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Friday, 23. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 23.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt der Großteil Deutschlands unter dem Einfluss einer Hochdruckbrücke, die sich von Frankreich bis nach Weißrussland  erstreckt. Dabei fließt aus östlichen Richtungen sehr warme und  trockene Festlandsluft ein. Mit einem Höhentief über Italien breitet sich feuchte und labile Luft über den Alpen im Tagesverlauf auch auf  den Südosten Deutschlands aus.
Am SONNTAG und am MONTAG bleibt in der Westhälfte Hochdruckeinfluss mit trockener Luft wetterstimmend. Mit  dem Höhentief, das von Italien in den Nordosten Deutschlands zieht, ist feuchte und labile Luft in der Osthälfte vorherrschend.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und SONNTAG (hoch-)sommerliche Warmluftthermik, die zumeist mit CU-Basen von 1100-1600 m gezeichnet sein wird. Gebietsweise sind abtrocknende CU, am Samstag auch eine leicht zerrissene Thermik möglich. Unmittelbar im auflandigen Wind der Ostsee verminderte Thermikgüte. Ab Sonntag vor allem im Osten und Südosten durch Überentwicklungen oder deren Reste (abschirmende Wolkenfelder) mindestens gebietsweise gestörte Thermik. Lokal sind schwere Sommergewitter denkbar.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG mäßige bis gute Wolkenthermik, südlich einer Linie Karlsruhe-Leipzig durch anfängliche Abschirmung verzögert einsetzend. Am Nachmittag in Sachsen, im Südosten Thüringens und in Bayern zunehmend durch Überentwicklungen gestört.
Am SONNTAG mäßige bis gute Wolkenthermik. Östlich einer Linie Erfurt-Nürnberg teils durch Abschirmung, teils durchÜberentwicklungen gestört.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG im Süden Oberbayerns und Schwabens lang abgeschirmt und danach starke Quellbewölkung. Geringe Wolkenthermik mit Thermikbeginn gegen 12 UTC. Weiter Richtung Donau meist mäßige Wolkenthermik. Thermikbeginn hier gegen 09.30 UTC.
Am SONNTAG über Ostbayern aufgrund der erwarteten Schauer und Gewitter nicht planbar. Im Westen Oberbayerns und in Schwaben werden keine Gewitter erwartet, hier gute Wolkenthermik. Thermikbeginn gegen 10 UTC.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Tuesday, 20. August 2019 Die Musik spielt erneut im Weserbergland und der Aero-Club ist auf Rang vier mit 17 Punkten dabei translate news

Auch diese Bundesligarunde wurde wie in der Vorwoche an den Hängen des Weserberglandes entschieden und erneut vom LSV Rinteln mit 340,00 Speedpunkten gewonnen. Dahinter folgen unsere Nachbarn aus Gifhorn und Celle. Leider konnten im Rahmen dieser Runde aufgrund bescheidener Streckenflugbedingungen nur 18 Bundesligavereine ihre durchgeführten Flüge einreichen.
Der Aero-Club Braunschweig gratuliert an dieser Stelle ganz herzlich den niedersächsischen Speedpunktjägern aus Rinteln, die vor der Finalrunde uneinholbar mit 267 Punkten Deutscher Meister in dieser Saison 2019 geworden sind.
Aber auch unsere Piloten waren hellwach und gut vorbereitet und so traten Markus Schmied und Christian Ückert am frühen Samstagmorgen bei leichtem Sprühregen gegen 7:30 Uhr mit ihren Gespannen von Waggum aus die Reise zum Flugplatz Porta Westfalica an.
Karsten Bennewitz half noch bei der praktischen Luftfahrerscheinprüfung seines Sohnes Nick in Braunschweig mit und flog anschließend mit seinem Ventus zur Porta. Er landete dort und begann anschließend nach seinem Start den eigentlichen Bundesligaflug. Somit haben wir folgendes Trio, das 304,05 Speedpunkte nach Hause brachte:
Christian Ückert, LS 6 WL, 105,13 Speedpunkte,
Markus Schmied, Discus 2, 103,90 Speedpunkte,
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 95,03 Speedpunkte,
Die Flugstrecke unserer drei erfahrenen Aufwindjäger reichte erneut von Lübbecke bis zum südlichen Ende des Iths. Allerdings waren die Bedingungen doch wesentlich schwieriger und komplizierter als vor einer Woche. Der sportliche Wettkampf um den Vizemeistertitel wird noch sehr spannend werden, weil der LSV Burgdorf mit 235 Punkten knapp hinter der mit 238 Punkten auf Platz zwei liegenden LSG Bayreuth rangiert. Der Aero-Club hat nun 156 Punkte auf seinem Konto und liegt auf Platz neun.
 
Rolf Wagner
 
Der Discus 2 und die LS 6
sind auf dem Flugplatz Porta
Westfalica startbereit.
Ein schöner Schnappschuss vom
Kaiser-Wilhelm-Denkmal von
Markus Schmied.
Christian Ückert blickt von
Süden auf den Flugplatz Ithwiesen.
 

Tuesday, 20. August 2019 AC Pirna – Rundenplatz 3 an der Porta sichert Aufstieg translate news

Um den Aufstiegsplatz zu sichern, musste sich der AC Pirna wieder einmal die Karten legen – auf gutes Wetter am Platz hoffen oder auswärts einen Angriff starten. Freitagabend haben sich dann Kai, Christin, Christoph und Patrick entschlossen nach Porta Westfalica zu fahren und den kräftigen Südwest-Wind zu nutzen, um ein paar Speedpunkte am Wesergebirge zu erfliegen.
Nach der kurzen Nacht in den Autos hieß es dann die Flieger rüsten und ab an den Hang. Schon früh trugen die Linien sehr zuverlässig. Trotzdem war bei unseren Hang-Novizen erst Vorsicht geboten und so wurden die ersten Kilometer vorsichtig erkundet. Patrick und Christin flogen in LS7 und LS4 als erste im Team und konnten sich langsam aber sicher steigern. Kai flog in seiner JS1 vor und war als Trainer für den Informationsfluss und den emotionalen Support zuständig. Leider war der den Clubbies der Sprung zum Ith und den damit verbunden Rückflug mit Gegenwind etwas zu heikel. Dadurch waren die Schenkel dann etwas kurz für den ganz schnellen Speed. Nach etwa 2,5 h landet Christin und Christoph wechselte in die LS4 um an Hang sein Glück zu versuchen. Dann ging es für Christoph und Patrick im Team am Hang lang, wobei der Wind jetzt schon deutlich schwächer war. Jetzt waren auch schon die ersten außengelandeten Flieger am Boden zu sehen, was natürlich für einen vorsichtigeren Flugstil sorgte. Nach weiteren 2 Stunden waren dann alle Piloten wieder am Platz und auch wenn es deutlich schneller und weiter hätte gehen können waren doch gerade die 3 Clubklasse-Piloten mit ihren ersten Hangflugerfahrungen überglücklich. Kai Glatter, Patrick Schkrock und Christoph Gäbel erflogen insgesamt 247 Speedpunkte. Das reichte für Rundenplatz 3 und somit kehrt der AC Pirna sicher in die erste Bundesliga zurück. Wir freuen uns auf eine tolle letzte Runde, eine super Aufstiegsparty, und auf nächstes Jahr erste Liga.
 
Text und Fotos: B. Schüch / P. Schkrock
 
Zeitiges Rüsten nach kurzer Nacht
Das LS-Gespann am Hang
Immer am Hang entlang

 


Monday, 19. August 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

In der vorletzten Runde der Segelflug-Bundesliga war der LSV Rinteln nicht mehr zu stoppen. Mit schnellen Flügen am Wiehengebirge und Ith sicherten sich die Niedersachsen den Titel des Deutschen Meisters. Wie schon in der Vorwoche trug sie der Hangwind ganz nach vorne.
Samstag:
Aber zuerst zum Wetter: Weiträumig hat sich das Frontensystem eines Tiefs vor Schottland über uns breit gemacht. Vorlaufend ist die Struktur der Warmfront nur schwer erkennbar, deutlicher dagegen die lang gezogene Kaltfront, deren Rückseite über dem Kanal lag, während die eigentliche Front noch weit über die Biskaya nach Westen reichte. Thermisch war an diesem Tag durch die vielen, teils mehrschichtigen Abschirmungen wenig bis kaum etwas zu holen. Das zeigen ja dann auch die Flugspuren sehr deutlich. Mit dem ganzen Wettersystem - gesteuert wurde es durch einen weit ausladenden Trog westlich von uns - kamen die Fronten nur langsam nach Osten voran. Alles andere als langsam war dagegen, ähnlich wie in der Vorwoche, der Wind. Mit der Kenntnis der Windrichtung (Südwest) und dem Samstags-Satellitenbild konnte sogar schon grob abschätzen, ob der Sonntag eine Änderung bringen würde.
Sonntag:
Denn die warme und trockene Luftmasse, die am Samstag noch über Mittel- und Südfrankreich lag, war im Laufe der Nacht in den Südwesten vorgedrungen. Auf dem Satellitenbild vom frühen Nachmittag sieht man, dass sie zwischenzeitlich bis weit über Tschechien nach Osten vorangekommen war. Die vorlaufende Warmfront ist noch über Süd-Polen erkennbar und die anschließende Kaltfront von Norddeutschland bis weit in die Biskaya hinein. Dass die Warmfront und die zugehörige Warmluft so schnell vorangekommen ist, ist wiederum dem anhaltend kräftigen Wind geschuldet. Zumindest war die Luftmasse auch thermisch etwas aktiver, was auch die Flugspuren zeigen. Dass aber auch hier der Wind eine entscheidende Rolle spielen sollte, dazu gleich mehr ...
Wer hat was draus gemacht?
An dieser Stelle einleitend ist "wer hat was draus gemacht?" natürlich eher eine rhetorische Frage. Wer mit einem Sieg in der vorletzten Runde, dazu dem dritten Rundensieg in Folge,  den Titel des Deutschen Meisters einfliegt, kann nicht viel verkehrt gemacht haben. Souverän ist sicher auch noch ein treffendes Attribut, bedenkt man, dass die Bedingungen im Vergleich zur Vorwoche schwieriger waren - dazu aber gleich mehr. Vorher geht natürlich auch von meiner Stelle ein ganz herzlicher Glückwunsch an die Weser! Trotz der wenigen Flüge - am Ende wurden in der Summe über beide Tage nur etwas mehr als 200 Flüge aus Deutschland gemeldet - waren ein paar sehr interessante Flüge darunter. Und bei der geringen Menge fallen die auch noch ins Auge Es war - soviel vorweg - eher eine Runde der dynamischen als die der thermischen Aufwinde ...
Damit zuerst noch einmal zurück an die Spitze der Runde und an die Spitze der 1. Liga: Nach den Prognosen war klar, es sollte für den Norden nur am Samstag die Chance geben, Punkte am Hang zu fliegen. Und der nachlassende Wind sollte die Zeit nochmals etwas verkürzen. Entsprechend früh dran waren Reinhard Schramme & Karsten Fahrenkamp, die bereits um kurz nach 8 in der Luft waren. Der zweite Sprung vom Ith zurück an Weser-/Wiehengebirge geriet dann aber zum Problem. Das Windfeld stand danach aber offenbar zuverlässiger und so konnten sie nach dem Absitzer doch noch knapp 340km mit den 4 Schenkeln absolvieren, was einem Schnitt von knapp 136km/h entspricht und knapp 123 Punkte einbringt. Weniger problematisch waren offenbar die Flüge der Teamkollegen, die meist etwas später unterwegs waren. Adrian Glauner & Norbert Siebert sowie Stefan Bachmann komplettieren die Wertung. Aber neben den 340 Gesamtpunkten soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass an dem Samstag insgesamt 8 Flüge für den neuen Deutschen Meister gewertet wurden - auch ein Zeichen für das Team und die Leistungsbreite. Aber nicht nur die Rintelner waren wieder an Wiehengebirge und Ith unterwegs.
Die am Ende der Runde führenden 4 Vereine standen schon in dieser Reihenfolge am Samstag-Abend in der Liga-Wertungsliste. Nahezu mit der selben Speed wie Reinhard und Karsten waren Dennis Polej & Joel Heidelberg an den Hängen unterwegs. Sie führten den LSV Gifhorn damit auf den zweiten Rundenplatz, nur ganze 6 Speedpunkte hinter Rinteln. Dahinter folgen mit Celle und Braunschweig 2 weitere Vereine aus Niedersachsen, die die vergleichsweise kurze Anreise nach Rinteln bzw. die Porta auf sich genommen haben. Erst danach folgt in der Rundenwertung der erste Verein aus dem Süden.
Die Motivation in Bayreuth war sicher hoch, um den vorzeitigen Sieg der Rintelner noch zu verhindern und damit die Chance zu wahren, selber ganz nach vorne zu fliegen. Beim ersten Blick in die Wertungslisten stechen die Bayreuther im Vergleich zu den anderen Vereinen aus der Region deutlich mit ihre Speed heraus, sind es doch die einzigen, die es schaffen, an die Phalanx aus hangfliegenden Niedersachsen heranzukommen. Ein Blick in die Flüge offenbart dann, dass auch sie eher im Tiefpaterre unterwegs waren und die Hänge zwischen Fichtelgebirge und Rennsteigen eher dynamisch im Hangwind als thermisch nutzten. Die offenbar deutlich schnellere Option, wie der Vergleich zu Flügen z.B: aus Bamberg oder Erbendorf aus zeigt. Ein Stockwerk höher und eher thermisch unterwegs war das Vorankommen offenbar aber deutlich mühsamer. Aber - und so kann man es auch den Kommentaren entnehmen war der "Bayreuther Ith auch etwas, was man sich trauen musste". So können die Bayreuther mit Flügen von Alexander Müller, Wolfgang Clas und Sebastian Baier & Klaus Gruber als 5. dieser Runde noch 16 Punkte erreichen.
In der Gesamtwertung halten die Franken damit ihren zweiten Gesamtplatz und können ihren "Vorsprung" auf Burgdorf auf immerhin 3 Punkte vergrößern. Die Niedersachsen waren zwar auch am Hang und schnell unterwegs, brachten durch Simon Berkhahn und Michael Möker & Steven Dehne aber nur 2 Flüge in die Wertung. So wird es in der letzten Runde noch ein Fernduell um den zweiten Platz gehen. Für Celle war diese Runde die vorzeitige Rettung, denn mit dem Abstieg haben sie nun nichts mehr zu tun. Sechs der Absteiger stehen bereits fest, um den Verbleib im Oberhaus duellieren sich jetzt noch Homberg/Ohm und Laichingen. Die Hessen sind aber bereits so gut wie durch, denn bei einer deutlich besseren Gesamtspeed fehlt ihnen nur noch ein einziger Punkt zum Klassenerhalt.
Auch in der 2. Liga machten die Mannschaften am Hang das Rennen. Diese Runde hatte Oerlinghausen die Nase vorne, nachdem sie in der Vorwoche noch Boberg und Bad Nauheim den Vortritt lassen mussten. Schnellster für die Ostwestfalen war Marcus Sagewitz, der von der Porta aus 324km mit einem knapp 130er-Schnitt absolvierte. Die knapp 123 Punkte liegen auf gleichem Niveau wie der schnellste Flug in Liga 1. Lucas Brune und Tobias Blaum waren vom benachbarten Bückeburg aus unterwegs. Am Ende stehen für sie 336 Punkte in der Wertung, was einen respektablen Vorsprung vor den Bobergern (319 Punkte) bedeutet.
Platz 3 geht nach Pirna, die ebenfalls in Mannschaftsstärke an die Weser gefahren waren. Durch den Rundensieg hat Oerlinghausen nun in der Gesamtwertung wieder die Spitze übernommen (237 Punkte) und liegt ganz knapp vor Bad Nauheim (235 Punkte), aber auch Schweinfurt (222 Punkte) hat noch zumindest theoretische Chancen, die Liga für sich zu entscheiden. Auch für Pirna (5./198 Punkte) hat sich der Ausflug gelohnt, sie sind in der kommenden Saison ebenfalls erstklassig. Spannend bleibt dagegen der Kampf um die Plätze 6 und 7, die ja auch noch für den Weg nach oben berechtigen. Hier liegen Berlin und Boberg gleichauf (188 Punkte), denen Bad Homburg (175 Punkte) aber auch noch im Nacken sitzt. Und auch am Tabellenende ist noch nicht alles endgültig entschieden.
Diese Entscheidung wird - soviel steht fest - in der kommenden Runde fallen. Und auch das ist ziemlich sicher: Der Wind wird dabei eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Abschließend aber noch ein kurzer Nachtrag zum Thema "dynamische Aufwinde": Es waren nicht nur die Flüge "vor" dem Hang, die in dieser Runde interessant waren, sondern auch Flüge "dahinter": Von Alkersleben aus flogen gleich mehrere Teams am Samstag in der Welle hinter dem Thüringer Wald - und das in Höhen bis 3800m!
 
Bernd Fischer
 
Weitere Infos zu Top-Meteo finden sich hier.
 
Meteosat 8: Der Samstag ...
OLC Flugspuren Alpen
OLC Flugspuren Deutschland
Meteosat 8: Der Sonntag ...
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Friday, 16. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 16.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
SAMSTAG: Das okkludierende Frontensystem eines Tiefs bei den Britischen Inseln liegt am Morgen über dem Nordwesten Deutschlands und führt mit einer tagsüber auflebenden südwestlichen Strömung feuchte und teils labil geschichtete Meeresluft heran. Im Laufe des Tages kommt die Okklusionsfront infolge einer Wellenbildung über der Biskaya nur langsam landeinwärts voran. Der äußerste Südosten bleibt damit bis zum Abend wetterbegünstigt. Rückseitig der Front fließt am Abend vorübergehend wieder etwas trockenere Luft ein.
SONNTAG: Die o.g. Front wird im Laufe der Nacht zum Sonntag rückläufig und liegt am Morgen schleifend über der Nordwesthälfte Deutschlands. Auch die in der Front eingelagerte Welle erreicht am Morgen den Westen und Nordwesten Deutschlands, führt dabei hochreichend feuchte Luftmassen heran und zieht bis zum Abend über die Ostsee ab. Im Bereich der Front, die sich im Tagesverlauf dagegen nur sehr langsam südostwärts verlagert, kommt es in der zweiten Tageshälfte gebietsweise zu teils organisierten und kräftigen konvektiven Umlagerungen. Auch im äußersten Norden und über See hält sich labil geschichtete Luft. Der Südosten verbleibt dagegen bei leichtem Südföhn in einer recht trockenen Luftmasse.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG und am SONNTAG überwiegt Fronteinfluss und -bedingt durch Abschirmung/Niederschläge, zeit- und gebietsweise auch durch Überentwicklungen/böigen Wind - eher geringe bis kaum nutzbare Thermik. Eher lokal reicht es in Auflockerungszonen in der Nachmittagsspitze mal für kleinere Zeitfenster mit mäßiger bis knapp guter Wolkenthermik.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
SAMSTAG: Keine nutzbare Thermik aufgrund von verbreiteter Abschirmung durch dichte mittelhohe und hohe Schichtbewölkung.
SONNTAG: Erneut aufgrund von Abschirmung lediglich im Südwesten und Süden Chancen auf geringe bis mäßige Thermik, jedoch teils zerrissen.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG abgeschirmt durch dichte hohe Aufzugsbewölkung, am Abend etwas Regen, keine nutzbare Thermik.
Am SONNTAG föhnig abgetrocknete Südwestströmung mit geringer Blauthermik, über den Bayerischen Alpen mäßig bis gut mit Chance auf flache Wellen.
 
Weitere Informationen zum Deutschen Wetterdienst (DWD) und seinen Dienstleistungen finden sich hier.
 

Friday, 02. August 2019 Jonker Sailplanes Newsletter - JULY 2019 translate news

June 2017 marked an incredible milestone for the JS-MD Partnership when the JS1 variant, the JS-MD 1C, was awarded type certification from EASA. Now two years later on the 18th of July the next huge milestone was achieved with the EASA approval of the JS-MD 3. Marilyne Abadie made history by being the first women to ever win a French Gliding National Championship (18 m) and shares about her experience. Jonker Sailplanes design team gives an update on JS’s latest product in development, the JS2 Self Launcher.
 
 

 


Friday, 02. August 2019 DWD-Wetterprognose zur Segelflug-BUNDESLIGA Runde translate news

herausgegeben am 02.08.2019 um 14.00 Uhr GZ
Am SAMSTAG liegt ein schwaches Tief mit Kern über der Mitte Deutschlands. Die damit einhergehende feuchte und labil geschichtete Luftmasse über der Mitte und dem Osten des Landes kommt weiter südöstlich voran. Rückseitig baut sich ein Hochdruckgebiet über Westeuropa auf und sorgt für die Zufuhr trockener und lediglich noch leicht labiler Luft, die bereits in den südwestlichen Landesteilen für eine Wetterberuhigung sorgt.
SONNTAGfrüh ziehen die letzten Reste der feuchtlabilen Luftmasse nach Südosten hin ab. Es dominiert verbreitet Hochdruckeinfluss mit relativ trockener und nur leicht labil geschichteter Luft.
SEGELFLUGPROGNOSEN:
Bereich Nord (GAFOR-Gebiete 00 bis 23 und 31 bis 36)
Am SAMSTAG kann sich überwiegend gute, nach Südosten teils auch nur mäßige Wolkenthermik ausbilden, die vereinzelt durch Überentwicklungen gestört sein kann.
Am SONNTAG wird sich verbreitet gute Wolkenthermik entwickeln können, die im Osten örtlich durch Überentwicklungen gestört sein wird.
Bereich Mitte (GAFOR-Gebiete 24 bis 28 sowie 37 bis 64)
Am SAMSTAG aufgrund von Abschirmung und eingelagerten Schauern und Gewittern oft keine nutzbare Thermik. Lediglich westlich einer Linie Schwarzwald-Taunus mäßige Wolkenthermik.
Am SONNTAG verbreitet mäßig bis gute Wolkenthermik.
Bereich Süd (Alpen und das Alpenvorland (GAFOR-Gebiete 71 bis 84 sowie angrenzende Alpenländer)
Am SAMSTAG lediglich westlich der Iller geringe bis mäßige CU-Thermik. Umso weiter östlich Richtung Oberbayern und Allgäu umso
größer ist die Abschirmung durch dichtere Schichtbewölkung. Zudem steigt das dort das Risiko für eingelagerte Gewitter.
Am SONNTAG mäßige, in den Bergländern gute CU-Thermik, gebietsweise durch mittelhohe Wolkenfelder gestört.
 
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Wednesday, 31. July 2019 U25: Kopf an Kopf-Rennen zwischen Königsdorf und Oerlinghausen geht in Runde 15 weiter translate news

Mehr als Dreiviertel der Ligasaison ist vorüber und das Kopf an Kopf-Rennen an der Tabellenspitze geht weiter. Auch die Runde 15 ist alles andere als einfach und bietet auch nicht allen die gleichen Chancen. Im Mittelpunkt steht der Samstag und insbesondere der Norden und die Mitte Deutschlands profitieren von den Wetterbedingungen. Klar, dass auch die Oerlinghausener dies für sich nutzen. Es gelingt ihnen die Runde erneut für sich zu entscheiden. Aber auch die Königsdorfer finden dank der Startplätze fernab der Heimat gute Spuren und holen sich den Silberrang. Was im Nordosten an Möglichkeiten steckte, zeigt der Highspeedflug von Lukas Blattmann (FCC Berlin). Er nutzt die berühmtberüchtigte Rennstrecke über dem Fläming südlich von Berlin und holt fast 130 Speedpunkte.

Die Prognosen weisen auf mäßiges Wetter am Samstag hin. Eric Kortemeier und Lukas Brune aus Oerlinghausen erwarten anfänglich Blaues, zum Nachmittag eher hochschießende Wolken und recht strammen Wind. Um die Mittagszeit zeigen sich die ersten Fetzen am Himmel und deuten auf deutlich bessere Bedingungen. Während Lukas Richtung Nordosten fliegt, um den Einstieg in bereits besser entwickelte Gebiete zu erhaschen, schlägt Eric eine leicht südöstliche Richtung gegen den Wind ein. Mit einer Basis von knapp 1.900 Metern lässt sich erst einmal gut arbeiten. Auf dem Flug begleitet Eric ein breiter Mix an Wettererscheinungen: von einer perfekten Linie südlich des Harzes bis ins Münsterland über Blauthermik bis hin zu breitgelaufenen Flatschen. Dank der immer wieder guten Steigwerte und des langen Rückenwindschenkels kommt am Ende ein beachtlicher Schnitt zustande. Lukas macht sich den Rückenwind ebenfalls zunutze. Nach einem 66er Schnitt auf den ersten 150 Kilometern mit nettem Gegenwind, geht es dann als Belohnung extrem schnell. So fliegt die Strecke zum Westrand des Wiehengebirges und weiter bis kurz vor Cloppenburg nur so unter ihm hindurch. Nach der Wende wird klar, der Rückweg ist nicht einfach. So schafft es Lukas auch nur bis zum Flugplatz Bielefeld, was aber für eine Wertung ausreicht.
Lukas zieht ein Zwischenfazit zur Saison: „Unabhängig von der endgültigen Platzierung ist es ein erfolgreiches Jahr, denn durch den Einsatz von einigen erfahrenen Piloten … haben viele jugendliche Scheininhaber das Streckenfliegen begonnen. Somit haben wir fast jedes Wochenende mindestens vier Jugendliche, die einen Überlandflug machen. Damit haben wir, denke ich, eine gute Grundlage für die Zukunft.“
Rundenwertung U25: 1. FG Oerlinghausen (NW) 298,87 Speed/50 Punkte, 2. SFZ Königsdorf (BY) 265,77 Speed/49 Punkte, 3. FSV Stölln/Rhinow (BB) 168,54 Speed/48 Punkte
Tabellenstand U25 nach Runde 15: 1. SFZ Königsdorf (BY) 560 Punkte, 2. FG Oerlinghausen (NW) 446 Punkte, 3. FSG Hammelburg (BY) 524 Punkte
 
Text: Stephanie Keller (OLC-Redaktion)
Fotos: Eric Kortemeier, Lukas Brune
 
Kann losgehen
Ganz schön blau…
Auf zur nächsten Wolke
 

 


Tuesday, 30. July 2019 LSG Fallersleben: Endlich wieder gut gepunktet translate news

Nach vielen mageren Ligarunden konnte die LSG Fallersleben in den Runden 14 und 15 endlich wieder gut punkten. Besonders die letzte Runde ging eindeutig an alle Nordvereine. Wie Bernd schon resümierte, war der Samstag der bessere Tag für die Liga. In Ummern waren Helge und Franz Liebertz (ASH25), Heinz-Gerd Brunßen-Gerdes (PIK 16), Arnie Weber (DG 400), Michael Waibel mit Co Arne Brüsch (ASH25e) und Benno Beesten (Hornet) am Start. Beide ASH-Besatzungen sind zunächst bis hinter die Elbe gegen den Ostwind geflogen, um dann in der Gegend um Stölln-Rhinow den Ligasprint zu starten. Während die motorisierte ASH einem langen Rückenwindschenkel fast bis Hoya nur einen Gegenwindschenkel nach Hause folgen ließ, setzte Familie Liebertz in der Seglerversion der ASH auf ein Jojo mit den Wenden bei Lachendorf und Jerichow. Beide erreichten ähnliche Geschwindigkeiten.
Benno hat zwischen den Offene-Klasse-Meisterschaften in Deutschland und Österreich zur Abwechslung sein Clubklasse-Flugzeug aufgerüstet. Leider musste er wegen eines technischen Problems nochmal landen und konnte so erst gegen 15:00 auf Punktejagd gehen. Anders als für die anderen blieb so keine Zeit vor der Ligawertung gegen den frischen Wind auszuholen. Immerhin lief der Gegenwindschenkel bis hinter die Elbe bei Tangerhütte einigermaßen und auch mit der Clubklasse musste nur selten gekurbelt werden. Nach der Wende war es dann aber schwierig, unter den Wolken die tragenden Linien zu finden. So kam Benno dann im Bereich des Heimatplatzes unter die Flughöhe des ersten Schenkels und tat sich hier schwer gutes Steigen zu finden. Die drei Flüge reichen zu knapp 306 Speedpunkten und Platz 9 in der Rundenwertung. Damit waren zwar alle anderen acht Nordvereine schneller, aber es bringt dennoch 12 wertvolle Punkte auf das karge LSG-Konto. Mal sehen, was die letzten vier Ligarunden noch im Petto haben.
 
Benno Beesten
 
Gutes Wetter, aber leider kaum
Straßenbildung über der Altmark
Heimatplatz voraus (bei 11 Uhr im Wald)
Alle LSG-Flieger zurück in Ummern
 

Monday, 29. July 2019 Schnelles Rennwetter für alle sechs niedersächsischen Bundesligavereine translate news

Das war ja eine absolut verrückte Nummer im Rahmen der zurückliegenden Runde, weil sich alle sechs niedersächsischen Vertreter in den ersten neun Rängen platzieren konnten. Das hat es so in dieser Form sicher noch nicht in der Segelflug-Bundesliga gegeben und ist daher ein absolutes Novum. Heuer spielte die Musik großflächig im norddeutschen Flachland und diese Option wurde dann auch dankbar angenommen und mit richtig schnellen Flügen unter den prächtigen und zahlreichen Cumuluswolken in die Tat umgesetzt. Somit waren an diesem Samstag Steigwerte von 3 Metern pro Sekunde und auch mitunter sogar noch bessere Aufwinde regelmäßig und großflächig anzutreffen.
Der Sieg ging mit flotten 389,15 Speedpunkten an unsere Kollegen vom LSV Burgdorf. Unmittelbar dahinter folgen die Aufwindjäger aus Rinteln, Gifhorn und Celle. Der Aero-Club kommt mit 356,98 Speedpunkten auf Platz sechs und kann sich über eine Gutschrift von 15 Punkten freuen. Unsere Nachbarn von der LSG Fallersleben reihten sich auf Position neun ein und holten somit 12 Punkte. Diese fünf Braunschweiger Piloten waren erfolgreich unterwegs:
Karsten Bennewitz, Ventus 2cM/18m, 121,33 Speedpunkte,
Andreas Kruse, Jens Rabe, Nimbus 4DM, 120,78 Speedpunkte,
Markus Schmied/Hayung Becker, Arcus T, 114,87 Speedpunkte,
Bennewitz nahm von Waggum aus einen direkten Kurs in Richtung Fläming und ließ sich dann von seinem Ventus auf der dortigen Thermikautobahn bis nach Cottbus tragen. Sein Umkehrpunkt im Westen lag bei Hoya und am Ende kamen so in gut siebeneinhalb Stunden 760 Flugkilometer zusammen. Kruse und Rabe, die mitunter mit dem Kollegen Bennewitz im engen Team flogen, trieben den Nimbus ebenfalls in den Bereich des optimalen Rennwetters in den Fläming und wendeten auch in der der Region Cottbus. Die beiden erfahrenen Thermikjäger Schmied und Becker glitten nach Wittstock/Dosse und anschließend wählte das gut eingespielte Duo als zweiten Wendepunkt Bruchhausen-Vilsen. Die Gesamtwertung wird aktuell vom LSV Rinteln mit 207 Punkten angeführt und der Aero-Club hat nun, auf Platz dreizehn liegend, 122 Punkte auf seinem Konto.
Bennewitz kurbelte unmittelbar vor seinem Abflug am Samstag mit zwei Störchen und kommentierte dieses seltene und wahrlich einmalige Naturschauspiel folgendermaßen: „ Das mit den Störchen vor dem Abflug gefällt mir besonders gut“. Am Sonntag brannte gegen Mittag zweieinhalb Kilometer nordöstlich von Waggum ein Stoppelfeld und unser junger Fluglehrer Lennard Waschke prägte für die darüber entstehende Luftmassenbewegung den prägnanten und äußerst kreativen Begriff „Pyrocumulus-Wolke“.
 
Rolf Wagner
 
Diese beiden Störche erfüllen Karsten Bennewitz mit großer Freude.
Hammerwetter auf der allseits beliebten Thermikautobahn des Flämings.
Der in der Bildmitte aufsteigende Rauch produziert eine „Pyrocumulus-Wolke“.
 
 

Monday, 29. July 2019 Bernd Fischer von TopMeteo resümiert zum Bundesliga-Wochenende translate news

Die Liga biegt langsam auf die Zielgerade. In der Vorwoche hat sich das Rennen um die Tabellenführung in beiden Ligen zugespitzt. Die Punkteabstände sind so gering, das sich jeweils gleich mehrere Teams Hoffnung auf den Titel machen können. Um so interessanter wird auch die Frage, wie mit Wetterlagen umgegangen wird, die vielleicht nicht allen gleiche Bedingungen ermöglichen. So wie in dieser 15. Runde, wo der Schwerpunkt der Liga-Flüge in jedem Fall im Norden lag.
Samstag:
Nachdem die Vorwoche mit Temperaturrekorden und rekordverdächtigen Basishöhen punktete, war diese 15. Liga-Runde gleich durch eine ganze Reihe von Systemen geprägt: Hauptakteure waren der/das Höhenrücken/Hoch über Skandinavien, ein Trog/Tief über Polen und ein weiteres Trog-/Tief-System vor den britischen Inseln (fast eine klassische Viererdrucklage, aber nur fast). Bei den Luftmasse war die Sache ein wenig übersichtlicher: Im Norden und Nordosten lag noch die trockene und sehr warme Luft der Vortage - thermisch gut durchmischt und weiter mit dem Potential für hohe Basis und gutes Steigen, auch wenn durch den Hochdruck die Werte im Norden und Nordosten nicht mehr ganz so extrem waren. Gleichzeitig konnte der Trog über Polen noch ein wenig Feuchte beisteueren, so dass sich von Ost nach West Cumuli aufbauten, deren Entwicklung mittags an der Oder begann und sich dann immer weiter nach Westen fortsetzte,  um dann nachmittags die Niederlande zu erreichen.
Gegenspieler war das Trog-/Tiefsystem im Westen: Eingelagert in eine Tiefdruckrinne, die sich vor der eigentlichen, noch über Frankreich liegenden Kaltfront entwickelte, lag zunehmend feuchte und labile Luft, die durchaus auch das Potential für stärkere Überentwicklungen und Gewitter hatte - wie das die Kombination aus visuellem Satellitenbild von 15:15 UTC (17:15 MESZ) und den Blitzen der vorangegangenen Stunde zeigt.
Sonntag:
Gegenüber dem Vortag hatte sich die Verteilung der Systeme und der Luftmasse eigentlich nicht wesentlich geändert, nur die Positionen waren jeweils etwas weiter nach Osten gerückt: Die Tiefdruckrinne lag nun in einem breiten Streifen vom Nordwesten bis in den Südosten. Die trockenwarme Luft im Nordosten wurde weiter Richtung Ostsee abgedrängt. Darüber liegende Cirren störten ebenso wie die über der Mitte in der Labilität aufkommenden Gewitter - in der Summe ließen diese Bedingungen allenfalls nur kurze Flüge zu. Interessant noch auf dem Satellitenbild zu sehen, wie im Ostseeumfeld bei Südsüdostwind der Seewindeffekit aus dem Stettiner Haff, aber auch von der Ostseeküste von Schleswig-Holstein zu erkennen ist, während an der nordfriesischen Küste der ablandige Wind Gewitter auf die INseln heraus treibt. Im Gegensatz konnte die betreits westlich von Rhein und Neckar einfliessende, etwas kühlere Luft dort etwas Stabilisierung bringen. Die Luftmasse war aber so feucht, dass auch hier fliegerisch nicht viel zu holen war.
Wer sich interessiert: Noch sind die Bilder des Wochenendes (zumindest vom Sonntag) im Mini-Archiv vom TopMeteo-Webshop verfügbar. Nutzt man die Möglichkeit der Animation, kann man auf den Satellitenbildern äußerst interessante Effekte sehen, wenn die Wolken in der unterschiedlichen Stockwerken in zum Teil ganz unterschiedliche Richtungen ziehen - ein Effekt, der bei diesen Wetterkontellationen auftreten kann, wenn jedes der Systeme auch sein eigenes Windfeld generiert ...
Wer hat was draus gemacht?
Der Wetter-Rückblick hat es ja schon angedeutet, und sowohl der Blick in die Flugspuren als auch in die Wertungslisten lässt am Ende nur einen Schluss zu: Der Tag für die Liga, der Tag für die schnellen Schnitte war eindeutig der Samstag. Der Wetter-Schwerpunkt lag dabei in der warmen, aber trockenen und thermisch guten Luftmasse im Norden. Eine ganze Reihe von Flügen von Vereinen aus dem Süden fanden ihren Anfang dann auch nicht auf dem heimischen Flugplatz, sondern beispielsweise von der IMGC in Holzdorf oder von der Junioren-Quali auf dem Hirzanhain aus.
Die Wetter-Konstellation dieser Runde spielte natürlichen den Vereinen aus dem Norden in die Karten. Erst in der Vorwoche hatte der LSV Rinteln die Führung der 1. Bundesliga übernommen und der LSV Burgdorf zur LSG Bayreuth aufschliessen können. Beste Voraussetzungen also für sie, diese Positionen weiter zu festigen. Und genau so kam es dann auch, denn die Burgdorfer konnten diese Runde für sich entscheiden, die Rintelner gingen als 2. durchs Ziel. Die Entscheidung zwischen diesen Teams fand auf einem hohen Geschwindigkeits-Niveau und am Ende äußerst knapp statt.
Schnellster für die Burgdorfer war Michael Möker: Er flog zuerst gegen den Ostwind vor, um seine 2,5h Ligazeit erst nach rund 170km von zu Hause bei Brandenburg/Havel zu beginnen. Dann ging es mit Rückenwind entlang der Reihungen zurück. Kurz hinter Gardelegen legte er ein Jojo (über immerhin 2x knapp 50km) ein, dass ihm kreislos gegen den Wind einen Schnitt von deutlich über 120km/h brachte, bevor er den Schnitt mit Rückenwind wieder auf über 160km/h hochtreiben konnte. Erst südlich von Bremen ging es dann noch ein Stück gegen den Wind. Am Ende fliessen indexkorrigierte 136,35 Liga-km/h in die Wertung ein. Kaum langsamer war der schnellste Flug der Rintelner. Reinhard Schramme & Madleen Fernau waren mit einer ähnlichen Taktit, aber auf einem südlicheren Kurs unterwegs. Von Rinteln aus ging es südlich am Harz vorbei bis an den Fläming. Kurz bevor sie in den Rückenwind drehten, begann ihre Liga-Wertungszeit. Der Ostwind trug sie mit einem 150er-Schnitt bis nach Ostwestfalen, um dann mit 2 kurzen Schnenkeln über dem Weserbergland zurück nach Rinteln zu fliegen. Der Liga-Schnitt von 136,15 km/h war um 0,2 langsamer als der von Michael.
EIne ganze Reihe von Piloten schafft es noch über die 130er-Marke und es würde etwas den Rahmen sprengen, jeden einzelnen aufzuzählen. Ein paar Flüge sind mir aber doch noch aus verschiedenen Asppekten ins Auge gefallen: Nico Klingspohn und Felix Gottschalk fliegen ihren Flug im Team und führen so den LSV Gifhorn aus Rundenplatz 3. Christian Schneiders fliegt von Celle aus zwar auch gegen den Wind nach Osten vor, sein Flug insgesamt und vor allem der Rückenwindschenkel ist aber wesentlich kürzer als diese Anteile bei den schnellsten Piloten der Runde - trotzdem ist sein Liga-Schnitt mit knapp 135km/h kaum langsamer. Er schafft es offenbar, während der Liga-Wertungszeit wesentlich konsequenter geradeaus zu fliegen, so muss er in den 2,5h nur 3x kurbeln. Während Max Mensing sein Jojo unter den Reihungen von Stadtlohn bis fast an die holländische Nordseeküste ausdeht (dem Ostwind sei Dank), fliegen Heikki Poihjola und Enrique Levin von Homberg/Ohm aus unter einer Konvergenz, die sich vor der Tiefdruckrinne gebildet hat, ebenfalls fast kreislos bis hinter Hof und zurück. Übrigens die selbe Konvergenz, die auch einige der Junioren vom Hirzenhaim aus nutzen konnten. Aber bei allem schnellen Flügen soll auch der Blick ganz ans Ende der Rundenwertung nicht fehlen, wo die Flüge zu finden sind, die sicherlich auch nicht mühelos waren und zeigen, was "alles für die Liga" getan wird, wie z.B. Alexander Goebe & Patrick Kuaschat, die mit einer ASK21 für und von Grabenstetten aus Punkte erfliegen. Aber selbst "gestandene" Piloten trotzen Wetter und Vorhersagen und sorgen für Punkte für ihre Vereine (stellvertretend seien dafür Tilo und Mi genannt).
In der Gesamtwertung kann Rinteln durch den Rundenplatz 2 seine Führung festigen. Sie liegen jetzt bei 207 Gesamtpunkten und damit 8 Punkte vor Rundensieger Burgdorf (199 Punkte), die sich damit an den Bayreuthern (196 Punkte) vorbei schieben können. Hinter dem Führungstrio klafft eine erste größere Lücke auf Aaalen (172 Punkte).
Auch in Liga 2 wird wie immer schnell geflogen: Die Spitze, sowohl im Team als auch für den schnellsten Flug dieser Runde, sichert sich das Aero Team Klix und hier das Team Ingo Trentelj und Jürgen Müller. Ingo fliegt seine alte Dame im Jojo zwischen Fläming/Lausitz und Niederschlesien mit 144km/h, mit dem gleichen Schnitt wie Jürgen - durch den Index der ASW17 hat Ingo in der Wertung dann die Nase vorne [übrigens Ingo, "Liga live" schaue ich dann nächsten Sonntag, da sitze ich wieder auf der Winde]. Die Klixer können mit ihrem dritten schnellen Flug von Hubertus Oehme & Volkmar Krujatz die Runde am Ende relativ deutlich für sich entschieden (354km/h). Die Sachsen hatten in dieser Runde sicherlich den Vorteil, direkten Zugriff auf das gute Wetter zu haben. Gleiches gilt für den 2. dieser Runde: Oerlinghausen. Die Flüge von Marco Robeck, Lukas Brune und Günther Robeck bringen den Ostwestfalen 341 Punkte ein. Deutlich knapper geht es auf Platz 3 und 4 zu. Hier trennen Schweinfurt und den Aero Club Berlin ganze 0,15Liga-km/h! Knapp die Nase vorn haben am Ende die Bayern, die ihre Flüge nicht vom heimischen Platz aus gemacht haben, sondern ihren Starort nach Suhl verlegten. Ihre auf die Liga ausgelegten Flüge fanden dabei zwischen Rhön und dem Saalebogen statt - auch da dürfe ein Stück der Konvergenz mit im Spiel gewesen sein.
Auch in Liga 2 ist die Spitze nah zusammen. Bad Nauheim kann durch einen Rundenplatz 8 die Führung übernehmen (200 Punkte) und verdrängt die diesmal punktlosen Ansbacher auf Rang 2 (192), zu denen Oerlinghausen (187) und  Schweinfurt (186) bereits dicht aufgeschlossen haben. Pirna (170) liegt etwas im punktemäßigen Niemannsland, bevor von Rang 6 bis mindestens 10 der Kampf um die Aufstiegsplätze bei geringen Punkteabständen noch völlig offen ist.
Es kommt eine wechselhafte Woche auf uns zu und auch die ersten Prognosen für das kommende Wochenende sehen mal wieder nicht danach aus, als gäbe es einfaches Wetter. Man darf also gespannt sein, welche entscheidende Rolle das Wetter bei der nächsten Punktevergabe spielen wird ...
 
Bernd Fischer
 
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