon ausgehende Tiefdruckrinne reicht über die Mitte Deutschlands hinweg zur Lausitz.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG vor allem in der Nordosthälfte überwiegend gute Wolkenthermik mit maximaler CU-Basis bei 1400-2000 m AMSL, in der Südwesthälfte zwar auch 1300-1600 m, allerdings durch abschirmende Wolkenfelder und zunehmende Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG überwiegend mäßige Wolkenthermik mit CU/CB-Basis bei 1000-1200 m AMSL, im Tagesverlauf von dichter Bewölkung und zahlreichen Überentwicklungen gestört.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Im Vorfeld der Schauer und Gewitter kann sich im Osten noch mäßige bis gute Wolkenthermik bis 5000 FT AMSL bilden, die jedoch mit aufziehender höherer Bewölkung zunehmend abgeschattet wird. Sonst kann sich wegen Abschirmung und zahlreichen Überentwicklungen keine nutzbare Thermik entwickeln.
SONNTAG: Konvektive Lage mit zahlreichen Überentwicklungen. Meist keine nutzbare Thermik. Lediglich im östlichen Sachsen ist gute CU-Thermik
möglich, beeinträchtigt durch Überentwicklungen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG geringe Thermik, nach Osten hin weitestgehend blau, hier Thermikhöhe bis 2000, an den Alpen bis 2800 AMSL. Von Westen her ab dem Nachmittag durch zunehmende Überentwicklungen, sonst allgemein durch Abschirmungen gestört.
Am SONNTAG aufgrund von Abschirmung und Überentwicklungen kaum nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.

 








 


Aussetzen der Liga-Runde 10 für Deutschland Friday, 16. July 2021 translate news

In Anbetracht einer Hochwasserkatastrophe von historischem Ausmaß in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird die Liga-Runde 10 ausgesetzt. Im Lauf der nächsten Woche werden alle entsprechenden Wertungen der Runde 10 auf Null gesetzt.
 
Unser Mitgefühl gilt den Opfern dieser Katastrophe.
 
OLC

Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zur 9. Runde der Segelflug-BUNDESLIGA am 10./11.7.21 Monday, 12. July 2021 translate news

Zwischen allen Trögen, Tiefs und Fronten - so oder so ähnlich könnte man die Lage der 9. Runde grob zusammenfassen. Gleich mehrere Systeme spielten wettertechnisch eine Rolle, unterschiedliche Luftmassen inklusive ...
Samstag: So zeigt sich auf dem Mitteleuropa-Satellitenbild von 12 UTC (14 MESZ) diese Verteilung exemplarisch: Über der Ostsee liegt noch die Bewölkung eines abziehenden Troges, während über Frankreich bereits der nächste Trog auftaucht. Aber selbst die Luftmasse dazwischen war nicht homogen: Während sich zumindest im Nordosten reihende Cumuli zeigten, hatten sich vom Emsland bis ins Erfurter Becken und über dem zentralen und westlichen Mittelgebirgsraum zahlreiche tiefe Ausbreitungen gebildet, die in der Höhe noch von Cirren überdeckt wurden. Südlich von Main und Mosel war es dagegen deutlich offener, wobei sich in der Warmluft vor allem in den westlichen Bereichen noch Cumuli bilden konnten, während es nach Osten hin zunehmend blau(er) wurde. Erst die Kämme im Südosten zeigen dann wieder Entwicklungen.
Das eine Bild zeigt dabei nur eine frühnachmittägliche Momentaufnahme, die Entwicklung wird erst mit den Bildern des kompletten Tages sichtbar (die jeweils 2 Tage in die Vergangenheit im TopMeteo-Webshop kostenfrei verfügbar sind). So begann der Tag im Nordosten noch mit zahlreichen dichten Abschirmungen das abziehenden Troges und über weiten Teilen störte überhaupt tiefe Restfeuchte, teilweise bis in die späten Mittagsstunden. Und zum Abend fiel dann die Thermik als kräftige Gewitter von Westen kommend wieder aus dem Himmel.
Keine einfachen Bedingungen also, seinen Flug zur optimalen Zeit in den optimalen Wetterraum zu zirkeln. Die Flugspuren zeichnen das ein Stück weit nach und lassen in der Summe die meistgenutzten Regionen über den Kämmen im Südwesten, zwischen Thüringer und Frankenwald sowie im Nordosten, aber auch in den Alpen erkennen. Die geflogenen Strecken und Schnitte wiesen dabei eine breite Streuung auf, aber dazu später mehr.

Meteosat 8: Der Samstag


Mitteleuropa-Satellitenbild 12 UTC

Sonntag: In einem breiten Streifen liegen die Gewitterreste des Vorabends und der Nacht von Nordwesten nach Südosten, eingebettet in den Trog, der sich zu dem Zeitpunkt (12 UTC) von BeNeLux bis nach Tschechien erstreckte. Eingebettet in diese Konvergenzlinie dreht ein kleines Tief mit Zentrum über Franken. Sowohl nordöstlich als auch südwestlich liegt eine eher warme und nun überall etwas feuchtere Luftmasse. Dass diese vor allem im Südwesten zur Labilität neigte, zeigen u.a. die kräftigen Entwicklungen an und südlich der Donau. Ruhiger und erneut mit reihenden Cumuli war es dagegen im Nordosten, wo mit dem Ostwind eine etwas trockenere Luft aus Polen herangeführt werden konnte.
Die Flugspuren lassen fast jeden der wenigen Flüge des Sonntags einzeln erkennen. Dass es nur so wenige waren steht vielleicht in einem kleinen Widerspruch zur erreichten Speed, denn es wurde in der Liga durchaus zügig geflogen.

Meteosat 8: Der Sonntag


Mitteleuropa-Satellitenbild von 12 UTC

Wer hat was draus gemacht?
War es also eine Runde der verpassten Gelegenheiten? Zumindest ein Blick in die Wertungslisten der beider Segelflug-Ligen könnte das vermuten lassen. Auf den ersten Blick sind in der Summe die Schnitte im Vergleich mit den vorhergehenden Runden eher gering, nach Speed-Punkten war dies sogar die "langsamste" Runde überhaupt. Beim zweiten Blick war ich dann aber doch etwas verwundert: Normalerweise finden sich die schnellsten geflogenen Schnitte einer Runde bei den Teams, die weit vorne platziert sind -, das Teilnehmerfeld ist inzwischen ja sehr ausgeglichen und die guten Bedingungen werden meist vom kompletten Team gleichermaßen genutzt. Nicht so offenbar in dieser Runde, denn die (nach Punkten) schnellsten Flüge finden sich erst im letzten Drittel der Tabelle - noch dazu aus der "gleichen" Region, dafür aber an zwei unterschiedlichen Tagen! Waldemar Labusga vom FK Brandenburg nutzte am Sonntag die nördlich von Berlin weit nach Polen hineinragenden Reihungen in Ost-West-Richtung. Auf senem Rückweg nach Brandenburg erreichte er unter der im Vergleich zum Hinflug angestiegenen Basis eine Speed von knapp 120km/h (104,8 Punkte). Mit Lothar Dittmer, der am Samstag unterwegs war, brachten die Brandenburger am Ende aber nur 2 Flüge in die Wertung. Fast "gegengleich" machten es die Eisenhüttenstädter. Hier nutzte Andreas Kühl am Samstag die Ost-West-Reihungen zwischen Zielona Góra bis kurz vor Luckenwalde für 114,1 km/h (103,3 Punkte). Aber auch er war damit alleine unterwegs, denn den zweiten Wertungsflug für "Hütte" flog Manfred Lauserdorf dann am Sonntag. Hier wäre vielleicht für beide Teams mehr drin gewesen als nur ein Platz im letzten Drittel dieser Runde!? Eine ähnliche Geschichte ließe sich übrigens auch für die 2. Segelflug-Bundesliga erzählen. Den nach Punkten schnellsten Flug schaffte hier Hans-Georg Raschke (93,3 Punkte) von Unterwössen aus -, aber auch er war am Ende für sein Team als einziger unterwegs.
So entschied am Ende die Teamleistung über die vorderen Plätze dieser 9. Runde - und diese Entscheidung war jeweils eng. Schnellster im Spitzentrio der Segelflug-Bundesliga war Sven Killinger. Der Winzelner machte seine Speed (117,5km/h, 100,8 Punkte) ganz klassisch entlang der Ost-Seite des Schwarzwaldes, während Stephan Mayer bei seinem Flug auch die Alb mit einbezog. Am Sonntag startete Joachim Schwenk noch einen Versuch, an die knapp vor den Schwarzwäldern liegende Fliegergruppe Wolf Hirth heranzukommen, er konnte die Lücke aber nur auf etwas mehr als 1 Punkt reduzieren, die Kirchheimer letztlich aber nicht mehr überholen. Für die hatten am Samstag Holger Karow, der von Oberhinkofen über dem Bayerischen Wald 110,2km/h (96,4 Punkte) erflog, sowie Abi Kissling und Peter Kluge & Stefan Kessler die Punkte geholt. In Summe noch etwas schneller waren die Königsdorfer, angeführt von Mathias Schunk, der zwischen Inntal und St. Moritz 112,8 km/h (96,2 Punkte) auflegen konnte. Mit den Flügen von Ecki Wehnert und insbesondere Nikolai Wolf zeigt sich die geschlossene Mannschaftsleitung, denn Nikolai bringt den "schnellsten dritten Flug" in die Wertung und damit die Königsdorfer (271,77 Punkte) ganz nach vorne. Die entscheiden diese Runde mit nur knapp 3 Punkten Vorsprung vor der FG Wolf Hirth (268,98). Auch auf den weiteren Plätzen geht es eng zu: Auf Rang 3 folgt der LSV Schwarzwald (267,8 Punkte) und selbst der LSV Rinteln (264,99 Punkte) liegt nur denkbar knapp hinter der Süd-Phalanx.
Auch in der 2. Segelflug-Bundesliga ging es sehr knapp zu. Hier trennen letztlich weniger als 1 Punkt die Plätze 2 und 3 des SFZ Ottengrüner Heide und des FCC-Berlin, wobei die Oberfranken die Nase kanpp vorne haben. Aber auch der Vorsprung des Rundensiegers AC Weiden ist mit rund 5 Punkten nur knapp. Für die Oberpfälzer erfliogen Philipp Pollinger, Bernd Morawitz und Hans Stock & Aleksander Umov die Punkte. Der Begriff Mannschaftsleitung wurde hier sogar recht eng ausgelegt: Philipp und Bernd flogen ein gutes Stück der Liga-Wertung im Team, dem daz noch Josef Eger angehörte.
In der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga bleibt das SFZ Königsdorf (128 Punkte) stärkster Verfolger des LSV Rinteln (139), während der FSC Odenwald Walldürn (108) in dieser Runde nochmals etwas an Boden verloren hat. Alleiniger Vierter ist nun die SFG Steinwald (96).
In der 2. Segelflug-Bundesliga können der AC Weiden (96 Punkte) und der FCC-Berlin (98) durch die gute Rundenwertung den LSC Bad Homburg verdrängen und liegen nun auf Rang 3 und 4. Da der SFV Mannheim (109 Punkte) sich wieder nur mit einem Mittelfeldplatz begnügen muss, kann der AC Pirna (142) mit Rundenplatz 4 seinen Vorsprung auf nun bereits 33 Punkte ausbauen.
Die kommende Woche wird wettertechnisch von einem Kaltlufttropfen bestimmt, womit die feuchtwarme und vielerorts gewittrige Lage anhalten wird. Zum kommenden Wochenende bestehen aber gute Chancen, das diese Luftmasse endlich ausgeräumt wird und - zumindest für den Sonntag - verbreitet fliegbare Bedingungen möglich sind.

Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.

OLC-Flugspuren Alpen Samstag

OLC-Flugspuren Deutschland Samstag

OLC-Flugspuren Alpen Sonntag

OLC-Flugspuren Deutschland Sonntag











 


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