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Freitag, 13. Juli DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 13.07.2018 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG reicht eine Hochdruckbrücke vom Ostatlantik bis in die Mitte Deutschlands. Mit Nordwestströmung ist Nordseeluft in die Norddeutsche Tiefebene vorgedrungen. Über den zentralen Mittelgebirgen Deutschlands liegt trockene mäßig warme Luft. Südlich der Mainlinie ist trockene aber hochreichend labile Warmluft eingeflossen. In Süddeutschland und den Zentralalpen bildet sich im Tagesverlauf hochreichende Konvektion aus.
Am SONNTAG hat sich ein Hochdruckgebiet großflächig über Deutschland ausgebreitet. Die bodennahe Strömung bleibt schwach um Nord bis Ost. Eine mäßig warme bis warme Luftmasse ist in Norddeutschland wetterbestimmend. Im Süden Deutschlands und in den Alpen bleibt es labil und es bildet sich vor allem nachmittags isoliert hochreichende Konvektion aus.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG entwickelt sich gute Thermik mit Arbeitshöhen zwischen 1500 und 2000 m, teils Wolken-, teils Blauthermik. und 2000 m zu erwarten. Teilweise wird diese durch Überentwicklungen und hohe Bewölkung gestört bzw. abgeschirmt.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG überwiegend gute bis sehr gute Wolkenthermik mit Tendenz zur Überentwicklung.
Am SONNTAG nördlich des Mains gute bis sehr gute Blauthermik. Südlich des Mains überwiegend gute Wolkenthermik mit Tendenz zur
Überentwicklung.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG wegen abschirmender Wolkenfelder meist nur mäßige Wolkenthermik, die nachmittags örtlich durch Überentwicklungen gestört ist.
Am SONNTAG kann sich unter wechselnd starker, abschirmender Bewölkung mäßige bis gute Wolkenthermik entwickeln, die ab den Mittagsstunden örtlich durch Überentwicklungen gestört ist.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 
 

Mittwoch, 11. Juli Wann wird mal wieder Alpenflugwetter? Artikel übersetzen

Waren für das Junioren Team des SFZ am Wochenende unterwegs: v.l.n.r.: Jakob Edmaier, Johannes Beyer (hinten) und Nikolai Wolf.
Foto: Mathias Schunk
"Wann wird mal wieder richtig Sommer?",so hieß ein einmal Lied von Rudi Carell, so ähnliche Gedanken gibt`s momentan in Königsdorf auch, wenn man sich im Flachland immer wieder die Hintern wund fliegt und die Alpen ein ums andere Wochenende nix hergeben. Nichts desto Trotz liegt das SFZ, sowohl in der internationalen Alpenliga, als auch bei den Junioren in der U25 Liga an der Tabellenspitze.
Zwei Alpenwertungen am Samstag
In das höhere Relief konnte am Samstag niemand fliegen, da die Basis dort einfach zu niedrig war. Oli Wolfinger und das Doppelsitzer Gespann Willibald Prestl und Peter Haitz waren dann auch die einzigen, die über den ersten Hügeln entlang des Alpenrands zwischen Allgäu und Salzburg Punkte für die Alpenliga erflogen. Mit 74,8 km/h (Wolfinger) und 70,8 km/h (Prestl/Haitz) hatte das SFZ somit samstags aber zumindest schon einmal zwei der drei notwendigen Alpenwertungen. Bei den Junioren waren Emanuel Schieck mit 73,9 km/h und Lukas Keibel mit 54,6 km/h im Alpen Vorland unterwegs. Die beste SFZ Wertung steuerte Andrea Abt bei, die in Lüsse bei Berlin auf einer Quali mitfliegt und 94,0 km/h erzielte.
Sonntag das gleiche Bild
Auch Sonntag zeigte sich Petrus nicht anders gestimmt, erneut gab es im Flachland deutlich bessere Flugbedingungen, als in den Alpen. Junior Johannes Beyer flog Richtung schwäbische Alb und erzielte mit 101,7 km/h die schnellste SFZ Wertung des Wochenendes. Nikolai Wolf, der im Voralpenland zwischen Kaufbeuren und Rosenheim blieb, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen wieder in den 15km Radius zu kommen, erzielte 86,9 km/h. Jakob Edmaier landete bei seinem Ligaflugversuch am Flugplatz in Warngau, rettet sich zuvor aber gerade noch in den Zielkreis.
Für die Alpenliga waren Oliver Wolfinger und Mathias Schunk unterwegs, erneut waren jedoch nur die Vorberge befliegbar. Mathias konnte mit 78,7 km/h den notwendigen dritten Flug beisteuern, womit das SFZ in der zwölften Runde auf Rang sieben flog. Die schnellsten Schnitte in den Alpen wurden in Südfrankreich erflogen, so siegte der LSV Freunde Pui, während der direkte Verfolger des SFZ an der Tabellenspitze, der SMBC Kirchdorf/Micheldorf aus Österreich dritter wurde und somit vier Punkte auf Königsdorf gutmachen konnte. Die SFZ Junioren landeten hinter Rundensieger Lichtenfels auf Rang zwei und führen die Tabelle nun vor Lichtenfels an, das wiederum den bisherigen Tabellenzweiten Aalen überholte. In der Bundesliga landete das SFZ auf Rang 19, bekam zwei Punkte und dümpelt, wie seit Wochen im vorderen Mittelfeld herum.
 
Mathias Schunk
 
 
 
 

Mittwoch, 11. Juli Euroglide - 2.000 km quer durch Europa Artikel übersetzen

Derzeit findet die Euroglide statt, ein Wandersegelflugwettbewerb quer durch Europa. Gestartet wird in Venlo (NL), die Strecke geht über Güstrow nahe Rostock nach Frydland an der tschechisch-slovakischen Grenze bei Ostrava. Nächste Wende ist Hütten-Hotzenwald im Südschwarzvald, bevor es zurück nach Venlo geht. Jona Keimer und Johannes Achleitner nehmen mit einer nicht eigenstartfähigen ASH 25 e teil, allerdings im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern ohne Rückholer.
Das gesamte erforderliche Equipment, das auf ein Minimum reduziert wurde wird im Flugzeug untergebracht. Die Flugplätze müssen aus der Luft sorgfältig ausgewählt werden, damit ein Schlepp am nächsten Tag möglich ist und die Schleppmaschine organisiert werden. Übernachtet wird unter einer über den Flügel gespannten Plane. Die Kleidung dient in Plastikbeutel verschlossen als Sitzunterlage und ein Schlafsack als Kopfstütze.
Am Dienstag wurden von den Euroglide-Teilnehmern Strecken über 900 km geflogen, so auch von Jona Keimer und Johannes Achleitner, von Neu Gülze in der Nähe von Hamburg über Güstrow, westlich an Berlin vorbei an den Fläming. Der Einstieg ins Riesengebirge war etwas schwierig im blauen bei Jelenia Gora. Die Wende Frydland in Tschechien wurde um ca. 19 Uhr lokal erreicht. In der letzten Abendthermik wurde dann der Flugplatz Medlanky direkt bei Brünn erreicht. Die beiden schreiben jeden Abend einen Blogbeitrag über den Wettbewerbstag, der nicht nur das Fluggeschehen, sondern auch interessante Geschichten beinhaltet, die entlang der Route auf den diversen Fluplätzen passieren.
Der Blog ist zu finden unter dem Link: jonaundbreznontour.wordpress.com
Zur Euroglide-Homepage: www.euroglide.nl
Flug vom Dienstag: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=6603680
 
Johannes Achleitner
 
Route Euroglide 2018
Das Flugzeug mit integrierter
Übernachtungsmöglichkeit
In der letzen Abendthermik
über der Lüneburger Heide
 

Dienstag, 10. Juli OLC-Discus: Spannende Flüge im Juni Artikel übersetzen

Ich melde mich mit einem kleinem Bericht zu zwei Flügen Ende Juli. Am 23.06 ist für Süddeutschland gutes Segelflugwetter vorhergesagt. TopMeteo malt die Wettergrenze genau über Nastätten in den Himmel. Und in der Tat, die Optik ist nicht verlockend, als ich um zehn Uhr hinter unserer Dimona starte. Zudem herrscht strammer Nordwind. Mit 1600 Metern Höhe und am südlichsten Rand des Bundesliga-Kreises starte ich schließlich meinen Flug. Kurz hinter dem Hunsrück-Kamm fliege ich in starkes Saufen - komisch. Als es kurz darauf anfängt leicht zu steigen, drehe ich den Flieger in den Wind. Und tatsächlich - mit deutlich über einem Meter geht es in einem Wellenaufwind bis an den Luftraum in FL65. Der Blick nach Osten ist brutal. Im Lee des Taunus hat sich eine riesige Lenti entwickelt. Leider voll im Luftraum. Mit Rückenwind geht es nun nach Süden und bei Rammstein sinke ich unter die ersten kleinen Wolken.
Lukas Winterhoff ist auch bereits unterwegs. Zusammen geht es unter schönen Reihungen bis weit nach Frankreich hinein. Das leicht hügelige Gelände hier ist von oben wunderschön anzuschauen und auch thermisch sehr gut. Kleine Felder und Dörfer und immer wieder Waldrücken, die sich durch die Landschaft ziehen.
Südlich Nancy trocknet es zunehmend ab. Erst weit im Osten über den Vogesen zeichnen sich wieder schöne Wolken ab. Da müsste man doch hinkommen. Doch der Einstieg gestaltet sich schwierig. Das Gebirge scheint abzusaugen. Am Flugplatz ‘Saint-Die-des-Vosges’ bin ich bereits unter 1000 Meter gesunken. Im Lee eines Hanges kann ich einen rettenden Bart ziehen. Der Einstieg ist geschafft. Etwas zehn Minuten später ist der Hauptkamm überquert.
Ich steige nochmal auf 1700 Meter, vor mir das komplett blaue Rheintal. Ob das wirklich sinnvoll ist, jetzt Richtung Freiburg abzugleiten? Egal, notfalls gibt es ja den Turbo. Über dem Kaiserstuhl kann ich ein paar wichtige Meter Höhe machen. Doch so richtig gut geht es nicht. Der Kandel vor mit wird immer größer und die Luft immer unruhiger. Der starke Nordost-Wind macht die Luft so weit unten sehr unberechenbar. In 700 Metern suche ich den rettenden Bart. Als ich schließlich einkreise, schwankt das Vario zwischen Plus und Minus fünf Metern. Begleitet von vielen Paraglidern schleiche ich mich das Elztal hoch.
Aus dem Hang gelingt dann schließlich der Einstieg ins höhere Gelände. Über der Hochebene des Schwarzwaldes spielt der Wind dann keine große Rolle mehr, hier herrscht ganz anderes Wetter. Gute Steigwerte und eine Hohe Basis erlauben einen zügigen Weiterflug. Über das Murgtal geht es dann an Karlsruhe und Landau vorbei in den Pfälzer Wald. Hier ist das Wetter noch gut, doch von weiter Norden drückt bereits die Feuchte herein. Bei Ramstein versuche ich gegen den starken Wind nochmals an die Basis zu steigen. Doch es ist vergebens. Das zerklüftete Gelände südlich von Bad Sobernheim lädt nicht gerade zur Außenlandung ein, und so bin ich froh, dass das vertraute Brummen des Turbos mich schließlich zurück nach Nastätten trägt.
Für den folgenden Mittwoch kündigt sich wieder Wetter an. Per What’s App sind die anderen Junioren schnell motiviert und so bereiten Marcel Kaspari (Hornet), Max Karl (DG1000) und ich bereits am Dienstag Abend alles vor. Am Mittwoch Morgen dann leichte Ernüchterung. TopMeteo hat zurückgerudert. Für den Thermikbeginn trifft der niederländische Rasp jedoch meist am Besten zu. Und der verspricht erste Wolken zwischen zehn und halb elf. Also los.
Der erste Bart steht immer, und zwar wirklich immer, an der Autobahn, die durch ein kleines Tal den Hunsrück quert. Zwei Minuten bevor ich dort ankomme, bildet sich die Wolke. Es geht bereits mit zwei Metern. Bernd Fischer hat die Luftmassenverteilung für diesen Tag sehr gut beschrieben. Einzelne Nord-Süd Streifen mit unterschiedlicher Feuchte. Nach Süd-Westen fliegen wir leider in die etwas trockenere Luft. Kurz vor Idar-Oberstein dann der Wechsel vom ‘Soonwald’ kommend auf den ‘Schwarzwälder-Hochwald’. Hier muss ich kurz parken, bis das Wetter vor mir aufbaut. Danach geht der im Wind liegende Kamm aber super. An der Saar wende ich, nun heißt es gegen den strammen Nord-Ost Wind kämpfen.
Das hügelige Gelände nördlich des Pfälzer Waldes ist bei stärkerem Wind oft etwas eklig. Bis zum Donnersberg kann ich mich gerade so durchschwabbeln. Aus dem Lee gelingt dort dann wieder der Anschluss. Wann wird das Wetter endlich besser? Der Einstieg in den Odenwald ist noch etwas spannend, doch mit jedem Kilometer nach Osten wird die Basis höher und die Steigwerte besser. Gegen den Wind gelingt so ein 90er Schnitt. Kurz vor Bayreuth wende ich, die Optik nach Nord-Westen ist schwierig. Doch der Tag überrascht. Mehrmals frage ich mich, wie ich denn irgendwie auf den nächsten zehn Kilometer Höhe machen soll und ziehe kurz darauf drei Meter. Und das mit Wasser und Mücken.
Auch die Schnittgeschwindigkeit steigt nun endlich an. Nördlich des Sauerlandes wende ich wohl etwas zu früh im Luftraum von Paderborn. Der Rückenwind drückt und das Sauerland geht abends einfach so gut, dass es aus Nastätten sinnvoll ist, dieses auf Kilometer 40 so spät wie möglich zu verlassen. Um 19 Uhr sind wir alle wieder daheim, die 900 Kilometer geknackt und die Basis ist immer noch bei über 2000 Metern. Max zieht zu diesem Zeitpunkt sogar nochmal knapp 4 Meter. Doch beim Verlängern mache ich einen kleinen taktischen Fehler. Etwas zu lange fliege ich gegen den Wind an, die Wolkenoptik erscheint mir noch gut, doch irgendwie geht es nicht mehr. So reicht es am Ende nicht ganz für die 1000 Kilometer. Aber egal, an diesem Tag fliegen wir alle unsere bisher punkthöchsten Flüge und sind froh, die Möglichkeit und den passenden Startplatz zu haben, solche Tage voll auszureizen.
 
Moritz Althaus
 
Blick auf den Taunus nach Start,
die Thermik setzt meist vor dem
Hunsrück ein, nur der Luftraum stört.
Flugplatz Ramstein von oben
Landschaftsbild in Frankreich
Letzte Wolke vor
Rheintal-Querung
Marcel Kaspari und
Moritz Althaus
vor dem Start
Wellenaufwind am Taunus
 

Dienstag, 10. Juli 12. Runde U25: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Aalen und Lichtenfels Artikel übersetzen

Eine Chance hat an diesem Wochenende fast jeder, der Nordosten kann sogar mit komfortablen zwei Versuchstagen Punkte scheffeln. Genutzt haben die Möglichkeiten viele U25 Liga-Teams, was die Runde besonders spannend macht. Insbesondere für die derzeitigen Top-Vereine geht es um wertvolle Punkte. Vorneweg fliegt weiterhin Königsdorf; Lichtenfels und Aalen liefern sich knapp dahinter ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen um Silber.
Es muss nicht immer die große Truppe sein. In Lichtenfels hat sich ein Dreiergespann gefunden, dass zusammen, wie man an den Ergebnissen sieht, richtig Gas gibt. Natürlich heißt das für alle jedes Wochenende alles geben. Aber das ergibt sich. “Wir kommen einfach zum Flugplatz und fliegen drauf los“, erzählt Dominik Biesenecker. Sie haben sich anfänglich das Ziel gesetzt, unter die Top 10 zu kommen. Bereits die ersten Runden laufen so hervorragend, dass sie ihr Ziel hochschrauben. An Königsdorf wollen sie dranbleiben und hier Druck machen. Leider gibt es eine wetterbedingte Nullrunde, ärgert sich Dominik, so dass der Anschluss leicht abgerissen ist. Dennoch, ein Treppchenplatz ist definitiv der Plan in dieser Saison. Dieses Ziel motiviert, jede Woche anzutreten und natürlich die neue Nachwuchsförderung (U25 Pilotenprofil). Immerhin sind dank der konsequenten Speedflüge im Rahmen der U25 Liga alle drei Lichtenfelser hier mehr als verdient unter den ersten zehn. Eine geniale Leistung. Und nicht nur das, Philipp Lauer führt den Reigen seit Wochen an.
Schauen wir uns die Flüge an. So haben sowohl die Lichtenfelser, als auch der Rundenzweite Königsdorf die Herausforderungen zu Beginn ihrer Flüge zu meistern. Während sich Lichtenfels 60 bis 70 Kilometer durchs Blaue an die ersten Wolken herantasten muss, dümpelt Königsdorf anfänglich unter 8/8 Bewölkung. Klar wirkt sich das auf die Geschwindigkeit aus, aber am Ende läuft es. Das mutiges Losfliegen, auch bei scheinbar nicht so optimalen Bedingungen lohnt, zeigen die Endresultate. Die Drittplatzierten dieser Runde sind erneut die beiden Gifhorner „Raser“. Mittlerweile ist die Leistung des Zweiter-Teams fast keine Überraschung mehr. Denn erneut schafft Dennis Polej den schnellsten U25-Flug. Wie gelingt das? Man könnte meinen, er hat das Kurbeln einfach eingestellt. Keine fünf Prozent verwendet er innerhalb des zweieinhalb Stunden-Fensters für zeitraubendes Kreisen. Auch Nico Klingspohn steht in dieser Runde nicht ganz so auf das Kurbeln und bringt den zweitschnellsten Flug ein. Natürlich können die beiden dank des kräftigen Windes auf den Rückenwindschenkeln ordentlich Speed zu machen.
Schlussendlich haben alle vorn fliegenden Teams ihre Wetterbedingungen bestmöglich genutzt und es damit der Konkurrenz nicht leicht gemacht.
Rundenwertung U25: 1. AC Lichtenfels (BY) 265,77 Speed/50 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 262,67 Speed/49 Punkte, 3. LSV Gifhorn (NI) 243,49 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 12: 1. SFZ Königsdorf (BY) 554 Punkte, 2. AC Lichtenfels (BY) 506 Punkte, 3. LSR Aalen (BW) 496 Punkte

Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
 

Dienstag, 08. August Gutes Flugwetter bringt Braunschweig wichtige Punkte Artikel übersetzen

Na also, es geht ja doch noch etwas mit guter Thermik am Wochenende in unserer Region sowie in Norddeutschland und in den neuen Bundesländern. Jeder, der den Sonntag nicht nutzen konnte, kann sich ärgern, weil bei guter Thermik endlich mal wieder seit einer langen wetterbedingten Durststrecke Flüge um acht Stunden möglich waren. Und das wurde von unseren Piloten auch ausgiebig mit einer Meldung von 11 eingereichten Bundesligaflügen umgesetzt.
Unser schnelles Bundesligatrio sieht folgendermaßen aus:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 119,28 Speedpunkte,
Jens Rabe, Discus bT, 111,20 Speedpunkte,
Joerg Meyer, ASW 20 WL, 107,42 Speedpunkte,
Bennewitz trieb sein mit Wasser gefülltes Gelat vom Segelflugzentrum Braunschweig-Waggum erneut bis in den polnischen Luftraum und wendete in Jelena Gora (Hirschberg). Sein Logger wies am Abend satte 863 Kilometer aus.
Rabe absolvierte ein angemeldetes Dreieck von 597 Kilometern und wendete nördlich von Senftenberg und über Jena. Meyer hatte stolze 656 Dreieckskilometer abgespult und kehrte südöstlich von Cottbus um und schaute zudem auch in Jena vorbei.
Zudem waren noch Rolf Radespiel, Markus Schmied mit Julius Fasterling, Peter Montag mit Christoph Noack, Ulrich Böhne, Rolf Wagner, Günter Bertram und Olaf Schwarz in der Löwenstadt gestartet. Hayung Becker steuerte noch einen Flug aus seinem Ferienfluglagerdomizil Laucha bei.
Dieser Rundensieg ging mit flotten 362,30 Speedpunkten an den Aero-Club Pirna. Der neue Deutsche Meister dieser Saison kommt aus Baden-Württemberg und ist der LSR Aalen, der mit 248 Punkten nun vor den letzten beiden Runden uneinholbar führt.
Wir liegen jetzt mit nunmehr 104 Punkten auf Rang 17.
 
Rolf Wagner
 
Der entschlossene Blick unseres zurückgekehrten „Urlaubers“ Karsten Bennewitz dokumentiert seinen Tatendrang.
Karsten Bennewitz ist unterwegs im Wolkenstraßenrausch über dem polnischen Zauberwald.
 
Die weltbekannte Rennstrecke Lausitzring aus der Vogelperspektive.
 

Montag, 07. August AC Pirna - Das Jagdfieber ist entfacht, für Uwe. Artikel übersetzen

Die Bundesligasaison neigt sich dem Grand Finale - der Showdown ist im vollen Gange. Ein recht anspruchsvolle Ligasaison steckt den Piloten des ACP im Hintern und in den Flächen derer Leistungssegelflugzeuge. Wetterkapriolen brachten den Geduldsfaden sehr oft nah ans zerreißen - einzelne Lichtblicke hielten die Motivation am köcheln - doch der Paukenschlag in Runde 17 entfacht Feuer der Siegens wie der Stich in ein Wespennest. In mehrern Gruppe bäumten wir uns an diesem Wochenden gegen den Verfall in die Tiefen der Abstiegsränge.
Erst Samstag mit bereits guten Leistungen durch Uwe Augustin, Franco Fritzsch und Benjamin Schüch und dann der Sonntag mit einer überirdischen Leistung der drei Musketiere Kai Glatter, Immanuel Weigel und Ralf Andrich. Die Aufteilung der Gruppen auf unterschiedliche Regionen war eine hervorragende taktische Entscheidung. Der AC Pirna staffelte sich mit Teams in Görlitz (Benny, Franco), Bronkow (Kai, Lutz, Immanuel) und Pirna, verteilt auf den Samstag und Sonntag. Untersützung gab es von der Turbofraktion Uwe Augustin und Ralf Andrich. Mit unglaubichen 362,30 Speedpunkten gelang ein Paukenschlag - endlich der erste Rundensieg der Saison und dazu ein ganz wichtiger. 20 Punkte hieven den Club aus den Niederungen auf einen Nichtabstiegsplatz.
Doch durchatmen ist nicht - in noch zwei verbleibenden Runden ist höchste Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft gefragt - der AC Pirna will auch 2018 erstklassig fliegen. Diesen Rundensieg widmen wir unserem Freund Uwe; du bleibst immer in unseren Herzen.
 
Text und Fotos: Robert Paul / Benjamin Schüch
 
Gute Optik am Samstag - dennoch durch Warmluft langsamer als Sonntag.
Am Sonntag ging der Highway nach Polen deutlich besser.
Trio Weigel, Ebert und Glatter nach erfolgreichem Flug in Bronkow.
 

Montag, 07. August Titelverteidigung und Hattrick fürs SFZ Artikel übersetzen

Obwohl am Samstag das Segelflug Wetter in Königsdorf alles andere als optimal war und sonntags gar nicht ans Ligafliegen zu denken war, steht das SFZ Königsdorf bereits drei Runden vor Schluss als Titelträger in der internationalen Alpenliga fest. Genau wie der LSR Aalen in der Bundesliga auch. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH auf die Alb! Ich glaube nicht, dass es in der Ligageschichte es schon mal drei Runden vor Schluss gab, dass zwei Sieger vorzeitig feststanden!?
Allzu viel Hoffnung hatten wir am Samstag nicht, trotzdem wollten wir natürlich nichts unversucht lassen, zumindest die Mindestwertung zu erzielen. In einem kurzen Wetterfenster erzielte Mathias Schunk zwischen Isartal und Plansee mit 58,0 km/h die beste Wertung, musste dabei aber nach 1:50h bei Krün den Motor nutzen, um dort nicht auf einer Wiese landen zu müssen. Volker Niemann war in Fayence mit 42,3 km/h zweitschnellster SFZ Pilot und das Alpenliga Trio wurde von der DG1000 Crew Willi Prestl und Markus Schweiger vervollständigt, welches mit 39,3 km/h minimal schneller war, als Klaus Peter Renner, der es auf 34,6 km/h brachte. Damit waren wir als Trio zwar nur unwesentlich schneller als Heiko Hertrich mit seinem Flug von La Motte aus, aber wir landete auf Rundenplatz elf, da in den Nordalpen ansonsten wenig ging.
Junioren fliegen auf ihren alten Heimatplätzen
Am Samstag hatte Nikolai Wolf, der am Klippeneck Wettbewerb den neutralisierten Tag zu einer Wertung von 73,2 km/h nutzte bereits eine ansehnliche Junioren Wertung erzielt. Das Juniorentrio vervollständigte Emanuel Schieck mit 44,4 km/h und Lukas Keibel mit 27,2 km/h, die im Alpenvorland flogen. Aufgrund des für Sonntag im Bereich nördlich der Donau sehr gut vorhergesagten Wetters und des Dauerregens in Königsdorf, wollten die Junioren nichts dem Zufall überlassen und so fuhren einige auf ihre ehemalige Heimatflugplätze, um von dort aus zu fliegen.
Johannes Beyer startete in Stahrinen am Bodensee mit einer Ka 8 und erzielte 64,7 km/h. Viele Ka 8 Wertungen hat es wohl noch nicht in einem Ligatrio gegeben!? Vincent Heckert, der den Besuch seiner Freundin mit einem Ligaflug verbunden hatte, startete in Laichingen und überlies den Flieger im Anschluss Jakob Edmaier. Sabine Wisbacher startete, genau wie Katharina Jocham in Fürth Seckendorf, wo die beiden nur unwesentlich langsamer als die Jungs auf der schwäbischen Alb waren. Leider erlaubte das Wetter dort keinen weiteren Flug im Anschluss für Emanuel Schieck mehr. Eine perfekte Teamleistung, sich auf mehrere Startorte aufzuteilen war vom Teamgedanken für den Teamerfolg genial und die Tatsache, dass Jan Kleu, der selbst nicht fliegen konnte ein Flugzeug nach Fürth zog, damit Katharina, deren Auto kaputt war, dort fliegen konnte, zeigt das perfekte Teamgefühl bei unseren Junioren!
 
Mathias Schunk
 
Kein gutes Flugwetter auf der Nordseite der Alpen: Mathias Schunk bei einem zufälligen Treffen mit Roland Henz (Foto: Roland Henz)
Mit einer Ka8 in die Ligawertung: Johannes Beyer flog von Stahringen aus
Königsdorfer Mädelspower in Fürth Seckendorf: v.l.n.r.: Helfer Emanuel Schieck, Sabine Wisbacher und Katharina Jocham (Foto: Jan Kleu)
 

Freitag, 04. August DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde Artikel übersetzen

herausgegeben am 04.08. 2017 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG setzt sich in ganz Deutschland bei geringen Luftdruckgegensätzen leichter Hochdruckeinfluss durch, im Südwesten sickert allerding feuchtere Meeresluft ein. Der Alpenraum bleibt unter dem Einfluss feuchtlabiler Warmluft. In der Nacht zu Sonntag schwenkt von Westen her ein Randtrog herein, der im Nordseeumfeld, sowie im Südosten Deutschlands zu einer Labilisierung der Luftmasse führt.
Die Küstenbereiche und die Gebiete südlich der Donau werden am SONNTAG Vormittag noch von dem nach Osten abziehenden Randtrog mit feuchterund labiler Luft beeinflusst. Für die restlichen Landesteile dominiert Absinken und im Tagesverlauf baut sich von Nordfrankreich
bis in den Mittelgebirgsraum ein Hochdruckgebiet auf.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG mäßige, im Süden teils gute Thermik, zeitweise zerrissen und lokal durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG im Norden mäßige bis gute Thermik im Süden. Teils Blauthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Es entwickelt sich im Norden mäßige bis gute CU-Thermik, im Westen zeitweise abgeschirmt. Im Süden kann sich aufgrund von dichterer Bewölkung nur geringe Thermik entwickeln.
SONNTAG: Oft kann sich oft gute Thermik entwickeln, teils als CU-Thermik, teils aber auch als Blauthermik mit CU gezeichnet.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG aufgrund des hohen Bedeckungsgrades nur geringe Thermik bis FL060. Über den Alpen überentwickelt und nicht nutzbar.
Am SONNTAG keine nutzbare Thermik.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Mittwoch, 02. August SFG Giulini: Kein Wetterglück im Rheintal Artikel übersetzen

Am Samstag kämpften wir in der Rheinebene mit Warmluft in Verbindung mit starkem SW-Wind. Leider reihte es weder im Wind auf, noch konnte man den Wind für Hang oder Welle nutzen. Das Ergebnis waren anstrengende Flüge mit viel Kampf in pampiger Thermik, oft tiefe Gangart und gerade mal 50ziger Schnitte.
Am Sonntag blies der Wind dann noch stärker, aber immer noch unbrauchbar für den Hang an der Bergstraße oder der Welle am Pfälzer Wald. Die Hoffnung war, dass es vor der herannahenden Front labiliesiert und sich vernünftige Segelflugbedinungen einstellen. Dies geschah auch - leider viel zu kurz. Schon kurz nach 14 Uhr durchflogen wir den ersten Regen, kurz danach war auch endgültig Schluß und schnelles Einpacken vor dem großen Regen war angesagt.
Eine Stunde, in der man sich gerade so in der Luft halten konnte, dann die eine gute Stunde mit brauchbarer Aufreihung und noch ein wenig Abgleiten waren zu wenig um gute Ergebnisse zu erzielen. Es gelang Charly Müller (Ventus cT, CS), Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) und Steffen Schmidt (ASW-22, MiG) lediglich von den niedrigen 50ziger Schnitte am Samstag auf hohe 50ziger Schnitte zu verbessern - lustig, aber chancenlos gegen den Rest und vor allem den Ith-Racern. Der Trostpunkt läßt uns auf Tabellenrang 12 abrutschen. Aber uns bleiben ja noch 3 Runden...
 
Uwe Melzer
 
Samstag: verblasene Warmluftthermik Zusammen mit Schotti in der LAK-12 Sonntag 14:20 Uhr: Regen 

 


Mittwoch, 02. August LSG Fallersleben: In die Abstiegszone gerutscht Artikel übersetzen

Das Wochenende der Runde 16 unterschied sich in Norddeutschland von der Vorwoche nur durch starken (Hang-)Wind und höhere Temperaturen. Auf thermische Überlandflugmöglichkeiten musste man in Ummern wieder bis Sonntagnachmittag warten. Leider hatten dieses Wochenende nur wenige LSG-Piloten die Geduld, solange am Flugplatz zu bleiben. So flogen in Runde 16 nur Nico Kämpf (ASW15b) und Benno Beesten (Nimbus 4M) von Ummern überland. Nico meisterte seinen 50km-Flugauftrag nach Salzwedel bravourös und ist seinem Luftfahrerschein ein gutes Stück näher gekommen. Leider reichte Nicos Strecke nicht für eine Bundesligamindestwertung.
Für beide ummeraner Piloten war das Wetter vom starken Südwestwind geprägt und das Nutzen von Aufreihungen war essentiell. Dass man dabei auch daneben greifen kann, musste Benno erfahren. Nach einem Sprung durch eine Wolkenlücke begann die Aufreihung auf der anderen Seite abzuschauern. Beim seitlichen Ausweichen kam Benno dann zu tief und musste in der Platzrunde von Stüde den Motor bemühen. Danach blieb nur noch das Ziel über die Mindestwertungsstrecke zu kommen und der LSG den Ehrenpunkt zu retten. Durch erfolgreiches Nutzen von Aufreihungen zwischen Wilsche und Salzwedel gelang dieses. Nun wollte Benno ohne weitere Motornutzung nach Ummern zurückkehren. Gegen den auf 49km/h aufgefrischten Wind wurde das bei der früh nachlassenden Warmluftthermik zu einem anspruchsvollen, aber von Erfolg gekrönten Vorhaben.
Mit nur einem Punkt in Runde 16 rutschte die LSG erstmals diese Saison auf einen Abstiegsplatz und viele Vereine knapp über uns konnten gut punkten. Aber noch bleiben drei Runden zum Kämpfen.
 
Benno Beesten
 
Phasenweise schöne Wolkenstraßen.
Noch viel Wasser auf den Feldern.
Der Heimweg wird nicht einfach.
 

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