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Tuesday, 25. September DSV Awareness Campaign September 2018 - „Fliegen im Umfeld von Flugplätzen mit und in TMZ (mit Hörbereitschaft)“ translate news

Der DSV informiert über das Fliegen in der Nähe von TMZ und die richtige Nutzung in der TMZ informiert. Hiermit werden die DSV Awareness Campaign vom Juli 2018 über das Fliegen in der Nähe von Kontrollzonen ergänzt.
Die TMZ (Transponder Mandatory Zone) wurde vom Segelflug vor vielen Jahren initiiert und im Rahmen der Luftraumplanung erfolgreich eingesetzt. Seit Frühjahr 2017 ist die Regelung zur Nutzung der TMZ mit der dringenden Empfehlung „ …mit Hörbereitschaft…“ erweitert worden. Das bedeutet, dass alle Luftfahrzeuge, die mit Transponder ausgestattet sind, die TMZ der Flugplätze ohne Freigabe befliegen dürfen. Zur Erhöhung der Flexibilität während des Aufenthaltes in der TMZ wird auf der in der Luftfahrtkarte veröffentlichten „Monitor Frequenz“ Hörbereitschaft gehalten und dies durch den dort ebenfalls jeweils für den Standort vorgegebenen Transpondercode angezeigt. Die konsequente Nutzung ermöglicht dem Fluglotsen im Bedarfsfall die Kontaktaufnahme zum VFR-Verkehr zur Verbesserung der Situational Awareness für alle Beteiligten. Auch sind allgemeine Rundrufe durch den Fluglotsen möglich.
Das Format Awarness Campaign ist Teil der Luftraumarbeit des DSV. Wir kümmern uns mit Experten als Fachverband Segelflug um den Luftraum für den Segelflug. Am besten unterstützt ihr diese Aktivitäten durch eure Mitgliedschaft im DSV.
 
Mehr dazu findet sich hier.
 

Sunday, 23. September OLC Liga-Finale am 6. Oktober um 13:00 Uhr in Poppenhausen / Rhön translate news

An Sport-Spannung nicht zu überbieten war das Finale der Segelflug-Bundesliga 2018. Lag die LSG Bayreuth in der vorletzten Runde noch knappe 7 Punkte hinter dem LSR Aalen auf Platz zwei, so konnten die Bayreuther mit einem furiosen Endspurt in der letzten Runde an den Aalenern noch vorbei ziehen und mit hauchdünnen zwei Punkten Vorsprung den Titel ‘Deutscher Meister Segelflug-Bundesliga‘ fest machen.
Mit diesem Ausgang hat sich das OLC Liga-Format wieder einmal selbst bewiesen: Spannung pur im Vereins-Breitensport von der ersten bis zur letzten Runde Ende August. Und das gilt nicht nur für die Sieger, sondern insbesondere auch für die Aufsteiger in der zweiten Segelflug-Bundesliga und in der Quali-Liga.
Am 6. Oktober wird im Steinrück-Haus in Poppenhausen mit dem OLC Liga-Finale dieser herausragenden Saison ein krönender Abschluss zelebriert. Aber die Zielsetzung dieses Segelfliegertreffens ist nicht nur das Überreichen von Urkunden und Pokalen, sondern im Mittelpunkt stehen umfassende Informationen um den sportorientierten Segelflug.
Hier in Stichworten das Programm:
- Das Wetter in der Liga-Saison 2018 … geht es noch besser?
- Bitterwasser-Cup 2018: Ein Trip nach Bitterwasser
- Resümee ‘ein Jahr mit dem OLC-Discus‘ … Erlebnisse und Erfahrungen in 2018
- Präsentation 'Nutzer des OLC-Discus für 2019'
- Teilnehmer am 1.000 km Camp in Bitterwasser
- Markant: Die U25-Liga
- Zuckerbrot-Aktion: Die OLC LS 8 neo für U25 Piloten
- Präsentation: SFZ Königsdorf, Deutscher Meister U 25-Liga
- Präsentation: AC Schweinfurt, Deutscher Meister Quali-Liga
- Präsentation: SFG Steinwald, Deutscher Meister 2. Segelflug-Bundesliga
- Präsentation: LSG Bayreuth, Deutscher Meister Segelflug-Bundesliga
 
Selbstverständlich ist im Steinrück-Haus auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Kaffee, Kuchen, heiße Würstchen und Deftigeres!
Der OLC freut sich auf eueren Besuch.
Der Eintritt ist frei (aber Smilies sind erwünscht).

Thursday, 06. September Segelflug-BUNDESLIGA 2018: Die Auf- und Absteiger stehen fest translate news

Am vergangenen Wochenende ging die Bundesliga-Saison 2018 in einem noch nie dagewesenen, hochspannenden Finale zu Ende. Der LSR Aalen wurde trotz leichtem Vorsprung noch auf der Zielgeraden von Bayreuth überholt und wird nach dem Sieg im vergangenen Jahr nun Deutscher Vizemeister. Der Titel "Deutscher Meister 2. Segelflug-Bundesliga" stand mit der SFG Steinwald  schon vor der Finalrunde fest (Bernd Fischer von TopMeteo berichtete hier). Wie immer steigen die ersten sieben Vereine der 2. Segelflug-BUNDESLIGA in die Segelflug-BUNDESLIGA auf. Die jeweils letzten sieben Clubs steigen in die nächstuntere Liga ab.

Am 6. Oktober um 13.00 Uhr werden die Sieger und die Aufsteiger beim OLC Finale in Poppenhausen gebührend gefeiert!       
 
                                                                                                                                      
Endstand Segelflug-BUNDESLIGA 2018:
 
# Punkte
1 262,00
2 260,00
3 219,00
4 184,00
5 183,00
6 174,00
7 164,00
8 159,00
9 159,00
10 156,00
11 153,00
12 145,00
13 143,00
14 136,00
15 135,00
16 133,00
17 133,00
18 130,00
19 123,00
20 120,00
21 119,00
22 117,00
23 115,00
24 115,00
25 108,00
26 93,00
27 68,00
28 60,00
29 38,00
30 33,00
 
Endstand 2. Segelflug-BUNDESLIGA 2018:
 
# Punkte
1 296,00
2 272,00
3 221,00
4 200,00
5 198,00
6 198,00
7 192,00
8 181,00
9 180,00
10 161,00
11 160,00
12 156,00
13 133,00
14 132,00
15 123,00
16 118,00
17 112,00
18 110,00
19 107,00
20 106,00
21 101,00
22 95,00
23 95,00
24 90,00
25 77,00
26 72,00
27 68,00
28 57,00
29 46,00
30 10,00
 
 
 
 

 


Tuesday, 04. September Das OLC U25 Speed-Camp auf der Wasserkuppe … ein krönender Saisonabschluss translate news

Zehn herausragende U25 Liga-Juniorpiloten hatten die Einladung des OLC angenommen und waren auf der Wasserkuppe zum U25 Speed-Camp zusammen gekommen. Sie stammen aus dem gesamten Bundesgebiet … von Burgdorf über Gifhorn, Hammelburg, Grabfeld, Grabenstetten, Lichtenfels, Eichstätt bis Königsdorf.
Mit diesem Projekt plante der OLC wieder einmal einen Versuchsballon in Richtung ‘innovatives Segelfliegen‘ und bot ein Trainingslager speziell für Junioren an, welches sich am bekannten IGC Grand Prix Format orientierte. Den TOP-Nachwuchspiloten wollte man hier die Möglichkeiten aufzeigen, in dieser Form Defizite bei eigenen Fertigkeiten zu erkennen … oder aber zumindest zu checken, wo man steht. Kaum etwas anderes ist für ein derartiges Vorhaben geeigneter als das Grand Prix Format mit seinen exzellenten unmittelbaren Vergleichsmöglichkeiten.
Gleich nach dem Liga-Ende, also schon am darauffolgenden Montag, reisten die Teilnehmer an, um dann am nächsten Tag eine kleine Grand Prix Aufgabe mit 174 km zu fliegen. Alle erledigten dies mit Bravour, wenngleich dann der Tagesschnellste doch überraschte: Es war der junge Eric Schneider aus Hammelburg, der mit seiner LS4 allen LS8en und Discen eine lange Nase zeigte und die Ziellinie als erster überquerte. Insbesondere der Zweitplatzierte Philipp Lauer musste etwas Federn lassen, denn in der allerletzten Phase des Race blieb ihm nichts anderes übrig als vorzufliegen, um noch einige Meter zu erkurbeln, damit es zum Zielüberflug reichte. Eric Schneider hingegen gelang es kurz dahinter noch etwas Höhe zu ersteigen, um dann am etwas tieferen Philipp Lauer vorbeizuziehen und als erster über die Ziellinie zu fliegen. Absolut spannend war es, alles im OGN Online-Tracking mit zu verfolgen.
Sieger an diesem ersten Tag war aber das Grand Prix Format als solches. Denn ganz entspannt handelten alle Teilnehmer das komplette Prozedere, auch beim Zielüberflug lief alles sehr diszipliniert ab. Wie an einer Perlenkette aufgereiht kamen die Junioren nacheinander an und überflogen die Ziellinie in der regelkonformen Höhe.
Der darauffolgende Tag (Mittwoch) war meteorologisch eine Geduldsprobe … man stand zwar akkurat in der Startreihe, aber die Thermik wollte und wollte nicht auslösen. Und kaum war um 15:30 Uhr der Tag neutralisiert, bildeten sich über der Rhön die ersten Wolken. Einzig Mike Bauer erkannte seine Chance, startete und gönnte sich einen atemberaubenden Lust-Flug im präfrontalen Bereich. Der Flug findet sich hier im OLC.
Die Erkenntnis aber aus diesem Tag wird man beim nächsten U25 Speed-Camp nutzen. Falls ein Tag zwar für eine Grand Prix Aufgabe an sich als nicht machbar erscheint, aber es dennoch fliegbar ist, wird man einfach umswitchen und nach OLC Speed-Regeln fliegen – in einem Trainingslager kein Problem … die Endwertung spielt ja definitiv nur eine Nebenrolle.
Atemberaubend schlecht und absolut eineindeutig waren dann die Wetterprognosen für den Donnerstag – es war definitiv Pause angesagt, der Besuch des Segelflugmuseums stand auf dem Programm.
Aber der Freitag sollte es dann doch noch bringen … eine Grand Prix Task über 220 km stand an. Obwohl sich alles gut anließ, besserte sich das Wetter nicht wie prognostiziert. Das führte dann dazu, dass fast alle Teilnehmer nach Umrundung der ersten Teilaufgabe wieder auf der Wasserkuppe landeten. Aus Sicht eines Traningsfliegens war der Tag jedoch keineswegs verloren, denn bestimmt 65 % der Aufgabe waren ja gemeistert!
Am Samstag ging man das Finale des Meetings an. Die Aufgabe war die gleiche wie am Vortag. Und es sah am späten Vormittag auch ganz hervorragend aus. Allerdings ein Nachteil stellte sich später doch ein … es breiteten sich um die Mittagszeit herum die Cu’s ganz markant aus und man hätte fast mit dem Startbetrieb Probleme bekommen. Letztlich ging es noch einmal gut, um 13:35 Uhr war die Linie offen und das Feld machte sich geschlossen auf den Weg. Schon an der ersten Wende Alsfeld bildeten sich zwei Gruppen und es gelang danach der zweiten Gruppe nicht mehr, wieder zur ersten Gruppe aufzuschließen. Dieses Zurückfallen und die darauf folgenden Aufholbemühungen machten den gesamten Verlauf, wenn man das im OGN-Tracking beobachtete, sehr spannend und umso packender, je mehr sich der kleine Führungspulk dem Ziel näherte. Die Frage, die beim Grand Prix immer in der Luft liegt ist stets: Wer hat die entsprechenden Höhenreserven, um in einem Sprint (wie bei der Tour de France) die anderen auf den letzten Metern abzuhängen und über die Ziellinie zu jagen. Diese Spannung ergab sich an diesem Tag jedoch nicht, und so überflogen Dennis Polej, Philipp Lauer und Christian Lampert kurz hintereinander diszipliniert die Ziellinie.
Im anschließenden Video-Debriefing wurden die einzelnen markanten Phasen des Tages nochmals aufgezeigt und ausgiebig diskutiert.
Fazit der Veranstaltung: Es war eine kompakte fünftägige Angelegenheit. Die Wasserkuppe mit dem Personal der Fliegerschule unter der Leitung von Schulleiter Harald Jörges ist hervorragend geeignet für derartige Veranstaltungen im Grand Prix Format. Mustergültig war aber auch die Betreuung von Naviter/SoaringSpot (Andrej Kolar) und OGN (Dominic Spreitz). Die eindeutigen Sieger unterm Strich waren die außerordentlich diszipliniert fliegenden U25-Juniorpiloten, sie setzten fraglos mit diesem Meeting der 2018er Flugsaison ein Sahnehäubchen auf.
 
Hier finden sich alle Tagesberichte mit den Links zu Wertungen und Videos.
 
Bilder: Eric Scharfenort (CvD OLC-Magazin)
 
 
 
Der U25 GliderRace-Grid 2018: Ganz vorne der spätere winner Denis Polej (Gifhorn)
Eine markante Bereicherung: Mit dem OGN Online-Tracking stetst im Bilde, was sich unterwegs tut.
Die Fliegerschule Wasserkuppe der Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe e.V. (GFS), ein für das Grand-Prix Wettbewerbsformat prädestinierter Austragungsort.
Die Teilnehmer des OLC U25 Speed-Camps (von links): Hen­rik Theiss (FLG Graben­stet­ten), Mike Bauer (FC Eich­stätt), Philipp Lauer (AC Licht­en­fels), Chris­t­ian Lam­pert (FSV Grabfeld), Den­nis Polej (LSV Gifhorn), Patric Rießner (AC Lichtenfels),Yannik Fre­und (LSV Burgdorf), Dominik Biese­necker (AC Licht­en­fels), Eric Schnei­der (FSG Ham­mel­burg), Johannes Beyer (SFZ Königsdorf).
Die besten am ersten Tag (von links): Philipp Lauer 2. (AC Lichtenfels), Eric Schneider Sieger (FSG Hammelburg), Mike Bauer (FC Eichstätt)
Ziel erreicht ... Zielüberflug und Wasserhahn auf!
Die besten am 4. Flugtag (von links): Christian Lampert 3. (FSV Grabfeld), Dennis Polej Sieger (LSV Gifhorn), Philipp Lauer 2. (AC Lichtenfels)
Mit dem Softwareprodukt SeeYou/NAVITER erfolgte die Auswertung. Die Präsentation war perfekt in SoaringSpot eingebunden. Markant konnte man über eine Animation die Flugphasen im Nachhinein bis in's Kleinste aufbereiten - genial!
Markante Köpfe im Deutschen Segelflug (von links): Gerd Peter Lauer (zusammen mit Reinhard Schramme Deutscher Meister 2005) und sein Sohn Philipp Lauer (Sieger der OLC U25 Pilotenprofil-Wertung 2018, qualifiziert für die Deutschen Meisterschaften in der Standard-Klasse 2019, qualifiziert für die Junioren-WM in der Club-Klasse 2019)
 
 

Wednesday, 29. August FLG Blaubeuren: Fulminantes Liga Finale translate news

Nun ist sie vorbei die wohl spannendste Bundesliga Saison aller Zeiten. Neunzehn Runden lang kämpften die 30 besten Vereine aus der Republik um den begehrten Ligapokal. Für die wenigen Piloten der FLG Blaubeuren war es ein sehr erfolgreiches Jahr, wobei zum Schluss ein kleiner Wehrmutstropfen hingenommen werden musste.
Der Sonntag zeichnete sich als der Tag aus, der den Abschluss der Saison bringen sollte. Zunächst galt es jedoch ein logistisches Problem zu bewältigen, da beide Schleppmaschinen der FLG unterwegs waren. So wurde kurzerhand die Winde aufgebaut sowie bei den befreundeten Fliegerkameraden aus Oppingen angerufen. Hier kam Bernd Sebald mit deren Schleppmaschine um die Piloten der FLG zu ihren Ligaflügen zu schleppen. Der zuerst an der Winde gestartete Sebastian Wastl machte sich auf den Weg entlang der A 7 Richtung Norden. Philipp und Martin Söll mit Copilot Michael Heiß flogen zunächst gen Osten. Charlie Bauder und dessen Sohn Sebastian machten sich Richtung Westen auf. Nachdem die Wolken bei Harburg nicht zuverlässiges Steigen brachten kehrte Philipp Söll auch Richtung Westen um. Das Arcus Team Heiß und Martin Söll kämpften sich weiter Richtung Osten bis hinter Eichstätt im Altmühltal. Bei klarer Sicht und guter Steigwerte ging es für sie über Franken hinweg nach Westen bis Rothenburg ob der Tauber und erneut in den Osten.
Die beiden Bauders und Philipp Söll versuchten währenddessen ihr Glück im Schwarzwald. Um 15 Uhr meldete Wastl im Funk, dass er die 230 Kilometer entfernte Wasserkuppe in der Röhn erreicht hat und sich nun wieder auf den Rückflug nach Blaubeuren auf macht. Dort warteten schon seine Vereinskollegen mit einem kühlen Bier um auf die erfolgreiche Saison anzustoßen. Trotzdem dass die FLG Piloten in alle Himmelsrichtung verstreut flogen, waren deren Ligapunkte nahezu gleich. So kamen Sebastian Bauder mit 112,89 Punkten, Team Heiß und Söll mit 112,30 Punkten und Philipp Söll mit 109,49 Punkten in die Wertung.
Dies reichte immerhin für Rundenplatz 17 und somit zog der AC Lichtenfels, welcher Rundenplatz 3 erreichte um einen Platz noch knapp an den Blaubeurer vorbei auf Platz vier. Dass es in Bayern besser lief zeigte auch der knappe Wechsel an der Spitze. So überholte die LSG Bayreuth dank Rundensieg noch den LSR Aalen mit nur 2 Punkten Abstand und sicherte sich somit den Pokal, den die FLG bereits zweimal gewonnen hat. Wir können uns nun voll und ganz auf unser Flugplatzfest am kommenden Sonntag konzentrieren.Glückwünsch noch an die Sieger und Aufsteiger, wir freuen uns auf die neue Konkurrenz insbesondere auf unseren „Nachbarn“ die FLG Grabenstetten.
 
M.Söll
 
Aufreihungen am großen Brombachsee.
Martin Söll und Michael Heiß.
Mit den Platzgeiern über der Wasserkuppe.
 

Tuesday, 28. August 19. Runde U25: Hochspannendes Highspeed-Finale translate news

Deutscher Meister U25:
Team Königsdorf
Deutscher Vizemeister: Team AC Lichtenfels
Platz 3: Team LSR Aalen
Was für eine Finalrunde. Samstag können alle nur mit den Hufen scharren und darauf hoffen, dass der Sonntag die prognostizierten Bedingungen bringt. Geduld vor dem finalen Sturm ist also angesagt. Und tatsächlich. Am Sonntag glüht der Himmel. Allen voran fliegt - oder sollte man sagen rast? - der LSV Burgdorf. Sie geben wirklich Gas. Vorne weg düst wie so oft Yannik Freund, der auch ordentlich in der Bundesliga mitmischt, wie Bernd Fischer berichtet. Gigantische 363 Speedpunkte erfliegen sie - aber reicht es an Aalen vorbeizukommen? Die Spannung steigt. Sukzessive meldet auch Aalen die Flüge. Es ist erkennbar, die Schnitte sind definitiv nicht so gut wie die der Burgdorfer. „Wir sind viel zu spät in die Luft gekommen“ berichtet Paul Schwarz (Aalen). Mehr als 100 Speedpunkte trennen sie von Burgdorf, allerdings reichen die Rundenplatzierung und der bestehende Vorsprung in der Gesamtwertung, das Treppchen zu halten. Nach Königsdorf und Lichtenfels sind nun auch sie am Ziel angelangt. Am kommenden Wochenende wird der verdiente dritte Platz gebührend gefeiert, verrät uns Paul Schwarz.
Gebührend gefeiert werden muss diese Leistung wirklich. Und hier können sich nicht nur die U25-Piloten, sondern der ganze Verein beglückwünschen. Warum? Eine Klasse Jugendarbeit wird hier geleistet und kann als Anregung für viele Vereine dienen. Die meisten U25-Teilnehmer sind in ihrer ersten Saison nach Scheinerhalt und haben sozusagen ihre ersten Überlandschritte gewagt. Üben, optimieren, von den erfahrenen Hasen lernen und Motivation durch die Ü25-Bundesliga-Piloten des Vereins, das ist das Erfolgsrezept.
Und es funktioniert. Und nicht nur da - auch in anderen Vereinen wie zum Beispiel im starken Oerlinghausener Team wird der Überlandflug gleich nach Scheinerhalt gelebt. Leon Bohnenkamp fliegt unter die Top 20 aller U25 Piloten und ist ebenfalls erst im ersten Jahr nach Lizenzerwerb. Seine Leistungen und regelmäßigen Flüge sind ein wichtiger Baustein für das Oerlinghausener U25-Team. In der Finalrunde zeigt das Team erneut, welche Potentiale in ihm stecken. Ein phantastisches Rundenergebnis, bei wohlgemerkt nicht den besten Wettervoraussetzungen, lässt sie sogar fast noch das starke Eichstätter Trio überholen. Allerdings kann Eichstätt ganz hauchdünn mit einem Pünktchen den fünften Rang verteidigen.
Auf die Frage, ob jetzt erstmal feiern und erholen angesagt ist, meint Leon: „… Für den Rest der Saison sage ich nur, weiter trainieren. Wir werden natürlich nächste Jahr wieder dabei sein und alles geben, um oben mitzuspielen.“ Und das werden in der kommenden Saison garantiert einige. Vielleicht wird die Konkurrenz vorn ja noch ein Stückchen größer, wenn der eine oder andere Verein ein stärkeres Augenmerk auf die Jugendförderung legt. Die erfolgreichen Vereine beschreiben es immer wieder, es gehört gar nicht so viel dazu. Eine tolle Saison geht zu Ende und klingt am 6. Oktober auf der Wasserkuppe aus. Freuen wir uns schon heute auf das kommende Frühjahr.
Rundenwertung U25: 1. LSV Burgdorf (NI) 363,29 Speed/50 Punkte, 2. FC Eichstätt (BY) 347,67 Speed/49 Punkte, 3. AC Nastätten (RP) 338,42 Speed/48 Punkte
 
Endstand der U25-Liga 2018:
 
1 838,00
2 743,00
3 665,00
4 649,00
5 607,00
6 606,00

 


Tuesday, 28. August LSG Fallersleben: Finale Furioso translate news

Die Dramaturgie des Saisonabschlusses hätte in beiden Bundesligen kaum besser sein können. Der Samstag wurde vom Wetter deutschlandweit aus dem Liga-Rennen genommen und der Sonntag krönte die eh schon überdurchschnittliche Saison mit tollem Kaltluftwetter und auch das - ausgesprochen gerecht – deutschlandweit praktisch gleich gut.
Für die LSG ging es darum, den 7. Platz zu verteidigen und damit den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt zu machen. Da alle Vereine gutes Wetter haben würden, sollten drei gute Flüge verhindern, dass die Klixer oder Berliner den Punktevorsprung der Fallersleber aufholen. So schickte die LSG am Sonntag zehn Besatzungen ins Rennen. Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes machte in der PIK16 den Anfang, gefolgt von Kathrin Busse und Peter Andersch (ASK21), Helge Liebertz und Basti Busse (ASH25e), Arnie Weber (DG400), Achim „Elle“ Elvers (DG300), Katrin Balke (DG300WL), Johan Vanhoyland (Discus bt), Benno Beesten (Nimbus 4M) und Rita Susenburger (ASK23). Bei frischem Westwind war die ligaoptimale Streckenausrichtung schnell klar. Einige haben ihre Ligawertung nahe des Heimatplatzes begonnen und sind unter Wolkenstraßen mit geringem oder keinem Kurbelanteil losgestochen. Andere haben gegen den Wind „vorgespannt“, um mit einem möglichst langen Rückenwindschenkel zu beginnen.
Unter den Wolkenstraßen konnte sehr lange geradeaus geflogen werden, so haben Basti und Helge erst nach gut 300km und Benno nach über 200km-Geradeausflug erstmalig gekurbelt. Entscheidend für die erreichte Geschwindigkeit war dabei die Wahl der Wolkenstraße – diese bedeckten mit etwa 20km Abstand den Himmel über der Lüneburger Heide – und der Zeitpunkt an dem eine Wende gesetzt wurde. Da die ASH-Besatzung schon gegen 16:00Uhr 500km auf der Uhr und einen schnellen Ligaflug im Logger hatte, sind sie zum Pilotenwechsel gelandet. Mit einem Start um 16:15 ist es der liebertzschen Vater-Sohn-Besatzung dann noch gelungen, einen weiteren Ligaflug mit 108 km/h zu absolvieren und als drittbesten LSG-Flug in die Wertung zu bringen.
Alle zehn LSG-Flüge des letzten Ligatages waren besser als 60 Speedpunkte, soweit so gut. Aber was würde die Aufstiegskonkurrenz aus Reinsdorf oder Klix geschafft haben? Hier haben uns die Serverprobleme des OLC schon ganz gut auf die Folter gespannt. Letztlich finden sich alle Aufstiegsaspiranten im oberen Drittel der Rundenwertung und die LSG kann den letzten Aufstiegsplatz verteidigen. Noch spannender ging es in der 1. Bundesliga zur Sache. Die Bayreuther haben auf den letzten Metern noch den Meistertitel erkämpft; Glückwunsch dazu auch von uns. Und beim Kampf um den Klassenerhalt haben unsere Nachbarn aus Celle und Braunschweig knapp das bessere Ende für sich behalten; die Braunschweiger benötigten dafür quasi ein Fotofinish. So haben wir nächstes Jahr einige Heidevereine in der ersten Liga, darauf freuen wir uns jetzt schon.
 
Benno Beesten
 
Tolle Kaltluftthermik am letzten Liga-Tag
Wolkenstraße vom Feinsten
Schön angestrahlt: Endlager Gorleben

 


Tuesday, 28. August LSR Aalen: Auf der Zielgeraden doch noch überholt translate news

Der Luftsportring Aalen wird zweiter in der Segelflug- Bundesliga und belegt auch Platz 2 in der OLC- World-League.
Der 3. Platz des U25-Teams kann sich wirklich sehen lassen.
„Nur“ Platz Zwei oder dennoch ein großartiger Erfolg? Nach der letzten Runde, der Runde 19, in der Segelflug Bundesliga sind die Luftsportring Piloten auf dem zweiten Platz in der Abschlusstabelle gelandet. Sie befinden sich auch noch zwei Tage danach im gefühlsmäßigen Niemandsland. Die Titelverteidigung in der Segelflug-Bundesliga war vor der letzten Runde noch zum greifen nah. 7 Punkte Vorsprung. Es wurde aber nur der zehnte Platz in der Runde 19. Die Konkurrenz aus Bayreuth war in dieser Runde um Längen voraus.
Deshalb wurde der Punktevorsprung des Luftsportrings aufgebraucht. Platz 2 in der Tabelle. Am Ende war es vielleicht das Wetters und die Ausgeglichenheit der Flüge, die mitentscheidend war. Denn Aalen und Bayreuth trennten am Sonntag-Abend lediglich rund 25km/h. Was in der Vorwoche noch der Abstand zwischen Rundenplatz 1 und 2 war (und damit bei der Punktevergabe nur einen einzigen Punkt ausmachte) war dieses Mal der Unterschied zwischen Rundenplatz 1 und 10 (was 9 Punkte ausmacht). So schaffte es Bayreuth doch noch, den Titelverteidiger abzufangen und sich zum "Deutschen Meister der Segelflug-Bundesliga" zu machen.
Neben Andreas Beier steuerten Sebastian Beier und Friedhelm Lotte ihre Flüge bei. In der Endabrechnung liegen die Franken damit nur hauchdünne 2 Punkte vor Aalen, Schwäbisch Gmünd kommt auf Rang Drei.Bei den Luftsportring-Piloten lief der Sonntag generalstabsmäßig ab. Der Samstag schied in fast ganz Deutschland aus potentiellem Flugtag aus. Alles konzentrierte sich auf den Sonntag. Gemeinsames Briefing aller Luftsportring Piloten um 10.00 Uhr Die Wetterprognosen für die Schwäbische Alb und den nördlichen Bereich bis ins Hohenloher Land versprachen auch schnelle Wertungsgeschwindigkeiten. An einen möglichen anderen Startflugplatz dachte in Elchingen niemand, angesichts der guten Vorhersagen.
Wolfgang Gmeiner, Dieter Walz und Thomas Winter wählten die nördliche Route. Steffen Schwarzer, Markus Frank, Peter Aigen, Johannes Böckler, Manfred Streicher, Erwin Ziegler, Thomas Mannal und Michael Kost versuchten ihre schnellen Strecken über der Schwäbischen Alb zwischen Tuttlingen und Eichstätt zu fliegen.
Dieter Walz war der schnellste LSR Pilot mit 139,87 km/h. Steffen Schwarzer und Wolfgang Gmeiner waren ebenfalls mit über 130 km/h schnell. Markus Frank erreichte sogar über 140 km/h. Doch mit seinem Supersegler EB-29 wurden ihm wertvolle Indexpunkte abgezogen, deswegen kam er nicht unter die ersten drei Piloten in die Bundesliga Wertung.
Das reichte aber nicht. Mit sensationellen 163, 18 km/h flog der Bayreuther Andreas Baier extrem schnell. Zwischen Fränkischer Wald, Fichtelgebirge und Röhn war das Wetter der entscheidende Tick schneller. „Das ist Sport, Glückwunsch und Respekt nach Bayreuth!“ so Manfred Streicher nach dem Finale. Jetzt müssen sich die Luftsportring Piloten neu motivieren. 2019 wird erneut angegriffen. Dann in der Rolle des Verfolgers und nicht des Titelverteidigers. Aber die Glückwünsche gehen nach Bayreuth, Respekt und Anerkennung für eine grandiose Saison und ein beeindruckendes Kopf-an-Kopf-Rennen.
Auch Wolfgang Gmeiner war natürlich erst mal ernüchtert, dennoch mangelt es nicht an Motivation weiter zu machen.
„Wir müssen nächstes Jahr von Anfang an wieder den Selben Team-Spirit wie zuletzt bekommen!“. Wichtig ist dabei natürlich das Wetter. „das ist im Luftsport immer die große unbekannte Komponente, trotz der inzwischen vielfältigen Möglichkeiten der Vorhersage!“
Peter Aigen ergänzt:“Trotzdem fliegt kein Team dem anderen davon. In der 1. Liga wird es immer Kopf-an-Kopf Rennen geben!“
Auch Dieter Walz und Johannes Böckler resümierten: „Wir sind klasse geflogen und hatten eine tolle unfallfreie Saison.!“ Böckler: „Ja die 2 Punkte tun weh, aber was ist das schon gegenüber unseren tollen Flügen und "Außendienst " Einsätzen auf anderen Plätzen. Und für die nächste Saison muss sich Bayreuth warm anziehen!“
Auch für die U-25- Jugend des Luftsportrings war es der Abschluss der Liga-Saison 2019. Paul und Uli Schwarz (Kirchheim/Ries), Lars Ullmann (Unterschneidheim) und Daniel Widmann waren am Start. Daniel Widmann wählte ein Flugstrecke Richtung Kraichgau die Anderen wählten die Rennstrecke über die Schwäbische Alb Richtung Südwesten. Alle flogen rund 220 Kilometer mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von rund 90 km/h. Paul Schwarz war ein weiteres Mal der Schnellste der elchinger Jugend vom Luftsportring Aalen. Auch Lars Ullmann war mit 88 km/h sehr gut unterwegs. Für die U-25 Jugend des Luftsportrings war das ein klasse Abschluss der Liga. Platz 3 in der Abschlusstabelle kann sich wirklich sehen lassen!!!
Das in diesem Jahr neu gefundene U25-Team besteht aus meist frisch gebackenen Lizenzinhabern zwischen 17 und 18 Jahren. Luftsportring Jugendleiter Thomas Mannal und Fluglehrer Maximilian Grandy, beide noch vor 3 Jahren selbst in der LSR-Jugend unterwegs begleiteten und coachten die Nachwuchs- Streckenfliegen so gut es geht.
„Eigentlich wollten wir erst mal nur schauen, was wir so erreichen können und wie wir im Vergleich zu den anderen Mannschaften stehen. Daraus wurde dann ein richtiger Volltreffer!“ so Thomas Mannal. „Den dritten Platz in der U-25 Liga zu erreichen ist genial!“ so Paul Schwarz. Auch LSR Vorstand Dr. Helmut Albrecht freut sich: „In der Saison hatten wir wirklich viel Spaß und unsere Jugend wurde von Runde zu Runde auch immer besser und ist in Sachen Zusammenhalt für manche "Vereinsbereiche" ein Vorbild. Gemeinsam mit dem Ausbildungsleiter Wolfgang Gmeiner wird bereits an Vereinsinternen Fortbildungsmaßnamen getüftelt, um die kommende Wintersaison zu nutzen. Zum Beispiel ein Streckenflug Workshop mit Themen wie Streckenplanung, Wetteranalyse, Taktik.
Jetzt ist bei den Luftsportring-Piloten trotzdem erst mal Feiern angesagt. Am kommenden Wochenende auf dem Flugplatzfest in Elchingen. Samstag und Sonntag sind da auch die Bundesliga-Piloten in persönlichen Gesprächen hautnah zu erleben.
Wolfgang Gmeiner abschließend:“Mit unserer Leistung brauchen wir uns nicht verstecken. Wir haben alles aufgeboten und gegeben. Wenn es nach dem 'Foto- Finish' nun doch nicht gereicht hat muss man sportlich sehen. Die Flüge haben Spaß gemacht und viele haben einen enormen Leistungssprung erlebt! Das sollte auch gefeiert werden!
 
Michael Kost
 

Tuesday, 28. August Eine erfolgreiche Ligasaison geht zu Ende translate news

Zum dritten Mal hintereinander holen wir, sowohl den Titel bei den Junioren, als auch in der internationalen Alpenliga, in welcher wir sogar zum vierten Mal hintereinander siegen. Der LSG Bayreuth gratulieren wir zum dritten Titel in der Bundesliga! Ebenso gratulieren wir allen Aufsteigern und freuen uns, dass mit den Wörishofenern nun auch wieder ein Team in die Bundesliga aufsteigt, das zumindest ab und zu mal in den Alpen fliegt. Ebenso drücken wir dem AFZ Unterwössen die Daumen, dass sie nächstes Jahr nach dem Aufstieg in die 2. Liga nun den Durchmarsch in die Bundesliga packen. Leider sind die Ohlstädter ja in der letzten Runde noch vom Aufstiegsplatz in die 2. Liga zurückgefallen.
Flüge nur sonntags möglich
Am Samstag war wettertechnisch in Königsdorf nicht an Segelfliegen zu denken. Sonntag hatte der Wettergott dann zum Abschluss der Ligasaison zwar nochmals Flugwetter für uns parat, auch wenn es in den Alpen aufgrund der zunächst aufliegenden Basis sehr schwierig war. Aufgrund der bereits seit dem letzten Wochenende feststehenden Titelgewinne, ging man es in Königsdorf relativ gelassen an. Mit Volker Kempf war es am Ende auch nur ein einziger, der eine Alpenwertung erflog. Er flog entlang der Vorberge bis nach Bregenz und zurück und erzielte mit 76,4 km/h die zweitbeste Wertung der letzten Runde im gesamten Alpenraum. Aufgrund der Tatsache, dass es aufgrund des marginalen Wetters am gesamten Wochenende insgesamt nur 36 Wertungsflüge in den Alpen gab und es nur acht Teams schafften mehr als eine Wertung zu fliegen, langte dieser Flug von Volker für einen achten Platz des SFZ Königsdorf in der Abschlussrunde. In der Tabelle stand das SFZ ja bereits als Titelgewinner fest.
Die meisten fliegen im Alpen Vorland
Wegen der besseren Flugbedingungen im Flachland flogen die anderen alle dort. Aufgrund der neuen 15km Zielkreis Regel, wo man ja nicht in den 15km Kreis um den Beginn des Bundesligafluges kommen muss, sondern wieder bis nach Hause, ist das Risiko für uns, wie wir es früher bei solchen Wetterlagen oft gemacht haben, auf die thermisch viel bessere Alb zu fliegen, viel zu hoch. Denn, dass wir von dort nach dem Sprint auch wieder heimkommen, ist alles andere als sicher. Daher blieben alle im deutlich schlechteren Alpenvorland.
Die Junioren, die ebenfalls bereits als Titelträger der U25 Liga feststanden, setzten erneut die Massstäbe. Mit 102,6 km/h war Johannes Beyer der schnellste. Nikolai Wolf war mit 95,4 km/h nicht viel langsamer. Das Junioren Trio vervollständigte Emanuel Schieck, der es auf 80,5 km/h brachte. Mit einem sechsten Rundenplatz beenden die Junioren damit die Ligasaison und siegen vor dem AC Lichtenfels. Für die Bundesliga steuerte Peter Grohe neben den beiden Youngsters Johannes und Nikolai den dritten Ligaflug mit 86,1 km/h bei.
 
Mathias Schunk
 

Tuesday, 28. August Bayreuther Segelflieger sind Weltligameister translate news

Das Sieger-Team von 2015 ist in fast identischer Besetzung auch 2018 wieder erfolgreich gewesen, von links: Friedhelm Lotte, Alexander Müller, Teamkapitän Andreas Baier (vorne), Johannes Baier, Georg Baier, Heiko Hertrich, Wolfgang Clas, Martin Brühl und Lothar Schmidt. Auf dem Bild fehlen Sebastian Baier, Uwe Förster und Sebastian Eder.
In der Finalrunde der Saison konnte der Sieg in beiden Ligen nur noch unter den Mannschaften aus Aalen und Bayreuth ausgemacht werden. Uns war klar, dass wir mit dem 6.Platz in der 18. Runde das Rennen um den Bundesligasieg praktisch verloren hatten. Aalen würde wohl mit ihren 7 Punkten Vorsprung nichts mehr anbrennen lassen. Wir rechneten damit, dass diese große Mannschaft sich aufteilen und zur Absicherung zumindest ein paar Piloten Richtung Franken oder ins beste Wetter schicken wird. Uns ging es vorrangig darum, die 17 Punkte Vorsprung in der World-League zu halten, zumal mit Alex, Wolfgang und Martin drei schnelle Jungs in Südfrankreich sind und dies unterstützen hätten können.
Andy, unser optimistischer Teamchef und Motivator, holte schon ab Mittwoch alle verfügbaren Kräfte an die Leine und duldete keine Ausreden: „Alles was einen Steuerknüppel kennt, geht in die Luft! Es wird mit hohem Einsatz geflogen! Nur der Rundensieg hilft uns weiter!“. Dass man dabei auch noch auf eine Schützenhilfe vieler anderer Vereine angewiesen war, die sich zwischen Bayreuth und Aalen schieben mussten um den Punktvorsprung für einen recht unwahrscheinlichen Erfolg in der Bundesliga noch aufzuholen, war auch allen klar. Lothar schickte täglich die Wetterprognosen durch die WhatsApp-Gruppen und Heiko organisierte für Freitagabend ein Stärkeantrinken. Samstag war erst Mal Warten angesagt. Immerhin meldeten sich vier Piloten Stand-By. Andy: „Neutralisation nicht vor 17:00Uhr“ – was leider später auch passierte. Als am Sonntag dann für Bayreuther Verhältnisse sagenhafte neun Jungs anrückten war klar: Es konnte auf Risiko geflogen werden. Mangels Flugzeuge beschloss man dann sogar den Schulbetrieb ab 13:00 Uhr einzustellen, um auch noch die ASK 21 Überland schicken zu können. Dass der Hänger mit dem Duo in Frankreich ist, wurde geflissentlich ignoriert!
Mit einem Massenstart aus Winde, F-Schlepp und Selbststarter ging es um 13:00 Uhr in die Luft und etwas aufgefächert gegen den Wind Richtung Rhön. Dort haben alle in ca. 100 bis 120 km Entfernung von Bayreuth gewendet, um dann mit dem Wind eine lange Strecke zurück nach Bayreuth und weiter nach Osten zu fliegen. Auch hier erfolgte wieder eine Aufteilung in einen mehr Richtung Erzgebirge liegenden Kurs und einen in Richtung Südosten. Doch bald meldete QAX eine gut entwickelte Wolkenstraße vom Steinwald bis weit nach Tschechien hinein. Andy musste dazu am wenigsten Umweg in Kauf nehmen, da er auf einer sehr geraden Linie und mit viel Rückenwind von Neustadt/Saale bis nach Stankov seine JS1 meist bis 230 km/h über Grund beschleunigen konnte. Wenn er einmal kurz kreisen musste, so konnte er sehr gute Aufwinde von bis zu 5 m/s finden. Das Risiko, mit dem Wind zu weit nach Tschechien hinein zu fliegen und eventuell nicht mehr den Zielkreis zu schaffen, ging er wegen seiner eigenen Devise bewusst ein. Und es zahlte sich aus. Ohne Probleme lieferte die gute Thermiklinie genügend Energie, um wieder bequem und schnell den heimatlichen Flugplatz in Rekordgeschwindigkeit zu erreichen. Alle anderen folgten über kurz oder lang ebenfalls dieser Linie, mussten aber schon kleinere Umwege in Kauf nehmen, etwas schwächere Bärte (unter 4 m/s!) kurbeln oder wollten durch JoJo’s nicht zu weit weg von Bayreuth nach Tschechien hinein fliegen.
Am Abend warteten alle Vereinsmitglieder auf die Auswertung der Aalener Flüge, sowie die Ergebnisse aller anderen 28 Bundesligavereine. Wohl wissend um eine gute eigene Leistung, aber wegen des homogenen Wetters in Erwartung schneller Flüge aus Aalen, wurde schon mal auf den Bundesliga-Vizetitel und den 99%-igen Gewinn der Weltliga angestoßen …. und dann heim gegangen, weil die Wertung aus sich warten ließ. Selten war ein Bundesligafinale so knapp und so spannend ausgegangen! Das Gefühl in Bayreuth nach Bekanntgabe des Endergebnisses am Montagmorgen war dann wie wenn ein Siegtor in der letzten Minute der Verlängerung der Nachspielzeit eines Fußballendspieles fällt. Zudem war nicht einmal das regionale Wetter entscheidend, wie es so oft während einer Saison vorkommt. Über der Schwäbischen Alb wurden Schnittgeschwindigkeiten über 130 km/h geflogen, genauso wie in der Taunusregion, oder um den Harz bis in den Fläming, südlich von Berlin.
Der Rundensieg überraschte schon total. Aber dass sich so viele andere Vereine mit Leistungen zwischen 370 und 380 Speedpunkten noch zwischen uns und Aalen schieben konnten war schon auch mit viel Glück verbunden. Schließlich hätte uns ein dritter Rundenplatz nicht gereicht aber Aalen hätte den Titel schon mit einem achten Platz verteidigt gehabt (und da machen es bei beiden nur jeweils 5 bzw 6 Speedpunkte aus!),
Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth bereiten sich nun auf die Meisterfeiern vor und wird mit Stolz den dritten silbernen Stern für den Bundesligatitel und den zweiten goldenen Stern der World-League auf ihre Hemden nähen (nach eigener Definition … :-) ). Eine großartige Saison ist vorbei. Die älteste Liga-Mannschaft der Welt (Durchschnitt über 60!) bedankt sich bei Aalen und den anderen Mannschaften für einen sportlich hochwertigen, fairen und überaus spannenden Wettbewerb! Auf dass nächstes Jahr die Besten (oder Jüngeren :-) ) mit schönen und sicheren Flügen gewinnen mögen.
 
Heiko Hertrich
 
 
 

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